Auf die Kresse

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Hier der nächste Schnaps „orginal handmade in Kreuzberg Kellerdestille“, da der nächste Über-Gin mit rückwärtsgedrehten Wacholderbeeren, dort der Likör aus 462 handverlesenen Kräutern und Samen – zugegeben, das ist jetzt ein wenig übertrieben, aber was in den letzten Jahren so an neuen mehr oder weniger spannenden Spritkreationen auf den Markt kam, übersteigt nicht nur das Urteilsvermögen jeder noch so geübten Säuferzunge, es macht auch ein wenig probiermüde. Unsere Begeisterung hielt sich denn auch in Grenzen als unser Felix mit der kleinen braunen Flasche um die Ecke kam. Sehr neu, und so noch nie da gewesen, sei der Faradai. (Ok, mysteriös heißen tut er ja schon mal. Wer benennt sein Getränk schon nach dem Entdecker der elektromagnetischen Rotation?) Und außerdem pritzelt er im Mund, nachdem man einen Schluck getrunken hat. Spätestens hier wird es interessant. Der Faradai besteht aus nur fünf Zutaten: Bergamotte, Bourbonvanille, Jasminblüten, Ceylon-Tee und Parakresse. Letztere ist es auch, die dem Ganzen seinen besonderen Kick gibt. Der erste vorsichtige Zip aus dem Glas verwirrt. Zunächst ist da Süße. Aber nicht nur, es ist eine bittere Süße, eine leichte Schärfe kommt hinzu und letztlich feine, frische Säure. Ein wenig fühlt es sich so an, als würde sich der gesamte Mundraum nach einigen Sekunden nach innen zusammenziehen. Was zur Hölle ist hier los? Spätestens ab dem zweiten Schluck hat man den Drink dann verstanden, sich seine Geschmacksvielfalt erarbeitet. So geht Trinken für Fortgeschrittene. Sein wahres Können zeigt der kleine Braune dann in Kombination mit Tonic und Zitrone oder als Faradai Mule mit Aqua Monaco Ginger, einem Zweig Rosmarin und Zitronenzeste. Wir verlosen einmal eine Box des magischen Elixiers nebst vorgenannter Zutaten an die besonders Mutigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BRAUNE FEE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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FARADAÍ Pará Spirit | 50cl / 45% vol, 35 Euro | faradai.com

Nur Zeit ist Geld

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„Hier darfst du alles“ ist die Aufforderung von Berlin’s erstem Anti-Café, be’kech. Und das ist auch wirklich fast genau so gemeint. Die beiden Gründerinnen Louna Sbou und Nina Martin, beides Freiberuflerinnen, hatten sich nämlich in ihrem Leben vor be’kech regelmäßig daran gestört, wie sie beim Arbeiten in Cafés alle paar Minuten nach einer neuen Bestellung gefragt wurden. Es schien, als dürfen sie hier nicht sitzen und die kreativen Köpfe zusammenstecken ohne permanent zu konsumieren. So drehten sie den Spieß kurzerhand um und gründeten einen Ort, an dem man diskutieren, spielen, arbeiten und dabei Kaffee trinken und essen darf – und zwar ohne dafür zu bezahlen. Hä!? Wie soll das gehen? Das einzige, was im be’kech (der Name ist übrigens eine Mischung der Herkunftsorte von Louna und Nina, Berlin und Marrakech) kostet, ist die Zeit. Genauer gesagt: Die Minute kostet 5 Cent, der Tag maximal 15 Euro. Wenn man also schnell isst, kostet der Snack eben nur zehn Cent. Weil der Ort aber so schön, die Atmosphäre so angenehm und das Angebot so reichhaltig und lecker ist, dass man hier einfach Zeit verbingen muss, geht das Konzept auf. Nicht nur dekotechnisch ist der Ort eine gelungene Mélange zwischen alter DDR und traditionellem Marokko, sondern auch die Karte eröffnet Parallelwelten: Reichhaltiges, frisches (auch gern libanesisches) Frühstücksbuffet, Linsensuppe oder Gazpacho, vegane Kuchen und andere Leckereien locken täglich. Und immer mal wieder kann man hier auch Kultur genießen – in Form von Lesungen, Konzerten, Ausstellungen. Wenn man sich Zeit nimmt. Das Wertvollste, was wir haben.
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be’kech | Exerzierstraße 14, 13357 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 11-19 Uhr | bekech.com | Facebook | Foto Credit: Selim Özadar

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Lust for Life

Sisyphos, der gerissene Frevler aus der griechischen Mythologie, muss zur Strafe ewig einen Steinblock einen Berg hinaufwälzen, der kurz vor dem Gipfel immer wieder herunterrollt. Hartnäckig muss man sein, um so etwas durchzustehen. Hartnäckig ist auch die Pornoregisseurin und Politikwissenschaftlerin Erika Lust. Wie passend, dass sie diese Woche das Sisyphos mit Open Air Erotik bespielt. Die Schwedin gilt als eine wichtige Pionierin der feministischen Pornographie und hat es sich zum Ziel gesetzt, Sexfilme zu machen, die anders sind. Ansprechend. Unabhängig. Echt. Von cineastischem Wert. Ethisch produziert. Filme, die unterschiedliche Menschen und ihre Fantasien und erotischen Wünsche abbilden und erreichen. So hat sie das Projekt XConfessions ins Leben gerufen, die erste crowd-unterstützte Erotikfilm-Serie. Jede und jeder kann sich als Ideengeber einbringen, seine erotischen Fantasien anonym posten, und jeden Monat wählt die Regisseurin zwei Fantasien aus und macht daraus ästhetische, aufwendige und ehrliche Kurzfilme. Einige davon werden auch im Sisyphos zu sehen sein. An zwei Abenden stellt sie nicht nur ihre neusten Erotik-Kurzfilme vor – unter anderem einen des subversiven Kult-Filmemachers Bruce LaBruce – sondern sie stellt sich auch den Fragen des Publikums. Mit ihrer kontinuierlichen Arbeit fängt Erika Lust an eine Lücke zu schließen, die noch immer viel zu groß ist.
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Erika Lust: XConfessions Open Air | Sisyphos, Hauptstraße 15, 10317 Berlin | 12.&14.07.17, ab 20:30 Uhr | Tickets 14 € | Residentadvisor.net  | Facebook Eventlink

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Benne

Das 2-Minuten Interview

„Ich halt meine Hand über die Schwelle, an der sich deine und meine Welt treffen. Und vielleicht kann ich dich berühren“. Benne macht nicht nur Musik, er verwandelt Poesie in Lieder – lebensweise jung, verträumt und klar. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass seine Antworten auf unsere Fragen beinahe selbst klingen wie Songtitel. Hörprobe gefällig? „Denen, die nicht glauben, dass sie eins verdient haben.“, „Entspannte Version von mir selbst“, „Spargel im Kühlschrank“, „Mittelalter it is!“, „Hundert Pferde“ und „Die guten Filme im Kino sind für dieses Jahr aufgebraucht“. Na, zu viel versprochen? Wir wünschen viel Spaß beim Fragen zuordnen in der 2 Minuten Jukebox. Achso, hatten wir erwähnt, das Benne gerade an seinem dritten Album arbeitet, quasi offiziell zur MMW Family gehört und heute auf unserem B’DAY FESTIVAL auf dem Dach spielt? Jetzt aber! #juhu!

Name: Benne
Alter: 27
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 42
Lieblingswort: Fischverkäuferin
Kontakt: facebook.com/benne.musik

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter? Es würde mich alle Überwindung der Welt kosten – aber nein, ich lese nicht weiter, das mag ich nicht wissen. Danach wäre ja alles total öde.
 
Dein Song für die Ewigkeit: Streets of Philadelphia

Welcher Moment hat alles verändert? Ein sehr wichtiges Erlebnis war ein Spanienaustausch mit 15. Das hat mir zum ersten Mal gezeigt, dass es mehr zu entdecken gibt, als mein kleines Dorf und Familienurlaub am Strand – sowohl da draußen, als auch in mir. Es hat für mich einiges ins Rollen gebracht und war auch der Zeitpunkt, an dem ich angefangen habe, die ersten eigenen Lieder zu schreiben.

Wem würdest du gerne ein Denkmal setzen? Denen, die nicht glauben, dass sie eins verdient haben. Und meine Eltern bekommen ein ganz Großes!

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Musik. Wahrscheinlich würde ich auch Filme machen. Und ich würde ins Weltall rausfliegen und schauen ob das stimmt mit diesem unendlichen Universum.

Welches Problem würdest du gerne lösen? Dass mein Schlüssel immer genau dort liegt, wo ich zuletzt nach ihm suche.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest? In letzter Zeit werden die ersten grauen Haare zu den ersten vielen grauen Haaren (ehrlich!), da gehe ich schon auf die 40 zu und komme mir allgemein sowieso oft etwas älter vor als ich bin. In anderen Momenten fühle ich mich dann wiederum wie ein kleiner Junge. Ich glaube also die 27 passen ganz gut.

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Das war wahrscheinlich kurz nach dem Abi, als ich meinen Rucksack gepackt habe und nach Südamerika bin. Das war für mich ein großer Schritt und gleichzeitig ein riesiges Freiheitsgefühl, das ich so bisher noch nicht kannte.

Wer bist du, wenn du mit dir allein bist?
Ich glaube meistens eine sehr entspannte Version von mir selbst. Mir kann allein aber auch schnell die Decke auf den Kopf fallen.

In welcher Epoche hättest du gern gelebt?
Ich war als Kind riesiger Mittelalter-Fan und meine Eltern mussten mit mir zu irgendwelchen Rittermärkten rennen. Mittelalter it is!

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind, wie Enten? Ganz klar: hundert Pferde! Vor Enten, Schwänen und allem was einen Schnabel hat und anfängt auf mich zu zu rennen hab ich sehr großen Respekt – selbst in Orginalgröße.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich habe gerade noch eine Menge grünen Spargel im Kühlschrank. Hm?

Wovor hast du Angst? Dass dann doch wieder alles anders kommt, als man es sich ausgemalt hat. Und dass die guten Filme im Kino für dieses Jahr schon aufgebraucht sind.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Yoga, vor 2-3 Monaten. War gut, mache ich jetzt öfter.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Mir ist oft danach mich selbst und alle die hier sonst auf dem Planeten leben verständnisvoller, einfühlsamer und mitfühlender zu machen, ich glaube das könnten wir die nächsten Jahre gut gebrauchen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich bei meiner Führerscheinprüfung über rot gefahren bin und danach im Rückwärtsgang wieder zurück vor die Ampel. Und dass ich trotzdem bestanden habe!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Eine auf die ich Tourbus-Spiele-Gegen-Langeweile-Tipps geben kann, das ist nämlich mein Spezialgebiet ;)

Das letzte Wort:
Sommer!!!

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 27. Juni 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Let’s play!

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Morgen und übermorgen steigt das diesjährige Berlin Fashion Film Festival in der Hauptstadt. Und wie! Im Columbia Theater am ehemaligen Flughafen Tempelhof versammeln sich Macher, Möger, Vordenker und Vorreiter der internationalen Kreativszene, um den Status quo kreativen Filmemachens neu zu definieren und Vernetzungs- und Kreationsmöglichkeiten im Spannungsfeld aus Film und Lifestyle, Creative Culture und Mainstream zu schaffen. Auf der zweitägigen Konferenz kommen jeweils über 500 Filmschaffende und Opinion-Leader aus Werbung und Lifestyle zusammen, um sich in spannenden Talks, bei Workshops oder beim Creative Speed Dating Inspiration und Input zu holen, neue Talente kennenzulernen und die besten Fashion Filme des Jahres im Rahmen einer großen Award Show auszuzeichnen. Hatten wir die Jury erwähnt? Hier ein Auszug: diesmal dabei sind u.a. Casting Director Rolf Scheider, Matthias Storath (Executive Creative Director bei HEIMAT Berlin), Catherine Le Goff (Commissioning Editor bei ARTE), Juul van Alphen (Senior Creative Producer von Stella McCartney) und Götz Ulmer (Partner und Boardmember bei Jung von Matt). Keine weiteren Fragen. Wer nicht das volle Festivalpaket buchen möchte, kann sich bei den Public Screenings die Highlights des diesjährigen Wettbewerbs vor Augen führen. Bei der gemeinsam mit dem deutsch-französischen Kultursender ARTE veranstaltete ARTE FASHION FILM NIGHT am 8. Juni werden ab 18 Uhr im Passage Kino Neukölln ausgewählte Dokumentarfilme aus der glamourösen Welt der Mode gezeigt. Zum krönenden Abschluss und direkt im Anschluss an die Award Show markiert ein fulminanter Live Show Act das große Finale und den Beginn der Aftershowparty. In diesem Jahr wird der Übergang ins ausgelassene Feiern dabei besonders fließend: Das Visual-DJ-Duo Blaenk Minds erweckt gemeinsam mit der Berliner Designerin Esther Perbandt deren Mode, im Spiel zwischen Bewegung und Begegnung zum Leben. Wie sagt Festivalgründer Frank Funke so schön: „Der Fashion Film ist das Musikvideo unserer Zeit.“
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Berlin Fashion Fim Festival 2017 | 08.-09.06.17 | Columbia Theater, Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin | Tickets: 2 Days 359 Euro / VIP 459 Euro | Show Act & Aftershowparty 09.06.17, 23 Uhr | Tickets: 15 Euro | www.berlinfashionfilmfestival.net

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 06. Juni 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Here we go!

Nur noch nichtmehrsooft schlafen und unser MUXMÄUSCHENWILD B’DAY FESTIVAL am 28. Juni taucht den Klunkerkranich in noch mehr Farbe, noch mehr Klang und noch mehr großartige Energie als ohnehin schon. Wir wollen mit euch feiern, anstoßen, abklatschen, kuscheln, lachen und andächtig entrückt bis frenetisch extatisch der wunderbaren Musik unserer fantastischen Künstler lauschen (mehr Superlativ haben wir beim besten Willen nicht unterbekommen). Wir spannen euch nicht länger auf die Folter und geben im Folgenden feierlich das Line-up für unseren großen Tag bekannt. Gemeinsam mit unseren Freunden von Give Something Back To Berlin bringen eine internationale Auswahl grandioser Musiker und Künstler auf zwei Bühnen – mit dabei sind zum Beispiel der inzwischen in Berlin heimisch gewordene Weltenbummler und Singer-Songwriter Benne, der gebürtige Kanadier Sway Clarke, Kids of Adelaide (guck mal im Interview), die Italienerin Missincat, die Londonerin Reema und ein ganz besonderer Secret Act, den wir offiziell erst ab dem 21. Juni bekanntgeben können. Auf der Acoustic Stage spielen außerdem unter anderen FINN, Eveline, Lisa Who und Catze. Drumherum gibt es Drinks, Snacks und jede Menge Gesprochenes, Gelesenes und Gebasteltes. Den genauen Time Table findet ihr auf der Facebook Eventseite.
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MUXMÄUSCHENWILD B’DAY FESTIVAL | Mi., 28.06.17 ab 15 Uhr | Klunkerkranich, Karl-Marx-Str. 66, 12053 Berlin | Eintritt: 3€ + 2€ Spende an Give Something Back To Berlin | Facebook Eventseite

MMW_BDAY_Flyer

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MISSINCAT

Das 2-Minuten Interview

MISSINCAT liebt Hunde. Das finden wir so schön, dass wir es zu Beginn unserer kleinen Hommage einfach kurz so stehen lassen wollen. Die gebürtige Mailänderin (oder sagt man Milanesin) heißt eigentlich Caterina Barbieri. Seit zehn Jahren lebt sie in Berlin, schreibt und macht ihre eigene Musik. Drei Alben hat sie bisher unter ihrem Künstlernamen MISSINCAT veröffentlicht. Am 28. Juni spielt sie auf unserem MUXMÄUSCHENWILD B’DAY FESTIVAL auf dem Dach des Klunkerkranich und wir freuen uns wie Schnitzel auf sie. Vielleicht kriegen wir bei der Gelegenheit auch raus, was es mit der verlorenen Katze auf sich hat oder worauf sich das SIN in ihrem Namen bezieht. Bis dahin viel Spaß beim Lesen und vorhören. Ihre aktuelle Single „Made Of Stone“ gibts nämlich hier.

Name: Caterina Barbieri alias MISSINCAT
Alter: 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikerin
Schuhgröße: 37
Lieblingsgeräusch: Wasser beim Tauchen
Kontakt: Schick mir eine Message auf Facebook

Die beste Melodie aller Zeiten?
„Shine On You Crazy Diamond“, Pink Floyd

Wann machst du bessere Musik: wenn du gut drauf oder traurig bist?
Ich habe viele Ideen, wenn ich traurig bin, ob es die besseren sind, weiß ich noch nicht.

Wer oder was inspiriert dich?
Klänge, schwierige Momente, Träume.

Hund oder Katze?
Hund forever!

Ein Buch, ein Film, eine Platte, die jeder gelesen, gesehen und gehört haben sollte:
Buch: Patti Smith, Just Kids
Platte: Nina Simone, Little Girl Blue
Film: The Royal Tenenbaums von Wes Anderson

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein?
1969 – dieses Jahr würde ich gern erleben! (Was war da los? Anm.d.Red.)

Welche drei Dinge kann jeder Mensch sofort tun, um die Welt besser zu machen?
Empathie lernen, sich in die Lage von anderen Menschen hinein versetzen…

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun?
Um Mitternacht Schlagzeug im Wohnzimmer spielen :)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Risotto alla milanese mit Safran und Salsiccia

Mit welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gerne einen Song aufnehmen?
Mit Chet Faker duettieren stelle ich mir gut vor.

Wovor hast du Angst?
Geschwindigkeit.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Eben gerade am Esstisch, Ziegenkäse mit Honig und Senf. Sehr gut.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde Kunst und Musik stärker staatlich fördern, etwa wie in Kanada oder Frankreich, so dass Künstler weniger kämpfen müssen und auch experimentelle Projekte ihren Platz finden.

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich bin der absolute control freak, aber ich arbeite daran… ;-)

Das letzte Wort: fine
Foto Credit: Christoph Voy

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 30. Mai 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Oliver Koletzki

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Das 2 Minuten-Interview

Oliver Koletzki muss man nicht mehr vorstellen. Als DJ und Musiker prägte der gebürtige Braunschweiger (Aufstieg, Alter!) und Ex-C64 Beatbastler den Sound Berlins der letzten Dekade mit. Am Freitag erscheint sein großartiges sechstes Studioalbum „The Arc of Tension“ auf seinem eigenen Label Stil vor Talent, mit dem er auch Acts wie Dapayk & Padberg, Sascha Braemer, H.O.S.H., David August oder HVOB nach vorne bringt. Erwachsen klingt es, ruhiger, weiter. Musik mit Substanz. Grund genug einmal genauer nachzufragen. Wir haben uns auf ein zackiges 2-Minuten-Interview bei Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Meditationsmusik verabredet. Morgens steigt übrigens der Album Release im nigelnagelneuen Säälchen auf dem Holzmarkt. Wir verlosen 1×2 Tickets an die besonders Gespannten unter euch. Schreibt eine mail mit dem Betreff ‚MÜCKENSCHWARM‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Oliver Koletzki
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 46
Lieblingsvenue: Kater Blau
Kontakt: sandy@stilvortalent.de (Pressekontakt)

Keiner tanzt, was nun?
Vodka für alle aufs Haus.

Die berühmte Insel, ein iPod, drei Songs. Welche?
Meditationsmusik
Drei Fragezeichen Hörspiel
Irgendwas von Chilly Gonzalez

Fährst du mit den Öffis?
Gar nicht. Nur wenn ich unbedingt muss.

Im Zweifel lieber stumm oder taub?
Stumm.

Ein Konzert, das du nie vergisst:
Daft Punk 1997 in Hannover

Wo gehst du privat feiern?
Kater Blau oder Sisyphos

Verrate uns einen magischen Ort!
Alles auf der einstündigen Autofahrt von Wanaka nach Haast in Neuseeland.

Wem würdest du gerne ein Denkmal setzen?
Meinem Opa, der mir Schach spielen beigebracht hat.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne?
Mich unsichtbar machen zu können.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei

Wovor hast du Angst?
Davor, dass noch schwierigere Fragen kommen. (Keine Sorge ;) Anm. d. Red.)

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Baileys zusammen mit Pfeffi hab ich letzte Woche probiert. Klingt schlimm, schmeckt gar nicht so schlecht.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde Marihuana legalisieren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich Simon von Andhim den Bauch rasiert habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?

Das letzte Wort:
Ich bestell mir jetzt Sashimi. :)

100 Brote

Was macht ein richtig gutes Brot aus? Saftig muss es sein und nicht trocken. Einfache, gute Zutaten und: eine knackige, knusprige Kruste. Jenny und Stefan haben (glücklicherweise direkt bei uns um die Ecke) ihren Laden 100Brote eröffnet! Was es dort gibt? Nun, genau das: gutes, einfaches, ehrliches und vor allem leckeres und krustenreiches Brot. Mehl, Salz, Wasser heißt das Geheimrezept. Und Dinkel statt Weizen. Und gutes, gelerntes Handwerk. Stefan bringt so viele Jahre Bäckerei-Erfahrung mit wie viele von uns noch gar nicht alt sind und Jenny ist nichts Geringeres als Landesmeisterin der Bäckerjugend Berlin-Brandenburg. Bestellt können die beiden Brote zur Wahl (ein „Jungsbrot“ mit mehr Roggen als Dinkel, auch für echte Mädchen, oder den Hungry Shepherd mit mehr Dinkelanteil) übrigens auch online. Damit man sichergehen kann, dass das Brot genau dann da ist, wenn man es wirklich braucht. Bestellen, bezahlen, abholen. Und dazu gleich einen der leckeren Salate mitnehmen.
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100Brote | Hufelandstraße 2, 10405 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Sa, 08:30 – 20:00 Uhr, So 09:00 – 18:00 Uhr | www.100brote.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Mai 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Kaddie & Helmut Rothe

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Das 2 Minuten-Interview

Helmut und Kaddie sind Schwestern. Und sie haben Ziele. Doch bevor sie davon erzählen, müssen wir euch noch kurz darauf vorbereiten, was gleich kommt. Schließlich haben wir es hier mit einem superhübschen 1,80 m großen Mutantenengel (Helmut) und einer 13 1/2 Leben lebenden, lebendigen Expertin „in nothing in particular“ zu tun. Letztere ist laut eigener Aussage als ‚Creative Director‘, ‚Head of Sales‘ und ‚Head of Party‘ für den wilden Output bei der gemeinsam gegründeten experimental Marketing-Agentur goalgirls samt Blog und allem Zip und Zap zuständig, erste für so ziemlich alles andere. Ach ja, Helmut ist ein Mädchen, wie das kam, erfahrt ihr gleich. Die goalgirls veranstalten unter anderem so großartige Momente wie die Concept Kitchen Club Charity-Dinnerparties. So auch am kommenden Freitag. Am 12. Mai liegt das Glück der Sterne beim vollmundigen Astro Café direkt auf den Tellern im Atelier Aufbauhaus. Und weil wir euch den Blick ins Universum nicht verstellen wollen, verlosen wir zwei Tickets an der Tafel. Schreibt eine Email mit dem Betreff ‚EIN KOMPLIMENT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. In diesem Sinne, viel Spaß mit den Schwestern mit den Zielen.

Name: Kaddie Rothe / Helena (Helmut) Rothe
Alter: 24 / 23
Wohnort: Berlin / Berlin-Mitte
Beruf: Experiential Marketing, Design, Event Planner / Experiental Marketing Agentur & Concept Kitchen Club
Schuhgröße: 38 (und einer 37,5 – ich weiß aber nie welcher) / 39
Lieblingssuperheld: Pooh der Bär / Romeo (mein Hund)
Kontakt: kaddie@goalgirls.de / helmut@goalgirls.de

 

Was schätzt du an deiner Schwester am meisten?
Kaddie: Helmut ist meine bessere Hälfte, vernünftig, kritisch, ein absoluter Kontrollfreak – und auch ein bisschen Clown. Sie holt mich immer mal wieder auf den Boden zurück. Mir fallen leider nur Klischees ein wie ‘mein Fels in der Brandung’, dabei ist wahrscheinlich mein allerliebster Teil an ihr, dass ich 24/7 mit ihr Chillen kann, ohne dass wir uns auf die Nerven gehen.
Helmut: Am meisten schätze ich an Kaddie ihr Durchhaltevermögen. Das meine ich besonders auf die Arbeit bezogen. Sie schafft wirklich alles an einem Tag. Außerdem bewundere ich sehr, wie gut sie connections sammeln kann. Sie hat wirklich ein krasses Network in Berlin (was natürlich auch durch ihre Arbeit im Soho House geprägt wurde), aber auch durch ihr Feingefühl wie sie mit Menschen umgeht und ihre Coolness, auf die einfach jeder steht.

Wer ist Helmut?
Kaddie: Helmut ist meine kleine, große Schwester – ich liebe es, wenn ich ihren Spitznamen rufe und alle sich wundern, wenn dieser 1,80, superhübsche Mutantenengel antwortet. ‘Helmut’ soll die männliche Version ihres richtigen Namens sein ‘Helena’ – wann genau wir (die ganze Familie) beschlossen Helena gegen Helmut einzutauschen, weiß ich nicht mehr.
Helmut: Helmut, das bin ich! Tatsächlich stammt er aus dem Namen Helena, aber meine Freunde fanden Helmut passt besser zu mir. Mittlerweile fühle ich mich mehr angesprochen, wenn mich jemand Helmut nennt.

Was würdest du tun wenn du nicht scheitern könntest?
Kaddie: Ich würde wahrscheinlich genau das weiter machen, was ich gerade tue – Charity Dinnerparties planen, Kollaborationen, Kunst, Mode – alles, goalgirls! Ich folge einfach meinem Bauchgefühl und das war bisher auch immer richtig.  ;)
Helmut: Ich würde genau das Gleiche tun, was ich jetzt mache – vielleicht mit ein bisschen mehr Risiko. Bei mir ist immer alles sehr kalkuliert, aber ohne den Gedanken “scheitern” würde ich Kaddie erlauben noch mehr Quatsch zu verticken.

Wie alt wärst du wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Kaddie: 28 – ist so ein Gefühl.
Helmut: Kaddie sagt schon immer ich bin wie 12 für sie! Meine andere beste Freundin bezeichnet mich gerne als Granny, weil ich nachts beim Feiern nicht mehr so lange aushalte… Irgendein Alter dazwischen, denke ich.

Erzähle uns einen Witz! ;)
Kaddie: Was macht ein Clown im Büro? – Faxen.
Helmut: Was steht auf dem Grabstein eines Mathematikers? – „Damit hat er nicht gerechnet.“  Um ehrlich zu sein musste ich gerade einen Witz googeln. Ich habe nie einen Witz im Kopf. Mein Opa ist dafür aber Pro!

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr zur Verfügung hättest?
Kaddie: Ich würde ein Buch schreiben oder Tagebuch – wahrscheinlich geht das Hand in Hand.
Helmut: Die würde ich auf jeden Fall zum schlafen nutzen.

Welche Farbe nimmt ein Chamäleon an, wenn es in einem Raum sitzt, in dem nur Spiegel hängen?
Kaddie: Ich schätze es bleibt chamäleonfarbig? Gibt es die Farbe ‘unsichtbar’?
Helmut: Das Chamäleon hat endlich die Chance sich selbst anzuschauen und darzustellen und färbt sich in der Farbe, in der es sich am besten gefällt?

Was kannst du gar nicht?
Kaddie: Mit Geld umgehen – meine Devise ist ‘Money for Memories’ – aber das ist glaube ich falsch (würde Helmut sagen).
Helmut: Lügen.

Wem möchtest du gern ein Kompliment machen und welches?
Kaddie: Ich gebe dauernd Komplimente, ich finde das ist wichtig und es spielt auch gar keine Rolle, was für ein Kompliment man gerade macht: In diesem Moment möchte ich allerdings meinem Lieblingsbarista Craig sagen: toller Kaffee!
Helmut: Euch! Finde wirklich super was ihr macht! Und toll, dass ihr an uns gedacht habt! (:-) Anm. d. Red.)

Wovor hast du Angst?
Kaddie: Meistens ganz banale Dinge: Insekten, Hohe Leitern, Herzbruch.
Helmut: Ich bin eigentlich generell ein ganz schöner Schisser – selbst beim Treppenabgang gehe ich immer sehr vorsichtig.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Kaddie: Passend zu unserem Astro Café haben wir letzte Woche einen Girly Abend mit Tarotkarten gemacht – das war neu. Und auch ein bisschen unheimlich.
Helmut: Ich bin gerade letzte Woche das erste Mal mit dem COUP E-Scooter durch Berlin gecruised. Ich bin vorher noch nie mit dem Roller gefahren und es hat echt so viel Spaß gemacht und Adrenalin – jetzt benutze ich den 24/7 und bereue, dass ich gerade mein Fahrrad repariert lassen habe! R.I.P.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Kaddie: Oh, so vieles – das fängt ja schon bei Rücklehnen von Flugzeugsitzen an. Obwohl ich glaube ich als erstes die Massentierhaltung abschaffen würde (don’t get me started). Und Trump.
Helmut: Als erstes würde ich die Aufklärung über jegliche bürokratischen Dinge in Deutschland ändern – das sollte man direkt in der Schule lernen. Nach dem Studium wird man so in das “erwachsene“ Leben geschmissen – Krankenversicherung, Verträge, Lizenzen. Das ist besonders für junge Unternehmensgründer nicht so einfach – deshalb haben wir ja auch unseren Blog gestartet.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kaddie: Ich bin sowieso ein ziemlich offenes Buch aber gerade das macht mich verletzlich.
Helmut: Ich habe aus Versehen ein paar Monate lang Weichspüler als Waschmittel benutzt, weil ich den Namen Kuschelweich so süß fand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Kaddie: Ihr hättet mich über das Brunstverhalten der Tapire fragen können – ganz egal – ich habe zu jedem Thema irgendetwas zu sagen!
Helmut: Wo ich mich in 5 Jahren sehe – das ist doch eine typische Interviewfrage. Zum Glück habt ihr die nicht gestellt, da würde mir auch nichts einfallen.

Das letzte Wort:
Kaddie: Das ist hoffentlich immer: Liebe. Microphone pass: Helmut.
Helmut: HELMUT OUT.

Foto Credit: John Leon

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Danke, Leipzig!

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Offene Fenster in holzvertäfelten Wänden lassen die Staubflocken in den Sonnenstrahlen tanzen. Dazwischen stapeln sich die Bücher bis unter die Decke, der Boden ist belegt von einem riesengroßen Kelim, der Kamin glüht vor. Das ist kein englischer Gentlemen’s Club, sondern der atmosphärische Raum in den Leipziger Off The Road-Studios, in denen BENNE seine Live-EP „Leipzig Sessions“ aufnahm. Ein Glückstreffer in einem Hinterhof in Sachsen. Der Musiker mit der sanften, rauen Stimme, dem folkigen Ton und der alten Seele hatte bereits sein zweites Album im Kasten, als er mit der Idee, einige Songs in abgespeckter Live-Version aufzunehmen in diesen großartigen Raum trat. Diese Atmosphäre trägt er nun durch die Republik, diese Magie bringt er auch in Berlin auf die Bühne. Mal ruhig, in sich gekehrt und mit geschlossenen Augen, mal kraftvoll und mit überzeugender Energie erzählt BENNE von Momentaufnahmen des Lebens, den kleinen Dingen mit der großen Wirkung, von Beobachtungen des Alltags fernab von Menschen, Leben, Tanzen, Welt. Er nimmt uns sofort mit in sein Universum, beseelt uns, und wenn er singt, dass „alle Sorgen mit dem Sonnenaufgang verschwunden“ sind, will man nur sagen: Nein, Benne, sie sind es schon jetzt. Am Sonntag spielt er für uns und alle ein Konzert in Berlin. Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste an die besonders Sorglosen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FÜHL MAL!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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BENNE – „Berühren“-Tour | So., 07.05.17, 20 Uhr | Prachtwerk, Ganghoferstraße 2, 12043 Berlin | Webseite | Facebook | Tickets | Foto Credit: Tim Waschk

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 02. Mai 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Tobias Vetter

Das 2 Minuten-Interview

Von wegen Nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Wer sowas sagt, mag auch keine kleinen Kinder, Frenchie-Welpen, Wassereis oder nackt im Sommer vom Drei-Meter-Brett springen. Nette Menschen sind eine absolute Wohltat und der netteste Mensch, den wir kennen, heißt Tobias, ist ein unfassbar talentierter Tätowierer und mag’s düster. Nebenbei betreibt er gemeinsam mit seiner Freundin das großartige Fechtner Delikatessen-Geschäft in der Torstraße (Avocado-Lachs-Pochiertes Ei!!!), das wir euch ja bereits kaffeebrühwarm ans Herz gelegt haben. Wir fragten kurz und bündig zwischen Schwalben und Pancake-Stich, zu unsichtbaren Arschgeweihen, Popelei und das Älterwerden. Wer mal gucken und sich Appetit holen möchte, schaut am besten nach dem Lesen mal auf seine Instagram Seite. #wiegeilistbittederfrozenyoghurt

Name: Tobias Vetter
Alter: 31 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Tätowierer
Schuhgröße: 45 (interessanter Fact ;)
Lieblingsmotiv: Florales und Düsteres
Kontakt: vettertattooing@gmail.com

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt?
Das ist immer der Moment, wenn ich nach längerer Zeit mal wieder in die Berge/Heimat fahre, aus dem Zug oder Auto steige und die ehrliche, gute Luft dort einatmen kann.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit?
Die Glühbirne – ohne die ich nicht bis spät in die Nacht zeichnen könnte.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Ich gehe fast nicht mehr in Clubs und vermisse das Nachtleben auch nicht.

Welches Tattoo würdest du nicht stechen?
Das „klassische“ Arschgeweih.

Bist du Künstler oder Dienstleister?
In erster Linie Künstler.

Hund oder Katze?
Hund (Frenchie-Welpe :-) Anm.d.Red.)

Ein Rat, von dem du nie gedacht hättest, dass er dir einmal nützen würde:
Egal was du tust oder lässt, höre auf dein Bauchgefühl – das Wichtigste und Sinnvollste überhaupt.

Was wäre die erste Sache, die du tätest, wenn du unsichtbar wärst?
Ordentlich Nase popeln in der Öffentlichkeit.

Welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal ein Tattoo stechen?
Kate Moss (Und welches? Anm.d.Red.)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Allgäuer Kasspatzen

Wovor hast du Angst?
Manchmal vor der Zukunft – darum lebe ich gerne im Hier und Jetzt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ungerechtigkeit in jeder Form abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Kann ich doch nicht sagen, sonst wüsste es ja direkt jemand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Bist du wirklich schon 31 Jahre alt?? Du siehst viel jünger aus! ;)

Das letzte Wort: Eine alte Allgäuer Weisheit, die ich jedem mit auf den Weg geben kann:
Kaufsch billig, kaufsch zweimol.

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Wand zu Tisch

Ist es möglich Lebensmittel zu konsumieren, die keinen Transportweg hinter sich haben? Klar! Entweder man setzt sich direkt unter den Apfelbaum und pflückt die Frucht vom Ast in den Mund. Oder man pilgert an die Rosenthaler Straße und bestellt einen leckeren Salatteller. Hier steht nämlich die Good Bank, äh DAS Good Bank – das allererste „Farm-to-Table“-Restaurant. Bedeutet, die Lebensmittel – vornehmlich Salat- und Gemüsesorten wie beispielsweise Baby-Grünkohl – werden direkt an den Wänden des Restaurants angebaut. Das klingt nicht nur verrückt, sondern sieht auch sehr futuristisch aus. An einem langen Tresen stehend, kann man dem zarten Grün beim Wachsen hinter Glas zusehen. Diese vertikalen Klein-Farmen sind übrigens dank modernster LED-Technologie sehr energiesparend. Ausgetüftelt haben die innovativen Farm-Wände die Schlaumeier von Infarm, die als kreative Pioniere täglich an der Entwicklung von urban farming tüfteln. Sollte der Apfelbaum also gerade nicht in der Nähe sein: einen kleineren ökologischen Fußabdruck beim Essen als bei Good Bank kann man wohl kaum hinterlassen. Und das trotz Fisch und Fleisch, die man zum Grün dazu bestellen kann.
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Good Bank | Rosa-Luxemburg-Straße 5, 10178 Berlin | good-bank.de | Facebook

Selber Pflanze

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Die eine oder der andere mag eine gewisse Pflanzenlastigkeit und Naturnähe in den letzten Ausgaben unseres kleinen feinen Newsletters ausgemacht haben, eine Liebe fürs Grüne, eine Leidenschaft für alles Knospende. Schuldig im Sinne der Anklage und wir setzen hiermit gern noch einen drauf. Denn wenn so herrliche Dinge anstehen, wie die Pflanzzeit in der Markthalle Neun, kommen wir nicht drum herum davon zu berichten. Denn während die IGA zum gucken lädt, wird am 22. April die Selberpflanz- und Balkonien-Saison in Kreuzberg eröffnet. Gartenbauer aus dem Umland bringen die famosesten Nutzpflanzen in die Stadt – Auberginen und Paprika, Gurken und Salate, Tomaten, Chilis und Kräuter ohne Ende sind zu haben. Aber auch wiederentdeckte Exoten wie die Wasabirauke oder der Malabaespinat. An verschiedenen Ständen kann gestöbert und probiert werden. Wer (noch) nicht mit einem grünen Daumen gesegnet ist, bekommt eine nützliche Einführung in das richtige Anziehen und den perfekten Dünger. Etwas mehr in die Tiefe gehen die kurzen Workshops zur Jungpflanzenzucht von ‚bauerngarten‘ und zur Kunst des Kräutergärtnerns von der ‚Kräuterschule Berlin‘. Selber setzen, selber ziehen, selber ernten, selber essen!
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Pflanzzeit 2017 | Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin | Sa., 22.04.17, 10-18 Uhr | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Multipolster, Multipolster

Neue und spannende Künstler und ihre Werke zu entdecken ist gar nicht so einfach. Der Markt ist groß und undurchsichtig, aber zum Glück gibt es Kuratoren! Die Enter Art Foundation ist ein Berliner Non-Profit-Unternehmen, ausschließlich mit Sponsorengeldern finanziert, mit dem Ziel, aufstrebende Künstler zu fördern und gleichzeitig eine einzigartige Sammlung zeitgenössischer Kunst aufzubauen. Die Kuratoren, Künstler und Marketingexperten der Stiftung helfen vielversprechenden Kunstschaffenden nicht nur mit Kontakten zu Galeristen und Sammlern, sondern auch mit regelmäßig stattfindenden Ausstellungen. Ab dem 22. April stellt die Stiftung in ihrer dritten Ausstellung 30 Künstler aus 18 Ländern vor und ergänzt die Schau um Werke aus der Enter Art Collection. Besonders genial: das Ganze findet nicht in einer ehrwürdigen Galerie samt weißer Schauwände statt, sondern im ehemaligen Multipolster in der Leipziger Straße. Ob da wohl noch ein paar Sofas rumstehen? Gezeigt wird ein internationaler Mix aus Fotografie, Malerei, Zeichnungen und Collagen, Videokunst, Skulptur und Druckgrafik. Eine wunderbare Gelegenheit also, sich einen Überblick über die Kunst der Stunde zu verschaffen.
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Enter Art Foundation Ausstellung | MULTIPOLSTER, Leipziger Straße 42, 10117 Berlin | Öffnungszeiten 22.04.-07.05.17, 12-20 Uhr | Eintritt frei | www.enterart.com | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

An den See

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In und um Berlin gibt es mehr als 3000 (in Worten: dreitausend) Seen. Jeder von ihnen eine Verlockung zum Bade, ein Sommerversprechen, ein kleiner Urlaub für die Seele. Wir selbst führen seit Jahren Liste und Buch, um Sommer für Sommer neue Badestellen, Buchten und Kleinode zu entdecken – egal ob mit dem Rad, per Bummelzug oder Auto. Mindestens drei Neue wollen wir in jedem Jahr entdecken. Wenn wir also in dem Tempo weitermachen, sind wir in ca. 988 Jahren durch. Sackgasse also oder zumindest eine sehr lange, steile Straße zum Glück. Die ultimative, alles verändernde Abkürzung gibt es jetzt. Denn wie auch immer haben Karoline Rosina und Nils Kraiczy alle famosen Seen, Teiche und Badestellen rund um Berlin erkundschaftet, benannt, bewertet, wunderschön bebildert und wortreich dokumentiert. „Take Me To The Lakes – Berlin Edition“ heißt ihr selbst herausgegebenes Buch. Unter den 140 gesammelten Badestellen findet man kurze Erfrischungen zum Feierabend genauso wie Empfehlungen für das ausgedehnte Freunde-Wochenende. Die einladenden Bilder im Buch werden mit allerlei nützlichen Informationen ergänzt: Empfehlungen für Picknickplätze und Übernachtungstipps, Nachweise zur Wasserqualität und natürlich hilfreiche Karten und Geodaten. Damit die Suche nach dem Geheimtipp nicht zur Irrfahrt wird. In wärmender Vorfreude verlosen wir ein Buch an die Entdecker unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „SKINNYDIP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Take Me To The Lakes – The Berlin Edition | 19,90 € Softcover / 34,90€ Hardcover Limited Edition | www.takemetothelakes.com | Foto: The Gentle Temper

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 11. April 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Die Sprache der Bäume

Das Rotkehlchen tiriliert viel nervöser als die Amsel. Der Baumfalke hingegen ist eher ein kehliger Schreihals. Und der Haubentaucher ist ein richtiges Schnatterinchen. Es ist Frühling, und die Hauptstadt geht auf Vogelstimmen-Fang. Die gefiederten Gesellen suchen sich in der ganzen Stadt ihre Nist- und Nahrungsplätze: Parks und Friedhöfe, Stadtbrachen und Bahnanlagen, Alleen und Kleingartenanlagen sind von Schwalben und Tauben, Dohlen und Spatzen bevölkert. Woher wir das alles wissen? Nun ja, erstens lieben wir die Natur und alles, was in ihr kreucht und fleucht. Und zweitens haben wir einen großartigen Spickzettel. Die „Naturblick“-App des Museums für Naturkunde. Über den Recorder im Smartphone bestimmt die App die Sprache der heimischen Vögel. Aber auch andere Tiere, Säuger, Amphibien und Reptilien sowie Bäume, Kräuter und Wildblumen erkennt die App. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Metropolen ist Berlin nämlich sagenhaft grün, man muss also hier nicht erst einmal rausfahren, um die Vielfalt des Natürlichen zu entdecken. Mit geschärftem Blick und geschultem Ohr kredenzt uns die Stadt nämlich auch die eine oder andere Überraschung – wie die Falken über dem Volkspark Humboldthain. Wir geben zu, die Vögel haben’s uns angetan. „Naturblick“ ist ein partizipativer Pilotversuch. Das digitale Bestimmungsbuch wird dank der Rückmeldungen von Userinnen und Usern stetig erweitert, die Beobachtungen und Aufnahmen können geteilt werden. Wer weiß, womöglich entdeckt noch wer gar eine ganz neue Spezies? In Berlin kein abwegiger Gedanke. Die Natur zurück in die Stadt holen? Nicht nötig. Denn die Stadt liegt in der Natur.
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Naturblick App | kostenlos für Android und iOS | naturblick.naturkundemuseum.berlin

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. April 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Philip Morsink & August Ullrich

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Das 2 Minuten-Interview

August und Philip machen in Gläser. Also in Schnapsgläser. Himmel! In Schnaps in Gläsern. So jetzt haben wir es aber. Einmachgläser um genauer zu sein. Und das kam so: Zu Zeiten der amerikanischen Prohibition stiegen findige Schwarzbrenner (also Leute, die illegal Schnaps brannten) auf alternative Verpackungsmethoden um, um ihre Ware unter fremder Flagge unbemerkt an die Kehlen der Bürger zu liefern. Weil das Befüllen meist nachts, also im Mondschein geschah, nannte der Volksmund sie bald Moonshiner. Kurz vorgespult ins Jahr 2014. August und Philip studieren, lieben Schnaps und stoßen auf die Mondlicht durchflutete Brenngeschichte siehe oben. O‘Donnell Moonshine ward geboren und versorgt nun europaweit ganz offiziell und bei Tageslicht aufgeschlossene Trinker mit natürlichen Bränden pur, aus Nuss, Rose oder Bratapfel. Wir haben beide befragt, nach Katerrezepten (nix zu holen hier), das Scheitern, Chamäleons in Spielkabinetten und Präsentkörbe voller Schnaps als Dankeschön für Wohnungstipps. Lesen Sie selbst. P.S. Philip war sehr wichtig, dass wir erwähnen, dass er großer Fan des 1. FC Köln ist. Gut so, Philip?

Name: Philip Morsink / August Ullrich
Alter: 29 / 29
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Geschäftsführer O’Donnell Moonshine GmbH / Schnapsvermarkter
Schuhgröße: 44 / 43
Lieblingsschnaps: O’Donnell Moonshine Harte Nuss / O’Donnell Moonshine Bratapfel
Kontakt: philip@odonnell.de / august@odonnell.de

Hand aufs Herz, was hättest du ohne Alkohol nie getan?
Philip: Ich glaube, ich wäre während meines Studiums sonst nicht einfach mitten in der Nacht nach München gefahren, nur weil wir Lust auf eine Weißwurst und ein Bier im Hofbräu hatten.
August: Ständige Liebesbekundungen an meine besten Freunde „wie gern ich sie habe“.

Was hilft wirklich gegen Kater?
Philip: Nichts, da muss man leidend durch.
August: Leider nur warten.

Hast du einen Plan B?
Philip: Nein, ans Scheitern denke ich nicht, da bin ich eher positiv. Früher wollte ich mal Pilot werden, aber das wird langsam knapp. ;)
August: Liberaler Rabbiner an der Ostküster der USA werden.

Welche Farbe nimmt ein Chamäleon an, wenn es in einem Raum sitzt in dem nur Spiegel hängen?
Philip: Ich denke es ist dann komplett verwirrt und wechselt die Farben im Sekundentakt.
August: Es wir durchsichtig.

Auf welche drei Dinge könntest du nicht verzichten?
Philip: Mein Auto, gutes Essen und mein Handy.
August: Langes Duschen, Blauschimmelkäse, Karnevalslieder

Wie kann man dich um den Finger wickeln?
Philip: Mit einem kleinen Präsentkorb, gefüllt mit Wein, Käse und Wurst, ist alles möglich.
August: Gutem Essen.

Was hast du gestern gelernt?
Philip: Dass Parken im Parkverbot immer noch nicht klug ist.
August: Grönland gehörte einmal zu EU, aber ist ausgetreten bzw. ist unabhängig von Dänemark geworden um dadurch nicht mehr dabei zu sein.

Bitte ergänzen: Für einen Tag wäre ich gerne einmal…
Philip: Ein Adler.
August: Bundeskanzler/in

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Philip: Ihr könntet bei Deliveroo frei wählen.
August: Kommt drauf an wie viele ihr seid. Wenn die ganze Redaktion kommt, würd‘ ich Kartoffelsalat machen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen?
Philip: Helmut Schmidt, ein unglaublich interessanter Mensch!
August: Barack Obama.

Wovor hast du Angst?
Philip: Vor Höhe, da reichen schon die endlosen Treppen in der Londoner U-Bahn. (O’Donnell hat gerade ein Büro in London eröffnet. Da muss er jetzt also öfter durch… Anm. d. Red.)
August: Misserfolg

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Philip: Ich bin vorgestern einen anderen Weg zur Arbeit gefahren, das war waghalsig.
August: In England Auto fahren, aufregend, aber einfacher als gedacht.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Philip: Das Konzept der Unternehmensbesteuerung vereinfachen, dieses unglaublich komplizierte Gebilde kann einen schon in den Wahnsinn treiben.
August: Kostenlosen Personennahverkehr einführen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Philip: Ich bin eigentlich Batman!
August: Ich habe bei der Datingseite „imgegenteil“ mitgemacht und auch dort meine Freundin kennengelernt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Philip: Ob man in einer Schnapsfirma tatsächlich viel Schnaps trinken muss?
August: Wie viel Umsatz hat O’Donnell im letzten Jahr gemacht?

Das letzte Wort:
Philip: Schnaps macht das Leben besser! (Natürlich nur in Maßen. ;-)
August: Falls jemand eine schöne, preiswerte und sowieso rundum perfekte 2-3 Zimmer Wohnung zu vermieten hat, soll er sich bitte bei mir melden. Es gibt einen Jahresvorrat Schnaps als Dankeschön.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Das Haus

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Berlin geht anders. Subkulturell, kreativ, aus dem Rahmen. In Berlin passieren Dinge, die nur hier so funktionieren können und müssen. Während dreiste Panzerknacker eine 100 Kilo und Millionen Euro schwere Münze von der Museumsinsel stehlen, malen, sprühlen, knipsen, kleben und formen Abertausende Hände die Farbe, Form, Gestalt und Bild gewordene DNA der Stadt an Hauswände, Züge und in Pop-up Gallerien. Manchmal entsteht im öffentlichen so ein tatsächlicher, physischer Raum, wie das Tacheles in Mitte oder das RAW-Gelände in seiner Zeit vor dem Marktplatzgedöns. Und noch machmaler kondensiert die kreative Energie der Stadt in einem Projekt, das die gesamte Schaffenskraft und bunt diverse Weltsicht der darin lebenden und strebenden Bewohner in sich vereint. „The Haus“ ist eine ehemalige Bank, speziell gelegen in der neuen alten Mitte zwischen Tauentzien und Zoo. „The Haus“ ist auch ein Experiment. Insgesamt 170 internationale Künstler und Freigeister hat die Berliner Streetart-Crew DIE DIXONS dem zum Abriss stehenden Gebäude quasi als Endgegner gegenüber gestellt. Jedem von ihnen einen eigenen, abgeschlossenen Raum zugeteilt, der vollkommen frei und nach eigenem künstlerischen Anspruch gestaltet werden konnte. In dem einstigen Bürogebäude entstand so innerhalb kürzester Zeit eine Parallelwelt, ach was, ein ganzer Kosmos, der uns mit seinen Gestirnen schon jetzt in den Bann zieht. Jeder Raum ein eigener Planet, mit eigener Oberfläche, Farbe, Struktur und physikalischen Wahrheiten. Manche bewohnt, andere nicht. Die meisten einladend und einige lebensfeindlich. Am Samstag öffnet THE HAUS offiziell die Pforten an der Nürnberger Straße. Im August wird das alte Bankgebäude abgerissen und verschwindet samt aller Kunstwerke für immer in der Endlichkeit. Spätestens, muss man sagen, denn nicht in der reinen Existenz von THE HAUS, sondern viel mehr in seiner Limitation liegt der eigentliche Reiz. Und wenn sich das Projekt vielleicht schon nach zwei Tagen refinanziert hat, schließt die Tür eben schon dann für immer. Die Aussage ist klar: Nimm dir die Zeit, um Dinge zu schaffen und Geschaffenes wirklich zu erleben bevor es zu spät ist. Also hin da! Danke Berlin fürs möglich machen. Dieses Haus bleibt.
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THE HAUS | Nürnberger Straße 68, 10787 Berlin | ab 01.04.2017 | www.thehaus.de | Facebook

Leon Reiner

Das 2 Minuten-Interview

Leon Reiner war plötzlich überall. Ständig war er um uns, jemand erzählte von ihm oder er entpuppte sich als Treiber oder Mitmacher in einem spannenden Projekt, das uns gerade beschäftigte. Als Mitgründer des Impact Hub Berlin war er maßgeblich an F-LANE, dem großartigen Femtech Accelerator vom Vodafone Institute beteiligt. Er gab den fünf Startup-Macherinnen und -Machern aus aller Welt nicht nur einen Platz, um ihre Ideen auszuarbeiten, sich mit anderen Kreativen und Unternehmern auszutauschen und erste Businessbande zu knüpfen, er sorgte mit seiner unglaublich herzlichen Art auch dafür, dass sich jede und jeder einzelne von ihnen wohl und zuhause fühlte. Während des großen Abschlussevents in der Berliner Freiheit sammelte sich dann direkt das ein oder andere Stolzrührungsdankbarkeitstränchen in den Augen aller Beteiligten. Das Impact Hub Berlin ist ein besonderer Ort – gelegen an der fiesen Ecke von Kreuzberg kurz vor Mitte, zwischen Wettbüro und Dönerteller. Dort hat Leon mit seinem Team einen Ort geschaffen, der ein bisschen ist wie er selbst. Offen, echt, pfiffig, direkt und ungeheuer sympathisch. In diesem Sinne: scheiß auf Ideen, seid dreister!

Name: Leon
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Möglichmacher, Unternehmer
Schuhgröße: 49,5 (nein, nicht 50)
Lieblingsidee: Campus für Soziale Innovation
Kontakt: leon.reiner@impacthub.berlin

Was würdest du tun, wenn du scheitern könntest?
Ich scheitere ständig. Von all den Projekten, die wir uns ausdenken, funktionieren nicht mal die Hälfte. Aber so arbeiten wir. Ausdenken. Ausprobieren. Ausbessern. Wer nicht scheitert ist nicht ambitioniert genug.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt:
Impact

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist?
Puhhh. Das ist so ne Frage wie Lieblingsessen. Inspiration passiert immer zwischen zwei Menschen und in Reaktion aufeinander. Inspirierende Menschen gibt es wirklich viele. Wer sie sucht findet sie. Ich habe sie jeden Tag um mich rum, in unserer Community und in meinem Team!

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt?
Scheiß auf Ideen. Ich hätte lieber die unbegrenzten Umsetzungsskills, um all die guten Ideen, die auf dem Müll landen, zum Leben zu erwecken.

Definiere Erfolg!
Wenn ich etwas aufbaue was der ganzen Gesellschaft etwas bringt und das ohne mich weiter besteht und weiter funktioniert.

Welche drei persönlichen Ziele hast du innerhalb der nächsten fünf Jahre erreicht?
Familie gegründet, ein Haus aus dem ich meine Welle zum surfen sehe gekauft und natürlich die Weltherrschaft.

Worauf bist du stolz?
Dass ich seit acht Jahren glücklich mit einer tollen Frau zusammen bin obwohl wir sehr unterschiedlich sind und uns manchmal am liebsten alles an den Kopf schmeißen würden.

Was kannst du gar nicht?
Still halten. Geduldig sein.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir?
Sei dreister! Wenn du etwas willst, frag danach! Wenn du eine Meinung hast, sag sie!

Mit welcher Persönlichkeit würdest du gerne mal ein Projekt umsetzen?
Richard Buckminster Fuller

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich liebe kochen! Es gibt ein drei Gänge Menü und wir schlagen uns den Magen mit etwas voll was mir am selben Tag beim Einkaufen eingefallen ist. Zwischen jedem Gang gibt es hausgemachten Ingwerschnaps! Danach legen wir satt und zufrieden die Beine hoch.

Wovor hast du Angst?
Dass ich irgendwann zu faul und gemütlich werde, um den Status Quo herauszufordern.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Wenn man einen Monat nix Neues gemacht hat und nicht nervös war, läuft was falsch. Ich habe gerade einen Flug nach Nord-Norwegen gebucht um dort mit dem Snowboard am Polarkreis einen Berg hochzusteigen und dann wieder runterzufahren. Bis es soweit ist zittern mir die Knie…

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde jedem Menschen einen Empathie-Sinn geben! Wenn wir uns nicht davor verstecken könnten was wir mit den Menschen und der Welt um uns herum machen, wären wir auf dem halben Weg ins Paradies.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wann macht der Campus für Soziale Innovation auf?

Das letzte Wort:
Hab ich eigentlich immer.

MMW_Leon

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 28. März 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare