100 Brote

Was macht ein richtig gutes Brot aus? Saftig muss es sein und nicht trocken. Einfache, gute Zutaten und: eine knackige, knusprige Kruste. Jenny und Stefan haben (glücklicherweise direkt bei uns um die Ecke) ihren Laden 100Brote eröffnet! Was es dort gibt? Nun, genau das: gutes, einfaches, ehrliches und vor allem leckeres und krustenreiches Brot. Mehl, Salz, Wasser heißt das Geheimrezept. Und Dinkel statt Weizen. Und gutes, gelerntes Handwerk. Stefan bringt so viele Jahre Bäckerei-Erfahrung mit wie viele von uns noch gar nicht alt sind und Jenny ist nichts Geringeres als Landesmeisterin der Bäckerjugend Berlin-Brandenburg. Bestellt können die beiden Brote zur Wahl (ein „Jungsbrot“ mit mehr Roggen als Dinkel, auch für echte Mädchen, oder den Hungry Shepherd mit mehr Dinkelanteil) übrigens auch online. Damit man sichergehen kann, dass das Brot genau dann da ist, wenn man es wirklich braucht. Bestellen, bezahlen, abholen. Und dazu gleich einen der leckeren Salate mitnehmen.
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100Brote | Hufelandstraße 2, 10405 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Sa, 08:30 – 20:00 Uhr, So 09:00 – 18:00 Uhr | www.100brote.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Mai 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Disco Disco Brunch

Wenn man des Morgens nebulös aus dem Club gestolpert kommt, hilft nach einem kurzen Koma nur die ungenierte Aufnahme von Kohlehydraten in jeglich erdenklicher, vor allem aber ungezügelter Form. Das Hangover-heilende Rührei nachmittags um vier, die würzige, Lebensgeister-weckende Shakshuka oder eine ordentliche Bloody Mary zum luftigen Croissant – der Brunch hat die nährende Allmacht über das Wochenende. Wenn das ganze Hin und Her zwischendrin nicht wär‘, wähnte man sich allwöchentlich im Himmel der Entrückten. Besser käme es nur noch, wenn man Feiern, Chillen und Futtern an Ort und Stelle miteinander verbinden könnte. Kann man jetzt. Am 30. April nämlich steigt auf der Hoppetosse und dem Außengelände der benachbarten Arena der Disco Brunch. Die Street-Food Spezis vom Bite Club spannen für einen Tag mit Das Brunch zusammen und kredenzen dem entscheidungsoffenen Alltags-Frühstücks-Publikum ein Schlaraffenland mit Beat. Ausgewählte Berliner Frühstücks-Spots versammeln sich zum kulinarischen Open Air und bieten ihre charakteristischen Speisen feil. Dazu gibt es eine Saftbar, Kaffee von Brewbox und Future Breakfast, Drinks von der Bite Club Craft Bar und an Deck der Hoppetosse Discotunes der kolumbianischen Künstlerin Isa GT. Als gäb’s kein Morgen mehr.
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Disco Brunch – Bite Club x Das Brunch | So, 30.04.17, ab 11 Uhr | Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin | Eintritt frei | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

La France à Friedrichshain

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Hand aufs Herz, wer von euch weiß, wo die Lehmbruckstraße liegt? Na? Nebenbei statt mittendrin im Friedrichshainer Szenekiez – toll zum Wohnen, wunderbar ruhig, mehr aber auch nicht. Denkste! Denn genau hier, genauer im Erdgeschoss der Hausnummer 9, liegt eines der unbestritten großartigsten Kleinode der Berliner Gastronomielandkarte (um mal im Geographie-Sprech zu bleiben). Die Dînette hat sich der klassischen französischen Bistroküche jenseits des chichi und deren Neuinterpretationen verschrieben und kredenzt Mitnehmsnacks, der beste Brunch der Stadt, Lunchleckereien und großartige Motto-Menüs, beispielsweise zum Valentinstag (Himmel, war das gut!). Zu letzterem später mehr. Klassiker wie Ziegenkäse auf warmem Baguette und verschiedene vegetarische und fleischhaltige Quiches sind immer im Angebot. Üppigere Gerichte wie Marrokanische Gemüsesuppe, sautiertes Gemüse mit Bulgur und Pulet rôti, wechseln alle paar Tage. Stark ist die Dînette aber auch außer Haus, als Caterer für Privatparties, Ladeneröffnungen, Vernissagen, Hochzeiten, Geburtstage, Rockstar Sessions, Business-Treffen oder was auch immer nach Glück für Magen und Seele schreit. Hinter Herd und Tresen (und Gott sei Dank auch oft genug davor) stehen Elisabeth Tran, ehemalige Chefköchin aus dem Französischen Restaurant „Les Valseuses“, Annlyse Lethinois aus Paris, Ex-Chefköchin in der Berliner Institution „Themroc“ und leidenschaftliche Food-Designerin und Alexander Licikas, gelernter Event-Manager und ehemaliger Restaurantleiter im Themroc. Alle drei(!) sind so gut, so auf den Punkt professionell und unglaublich nett, dass einem das Herz erwärmt. Übrigens, am Samstag steigt ab 19 Uhr ‚Dinette Goes Dinner‘. Infos zum Menü und allem sonst findet ihr hier.
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Dînette | Lehmbruckstraße 9, 10245 Berlin | Webseite | Facebook | Foto Credit: Paula Faraco

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 21. März 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Essen verbindet

Zu Beginn ein Schock: Die Pasta kommt gar nicht aus Italien. Es ist wahrscheinlich, dass die Nudel aus der Not der arabischen Beduinen entstand, lang haltbare Lebensmittel mit sich zu tragen. Aber mal ehrlich, ist das wirklich wichtig? Hauptsache lecker oder? Und doch, es weitet den Horizont ungemein, ab und zu etwas weiter (Achtung Kalauer!) über den Tellerrand zu schauen. Vier Studenten der Hotelfachschule Heidelberg haben sich viele Geschichten rund um gutes Essen aus aller Welt angehört und daraus etwas gemacht, das weit mehr ist als ein Kochbuch – nämlich eine kleine, völkerverbindende Fibel der Kulinarik. In „Hand in Hand“ kochen deutsche und Schweizer Spitzenköche mit Menschen aus Pakistan, Marokko und Gambia, Irak, Iran, Afghanistan, Nepal und Syrien. Auf der Grundlage traditioneller Rezepte entstehen Geschmacksknospen kitzelnde Neuinterpretationen zum Nachkochen. Begleitet werden die Rezepte von den teils bewegenden Geschichten der Menschen, aus deren Heimat sie stammen und den Kommentaren der Kochgroßmeister, die erzählen, was sie an den ausgesuchten Speisen so fasziniert. Was dabei immer wieder klar wird: Essen verbindet. Kochen auch. Und nicht zuletzt funktioniert Völkerverständigung über den Magen. Die Flüchtlingshilfe wird durch die Erlöse des Buches auch finanziell unterstützt. 4 Euro pro verkauftem Buch fließen direkt an ausgesuchte Organisationen. Finden wir super und nehmen zwei. Eins für uns und und ein druckfrisches Exemplar für die Verlosung an die kulinarisch besonders Aufgeschlossenen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BASTA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

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Hand in Hand – Das Kochbuch | Hardcover 30€ | www.kochbuch-handinhand.de

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Gracias, Gracia

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Daniel Brühl ist Barcoliner – halb Barcelonier, halb Berliner also. Gott. sei. Dank. Denn neben Freude stiftender Leinwandpräsenz hat er die Stadt inzwischen vor allem kulinarisch bereichert, indem er den Geschmack seiner Kindheit in die deutsche Hauptstadt brachte. Zuerst in Form der Bar Raval am Görli, und jetzt, sechs Jahre später, in der neuen Bar Gracia im Prenzlauer Berg. Das Erfolgsrezept ist dasselbe: Bällchen aus geräucherter Aubergine mit Ziegenkäse, Honig und Apfel. Oder Oktopus mit grünem Mojo, Brot mit Schokolade, Chorizo, Zitruskartoffelpüree… an dieser Stelle könnten wir den Artikel eigentlich beenden, es wäre alles gesagt. Wo können wir reservieren? Aber: Die Bar Gracia – deren Name auf den Stadtteil Gracia, den katalanischen Prenzlauer Berg anspielt – ist nicht einfach ein Ableger der großen Schwester ‚Raval‘, sondern eine eigenständige Bar mit mediterraner Atmosphäre und so genannten „Autoren-Tapas“, also Snacks mit einem Twist, einer eigenen kulinarischen Handschrift, einem Hauch Innovation. Mit etwas Glück kann man seinen spanischen Rotwein da auch mal mit dem Chef personalmente trinken – wohnt Daniel Brühl doch selbst nicht weit entfernt. In diesem Sinne: Gracias, Gracia. Und Daniel

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Bar Gracia | Göhrener Straße 5, 10437 Berlin | Öffnungszeiten 18:00 – 23:00 Uhr | www.bargracia.de | Facebook | Foto Credit: Bar Gracia

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Niko Rittenau

Das 2 Minuten-Interview

Niko Rittenau ist gebürtiger Österreicher. Das hört man, wenn man ihn auf einem seiner Ernährungsseminare, bei Veranstaltungen, Supperclubs oder auf Messen reden hört. Von den Geschmäckern alter Sorten, von der Freude am gesunden und bewussten Essen. Und der Mann weiß, wovon er spricht. Als Kind verliebt in Fastfood und Softdrinks, als Teenie im Magerwahn, fand er Heimat und Berufung in Berlin, der „Veggie-Hauptstadt Europas“, wie er selbst sagt. Dem Bachelorstudium in Ernährungsberatung, folgte eine Weiterbildung zum Ernährungsberater mit Schwerpunkt auf (roh-)vegane und ayurvedische Ernährung und schließlich die Ausbildung zum Gourmet Rawfood Chef an der Matthew Kenney Akademie in Kalifornien. Wie gut sich das nicht nur anhört, sondern vor allem schmeckt, haben wir bereits mehrfach am eigenen Gaumen erfahren. Zuletzt bei unserem I Sea Pasta-Dreh für Galileo und beim The Last Supper Potluck-Dinner im Leogant Loft. Herr Rittenau, lassen sie uns über Essen reden!

Name: Niko Rittenau
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Ernährungsberater
Schuhgröße: 42
Lieblingsessen: Hausgemachte Pasta mit dem unglaublichen Pilzbolognese Rezept von Kenji López-Alt
Kontakt: www.nikorittenau.com

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes?
Ich trinke ein großes Glas warmes Wasser mit Zitrone und mache irgendwelche Übungen, die ich im Yogaunterricht aufgeschnappt habe.

Was hast du zuletzt gegessen?
Da ich die Fragen gerade nach dem Frühstück beantworte: Wie fast jeden Tag gekeimtes Müsli mit frischen Früchten, grünen Rosinen, geschroteten Leinsamen, eingeweichten Walnüssen und Mandelmilch.

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank?
Ein volles Gemüse- und Kräuterfach, vorgekochter brauner Reis und eine gute Misopaste. Damit ist man im Zweifelsfall immer gut versorgt.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du?
Weltweit sterben laut der WHO über 16 Millionen Menschen jedes Jahr an Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes oder weiteren Stoffwechselerkrankungen, die zu überwiegenden Teilen nicht aufgrund von Genetik, sondern aufgrund der Ernährung entstehen. Im Jahr 2000 stand Diabetes noch gar nicht mal auf der Liste der Top 10 Todesursachen und hat es in 2015 bereits auf Platz 6 geschafft. Das ist wirklich eine Epidemie, über die wir reden müssen. Wir sollten wirklich mehr Angst vor unserem eigenen Mittagessen als vor irgendwelchen Terroristen haben.

Dein absoluter kulinarischer Geheimtipp in Berlin:
Eines der Kochbücher der Wahl-Berlinerin Nicole Just holen und dann selbst kochen lernen. Ich wünschte, die Leute würden mehr selbst kochen, dann würden sie auch mehr Dinge verstehen.

Was bereust du bist jetzt noch nicht gemacht zu haben?
Endlich mein Buch fertigzustellen, an dem ich seit einem Jahr schreibe ;)

Was ist die größere Herausforderung – Dinge richtig zu machen oder die richtigen Dinge zu tun?
Die richtigen Dinge zu tun! Weil das lehrt dich keine Ausbildung. Wie Steve Job treffend sagt: „Deciding what not to do is as important as deciding what to do“

Erzähle uns einen Witz! Wieso möchten Veganer nicht bevorzugt behandelt werden? Weil sie keine Extra-Wurst haben wollen ;)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ohne zu zögern diese umwerfende Pilz Bolognese nach dem Rezept von von Kenji López-Alt (siehe oben und
seriouseats.com). Ich glaube, es gibt wirklich keine Person auf diesem Planeten, die dieses Gericht nicht lieben würde.

Wovor hast du Angst? Dass wir uns als Menschheit unsere eigene Lebensgrundlage zerstören.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich denke, Veränderung sollte niemals zentral von einer Person erzwungen werden. Das hat uns die Geschichte schon oft gelehrt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns als Gesellschaft aus freien Stücken ändern werden und ich freue mich, ein Teil dieser Bewegung zu sein.

Was sollte niemand von Dir wissen?
Hat diese Frage tatsächlich schon mal jemand ehrlich beantwortet?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welches Buch sollte jeder Mensch unbedingt lesen? Die Antwort ist ganz klar „How not to die“ von Dr. Michael Greger. Es ist eines dieser Bücher, die tatsächlich dein Leben verändern können. Wenn man es kann, dann bitte unbedingt in Englisch lesen.

Das letzte Wort:
Iss nichts, das dir nicht schmeckt. Aber iss auch nicht alles, was dir schmeckt!

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Gut ist das neue besser

„Ich hätte gerne den Salat. Aber bitte mit italienischem statt französischem Dressing und ohne die Tomaten, auf die bin ich nämlich allergisch. Könnte ich stattdessen Gurken haben?“ Was wäre, wenn es ein Lokal gäbe, in dem (zum Beispiel) der Salat genau so auf den Tisch kommt, wie wir ihn mögen? Na, dann wäre es 2017 und wir säßen an der Torstraße 114. Hier liegt nämlich das Fechtner, ein Brunch-Lunch-Snack-Ort, der sich gesundes Fast Food auf die Fahne geschrieben hat. Und bei dem man sich das Frühstück, die Stulle oder den Salat nach eigenen Vorlieben zusammenstellen kann – immer aus regionalen, saisonalen und daher wechselnden Zutaten. Zum Rühr- oder pochierten Ei kann man sich wahlweise Low Carbs (Pilze, gegrillte Tomate, Brokkoli, Artischocke etc.), Carbs (Gerste, Quinoa, Grünkern etc.) oder Proteine (Büffelmozarella, Ziegenkäse, Lachsfilet etc.) dazulegen lassen. Ganz ähnlich funktioniert der – grüne oder gemischte – Salat, der mit grünem Spargel oder Avocado, Garnelen oder gegrillten Süßkartoffeln, Ei oder Räucherlachs ergänzt werden kann. Dazu ein Glas vitalisiertes Wasser von Leogant. Schon zwischen 1923 und 1946 gab es das Fechtner, ein Feinkostgeschäft im Westen Berlins, das Schriftsteller und Schauspieler mit Delikatessen und Salaten belieferte. 70 Jahre später transportiert die Urgroßnichte der damaligen Frau Fechtner, Tabea Meyer, das Konzept ins Jetzt. Gemeinsam mit Partner Tobias Vetter (der neben Gastro auch Tattoo kann – unser Robert kann ein Lied davon singen!) schafft sie in Mitte eine Hommage an das Gute – denn was gut ist, bleibt gut. Da muss man nix beifügen. Außer vielleicht Artischocke. Oder Feta. Oder vielleicht doch Antipasti? Hmm…
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Fechtner Delikatessen | Torstraße 114, 10119 Berlin | MO. – FR.: 08-18h, SA-SO 10-18h | www.fechtner-delikatessen.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Powerpause

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Wer sich Gutes mit Chiasamen, Avocados, Goji-Beeren, Ingwer und derlei Superfoods tun möchte, plündert am besten einen gut sortierten Bio-Supermarkt, legt sich ein Arsenal achtsam zusammengestellter Smoothies zu oder geht ganz einfach gut essen. Gemeinsam mit anderen Vitaminbomben, vitalisiertem Leogant-Wasser und nahrhaften Proteinen stehen eben genannte Zutaten nämlich allesamt auf dem Menüplan vom Rosegarden, einem hübschen, neuen Deli mitten in Mitte. Das fängt schon beim Frühstück an: Gebackene Grapefruit mit hausgemachtem Granola (supersuperlecker!), griechischem Joghurt und Beeren, zum Beispiel. Oder – als weniger süße Variante – Quinoa mit pochierten Eiern, Avocado und Olivenöl. Angerichtet wird alles mit der Überzeugung, dass das Auge mitisst. Und das geht noch übers Frühstück hinaus. Verschiedene Sandwiches, Suppen und kleine Mittagsgerichte stehen ebenfalls auf dem gesunden Tagesprogramm: Ein Thunfisch-Sashimi, das einem die Glückstränen in die Augen treibt oder die herzerwärmende Brandenburger Landkartoffel, gefüllt mit Grünkohl, getrockneten Tomaten, Feta und Sour Cream sind zwei absolute Renner. Nach dem Essen lädt der kleine Concept Store zum Stöbern ein. Eine Selektion aus ausgewählten Lebensmitteln, Kaffee und Büchern runden das Angebot ab, das uns vor allem eines klarmacht: Eine Pause lohnt immer. Und wo’s Superfood gibt, sind Superhelden nicht weit! Das Thema zieht sich durch (siehe nächster Beitrag). Auf auf und davon!
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Rosegarden | Torstraße / Alte Schönhauser Straße, 10119 Berlin | Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 09-23 Uhr, Sonntag – Montag 09-18 Uhr | Facebook | www.rosegarden.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Happenpappen

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Wem beim Gedanken an Süßkartoffel-Ananas-Curry, an würzige Bratnudeln mit Weißkohl-Erdnuss-Salat und Chop-Suey-Gemüse oder einen Seitan-Pattie-Burger mit Fritz Cola-BBQ-Soße, Käse-Dip, Tomaten und Röstzwiebeln nicht nur das Wasser im Mund zusammenläuft, sondern auch das Herz höher schlägt, der ist veganverliebt. Genau wie Cathy, die Inhaberin der veganen Wohnküche Happenpappen in Hamburg-Eimsbüttel. Hier gibt es täglich hausgemachte vegane Küche plus glutenfreie Optionen, von denen auch überzeugte Karnivoren schwärmen! Montag bis Samstag ab 18 Uhr ist jeweils Burgerabend. Mit nicht weniger als fünf verschiedenen veganen Burgervarianten. Missioniert wird hier null, sondern gekocht mit viel Lust an Alternativen, einem großen Wissen über die kulinarische Welt der Vielfalt und mit der Geduld und der Weisheit, auf Anfrage auch die Gäste mit der veganen Küche vertrauter zu machen. Das Rezept hier lautet: 100 Prozent vegan = 200 Prozent lecker. Deal!
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Happenpappen | Lappenbergallee 41, 20257 Hamburg | Mo-Fr 12-22h, Sa 10-22h, So 10-17h | www.happenpappen.de | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 13. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

What’s cooking?

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Vor Kurzem durften wir dabei sein als Fairphone der Blaue Engel von der Bundesumweltministerin verliehen wurde und damit nun als erstes Smartphone überhaupt das renommierte Umweltzeichen trägt. Hier trafen wir auf allerlei Menschen, denen unsere Welt am Herzen liegt und lernten den tollen philippinischen Performance-Künstler Pepe Dayaw kennen. Pepe arbeitet mit Resten. Genauer gesagt mit Essensresten. Mit all dem, was im Supermarkt übrig bleibt oder was Leute in der hintersten Reihe ihrer Kühlschränke aufstöbern. Und das kam so: während einer Artist Residency in Berlin zum Thema „Dreck“ hat sich der Philippino mit der negativen Konnotation von Resten in der westlichen Welt auseinandergesetzt – und gemerkt, wie anders diese Sicht auf Überbleibsel ist als in der Kultur, in der er aufgewachsen ist. Wo er herkommt sind die Reste des einen immer die Möglichkeiten des nächsten. Jeden Donnerstag wird in der Nowhere Kitchen in der Uferstraße live gekocht mit dem was da ist. Ohne Rezept, ohne Ansage, aber mit viel Lust und Improvisation. Der Ausgang ist immer ungewiss, Grenzen gibt es keine. Den Spinat mit den Erdbeeren mischen? Warum nicht? Einen trockenen Gugelhopf pürieren? Okay! Alles einfach mal über die Reibe schreddern und Puffer erfinden? Klar! Wenn man weiß wie. Sein integratives Kochen ist vor allem eine Ode an die Demokratie. Jeder darf mitmachen, keiner ist Che. Schließlich gibt es nichts Schöneres als gemeinsam zu kochen. Außer vielleicht gemeinsam zu essen. Aber dafür ist ja auch gesorgt. Wer das mal ausprobieren möchte schaut am besten heute Abend im New Leftover Space in der Alten Kantine Wedding vorbei. Warum? Es sind noch 45 Kilo Käse übrig. Yummie!
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Nowhere KitchenWebseite | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. November 2016 | Tags: , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Völkermahl

Unser geliebter und gerade etwas in Bedrängnis geratener Gestalten Verlag hat mit ‚Abrahams Küche‘ (im englischen Original Divine Food) gerade ein Kochbuch herausgebracht, das weit mehr ist als nur das. Es ist das Manifest einer kulturellen Gemeinsamkeit in einer Region, die nicht müde wird, die erlernten, unüberbrückbaren Unterschiede zwischen den Menschen zu betonen. Abrahams Küche ist eine kulinarische Reise durch das gelobte Land: von lokalen Märkten und arabischen Traditionen hin zur nomadischen Küche der Wüstenregion und den hippen Restaurants in Tel Aviv. Denn Israelis und Palästinenser eint ihre großartige und lebendige Esskultur. Hummus? Lieben die Menschen hier und dort. Die (Achtung!) israelisch-palästinensische Küche verfügt über einen einzigartigen Reichtum an Geschmäckern. Denn dort wo sich früher Handelsrouten kreuzten, entstanden auch kulinarische Schnittpunkte. Ob Shakshuka, Challa oder Baklava – die regionalen Rezepte in diesem Buch geben sowohl Einblick in die Zubereitung als auch die Herkunftsgeschichte ikonischer Gerichte. Die verständlichen und wunderschön bebilderten Rezepte und die Anekdoten und landeskundlichen Hintergrundgeschichten machen es einem leicht, sich den Aromen der mediterran-orientalischen Küche hinzugeben und ihre Traditionen kennenzulernen. Essen? Verbindet! Familien, Freunde, Fremde, Städte, ja und Kulturen. Was wäre beispielsweise Berlin ohne das kulinarische Identitäts-Gemenge aus Döner-Thai-Schnitzel-Pasta-Indisch-Currywurst? Richtig, ziemlich fad. Berliner Küche? Da haste! Berliner Einigkeit? So schmeckste! Esskultur bedeutet Identität. Traditionelle Rezepte sind wie kleine kulinarische Manifeste einer kulturellen Gemeinsamkeit. Auch und gerade wenn es diese offiziell gar nicht gibt, obwohl sie schon seit Jahrtausenden existiert. Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar der neuen Fibel für kulinarische Völkerverständigung. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BETEAVONSAKHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Abrahams Küche | 304 Seiten, 35 Euro | erschienen im Gestalten Verlag | shop.gestalten.com

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Das perfekte Dinner

Wir waren essen. An einem Tisch in Hamburg. Also es war nicht einfach ein Tisch. Es war quasi DER Tisch. Herzstück des Restaurants The Table in der Hamburger Hafen City nämlich ist ein geschwungener Tresen aus dunklem Kirschbaumholz, der mehr ist als eine lange Tafel für üppige Runden. Er schlängelt sich licht designt durch den Gastraum und schafft damit einen Wohlfühltempel aus Winkel und Ecken. Vor allem aber bietet er die passende Bühne für das, was in unnachahmlicher Weise auf ihm serviert wird. Denn verantwortlich für Raum und Speisen ist Deutschlands jüngster Drei-Sterne-Koch, Kevin Fehling. Nochmal: Drei(!)-Sterne-Koch Kevin Fehling. Den hatten wir übrigens auch schon vor der Linse, als wir mit Olaf Heine eine Fotostrecke zum letzten Atelier Nespresso geshootet haben. Zusammen mit David Eitel, einem hochkarätigen Sommelier, kombiniert er gemütliche Leichtigkeit im Intérieur mit modernen Interpretationen klassischer Gerichte. Ein Hauch von Exklusivität mit Augenzwinkern. Hohe Gastronomiekunst ohne Eitelkeit. Gediegenes Dining ohne Schikeria. Denn ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch.
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The Table |  | Shanghaiallee 15, 20457 Hamburg | thetable-hamburg.de | Facebook

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Kategorien: Hamburg | Autor: | Datum: 07. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Schlemmen und Schwofen

Beschreibe einen perfekten Tag. Da muss unsereins nicht lange überlegen. Irgendwie kommen da immer mindestens Freunde, fantastisches Wetter, richtig gute, am besten live vorgetragene Mucke und richtig leckeres Essen vor. Da wird’s in nächster Zeit einige perfekte Tage geben, denn die Bites & Vibes von Lieferdienst foodora gehen Sommertour. Und das bedeutet: All das oben Genannte. Die besten Restaurants aus dem foodora-Portfolio präsentieren ihre gastronomischen Kreationen im Streetfoodformat. Handgedrehte Teigwaren, saftige Burger, exotische Curries oder aufgepimpte Imbissklassiker lassen sich schlendernd erbummeln und genießen – und das gleich in fünf verstreuten deutschen Städten. Untermalt werden die Streetfood-Märkte in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Köln von akustischen Leckerbissen. Ausgewählte Live-Acts und DJ’s sorgen für die passenden Beats zu den Bites. Los gehts bereits an diesem Wochenende in der Hauptstadt. Wir fahren also schon mal die tägliche Nahrungsaufnahme etwas runter und machen Platz für fermentierten Superkohl von Fräulein Kimchi, vegane Donuts von Brammibal, literarisch angehauchte Burger-Kreationen von Schiller Burger und weitere Foodie-Überraschungen. Das wird, wir freuen uns, ein perfekter Tag!
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Bites & Vibes by foodora Sommertour | 16.7. Berlin, 23.7. München, 30.7. Düsseldorf, 31.7. Hamburg, 13.8. Köln | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 13. Juli 2016 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Essen in der Zukunft

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Das Roy&Pris am Weinbergspark in Berlin-Mitte hat rund drei Jahre zu früh eröffnet. Warum das so ist, erklären wir gleich. Erst einmal sagen wir kurz, dass im neuen Restauranthighlight der Berliner Gastronomen Axel Burbacher-Burzin und Guanfeng ‚Afon‘ Guan so mit das beste Dim Sum (also kleine Gerichte, die das Herz berühren) westlich der chinesichen Mauer zubereitet wird. Oktopussalat mit Rhabarber und Radieschen beispielsweise oder der vegane Lilienblütensalat. Letzterer ist so frisch, knackig, lecker und mit einer leichten zitrusfrischen Note abgeschmeckt, dass man glatt Gefahr läuft, beim nächsten Geburtstag herzhaft in den wohlig duftenden Strauß beißen zu wollen. Außerdem auf der Karte: Fleischiges wie Schweinerippchen, Lamm oder Ente, Vegetarisches, Lachs-Sashimi oder die fabulösen Man Tous, das sind kleine Hefeteigtaschen zum Selberfüllen und Belegen – beispielsweise mit butterzartem Schweinebauch, Pulled Duck oder Aubergine. Zwei bis drei dieser kleinen und mit 7 bis 12 Euro nicht ganz günstigen Leckereien schafft ein ausgewachsener Großstädter. Noch mehr Spaß macht es Family Style-mäßig in großer Runde. Nun zum Ambiente und damit zur eingangs erwähnten Terminhuddelei. Roy und Pris sind zwei Hauptcharaktere aus Ridley Scotts überlebensgroßem Debütwerk BLADE RUNNER aus dem Jahre 1982. Der Film spielt im Los Angeles der Zukunft und zeichnet ein düsteres neondurchtränktes Bild. Künstliche Lebewesen wie Roy und Pris sind damit beauftragt, neue Lebensräume zu erschließen, zumindest so lange, bis sie vom Blade Runner alias Harrison Ford gejagt und „in den Ruhestand versetzt“ werden. Überall flimmert Werbung und Licht. Das Setdesign und die Ausstattung des Films sind bis heute unerreicht und stilprägend. Unzählige Designer, Grafiker, Modedesigner, Fotografen und dergleichen mehr haben sich am visionären Look orientiert. Der Film sorgt so quasi selbst dafür, dass ein Teil seiner fiktiven Zukunft tatsächlich Realität wird. So geschehen im Januar dieses Jahres, als das Roy&Pris erstmals die Tore öffnete. Gemeinsam mit dem großartigen Designstudio ett la benn und dem Künstler Darius Ghanai, der als Titel- und Corporate Designer für Kinofilme wie Good Bye Lenin, Das Parfum oder Don’t Come Knocking verantwortlich war, schufen die Macher ein Stück Blade Runner Wirklichkeit. Mit einer Mischung aus Zwielicht, Düsternis, riesigen Sternenbildern und neonfarbenen Leuchtfäden, die sich durch den Raum ziehen, entsteht eine Spannung, die gleichzeitig entspannt, obwohl die gewohnte Ordnung ausgesetzt wird. Die Neon Installationen kommen natürlich von unseren Lieblingen von sygns. Das. ist. nicht. von. dieser. Welt. Oder eben nicht aus dieser Zeit. Blade Runner spielt nämlich im Jahr 2019. Und damit schließt sich der Kreis. Wir wünschen frohes Speisen und Genießen im Hier und Jetzt von übermorgen.
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Roy&Pris Starkitchen | Weinbergsweg 8a, 10119 Berlin Mitte | tägl. 12-24 Uhr | royandpris.com | Photo: Roy&Pris

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 08. Juni 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Nesthocker

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Nesthocker

Und es war Samstag. Und wir waren frühstücken. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee lag in der Luft, die Sonne zauberte einen hellen Lichtstreifen auf unseren Tisch, der keck im Orangensaftglas schimmerte und unseren Eggs Benedict einen standesgemäßen Heiligenschein verlieh. Nun gut, wir schweifen ab, aber genau so fühlt es sich nunmal an, wenn man sich zur unendlichsten Mahlzeit des Tages im wunderschönen Café Nest am Görlitzer Park niederlässt. Sicher, man kann zu jeder Tages- und Abendszeit hier einkehren, aber das Frühstück, das Frühstück… Neun verschiedene stehen täglich zur Auswahl, von vegan über Arme Ritter bis Apfelmüsli. Jeden Samstag von 10 bis 16 Uhr werden dann zusätzlich Leib- und Eierspeisen aufgetischt, die einem die Gaumentränen der Freude im Mund zusammenlaufen lassen. Pochierte Eier, wahlweise mit Rosmarinschinken, geräuchertem Lachs oder Blattspinat auf Toastmuffin, übergossen mit hausgemachter Sauce Hollandaise zum Beispiel, Weißwurscht oder ein English Breakfast wie es schmutziger nicht sein könnte. Unsere Highlight-Kombi für zwei besteht aus dem veganen Frühstück aus Avocado, leckeren Aufstrichen, Räuchertofu und einem grandiosen Obstsalat und den Eggs Atlantic mit Lachs und frischem Dill. So gut. Ab und an gesellen sich übrigens noch israelische Tagesspecials wie Schakschuka dazu und am Sonntag gibt es ein riesiges Brunch-Buffet. Kaffees, Tees, Säfte, Service und der Laden selbst nebst oben liegendem Co-Working Space für bis zu 23 Arbeitswillige sind über jeden Zweifel erhaben. So sieht er aus, so schmeckt er, der perfekte Frühstückswohlfühlort. Ende der Durchsage. Bete’avon!
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Nest Speise- & Schankwirtschaft | Görlitzer Str. 52, 10997 Berlin | Mo-So ab 10:00 Uhr | cafenest.de

 

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 17. Februar 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Butter bei die Fische und beim Gemüse und beim Fleisch

Butter bei die Fische und beim Gemüse und beim Fleisch

Erst waren wir ein bisschen skeptisch: Brasilianisch-französische Küche? Eine gewagte, ungewöhnliche Kombination. Wir hatten versucht, unsere kulinarische Brasilien-Erfahrung (eine Karnevalswoche lang Bohneneintropf mit süffigem Bier herunterspülen) mit französischen Gastro-Genüssen (alles, was an Land- und Meeresgetier jeder couleur zwischen Kir Royal und Délice de Bourgogne Patz findet) zu verbinden und scheiterten. Die Butterhandlung im Friedrichshainer Südkiez belehrt uns eines besseren und beweist: Die Kombi funktioniert ganz fantastisch! Zum Einstieg macht das Restaurant seinem Namen alle Ehre und serviert ungefragt Brot mit drei Butter-Variationen. Früher wurde die Butter hier hergestellt, jetzt wird sie hier verfeinert und kredenzt. Zum Beispiel mit Trüffel. Sowieso ist Trüffel hier ein Thema, und was für eins! Wer in der Butterhandlung ein Gericht mit Trüffel bestellt, kriegt auch Trüffel. Nicht drei Spritzer Trüffel-aromatisiertes Öl, sondern eine echte Portion der Pilz-Preziose. Zu jeder Hauptspeise, ob Fisch, ob Fleisch, ob komplett tierfrei, gibt es eine unverbindliche, aber professionelle Wein- oder Bierempfehlung. Nicht-Trinker werden belohnt mit der sagenhaft guten, nach Sommerurlaub schmeckenden Castro Street Lemonade. Für alle anderen gibt es zu späterer Stunde im Mikrokosmos Bar BoBu im hinteren Teil der Butterhandlung neben famosen Cocktails und Livemusik wunderbar jazzig-charmante Atmosphäre. Genau das hat der Friedrichshain verdient: Ein ernsthaftes Speiselokal, lecker und gemütlich, mit wunderbar weltgewandtem Personal ganz jenseits der lieblosen Glutamat-Hölle ein paar Straßen südwestlich.

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Butterhandlung | Scharnweberstraße 54, 10245 Berlin | Butterhandlung.de

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 17. Februar 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Die nackte Nudel

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Die nackte Nudel

Unprätentiöse Küche finden wir gut. Unprätentiöses Kochen sowieso. Kein großes Tamtam, keine unnötigen Schnörkel, kein begleitendes Blabla. Einfach nur ehrliches, richtig gutes Essen. Im nudo am Lausitzer Platz bekommen wir genau das: Saisonal inspirierte, authentische cucina italiana, vom Brot bis zur Nudel wird alles haus- und handgemacht. Und nicht nur die Küche ist so herrlich unkompliziert. Hier werden einem die langen Gesprächsunterbrechungen erspart, die jeder kennt, der sich zur lukullischen Entscheidungsfindung in eine überbordende Speisekarte stürzen muss. »nudo« heißt schließlich »nackt«, und meint »sehr reduziert«. Als sicheren, leckeren Wert gibt es das Klassiker-Menü für die Freunde des guten Beständigen: einen Spinatsalat mit Parmesansplittern, Rinder-Carpaccio, hausgemachte Ravioli an Salbeibutter und ein Entrecôte an Trüffelbutter mit Ofengemüse (für übrigens schlappe 28 Euro). Dazu tüftelt Koch Fausto Bianchetti jede Woche ein neues 4-Gang-Menü mit vegetarischer Variante für die experimentierfreudigen Gäste aus. Und das war’s auch schon an Auswahl. Also kein langes hin- und herüberlegen, keine neidischen Blicke auf die Nachbarteller, kein »oh, kann ich von deinem auch mal probieren?« Im gemütlichen Lokal mit dem stimmungsvollen Licht kann es einem ergehen wie bei Freunden. Hinsetzen, Reden, Essen, Trinken. Mit einem Unterschied: Am Schluss muss keiner den Abwasch machen. Was will man mehr?
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nudo | Lausitzer Platz 10 | 10997 Berlin | www.nudoberlin.de

 

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Dezember 2015 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Organic Glamour

Organic Glamour

Wer viel arbeitet muss auch viel essen. Und weil das so ist, haben wir zu unserem letzten Fotoshoot für Teatox (Ergebnis siehe oben) ganz besonderen Stoff von einem ganz besonderen Laden bestellt. Die Organic Glamour Food Bar in der Veteranenstraße 16 in Mitte reicht kulinarischen Hochgenuss zur Frühstücks-, Mittags-, Abendszeit und spielt erfolgreich mit Texturen und Aromen, die unseren Gaumen von nun an gern täglich beglücken dürfen. Kostprobe gefällig? Wir empfehlen zum Tagesstart ein Crunchy Müsli mit Frucht und köstlicher Creme zum Niederknien. Später dann eine dicke Klappstulle mit Avocado, Salat und pochiertem Ei, denn was wäre das Leben ohne Glück und Kraft spendendes Brot mit knackiger Rinde und glamourösem Belag. Suppen, Tagesgerichte und der fulminante Salat mit Zutaten zum Selberwählen setzen dem ganzen die Krone auf. Alles bio, alles selbstverständlich selbstgemacht und verdammt nahrhaft. Echte Stulle eben, statt Weißmehlluftgebäck. Zum Abschluss führt kein Weg vorbei am unverschämt glücklichmachenden Schokobrownie mit Extrasoße und Zeugs – pures Hüftgold aber über jeden Zweifel erhaben. Haben wir eigentlich überhaupt schonmal so laut applaudiert, wenn wir einen Laden vorgestellt haben? Laden top, Essen top, Leute top, Catering top! Ach ja, wer sich seinen Snack ins Büro bestellen will kann auch über foodora bestellen. Genießt den Herbst und esst euch glücklich!
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Organic Glamour Food Bar | Veteranenstr. 16, 10119 Berlin | tägl. 10-18 Uhr | Facebook >>

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 21. Oktober 2015 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Britta Liermann

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Britta Liermann

Das 2 Minuten Interview

Britta ist Designerin. Das wissen wir seit sie ihren Arbeitsplatz in unseren Co-Working-Bereich verlagert hat. Aber Britta macht auch sonderbare Dinge. Britta bastelt. Britta faltet und biegt und schneidet und falzt und am Ende kommt etwas Wunderbares dabei heraus. Erst waren es Adventskalender für ihr Side-Projekt styled by collective, später dann Karten und inzwischen sogar Logos. Klingt komisch, ist aber so. Scrollt mal nach oben, ganz an den Anfang dieses Magazins! Na, fällt euch etwas auf? Ganz genau, wir haben ein neues Logo. Und Britta ist schuld. Gemeinsam mit der lieben Saskia Ballhausen hat sie dafür gesorgt, dass wir nun endlich so aussehen, wie wir uns fühlen. Wir sind sowas von glücklich und sagen artig danke. Britta entwickelt Gestaltungskonzepte und Identitäten – digital, gedruckt und räumlich/dreidimensional – und das am liebsten mit nachhaltigem Fokus. Beim Flüchtlingsprojekt „Social Cuisine“ ist sie involviert und demnächst will sie ihr eigenes Food-Magazin auf den Markt bringen. Grundgedanke: Essen verbindet – alles und jeder ist über ein paar Ecken miteinander verbunden.

 

Name: Britta Liermann
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Kommunikations- und Ausstellungsdesignerin
Schuhgröße: 40
Lieblingsschrift: T-Star von Michael Mischler
Kontakt: www.brittaliermann.de

 

Was ist gutes Design?
Etwas mit einfachen Mitteln auf den Punkt zu bringen – so wie das neue Erscheinungsbild von muxmäuschenwild.

 

Hast du ein Vorbild?
Nein

 

Beschreibe mal kurz deinen Stil!
Detailliert und dabei reduziert. Bewusst und manchmal auch verkopft konzipiert. Nachhaltig und wo immer es geht von Hand produziert.

 

Was kannst du gar nicht?
Abschalten

 

Die größtmögliche Designsünde ist…
Copy & Paste

 

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Bildschirm?
70%iges Schwarz, andere nennen es grau.

 

Wo bist du geboren?
In Vechta, das ist im Norden.

 

Worauf bist du stolz?
Mein eigener Chef zu sein und eigene Projekte realisieren zu können.

 

Dein Lieblingsschimpfwort?
Ich dachte ich hätte keins – aber laut meinem Freund ist das: „oha funk“ und das mit einer piepsigen Stimme, die ich eigentlich auch nicht habe!

 

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du machen? Schwarzfahren… so traurig das ist…

 

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
24 hours isn’t enough

 

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?
Eine der Materialstudien von Michael Beutler aus seiner Ausstellung Moby Dick, die gerade im Hamburger Bahnhof läuft.

 

Welche Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest gern einmal einen Kaffee trinken?
Armin von der Sendung mit der Maus

 

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Was der Schrebergarten so hergibt.

 

Wovor hast du Angst?
Vor Schmetterlingen und anderen Faltern.

 

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Dass es keine Massen- und Überflussproduktionen mit unmenschlichen Produktionsbedingungen mehr gibt, sondern ausschließlich eine ressourcenschonende und regionale Herstellung.

 

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt?
Die vielen Flüchtlingsschicksale.

 

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich nicht nein sagen kann…

 

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wird Print sterben?

 

Das letzte Wort:
Freigabe!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Juni 2015 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Es ist angerichtet.

Es ist angerichtet.

In was für einer großartigen kulinarischen Zeit leben wir eigentlich? Menschen von überall versammeln sich in den Metropolen der Welt und bringen exotische Geschmäcker und authentische Rezepte in die Küchen der Stadt. Vor gar nicht allzu langer Zeit sah es mit der Tellervielfalt noch ein wenig anders aus. Ende der Neunziger kostete ein handelsüblicher Döner in Berlin zwischen 99 Pfennigen und 1,50 Mark, meist gab es am selben Imbisswagen auch eine deftige „Chinapfanne“ der Abwechslung wegen. Gute alte Zeit – not. Inzwischen boomen Foodkonzepte, Restaurants, Eismanufakturen, Mikrobrauereien, Food-Märkte, Festivals und Dine Arounds. Vegane, paleo und clean eating Angebote wetteifern mit Pulled Pork und Nose-to-tail-Beef von Havelländer Apfelschweinen und Brandenburger Weiderindern um Kundschaft und Vergnügungswillige. Essen ist längst mehr als bloße Nahrungsaufnahme, Essen ist Lifestyle, Event und für viele immer mehr Lebensin- und -unterhalt. Das Schöne dabei ist, es fühlt sich irgendwie nicht so an, als würden all diese Konzepte, Ideen, Orte und Projekte miteinander konkurrieren, sondern vielmehr gemeinsam eine neue kulinarische Kultur entwickeln. Food Week, Art Food Week, Restaurantweek, Beer Week, Street Food Thursday, Markthalle Neun, Village Market und und und, das bunte Treiben rund um Essen und Trinken schafft ein Mit-und Nebeneinander wie man es sich auch in vielen anderen Lebensbereichen wünschen würde. Von der Restaurantvielfalt ganz zu schweigen. Ab dem 29. Juni finden erstmals die Dining Days Berlin statt. Das Konzept erfreut sich in anderen internationalen Großstädten bereits großer Beliebtheit und wurde zuletzt in Köln quasi auf Marktreife getestet. Das Prinzip ist denkbar einfach: Sieben Tage lang servieren mehr als 50 ausgesuchte Restaurants ihr exklusives DINING DAYS-Menü, um Schnabulierwilligen eine gute Möglichkeit zu bieten, die Stadt kulinarisch zu erkunden. Dabei stehen drei Varianten zur Verfügung: ein 2 Gänge-Menü inkl. 1 Glas Wein für 19 Euro, ein 3 Gänge-Menü inkl. 1 Glas Wein für 34 Euro, und ein edles 4 Gänge-Menü inkl. Weinbegleitung für 69 Euro. An den Abenden selbst erwarten euch, neben kulinarischen Freuden, ein Special Treatment nach Art des Hauses und kleine Überraschungen für das perfekte Dinnererlebnis. Zudem habt ihr die Möglichkeit euren Restaurantbesuch zu bewerten und Empfehlungen an andere Teilnehmer auszusprechen. Am Ende der Woche wird das Siegerrestaurant gekürt. Zur Auswahl steht eine bunte Mischung aus Sterne-Gastronomie und Szene-Küche. Mit dabei sind u.a. das Crème de la Crème, Skykitchen, Dae-Mon, Von und zu Tisch, Royals and Rice, das Richard, Cat Tuong und Kopps, das Milja & Schäfa in Friedrichshain und viele mehr. Eine Übersicht gibt’s auf dining-days.de. Klingt spannend, probieren wir aus. An die besonders Genussfreudigen unter euch verlosen wir ein 3 Gänge-Menü für zwei im teilnehmenden Restaurant eurer Wahl. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FUTTERN WIE BEI MUTTERN’ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Na dann mal guten Appetit!
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DINING DAY BERLIN  | 29.06-05.07 | dining-days.de | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 24. Juni 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare