Was für ein Fest!

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Rund vier Jahre ist es her, da wir im Hinterzimmer des wunderbaren veganen Pêle-Mêle Cafés in der Neuköllner Innstraße drei Schreibtischplätze anmieteten. Eine Ausstellung, ein Kunde, der erste Newsletter – muxmäuschenwild war geboren. Was danach passierte, können wir bis heute nicht ganz in Worte kleiden und versuchen es dennoch, einfach weil das mal so muss. 18 tolle Mitarbeiter kümmern sich inzwischen um dutzende großartige Kunden, vom kleinen Startup bis zum weltgrößten Mobilfunkanbieter, von der Grillwurst bis zum Fairphone. Wir haben Parties gefeiert, Kunden-Events in unendlichen Größenordnungen umgesetzt, über 800 (!) Newsletter Artikel geschrieben und ziehen in Kürze zum dritten Mal um. Sorry fürs Selbstbejubeln, aber man muss sich auch mal feiern. Und das wollen wir. Mit zahllosen Wegbegleitern, Lieblingsmenschen, bunten Hunden, unseren Freunden von Give Something Back To Berlin und mit euch versammeln wir uns auf dem schönsten Dach von ganz Neukölln – dem Bezirk, in dem für uns alles begann. Bei unserem Charity-Mini-Festival wollen wir lachen, tanzen, trinken und entrückt bis frenetisch großartiger Musik lauschen. Für uns und für den guten Zweck. Dafür haben wir ein Secret Line-Up auf die Bühne gestellt, das seines Gleichen sucht. Zehn großartige Bands und Musiker, ein Neben- und Miteinander der Klänge ohne Hierarchie und Korsett. Zu viel sei an dieser Stelle noch nicht verraten, aber es wird verdammt bunt, verdammt schön und verdammt muxmäuschenwild. Die auftretenden Künstler und weitere Highlights verkünden wir auf unserer Facebook Seite. Stay tuned! Wir heben die Gläser und lassen es scheppern, mit Sonne im Herzen und bester Laune. Denn wir haben Geburtstag und feiern feste die vergangenen vier Jahre und alles was kommt.
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MUXMÄUSCHENWILD B’DAY FESTIVAL | Mi., 28.06.17, ab 15 Uhr | Klunkerkranich, Karl-Marx-Str. 66, 12053 Berlin | Eintritt: 3 € + 2 € Spende zugunsten von Give Something Back To Berlin | Facebook

Under Construction

„Die ganze Welt ist eine Bühne“ – hat schon William Shakespeare gesagt. Und so wird auch die größte Baustelle Europas zur Bühne: Das ‚Theater der Welt‘ erobert ab 25. Mai den Hamburger Hafen. Heißt: über 330 Veranstaltungen, von 45 Produktionen aus fünf Kontinenten, von 27 Ur- oder Erstaufführungen, die sich einzig und mehr um den Austragungsort drehen oder zumindest davon inspiriert sind. Was ein Hafen nicht für Bilder, für Sehnsüchte und Geschichten erzeugen kann, von herzzerreißenden Abschieden, vom Flüggewerden und Abenteuern, von Entdeckungsreisen und spelunkigen Zechen. Für dieses größte internationale Theaterfestival, das Hamburg je gesehen hat, öffnen sogar bis dato unbetretene Hafenspeicher ihre Tore. So bespielt der samoanische Star-Regisseur Lemi Ponifasio mit der Eröffnungsproduktion „Children of Gods“ beispielsweise die 9000 Quadratmeter Kakaospeicher. Oder es werden neue Orte geschaffen, wie von der brasilianischen Autorin und Regisseurin Christiane Jatahy, die am Ufer des Baakenhöfts einen Kran installiert, an dem ein Container hängt. Darin befinden sich jedoch keine Waren, sondern Menschen, „Moving People“, und deren Geschichten in einer multiperspektivischen Performance-Film-Installation. Und so fasst das Spektakel den Theaterbegriff weit, wenn nicht nur Schauspiel, sondern auch Performance, Tanz, Musik, Diskussionen und Kochkunst auf die Bühne kommen. Für das Eröffnungsstück „Ishvara“ des Querulanten der chinesischen Kunstszene, Tianzhuo Chen, am 25. Mai um 19.30 verlosen wir an die besonders Karnevalesken unter euch 2×2 Karten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WIE ES EUCH GEFÄLLT’ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Theater der Welt | Hamburg, 25.05.-11.06.17 | www.theaterderwelt.de

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Kategorien: Hamburg | Autor: | Datum: 23. Mai 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Oren Lavie

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Das 2 Minuten-Interview

Die französische VOGUE hat Oren Lavie kürzlich zum sexiest man alive gekürt. Full stop! Der gebürtige Israeli ist Sänger, Autor, Songwriter, Theater- und Videoregisseur. 2009 wurde sein Stop-Motion-Musikvideo „Her Morning Elegance“ zum Hit im World Wide Web und bescherte ihm sogar eine Grammy-Nominierung. Am Freitag kommt sein neues Album mit dem Titel „Bedroom Crimes“ in die Plattenläden. Auch darauf: der Song „Did You Really Say No“, den er zusammen mit Vanessa Paradis aufgenommen hat. Das wollten wir genauer wissen. Und wie das mit dem Baby und der Glasscheibe war, den unverstimmbaren Gitarren und den lauten Kühlschränken.

Name: Oren Lavie
Wohnort: Tel Aviv
Beruf: I write books for children and I make music.
Schuhgröße: 43 im Schatten
Lieblingszitat: „I wouldn’t want to be a member in a club that would accept me as a member“. Das ist Woody Allen, der Graucho Marx zitiert.

 

Wie klingt Berlin?
Für mich klingt Berlin nach Bäumen und Parks und den Seen drum herum. Es klingt nach Frühling. Als ich zum ersten Mal nach Berlin kam, war es Spätfrühling. Ich kam gerade aus dem lauten New York und Berlin klang für mich wie das Gegenteil von Lärm.Hast du musikalische Vorbilder?
Nein, ich denke nicht, dass ich wirklich Vorbilder habe. Jeder Künstler ist auf seine eigene Weise unperfekt. Für gewöhnlich mag ich Künstler, die Talent und Persönlichkeit miteinander verbinden. Lennon ist ein gutes Beispiel. Tom Waits. Bukowski – nicht gerade der Role Model Typ.

Was singst du unter der Dusche?
Opern! Don Giovanni. Rigoletto. Carmen.

Ein Moment, den du niemals vergisst?
Ich habe ein sehr ausgeprägtes Erinnerungsvermögen was emotionale Erlebnisse angeht. Namen kann ich mir dafür überhaupt nicht merken. Aber eine Sache, die ich niemals vergesse? Wer weiß schon woran ich mich bei meinem letzten Atemzug erinnere? Vielleicht an das erste Mal, als ich „Fool On The Hill“ von Paul McCartney hörte. Oder das erste Mal, als ich den Film „The Never Ending Story“ sah, „The Rocky Horror Picture Show“ oder Woody Allen’s „Manhattan“?

Wovon hast du letzte Nacht geträumt?
Ich träumte von einem Baby, das auf eine Glastür zu rannte und ich konnte nichts dagegen tun. Es würde passieren. Doch plötzlich bemerkte ich, dass ich die Stimmung des Traums beeinflussen konnte und es gelang mir, vom Drama in die Komödie zu wechseln. Als das Baby gegen die Glastür rannte war es auf einmal nur noch lustig und niedlich. Ich rettete das Baby eben auf diese Art.

Was ist typisch für dich?
Über alles zu viel nachzudenken.

Dein Lieblingsschimpfwort?
I never, but never, swear.

Worin wärst du gern besser?
Ich wäre gern freundlicher zu Fremden.

Womit kann man dich beeindrucken?
Wenn man gutmütig, freundlich und großzügig ist oder wenn man ein Arschloch ist, aber sehr talentiert.

Mit welcher Persönlichkeit würdest du gern mal eine Platte aufnehmen?
Lennon. Aber auch Jeff Buckley. Und ich würde gern Audrey Hepburn daten.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich würde richtig gutes Sushi bestellen.

Wovor hast du Angst?
Dass die Dinge nicht so laufen, wie ich es mir erhoffe.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Gitarren würden sich nie verstimmen. Und es gäbe leise Kühlschränke!

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert?
Ich versuche ständig neue Menschen kennenzulernen. Das einzig Neue, das wirklich zählt: Menschen.

Was sollte niemand über dich wissen?
Ich kann nicht gut mit Katzen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Ihr habt genau die Richtigen gestellt.

Das letzte Wort:
Nothing like a good book.

Alternative Wahrheiten

„Wenn ich sage, dass ich lüge, lüge ich oder sage ich die Wahrheit?“ Ist eine Behauptung falsch, wenn sie wahr ist? Oder ist sie wahr, wenn sie falsch ist? Verwirrung zu stiften ist immer wieder ein wichtiger Teil von Kunst. Fragen aufzuwerfen, zu irritieren, zum Hinterfragen anzuregen. Die Londoner Connor Brothers, einst Galeristen, nun selbst Künstler, haben sich mit Sven Sauer zusammengetan, dem Initiator der Dark Rooms Exhibition, um uns in einen Irrgarten der Lügen zu entführen. Im Industriedenkmal Willner Brauerei haben sie das „Labyrinth of Lies“ installiert, einen leuchtenden Irrgarten aus 400 Regenschirmen, unter denen man sich durchschlängeln muss. Hinter jeder Biegung tut sich ein neuer Blick in die Gedankenwelt der Künstler auf, die sich mit der Frage nach Wahrheit des Sichtbaren auseinandersetzen. Erkennen wir auch mehr, nur weil wir mehr sehen? Zeigen uns die unzähligen Bilder, die täglich auf uns einprasseln, die Wahrheit? Was ist Wahrheit überhaupt? Und wer bestimmt das? Das Labyrinth ist Teil einer Ausstellungsreihe von PlusOne, die zum Ziel hat, unterschiedliche Kunstformen in ungewohnten Umgebungen zu präsentieren und damit die Wahrnehmung zu verändern. Nicht nur auf Kunst. Sondern auch auf das Leben. Wir laden unter den Regenschirm und verlosen 5×2 Tickets an die besonders Verwirrten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „DAS LÜGNER-PARADOXON“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Labyrinth of Lies | Willner Brauerei, Berliner Straße 80-82, 13189 Berlin | 25.-26.05.17, 18-22 Uhr | Foto Credit:

„Wenn ich sage, dass ich lüge, lüge ich oder sage ich die Wahrheit?“ Ist eine Behauptung falsch, wenn sie wahr ist? Oder ist sie wahr, wenn sie falsch ist? Verwirrung zu stiften ist immer wieder ein wichtiger Teil von Kunst. Fragen aufzuwerfen, zu irritieren, zum Hinterfragen anzuregen. Die Londoner Connor Brothers, einst Galeristen, nun selbst Künstler, haben sich mit Sven Sauer zusammengetan, dem Initiator der Dark Rooms Exhibition, um uns in einen Irrgarten der Lügen zu entführen. Im Industriedenkmal Willner Brauerei haben sie das „Labyrinth of Lies“ installiert, einen leuchtenden Irrgarten aus 400 Regenschirmen, unter denen man sich durchschlängeln muss. Hinter jeder Biegung tut sich ein neuer Blick in die Gedankenwelt der Künstler auf, die sich mit der Frage nach Wahrheit des Sichtbaren auseinandersetzen. Erkennen wir auch mehr, nur weil wir mehr sehen? Zeigen uns die unzähligen Bilder, die täglich auf uns einprasseln, die Wahrheit? Was ist Wahrheit überhaupt? Und wer bestimmt das? Das Labyrinth ist Teil einer Ausstellungsreihe von PlusOne, die zum Ziel hat, unterschiedliche Kunstformen in ungewohnten Umgebungen zu präsentieren und damit die Wahrnehmung zu verändern. Nicht nur auf Kunst. Sondern auch auf das Leben. Wir laden unter den Regenschirm und verlosen 5×2 Tickets an die besonders Verwirrten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „DAS LÜGNER-PARADOXON“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Labyrinth of Lies | Willner Brauerei, Berliner Straße 80-82, 13189 Berlin | 25.-26.05.17, 18-22 Uhr | Foto Credit: Saskia Uppenkamp

 

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Oliver Koletzki

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Das 2 Minuten-Interview

Oliver Koletzki muss man nicht mehr vorstellen. Als DJ und Musiker prägte der gebürtige Braunschweiger (Aufstieg, Alter!) und Ex-C64 Beatbastler den Sound Berlins der letzten Dekade mit. Am Freitag erscheint sein großartiges sechstes Studioalbum „The Arc of Tension“ auf seinem eigenen Label Stil vor Talent, mit dem er auch Acts wie Dapayk & Padberg, Sascha Braemer, H.O.S.H., David August oder HVOB nach vorne bringt. Erwachsen klingt es, ruhiger, weiter. Musik mit Substanz. Grund genug einmal genauer nachzufragen. Wir haben uns auf ein zackiges 2-Minuten-Interview bei Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Meditationsmusik verabredet. Morgens steigt übrigens der Album Release im nigelnagelneuen Säälchen auf dem Holzmarkt. Wir verlosen 1×2 Tickets an die besonders Gespannten unter euch. Schreibt eine mail mit dem Betreff ‚MÜCKENSCHWARM‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Oliver Koletzki
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 46
Lieblingsvenue: Kater Blau
Kontakt: sandy@stilvortalent.de (Pressekontakt)

Keiner tanzt, was nun?
Vodka für alle aufs Haus.

Die berühmte Insel, ein iPod, drei Songs. Welche?
Meditationsmusik
Drei Fragezeichen Hörspiel
Irgendwas von Chilly Gonzalez

Fährst du mit den Öffis?
Gar nicht. Nur wenn ich unbedingt muss.

Im Zweifel lieber stumm oder taub?
Stumm.

Ein Konzert, das du nie vergisst:
Daft Punk 1997 in Hannover

Wo gehst du privat feiern?
Kater Blau oder Sisyphos

Verrate uns einen magischen Ort!
Alles auf der einstündigen Autofahrt von Wanaka nach Haast in Neuseeland.

Wem würdest du gerne ein Denkmal setzen?
Meinem Opa, der mir Schach spielen beigebracht hat.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne?
Mich unsichtbar machen zu können.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei

Wovor hast du Angst?
Davor, dass noch schwierigere Fragen kommen. (Keine Sorge ;) Anm. d. Red.)

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Baileys zusammen mit Pfeffi hab ich letzte Woche probiert. Klingt schlimm, schmeckt gar nicht so schlecht.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde Marihuana legalisieren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich Simon von Andhim den Bauch rasiert habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?

Das letzte Wort:
Ich bestell mir jetzt Sashimi. :)

Zuflucht machen

Auf der Welt ist eigentlich genug Platz für alle. Und manchmal gibt es Orte, da ist etwas mehr Platz für etwas mehr Mensch. Im Sharehouse Refugio kommen Menschen aus aller Welt zusammen, egal aus welcher Ecke, egal aus welchen Gründen, und leben für eine beschränkte Zeit ein gemeinsames Leben. Sie kochen und essen gemeinsam, erzählen einander Geschichten und tauschen Erfahrungen aus, tanzen, lachen, singen, schweigen. Das Refugio steht in der Lenaustraße unweit des Hermannplatzes, am oberen Ende der Weserstraße. Betrieben wird es von der Berliner Stadtmission in Regie unserer Freunde von Give Something Back to Berlin. Was sie dort geschaffen haben ist viel mehr als ein Wohnort, es ist ein Hort der Begegnung für Berliner, Wahlberliner und Notberliner. Das wunderbare kleine Barista Café führt Bio Fairtrade Kaffee, Limos und selbstgemachtes, arabisches Gebäck und syrischen Brunch. Hinterm Tresen stehen Bewohner und Angekommene aus aller Welt. Der Veranstaltungssaal sucht seinesgleichen in der Ecke und lädt zu wechselnden Veranstaltungen vom Gottesdienst (japp!) bis zur Jamsession der hauseigenen Music School. Das absolute Highlight jedoch ist die bisher kaum bekannte, wundervolle und vor allem mietbare Dachterrasse inklusive Bar und Teppichwunderland. Ursprünglich bezeichnet ein Refugio einen Zufluchtsort für Pilger in Spanien. Das Berliner Refugio bietet Zuflucht und Gemeinschaft für Weltenwanderer aller Kulturen. Es ist kein Heim im konventionellen Sinn, sondern ein Ort, an dem sich Menschen gegenseitig inspirieren und zuhören, voneinander lernen und ein selbstständiges, verantwortungsbewusstes Leben führen können. Und das Refugio ist work in progress, ein organischer Ort, der durch seine Bewohner lebt und weiterentwickelt wird und dessen Exempel weit in die Welt getragen werden soll.
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Sharehaus Refugio | Lenaustraße 3-4, 12047 Berlin | www.refugio.berlin

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Coconat

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Morgens den Artikel fertig schreiben und nachmittags in der Hängematte fläzen. Oder umgekehrt. So sieht ein guter Tag aus. Die richtige Mischung zwischen produktivem Arbeiten und lockerer Entspannung. Ganz famos klappt dieser Mix im Coconat Space. Das hat erst einmal nichts mit tropical feeling und Kokosnüssen zu tun, denn „Coconat“ steht für „community and concentrated work in nature“ und sagt somit genau das, worum es hier geht: Auf dem Gutshof Klein Glien im südwestlichen Brandenburg ist ein perfekter Ort entstanden, an dem Einzelkämpfer oder Teams konzentriert und inspiriert arbeiten, aber ebenso in der umgebenden Natur entspannen können. Teambuilding am Lagerfeuer, intellektuelle Diskurse in der Bibliothek, Projektarbeit im Laboratorium oder hitziges Diskutieren auf der Wiese… die Liste an Möglichkeiten ist noch lange nicht erschöpft. Wer alleine kommt, wird nicht alleine gehen, denn jeden Tag wird allen im Coconat Space ein gemeinsames Mittagessen – und damit die perfekte Gelegenheit geboten, über den Tellerrand zu schauen und sich vielleicht den nötigen Anstoß beim eigenen Projekt zu holen. Eine geschäftige Villa Kunterbunt also, mitten in der Natur und zwischen Obstgärten. Und natürlich mit genügend Betten, um auch zu bleiben. Und weiterzuarbeiten. Oder abzuhängen. Oder beides.
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Coconat – A Workation Retreat | Klein Glien 25, 14806 Bad Belzig | www.coconat-space.com | Foto Credit: Tilman Vogler Fotographie

100 Brote

Was macht ein richtig gutes Brot aus? Saftig muss es sein und nicht trocken. Einfache, gute Zutaten und: eine knackige, knusprige Kruste. Jenny und Stefan haben (glücklicherweise direkt bei uns um die Ecke) ihren Laden 100Brote eröffnet! Was es dort gibt? Nun, genau das: gutes, einfaches, ehrliches und vor allem leckeres und krustenreiches Brot. Mehl, Salz, Wasser heißt das Geheimrezept. Und Dinkel statt Weizen. Und gutes, gelerntes Handwerk. Stefan bringt so viele Jahre Bäckerei-Erfahrung mit wie viele von uns noch gar nicht alt sind und Jenny ist nichts Geringeres als Landesmeisterin der Bäckerjugend Berlin-Brandenburg. Bestellt können die beiden Brote zur Wahl (ein „Jungsbrot“ mit mehr Roggen als Dinkel, auch für echte Mädchen, oder den Hungry Shepherd mit mehr Dinkelanteil) übrigens auch online. Damit man sichergehen kann, dass das Brot genau dann da ist, wenn man es wirklich braucht. Bestellen, bezahlen, abholen. Und dazu gleich einen der leckeren Salate mitnehmen.
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100Brote | Hufelandstraße 2, 10405 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Sa, 08:30 – 20:00 Uhr, So 09:00 – 18:00 Uhr | www.100brote.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Mai 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Was für ein Zirkus

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Gerade tanzten wir noch wippend über das Gelände bei der Eröffnung des Holzmarkts und nun geht es schon so richtig los – und zwar mit Zirkus. Japp! Einem besonderen Zirkus aber, ganz ohne Clowns und Sägespäne, dafür mit unglaublichen Körperartisten, abgefahrenen Visuals, Tanz und (keiner Tschingdarassa-)Musik. Der gefeierte Performer und Produzent Eike von Stuckenbrok hat ein Programm zusammengestellt, das einem den Mund offenstehen lässt. Ein fulminantes Brimborium, das dem Erleben ausschweifender Partys in nichts nachsteht. Expressiver Tanz, Körperspannung, atemberaubende Akrobatik – und dazu passgenaue audiovisuelle Untermalung. Und darum geht es den Künstlern von Le Petit Bleu & The Leftovers: Eine Show auf die Bühne zu bringen, die besser ist als jede Afterparty. Die da anfängt, wo die Feier aufhört. Partyzirkus also, wunderbar ironisch, herausfordernd und so gut. Wir verlosen 2×2 Freikarten für die Vorstellung am 14. Mai an die besonders Synästhetischen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚APPLAUS!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Le Petit Bleu & The Leftovers | Säälchen, Holzmarkt25, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin | 21 Uhr, Premiere am 13.05.17, weitere Termine am 14., 19., 20. & 21.05.17 | Tickets | Facebook | Trailer

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Umarme dich!

Du bist schön. Dein Haar ist toll, deine Kurven sind fantastisch, deine Haut fühlt sich wunderbar an. Klingt komisch? Leider. 91% aller deutschen Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden. Der Bauch ist zu dick, die Schenkel zu wabblig, der Busen hängt – irgendwas ist immer. Die Australierin Taryn Brumfitt kommentierte täglich ihr eigenes Spiegelbild mit den Freundlichkeiten, die man sich meist nur selbst offen zuteil werden lässt: „Du bist fett, du bist hässlich, du bist eklig“. Sie entschied eines Tages, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Mit Mühe, Überwindung, aber auch viel Lust und Energie entstand aus diesem Moment das Body Image Movement und die Dokumentation „Embrace“, ein Film über Frauen und ihr Körperbild. Das Ziel der Aktion: Frauen dazu bringen, ihren Körper so zu lieben, wie er ist. Federführend mit dabei bei diesem weltumspannenden Projekt ist Nora Tschirner, die das Projekt über die Crowdfunding-Kampagne kennenlernte und sich sofort abgeholt fühlte: „Ich habe festgestellt, dass ich mich immer nur in Seele und Geist meines Gegenübers verliebt habe“. Kennen wir. Und darum freuen wir uns nicht nur über den Kinostart von „Embrace“ am 11. Mai, sondern auch auf die Momente vor dem Spiegel: „Du bist toll, du bist wunderschön, du bist sexy“.
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Embrace | Kinostart ab 11.05.17 | Facebook | Trailer

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Kaddie & Helmut Rothe

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Das 2 Minuten-Interview

Helmut und Kaddie sind Schwestern. Und sie haben Ziele. Doch bevor sie davon erzählen, müssen wir euch noch kurz darauf vorbereiten, was gleich kommt. Schließlich haben wir es hier mit einem superhübschen 1,80 m großen Mutantenengel (Helmut) und einer 13 1/2 Leben lebenden, lebendigen Expertin „in nothing in particular“ zu tun. Letztere ist laut eigener Aussage als ‚Creative Director‘, ‚Head of Sales‘ und ‚Head of Party‘ für den wilden Output bei der gemeinsam gegründeten experimental Marketing-Agentur goalgirls samt Blog und allem Zip und Zap zuständig, erste für so ziemlich alles andere. Ach ja, Helmut ist ein Mädchen, wie das kam, erfahrt ihr gleich. Die goalgirls veranstalten unter anderem so großartige Momente wie die Concept Kitchen Club Charity-Dinnerparties. So auch am kommenden Freitag. Am 12. Mai liegt das Glück der Sterne beim vollmundigen Astro Café direkt auf den Tellern im Atelier Aufbauhaus. Und weil wir euch den Blick ins Universum nicht verstellen wollen, verlosen wir zwei Tickets an der Tafel. Schreibt eine Email mit dem Betreff ‚EIN KOMPLIMENT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. In diesem Sinne, viel Spaß mit den Schwestern mit den Zielen.

Name: Kaddie Rothe / Helena (Helmut) Rothe
Alter: 24 / 23
Wohnort: Berlin / Berlin-Mitte
Beruf: Experiential Marketing, Design, Event Planner / Experiental Marketing Agentur & Concept Kitchen Club
Schuhgröße: 38 (und einer 37,5 – ich weiß aber nie welcher) / 39
Lieblingssuperheld: Pooh der Bär / Romeo (mein Hund)
Kontakt: kaddie@goalgirls.de / helmut@goalgirls.de

 

Was schätzt du an deiner Schwester am meisten?
Kaddie: Helmut ist meine bessere Hälfte, vernünftig, kritisch, ein absoluter Kontrollfreak – und auch ein bisschen Clown. Sie holt mich immer mal wieder auf den Boden zurück. Mir fallen leider nur Klischees ein wie ‘mein Fels in der Brandung’, dabei ist wahrscheinlich mein allerliebster Teil an ihr, dass ich 24/7 mit ihr Chillen kann, ohne dass wir uns auf die Nerven gehen.
Helmut: Am meisten schätze ich an Kaddie ihr Durchhaltevermögen. Das meine ich besonders auf die Arbeit bezogen. Sie schafft wirklich alles an einem Tag. Außerdem bewundere ich sehr, wie gut sie connections sammeln kann. Sie hat wirklich ein krasses Network in Berlin (was natürlich auch durch ihre Arbeit im Soho House geprägt wurde), aber auch durch ihr Feingefühl wie sie mit Menschen umgeht und ihre Coolness, auf die einfach jeder steht.

Wer ist Helmut?
Kaddie: Helmut ist meine kleine, große Schwester – ich liebe es, wenn ich ihren Spitznamen rufe und alle sich wundern, wenn dieser 1,80, superhübsche Mutantenengel antwortet. ‘Helmut’ soll die männliche Version ihres richtigen Namens sein ‘Helena’ – wann genau wir (die ganze Familie) beschlossen Helena gegen Helmut einzutauschen, weiß ich nicht mehr.
Helmut: Helmut, das bin ich! Tatsächlich stammt er aus dem Namen Helena, aber meine Freunde fanden Helmut passt besser zu mir. Mittlerweile fühle ich mich mehr angesprochen, wenn mich jemand Helmut nennt.

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest?
Kaddie: Ich würde wahrscheinlich genau das weiter machen, was ich gerade tue – Charity Dinnerparties planen, Kollaborationen, Kunst, Mode – alles, goalgirls! Ich folge einfach meinem Bauchgefühl und das war bisher auch immer richtig.  ;)
Helmut: Ich würde genau das Gleiche tun, was ich jetzt mache – vielleicht mit ein bisschen mehr Risiko. Bei mir ist immer alles sehr kalkuliert, aber ohne den Gedanken “scheitern” würde ich Kaddie erlauben noch mehr Quatsch zu verticken.

Wie alt wärst du wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Kaddie: 28 – ist so ein Gefühl.
Helmut: Kaddie sagt schon immer ich bin wie 12 für sie! Meine andere beste Freundin bezeichnet mich gerne als Granny, weil ich nachts beim Feiern nicht mehr so lange aushalte… Irgendein Alter dazwischen, denke ich.

Erzähle uns einen Witz! ;)
Kaddie: Was macht ein Clown im Büro? – Faxen.
Helmut: Was steht auf dem Grabstein eines Mathematikers? – „Damit hat er nicht gerechnet.“  Um ehrlich zu sein musste ich gerade einen Witz googeln. Ich habe nie einen Witz im Kopf. Mein Opa ist dafür aber Pro!

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr zur Verfügung hättest?
Kaddie: Ich würde ein Buch schreiben oder Tagebuch – wahrscheinlich geht das Hand in Hand.
Helmut: Die würde ich auf jeden Fall zum schlafen nutzen.

Welche Farbe nimmt ein Chamäleon an, wenn es in einem Raum sitzt, in dem nur Spiegel hängen?
Kaddie: Ich schätze es bleibt chamäleonfarbig? Gibt es die Farbe ‘unsichtbar’?
Helmut: Das Chamäleon hat endlich die Chance sich selbst anzuschauen und darzustellen und färbt sich in der Farbe, in der es sich am besten gefällt?

Was kannst du gar nicht?
Kaddie: Mit Geld umgehen – meine Devise ist ‘Money for Memories’ – aber das ist glaube ich falsch (würde Helmut sagen).
Helmut: Lügen.

Wem möchtest du gern ein Kompliment machen und welches?
Kaddie: Ich gebe dauernd Komplimente, ich finde das ist wichtig und es spielt auch gar keine Rolle, was für ein Kompliment man gerade macht: In diesem Moment möchte ich allerdings meinem Lieblingsbarista Craig sagen: toller Kaffee!
Helmut: Euch! Finde wirklich super was ihr macht! Und toll, dass ihr an uns gedacht habt! (:-) Anm. d. Red.)

Wovor hast du Angst?
Kaddie: Meistens ganz banale Dinge: Insekten, Hohe Leitern, Herzbruch.
Helmut: Ich bin eigentlich generell ein ganz schöner Schisser – selbst beim Treppenabgang gehe ich immer sehr vorsichtig.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Kaddie: Passend zu unserem Astro Café haben wir letzte Woche einen Girly Abend mit Tarotkarten gemacht – das war neu. Und auch ein bisschen unheimlich.
Helmut: Ich bin gerade letzte Woche das erste Mal mit dem COUP E-Scooter durch Berlin gecruised. Ich bin vorher noch nie mit dem Roller gefahren und es hat echt so viel Spaß gemacht und Adrenalin – jetzt benutze ich den 24/7 und bereue, dass ich gerade mein Fahrrad repariert lassen habe! R.I.P.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Kaddie: Oh, so vieles – das fängt ja schon bei Rücklehnen von Flugzeugsitzen an. Obwohl ich glaube ich als erstes die Massentierhaltung abschaffen würde (don’t get me started). Und Trump.
Helmut: Als erstes würde ich die Aufklärung über jegliche bürokratischen Dinge in Deutschland ändern – das sollte man direkt in der Schule lernen. Nach dem Studium wird man so in das “erwachsene“ Leben geschmissen – Krankenversicherung, Verträge, Lizenzen. Das ist besonders für junge Unternehmensgründer nicht so einfach – deshalb haben wir ja auch unseren Blog gestartet.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kaddie: Ich bin sowieso ein ziemlich offenes Buch aber gerade das macht mich verletzlich.
Helmut: Ich habe aus Versehen ein paar Monate lang Weichspüler als Waschmittel benutzt, weil ich den Namen Kuschelweich so süß fand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Kaddie: Ihr hättet mich über das Brunstverhalten der Tapire fragen können – ganz egal – ich habe zu jedem Thema irgendetwas zu sagen!
Helmut: Wo ich mich in 5 Jahren sehe – das ist doch eine typische Interviewfrage. Zum Glück habt ihr die nicht gestellt, da würde mir auch nichts einfallen.

Das letzte Wort:
Kaddie: Das ist hoffentlich immer: Liebe. Microphone pass: Helmut.
Helmut: HELMUT OUT.

Foto Credit: John Leon

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Work-Life-Work

Mein Büro ist überall. Laptop oder Handy machen aus jeder WG-Küche, den Öffis oder einschlägigen Cafés vollwertige Arbeitsplätze. Aber entweder nervt der Mitbewohner im Gammellook, oder das Gefühl die Kaffeekuchen-Atmosphäre mit ins blaue Licht getippten Email-Remindern zu zerstören. Deswegen kommt uns das Ivy Berlin an der Weserstraße genau recht. Hier kann nämlich der Laptop aufgeklappt, das Notizbuch gezückt und der richtig gute Kaffee gleichermaßen genossen werden. Der Ort versteht sich als arbeitsgerechtes Café oder Workspace mit kulinarischem Angebot. Es ist kein Co-Working mit Einmietungsverpflichtung und kein reguläres Café mit free WiFi. Sondern raumgewordenes Work-Life. Für ein lockeres Meeting und konzentriertes Arbeiten gibt es auf den 100 Quadratmetern unterschiedliche Plätzchen: An den großen Tischen kann man sich schön ausbreiten, auf der Couch auch mal fläzen, kleinere Tische eignen sich für die Tête-à-Têtes, an der Bar inspiriert der Blick auf die Straße. Natürlich ist es auch erlaubt, hier nicht zu arbeiten. Für die Genuss-Momente sorgt die kleine, feine Karte mit Fantastitäten wie Erdnussbutter und Banane auf Sauerteigbrot mit Walnüssen und Kakao-Nibs. Na gut, erwischt! Wir gehen nur wegen des Essens dorthin und tun so als würden wir arbeiten. Hallo Berlin!
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Ivy Berlin Café & Workspace | Weserstraße 44, 12045 Berlin | Di-So 09-18 Uhr | www.ivyberlin.de | Facebook

Orte

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Danke, Leipzig!

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Offene Fenster in holzvertäfelten Wänden lassen die Staubflocken in den Sonnenstrahlen tanzen. Dazwischen stapeln sich die Bücher bis unter die Decke, der Boden ist belegt von einem riesengroßen Kelim, der Kamin glüht vor. Das ist kein englischer Gentlemen’s Club, sondern der atmosphärische Raum in den Leipziger Off The Road-Studios, in denen BENNE seine Live-EP „Leipzig Sessions“ aufnahm. Ein Glückstreffer in einem Hinterhof in Sachsen. Der Musiker mit der sanften, rauen Stimme, dem folkigen Ton und der alten Seele hatte bereits sein zweites Album im Kasten, als er mit der Idee, einige Songs in abgespeckter Live-Version aufzunehmen in diesen großartigen Raum trat. Diese Atmosphäre trägt er nun durch die Republik, diese Magie bringt er auch in Berlin auf die Bühne. Mal ruhig, in sich gekehrt und mit geschlossenen Augen, mal kraftvoll und mit überzeugender Energie erzählt BENNE von Momentaufnahmen des Lebens, den kleinen Dingen mit der großen Wirkung, von Beobachtungen des Alltags fernab von Menschen, Leben, Tanzen, Welt. Er nimmt uns sofort mit in sein Universum, beseelt uns, und wenn er singt, dass „alle Sorgen mit dem Sonnenaufgang verschwunden“ sind, will man nur sagen: Nein, Benne, sie sind es schon jetzt. Am Sonntag spielt er für uns und alle ein Konzert in Berlin. Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste an die besonders Sorglosen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FÜHL MAL!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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BENNE – „Berühren“-Tour | So., 07.05.17, 20 Uhr | Prachtwerk, Ganghoferstraße 2, 12043 Berlin | Webseite | Facebook | Tickets | Foto Credit: Tim Waschk

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 02. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Tobias Vetter

Das 2 Minuten-Interview

Von wegen Nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Wer sowas sagt, mag auch keine kleinen Kinder, Frenchie-Welpen, Wassereis oder nackt im Sommer vom Drei-Meter-Brett springen. Nette Menschen sind eine absolute Wohltat und der netteste Mensch, den wir kennen, heißt Tobias, ist ein unfassbar talentierter Tätowierer und mag’s düster. Nebenbei betreibt er gemeinsam mit seiner Freundin das großartige Fechtner Delikatessen-Geschäft in der Torstraße (Avocado-Lachs-Pochiertes Ei!!!), das wir euch ja bereits kaffeebrühwarm ans Herz gelegt haben. Wir fragten kurz und bündig zwischen Schwalben und Pancake-Stich, zu unsichtbaren Arschgeweihen, Popelei und das Älterwerden. Wer mal gucken und sich Appetit holen möchte, schaut am besten nach dem Lesen mal auf seine Instagram Seite. #wiegeilistbittederfrozenyoghurt

Name: Tobias Vetter
Alter: 31 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Tätowierer
Schuhgröße: 45 (interessanter Fact ;)
Lieblingsmotiv: Florales und Düsteres
Kontakt: vettertattooing@gmail.com

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Das ist immer der Moment, wenn ich nach längerer Zeit mal wieder in die Berge/Heimat fahre, aus dem Zug oder Auto steige und die ehrliche, gute Luft dort einatmen kann.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Die Glühbirne – ohne die ich nicht bis spät in die Nacht zeichnen könnte.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Ich gehe fast nicht mehr in Clubs und vermisse das Nachtleben auch nicht.

Welches Tattoo würdest du nicht stechen?
Das „klassische“ Arschgeweih.

Bist du Künstler oder Dienstleister?
In erster Linie Künstler.

Hund oder Katze?
Hund (Frenchie-Welpe :-) Anm.d.Red.)

Ein Rat, von dem du nie gedacht hättest, dass er dir einmal nützen würde:
Egal was du tust oder lässt, höre auf dein Bauchgefühl – das Wichtigste und Sinnvollste überhaupt.

Was wäre die erste Sache, die du tätest, wenn du unsichtbar wärst?
Ordentlich Nase popeln in der Öffentlichkeit.

Welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal ein Tattoo stechen?
Kate Moss (Und welches? Anm.d.Red.)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Allgäuer Kasspatzen

Wovor hast du Angst?
Manchmal vor der Zukunft – darum lebe ich gerne im Hier und Jetzt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ungerechtigkeit in jeder Form abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kann ich doch nicht sagen, sonst wüsste es ja direkt jemand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Bist du wirklich schon 31 Jahre alt?? Du siehst viel jünger aus! ;)

Das letzte Wort: Eine alte Allgäuer Weisheit, die ich jedem mit auf den Weg geben kann:
Kaufsch billig, kaufsch zweimol.

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Berührend

Wir erkennen ein Gesicht wenn wir es sehen. Zwei Augen, eine Nase, einen Mund – der mal lächelt, mal nicht. Wer blind ist, muss sich die Gesichter und alles, was auf ihnen und in ihnen passiert, aus Geräuschen, manchmal Erinnerungen und Schwingungen zusammenreimen. Oder aber es anfassen um zu erkennen. Unzählige blinde Kinder werden in China von ihren Eltern wegen ihrer Sehbehinderung verstoßen und in ein Waisenhaus gesteckt. Die niederländische Künstlerin Carina Hesper hat eine Gruppe dieser Kinder porträtiert und dreht den Spieß nun um: Wer die Gesichter dieser Kinder sehen möchte, muss seine Hände benutzen. Die Seiten in ihrem Bildband „Like a Pearl in my Hand“ sind komplett mit tiefschwarzer Spezialtinte überzogen, die erst im Kontakt mit Wärme verschwindet. Nur durch die Berührung der Seiten mit den warmen Händen verflüchtigt sich das Schwarz und legt die Sicht frei auf die lachenden, strahlenden oder fragenden Kindergesichter. Wo Fotografie sonst lediglich dem Sehsinn vorbehalten ist, eröffnet Carina Hesper nun eine weitere Dimension. Und schärft dazu auch ein Bewusstsein fürs Anderssein. Ein großes Buch.
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Like a Pearl in my Hand | 259 Euro | www.carinahesper.nl

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 02. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Der Beat der Welt

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Was haben Erykah Badu, The Roots und MC Solaar gemeinsam? Na gut, so einiges. Das ist vielleicht auch die falsche Frage. Sie müsste eher heißen: WEN haben die drei (und andere großartige Musik-Heroen) gemeinsam? Da kommen wir der Sache schon näher: Es ist Mr. Gilles Peterson. Der Mann „in search for the perfect beat“ hat viele Rollen inne: Produzent, DJ, Labelboss, Radiomann und Plattensammler. Zusammengehalten werden sie alle von einem: Der (Liebe zur) Musik. Und mit dieser Liebe und Leidenschaft hat er schon einige musikalische Kinder geboren oder Phoenixe aus der Asche gehoben. In den 1980er Jahren hatte er mit Londoner Piratensendern angefangen, heute teilt er seine Musik über den globalen Online-Sender Worldwide FM – Teil einer ganzen „Worldwide“-Familie mit Festivals, Awards und Musikblog. Highlights der Radioshow sind einerseits Gille’s Top10, eine Sammlung weltweiter musikalischer Reminiszenz-Momente, anderseits die „Upfront Playlist“, auf der Songs zusammenkommen, die in der nahen Zukunft von sich reden machen werden. Das mag selbstbewusst klingen, darf es aber auch. Wir reden hier schließlich von dem Menschen, der Jamiroquai, Courtney Pine, Ghostpoet, Incognito und so weiter auf seinen Labels hatte und ganz nebenbei 3,5 Millionen Follower auf Soundcloud hinter sich weiß. Während sich eben genannte und alle anderen Anbieter also abmühen, customized Playlists für uns zusammenzustellen, weiß der Mann ganz genau, wie das geht mit dem heißen Scheiß. Worldwide FM: Kannste anmachen.
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Worldwide FMworldwidefm.net | Facebook

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 02. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Wo dein Haus wohnt

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Alle Menschen sind gleich. Aber manche sind gleicher. Zu den größten Errungenschaften unserer freiheitlichen und sozialen Gesellschaft gehören die Verdienste um die Gleichbehandlung und Gleichstellung ihrer Mitglieder – Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Geschlechts, mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten. Noch sind wir lange nicht am Ziel, noch spielt all das eben Genannte eine je nach Situation irgendwie gewichtete Rolle. Noch denken wir kategorisch darüber nach. Der Kampf für selbstverständliche Gleichheit wird seit jeher selten von denen geführt, die vom herrschenden Ungleichgewicht profitieren. Deshalb gab und brauchte es immer wieder außergewöhnliche Persönlichkeiten, die bereit waren, sich ungeachtet aller Risiken für die Freiheit einzusetzen. Persönlichkeiten wie Rosa Parks, die sich im Amerika der 1950er Jahre weigerte, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen. Ihr „Bus-Boykott“ von Montgomery gilt heute als Geburtsstunde der Bürgerrechtsbewegung der USA. Sie selbst ließ sich nach zahlreichen Anfeindungen durch Rassisten schließlich in Detroit nieder und wurde zur Ikone. Das Haus, in dem sie lebte, stand zuletzt leer und sollte nach jahrelangem Verfall abgerissen werden. Der amerikanische Künstler Ryan Mendoza, der seit 2012 in Berlin lebt, konnte und wollte das nicht erlauben. Um es vor dem Abriss und dem Vergessen zu bewahren, zerlegte er es vor einem halben Jahr in 2000 Teile, brachte diese nach Deutschland und errichtete es in einem Hinterhof in Gesundbrunnen neu. Zum kommenden Gallery Weekend wird der Hinterhof, der dem Haus Asyl bietet, für Gäste geöffnet. Das Haus wird von außen zu besichtigen sein, von drinnen erklingen Radio- und TV-Ausschnitte aus den 50er Jahren. Wir empfehlen dringend den Besuch bevor es hoffentlich zurück in die Heimat findet. „Es ist ein kulturelles, ein Welt-Erbe, das uns allen gehört“, sagt Mendoza. „Es muss dorthin, wo es für viele Menschen zugänglich sein könnte“. Erinnerungen wach halten heißt Vergessen verhindern. Ein sehr wichtiger Gedanke in diesen Tagen.
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Rosa Parks House | Studio Mendoza, Wriezener Straße 19, 13055 Berlin | 28.04.17 von 18-22 Uhr, 29.-30.04.17 von 14-22 Uhr | Foto Credit: Ryan & Fabia Mendoza

Melodie Michelberger

Melodie Michelberger, diesen Namen lassen wir uns sehr gern ganz langsam auf der Zunge zergehen. Zum einen natürlich, weil er klingt wie die Alliteration gewordene Heldin eines Lieblings-Popsongs samt Musikvideo mit riesigen Lollies und natürlich einer Schaukel und zum anderen, weil Melodie ein so großartig wie inspirierender Mensch ist, den wir sehr gern um uns haben. Als Chefin ihrer PR Agentur Michelberger PR vertritt die Wahlhamburgerin Labels wie Folkdays oder VIU Eyewear. Als Herausgeberin ihres Online-Magazins Trust the Girls machte sie aus einem Hashtag ein Medium und als Aktivistin mit Duracell-Antrieb leistet sie seit Jahren Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit für faire und regionale Herstellungsbedingungen in der Modebranche und Frauenrechte. Ihr großes Herz schlägt außerdem für modernes und zeitloses Design, hochwertige und nachhaltige Materialien. Melodie, die eigentlich Melanie-Jasmin Jeske heißt, findet, dass man ein Leben lang ein Mädchen bleiben – und gleichzeitig eine starke Frau sein kann. Und sie lebt auch sehr gern mit einem Mann zusammen: mit ihrem neunjährigen Sohn.

Name: Melanie-Jasmin Jeske / Melodie Michelberger
Alter: 40
Wohnort: Hamburg
Beruf: Communications Editor, Founder of Michelberger PR
Schuhgröße: 39
Lieblingsdesigner: Anntian
Kontakt: melodie@trustthegirls.org

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du?
Ich sage: „Hört auf, ständig in austauschbare Shopping Malls zu gehen und geht an den Wochenenden in den Wald. Hört auf, in Eurer Freizeit immer mehr zu konsumieren, Konsum ist kein Hobby. Stellt stattdessen mal etwas mit Euren eigenen Händen her oder setzt Euch einfach in den Park, sprecht mit Euren Nachbarn oder hört den Vögeln zu. Klappt den Computer zu, guckt Euch in die Augen und fasst Euch an den Händen.“

Die Queen lädt zum Tee ein. Was ziehst du an?
Mein allerliebstes strahlend blaues Blumenkleid von Anntian. Ich habe gar nicht so viele verschiedene Kleider, wie man vielleicht von jemandem erwarten würde, der in der Mode-Branche arbeitet. Was etwas mit Nachhaltigkeit und Minimalismus zu tun hat. Mein Anntian Kleid begleitet mich schon eine ganze Weile und ich bin mir sicher, die Queen wäre very amused über das Kleid!

Was kann Hamburg, was Berlin nicht kann?
Nur in Hamburg kann man auf seinem Balkon sitzen, während ein riesiges Container-Schiff gemächlich vorbei schwimmt und die Möwen über dem Haus ihre Kreise ziehen. Man hat das Gefühl, die ganze Welt schippert hier vorbei, und man muss noch nicht mal die Stadt (oder den Balkon) verlassen.

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten?
Weil die feminine Kraft friedlich, warmherzig und voller Güte ist. Frauen auf der ganzen Welt, und das sind immerhin 51 Prozent der Weltbevölkerung, beginnen gegenwärtig diese Kräfte zu bündeln und sich miteinander zu verbinden #sisterhood. Ich bin fest davon überzeugt, dass es die Frauen unseres Planenten sein werden, die sich der männlich dominierten Welt voller Habgier, Hass und Krieg in Gemeinschaft verbunden entgegen stellen und sie letztlich vor dem Untergang retten werden. „Girls can do anything, sisters can change the world.“

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist wie ein Pferd ist, oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten?
Ich habe diese Frage meinem Sohn gestellt, der neben mir sitzt und Comics liest und er lachte sehr laut und sagte: „Mama, das ist doch total klar! Na hundert Pferde, die so klein sind wie Enten! Stell dir mal vor wie süüüüß!“ Also ganz klar die hundert Enten-kleinen Pferde!

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest?
Ich glaube ja, die Angst vor’m Scheitern ist grundsätzlich gar nicht so schlecht. Kommt natürlich darauf an, ob man sich schlussendlich von der Angst abhalten lässt, das zu tun wovor man Angst hat. Ich glaube einfach, man darf der Angst am Ende nicht so viel Beachtung schenken. „Hallo Angst, schön, dass Du da bist, aber ich muss jetzt echt weiter machen“ – könnte fast mein Lebensmotto sein!

Du hast pro Tag eine Stunde mehr zu Verfügung. Wie nutzt du sie?
Tatsächlich habe ich sehr oft das Gefühl, dass mir genau eine Stunde am Tag fehlt. Eine Mußestunde. Eine Stunde, um eines der vielen Bücher zu lesen, die sich in meinem Regal stapeln. Eine Stunde, um Yoga zu machen. Eine Stunde, um auf dem Sofa zu liegen und mit meinem Sohn zu quatschen oder gemeinsam „Lustige Taschenbücher“ zu lesen. Eine Stunde mehr, um jeden Tag etwas Neues zu kochen.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen?
»Neuschwanstein« von Angelika Arendt

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Nach der Geburt meines Sohnes vor 9 Jahren. Selten hatte ich so viel Respekt vor meinem Körper und noch nie hab ich mich so voller Leben und Liebe gefühlt!

Das größte Problem deiner Generation?
Ehrlich gesagt fühle ich mich meiner in den 70ern geborenen Generation nicht besonders zugehörig. Ich finde die „Generation Golf“ einfach unfassbar langweilig, bieder und angepasst, obendrein unpolitisch, die in meinem Alter entweder total provinziell im Reihenhaus sitzt oder die nochmal durch die Weltgeschichte jettet und mit 40 surfen lernt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Eine Minestrone mit frischen Kräutern, dazu selbst gebackenes Brot mit Pesto.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Vor zwei Wochen stand ich mit sechs anderen Frauen im Bikini vor der Kamera, das war gleichermaßen befreiend wie unglaublich empowerend. Im Kreis der anderen Frauen fühlte ich mich stark, frei und schön wie selten!

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Zuerst würde ich das bedingungslose Grundeinkommen einführen und dann radikal unser Schulsystem umbauen. Wir brauchen ein neues Verständnis von Ethik und Moral – ein grundlegendes Umdenken. Die kommenden Generationen werden vor ungeheuren Aufgaben stehen, was die dramatischen Folgen des Klimawandels und die daraus resultierenden Unruhen betrifft. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ethische Lebensweise sollten für alle Kinder verpflichtend sein. In den Schulen werden Kinder erzogen, die zwar mit Vektoren rechnen können, aber nicht wissen, unter welchen Bedingungen ihre Lebensmittel, Technik oder Bekleidung hergestellt wird. Unsere Gesellschaft braucht keine unmündigen Arbeitssoldaten mehr, die darauf gedrillt werden, Geld zu verdienen, um nahtlos in unsere kapitalistische Gesellschaft zu passen – sondern Menschen mit Visionen und Mut!

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich lasse mich sehr leicht ablenken, deshalb kommt ganz gerne mal mein Zeitmanagement durcheinander und ich komme des öfteren zu spät zu Terminen. (upsi)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Was hast Du letzte Nacht geträumt? Das war nämlich ein ganz spannender und sehnsuchtsvoller Traum: mein Sohn hat ein riesiges Segelschiff aus Lego gebaut mit dem wir bis nach Island und sogar Grönland hoch gesegelt sind. Es war erstaunlich wind- und wetterfest und hatte sogar einen gläsernen Boden! Wie er auf einmal zu so vielen Lego-Steinen kam, kann ich mir nicht erklären!

Das letzte Wort:
Diese Woche ist »Fashion Revolution Week«. Es geht darum, sichtbarer zu machen, wer eigentlich hinter der Produktion unserer Bekleidung steht. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihr Konsumverhalten kritisch betrachten, nicht nur diese Woche. »Fast Fashion« ist ein krankes System, das darauf beruht, dass wir Menschen ausnutzen, die Umwelt ausnutzen, und das darauf aufbaut, dass wir ausnutzen können. Darin gibt es keine Wertschätzung: für nichts und niemanden.

Foto: Marlen Müller

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Wir treiben’s bunt und bleiben rosa

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Da, wo vor vier Jahren der Spaten in das Spreeufer für alle gestochen wurde, wo wir vor sieben Jahren der Bar25 zum letzten Mal einen feuchten Kuss zum Abschied aufdrückten, und wo die Stadt Berlin eigentlich einen 80 Meter hohen Bürotower errichten wollte, eröffnet am 1. Mai ‚Le Dörf‘: Der wahrgewordene Traum einer friedlich koexistierenden und facettenreichen Gesellschaft mitten in Berlin. Ja, denn auch Partywunderlandmacher werden erwachsen. Doch anders als im Panschen Nimmerland wirkt hier weiter was famos begann, reifer, neuer, besser und ziemlich schlau. Denn wenn die Gentrifizierung mit Vertreibung droht, gestaltet man sie besser einfach mit. Kinder toben bereits durch die KiTa, Künstler bevölkern das Haus Dampf, im Katerschmaus kann geschlemmt und im Säälchen können Feste gefeiert werden. Zur offiziellen Eröffnung geleitet – passend zum Motto „Wir treiben’s bunt und bleiben rosa“ – ein farbenfrohes Programm aus Musik, Kunst und Performance durch den Tag, Kinderaktivitäten (Schminken, Spielen, Puppentheater), entlastet die feiernden Erwachsenen (Champus & Austern, Bar25-Film, Diskussionsforen) und über allem steht die Aussicht auf einen Mikrokosmos besser gelebter Zukunft.
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Eröffnung Holzmarkt | Mo, 01.05.17 ab 12 Uhr | www.holzmarkt.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Disco Disco Brunch

Wenn man des Morgens nebulös aus dem Club gestolpert kommt, hilft nach einem kurzen Koma nur die ungenierte Aufnahme von Kohlehydraten in jeglich erdenklicher, vor allem aber ungezügelter Form. Das Hangover-heilende Rührei nachmittags um vier, die würzige, Lebensgeister-weckende Shakshuka oder eine ordentliche Bloody Mary zum luftigen Croissant – der Brunch hat die nährende Allmacht über das Wochenende. Wenn das ganze Hin und Her zwischendrin nicht wär‘, wähnte man sich allwöchentlich im Himmel der Entrückten. Besser käme es nur noch, wenn man Feiern, Chillen und Futtern an Ort und Stelle miteinander verbinden könnte. Kann man jetzt. Am 30. April nämlich steigt auf der Hoppetosse und dem Außengelände der benachbarten Arena der Disco Brunch. Die Street-Food Spezis vom Bite Club spannen für einen Tag mit Das Brunch zusammen und kredenzen dem entscheidungsoffenen Alltags-Frühstücks-Publikum ein Schlaraffenland mit Beat. Ausgewählte Berliner Frühstücks-Spots versammeln sich zum kulinarischen Open Air und bieten ihre charakteristischen Speisen feil. Dazu gibt es eine Saftbar, Kaffee von Brewbox und Future Breakfast, Drinks von der Bite Club Craft Bar und an Deck der Hoppetosse Discotunes der kolumbianischen Künstlerin Isa GT. Als gäb’s kein Morgen mehr.
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Disco Brunch – Bite Club x Das Brunch | So, 30.04.17, ab 11 Uhr | Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin | Eintritt frei | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare