Mister Me

Mister Me hat uns umgehauen. Auf unserem MMW6 Festival spielte er fast ein wenig versteckt auf unserer Indoor-Bühne und füllte mit seiner Stimme, seinen Worten, seiner Musik den kathedralenhohen Raum. Seine Mischung aus Gesang, Rap und Popklängen ist ziemlich besonders – vor allem in der deutschsprachigen Musiklandschaft. Seine Ausstrahlung und seine Stimme sind einzigartig. Am 11.10. erscheint „Das Ende vom Hass“. Sein zweites Album hat er komplett eigenständig mit Hilfe seiner Fans über ein Crowdfunding realisiert. Die Songs thematisieren das gesellschaftliche Miteinander, es geht darum, was uns eint, um Geschlechterrollen und die Liebe. Im November geht es dann auch direkt auf Tour durch 29 deutsche Städte. Am 28.11. steht das Berliner Lido auf dem Tourplan. Hingehen!

Name: Mister Me
Alter: 29
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker/Künstler
Schuhgröße: 43
Lieblingsfilmzitat: „Du kannst nichts dafür“ – Good Will Hunting (Maguire zu Hunting)
Kontakt: Man findet mich auf Instagram sowie auf Facebook.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ich versuche drauf zu achten, meinem Gegenüber genug Raum zu schenken, sodass diese Person sich wohl und willkommen fühlt. Meinem Gegenüber schaue ich vermutlich als erstes in die Augen.

Was kannst du besser als alle anderen? Puh. Besser geht ja immer und man findet auch immer jemanden, der etwas besser kann. Das kommt immer auf den Blickwinkel an. Besonders gut bin ich aber schon darin zu faulenzen.

Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Da ich schon immer, selbst als kleiner Junge, rumgesungen habe, ist es vermutlich das, was ich heute mache. Ich habe aber auch eine zeitlang mal Michael Stich oder Karl Heinz Riedle ganz, ganz toll gefunden. Also Fußballer oder Tennisspieler wäre auch ok gewesen ;).

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Die Umarmung meiner besten Freundin. War notwendig!

Welche Superheldenkraft hättest du gern? Nicht müde werden, wobei das auch irgendwann sicherlich müde macht.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Selbst wenn gar nichts mehr da ist, findet sich doch in jedem Kühlschrank noch ein Glas Gewürzgurken, eine halbe Flasche Ketchup und ein alter Rest Schnaps. Bei jedem Einkauf darf Hummus, Paprika und Hafermilch nicht fehlen!

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Stefan Zweig – Die Welt von gestern

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich war neulich mit einem guten Kumpel Bouldern. Und obwohl ich eigentlich eher Angst habe vor hippen Trends, weil das dann so viele „coole“ Leute machen und man als Anfänger ja so „uncool“ wirkt, war´s aber gar nicht schlimm – im Gegenteil!

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Aus Freude erst gestern, als ich den finalen Mix unserer Live-DVD gehört hab und es war so so so toll, sich diese Erinnerung anzuhören bzw. anzugucken! Aus Spaß vermutlich beim richtig dummen Rumalbern mit meinen Buddies Simon und Joris.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: lol

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Ursache allen Übels!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ein veganes Curry mit Süßkartoffeln, Kichererbsen, Karotten und Reis. Nichts Ausgefallenes, aber etwas, was ich kann!

Was sollte niemand von Dir wissen? Dass ich Angst habe, bzw. wann ich Angst habe. Das möchte man ungern mit anderen teilen. Gehört aber vermutlich einfach dazu.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist Liebe?

Das letzte Wort: Ich grüße meine Mutti, wünsche euch Gesundheit und bleibt sauber. Kommt gerne zu uns auf unsere Tour, sie wird wirklich großartig! Livebegegnungen kriegt man nämlich nicht auf eine Platte konserviert.

FOTO: Christoph Voy

Marie-Anne Raue

Marie-Anne Raue ist gebürtige Berlinerin (Friedenau Hood). Naja und sie ist die Gründerin, Besitzerin und der wirtschaftliche Kopf eines der 50 besten Restaurants der Welt. Das Restaurant Tim Raue ist nicht nur mit zwei Michelin Sternen dekoriert, sondern auch völlig zurecht weit über die kulinarischen Festlandgrenzen eine absolute Institution, ein Global Player mit Betonfundament in Berlin Mitte sozusagen. Momentan beschäftigt Marie-Anne vor allem der (fehlende) Nachwuchs an Frauen in der Spitzengastronomie und die aktuelle Female Leadership Debatte. Im Zuge dessen plant sie gerade ihren nächsten Ladies Lunch, zu dem sie regelmäßig führende Frauen aus unterschiedlichen Bereichen ins Restaurant einlädt, um eine gegenseitige Inspirationsquelle und Diskussionsfläche zu bieten. Wir bedanken uns für ein erfrischendes Kurzinterview und melden uns jetzt schonmal für eine Weiterführung zum nächsten Heilgabend-Barbecue an.

Name: Marie-Anne Raue
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Inhaberin & Geschäftsführerin Restaurant Tim Raue
Schuhgröße: 39,5
Lieblingsfilmzitat: Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit. (Dschungelbuch)
Kontakt: office@tim-raue.com

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Definitiv auf die Oberarme… ach es ging nicht um ein Date? Dann natürlich auf die Augen. Das Sprichwort, dass Augen die Fenster zur Seele sind, trifft es schon. Sie sind das Interessanteste…

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Neben Michelle Obama. Ich habe sie tatsächlich 2013 anlässlich des Caterings, welches wir für den Staatsbesuch im Schloss Charlottenburg durchgeführt haben, schon kennenlernen dürfen. Eine inspirierende Frau!

Womit kann man dich beeindrucken? Selbstreflexion

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Den Apple-Kopfhöreranschluss-Adapter. Ich glaube, es gibt definitiv kein Teil, was öfter gekauft wird auf Flughäfen.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Ein kaltes Fläschchen Champagner – falls mal Überraschungsbesuch kommt, Eier und eine Avocado.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Ich glaube nicht, dass ihr das abdrucken wollt.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Das Jesus-Video von Andreas Eschbach. Ich bin eigentlich kein SciFi-Fan, aber dieses Buch konnte ich von den ersten Seiten an nicht mehr weglegen.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Loyal, herzlich und immer wieder überraschend.

Was machst du an einem freien Tag? Am liebsten grillen. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Beliebt und berüchtigt sind meine Heilgabend-Barbecues.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Kitasituation für berufstätige Eltern verbessern.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Bevorzugt würde ich grillen, aber wenn ihr was Gekochtes wollt, würde ich euch meine beliebten gefüllten Auberginen türkischer Art zubereiten.

Was sollte niemand von Dir wissen? Ha!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was bereitet dir die größte Freude in deinem Leben?

Das letzte Wort: Ein Zitat von Abraham Lincoln: „Die beste Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

FOTO: Nils Hasenau

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. Oktober 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Louisa Dellert

Habt ihr euch schon einmal irgendwo hingesetzt, Menschen beobachtet und dabei eine Best of Hans Zimmer Spotify Playlist gelauscht? Wahlweise ziehen die Passanten dabei (nichtsahnend) in die letzte große Schlacht, erringen einen gemeinsamen Triumph oder bewegen sich verträumt durch das Stadtbild. So ähnlich muss sich Louisa Dellerts Leben anfühlen, zumindest würde der Soundtrack ihres Lebens wohl von dem berühmten Filmkomponisten stammen. Natürlich ist das (ganz Zimmer like) wahrscheinlich etwas dick aufgetragen, aber sicher nicht ganz abwegig. Schließlich ist Louisa gerade in verschiedenen Welten unterwegs. Als Influencerin und Unternehmerin macht sie ihr eigenes Ding und zwar richtig gut, extrem unaufgeregt und sehr erfolgreich. Auf inspirierende Art und Weise macht sie sich gegen den Perfektionsdruck in der Gesellschaft stark und baut Brücken zwischen Menschen, die sonst nur wenig miteinander zu tun hätten. Bestes Beispiel: ihre aktuelle Hospitation im Bundestag. Auf ein Wort , liebe Louisa.

Name: Louisa Dellert
Alter: 29
Wohnort: Braunschweig
Beruf: Influencerin
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: Hakuna Matata
Kontakt: kontakt@louisadellert.com

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Unvoreingenommen und ohne Vorurteile dem Menschen gegenübertreten.

Was bringt dich aus dem Gleichgewicht? Stress und wenn Menschen auf mich sauer sind.

Bist du besser darin, Dinge anzufangen oder zu beenden? Anzufangen

Was kannst du besser als alle anderen? Nichts. Ich kann nur auf meine eigene Art und Weise Dinge gut oder besser.

Was ist dir peinlich? Nichts

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Meine Herz OP.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Ich würde lieber im Zug sitzen und dann neben Angela Merkel.

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre der? Hans Zimmer

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Meine ganzen angesammelten Bücher zu lesen.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Das Café am Rande der Welt.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Selbstlos, emotional, durchgeknallt

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Weltklima

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Selbstgemachten Kartoffelbrei

Was sollte niemand von dir wissen? Es gibt nichts, was ich zu verheimlichen habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ob ich schonmal von der Polizei nach Hause gefahren wurde.

Das letzte Wort: Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Foto: Laura Hoffmann

Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg mit „Z“ ist eine lebende Legende der Generation VIVA. Und er wird uns zurecht hassen für dieses Intro. Denn natürlich wird ihm das nicht im mindesten gerecht, auch wenn es natürlich ein bisschen geil ist, so was von sich behaupten lassen zu können. Für alle, die weder wissen wer Nilz ist noch was VIVA war, sei eine kleine YouTube-Zeitreise empfohlen. Inzwischen ist Nilz als Autor, Moderator und Podcaster erfolgreich. Sein großartiges Hörerlebnis „Gästeliste Geisterbahn“ ist gerade aus der Sommerpause zurück und bald kommt sein erster Solo-Comedy-Podcast „Randale Bokelberg“. Wenn euch das gefällt (und das wird es) solltet ihr unbedingt auch mal bei „Pop kann alles“ reinhören. Viel Liebe dafür!

Name: Nilz Bokelberg

Alter: 42 (kurz vor 43)

Wohnort: Berlin

Beruf: Autor, Moderator, Podcaster

Schuhgröße: 44,5

Lieblingsfilmzitat: „Du musst in Playstation-Dimensionen denken!“ (xXx)

Kontakt: Instagram und Twitter

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? „About a Boy“

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Aufs Lachen.

Was kannst du besser als alle anderen? An mir zweifeln.

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Rheinländische Gelassenheit.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Schwimmen.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Rosé, Hummus und Eis.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: „Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität“ von Dave Eggers. Meine Bibel.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Ach, ich kann nicht gut verkaufen. Jede geniale Idee wär bei mir untergegangen.

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst? Mich in ein x-beliebiges Flugzeug schmuggeln und gucken, wo ich lande.

Dein Song für die Ewigkeit? Oje, nur einer? „I want you (She’s so heavy)“ von den Beatles. Und „Say it aint so“ von Weezer. Nur einer geht nicht.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Nazis vehementer bekämpfen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Einen reich gedeckten Abendbrottisch mit viel Käse, Wurst, Brot und Butter und anderen Leckereien. Und zu jeder Zutat hätte ich was zu erzählen.

Was sollte niemand von dir wissen? Da fallen Leute drauf rein?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Was sollten nur bestimmte Leute von dir wissen?“

Das letzte Wort: Sei kein Arsch – dann sollte alles hinhauen.

FOTO: Manslayer

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. September 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Nilam Farooq

Auf die Frage, was aktuell bei ihr so ansteht, antwortet die wundervolle Schauspielerin Nilam Farooq:
„Momentan finde ich nach einem langen tollen Dreh für Sönke Wortmanns neuen Film wieder in den Alltag zurück“. Und während wir gedanklich milde lächelnd zustimmend nicken und beinahe ein „Klar, kennt man ja“ auf den Lippen hätten, sind wir lieber ein klein wenig neidisch, auch wenn wir natürlich wissen, dass Filmarbeit vor allem harte Arbeit bedeutet. Trotzdem, das Wandeln zwischen den Welten und die Auseinadersetzung damit sind sicher sehr spannend. Der Film kommt übrigens im Oktober 2020 auf die Leinwand. Aktuell geht es für Nilam übrigens hoch hinaus. Also zumindest stimmlich. Die hat sie nämlich der Hauptfigur in „Everest – Ein Yeti will hoch hinaus“ geliehen, der demnächst im Kino anläuft. Kurze Schätzfrage: Wie lang etwa braucht man zu Fuß bis zum Gipfel des Mount Everest?

Name: Nilam Farooq
Alter: Gerade noch so 29
Wohnort: Berlin Berlin Berlin
Beruf: Schauspielerin
Schuhgröße: Big Foot. Knapp noch im normalen Einzelhandel erhältlich.
Lieblingsfilmzitat: „Wohin gehst du?“ – „Mit ein bisschen Glück nach vorne.“ aus Ratatouille
Kontakt: Instagram: @nilam.farooq | geschäftlich: Agentur Adam und Presse-Agentur Artist Network | privat: immer gerne auf nen Glas schwarzen Tee oder Weißwein

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ich beobachte am Anfang recht genau und achte auf Chemie aka Karma aka Energien oder wie man es nennen will. Rein oberflächlich: Hände und Zähne.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Kann Filme nicht mehrfach gucken – LEIDER. Da weiß man ja dann schon was passiert…

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Neben dem Piloten, eigentlich.

Womit kann man dich beeindrucken? Vor allem: Kreativität in jeder Lebenslage. Und mit Geschichten! Ansonsten: Zivilcourage. Leidenschaft. Instrumente spielen. Kochen. Überraschungen. Aktionismus.

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Finde es fantastisch, wenn man bei Erwachsenen noch viel Kind bemerkt. Gerade in der Phantasie und Unbeschwertheit. Ansonsten das, was alle anderen auch schätzen, schätze ich + Intellekt.

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre der? Ufff… geht nicht, kann ich nicht, will ich nicht. Wäre ein absolutes Medley – fängt bei Hakuna Matata an und endet irgendwo zwischen My heart will go on und Don‘t stop me now. Dazwischen liegt noch alles andere.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Datteln, 75%-85%ige Schokolade, altes Tomatenmark aus der Tube… – wird das je schlecht?

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: „ähm“, „quasi“, „geil“, „auf einer skala von 1-10“ – eher selten in Kombination…

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Das Kind in dir muss Heimat finden.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute? Die Helden meiner Kindheit waren die Sesamstraßen-Bewohner, habe keine Folge verpasst. Mein heutiger Held variiert tagtäglich.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde Grenzen in jeder Form abschaffen – im Kopf und auch außerhalb – und hoffen, dass die Menschen dann besser zueinander und allem, was sie umgibt, werden.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Lasagne von meiner Mama. Die könnte halt nur nicht ich kochen… versteht sich.

Was sollte niemand von dir wissen? Nice try.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Quiz- oder Rätselfragen – die liebe ich! Was auch gut gewesen wäre, das kann ich nämlich gar nicht, zur Belustigung aller anderen: Schätzfragen!

Das letzte Wort: „Schätzfragen.“?

FOTO: Thang Dai

Birddogs

Dorffeste, Joe Cocker Imitationen, „Who the F… is Alice“-Mitmachpassagen und Abbas Dancing Queen – die Assoziationen, die einem bei dem Wort Coverband in den Sinn kommen, sind so mannigfaltig wie, ähh, unangenehm. Als wir für ein Kundenevent eine eben solche Band suchten, waren wir daher zunächst auch eher skeptisch. Und dann kamen Felix und Peter mit ihren Birddogs um die Ecke und alles war anders. Und zwar so anders, dass wir sie direkt auch zu unserem Muxmäuschenwild Festival #6 eingeladen haben. Die fünf Bandmitglieder liefern auf der Bühne nämlich so dermaßen ab, dass die vorgetragenen Songs quasi zu ihren eigenen werden. Kein Wunder, schließlich kennen sich Felix und Peter schon seit der 1. Klasse und sind auch abseits der Bühnen ein perfekt eingespieltes Team. Neben den Birddogs haben sie über die Jahre auch viele andere gemeinsame Projekte wie z.B. die Künstleragentur Band New Booking und die Deutschpop Band Lichtfeld ins Leben gerufen. Logisch, dass wir sie dann auch direkt gemeinsam ins Interview gebeten haben.

Name: Felix Franke | Peter Hemsing
Alter: 37 | 36
Wohnort: Friedrichshain | Wilmersdorf
Beruf: Musiker, gelernter Veranstaltungskaufmann | Mediengestalter für Bild und Ton
Schuhgröße: 47 und 41
Lieblingsohrwurm: Peter: Das Dschungelbuch – Colonel Hathi’s Marsch
Kontakt: birddogs-music.de

Was schätzt ihr am meisten an euren Bandkollegen?
Peter: Ihre Bereitschaft auch nach 15 Jahren und mehr als 400 gemeinsamen Auftritten immer noch Mrs. Robinson mit uns zu spielen ;-)

Wer oder was inspiriert euch?
Beide: Die Beatles mit ihrer Musik, ihren revolutionären Ideen und dem wahnsinnigen Charisma jedes Einzelnen begeistern und inspirieren uns bis heute.

Welche tolle Textzeile hättet ihr gern selbst geschrieben?
Beide: Imagine there’s no heaven, It’s easy if you try, No hell below us, Above us only sky.

Welcher Moment hat alles verändert?
Beide: Die Geburt unserer Töchter, je eine.

Im Zweifel lieber taub oder stumm?
Felix: Stumm.

Du kannst einen Tag jemand anderes sein. Wer bist du und warum?
Peter: Eliud Kipchoge, Weltrekordhalter Marathon. Einmal im Leben Marathon laufen und dann auch noch gewinnen.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Felix: Man macht sich häufiger als früher bewusst, dass das Leben und die verbleibende Zeit, die man mit den wichtigsten Menschen in seinem Leben verbringen kann, nicht unendlich ist.

Worüber habt ihr euch heute gefreut?
Felix: Das im Gefrierschrank noch Aufbackbrötchen waren.

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten?
Peter: Gegen die Ente, aber nur wenn es nicht Donald Duck ist.

Wessen BRAVO Poster hattest du an der Wand?
Felix: Cindy Crawford, aber die war glaube ich nicht in der BRAVO drin :-)

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Felix: Knoblauch-Spaghetti

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Felix: Ein besseres und nachhaltigeres Wirtschaftssystem als den Kapitalismus finden und einführen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Peter: Ich kann Geheimnisse ganz schlecht für mich behalten ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Peter: Dürfen wir dir ab sofort monatlich 5.000 EUR Sofortrente überweisen?

Das letzte Wort:
Felix: Wenn sie nicht gestorben sind, dann musizieren sie noch heute.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. September 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Elisa Brunke

Das 2 Minuten-Interview

Die Hamburgerin Elisa Brunke hat irgendwann mal Modejournalismus studiert und arbeitet heute als Senior Editor bei COSMOPOLITAN.de und MADAME.de. Sie liebt es zu schreiben (das hat sie von ihrer Mama, genauso wie ihre Locken). Außerdem ist sie Fitness Junkie und veganer Foodie aus Leidenschaft. Ein Workout vor der Arbeit, eine Smoothie Bowl und ein guter Kaffee und ab in Tag (eine Runde etwas beschämt ertappt nach unten gucken für alle). Neben dem Redakteurinnen-Job entwickelt sie vegane Rezepte und baut mit ihrem Freund die eigene Marke KAE, die sich auf veganes Fitness Food spezialisiert. Produziert werden Proteinriegel und weitere Snacks auf Basis von pflanzlichen Eiweißquellen – alles ohne raffinierten Zucker und Palmöl, glutenfrei, nur mit natürlichen Inhaltsstoffen, Bio und lecker! Last not least hat Tausendsassa(rin?) Elisa gerade ihr erstes eBook (gibt es hier kostenlos) mit Lieblingsrezepten veröffentlicht und kurz darauf Rezepte für vegane „Fleischgerichte“ für die erste Ausgabe eines neuen Magazins entwickelt, das im Herbst erscheint. Und wer weiß, vielleicht folgt ja auch bald das erste Buch.

Name: Elisa Brunke
Alter: 32
Wohnort: Hamburg
Beruf: Redakteurin
Schuhgröße: 36,5
Lieblingsfilmzitat: Du bist tapferer als du glaubst, stärker als es scheint und klüger als du denkst. (Winnie Puuh)
Kontakt: elisa@kae-hamburg.de

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ich versuche, mir den Namen zu merken – leider jedes Mal ohne Erfolg. Liegt vielleicht daran, dass ich überhaupt nicht Multitasking-fähig bin. Zuhören, sprechen, interessiert gucken und dann auch noch alles abspeichern? Macht mein Hirn irgendwie nicht mit.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Meinen festen Job kündigen, einen One-Way-Flug nach Bali buchen und mir dort ein entspanntes Leben mit meinem Freund und meinen Tieren aufbauen. Als Redakteurin bin ich eigentlich an keinen festen Ort gebunden. Aber was, wenn ich nicht genügend freie Jobs bekomme? Oder zurück will und unsere Wohnung dann weg ist? Oder, oder, oder – ich bin leider echt ein Schisser.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Mandelmilch. Tofu. Gemüse.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Aber.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Ich tausche gegen: Ein Film, den jeder gesehen haben sollte. Cowspiracy.

Der beste Rat, den du je bekommen hast? Stichwort Manifestation: Wünsche, Träume und Ziele nicht nur im Kopf haben, sondern sie aufschreiben und visualisieren.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Zielstrebig. Authentisch. Zuverlässig.
Die schönste Antwort auf diese Frage kam aber von einer meiner engsten Freundinnen: „Du bist mehr als drei Charaktereigenschaften.“

Welches Lebensmittel hat Superkräfte und warum? Macapulver. Nicht nur, dass es einen hohen Proteingehalt hat und die Muskeln nach dem Training optimal bei der Regeneration unterstützt. Es gehört auch zu den so genannten Adaptogenen. Das sind Pflanzenstoffe, die dem Körper dabei helfen, besser mit Stress umzugehen – und davon haben wir ja alle mehr als genug. Maca reguliert außerdem den Hormonhaushalt und kann dazu beitragen, den Cortisolspiegel – besser bekannt als Stresshormon – zu senken. Außerdem schmeckt es köstlich, zum Beispiel in Shakes, Overnight Oats oder Nice Cream.

Wenn die Welt in einem Jahr untergeht, was würdest du von nun an machen? Eine Weltreise.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Unseren Planeten retten und Grausamkeiten gegen Tiere, Menschen und unsere Erde beenden! Ob Tierversuche und Massentierhaltung, Stierkämpfe oder Pferderennen, Waldrodungen oder Kinderarbeit: Es gibt so viel Ungerechtigkeit, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll. Kinder sollten schon in der Schule für Themen wie gesunde Ernährung und nachhaltiges Handeln sensibilisiert werden. Wir alle haben die Macht, etwas zu bewegen – insbesondere mit unserem Konsumverhalten und den Entscheidungen, die wir täglich treffen. Dafür ist es aber wichtig, Dinge auch mal zu hinterfragen und nicht alles hinzunehmen. Was steckt eigentlich hinter der in Plastik verpackten Wurst vom Discounter? Stammt die Milch aus dem Kühlregal wirklich von glücklichen Kühen und ist sie tatsächlich so gesund, wie die Werbung uns weismacht? Oder ist vielleicht das Gegenteil der Fall?

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Vegane Lasagne mit Cashew-Béchamel. Mandel-Zimt-Eis mit Browniestückchen, Karamellsoße und karamellisierten Nüssen.

Was sollte niemand von Dir wissen? Als kleines Mädchen war ich zwei Wochen lang in Angelo Kelly verknallt. Das ist mir irgendwie peinlich. Bei den Backstreet Boys dagegen werde ich noch heute schwach. Ich kann immer noch alle Songtexte mitsingen. Soll ich?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Woher bekommst du als Veganerin deine Proteine? Ein Klassiker.

Das letzte Wort: Go vegan!

FOTO: Anna-Lena Ehlers

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 28. August 2019 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Tom Young

Das 2 Minuten-Interview

Tom stammt ursprünglich aus Aotearoa, vielen besser bekannt als Neuseeland. Seit fast zwei Jahrzehnten ist er allerdings als Musiker in der DIY-Musik- und Kunstszene auf der ganzen Welt unterwegs. Seit sechs Jahren nun hat er seinen Lebensmittelpunkt in Berlin. Sein wichtigstes Projekt ist die von ihm gegründete Open Music School, die er in Kooperation mit Give Something Back to Berlin betreibt. Bei der Open Music School geben ehrenamtliche Lehrer ihr musikalisches Wissen in Workshops, Classes und Events an Menschen aller Herkünfte und Hintergründe weiter und setzen sich für die Integration von geflüchteten und sozial benachteiligten Menschen ein. Gemeinsam mit euch unterstützen wir das Projekt mit den Spenden, die wir im Rahmen unseres muxmäuschenwild Fesvtival #6 sammeln.

Name: Tom Young
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker / Open Music School Coordinator
Schuhgröße: 166?
Lieblingsfilmzitat: From “Happiness”
Helen Jordan: “I’m not laughing at you, I’m laughing with you.”
Joy Jordan: “But I’m not laughing.”
Kontakt: tom.young@gsbtb.org

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Darauf wie sie oder er kommunizieren möchte.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Irgendwo an einem Fluss als Teil eines nachhaltigen Ökosystems leben. Ich würde außerhalb dieser mörderischen Horrorshow namens Zivilisation hausen, glaube ich. Aber offensichtlich ist die Angst größer?

Welche drei Dinge hast du immer im Kühlschrank? Tofu, Gemüse und Chilisauce

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Das Wort mit F.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: „Endgame“ von Derrick Jensen.

Der beste Rat, den du je bekommen hast: Widme dich den Dingen, die du liebst. Nichts anderes hat deine Zeit wirklich verdient.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Liebenswert, wunderbar und das Beste vom Besten… Ich weiß es wirklich nicht.

Welches Instrument würdest du gern spielen können? Cello.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön:
1. Ignorancecide (listening as a form of knowledge-sharing)
2. The “Buzzymunch” (an unconventional yet delicious snack/meal, usually involving a lot of condiments)
3. Casj (short for casual).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Problem der postindustriellen Zivilisation.

Wenn die Welt in einem Jahr untergeht, was würdest du von nun an machen? Musik machen, als ob ich Bandmitglied auf der Titanic wäre.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kartoffeln – auf ganz verschiedene Arten zubereitet.

Was sollte niemand von Dir wissen? Ich habe keine wirkliche Ausbildung im Bereich Organisation. Ich habe überhaupt keinen akademischen Hintergrund. Ich weiß oftmals nicht was ich tue und lerne dabei aus meinen Fehlern.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Deine Musik ist unglaublich, willst du auf dem Festival spielen?“

Das letzte Wort: Danke, dass ich Teil eures Magazins sein darf! Ich weiß eure Plattform, von der aus ich über mein Projekt erzählen darf, wirklich zu schätzen. In Zeiten der „Europäischen Festung“, „America First“, Johnson, Trump, le Pen, Salvini, der AfD, etc. sind Projekte wie die Open Music School meiner Meinung nach wirklich wichtig. Unsere Community sieht Menschen als das was sie wirklich sind: Individuen mit unendlichem Potenzial – wenn sie nur die gleichen Möglichkeiten bekommen.

FOTO: Hold My Pint Photography

Anuschka Rees

Das 2 Minuten-Interview

Anuschka Rees lebt in Berlin mit ihren zwei Katzen, einer Million Bücher und einem Boyfriend. Ha ha, könnte bitte jemand diesen ersten Satz in die Liste der besten ersten Sätze in 2 Minuten-Interviews eintragen? Auf die Wohnungssituation kommen wir auch gleich noch einmal zurück, doch zuvor berichten wir kurz und knapp, dass sie nach ihren ersten beiden Büchern „The Curated Closet“ und dem praktischen, feministischen No-Bodyshaming Guide „Beyond Beautiful“ gerade an ihrer Nummer drei schreibt, während sie ihre Gedanken auch ziemlich aktiv auf Instagram unter @beyondbeautifulbook und ihrem persönlichen Account @anuschkarees teilt. Ach ja, das Wohnungsthema: Anuschka sucht und zwar sehr intensiv für sich und oben beschriebenes Setup. Wer also was weiß oder wen weiß, die/der was weiß…Kontakt siehe unten.

Name: Anuschka Rees
Alter: 30
Wohnort: Berlin
Beruf: Autorin
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: “We’ll all grow up one day, Meg. We might as well know what we want.” Little Women
Kontakt: anuschka@beyondbeautifulbook.com

In welcher Art und Weise warst du vor zehn Jahren anders als heute? Mehr Piercings, weniger Weitblick.

Das größte Problem deiner Generation? Überangebot

Wie schafft man es, sich selbst richtig gut zu finden? Puh, das ist ein großes Thema, da sollte mal jemand ein Buch drüber schreiben…

Was ist wirklich wichtig? Selbstreflexion

Wen bewunderst du und warum? Angela Merkel, für ihre Geduld und ihr Pokerface.

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang bewahren? In den Worten von Mary Poppins: “Though we adore men individually, we agree that as a group they’re rather stupid.”

Wenn du ein Zeichentrickcharakter wärst, welcher wäre das? Stewie Griffin

Was kannst du gar nicht? Small Talk

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Mein Bett

Dein wertvollster Besitz? Mein Optimismus

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Erm, Pfannkuchen?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde den Trend hin zum Medium-Mineralwasser stoppen. Ich will entweder die volle Ladung Sprudel oder gar nichts.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Instagram eigentlich total lästig finde und viel lieber ein anonymes Schriftstellerleben ganz ohne Selfies führen würde.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie es meinen Katzen geht. Danke der Nachfrage – sehr gut, bisschen heiß für sie grade, aber gut.

Das letzte Wort: Just keep swimming, swimming, swimming.

FOTO: JULIEN COTT

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. August 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Jeremy Alexis & Jesse Ludovic Ajwani

Das 2 Minuten-Interview

Kennt ihr dieses Hochzeitsspiel, bei dem das frisch vermählte Brautpaar mit dem Rücken zueinander sitzt und dann unterschiedliche, teils intime Fragen unabhängig voneinander und möglichst gleich lautend beantworten muss? Ein wenig fühlt sich das brillante 2 Minuten-Interview mit den Zwillingen Jeremy Alexis und Jessy Ludovic Ajwani, den Gründern und Betreibern der Anomalie und des zugehörigen Restaurants LAMIFA, so an (kurze Pause, um die fabelhaften Namen wirken zu lassen). Die beiden Freigeister liegen nämlich ziemlich oft auf einer Wellenlänge und wie im echten Leben, wird es vor allem dann spannend, wenn sie ganz unterschiedlich unterwegs sind. Und ganz besonders witzig, wenn sie beide identisch daneben liegen (aus drei mach vier!). Wir freuen uns riesig auf unser MMW6 Festival am 22.08. im Hause Ajwani, äh Anomalie und schicken an dieser Stelle schon mal ein riesengroßes Danke für die Möglichkeit bei euch zu feiern und euren tollen, unermüdlichen und liebenswerten Support.

Name: Jeremy Alexis Ajwani / Jesse Ludovic Ajwani
Alter: 32
Wohnort: Berlin
Beruf: Club und Restaurant Inhaber, DJ, Chefkoch, Künstler / Club und Restaurant Inhaber Anomalie und LAMIFA
Schuhgröße: 43 ½ / 43 ½
Lieblingsclub: Anomalie Art Club / Anomalie Art Club
Kontakt: Instagram Jeremy Ajwani / Mistral / man muss mich privat kennen | Instagram Anomalie

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre der? 
Jeremy: Serge Gainsbourg
Jesse: Leonard Cohen

Wie würden dich deine Geschwister beschreiben?
Jeremy: Überlebungskünstler, größenwahnsinnig
Jesse: Visionär, aufmerksam, großzügig

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Jeremy: Jetzt
Jesse: Jetzt

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen?
Jeremy: Eiffelturm
Jesse: Den blauen Planeten, um ihn zu schützen.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Jeremy: Techno
Jesse: Techno

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank?
Jeremy: Salbei, Zitrone, Ingwer und Äpfel
Jesse: Avocado, Ziegenkäse, rote Beete und Kurkuma
(Jungs, das waren jeweils vier! Anm. d. Red.)

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Jeremy: Selbstständigkeit
Jesse: Menschen zu fördern

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht?
Jeremy: Nichts
Jesse: Der Natur mehr Unterstützung zu geben

Mit welcher Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen?
Jeremy: Mit meiner Freundin Sophie Kah
Jesse: 2Pac Shakur

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du?
Jeremy: Bunte Kunst und Kreation
Jesse: Ozeane

Welche Superheldenkraft hättest du gern?
Jeremy: Fliegen zu können
Jesse: Fliegen

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Jeremy: Chèvre Chaud-Salat
Jesse: Gedämpftes Gemüse mit Einkorn

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Jeremy: Die Umwelt, die Balance der Natur und die Menschen in Harmonie bringen.
Jesse: Die Kriegs- und Waffenindustrie stoppen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Jeremy: Ex-Knacki
Jesse: Dass ich ein Alien bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Jeremy: Was mich inspiriert?
Jesse: Ob ich ein Alien bin.

Das letzte Wort:
Jeremy: Follow the Flow.
Jesse: Stay free.

Esra Karakaya

Das 2 Minuten-Interview

Über Gewalt lachen? R. Kelly stummschalten? Macht Geld unglücklich? Esra Karakaya „quatscht“ in ihren BlackRockTalk nicht ums Eingemachte herum, sondern munter mittendurch. Die studierte Musik- und Medienwissenschaftlerin, Aktivistin und Videografin (Reihgenfolge wahllos) startete ihre YouTube-Talkshow im vergangenen Jahr und nimmt dabei so unterhaltsam kein Blatt vor den Mund, dass man gar nicht anders kann als mitzuhören, mitzugucken und vor allem mitzudenken. Ihr Geld verdient sie gerade als kreativer Kopf bei den Dattelträgern, entwickelt Video- und Formatideen, schreibt Skripte, produziert und schneidet Videos. Sie kann also quasi alles, außer Vorwärtsrolle. Und auch wenn wir ehrlich gesagt nur rund die Hälfte ihres Interviews verstanden haben (drei Punkte Abzug bei unserer Street Credibility) haben wir sehr herzlich gelacht. BOOYAKASHA!

Name: Esra Karakaya
Alter: 27
Wohnort: WEDDING REPRESENT BOH BOH BOH! aka Berlin
Beruf: Videoproducer, -journalistin
Schuhgröße: 40
Lieblingsfilmzitat: “lass ma deine filme” aus dem Film, den ich noch nicht gedreht habe.
Kontakt: @ms_blackrock oder office@esrakarakaya.com

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? SHO HABUBIS WAS MACHEN SACHEN?!

Was ist guter Journalismus? Wenn es nah an Betroffenen, selbstreflektiert und fair ist.

Wen würdest du gerne mal in deiner Talkshow zu Gast haben? Jerome Boateng, um ihn zu fragen, ob Ya-Hala oder Akko. Oprah, um sie zu fragen, ob sie meine Mentorin sein möchte. Meine Mutter und meinen Vater, um sie vor der ganzen Welt zu ehren.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Eben gerade: so ein “Cookie Dough Joghurt”. Fail. Kauf nicht. Lohnt sich nicht. Aber der Plastikbecher lässt sich wiederverwenden.

Können Worte die Welt verändern? Ja man.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Jede Idee da draußen, die ich geil finde, war ohnehin nicht bestimmt meine gewesen zu sein. Segen auf die Köpfe jener Ideenentwickler*innen.

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Naivität und Sarkasmus.

Bitte ergänzen: Ich bin sehr talentiert darin… so zu tun, als hätte ich voll den Durchblick. Keiner weiß, dass ich nichts weiß.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Als ich eben in den Spiegel geguckt habe.

Wovor hast Du Angst? Dass ich auf einem Langstreckenflug neben einem Stinker sitzen muss.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? 40 Wochenstunden auf 30 Stunden kürzen, Hitzefrei ab 23 Grad, freie Burkinis für alle Hijabi-Schülerinnen* und kostenlose Therapie für alle.

Wenn wir dich Zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Qinoa-Dinkel-Wasserspinat-Acai-Suppe mit Mate-Spirulina-Spaghetti und Baobab-Sauce. Hahaha Spaß. Ich weiß nicht mal was Baobab ist. Ihr kriegt eine Wurst. Halal-Wurst.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich einen weiteren privaten geheimen Insta-Account habe, wo ich 96 Meme-Seiten folge.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? 
Was der Titel meines Films ist.

Das letzte Wort: Tu was Gutes für dein Karma-Konto und unterzeichne diesen offenen Brief. Küsschen <3

Giulia Gemma Visci

Das 2 Minuten-Interview

Giulia nur als sensationelle Raw- und Vegan-Köchin mit wunderschönsten Namen zu bezeichnen, würde ihr in keiner Weise gerecht. Ihren Job bei einer ziemlich bekannten italienischen Zeitung hing sie an den Nagel, zog nach Berlin und machte sich als vegane Köchin, Ernährungsberaterin und Fastencoach selbständig, um Menschen dabei zu helfen, sich gesund zu ernähren und ein besseres und glückliches Leben zu führen. Sie selbst würde sich als rational bezeichnen, trotzdem hat sie ein Faible für Alchemie und Astrologie und obendrein ständig vorbereitete Kartoffelchips in petto. Ach ja, ein Zwilling ist sie auch noch. Ob ihr Zwillingsgeschwister allerdings genauso gut kochen kann, ist nicht überliefert.

Name: Giulia Gemma Visci
Alter: Alter ist nur ein Zahl ;))
Wohnort: Berlin
Beruf: Raw & Vegan Chef, Ernährungsberaterin, Fastenleiterin
Schuhgröße: 37/37,5
Lieblingsfilmzitat: „Einsperren will ich dich nicht, ich will dich lieben.“ – „Das ist dasselbe“. (Frühstück bei Tiffany)
Kontakt: info@giuliarawchef.com

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? An meiner Webseite und Socials (Instagram, FB, Linkedin und Pinterest) arbeiten, Rezepte schreiben und fotografieren, Videos posten…

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Sedona Dörrgerät, Vitamix und MacBook.

Was ist deine größte unbegründete Angst? Ein Auto ohne Bremse zu fahren.

Dein wichtigster Charakterzug? Zähigkeit

Was schmeckt dir gar nicht? Kapern

Worauf bist du stolz? Auf meine Rationalität.

Was kannst du gar nicht? Mich verstellen. Man sieht sofort was ich denke und fühle.

Das am meisten unterschätzte Lebensmittel? Hülsenfrüchte und Kerne.

In deinem im Kühlschrank befinden sich Ketchup, Oliven und Rhabarber. Was machst du damit? Rhabarber mit Ketchup in Mixer cremig pürieren, mit dem Rhabarber-Ketchup Süßkartoffelnchips und Oliven servieren, ein Glas Naturwein dazu und Aperitif ist fertig! P.S. Süßkartoffelchips hatte ich schon vorbereitet.

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Das Leben des Papstes! Auf jeden Fall! Ich würde mich sehr freuen die ganze Geheimnisse des Vaticans aufdecken zu dürfen.

Was ist wirklich wichtig? Gerechtigkeit

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Risotto mit Carnaroli Reis, Safran aus meiner Region (Abruzzen) – der beste Safran der Welt – Steinpilze, Radicchio und fermentierte Cashewchreme. Roséwein dazu. Natur und italienisch, of course!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde diesen Planeten in einen Ort des Friedens, der Gerechtigkeit, Liebe und des Respekt vor allen Lebewesen verwandeln.

Was sollte niemand von Dir wissen? Was ich von Stories auf Insta und FB halte.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wofür ich dankbar bin.

Das letzte Wort: Danke.

Thorsten Petzold

Das 2 Minuten-Interview

Thorsten Petzold schreibt Briefe. Das heißt eigentlich schreiben seine rund 80 Schönschreiberinnen und Schönschreiber Briefe und zwar für Unternehmen, Zukünftige oder Menschen wie dich und mich. Die Anlässe sind vielfältig, von der Werbung über personalisierte Kundenmailings bis hin zu Geburtstags- und Einladungskarten. Aber auch einen ganz persönlichen Brief kann man wunderschön niederschreiben lassen, wenn man slebst nicht mehr so gut bei der Hand ist. Thorsten ist Papa von Dreien, war früher mal Sozialversicherungsfachangestellter, Key Account Manager, Einrichtungshauschef bei den Köttbullars, Vertriebsleiter und Weltreisender, bevor er mit SCHREIBSTATT seine Manufaktur für handgeschriebene Kommunikation gründete. Schade eigentlich, dass wir dieses Interview nicht (hand)schriftlich geführt haben.

Name: Thorsten Petzold
Alter: 51 (wobei 50 das neue 30 sein soll.. also dann eigentlich 31)
Wohnort: Berlin
Beruf: Geschäftsführer
 SCHREIBSTATT
Schuhgröße: 42,5 respektive 8,5
Lieblingsfont: In der Kalligraphie mag ich die klassische „Copperplate“ wegen ihrer schönen Verschnörkelungen. Wer diese gut beherrscht, ist ein/e wahre/r KünstlerIn.
Kontakt: tp@schreibstatt.de

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? „Gerne“… musste mich des Letzt (oder war es desletzt?) von unserer Lektorin aufklären lassen, dass „gerne“ nur im Süddeutschen geschrieben wird und es eigentlich lt. Duden nur „gern“ heißt (https://www.duden.de/rechtschreibung/gern). Liest sich aber nicht so schön.

Wann hast du deinen letzten Brief geschrieben? Ertappt. Privat schon viel zu lange her. Wobei ich im beruflichen Kontext schon manchmal selbst schreibe (ich bin der in der Firma mit der Sauklaue), aber nur an sehr gut bekannte Kunden, die ich nicht vergraulen kann. Ansonsten lasse ich auch meine Briefe, z. B. bei der Neukundenakquise, von den tollen SchreiberInnen zu Papier bringen.

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Familienkuscheln.

In welcher Form sind Worte am schönsten? Die Form ist egal, der Anlass zählt: Liebe!

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Wir haben „Open Schnuck“ gespielt, eine Variante von SchnickSchnackSchnuck, bei dem alles erlaubt ist. Auf einmal formte meine Tochter mit den Händen ein Herz und meinte, sie hätte „Liebe“… das haben wir dann für die nächsten Spiele ausgeschlossen.

Was kannst du besser als alle anderen? Organisieren – Dinge, die nicht funktionieren doch hinzubekommen. Wobei das nur im beruflichen Kontext gilt… Früher dachte ich, wer eine Firma organisiert bekommt das auch in der Familie hin. Das war ein längerer (Um-)Lernprozess als gedacht…

Wie alt wärst du wenn du dein Alter nicht wüsstest? 31 (s. o.) käme schon gut hin… falls das optisch noch irgendwie reparabel wäre.

Wer oder was inspiriert dich? Familie, Freunde, Bücher… alles auf eine andere Art, alles in verschiedenen Lebensbereichen.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Auch glücklich ; )

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Gleich nach Feuer und Rad kommt definitiv die Waschmaschine. Kurz dahinter Geschirrspüler und Trockner.

Womit kann man dich um den Finger wickeln? „Papa, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte…“

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Bratkartoffeln.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Mal schauen, wie eine Welt ohne Religionen und Nationalstaaten funktioniert.

Was sollte niemand von dir wissen? Die Bildschirmzeit am Handy letzte Woche.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie lautet der Sinn des Lebens?

Das letzte Wort: „Im übrigen bin ich der Meinung, dass Nationalismus keine Alternative, sondern eine Katastrophe ist“.

Peter Eckert

Das 2 Minuten-Interview

Irgendwas mit Bier. Es gibt so Ideen die entstehen in heiterer Runde, unter Freunden, zu vorgerückter Stunde. Und oft bleiben sie genau das: Ideen. Peter hat das anders gemacht und aus „irgendwas mit Bier“ quasi das soziale Bierunternehmen Deutschlands gemacht. Quartiermeister fördert mit seinen Erlösen soziale Kiezprojekte zum Wohle aller. Die Freunde der Idee sind noch immer dabei, das Unternehmen ist bis heute komplett unabhängig. Das mit dem Plan B hat sich also erstmal erledigt. So kann sich der gebürtige Karlsruher, bekennende Turtles-Fan, Pluszeichen-Liebhaber und studierte Nonprofit-Manager also erstmal entspannt auf seinen innerberlinischen Umzug von Kreuzberg nach Schöneberg und die inner- und außerbetriebliche Weiterentwicklung seines Unternehmens konzentrieren.

Name: Peter Eckert
Alter: 33 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Sozialunternehmer
Schuhgröße: 43
Kontakt: peter@quartiermeister.org

Was ist schwieriger: Die richtigen Dinge zu tun oder die Dinge richtig zut tun? Definitiv die richtigen Dinge zu tun! Man kann super effizient richtigen Bullshit machen, z.B. Waffen herstellen oder Abgasmessungen manipulieren. Bleibt trotz Effizienz aber weiterhin Bullshit! Dann doch lieber so gut es eben geht gute Sachen machen. Das versuchen wir!

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen? Angela Merkel. Und das nicht aus politischer Überzeugung, sondern aus Interesse. Sie hat die deutsche und europäische Politik seit mehr als zehn Jahren geprägt und mich würde sehr interessieren, welche Werte sie vertritt, was ihre Ziele waren bzw. sind und wie so eine Berufspolitikerin die Welt sieht.

Welche wichtigen Entscheidungen hast du abends bei einem Bier getroffen? Viele – einige gute, einige weniger gute! Zu den guten Entscheidungen zählt z.B. mein Umzug nach Berlin oder meine Praktikumszeit in Ghana. Naja, und die weniger guten endeten wegen Übermut teilweise in Schmerzen. Aber ich stehe nicht auf Reue, also das war auch okay so!

Hast du einen Plan B? Nicht in der Schublade liegen, aber ich bin ein ziemlich positiver Mensch und bin mir sicher, dass ich auch anderweitig glücklich werden kann. Aktuell läuft es aber echt gut bei uns, insofern glaube ich, dass ich erstmal keinen Plan B brauche.

Wer oder was inspiriert dich? Visionäre Menschen, die auch daran arbeiten, ihre Visionen in die Realität umzusetzen. So gibt es viele Menschen, die Dinge umsetzen können. Und es gibt einige Menschen, die klare Visionen + Vorstellungen haben. Jene Menschen, die beides auf sich vereinen, sind eher selten, dafür umso inspirierender + ansteckend!

Welche drei Dinge kann jeder Mensch sofort tun, um die Welt ein Stück besser zu machen? Am schwierigsten: Weniger konsumieren. Beispiel: Klamotten oder Flüge. Einfacher: Gebraucht kaufen. Beispiel: Handy oder Möbel. Machbar: Korrekt konsumieren. Sich informieren und als wacher Konsument die sozialen und ökologischen Alternativen kaufen, die es inzwischen auch wirklich gibt!

Bitte ergänzen: Für einen Tag wäre ich gerne einmal…erfolgreicher Schriftsteller.

Worauf bist du stolz? Darauf, dass wir es mit Engagement und Freunden geschafft haben, ein Sozialunternehmen aufzubauen, ohne jemals Geld von Banken oder Investoren aufzunehmen. Wir haben das gemeinsam aus eigener Kraft geschafft, was extrem selten ist. Das sichert unsere Unabhängigkeit und somit auch, dass wir heute genauso unseren Werte + Prinzipien treu bleiben wie zur der Zeit, als wir gestartet sind. Diese Kombination aus stetigem Wachstum + dem Erhalt der Werte freut mich!

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ich denke ans Meer in Vega, in Asturien, mit Sonne im Gesicht. Schöne Wellen, traumhafte Landschaft.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Oha, erwischt! Ich bin nicht sonderlich fleißig, was das Kochen angeht. Vegetarische Küche. Erste Idee: Kartoffelgratin mit guten regionalen Zutaten, schöner saisonaler Salat dazu und danach Biscott-Feigen-Dessert mit Sirup. Achja, und für die passende Bierbegleitung dazu sorge ich auch.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde als Gesetzgeber mehr Leitplanken setzen wie z.B. mehr Sicherheit und Infrastruktur für Radfahrer, Einführung einer Kerosin- und CO2 -Steuer etc. Mein Ziel wäre es, dass negative Nebeneffekte / Externalitäten wie z.B. Umweltverschmutzung Menschen und Unternehmen Geld kosten, wohingegen es Anreize gibt für Menschen und Unternehmen, wenn sie positive Nebeneffekte schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass weniger Menschen fliegen, wenn es viel teurer wird, und dass mehr Menschen Zug fahren, wenn es bessere, schnellere und auch günstigere Verbindungen gibt. Wir können die Verantwortung nicht alleine beim Konsumenten belassen. Kurzum: Ich würde eine Öko- und Sozialdiktatur light einführen und wäre damit überhaupt nicht haltbar!

Was sollte niemand von dir wissen? Damals im Schullandheim…ja klar, das hättet ihr gerne. Soll niemand wissen und ich erzähle es in einem öffentlichen Interview – Pustekuchen!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welcher Ninja Turtle ist dein Liebling und warum?

Das letzte Wort: Cheers.

FOTO: ANNIKA BRÜMMER

Daniel Sellier

Das 2 Minuten-Interview

Daniel Sellier ist Schauspieler, Münchner und lebt in Berlin. Wenn er nicht gerade von feinen französischen Herren auf seine Süßigkeiten-Vorlieben angesprochen wird, sammelt er Geschichten und bringt sie zu Papier oder auf die Leinwand. Zu Deutsch: er schreibt, produziert und stellt dar. Lange Zeit bei Verbotene Liebe, zuletzt im Monbijou Theater und momentan in Köln. Weshalb er wie ein Wilder zwischen genannten Großstädten hin und her tingelt. Nur Schaffner fahren mehr. Gut also, dass wir kein Telefoninterview gemacht haben: Und sie suchen noch heute im Funkloch nach Antworten…

Name: Daniel Sellier
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler
Schuhgröße: 43
Lieblingsfilmzitat: „It´s a sad and beautiful world“ / Tom Waits / „Down by law“ by Jim Jarmusch
Kontakt: info@ida-pr.de

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Endlich Ruhe.

Ist es schwieriger Menschen zum Lachen zu bringen oder zum Nachdenken? Man sollte eine Tragödie immer so angehen wie eine Komödie und umgekehrt. Das eine schließt das andere also nicht aus.

Welche Rolle hättest du spielen sollen? Thomas Magnum.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Fantastisch.

Glück ist…Glück.

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Nach einer Vorstellung meiner Abschlussproduktion an der Schauspielschule wurde ich am nächsten Tag auf der Straße unvermittelt von einem feinen, alten Herrn angesprochen und gefragt, ob er richtig liege und mich gestern auf der Bühne gesehen hätte. Als ich dies bejahte, bedankte er sich und sagte strahlend mit einem feinen französischen Akzent: „Sie haben es genossen auf der Bühne zu stehen, wie … ein Stück Schokolade.“

Welchen Film, welches Buch, welches Album sollte jeder gesehen, gelesen und gehört haben? Down by Law, Meister und Margarita, Basie & Zoot

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Meistens mich.

München oder Berlin? Berlin in den Bergen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kaffee vermute ich als erstes.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich als Superheld, oder als Ich, der nur eine Sache ändern darf? Möglichkeit a: Alles. Immer. Möglichkeit b: Das Bewusstsein des Menschen sich als kleiner Teil eines großen Ganzen zu empfinden.

Was sollte niemand von dir wissen? Alles, was ich hier verheimliche.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Frucade oder Eierlikör?

Das letzte Wort: Danke, ihr wart ein tolles Publikum.

FOTO: MEIKE KENN

Nina Neef

Das 2 Minuten-Interview

Also wenn man es etwas profan ausdrücken wollte, würde man sagen, die gebürtige Rheinländerin Nina malt gern und gut. Wenn man es jedoch genauer nimmt, stellt man fest, dass sie mit ihren Bildern allen Menschen Zugang zu Wissen verschaffen möchte. Sie strebt nach einer möglichst „leichten Bildsprache“ – schließlich sind die Zusammenhänge oft schon kompliziert genug. Außerdem sucht sie gerade nach einem Verlag für ihr Buch „Plix“ – eine Mischung aus Momo und E.T., das Jugendliche motivieren soll, ihren Gefühlen zu vertrauen nach dem Warum zu fragen und Lösungen zu finden. Nina schaut auf das Gute, um es zu verstärken und möglichst allen Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Den Schritt in die Berufung hat sie während ihrer Arbeit beim Verein (ACT e.V.) Flügel vollzogen. Das fühlte sich nach eigener Aussage an wie vom 10 Meter Brett zu springen. Mit sehr weicher Landung wie sich herausstellte. Möglicherweise in warmen Schokokuchen.



Name: Nina Neef
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Visual Thinking (Kommunikationsberatung)
Schuhgröße: 39
Lieblingsfarbe: rotrosa
Kontakt: mail@ninaneef.de

Was ist gutes Design? Design, bei dem der individuelle Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht.

Worauf bist du stolz? Dass ich seit 2017 aufs Visualisieren fokussiert bin.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Mich mehr treiben lassen.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? 2015 auf die Bühne zu gehen und zu Gerald Hüther ein live Graphic Recording zu zeichnen.

Was fasziniert dich? Menschen, die über sich hinauswachsen.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht und warum? Lea (3): „Mama wo warst Du gestern?“
Ich: „Ich war beim Theater vom ACT e.V.“
Lea: „Hella (die Erzieherin) sagt zu uns auch immer: Macht nicht so ein Theater!“

Du hast eine Sünde frei. Welche verbotene Sache würdest du machen? In warmem Schokokuchen baden.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Ein Frauenportrait von El Bocho.

Wofür hast du kein Talent? Geduld, Turmspringen und Kartfahren.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Magic Ranch El Palmar https://magic.smartvolta.com/

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti Bolognese oder eine Sushi Bowl

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde gerne jedem Menschen den Raum geben, den er braucht, um glücklich zu sein.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie ungehalten ich bin, wenn ich die Geduld verliere (siehe kein Talent).

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was meine drei wichtigsten Werte sind: 1. Kreativität 2. Verlässlichkeit 3. Selbständigkeit

Das letzte Wort: Play more – work less.

BILD: NINA NEEF

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 25. Juni 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Robert Beddies

Das 2 Minuten-Interview

Robert Beddies ist eigentlich Berliner. Nach dem Studium ging er aber wegen eines Jobs nach Hamburg und blieb. Seit 2015 ist er Geschäftsführer vom betahaus Hamburg, dem Coworking Space der ersten Stunde mit 500 Mitgliedern an zwei Standorten. Er ist außerdem Mitgründer und Mitbetreiber einer Atelier- und Werkstattgemeinschaft in St. Pauli, Hobby Auto- und Fahrradschrauber und Möbelbauer. Irgendwie schafft er es aber trotzdem noch ziemlich viel unterwegs zu sein in der Weltgeschichte, mit alten Autos bis zum Nordkap und durch den Iran, mit dem Rucksack durch Zentralasien, die Mongolei und Russland, Afrika (Tansania, Malawi, Mosambik, Zimbabwe und andere) oder zuletzt gemeinsam mit Frau und Kind zwei Monate lang in Patagonien. Ob er auf Reisen immer ein Glas Erdnussbutter dabei hat, ist nicht überliefert.

Name: Robert Beddies
Alter: 37
Wohnort: Hamburg
Beruf: Geschäftsführer betahaus Hamburg
Schuhgröße: 46
Lieblingsfilmzitat: „Remind me to send him a red cap and a Speedo.“ (Steve Zissou)
Kontakt: robert@betahaus.de

Auf welche Idee wärst du gerne selbst gekommen? Geschäftsidee: tomorrow (nachhaltiges Banking), allgemein: Käseherstellung

Der beste Rat den du je bekommen hast? „Bewirb Dich mal beim betahaus!“

Auf welche drei Dinge kannst du nicht verzichten? Meine Frau, meinen Sohn und Kaffee.

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als Allererstes? (Leider) Emails & Co auf dem Smartphone checken.

Warum Hamburg? Erst wegen eines Jobs, inzwischen wegen Menschen und Stadtteil (St. Pauli).

Womit kann man dich um den Finger wickeln? mit Erdnussbutter

Was würdest du ohne Internet tun? Irgendwas mit Holz.

Welche Superheldenkraft hättest du gern und warum? Einen Rückspulknopf für bestimmte Situationen.

Was würdest du gerne besser können? Schweißen

Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Das Rücklicht von meinem ’73er BMW ’02.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine Gazpacho mit viel Knoblauch.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? das Klima

Was sollte niemand von dir wissen? nice try ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Trägt man(n) heute wirklich noch Bart?!

Das letzte Wort: Geht mehr spielen!

FOTO: KATHRINE ULDBAEK NIELSEN

Romy Krämer

Das 2 Minuten-Interview

Romy Krämer studierte in Leipzig Psychologie und machte ihren Doktor in Business-Society Management an der Rotterdam School of Management. Dafür wiederum war sie mehrmals in Indien, um die transnationale Vernetzung von Protestbewegungen gegen Bergbauunternehmen zu untersuchen. Passt, denn seit fast drei Jahren managet sie die Guerrilla Foundation, die sie mit dem Privatspender Antonis Schwarz gemeinsam gegründet hat. Sie unterstützt damit AktivistInnen und Graswurzelbewegungen in Europa und deren Strukturen. Was aktuell bei ihr ansteht? Babybreirezepte ausprobieren, trotz Elternzeit mit ihrem Job und dem Guerrilla-Team in Verbindung bleiben, schwierige Wohnungssuche in einer Stadt wie Barcelona, die von Gentrifizierung und Tourismus aufgefressen wurde und mit ihrem (fast) neun Monate alten Baby Ivo vor dem Bauch auf einem Panel beim Deutschen Stiftungstag sitzen.

Name: Romy Krämer
Alter:
38
Wohnorte: 
Barcelona (und noch ein bisschen Berlin)
Beruf: 
Managing Director
Schuhgröße:
38,5
Lieblingsfilmzitat: 
Ausser ‘Hasta la vista baby’?? Keine Ahnung… Kann mir gute Zitate leider nie merken.
Kontakt: romy@guerrillafoundation.org

Das größte Problem deiner Generation? Wir stecken in einem System fest, welches auf planetaren Kollaps hinausläuft uns aber selbst meistens noch Vorteile bringt, da wir einer globalen Elite angehören und alt genug sind, wahrscheinlich noch in relativ stabilen Verhältnissen das Zeitliche zu segnen. Wir wissen, dass es unseren Kindern nicht so gut ergehen wird, schwanken aber zwischen Ohnmacht und Resignation, Intellektualisierung des Problems, Hoffnung auf Rettung durch technologische Lösungen und Aktionismus indem wir versuchen über die Änderung der eigenen Lebensweise etwas zu tun.

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Jemand Unbekanntem ein ehrliches Kompliment machen.

Was bedeutet Aktivismus für dich? ‘Activism is the rent I pay for living on the planet’ – Alice Walker

Welcher Moment hat alles verändert? Eine Konferenz in Barcelona und das erste Treffen dort mit meinem Partner Xavi.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Wacht endlich auf und arbeitet zusammen!

Wer bist du, wenn du mit dir alleine bist? Jemand die erst auf der Couch sitzen kann, wenn alles andere erledigt ist.

Worauf bist du stolz? In einem etwas angegrauten Feld wie dem Stiftungssektor etwas ziemlich Cooles auf die Beine gestellt zu haben.

Wer war deine Heldin / dein Held aus Kindertagen? Ronja Räubertochter

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Du siehst deinem Sohn sehr ähnlich

Bist du ein Tag- oder Nachtmensch? Tag, aber kein early bird

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Im Winter: Rotwein-Risotto mit gegrilltem Kürbis und Ziegenkäse. Im Sommer Gazpacho und einen lauwarmen Nudelsalat mit Tomaten aus dem Garten meiner Eltern

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Kapitalismus

Was sollte niemand von dir wissen? Ist das so eine Frage wie im Bewerbungsgespräch nach den Schwächen, die man dann am Ende immer doch als Stärken verkauft? Da halte ich mich lieber zurück.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Können wir sehr viel Geld an die Guerrilla Foundation spenden?

Das letzte Wort: …sollten öfter die Frauen haben!

FOTO: ALANA RANGE

Ricarda Farnbacher

Das 2 Minuten-Interview

Die gebürtige Bayerin Ricarda Farnbacher lebt seit über 15 Jahren in Berlin. Eigentlich ist sie studierte Politologin aber uneigentlich betreibt sie eines der besten Cateringunternehmen der Stadt. Außerdem hat sie eine eigene Eventagentur (genial, da kann sie sich dann selbst als Caterer buchen oder eben das Event ums Essen bauen!) und besitzt einen eigenen Obst- und Kräutergarten. Aber mal ganz im Ernst: wer das Glück hat einmal von Ricarda und ihrem Team verköstigt zu werden und sich die raffiniert ehrlichen Geschmäcker auf der Zunge zergehen lassen zu können, der denkt über Essen noch einmal ganz neu nach. Schließlich gibt die Chefin auch mal Raum, damit sich die Persönlichkeit ihres internationalen Teams in den wunderbaren kleinen und großen Gaumenkreationen wiederfinden kann.

Name: Ricarda Farnbacher
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Unternehmerin
Schuhgröße: 38,5
Lieblingsfilmzitat: Passend zum Sommer: ich habe eine Wassermelone getragen.
Kontakt: info@ricardafarnbacher.de

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Ich würde all das tun, was ich sonst nicht schaffe. Schlafen, zum Kickbox-Training gehen oder auf einer Parkbank sitzen und nachdenken.

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Meine Sonnenbrille, meinen Ausweis und meine Geldkarten. Ich hänge nicht so wahnsinnig an materiellen Dingen. Mit Geld und Sonnenbrille kann man schon viel machen :-)

Was ist deine größte unbegründete Angst? Ich habe richtig Angst vor Spinnen. Ich schaue vorm Schlafengehen öfter mal nach ob nicht irgendwo eine lauert.

Dein wichtigster Charakterzug? Ich bin sehr ehrlich und treu.

Warum Berlin? Ich muss meinen Nachbarn auf der Straße nicht begrüßen, wenn ich keine Lust dazu habe.

Worauf bist du stolz? Auf meinen Freizeitgarten, da habe ich eigene Obstbäume, Himbeeren, Johannisbeeren und Walnüsse. Ich habe gerade erst ein großes Kräuterbeet gepflanzt und freue ich schon aufs Gießen.

Was kannst du gar nicht? Ich kann überhaupt nicht tanzen.

In deinem Kühlschrank befinden sich Ketchup, Sardellen und Rhabarber. Was machst du damit? Den Rhabarber würde ich als Lineal benutzen, die Sardellen in der Toilette frei lassen und beim Ketchup würde ich warten, bis ich endlich Zeit habe mal Pommes selbst zu machen. Ich kaufe in der Regel selten ein, daher habe ich manchmal noch weniger als drei Sachen im Kühlschrank….

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Ich wäre gern für einen Tag Angela Merkel. Mich würde interessieren, ob sie abends selbst kocht, ob sie sonntags Tatort schaut oder mit Freunden zusammensitzt und wild diskutiert.

Was ist wirklich wichtig? Meine Familie und meine Freunde

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Muscheln in Weißwein Sauce

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde die Fleischproduktion und den Export regulieren und das Wegwerfen von Lebensmitteln verbieten. Generell braucht es von allem weniger, im Supermarkt sollte es nicht 100 verschiedene Fleischprodukte geben.

Was sollte niemand von Dir wissen? Ich kaufe überhaupt nicht gern ein. Egal ob Kleidung oder Essen. Mich nervt der ganze Konsum.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Die Frage ist, welche Frage hättet ihr mir nicht stellen sollen.

Das letzte Wort: Save the planet!! Wir müssen alle für unser Handeln mehr Verantwortung übernehmen. Ich muss nicht mit Anfang 20 bereits alle Kontinente bereist haben und mehrmals im Jahr eine Fernreise machen. Ich habe mir vorgenommen viel mehr mit der Bahn zu verreisen und noch weniger Fleisch und Fisch zu essen.

FOTO: MIRJAM KNICKRIEM

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. Juni 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Anica Alla

Das 2 Minuten-Interview

Anica Alla ist HR-Beraterin, Mutter eines kleinen Sohnes und Unternehmerin. Sie lebt und arbeitet in Bayreuth und Marrakesch und hat dort gemeinsam mit ihrem Mann Yidir Alla aus ihrer Liebe zum Yoga ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Mit NOSADE bietet sie atemberaubende Yogareisen in Marokko an – Wüstenmoment inklusive. Das Pendeln zwischen den Welten scheint ihr nicht nur nichts auszumachen, es bringt sie auch ständig auf neue Ideen. Aktuell arbeitet sie unter anderem am personalstrategischen Aufbau eines E-Commerce-Unternehmens und an der Bestellung ihres neuen Gartens, dessen „Bestellung“ sie nach eigenem Bekunden liebe- und mühevoll, völlig unwissend und naiv, erfolgreich und in nur kurzer Zeit (!) vollbracht hat. Choukran und vielen Dank für jede Menge inspirierende und vogelwilde Ein- und Weitsichten.

Name: Anica Alla
Alter: 33
Wohnorte: Bayreuth & Marrakesch
Beruf: Human Resources Consultant & Coach, Unternehmerin, Yogalehrerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsfilmzitat: „Folge nur den Spuren eines Fremden — Dann verstehst Du, und Du lernst noch was dazu.“
Kontakt: anica@nosade.com

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht und warum? Mit meinem Freund Philipp, mit dem ich immer von Herzen lachen kann. Und weinen. — Gelacht sicher über irgendwelche belanglosen fränkischen Geschichten des täglichen Lebens. Wiedergegeben von Philipp in perfektem Dialekt.

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Meine „Routine in Bewegung“ — Asana, Kraft- oder Gelenketraining oder Faszienarbeit

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Und immer wieder begegne: Jordan Bloom

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Die Wüste — majestätisch und magisch!

Was brauchst du, um dich an einem fremden Ort wohl zu fühlen? Mein Kopfkissen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt und was war das? Für mich lerne ich durch unsere junge Familie und durch all die Veränderungen, die mit der neuen Situation einhergehen. Durch die neuen, auch viel tiefergehenden Herausforderungen als bisher im mehr oder weniger Single-Dasein. Diese ständigen Learnings sind auch teilweise schmerzhaft, weil sie tiefgreifend strukturell Neues bedeuten. Dass der kleine Familienkreis ein heiliger Kreis sein muss, in den auch Nahe und Vertraute nur sehr ausgewählt Einblick oder gar Zutritt bekommen. Das ist es wohl für mich aktuell.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Sei Dir nicht nur selbst der Nächste.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? VOGELWILD

Wovor hast du Angst? Vor Balkonen und Terrassen, die höher als der 2. Stock sind. Egal, ob ich darauf oder drunter stehe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?  Tajine

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Öffentliche Angelegenheiten. Von sinnlosem Papierkram über allzu kleinliche Buchhaltungserfordernisse.

Was sollte niemand von Dir wissen?  Ich liebe Backoblaten.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was mich zu einem glücklichen Menschen macht.
Die Freiheit als Mensch, für mich, meinen Geist, meine Seele und meinen Körper immer wieder so zu sorgen, dass ich mich in ihm wohl fühle, mich auf allen Ebenen um seine Gesunderhaltung kümmern kann.

Das letzte Wort: Träume nicht Dein Leben, lebe Deine Träume. Das sag ich in Interviews immer zuletzt, wenn ich gefragt werde, was ich anderen mitgeben möchte :)
Feel FREE TO… and don’t try to be FREE FROM.

FOTO: MADLEN KRIPPENDORF