New Values

Arbeit ist gleich Geld ist gleich Wert – wie können wir diese stumpfe Gleichung aufbrechen und Wertsysteme abseits von kapitalistisch orientierten Strukturen neu entwerfen? Denkanstöße bietet das C/O Digital – die kleine Schwester vom C/O Berlin hat gerade das Worldwideweb erblickt und lädt Besuchende weltweit zu einem Ausstellungsprogramm ein, das digitale Bildkulturen erforscht und unter dem Jahresmotto „New Values“ unseren Umgang, beispielsweise mit Kapital, hinterfragt. Das Thema wird mit partizipativen Veranstaltungen und einem Incubator Programm über das Jahr vertiefend ausgebaut. Letztlich soll ein Netzwerk entstehen, das uns über (fotografische) Kunst bildet und uns im besten Fall herausfordert „outside the system“ zu denken. Neugierig geworden? Wir empfehlen unbedingt das kuratorische Konzept der Ausstellung zu lesen, das uns bereits vor der Ausstellung selbst gepackt hat.
_____
C/O Digital | co-digital.org | FOTO: C/O Berlin Foundation / Naroska Design

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 26. Juli 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Cakes!

„Hätt ich dich heut erwartet hätt ich Kuchen da!“ Lieber Ernie, kleiner Tipp: nächstes Mal nicht Sesamstraße, sondern Kreuzberg! Denn das Cakes Berlin in der Urbanstraße stattet dich für jeden Krümelmonster-Besuch mit der richtigen Torte aus und versetzt dich und deine Gäste dabei in kurzatmiges Staunen – garantiert! Statt Back- zaubert Stephanie Illouz eindeutig Kunstwerke und das ist auch ganz naheliegend: die französisch-israelische Inhaberin erweckte erst Theaterbühnen zum Leben, jetzt stapelt sie funky Tortenböden. Fresh, bunt, individuell, ob Amore, Birthday oder einfach so, mit einer Bestellung bei Cakes Berlin habt ihr bald ganz viele Liebe im Bauch. Wir sind uns sicher, das Krümelmonster will nach dem ersten Bissen nur noch: „Cakes!“ und nicht mehr „Cookies!“.
_____
Cakes Berlin | cakesberlin.com | FOTO: instagram.com/cakesberlin

Darwin Stapel

Ein Intro für Darwin [he/him und they/them] zu schreiben ist wirklich fies. Wirklich nur eins? Dabei gibt es so viel zu erzählen! Darwin lebt als Tänzer, Choreograf und Model in Berlin – ist aber in der Welt zuhause. Auf Events ist er der soziale Kleber, der Menschen zusammenbringt und Small Talk zum Deep Talk macht. Dieses Jahr feiert Darwin mit seinem Ballroom House ‚Iconic House of Saint Laurent‘ zehn Jahre Ballroom-Kultur in Deutschland und bereitet sich auf eine ganze Festivalwoche dazu vor. Ganz nebenbei zerschlägt er im Mainstream-Fernsehen alte Rollenbilder und tanzt bei GNTM auf High Heels durch die finale Live-Show. Im 2-Minuten-Interview verrät uns das Style-Vorbild ein paar persönliche Inspirationsquellen.

Name: Darwin Stapel
Alter: 28
Wohnort: Berlin
Beruf: Multidisziplinärer Künstler
Schuhgröße: 42. Kriege gerade so noch Frauenschuhe – besonders bei High Heels also absolut Glück gehabt. Finde übrigens, dass „Frauenschuhe“ ein total überholter Begriff ist – Kleidung ist für Menschen da, nicht für Gender.
Lieblingsfilmzitat: ‚Always keep your eyes open, keep watching. Because whatever you see can inspire you‘ – Grace Coddington in ‚The September Issue‘.
Kontakt: darwinstapel.com @darwinstapel | studiostarwin.com @studio.starwin | onelineillustration.com @onelineillustration

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Vor einer Woche habe ich zu einer guten Freundin beseelt und glücklich gesagt, dass ich genau da bin wo ich sein möchte und dass ich sehr stolz auf mich bin!

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? Nach London zum Studieren zu gehen. Das hat in mir so viel ausgelöst. Ich habe dort meine Grundlagen an visueller Gestaltung, Konzeptentwicklung, Recherche-Techniken und Kunst-Genuss und -Geschichte gelernt. Als junger Erwachsener ein Jahr in einer solchen pulsierenden Mode-Hauptstadt zu verbringen hat mich nachhaltig beeinflusst.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Kennt ihr diese irritierende Spiegelfolie? Ich bin sehr wandlungsfähig und würde mich deshalb nicht einer Farbe zuordnen.

Das glaubt niemand von dir: Ich höre manchmal Screamo (Musik-Genre) und spreche Türkisch.

Wer kennt dich wirklich? Ich habe einige Eigenschaften und Unternehmungen, die ich nicht unbedingt mit anderen teile. Ich mag es ab und zu alleine zu sein und Zeit mit mir zu verbringen. Das brauche ich auch, um kreativen Gedankengängen viel Raum zu geben. Unter anderem deshalb glaube ich, dass ich mich selbst am besten kenne. Danach kommt vielleicht jemand wie Maurice / Amowia Saint Laurent, ein langjähriger Freund und Tanz-Partner von mir.

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis? Ein sehr guter Freund nennt mich gern Sonnenblume oder Social Butterfly. Außerdem vertrauen mir meine Liebsten, wenn es um Mode und Design geht.

Wessen BRAVO Poster hattest du an der Wand? Auf jeden Fall Christina Aguilera in lebensgroß aus ihrer Stripped-Zeit. Xtina raised me.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben? Sibylle Berg – Nerds retten die Welt; Paris is Burning (Doku, gibt’s auf Youtube); Honey – Robyn.

Verrate uns einen magischen Ort! Die Bühne.

Was ist das Wort deiner Kindheit? Tanzen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde Rassisten, Queer-, Homo-, Trans- und Fem-Feindliche und Klima-Verbrecher auf einen anderen Planeten verbannen und Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und Chancengleicheit gerechter aufteilen. Außerdem gleiche Sicherheit und Rechte für Trans*-Menschen!

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde euch einen Cheesecake backen, den wir zusammen zwischen vielen Blumen untermalt von guter Musik, vielleicht Rhye, auf dem Balkon essen würden. Ich mag es sehr Atmosphären herzustellen und Gastgeber zu sein.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich arbeite oft – besonders in kreativen Prozessen – bis früh in die Morgenstunden. Wenn die Welt schläft ist mein kreativer Kopf am meisten an. Wenig Ablenkung und genug Zeit in die Tiefe zu gehen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Auf welches queere Projekt ich gerne aufmerksam machen möchte.

Das letzte Wort: Ich hoffe ihr wart alle am Wochenende in Berlin beim CSD. Pride ist eine riesen Errungenschaft und ein Privileg – nicht jede*r kann oder darf auf die Straße gehen und demonstrieren. In anderen Metropolen ist Pride beispielsweise verboten und friedliche Versammlungen werden z.T. gewaltbereit unterbunden. Wir schulden es uns selbst und all den anderen Menschen, die diese Meilensteine der queer liberation gelegt haben! Pride ist nicht vorbei, nur weil letztes Wochenende CSD war. Pride ist jeden Tag, 365 Tage im Jahr, 24/7. Wenn ihr und eure Leserschaft noch direkter unterstützen möchtet, spendet sehr gerne an das Go-Fund-Me meiner House-Schwester Ria Saint Laurent. Sie sammelt mit diesem Crowdfunding momentan Geld für ihre Transition.

FOTO: Leni Paperboats

Flussaufwärts

Raus ins Kino! Nicht nur Open-Air, sondern direkt ans Wasser: Die ‚Alles im Fluss Tour 2022‘ bringt Wanderkino, Musik und Workshops an heimische Ufer. Vom 4. bis 21. August ist das Moviemiento und die Crew der Panther Ray in Berlin und Brandenburg unterwegs, um unsere Sommernächte noch ein bisschen lauschiger zu gestalten. Mit an Bord sind neben einem internationalen Kurzfilmprogramm verschiedene Berliner Künstler*innen, die sich um die musikalische Abendgestaltung kümmern. Darunter provokante Poesie von Rap bis Flamencogesang von Schubi Straßenfeger sowie pulsierende Elektro-Orchesterklänge von Bison Rouge. Zuvor gibt es Kräuterwanderungen und Workshops zum Mitmachen. Ein weiteres Highlight ist die gemeinsame Nachtwanderung durch den Sternenpark in Strohdehne. Ihr merkt schon, Kino XXL. Die schwimmende Bühne, die aus recycelten Materialien gezimmert wurde, macht insgesamt an sechs Stationen Halt. Das Finale wird im Heimathafen in der Rummelsburger Bucht gefeiert, Startschuss der Tour ist in Brandenburg an der Havel.
_____
Alles im Fluss Tour 2022 | 04.-21.08.2022 | Berlin & Brandenburg | moviemiento.org/alles-im-fluss-tour | FOTO: Heide Kolling

Wooow!

La Grande Burrata! Spaghetti Black Mamba! Yung Truffle Pizza! Il Tigramisu! Ok, ok – das reicht. ABER: Alleine beim Schreiben läuft uns schon das Wasser im Mund zusammen. Ihr könnt euch also annähernd vorstellen, was geschah, als wir vor all diesen leckeren Speisen saßen und die ersten Bissen probiert haben. Wow! Einfach nur wow! Und dann auch noch die Einrichtung: 50er Jahre Vibes! Italo-Disco! Gute Laune! Ach Leute, geht bitte einfach selber in die neue sexy Trattoria (wie sie sich selbst nennen), denn hier geht niemand mit schlechter Laune raus. Kleiner Tipp von uns: Werft doch vorher schon mal einen Blick in die Karte, scrollt nach ganz unten und streichelt digital den kleinen Hund auf der Diskokugel mit der Fliege um den Hals (ja – richtig gelesen). Vor lauter Aufregung und Geschmacksexplosion haben wir fast vergessen, euch den Namen zu nennen: Coccodrillo. Mitten im Weinbergspark. A presto!
_____
Coccodrillo | Veteranenstr. 9, 10119 Berlin | Mo-Do 11.45-14.45 & 17.30-0, Fr 11.45-14.45 & 17.30-1, Sa 11.45-1, So 11.45-0 Uhr | Instagram | FOTO: Jérôme Galland

Feldhase

Die Kühltasche ist gepackt, aber der Grill fehlt noch? Unweit vom Tempelhofer Feld entfernt findet man im Hase alles, was man für einen entspannten (oder rasanten) Ausflug braucht. Dazu gehören neben einer Veggie-Wurst-Auflage vor allem Skate- und Longboards, Inliner, Slackline und diverse Outdoor-Spiele. Das Beste: Ihr bekommt alles zum Ausleihen und Ausprobieren. Wer kurzfristig neue Wheels oder Griptape für sein Rollbrett benötigt, wird hier natürlich auch kauftechnisch fündig. Und weil Besitzer Jascha sich selbst viel mit Film und Fotografie beschäftigt, finden in seinem Laden regelmäßig Ausstellungen von diversen Künstler*innen statt. Die Werke kann man vor Ort erwerben oder sich einfach davon inspirieren lassen und die analoge Kamera ausborgen. Für alle, die lieber was auf die Ohren wollen, gibt es im Verleih auch ein mobiles Open Air-Setup mit ordentlich Wumms, akkubetrieben und in dieser Form einmalig in Berlin. Geöffnet hat der Laden im Schillerkiez Montag bis Samstag von 11 bis 20 Uhr, Sonntag je nach Wetterlage von 12 bis 18 Uhr.
_____
Hase | Weisestr. 22, 12049 Berlin | hase.studio | FOTO: Jascha Müller-Guthof

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 12. Juli 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Mila Yazvinska

Mila wohnt in Hamburg und Kiew. Die gebürtige Ukrainerin ist die Projektkoordinatorin der Hanseatic Help Stores – ein neues soziales Format, das hilfebedürftige Menschen (zunächst Schutzsuchende aus der Ukraine) mit Kleidung und Alltagsprodukten ausstattet. Das Besondere? Die Menschen können hier selbstbestimmt und eigenständig aus den Spenden aussuchen, was sie benötigen und ihnen gefällt. Fast 9.000 Schutzsuchende haben dieses Angebot bereits wahrgenommen. Ihre Kolleg*innen beschreiben Mila als Rockstar und wir ändern nach dem 2-Minuten-Interview ganz konsequent ihr Lieblingsfilmzitat und erweitern: Yer a wizard, Mila!

Name: Mila Yazvinska
Alter: 32
Wohnort: Hamburg und Kiew
Beruf: Freie Journalistin und Projektmanagerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsfilmzitat: „Yer a wizard, Harry.“
Kontakt: linkedin.com/yazvinskaya und helpstore.de

Beschreibe deine Arbeit bei Hanseatic Help in einem Satz: Der Hanseatic Help Store ist ein Ort, an den Menschen in schwierigen Lebenssituationen kommen können, um sich in der Atmosphäre einer Vintage-Boutique kostenlos mit Kleidung und Hygieneartikeln einzudecken. Ich kümmere mich darum, dass alle Elemente des Systems reibungslos funktionieren.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Ich habe das Privileg in einem Bereich tätig zu sein, der sich dem Geben widmet. Das bietet viel Raum dafür, glücklich sein. Zum Beispiel durch die Kinder, die uns besuchen. Sie verstehen noch nicht, warum sie in unserem Help Store sind und freuen sich entsprechend vorbehaltlos über die tollen neuen Sachen. Oder zuletzt beim Tippen der Zahl 2634. Das ist die Anzahl der Familien, die unsere ersten beiden Hanseatic Help Stores bereits besucht haben. Und nächsten Monat eröffnen wir schon unseren dritten Help Store in Hamburg! Darüber freue ich mich jetzt gerade besonders.

Was war dein allererster Job? Internationale Journalistin, Start-up-Vermarkterin im Silicon Valley, Unternehmensberaterin für UN-Projekte, Inhaberin einer Restaurantkette – soll ich weitermachen?

Wer oder was inspiriert dich? Menschen, die spenden. Sehr viele Kleiderspenden, die bei Hanseatic Help ankommen, sind in einem sehr guten Zustand. Jeden Tag sind die Regale in unseren Help Stores frisch gefüllt mit Dingen, die jemandem einmal etwas bedeutet haben. Menschen, die etwas spenden, wollen nicht nur bloße Gegenstände schenken, sondern auch Freude. Darum verschenken sie etwas von sich, über das sie sich selbst einmal gefreut haben. Von all den kleinen und großen Inspirationen um mich herum ist das eine meiner liebsten.

Was macht dir Gänsehaut? Der Gedanke an die mögliche Zukunft, die meine Familie in der Ukraine hat.

Wen rufst du am häufigsten an? Meine Mutter – wenn nicht, ruft sie mich am häufigsten an.

Deine größte Schwäche? Mich in Details zu verlieren.

Mit welcher Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen und was würdet ihr machen? Mit meinem Lieblingsregisseur Taika Waititi seine Lieblingsfilme schauen.

Bei welchem Film fängst du an laut zu lachen, auch wenn du ihn alleine guckst? Ich bin ein Nerd, mein Humor reicht höchstens für 15 Sekunden, geschweige denn für einen ganzen Film.

Dein absoluter kulinarischer Geheimtipp in Hamburg? Kaffeerösterei Deathpresso und Zuckermonarchie.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde den Krieg in der Ukraine stoppen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Alles. Und davon den ganzen Tisch voll. Ich bin Ukrainerin.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie oft ich Harry Potter schon gelesen und angeschaut habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Mila, wie schaffst du es neben Erfolg, Familie, öffentlichem Nahverkehr und regelmäßigen Besuchen beim Papst solch glänzendes und seidenes Haar zu haben und dennoch so bescheiden zu bleiben? Verrate uns dein Geheimnis!

Das letzte Wort: Von ganzem Herzen: Danke für all die Spenden.

FOTO: Rosemarie Schoenthaler

Frau Wunderwald

Tief im Wedding, unweit des Humboldthain, zwischen Danish Teak und vergessenen DDR-Schätzen, lebt und liebt Frau Wunderwald. Hinter diesem Namen stecken Lydia und ihr Mann Felix, Herr Wunderwald. Seit 2020 handeln und restaurieren sie Vintage Möbel und Fundstücke, die sie von ihren Reisen mit nach Berlin bringen. Vor allem das skandinavische und italienische Design haben es den beiden angetan. (In unserem Warenkorb liegt auf jeden Fall schon mal das S.I.C. Italy Ceramic Set.) Wer bei Frau Wunderwald einkauft, kauft nicht nur ein Stück Holz, Glas oder Keramik, Frau Wunderwald erzählt Geschichten: Jedes Möbelstück, jede Vase ist hand-picked, wird sorgfältig aufbereitet und inklusive kleiner Anekdoten in neue liebevolle Hände übergeben. Seit Kurzem findet ihr Deko-Juwelen der 50er- bis 90er-Ära nicht nur über eBay Kleinanzeigen, sondern ebenso im eigenen Online Shop. Lydias Leidenschaft gibt ihr Sinn und uns Freudenrufe bei der nächsten Lieferung. Wir empfehlen: Bestellvorgang abschließen. Für alle Fans des Shops konnten wir einen Rabattcode ergattern. Mit WILD20 bekommt ihr 20 % Rabatt auf alle Produkte im Deko-Shop.
_____
Frau Wunderwald | frau-wunderwald.de | FOTO: Lydia Wunderwald

Eva Biringer

Ist Alkohol trinken zu einem werblichen Emanzipationsmechanismus verkommen? Eva Biringer schreibt in ihrem ersten Buch „Unabhängig – Vom Trinken und Loslassen“ nicht nur autobiografische Zeilen, sie nimmt die politische Situation unter die Lupe und entwirft dabei ein Plädoyer für ein nüchternes Leben. Was wir noch über Eva Biringer erzählen sollten? Sie kennt so gut wie alle Hunderassen (obwohl sie allergisch gegen Hunde ist) und würde uns ein italienisches Menü kredenzen, zu dem wir uns jederzeit gerne selbst einladen möchten. Das letzte Wort in unserem 2-Minuten-Interview beschreibt die freie Journalistin und Autorin wie wir finden am besten: cool.

Name: Eva Biringer
Alter: 32
Wohnort: Wien und Berlin
Beruf: Freie Journalistin und Autorin
Schuhgröße: 39
Lieblingswort: Rosa
Kontakt: evabiringer.de & instagram.com/evaperla

Beschreibe dein neues Buch in einem Satz: Besonders junge, ambitionierte und selbstbestimmte Frauen trinken heute mehr Alkohol als je zuvor, und zwar, weil ihnen das Trinken als Emanzipation verkauft wird.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Sehr oft – wenn ich eine neue Idee habe und beginne sie aufzuschreiben, wenn ich lese, wenn ich interessante Gesprächspartnerinnen treffe, wenn ich reisen und neue Restaurants entdecken kann.

Was war dein allererster Job? Kellnern in einem Tapasrestaurant – hat leider nicht so gut geklappt.

Was findest du an dir richtig gut? Meine Strukturiertheit und Begeisterungsfähigkeit.

Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest? Mohnkuchen mit alkoholfreiem Rum backen.

Woran solltest du mal sparen? Manchmal an Kritik – wobei, ist nun mal mein Job.

Was ist das Wort deiner Kindheit? Püppi, so nannte mich meine Mutter.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Berge im Nebel.

Meer oder Berge? Siehe letzte Frage.

Was ist das Peinlichste, was man von dir im Internet findet? Streetstylefotos aus Freiburg (Nerdbrille, Stil-vor-Talent-Jutebeutel).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Menschheit hört auf sich zu ghosten und Minderheiten zu unterdrücken und isst ausschließlich Bio-Lebensmittel.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Jetzt im Sommer ein italienisches Menü: Caponata, Cacio e pepe, Tiramisu. Dazu eine alkoholfreie Getränkebegleitung mit Kombucha, Shrub und No-Groni.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich als erklärte Feministin keine IKEA-Möbel zusammenbauen kann.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Dürfen wir beim IKEA-Möbel-Aufbauen helfen?

Das letzte Wort: Hab das ich? Okay, cool.

FOTO: Florian Reimann

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. Juni 2022 | Tags: , , Keine Kommentare

Nach dem Beep

Gästebücher auf Partys sind toll – keine Frage. Aber irgendwie schreibt man doch immer das Gleiche rein oder vergisst es im Laufe des Abends komplett. Da kommen jetzt Alexandra und Phillip um die Ecke und haben alte Bundespost-Telefone im Gepäck. Ja genau: die mit der Wählscheibe. Diese wurden umgebaut und dienen nun als Audio-Gästebuch. Kein Was-schreibe-ich-denn-bloß, Wie-geht-nochmal-meine-Schönschrift oder Wo-zur-Hölle-ist-der-Stift, sondern einfach nur Hörer abheben und losreden. Pro Telefon haben die Gäst*innen zwölf Stunden Zeit, um den Gastgeber*innen etwas Schönes zu erzählen, zu singen, ein Gedicht vorzutragen et cetera pp. Klingt unkompliziert, oder? Das ist es auch, denn das Telefon kommt ohne Strom, WLAN oder Telefonanschluss aus, kann daher easy von Tisch zu Tisch gereicht werden und wird zu euch nach Hause gesendet. Nach der Feier geht es dann zurück und ihr bekommt die Daten mit allen Nachrichten. Eine persönliche Ansage von euch kann im Vorfeld natürlich auch draufgespielt werden. Wir verlosen einen Gutschein für eine Nutzung im Wert von 250 Euro (einzulösen ab 2023). Schreibt dazu eine Mail mit dem Betreff „BEEP BEEP BEEP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Nach dem Beep | 250 € | nach-dem-beep.de | FOTO: Nach dem Beep

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 29. Juni 2022 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Klär mich auf!

Wie war das noch gleich mit den Bienchen und den Blümchen…? Aber vor allem: Brauchen wir diese verblümte Sprechweise überhaupt noch, um den Kids von heute und den Kids von morgen Fragen rund um Körper, Liebe und Sexualität beantworten zu können? Katharina von der Gathen geht in ihrem Buch „Klär mich auf“ dem Wissensdrang von Grundschulkindern nach und spricht nicht um den heißen Brei herum, sondern fasst mitten rein. Was Kinder wirklich wissen wollen hat die Sexualpädagogin während verschiedener Aufklärungsprojekte in Grundschulen gesammelt: „Wie groß ist die Gebärtmutter?“ und „Warum haben Jungen hinter dem Pimmel Säke?“ Jede der 101 Fragen kommt wie gelesen direkt aus den Kinderköpfen und wurde in einem aufgestellten Briefkasten in den Klassenzimmern anonym gesammelt und nun abgedruckt. Neben den Antworten führen Anke Kuhls Zeichnungen durch das Buch und sorgen dabei für die richtige Portion Lern- und Lesespaß. Wir stellen fest: Von den Kleinen lernen die Großen, und wir alle lernen nie aus! Ihr könnt zwei der Aufklärungsbücher gewinnen. Schreibt uns mit dem Betreff „SCHLUSS MIT BIENCHEN UND BLÜMCHEN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de, um im Lostopf zu landen.
_____
Klär mich auf | 15 € | klett-kinderbuch.de/klaer-mich-auf | FOTO: Klär mich auf von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl, Klett Kinderbuch 2014

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 29. Juni 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Gesprächsbedarf

Lässt sich wunderbar drüber diskutieren: Kunst! Auch beim Teambuilding setzen die beiden Kunsthistorikerinnen Annika Landmann und Lina Scheewe auf Leinwand statt Bildschirm. Mitten während der Pandemie und zur Homeoffice-Hochzeit haben die beiden „Arteams“ gegründet, um die Kommunikation in kleinen Teams und größeren Unternehmen auf eine andere Ebene zu bringen. Mithilfe von verschiedenen Methoden werden Perspektivwechsel und Reflektionsprozesse angestoßen, die über einen schönen gemeinsamen Ausflug hinaus gehen. Anders als im gewohnten Arbeitsumfeld eröffnen sich beim Betrachten von Kunstwerken ganz neue Gespräche und Interaktionen. Im besten Fall wandert die frisch getankte Kreativität vom Museum natürlich zurück an den Schreibtisch. Wir verlosen einen Impulsworkshop à 90 Minuten in einem Hamburger Museum für ein Team mit bis zu zehn Personen. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „KUNST IST SCHOKOLADE FÜR DEN KOPF“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Arteams | Preis nach Absprache | arteams.de | FOTO: Arteams

Art Creates Water

Kunst und Wasser verbinden Menschen. Das zeigt die Millerntor Gallery vom 23. bis 26. Juni in Hamburg. Das 10-jährige Jubiläum nehmen Viva con Aqua ARTS, Viva con Aqua de Sankt Pauli e.V. und der FC St. Pauli zum Anlass, ein Kunst-, Musik- und Kulturfestival auf die Beine zu stellen, auf dem 100 Künstler*innen, 600 Kunstwerke und 50 musikalische Acts in satten 40 Stunden die Sinne schärfen. Das viertägige Event lädt unter dem Motto „ART CREATES WATER“ zum inklusiven Austausch ein und schenkt weiblichen und non-binären Künstler*innen eine Plattform für mehr Sichtbarkeit, mit der Kunst und Wissen gemeinschaftlich co-kuratiert werden. Hier greift ganz klar das zweite Motto des Festivals: „TOGETHER WE FLOW.“ Die Einnahmen aus dem Kunstverkauf gehen an das Viva con Aqua Südafrika-Projekt WASH Bus NINA AMANZI in Kapstadt, das obdachlosen Menschen Zugang zu sanitären Anlagen ermöglicht. Um das Bewusstsein für Wasserknappheit und Wasser als wertvolle Ressource unseres Planeten zu stärken, finden außerdem Workshops mit der Mission „ALL FOR WATER – WATER FOR ALL“ statt.
_____
Millerntor Gallery | 23.-26.06.2022 | Millerntor Stadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg | ab 10 € | millerntorgallery.org | FOTO: Martin Dorsch & Peter Kaden by Mike Schaefer

Swantje van Uehm

Verantwortungsvolles Unternehmerinnentum, nachhaltiger Lifestyle und hochwertige Kosmetik? Das passt für Swantje van Uehm sehr gut zusammen. Die „Die Höhle der Löwen“-Teilnehmerin hat 2017 mit einem Sackerl voll Expertise und Visionen NUI Cosmetics gegründet. Eine vegane Kosmetikmarke, die auf Natürlichkeit setzt. In unserem 2-Minuten-Interview erzählt sie, wie ein einziges Beauty-Produkt den kompletten Look zaubert und welche Farbe ihre Persönlichkeit am besten beschreibt. Wir lernen Swantje als leidenschaftlichen Menschen kennen und diese Eigenschaft ist mit großer Sicherheit ein Schlüssel ihres Erfolgs.

Name: Swantje van Uehm
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Founder & Managing Director NUI Cosmetics
Schuhgröße: 36
Lieblingsfilmzitat: „Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, musst du mit anderen zusammen gehen.“
Kontakt: linkedin.com/swantje-van-uehm & info@nuicosmetics.com

Beschreibe NUI Cosmetics in einem Satz: NUI Cosmetics ist für alle, die komplett veganes und natürliches Make-up tragen möchten, das so funktioniert wie konventionelle Produkte.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn wir Meilensteine in Sachen Nachhaltigkeit und Performance erreicht haben und die Kund*innen mit unseren Produkten happy sind.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Grün, denn diese Farbe steht für Natur. Ich bin in Thüringen aufgewachsen und sehr gerne in der Natur. Grün steht aber auch für Hoffnung. Ich versuche in herausfordernden Situationen immer etwas Positives zu finden und nie aufzugeben. Außerdem steht die Farbe für Harmonie und ich bin sehr harmoniebedürftig.

Du darfst nur noch ein Beauty-Produkt nutzen. Welches ist es? Cream Blush, da es ein 3-in-1 Produkt ist. Man kann in ein paar Sekunden einen kompletten Look zaubern. Man trägt ihn auf die Lippen, Augen und Wangen auf.

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Absolut beides. :-) Im Business entscheidet zwar immer der Kopf, aber man sollte auf sein Bauchgefühl hören.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Dass ich denjenigen wirklich wahrnehme.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich habe dieses Jahr einen klassischen Tanzkurs gemacht.

Wer war der*die Held*in deiner Kindheit und wer ist es heute? Jeder, der seine Träume verwirklicht.

Deine Regeln für eine erfolgreiche Party: Ich habe keine Regeln. Die besten Parties entstehen, wie ich finde, immer spontan.

Berlin ist… wunderbar.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ganz klar, oder? :-) Ich würde jeden ermutigen auf natürliche und vegane Kosmetik umzusteigen. Und ich würde den Begriff Naturkosmetik schützen lassen, denn das ist er bis dato nicht und so könnte man Greenwashing besser bekämpfen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pasta, da ich ehrlich gesagt kein Profikoch bin. ;-)

Was sollte niemand von dir wissen? Wen ich es jetzt erzählen würde, würde es ja doch jeder wissen :-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Natürlich an welchen neuen Produkten wir gerade arbeiten, denn es wird sehr spannend. :-) Und wie die Zukunft der Clean Beauty aussieht? Hier wird der Fokus nämlich viel mehr auf veganen Produkten liegen.

Das letzte Wort: Mach das was du tust mit Leidenschaft.

FOTO: Patrycia Lucas

Gute Reise!

Für unterwegs und zuhause: Die kindergerechte App aumio ist die sanfte Reisebegleitung ins Schlummerland. Sie hilft Kindern dabei, nach Stress und Aufregung wieder runterzukommen und zu entspannen. Dafür hat Psychologe und Achtsamkeitstrainer Jean Ochel samt Team eine Meditations- und Entspannungsapp entwickelt, die ganz spielerisch die mentale Gesundheit von Kindern fördern soll. Zusammen mit einem außerirdischen Wesen begeben sich die Nutzer*innen auf eine Reise durch das aumioversum und den eigenen Gefühlskosmos. In den verschiedenen Galaxien erwartet die Kinder verschiedene Achtsamkeitsübungen und Einschlafgeschichten. Auf der Langzeitstrecke sollen so nicht nur Schlaf und Konzentration verbessert, sondern auch das Selbstbewusstsein gestärkt werden. Damit die Bildschirmzeit so gering wie möglich ist, ist der Großteil der Übungen auditiv und zeitlich beschränkt. Die genderneutrale und werbefreie App richtet sich vor allem an kleine Weltraumfahrer*innen zwischen sechs und zwölf Jahren und wird teilweise von Krankenkassen übernommen. Wir verlosen zwei Jahresabos für euren Testflug. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚Major Tom‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
aumio | 59,90 € pro Jahr | aumio.de | FOTO: Felix Noller

Papperlapapp

Keine Angst, die wollen nur spielen! Romy Boesveldt und Ilya Yashkin laden mit Studio ROOF auf eine abenteuerliche Reise mit leuchtenden Libellen, handzahmen Hummern und überdimensionalen Schmetterlingen ein. Das Designduo aus Amsterdam gestaltet kreative Landschaften aus Pappe und regt damit unsere Fantasie an. Die Tiere, Blumen und Masken werden aus recyceltem Karton hergestellt und mit pflanzlicher Tinte bedruckt. Dabei entstehen nicht nur einzigartige Spielsachen, sondern auch dekorative Wandobjekte fürs eigene Zuhause. Die Designer*innen und Eltern von drei Kindern feiern mit ihren nachhaltigen Kartonkreationen die Natur in all ihren Farben und Formen. Sie möchten Kinder und Erwachsene wieder zum gemeinsamen Spielen motivieren – ohne viel Gedöns und dafür mit viel Fantasie. Neue Ideen werden deshalb immer vorab im Team getestet, am Liebsten in grünen Wäldern und fernab der Zivilisation. Und das seit über fünfzehn Jahren.
_____
Studio ROOF | ab 13,95 € | studioroof.com | FOTO: Studio ROOF

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. Juni 2022 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Einfamilienhaus, unterkellert

Eine Ausstellung in einem unterkellerten Einfamilienhaus in Mitte klingt jetzt erstmal nicht so fancy. Kenner*innen wissen allerdings sofort, was Sache ist: Es geht um die nicht zu übersehende Sammlung Boros in der Reinhardtstraße – eine der bemerkenswertesten Privatsammlungen in einer der spannendsten Galerien in Berlin und gleichzeitig ein umgebauter Hochbunker aus dem Jahr 1942, der in der Vergangenheit schon Obst- und Gemüselager oder Technoclub war. Immer für vier Jahre kuratieren Karen und Christian Boros und ihr Team eine neue Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst. #4 wurde gerade frisch eröffnet. Alicja Kwade, Kris Martins, Anna Uddenberg, Bunny Rogers oder Anne Imhof sind nur ein paar Namen der aktuell ausgestellten Künstler*innen und ein Besuch lohnt sich unbedingt. Karten müssen online vorbestellt werden und es gibt Führungen auf Deutsch oder Englisch. Tipp von uns: Vor dem Besuch die aktuelle „Alles gesagt“ Podcast-Folge mit Christian Boros hören!
_____
Sammlung Boros | Fr-So | Reinhardtstr. 20, 10117 Berlin | ab 10 € | sammlung-boros.de | FOTO: Boros Collection, Berlin © NOSHE

Martina Ponath

Aus Pulver Duschgel machen? Martina Ponath ist keine Zauberin. Okay, vielleicht ein wenig. Denn die Gründerin hinter dem Naturkosmetik Start-up FUTURE STORIES entwickelt innovative Pulver-zu-Gel-Produkte, die keine Kompromisse machen, wenn es um eine nachhaltige Zukunft geht. Im 2-Minuten-Interview erzählt sie uns von den Vorteilen ihrer Less Waste Haar- und Körperpflege, wir lernen, was das Wort „Anorak“ bedeutet, und Martina verrät uns, was niemand über sie wissen sollte.

Name: Martina Ponath
Alter: 35
Wohnort: München
Beruf: Founder & CEO von FUTURE STORIES
Schuhgröße: Kommt auf die Schuhe an.
Lieblingsfilmzitat: Ohne Dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals.
Kontakt: info@future-stories.com

Beschreibe deinen Führungsstil: Aktuell sind wir noch ein eher kleines Team, das sehr motiviert und engagiert ist. Das macht es mir sehr einfach. Ich würde meinen Führungsstil als kooperativ beschreiben – wobei auf meinem Schreibtisch eine „The Boss“ Tasse steht, die ich vom Team zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. ;)

Was war bis jetzt dein größter beruflicher Erfolg und warum? Die Gründung von FUTURE STORIES war sicherlich die größte persönliche Herausforderung und daher empfinde ich es auch als großen Erfolg, diesen Schritt gegangen zu sein.

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Privat bin ich oft Gefühlsmensch, beruflich gewinnt aber immer der Kopf.

Die beste Erfindung der letzten 100 Jahre? Ich hätte jetzt spontan „das Internet“ gesagt – wobei es auch Momente gibt, da wünsche ich mir die Zeit ohne Smartphones etc. zurück.

Wie bist du aufgewachsen? In einem kleinen Dorf in Bayern, mit Blick auf viel Grün und die Berge.

Was macht dich richtig zufrieden? Wenn ich ein neu entwickeltes Produkt nach all der Arbeit fertig in meinen Händen halte.

Das glaubt niemand von dir: Ich habe mal für 5 € die Stunde Toiletten in einem Café geputzt.

Wo fühlst du dich zu Hause? In meiner kleinen Wohnung.

Was ist das schönste Wort in der deutschen Sprache? Puh, da kann ich mich nicht entscheiden! Welches Wort ich aber ganz komisch finde ist „Anorak“. Das erinnert mich automatisch an neonpinke 80er Jahre Windjacken und Vokuhila-Frisuren. Wobei Google mir gerade sagt: „An-nuh-raaq“ bedeutet in der Sprache der Inuit Grönlands „etwas gegen den Wind“. Und das ist ja auch wieder irgendwie sehr schön.

Sammelst du etwas? Und wenn ja: was? Ich habe eine Zeit lang Teelöffel gesammelt. Aktuell sammle ich aber nichts mehr, eher im Gegenteil. Es fühlt sich gut an, nicht so viel Krimskrams zu besitzen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Klimawandel.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pasta mit veggy Linsenbolo.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um die Führerscheinprüfung zu bestehen. ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welche ist deine Lieblingssorte von FUTURE STORIES?“ und dann hätte ich geantwortet: „PURPLE RAIN, unsere SZ-Testsieger Flüssigseife mit dem Duft nach Lavendel & Bergamotte.“

Das letzte Wort: Händewaschen nicht vergessen!

FOTO: privat

Im Bau

Wie verwandelt man ein ehemaliges Frauengefängnis in ein Kleinod für Gäste? Mit dieser Frage haben sich Almut Grüntuch-Ernst und Armand Grüntuch die letzten zehn Jahre intensiv auseinandergesetzt. Die beeindruckende Transformation des 125 Jahre alten Backsteingebäudes in ein gut durchdachtes Boutiquehotel kann fortan auf der Kantstraße bestaunt werden. Um einen bewussten Rückzugsort zu gestalten, schaffte das Architektenpaar im „Wilmina“ neue Blickachsen und ließ Licht in die 44 unterschiedlich gestalteten Zimmer einziehen. Ein respektvoller Umgang mit der Vergangenheit war den neuen Herbergseltern dabei sehr wichtig. So wurden beim Umbau Bestandselemente wiederverwendet und rekonfiguriert und eine Zelle im Originalzustand gelassen. Von 1933 bis 1945 wurden hier Gegnerinnen des NS-Regimes gehalten, daran sollen die gesammelten Dokumente erinnern. Noch können nur Hotelgäste den wiederbelebten Ort samt begrünten Innenhof erkunden. Aber das Restaurant „Lovis“, das sich im ehemaligen Schleusenhof befindet und das das einstige Amtsgericht war, ist für alle geöffnet. Das angrenzende „Amtsalon“ im denkmalgeschützten Gebäude bietet Raum für temporäre Ausstellungen, Kollaboration und Begegnungen.
_____
Wilmina | Kantstr. 79, 10627 Berlin | wilmina.com | FOTO: Wilmina / Patricia Parinejad

MORIZ

Wenn Kindheitsträume wahr werden… Wir starten heute mit einer Extraportion Nostalgie und heißen Kirschen oder Zimt & Zucker obendrauf. Wenn ihr euch in Omas Armen zurück in Kindheitstage wiegen wollt, dann schaut unbedingt in Berlins neuer und erster Milchreisbar MORIZ vorbei. Im Herzen der Stadt haben sich die drei Gründer Daniel, David und André dem kleinen weißen Korn verschrieben: Neben Klassikern wie Grandma’s Hug gibt es 11 weitere Signature Bowls – zum-Fingerschlecken-lecker. Hier haben Milchreisliebhaber*innen die Qual der Wahl: Wie wärs mit Mhhhmatcha, Pistachi-OH, Peanut Crush oder einer verrückten Eigenkreation? Eure Comfort Zone müsst ihr dafür nur verlagern und werdet mit bestem Comfort Food belohnt. Unser Tipp: Nachhaltig snacken! Vor Ort gibt es reusable Bowls mit denen ihr 5% auf eure Bestellung bekommt. Plötzlich Heißhunger auf Milchreis? Wir verlosen drei MORIZ Bowls nach Wahl. Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff „MORIZ“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
MORIZ | Invalidenstr. 160, 10115 Berlin | Mo-Fr 8-22, Sa-So 11-22 Uhr | mo-riz.com | FOTO: MORIZ – Die Milchreisbar

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 31. Mai 2022 | Tags: , , , , , Keine Kommentare