Das Runde muss ins Eckige

Um etwas wirklich Schönes zu schaffen, braucht es handwerkliches Geschick und echte Hingabe. Johanna Schoemaker und Jonas Buck kombinieren in ihrer Ringkollektion „Frames“ weißes, rundes Keramik mit eckigen Formen und polierten Kanten aus 18k Gold. Unter den Namen „Quite Quiet“ entwerfen die beiden Produktdesigner einzigartigen, handgemachten Schmuck und kombinieren dabei traditionelles Handwerk mit modernen Herstellungstechniken. Für Johanna – die zusätzlich Goldschmiedin gelernt hat – und Jonas kann Schönheit und echter Luxus jedoch nur dann entstehen, wenn alle Aspekte des Produkts bedacht werden und ihrer Wertephilosophie entsprechen. So stehen für das Berliner Schmucklabel fair gehandelte Materialien und eine nachhaltige Produktion, neben klaren Gestaltungsprinzipien, absolut im Fokus. Alle Goldprodukte sind nach Fairtrade-Standards zertifiziert und so für Designer und Käufer rückverfolgbar. Außerdem wird für die Ringe ausschließlich biokompatible, korrosionsfreie, kratzfeste und extrem langlebige Hochleistungskeramik verwendet, die sonst in der Zahntechnik zum Einsatz kommt. Sie ist daher auch für Allergiker gut geeignet. Die Auswahl kommt nicht von ungefähr: Als Design-Berater arbeiten die beiden in den Bereichen Consumer Electronics, Wearable Tech und Medizintechnik. Lautes Understatement ganz nach unserem Geschmack! Wir verlosen den wunderschönen Ring „Hexagon“ aus der Quite Quiet „FRAMES“ Kollektion (Wert: 710,- Euro). Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚I DO‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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QUITE QUIET | quite-quiet.com | FOTO: Quite Quiet

Köttbullaaar

Na endlich!!1!11 Warum bitte hat das vorher noch niemand gemacht? Henrik Möller und Michael Hubert haben Deutschlands erstes (und weltweit zweites) Köttbullar-Restaurant gegründet. Wer zukünftig also Heißhunger auf Köttbullar aka „Schöttbüllar“ hat, muss nicht länger zu den vier großen Buchstaben fahren um sich ein paar Bällchen unbekannter Herkunft in den Becher löffeln zu lassen. In der Köpenicker Straße serviert „Möllers Köttbullar“ nicht nur die besagten Sahne-Fleischbällchen, sondern auch eine passende Veggie-Vegan-Variante. Es kommen ausschließlich ausgewählte Bio-Zutaten und regionale Produkte in Topf und Pfanne. Als Beilagen werden Kartoffelstampf (oder Pommes mit Petersilie), Gurkensalat und natürlich Preiselbeeren satt serviert. Die sogenannten Vegibullar werden aus Sonnenblumen- und Erbsenproteinen sowie Champignons zubereitet, statt der Rahmsauce kommt hier eine vegane Soße auf den Teller. Unter allen Köttbullar-Anhängern und -Addicts, die den Unterschied zu ordinären Hackbällchen zu schmecken wissen, verlosen wir drei mal zwei Portionen mit allen drum und dran. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚RUNDE SACHE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Möllers Köttbullar | Köpenicker Straße 190 | 10997 Berlin | koettbullar.com | Foto: Meike Bergmann

GutsLeben

Schon einmal darüber nachgedacht, Urlaub in einer Gutshaus-WG zu machen? Nicht weit von Berlin und Hamburg entfernt, liegt ein ruhiges Schlösschen mit Badeteich im Grünen verborgen. Zugegeben, ganz so verborgen ist es nicht, schließlich war das Gutshaus Klein Kussewitz lange Zeit Dorfmittelpunkt in der gleichnamigen Ortschaft, bevor es ein wenig in die Jahre gekommen ist. Um das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert vor dem Verfall und einer Zwangsversteigerung zu retten, haben Eylem Kadem und Karl Matthes das Anwesen inklusive Glockenturm in Eigenregie aufgearbeitet. Und weil so ein Gutshaus mit etwa zwei Hektar großem Landschaftspark ziemlich viel Platz bietet, gehören neben Gemeinschaftsräumen wie Kaminzimmer, Schachzimmer und Musiksalon auch sechs Apartments für Gäste zum neuen, alten Innenleben. Die liebevoll eingerichteten Wohneinheiten laden Stadtflüchter zur entspannten Auszeit im britischen Landhaus-Ambiente ein, unweit gelegen vom Seebad Warnemünde und den Sandstränden der Ostseebäder. Einen festlichen Ballsaal gibt es in der etwas anderen Wohngemeinschaft natürlich auch…
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Gutshaus Klein Kussewitz | ab 190€ pro Nacht | gutshauskleinkussewitz.de | FOTO: Gutshaus Klein Kussewitz

Angela Peltner

Angela „Ang“ Peltner hat mit ihrer tollen Dreierband „CLÄNG“ gerade die EP „Reise“ veröffentlicht. Sie schreibt von Herzen wunderbare Songs, spielt regelmäßig in Vorabendserien mit, schreibt für Magazine und immer öfter auch ein Buch. Der Arbeitstitel ihres neuen Romans lautet „Songs für Greta“ (Sorry an den Verlag für die gerissenen Deadlines!). Ang ist auf der Suche nach allem, was ihr Herz schneller pochen lässt. Dabei holt sie sich gern blaue Knie, aber auch Ausschläge, die bis zum Himmel reichen. Sie liebt das große Gefühl, eine Prise Drama und kann mittlerweile auch gut damit umgehen. Sie selbst sagt über sich: „Ich bin der lebende Beweis, dass es dauern kann mit der Erfüllung der Träume. Und dass genau dieser Umstand nicht schlimm ist. Jeder und alles hat seine Zeit.“

Name: „Ang“ Angela Peltner
Alter: Irgendwas zwischen 30 und 40.
Wohnort: Berlin Baby
Beruf: Wenn ich das wüsste. Irgendwas zwischen Künstlerin und Arbeiterin
Schuhgröße: 39
Lieblingsohrwurm: „I follow Rivers“ von Lykke Li
Kontakt: instagram.com/angelapeltner

Was ist gute Kunst? Dafür gibt es keine Tabelle, keine Quote. Gut ist, was gefällt. Was eine Verbindung schaffen kann. Ein Gefühl auslöst. Punkt.

Wer oder was inspiriert dich? Menschen, die ihr Talent, ihr gutes Herz und ihre Stimme nutzen. Die irgendwie nicht müde werden, nach dem „Warum nochmal war das die letzten 1000 Jahre so und warum können wir es nicht ändern?“ zu fragen.

Was schätzt du am meisten an deinen Bandkollegen? Bedingungslose Verbundenheit. Ich liebe diese zwei Männer. Lars, Christian und ich machen schon so viele Jahre zusammen Musik, da kennt jeder seine Aufgaben. Bei uns fährt niemand dem anderen in die Parade. Es ist ein loyaler Boden, auf dem ich tanzen kann, und, wenn ich zu viel getrunken habe, weiß ich, dass die Jungs es schaffen, mich zufrieden und versorgt in mein Bett zu bringen.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Alles, was meine Atome besonders mögen. Viel Melodie. Gerne mit etwas treibendem Beat. Ich bin tatsächlich sehr Pop- und Rockmusik orientiert.

Welche tolle Textzeile hättest du gerne selbst geschrieben? Dafür reicht kein Papier der Welt. Ich liebe die Texte von Alanis Morissette oder Lorde. Kann mich da kaum beschränken. Aber alles was todesehrlich und auch ironisch sein kann, kriegt mich.

Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Ich weiß noch, dass ich mit circa sechs Jahren zu meiner Mama und Bruder gesagt habe, dass ich viel Freiheit brauche. Dass ich, wenn ich groß bin, „frei sein“ ausüben will. Es war ein Graus für mich, dieser sogenannte Alltag. Außerdem haben wir damals jeden Tag „Auf der Bühne performen geübt“. Also mein großer Bruder und ich. Ich glaube, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, hatte ich wohl mehr Spaß daran, die Sessel und das ganze Inventar zu einer großen Bühne zu bauen, als er. Zumal mein großer Bruder eigentlich die ganze Drecksarbeit machen musste. Also danke Martin, für die prägenden Jahre.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Wir mussten im Zuge der Corona-Problematik auf unsere Freunde und Fans zurückgreifen, als es darum ging unserer Single „Berlin, Berlin“ ein schönes Musikvideo zu verpassen. Sie sollten uns ihre Lockdown-Quarantäne-Rituale schicken. Also als Videoschnipsel. Das war grandios und hat super geklappt.

Was hat dich zuletzt emotional wirklich berührt? Puh. So viel. Da gibt es so viel Privates. Liebeserklärungen. Aber auch, wie sehr die Welt sich aufmacht. Ich spüre die Veränderung in der Gesellschaft, die vielen auch Angst macht, als eine große Befreiung. Das Alte ist immer laut. Aber ich glaube, es wird sich dauerhaft wirklich was ändern.

Du kannst einen Tag jemand anderes sein. Wer bist du und warum? Ich glaube, ich wäre gerne Marie Curie. Ich wäre auch gern so ein Genie gewesen. Physik und Chemie. Ich meine, Hallo. Ich würde auch so gerne etwas entdecken und erfinden. Sie hat mich sehr inspiriert. Darum habe ihr auch ein neues Lied gewidmet. Und mit meinem Wissen heute, hätte ich der Marie Curie von damals auch sagen können, dass sie mit der Radioaktivität aufpassen soll. :-)

Was bereust du bisher noch nicht getan zu haben? Ein Auslandssemester. Ansonsten gibt es nichts zu bereuen. Ich bin immer im Jetzt.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Puh. Hauptsache gute Zutaten, fettig und geil. Da spricht der Stier in mir. Ich muss genießen dürfen. Ich liebe alles mit Kartoffeln in Verbindung mit Ofen, viel Knoblauch, überbackenes mit Feta und Gemüse. Aber auch Bouletten. Mach dich auf ein Gelage gefasst!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? So viel Macht will ich gar nicht. Viele Menschen bedeuten immer viele Probleme. Vielleicht müsste man zwischen Politik, Wirtschaft und Volk so eine Art Mediatoren-Team einsetzen, die quasi im ständigen Austausch untereinander sind. Ansonsten geht Veränderung nur mit Liebe, Bildung und Verständnis und Ausschluss von Religion. Das sollte auch im Schulsystem eine Rolle spielen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ob du anderen Leuten den Beruf der Musiker*in nahelegen würdest? Ich würde sagen ja. Aber mach es von Anfang an so. wie Du es willst. Sei fleißig und gib nicht auf.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich kenn den Vorgarten von Jimmy Kimmel. Aber eingeladen hat er mich nicht. :-)

Das letzte Wort: Seid lieb zueinander! Ernsthaft. Und glaubt nicht den Scheiß der anderen. Ihr wisst schon, was für Euch gut ist.

FOTO: Philipp Christopher

Mitzeltgelegenheit

Im Corona-Sommer 2020 zieht es so viele Menschen wie nie zuvor auf heimische Camping- und Stellplätze. Schon jetzt sind deshalb so gut wie alle verfügbaren Flächen ausgebucht oder überfüllt. Alle Flächen? Nicht ganz! Denn die Jungs und Mädels von POP-UP CAMPS hatten da so eine Idee. Denn wo momentan Festival- und Veranstaltungsflächen mangels Eventmöglichkeit brach liegen, bietet sich die Gelegenheit, zusammenzuführen, was bisher so nicht zusammengehörte. Die Plattform vermittelt grüne Freiflächen an Camper mit Zelt oder Wohnmobil. Die Auswahl reicht dabei vom eben genannten Festivallocations, wie dem Ferropolis-Gelände bei Dessau, welches sonst den Besuchern von MELT! oder Splash Unterschlupf bietet, bis zum Privatgrundstück. Auf der Website gibt man einfach Ziel und Reisedaten ein und kann so die passenden GastgeberInnen für den entspannten Campingurlaub (mit Abstand) finden. Das Ergebnis: WIN-WIN! UrlauberInnen finden einen Stellplatz mit Infrastruktur statt zur Not den nächsten Autobahnrastplatz anzusteuern oder wild zu campen, was oft auch mit Umweltverschmutzung einhergeht, und die Betreiber der Flächen können den wirtschaftlichen Schaden wenigstens ein wenig abfedern. Ganz nebenbei ergeben sich unverhofft spannende Begegnungen. Wer ein Wochenende in einem POP-UP CAMP verbringen möchte, schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LINE-UP‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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POP-UP CAMPS | popupcamps.de | FOTO: popupcamps.de

Wasser auf die Wurzeln

Ob auf dem Gehweg vor der Haustür oder im Park um die Ecke: Gerade bei warmen Temperaturen und geringen Niederschlag kommt es für die Bäume in der Stadt zum sogenannten Trockenstress. Denn auch wenn der Sommer gerade noch etwas wechselhaft daherkommt, zu trocken ist er allemal. Die Initiative Gieß den Kiez von CityLAB Berlin informiert auf einer interaktiven Karte zum aktuellen Wasserbedarf der Bäume um uns herum. So erfahren wir nicht nur, welche Kiezbäume sich über einen Besuch mit der Gießkanne freuen würden, sondern auch Informatives zu Alter und Art des Baumes. Insgesamt werden auf diese Weise über 625.000 Berliner Straßen- und Anlagenbäume in einer App katalogisiert. Wer einen bestimmten Baum aus der Nachbarschaft ins grüne Herz geschlossen hat, kann diesen auch gleich adoptieren und ganz regelmäßig bewässern.
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Gieß den Kiez | giessdenkiez.de | FOTO: Gieß den Kiez

Mercedes Lauenstein & Juri Gottschall

Die Schriftstellerin und Journalistin Mercedes Lauenstein und der Fotograf und Journalist Juri Gottschall haben sich zusammengetan, um der Welt, respektive uns, das Leben mit italienisch kulinarischer Lebensart – inklusive Tipps zu guten Lebensmitteln, hochwertigen Produkten und deren Erzeugern – zu versüßen. Kein Wunder, schließlich leben die beiden je zur Hälfte in München und Norditalien. Ihr Splendido Magazin steht ganz weit oben auf unserer persönlichen Online-Favoritenleseliste. Vor allem der liebevoll kuratierte Newsletter mit sieben Rezepten für die kommende Woche hat es uns angetan. Mamma Mia! Seit Neuestem gibt es auch noch einen Splendido Superstore (Hirn-Explosions-Emoji), in dem auch eine eigene Modekollektion und Juris Fotografien zu haben sind. Nebenbei schreibt Mercedes, die für ihr Prosadebüt „Nachts“ mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde, an ihrem dritten Roman. Darauf nichts weiter als die beste Arrabbiata unseres Lebens!

Name: Mercedes Leona Lauenstein / Juri Gottschall
Alter: 32 / 40
Wohnort: München & Norditalien
Beruf: Schriftstellerin & Journalistin / Journalist & Fotograf
Schuhgröße: 39 / 42
Lieblingseissorte: Stracciatella / Zitrone
Kontakt: post@mercedeslauenstein.de / post@jurigottschall.com

Beschreibe deinen Job in drei Worten:
Mercedes: Butterbrot und Peitsche
Juri: Welchen der Jobs?

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Mercedes: Neben dem Mut zum Bücherschreiben: Splendido.
Juri: Das Bekenntnis zur kompromisslosen Selbstständigkeit und zum Unternehmertum. Was zwar einerseits mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist, auf der anderen Seite aber auch die größten Glücksgefühle und einen echten Lebenssinn bedeutet.

Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest?
Mercedes: Die perfekte Parmigiana, und wie man mühelos möglichst viele Neurosen pflegt.
Juri: Wie gutes Olivenöl schmeckt.

Für was kann man dich nachts wecken?
Mercedes: Unverhoffte Reiseangebote, Nachtwanderungen.
Juri: Steigende Bitcoin-Kurse.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt!
Mercedes: Mein Zimmer.
Juri: Die Terrasse von Delia Morinelli in Pioppi, einem kleinen Dorf im Cilento.

In welcher Beziehung bist du ein Spießer?
Mercedes: Extrem strenge To-Do-Listen.
Juri: Manche würden sagen: Ordnung. Ich finde das aber gar nicht spießig, sondern selbstverständlich.

Eine Begegnung, die du nie vergisst:
Mercedes: Die mit Juris Kochkünsten.
Juri: Paul McCartney in seiner Garderobe vor einem Konzert.

Mercedes, beschreibe Juri in einem Satz: Beneidenswerte Menschenkenntnis, feine Beobachtungsgabe, geradezu unheimliches Multitalent und wandelnder Wissensspeicher, außerdem zuverlässigster Mensch, den ich kenne und die beste Entscheidung meines Lebens.

Juri, beschreibe Mercedes in einem Satz: Mercedes hat ein großes Talent für nahezu alles.

Deine Regeln für eine erfolgreiche Party:
Mercedes: Keine Ahnung, aber wenn’s eine Mischung aus Grande Bellezza und Holly Golightlys Hausparty wird, ist es vollbracht.
Juri: Ein gutes Buffet und bitte keine schlechte Musik.

Italien ist…
Mercedes: … eines der schönsten Rätsel, die ich kenne.
Juri: …widersprüchlich und wunderschön.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Mercedes: Die Wertschätzung der Deutschen für den Preis guter, fair hergestellter Lebensmittel.
Juri: Ein größeres Bewusstsein für mehr gute Gestaltung und Qualität im Alltag. Es sind oft nur kleine Dinge, die einen großen Unterschied machen. Außerdem weniger billige Lebensmittel, Mode, Möbel usw., für die Menschen ausgebeutet werden, über die man sich als Konsument nur ärgert und die sowieso wieder sofort auf dem Müll landen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Mercedes: Je mehr ihr seid, desto unkomplizierter. Vermutlich nichts weiter als die beste Arrabbiata eures Lebens, dazu einen kühlen, trockenen Lambrusco.
Juri: Kommt auf die Jahreszeit an. Jetzt im Hochsommer bestimmt irgendwas mit frischem Gemüse und Kräutern. Später gäbe es Obst und eine Käseplatte.

Was sollte niemand von dir wissen?
Mercedes: Wie ich als Kind meine ungenießbaren Schulbrote entsorgt habe.
Juri: Meinen Kontostand.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Mercedes: Warum hasst du Fahrradfahren?
Juri: Wie spät ist es?

Das letzte Wort:
Mercedes: Trotzdem.
Juri: Fore!

FOTO: Splendido Magazin

Streuselliebe

Flashback in Omas Küche: Was ist noch besser, als rohen Kuchenteig zu naschen? Goldgelb duftende Streusel vom warmen Kuchen stibitzen natürlich! Und weil wir alle mal eine Extraportion Streusel verdient haben, gibt es jetzt die streuselbar in Berlin und Frankfurt. Wie in Omas Zeiten wird hier nicht am Zucker-Butter-Mehl-Gemisch gespart, sondern nach Originalrezept ordentlich geklotzt und geknetet. Die Auswahl für Streusel-Gourmets hat es dabei in sich: Kleine runde Streuselkuchen nach Großmutterart, Pudding mit Streusel zum Löffeln, Streusel mit Granola, lang gebackene Streusel-Riegel und Eis-Sandwich mit Streusel-Topping. Ihr merkt schon, wir reden hier von echten Streusel-Freaks, die ihr Metier zuckerernst nehmen. Wer es ganz oldschool mag, greift am besten zur Naschtüte „Klassik“ ohne viel Schnickschnack: frisch gebackene Butterstreusel, noch warm verpackt und mit einem Hauch von Zimt verfeinert. Und wir so: JAAAAAAA!
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streuselbar | Mall of Berlin, Leipziger Platz 12, 10117 Berlin & Große Bockenheimer Str. 23, 60313 Frankfurt/M. | streusel-bar.de | FOTO: Mara Monetti

Aus anderem Holz geschnitzt

Die Kehrseite der Homeoffice-Medaille wird besonders offensichtlich, wenn man einmal schal in Richtung eigener Hüfte schielt. Die viele Zeit am Schreibtisch, eingeschränkte Bewegungs- und sportliche Betätigungsmöglichkeiten hinterlassen ihre Spuren. Wäre es da nicht genial, wenn man daheim und quasi vom Drehstuhl aus der körperlichen Ertüchtigung nachgehen könnte? Kann man. Und wie! Die Manufaktur HEIMHOLZ hat die gute alte Sprossenwand zum multifunktionalen Möbel für Zuhause umfunktioniert oder besser weitergedacht. Einfach an Tür oder Wand befestigt, dient sie nicht nur als dekoratives Sportgerät, sondern kann mit ein paar Handgriffen auch als Schreibtisch oder Sitzbank verwendet werden. Dazu bietet das Team aus Bergisch Gladbach einfache Zusatzmodule, die sich für Homeoffice und Kinderzimmer eignen. So können an das praktische Holzteil beispielsweise eine iPad-Halterung zum Arbeiten und Lernen oder eine Indoor-Rutsche zum Spielen montiert werden. So entstehen auf kleinstem Raum unterschiedliche Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten für die ganze Familie. Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass die Neuinterpretation der Sprossenwand schadstofffrei in Handarbeit produziert wird und durch hochwertige Materialien und Verarbeitungen extrem langlebig ist. Außerdem im Sortiment: Dip-Barren, Minibarren und Parallettes. Unterschieden werden die Bereiche HEIMHOLZKids, Home Office und Fitness. Wir verlosen eine MURUM Sprossenwand mit einem Zubehör nach Wahl an die besonders Aktiven unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚AN DIE SPROSSEN, FERTIG, LOS!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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HEIMHOLZ by Siehr | heimholz.shop | FOTO: HEIMHOLZ by Siehr

Martin Schnippa

Könnt ihr euch noch an den Typen erinnern, der sich im BVG Spot in die Geheimnisse der Zugverspätungen und Lautsprecherdurchsagen einweihen ließ? Das war Martin. Oder Dieselmaat „Dieter“, wie er in der Neuverfilmung von „Das Boot“ hieß. Gut im Geschäft ist er also, der Freund unserer lieben Mitarbeiterin Anna. Oder besser gesagt, war er. Denn aktuell gibt es für Schauspieler*innen nicht viel zu tun, außer jeden Morgen den eigenen Kaffeesatz zu deuten, wann wieder Filme, TV-Sendungen oder Theaterstücke produziert werden. Viele Projekte liegen auf Eis, werden auf unbestimmte Zeit verschoben und Produktionsfirmen, Theatercompanys und Kinos geraten in finanzielle, existenzbedrohende Probleme. Was bleibt: Urban Gardening und Hochbeete bauen, zu Mischkulturen und Wildbienen lernen, Lastenfahrräder probefahren und Fotoshootings mit Milchbärten überstehen. Und schlecht tanzen natürlich.

Name: Martin Schnippa
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler
Schuhgröße: 40
Lieblingsfilmzitat: „Is this real life?“
Kontakt: Meine Agentur: kontakt@agentur-gipfelstuermer.de

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Augen, Hände, Offenheit, Schuhe. In dieser Reihenfolge.

Wer kennt dich wirklich? Meine Steuerberaterin. Liebe Grüße!

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Am glücklichsten bin ich, wenn ich mit Menschen gemeinsam an einer Vision arbeiten kann.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Trust the process. Dranbleiben und ackern!

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Eher: Was hat mich in letzter Zeit wirklich kalt gelassen?

Was ist dein verstecktes Talent? Ich kann gut meine Meinung auf den letzten Drücker ändern. Die Leute in meinem Umfeld lieben das.

Was machst du gerne und wird nie langweilig? Erfolge feiern. Die kleinen und die großen.

Welches war das schönste Kompliment, das Dir jemand einmal gemacht hat? Den konkreten Wortlaut eines Kompliments merke ich mir selten. Eher, wie es sich anfühlt, wenn Personen etwas Nettes sagen.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: „Der Bär, der nicht da war“ von Oren Lavie. Danke, aus!

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd, oder gegen hundert Pferde, die so klein sind, wie Enten? These: Egal, ob Dich hundert entengroße Pferde, Hundewelpen oder Maikäfer angreifen, alles macht Dich fertig, weil es so viele sind. Eine pferdegroße Ente könnte ich besser verkraften, weil die alleine ist.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Der S-Bahn Ring in Berlin wird autofreie Zone.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Thüringer Klöße (die schmecken mir am besten…).

Was sollte niemand von Dir wissen? Ich hab keine Geheimnisse. Versprochen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Leberwurstbrot: mit Butter oder ohne?

Das letzte Wort: Seid lieb zueinander!

FOTO: Bernd Brundert

Vildvuchs

Victoria Lorenz ist – unter anderem – ausgebildete Kräuterpädagogin aus München. Und als solche möchte sie uns die Stadtnatur näherbringen. Denn essbare Kräuter und Pflanzen lassen sich auch in urbanen Gegenden finden, man muss sie nur erkennen. Auf gemeinsamen Touren durch München erklärt Victoria deshalb, welche Wildpflanzen und zu unrecht so bezeichnetes Un-Kraut wir wo in der Stadt finden. Schmackhafte Knospen, Blätter, Blüten und Wurzel lassen sich dabei in jeder Jahreszeit finden. In Kochkursen liefert sie uns dann noch gleich die passenden Rezepte für leckere Salate oder Wildkräuter-Cocktails. Das alles tut die urbane Pflanzensammlerin nicht nur für uns, sondern auch für die Natur, die uns in der Stadt umgibt. Mit ihrer Plattform Vildvuchs möchte Victoria so viele Menschen wie möglich für grüne Themen sensibilisieren, damit diese von uns geschätzt und beschützt werden. Ebenfalls auf ihrer Sharing-is-Caring-Liste: Die bewährte Kunst der Fermentation. In kleinen Workshops teilt die Münchnerin nützliche DIY-Anleitungen für Zuhause – von Sauerkraut über Wasserkefir bis Ginger Beer. Loß da schmecka! Wir verlosen zwei Gutscheine für eine Kräuterwanderung (aka urbane Feierabendtour) im Wert von je 25 Euro an alle, die eine Mail mit dem Betreff ‚VUCHS MUSS MAN SEIN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de schicken.
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Vildvuchs | vildvuchs.de | FOTO: Coco Gonser Photography

Milch & Moos

Die Glücksformel für schöne Erlebnisse: Unberührte Natur und gutes Essen. Wer schon mal in Wanderschuhen gesteckt hat weiß, wie gut jeder einzelne Schritt in grüner Umgebung tut, und vor allem auch, wie sehr viel leckerer die gemeine Brotstulle in der Outdoor-Variante schmeckt. Allen, die diese Erfahrung noch machen wollen (oder nie genug davon kriegen), sei das Buch „Milch & Moos“ von Sina Schwarz und Theresa Wißmann ans Herz gelegt. Die beiden Freundinnen unternehmen seit ein paar Jahren schon kulinarische Wanderungen ins Berliner Umland und haben nun ein paar ihrer Lieblingstouren in Bild, Text und GPS-Tracks festgehalten. Mit im Gepäck auf ihren Wanderungen sind dabei immer eine Fotokamera, Entdeckerlust und natürlich gesunder Hunger. So geben die beiden uns leckere Anregungen für Tagestouren oder Wochenendtrips nach Brandenburg und verraten die besten Einkehrtipps auf der Strecke: Apfelwein, Ziegenkäse und Honig made in Brandenburg inklusive. Wen die Wanderlust packt: Wir verlosen drei druckfrische Exemplare an die besonders Unternehmungslustigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BRANDENBURG’S FINEST‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Milch & Moos – Vom Essen und Wandern | 25€ | Shop | FOTO: Milch & Moos

Else Edelstahl

Else Edelstahl verpflichtete sich im Alter von 16 Jahren „der Hommage an das Nachtleben der Zwanziger Jahre“. Also nicht die jetzigen 20er, sondern die vor 100 Jahren. Mit ihrer Veranstaltungsreihe „Bohème Sauvage“ in Berlin, Köln, Hamburg, Wien und Zürich schuf sie dem Jahrzehnt und irgendwie auch sich selbst ein weltweites Denkmal (die Formulierung wird sie hassen). ;) Aber ohne Quatsch, wer jemals irgendwo, irgendwas mit 20er Cabaret, Zirkus, Burlesque und sonstigen Events rund ums Thema erleben möchte, kommt an ihr aus gutem Grund nicht vorbei. Wir haben auch schon bei zahlreichen Events von ihrer Expertise und wundervollen Art profitiert. Else ist außerdem Koproduzentin des „Kabarett der Namenlosen“, sowie des „Berlin Burlesque Festivals“. Doch genug der Vorrede, die nächsten 2 plus X witzigen, inspirierenden, schlauen Minuten gehören dir, liebe Else.

Name: Else Edelstahl
Alter: 39
Wohnort: Berlin
Beruf: Veranstalterin
Schuhgröße: 40
Lieblingsepoche: 20er (19hundert!)
Kontakt: bureau@boheme-sauvage.de

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum? Ich würde gerne dahin reisen, wo es noch keine Zeitmessung gab, keine Zivilisation, kein Besitz, also ähnlich wie in einem noch von uns unentdeckten Urvolk geboren worden zu sein. Oder natürlich 1926 in Berlin, weil das eine aufregende Zeit war.

Wer oder was inspiriert dich? Mikro- und Makrokosmos, Natur, Philosophie, gute Bücher und außerdem Menschen und Dinge, die ich nicht verstehe, aber irgendwie mag.

Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich? Aktuell: Etwas geschaffen zu haben, was es vielen Menschen wert ist zu unterstützen – unsere Crowdfunding Kampagne. Meinen – nicht zu viel und nicht zu wenig – Lebensstandard mit etwas aufrecht erhalten zu können, was mir und anderen gefällt, ohne jemandem oder etwas dabei zu schaden. Ansonsten hab ich lieber Zeit als Geld.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Nicht schlecht über andere hinter deren Rücken reden, blöde Gefühle und Konflikte direkt mit der Person besprechen. Ich übe noch! Eigenes Handeln und Denken ständig hinterfragen, updaten, Sinne schärfen.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Gar keins. Kunst ist für alle da.

Welche drei Dinge dürfen auf einer 20er Jahre-Party nicht fehlen? Abgesehen vom offensichtlichen: Gäste aller Couleur mit Phantasie, Esprit und Verve, die sich nicht in Klischees verlieren, ein Hazer, die geheimen Separées.

Wenn dein Leben verfilmt würde, welche*r Schauspieler*in würde dich spielen? Ohne Make-Up wird mir oft gesagt, ich hätte Ähnlichkeit mit Uma Thurman. Mit Make-Up: Marlene Dietrich.

Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Regisseurin oder Prinzessin.

Wenn du drei historische Personen zum Essen einladen könntest, welche wären das? Maria Magdalena, Kurt Tucholsky und Erich von Stroheim.

Dein Song für die Ewigkeit? „Talk to me“ von den Tindersticks.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die gesamte Macht auf alle gleichmäßig verteilen, sodass sie sich quasi selber abschafft.
Ansonsten:
– Alle AFD-Wähler für zwei Jahre mit Fahrrädern auf Weltreise schicken, in der Hoffnung, dass sie was merken.
– Anarchie als Fach im Lehrplan unterbringen – ich denke nämlich, das kann man lernen.
– Trump entmündigen und in die Obhut meiner Mutter geben.
– Vom Menschen domestizierte Tiere zu Staatsbürgern erklären. Wilde Tiere in Ruhe lassen.
– Kater und Liebeskummer werden abgeschafft.
– Anti-LGBTQler in Regenbogeneinhörner verwandeln. Dann könnten wir in Polen auf Safari gehen.
– Rassisten bekommen am ganzen Körper etwa tennisballgroße lustige, bunte Beulen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Sauerkraut mit Kartoffelpüree (vegan) und gebratenen Apfelstückchen, Räuchertofu und Zwiebeln, Kümmel und Muskat.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich würde mit Martin Sonneborn knutschen, mit dem Ziel für „Die Partei“ ins Europaparlament einzuziehen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welche Zahlen gewinnen morgen im Lotto?

Das letzte Wort: Mein Lieblingszitat von Karl Valentin: Heute ist die gute, alte Zeit von morgen!

FOTO: Ronny Zeisberg

Up and coming

In letzter Zeit haben wir so einiges online erlebt und erledigt. Aber wart ihr schon einmal auf einem digitalen Wochenmarkt? Bei „UP AND COMING“ gibt es nicht nur Lieblingsprodukte auf einen Klick und ganz ohne Gedrängel, sondern gleichzeitig auch viele junge Berliner Brands zu entdecken. Genau die sind es ja auch, die den Besuch auf einem Berliner Markt so besonders machen und gerade jetzt unsere Kaufkraft benötigen. Dazu haben sich verschiedene Berliner Hersteller an einem Ort zusammen getan, um auch in Corona-Zeiten ihre Produkte kontaktlos verkaufen und nach Hause liefern zu können. Darunter alles, was das Herz glücklich macht: Von Craft Beer über türkische Süßwaren und eingelegten Fenchel bis zu kunstvollen Keramiken oder kleinen Art Prints, von „up and coming“ Brands wie 100 Brote, Companion Tea & Coffee, Dr. Jaglas, Populus Coffee, Yafo, Coucou und vielen mehr. Nach der Bestellung heißt es dann nur: Warten auf Freitag! Denn alle Einkäufe, die bis Mittwoch 18 Uhr eingehen, werden freitags in einem vorher vereinbarten Zeitraum in Berlin ausgeliefert. Viel Spaß beim Schlendern und Stöbern mit eurem digitalen Markt-Warenkorb.
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UP AND COMING | upandcomingberlin.com | FOTO: David Vázquez/Unsplash

And here’s to you…

Wenn es schmeckt und das Lokal weiterempfohlen wird, haben die Gastgeber alles richtig gemacht. So auch das aufregend unaufgeregte „Mrs Robinson’s“ im Prenzlauer Berg. Minimalistisch zurückhaltend präsentiert sich der Gastraum und auch die Dekoration auf dem Teller, dafür rückt das Geschmackserlebnis im Mund umso mehr in den Vordergrund. Das Gastgeberpaar serviert uns Fine Dining á la euro-asiatisch-amerikanischer Fusionsküche und hat dabei immer ein Lächeln sowie eine persönliche Weinempfehlung auf den Lippen. Auf der wechselnden Karte finden wir unglaublich zarte Steak-Sandwiches, raffiniert gebratenes Seidentofu, mit Ochsenschwanzragout gefüllte Dumplings und Berlins bestes Brot. Wer sich jetzt schon nicht zwischen den Köstlichkeiten entscheiden möchte, der kann sich über die angerichteten Portionen freuen, die explizit zum Teilen und Probieren gedacht sind. Und wer nicht alles schafft oder niemanden zum Teilen dabei hat, kommt einfach wieder. Das hat Lieblingsladen-Potential.
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Mrs Robinson’s | Pappelallee 29, 10437 Berlin | Mi-So 18-23 Uhr | mrsrobinsons.de | FOTO: Bianca Shu

Mounira Latrache

Mounira Latrache ist Co-Founderin von Connected Business, Trainerin und seit diesem Jahr Buch-Autorin. In leitenden Funktionen bei Google, Red Bull und BMW lernte sie viel über neue Führung. Bei Google war sie außerdem als Leitung des YouTube Spaces eine der PionierInnen in Sachen Mindful Community Gründung. Heute beschäftigt sie sich vor allem mit den Themen Greater good economy, Achtsamkeit & Mitgefühl im Business, Selbstführung & Führung, Diversity & Mother Earth und widmet ihre Lebenszeit der Mission, eine Welt zu schaffen, die wir den nächsten sieben Generationen gern und mit Freude übergeben können. Kein Wunder also, dass ihr so gut wie nie langweilig ist.

Name: Mounira Latrache
Alter: 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Co-Founder & CEO Connected Business
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: “Who we are is how we lead” – Brene Brown
Kontakt: contact@connected-b.com

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Auf die Art und Weise, wie die Person interagiert.

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Mir zu erlauben authentisch ich selbst zu sein und meiner Intuition zu vertrauen.

Fasse dein neues Buch in einem Satz zusammen: In einer Welt, die immer weniger vorhersagbar ist, in der mehr passiert als wir erfassen können, brauchen wir einen inneren Kompass. Sich selbst zu führen und seinen eigenen Weg zu verstehen ist der erste Schritt dafür – und auch dafür, gemeinsam mit anderen neue Lösungen für eine sich verändernde Welt zu schaffen.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Das Black Lives Matter Movement – weil diese Diskussion wichtig ist und es mich bewegt zu sehen, wie wir global gemeinsam trauern und über Lösungen diskutieren. Kollektiver Schmerz fasziniert mich als Teil der kollektiven Bewusstseinsveränderung, die uns bevorsteht.

Dein Soundtrack für den Sommer? Unci Maka (Grandmother Earth) von Ayla Schafer

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Die Begegnungen mit dem Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz – habe so vieles dabei gelernt, was mich noch heute bewegt.

Welches war das bisher schönste Kompliment, das dir jemand gemacht hat? “Du hilfst mir weniger bullshit und mehr ich selbst zu sein.”

Warum sind Pizzakartons eckig? Weil rund schon vergeben war.

Bitte vervollständige: In Berlin… können wir die Zukunft mitgestalten.

Was machst du, wenn dir langweilig ist? Mir ist so gut wie nie langweilig.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Mehr Bildung in Selbstführung, vor allem die Bereiche Emotionale Intelligenz & Kompetenz, Purpose, Schattenarbeit & Kommunikation. Die Art, wie wir Business auf dieser Welt machen – jedes Unternehmen würde die Einzigartigkeit von Einzelnen fördern, alle wüssten, was das für sie ist und gleichzeitig würde der Purpose unserer Welt und den sieben Generationen nach uns dienen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gemüsecurry mit Quinoa und frische Erdbeeren mit dunkler Schokolade.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich übe mich darin, genau solche Dinge laut vor Publikum auszusprechen – eine Übung mich voll und ganz zu akzeptieren, unglaublich befreiend und das Schöne daran: es verbindet ungemein.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? “Was bringt dich zum Strahlen?”

Das letzte Wort: Was sagt deine Intuition?

FOTO: Michael Romacker

Honiggelb

Gelb ist die Farbe der Sonne, steht für Licht, Optimismus und Freude und lindert Ängste und Depressionen. Gelb lässt kleine Räume größer wirken, fördert Konzentration und Kreativität und wirkt anregend auf Unterhaltungen. Idil Scharf hat ein Faible für die stimmungsaufhellende Farbe und ebensolche Objekte. Und weil das so ist, bekommt man in ihrem wunderschönen Café „Honiggelb“ in Moabit nicht nur außergewöhnlich guten NY-Cheesecake, sondern auch eine Extraportion Sonne und gute Laune. Seit über sieben Jahren sammelt Idil am liebsten gelbe Vintage-Teile für sich und ihren Laden. Dort serviert die bekennende Pflanzenliebhaberin Kaffee im 70er-Jahre-Melitta-Geschirr und selbstgemachte Leckereien wie Salate, Suppen, Quiches und wechselnde Tagesgerichte. Viele sind vegan – bei den Backwaren gibt es außerdem eine gute Auswahl an glutenfreien Optionen. Gekocht werden Gerichte aus verschiedenen Kulturen mit mediterranem Einfluss, gerne auch mal orientalisch oder asiatisch. Zum Nachtisch gibt es dann natürlich frisch gebackenen Kuchen. Für eine kleine Auszeit im warmgelben Ambiente verlosen wir zweimal NY-Cheesecake inklusive Kaffee für dich und deine Begleitung. Schreib eine Mail mit dem Betreff ‚DAS HAT MOABIT GERADE NOCH GEFEHLT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Honiggelb | Turmstraße 10, 10559 Berlin | Di-Fr 11-17, Sa 10-18 | honiggelb.berlin | FOTO: Honiggelb

Berlin wartet auf euch

Eine Stadt entdeckt man über die Menschen, die in ihr leben. Für kaum eine andere Metropole gilt das mehr als für Berlin. Der großartige Modefotograf Kristian Schuller erzählt in seinem neuesten Fotoband „Anton’s Berlin“ die unperfekte Geschichte einer wahrgewordenen Utopie. Dafür begab er sich auf die Spur der Charaktere des Berliner Nachtlebens, porträtierte bekannte und weniger bekannte Gesichter dieser Stadt, darunter SchauspielerInnen, TänzerInnen, KünstlerInnen und DJs. Viele seiner exzentrischen ProtagonistInnen rekrutierte er im Melting Pot des Hedonismus – im Berghain. Das Buch trägt den Namen seines jüngsten Sohns Anton, der stellvertretend für alle junge Menschen stehen soll, denen Schuller diese Stadt näher bringen möchte. „Berlin wartet auf euch“, so der Fotograf, der bei Vivienne Westwood Mode studierte und das Fotografenhandwerk bei F.C. Gundlach erlernte und seit vielen Jahren weltweit erfolgreich mit internationalen Magazinen arbeitet. Nachdem er die letzten zehn Jahre mit seiner Familie in Paris und New York lebte, zog es den Fotografen mit rumänischen Wurzeln wieder nach Berlin. Wundert uns nicht. „Anton’s Welt“ hat 224 Seiten und erscheint im HATJE CANTZ Verlag. Am 25. Juni eröffnet die Buchhandlung und Galerie „Geistesblüten“ in Anwesenheit des Künstlers die gleichnamige Ausstellung.
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Anton’s Berlin | 48€ | Shop | FOTO: Hatje Cantz Verlag

Bodo Haas

Bodo und seine Firma Eventwide Berlin gehören zu unseren heimlichen Helden. Sie sind ein Grund dafür, warum es auf unseren Events immer so schön aussieht. Denn Eventwide Berlin entwirft, produziert und vermietet seit nun fast zehn Jahren Mobiliar für Veranstaltungen, Messen oder Kongresse. Seit 2016 arbeitet das Unternehmen CO2-neutral. Aktuell wird auch der gesamte Produktionsprozess der Möbel als nachhaltig zertifiziert. Der nicht vermeidbare CO2-Ausstoß dazu komplett kompensiert. Einen besseren Partner für die Realisierung unserer Veranstaltungskonzepte können wir uns einfach nicht vorstellen. Genug der Vorrede: Bodo ist nicht nur ein unheimlich sympathischer Mensch, er hat auch die ultimative Antwort auf die Schmetterlingsfrage geliefert. Das Thema Schmetterlingsfrage ist damit hochoffiziell durchgespielt und wird nicht neu vergeben.

Name: Bodo Haas
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Inhaber Eventwide Berlin
Schuhgröße: 43
Lieblingsmöbelstück: AP19 Papa Bear, der Armlehnstuhl von Hans Wegner
Kontakt: bodo.haas@eventwide.com

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Von Minute zu Minute anders, da alles ständig in Bewegung ist (wir sind zu fünft…).

Was machst du morgens als Allererstes? French Toast für die Kinder (nein, nicht jeden Tag) und grünen Tee für mich (unbedingt jeden Tag)

Worauf bist du stolz? Das ist stark tagesformabhängig: mal auf die gelungene Umsetzung eines großen und langwierigen Kundenprojekts, mal auf die nicht angebrannten French Toasts.

Auf welche Idee wärst du gerne selbst gekommen? Auf die Erfindung des Klettverschlusses

Welche drei Teile hast du auf Produktion immer dabei: Handschuhe, Maßband und einen Apfel

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? Leider gar nicht: die Fettnäpfchen und das Lehrgeld sind nach wie vor stark präsent. Man sollte ja meinen, das wird irgendwann besser. Man wird älter, ja klar. Und auch die Erfahrungen im Guten wie im Schlechten sind größer und mehr. Aber irgendwie nimmt man sich selbst ja doch immer mit…

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Das obere Kirnitzschtal in der sächsischen Schweiz

Was haben Schmetterlinge im Bauch, wenn sie verliebt sind? Nektar? Warme Luft? Nein, Helium, ganz klar! Ist leichter als Luft und macht eine Mickeymaus-Stimme. Und anscheinend auch high, wenn man der Flugbahn eines frischverliebten Schmetterlingpaars nachschaut.

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter? Da ich ein sehr langsamer Leser bin, wäre die Story immer tagesaktuell und somit wie ein Tagebuch. Also eher zeitgleich und keine Vorausschau… und wenn es dann noch griffig formuliert ist, würde ich das Buch wohl gerne lesen.

Woraus schöpfst du Energie? Kurzfristig aus dem Apfel. Und natürlich aus der Hoffnung, durch verantwortungsvolles Handeln in meinem kleinen Kosmos einen Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten.

Wem möchtest du gern ein Kompliment machen und welches? Ich mache viel zu selten Komplimente, merke ich gerade. Vor allem spreche ich sie nicht aus! Man kritisiert ständig und an allem rum und glaubt auch noch, wenn es argumentativ belegbar ist, müsse es jeder verstehen und darf nicht gekränkt sein. Aber ein Lob spricht man sehr selten aus, obwohl es einem weder weh tut noch erklärt werden muss. Einfach sagen, was man gut findet. Also los, und zwar sofort.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Im Winter Hühnersuppe, eh klar. Im Sommer aber wahrscheinlich auch, weil ich wenig Gerichte zubereiten kann, die aus fünf Zutaten so viele Geschmacksnuancen hervorbringen können. Außerdem werden auch sicher alle satt, nach dem Sprichwort: “Fünf sind geladen, zehn sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe, heiß´ alle willkommen.“

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ungerechtigkeit abschaffen, im Großen wie im Kleinen: jeder Mensch hätte die gleichen vorurteilsfreien Chancen (möglichst viele), hätte aber auch die gleichen Ansprüche auf den Verbrauch von Ressourcen (möglichst wenig).

Was sollte niemand von dir wissen? Warum ich manchmal Dinge verschweige.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum ich mich beruflich für die Möbel und gegen die Fotografie entschieden habe.

Das letzte Wort: Vielen Dank für die schönen Fragen und die Geduld mit mir (siehe Kompliment-Frage, hihi)

FOTO: privat

Mitwachssachen

Kinder wachsen. Schnell. Das macht nicht nur wehmütig, sondern sorgt auch für Aufruhr im Kleiderschrank. Die Frauen und Mütter von „petit cochon“ bieten dafür Kinderkleidung an, die bis zu drei Lebensjahre mitwachsen kann. Durch schlaue Schnitte und Krempelbündchen, werden aus Kleidern gemütliche Pullis oder aus langen Hosen bequeme Knickerbocker. Dabei bietet das Berliner Label vor allem Kleidung für Babys und Kids von null bis vier Jahren sowie für Schulkinder von fünf bis zwölf Jahren an – unisex, praktisch, fair und nachhaltig produziert. Alle Designs entstehen in Berlin und werden auch dort in einem bewusst überschaubaren Team von Hand genäht. Die Stoffe dafür stammen meist von GOTS-zertifizierten Herstellern aus Deutschland und werden auch im gesamten Verarbeitungsprozess nicht chemisch behandelt. Da die Gründerinnen selbst auf eine hohe Gewinnspanne verzichten möchten und viele Aufgaben im Unternehmen selbst erledigen, können die Näher*innen (ein Mann ist doch dabei) fair bezahlt und die schönen Teile dennoch zu einem vernünftigen Preis verkauft werden. Für die Kleinsten unter uns verlosen wir ein langlebiges Set aus Sommerknicker mit Hemdchen oder eine Latzhose mit Michelmütze. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚SO SCHÖN GROSS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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petit cochon | petit-cochon.de | FOTO: petit cochon