Alternative Wahrheiten

„Wenn ich sage, dass ich lüge, lüge ich oder sage ich die Wahrheit?“ Ist eine Behauptung falsch, wenn sie wahr ist? Oder ist sie wahr, wenn sie falsch ist? Verwirrung zu stiften ist immer wieder ein wichtiger Teil von Kunst. Fragen aufzuwerfen, zu irritieren, zum Hinterfragen anzuregen. Die Londoner Connor Brothers, einst Galeristen, nun selbst Künstler, haben sich mit Sven Sauer zusammengetan, dem Initiator der Dark Rooms Exhibition, um uns in einen Irrgarten der Lügen zu entführen. Im Industriedenkmal Willner Brauerei haben sie das „Labyrinth of Lies“ installiert, einen leuchtenden Irrgarten aus 400 Regenschirmen, unter denen man sich durchschlängeln muss. Hinter jeder Biegung tut sich ein neuer Blick in die Gedankenwelt der Künstler auf, die sich mit der Frage nach Wahrheit des Sichtbaren auseinandersetzen. Erkennen wir auch mehr, nur weil wir mehr sehen? Zeigen uns die unzähligen Bilder, die täglich auf uns einprasseln, die Wahrheit? Was ist Wahrheit überhaupt? Und wer bestimmt das? Das Labyrinth ist Teil einer Ausstellungsreihe von PlusOne, die zum Ziel hat, unterschiedliche Kunstformen in ungewohnten Umgebungen zu präsentieren und damit die Wahrnehmung zu verändern. Nicht nur auf Kunst. Sondern auch auf das Leben. Wir laden unter den Regenschirm und verlosen 5×2 Tickets an die besonders Verwirrten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „DAS LÜGNER-PARADOXON“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Labyrinth of Lies | Willner Brauerei, Berliner Straße 80-82, 13189 Berlin | 25.-26.05.17, 18-22 Uhr | Foto Credit:

„Wenn ich sage, dass ich lüge, lüge ich oder sage ich die Wahrheit?“ Ist eine Behauptung falsch, wenn sie wahr ist? Oder ist sie wahr, wenn sie falsch ist? Verwirrung zu stiften ist immer wieder ein wichtiger Teil von Kunst. Fragen aufzuwerfen, zu irritieren, zum Hinterfragen anzuregen. Die Londoner Connor Brothers, einst Galeristen, nun selbst Künstler, haben sich mit Sven Sauer zusammengetan, dem Initiator der Dark Rooms Exhibition, um uns in einen Irrgarten der Lügen zu entführen. Im Industriedenkmal Willner Brauerei haben sie das „Labyrinth of Lies“ installiert, einen leuchtenden Irrgarten aus 400 Regenschirmen, unter denen man sich durchschlängeln muss. Hinter jeder Biegung tut sich ein neuer Blick in die Gedankenwelt der Künstler auf, die sich mit der Frage nach Wahrheit des Sichtbaren auseinandersetzen. Erkennen wir auch mehr, nur weil wir mehr sehen? Zeigen uns die unzähligen Bilder, die täglich auf uns einprasseln, die Wahrheit? Was ist Wahrheit überhaupt? Und wer bestimmt das? Das Labyrinth ist Teil einer Ausstellungsreihe von PlusOne, die zum Ziel hat, unterschiedliche Kunstformen in ungewohnten Umgebungen zu präsentieren und damit die Wahrnehmung zu verändern. Nicht nur auf Kunst. Sondern auch auf das Leben. Wir laden unter den Regenschirm und verlosen 5×2 Tickets an die besonders Verwirrten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „DAS LÜGNER-PARADOXON“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Labyrinth of Lies | Willner Brauerei, Berliner Straße 80-82, 13189 Berlin | 25.-26.05.17, 18-22 Uhr | Foto Credit: Saskia Uppenkamp

 

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Was für ein Zirkus

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Gerade tanzten wir noch wippend über das Gelände bei der Eröffnung des Holzmarkts und nun geht es schon so richtig los – und zwar mit Zirkus. Japp! Einem besonderen Zirkus aber, ganz ohne Clowns und Sägespäne, dafür mit unglaublichen Körperartisten, abgefahrenen Visuals, Tanz und (keiner Tschingdarassa-)Musik. Der gefeierte Performer und Produzent Eike von Stuckenbrok hat ein Programm zusammengestellt, das einem den Mund offenstehen lässt. Ein fulminantes Brimborium, das dem Erleben ausschweifender Partys in nichts nachsteht. Expressiver Tanz, Körperspannung, atemberaubende Akrobatik – und dazu passgenaue audiovisuelle Untermalung. Und darum geht es den Künstlern von Le Petit Bleu & The Leftovers: Eine Show auf die Bühne zu bringen, die besser ist als jede Afterparty. Die da anfängt, wo die Feier aufhört. Partyzirkus also, wunderbar ironisch, herausfordernd und so gut. Wir verlosen 2×2 Freikarten für die Vorstellung am 14. Mai an die besonders Synästhetischen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚APPLAUS!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Le Petit Bleu & The Leftovers | Säälchen, Holzmarkt25, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin | 21 Uhr, Premiere am 13.05.17, weitere Termine am 14., 19., 20. & 21.05.17 | Tickets | Facebook | Trailer

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Danke, Leipzig!

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Offene Fenster in holzvertäfelten Wänden lassen die Staubflocken in den Sonnenstrahlen tanzen. Dazwischen stapeln sich die Bücher bis unter die Decke, der Boden ist belegt von einem riesengroßen Kelim, der Kamin glüht vor. Das ist kein englischer Gentlemen’s Club, sondern der atmosphärische Raum in den Leipziger Off The Road-Studios, in denen BENNE seine Live-EP „Leipzig Sessions“ aufnahm. Ein Glückstreffer in einem Hinterhof in Sachsen. Der Musiker mit der sanften, rauen Stimme, dem folkigen Ton und der alten Seele hatte bereits sein zweites Album im Kasten, als er mit der Idee, einige Songs in abgespeckter Live-Version aufzunehmen in diesen großartigen Raum trat. Diese Atmosphäre trägt er nun durch die Republik, diese Magie bringt er auch in Berlin auf die Bühne. Mal ruhig, in sich gekehrt und mit geschlossenen Augen, mal kraftvoll und mit überzeugender Energie erzählt BENNE von Momentaufnahmen des Lebens, den kleinen Dingen mit der großen Wirkung, von Beobachtungen des Alltags fernab von Menschen, Leben, Tanzen, Welt. Er nimmt uns sofort mit in sein Universum, beseelt uns, und wenn er singt, dass „alle Sorgen mit dem Sonnenaufgang verschwunden“ sind, will man nur sagen: Nein, Benne, sie sind es schon jetzt. Am Sonntag spielt er für uns und alle ein Konzert in Berlin. Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste an die besonders Sorglosen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FÜHL MAL!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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BENNE – „Berühren“-Tour | So., 07.05.17, 20 Uhr | Prachtwerk, Ganghoferstraße 2, 12043 Berlin | Webseite | Facebook | Tickets | Foto Credit: Tim Waschk

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 02. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Wo dein Haus wohnt

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Alle Menschen sind gleich. Aber manche sind gleicher. Zu den größten Errungenschaften unserer freiheitlichen und sozialen Gesellschaft gehören die Verdienste um die Gleichbehandlung und Gleichstellung ihrer Mitglieder – Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Geschlechts, mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten. Noch sind wir lange nicht am Ziel, noch spielt all das eben Genannte eine je nach Situation irgendwie gewichtete Rolle. Noch denken wir kategorisch darüber nach. Der Kampf für selbstverständliche Gleichheit wird seit jeher selten von denen geführt, die vom herrschenden Ungleichgewicht profitieren. Deshalb gab und brauchte es immer wieder außergewöhnliche Persönlichkeiten, die bereit waren, sich ungeachtet aller Risiken für die Freiheit einzusetzen. Persönlichkeiten wie Rosa Parks, die sich im Amerika der 1950er Jahre weigerte, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen. Ihr „Bus-Boykott“ von Montgomery gilt heute als Geburtsstunde der Bürgerrechtsbewegung der USA. Sie selbst ließ sich nach zahlreichen Anfeindungen durch Rassisten schließlich in Detroit nieder und wurde zur Ikone. Das Haus, in dem sie lebte, stand zuletzt leer und sollte nach jahrelangem Verfall abgerissen werden. Der amerikanische Künstler Ryan Mendoza, der seit 2012 in Berlin lebt, konnte und wollte das nicht erlauben. Um es vor dem Abriss und dem Vergessen zu bewahren, zerlegte er es vor einem halben Jahr in 2000 Teile, brachte diese nach Deutschland und errichtete es in einem Hinterhof in Gesundbrunnen neu. Zum kommenden Gallery Weekend wird der Hinterhof, der dem Haus Asyl bietet, für Gäste geöffnet. Das Haus wird von außen zu besichtigen sein, von drinnen erklingen Radio- und TV-Ausschnitte aus den 50er Jahren. Wir empfehlen dringend den Besuch bevor es hoffentlich zurück in die Heimat findet. „Es ist ein kulturelles, ein Welt-Erbe, das uns allen gehört“, sagt Mendoza. „Es muss dorthin, wo es für viele Menschen zugänglich sein könnte“. Erinnerungen wach halten heißt Vergessen verhindern. Ein sehr wichtiger Gedanke in diesen Tagen.
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Rosa Parks House | Studio Mendoza, Wriezener Straße 19, 13055 Berlin | 28.04.17 von 18-22 Uhr, 29.-30.04.17 von 14-22 Uhr | Foto Credit: Ryan & Fabia Mendoza

Wir treiben’s bunt und bleiben rosa

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Da, wo vor vier Jahren der Spaten in das Spreeufer für alle gestochen wurde, wo wir vor sieben Jahren der Bar25 zum letzten Mal einen feuchten Kuss zum Abschied aufdrückten, und wo die Stadt Berlin eigentlich einen 80 Meter hohen Bürotower errichten wollte, eröffnet am 1. Mai ‚Le Dörf‘: Der wahrgewordene Traum einer friedlich koexistierenden und facettenreichen Gesellschaft mitten in Berlin. Ja, denn auch Partywunderlandmacher werden erwachsen. Doch anders als im Panschen Nimmerland wirkt hier weiter was famos begann, reifer, neuer, besser und ziemlich schlau. Denn wenn die Gentrifizierung mit Vertreibung droht, gestaltet man sie besser einfach mit. Kinder toben bereits durch die KiTa, Künstler bevölkern das Haus Dampf, im Katerschmaus kann geschlemmt und im Säälchen können Feste gefeiert werden. Zur offiziellen Eröffnung geleitet – passend zum Motto „Wir treiben’s bunt und bleiben rosa“ – ein farbenfrohes Programm aus Musik, Kunst und Performance durch den Tag, Kinderaktivitäten (Schminken, Spielen, Puppentheater), entlastet die feiernden Erwachsenen (Champus & Austern, Bar25-Film, Diskussionsforen) und über allem steht die Aussicht auf einen Mikrokosmos besser gelebter Zukunft.
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Eröffnung Holzmarkt | Mo, 01.05.17 ab 12 Uhr | www.holzmarkt.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Disco Disco Brunch

Wenn man des Morgens nebulös aus dem Club gestolpert kommt, hilft nach einem kurzen Koma nur die ungenierte Aufnahme von Kohlehydraten in jeglich erdenklicher, vor allem aber ungezügelter Form. Das Hangover-heilende Rührei nachmittags um vier, die würzige, Lebensgeister-weckende Shakshuka oder eine ordentliche Bloody Mary zum luftigen Croissant – der Brunch hat die nährende Allmacht über das Wochenende. Wenn das ganze Hin und Her zwischendrin nicht wär‘, wähnte man sich allwöchentlich im Himmel der Entrückten. Besser käme es nur noch, wenn man Feiern, Chillen und Futtern an Ort und Stelle miteinander verbinden könnte. Kann man jetzt. Am 30. April nämlich steigt auf der Hoppetosse und dem Außengelände der benachbarten Arena der Disco Brunch. Die Street-Food Spezis vom Bite Club spannen für einen Tag mit Das Brunch zusammen und kredenzen dem entscheidungsoffenen Alltags-Frühstücks-Publikum ein Schlaraffenland mit Beat. Ausgewählte Berliner Frühstücks-Spots versammeln sich zum kulinarischen Open Air und bieten ihre charakteristischen Speisen feil. Dazu gibt es eine Saftbar, Kaffee von Brewbox und Future Breakfast, Drinks von der Bite Club Craft Bar und an Deck der Hoppetosse Discotunes der kolumbianischen Künstlerin Isa GT. Als gäb’s kein Morgen mehr.
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Disco Brunch – Bite Club x Das Brunch | So, 30.04.17, ab 11 Uhr | Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin | Eintritt frei | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Selber Pflanze

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Die eine oder der andere mag eine gewisse Pflanzenlastigkeit und Naturnähe in den letzten Ausgaben unseres kleinen feinen Newsletters ausgemacht haben, eine Liebe fürs Grüne, eine Leidenschaft für alles Knospende. Schuldig im Sinne der Anklage und wir setzen hiermit gern noch einen drauf. Denn wenn so herrliche Dinge anstehen, wie die Pflanzzeit in der Markthalle Neun, kommen wir nicht drum herum davon zu berichten. Denn während die IGA zum gucken lädt, wird am 22. April die Selberpflanz- und Balkonien-Saison in Kreuzberg eröffnet. Gartenbauer aus dem Umland bringen die famosesten Nutzpflanzen in die Stadt – Auberginen und Paprika, Gurken und Salate, Tomaten, Chilis und Kräuter ohne Ende sind zu haben. Aber auch wiederentdeckte Exoten wie die Wasabirauke oder der Malabaespinat. An verschiedenen Ständen kann gestöbert und probiert werden. Wer (noch) nicht mit einem grünen Daumen gesegnet ist, bekommt eine nützliche Einführung in das richtige Anziehen und den perfekten Dünger. Etwas mehr in die Tiefe gehen die kurzen Workshops zur Jungpflanzenzucht von ‚bauerngarten‘ und zur Kunst des Kräutergärtnerns von der ‚Kräuterschule Berlin‘. Selber setzen, selber ziehen, selber ernten, selber essen!
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Pflanzzeit 2017 | Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin | Sa., 22.04.17, 10-18 Uhr | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Multipolster, Multipolster

Neue und spannende Künstler und ihre Werke zu entdecken ist gar nicht so einfach. Der Markt ist groß und undurchsichtig, aber zum Glück gibt es Kuratoren! Die Enter Art Foundation ist ein Berliner Non-Profit-Unternehmen, ausschließlich mit Sponsorengeldern finanziert, mit dem Ziel, aufstrebende Künstler zu fördern und gleichzeitig eine einzigartige Sammlung zeitgenössischer Kunst aufzubauen. Die Kuratoren, Künstler und Marketingexperten der Stiftung helfen vielversprechenden Kunstschaffenden nicht nur mit Kontakten zu Galeristen und Sammlern, sondern auch mit regelmäßig stattfindenden Ausstellungen. Ab dem 22. April stellt die Stiftung in ihrer dritten Ausstellung 30 Künstler aus 18 Ländern vor und ergänzt die Schau um Werke aus der Enter Art Collection. Besonders genial: das Ganze findet nicht in einer ehrwürdigen Galerie samt weißer Schauwände statt, sondern im ehemaligen Multipolster in der Leipziger Straße. Ob da wohl noch ein paar Sofas rumstehen? Gezeigt wird ein internationaler Mix aus Fotografie, Malerei, Zeichnungen und Collagen, Videokunst, Skulptur und Druckgrafik. Eine wunderbare Gelegenheit also, sich einen Überblick über die Kunst der Stunde zu verschaffen.
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Enter Art Foundation Ausstellung | MULTIPOLSTER, Leipziger Straße 42, 10117 Berlin | Öffnungszeiten 22.04.-07.05.17, 12-20 Uhr | Eintritt frei | www.enterart.com | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Folge dem weißen Pony!

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Vergesst alles, was ihr über Märkte im Allgemeinen und Designmärkte im Speziellen zu wissen glaubtet. Das weiße Pony ist los! Der WHITE PONY ist die Weiterentwicklung unseres geliebten BERLIN DESIGN MARKET, der seit seinen Anfängen im Jahr 2014 den Standard für moderne Marktkonzepte immer wieder neu definiert hat. Der Wochenendmarkt zog vom Kaufhaus Jandorf über die Neue Heimat des RAW-Geländes, den Strand des SAGE in Kreuzberg, bis zu Birgit & Bier und findet nun unter neuem Namen und an neuer Stelle eine feste Bleibe im ‚Von Greifswald’. Und wie es sich für einen Einzug gehört, lädt das weiße Pony am Ostersonntag, den 16.04.2017 ab 11:00 Uhr, zu einer fulminanten Einweihung in die aufwendig gestalteten Hallen. Der ehemalige Güterbahnhof erinnert mit seinem Holzgebälk und den weiß verputzten Klinkersteinen an alte Stallungen und bietet dem PONY und seinen ausgesuchten Lieblingsstücken das perfekte Zuhause. Von der Decke erstrahlt ein riesiger Kronleuchter und auf den türkisgestrichenen, alten Kirchenbänken lassen sich Food-Kreationen und neu eroberte Lieblingsteile in Ruhe probieren. Aber nicht nur der Name und das Zuhause sind neu; ein gemütlicher Biergarten mit langen Tafeln und genialer Bewirtung durch die Food-Bande um Kinski, lädt den ganzen Sonntag über zum Frühstück. Das Besondere am WHITE PONY: Alle Teilnehmer werden von Organisatorin und Gründerin Katja Weber, die auch schon der Zürcher Montagsmarkt und Frau Gerolds Garten ins Leben gerufen hat, mit ihrem Team nach strengen Kriterien ausgewählt. In ist, wer drin ist. Und nur wirklich einzigartige und hochwertige Aussteller kommen in die Auswahl. Der gesamte Markt wird aufwendig inszeniert – jedes Mal anders, jedes Mal neu und immer besonders. Wir sind da, wer noch?
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White Pony Sonntagsmarkt | Ostersonntag, 16. April 2017 Beginn 11:00 Uhr | Von Greifswald, Greifswalder Straße 80, 10405 Berlin | Eintritt frei | weitere Termine: 07.05. / 04.06. / 09.07.17 | www.berlindesignmarket.de | Facebook

Kleine große Kunst

Sprühen wie Banksy, malen wie Frida Kahlo? Na gut, den beiden genannten und noch vielen weiteren Meistern ihres Fachs wohnt ja nicht nur eine handwerkliche, sondern vor allem auch eine schöpferische Kraft inne, die sich nicht kopieren lässt. Wohl aber lässt sich durch den Austausch über und die Beschäftigung mit ihren Werken und Techniken ein kreativer Prozess in Gang setzen, der mitunter ungeahnte Talente freisetzt und vor allem jede Menge Spaß bereiten kann. Aus diesem Grund haben David Neisinger und Aimie-Sarah Carstensen (die übrigens auch die Female Empowerment-Community FIELFALT gegründet hat) ihre ArtNights ins Leben gerufen. Das Konzept ist so simpel wie super: Menschen treffen sich live und in Farbe, um gemeinsam kreativ zu sein. Soziale Kunst sozusagen. Im Mittelpunkt steht immer ein anderer Künstler. Jeder Teilnehmer versucht sich an seiner ganz eigenen Interpretation der Monetschen, Kahloschen usw. Kunst. Dazu wird viel geredet, gelacht, angestoßen und gesnackt. Betreutes Malen in richtig gut, wenn man so will. Schon über hundert ArtNights haben stattgefunden, das Programm ist vielfältig wie die Bildende Kunst selbst. Lokale Künstler leiten die Gruppen in Bars und Restaurants an und helfen mit professionellen Tipps und Tricks. Und wer weiß, vielleicht springt ja bei der einen oder dem anderen sogar der Funke über bei so viel farbenfroher Schaffenskraft. Wir verlosen 2×2 Tickets für eine ArtNight eurer Wahl. Die Infos zu den kommenden Terminen findet ihr über die Links unten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff FÜR MICH IST DAS EIN FISCH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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ArtNight | www.artnight.co | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 11. April 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Die große Freiheit

Es gibt diesen einen Moment, frühmorgens im Club, da wird alles egal, und der Körper bewegt sich tanzflächendramatisch wie von selbst, angetrieben vom Beat und der Organismus geht einfach mit – ein Augenblick purer Freiheit. Wie frei Musik selbst sein kann erörtert das Haus der Kulturen der Welt an den Thementagen „Free! Music“ vom 6. bis 9. April. Immer wieder in ihrer langen, bewegten Geschichte hat sich Musik freigestrampelt von den Publikumserwartungen, hat Musik die Grenzen von Tonalität, Notensystemen und gängigen Instrumenten gesprengt. Dabei hat sie die atonale Musik hervorgebracht, Punk, Techno, hat sich selbst zitiert, verformt und neu gedacht. Die subversiven Sounds von Subkulturen sind ein – besprochenes und bespieltes – Thema beim Festival, genauso auch die Rolle von Musik in politischen Umbruchsituationen. Beispielsweise wenn am 6. April die „bekannteste unbekannte Band der DDR“ Ornament & Verbrechen spielt, die in ihrer Heimat mit Casio-Keyboard und einem mit Lego gefüllten Plastikkanister unerwünschte Musik machte. Oder wenn am 8. April fünf Frauen an Mischpulten in der Egyptian Female Experimental Music Session ihre frickelnden Klänge dem Medien- und Soundkünstler Ahmed Basiouny widmen, der bei den Kairoer Protesten 2011 sein Leben verlor. Musik, die sich emanzipiert, die auslotet, die sich stemmt und kämpft für etwas und für sich selbst, das ist der große Bogen, den das HKW in Konzerten und bei Diskussionen, mit Filmen und Music Sessions spannt.
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Free! Music | Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin | 06.-09.04.17 | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Das Haus

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Berlin geht anders. Subkulturell, kreativ, aus dem Rahmen. In Berlin passieren Dinge, die nur hier so funktionieren können und müssen. Während dreiste Panzerknacker eine 100 Kilo und Millionen Euro schwere Münze von der Museumsinsel stehlen, malen, sprühlen, knipsen, kleben und formen Abertausende Hände die Farbe, Form, Gestalt und Bild gewordene DNA der Stadt an Hauswände, Züge und in Pop-up Gallerien. Manchmal entsteht im öffentlichen so ein tatsächlicher, physischer Raum, wie das Tacheles in Mitte oder das RAW-Gelände in seiner Zeit vor dem Marktplatzgedöns. Und noch machmaler kondensiert die kreative Energie der Stadt in einem Projekt, das die gesamte Schaffenskraft und bunt diverse Weltsicht der darin lebenden und strebenden Bewohner in sich vereint. „The Haus“ ist eine ehemalige Bank, speziell gelegen in der neuen alten Mitte zwischen Tauentzien und Zoo. „The Haus“ ist auch ein Experiment. Insgesamt 170 internationale Künstler und Freigeister hat die Berliner Streetart-Crew DIE DIXONS dem zum Abriss stehenden Gebäude quasi als Endgegner gegenüber gestellt. Jedem von ihnen einen eigenen, abgeschlossenen Raum zugeteilt, der vollkommen frei und nach eigenem künstlerischen Anspruch gestaltet werden konnte. In dem einstigen Bürogebäude entstand so innerhalb kürzester Zeit eine Parallelwelt, ach was, ein ganzer Kosmos, der uns mit seinen Gestirnen schon jetzt in den Bann zieht. Jeder Raum ein eigener Planet, mit eigener Oberfläche, Farbe, Struktur und physikalischen Wahrheiten. Manche bewohnt, andere nicht. Die meisten einladend und einige lebensfeindlich. Am Samstag öffnet THE HAUS offiziell die Pforten an der Nürnberger Straße. Im August wird das alte Bankgebäude abgerissen und verschwindet samt aller Kunstwerke für immer in der Endlichkeit. Spätestens, muss man sagen, denn nicht in der reinen Existenz von THE HAUS, sondern viel mehr in seiner Limitation liegt der eigentliche Reiz. Und wenn sich das Projekt vielleicht schon nach zwei Tagen refinanziert hat, schließt die Tür eben schon dann für immer. Die Aussage ist klar: Nimm dir die Zeit, um Dinge zu schaffen und Geschaffenes wirklich zu erleben bevor es zu spät ist. Also hin da! Danke Berlin fürs möglich machen. Dieses Haus bleibt.
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THE HAUS | Nürnberger Straße 68, 10787 Berlin | ab 01.04.2017 | www.thehaus.de | Facebook

Was zum Noshen

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Wer schmust und malocht, im Kaff wohnt oder gerne mit seiner Mischpoke zockt, bedient sich des Jiddischen. Unzählige Worte aus der beinahe tausend Jahre alten Sprache nutzen wir heute ganz selbstverständlich im Alltag. Und nun kommt der Nosh hinzu, aka Nibble aka Snack. Oder einfach: Die Nascherei. Mit Nosh Berlin präsentieren die Autorin Liv und die Gastronomin Laurel von Fine Bagels die erste jüdische Food Week. Sieben Tage lang wird dem wunderbaren Essen aus der ganzen jüdisch geprägten Welt gehuldigt – und zwar nicht nur mit purer Nahrungsaufnahme. Lesungen und Podien erzählen Geschichte(n) der jüdischen Esskultur – beispielsweise wenn sich die jüdisch-chinesische Bloggerin Molly Yeh am Mittwoch im Halleschen Haus mit der passionierten Rezeptesammlerin Luisa Weiss über ihr neues Kochbuch unterhält. Selber Hand anlegen kann man in Kochkursen und Workshops. Endlich perfekte Bagels machen? Moha al Hasani zeigt am Sonntag wie. Dazwischen gibt es sie natürlich trotzdem, die Nahrungsaufnahme. Beim Breakfast Markt in der Markthalle Neun. Oder an den famosen Shabbat Dinner Clubs – modern-europäisch? Check. Persisch? Check. Jemenitisch? Check. Zusammen gut essen, lernen und teilen. Darum geht’s. Und ums Feiern ebenso. Denn auch der Klezmer kommt nicht zu kurz. Und darum verlosen wir zwei Tickets für die Klezmer-Party und Lesung „Gefilte Ball“ am 23. März an die besonders Heissa-freudigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MAZEL TOV‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Nosh Berlin, a week of wonderful jewish food | 19.-26.03.2017 | www.noshberlin.com | Facebook

Auf der Überholspur?

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„Es ist sehr wichtig, mehr Frauen für das Computerwesen zu begeistern. Es ist zu wichtig, um es den Männern zu überlassen.“ Der Satz ist schon etwas älter. Er stammt von der britischen Informatiker-Ikone Karen Spärck Jones. Und wie Recht sie hat, zeigt ein nüchterner Blick ins Jahr 2017. Nur rund neun Prozent aller Tech-Start-ups werden von Frauen gegründet. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil diese rund 12 Prozent mehr Einnahmen erzielen und einen um 35 Prozent höheren Return on Invest. Aber warum ist es, wie es ist? Und was sind die Herausforderungen, vor denen insbesondere Frauen im Technologiebereich stehen? Diesen Fragen möchten die Initiatoren von F-LANE, dem ersten europäischen Accelerator für Female Empowerment, gemeinsam mit spannenden Speakern aus Politik, Kultur und Wirtschaft und der interessierten Öffentlichkeit – also euch! – nachgehen. „Women in Tech: Breaking the Glass Ceiling“ lautet das Motto der Veranstatung, die am am 14. März 2017 in der Berliner Freiheit am Potsi stattfindet. Die Keynote hält keine Geringere als Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, gefolgt von einer hochkarätigen Panel Discussion. Im Vorfeld sitzen spannende Köpfe aus allen Gesellschaftsbereichen bei einem Roundtable zusammen und diskutieren Hindernisse und Möglichkeiten, um die Teilhabe von Frauen und Mädchen an der technologischen Entwicklung zu erhöhen. Mit von der Partie sind unter anderem die liebe Nora von Edition F, Staatssekretär Ralf Kleindiek und CLUE Gründerin Ida Tin. Anlass für die Konferenz ist das Ende der ersten Runde des vom Vodafone Institute initiierten F-LANE Accelerators. Gemeinsam mit dem Impact Hub Berlin und der Social Entrepreneurship Akademie München wurde weltweit nach innovativen Tech-Start-ups mit einem Fokus auf Frauen gesucht, die ein soziales Problem unternehmerisch lösen und die das Potential haben, eine breite Wirkung zu erzielen. Die ersten Absolventinnen des sechswöchigen Accelerators präsentieren sich und ihre zukunftsweisenden Projekte im Rahmen der Veranstaltung. Wir laden euch herzlich ein, dabei zu sein. Für free Snacks & Drinks ist gesorgt, für spannende An- und Einsichten sowieso. Wer dabei sein möchte meldet sich am besten kurz per Email an registration@f-lane.com. #wearebettertogether
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Women in Tech: Breaking the Glass Ceiling | Di., 14.03., 15 Uhr | Berliner Freiheit 2, 10785 Berlin | RSVP: registration@f-lane.com | Facebook | www.f-lane.com/event

Vertraue dir

Fake news, Fake Angst, alternativen Fakten und Etikettenschwindel unter dem Deckmantel von „Wahrheit“. darunter leidet nicht zuletzt das Fundament unseres Seins als gesellschaftliche Wesen: das gegenseitige Vertrauen. Die amerikanische Philosophin und Konzeptkünstlerin Adrian Piper appelliert mit ihrer Arbeit „The Probable Trust Registry“ an jeden Einzelnen von uns als erste Instanz der Vertrauenswürdigkeit. Welche Konsequenzen hat unser alltägliches Handeln? Sind wir „gut“? Was heißt das überhaupt? Während der sechsmonatigen Ausstellung im Hamburger Bahnhof können die Besucherinnen und Besucher an goldfarbenen Tresen einen Vertrag mit sich selbst abschließen, in dem man sich verpflichtet, das eigene Handeln an ethischen Prinzipien wie Ehrlichkeit und Verbindlichkeit auszurichten. Dieser Pakt mit sich selbst wird in einem Verzeichnis erfasst, das alle Teilnehmenden zum Ende der Ausstellung erhalten. Das persönliche Bekenntnis wird zum Gemeinschaftsgut, die Installation wird zur partizipativen Gruppenperformance. Und im besten Fall geht das Eingeständnis über die Kunst hinaus und bildet ein Willensfundament unseres Handelns. Vertrauen ist gut. Punkt.
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Adrian Piper. The Probable Trust Registry: The Rules oft he Game #1-3 | Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin | www.adrianpiperinberlin.de | Foto Credit: APRA Foundation Berlin

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

After work schlau

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Unsere Freunde von FluxFM haben sich etwas Feines für den Feierabend überlegt. Nämlich die After-Work-Konferenz im Fluxbau, die diese Woche zum Thema „Digitalisierung und Sozialer Einfluss“ stattfindet. Heißt: Hier gibt es aus erster Hand gute Ideen, wie man mit Technologie Gutes tun kann. Wie man sich übers Netz engagiert, Initiative ergreifen und Menschen erreichen kann. Wie man Projekte verwirklicht, die virtuell stattfinden, aber einen ganz realen Einfluss auf unsere Welt haben. Es präsentieren und diskutieren Menschen, die Ahnung davon haben: Anastasia Heilmann von Leetchi, der Plattform für soziales Crowdfunding, Stephanie Frost, Gründerin von Vostel, dem digitalen Bindeglied zwischen Freiwilligen und Organisationen und der PR-Experte bei openPetition, der Plattform für Bürgerinitiativen im Netz, Konrad Traupe. Moderiert werden die Gespräche vom wunderbaren Leon Reiner, dem Mitbegründer des von uns sehr geschätzten Impact Hub Berlin. Mitreden dürfen alle, Fragen stellen ebenso, sich inspirieren lassen sowieso. Eintritt und Teilnahme sind frei. Am Donnerstag nach Feierabend also statt Netflix & Chill lieber FluxFM und schlau.
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After-Work-Konferenz: Digitalisierung & sozialer Einfluss | FluxBau, Pfuelstraße 5, 10997 Berlin | 23.02.2017, ab 19 Uhr | Anmeldung | www.fluxfm.de/after-work-event-im-fluxbau

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 21. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

The American Beat

Da sitzt er. Auf der Kloschüssel. Die karierte Hose um die Knöchel, den Blick unter der zotteligen Haarpracht auf den Betrachter gerichtet. Und wartet vielleicht darauf, dass ihn „die Musik in den Arsch beißt“: Frank Zappa, Zitatgeber, musikalischer Alchemist und Großmeister der dramatischen Bühnenshow. Im Rahmen des USA Festivals, das sich auf die Spuren amerikanischer Musik begibt, präsentiert das Ensemble Modern Zappas Orchester-Suite „The Yellow Shark“ und Teile aus der avantgardistischen Minioper „The Adventures of Greggery Peccary“ im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Es zeigt sich der Facettenreichtum des kritisch denkenden, satirischen Musikers, der sich in seiner Laufbahn unterschiedlichster Stile und Genres bediente, eben auch jenseits des Rock. Das in Frankfurt am Main beheimatete internationale Ensemble Modern hatte bereits kurz vor Zappas Tod mit ihm den Yellow Shark an Land gezogen – und spielt heute noch einmal auf. Vor dem Konzert, gibt es zur Einführung einen Dokumentarfilm und Gespräche mit Ensemble-Mitgliedern. Amerika, hau auf die Pauke! Geistreich, orchestral, inszeniert, psychedelisch, rhythmisch, schlau, Zappa.
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Frank Zappa | Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin | 22.02.2017 um 20 Uhr | Tickets ab 30€ | www.konzerthaus.de/de/programm/frank-zappa | Foto Credit: Courtesy of the Archives of the Zappa Family Trust / LSO Cover Shot

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Und bitte!

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Berlinale ist super. Großartige Filme. Viele davon! Zu viele, um sie alle zu sehen. Ausgesucht und abschließend bewertet von einer tollen, internationalen Jury. Was wäre, wenn man so einen Prozess auch selbst einmal mitgestalten könnte? Wir hätten da was und zwar für beide Seiten. Im Sputnik Kino an der Hasenheide steigt heute die Berlinale Ausgabe von ‚Open Screening – offene Kurzfilmnacht‘. Filmemacher*innen können ohne Anmeldung und ohne Vorauswahl Kurzfilme (max. 25 min), an deren Produktion sie irgendwie beteiligt waren, im Kino präsentieren. Einfach einen Stick, eine DVD oder sonst einen Datenträger (Blu-ray, DVD, AVI, MPG2, MOV, MPG4, sowie alles, was der VLC-Player abspielt) mitbringen, eindongeln, fertig. Von Drama, Comedy, Musikvideo, Reportage, Doku, Animation bis Experimental u.v.m. ist jedes Genre möglich. Ein kurzes Q&A nach jedem Film ermöglicht es Filmemachern und Pub­likum ins Gespräch zu kommen. Das Open Screening versteht sich als Plattform für Filmemacher und Film­fans, z.B. um Filme vor Zuschauern zu “testen”, um Feedback zu erhalten, um Filme überhaupt zugänglich zu machen oder um Kontakte für zukünftige Projekte zu knüpfen. Das Publikum schaut und bewertet live und in Farbe das Gesehene (auch Schwarzweißfilme, ha ha). Unerwünschte Inhalte können mit mehrheitlich ge­zeigter roter Karte gestoppt werden. „Du hattest deine Chance, Cowboy!“. Die Filmabgabe startet ab ca. 19.45 Uhr, um 20.30 Uhr fällt die erste Klappe. Moderiert wird der Abend von Abbas Saberi, der Eintritt ist frei.
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Open Screening | Sputnik Kino, Hasenheide 54, 10967 Berlin | 15.02.2017, ab 20:00 Uhr | Eintritt frei | www.sputnik-kino.com/show/openscreening | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Blackbox Europa

In etwa acht Kilometern Entfernung von der türkischen Küste liegt die griechische Insel Lesbos. Griechenland ist Europa, Griechenland ist EU. Etappenziel und inzwischen oft Endstation für viele Menschen, die vor Not und Vertreibung flüchten. Anfang 2015 landete der irakische Schauspieler Thalfakar Ali auf seiner Flucht mit dem Boot genau dort, bevor er die Balkanroute über Ungarn bis nach Berlin nahm. Ein Jahr später machte sich der Regisseur Gernot Grünewald auf in die entgegengesetzte Richtung. Gemeinsam mit zwei Schauspielerinnen ist er nach Lesbos gefahren, hat mit Helfern und Helferinnen vor Ort gesprochen, mit Verantwortlichen, hat die Lager besucht – das fast idyllische Karatepe und das zu Recht berüchtigte, einem lnternierungslager gleichende, Moria. Sie haben gefilmt, fotografiert, O-Töne gesammelt, ihr Material mit den Berichten und Erfahrungen von Thalfakar Ali zusammen und letztlich auf die Bühne gebracht. Das Stück ‚Blackbox Europa‘ kommt passenderweise in der Box des Deutschen Theaters in Berlin zur Aufführung. Das Bühnenbild zitiert eine echte Blackbox, beklemmend und fokussiert. Wie ein echter Flugschreiber, der alle Informationen an Bord eines Flugzeuges objektiv und unkommiert sammelt, sprechen die Aufzeichnungen für sich. Der Kontext ist gegeben, der Diskurs entsteht im Spiel und Umgang damit, auf der Bühne und im Publikum. Es geht nicht um Betroffenheit, nicht um erhobene Zeigefinger oder einfache Antworten. Im Raum stehen rhetorische Fragen des Ensembles, die den Finger in die Wunde legen. Kultur kann Dilemma zeigen, Kultur kann und muss aber auch zu Lösungen anstiften. Wir verlosen 2×2 Tickets für die bereits ausverkaufte Vorstellung am 19.02. in Berlin. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MUT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Für die Vorstellungen im März sind noch reguläre Tickets erhältlich.
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Lesbos – Blackbox Europa | Deutsches Theater, Schumannstraße 13a, 10117 Berlin | 06., 08., 19. & 25.03.2017, 19:30 Uhr | www.deutschestheater.de/programm/premieren_repertoire/lesbos/

Lesbos – Blackbox Europa Ein Projekt von Gernot Grünewald und Ensemble   Regie: Gernot Grünewald Bühne / Kostüme: Michael Köpke Video: Isabel Robson Musik: Daniel Spier Dramaturgie: Sonja Anders, Bendix Fesefeldt Auf dem Bild: Božidar Kocevski     Copyright Arno Declair    arno@iworld.de Birkenstr.13b     10559 Berlin tel     +49 (0) 30 695 287 62 mobil  +49 (0)172 400 85 84 Konto 600065 208 Blz 20010020    Postbank Hamburg  IBAN/BIC: DE70 2001 0020 0600 0652 08 / PBNKDEFF Veröffentlichung honorarpflichtig! Mehrwertsteuerpflichtig 7 %   USt-ID Nr. DE118970763 St.Nr. 34/257/00024       FA Berlin Mitte/Tiergarten

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Der Tag hat 54 Stunden

Spannung und Romantik, Besinnung und Action, Wut, Freude, Liebe, Trauer, Schrecken und Langsamkeit. All das passt kaum in einen normalen Tag. Aber ein normaler Tag hat auch nur 24 Stunden. Ein Berlinale-Tag hat jedoch 36 Filme. Macht bei einer durchschnittlichen Spieldauer von mindestens 90 Minuten also rund 54 Stunden Filmvergnügen. Ab dem 9. Februar heißt es wieder: auf zum cineastischen Freudenfest! Durch den filmischen Dschungel hilft nur eins: Auswahl. Wir haben versucht eine zu treffen und empfehlen zum Beispiel „Back for Good“ von Mia Spengler, den Eröffnungsfilm der Perspektive Deutsches Kino 2017. Es ist die Geschichte einer Mutter und ihrer zwei Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein gescheitertes Reality-TV-Sternchen und eine gemobbte Epileptikerin. Der Film ist berührend, aber scharf an den Kanten, brutal menschlich und dabei herzerwärmend. Als Eröffnungsfilm des ganzen Festivals wird „Django“ von Etienne Comar gezeigt. Er nimmt uns mit ins Frankreich zur Zeit der deutschen Besatzung. Allabendlich betört der Sinti Django Reinhardt die Pariser mit seiner Gitarre und wähnt sich ob seiner Popularität in Sicherheit – aber um unverschont zu bleiben, soll er sich politisch instrumentalisieren lassen. Django trifft eine lebensverändernde Entscheidung… In eine ganz andere Welt entführt uns Sally Potter mit ihrem beklemmenden zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Film „The Party“. Was als Feier einer Beförderung gedacht war, entwickelt sich immer mehr zu einer Gift und Galle spuckenden Abendgesellschaft. Eine geistreiche englische Komödie wird zum explosiven Drama. Ein bemerkenswerter Klassiker ist „Canoa“. Regisseur Felipe Cazals, der beim Screening am 11.2. anwesend sein wird, hat 1976 eine hochdramatische Geschichte erzählt, die auf wahren Begebenheiten beruht – und damit damals schon einen Silbernen Bären eingeheimst. Seine Darstellung eines fanatischen Hasspredigers, dessen Hetzreden gegen „kommunistische Aufwiegler“ in einer Orgie der Gewalt endet, erinnert schal an geifernde Zeitgenossen. Genau das kann Kino: Die Vergangenheit zur Gegenwart machen, die Zukunft herbeibeschwören und die Welt in Bilder packen.
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Berlinale, 67. Internationale Filmfestspiele Berlin | 09.-19.02.2017 | www.berlinale.de | Foto Credit: Velvet Creative Office © Internationale Filmfestspiele Berlin

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare