Oren Lavie

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Das 2 Minuten-Interview

Die französische VOGUE hat Oren Lavie kürzlich zum sexiest man alive gekürt. Full stop! Der gebürtige Israeli ist Sänger, Autor, Songwriter, Theater- und Videoregisseur. 2009 wurde sein Stop-Motion-Musikvideo „Her Morning Elegance“ zum Hit im World Wide Web und bescherte ihm sogar eine Grammy-Nominierung. Am Freitag kommt sein neues Album mit dem Titel „Bedroom Crimes“ in die Plattenläden. Auch darauf: der Song „Did You Really Say No“, den er zusammen mit Vanessa Paradis aufgenommen hat. Das wollten wir genauer wissen. Und wie das mit dem Baby und der Glasscheibe war, den unverstimmbaren Gitarren und den lauten Kühlschränken.

Name: Oren Lavie
Wohnort: Tel Aviv
Beruf: I write books for children and I make music.
Schuhgröße: 43 im Schatten
Lieblingszitat: „I wouldn’t want to be a member in a club that would accept me as a member“. Das ist Woody Allen, der Graucho Marx zitiert.

 

Wie klingt Berlin?
Für mich klingt Berlin nach Bäumen und Parks und den Seen drum herum. Es klingt nach Frühling. Als ich zum ersten Mal nach Berlin kam, war es Spätfrühling. Ich kam gerade aus dem lauten New York und Berlin klang für mich wie das Gegenteil von Lärm.Hast du musikalische Vorbilder?
Nein, ich denke nicht, dass ich wirklich Vorbilder habe. Jeder Künstler ist auf seine eigene Weise unperfekt. Für gewöhnlich mag ich Künstler, die Talent und Persönlichkeit miteinander verbinden. Lennon ist ein gutes Beispiel. Tom Waits. Bukowski – nicht gerade der Role Model Typ.

Was singst du unter der Dusche?
Opern! Don Giovanni. Rigoletto. Carmen.

Ein Moment, den du niemals vergisst?
Ich habe ein sehr ausgeprägtes Erinnerungsvermögen was emotionale Erlebnisse angeht. Namen kann ich mir dafür überhaupt nicht merken. Aber eine Sache, die ich niemals vergesse? Wer weiß schon woran ich mich bei meinem letzten Atemzug erinnere? Vielleicht an das erste Mal, als ich „Fool On The Hill“ von Paul McCartney hörte. Oder das erste Mal, als ich den Film „The Never Ending Story“ sah, „The Rocky Horror Picture Show“ oder Woody Allen’s „Manhattan“?

Wovon hast du letzte Nacht geträumt?
Ich träumte von einem Baby, das auf eine Glastür zu rannte und ich konnte nichts dagegen tun. Es würde passieren. Doch plötzlich bemerkte ich, dass ich die Stimmung des Traums beeinflussen konnte und es gelang mir, vom Drama in die Komödie zu wechseln. Als das Baby gegen die Glastür rannte war es auf einmal nur noch lustig und niedlich. Ich rettete das Baby eben auf diese Art.

Was ist typisch für dich?
Über alles zu viel nachzudenken.

Dein Lieblingsschimpfwort?
I never, but never, swear.

Worin wärst du gern besser?
Ich wäre gern freundlicher zu Fremden.

Womit kann man dich beeindrucken?
Wenn man gutmütig, freundlich und großzügig ist oder wenn man ein Arschloch ist, aber sehr talentiert.

Mit welcher Persönlichkeit würdest du gern mal eine Platte aufnehmen?
Lennon. Aber auch Jeff Buckley. Und ich würde gern Audrey Hepburn daten.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich würde richtig gutes Sushi bestellen.

Wovor hast du Angst?
Dass die Dinge nicht so laufen, wie ich es mir erhoffe.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Gitarren würden sich nie verstimmen. Und es gäbe leise Kühlschränke!

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert?
Ich versuche ständig neue Menschen kennenzulernen. Das einzig Neue, das wirklich zählt: Menschen.

Was sollte niemand über dich wissen?
Ich kann nicht gut mit Katzen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Ihr habt genau die Richtigen gestellt.

Das letzte Wort:
Nothing like a good book.

Oliver Koletzki

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Das 2 Minuten-Interview

Oliver Koletzki muss man nicht mehr vorstellen. Als DJ und Musiker prägte der gebürtige Braunschweiger (Aufstieg, Alter!) und Ex-C64 Beatbastler den Sound Berlins der letzten Dekade mit. Am Freitag erscheint sein großartiges sechstes Studioalbum „The Arc of Tension“ auf seinem eigenen Label Stil vor Talent, mit dem er auch Acts wie Dapayk & Padberg, Sascha Braemer, H.O.S.H., David August oder HVOB nach vorne bringt. Erwachsen klingt es, ruhiger, weiter. Musik mit Substanz. Grund genug einmal genauer nachzufragen. Wir haben uns auf ein zackiges 2-Minuten-Interview bei Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Meditationsmusik verabredet. Morgens steigt übrigens der Album Release im nigelnagelneuen Säälchen auf dem Holzmarkt. Wir verlosen 1×2 Tickets an die besonders Gespannten unter euch. Schreibt eine mail mit dem Betreff ‚MÜCKENSCHWARM‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Oliver Koletzki
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 46
Lieblingsvenue: Kater Blau
Kontakt: sandy@stilvortalent.de (Pressekontakt)

Keiner tanzt, was nun?
Vodka für alle aufs Haus.

Die berühmte Insel, ein iPod, drei Songs. Welche?
Meditationsmusik
Drei Fragezeichen Hörspiel
Irgendwas von Chilly Gonzalez

Fährst du mit den Öffis?
Gar nicht. Nur wenn ich unbedingt muss.

Im Zweifel lieber stumm oder taub?
Stumm.

Ein Konzert, das du nie vergisst:
Daft Punk 1997 in Hannover

Wo gehst du privat feiern?
Kater Blau oder Sisyphos

Verrate uns einen magischen Ort!
Alles auf der einstündigen Autofahrt von Wanaka nach Haast in Neuseeland.

Wem würdest du gerne ein Denkmal setzen?
Meinem Opa, der mir Schach spielen beigebracht hat.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne?
Mich unsichtbar machen zu können.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei

Wovor hast du Angst?
Davor, dass noch schwierigere Fragen kommen. (Keine Sorge ;) Anm. d. Red.)

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Baileys zusammen mit Pfeffi hab ich letzte Woche probiert. Klingt schlimm, schmeckt gar nicht so schlecht.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde Marihuana legalisieren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich Simon von Andhim den Bauch rasiert habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?

Das letzte Wort:
Ich bestell mir jetzt Sashimi. :)

Kaddie & Helmut Rothe

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Das 2 Minuten-Interview

Helmut und Kaddie sind Schwestern. Und sie haben Ziele. Doch bevor sie davon erzählen, müssen wir euch noch kurz darauf vorbereiten, was gleich kommt. Schließlich haben wir es hier mit einem superhübschen 1,80 m großen Mutantenengel (Helmut) und einer 13 1/2 Leben lebenden, lebendigen Expertin „in nothing in particular“ zu tun. Letztere ist laut eigener Aussage als ‚Creative Director‘, ‚Head of Sales‘ und ‚Head of Party‘ für den wilden Output bei der gemeinsam gegründeten experimental Marketing-Agentur goalgirls samt Blog und allem Zip und Zap zuständig, erste für so ziemlich alles andere. Ach ja, Helmut ist ein Mädchen, wie das kam, erfahrt ihr gleich. Die goalgirls veranstalten unter anderem so großartige Momente wie die Concept Kitchen Club Charity-Dinnerparties. So auch am kommenden Freitag. Am 12. Mai liegt das Glück der Sterne beim vollmundigen Astro Café direkt auf den Tellern im Atelier Aufbauhaus. Und weil wir euch den Blick ins Universum nicht verstellen wollen, verlosen wir zwei Tickets an der Tafel. Schreibt eine Email mit dem Betreff ‚EIN KOMPLIMENT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. In diesem Sinne, viel Spaß mit den Schwestern mit den Zielen.

Name: Kaddie Rothe / Helena (Helmut) Rothe
Alter: 24 / 23
Wohnort: Berlin / Berlin-Mitte
Beruf: Experiential Marketing, Design, Event Planner / Experiental Marketing Agentur & Concept Kitchen Club
Schuhgröße: 38 (und einer 37,5 – ich weiß aber nie welcher) / 39
Lieblingssuperheld: Pooh der Bär / Romeo (mein Hund)
Kontakt: kaddie@goalgirls.de / helmut@goalgirls.de

 

Was schätzt du an deiner Schwester am meisten?
Kaddie: Helmut ist meine bessere Hälfte, vernünftig, kritisch, ein absoluter Kontrollfreak – und auch ein bisschen Clown. Sie holt mich immer mal wieder auf den Boden zurück. Mir fallen leider nur Klischees ein wie ‘mein Fels in der Brandung’, dabei ist wahrscheinlich mein allerliebster Teil an ihr, dass ich 24/7 mit ihr Chillen kann, ohne dass wir uns auf die Nerven gehen.
Helmut: Am meisten schätze ich an Kaddie ihr Durchhaltevermögen. Das meine ich besonders auf die Arbeit bezogen. Sie schafft wirklich alles an einem Tag. Außerdem bewundere ich sehr, wie gut sie connections sammeln kann. Sie hat wirklich ein krasses Network in Berlin (was natürlich auch durch ihre Arbeit im Soho House geprägt wurde), aber auch durch ihr Feingefühl wie sie mit Menschen umgeht und ihre Coolness, auf die einfach jeder steht.

Wer ist Helmut?
Kaddie: Helmut ist meine kleine, große Schwester – ich liebe es, wenn ich ihren Spitznamen rufe und alle sich wundern, wenn dieser 1,80, superhübsche Mutantenengel antwortet. ‘Helmut’ soll die männliche Version ihres richtigen Namens sein ‘Helena’ – wann genau wir (die ganze Familie) beschlossen Helena gegen Helmut einzutauschen, weiß ich nicht mehr.
Helmut: Helmut, das bin ich! Tatsächlich stammt er aus dem Namen Helena, aber meine Freunde fanden Helmut passt besser zu mir. Mittlerweile fühle ich mich mehr angesprochen, wenn mich jemand Helmut nennt.

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest?
Kaddie: Ich würde wahrscheinlich genau das weiter machen, was ich gerade tue – Charity Dinnerparties planen, Kollaborationen, Kunst, Mode – alles, goalgirls! Ich folge einfach meinem Bauchgefühl und das war bisher auch immer richtig.  ;)
Helmut: Ich würde genau das Gleiche tun, was ich jetzt mache – vielleicht mit ein bisschen mehr Risiko. Bei mir ist immer alles sehr kalkuliert, aber ohne den Gedanken “scheitern” würde ich Kaddie erlauben noch mehr Quatsch zu verticken.

Wie alt wärst du wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Kaddie: 28 – ist so ein Gefühl.
Helmut: Kaddie sagt schon immer ich bin wie 12 für sie! Meine andere beste Freundin bezeichnet mich gerne als Granny, weil ich nachts beim Feiern nicht mehr so lange aushalte… Irgendein Alter dazwischen, denke ich.

Erzähle uns einen Witz! ;)
Kaddie: Was macht ein Clown im Büro? – Faxen.
Helmut: Was steht auf dem Grabstein eines Mathematikers? – „Damit hat er nicht gerechnet.“  Um ehrlich zu sein musste ich gerade einen Witz googeln. Ich habe nie einen Witz im Kopf. Mein Opa ist dafür aber Pro!

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr zur Verfügung hättest?
Kaddie: Ich würde ein Buch schreiben oder Tagebuch – wahrscheinlich geht das Hand in Hand.
Helmut: Die würde ich auf jeden Fall zum schlafen nutzen.

Welche Farbe nimmt ein Chamäleon an, wenn es in einem Raum sitzt, in dem nur Spiegel hängen?
Kaddie: Ich schätze es bleibt chamäleonfarbig? Gibt es die Farbe ‘unsichtbar’?
Helmut: Das Chamäleon hat endlich die Chance sich selbst anzuschauen und darzustellen und färbt sich in der Farbe, in der es sich am besten gefällt?

Was kannst du gar nicht?
Kaddie: Mit Geld umgehen – meine Devise ist ‘Money for Memories’ – aber das ist glaube ich falsch (würde Helmut sagen).
Helmut: Lügen.

Wem möchtest du gern ein Kompliment machen und welches?
Kaddie: Ich gebe dauernd Komplimente, ich finde das ist wichtig und es spielt auch gar keine Rolle, was für ein Kompliment man gerade macht: In diesem Moment möchte ich allerdings meinem Lieblingsbarista Craig sagen: toller Kaffee!
Helmut: Euch! Finde wirklich super was ihr macht! Und toll, dass ihr an uns gedacht habt! (:-) Anm. d. Red.)

Wovor hast du Angst?
Kaddie: Meistens ganz banale Dinge: Insekten, Hohe Leitern, Herzbruch.
Helmut: Ich bin eigentlich generell ein ganz schöner Schisser – selbst beim Treppenabgang gehe ich immer sehr vorsichtig.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Kaddie: Passend zu unserem Astro Café haben wir letzte Woche einen Girly Abend mit Tarotkarten gemacht – das war neu. Und auch ein bisschen unheimlich.
Helmut: Ich bin gerade letzte Woche das erste Mal mit dem COUP E-Scooter durch Berlin gecruised. Ich bin vorher noch nie mit dem Roller gefahren und es hat echt so viel Spaß gemacht und Adrenalin – jetzt benutze ich den 24/7 und bereue, dass ich gerade mein Fahrrad repariert lassen habe! R.I.P.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Kaddie: Oh, so vieles – das fängt ja schon bei Rücklehnen von Flugzeugsitzen an. Obwohl ich glaube ich als erstes die Massentierhaltung abschaffen würde (don’t get me started). Und Trump.
Helmut: Als erstes würde ich die Aufklärung über jegliche bürokratischen Dinge in Deutschland ändern – das sollte man direkt in der Schule lernen. Nach dem Studium wird man so in das “erwachsene“ Leben geschmissen – Krankenversicherung, Verträge, Lizenzen. Das ist besonders für junge Unternehmensgründer nicht so einfach – deshalb haben wir ja auch unseren Blog gestartet.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kaddie: Ich bin sowieso ein ziemlich offenes Buch aber gerade das macht mich verletzlich.
Helmut: Ich habe aus Versehen ein paar Monate lang Weichspüler als Waschmittel benutzt, weil ich den Namen Kuschelweich so süß fand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Kaddie: Ihr hättet mich über das Brunstverhalten der Tapire fragen können – ganz egal – ich habe zu jedem Thema irgendetwas zu sagen!
Helmut: Wo ich mich in 5 Jahren sehe – das ist doch eine typische Interviewfrage. Zum Glück habt ihr die nicht gestellt, da würde mir auch nichts einfallen.

Das letzte Wort:
Kaddie: Das ist hoffentlich immer: Liebe. Microphone pass: Helmut.
Helmut: HELMUT OUT.

Foto Credit: John Leon

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Tobias Vetter

Das 2 Minuten-Interview

Von wegen Nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Wer sowas sagt, mag auch keine kleinen Kinder, Frenchie-Welpen, Wassereis oder nackt im Sommer vom Drei-Meter-Brett springen. Nette Menschen sind eine absolute Wohltat und der netteste Mensch, den wir kennen, heißt Tobias, ist ein unfassbar talentierter Tätowierer und mag’s düster. Nebenbei betreibt er gemeinsam mit seiner Freundin das großartige Fechtner Delikatessen-Geschäft in der Torstraße (Avocado-Lachs-Pochiertes Ei!!!), das wir euch ja bereits kaffeebrühwarm ans Herz gelegt haben. Wir fragten kurz und bündig zwischen Schwalben und Pancake-Stich, zu unsichtbaren Arschgeweihen, Popelei und das Älterwerden. Wer mal gucken und sich Appetit holen möchte, schaut am besten nach dem Lesen mal auf seine Instagram Seite. #wiegeilistbittederfrozenyoghurt

Name: Tobias Vetter
Alter: 31 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Tätowierer
Schuhgröße: 45 (interessanter Fact ;)
Lieblingsmotiv: Florales und Düsteres
Kontakt: vettertattooing@gmail.com

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Das ist immer der Moment, wenn ich nach längerer Zeit mal wieder in die Berge/Heimat fahre, aus dem Zug oder Auto steige und die ehrliche, gute Luft dort einatmen kann.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Die Glühbirne – ohne die ich nicht bis spät in die Nacht zeichnen könnte.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Ich gehe fast nicht mehr in Clubs und vermisse das Nachtleben auch nicht.

Welches Tattoo würdest du nicht stechen?
Das „klassische“ Arschgeweih.

Bist du Künstler oder Dienstleister?
In erster Linie Künstler.

Hund oder Katze?
Hund (Frenchie-Welpe :-) Anm.d.Red.)

Ein Rat, von dem du nie gedacht hättest, dass er dir einmal nützen würde:
Egal was du tust oder lässt, höre auf dein Bauchgefühl – das Wichtigste und Sinnvollste überhaupt.

Was wäre die erste Sache, die du tätest, wenn du unsichtbar wärst?
Ordentlich Nase popeln in der Öffentlichkeit.

Welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal ein Tattoo stechen?
Kate Moss (Und welches? Anm.d.Red.)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Allgäuer Kasspatzen

Wovor hast du Angst?
Manchmal vor der Zukunft – darum lebe ich gerne im Hier und Jetzt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ungerechtigkeit in jeder Form abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kann ich doch nicht sagen, sonst wüsste es ja direkt jemand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Bist du wirklich schon 31 Jahre alt?? Du siehst viel jünger aus! ;)

Das letzte Wort: Eine alte Allgäuer Weisheit, die ich jedem mit auf den Weg geben kann:
Kaufsch billig, kaufsch zweimol.

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Melodie Michelberger

Melodie Michelberger, diesen Namen lassen wir uns sehr gern ganz langsam auf der Zunge zergehen. Zum einen natürlich, weil er klingt wie die Alliteration gewordene Heldin eines Lieblings-Popsongs samt Musikvideo mit riesigen Lollies und natürlich einer Schaukel und zum anderen, weil Melodie ein so großartig wie inspirierender Mensch ist, den wir sehr gern um uns haben. Als Chefin ihrer PR Agentur Michelberger PR vertritt die Wahlhamburgerin Labels wie Folkdays oder VIU Eyewear. Als Herausgeberin ihres Online-Magazins Trust the Girls machte sie aus einem Hashtag ein Medium und als Aktivistin mit Duracell-Antrieb leistet sie seit Jahren Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit für faire und regionale Herstellungsbedingungen in der Modebranche und Frauenrechte. Ihr großes Herz schlägt außerdem für modernes und zeitloses Design, hochwertige und nachhaltige Materialien. Melodie, die eigentlich Melanie-Jasmin Jeske heißt, findet, dass man ein Leben lang ein Mädchen bleiben – und gleichzeitig eine starke Frau sein kann. Und sie lebt auch sehr gern mit einem Mann zusammen: mit ihrem neunjährigen Sohn.

Name: Melanie-Jasmin Jeske / Melodie Michelberger
Alter: 40
Wohnort: Hamburg
Beruf: Communications Editor, Founder of Michelberger PR
Schuhgröße: 39
Lieblingsdesigner: Anntian
Kontakt: melodie@trustthegirls.org

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du?
Ich sage: „Hört auf, ständig in austauschbare Shopping Malls zu gehen und geht an den Wochenenden in den Wald. Hört auf, in Eurer Freizeit immer mehr zu konsumieren, Konsum ist kein Hobby. Stellt stattdessen mal etwas mit Euren eigenen Händen her oder setzt Euch einfach in den Park, sprecht mit Euren Nachbarn oder hört den Vögeln zu. Klappt den Computer zu, guckt Euch in die Augen und fasst Euch an den Händen.“

Die Queen lädt zum Tee ein. Was ziehst du an?
Mein allerliebstes strahlend blaues Blumenkleid von Anntian. Ich habe gar nicht so viele verschiedene Kleider, wie man vielleicht von jemandem erwarten würde, der in der Mode-Branche arbeitet. Was etwas mit Nachhaltigkeit und Minimalismus zu tun hat. Mein Anntian Kleid begleitet mich schon eine ganze Weile und ich bin mir sicher, die Queen wäre very amused über das Kleid!

Was kann Hamburg, was Berlin nicht kann?
Nur in Hamburg kann man auf seinem Balkon sitzen, während ein riesiges Container-Schiff gemächlich vorbei schwimmt und die Möwen über dem Haus ihre Kreise ziehen. Man hat das Gefühl, die ganze Welt schippert hier vorbei, und man muss noch nicht mal die Stadt (oder den Balkon) verlassen.

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten?
Weil die feminine Kraft friedlich, warmherzig und voller Güte ist. Frauen auf der ganzen Welt, und das sind immerhin 51 Prozent der Weltbevölkerung, beginnen gegenwärtig diese Kräfte zu bündeln und sich miteinander zu verbinden #sisterhood. Ich bin fest davon überzeugt, dass es die Frauen unseres Planenten sein werden, die sich der männlich dominierten Welt voller Habgier, Hass und Krieg in Gemeinschaft verbunden entgegen stellen und sie letztlich vor dem Untergang retten werden. „Girls can do anything, sisters can change the world.“

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist wie ein Pferd ist, oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten?
Ich habe diese Frage meinem Sohn gestellt, der neben mir sitzt und Comics liest und er lachte sehr laut und sagte: „Mama, das ist doch total klar! Na hundert Pferde, die so klein sind wie Enten! Stell dir mal vor wie süüüüß!“ Also ganz klar die hundert Enten-kleinen Pferde!

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest?
Ich glaube ja, die Angst vor’m Scheitern ist grundsätzlich gar nicht so schlecht. Kommt natürlich darauf an, ob man sich schlussendlich von der Angst abhalten lässt, das zu tun wovor man Angst hat. Ich glaube einfach, man darf der Angst am Ende nicht so viel Beachtung schenken. „Hallo Angst, schön, dass Du da bist, aber ich muss jetzt echt weiter machen“ – könnte fast mein Lebensmotto sein!

Du hast pro Tag eine Stunde mehr zu Verfügung. Wie nutzt du sie?
Tatsächlich habe ich sehr oft das Gefühl, dass mir genau eine Stunde am Tag fehlt. Eine Mußestunde. Eine Stunde, um eines der vielen Bücher zu lesen, die sich in meinem Regal stapeln. Eine Stunde, um Yoga zu machen. Eine Stunde, um auf dem Sofa zu liegen und mit meinem Sohn zu quatschen oder gemeinsam „Lustige Taschenbücher“ zu lesen. Eine Stunde mehr, um jeden Tag etwas Neues zu kochen.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen?
»Neuschwanstein« von Angelika Arendt

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Nach der Geburt meines Sohnes vor 9 Jahren. Selten hatte ich so viel Respekt vor meinem Körper und noch nie hab ich mich so voller Leben und Liebe gefühlt!

Das größte Problem deiner Generation?
Ehrlich gesagt fühle ich mich meiner in den 70ern geborenen Generation nicht besonders zugehörig. Ich finde die „Generation Golf“ einfach unfassbar langweilig, bieder und angepasst, obendrein unpolitisch, die in meinem Alter entweder total provinziell im Reihenhaus sitzt oder die nochmal durch die Weltgeschichte jettet und mit 40 surfen lernt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Eine Minestrone mit frischen Kräutern, dazu selbst gebackenes Brot mit Pesto.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Vor zwei Wochen stand ich mit sechs anderen Frauen im Bikini vor der Kamera, das war gleichermaßen befreiend wie unglaublich empowerend. Im Kreis der anderen Frauen fühlte ich mich stark, frei und schön wie selten!

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Zuerst würde ich das bedingungslose Grundeinkommen einführen und dann radikal unser Schulsystem umbauen. Wir brauchen ein neues Verständnis von Ethik und Moral – ein grundlegendes Umdenken. Die kommenden Generationen werden vor ungeheuren Aufgaben stehen, was die dramatischen Folgen des Klimawandels und die daraus resultierenden Unruhen betrifft. Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ethische Lebensweise sollten für alle Kinder verpflichtend sein. In den Schulen werden Kinder erzogen, die zwar mit Vektoren rechnen können, aber nicht wissen, unter welchen Bedingungen ihre Lebensmittel, Technik oder Bekleidung hergestellt wird. Unsere Gesellschaft braucht keine unmündigen Arbeitssoldaten mehr, die darauf gedrillt werden, Geld zu verdienen, um nahtlos in unsere kapitalistische Gesellschaft zu passen – sondern Menschen mit Visionen und Mut!

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich lasse mich sehr leicht ablenken, deshalb kommt ganz gerne mal mein Zeitmanagement durcheinander und ich komme des öfteren zu spät zu Terminen. (upsi)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Was hast Du letzte Nacht geträumt? Das war nämlich ein ganz spannender und sehnsuchtsvoller Traum: mein Sohn hat ein riesiges Segelschiff aus Lego gebaut mit dem wir bis nach Island und sogar Grönland hoch gesegelt sind. Es war erstaunlich wind- und wetterfest und hatte sogar einen gläsernen Boden! Wie er auf einmal zu so vielen Lego-Steinen kam, kann ich mir nicht erklären!

Das letzte Wort:
Diese Woche ist »Fashion Revolution Week«. Es geht darum, sichtbarer zu machen, wer eigentlich hinter der Produktion unserer Bekleidung steht. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihr Konsumverhalten kritisch betrachten, nicht nur diese Woche. »Fast Fashion« ist ein krankes System, das darauf beruht, dass wir Menschen ausnutzen, die Umwelt ausnutzen, und das darauf aufbaut, dass wir ausnutzen können. Darin gibt es keine Wertschätzung: für nichts und niemanden.

Foto: Marlen Müller

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Anna & Marcus

Das 2 Minuten-Interview

Viertel Vor, Dreiviertel, völlig egal. Anna und Marcus sind Lebens- und Businesspartner. Vor zwei Jahren kauften sie ein altes Bauernhaus in Brandenburg um es mehr oder weniger eigenständig zu renovieren. Mittlerweile haben sie fünf Schafe und eine Katze, einen besseren Teint und ziemlich oft gute Laune. Und weil das mit dem neu, anders und besser machen gerade so gut klappte, begannen sie genau darüber zu berichten und über obendrein über Menschen, Ideen und Innovationen zu schreiben, die wirklich wichtig sind. Gerade feierte ihr nachhaltiges Onlinemagazin viertel-vor.com einjährigen Geburtstag. Zur Feier der Feier sprachen wir mit beidem im Doppel übers Welt verändern, neuen ökologisch-innovativen Vorbildern und die beste Soja-Bolognese der Welt.

Name: Anna Schunck & Marcus Werner
Alter: 35 & 36
Wohnort: mal Berlin, mal Brandenburg
Beruf: Journalistin / Copywriterin / Moderatorin & Regisseur / Kameramann / Fotograf
Schuhgröße: 39 & 39 #schuheteilenmöglich
Lieblingsort: Auf unserer Hollywoodschaukel
Kontakt: hallo@viertel-vor.com

Was ist die größere Herausforderung  – Dinge richtig zu machen oder die richtigen Dinge zu tun?
Anna: Ersteres finde ich weniger erstrebenswert. Meine beste Freundin sagt gerne (sehr norddeutsch): Fehler machen kluch, drum is’ einer nich’ genuch. Und das würde ich so auch unterschreiben. Die richtigen Dinge zu tun kann hingegen schon ganz schön herausfordernd sein. Weil man dazu erst Mal definieren muss, was man selbst ganz eigentlich und persönlich für richtig hält.
Marcus: Ich finde auch, dass es viel schwerer ist, die richtigen Dinge zu tun. Man ist so sehr in seinen täglichen Routinen drin, dass es uns sehr schwer fällt diese zum Beispiel nachhaltig zu verändern. Aus den Fehlern, die man auf dem Weg dahin macht, lernt man im besten Fall und kann dieses Wissen wiederum weitergeben. Das ist gut und wichtig!

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann?
Marcus: Zu Ökostrom wechseln.
Anna: Bewusstsein schärfen.

Können Worte die Welt verändern?
Anna: Ich bin Journalistin, was soll ich dazu sagen? (grinst) Klar können sie das, in Form von Aufklärung und meines Erachtens auch in Form von Zuspruch aka Empowerment. Generell gilt aber trotzdem immer: Nur, wenn Taten folgen.
Marcus: „I have a dream!“

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Anna: Meistens zwölf, manchmal hundertzwölf.
Marcus: 25 mit dem Wissen eines 36-Jährigen.

Wer oder was inspiriert dich?
Marcus: Das Unperfekte.
Anna: Andere Menschen, ihr Wissen und Wesen, ihre Ideen und Geschichten.

Welches Problem würdest du gerne lösen?
Anna: In meiner Welt: Jedes Kommunikationsproblem. Auf der ganzen Welt: Jedes, dass zum Klimawandel beträgt.
Marcus: Dass unser Wirtschaftssystem immer weiter wachsen muss, weil es sonst zusammenbricht.

Hast du ein verborgenes Talent?
Anna: Katzenwäsche-Skills am Gartenschlauch, perfektioniert damals auf unserer Baustelle.
Marcus: Meine Soja-Bolognese kann ich so pimpen, dass es keinem Fleisch-Esser auffällt, dass da gar kein Fleisch drinnen ist! #govegan

Wann hast du deinen letzten Brief geschrieben?
Anna: Vor drei Wochen.
Marcus: Zählen auch E-Mails?

Ein Pinguin mit einem Sombrero kommt an einen Paddelbootverleih in Brandenburg und sagt:
Anna: „Tach’schön“. Das sagt man hier in unserem Teil von Brandenburg nämlich so. Weil ich ursprünglich aus Schleswig-Holstein komme, antworte ich aber mit einem eher stumpfen „Moin“. Das versteht der Pinguin dann schon.
Marcus: Ice Ice Baby (Vanilla Ice-Voice)

Wovor hast du Angst?
Anna: Vor fehlender Toleranz und vor Engstirnigkeit.
Marcus: Dass wir den Klimawandel nicht rechtzeitig aufhalten werden.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Anna: Marcus kocht. Ich mach’ euch dazu einen Salat mit Avocado-Dressing.
Marcus: Von der Soja-Bolognese hab ich euch ja schon erzählt?!

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Marcus: Ich hab dieses Jahr angefangen programmieren zu lernen. Wenn das 14-Jährige hinbekommen, sollte ich das doch auch lernen können. Ich habe schnell gemerkt, dass ich mich als 36-Jähriger doch um andere Dinge kümmern sollte.
Anna: Same here! (grinst) Vor fast genau einem Jahr. Da war dieses Bloggen, von dem immer alle reden…

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Anna: Dass es sowas wie Macht überhaupt gibt! …Davor würde ich aber wahrscheinlich noch schnell was wahnsinnig Vehementes gegen die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen machen.
Marcus: Ich würde ein Grundeinkommen für alle schaffen. Und dann gespannt sein, wie sich unsere Gesellschaft und Arbeits- und Lebensweise verändert.

Was sollte niemand von dir wissen?
Anna: Wie’s bei uns zu Hause aussieht. Wenigstens niemand, den ich nicht persönlich kenne. Für Viertel \ Vor und Social Media fotografiert wird bei uns nur vorm Haus – da gibt’s ja schließlich auch schon genug zu gucken.
Marcus: Ja.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Anna: Wie wir unsere Schafe so zahm gekriegt haben. Die sind nämlich eigentlich Fluchttiere – und wir wissen’s selbst nicht richtig. Dass zwei von ihnen Marcus folgen, wie brave Hündchen, hat wahrscheinlich einfach mit wahllosem Verwöhnen zu tun…
Marcus: Ob wir empfehlen können aufs Land zu ziehen? Ja – das können wir – aber nur mit genügend Nähe zur Großstadt.

Das letzte Wort:
Marcus: Ich wollte schon immer Shout-Outs geben. Also: Shout Out an all die tollen Menschen, Projekte und Firmen, die dabei helfen diese Welt Schritt für Schritt nachhaltiger zu machen. Damit wir unseren Kindern und Enkeln in die Augen schauen und sagen können: „Wir haben alles getan, was wir konnten.“
Anna: Und jeder, wirklich jeder, kann in seinem Alltag, in seinem Bereich, im Rahmen seiner Fähigkeiten etwas machen. Also: Tut Gutes – und redet drüber.

Foto: Marlen Müller

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Ella Mills

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Das 2 Minuten-Interview

Ella ist ein Phänomen. Warum, das kann man eigentlich gar nicht so recht erklären, man muss es vielmehr erschmecken. Ella Mills hieß bis vor kurzem noch Woodward, sie ist 25 Jahre alt und so etwas wie die gefragteste Köchin dieser Tage. Über eine Million Menschen folgen Deliciously Ella und ihren großartigen Rezept- und Genussideen allein auf Instagram. Doch der Weg dahin begann nicht aus einer Laune und der Leidenschaft für frischen Genuss, sondern aus einem echten Leiden. Eine tückische Nervenkrankheit fesselt sie rund zwei Jahre ans Bett. Während dieser Zeit begann sie sich mit Ernährungsfragen zu beschäftigen und dokumentierte ihre persönliche Entwicklung und ihr erwachtes, magisches Kochtalent in ihrem Blog. Am 4. Mai stellt Ella ihr neues Buch in Berlin vor. Infos gibt es hier. Wir verlosen obendrein zwei druckfrische Exemplare. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚YUMMIE!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de

Name: Ella Mills
Alter: 25
Wohnort: London
Job: Founder & Creative Director bei Deliciously Ella
Schuhgröße: 39
Lieblingszutat: Gute Gewürze
Kontakt: markus.zwecker@berlinverlag.de (Verlag)

Warum sind Pizzaschachteln eckig?
Tolle Frage! Ehrlich gesagt: ich habe keine Ahnung – vielleicht kann sich so das Aroma besser entfalten? :)

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank?
Drei Zutaten, die ich immer im Haus habe: ein leckeres Brot, Hummus und Avocado (na ja und Erdnussbutter, aber es waren ja nur drei Antworten erlaubt).

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt?
Ich liebe Veggie-Curries. Die sind einfach zu kochen, voller Geschmack und jeder liebt sie. Ich benutze Tonnen von Gewürzen wie Senfsaat, Paprika, Cayenne-Pfeffer, Kurkuma, Cumin und Kokosmilch für die Basis – was grundsätzlich schonmal ein super Start für egal welches Gericht ist.

Was war dein Lieblingsessen als du noch ein Kind warst?
Ice cream and chocolate cake! Und eigentlich hat sich bis heute nicht geändert. Ich habe nur eine neue Art entwickelt wie ich beides zubereite.

Die größte Herausforderung deines Lebens?
Meine Krankheit. Im Jahr 2011 wurde ich sehr krank. Die Ärzte diagnostizierten das Postural Tachycardia Syndrome, das mein autonomes Nervensystem befiel und mich ans Bett fesselte. Die vielen körperlichen Symptome waren das eine, die mentale Belastung durch die Isolation trieb mich fast in die Depression. Ich suchte nach Wegen und begann mich für Ernährungsfragen zu interessieren. Ich lernte (anders) zu kochen und dokumentierte meine Reise auf einem Blog, in der Hoffnung, ich könnte so einige Symptome lindern. Es dauerte zwei Jahre bis sich meine Verfassung verbesserte, unterstützt durch meine spezielle Ernährung und ein Trainingsprogramm, das ich in Zusammenarbeit mit meinem Arzt und einem Ernährungsberater entwickelt hatte.

Wo kaufst du deine Zutaten?
Ich kaufe viel online. Ich wäre lieber jede Woche auf dem Bauernmarkt, um meinen Vorrat an tollen Zutaten aufzufüllen, aber mein Arbeitspensum lässt das gerade nicht zu. Es gibt bei uns einen kleinen Farm Shop namens Chegworth Valley. Ich versuche dort einmal pro Woche vorbeizuschauen, das Gemüse dort ist unglaublich.

Kannst du ein Gedicht auswendig?
Sadly not!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Wahrscheinlich ein indisch inspiriertes Essen, so etwas wie Aloo Gobi und Chana Masala mit Kokosreis, Joghurt und einer kleinen Avocado dazu (just because I love avocado!). Und dann gäbe es noch einen Zimt-Mandel-Apple Crumble zum Dessert. It’s my go-to.

Wovor hast du Angst?
Vor Höhe, dem Fliegen und manchmal vor Dunkelheit.

Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?
Wir waren gerade in Marokko, das war unglaublich. Und Sri Lanka kann ich hoffentlich auch bald von meiner Liste streichen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde in jedem Fall das Wetter in London ändern – Sonne jeden Tag! Ich würde die Art verändern, wie wir über Essen denken und jeden für Frisches, Selbstgekochtes begeistern. Und ich würde dafür sorgen, dass wir uns mehr darum scheren wie wir uns fühlen, statt darüber nachzudenken wie wir aussehen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Mein Ehemann und ich sind nur eine Woche nachdem wir uns kennengelernt haben zusammen gezogen. Vier Monate später starteten wir gemeinsam ein Unternehmen (er ist der CEO von Deliciously Ella), hatten einen Hund und waren verlobt. :)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Vielleicht über meinen Hund Austin – er ist der Größte für uns! He rules the house! Matt hat für ihn sogar seinen eigenen Instagram Account gestartet, it’s so ridiculous but very funny.

Das letzte Wort: The more love, time and effort you put into anything in your life the more you’ll get back from it, and the better your attitude is the more you’ll get out of any situation and the more you’ll enjoy life. (Das lassen wir jetzt einfach so stehen. ;) Anm.d. Red.)

Foto: Sophia Spring

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Philip Morsink & August Ullrich

MMW_O_Donnell

Das 2 Minuten-Interview

August und Philip machen in Gläser. Also in Schnapsgläser. Himmel! In Schnaps in Gläsern. So jetzt haben wir es aber. Einmachgläser um genauer zu sein. Und das kam so: Zu Zeiten der amerikanischen Prohibition stiegen findige Schwarzbrenner (also Leute, die illegal Schnaps brannten) auf alternative Verpackungsmethoden um, um ihre Ware unter fremder Flagge unbemerkt an die Kehlen der Bürger zu liefern. Weil das Befüllen meist nachts, also im Mondschein geschah, nannte der Volksmund sie bald Moonshiner. Kurz vorgespult ins Jahr 2014. August und Philip studieren, lieben Schnaps und stoßen auf die Mondlicht durchflutete Brenngeschichte siehe oben. O‘Donnell Moonshine ward geboren und versorgt nun europaweit ganz offiziell und bei Tageslicht aufgeschlossene Trinker mit natürlichen Bränden pur, aus Nuss, Rose oder Bratapfel. Wir haben beide befragt, nach Katerrezepten (nix zu holen hier), das Scheitern, Chamäleons in Spielkabinetten und Präsentkörbe voller Schnaps als Dankeschön für Wohnungstipps. Lesen Sie selbst. P.S. Philip war sehr wichtig, dass wir erwähnen, dass er großer Fan des 1. FC Köln ist. Gut so, Philip?

Name: Philip Morsink / August Ullrich
Alter: 29 / 29
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Geschäftsführer O’Donnell Moonshine GmbH / Schnapsvermarkter
Schuhgröße: 44 / 43
Lieblingsschnaps: O’Donnell Moonshine Harte Nuss / O’Donnell Moonshine Bratapfel
Kontakt: philip@odonnell.de / august@odonnell.de

Hand aufs Herz, was hättest du ohne Alkohol nie getan?
Philip: Ich glaube, ich wäre während meines Studiums sonst nicht einfach mitten in der Nacht nach München gefahren, nur weil wir Lust auf eine Weißwurst und ein Bier im Hofbräu hatten.
August: Ständige Liebesbekundungen an meine besten Freunde „wie gern ich sie habe“.

Was hilft wirklich gegen Kater?
Philip: Nichts, da muss man leidend durch.
August: Leider nur warten.

Hast du einen Plan B?
Philip: Nein, ans Scheitern denke ich nicht, da bin ich eher positiv. Früher wollte ich mal Pilot werden, aber das wird langsam knapp. ;)
August: Liberaler Rabbiner an der Ostküster der USA werden.

Welche Farbe nimmt ein Chamäleon an, wenn es in einem Raum sitzt in dem nur Spiegel hängen?
Philip: Ich denke es ist dann komplett verwirrt und wechselt die Farben im Sekundentakt.
August: Es wir durchsichtig.

Auf welche drei Dinge könntest du nicht verzichten?
Philip: Mein Auto, gutes Essen und mein Handy.
August: Langes Duschen, Blauschimmelkäse, Karnevalslieder

Wie kann man dich um den Finger wickeln?
Philip: Mit einem kleinen Präsentkorb, gefüllt mit Wein, Käse und Wurst, ist alles möglich.
August: Gutem Essen.

Was hast du gestern gelernt?
Philip: Dass Parken im Parkverbot immer noch nicht klug ist.
August: Grönland gehörte einmal zu EU, aber ist ausgetreten bzw. ist unabhängig von Dänemark geworden um dadurch nicht mehr dabei zu sein.

Bitte ergänzen: Für einen Tag wäre ich gerne einmal…
Philip: Ein Adler.
August: Bundeskanzler/in

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Philip: Ihr könntet bei Deliveroo frei wählen.
August: Kommt drauf an wie viele ihr seid. Wenn die ganze Redaktion kommt, würd‘ ich Kartoffelsalat machen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen?
Philip: Helmut Schmidt, ein unglaublich interessanter Mensch!
August: Barack Obama.

Wovor hast du Angst?
Philip: Vor Höhe, da reichen schon die endlosen Treppen in der Londoner U-Bahn. (O’Donnell hat gerade ein Büro in London eröffnet. Da muss er jetzt also öfter durch… Anm. d. Red.)
August: Misserfolg

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Philip: Ich bin vorgestern einen anderen Weg zur Arbeit gefahren, das war waghalsig.
August: In England Auto fahren, aufregend, aber einfacher als gedacht.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Philip: Das Konzept der Unternehmensbesteuerung vereinfachen, dieses unglaublich komplizierte Gebilde kann einen schon in den Wahnsinn treiben.
August: Kostenlosen Personennahverkehr einführen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Philip: Ich bin eigentlich Batman!
August: Ich habe bei der Datingseite „imgegenteil“ mitgemacht und auch dort meine Freundin kennengelernt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Philip: Ob man in einer Schnapsfirma tatsächlich viel Schnaps trinken muss?
August: Wie viel Umsatz hat O’Donnell im letzten Jahr gemacht?

Das letzte Wort:
Philip: Schnaps macht das Leben besser! (Natürlich nur in Maßen. ;-)
August: Falls jemand eine schöne, preiswerte und sowieso rundum perfekte 2-3 Zimmer Wohnung zu vermieten hat, soll er sich bitte bei mir melden. Es gibt einen Jahresvorrat Schnaps als Dankeschön.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Leon Reiner

Das 2 Minuten-Interview

Leon Reiner war plötzlich überall. Ständig war er um uns, jemand erzählte von ihm oder er entpuppte sich als Treiber oder Mitmacher in einem spannenden Projekt, das uns gerade beschäftigte. Als Mitgründer des Impact Hub Berlin war er maßgeblich an F-LANE, dem großartigen Femtech Accelerator vom Vodafone Institute beteiligt. Er gab den fünf Startup-Macherinnen und -Machern aus aller Welt nicht nur einen Platz, um ihre Ideen auszuarbeiten, sich mit anderen Kreativen und Unternehmern auszutauschen und erste Businessbande zu knüpfen, er sorgte mit seiner unglaublich herzlichen Art auch dafür, dass sich jede und jeder einzelne von ihnen wohl und zuhause fühlte. Während des großen Abschlussevents in der Berliner Freiheit sammelte sich dann direkt das ein oder andere Stolzrührungsdankbarkeitstränchen in den Augen aller Beteiligten. Das Impact Hub Berlin ist ein besonderer Ort – gelegen an der fiesen Ecke von Kreuzberg kurz vor Mitte, zwischen Wettbüro und Dönerteller. Dort hat Leon mit seinem Team einen Ort geschaffen, der ein bisschen ist wie er selbst. Offen, echt, pfiffig, direkt und ungeheuer sympathisch. In diesem Sinne: scheiß auf Ideen, seid dreister!

Name: Leon
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Möglichmacher, Unternehmer
Schuhgröße: 49,5 (nein, nicht 50)
Lieblingsidee: Campus für Soziale Innovation
Kontakt: leon.reiner@impacthub.berlin

Was würdest du tun, wenn du scheitern könntest?
Ich scheitere ständig. Von all den Projekten, die wir uns ausdenken, funktionieren nicht mal die Hälfte. Aber so arbeiten wir. Ausdenken. Ausprobieren. Ausbessern. Wer nicht scheitert ist nicht ambitioniert genug.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt:
Impact

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist?
Puhhh. Das ist so ne Frage wie Lieblingsessen. Inspiration passiert immer zwischen zwei Menschen und in Reaktion aufeinander. Inspirierende Menschen gibt es wirklich viele. Wer sie sucht findet sie. Ich habe sie jeden Tag um mich rum, in unserer Community und in meinem Team!

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt?
Scheiß auf Ideen. Ich hätte lieber die unbegrenzten Umsetzungsskills, um all die guten Ideen, die auf dem Müll landen, zum Leben zu erwecken.

Definiere Erfolg!
Wenn ich etwas aufbaue was der ganzen Gesellschaft etwas bringt und das ohne mich weiter besteht und weiter funktioniert.

Welche drei persönlichen Ziele hast du innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht?
Familie gegründet, ein Haus aus dem ich meine Welle zum surfen sehe gekauft und natürlich die Weltherrschaft.

Worauf bist du stolz?
Dass ich seit acht Jahren glücklich mit einer tollen Frau zusammen bin obwohl wir sehr unterschiedlich sind und uns manchmal am liebsten alles an den Kopf schmeißen würden.

Was kannst du gar nicht?
Still halten. Geduldig sein.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir?
Sei dreister! Wenn du etwas willst, frag danach! Wenn du eine Meinung hast, sag sie!

Mit welcher Persönlichkeit würdest du gerne mal ein Projekt umsetzen?
Richard Buckminster Fuller

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich liebe kochen! Es gibt ein drei Gänge Menü und wir schlagen uns den Magen mit etwas voll was mir am selben Tag beim Einkaufen eingefallen ist. Zwischen jedem Gang gibt es hausgemachten Ingwerschnaps! Danach legen wir satt und zufrieden die Beine hoch.

Wovor hast du Angst?
Dass ich irgendwann zu faul und gemütlich werde, um den Status Quo herauszufordern.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Wenn man einen Monat nix Neues gemacht hat und nicht nervös war, läuft was falsch. Ich habe gerade einen Flug nach Nord-Norwegen gebucht um dort mit dem Snowboard am Polarkreis einen Berg hochzusteigen und dann wieder runterzufahren. Bis es soweit ist zittern mir die Knie…

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde jedem Menschen einen Empathie-Sinn geben! Wenn wir uns nicht davor verstecken könnten was wir mit den Menschen und der Welt um uns herum machen, wären wir auf dem halben Weg ins Paradies.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wann macht der Campus für Soziale Innovation auf?

Das letzte Wort:
Hab ich eigentlich immer.

MMW_Leon

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 28. März 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Max Prosa

Das 2 Minuten-Interview

Max Prosa macht Musik. Und auch wenn er sich zu seinen lyrischen Fähigkeiten nicht so recht äußern wollte, attestieren wir ihm diese nun einmal zweifelsfrei und unmissverständlich. Prosa kann Lyrik. Und das hört man besser als es zu lesen oder man guckt, aber dazu später mehr. Vorab eine kurze Zusammenfassung: geboren in Berlin, beginnt mit sechs Jahren Gitarre zu spielen, überspringt eine Schulklasse, studiert (kurz), merkt: so geht das nicht!, entdeckt die Musik als Medium, Clueso wird auf ihn aufmerksam, nimmt ihn mit auf Tour, zack bum! „Die Phantasie wird siegen“. Nächste Woche erscheint sein drittes Studioalbum „Keiner kämpft für mehr“ und passend dazu ein wunderbarer Film, der Einblick gibt in Max‘ Gedankenwelt und Arbeitsweise. Am Montag steigt die Premiere im Berliner Babylon Kino mit anschließendem Konzert. Tickets gibt es hier oder bei uns zu gewinnen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚PROSAISCH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Für die passende zweiminütige Einstimmung lest hier ->

Name: Max Prosa
Alter: 27
Wohnort: Berlin
Beruf: Sänger
Schuhgröße: 45
Lieblingsnote: Cis
Kontakt: info@maxprosa.de

Wer oder was ist Max Prosa?
Ich bin das

Kann er Lyrik?
Das sollen andere entscheiden.

Im Zweifel lieber stumm oder taub?
Stumm! Gar keine Frage. Heinrich von Kleist hat glaube ich sehr klug darauf hingewiesen, dass es wohl auf etwas hindeutet, dass wir mehr Ohren haben als Münder.

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter?
Na aber sicher. Das passiert doch eigentlich bei jedem guten Buch.

Hörst du deine eigenen Songs?
Selten. Meistens hat es dann irgendeine Bewandtnis damit, dass ich den Text wieder lerne oder so. Nie zu meiner Unterhaltung.

Ein Konzert, das du nie vergisst:
In Göttingen ist einmal der Strom ausgefallen und wir haben das letzte Lied akustisch zu Ende gespielt, als wäre nichts gewesen, als wäre das so geplant. Das war magisch. Meinetwegen kann der Strom ruhig öfter ausfallen.

Machst du bessere Musik, wenn du gut drauf oder traurig bist?
Ich glaube am besten geht es melancholisch. Ein zwinkerndes Auge muss irgendwo noch möglich sein. Traurige Musik mache ich nicht. Die Welt ist vielerorts traurig genug.

Die berühmte Insel, ein iPod mit unendlich Batterie, drei Songs drauf. Welche?
Miles Davis / Gil Evans – Prayer (von Porgy & Bess)
Talking Heads – This must be the place
Ton Steine Scherben – Halt dich an deiner Liebe fest

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Ich denke wohl immer noch 27!? Mein Alter hat noch nie interessiert, ob ich davon weiß.

Wem würdest du gerne ein Denkmal setzen?
Den Trotzigen.

Was muss unbedingt noch erfunden werden?
Dass man seinen Hausschlüssel mit dem Telefon orten kann. Und das Telefon mit dem Hausschlüssel. (Geht ;) Check: www.thetileapp.com Anm.d.Red.)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Nudelauflauf kann ich, oder Salat.

Wovor hast du Angst?
Vor Missverständnissen, die zu Kriegen führen. Denn es sind immer Missverständnisse, die zu Kriegen führen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Gestern Nachmittag einen Kurkuma Tee. War ein Reinfall.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Den Spitzensteuersatz. Anheben!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wovon ich letztens geträumt habe. Hätte interessant werden können.

Das letzte Wort:
Brüder und Schwestern bitte glaubt daran,
dass euer Licht die Welt verändern kann.
Kein Gott wird uns retten, kein Held uns befreien:
wir müssen es selber sein.

(Er kann Lyrik: Anm. d. Red.)
Foto: Marc Alexander Littler

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 21. März 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Arne Erichsen

Das 2 Minuten-Interview

Wenn man Arne Erichsen zum ersten Mal trifft, fühlt es sich an, als würde man sich schon ewig kennen. Erinnerungen an nie stattgefundene Dinnerrunden, gemeinsames Pferdestehlen und jede Menge Quality Time liegen in der Luft. Arne ist jemand, der dich nach deinem Befinden fragt, weil es ihn wirklich interessiert und nicht, weil es zur Konversationsagenda gehört. Vielleicht hat das mit seiner Laufbahn zu tun, vielleicht ist es aber auch genau anders herum und Arne ist genau da, wo er jetzt ist, weil er eben so ist, wie er ist: offen, aufmerksam, ehrlich und ziemlich pfiffig. Seine Karriere begann in deutschen Sternehotels wie dem Adlon in Berlin oder dem Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg. Nach seiner Station bei TUI Business Travel Germany war er elf Jahre lang Chefeinkäufer bei Expedia und übernahm schließlich im letztem Jahr den Posten des Country Manager DACH für etsy.com, dem größten globalen Online-Marktplatz für Designobjekte, handgefertigte Produkte und Vintage-Artikel. Hand aufs Herz, Arne, wann hast du zuletzt selbst etwas mit eigenen Händen geschaffen?

Name: Arne Erichsen
Alter: 42
Wohnort: Berlin, janz weit draußen
Beruf: Country Manager Etsy DACH und Betreiber des Vintage-Shops Berliner Landjungs
Schuhgröße: 42
Lieblingsprodukt: eins? Ich darf hier nur eins vorstellen?
Kontakt: immer gern – am liebsten per Email unter aerichsen@etsy.com

Was ist guter Konsum? Ein Kauf, der auch morgen noch Freude bereitet – dem Käufer, dem Verkäufer, dem Händler und jedem, der an dem Austausch beteiligt ist.

Wie definierst du Erfolg? Ein Zustand, der uns am Ende des Tages lächeln lässt.

Wer oder was inspiriert dich? Jeder Mensch, der unbefangen Dinge hinterfragt.

Wie kaufen wir im Jahr 2025? Schneller und mit mehr Freude – wie wir einkaufen, wird davon abhängen, was wir kaufen. Dinge des täglichen Bedarfs werden wir weitestgehend automatisch erhalten, was uns mehr Zeit lässt uns bewusst mit schönen Dingen zu beschäftigen.

Was ist das Schönste an deiner Arbeit? Die Tatsache, dass ich mich durch neue Produkte, Ideen unserer Verkäufer oder aus unserem Team ablenken lassen kann. Das sorgt für jede Menge Inspiration und neue Ideen!

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Ehrlich? Ich glaube, ich würde mehr arbeiten. ( °-° Anm. d. Red.)

Was hast du zuletzt mit eigenen Händen geschaffen? Ich habe letzten Sonntag 14 Bauhauslampen aus einer alten Fabrik neu verkabelt, mit einer neuen Aufhängung verbaut und außerdem fünf Wärmekissen aus antiken Stoffen genäht. ( °-°  °-° Anm. d. Red.)

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Das Papier – als Grundlage zur Verbreitung von Ideen und Wissen.

Welche drei Dinge kann jeder Mensch sofort tun um die Welt besser zu machen? Mehr Komplimente machen, häufiger ‚Danke‘ sagen und einen Teil des Nachdenkens in „einfach mal machen“ umwandeln!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wir würden doch zusammen kochen, oder? Ich würde dann mal Flammkuchen vorschlagen. Teig und Sauce aus Creme fraîche, Salz, Pfeffer, Koriander, Ingwer und Chili würde ich vorbereiten und bei dem Rest können wir dann gemeinsam kreativ werden… bei einem Glas Wein… oder zwei.

Welche Persönlichkeit würdest du gern mal zum eatsy (Etsy Essen) einladen? Jeden Unternehmenslenker, der immer noch denkt, dass Erfolg auf starren Arbeitszeiten, Anwesenheitspflichten und dem simplen Folgen von Plänen beruht.

Wovor hast du Angst? Höhe.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Eine Kollegin hat aus Taiwan im letzten Herbst Mochi mitgebracht.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde Kalorien verbieten.

Was sollte niemand von dir wissen? Hahaha, netter Versuch! :-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welches ist der schlechteste Witz, den du jemals gehört hast?

Das letzte Wort? Sollte immer Danke sein.

Foto: obs/Etsy Germany GmbH/Zoë Noble

 

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 15. März 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Diana Kinnert

Das 2 Minuten-Interview

Diana Kinnert, 26, migrantisch, urban, seit einem knappen Jahrzehnt Mitglied der CDU. Sacken lassen, drauf rumdenken, weiterlesen! Denn wer hier aufhört, fängt gar nicht erst an und verpasst einen der spannendsten und eloquentesten Menschen der politischen Landschaft Deutschlands. Während das Geschrei links und rechts der Vernunft so laut tönt, dass vom nötigen Dialog nicht mehr viel zu vernehmen ist, will Diana ihre Stimme mit Substanz geltend machen – in Partei, öffentlichem Diskurs, überall. Und sie möchte jeden einladen, es ihr gleich zu tun. Denn so geht Politik! Sich selbst versteht sie als bürgerlich-liberal, christlich-sozial und zugleich wertkonservativ. Sie studierte Politikwissenschaft und Philosophie, schreibt für diverse Zeitungen, hat kürzlich ihr erstes Buch verfasst und investiert Herzblut und Hirnschmalz in konstruktive Beratung. Bevor sie sich politisch engagierte, war sie als Unkrautvernichter, Schneckenvergifter, Witzeschreiber, Juniordetektiv und zeitweise Fußballspielerin in der DFB-Mädchenauswahl aktiv. Außerdem ist sie gerade verknallt, was an ihrer Konzentrationsfähigkeit nagt. Wir sind es jetzt auch. Nehmt euch Zeit, auch mehr als zwei Minuten. Es gilt.

Name: Diana Kinnert
Alter: 26 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Im Herzen noch immer Juniordetektiv.
Schuhgröße: 40
Lieblingsidee: Make Parteimitgliedschaft great again!
Kontakt: www.dianakinnert.de

Was ist die Aufgabe von Politik?

Freiheit – durch die gerechte Organisation und Inverhältnissetzung von Verschiedenheit.

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg?

Allgemein geht es dem Menschen auf der Erde so gut wie niemals zuvor. Manche Gesellschaften sind politisch zurückgeworfen und harren im Kriegszustand. Andere Gesellschaften sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert, Souveränitätskrisen im Zeitalter der Globalisierung, Black Mirror-Dystopien im Zeitalter der Digitalisierung. Ob wir auf einem guten Weg sind, ist für mich immer eine Frage der Haltung. Ich sage Ja.

Was würdest Du tun, wenn Du nicht scheitern könntest?

Dieselben Dinge, die ich auch tue, wenn ich scheitern kann.

Warum ist konservativ cool?

Konservatismus meint Selbstvergewisserung. Eine ideologiebefreite Haltung, mit der Veränderungen wahrgenommen werden wie mit einem Seismograph, die Alt und Neu ins Verhältnis setzt, überschäumender Hysterie mit gesunder Skepsis begegnet, differenziert statt verkürzt. Konservatismus als Haltung ist vernünftig. Und Vernunft ist in den meisten Fällen cool.

Die Top 3 der politischen Agenda 2017, bitte:

Perspektiven schaffen bei Jung und Alt, durch Bildungsinvestitionen, Stärkung der Tarifautonomie, die Einführung eines Arbeitszeitpunktemodells für alters- und alternsgerechte Erwerbstätigkeit im Alter, – das alles vor allem auch präventiv gegen Extremismus und Populismus. Mehr Experimente wagen, um wieder innovativer zu werden und um ganz vorn dabei zu sein bei der Transformation der Wirtschaft, das heißt Bürokratismus abschaffen, Infrastruktur modernisieren, Unternehmensgründungen fördern, Digitalität begreifen. Zuletzt: Der Abbau von Zwangsmoral und die Garantie der Freiheit der Lebensführung – ohne Moralismus und Konformismus, für gesellschaftspolitische Liberalität, die jedem Menschen als vollumfänglichen Menschen gerecht wird.

Wann in Deinem Leben hast Du Dich am lebendigsten gefühlt?
Bei frühlingshafter, sprühender Verliebtheit. Auf Morgentau in der Natur. Im Angesicht des Todes: Bei Verlusterfahrungen und Leidszenarien fühle ich mich durch Schmerz und Aufgabe irrsinnig lebendig.

Wie alt wärst Du, wenn Du Dein Alter nicht wüsstest?
12 Jahre – neugierig, tollkühn, hochfliegend, dennoch ehrfürchtig, oftmals scheu.

Die ganze Welt hört Dir zu. Was sagst Du?
Hört einander zu.

Wen bewunderst Du und warum?
Kranke, Verlassene, Gescheiterte. Für Lebensmut, Zutrauen und wirkliche Wiederauferstehung.

Das größte Problem Deiner Generation?
Egozentrik, Überforderung, Lethargie.

Was hast Du heute in 15 Jahren erreicht?
41 Jahre lang versucht, einen Beitrag zu leisten, dass es allen besser geht. Versucht, Eigennützigkeiten zu überwinden, Komfortzonen zu verlassen, die eigene Begrenztheit zu akzeptieren. Ich habe hoffentlich Familie gegründet, eigne mich zum Vorbild für die eigenen Kinder und bin nicht müde, mich auf die nächsten 41 Jahre zu freuen.

Wenn wir Dich zuhause besuchen, was würdest Du für uns kochen?
Das kommt auf Eure Vorlieben an. Der Köder muss dem Fisch, nicht dem Angler schmecken.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest Du gern mal einen Kaffee trinken gehen?
Ich vermisse Tee trinken mit Rupert Neudeck und Peter Hintze. Ich finde schrecklich, es niemals auf ein Getränk mit Roger Willemsen geschafft zu haben. Ich hätte gerne Robert Musil, Fernando Pessoa und Hannah Arendt kennengelernt.

Wovor hast Du Angst?
Sinnverlust, Unvermögen, Kraftlosigkeit. Vor dem Gefühl von Einsamkeit, das ich auch unter Menschen empfinden kann.

Was würdest Du ändern, wenn Du die Macht dazu hättest?
Freiheit den Unfreien. Den Unterdrückten den Wert der Selbstbestimmung nahebringen. Diktatoren stürzen, Stabilität schaffen, Sicherheit geben, Einhaltung von Grundrechten gewährleisten, selbsterhaltende Demokratiesysteme errichten.

Was sollte niemand von Dir wissen?
Dass ich bei „Keine Zeit“ oftmals Zeit habe, aber alleine sein möchte. Es stimmt, dass ich das zukünftig auch besser aufrichtig so sagen sollte.

Welche Frage hätten wir Dir stellen sollen?
Irgendeine Frage zu meinem bald erscheinenden Buch, das man übrigens schon jetzt vorbestellen kann. Ich lerne gerade, dafür Werbung machen zu müssen, und weiß aber nicht so ganz, wie das am cleversten funktioniert.

Das letzte Wort
Danke Merkel!

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Beatrace Angut Oola

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Das 2 Minuten-Interview

Beatraca Angut Oola wurde in Neuss geboren. Ihre Wurzeln aber liegen in Uganda. Nachdem sie als Reporterin illustren Persönlichkeiten aus Film, Funk, Fernsehen, Musik und Entertainment nachspürte und investigativ zum Interview bat – darunter Bernd Eichinger, Xavier Naidoo und Udo Lindenberg – arbeitete sie zunächst in der Filmproduktion, bevor sie sich letztlich ihrer wahren Leidenschaft verschrieb. Sie gründete den Africa Fashion Day Berlin und schuf damit DIE Plattform für Fashion Designer mit afrikanischen, Afro-karibischen oder Afro-Amerikanischen Roots in Europa. Oder anders: wenn man über in Deutschland über African Fashion spricht, dann auch über den AFDB, der zweimal jährlich im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week stattfindet. Aber was soll das überhaupt sein, afrikanische Mode? Und was hat das mit gutem Stil zu tun? Und mit Elvis Presley?

Name: Beatrace Angut Oola
Alter: 36
Wohnort: Hamburg
Beruf: Fashion Entrepreneur, Modeagentin, Founder Fashion Africa Now
Schuhgröße: 41
Lieblingsaccessoire: Kopftuch
Kontakt: hello@fashionafricanow.com

Wie ist afrikanische Mode?
In Afrika ist eher Haute Couture verbreitet als Ready to Wear. Die Mode ist hochwertig, tragbar, einzigartig und sehr inspirierend. Meiner Meinung nach, ist es zeitgenössische Mode, Slow Fashion und mit traditionellen Einflüssen aus verschiedenen afrikanischen Kulturen.

Deine persönliche Design-Neuentedeckung in letzter Zeit? Susana Traca, ein Schuh Label based in Milan. Die Designerin ist aus Angola und kreiert tolle Schuhe. Must Have!

Wann ist Mode politisch? Wenn Mode eine Zugehörigkeit von unterschiedlichen Kulturgruppen zeigt.

Wen bewunderst du? Josephine Baker

Was ist guter Stil? Ich denke, dass Kombination, Ausstrahlung, Selbstsicherheit und die Auswahl der Brands einen guten Stil ausmachen. Zusätzlich gehört eine ordentliche Portion guter Geschmack dazu. Mit Geld kann man sich keinen Stil kaufen.

The most underrated Fashion icon of all times? Eryka Badu

Warum ist Mode wichtig? Mode ist wichtig als Brückenbauer zwischen verschiedenen Kulturen.

In welcher Epoche hättest du gern gelebt? Renaissance

Dein größte Modesünde bisher? Überdimensionale Schulterpolster

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich würde Chapati machen und einen Stew. Ein ugandisches Gericht.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Oprah Winfrey

Wovor hast du Angst? Wo die Angst ist, geht es lang.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Letztes Jahr ein Networking Event ‚Dialog im Dunkeln‘. Das war speziell, kann ich nur empfehlen.

Was sollte niemand von Dir wissen?
Ich war in Elvis Presley verliebt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wer sind die internationalen Top Brands ‚Made in Afrika‘?

Das letzte Wort:
Game Changer

Foto Credit: Klaus Norris Nather

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Peter Wittkamp

Das 2 Minuten-Interview

Peter Wittkamp steht im Guinness Buch der Rekorde aus dem Jahr 2000 mit dem Rekord für die „Größte Tigerente der Welt“. Inklusive Foto. Außerdem versucht er sich gerade mehr Zeit freizuräumen, um mal wieder eigene „Projekte“ zu starten. „Das muss man in Berlin ja, sonst wird man aus der Stadt geschmissen.“ Das war es eigentlich auch schon, was man über den Werber, Autor und Gagschreiber so erzählen kann. Ach ja vielleicht auch noch, dass er mithilfe großer gelber Buchstaben aus einem unpünktlichen, unfreundlichen, unbeliebten Betrieb für öffentlichen Personennahverkehr puren Sex auf Reifen respektive Schienen gemacht hat. Oder frei nach Drafi Deutscher: „Weine nicht, wenn der Regen fällt…Tram, Tram“. Peter ist nämlich der geheimnisvolle Kopf der #weilwirdichlieben-Kampagne der BVG. Echt jetzt. Außerdem schreibt er Scherze für die heute show online und einen gewissen Jan Böhmermann. Der eigentliche Grund aber für dieses Interview ist sein Twittername. Wir bitten zum Diktat!

Name: Peter Wittkamp
Alter: 35
Wohnort: Berlin, Neukölln
Beruf: Werber, Autor und Gagschreiber
Schuhgröße: XL
Lieblingswort: vergeigen
Kontakt: www.peterwittkamp.de oder twitter.com/diktator

Kannst du Kommas setzen?
Ich denke, ja. Ist ja nicht so, schwer.

Was findest du gar nicht lustig?
Humor, der von oben nach unten zielt. Der sich über Leute lustig macht, die es sehr schwer haben. Vergleiche dazu den ersten Satz im „Great Gatsby“.

Die Welt hört dir zu. Was sagst du?
Es dreht sich echt nicht immer alles nur um dich!

Dir fehlt die zündende Idee. Was tust du?
Die zündete Idee finden. Es ist leider wirklich so, dass das zu 90 Prozent Arbeit ist und nur zu 10 Prozent Talent. Wenn man großes Glück und Talent hat, kann man die Quote vielleicht auf 60/40 drücken. Aber ein bisschen muss man schon tun.

Wann hast du zuletzt einen Brief geschrieben?
November! „Sehr geehrte Herren und Damen, bitte kündigen Sie meinen Wahltarif Pro Krankengeld…“

Was macht gute Kommunikation aus?
Verdichtung.

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du nicht scheitern kannst?
Okay, ich nehme den Weltfrieden.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Ich fühle mich oft, wie eine Mischung aus einem naiven 16-jährigen und einem leicht verbitterten 55-jährigen.

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten? Beides – bin ein guter Kämpfer.

Willst du jemanden grüßen?
Den jungen Verkäufer an der Fleischtheke im Edeka, der viel zu selten Mittagspause machen darf.

Ein Pinguin mit einem Sombrero steigt in einen Bus (hintere Tür) und sagt …
„5 Minuten zu spät und rappelvoll. Typisch BVG!“

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Whiskey Sour und als Vorspeise ein kleines Schultheiß.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Heinz Erhard

Wovor hast du Angst?
Vor dem Tod.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
sdjiwlewjed. Gerade. Ein neues Wort. Es ist aber nicht so gut geworden.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Dass man einfach so die Macht bekommen kann.

Was sollte niemand von dir wissen?
Die Sache, als ich im Studium betrunken einschlief und am nächsten morgen der …

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Weißt du zufällig, wer den Rekord für die größte Tigerente der Welt hält?

Das letzte Wort:
Jeder Mensch will gleichzeitig teilnehmen und in Ruhe gelassen sein. Und da das eigentlich nicht möglich ist, beides, ist man immer in einem Konflikt. (Thomas Bernhard)

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 21. Februar 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Niko Rittenau

Das 2 Minuten-Interview

Niko Rittenau ist gebürtiger Österreicher. Das hört man, wenn man ihn auf einem seiner Ernährungsseminare, bei Veranstaltungen, Supperclubs oder auf Messen reden hört. Von den Geschmäckern alter Sorten, von der Freude am gesunden und bewussten Essen. Und der Mann weiß, wovon er spricht. Als Kind verliebt in Fastfood und Softdrinks, als Teenie im Magerwahn, fand er Heimat und Berufung in Berlin, der „Veggie-Hauptstadt Europas“, wie er selbst sagt. Dem Bachelorstudium in Ernährungsberatung, folgte eine Weiterbildung zum Ernährungsberater mit Schwerpunkt auf (roh-)vegane und ayurvedische Ernährung und schließlich die Ausbildung zum Gourmet Rawfood Chef an der Matthew Kenney Akademie in Kalifornien. Wie gut sich das nicht nur anhört, sondern vor allem schmeckt, haben wir bereits mehrfach am eigenen Gaumen erfahren. Zuletzt bei unserem I Sea Pasta-Dreh für Galileo und beim The Last Supper Potluck-Dinner im Leogant Loft. Herr Rittenau, lassen sie uns über Essen reden!

Name: Niko Rittenau
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Ernährungsberater
Schuhgröße: 42
Lieblingsessen: Hausgemachte Pasta mit dem unglaublichen Pilzbolognese Rezept von Kenji López-Alt
Kontakt: www.nikorittenau.com

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes?
Ich trinke ein großes Glas warmes Wasser mit Zitrone und mache irgendwelche Übungen, die ich im Yogaunterricht aufgeschnappt habe.

Was hast du zuletzt gegessen?
Da ich die Fragen gerade nach dem Frühstück beantworte: Wie fast jeden Tag gekeimtes Müsli mit frischen Früchten, grünen Rosinen, geschroteten Leinsamen, eingeweichten Walnüssen und Mandelmilch.

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank?
Ein volles Gemüse- und Kräuterfach, vorgekochter brauner Reis und eine gute Misopaste. Damit ist man im Zweifelsfall immer gut versorgt.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du?
Weltweit sterben laut der WHO über 16 Millionen Menschen jedes Jahr an Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes oder weiteren Stoffwechselerkrankungen, die zu überwiegenden Teilen nicht aufgrund von Genetik, sondern aufgrund der Ernährung entstehen. Im Jahr 2000 stand Diabetes noch gar nicht mal auf der Liste der Top 10 Todesursachen und hat es in 2015 bereits auf Platz 6 geschafft. Das ist wirklich eine Epidemie, über die wir reden müssen. Wir sollten wirklich mehr Angst vor unserem eigenen Mittagessen als vor irgendwelchen Terroristen haben.

Dein absoluter kulinarischer Geheimtipp in Berlin:
Eines der Kochbücher der Wahl-Berlinerin Nicole Just holen und dann selbst kochen lernen. Ich wünschte, die Leute würden mehr selbst kochen, dann würden sie auch mehr Dinge verstehen.

Was bereust du bist jetzt noch nicht gemacht zu haben?
Endlich mein Buch fertigzustellen, an dem ich seit einem Jahr schreibe ;)

Was ist die größere Herausforderung – Dinge richtig zu machen oder die richtigen Dinge zu tun?
Die richtigen Dinge zu tun! Weil das lehrt dich keine Ausbildung. Wie Steve Job treffend sagt: „Deciding what not to do is as important as deciding what to do“

Erzähle uns einen Witz! Wieso möchten Veganer nicht bevorzugt behandelt werden? Weil sie keine Extra-Wurst haben wollen ;)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ohne zu zögern diese umwerfende Pilz Bolognese nach dem Rezept von von Kenji López-Alt (siehe oben und
seriouseats.com). Ich glaube, es gibt wirklich keine Person auf diesem Planeten, die dieses Gericht nicht lieben würde.

Wovor hast du Angst? Dass wir uns als Menschheit unsere eigene Lebensgrundlage zerstören.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich denke, Veränderung sollte niemals zentral von einer Person erzwungen werden. Das hat uns die Geschichte schon oft gelehrt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns als Gesellschaft aus freien Stücken ändern werden und ich freue mich, ein Teil dieser Bewegung zu sein.

Was sollte niemand von Dir wissen?
Hat diese Frage tatsächlich schon mal jemand ehrlich beantwortet?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welches Buch sollte jeder Mensch unbedingt lesen? Die Antwort ist ganz klar „How not to die“ von Dr. Michael Greger. Es ist eines dieser Bücher, die tatsächlich dein Leben verändern können. Wenn man es kann, dann bitte unbedingt in Englisch lesen.

Das letzte Wort:
Iss nichts, das dir nicht schmeckt. Aber iss auch nicht alles, was dir schmeckt!

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Lisa Baur

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Das 2 Minuten-Interview

Lisa Baur (ohne „E“) kommt aus Ingolstadt und lebt seit neun Jahren im schönen Berlin. Gut für uns, denn so haben wir uns kennengelernt und kamen in den Genuss ihrer Gestaltungsfertigkeiten, die sie unter anderem schon für unsere Freunde von Conflict Food eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Gemeinsam haben wir seither eine drei..vier..achtdimensionale Klappkarte für ein großes anstehendes Event gebastelt, unsere eigenen Spiel-Chips aka Jetons an den Roulette-Tisch gezaubert und das EO One Level Up Event in München in Szene gesetzt. Wir haben uns dabei so gut verstanden, dass Lisa direkt bei uns eingezogen ist und den letzten verbliebenen Co-Workingplatz nun ihr eigen nennt. Gute Gelegenheit sie mal ein wenig auszufragen über Schimpfwörter, Vorlieben, Handwerksgeschick und Staubsaugerspinnen. In diesem Sinne: Servus!

Name: Lisa Baur
Alter: 33
Wohnort: Neukölln
Beruf: Grafik-Designerin
Schuhgröße: 40
Lieblingsprogramm: InDesign
Kontakt: lisa@lisabaur.com

Beschreibe mal kurz deinen Stil: So viel wie nötig und so wenig wie möglich mit Sahnehäubchen oben drauf.

Dein Fazit nach deinem ersten Monat am muxmäuschenwilden Co-Worker-Platz: So kann es weiter gehen!

Die größtmögliche Designsünde: Leicht schockiert war ich tatsächlich über das neue iOs Design von iTunes.

Worauf bist du stolz? Auf mein freies Leben und dass ich mir zu Hause selbst einen Kamin eingebaut habe.

Was ist zurzeit das Hintergrundbild auf deinem Rechner? Ein schönes Buschfoto von meiner letzten Neuseelandreise.

Was kannst du gar nicht? Langsam Fahrradfahren.

Dein Lieblingsschimpfwort: Sakradi!

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Ein Unternehmen für einen guten Zweck gründen.

Womit kann man dich um den Finger wickeln? Eggs Benedict mit Sauce Hollandaise. Aber nur jeden 2. Sonntag, weil zu viel Ei passt nicht in meinen veganen Speiseplan. („???“ Anm. d. Red.)

Was würdest du tun, wenn du jeden Tag eine Stunde mehr Zeit hättest? Auch Abends eine Stunde meditieren.

Worüber hast du zuletzt von Herzen gelacht? Über die Nacktszene bei Toni Erdmann. (Genial! Anm. d. Red.)

Kannst du dich mal kurz selbst zeichnen? siehe hier: https://tinyurl.com/j6q9sgf

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gestern? Safranrisotto mit grünem Salat.

Wovor hast du Angst? Ich bin aus Flugzeugen gesprungen und alleine 1.700 km durch Europa gelaufen, aber tatsächlich hab ich die klassische Angst vor Spinnen. Ich kann sie nicht mal mit dem Staubsauger einsaugen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Rassismus in Toleranz.

Was sollte niemand von Dir wissen? Na, na, na, nana… life is life… na, na, na, nana

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum legen braune Hennen braune Eier?

Das letzte Wort: Servus

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Marion Heine

Das 2 Minuten-Interview

Wir sind Fans von Marion Heine. Bisher heimlich, jetzt ganz offiziell. Denn: Marion ist ein unglaublich positiver und inspirierender Mensch. Und: Marion hat Ideen – für Marken, für Menschen, für die Welt. Nachdem sie ihre Agentur Plantage fünfzehn Jahre lang erfolgreich führte, wurde es im letzten Jahr Zeit für sie, neue, frische Ideen und Strukturen auszuloten. Besser in Worte fassen können das ihr Mann Olaf, den wir auch schon hier im Interview hatten und ihre drei Kinder: „irgendwas mit Ideen und Werbung als Anführerin ihrer Agentur Spring und ganz wichtig, Mutter“. Wir haben uns mit Marion auf eine kurze Gedankenreise zum Gärtnern an den Strand begeben – die Tüte Chipsfrisch Ungarisch in der einen Hand, eine Spinne in der anderen. Wie das geht. Lesen Sie selbst!

Name: Marion Heine
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Beruf: Was mein Mann sagt: Werberin (wir sprechen nochmal)
Was Kind 1 sagt: Anführerin von spring
Was Kind 2 sagt: Irgendwas mit Ideen
Was Kind 3 sagt: meine Mutter
Auf dem Papier: Diplom Designerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsphrase: Don’t believe the hype
Kontakt: m.heine@spring-brandideas.com

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Vertrau Dir selbst, hör auf deinen Bauch und habe Geduld.

Du hast pro Tag eine Stunde mehr zur Verfügung. Wie nutzt du sie? Ich klebe die Fotoalben meiner Kinder. Wenn diese (jemals) fertig sind, zeichne und lese ich.

Was hast du gestern gelernt? Geduld. Die lerne ich sogar täglich.

Dir fehlt die zündende Idee. Was tust du? Aufräumen. Gärtnern.

Kommunizieren Berliner anders? Oh ja natürlich.

Welcher Moment hat alles verändert? 5 Schwangerschaftstests hintereinander auf der Toilette von Springer & Jacoby

Bitte ergänzen: Für einen Tag wäre ich gerne einmal… wieder 6 Jahre alt

Worauf bist du stolz? Dass ich für meine Kinder sogar Spinnen nach draußen trage.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sachen würdest du tun? Soviel Chips Frisch Ungarisch und Haägen Dasz Eis essen bis mir schlecht ist. (Süß! Anm. d. Red.)

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Siehe oben. Außerdem: Meerblick und Sand zwischen den Zehen, mein Mann neben mir (die Kinder etwas weiter weg lärmend) auch sehr hitverdächtig.

Welche Eigenschaft schätzt du besonders an deinen Co-Gründern? Ich kann mich zu 100 % auf sie verlassen. Das ist wie eine Ehe und ein Bund der Liebe. Klingt kitschig, ist es auch.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? eine Suppe (schnell, lecker, gesund, pürriert essen sie alle Kinder ohne Murren)

Wovor hast du Angst? Dass die Welt weiter und weiter in Schieflage gerät und was das für meine Kinder und die Zukunft der Menschen bedeuten mag. Mich beunruhigt das sehr. Oft finde ich es unerträglich, normal weiter zu leben und soviel zu haben, aber so wenig tun zu können.

Und aus persönlichen Gründen: Wenn meine Familie ohne mich Auto fährt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Teilhabe & Zufriedenheit für alle

Was sollte niemand von dir wissen? Das bleibt unter uns.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie stehst Du zur politischen Situation in Deutschland und international?

Das letzte Wort: Refugees welcome. Demokratisch wählen.

MMW_marion

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Christian Friedel

Das 2 Minuten-Interview

Christian Friedel ist sozusagen Schauspieler. Er steht regelmäßig vor der Kamera, u. a. in Michael Hanekes Spielfilm „Das weiße Band“, der 2009 in Cannes die Goldene Palme gewann und für den Oscar nominiert war. Zuletzt spielte er Heinrich von Kleist in Jessica Hausners Film „Amour Fou“ und die Titelrolle in Oliver Hirschbiegels Kinofilm „Elser“. Christian Friedel ist sozusagen aber auch Musiker. 2011 gründete er die Band ‚Woods of Birnam‘, die gerade ihr frisch eingespieltes neues Studioalbum ‚Searching For William‘ veröffentlicht hat. Hier kaufen! Es gibt sozusagen so einiges zu besprechen, also schon rein thematisch, persönlich umso mehr. Was das sozusagen mit E.T., Frodo und Meryl Streep zu tun hat, könnt ihr im Folgenden nachlesen. Ach ja und warum wir so auffallend oft sozusagen sagen, auch.

Name: Christian Friedel
Alter: 37
Wohnort: Dresden
Beruf: Schauspieler und Musiker
Schuhgröße: 44/45
Kontakt: www.woodsofbirnam.com oder www.christianfriedel.de

 

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde mehr in Kultur und Bildung investieren, denn das ist die Grundlage auch die richtigen Politiker zu wählen.

Welches Buch, welches Album, welchen Film sollte jeder gelesen, gehört und gesehen haben? Neben den beiden Alben von Woods of Birnam auf jeden Fall Radioheads „In Rainbows“ oder Björks „Homogenic“. Einer meiner Lieblingsfilme ist „Matrix“.

Welche Rolle hast du in der Welt? Der melancholische Träumer

Wen bewunderst du und warum? Meryl Streep – wegen ihrer unglaublichen Wandlungsfähigkeit, ihrem Talent und ihrer politischen und menschlichen Haltung

Welcher Filmcharakter ist dir am ähnlichsten? Frodo aus „Herr der Ringe“

Im Zweifel lieber stumm oder blind? Beides wäre schrecklich!

Bei welchem Film musst du immer weinen? E.T.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Sozusagen

Worauf bist du stolz? Auf meine Familie.

Deine früheste Kindheitserinnerung? Mit einem Spielzeugauto durch die Wohnung spielend.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern einmal auf der Bühne stehen (Theater oder Musik)? Björk und Radiohead und natürlich Meryl Streep

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ein leckeres Curry.

Wovor hast du Angst? Vor dem Tod und das Nichts.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich probiere meistens neue Rezepte aus und versuche mehr zu kochen.

Was sollte niemand von Dir wissen? Oh da gibt es so einiges. ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo gibt es das neue Album von Woods of Birnam zu kaufen? (haben wir doch oben schon geschrieben, hier! Anm. d. Red.)

Das letzte Wort: Träume können wahr werden, man muss nur optimistisch sein und daran glauben.

Foto Credit: Joachim Gern

MMW_ChristianFriedel

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Marlen Stahlhuth

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Das 2 Minuten-Interview

Ok, sie hat Fotografin geschrieben. Damit untertreibt sie natürlich ein bisschen, denn Marlen (Leni) Stahlhuth ist dazu noch Moderatorin, fotografiert für INDIE und das Material Girl Magazine und arbeitet gerade an ihrem eigenen Bildband. An ihrem Blog Paperboats.me kommt man, wenn man sich für Mode, Text und Lifestyle interessiert, nicht vorbei. Wir haben Leni nach ihren Erwartungen zur Fashion Week befragt (na klar!) aber auch zur Lage der Welt und ihrem Teekränzchen mit der Queen. Wir ärgern uns seither ein wenig darüber, dass wir nicht in den wunderschönen Lockenkopf schauen und ihre Gedanken lesen können. Darauf hat sie uns natürlich selbst gebracht.

Name: Marlen (Leni) Stahlhuth
Alter: 27
Wohnort: Berlin
Beruf: Fotografin
Schuhgröße: 40
Lieblingsmotiv: Uiiii, was genau meint ihr damit? Lieblings Foto oder so was?
Kontakt: ahoi@paperboats.me

 

Die Queen lädt zum Tee ein, was ziehst du an? Ich bin ein großer Fan von Twinsets. Das erscheint mir auch halbwegs angemessen für die Queen. Von daher ein rosa Twinset und weiße Sneaker. Und ich würde Kakao mitbringen, Tee ist nicht so mein Ding.

Was erwartest du dir von der Berlin Fashion Week 2017? Für mich bedeutet die Fashion Week immer jede Menge Jobs. Daher lasse ich Shows und Parties meistens aus und verdiene lieber Geld. Der ganze Trubel ist mir im Arbeitsmodus auch um einiges lieber. Dank Social Media bekommt man ja sowieso alles andere mit! Bei dieser Fashion Week freue ich mich allerdings am meisten auf die INDIE magazine party!

Wie sieht es bei dir Zuhause aus? Ich bin vor zwei Wochen gerade erst umgezogen, von daher gibt es ein Meer aus Kisten und Boxen und fast keine Möbel. Aber immerhin Barstühle und meine heißbeliebte Casper Matratze. Was braucht man mehr. Allerdings verbringe ich beunruhigend viel Zeit auf Pinterest und gucke mir Möbel an, die ich mir nie leisten werden kann und erstelle Moodboards für die einzelnen Zimmer. Das wird also eher ein Langzeitprojekt.

Absolutes Fashion-No-Go für 2017: Ich bin ja großer Verfechter von jeder soll tragen was er mag, für mich persönlich sind es wahrscheinlich Leggings. Das ist für mich eher ein Gym Outfit. Aber wie gesagt, es gibt bestimmt Leute die in Leggings umwerfend aussehen.

Deine drei wichtigsten Werkzeuge: Kamera, Handy, Photoshop (bezüglich meiner Arbeit), vom Internet mal abgesehen.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Jeden Tag was anderes. Aber meistens das irgendeine Locke mal wieder aus der Reihe tanzt. Fällt aber sonst keinem auf, von daher :D (Du hast Locken? Anm. d. Red.)

Was möchtest du in diesem Jahr unbedingt erreichen? Ich will unbedingt mehr Zeit in Projekte investieren die für mich eine Bedeutung haben, die Themen adressieren die mir wirklich was bedeuten. Mode kann sehr oberflächlich sein, und nach ein paar Jahren stellt man sich dann öfter die Frage wie weltverändernd es sein kann, eine Taschenkollektion zu fotografieren. Ich arbeite seit ein paar Monaten an einem privaten Fotoprojekt, ohne Sponsor, ohne Kunde etc. und das würde ich gerne dieses Jahr fertig stellen.

In welchem Jahrzehnt waren die Menschen am schönsten? Schönheit ist ja immer so eine Sache. Ich finde ja gerade das ‚Nichtschönsein‘ wesentlich spannender. Ich bin privat, modisch und musikalisch aber ein großer Fan der 90er.

Was ist dir wirklich wichtig? Die Freiheit das zu tun, was ich wirklich machen will und damit Leute zu erreichen und eventuell auch positiv zu beeinflussen. Toleranz und Offenheit Menschen und Sachen gegenüber die man eventuell nicht unbedingt sofort versteht. Meine Familie und mein Freund.

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Auch im „echten“ Leben für das einstehen, was man online als gut und wichtig befindet. Nicht mit Vorurteilen an Menschen herangehen, helfen, hinschauen, Sachen ansprechen die man nicht in Ordnung findet, sich selber hinterfragen, bewusster auf diesem Planeten leben, Müll reduzieren, nicht jeden Tag Fleisch essen, oder sich einfach mal informieren was man so machen kann.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Heute. Eigentlich mehrmals am Tag. Ich bin schwerer Verfechter einer positiven Einstellung. Dann macht das Aufstehen und das Leben generell mehr Spaß.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde ja liebend gerne Sushi sagen, aber das kann ich nicht. Von daher wären es Pfannkuchen mit ganz vielen verschiedenen Kleinigkeiten die man sich selber dann aussuchen kann und in die Pfannkuchen einrollen kann. (Für die Berliner: Sie meint Eierkuchen. ;) Anm. d. Red.)

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Gestern. Eine Sportübung, die ich vorher noch nicht kannte.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Uff. Da gibt es viele Baustellen. Ich würde gerne umwelttechnisch die Zeit zurückdrehen. Tier- und Pflanzenarten, Eisberge und andere Sachen retten. Ich würde aber auch gerne sämtliche Männer (und Frauen, aber die gibt es in diesen Positionen selten) die für viel Übel auf der Welt verantwortlich sind zur Rechenschaft ziehen. Viel zu selten kommt man nämlich an die eigentlichen Strippenzieher heran oder weiß gar von ihnen. Und ich hätte gerne eine Welt, in der Menschen humaner miteinander umgehen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ach da gibt es nicht so viel. Es geht wohl eher darum, was ich lieber privat halte und was nicht. Aber ich bin schwer froh das niemand meine Gedanken lesen kann.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ich bin schon froh, dass dies nicht nur ein Interview über Mode war :)

Das letzte Wort:
mic drop
Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. Januar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Jannik Stuhlmann

Das 2 Minuten-Interview

Jannik Stuhlmann ist einer der Gründer der Goodlife Company aus Hamburg. Die betreiben das Portal Protein Projekt und machen gesunde Snacks und Sportnahrung. War für uns ja Neuland, wenn wir ehrlich sind, bis… ja, bis wir die PR Betreuung für HEJ (so heißt die eigene Marke) übernommen haben. Seither bewegen wir uns nicht nur körperlich irgendwo zwischen topfit und stahlhart zufrieden, sondern sind auch um viele sehr sympathische Momente mit außergewöhnlich nettem Kontakt reicher. Wer war eigentlich beim HEJ Day mit FitTrio in Hamburg letztes Jahr? M.U.S.K.E.L.K.A.T.E.R! Vom Üben und gemeinsam Lachen. Höchste Zeit also euch etwas teilhaben zu lassen und Jannik ganz offen auf den Zahn zu fühlen. Das ist gerade übrigens gar nicht so einfach. Erstens steht demnächst die größte Fitnessmesse der Welt in Köln an und zweitens pendelt er rund um die Uhr zwischen Deutschland und den USA. Dort wohnt nämlich seine Freundin. Auf ein Wort in der Gangway.

 

Name: Jannik Stuhlmann
Alter: 27
Wohnort: Hamburg
Beruf: Unternehmer
Schuhgröße: 45
Lieblingssportart: Basketball
Kontakt: www.protein-projekt.de/hejnutrition

 

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes?
Ich bereite mich auf den Tag vor, lese Nachrichten auf dem iPad und visualisiere, was ich erreichen möchte.

 

 

Ein guter Vorsatz für 2017:
Als Gründer eines Fitnessunternehmens bin ich tatsächlich derzeit etwas zu wenig beim Sport und werde wie alle Leute in 2017 wieder fit.

 

Auf welche Idee wärst du gerne selbst gekommen?
Die erste richtig gute Suchmaschine für das Internet wäre wahrscheinlich an bahnbrechender Erfolg geworden ;)

 

Was war die größte Herausforderung bei der Gründung von HEJ?
Die Supply Chain richtig zu timen und immer alles in der nötigen Menge auf Lager zu haben, aber nie zu viel zu lagern um nicht unnötig Kapital zu binden war und ist eine große Aufgabe.

 

Wie überwindet man den inneren Schweinehund?
Mit der richtigen Vorbereitung. Wenn man keine ungesunden Snacks essen möchte darf man nie zu hungrig werden, sonst hat man verloren.

 

Jean-Claude Van Damme oder Chuck Norris?
Chuck Norris.

 

Warum?
War in meiner Grundschulzeit der coolere Typ.

Kannst du tanzen?
Nein.

Was sollte jeder über seinen Körper wissen?
Dass er sehr viel mehr leisten kann, als man sich je vorstellen könnte.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum?
Jedes Jahr in der fernen Zukunft. Ich bin neugierig, wie sich die Welt weiterentwickelt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Burger.

Wovor hast du Angst?
Irgendwann zu bemerken, dass man irgendwo im Mittelmaß feststeckt und nichts von Wert für die Welt geschaffen hat.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Ich war in NY zum ersten Mal in einem Helicopter und habe die Stadt von oben angeschaut. Das war extrem cool.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Egal was, Hauptsache es verhilft dem HSV zu mehr Punkten.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich nach wie vor gern bei Backstreet Boys Songs lauter mache.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Warum ich heute nicht in der NBA spiele.

Das letzte Wort:
MMW ist die beste Agentur der Welt! (Hüstel, beschämtwegguck, daswarsonichtabgesprochen, danke – Anm.d.Red.)

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare