San Francisco liegt am Rhein

Nach dem Feierabend in der S-Bahn nach Dubai und zum Absacker in eine japanische Karaokebar: TV-Reisejournalist Christoph Karrasch hat sich auf Weltreise durch Deutschland begeben und erzählt davon in seinem aktuellen Buch „San Francisco liegt am Rhein“. Als Moderator und Fernsehreporter bereist Karrasch eigentlich die entlegensten Winkel der Welt, unfreiwillig ins Homeoffice verbannt machte ihn die Not erfinderisch. Ohne Reisepass und Übergepäck fand er beim Bundesland-Hopping die große weite Welt im Kompaktformat. Darunter die Xantener Südsee in Nordrhein-Westfalen, Little Tokyo in Düsseldorf und den weltweit höchsten Kaltwasser-Geysir in der Eifel. Neben den heimischen Doppelgänger*innen stieß er aber auch auf überraschende Ortsteile wie Brasilien und Kalifornien, die nur fußläufig voneinander entfernt an der Ostsee liegen. Auf 240 Seiten verrät der Weltenbummler noch viele weitere Entdeckungen, die garantiert mit dem Zug erreichbar sind. Ein schöner Reminder, dass es beim Reisen nicht nur aufs Ziel, sondern vor allem auf den Weg beziehungsweise die Umwege dorthin ankommt. Wir verlosen an alle Fernwehmenschen zwei Exemplare der reiselustigen Anekdotensammlung. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „AUF NACH BALIN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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San Francisco liegt am Rhein | 12 € | ullstein.de/san-francisco-liegt-am-rhein | FOTO: ullstein

Verschärft

Es gibt Chili-Liebhaber*innen, die sich schon durch so manche Schote probiert haben und es gibt Karol Wojciechowski. Der Koch aus Polen hat nicht weniger als 35 (in Worten fünfunddreißig!) Chilisorten im eigenen Garten angebaut, sie fermentiert, eingekocht und zu einer handvoll Saucen verfeinert. Unter dem Namen „PanDemonic“ bringt er Kochkunst und Chilisoßen auf höchstem Niveau und auf einer Skala von mild bis superduperhot zusammen. Kostprobe? Wie wäre es mit Grill Habanero mit Whiskey, Ingwer und Sojasoße oder der scharfen Schokobeere aus Habanero Chocolate und schwarzen Johannisbeeren? Echte Chili-Freaks kommen an der „Jolene the Reaper“ nicht vorbei: Eine sehr würzige Soße aus Ghost Pepper und einer der schärfsten Paprikaschoten der Welt, der Carolina Reaper. Getoppt mit einer Süße von Pfirsichen und Äpfeln brennt sie gut und gerne schon einmal zwanzig bis dreißig Minuten. Wer sich erst einmal langsam rantasten möchte, beginnt einfach mit den süß-sauer eingelegten Jalapeños oder dem bittersüßen Senf mit Honig und Thai-Chili. In den letzten elf Jahren arbeitete Wojciechowski unter anderen für Starkoch Gordon Ramsay und im 2-Sterne-Restaurant Fischers Fritze – heute verkauft er seine Expertise abgefüllt in dekorativen Gläsern in der Markthalle Neun und im eigenen Online-Shop.
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PanDemonic | pandemonic.com | FOTO: PanDemonic

True Facts

Puh, mit Verschwörungsfantasien sehen wir uns inzwischen und gerade in den letzten eineinhalb Pandemiejahren fortwährend konfrontiert. Doch was tun, wenn Mutti, Vati, Geschwister oder beste Freunde plötzlich in den Kaninchenbau dubioser Telegram Channels abtauchen? Einmal vom süßen Gift der einfachen Zusammenhänge probiert, wird es schwer wieder damit aufzuhören. Der Strom darf nicht enden, die Dosen werden höher, die Filter gröber. Und nun? Konfrontation? Ignorieren um des lieben Friedens Willen? Hoffen, dass alles wieder vorbeigeht, um dann da zu sein wenn das Kartenhaus aus Absurdität, Halbwahrheiten, Verknappung, Lügen und Täuschung zusammenfällt? Katharina Nocun und Pia Lamberty haben mit „True Facts“ ein Ratgeber-Buch geschrieben, das dabei hilft Verschwörungserzählungen zu entlarven, Verschwörungstheoretiker*innen den Wind aus den Segeln zu nehmen und Gespräche im Familien- oder Kollegenkreis selbstbewusst zu führen. Dabei lernen wir die Psychologie des Verschwörungsglaubens kennen, bekommen Tipps zur Gesprächsführung an die Hand und erfahren, warum Zivilcourage auch im Netz wichtig ist. Katharina Nocun ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftlerin und leitete bereits bundesweite Kampagnen wie die Bürgerbewegung Mehr Demokratie e.V.. Pia Lamberty ist Sozialpsychologin und Expertin im Bereich Verschwörungsideologien. Herausgekommen ist ein handlicher Ratgeber wider dem Kontrollverlust. Wir verlosen ein Exemplar zum Diskutieren und Weitergeben. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „WEIL ES NICHT EGAL IST“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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True Facts | 12 € | luebbe.de/true-facts | FOTO: Quadriga

Caroline S. Henne

Teetrinkende, ehemalige Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf Digitalem, Marketing & Nachhaltigkeit und jetzt Advokatin moderner Teekultur und Geschäftsführerin bei Paper & Tea in Berlin? Kann man so machen: Caroline S. Henne wollte eigentlich klassische Konzertpianistin werden. Inzwischen blickt sie aber auf knapp 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Transformation von Unternehmen zurück. Sie begann ihre Karriere bei RTL, entdeckte aber schnell ihre Leidenschaft fürs Digitale. Sie ist leidenschaftliche Teetrinkerin und außerdem ein Angel-Investor in mehreren Start-up-Unternehmen, von nachhaltiger Mode bis hin zu Technologie und Experiences. Sie ist passionierte Köchin und bekannt für ihre Colour Dinners – 5-Gänge Event Cuisine mit Gästen und Gerichten jeweils in nur einer Farbe. Und die Musik? Immer noch! In London hat sie über ein Jahrzehnt im English Chamber Choir unter anderem in der Royal Albert Hall gesungen.

Name: Caro(line Sarah) Henne
Alter: 37
Wohnort: Berlin-Mitte
Beruf: Geschäftsführerin der Pioniere der modernen Teekultur von Paper & Tea
Schuhgröße: 39.5
Lieblingsgeschmack: Umami
Kontakt: info@paperandtea.com

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß? Zuallererst natürlich das Produkt: Ich bin leidenschaftliche Teetrinkerin! Weil bei mir schon vor langen Jahren eine Kaffee-Unverträglichkeit nachgewiesen wurde, bin ich Morgenmuffel quasi zu besonders koffeinhaltigem Teegenuss genötigt worden und habe in diesem Zuge eine große Passion, besonders für Grüntees entwickelt. Jeder Tag bei Paper & Tea ist anders – da wir unsere Tees nicht nur in unseren fünf Stores über Deutschland verteilt sondern auch online und über Händler, Restaurants und Cafés weltweit vertreiben, verteilen sich die Aufgaben über ein sehr breites Spektrum. Und wir haben noch so viel vor – besonders in der Produktentwicklung.

Beschreibe deinen Führungsstil: Nur als Team, wenn wir wirklich alle zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen, können wir wirklich groß und stark sein – das versuche ich jeden Tag auf’s Neue zu leben und lediglich die Fahrt-Richtung vorzugeben, die jede/r Einzelne dann für sich interpretiert und umsetzt. Mir ist Transparenz sehr wichtig – das gilt für meine Kommunikation ans Team genauso wie für das Feedback, das ich von meinen Mitarbeitern einhole, damit wir alle kontinuierlich wachsen und besser werden können. Ich bin bei bestem Willen kein Micro Manager und arbeite am liebsten mit Menschen, die sich durch Eigenverantwortung motivieren lassen und entwickeln können.

Was treibt dich an? Mein großartiges Team an Experten und smarten Köpfen, die Paper & Tea mit großer Leidenschaft unterstützen und voranbringen, mich challengen und wachsen lassen. Aber auch unsere wirklich besonderen Tees, die mir jeden Morgen wieder Energie und mir jeden Abend wieder Erholung bringen.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: “At the end of the day no lives are lost if you don’t do your job tomorrow”. Ich habe früher Feedback oft sehr persönlich genommen und mich in meiner Arbeit verloren. Wenn man ein wenig Abstand dazu hat, kann man meiner Meinung nach aber viel fokussierter arbeiten und das Wesentliche im Auge behalten. Und verliert darüber hinaus eine gewisse Bescheidenheit nicht – nimmt sich selber nicht so wichtig und vermeidet komische Eitelkeiten.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben? Die Platte ist einfach: Das müssen Bachs Goldberg Variationen sein – in der späten Aufnahme von Glenn Gould. Beim Film wird es schon schwieriger – da würde es wahrscheinlich ein Wenders werden. Paris Texas vielleicht? Oder Der Himmel über Berlin? Das Buch ist ein Gedichtband, beziehungsweise eigentlich alle Zeilen vom großen E.E. Cummings. Oder sollte es doch Paul Auster sein, von dem ich quasi alles verschlungen habe?

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Das Entertainertum meines Vaters und die Überzeugung meiner Mutter, dass es wirklich völlig egal ist, was andere von einem denken. Dass man wirklich seine Individualität leben soll und mutig ist.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Ui – da kann ich mich bei bestem Willen nicht auf eines festlegen. Ich bin enthusiastische Kunstsammlerin und habe in den letzten Jahren einige Werke, besonders von MalerINNEN, gekauft, die ich schon lange bewundert habe, wie Grit Richter oder Katharina Grossmann-Hensel. Und gerade habe ich ein Auge auf eine Arbeit von Annabel Daou geworfen.

Ohne was verlässt du nie das Haus? Jetzt wird es kitschig: Natürlich nie ohne einen Abschiedskuss von meinem Herzblatt.

Welches ist dein nutzlosestes Talent? Ich kann jeden Songtext der Welt, den ich auch nur einmal im Radio gehört habe, danach sofort wieder laut mitsingen. Oh well…

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Die kleine japanische Insel Ishigaki, die ich das Glück hatte, vor vielen Jahren zu bereisen und besser kennenzulernen. Auch unter Wasser – umgeben von Mantas – einfach magical.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Dass alle Menschen dieser Lande jeden Tag unseren Tee trinken, natürlich :)

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wahrscheinlich ein Curry, oder ein ganzes 5-Gänge-Menü in nur einer Farbe, wie bei meinen Colour Dinners, wo alle Gäste in der Farbe des Abends gekleidet erscheinen und einfarbige Köstlichkeiten serviert bekommen. Jetzt müsst ihr euch nur noch die Farbe aussuchen. Sogar schwarz geht!

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin kein sonderlich geheimnisvoller Mensch und lache sehr gern auch über mich selbst. Da gibt es also ganz und gar nichts I’m afraid.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Nach meinem Lieblingstee vielleicht? Das ist auf jeden Fall der Yuzu Midori N°328 – eine Grüntee-Mischung aus Kukicha, großzügig ergänzt mit belebendem Matcha und erfrischendem Yuzu. Der perfekte Wachmacher für mich Morgenmuffel.

Das letzte Wort: Be Tea, my friend :)

FOTO: Caroline S. Henne

Shaniu macht die besten Nudeln

Nudeln bitte! Scharf bitte! Shaniu’s House of Noodles ist eine unserer liebsten Adressen für chinesisches Soul Food. Schnickschnack braucht das kleine Restaurant im Berliner Westen nicht – das Team rund um Köchin Shaniu darf sich allein wegen ihrer ehrlichen, unverfälschten und superleckeren Küche zu Berlins Besten zählen. Seit 2013 serviert Shaniu Schätze der chinesischen Küche, jetzt hat sie auch koranische Klassiker mit auf die Speisekarte gehoben. Mit Erfolg, denn ihr Korean Fried Chicken ist in Nullkommanix vom Geheimtipp zum echten Renner geworden. Wer persönlich vorbeischaut sollte in jedem Falle Shaniu’s Empfehlungen folgen. Allen Bestellwütigen dürfen wir verraten: Eine der asiatischen Suppen sollte in jedem Falle auf eurem Zettel landen. Sie werden nach traditionellem shanghaischem (?) Rezept gekocht und sind eine Kunst für sich: nicht nur wegen der hausgemachten Nudeln. Auch den Teig und die Füllung für ihre Dumplings stellt die Köchin selbst her. An die 500 pro Tag, schätzt sie. Wer ihr dabei über die Schulter schauen möchte, dem sei Shaniu’s YouTube-Kanal ans Herz gelegt. Hier nimmt sie euch mit in ihre Restaurantküche oder auf Einkaufstour für die vielen, vielen spannenden Zutaten ihrer aromatischen, seelenschmeichelnden Gerichte.
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Shaniu’s House of Noodles | Pariser Str. 58, 10719 Berlin | Mi-Mo 12-22 Uhr | shanius-house-of-noodles.de | FOTO: Shaniu’s House of Noodles

Wiederjesehn

Es ist soweit: Am Samstag eröffnet offiziell der neue Zenner Wein- und Biergarten im Treptower Park. Monatelang haben die neuen Betreiber um die ehemaligen Wilde-Renate- und Else-Macher Tony Ettelt und Sebastian Heil geplant, gewerkelt, geschuftet und denkmalgerecht instand gesetzt. Neben der Bio-Eisdiele im Turmhaus, die vor kurzem schon o’gschleckt wurde, kann man nun auch wieder im riesigen Biergarten Platz nehmen und bei frisch Gezapftem und leckerem Essen den Blick über die fast schon surreal schöne Spreekulisse schweifen lassen. Tony und Sebastian schlagen mit ihrem Konzept die Brücke zwischen Tradition und Innovation und füllen damit ganz selbstverständlich eine Berliner Lücke. Statt Biergartenufftata vom Band gibt es künftig entspannte Live-Sets, die Speisekarte ist vorwiegend vegan und vegetarisch und hält nur wenige, dafür besonders hochwertige Fleischgerichte parat. Aus dem Hahn laufen neben Craft Beer von unter anderem BRLO auch Traditionsmarken wie Schneider Weisse oder Tegernseer Hell. Besonderes Highlight: Exklusiv für das Zenner wird das Pils der Ur-Berliner Traditionsmarke Berliner Bürgerbräu neu aufgelegt und als Tankbier serviert. Stück für Stück wird das kulturelle Rahmenprogramm erweitert und die Kulturstätte um die übrigen Gebäudeteile ergänzt. Bis 2022 folgen der Zenner Saal und das Zenner Turmhaus, bis 2024 die Zenner Körnervilla. Und wir sind uns sicher: Das hat uns gerade noch gefehlt. Tach und servus, du Schöne, du kommst gerade recht. Schön, dich endlich wieder kennenzulernen.
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Zenner | Alt-Treptow 17, 12435 Berlin | Mo-Fr 12-23, Sa & So 10-23 Uhr | zenner.berlin | FOTO: Janek Grahmann

Dunkle Materie

Erinnert ihr euch noch an die Lichtgrenze zum 25. Jahrestag des Mauerfalls? Oder die Licht-Klanginstallationen Skalar und Deep Web im Kraftwerk Berlin? Der großartige Lichtkünstler Christopher Bauder und sein Designstudio WHITEvoid entführten uns mit ihren audiovisuellen Shows in ganz andere Wahrnehmungssphären, verbanden uns in kollektiven Oh’s und Ah’s und sorgten je nach Beat für Herzklopfen oder -rasen. Und nun? Hat der Künstler an der Spree unweit des Funkhauses seine schöpferische Heimat gefunden und rund um seine neue Ausstellung DARK MATTER quasi ein festes Lichtmuseum erschaffen. Neben dem Sisyphos, in den Räumen eines ehemaligen Fabrikgeländes, gilt es auf über 1.000 qm gleich sieben multidimensionale Welten zu erkunden: von intimen Kompositionen über begehbare interaktive Objekte bis hin zu raumfüllenden, audiovisuellen Lichtshows, musikalisch getragen von einem weltweit einzigartigen 3D-Soundsystem. Licht, Bewegung und Klang verschmelzen zu emotionalen Choreografien aus leuchtenden Formen und Farben und erschaffen in den pechschwarzen Räumen einen Parallelkosmos, in dem die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt verschwimmen. Wir verlosen 2×2 Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „KUNST, DIE MAN TANZEN WILL!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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DARK MATTER | darkmatter.berlin | Mi-Do 14-21, Fr-Sa 12-22, So 12-21 Uhr | Tickets 16 € | FOTO: WHITEvoid

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Juni 2021 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Ostsee retten!

Deutschland macht sich locker. Bei fallenden Inzidenzen und steigenden Temperaturen strömen demnächst wieder Millionen Urlauber*innen an die Ostseestrände. Was nur Wenigen bewusst sein dürfte: Die Ostsee gehört zu den am stärksten bedrohten marinen Ökosystemen der Erde. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine besondere Rolle spielt dabei der kommerzielle Fischfang, vor allem die Folgen der Stellnetzfischerei und die Gefahren durch riesige abgetrennte Fangnetze. Als sogenannte Geisternetze treiben diese jahrhundertelang durch die Meere und werden zur tödlichen Falle für Fische und Meeressäuger. Genau da setzt die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd mit der Baltic Sea Campaign 2021 an. Von Juni bis September 2021 wird Sea Shepherd Deutschland die Naturschutzgebiete im Seegebiet zwischen Flensburg und Rügen patrouillieren, Verstöße gegen bestehende Schutzgesetze melden, Geisternetze bergen und Clean-ups durchführen und so einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt und des marinen Ökosystems leisten. Wer selbst aktiv werden möchte, kann an den von Sea Shepherd initiierten Beach Clean-ups teilnehmen, die Organisation durch eine Spende oder die Kampagne mit dem Erwerb eines Produkts aus der Baltic Sea Campaign 2021 Kollektion unterstützen. Die geborgenen Geisternetze werden in Kooperation mit Bracenet zu schicken Accessoires weiterverarbeitet. Teile der Erlöse fließen ebenfalls in die Projekte zurück.
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Baltic Sea Campaign 2021 von Sea Shepherd | sea-shepherd.de | FOTO: Sea Shepherd Deutschland

Jamilah Bagdach & Wandi Wrede

Die Aktivistinnen Jamilah Bagdach und Wandi Wrede haben mit Anfang 20 Deutschlands ersten BiPoC-Verlag gegründet. Mit stolzeaugen.books konzentrieren sie sich auf Bücher rund um Diversität und Rassismus. „Texte nach Hanau“, das erste Buch aus dem Kölner Verlag, zeigt, welche Kraft die Texte von zukünftigen Zeitzeug*innen besitzen und warum sie für eine offene Gesellschaft unabdingbar sind. Beide (Noch-)Studentinnen engagierten sich schon vor der Verlagsgründung im Bereich Antidiskriminierung. Jamilah ist, seit sie 12 Jahre alt ist, bei Holla e.V., Zentrum für Intersektionale Gesundheit in Köln, aktiv, macht Musik und schauspielert. Wandi organisierte gemeinsam mit anderen die erste BLM Demo in Köln an der Deutzer Werft.

Name: Jamilah Bagdach / Wandi Wrede
Alter: 20 / 24
Wohnort: Kölle / Bochum-Wattenscheid
Beruf: Verlegerin und Studentin / Verlegerin und Studentin
Schuhgröße: 41 / 41
Lieblingswort: Amüsabel / Selbstreflexion
Kontakt: salam@stolzeaugenbooks.de / social@stolzeaugenbooks.de

Beschreibe stolzeaugen.books in einem Satz:
Jamilah: Stolzeaugen.books ist zum jetzigen Zeitpunkt leider unabdingbar, denn die Perspektiven und Lebensrealtiäten von Menschen, die in Deutschland durch Rassismus diskriminiert werden, sind in unserer Gesellschaft und medial definitiv unterrepräsentiert.
Wandi: Stolzeaugen.books – der BiPoC Verlag ist richtig, wichtig und somit unentbehrlich.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Jamilah: Wenn ich merke, dass meine Arbeit sinnvoll ist, und sie mir Kraft gibt.
Wandi: Wenn ich währenddessen gut was zu lachen habe und gleichzeitig produktiv sein und bomben Ergebnisse abliefern kann.

Ein Buch, das alle gelesen haben sollten:
Jamilah: „Texte nach Hanau“.
Wandi: „Uncomfortable conversations with a Black man“ by Emmanuel Acho.

Auf was für Veränderung hoffst du in der Zukunft?
Jamilah: Dass Menschen die Perspektive von anderen Menschen glauben und respektieren.
Wandi: Das Rassismus als solcher nicht nur anerkannt, sondern auch sanktioniert wird!

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freund*innen beschreiben?
Jamilah: Zielstrebig, vercheckt, talentiert.
Wandi: Kämpferin, witzig und emotional.

Was schätzt du an dir selbst am meisten?
Jamilah: Meine Loyalität gegenüber mir und den Menschen und Dingen, die ich liebe.
Wandi: Mein großes Herz und meine Liebe für Essen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Jamilah: Am 08.05.2020 – einen Verlag gegründet.
Wandi: Vor 3 Monaten – Hula Hoop.

Wie sieht es bei dir zuhause aus?
Jamilah: Entweder unglaublich ordentlich und sortiert oder komplett crazy Tornado in the House. Dazwischen gibt es nichts.
Wandi: Dunkel und sehr ordentlich und somit der perfekte Ort zum Entspannen.

Jamilah, beschreibe Wandi in einem Satz: Wandi hat eine unglaublich schöne und kraftvolle Ausstrahlung. Diese, in Zusammenhang mit ihrem Organisationstalent, ihrer mega lustigen Art, Intelligenz und Überblick machen sie zu einem besonderen Menschen, der noch viel bewirken wird.

Wandi, beschreibe Jamilah in einem Satz: Jamilah erstaunt mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer unglaublich reifen Art, ihrer Herzlichkeit und der Fähigkeit, immer einen Schritt zurückzugehen, um das große Ganze zu betrachten. Darüber hinaus liegt ihr das Wohl der Menschen in ihrem Leben unglaublich dolle am Herzen (ich kann froh sein, dass ich nun auch einer dieser Menschen bin).

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst?
Jamilah: Ich würde Menschen kleine Freuden bereiten, nichts aufdecken und sie so an Wunder glauben lassen. Und wahrscheinlich auch etwas Illegales. ;)
Wandi: Ich würde in ein Kinder Spaßland gehen, um mich dort richtig auszutoben.

Was ist dein verstecktes Talent?
Jamilah: Ich habe nur offene Talente.
Wandi: Es ist so gut versteckt, ich habe es noch nicht entdeckt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Jamilah: Neid, Hass und Rache.
Wandi: Ich würde mir dauerhaft die Macht zusprechen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. #Love #Peace #Harmony

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Jamilah: Yabra (gefüllte Weinblätter).
Wandi: Plantain, Reis und Stew.

Was sollte niemand von dir wissen?
Jamilah: Rechtschreibung ist nicht meine Stärke.
Wandi: Zeichensetzung ist nicht meine Stärke.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Jamilah: Wie viel verdienst du als Geschäftsführung der ersten BiPoC-Verlagsgesellschaft in Deutschland?
Wandi: Wie viele Bücher hast du in deinem Leben schon gelesen?

Das letzte Wort:
Beide: Lest Bücher! Schreibt Bücher! Unterstützt unseren Verlag!

FOTO: stolzeaugen.books

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 09. Juni 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Super Markt

Einer der Gründe, warum uns Schöneweide immer mehr ans Herz wächst: Da passiert was! Gerade um das ehemalige Industriequartier sammeln sich Student*innen, Künstler*innen und ein bunter Strauß an neuen Geschäftskonzepten. Mit dem ‚Subaermarkt‘ hat sich auf dem Gelände vom Revier Südost aka der ehemaligen Berliner Bürgerbräu Brauerei nun auch ein neuer Wochenmarkt dazugesellt. Umgeben von Industrieruinen (noch!) werden hier am Wochenende frische Lebensmittel, regionale Produkte und Spezialitäten sowie lokale Handwerkskunst angeboten. Die Stände selbst sind so gestaltet, dass sie die Barriere zwischen Händler*innen und Besucher*innen aufbrechen und zum (nachbarschaftlichen) Austausch anregen. Sobald es die aktuellen Corona-Bedingungen zulassen, sollen auch Flohmärkte und weitere Veranstaltungen stattfinden. Hinter der Idee stecken die Betreiber*innen der Griessmühle, die mit ihrem Mühlenmarkt an der Sonnenallee bereits Erfahrungen gesammelt und mit dem Revier Südost eine neue Heimat für Club- und Marktkultur gefunden haben.
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Subaermarkt | Schnellerstraße 137, 12439 Berlin | Fr & Sa ab 12 Uhr | subaermarkt.de | FOTO: Tjard Asseng

Eau D’Office

Hhhhhmmmmmm haaaaaaaaaaaaa… Es geht doch nichts über den Duft eines in nächtelanger Kopfarbeit gezimmertes Konzepts, das druckfrisch und warm auf 96 Seiten aus dem Drucker läuft. Oder? Wir präsentieren aus der Reihe „Dinge, von denen wir nicht wussten, dass wir sie vermissen werden“: Die ‚Eau D’Office‘-Serie, die ein paar findige Kreative der internationalen Werbeagentur R/GA aus New York kreiert haben. Zur Auswahl stehen olfaktorische Klassiker wie ‚Breakfast Leftovers in Edit Suite 1‘, ‚Room 12F.1 after a 6-hour Workshop‘ oder ‚Thursday Happy Hour on a high Table‘ und verbreiten Bürodüfte mit einer Melange aus Feierabend-Drinks und fettigen Chips. Gedacht waren die besonderen Duftkerzen zunächst als Abschiedsgeschenk für ehemalige Mitarbeiter*innen der Firma. Dank der hohen Nachfrage können sie nun auch von allen anderen bestellt werden. Wir feiern das witzige Gimmick als Ode an das Zusammensein und zusammen schaffen. Und wenn die Kerzen dann mal aufgebraucht sind, fallen wir uns ganz bestimmt wieder in die Arme, im ganz realen Office-Möff.
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Eau D’Office | instagram.com/rga_scentedcandles | FOTO: Eau D’Office

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 08. Juni 2021 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Gute Reise

Wer sich nach einem Wochenendtrip sehnt und dafür nicht weit reisen möchte, sollte sich fix bei hiersein umschauen. Die Plattform für nachhaltige Urlaubsunterkünfte sucht in verschiedenen Kategorien nach den kleinen und großen Schmuckstücken zwischen Nordsee und Voralpen. Von Bio-Bauernhöfen über Glamping bis hin zu stylischen Hideaways mitten in der Natur werden hier alle fündig, die nach einer nachhaltigen Auszeit suchen. Alle Unterkünfte befinden sich in Deutschland und sind durch kurze Anreisewege oft auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Praktische Filter erleichtern die Suche auf der Webseite und bringen einer*einem die passenden Gastgeber*innen näher. Gründerin Daniela Jahn achtet bei der handverlesenen Auswahl von Unterkünften auf Kriterien wie Regionalität, Umweltbewusstsein, Klimafreundlichkeit und Wertschätzung gegenüber Mensch und Natur. Die fängt beispielsweise beim saisonalen Frühstück an und endet im plastikfreien Badezimmer. Gute Reise!
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hiersein | hiersein.de | FOTO: Büffelhof Beuerbach

Cocina Libre

Was haben ein peruanischer Punk und gehobene Küche gemeinsam? Sie ergänzen sich perfekt in der lateinamerikanischen Küche vom Tupac in Kreuzberg. Chefkoch Ariel Peralta ist Peruaner und Punk von Geburt an und bringt uns mit ausgesuchten Gerichten die „Cocina Libre“, das freie Kochen näher. Traditionelle Gerichte werden hier neu interpretiert und kreativ umgesetzt: Darunter Schweinebauch mit Süßkartoffelpüree oder Churros mit Banane und Schokoladen-Kardamom-Creme. Peralta kochte zuvor in seiner Heimat Lima in der weltberühmten Sterneküche des Central. Mit Tupac Betreiber David Pollack verbindet ihn nicht nur die Liebe zu gutem Essen, sondern auch die zum Punk. Die beiden verstehen sich also nicht nur kulinarisch bestens, was sicher auch seinen Teil zur ungezwungenen „Unter-Freund*innen-Atmosphäre“ beiträgt. Bleibt nur noch eine Frage: Warum benennen zwei Punks ihren Laden nach einem Rapper? Namensgeber ist der lateinamerikanische Freiheitskämpfer Túpac Amaru und das wiederum passt wie die Faust aufs sprichwörtliche Auge. Schließlich zeigt uns das Restaurant in der Hagelberger Straße eindrucksvoll, wie anarchisches Fine Dining funktioniert. Symbolbild von Túpac Amaru ist übrigens die leuchtende Schlange, die sich großflächig über die offene Küche schlängelt. Der Schlingel.
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Tupac | Hagelberger Straße 9, 10965 Berlin | Do-So 18-22.30 Uhr | tupac-berlin.com | FOTO: Tupac

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. Mai 2021 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Aviv 030

Rixdorf ist um eine kulinarische Perle reicher. Das AVIV 030 bringt außergewöhnlich gute israelische Leckereien in diesen Teil Neuköllns. Da das Restaurant erst vor ein paar Monaten und so mitten im Lockdown eröffnete, bieten die Schwestern Josefine und Charlotte sowie Chefkoch Nir gerade vor allem israelisches Streetfood an. Darunter gegrillte Auberginen mit Ei als Sabich im Pitabrot, Blumenkohl in knuspriger Pankokruste oder das Kebab-Gericht mit frischer Petersilie und Koriander vom regionalen Fleischer. Für Zuhause oder ein lauschiges Plätzchen unter freiem Himmel eignen sich die wunderbaren Hummus-Bowls mit unterschiedlichen Toppings. Das Trio freut sich natürlich schon darauf, bald die ersten sitzenden Gäste im Restaurant zu begrüßen und mit einer abwechslungsreichen Menükarte sowie Aperitivo-Drinks zu versorgen. Solange gibt es jeden Samstag ein Live-Musik-Stream aus dem AVIV 030 direkt nach Hause. New Hummus-Joint!
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AVIV 030 | Richardstraße 76, 12043 Berlin | Mi-Sa 12-20.30, So 12-17 Uhr | aviv030.com | FOTO: AVIV 030

Ruth von Heusinger

Diplom-Physikerin Ruth von Heusinger erforschte den Urknall, arbeitete im Bereich erneuerbare Energien und Emissionshandel bei Statkraft und dann im Markt der freiwilligen CO2-Kompensation bei atmosfair. Mit ForTomorrow hat sie für uns alle eine Möglichkeit geschaffen, Klimaschutz in Europa aktiv voranzubringen. Wer mag, kann ein Klima-Abo bei der gemeinnützigen Organisation abschließen und so den eigenen CO2-Verbrauch kompensieren und ganz nebenbei den europäischen Kohlekraftwerken die Emissionsrechte vor der Nase wegkaufen. Die Augen aufs Große und den Großen aufs Auge.

Name: Ruth von Heusinger
Alter: 37
Wohnort: Berlin
Beruf: Geschäftsführerin und Gründerin ForTomorrow
Schuhgröße: 39
Lieblingsfarbe: blau
Kontakt: info@fortomorrow.eu

Beschreibe ForTomorrow in einem Satz: ForTomorrow ermöglicht bereits heute ein klimaneutrales Leben, über Bäume-Pflanzen in Deutschland und europäische Emissionsrechte Stilllegen.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß? Gemeinsam mit meinem Team an etwas Sinnvollem zu arbeiten und viel gestalten zu können.

Was motiviert dich? Die Dringlichkeit der Klimakrise.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Folge deinen Interessen.

Was wirst du niemals vergessen? Die Freundlichkeit der Menschen.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Strand und Meer.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Die Relativitätstheorie.

Was hättest du dir sparen können? Selbstvorwürfe.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Ein Klima-Abo bei ForTomorrow abschließen.

Was würdest du gerne lernen, wenn weder Zeit noch Geld eine Rolle spielen würde? Wenn mein Gehirn groß genug wäre, alle mathematischen und physikalischen Theorien.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Klimakrise stoppen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mein Mann würde kochen und was müsst ihr ihn fragen.

Was sollte niemand von dir wissen? Guter Versuch ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Du hast Physik studiert und am Urknall geforscht, warum hast du das Angebot, eine Doktorarbeit zu schreiben, ausgeschlagen?

Das letzte Wort: Vielen lieben Dank euch!

FOTO: ForTomorrow

Angebadet

Im Leben gibt es mit viel Glück vielleicht ein oder zwei Badesachen, in denen man sich ohne Zurechtzupfen wohlfühlt und von denen man hofft, dass sie einem auf immer und ewig erhalten bleiben. Mit der aktuellen Kollektion von Glorious Body werden die Chancen auf so einen Glücksgriff um ein Vielfaches erhöht: Die wandelbaren Badeanzüge wurden nach dem One-Size-Fits-All-Ansatz für Frauen mit unterschiedlichen Körpertypen entwickelt. Jedes Modell, nachhaltig und ressourcenschonend produziert, kann durch ein ausgeklügeltes Wickelsystem in verschiedenen Varianten getragen werden. So wird das Teil nicht nur niemals langweilig, sondern passt sich körperlichen Veränderungen mit einem Handgriff an. Im Sinne des Slow-Fashion-Gedankens liegt der Fokus auf wenigen Kollektionsteilen, die ihre Trägerin lange begleiten sollen. Für das richtige Tragegefühl zwischen ultrabequem und ultrafancy sorgen die nahtlosen Schnittkanten und extralangen Tragebänder. Der besonders dünne und elastische Stoff aus recycelten Polyester trocknet extrem schnell und wurde zusammen mit dem Berliner Good Garment Collective ausgewählt. Wir verlosen zwei Badeanzüge mit dazugehörigem Scrunchie für die nächste Ewigkeit. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „MEERJUNGFRAUEN KÜSSEN BESSER“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Glorious Body | 89 € | glorious-body.com | FOTO: Nick Strutsi

Gemüse ist mein Fleisch

Zugegeben, pflanzliche Fleischalternativen gibt es inzwischen Gott sei Dank einige. Aber das, was auf der Meatless Farm von Morten Toft Bech so „wächst“ und „gedeiht“, ist schon außergewöhnlich. Die leckeren veggie und veganen Burger-Pattys, feinen Würstchen, Nuggets, Hackbällchen oder Schnitzel sind nicht nur kinderleicht zuzubereiten, sie stehen ihren Pendants aus Tierfleisch in Sachen Textur, Geschmack und Zubereitungsmöglichkeiten tatsächlich auch in nichts nach. So, dass man es beim Kochen quasi gar nicht bemerkt und die Lasagne ab und zu auch mal fleischlos zubereiten kann. Morten gründete seine fleischfreie Farm 2016 in England mit dem Ziel, den weltweiten Fleischkonsum durch kleine Veränderungen und ohne Kompromisse zu reduzieren, um sowohl Mensch und Tier als auch dem Planeten gut zu tun. Die Farm hat sich seither ordentlich vergrößert und ist inzwischen eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen für pflanzliche Fleischalternativen in ganz Europa. Ab sofort sind die vegetarisch-veganen Schweinereien endlich auch in ganz Deutschland über den Onlineshop sowie in diesen Supermärkten erhältlich. Wir verlosen ein Probierpaket inklusive Rezeptkärtchen an die besonders Hungrigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ZUKUNFT IST MEATLESS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Meatless Farm | ab 2,79 € | meatlessfarm.com | FOTO: Meatless Farm

Magdalena Mair

Das Vier-Sterne-Superior Retreat SILENA liegt inmitten des Hochtals Vals in Südtirol. Schützend umrahmt von einer organisch geformten Nestkonstruktion aus Stahl, scheint es eins zu werden mit der umgebenden Natur. Schon von außen wird klar: Das SILENA ist etwas Besonderes, etwas Neues, das es so in der Region kein zweites Mal gibt. Hauptsächlich verantwortlich dafür ist Magdalena Mair (die „LENA“ in „SILENA“). Gemeinsam mit ihrem Bruder Simon (dem „SI“ in „SILENA“) führt sie die Herbergs-Familientradition nicht nur fort, sondern schuf ein völlig neues Hotelerlebnis – emotional, designverliebt, aufregend fürsorglich, stylisch. Die aufrichtige Herzlichkeit, mit der man von Magdalena empfangen wird, vergisst man nie mehr. (Zählt mal bitte die Smileys hier im Interview!) Am 20. Mai dürfen die Hotels in Südtirol endlich wieder öffnen. Bis dahin darf Neu-Mama Magdalena noch versuchen ein wenig Schlaf nachzuholen, ihre Gesangsperformance zu verbessern oder als Ex-Schuhplattlerin eine neue Choreo einzustudieren. ;)

Name: Magdalena Mair
Alter: 33
Wohnort: Natz in Südtirol
Beruf: Rezeptionistin?, Hausmeisterin?, Putzfrau?, Dekorateurin?, Servicefachkraft?, Mädchen für alles? – Unternehmerin/Hotelier trifft es meiner Meinung nach nicht ;)
Schuhgröße: 38
Lieblingsberg: Valler Jöchl – da kommt man auch mit der Bahn hin ;)
Kontakt: mair@silena.com

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn man positives Feedback bekommt. Wenn Gäste genau das schätzen, wofür man sich so eingesetzt und sein Herzblut reingesteckt hat.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Auf das Lächeln bzw. die Ausstrahlung. – Lachen auch die Augen?

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Empathie.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Immer das Positive in jeder Situation sehen – auch jetzt. ;)

Was machst du, wenn du dir selbst etwas Gutes tun willst? Auf der Couch in Ruhe ein Buch lesen.

Dein wichtigster Charakterzug? Ehrlichkeit – auch wenn es nicht immer angenehm ist.

Was wirst du in Zukunft weniger machen? Schlafen. ;)

Was möchtest du deinem Kind mit auf den Weg geben? Verfolge deine Träume – nur so wirst du wirklich. glücklich.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Respektvoller Umgang mit Menschen, Tieren und unserer Erde.

Was würde dein 16-jähriges Ich von dir heute halten? Mein Party-Ich würde sagen, dass ich etwas spießig geworden bin mit Mann, Kind und Wohnung. Es würde aber auch sehen, dass ich glücklicher nicht sein könnte, privat und geschäftlich.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Krieg, Hunger, Krankheit.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ganz klar Pasta (mehr kann ich auch nicht). ;)

Was sollte niemand von dir wissen? Bin ein großer Sturkopf. Singe beim Haare Föhnen (und ich bin keine gute Sängerin). ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie bist du zum Schuhplatteln gekommen?!? ;)

Das letzte Wort: Be soulful. ;) – Sorry, dass es zwei geworden sind.

FOTO: Stefan Schuetz

So ein TERZ

Wer gerne übers Tempelhofer Feld schlendert oder rollt, startet oder landet früher oder später im schönen Schillerkiez. Da bietet sich seit neuestem ein kulinarischer Boxenstopp mit ordentlich TERZ an. Das selbsternannte Bistro Deluxe ist als direkter Nachbar der Genezareth-Kirche auf dem Herrfurthplatz eingezogen und sorgt neben exzellenten Kaffee für spannende Food-Pop-ups mit Freunden aus der Gastroszene. Zuletzt gab es beispielsweise Moules Frites vom Berliner FISH KLUB auf die Hand. Aber auch die ganz eigene Speisekarte kann sich sehen lassen. Neben Sauerteigstullen und Sauerteigzimtschnecken wird in dem Raum mit den superhohen Decken auch leckere Hausmannskost und Schultheiss aus dem Hahn serviert. Die Betreiber kennen einige vielleicht schon von 21 gramm, der beliebten Frühstückskapelle unweit der neuen Location. Wir verlosen das Sorglos-Lunch-Paket für zwei Personen für den nächsten Spaziergang. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „FOOD IS MY RELIGION“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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TERZ Berlin | Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin | Mi-Fr 8-18, Sa-So 9-19 Uhr | terz.berlin | FOTO: TERZ Berlin

Tony Ettelt & Sebastian Heil

Tony Ettelt und Sebastian Heil sind so etwas wie das Dynamische Duo der Berliner Club-Kultur. Über 13 Jahre wirken die beiden nun schon gemeinsam und schufen u. a. mit der Wilden Renate und der Else zwei echte Institutionen. Und nun? Entwickelten sie ein visionäres Standort-Konzept, um mit dem ZENNER im Treptower Park einen der schönsten historischen Begegnungsorte der Hauptstadt zu neuem Leben zu erwecken. Seit letzter Woche gibt es schon Bio-Eis, ganz bald eröffnet der Bier- und Weingarten, irgendwann kommen Turmhaus, Körnervilla und der große ZENNER Saal dazu. Auf über 8.000 qm erwarten euch dann kreative Formate, interdisziplinäre Live-Veranstaltungen und künstlerische Elaboration zwischen allen musikalischen Genres.

Name: Tony Ettelt / Sebastian Heil
Alter: 40 / 38
Wohnort: Strausberg bei Berlin / Berlin
Beruf: Unternehmer im Event-, Gastro- und Locationkontext / Eventmanager und Gastronom
Schuhgröße: 42 / 42
Lieblingsfilmzitat: „42″ (Per Anhalter durch die Galaxis) / „Alles ist nur provisorisch. Die Liebe, die Kunst, der Planet Erde. Sie und Ich. Vor allem ich.“ (99 Francs)
Kontakt: zenner.berlin

Verrate uns einen magischen Ort!
Tony: Mein Garten.
Sebastian: Die Modernsohnbrücke bei Sonnenuntergang. Hier habe ich mit Freunden schon berauschende Momente erlebt.

Bitte vervollständige: Der Treptower Park ist…
Tony: …ein wunderbar weitläufiges innerstädtisches Naturrefugium, in dem ich 1999 meine ersten, fast offiziellen Techno-Open-Airs veranstaltete.
Sebastian: …der schönste Park Berlins und aktuell auch Refugium für Berliner zu Zeiten von Lockdowns und Kontaktbeschränkungen.

Welcher Moment hat alles verändert?
Tony: Zum einen natürlich die Geburten meiner beiden Söhne. Zum anderen aber auch eine schöne Begebenheit auf der Fusion. Ich lag vor etwa 12 Jahren mit meiner Freundin Katinka tagsüber auf einer roten Decke vor der leeren Turmbühne auf dem Fusion Festival. Wir schliefen irgendwann ein und als wir aufwachten, war die Hölle los und tausende Leute tanzten um uns herum, denn die Show hatte zwischenzeitlich begonnen. Das Schöne dabei war, dass wir uns trotz der nur wenige Zentimeter von uns entfernten tanzende Meute sicher und geborgen fühlten und so blieben einfach verkuschelt zwischen den Massen liegen. Das war ein schönes Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen, woran ich mich gern erinnere.
Sebastian: Im positiven Sinne war es der 26. März 2020. An diesem Tag habe ich die Nachricht für den Zuschlag zur Übernahme des ZENNER’s erhalten. Im negativen Sinne stand die Welt bereits wenige Wochen davor mit dem Ausruf der Pandemie auf dem Kopf.

Wann hast du zuletzt kulinarisch etwas Neues ausprobiert und was war das?
Tony: Meine Söhne haben mir die perversen Stinke-Bonbons zum Probieren gegeben. Die schmecken z.B. nach Pfurz, Popel oder Schleimkotze. Das war mal was Neues.
Sebastian: Uhh, ich hab kürzlich „Muffels“ probiert. Eine Mischung aus Muffin und Waffel, gerollt und mittig gefüllt mit Eiscreme, Toppings und Saucen. Sehr sehr geiles Zeug.

Hast du ein Lieblingsbier?
Tony: Eigentlich sind es zwei. Im Zenner ist mein Favorit das Berliner Bürgerbräu aus dem Kupfertank. Privat gibt’s am liebsten das Helle vom Hofbräuhaus Traunstein, ebenfalls mordssüffig aus dem Holzfass.
Sebastian: Meistens greife ich zum Tegernseer Hell. Das geht in die Richtung „Lieblingsbier“ – es gibt aber viele wirklich leckere Biere. Bürgerbräu Pils zum Beispiel, welches wir exklusiv in unserem ZENNER Bier- und Weingarten ausschenken werden. ;-)

Ich bin Fan von…
Tony: Jan Böhmermann.
Sebastian: Meiner Freundin. Die ist cool.

Dein Soundtrack für den kommenden Sommer?
Tony: UNKLE, The Road I + II.
Sebastian: Wahrscheinlich der ersteTrack, zu dem man wieder gemeinsam mit Freunden tanzen darf!

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?
Tony: Ich bin nicht so der Tänzer, aber wenn Musik und Stimmung zum Sonnenaufgang trippy werden, bin ich gern mal dabei.
Sebastian: Zu elektronischer Musik. Egal, ob soft, slow oder treibend technoid.

Was macht dich richtig zufrieden?
Tony: Mit dem eFoil übers Wasser zu fliegen.
Sebastian: Weiter…

Wo würdest du gerne in fünf Jahren mit dem ZENNER stehen?
Tony: Ich hätte gern viel mehr Zeit für die Menschen im und am ZENNER, also unser Team und unsere Gäste. Als Gastgeber, der einfach weiß, dass in den Abläufen alles flutscht. Aktuell bin ich mit Sebastian noch stark mit dem Aufbau der Organisation beschäftigt, wodurch Zeit für das Zwischenmenschliche und aber auch für meine Familie fehlt.
Sebastian: Ich möchte die Vision, die ich mit Tony für den ZENNER entwickelt habe, zum Ziel bringen. Sowohl kulinarisch, als auch musikalisch und kulturell möchten wir ein Ausrufezeichen setzen und die Marke ZENNER regional, national und gerne auch international etablieren.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Tony: Ich denke jetzt mal groß und utopistisch, aber ihr habt genau danach gefragt und es ist die für mich einzig richtige Antwort: Ich würde all die sinnlosen Kriege dieser Welt beenden.
Sebastian: Dass der Tag nur 24 Stunden hat.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Tony: Haha, ich bin wirklich kein großer Koch! Ich wuchs überwiegend mit der 5 Minuten Terrine auf. Aber wenn ich etwas kochen muss, dann: Berliner Bouletten (gern auch veggie, aber immer mit Kümmel) mit Kartoffelstampf, Mini-Möhrchen, Erbsen und heller Soße. Ein old school Familien-Rezept meiner Oma.
Sebastian: Kochen ist eine meiner Leidenschaften, deshalb freue ich mich, wenn ihr mich endlich besuchen kommt. Passend zur Saison würde ich für euch ein Spargelgericht servieren, mit Rosmarinkartoffeln und meiner mehrfach prämierten, hausgemachten Sauce Hollandaise.

Was sollte niemand von dir wissen?
Tony: Von meinem Schnarchen sollte besser niemand etwas wissen.
Sebastian: Dass ich als Kind ein Virtuose am Akkordeon war, haha.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Tony: Wozu der ganze Quatsch?
Sebastian: Was ich als Kind noch so getrieben habe.

Das letzte Wort:
Tony: Katinka.
Sebastian: Prost!

FOTO: Lena Burmann