Augenschmaus

Deutsche Küche? Kennt man. Aber als Tapas? Und so!? Das neue Restaurant Klinke, direkt am Oranienplatz in Kreuzberg (und damit 100m von unserem Office entfernt, check!), serviert deutsche Tapas mit wahnsinnig bezauberndem Twist. Die Königsberger Klopse mit Rote Bete und Kapern, das Backhendl mit Senfmayonnaise und Kresse oder die Kroketten mit Bergkäse und Walnuss-Pesto beispielsweise, muss. man. probiert. haben. Zur regionalen Küche gesellen sich neben frisch gezapftem Bier und einer grandiosen Auswahl an deutschen Weinen auch leckere Spielereien wie der gefrorene „Friesling“ aus der Slush-Maschine. Wir wiederholen: „Friesling“ aus der Slush-Maschine. Und weil das Auge mitisst, werden die leckeren Happen in eigens kreierten Schälchen serviert. Die sind nicht nur auffällig anders, sondern formen die Hügel des Viktoriaparks nach und bringen so ein weiteres Stückchen Kreuzberg auf den Tisch. Hinter dem deutschen Tapas-Vergnügen stecken die Geschwister Klinkenberg. Jette, Lilo und Moritz sind in der Nachbarschaft groß geworden und freuen sich, das Ecklokal in der Dresdener Straße neu beleben zu dürfen.
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Klinke | Dresdener Str. 119, 10999 Berlin | Di 12-15 Uhr, Mi-Sa 12-0 Uhr, So 17–0 Uhr | klinkeberlin.com | Instagram | FOTO: Yannes Kiefer

Kein schöner Land

Jedes Jahr aufs Neue (und in den letzten 18 Monaten noch einmal mehr) quält sich eine lange Blechlawine über zweispurige Bundesstraßen gen Ost- und Nordseeküste. Dicht an dicht tummeln sich dann Abertausende auf Strandabschnitten zwischen Strandkorbverleih und Seebrücke, futtern Fischbrötchenstände leer und shoppen in einschlägigen Ferien-Outlets. Das soll Urlaub sein? Dass es auch anders geht und selbst an heimischen Küsten abgelegene Strände und einsame Fleckchen zu finden sind, beweisen zwei tolle Bücher aus der Reise- und Outdoorreihe „Wild und cool“ des Berliner Verlags Haffmans & Tolkemitt. „Hidden Beaches“ von Reisejournalist Björn Nehrhoff von Holderberg sammelt über hundert Traumstrände, die auf ganz entschleunigte Art entdeckt werden wollen und den großen Ansturm auf Ost- und Nordsee zumindest ein Stück weit entzerren. Im Buch „Islandeering“ hat der Rettungsschwimmer und Wildwasserkanute Hansjörg Ransmayr sechzig Inseln innerhalb Deutschlands zusammengesucht. Von winzig bis groß(artig), von Sandinsel bis Bergseeinsel. Neben sanften Wegbeschreibungen für Erkundungstouren zu Fuß, schwimmend oder per SUP, finden auch spannende Hintergrundgeschichten ihren Platz. Wir verlosen jeweils ein Exemplar fürs Reisen ohne Flugmeilen. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „FARBFILM VERGESSEN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Hidden Beaches & Islandeering | je 22,95 € | wildund.cool/hidden-beaches & wildund.cool/islandeering | FOTO: Haffmans & Tolkemitt Verlag

Prima Aussicht

Die wunderbare Judith Poznan hat sich einen alten Wohnwagen gekauft. Und dann ein Buch darüber geschrieben. Ein lustiges (ein wirklich lustiges!) Buch über die Renovierung der maroden rollenden Dose. Ein Buch über Lebensentscheidungen, Liebe, das ganz große Glück und Mut. So viel Mut, dass die gleichnamige Hauptfigur Judith manchmal ein bisschen Angst vor der eigenen Chuzpe bekommt. „Prima Aussicht“ entführt euch auf einen Brandenburger Campingplatz. Mittenrein in eine Welt der millimetergenau geschnittenen Rasenkanten, in der Günther oder Wolfgang stets und ungefragt mit fachmännischem Rat bei der Renovierung zur Seite stehen. In dieser Welt ist der Kauf des alten Wohnwagens nichts weniger als DIE Rettung für Judiths Sohn. Vor kurzem hat ihr ihr Freund eröffnet, dass er kein zweites Kind möchte und nun muss das Campingglück her: quasi als Ersatz für adäquates Familienidyll und Spießigkeit zu viert. Damit „aus dem Jungen nicht aus Mangel an Geschwisterkindern ein Psychopath wird“. Wie der Masterplan aufgeht – oder eben auch nicht – beschreibt Judith Poznan so leichtfüßig und so mitreißend, dass „Prima Aussicht“ für uns schon jetzt das Buch des Sommers ist. Wer der Autorin auf Instagram folgt, weiß wie viel Herzblut in ihrem Erstlingswerk steckt. Daher freuen wir uns so richtig mit ihr über die Erscheinung. Wir dürfen zwei Exemplare verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LINDE VORM BALKON‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Ach ja und auf Vorlesetour ist sie auch, zum Beispiel am 25. August im Cassiopaia in Berlin Friedrichshain.
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Prima Aussicht | 20 € | dumont-buchverlag.de/prima-aussicht | Instagram | FOTO: Dumont Buchverlag

LOST IN ART

Eines der spannendsten Kunst-Happenings des Jahres und der Dresscode ist egal?! Für das immersive Lost Art Festival vom 24. bis 26. September wird eine der letzten Berliner Off Locations komplett in Dunkelheit getaucht. Und so stehen in der beeindruckenden Kulisse nur die beleuchteten Installationen im Fokus. Drei Jahre lang war das Kurator*innen-Team auf der Suche nach passenden Werken und Konzepten für jeden einzelnen Raum des rund 6.000 Quadratmeter großen Parcours. 80 Künstler*innen wie Christopher Bauder, Isabelle Tellié, Tadao Cern oder Berghain-Resident Norman Nodge transformieren das Industriedenkmal 48 Stunden lang mit ihren Licht- und Soundinstallationen. Dazu können Besucher*innen im Kino entspannen oder auf der Hidden Stage feiern. Als Medienpartner dürfen wir die heiß begehrten Pre-Sale Tickets schon jetzt verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „I’M LOST IN ART“ an hurra@muxmaeuschenwild.de, landet im Lostopf für das Private Viewing am 23. September – also noch vor der offiziellen Eröffnung – und schaut euch das Spektakel gemeinsam mit Künstler*innen, Presse und Partner*innen an. 3 x 2 Tickets haben wir in petto. Achso, der Dresscode könnte hier dann doch… Wir fragen mal nach!
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Lost Art Festival | 24.-26.09.2021 | die Location bleibt bis 48 Stunden vor dem Festival geheim | lostartfestival.com | Instagram | Pre-Sale (Code: mmw) | Tickets 22 € | FOTO: Lost Art Festival

Gesicht zeigen

Wann ist Kunst so richtig, richtig gut? Wenn sie nicht nur einen selbst bewegt, sondern etwas! Wenn sie Menschen zusammenbringt und dann auch noch eine Botschaft hat. Das Kunstprojekt „In Your Face“ kann genau das. Am Anfang der Geschichte steht die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel. Sie hat den Machern der Ocean.Now!-Initiative die Idee zu ihrem Kunstwerk „Microplastics II“ geliehen. Und die Meeresschutzorganisation hat daraus ein „medien-basiertes kollektives Projekt“ gemacht, mit dem sie ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln fordert. Heißt im Klartext: drei Monate lang sammelten Freiwillige an 50 Stränden weltweit Mikroplastik-Samples. Diese kleinsten, bunten Kunststoff-Schnipsel arrangierte das Team von Ocean.Now! wie eine Schönheitsmaske auf den Gesichtern von über 50 Prominenten und lies die Fotograf*innen Saskia Uppenkamp und Tomaso Baldessarini bewegende Nahaufnahmen schießen. Es könnte fast wie ein Beauty-Shot aussehen, wenn sie den Close-ups von DariaDaria, Oliver Koletzki, Luisa Neubauer, Didi Hallervorden oder Ranga Yogeshwar nicht auch noch eine blutige Nase verpasst hätten. Die rüttelt wach und zeigt, wem wir mit Mikroplastik am Ende am meisten schaden: Uns selbst. Dank der Berlin Photo Week kommt die „In Your Face“-Ausstellung jetzt endlich nach Berlin. Wir dürfen für die exklusive Vernissage mit Meike Schützek und Künstlerin Swaantje Güntzel am 26. August 3 x 1 Ticket verlosen. Von 18.30 bis 20.00 Uhr könnt ihr mit ihnen über die Spree schippern und dabei sein, wenn erstmals die Portraitwand am RAW Gelände enthüllt wird. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „IN YOUR FACE“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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In Your Face | ocean-now.org/inyourface | Instagram | FOTO: In Yor Face/Saskia Uppenkamp

Öfter mal was Neues

Piratenschiff, Marken-Sneaker, imperialer Jäger? Das Lego-Portfolio ist inzwischen so bunt wie riesengroß. Einziges Problem: Irgendwann landen die bunten Steine zwangsläufig in dieser einen großen Legosteine-Box aka Tonne. Und nu!? Nu gibt’s die BrickIt-App. Die funktioniert wie folgt: Kiste mit Lego-Allerlei auskippen, Smartphone Kamera draufhalten und BrickIt erfasst sämtliche einzelnen Bausteine und schlägt dazu passende Lego-Anleitungen vor. Aus dem bunten Chaos wird so ganz schnell ein beeindruckender Minijet, eine lässige Boombox oder eine riesige Achterbahn. Um einfacher zum Ziel zu kommen, teilt die App nicht nur genaue Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sondern markiert auf dem eingescannten Bild, wo sich der nächst benötigte Baustein inmitten des ausgebreiteten Legoteppichs befindet. Sorry, wie genial ist das bitte? Unsere gesamte Kindheit müsste neu erzählt werden. Ganz nebenbei wird übrigens auch eine Art Katalog der eigenen Steinsammlung angefertigt und darauf basierend immer wieder neue Lego-Modelle zum Nachbauen vorgeschlagen. Die Original-Anleitungen unterteilen sich in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und festen Kategorien wie Tiere, Fahrzeuge oder Star Wars. Für Erwachsene und Kinder geeignet und wärmstens empfohlen.
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BrickIt: Rebuild your Lego | brickit.app | FOTO: Brickit

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Wimmelbildspiel

Für weniger Bildschirmzeit und bessere „Brett“spiele! Hinter „MicroMacro Crime City“ steckt nicht nur das Spiel des Jahres 2021, sondern gleich mal ein komplett neues Gesellschaftsspiel-Genre. Das Detektivspiel für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren liefert mit einem riesigen Wimmelbild in Schwarzweiß schon alles, was man für einen spannenden Abend braucht. Klingt simpel, zieht einen aber ziemlich schnell in den Bann. Über ein Dutzend Kriminalfälle, die parallel auf dem Spielplan verlaufen, sollen mithilfe von Hinweiskarten gemeinschaftlich gelöst werden. Dabei versinkt man ganz schnell in die detailverliebten Zeichnungen, entdeckt neue Fährten und tauscht sich über mögliche Tatmotive aus. Was sucht der Bürgermeister nachts mit einem Geldkoffer am Hafen? Wer lauerte dem Burgerbrater mit dem Baseballschläger auf? Und warum wurde der Skateboardfahrer heimtückisch ermordet? An alle, die jetzt schon ihre fiktive Detektivmütze auf den Kopf zurechtrücken, verlosen wir zwei Exemplare des neuen Poster-Brett-Spieles. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „ICH SEH‘ DA WAS, WAS DU NICHT SIEHST“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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MicroMacro Crime City | micromacro-game.com | FOTO: Edition Spielwiese / Pegasus Spiele

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Manuel Abraas & Flo Stadler

Das 2-Minuten-Interview

Im Gespräch mit zwei, die selten im Homeoffice sind: Manuel Abraas und Flo Stadler von Sea Shepherd. Der eine ist seit über zwanzig Jahren Teil der internationalen Meeresschutzorganisation und leitet mittlerweile das Team in Deutschland, der andere ist Vollblutaktivist und Kampagnenleiter auf hoher See. Aktuell sind die beiden im Rahmen der “Baltic Sea Campaign” auf der Ostsee unterwegs und setzen sich dort aktiv für den Schutz der Schweinswale und gegen illegale Fischereiaktiviäten ein und bergen mit ihrem Team tödliche Geisternetze aus dem aktut bedrohten marinen Ökosystem. Im Interview gehts ordentlich zur Sache und Superman, Whitney Houston und Tupoka Ogette kommen auch drin vor. Bleibt nur noch eine Frage offen: Was ist eine Bob Barker Bowl?

Name: Manuel Abraas / Flo Stadler
Alter: 49 / 35
Wohnort: Bremen / Heimathafen München
Beruf: Kaufmann (zum Schutz des Ozeans macht man alles) / studiert: Dipl. Ing. für Medizinische Elektronik, jetzt: Sea Shepherd Kampagnenleiter
Schuhgröße: 45 / 45
Lieblingsgewässer: überall wo Wasser ist / Pazifik
Kontakt: info@sea-shepherd.de / @floceanwarrior

Was bedeutet Sea Shepherd für dich?
Manuel: Die aktivste und effektivste Meeresschutzorganisation der Welt, die seit 1994 mein Leben nachhaltig verändert hat.
Flo: Sea Shepherd ist ein essentieller Bestandteil meines Lebens, denn die Organisation hat mir die Möglichkeit gegeben, gegen die schreienden Ungerechtigkeiten aktiv vorzugehen, die unsere Meere bzw. unseren Planeten bedrohen. Als mir bewusst wurde wie brutal und schonungslos Wale gejagt wurden, war ich völlig außer mir. Ich hab mich gefragt, wieso niemand das unterbindet, sondern nur „Save the Wales“ proklamiert wird. Und dann kam Sea Shepherd und hat mir gezeigt, dass man seine Wut kanalisieren und in direktes Handeln für die richtige Sache umwandeln kann.

Was ist das Beste an deinem Beruf?
Manuel: Ich darf meiner Leidenschaft jeden Tag nachgehen und kann aktiv dafür sorgen, dass dieser Planet ein Stück weit lebenswerter wird/bleibt.
Flo: Ich arbeite mit einem unwahrscheinlich vielseitigen Team mit ganz beeindruckenden Menschen zusammen. Unsere gemeinsame Mission schweißt das Team zusammen und so können wir unsere ambitionierten Aufgaben erfüllen. Außerdem bin ich den ganzen Tag über draußen, am Meer und auf See – besser könnte es gar nicht sein!

Womit kann man dich beeindrucken?
Manuel: Ehrlichkeit, Fleiß, Treue, Disziplin.
Flo: Das ist einfach: mit Tieren, solange sie sich in ihrem eigenen Habitat befinden. Ob an Land oder im Wasser, ich liebe es, sie zu beobachten, zu studieren und zu bestaunen. Richtig sprachlos wäre ich, wenn ich mit Walhaien im Wasser wäre – diese Tiere habe ich noch nie selbst beobachten können.

Manuel, beschreibe Flo in einem Satz: Ein 100%iger Aktivist, der seinen Projekten alles andere unterordnet.

Flo, beschreibe Manuel in einem Satz: Manuel ist ein selbstloser, unnachgiebiger Kämpfer für die Ozeane mit Humor, der immer ein offenes Ohr hat und auf den man sich stets verlassen kann.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute?
Manuel: Damals mein Opa, jetzt hat sich Paul Watson dazu gesellt.
Flo: ​Helden hatte ich viele und die meisten sind über die Jahre geblieben. Alle zusammen waren Menschen, von denen ich immens viel lernen konnte. Menschen, die mich mit ihrer Passion angesteckt und neugierig gemacht haben. Jacques Cousteau z.B. hat in mir eine unsterbliche Wissbegierde und Liebe zu den Ozeanen geweckt. Paul Watson hat mir gezeigt, dass man Zustände nicht als Gegebenheiten hinnehmen muss. Harriet Tubman, die Mitte des 19. Jhd. ihr eigenes Leben riskiert, um Sklav*innen in die Freiheit zu führen, hat mich stets fasziniert. Ganz aktuell inspiriert mich auch die Arbeit von Tupoka Ogette sehr. Und natürlich mein Vater. Er hat mir vorgelebt, dass es immer eine Lösung gibt und mir viel handwerkliches Können beigebracht.

Wer sitzt mit dir an deinem Traum-Stammtisch?
Manuel:
Johan Cruyff, Dian Fossey, Whitney Houston und Superman (ok, der ist nicht real, aber ist ja auch ein Traum. Der müsste hier auf der Erde mal etwas aufräumen ;-))
Flo: ​Silvia Earle, Sir David Attenborough, Jane Goodall, Peter Hammarstedt

Für welche Sache kannst du dich so begeistern, dass du Essen und Trinken vergisst?
Manuel:
Schutz des Ozeans, Oranje-Fußball und ein, zwei andere Dinge, die euch jetzt nix angehen ;-)
Flo: Tatsächlich und ungelogen – für meinen Job. Zwischen unseren Taucheinsätzen sorgt mein Team für mich und erinnert mich daran ausreichend zu trinken und zu essen.

Was hättest du dir sparen können?
Manuel: Oh, da gibt es einige Erfahrungen, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Das würde aber den Rahmen sprengen.
Flo: Da fällt mir spontan eine berufliche Station ein. Aber ansonsten bin ich eigentlich für jede Erfahrung dankbar. Man lernt überall etwas dazu und wenn es nur die Erkenntnis ist, was man nicht mehr machen will.

Welche drei Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben?
Manuel: Meine Familie, unsere Gesundheit, die Umwelt.
Flo: Ohne meine Familie, meine Freundin Ronia und meinen Freundeskreis geht gar nichts.

Dein Soundtrack für den Sommer?
Manuel: Bullet for my Valentine – Your betrayal
Flo: Feine Sahne Fischfilet und Neonschwarz läuft bei mir im Moment rauf und runter! Außerdem höre ich sehr viel Hardcore Punk.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Manuel: Die Verteilung/Aufteilung der weltweiten Vermögen und Ressourcen würde gleichmäßig erfolgen. Waffen gäbe es keine mehr. Spezies, die mit uns diesen Planeten teilen, würden nicht mehr ausgebeutet werden.
Flo: ​Ich würde der Menschheit ihre kleinkarierten Diskriminierungen entreißen, um Hass, Ausgrenzung und Unterdrückung ein Ende zu setzen. Vieles, wofür ich mich einsetze oder gerne mehr engagieren will, wäre damit wohl hinfällig.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Manuel: Pfannkuchen
Flo: Natürlich gibt es bei mir nur vegane Kost. Ich würde dann ein original Sea Shepherd Gericht zubereiten: die Bob Barker Bowl!

Was sollte niemand von dir wissen?
Manuel: Es wird behauptet, ich würde „nicht geräuschlos“ schlafen.
Flo: Ich trage meine Socken gerne auf links.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Manuel: Die ein Frage, die einem immer erst einfällt, wenn es zu spät ist!
Flo: ​Wie weit würdest du gehen, um das Leben von Tieren wie z.B. Walen zu schützen?

Das letzte Wort:
Manuel: Aufgeben ist keine Option!
Flo: Wer unsere Meere schützen will, muss die Finger von seinen Bewohnern lassen. Denn diese gehören weder auf den Teller, noch in Aquarien, Zoos und Pools etc.

Foto: Sea Shepherd Deutschland

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Läuft bei dir

Wer mal wieder einen echt guten Cocktail in der Hand halten und dabei über den Caipi-Glasrand hinausblicken möchte, sollte am Wochenende beim Liquid Market in der Königlichen Porzellanmanufaktur vorbeischauen. Das internationale Cocktail-Festival feiert im Charlottenburger Innenhof nicht nur die Renaissance der Barkultur, sondern auch seine Deutschland-Premiere. Das entspannte „All You Can Taste“-Format versammelt die besten Bars und Barkeeper der Stadt an einem Ort. Ohne viel Tamtam können sich Cocktail-Laien mit Destillations-Autodidakten und Genuss-Fachleuten austauschen, neue Kreationen und vor allem zukünftige Lieblingsbars entdecken. Neben unzähligen Verkostungen von alkoholischen Getränken und alkoholfreien Drinks stehen gute Musik und leckeres Streetfood auf dem Programm. Wir verlosen 2 x 2 Tagestickets für den ersten Festivaltag am Freitag. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „KOMMT EIN PFERD IN DIE BAR“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Liquid Market | 06. & 07. August 2021 | Königliche Porzellan-Manufaktur, Wegelystraße 1, 10623 Berlin | Tagesticket 48 €, TwinTicket 78 € | liquidmarket.bar/berlin | Instagram | FOTO: Liquid Market

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Breastfeeding welcome!

Erinnert ihr euch noch an den „Still-Streit“ vor einigen Jahren, als einige Berliner Szene-Cafés mit mehr oder weniger militanten Mitteln das Stillen in ihren Räumlichkeiten untersagten? Fakt ist, es gibt wenig Natürlicheres als das Stillen eines Babys oder Kleinkinds. Fakt ist auch: Stillen im öffentlichen Raum wird immer noch und oft missbilligt, mithin wegen der (teilweise) freiliegenden Brust gar sexualisiert. In gastronomischen Betrieben werden Mütter nicht selten auf Stühle auf dem Gang, die leere Terrasse oder in den Sanitärbereich verwiesen oder sogar aufgefordert, die Räumlichkeiten zum Stillen zu verlassen. Anlässlich der World Breastfeeding Week 2021 (01.-07.08.2021) startet das Berliner Still-BH Label branayama die „Breastfeeding welcome“-Kampagne. Mit Aufklebern können Restaurants, Cafés, Shops und andere Betriebe ab sofort darauf hinweisen, dass bei ihnen das Stillen nicht nur geduldet, sondern erwünscht ist. Ziel ist es, das Stillen an öffentlichen Orten zu normalisieren. Teil der Initiative sind unter anderen das „BRLO BRWHOUSE“, CODOS Coffee, die „Black Apron“-Bäckerei, der FOLKDAYS Store, das Café „Isla Coffee“, das mit einem Michelinstern ausgezeichnete Restaurant „Kin Dee“, das Michelberger Hotel und der Yukalou Store in Berlin oder die Gastro-Bar „Kapara“ in Hamburg. Betriebe, die sich ebenfalls anschließen möchten, können per Mail an hello@branayama.com ihren kostenlosen „Breastfeeding welcome“-Sticker bestellen.
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„Breastfeeding Welcome“ Kampagne | branayama.com | waba.org

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Gekommen, um zu bleiben

Manche Dinge liegen so sehr auf der Hand, dass man umso erstaunter ist, wenn man feststellt, dass es sie bisher noch nicht gibt. Wer schon einmal betrunken auf einer Party eingeschlafen und mit schneidigen Verzierungen wie spitzem Bärtchen, dickem „Brillengestell“ oder Schriftzügen auf Stirn oder Wange wieder aufgewacht ist, war besonders begeistert, wenn die befreundeten „Künstler“ mit Stiften der Marke edding am Werk gewesen waren. Hatte man länger was von. Ein Temporary Tattoo quasi, das sich auch mit stundenlangem Schrubben nicht einfach wieder entfernen ließ. Im Oktober 2020 stieg die most trusted Brand in Sachen permanter Filzmarker nach jahrelanger Vorarbeit nun endlich auch ins „echte“ Tattoo-Geschäft ein. Und wie! Die 15+1 veganen und in Deutschland hergestellten Tattoofarben verzichten komplett auf Konservierungsstoffe, Azopigmente, Polyethylenglykole, Eisenoxid-Pigmente (dadurch werden die Farben MRT-sicher), Gluten und Additive wie z.B. Silikone. Unter dem Markennamen edding TATTOO hat das Unternehmen zudem erstmals ein eigenes Tattoostudio in der Hamburger Innenstadt (Chilehaus) eröffnet und bietet dort im Rahmen eines eigens konzipierten Sicherheits- und Hygienekonzeptes Tätowierungen an. Das edding Safer Tattooing-Konzept umfasst den Gesamtprozess von der umfassenden Beratung über die Tattoo Session bis zur professionellen, individuell zugeschnittenen und kostenlosen Nachsorge. Wir verlosen ein fettes Paket bestehend aus Tasche, T-Shirt, Skizzenbuch, „Balm“ Tattoo Pflegeset mit Waschgel und After-Care, Warlich Temporary Tattoos und einem 100 Euro Tattoo-Gutschein für das edding Tattoo Studio im Chilehaus Hamburg. Schreibt eine Mail mit den Betreff „LASS ICH JETZ SO“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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edding TATTOO | Burchardstr. 13-15, 20095 Hamburg | Terminanfragen per Mail | edding.tattoo | FOTO: Christoph Siegert für edding

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Lena Urzendowsky

Ihre Rollen sind extrem und sie spielt sie mit einer ganz eigenen Vehemenz. Die Rede ist von Lena Urzendowsky. An der 21-Jährigen führt aktuell kein schauspielerischer Weg vorbei. Ob „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (Amazon), „How to sell drugs online (fast)“ (Netflix) oder im Dramedy-Hörspiel „Die Wut-Life-Balance“ (ab sofort bei Audible) – Lena wechselt nonchalant zwischen Serie, Film, Hörbuch oder der Deutschen liebster Krimi „Tatort“. Was ein Glück, dass sie zwischen neuen Filmprojekten und ihrem Philosophiestudium 2 Minuten für uns Zeit hatte. Für uns und die wichtigen Dinge im Leben: Milchreis mit Curryketchup, ihre Hassliebe zu Berlin und ihren Bruder und Schauspielkollegen Sebastian Urzendowsky. Er gibt Lena eigentlich immer die besten Ratschläge und hätte sie vielleicht vor der Wette mit dem Ketchup-Milchreis warnen sollen. Vielleicht.

Name: Lena Urzendowsky
Alter: 21
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin
Schuhgröße: 36
Lieblingsfilmzitat: “You are what you love, not what loves you.“ (aus Adaptation)
Kontakt: Frame Künstleragentur

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Mein Bruder Sebastian gibt mir immer die besten Ratschläge. Vor allem ist es aber wichtig, dass ich in ihm eine Vertrauensperson habe.

Was schätzt du an dir am meisten? Eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Selbstironie.

Was würde dein 16-jähriges Ich von dir heute halten? Es würde schmunzelnd den Kopf schütteln.

Das größte Problem deiner Generation? Der Umgang mit der Angst vor Wandel und Veränderung, den frühere Generationen an den Tag legen. Und somit die Herausforderung, trotz einem Gefühl von Machtlosigkeit angesichts der vielen Krisen auf der Welt den entstandenen Ungleichheiten, sowie Umwelt- und Klimaschäden entgegenzutreten.

Wenn dein Leben verfilmt würde: Welche*r Schauspieler*in würde dich spielen? Darüber reden wir nochmal, wenn es dazu kommt…

Berlin ist… meine Hassliebe.

Was ist dein verstecktes Talent? An meine Träume zu glauben.

Für was kann man dich nachts wecken? Eine Spritztour an den Rand der Welt.

Was war dein übelster Job bisher? Vermutlich Milchreis mit Curryketchup essen nach einer verlorenen Wette.

Was wirst du in Zukunft weniger machen? Hoffentlich werde ich bald nicht mehr darauf verzichten, alle meine Freunde zu sehen und wilde Parties zu feiern.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dafür sorgen, dass Klimaschutz angemessen ernst, wie eine Krise behandelt wird. Einhaltung der 1,5-Grenze, Subventionierungen von klimaneutralen Produkten und Lebensweisen etc…

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Vegane Lasagne – sieht fancy aus, ist mega lecker und geht erstaunlich schnell.

Was sollte niemand von dir wissen? Tja, das wüsstet ihr wohl gerne…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Vielleicht, wie meine nächste Film-Frisur aussieht? Da gehe ich immer sehr fantasievoll ran…

Das letzte Wort: Hat hoffentlich noch ein paar Jahre Zeit zu reifen.

FOTO: Audible/Sven Krohn

Spielplatzguide Berlin

Berlin ist ein Paradies für große und kleine Kinder. Überall gibt es Abenteuer und Wunderorte, die entdeckt und erobert werden wollen. Allein 1.850 öffentliche Spielplätze gibt es in der Stadt. Zu dumm, dass man am Ende immer auf denselben Dreien landet. Die Reisejournalistin und Autorin Cindy Ruch hat die schönsten und aufregendsten Hexenhäuschen, Pirateninseln, Riesenrutschen und Kleinode im neuen „Spielplatzguide Berlin“ zusammengetragen. Und der bringt nicht nur den Kleinsten Spaß. Mit der liebevollen Gestaltung, Abenteuergeschichten zu den einzelnen Plätzen und vor allem heißen Tipps zu den besten Eisdielen macht der Guide auch uns Großen echte Freude. Wir dürfen ein Exemplar verlosen: Schreibt eine Mail mit dem Betreff „GEH SPIELEN!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Spielplatzguide Berlin | reisedepeschen.de/spielplatzguide-berlin | FOTO: Reisedepeschen Verlag

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Kunst is Key

Wie kommen wir der Kunst digital ganz nah? Damit hat sich Gründer Urs Holewa beschäftigt. Jetzt launcht er Culture Key – eine Plattform, die Künstler*innen und Kunstinteressierte auf eine neue Art zusammenbringt. Denn hier gibt’s nicht nur Kunstwerke zum Verkauf, sondern auch Workshops mit den Künstler*innen. Das Ganze funktioniert als Community. Einmal Member, stehen Atelierbesuche, Masterclasses mit Künstler*innen, Street-Art Touren in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf und viele, viele Insights zur Verfügung. Die Szenekenner*innen von Culture Key verraten beispielsweise, wo hierzulande spannende, individuelle Kollektionen und kleine Museen zu finden sind, die viel zu oft übersehen werden. Knapp 40 Euro kostet eine Mitgliedschaft im Jahr. Aber auch kostenlos gibt es jede Menge Input rund um die Kunstwelt und spannende virtuelle Ausstellungen junger Künstler*innen. Im August startet Culture Key richtig durch. Und wer gerade nicht nur das digitale Kunsterlebnis spannend findet, sondern auch den Business Case: Urs und Team suchen auch Partner*innen, die Culture Key künftig mit voranbringen.
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Culture Key | culture-key.com | FOTO: Michael Raeuschl

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , Keine Kommentare

Poolparty

Meins ist deins und deins ist unsers: Mittlerweile haben sich Sharing-Konzepte erfolgreich in unserem Alltag etabliert. Fürs Wochenende und für mehr gute Laune an heißen Tagen gibt es nun Swimmy. Die neue Sharing-Plattform funktioniert grob wie Airbnb – mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man sich kein Bett mit Dach drüber mietet, sondern einen Swimmingpool mit Wasser drin. Gerade diesen Sommer, in dem endlose Strände noch weiter in der Ferne liegen als sonst, scheint die Nachfrage nach einer kurzen Abkühlung zwischendurch groß. Angefangen hat das Pool-Sharing in Frankreich und Spanien, mit geschätzt 800.000 privaten Pools ist nun auch Deutschland dabei. Poolbesitzer*innen können nach kostenfreier Registrierung ihr persönliches Schwimmbad für eine Stunde, einen Tag oder den Abend vermieten und Mitmenschen glücklich machen. Ähnlich wie bei der bekannten Wohnungsplattform wird unter jedem Angebot kurz erklärt, was am, im und um den Pool erlaubt ist und für wen sich die Bademöglichkeit am besten eignet. Vielleicht wird der nächste Geburtstag oder das anstehende Familientreffen dann doch noch zur Poolparty?
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Swimmy | ab 5 € | swimmy.com | FOTO: Swimmy

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Brillengesicht

Horn, randlos, modern, klassisch, getönt, mit oder ohne Stärke – Brillen gibt es in unzähligen Designs und Varianten. Sie sind Sehhilfen und Statement Pieces, praktische Begleiter und modische Accessoires. Eines jedoch haben sie in der Regel gemeinsam: Die Gestaltung von Rahmen und Steg orientieren sich seit Jahrhunderten vor allem an einer genormten, schmalen Gesichts- und Nasenform. Ziemlich blöd, denn Nasenrücken sind alles andere als uniform, mal flach oder tiefliegend, mal breiter oder fliehend. Klarer gesagt: Für viele People of Color oder beispielsweise Menschen mit Down-Syndrom ist die schlechtsitzende Brille Alltag. Daran wollen Ackeem Ngwenya und Shariff Vreugd etwas ändern. Mit ihrem Label Reframd entwickeln sie (Sonnen-)Brillen, die sich individuell an die Gesichtsgeometrie anpassen und speziell für Menschen mit niedrigem und breitem Nasenprofil geeignet sind. Möglich macht das ein eigens entwickelter Algorithmus und ein Brillengestell aus dem 3D-Drucker. Mit dem Prototypen marschierte Designer Ackeem auf das Berliner African Food Festival und traf dort seinen heutigen Partner in Crime Shariff Vreugd. Seit 2020 arbeiten die beiden gemeinsam an der Afropolitan Eyewear Brand Reframd. Jetzt gehen sie mit den ersten Modellen an den Start. Um die beiden Gründer auf ihrer Mission zu inklusiveren Brillen zu unterstützen, könnt ihr die ersten Modelle im Rahmen ihrer aktuellen Crowdfunding-Kampagne kaufen. Bis zum 15. Juli könnt ihr helfen, Reframd auf das nächste Level zu heben.
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Reframd | kickstarter.com/reframd | FOTO: Reframd

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 06. Juli 2021 | Tags: , Keine Kommentare

Schulranzen reloaded

Groß, schwer, unpraktisch und wahlweise mit Feen oder Autos bedruckt – klassische Schulranzen kennen kein Pardon vor Haltungsschäden und Geschlechtersensibilität. „Muss anders, geht anders“, dachte sich Hauptstadtmutti und Designerin Meike Vollmar und entwickelte mit ihrem Label Canopist den Schulranzen, den wir alle gern getragen hätten. Er vereint Funktionalität, Ästhetik und Ökologie, wiegt gerade einmal 780 Gramm, ist dabei maximal robust und voll mit cleveren Features für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die Designs sind unisex, die Materialien entsprechen den höchsten ökologischen Standards und sind natürlich schlechtwetterfest. Gegen eingezwickte Kinderhände werden Magnetverschlüsse eingesetzt, für eine bessere Gewichtsverteilung die gut gepolsterten Schultergurte durch einen höhenverstellbaren Hüftgurt ergänzt. On top werden die Schulranzen klimaneutral produziert und in Europa hergestellt. So unkaputtbar wie die erste beste Freundschaft und mindestens genauso langlebig.
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Canopist | 225 € | canopist.de | FOTO: Canopist

Always OMM statt always ON

Eine Smartphone App, die dabei hilft, weniger Zeit mit Smartphone Apps zu verbringen? Well… Was klingt wie großer Blödsinn, ist in Wirklichkeit eine der hilfreichsten smarten Entwicklungen der letzten Zeit. Not less but better hilft nämlich dabei, Gewohnheiten in Bezug auf unsere Smartphone-Nutzung zu durchschauen, zu verstehen und schließlich zu ändern. Im ersten Schritt lehrt uns die App, die Momente zu identifizieren, in denen das Smartphone zum False Friend wird: Wann nutzt uns das Smartphone wirklich und wann greifen wir einfach automatisch zum Handy, um anderen Situationen zu entkommen? Wann geraten wir in den Strudel der News, Storys, Posts und Clips? Mit Know-how aus der kognitiven Psychologie stärkt die App im zweiten Schritt in fünfminütigen Übungen unsere mentalen Fähigkeiten wie Impulskontrolle, Selbstreflektion, Achtsamkeit und Resilienz. Denn die sind die Basis für nachhaltige Gewohnheitsänderung. Challenges helfen schließlich dabei, das erlangte Wissen in den Alltag zu übertragen und zu festigen. So kommen wir der achtsameren Smartphone-Nutzung Stück für Stück näher. Von Always On zu Always Om!
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not less but better | notlessbutbetter.com | FOTO: not less but better

Jochen Smuda

First things first: Jochen Smuda, der Mann mit dem coolen Nachnamen, sitzt jeden Tag 46 km auf dem Fahrrad, um ins Studio und wieder nach Hause zu fahren. Nur folgerichtig, schließlich ist Jochen ehemaliger Skate-Profi und noch dazu Kopf, Fuß und Herz von Ucon Acrobatics, einem der coolsten Berliner Taschen- und Rucksack-Labels überhaupt, dem das Thema Nachhaltigkeit schon lange vor dem langersehnten Hype wichtig war. In diesem Jahr feiern Label und Team bereits den 20. Geburtstag. Wir gratulieren von Herzen, pusten mit dicken Backen in die virtuelle Tröte. Zum Jubiläum gibt es natürlich exklusive Special Editions und Artist-Kollaborationen, die Jochen mit Eike König erarbeitet. Was es sonst noch so zu wissen gilt in Bezug auf Tankstellenessen und die Farbe Schwarz: Check 2 Minuten-Interview below!

Name: Jochen Smuda
Alter: 40
Wohnort: Berlin
Beruf: Selbständig, Co-Founder und Geschäftsführer von Ucon Acrobatics
Schuhgröße: 42
Lieblingsfarbe: blau
Kontakt: jochen@ucon-acrobatics.com

Beschreibe Ucon Acrobatics in einem Satz: Unsere Brand Mission ist es, Minimalismus und Funktionalität auf die schönste Art und Weise miteinander zu verbinden und unserem hohen Anspruch an Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Welche Haltung vertretet ihr mit eurer Marke? Das Ziel ist es, möglichst langlebige Produkte zu erschaffen, die so nachhaltig und fair wie nur möglich produziert werden. Da wir alle sehr design- und kunstaffin sind, waren unsere Artist-Kollaborationen von Beginn an ein elementarer Bestandteil unserer Philosophie. Auch schon sehr früh haben wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, als es noch kaum jemanden im Markt interessiert hat. Sie ist in unserer DNA verankert und muss über allem stehen. Jeden Prozess, den wir besser machen können, machen wir auch besser.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? In den letzten 20 Jahren glich kein Tag dem anderen. Der Weg ist das Ziel und wir versuchen jeden Tag uns auf allen Ebenen immer ein Stück zu verbessern und Prozesse zu optimieren. Wenn ich dann sehe, wo wir uns aus eigener Kraft über all die Jahre hin entwickelt haben, macht mich das sehr glücklich.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Ich erinnere mich an einen guten Tipp von meinem Freund Niko vor langer Zeit auf der Bright Messe: „Wenn du ein neues Produkt rausbringst und es nicht in Schwarz anbietest, bist du blöd! :-)“ Wir hatten früher sehr viel auf bunte Farben und Muster gesetzt. Über die Jahre haben wir gelernt, dass sehr viele Menschen extrem gern Produkte in Schwarz kaufen.

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Anchorman.

Was machst du, wenn dir langweilig ist? Ich denke einige Eltern können das bestätigen, aber ich kenne das Gefühl, seitdem meine zwei Kinder auf der Welt sind leider nicht mehr. Manchmal sehne ich mich ehrlich gesagt danach.

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis? Ich hoffe eine Gute.

Was wirst du in Zukunft weniger machen? Müll produzieren.

In welcher Beziehung bist du ein Spießer? Unterhosen bügeln.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass die Menschheit ein kollektives Bewusstsein für angemessenen Fleischkonsum entwickelt. Was wir den Tieren für Leid zufügen ist an Dummheit und Rücksichtslosigkeit nicht zu überbieten.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti aglio e olio.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mich während des Studiums fast ausschließlich von Tankstellenessen ernährt habe. :-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie habt ihr es geschafft, seit 20 Jahren am Markt zu bestehen?

Das letzte Wort: Habe ich noch nicht gesehen auf Netflix.

FOTO: Felix Strosetzki

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 06. Juli 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Es lebe die Republik!

Ein Burger ist ein Burger ist ein… Say no more! Das lässige Team der Neuen Republik Reger macht nicht nur Alt-Treptow und Kungerkiez sexy, sondern auch das ausgekaute Burgergame. In ihrem bunten Refugium werden ganz solidarisch vegane Burger serviert, möglichst bio, regional und immer lecker. Auf der Karte stehen Burger mit Pulled Seitan, frisch fermentiertem und mariniertem Tempeh oder saftigem Portobello-Pilz. Dazu gibt es frische Fritten und Poutine. Die kanadische Spezialität ist sowas wie die Dreifaltigkeit unter den schnellen Kartoffelgerichten: Pommes + Bratensauce + Käse. Am Wochenende können sich alle Burger-Genoss*innen auf einen veganen Brunch mit fruchtigem Chutney, Scrambled Tofu und hausgemachter Leberworscht freuen. Das Restaurantprojekt ist noch in Pre-Coronazeiten durch ein Crowdfunding entstanden und hält seitdem die neue Burgernation fest zusammen. Hier wird nicht nur basisdemokratisch über Hunger und Durst entschieden, sondern auch mithilfe von Musik, Workshops und Filmabenden die Kiezkultur hochgehalten. Geheimtipp unter Freund*innen: Bestellt euch zum Burger die Kimchi-Fries! Die stehen nicht auf der Karte, sind aber fast immer erhältlich.
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Neue Republik Reger | Bouchéstr. 79a, 12435 Berlin | Mi-Mo 12:30-22 Uhr, Frühstücksverein: Sa & So 9-13:30 Uhr | republik.sexy | FOTO: Neue Republik Reger

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 06. Juli 2021 | Tags: , , , , Keine Kommentare