Wir treiben’s bunt und bleiben rosa

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Da, wo vor vier Jahren der Spaten in das Spreeufer für alle gestochen wurde, wo wir vor sieben Jahren der Bar25 zum letzten Mal einen feuchten Kuss zum Abschied aufdrückten, und wo die Stadt Berlin eigentlich einen 80 Meter hohen Bürotower errichten wollte, eröffnet am 1. Mai ‚Le Dörf‘: Der wahrgewordene Traum einer friedlich koexistierenden und facettenreichen Gesellschaft mitten in Berlin. Ja, denn auch Partywunderlandmacher werden erwachsen. Doch anders als im Panschen Nimmerland wirkt hier weiter was famos begann, reifer, neuer, besser und ziemlich schlau. Denn wenn die Gentrifizierung mit Vertreibung droht, gestaltet man sie besser einfach mit. Kinder toben bereits durch die KiTa, Künstler bevölkern das Haus Dampf, im Katerschmaus kann geschlemmt und im Säälchen können Feste gefeiert werden. Zur offiziellen Eröffnung geleitet – passend zum Motto „Wir treiben’s bunt und bleiben rosa“ – ein farbenfrohes Programm aus Musik, Kunst und Performance durch den Tag, Kinderaktivitäten (Schminken, Spielen, Puppentheater), entlastet die feiernden Erwachsenen (Champus & Austern, Bar25-Film, Diskussionsforen) und über allem steht die Aussicht auf einen Mikrokosmos besser gelebter Zukunft.
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Eröffnung Holzmarkt | Mo, 01.05.17 ab 12 Uhr | www.holzmarkt.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Multipolster, Multipolster

Neue und spannende Künstler und ihre Werke zu entdecken ist gar nicht so einfach. Der Markt ist groß und undurchsichtig, aber zum Glück gibt es Kuratoren! Die Enter Art Foundation ist ein Berliner Non-Profit-Unternehmen, ausschließlich mit Sponsorengeldern finanziert, mit dem Ziel, aufstrebende Künstler zu fördern und gleichzeitig eine einzigartige Sammlung zeitgenössischer Kunst aufzubauen. Die Kuratoren, Künstler und Marketingexperten der Stiftung helfen vielversprechenden Kunstschaffenden nicht nur mit Kontakten zu Galeristen und Sammlern, sondern auch mit regelmäßig stattfindenden Ausstellungen. Ab dem 22. April stellt die Stiftung in ihrer dritten Ausstellung 30 Künstler aus 18 Ländern vor und ergänzt die Schau um Werke aus der Enter Art Collection. Besonders genial: das Ganze findet nicht in einer ehrwürdigen Galerie samt weißer Schauwände statt, sondern im ehemaligen Multipolster in der Leipziger Straße. Ob da wohl noch ein paar Sofas rumstehen? Gezeigt wird ein internationaler Mix aus Fotografie, Malerei, Zeichnungen und Collagen, Videokunst, Skulptur und Druckgrafik. Eine wunderbare Gelegenheit also, sich einen Überblick über die Kunst der Stunde zu verschaffen.
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Enter Art Foundation Ausstellung | MULTIPOLSTER, Leipziger Straße 42, 10117 Berlin | Öffnungszeiten 22.04.-07.05.17, 12-20 Uhr | Eintritt frei | www.enterart.com | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Kleine große Kunst

Sprühen wie Banksy, malen wie Frida Kahlo? Na gut, den beiden genannten und noch vielen weiteren Meistern ihres Fachs wohnt ja nicht nur eine handwerkliche, sondern vor allem auch eine schöpferische Kraft inne, die sich nicht kopieren lässt. Wohl aber lässt sich durch den Austausch über und die Beschäftigung mit ihren Werken und Techniken ein kreativer Prozess in Gang setzen, der mitunter ungeahnte Talente freisetzt und vor allem jede Menge Spaß bereiten kann. Aus diesem Grund haben David Neisinger und Aimie-Sarah Carstensen (die übrigens auch die Female Empowerment-Community FIELFALT gegründet hat) ihre ArtNights ins Leben gerufen. Das Konzept ist so simpel wie super: Menschen treffen sich live und in Farbe, um gemeinsam kreativ zu sein. Soziale Kunst sozusagen. Im Mittelpunkt steht immer ein anderer Künstler. Jeder Teilnehmer versucht sich an seiner ganz eigenen Interpretation der Monetschen, Kahloschen usw. Kunst. Dazu wird viel geredet, gelacht, angestoßen und gesnackt. Betreutes Malen in richtig gut, wenn man so will. Schon über hundert ArtNights haben stattgefunden, das Programm ist vielfältig wie die Bildende Kunst selbst. Lokale Künstler leiten die Gruppen in Bars und Restaurants an und helfen mit professionellen Tipps und Tricks. Und wer weiß, vielleicht springt ja bei der einen oder dem anderen sogar der Funke über bei so viel farbenfroher Schaffenskraft. Wir verlosen 2×2 Tickets für eine ArtNight eurer Wahl. Die Infos zu den kommenden Terminen findet ihr über die Links unten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff FÜR MICH IST DAS EIN FISCH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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ArtNight | www.artnight.co | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 11. April 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Alle Kunst

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Archaische Brutalität trifft auf fein ziselierte Kunst. Dass international gefeierte Kunstwerke in Betonbunkern funktionieren, hat Vorreiter Christian Boros sichtbar gemacht. Nun gibt es die faszinierende Kombination auch in Kreuzberg zu erfahren – nur auf Anmeldung und nur ab 16 Jahren. Ein monumentaler Telekommunikationsbunker aus dem Zweiten Weltkrieg beherbergt die Privatsammlung des Kunsthistorikers Désiré Feuerle, die Feuerle Collection. Der Sammler hat sich zwar auf zeitgenössische Kunst spezialisiert, wagt aber die Gegenüberstellung von Werken aus der Jetzt-Zeit mit skulpturalen Möbeln aus China und Khmer-Skultpuren aus dem 7. bis 13. Jahrhundert. Der Museumsgründer mit dem geschulten Auge hat sich auf dem Dach des geschlossenen Gebäuderiegels ein Gästeapartment eingerichtet. Nähe zählt! Der geführte Rundgang durch die Sammlung ist ein Fest der Sinne. Nachdem man im ‚Sound Room‘ mit zarten Melodien des Komponisten John Cage heruntergefahren wird, betritt man den ‚Lake Room‘, dessen Wasser-Exponat daran erinnert, dass das Untergeschoss lange unter Wasser stand. Die Nase und der Geist werden dann angesprochen, wenn bald schon der ‚Incense Room‘ eröffnet wird. Bei der Teilnahme an einer jahrhundertealten, spirituellen chinesischen Zeremonie wird der Kopf frei gemacht, um bereit zu sein, für das, worum es hier geht: menschgemachte Kunst.

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The Feuerle Collection | Hallesches Ufer 70, 10963 Berlin | Webseite | Tickets | Foto: TheFeuerleCollection.org

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 21. März 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Vertraue dir

Fake news, Fake Angst, alternativen Fakten und Etikettenschwindel unter dem Deckmantel von „Wahrheit“. darunter leidet nicht zuletzt das Fundament unseres Seins als gesellschaftliche Wesen: das gegenseitige Vertrauen. Die amerikanische Philosophin und Konzeptkünstlerin Adrian Piper appelliert mit ihrer Arbeit „The Probable Trust Registry“ an jeden Einzelnen von uns als erste Instanz der Vertrauenswürdigkeit. Welche Konsequenzen hat unser alltägliches Handeln? Sind wir „gut“? Was heißt das überhaupt? Während der sechsmonatigen Ausstellung im Hamburger Bahnhof können die Besucherinnen und Besucher an goldfarbenen Tresen einen Vertrag mit sich selbst abschließen, in dem man sich verpflichtet, das eigene Handeln an ethischen Prinzipien wie Ehrlichkeit und Verbindlichkeit auszurichten. Dieser Pakt mit sich selbst wird in einem Verzeichnis erfasst, das alle Teilnehmenden zum Ende der Ausstellung erhalten. Das persönliche Bekenntnis wird zum Gemeinschaftsgut, die Installation wird zur partizipativen Gruppenperformance. Und im besten Fall geht das Eingeständnis über die Kunst hinaus und bildet ein Willensfundament unseres Handelns. Vertrauen ist gut. Punkt.
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Adrian Piper. The Probable Trust Registry: The Rules oft he Game #1-3 | Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin | www.adrianpiperinberlin.de | Foto Credit: APRA Foundation Berlin

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Monument Mal

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Mitten in Berlin steht dieser Bunker. Ein Mahnmal der Scheußlichkeit, das glücklicherweise in sein Gegenteil gekehrt wurde: Einen Hort der Kunst. Denn was ist Kunst, aus dem Individuum geschöpft, anderes als die ultimative Bastion der Freiheit? Eben. Finden wir auch. Der Sammler Christian Boros kaufte 2003 den Bunker, der zwischenzeitlich als Kriegsgefängnis, Textilienlager, Speicher für Bananen und Technoclub genutzt wurde, um darin seine Sammlung zeitgenössischer Kunst einzurichten. Und im Gegensatz zu früher, als man sich im Bunker eingeschlossen und abgeschottet hat, soll dieser Koloss ein Ort für alle sein. Jeder darf sich die Sammlung internationaler Kunst (unter anderen von Ai Weiwei, Thomas Ruff, Olafur Eliasson und Wolfgang Tillmans) ansehen, normalerweise allerdings mit Anmeldung und Führung – schließlich wohnt der gute Mann auch in dem Gebäude. Wie gesagt, normalerweise: An den Wochenenden im Januar sind die 3000 wertvollen Quadratmeter nämlich mal ohne Reservierung zugänglich. Und, wir haben das für uns und euch getestet, sogar ohne allzu lange Warteschlangen. Fifteen minutes to Ultimo!
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Sammlung Boros | Bunker, Reinhardtstraße 20, 10117 Berlin | 21. und 22. Januar ohne Reservierung 10-18  Uhr geöffnet | Eintritt 12€, ermäßigt 6€ | sammlung-boros.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 18. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

We <3 books

Sag mir, was du liest und ich sage dir, wer du bist. Freundschaften sind schon an Büchern zerbrochen. Weil man das falsche gelesen, das geliehene nicht zurückgegeben oder fälschlicherweise das mit der Widmung des Freundes der anderen hat rumliegen lassen. Umgekehrt sind Bücher dazu da, Freundschaften zu schließen, zu festigen und zu zelebrieren. Das richtige Buch zur richtigen Zeit, zum Trösten, zum Jubeln, um sich neu zu verlieben, gehört zum Wertvollsten überhaupt. Daher ist klar, dass wir nur Fans sein können von „Friends with Books“. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Verein, der seit 2014 dem Kunst- und Künstlerbuch eine öffentliche Plattform gibt. Auch dieses Jahr wieder präsentieren über 160 Künstlerinnen und Verleger ihre Bücher im Hamburger Bahnhof. Es wird ein bunter Reigen sein, in dem gestöbert werden kann: Selbstverlegte Magazine, aufwändig gestaltete Künstlerbücher, im Eigenverlag produzierte Werke zeigen, wie eng die Beziehung zwischen Kunst und Publikation sein kann. Während eines Wochenendes wird die Messe angereichert um Lecture Performances, Gesprächsrunden und Einzelpräsentationen. Kunst zum Anfassen, zum Durchblättern, zum Freundschaftschließen.
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Friends With Books | 10.-11.12.2016, 11-19h | Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin | Eintritt frei | www.friendswithbooks.org | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 06. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Wenn ich nur wüsste

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Wie funktioniert eigentlich unser Hirn? Wie entstand das Universum? Warum sind einige Marken erfolgreich und andere nicht? Und wie bekomme ich meine Migräne in den Griff? Wir wollen alles wissen und oft scheint die Antwort auf so viele Fragen nur einen Klick weit entfernt. Nur führt das, was wir da aus Foren, Wikipedia-Einträgen und Social Media Posts lesen, wenn wir ehrlich sind nur ziemlich selten zu befriedigenden Erhellungen oder besser lebens- und bewusstseinserweiternden Einsichten. Infos ja, Wissen nein. Warum kann uns niemand Antworten auf die Fragen unserer Zeit in verdauliche Häppchen packen und zwar so, dass wir sie nicht nur hören, sondern verstehen und mitnehmen können? Genau diese Frage stellten sich die Erfinder von Highbrow. Und beantworteten sie gleich selbst: Highbrow füllt unsere alltäglichen Wissenslücken mit kostenlosen Kursen, die wir täglich in unsere Inbox schicken lassen können. Aufgeteilt in 5-Minuten-Workshops macht uns das Kursangebot von Highbrow aus den Bereichen Kunst, Philosophie, Geschichte, Kochen, Wissenschaft, Natur, Sprachen etc. jeden Tag ein bisschen schlauer. Wer sich nicht auf einen Themenbereich spezialisieren möchte, klickt sich einfach frischfröhlich durch – oder stellt sich der Highbrow Challenge und lernt während 30 Tagen jeden Tag etwas nach dem Zufallsprinzip ausgewähltes Neues. Weißte Bescheid! Also, jeden Tag ein bisschen mehr.
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Highbrow | gohighbrow.com

Animal Lovers

Darf man Menschen essen? Schockgeweitete Augen, vehement sich schüttelnde Köpfe, „Sag mal, geht’s noch?“-Antworten. Natürlich nicht. Warum aber darf man Tiere essen? Und schon geht es los mit den Diskussionen. Die Fronten, die diese Frage eröffnet, sind nicht mehr in Sichtweite voneinander, dazwischen ein weites Feld von Argumenten für oder gegen die Gleichbehandlung von Tier und Mensch. Was wäre, wenn? Was, wenn der Mensch im Tier einen gleichberechtigten Partner sehen würde? Was, wenn Tiere dieselben Rechte genießen würden wie humane Bürgerinnen und Bürger? In Neuseeland wurde dereinst ein Hund als Bezirksbürgermeister aufgestellt, jedes Jahr im Oktober werden in Manhattan Tiere christlich gesegnet, und 2014 heiratete ein Dresdner seine Katze. Alle Beziehungen zwischen Mensch und Tier sind gesellschaftlich gemacht – und daher auch von uns Menschen veränderbar. Die Ausstellung ANIMAL LOVERS der neuen Gesellschaft für bildende Kunst nGbK präsentiert künstlerische Arbeiten, die ein neues Beziehungsverständnis zwischen Tieren und Menschen zur Diskussion stellen. Auseinandersetzen ist durchaus erwünscht: Am 4. und 5. November behandelt das Symposium „Networking Animal Lovers“ unterschiedliche menschliche Perspektiven auf das Tier, lotet die Grenzen der Zoophilie aus, nähert sich dem Phänomen aus soziologischer und juristischer Sicht oder verhandelt die Rolle des Tieres in den Medien. Wo hört also das Tier auf, wo fängt der Mensch an? Oder ist das etwa die falsche Frage?
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Animal Lovers | bis zum 27.11.2016 | ngbk, Oranienstraße 25, 10999 Berlin | Eintritt frei | Webseite | Symposium

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 02. November 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Machste selber wa?

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DIY ist so eine Sache. Nichts geht über selber machen und darüber, mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen, um sich hernach besitzerstolz am praktischen und schönen Nutzen zu erfreuen. Das Problem dabei ist, nicht jede und jeder von uns ist mit handwerklichen Fähigkeiten gesegnet, die das Basteln, Werkeln und Bauen nicht nur zur – sagen wir meditativen Beschäftigung – sondern auch zur befriedigenden, da zielführenden Tätigkeit werden lassen. Allzu oft erinnern schiefe, krumme oder „irgendwie zusammengehaltene“ Erzeugnisse unserer Bemühungen eher an moderne Kunst, als an Möbel, Regale oder andere intendierte brauchbare Objekte. Gott sei Dank gibt es wefactory! wefactory ist eine Do It Yourself-Möbelplattform, auf der Designer ihre Möbeldesigns inklusive Schritt-für-Schritt Videoanleitungen anbieten. Heißt im Umkehrschluss: Kunden wie wir können komplette Möbelbausätze inklusive Material, Werkzeug und eben narrensicheren Tutorial-Anleitungen erwerben und als Projekt nach Hause schicken lassen. Genial! Das Tolle dabei ist, am Ende baut man nicht nur sein neues Lieblingsmöbel selbst, sondern erlernt quasi nebenbei auch Fertigungstechniken, die einen vielleicht irgendwann dazu befähigen, völlig eigene Entwürfe zu entwickeln und womöglich irgendwann auch auf der Plattform anzubieten. Warum nicht. Wenn das gute Stück taugt, erstellt wefactory gemiensam mit euch eine Videoanleitung und fertigt den Bausatz mit allen Teilen zum Nachbauen. Freude teilen macht Spaß! Wir verlosen daher gern und fröhlich einmal das „Kotti“ Stell-Regal und einmal das Riehmen Regal „Ihmchen“ samt Anleitung an die besonders Handwerklichen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚STEHT!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de
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wefactory | Preis ab 39 € | Shop

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 12. Oktober 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Retune yourself

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60 Künstler und Vordenker an der Schnittstelle von Kunst, Design und Technologie besetzen ein ehemaliges Schulgebäude in Berlin Kreuzberg und transformieren es mit über 100 Programmpunkten in ein interaktives Zukunftslabor. Klingt abgefahren. Wird es auch. Im Zentrum des vierten Retune Festival vom 6. bis 8. Oktober steht die Frage nach der Technologie. Wie verändert sie unsere Gesellschaft? Wie nutzen Künstler und Kreative Technologien, um neue Formen des Ausdrucks zu erfinden oder diese Veränderungen kritisch zu hinterfragen? In Vorträgen, Keynotes, medialen Installationen, Experiences, audiovisuellen Performances, immersiven Exponaten, intimen Diskussionen und tief gehenden Workshops setzt sich das Festival mit dem Thema auseinander. Wie verändern 360° Video und Virtual Reality die Art, wie wir Geschichten erzählen? Wie kann künstliche Intelligenz für kreative Zwecke genutzt werden? Wie kann Technologie unsere Körper erweitern? Wie gelangen Kreative von Prototypen zu Produkten? Neben der Haupt-Veranstaltungslocation GlogauAir breitet sich das Festival auch in die Nachbarschaft aus: Die Martha Kirche wird zum imposanten Schauplatz für Keynotes und Performaces, ein Doppeldeckerbus dient als Treffpunkt internationaler Communities, Kuratoren und Künstlern, das Studio Badaboom Berlin öffnet seine Türen für interaktive Installationen und einen Kinder-Workshop und das benachbarte II Kino zeigt Arbeiten aus dem Festivalprogramm. Wir verlosen 2×2 Tickets für die Opening Night morgen Abend ab 20 Uhr. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FÜR DICH TUNE ICH ALLES‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Retune Festival | 6. – 8. Oktober 2016 | GlogauAir, Glogauer Straße 16, 10999 Berlin | Ticket ab 99 € | retune.de

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 05. Oktober 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Lea Lange

Das 2 Minuten-Interview

Lea Lange war Unternehmensberaterin und europäische Strategiechefin bei Fab, bevor sie Anfang 2014 ihr Heil in der Kunst fand. Na gut, das ist nur die halbe Wahrheit, denn Lea macht keine Kunst, sondern hat mit JUNIQE eine Plattform geschaffen, von deren Reichweite und ja Einfluss auf die moderne Wohnraumgestaltung, die meisten Kunstschaffenden kaum zu träumen wagen. Im Online-Shop von JUNIQE finden vor allem junge und nicht unbedingt Kunst-versessene Menschen und aufstrebende Künstler zueinander. Urbane Kunst als Poster, Druck oder gar Klamotte in unzähligen Motiven und Zeilen. Was die liebe Lea wohl privat zuhause hängen hat? Haben wir gefragt. Und auch, was wir unbedingt über sie erzählen müssten. „Dass ich Kinderriegel, Krimis und Riesling liebe.“ Diese süße Antwort hätten wir gern als Print!

Name: Lea Lange
Alter: 29
Wohnort: Berlin
Beruf: Geschäftsführerin und Gründerin von Juniqe.de
Schuhgröße: 37
Lieblingsspruch: Einfach machen
Kontakt: lea@juniqe.com

Bitte vervollständigen: I said a hip hop, the hippie… to the hippie to the hop, jump to the boogie to the beat…!? – Und: nein liebe Kollegen, ich werde das nicht bei der nächsten Party zum Besten geben.

Gehört Kunst ins Museum? Auf keinen Fall ausschließlich! Eher im Gegenteil: Kunst gehört in jedes Zuhause. Das ist die Idee hinter Juniqe

Was kaufst du niemals online? Vintage Möbel. In die will ich mich lieber offline verlieben.

Was hängt bei dir zuhause an der Wand? Ein paar Drucke die ich mir noch im Studium gekauft habe, eine Fotografie aus der Rath Galerie und natürlich Prints von JUNIQE.

Deine drei Lieblingsmotive/produkte aus dem Juniqe Portfolio? Alles von Clinton Friedman, Impalpable von Adam Priester und Plants B von typealive.

Was inspiriert dich? Leidenschaft und Begeisterung anderer für das, was sie tun.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Die Sternennacht von Van Gogh.

Wofür gibst du zu viel Geld aus? Für guten italienischen Weißwein.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal einen Kaffee trinken? Mit dem visionären Unternehmer Elon Musk. Das wäre ein sehr interessantes Kaffeetrinken.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Haha, mit kochen bin ich mir nicht so sicher, eher „zubereiten“. Schnippeln und schmieren kann ich sehr sehr gut!

Wovor hast du Angst? Eigentlich vor wenig. Dass es meiner Familie oder engen Freunden gesundheitlich nicht gut geht.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich habe Becycle ausprobiert. Das ist Spinning im Dunkeln, mit lauter Musik und Jemandem, der einen anschreit. War super!

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich kleiner bin, als man denkt, weil ich fast immer hohe Schuhe anhabe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen: Wieso ich mache, was ich mache.

Das letzte Wort: Leidenschaft

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. Oktober 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Art ist, was du daraus machst.

Selig die Zeiten in der famosen Bar mit der Nummer 25. Als wir die Zeit vergaßen, an der Spree in die aufgehende Sonne tanzten und Freunde fürs Leben – denn ein Wochenende konnte ein ganzes Leben sein – fanden. Auf dem Dancefloor der legendären Location fanden auch Viva con Agua und Holzmarkt zusammen und schlossen eine Liebe fürs Leben. Schließlich glauben beide an das Gute: Viva con Agua setzt sich für weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser ein und der Holzmarkt setzt neue Werte des gemeinsamen, sozialen und nachhaltigen Zusammenlebens in der Stadt. Und so paarte sich das Gute mit dem Guten und gebar Besseres: Ein Kulturfestival für freie Geister. Inspiriert von der Millerntor Gallery (www.millerntorgallery.org), der sozialen Kunstgalerie und dem Kulturfestival aus der Beziehung von Viva con Agua mit dem FC Sankt Pauli, entstand die WIDE(R)KUNST: ein Wochenende voller Kunst und Musik in der frisch geschlüpften Spielstätte „Säälchen“ auf dem Holzmarktareal. Internationale Künstler unterschiedlicher Genres präsentieren und verkaufen ihre Werke und beweisen in diesem bunten Dorf: Kultur macht Freude, sie bildet und regt zum Nachdenken an. Sie erweitert Horizonte und verrutscht Perspektiven. Und sie hilft auch. Die Erlöse aus dem Verkauf der ausgestellten Werke gehen zu gleichen Teilen an die Künstler selbst, an Viva von Agua und die Holzmarkt-Genossenschaft. Noch mehr Gutes? Könnt ihr haben. Im Rahmen der WIDE(R)KUNST erstellt Olafur Eliassons Energie-für-alle-Projekt Little Sun am 30. September und 1. Oktober ein Light Painting.
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WIDE(R)KUNST – The Art ist das, was du draus machst | 29.09.– 02.10.16 | Säälchen, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Sammeltrophäen

Origami, die japanische Kunst des Papierfaltens, hat etwas sehr Meditatives. Falzen, Glattstreichen, Umknicken. Repeat. Und am Schluss hält man etwas in der Hand, was im besten Fall dann wirklich wie ein Kranich aussieht. Wenn man sich eben nicht verfalzt hat. Oder einem die Grobmotorik dazwischen kommt. Da kann die Frustration ganz schnell den meditativen Effekt zunichte machen. Fast wie von Zauberhand jedoch gelingen die Tyrannos und Dobermänner, Eich- und Einhörner, Pinguine und Hippos von Papertrophy. Wahnsinn, was mit Papier alles geht! Mit etwas Zeit und Leim werden aus vorgeschnittenen Papierschablonen dreidimensionale, wahnsinnig gut aussehende Kunstwerke für die Wand oder davor. Es sind minimalistisch-kubistische Formen, die sich ironisch an die Tiertrophäen über verstaubten Wohnzimmerkaminen anlehnen. Mit dem feinen Unterschied, dass hier kein Tier sein Leben lassen musste. Die Formen werden maschinell aus Ökopapier geschnitten, vorgefalzt, nummeriert und noch einmal ganz genau von Hand kontrolliert, bevor sie die Reise zu den Bastlern dieser Welt antreten. Von Mini bis XXL ist fast jedes Lieblingstier zu haben. Ausgeklügelt hat das perfekte Zusammenspiel der Polygone Holger Hoffmann, der die Trophäen in Berlin gestaltet. Was dann daraus wird, ist Kunst. Also nix für Jäger, sondern für Sammler. Wir verlosen einmal einen stilechten Löwenkopf in Gold und Schwarz an die besonders Sammelfreudigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚DAS HEBT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Papertrophy | Wandtrophäen und stehende Figuren aus Papier | ab 19 € | www.papertrophy.com

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 19. Juli 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

From Scandinavia with love

SHARE-JUNIQE

Es gibt Bildbände. Es gibt Coffee Table Books. Es gibt kunstvolle Editionen. Und es gibt ‚SHARE Scandinavia‘. Das erste Buch des Berliner Kunst-Start Ups Juniqe geht noch einen Schritt weiter und über den Ist-total-schön-anzusehen-Effekt hinaus. Zwischen zwei festen Buchdeckeln im zarten Blau eines Eisbachs sind 50 Prints von 50 Künstlern versammelt, die sich von Skandinavien zu ihrer Kunst inspirieren lassen. Von der prägenden Natur, dem distinkten Design, von endlosen Sommernächten, der Verschrobenheit der Trolle und der unendlichen Weite der Landschaften. Und das Besondere daran: Jeden dieser Prints kann man austrennen und aufhängen, verschicken, verschenken, einen Brief hinten drauf schreiben oder ihn als Geschenkpapier verwenden. Sharen, eben. Gemeinsam mit dem Malmöer Verlag New Heroes & Pioneers, der sich auf Bildbände aus einem eklektischen Mix von Kunst, Kultur und Mode spezialisiert, ist ein zauberhaftes Printprodukt zum Teilen entstanden. Damit bleiben Juniqe ihrem Grundsatz »Art. Everywhere.« treu. Handverlesene Kunst ausgewählter Kunstschaffenden vertrieben die Berliner bis jetzt in Form von Wandbildern, Wohnobjekten oder Mode, nun also auch im famosen Buchformat in mehr-als-A4-Größe. Und handgemacht. Und in limitierter Auflage. Wir verlosen stolz und froh ein Exemplar an die besonders Papierbegeisterten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FASS MAL AN!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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SHARE – Scandinavia Edition | 50 Prints im Hardcover | 75€ | zur Website

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 13. Juli 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Next Level Schick!

Heute Abend ab 18 Uhr ist es endlich wieder soweit. Berlins schönster, buntester und bester Markt für selektierte Design-Produkte, Fashion, (Wohn-) Accessoires und Kunst startet an neuem Ort in die Sommersaison 2016. Mehr als 60 Aussteller aus den Bereichen Design, Fashion, Möbel, Grafik, Accessoires, Kunst, Schmuck, Vintage und vielem mehr präsentieren ihre ausgewählten Lieblingsstücke am 8. und 29. Juni 2016 erstmals im tollen Birgit&Bier am Schleusenufer. Ja, da kann man auch im Hellen hin! Mit dabei sind neben Labels wie Studio Obectra, Mirkka Mesola und Les D’Arcs auch Designer aus den Bereichen Bio-Fashion und Upcycling, wie Brandon Schell, der mit seinem Label MODT zeitgemäße und nachhaltige Bio-Streetwear auf die Straßen Berlins bringt oder Bernhard Zarneckows Urmurks mit seinen umfunktionierten Heizlüftern und Staubsaugern. Das erste Sommernacht-Event heute von 18 bis 24 Uhr steht unter dem schrägen Motto *Rummel*Jubel*Kerwezeit: Rock & Rollercoaster* und zahlt damit der Location mit seinen alten Rummel-Exponaten Tribut. In drei Wochen heißt es dann schlicht *Flowers*. Ein Schelm wer nicht ans Schwärmen dabei denkt. Passend zum Thema gibt es jeweils allerlei Musikalisches und Kulinarisches auf Ohren und Rippen. Ausgesuchte wechselnde Street Food Anbieter fügen sich gemeinsam mit dem süffig runtergekühlten Bier-Angebot von „Birgit“ zu einem ausgewogenen Sommerabendprogramm zusammen. Wir sehen uns, bis gleich.
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BERLIN DESIGN MARKET Summer Edition 2016 | Mi., 08.06 und Mi. 29.06.2016, je 18-24 Uhr | Birgit&Bier, Schleusenufer 3, 10997 Berlin | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 08. Juni 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Artsy Fartsy

Artsy Fartsy

Das Gallery Weekend steht vor der Tür. Herrjemine, wohin geht man nun, was lohnt und was nicht? Ganz ehrlich, wissen wir auch nicht. Aber gerade im Entdecken und Treibenlassen liegt ja der besondere Reiz in dieser vor Kunst, Ideen und Trash überbordenden Lieblingsstadt Berlin. Um eine kleine, feine Auswahl, quasi als Leitfaden der Leuchtpunkte im wilden Treiben, sind wir natürlich trotzdem nicht verlegen. Als da wären: Olaf Holzapfel thematisiert in seinen neusten Bildern die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das Besondere: es sind Materialbilder der Peripherie – Strohbilder aus der Lausitz und Brandenburg, Chaguarbilder aus den Trockenwäldern des Chaco Nordargentiniens, Bilder und Falten ineinandergesteckten Strohs, Linienräume, in denen sich das Licht bricht, netzartige gewebte Textilbilder aus Kakteenfasern gefärbt mit Stoffen, die aus umgebenden Pflanzen gewonnen werden. Die Vernissage zur Ausstellung, die noch bis zum 4. Juni bei Daniel Marzona in der Friedrichstraße 17 stattfindet, steigt am Freitag von 18 bis 21 Uhr. Die Linie als Ort der Bewegung, der Weg und Punkt zugleich ist, verbindet die zwei Einzelschauen von Elio Graziano „Flowers will cover everything“ und Stefan Reiss „SPEKTRA“, die bereits heute Abend von 18 bis 22 Uhr in der HB55 Kunstfabrik starten und über das Gallery Weekend täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet sind. Zum Opening heute gibt es eine Live Performance von OKO und Any Pretty in der Installation von Stefan Reiss. Prognose: das wird fett! Infos dazu findet ihr hier. Und letzte und Beste: Unsere Freunde von sygns – das sind die mit den Neon-Schildern – eröffnen vor, während, parallel zum Weekend ihre erste eigene Pop-up Bar, zum Runterkommen, Ankommen, Verweilen, Fachsimpeln und gepflegten Betrunk in der Linienstraße 87 in Mitte. Quasi im Zentrum des künstlerischen Treibens schaffen sie eine kleine Insel für angeregten Austausch, Entspannung und Inspiration für befreundete Künstler und jeden, der ein gutes Gespräch und einen guten Drink im Schein des Neonlichts genießen möchte. Pop-up Gallery Bar Weekend wenn man so will. Zur Erföffnung am Freitag ab 18 Uhr gibt es ein DJ-Set von Jonathan Mendiola und free drinks. In diesem Sinne, wir sehen uns auf ein Gläschen und ein Stößchen im Fluss von Raum und Zeit. Alles für die Kunst!
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Berlin Gallery Weekend | sygns Pop-up Gallery Bar, Linienstr. 87, 10119 Berlin, Facebook | Olaf Holzapfel – Der perfekte Weg, Fr. 29. April 18-21 Uhr, Galerie Daniel Marzone, Friedrichstr. 17, 10969 Berlin, Facebook | SPEKTRA & Flowers will cover everything, HB55 Kunstfabrik, Herzbergstr. 55, 10356 Berlin, Facebook |

 Bild: Olaf Holzapfel, Spread, 2014 (detail), courtesy of Daniel Marzona

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 27. April 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Wer ist Jack?

 

Wer ist Jack?

Das 2 Minuten-Interview

‚Wer ist Jack?‘ ist keine Frage, sondern eine Ansage. Seit 2012 entwickelt die selbig benannte internationale Formation um den Schauspieler und Musiker Sven Carl Gusowski und den Autor und Regisseur Christian David Fischer interdisziplinäre Kulturprojekte mit Schwerpunkt Theater und lokale Verankerung in Berlin Neukölln. Inhaltlich dreht sich alles um die Themenkomplexe Identität und Fragmentierung von Persönlichkeit u.a. durch die „neuen“ Medien, Vereinzelung und Isolation in sozialen Ballungsräumen, sowie um eine Definition der Begriffe „Heimat“ und „Zuhause“. Uff, also zu Deutsch: geht mal wieder vor die Tür, da sind noch mehr! Wer oder was jetzt genau Jack ist und wenn ja wieviele, wissen wir nicht. Letzte Woche aber feierten sie oder er Premiere ihrer/seiner Heimatlosenrevue ‚Wandering Stars‚ im geliebten Heimathafen. Am 21./ 22./ 29. und 30. April habt ihr noch einmal die Chance der Sache nachzugehen. Prädikat: unbedingt machen! Wieso, weshalb, warum? Wollten wir auch wissen und haben auf jede Antwort eine Frage bekommen. Oder so ähnlich.

 

Name: Jack Buginithi
Alter: Zeitlos
Wohnort: Berlin Neukölln
Beruf: Künstler-Kollektiv
Schuhgröße: L
Lieblingsstück: Erbeertorte
Kontakt: weristjack.de

 

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Wer ist Jack?
Wird gerade diskutiert.

 

Stell dir vor du musst fliehen, welche drei Besitztümer nimmst du mit?
Kopfkissen (ohne kann ich nicht schlafen), Ukulele, aktuelles Textbuch, kommentierte Fassung.
 

Was bedeutet Heimat für dich?
Ich komme gern aus Ost/West/falen, ich wohne gerne in Ost/West/Berlin, ich würde gerne mal so richtig GO WEST, aber ich reise bald erstmal nach China und Sri Lanka. Sonst so: ‚Wherever I lay my hat… ‚(Marvin Gaye)
 

Der wichtigste Moment in deinem Leben?
Ich bin bereit!

 

Neukölln is beste?
Linsensuppe. Gönn dir. Parallelgesellschaft. Lebt friedlich nebeneinander, ohne, dass alle gleich sein müssen – geht doch!

 

Wofür gibst du zu viel Geld aus?
Miete. Kein Abwärtstrend in Sicht.

 

Die Rolle deines Lebens?
Salto rückwärts, aus dem Stand. Kann ich zwar noch nicht, habe aber zum Glück noch etwas Leben vor mir.

 

Kann Kunst die Welt retten?
Sobald ich den Salto kann, geht’s los.

 

Was wäre die erste Sache, die du tätest, wenn du unsichtbar wärst?
Rumlaufen und Ohrfeigen verteilen, dazu Zettel hinterlassen mit Vorschlägen, wie die Welt zu retten ist.

 

Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen über den er selbst nicht springen kann?
Wenn Gott allmächtig ist, könnte er dafür sorgen, dass ich mich bei Bedarf unsichtbar machen kann!

 

Mit welcher bekannten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern einmal auf der Bühne stehen?
Gott. Aber zählt das als Antwort, wenn es um ‚tot‘ oder ‚lebendig‘ geht? Immerhin ‚bekannt‘ und ‚Persönlichkeit‘ gildet schonmal…

 

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Vegetarische Dosen-Ravioli. Lasst uns lieber zu Christian gehen (Eintöpfe in allen Variationen!)

 

Wovor hast du Angst?
Davor alles richtig und alles gut zu machen.
(Puh, ihr habt aber auch Fragen auf Lager… Da hab ich direkt Angst vor der nächsten Frage…)

 
Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Siehste! Ich hab’s gewusst!

 

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Sofort das Barvermögen aller Deutschen in einen Topf tun und dann jedem die gleiche Summe zukommen lassen. Dann hätte jeder ca 60.000. Da wär ich neugierig, wie’s dann weitergeht.

 

Was sollte niemand von dir wissen?
Was passieren würde, wenn ich hier das Sagen hätte.

 

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
„Warum gibst du keine Antwort auf die Frage, wer Jack ist?“

 

Das letzte Wort:
Wir haben auf alles eine Frage.

 

Photo: Rene Jaschke

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 20. April 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Print me like it´s hot!

Print me like it´s hot!

Täglich inspirieren uns die wunderbaren Kunstdrucke an den Wänden unseres Büros zu kreativen Hochleistungen. Ein Löwe hängt da, ein Wolf samt farbenfroher psychedelic Collage und das fundiert philosophisch intellektuelle Zitat: „I said a hip hop, The hippie, the hippie, To the hip, hip hop, and you don’t stop, a rock it, To the bang bang boogie, say, up jump the boogie, To the rhythm of the boogie, the beat.“ Dass wir die kahlen Vertikalen stetig verschönern dürfen, verdanken wir unseren Designfreunden von Juniqe, der Plattform für junge, talentierte Künstler, Kunstliebhaber und bezahlbare Kunst für Europas weiße Wände. Unter dem Motto »Art. Everywhere.« bauen die drei Gründer Lea, Sebastian und Marc ihr ausgesuchtes Angebot stetig weiter aus. Pünktlich zur Pre-Pool-Season gibt es nun bei Juniqe auch Bademode für kunstaffine Individualistinnen und Individualisten. Die vollständig in Europa gefertigten Bikinis, Badeanzüge und Badehosen mit All-Over-Print sorgen auf jeden Fall für neidische Blicke – ganz jenseits der Bikinifigur. Ob jahreszeitlich tolerant mit Alpenlandschaften am Körper, farbenfrohen Sommerprints am Bein oder doch eher tropisch-exotisch mit goldener Ananas oder pink Flamingo? Gesichert ist in jedem Fall der Wiedererkennungswert. Und die Qualität der Produkte. Der leichte Glanz von 82% Nylon und 18% Spandex sorgt für die perfekte Strahlkraft der Sujets. Gefüttert sind alle Modelle mit weichem, weißem Stoff, der bei Nässe komplett blickdicht bleibt. Die guten Stücke lassen sich übrigens perfekt vom Freibad in die Freinacht transportieren: Badeanzug als Body verstehen, High Waist-Jeans drüber, Sandalen angeschnallt, fertig, fancy Nancy! Wir verlosen einen Bikini Slash Badeanzug eurer Wahl an die besonders Planschvergnügten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ITSY BITSY‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Sommer, kannst kommen!

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Juniqe Bademode | Bikinis, Badeanzüge und Badehosen ab 25 Euro | www.juniqe.de | Photo: Junipe

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 13. April 2016 | Tags: , , , , , Ein Kommentar

Vier weiße Wände

Vier weiße Wände

Das erste Ankommen in einer neuen Stadt ist ein besonderer Moment. Noch unbekannte Menschen, Straßenschilder, Bodenbeläge, Architekturen. Ein ganz neuer Blick aus einem fremden Fenster, ein andersartiges Licht, exotische Gerüche, ungekannte Geräusche machen etwas mit uns. Wir lassen uns gerne von noch unerforschten Orten inspirieren. Aus ihnen entstehen Bilder, entweder in unseren Köpfen oder auch ganz konkret. Den Künstlerinnen und Künstlern unter uns verhelfen derartige Inspirationen zu neuer artistischer Schaffenskraft. Das weiß auch Ralf Dereich, Bildender Künstler in Berlin. Der farbgewaltige Maler arbeitet gerne auch mal in einem noch unerforschten Ambiente, leider aber ist das mit dem Finden und Nutzen fremder neuer Orte gar nicht so einfach. Erst Recht, wenn man nicht nach einer airbnb Wohnung für zwischendurch, sondern einem waschechten Atelier zum Schreien, Schreiben, Malen, Klecksen, Kneten, Wasauchimmer sucht. Weder Hotelzimmer noch Privatunterkünfte sind in der Regel für die künstlerische Arbeit geeignet. Gemeinsam mit Marketingexpertin und Schulfreundin Melina Volkmann gründete Ralf deshalb die Online-Plattform stusu, ein globales Netzwerk für die Untervermietung von Künstlerateliers oder anders ausgedrückt, eine Art airbnb für Künstler. Künstler inserieren oder tauschen ihre Ateliers fein säuberlich nach Städten geordnet und können selbst einen inspirierenden Arbeitsplatz in einem anderen Land, in einer anderen Stadt oder eben ums Eck finden. So entzieht sich das Atelier seinem mysthisch-eremitischen Image und wird zu einem dynamischen Platz für freies, flexibles Arbeiten auf der ganzen Welt. Die Plattform stellt damit eine Infrastruktur, aus der wunderbare Kunst entstehen kann – Raum, Licht, Sicht. Schließlich entsteht Kunst immer aus Welt. Und Welt ist nun mal überall. Oder so ähnlich?
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stusu – die erste globale Plattform für Untervermietung von Künstlerateliers | www.stusu.com

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. März 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare