Power to the P-E-O-P-L-E

Ok, dass wir zu einem Thema ein zweites Mal berichten, kommt extrem selten vor. Nein, es kommt eigentlich überhaupt nie vor. Da müsste dann schon etwas ziemlich besonderes anstehen, um mit dieser Logik zu brechen und was soll man sagen, genau so ist es. Als eine Gruppe unserer liebsten Musiker und Menschen um die Brüder Aaron und Bryce Dessner von The National, Justin Vernon von Bon Iver und Nadine & Tom Michelberger vor zwei Jahren rund 80 Musiker in den einmaligen Studios des Berliner Funkhauses versammelten, um sich eine Woche lang miteinander auszutauschen und auszuprobieren, war das eine Sensation und so etwas wie die Wiederbelebung der erwartungsbefreiten künstlerischen Freiheit. Am Ende standen Bon Iver, Damien Rice, The National, Alt-J, Erlend Øye, The Staves und viele mehr zusammen auf der Bühne und klangen allen, die dabei waren, noch lange im Ohr. Seit dem vergangenen Sonntag nun sind wieder über 150 internationale Künstler versammelt im Michelberger Hotel und den Studios des Funkhauses, um miteinander zu proben, Songs zu schreiben, sich gemeinsam weiterzuentwickeln und auf neue Ideen zu kommen. Am kommenden Wochenende dann öffnen sich im Funkhaus die Türen für zwei Tage mit öffentlichen Konzerten, an denen alle Ergebnisse auf sieben Bühnen präsentiert werden. Alle teilnehmenden Musiker werden in verschiedenen Konstellationen mehrfach über das gesamte Wochenende auftreten. Es geht um neue Musik, kreative Freiheit, unerwartetete Kooperationen und einzigartige Arrangements. Mit von der Partie sind unter anderen Leslie Feist, Damien Rice, Chefket, Henning May (Annemaykantereit ) Kurt Wagner (Lambchop) und Musiker von Projekten wie Bon Iver, The National, Arcade Fire, Mouse on Mars, Woodkid, Young Fathers, Sinkane, The Staves, Boys Noize, Jonsi & Alex, Parcels, Liima, Polica und viele mehr. Ach ja, einen echten Zeitplan gibt es nicht. Die Besucher werden in zwei Gruppen geteilt und rotieren ständig zwischen den Bühnen. Nach 20 Uhr treffen sich alle auf der Hauptbühne zu den PEOPLE Mixtapes, die die Highlights der Woche zusammenbringen. Fetter Scheiß! Wir verlosen 2×2 Abend-Tickets für Samstag oder Sonntag. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ´PTTP‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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PEOPLE Festival
| Funkhaus, Nalepastraße 18, 12459 Berlin | 18.-19.08.18, ab 12 Uhr | Tickets | https://www.p-e-o-p-l-e.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Legende ohne Ende

Also da wo jetzt die Mall of Berlin (slash) LP12 steht, da war früher mal der Tresor, die Wiege des modernen Techno quasi. Und dann gab es da noch das E-Werk – Himmel, so viele Lichter! Und die Bar25 erst, das war kein Ort, das war eine Lebenseinstellung, ein Zeitgeist, ein Selbstverständnis. Die Liste der legendären und vor allem ehemaligen Berliner Kult-Clubs ist lang. Orte, die immer irgendwie in ihre Zeit passten und die mit deren Ende dann auch folgerichtig mitverschwanden. Das gerade dieser kleine unschmucke Konzertraum mit dem Rollgitter vor der Tür sie alle überleben würde, damit konnte vor vierzig Jahren eigentlich niemand ernsthaft rechnen. Seit Bestehen ist die Geschichte des legendären SO36 am Heinrichplatz in Kreuzberg geprägt von Unruhe, Bewegung und Begegnung: Viel hat sich getan – in der Stadt, in Kreuzberg und im SO – selten ohne Reibereien oder echte Kämpfe. Wir reden hier von Punk und Queer, von Feminismus und Hausbesetzung und Antifa, von Gentrifizierung und Konsumterror, Befriedung, Myfest, Refugees Welcome, Mauerfall und -bau. Das SO hat das alles überlebt und seinen nicht unerheblichen Teil beigetragen. Die Dead Kennedys haben hier gespielt, Exploited, Die Ärzte, Agnostic Front, Social Distortion, die Beatsteaks, Suicidal Tendencies, Die Einstürzenden Neubauten, Die Toten Hosen, NOFX, Freundeskreis, Bad Religion, H-Blockx, Fettes Brot, At The Drive In und viele viele mehr. Heute bietet die Halle Raum für Newcomer, harte Töne jenseits des Chartsmainstreams und Veranstaltungen verschiedenster Projekte von HipHop über CrossOver bis Techno. Genau 40 Jahre nachdem das SO36 zum ersten Mal als Konzertsaal sein Scherengitter öffnete, wird nun Geburtstag gefeiert. Mit dabei sind Esels Alptraum, Cats on Peacocks, Femme Krawall, Käptn Blauschimmel & die Süßwassermatrosen und die DJ’s LCavaliero, The System, Ed Raider u.a. Dazu gibt es Specials für die Nachbarschaft, Überraschungen, Besonderheiten und das auf jedem Fitzelchen Platz. Für lächerliche 10 Euro seid ihr dabei. Legenden sterben nie!
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40 Jahre SO36 Jubiläumsgala | SO36, Oranienstr. 190, 10999 Berlin | Sa, 11.08.18 | Facebook

Einmal um die Insel, bittesehr!

„Achtung, Achtung! Nach Freigabe der Wasserfläche bitten wir alle Teilnehmer sich unter der Wimpelkette einzufinden.“ Wer sportlich ambitioniert ist und gerne an Wettkämpfen teilnimmt, der hatte es dieser Hundstage nicht leicht. Bei Sahara-esquen Temperaturen wird auch der morgendlichste aller Waldläufe schnell zum schweißtreibenden „Nöwiesoeigentlich“-Ritt. Es sei denn, der Wettstreit findet nicht nur am, sondern direkt im Wasser statt. Am 11. August veranstaltet die DLRG Potsdam das alljährliche und inzwischen 22. Potsdamer Inselschwimmen. Dabei darf sich jeder und jede in die Havel stürzen, um eine sehr besondere Schwimmstrecke über 400m, 800m oder 1700m rund um die Potsdamer Freundschaftsinsel zu absolvieren. Bei allen drei Läufen schwimmen die Altersklassen von jung bis alt gemeinsam los, am Ende wird getrennt gewertet. Das Benutzen von Hilfsmitteln wie Flossen, Neoprenanzügen (wer sollte das wollen bei dem Wetter?) oder Meerjungfrauenflossen ist selbstverständlich nicht gestattet. Bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Rennen kann man seine Startnummer abholen. Das Startgeld beträgt für Kinder bis 12 Jahre 2 Euro, für Jugendliche bis 19 Jahre 5 Euro und für Erwachsene ab 20 Jahre 7 Euro. Eine Nachanmeldung gegen kleinen Aufpreis ist auch noch am Tag der Veranstaltung möglich. Rund um das 22. Potsdamer Inselschwimmen hält ein buntes Rahmenprogramm mit viel Musik, Kinderschminken, Hüpfburg und einer Rettungsvorführung der DLRG Klein und Groß bei Laune. Man kann also auch als Fan an die Insel pilgern. Ahoi!
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22. Potsdamer Inselschwimmen der DLRG | Freundschaftsinsel, 14467 Potsdam | Sa, 11.08.18 | Anmeldung | www.potsdam.dlrg.de/inselschwimmen | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 07. August 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Back to the 90’s

Berlin und die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts sind untrennbar miteinander verbunden. Unbestritten fügte die Dekade nach dem Mauerfall der wilden und wechselvollen Geschichte der vorherigen, dann geteilten und später wieder ganzen Hauptstadt eines seiner spannendsten Kapitel hinzu. Wer dabei war kann sich nicht mehr daran erinnern, sagen manche halb im Spaß. Tatsächlich vergisst man nie das Gefühl von Freiheit im wilden Osten und Westen, den endlosen Kosmos an Möglichkeiten zwischen verlassenen Autos, illegalen Clubs und politischem Umbruch. Die 90er, das war eine Zwischenzeit, in der das Alte per Ansage vergangen, das Neue aber irgendwie noch nicht da war. Der Mythos Berlin als pulsierende Partystadt, als Metropole der Kreativität und schäbig schönen Selbstverwirklichung war geboren. Ab dem 4. August 2018 lässt die Ausstellung nineties berlin das Hauptstadtleben der 90er Jahre wieder aufleben. In den historischen Räumlichkeiten der Alten Münze geht es darum, was in Berlin nach der Wende passierte und wie sich der Alltag dort räumlich und persönlich völlig neu orientierte. Welche alternativen Formen von Kunst und Kultur waren überhaupt möglich? Wie haben sich die Menschen diese Freiräume genommen? Und welche politischen, wirtschaftlichen und regionalen Probleme gab es zu dieser Zeit in Berlin? Die Ausstellung beantwortet manche Fragen, lässt wieder andere unbeantwortet und bietet dabei unverblümt für viele neue Blickwinkel auf die Erkenntnisse zur Stadt-, Politik- und Gesellschaftsentwicklung im Berlin der 90er. Sie zeigt, wie die genutzten Freiräume zu einer historisch einmaligen Bewegungen führten. Sie zeigt aber auch, dass diese kreativen Freiheiten heutzutage immer wieder sinnlos begrenzt werden. Wir verlosen 1×2 Tickets für die kleine Zeitreise im Herzen der Stadt. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MARUSHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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nineties berlin | Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin | 04.08.18 – 28.02.19 | Tickets ab 11,25 € | www.nineties.berlin

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Berlin, Fashion, Film

Nach der Fashion Week ist vor dem Fashion Film Festival. Berlins schönstes und bestes Kreativfestival der letzten Jahre geht damit bereits in die siebte Runde. Das ist bemerkenswert, denn das kleine Festival finanzierte und realisierte sich von Beginn an selbst und mauserte sich inzwischen zu einer weltweiten Plattform für die internationale Kreativszene. Das ganze Jahr über wird vernetzt, kreiert, gesponnen und neu gedacht. Schließlich steht das Medium Fashion Film stellvertretend für die endlosen kreativen und filmischen Möglichkeiten: 30 Sekunden, zwölf Minuten, dramatisch oder collagiert – alles ist erlaubt, nichts beschneidet oder beengt die künstlerische Arbeit. Im direkten Austausch mit einem weltweiten Netzwerk aus Machern, Partnern und Publikum definiert das BFFF den Status Quo kreativen Filmemachens stetig neu, schafft Vernetzungs- und Kreationsmöglichkeiten im Spannungsfeld aus Film und Lifestyle, Creative Culture und Mainstream. Beim jährlichen Festival in Berlin kommen jeweils über 500 Filmschaffende und Opinion-Leader aus Werbung und Lifestyle zusammen, um sich in Talks, bei Workshops und Filmscreenings oder beim Creative Speed Dating Inspiration und Input zu holen und neue Talente zu entdecken. Im Rahmen einer großen Award Show werden aus den rund 1.000  eingereichten Filmen die zuvor von einer hochkarätig besetzten Jury ermittelten besten Fashion Filme des Jahres in insgesamt 21 Kategorien ausgezeichnet. Teil der Jury sind in diesem Jahr u.a. Florian Hucker (Creative Director Ogilvy & Mather Berlin), Till Diestel (Managing Director BBDO Berlin), Marine Sellier (Creative Director Sony Music) und Florian Reichelsdorfer (Global Director Entertainment / Influencer Marketing Adidas). Das Motto in diesem Jahr: „Lets focus!“ Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für die Public Screenings. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚KONZENTRATION‘ an hurra@muxmaueschenwild.de.
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Berlin Fashion Film Festival| Columbiatheater, Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin | 12.+13.07.18 | www.berlinfashionfilmfestival.net | Tickets: ab 15 €

Alles sofort

„…ein Moment der Überraschung, eine Spannung, einen Herzschlag lang… Ein völlig einzigartiges Ding… ein kleines rechteckiges Bild in seinem eigenen Rahmen. Keine Kopie, kein Abzug, nichts Vervielfältigbares oder Wiederholbares.“ Wenn man Wim Wenders, einen der großartigsten und stilprägendsten Regisseure, die Deutschland je hervorgebracht hat, über Sofortbilder der Marke Polaroid sprechen hört, ist man augenblicklich fasziniert. Seine Beschreibung lässt so etwas wie einen Sehnsuchtsort in uns entstehen, sie klingt nach der Antithese der modernen Fotografie, ja gar unseres ganzen durch die Digitalisierung auf das vermeintlich unmittelbare ‚Jetzt‘ beschleunigte Leben. Alles immer, alles sofort. Denn was für den Moment bestimmt ist, strebt nicht danach zu bleiben. Als das damals noch sehr junge Unternehmen Polaroid Ende der 1960er Jahre die Sofortbildkamera entwickelte, war dies eine technische Revolution. Die Bilder ließen sich in nur wenigen Minuten entwickeln, besaßen einen ganz eigenen Look, den typischen Schmelz. Die Polaroid-Kamera wurde nicht nur zum Medium der Wahl für Wim Wenders, sondern für ganze Generationen von Fotografen und Künstlern. In den letzten Jahren feiert die Ikone nun ein Revival. Ironischerweise nicht wegen der Geschwindigkeit, in der die Bilder nach der Aufnahme verfügbar sind, sondern gerade wegen der im Vergleich zu heutigen Maßstäben neuen alten Langsamkeit, die den Begriff „sofort“ auf wunderbare Art und Weise ad absurdum führt. Sofortbild, das bedeutet sich Zeit nehmen, Moment begreifen und für die Ewigkeit zu bannen. Es ist die Umkehr des Entwertungskreislaufs der Möglichkeiten, der die Fotografie heute begleitet. Vom 7. Juli bis zum 23. September präsentiert C/O Berlin zwei großartige Ausstellungen rund um die stilbildende Ästhetik des Polaroids. ‚Wim Wenders . Sofort Bilder‘ zeigt erstmals eine Auswahl von etwa 240 Polaroids des preisgekrönten Regisseurs, Filmemachers und Künstlers. Die Bilder sind eine Art visuelles Notizbuch, Experimentierfeld und Reisebericht. Sie zeigen persönliche und einmalige Aufnahmen von Filmsets und Reisen durch ganze Welt, Wim Wenders in privater Umgebung oder Porträts von Persönlichkeiten wie Annie Leibovitz, Dennis Hopper oder Peter Handke. Das ‚Polaroid Projekt‘ hingegen ist eine einmalige Zusammenfassung von rund 250 Bildern der weltweiten Polaroidbestände in den USA und Europa. Den Werken von Künstlern wie Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, David Hockney, Robert Mapplethorpe oder Erwin Wurm werden Kameramodelle, Konzepte und Prototypen der innovativen Technologie zur Seite gestellt.
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C/O Berlin | 07.07.-23.09.18 | Amerika Haus, Hardenbergstr. | Eintritt 10 €/6 € (erm.) | Wim Wenders. Sofort Bilder | Opening 06.07.18, Künstlergespräch mit Wim Wenders und Andrea Thilo am 08.07., 12 Uhr | co-berlin.org/wim-wendersDas Polaroid Projekt | Opening 06.07.18 | co-berlin.org/das-polaroid-projekt

Subversive Praktiken

Theatralisch inszeniert und sorgfältig arrangiert: Die Inszenierung seiner unterschiedlichen Bilder wirkt wie ein Theaterstück. Dabei rückt er scheinbar widersprüchliche Momente und Gesten gekonnt und effektvoll ins Licht. Andreas Mühe gehört zu den renommiertesten deutschen Fotografen. Er porträtierte Angela Merkel, Helmut Schmidt, George Bush und Michail Gorbatschow. Eines seiner bekanntesten Werke trägt den Titel Obersalzberg. Ebenda ist Andreas Mühe mit seiner Kamera auf Spurensuche gegangen, um den Mythos zu erfassen und die Idylle des Nationalsozialismus neu zu sehen und subversiv überzuinszenieren. Mühe beherrscht die Sprache der Macht und der Mächtigen und führt dies immer wieder aufs Neue in seinen Bilderwelten vor. Häufig arrangiert er bestehende soziale Ordnungen neu und bagatellisiert Hierarchien. Sein Ziel ist es, die Macht der Bilder im Auge des Betrachters zu zerstören. „Fotografie sei gut, wenn sie aufwühle. Wenn sie zum Nachdenken anregt. Und wenn sie nicht langweilt“, so Mühe. Wer sich näher mit Andreas Mühes Werken beschäftigen möchte, dem empfehlen wir unbedingt die Ausstellung Subversive Praktiken, die vom 30.06. bis 26.08. in der König Galerie in Berlin gezeigt wird. Ist doch so? Oder am Ende doch wieder ganz anders?
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Andreas Mühe – Subversive Praktiken | König Galerie, Alexandrinenstraße 118-121, 10969 Berlin | 30.6.-26.8.2018 | www.koeniggalerie.com | Facebook | Foto: Andreas Mühe, „Empfang Antonio Puri Purini“, Italienische Botschaft, 2009

Champagner!

Bitte einsteigen, nächster Halt: Zeitreise! Schon einmal etwas vom Champagne Train gehört? Der rollt am 30. Juni nämlich nicht nur für einen Tag von Berlin nach Usedom und zurück, sondern versetzt euch direkt auch noch in eine Epoche vor unserer Zeit. Der Retro-Zug aus den Dreißigern fährt einmal im Jahr in das beliebte Feriendomizil an der Ostsee. Während der feucht-fröhlichen Tagesreise könnt ihr stilecht im alten Speisewagen schmausen und den guten Winzerchampagner sowie einige weitere sommerliche Drinks genießen. In Heringsdorf angekommen, wartet dann ein reservierter Bereich mit Strandkörben, Live Band und eigenem Lager auf euch. Der Tag steht dabei voll unter dem Motto Retro-Beach. Von den aufreizenden Zwanzigern bis hin zu den blendenden Achtzigern ist alles erlaubt und erwünscht. Aber keine Sorge – die Promenaden-Flaneure unter euch werden mit Sicherheit auch auf ihre Kosten kommen. Abfahrt ist um 5:30 Uhr (ja, morgens) am Ostkreuz. Berlin wird gegen 23:00 Uhr wieder erreicht. Fahrkarten für den besonderen Trip gibt es für 79,44 Euro oder bei uns. Wir verlosen 2×2 Tickets für die samstägliche Sause. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BERLINER BADEWANNE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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The Champagne Train | 30.06.2018 | Berlin-Usedom-Berlin | Facebook | Tickets: 79,44 €

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 26. Juni 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Werteinstallation

Aha, das Ende des Multilaterismus also soll die Lösung auf die brennenden Fragen usnerer zeit sein? Abschottung und Egoismus vor Gemeinsamkeit und Dialog? Mit unerhörtem Lärm treten jene, die unsere Werte bewahren wollen ebendiese mit Füßen, dehnen die Grenzen des Sagbaren, provozieren, denunzieren, agitieren. Was meinen wir überhaupt, wenn wir von Werten, gar von unseren Werten sprechen? Gibt es Werte, die für alle gleichermaßen gelten sollten? Wie kommen wir überhaupt an diese Werte? Die Ausstellung ‚POpping up values‘, die vom 22. bis 24. Juni im Rahmen von Berlins größtem freien Kunstfestival 48 Stunden Neukölln im Museum für Werte stattfindet, versucht genau diesen Fragen nachzuspüren. Dabei geht es darum, Werte erlebbar zu machen und gleichzeitig anschaulich zu visualisieren. Im Zentrum stehen über 30 Anekdoten zu den Werten Echtheit, Freundschaft und Lebensfreude. Die Ausstellung verfolgt die Grundidee, einen neuen Raum für Erfahrungen und zum Austausch zu erschaffen, in dem man über Werte und ihre Bedeutung nachdenken und sich selbst reflektieren kann. So soll ein nahbarer und authentischer Wertediskurs entstehen. Der Freitagabend startet um 19 Uhr mit einer Vernissage und einer Performance von Shintaro Yamaguchis zum Thema Werte. Am Samstag gibt es parallel zur Ausstellung kurze Implusvorträge von Klara Sucher, Daniel Görtz und Jazmin Medrano und eine Tanzperformance zum krönenden Tagesabschluss.
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Museum für Werte | 22.06. – 24.06.2018 | REFORM, Schinkestraße 9, 12047 Berlin | www.wertemuseum.de | Facebook | YouTube | Eintritt frei

Stadt machen

Berlin loves you? Not? Wem gehört die Stadt? Wie geht das überhaupt? Wer entscheidet darüber was in und mit einer Stadt geschieht? Wie passen unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse, Voraussetzungen und Ansprüche nicht nur unter einen Hut oder eine Postleitzahl, sondern können sich zu einem gemeinsamen Ganzen fügen? Was können Politik und Verwaltung, Kultur und Wirtschaft, Stadtentwicklung und Landschaftsplanung, Architektur und Ingenieurwesen, Design und Materialproduktion dazu beitragen, das Zusammenleben leichter, schöner, fairer, besser, smarter zu gestalten? Am 14. Juni geht die zweite Auflage von MakeCity, dem größten Festival für Architektur und Andersmachen an den Start. Rund 250 Veranstaltungen im gesamten Berliner Stadtgebiet und seinen Peripherien präsentieren unter dem Motto „Berlin Remixing | Stadt Neu Gemischt“ 18 Tage lang zukunftsweisende Projekte aus den Bereichen Architektur, Städte- und Landschaftsplanung, Best-Practice-Beispiele aus der Metropole Berlin und internationale Erfolgsgeschichten. Rund 100 Gründungspartner des Festivals ermöglichen ein Programm, das eine Vielfalt an innovativen urbanen Raum-, Lebens- und Nutzungskonzepten vorstellt, die Kooperationen, Netzwerke und mehr Selbständigkeit fördern. Mit rund 80 Führungen und 50 Studio Talks, mit Ausstellungen, Workshops, Diskussionen und Aktionen an 25 urbanen HUBs und im Festivalzentrum ermöglicht MakeCity einen Blick hinter die Kulissen der aktuellen Stadtentwicklung und fördert den Diskurs zwischen der Fachöffentlichkeit, Bewohnern und Bewohnerinnen und Gästen der Stadt. Dabei sollen alle Bereiche einer intelligenten Stadt – einer smart city – ganzheitlich und ressortübergreifend angesprochen werden. Mit von der Partie sind unter anderem das Institut Français, die Kapelle der Versöhnung und diverse Botschaften. Das volle Programm gibt es hier.
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MakeCity Berlin | 14.06.-01.07.18 | diverse Veranstaltungsorte Berlin | makecity.berlin

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 12. Juni 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Grüne Invasion

Das französische Unternehmen Bergamotte ist so etwas wie der heiße Scheiß der Blumen- und Pflanzenwelt. Über 150.000 Blumenbouquets und dergleichen mehr haben die kreativen Pflanzenflüsterer inzwischen versendet. Dank des leidenschaftlichen Teams an Floristen und der kreativen Ideen der Designer ist kein Ende in Sicht. Wenn in eurer Wohnung oder auf dem Balkon also noch ein paar neue grüne Mitbewohner fehlen, hätten wir hier den perfekten Partner und obendrein einen noch perfekteren Anlass zu bieten: Vom 15. bis zum 17. Juni macht der Pop Up Store Jungle Fever von Bergamotte Halt in Berlin. Dort könnt ihr euch auf die Suche nach euren neuen Freunden machen. Egal ob euch eher nach Kakteen, Monsteras, Aloe Vera oder Palmen ist. Das urbane Gewächshaus bietet mit über 600 Pflanzen eine riesige Auswahl an. Von hängend und exotisch, bis stachelig und entgiftend – hier ist für den kleinen und den großen Geldbeutel etwas Passendes dabei. Der Pop Up Store bietet zusätzlich zur limitierten Auswahl auch die gesamte Bergamotte-Kollektion an Grünpflanzen, Terrakotta-Accessoires und nützlichen Hilfsmitteln zur Pflanzenpflege. Aus Liebe zur Umwelt werden für die Pop Up Days übrigens keine Tüten verwendet. Denkt daher bitte daran, eure eigenen Beutel und Taschen mitzubringen!
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Bergamotte Jungle Fever Pop Up Store | 15.-17.06.18 | Salon am Moritzplatz, Oranienstrasse 58, 10969 Berlin | Öffnungszeiten: 10-19 Uhr | Preise: 2€, 5€, 10€ und mehr | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 12. Juni 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Purpose Summit

„Wie kann man eigentlich die Welt retten, mit dem was wir machen?“ Am 2. und 3. Juni 2018 versammelt sich ein Netzwerk aus Gleichgesinnten mit über 30 Changemakern, Unternehmern und Innovatoren zum „Purpose Summit“ im Circular Economy House in Berlin und spürt genau dieser Frage nach. Aufgrund der wachsenden Verantwortung und Herausforderungen in Arbeitswelt und Privatleben finden sich immer mehr Menschen in einem physischen, mentalen und sogar spirituellen Ungleichgewicht wieder. Das Programm des Purpose Summit beinhaltet zahlreiche Vorträge und Workshops und richtet sich damit sowohl an Einzelpersonen, als auch an Organisationen und Unternehmen. Die zweitägige Veranstaltung bringt ehrenwerte Aktivisten, spirituelle Lehrer, akademische Forscher und andere Personen zusammen, die im gegenwärtigen globalen Wandel eine Schlüsselrolle spielen. Sie stellen den Teilnehmenden verschiedene Ansätze aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Psychologie und Führungsentwicklung vor, die dabei helfen Bestimmung und Grundlage für das eigene Tun und Handeln zu ermitteln und gezielt auszuleben. Was das bringt? Wie zahlreiche seriöse Studien belegen, leben Menschen, die einen höheren Zweck verfolgen, bis zu sieben Jahre länger, haben eine größere Anziehungskraft und reifen mit einer um die 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit zu Führungspersonen heran. Okay, wo darf ich unterschreiben? Wer mal reinschnuppern möchte, kann sich hier schon einmal in ein Kapitel des Buches Rising Purpose einlesen. Wir verloisen außerdem 1×2 Tickets für das kommende Wochenende. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ERGIBT SINN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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The Purpose Summit | 02.06. – 03.06.2018 | CRCLR House, Rollbergstraße 26, 12053 Berlin | www.globalpurposemovement.com | Facebook | Tickets ab 127,79€

PIF PAF

 

Schon einmal was vom aquarium am Kotti gehört? Noch nie? Wir hätten da direkt mal einen hervorragenden Anlass in petto. Im aquarium schlägt nämlich vom 6. bis 10. Juni das Herz des Performing Arts Festival 2018, liebevoll PAF abgekürzt. Im Rahmen des PAF (das sagt man einfach so gerne) werden über 140 Inszenierungen aus Theater, Tanz, Performance und Schauspiel an diversen Spielorten in Berlin aufgeführt. Ob im Norden von Pankow oder im äußersten Süden Neuköllns, das Programm führt quer durch alle Genres und Spielarten. Das aquarium ist so etwas wie die ultimative Infozentrale des Festivals, abends werden Konzerte und Late-Night-Events in Loungeatmosphäre veranstaltet. Der diesjährige Startschuss fällt im traditionsreichen Szeneclub SO36. Unter dem Motto „Open Up PAF“ eröffnen alle Beteiligten die prall gefüllte Woche. Nicht mehr wegzudenken ist das Programmfenster „Introducing“, das sich dem künstlerischen Nachwuchs widmet und mittlerweile zum festen Bestandteil des Festivalkalenders zählt. Es zeigt die künstlerischen Impulse junger Künstlerinnen und Künstler, auf die sich die Freie Szene Berlins zukünftig freuen darf. Um den Überblick zwischen den zahlreichen großen Häusern, kleinen Bühnen und ungewöhnlichen Veranstaltungsorten nicht zu verlieren, bieten die Kunstschaffenden der Freien Szene ihre Expertise in geführten Touren an. Für alle, die das Festivalprogramm auf eigene Faust erkunden wollen, schlagen Wanderwege verschiedene thematische Routen vor. Eine Übersicht des Stadtplans findet ihr hier!
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Performing Arts Festival Berlin | 05.06.-10.06.2018 | in der ganzen Stadt | performingarts-festival.de | Facebook Eventlink | Tickets

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 29. Mai 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Sommerjung

Weißt du noch wie Kieselsteine riechen? Wie weit Pusteblumensamen fliegen? Wie es sich anhört, wenn das Gras wächst, Frösche quaken, Fische nach dem Sprung ins Wasser eintauchen? Es gab da mal jemanden, für den war das Leben voller Wunder, die Welt ein endlos großer Abenteuerspielplatz. Dieser jemand warst du. Es gehört zu den Tücken des Erwachsenwerdens, dass die Wunder seltenener, die Magie erklärbarer und Spielplätze weniger werden. Wir machen uns Gedanken, statt einfach mal auszuprobieren. Wir hinterfragen und wägen ab und erfüllen dabei immer besser den Anspruch an uns selbst, entsprechen immer mehr dem Bild, das wir von uns selbst entworfen haben. Genug gewehmutmeckert, wie klingt Folgendes für dich? Drei Tage Abenteuer, ein 150.000 Quadratmeter großes Gelände in der Lüneburger Heide, Standup Paddeln, Bogenschießen, Lachyoga, zuckerfreie Naschereien, wach bleiben bis man sich müde gekichert hat, Sterne zählen, Blätter gucken, nichts tun – ohne Stress, ohne Aufgabe, ohne Erwartung, ohne Handy, ohne Uhr. SOMMERJUNG heißt ein Ferienlager für Erwachsene, das seit 2016 an zwei verlängerten Wochenenden im Jahr stattfindet und dabei helfen soll, sich selbst wieder ein Stück näher zu kommen. Man kann sein, wer man ist und das tun, was man will. In über 30 verschiedenen Playshops kann man beispielsweise ein neues Hobby für sich entdecken, neue Freunde finden oder einfach mal eine gute Zeit mit sich selbst haben. Neben dem umfangreichen Programm beinhaltet das Komplettpaket selbstverständlich auch die Übernachtung und Vollverpflegung. Alle, die noch kurzfristig an einem der beiden Termine vom 25. bis 27. Mai und 01. bis 03. Juni teilnehmen möchten, sparen mit „Sommer50“ 50 Euro. Der Gutscheincode gilt übrigens auch für die folgenden Camps im nächsten Jahr.

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Sommerjung – Das Feriencamp für Erwachsene | 25.-27.05.2018 und 01.-03.06.18 | Tickets ab 249€ | sommerjung.de

Muxmäuschenwildes Lineup

So, letzte Woche haben wir euch ja bereits hochverehrt zu unserem MMW B’DAY FESTIVAL #5 eingeladen ohne euch zu verraten, wer bei uns so alles auf der Bühne stehen wird. Und weil das gemein ist und gemeinsames Drauffreuen einfach doppelt Spaß macht, erzählen wir euch heute ein wenig mehr. Auf unser Lineup sind wir nämlich mächtig stolz, schließlich haben einige unserer absoluten Lieblinge zugesagt mit uns zu feiern. Als da wären: der wunderbare TV-Noir Mastermind und Singer/Songwriter Tex, das Indie-Rock-Quartett Kalon, die Elektro-Pop Künstlerin Ay Wing, die wir in einem halblegalen Kellerclub in Prenzlauer Berg entdeckt haben sowie die Berliner Musiker Klan, Eveline und Benne, der Songs aus seinem neuen, noch unveröffentlichten Album spielen wird. Aaaaaaahhhhh!!!! Außerdem endlich auf unserer Bühne (da muss man erst fünf werden!): die wunderbare, einzigartige, charmante Wallis Bird. Und ein paar weitere dürfen noch nicht verraten werden… Wir freuen uns riesig auf jedes einzelne Konzert, auf alle Musiker und darauf, dieses Erlebnis mit euch zu teilen. In der nächsten Woche geben wir euch den Rest und verraten auch, wer bei uns liest und spricht und Faxen macht. #MMW5
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MUXMÄUSCHENWILD B’DAY FESTIVAL #5 | Do, 31.05.2018 ab 16 Uhr | Birgit & Bier, Schleusenufer 3, 10997 Berlin | Facebook Eventlink

Nackenstarre garantiert

Berlins moderne Straßenkunstgeschichte begann mit einem Baum. 1975 malte der wunderbare Ben Wagin seinen Weltbaum an eine Häuserwand am S-Bahnhof Tiergarten. Berlins erstes Mural, so heißen die großen hand- und / oder dosengemachten Wandbilder, veränderte das Gesicht der Stadt für immer und wurde zur Ikone eines urbanen Kunstverständnisses: Kunst findet auf der Straße statt, interagiert, provoziert, amüsiert, braut Brücken und schafft Dialog. Zwar werden gerade die hausgroßen, vergänglichen Bildwelten inzwischen immer häufiger von großen Marken mit Stern oder Label zu Werbezwecken genutzt, der Energie und Kreativität, mit der junge und etablierte Künstler ihre Werke an die Wände bringen, hat das keinen Abbruch getan. Ganz vorn dabei ist die Dixons Crew, die zuletzt mit „The Haus“ Stadtgeschichte geschrieben und für massenhaft Besucherströme gesorgt hat. Und weil das drinnen so gut funktioniert hat, machen sie jetzt draußen weiter. Mit dem Berlin Mural Festival feiern sie die Straße und ihre Kunst auf der größten Open Air Gallery, die Berlin je gesehen hat. Über 10.000 qm Fläche, kleine Wände, große Wände, Szene-Bezirke, echte Kieze, junge Künstler, Urgesteine, eine Gang, ein Bang, ein Fest. Zur Veranstaltung gibt es eine eigene App, die Hintergründe zu Motiven und den Künstlern und eine interaktive Straßenkarte liefert, die den schnellsten Weg zu den rund 30 Murals und den drei Party-Spots zeigt. Am Samstag gibt es gegenüber der East Side Gallery ab 14 Uhr feine Tanzmusik um die Ohren. Zeitgleich lässt die Blockparty in Kreuzberg den Hip-Hop Spirit wiederauferstehen. Der Paint Club an der Warschauer Straße lockt mit analogem Battlecharakter und Skatemoves. Zum Heavy End laden die Veranstalter am 21. Mai zur Closing-Party in eine verlassenen Fabrik ein. Ach ja, ein neuer Weltbaum entstand inzwischen auch. Das Ben Wagin Original muss nämlich nach bald 50 Jahren einem Neubau weichen und wurde von den Künstlern deshalb kurzerhand umgepflanzt. In diesem Sinne, Nackenstarre garantiert.
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Berlin Mural Festival | 19.05. – 21.05. | berlinmuralfest.de | Facebook Eventlink | Credit: millionmotions.com

You will not die

„Eines Nachts traüumte ich, dass mir eine Stimme mein Todesdatum verriet. Nachdem ich eine ganze Ewigkeit mit panischer Angst vor einer göttlichen Strafe leben musste, war das wie eine Befreiung. Also beschloss ich, diese verlorene Zeit irgendwie wieder gut zu machen und endlich das Leben zu führen, das ich schon immer führen wollte.“ Der in Südafrika geborene Musiker Nakhane gilt mit seiner Mischung aus experimentellen elektronischen Klängen, Soul und traditionellen Rhythmen aus seiner Heimat, einer magnetischen Ausstrahlung und seiner unglaublichen Stimme, als der kommende Stern am Neo-Soul-Himmel. Und das vollkommen zurecht, wie wir finden. Deshlab freuen wir uns auch besonders, dass er mit seinem neuen Album ‚You Will Not Die‘ auf Deutschlandtournee geht und am 21. Mai in der Kantine am Berghain Station macht. Das Album beschäftigt sich mit dem tiefen Bedürfnis nach Emanzipation. Nach seinem Coming-Out befreite sich der Künstler von einer zweiten schwierigen Bürde. Er legte seinen christlichen Glauben ab, obwohl er in einer streng christlichen Xhosa-Familie aufwuchs. Diese Entscheidung beruhte tatsächlich auf einem Traum, der gleichzeitig als Inspiration für den neuen Albumtitel diente. ‚You Will Not Die‘ erzählt von Schmerzen aber es ist auch ein Tribut an die Liebe. Jemanden so zu akzeptieren, wie er ist, und ihm nichts zu wünschen als seine Liebe. Für das ziemlich großartige Konzert dieses ziemlich großartigen Musikers verlosen wir 1×2 Karten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚STAR RED‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Viel Glück!
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Nakhane Konzert | Kantine am Berghain, Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin | 21.05.2018, 20:00 Uhr | Tickets VVK 17,20 € | nakhaneofficial.com | Foto: Tarryn Hatchett

Hello Fellow!

Das ist hier ja eigentlich nicht der Ort für Bewerbungsaufrufe oder Stellenangebote (dafür gibt es die Pinnwannd weiter unten), aber erstens ist das hier keine normale Anzeige und zweitens handelt es sich bei Teach First auch nicht um einen gewöhnlichen Arbeitgeber. Worum geht es? Auch in Deutschland hat die Herkunft noch immer maßgeblichen Einfluss auf den Bildungserfolg. Das hat mit Prioritäten zu tun, mit vorformulierten Ansprüchen, mit einem Mangel an Unterstützung – emotional wie finanziell – und Einigem mehr, nicht jedoch mit dem Leistunspotential der Kinder. Erfolg – und gemeint ist hier ein ganz persönlicher Erfolg in Bezug auf ein selbstbestimmtes Leben und Chancengleichheit – lässt sich üben, lässt sich lernen. Oft fehlt es nur an einer helfenden Hand, an Unterstützern und Vertrauten, die einem verständnisvoll und auf Augenhöhe begegnen und als Möglichmacher zwischen einem selbst und Autoritäten wie Eltern oder Lehrern vermitteln. Teach First hat ein Leadership Programm ins Leben gerufen, das genau diese Verbündeten im Sinne des gemeinsamen Bildungserfolgs vermittelt. Die ‚Fellows‘ arbeiten zwei Jahre lang (vergütet und in Vollzeit) bundesweit an Brennpunktschulen und helfen Jugendlichen dabei, ihr volles Potenzial zu entfalten. Als Vertrauenspersonen und zusätzliche Kräfte im Unterricht helfen sie Schülerinnen und Schülern, Hürden auf ihrem Bildungsweg zu überwinden. Sie unterstützen in Schulfächern, stärken Selbstvertrauen durch gemeinsame Projekte und helfen, Pläne für die berufliche Zukunft zu schmieden. Schwerpunkte sind dabei die Zukunfts- und Berufsorientierung sowie die Vorbereitung auf mittlere und zentrale Abschlussprüfungen. Fellows werden in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt, für den zweijährigen Schuleinsatz qualifiziert sowie währenddessen begleitet und fortgebildet. Der Einsatz für Teach First Deutschland prägt eine Generation von Verantwortungsträgern, die sich auch anschließend mit dem Alumni-Netzwerk weiterhin für bessere Bildungschancen stark macht. In diesem Jahr werden bundesweit erstmals 18.000 Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit der Fellows erreicht. Du willst dabei sein und deinen ganz persönlichen Beitrag zu Bildung und Chancengleichheit leisten? Noch bis zum 28. Mai 2018 kannst du dich bei Teach First bewerben und ‚Fellow‘ werden. #machenfetzt
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Teach First Deutschland | www.teachfirst.de | Kontakt für Bewerbung: recruiting@teachfirst.de | Frist: 28.05.2018

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 30. April 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Hello World!

Ja, es ist wieder soweit. Das Gallery Weekend steht bevor und damit der fast schon obligatorische Gallerie-Marathon für alle Kunst- und/oder Prosecco-Fans (kleiner Spaß). Die Antwort auf alle Fragen lautet diesmal 47, denn genau so viele Galerien und Ausstellungen stehen zur Wahl. Wo sollte man unbedingt hingehen, was kann man sich getrost sparen? Ehrlich gesagt: wir wissen es natürlich auch nicht. Doch genau dieses Treibenlassen und Entdecken machen ja den besonderen Reiz des Kunstwochenendes aus. Drei unserer Highlights möchten wir euch dennoch ans Herz legen. Da wäre natürlich und allen voran der größte Player auf dem Spielfeld. Mit ‚Hello World. Revision einer Sammlung‘ untersucht der Hamburger Bahnhof kritisch die Sammlung der Nationalgalerie und ihrer vorwiegend westlichen Ausrichtung. 200 Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos und Filme von rund 80 Künstlerinnen und Künstlern bilden die Ausgangspunkte zur Erkundung verborgener Erzählungen und neuer Perspektiven auf die Sammlung und ihre Geschichte. Der gesamte (!) Hamburger Bahnhof wird dabei bespielt und zum gigantischen Spielfeld für die Erkundung der Ausstellung der Zukunft. In der König Galerie schafft Claudia Comte mit neuen Skulpturen, Fichten (ja, Fichten) und einer multi-chanel Video-Installation eine beeindruckende Atmosphäre. Die Ausstellung bringt maßgebliche Aspekte von Comtes Schaffenszeit zusammen. Der Fokus liegt auf der Geschichte von Materialien und dem Spiel zwischen dem Alten und der digitalen Technologie. Systematisches Chaos gibt es in der ersten Soloausstellung von Kitra. Für die Dauer der Ausstellung wird die Galerie Baull kurzerhand in ein Gesamtkunstwerk transformiert. Anstatt an der “Wand zu hängen” wird die neue Leinwandserie von ihm in den Raum integriert. So sind manche Werke laut und sichtbar, andere versteckt wie Chamäleons. Ausgangspunkt der Ausstellung ist das ikonische “Bonjour Tristesse” Graffiti am Eckgebäude an der Schlesischen Straße. Dieser kleine Störer steht symbolisch für die Straßenkultur der Schlesi-Welt und könnte als Ausstellungstitel nicht gegensätzlicher zu der Farbigkeit von Kitra ́s Kunst stehen. Ach ja, die Kuratoren der Ausstellung haben wir im Interview. Einmal weiterscrollen bitte!
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Gallery Weekend Berlin | 27.–29.04. | gallery-weekend-berlin.de | Hello World. Revision einer Sammlung, Fr. 27.04.18, 20 Uhr, Hamburger Bahnhof, Berlin, Facebook | Claudia Comte | Evelyne Axell, Fr. 27.04.18, 18 Uhr, König Galerie, Berlin, Facebook | Kitra „Bonjour Tristesse“, Do. 26.04.18, 19 Uhr, Baull Galerie, Berlin, Facebook

Blumenbilder

Also, über einen Mangel an Alternativen in Sachen Workshops kann man sich in Berlin nun wirklich nicht beschweren. Stricken, nähen, Pflanzen retten – es gibt quasi nichts, was es nicht gibt. Dementsprechend skeptisch sind wir inzwischen beim Beäugen der Möglichkeiten. Erst Recht, wenn jemand daher kommt, um mit Pflanzen zu malen. Wir wiederholen: mit Pflanzen zu malen. Richtig gelesen, es geht bei dem von Textildesignerin und Kunstlehrerin Nikolett Szakacs veranstalteten dreistündigen Workshop nicht darum, Pflanzen möglichst detailgetreu auf Papier oder Leinwand zu bringen, sondern auf sehr natürliche Art und Weise selbst Farben aus Pflanzen zu gewinnen. Dabei werden die organischen Materialien der gesamten Pflanze verwendet. Der erste Teil des Workshops befasst sich mit der Herstellung der Farben. Im zweiten Teil wird dann mit den Farben aus frischen Pflanzen tatkräftig gemalt. Die botanischen Inhaltsstoffe sind – anders als die synthetischen – völlig ungiftig. Besondere Vorkenntnisse werden übrigens nicht vorausgesetzt. Am Ende darf jede und jeder das selbst kreierte Kunstwerk sowie drei verschiedene Arten von Pflanzenfarbe behalten und mit nach Hause nehmen. Der Kurs kostet 60 Euro und findet als nächstes am Samstag Nachmittag im Prenzlauer Studio in der Winsstraße statt. Wer fix ist, kann hier per Mail noch einen Platz ergattern. Na und wer weiß, vielleicht hängt dann ja beim nächsten Gallery Weekend ein echter Rhododendron-Löwenzahn-Eiche im White Cube nebenan.
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Botanical Workshop: Plant To Paint | Sa, 28.04.18, 15:30-18:30 Uhr | Prenzlauer Studio / Kunst-Kollektiv, Winsstraße 42, 10405 Berlin | Facebook | Preis: 60€ inkl. Materialien | Reservierung