Grenzenlos?

Als das Bündnis #unteilbar im Oktober letzten Jahres zur Demonstration von Zusammenhalt in Berlin auf die Straßen rief, folgten dem rund eine Viertel Million Menschen. Und auch, wenn einige trittbrettfahrende Gruppierungen zumindest am Rande für Diskussion sorgten, war der Marsch vor allem eines: ein starkes Signal der Gemeinsamkeit im Kampf für Gerechtigkeit und Demokratie im Angesicht von stärker werdendem Hass und politischem Autoritarismus. Doch auch nach der Demonstration bleiben die Fragen von #unteilbar virulent: Wie lassen sich soziale Herausforderungen und Anti-Rassismus zusammen denken? Wie korrelieren Identitäts- und Umverteilungskämpfe miteinander? Wie kann der aufkommende Rechtsautoritarismus erklärt, aber auch eingedämmt werden? Welche Allianzen müssten dafür geknüpft werden und was bedeutet heute Solidarität? Am 19. März schafft das HAU Hebbel am Ufer einen Raum, in dem diese Themen aufgefächert und vertieft werden können. Das Diskussionsformat, kuratiert vom #unteilbar-Team zusammen mit Missy Magazine-Herausgeberin Margarita Tsomou und der Soziologin Sabine Hark, ist als öffentlicher Think Tank gedacht. Am runden Tisch diskutieren unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, darunter Max Czollek („Desintegriert Euch!“), IG Metall-Vorstand Uwe Meinhardt und Koray Yılmaz-Günay vom Migrationsrat Berlin-Brandenburg, über mögliche Potentiale von #unteilbar-Politiken. Den Auftakt bildet eine Diskussion zum selbstreflektorischen Thema „schwierige Solidaritäten“. Nach einem Impulsvortrag von Sabine Hark werden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten solidarischen Handelns intensiv besprochen.
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#unteilbar Think Tank – Über schwierige Solidaritäten | 19. März 2019, 19 bis 21 Uhr, Einlass: 18 Uhr | HAU Hebbel am Ufer | Stresemannstr. 29, 10963 Berlin | Facebook | Foto: Stephan Guerra

Bau Haus!

Es existierte nur 14 Jahre und entwickelte sich dennoch zur bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des bauhaus zeigt das Haus der Kulturen der Welt vom 14. März bis zum 10. Juni 2019 alle vier Kapitel des Ausstellungs- und Forschungsprojekts „bauhaus imaginista“. Die Veranstaltungsreihe erzählt die Geschichte des Bauhauses und hebt seine globalen Auswirkungen und internationalen Verflechtungen hervor. Nach den Ausstellungen in Hangzhou, Kyoto, Tokyo, Saõ Paulo, Lagos, Delhi, New York und Moskau führt das HKW all diese lokal entwickelten Ausstellungen zu einer großen Gesamtschau zusammen. Auf 2.000m² werden historische Objekte und neue Auftragsarbeiten von Kader Attia, Luca Frei, Wendelien van Oldenborgh, The Otolith Group, Alice Creischer, Doreen Mende, Paulo Tavares und Zvi Efrat präsentiert. Kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson beinhaltet das abwechslungsreiche Vermittlungsprogramm Führungen, Workshops, einen Audioguide und das Schulprojekt „bauhaus reloaded – Schüler*innen gestalten Zukunft“. Am 11. und 12. Mai findet mit „A New School“ noch eine spannende Konferenz statt, welche die Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung experimenteller pädagogischer Praktiken beleuchtet.
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Eröffnung: bauhaus imaginista | 14. März – 10. Juni 2019 | Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin | bauhaus-imaginista.org | Foto: Bauhaus-Archiv Berlin

Ein Tag, fünf Konferenzen

Großartige Dinge werfen ihre Schatten voraus. Und großartige Dinge sind vor allem auch ziemlich schnell ausverkauft. Und weil das so ist, möchten wir euch schon heute auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen, die am 6. Mai im schönen Hamburg stattfindet. Der EMOTION Women’s Day ist ein hochkarätiges, internationales Event für Frauen und so etwas wie die perfekte Mischung aus Fortbildung, Festival und dem famosen EMOTION WOMEN’S BUSINESS DAY. Neben inspirierenden Speakerinnen und Speakern, gibt es zahlreiche Workshops, Networking, Mentoring-Sessions und eine fulminante Aftershowparty. Besonders: Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, Inhalte und Formate aus fünf unterschiedlichen Konferenzen zu wählen. Fünf in einem also. Bei der EMOTION-Konferenz trifft man auf Frauen, die selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen. Sie sind Rollenmodelle, Impulsgeberinnen, Kolleginnen und Freundinnen und inspirieren uns dazu, es ihnen gleich zu tun. Auf der WORKING WOMEN-Konferenz teilen Frauen ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag in Impulsen in der großen Gruppe und in individuellen Speed-Mentoring-Sessions. Es gibt schließlich nicht nur den einen Weg, eine Karriere zu finden, die zum Leben passt. Die DIGITALISIERUNG-Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema der Stunde, präsentiert führende weibliche Köpfe der Digitalbranche und vermittelt echte Skills, die tatsächlich weiterbringen. Moderne Denkansätze zu aktuellen Problemen werden auf der COACHING-Konferenz beleuchtet. Hier geht es um die persönliche Weiterentwicklung und die Frage, was wir voneinander lernen können. Die SLOW-Konferenz unterstützt uns dabei, innere Kraft für unser äußeres Handeln zu gewinnen. Ihr könnt euch für eine der fünf Säulen entscheiden oder euch euer ganz persönliches EWD-Erlebnis einfach aus verschiedenen Inhalte zusammenstellen. Der Vorverkauf läuft und aktuell sind noch die letzten Early Bird-Tickets verfügbar. Wir verlosen außerdem exklusiv 1×2 Festival-Tickets. Schreibt uns eine Mail mit  dem Betreff „XX“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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EMOTION Women’s Day | 06.05.2019 | Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 13, 20148 Hamburg | https://www.emotion.de/womensday

Alte weiße Männer

Ist der alte weiße Mann eine bedrohte Spezies? Und das vielleicht sogar zu Recht? Was soll das überhaupt sein und wie kann man als junger weißer Mann vielleicht sogar irgendwie verhindern, selbst einer zu werden? In Sophie Passmann’s neuem Meisterwerk „Alte weiße Männer“ geht die Autorin diesen Fragen gehörig auf den Grund. Sie will Gewissheit über das Klischeebild, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Die junge Feministin hält nämlich nichts von billigen Punchlines. Stattdessen hat sie sich dazu entschlossen, 15 mächtige Männer zu interviewen und mit ihnen über dieses heikle Thema zu sprechen. Was daraus entstanden ist, gehört definitiv zu den klügsten und gleichzeitig unterhaltsamsten feministischen Texten, die man zwischen zwei Buchdeckel drucken kann. Die 24-jährige stand bereits in ihrer Jugend als Poetry-Slammerin, Comedian und Autorin auf der Bühne. Außerdem sammelte sie als Radiomoderatorin bei 1LIVE sowie im Ensemble des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann ordentlich Vokabular. Ihr aktueller Hauptwohnsitz ist übrigens das Internet, wo sie regelmäßig auf verschiedenen Plattformen über alles spricht, was in ihrem Leben eine Rolle spielt. Dazu gehört natürlich auch ihr neues Buch, das morgen im Handel erscheint. Passend zum Buch-Release veranstaltet der Festsaal Kreuzberg am 13. März eine Lesung samt Interview mit Sophie Passmann, die weder bunte Frauen, noch weiße, orange oder sonst wie gemusterte Männer verpassen sollte.
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Lesung & Interview mit Sophie Passmann – „Alte weiße Männer“ | 13.03.2019, 20-22 Uhr | Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin | Facebook Eventlink

Back to the F(eu)ture

Puuuh…Europa? Ein Blick auf die EU so kurz vor der Europawahl wirft so manche Frage auf. Brexit, Migration oder Euro liefern Anlass zur Diskussion. Was uns eigentlich einen und Identität stiften soll, wird nicht selten zur Betonung von Unterschiedlichkeit hergenommen. Die Idee Europa steht zur Disposition – zumindest politisch, zumindest scheinbar. Das F(EU)TURE FESTIVAL setzt genau da an und widmet sich vom 1. bis zum 16. März der Entwicklung von innovativen Ideen für ein vereintes Europa. Das European Democracy Lab und das CLB Berlin laden ins Aufbau Haus am Moritzplatz, um sich gemeinsam mit der Demokratie in Europa auseinanderzusetzen, Unsicherheiten und identitätsstiftende Fragen zu beleuchten. Einen zentralen Bestandteil des Festivals bildet dabei die Werkstattausstellung „The European Republic is Under Construction“. Ausgehend von einem Manifest von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau wurde am 10. November 2018 unter dem Titel “The European Balcony Project“ an 200 Orten in 25 Ländern die Europäische Republik ausgerufen. Dazu fanden europaweite Performances, Diskussionen und Lesungen zur Zukunft Europas statt. Im Nachhinein bezeugt diese Kunstaktion eindrücklich, wie stark doch der Zuspruch für die Europäische Idee in der Bevölkerung verankert ist. Die Eröffnung der Werkstattausstellung beginnt am 1. März um 19:00 Uhr und präsentiert eine spannende Auswahl des bei dieser Ausrufung entstandenen Materials.
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F(EU)TURE FESTIVAL | 01.03.-16.03. | CLB Berlin, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin | www.eudemlab.org | www.clb-berlin.de | Bild: Rem Koolhaas

Dear Mr. President…

Wieviel Macht haben Medien eigentlich bei politischen Entscheidungen? Wie verändert sich das Zusammenspiel zwischen Medien und Politik im digitalen Zeitalter? Und werden Politikerinnen und Politiker mit der Kommunikation via Twitter sogar zunehmend selbst zum Medienhaus? Fragen, die in der kommenden Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Mediensalon“ der meko factory – Werkstatt für Medienkompetenz am 27. Februar im Vodafone Institut diskutiert werden. Die illustre Runde besteht aus Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur Tagesspiegel), Dr. Annekatrin Gebauer (Hering Schuppener) und Niklas Wirminghaus (Capital) und wird von Johannes Altmeyer (WELT) moderiert. Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Thema, wie und auf welche Art und Weise Politikerinnen und Politiker verschiedene Medien nutzen und welche Gefahren das birgt. Denn der Kampf um die Aufmerksamkeit in den Medien und um die Zustimmung des Publikums gehört für politische Parteien schließlich zum Alltagsgeschäft. Doch die eigentliche Aufgabe der Medien, lediglich über Politik und Regierungshandeln zu informieren, hat sich gewandelt: Behörden und Ministerien entwickeln mehr und mehr eigene und reichweitenstarke Kanäle, um auf direktem Weg mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommunizieren. US-Präsident Donald Trump ist da ganz vorne an der Spitze und hat diesen Trend zur direkten Kommunikation neu etabliert.
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Mediensalon – Alte und neue Influencer: Wieviel Macht haben Medien bei politischen Entscheidern? | Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, Behrenstraße 18, 10117 Berlin, 27.02., 19 Uhr | Facebook | Foto: meko factory

Hinter dem Vorhang

„The only person standing in your way is you. It’s time to let her go. Lose yourself!“ Mit diesen Worten appelliert Tanzdirektor Thomas an die reine Nina, oscarreif verkörpert (ist wohl hier das passende Wort) von Natalie Portman, den schwarzen Schwan in sich zu entdecken und die polare Hauptrolle im Hollywoodfilm Black Swan auszufüllen. Der Film endet dramatisch, denn Nina verliert nicht nur die Scheu vor ihrer dunklen Seite, sondern auch sich selbst. Was neben der Story und den tollen Darstellern besonders faszinierte, war der Blick hinter die makellose Bühneninszenierung. Nicht das Stück stand im Fokus, sondern die Auseinandersetzung damit, der Schaffensprozess, das Werden. Und auch wenn es am 18.02. im Staatsballett etwas weniger dramatisch zugehen dürfte, wird von 19 bis 21 Uhr eine ähnliche Faszination um sich greifen. Im Vorfeld der Premiere von „La Sylphide“ nämlich bekommt das Publikum die besondere Gelegenheit eine Ballettprobe hautnah mitzuerleben. Auf der großen Bühne der Deutschen Oper moderiert Frank Andersen die öffentliche Probe und gewährt Einblicke in die Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern. Das 1823 in Paris uraufgeführte Stück „La Sylphide“ handelt von einem schottischen Landjunker und dessen unerfüllbarer Liebe zu einem weiblichen Luftgeist. Dem romantischen Zeitgeist entsprechend wurde der Konflikt zwischen Irdischem und Übersinnlichem zum Ausdruck gebracht. Der konsequenten Durchführung dieser Idee ist es zu verdanken, dass das Stück zum Rollenmodell für das „weiße Ballett“ schlechthin wurde und für die Bedeutung der Ballerina, die rätselhaft, überirdisch und unberührt auf Spitze entschwebt. Das Beste: die Platzkarten für die öffentliche Probe, die ab sofort an Kassen der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Unter den Linden zu erhalten sind, sind komplett kostenlos. Wir verlosen obendrein 2×2 Karten für die offizielle Premiere von „La Sylphide“ am 1. März. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WHAT HAPPENED TO MY SWEET GIRL?‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

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Öffentliche Bühnenprobe zu „La Sylphide“ | Staatsballett Berlin | 18.02. 19-21 Uhr, Komische Oper Berlin | www.staatsballett-berlin.de | Foto: Yan Revazov

Und im Keller eine Welt

Man kennt das: nach einer gefühlten Ewigkeit wagt man sich mal wieder hinab ins feuchte Dunkel des Kellers, um diesen einen Rollkoffer, die Osterdeko oder sonst was aus den Untiefen hervor zu kramen. In der Regel entdeckt man dabei immer wieder Unerwartetes, verschollen Geglaubtes oder längst Vergessenes und so kehrt man zwar oft auch ohne das eigentlich gesuchte Utensil, dafür aber mit dem einen oder anderen Schatz wieder an die Tagesoberfläche zurück. So ähnlich muss es auch den Menschen in der Akademie der Künste in Berlin gegangen sein, als sie bei einem Abstecher in den ehemaligen Kohlenkeller des Hauses im Jahr 1989 etwas ganz und gar Wunderbares, unschätzbar Wertvolles entdeckten. In den Jahren 1957 und 1958 nämlich bemalten die ehemaligen Meisterschüler der Akademie Manfred Böttcher, Harald Metzkes, Ernst Schroeder und Horst Zickelbein die Kellerwände mit freien und unbefangenen Szenerien zur bildlichen Gestaltung zweier Faschingsfeste, die in den Räumlichkeiten stattfanden. Und wie! Sie brachten zur Wand, was in damaligen Ausstellungen nicht gezeigt werden durfte. Nach der Entdeckung vor 30 Jahren wurden die Werke fotografiert, publiziert und seitdem behutsam konserviert und nun endlich in Form von geführten Touren öffentlich zugänglich gemacht. Im Bilderkeller, wie die Räume, die übrigens mit den Ausstellungssälen den einzigen originalen Rest des historischen Gebäudes bilden, jetzt passenderweise heißen, werden zudem Interviewfilme gezeigt, Einblicke in die Arbeit der Restauratoren gegeben sowie Tondokumente der damaligen Auseinandersetzung zu Gehör gebracht. Wer das sehen will, muss sich beeilen, die anstehenden Touren sind schon so gut wie ausgebucht und es sind nur noch wenige Restkarten verfügbar.

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Bilderkeller | Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin | Mi. 18 Uhr, So. 11 Uhr | 6 € / 4 € | www.adk.de | Foto: Andreas Franz Xaver Süß

Film ab!

Als wir im Frühjahr 2013 zum ersten Mal das ehemalige Krematorium Wedding betraten, war noch nichts zu sehen von dem, was das spätere Silent Green zu einem so zauberhaften Ort macht. Zu spüren jedoch war die neue Energie schon damals und so entschieden wir, unser drittes Golden Dinner in den ober- und unterirdischen Räumlichkeiten zu veranstalten. Das Event wurde magisch und der Ort ist es inzwischen ebenso. Am 6. Februar nun wird mit der Gruppenausstellung Forum Expanded, die seit 2006 im Rahmen der Berlinale stattfindet, die 1600 qm große, unterirdisch gelegene Betonhalle auf dem Gelände als neuer Ausstellungsort eröffnet. Das Forum Expanded steht für Reflexion des filmischen Mediums, gesellschaftlich-künstlerischen Diskurs und ästhetischen Eigensinn. Es lotet die Spannungsverhältnisse zwischen Mainstream und Underground, Erzählkino und Avantgarde, Kunst und Kino aus. Das Programm wird vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst kuratiert und unabhängig im Rahmen der Berlinale organisiert. Das diesjährige Thema ANTIKINO diskutiert zeitgenössische Wertesysteme des Kinos und eröffnet eine Diskussion der veränderten Beziehung zwischen bewegtem Bild und gelebtem Leben. Zu sehen sind 30 Kurz- und Langfilme, 17 installative Arbeiten und eine Performance, die auf das Leben außerhalb der Echokammern verweisen, in denen wir uns nicht nur in den sozialen Medien wiederfinden. Die Ausstellung wird auch über die Dauer der Berlinale hinaus verlängert. Viel zu sehen im Grünen.
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14.Forum Expanded | Betonhalle silent green | Gerichtstr. 35, 13347 Berlin | Eröffnung: 06.02. 19 Uhr, 07.02.-17.02. 11-21 Uhr | 8 € / 6 € | www.arsenal-berlin.de | Foto: Cordia Schlegelmilch

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 05. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Das muss ich haben!

Briefmarken, Kunst, Möbelstücke, Silberbesteck, Kleidung, Schallplatten, Oldtimer. Was bewegt Menschen eigentlich dazu, Gegenstände, Devotionalien, Dinge zu sammeln? Missionarischer Eifer? Eitelkeit? Faszination? Welche Leidenschaft treibt sie an und woher kommt ihre Entdeckerfreude? Darüber tauschen sich die Galeristin Annette Kicken, der Museumsdirektor Dr. Thomas Köhler, der Sammler Thomas Olbricht und der Journalist Freddy Langer am 31. Januar im Haus der Wunderkammer der Stiftung Olbricht aus. Im Zentrum ihres Gesprächs steht die Leidenschaft für Fotografie. Die Diskussion ist Teil der Ausstellung „The Moment is Eternity – Works from the Olbricht Collection“. Dort werden noch bis zum 1. April rund 300 Werke und Objekte von 60 Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt, um die fotografischen Arbeiten der Olbricht Collection im Dialog mit anderen Kunstwerken der Sammlung zu zeigen. Der programmatische Schwerpunkt: „Vergänglichkeit“. Na wenn das mal nicht zum Thema passt. Denn vielleicht ist das Sammeln ja auch so etwas wie der unbedingte Wille Vergehendes zu bewahren.
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Das muss ich haben! Über das Sammeln von Fotografie und mehr | Gesprächsrunde mit Annette Kicken (Galerie Kicken Berlin), Dr. Thomas Köhler (Berlinische Galerie), Freddy Langer (FAZ) und Thomas Olbricht | me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht, Auguststraße 68, 10117 Berlin | 31.01.19, 19 Uhr | https://www.me-berlin.com/ | Foto: Gerhard Richter, Betty, 1991, (WV-Nr 75) © Gerhard Richter 2018 (0131)

On the rocks

Das Berghain liegt auf Eis. Vorerst. Also temporär. Anlässlich des 20-jährigen Festivaljubiläums transformiert das CTM Festival 2019 die obere Etage des wunderbaren Betonklotzes erstmals und einmalig in eine Eishalle. Unser lieber Freund, der großartige Künstler Christopher Bauder (Lichtgrenze, SKLALAR) setzt die Fläche obendrein mit einer spektakulären Lichtinstallation in Szene. Vom 25.01. bis zum 10.02. könnt ihr werktags von 16 bis 22 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr auf Kufen durch die Halle gleiten. Auf die Ohren gibt es dazu Musik von wechselnden Artists. Eigene Schlittschuhe dürfen genutzt werden, ihr könnt euch aber auch ein passendes Paar für zwei Euro ausleihen. Damit alle zum Zuge kommen, wird die Fahrzeit auf 30 Minuten pro Gast begrenzt. Doch keine Sorge, drumrum gibt es genug zu entdecken. Das 5 Euro günstige Ticket für die Eishalle, das ihr ausschließlich an der Abendkasse erwerben könnt, beinhaltet auch den Besuch der Installation CTM 2019: The Mantis. Am 31.01. und 01.02. finden außerdem zwei spektakuläre Live Performances statt, für die ihr gesondert Tickets erwerben könnt. Ab 21 Uhr müssen alle Gäste übrigens volljährig sein. Irgendwie ein ungewohnter Hinweis in Bezug auf das Berghain. Offizielle Ansage der Veranstalter: „Heiße Getränke gibt es durchgehend vor Ort, packt euch dennoch warm ein und verzichtet in eurem eigenen Interesse und der Sicherheit Anderer auf Alkoholkonsum.“ Wir fassen zusammen: Im Berghain wird es spektakulär – nicht neu. Wahrscheinlich wird der Andrang groß – auch nicht neu. Um Mitternacht ist jeweils spätestens Schluss – neu. Der einzige Rausch ist der Rausch der Sinne – (hüstelhustprust). Auf geht’s, showtime!
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Adventurous Music – Now on Ice! | Halle am Berghain II, Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin | 25.1.-10.2.19 | Di-Sa 16-24 Uhr, So 14-22 Uhr | www.ctm-festival.de | Foto: Stefan Lucks

Why don’t you talk to me?

Leute, redet miteinander! Nicht schreien, nicht posten, nicht kommentieren – reden. Live und in echt, kontrovers, respektvoll, offen. Die monatliche Veranstaltungsreihe von „Deine Stadt spricht“ bringt regelmäßig Menschen aller demokratischer Richtungen auf Augenhöhe zusammen, um über verschiedene Themen zu diskutieren und neue Ideen und Formate zu erproben. Das Format kommt ursprünglich aus Köln, mittlerweile gibt es die Plattform aber auch in einigen anderen deutschen Städten. Am 27. Januar nun spricht erstmals endlich auch Berlin. Am kommenden Sonntag dreht sich im Kulturcafé Neukölln in der Friedelstraße alles um die Themen Organspende und Dating in der Welt von Tinder & Co. Im Gegensatz zu anderen Ländern müssen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland nämlich einer späteren Organspende behördlich zustimmen. Darüber wird aktuell in der Politik heiß diskutiert und es bahnen sich sogar mögliche Änderungen an. Welche Meinung ihr zum Thema „Fast-Dating“ habt und inwiefern sich euer soziales Verhalten durch Dating in der Ära des Smartphones verändert, ist das zweite Thema des offenen Talks an diesem Abend. Ihr könnt euch neben spannenden und kurzweiligen Diskussionen auf leckeres, gespendetes Essen, Getränke, tolle Musik und ganz viel positive Energie freuen.
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Berlin spricht Kick-off | Kulturcafé Neukölln, Friedelstraße 28, 12047 Berlin | 27.01.19, 17-21 Uhr | www.deine-stadt-spricht.de

Out of the box

Wer von euch hat den Film Birdbox auf Netflix gesehen? In dem Streifen flüchtet Sandra Bullock mit ihren Kindern vor dem eigenen inneren Monster. Um davon zu kommen, müssen sich die Protagonisten die Augen verbinden, denn der Blickkontakt mit den Unwesen bringt das Ende. Soweit so gruselig. Dass es aber durchaus aufregend und sinnlich bereichernd sein kann, weder zu wissen, wo genau man sich befindet und wer so um einen herum ist, zeigt das neueste Projekt des Theater Anu. Bei „Invisible Touch 1“ können die Gäste mit verbundenen Augen einen Abend voller neuer Sinneseindrücke und Begegnungen erleben. Denn wenn die Augen für eine gewisse Zeit geschlossen sind, werden plötzlich alle anderen Sinne intensiver wahrgenommen. Um einen herum entsteht ein unsichtbarer Kontinent, in dem das Sehen und Gesehen werden keine Rolle mehr spielen. Die Fantasie beginnt eine eigene Welt zu erschaffen, einen Wachtraum, der einem noch lange in Erinnerung bleibt. Unter der Leitung von Bille und Stefan Behr bespielt das Theater Anu schon seit über zehn Jahren besondere Orte wie Tunnel oder alte Industriehallen in ganz Europa. So konnten schon tausende Besucherinnen und Besucher diese sinnlichen und leisen Inszenierungen miterleben. Die Vorstellungen von „Invisible Touch 1“ gehen am 31. Januar an den Start und laufen bis zum 28. März. Via E-Mail erhaltet ihr die exakte Adresse des Veranstaltungsortes, der in der Nähe des Kleistparks in Schöneberg liegt. Das Ticket beinhaltet übrigens auch ein 3-Gänge-Menü (vegetarisch) inklusive Getränke. Ihr wollt dabei sein? Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff ‚TOUCH ME!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Invisible Touch 1 | Theater Anu | 31.1.-28.3.19, Ort wird noch bekanntgegeben | Early Bird Ticket: 62 € (inkl. 3-Gänge-Menü und Getränke) | www.theater-anu.de

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 22. Januar 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Haltung oder Pose?

Hat Angela Merkel eine Schokoladenseite? Und hat sie das eigentlich schonmal jemand gefragt? Wir wissen es nicht. Was wir wissen ist, dass es von ihr kein einziges offizielles Profilfoto gab, bis der Fotograf Dominik Butzmann dieses Porträt von ihr anfertigte, das ihre ganze persönliche Stärke, ihre Ruhe und gleichzeitig ihren Humor eindurcksvoll verbildlicht. Damit es dazu kommen konnte, verbannte er kurzerhand alle Berater und Strategen aus dem Raum und experimentierte in lockerer und vertrauter Atmosphäre – gemeinsam mit seiner Protagonistin. Es ist genau dieses Einfühlungsvermögen, dieses Gespür für die Menschen, mit denen er zu tun hat, das Dominik Butzmann zu einem der renommiertesten Fotografen unserer Zeit macht. Seit über 20 Jahren verfolgt er das Entstehen und Geschehen in der Berliner Republik. Er fotografierte die Bundestagswahlkampagne 2013 für Angela Merkel, lichtete Emmanuel Macron ab, wurde von Joachim Gauck für ein Buchcover beauftragt und schaffte es sogar, den widerwilligen Helmut Schmidt vor seine Linse zu bekommen. Ab dem 18. Januar 2019 bringt er seine aktuelle Ausstellung „Haltung“ über Politische Fotografie in der Janinebeangallery in Stellung. Butzmann geht in seinen Werken nie zu offensiv vor, im Gegenteil, er lässt den Menschen erst einmal ihren Raum und den Dingen ihren Lauf. Seine Bilder zeichnen sich durch die körperliche Präsenz der Porträtierten aus. Und der Fotograf selbst? Ist davon überzeugt, dass Fotografinnen und Fotografen unserer Zeit eine Haltung einnehmen müssen. Es geht darum, die Fakten zu zeigen und ebenso um die Schwierigkeit dabei, eine Tatsache von einer Lüge zu unterscheiden. Im Raum steht die alles entscheidende Frage, die gleichzeitig das Thema der gesamten Ausstellung ist: „Was ist eine Haltung und was ist eine Pose?“.
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Dominik Butzmann: „Haltung“ | Janinebeangallery, Torstrasse 154, 10115 Berlin | Vernissage, 18. Januar 2019, 18-21 Uhr | https://janinebeangallery.com/haltung

Foto: Dominik Butzmann

LET’S CHANGE THAT FASHION GAME

Der Fashion-Trend des Jahres heißt Nachhaltigkeit. Okay, Trend greift hier vielleicht zu kurz, viel mehr geht es um eine Lebenseinstellung, einen grundsätzlichen, nötigen und längst überfälligen Wandel in einer Industrie, die von der Kurzlebigkeit profitiert, wie kaum eine andere. Deswegen liegen unsere Highlights der anstehenden Berlin Fashion Week auch allesamt außerhalb des fast fashion-Karussels. Am Montag feiert im Kraftwerk Berlin der Film FAIR Trades Aufführung und das Wochen vor dem offiziellen Start. Der Film begleitet drei Pioniere einer nachhaltigen Zukunft in der Schweiz, Tansania und Indien und dokumentiert die Herausforderungen im Spannungsfeld aus fairer Bezahlung in der gesamten Lieferkette, biologischer Produktion und dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft. Wir verlosen 1×2 Tickets Plätze im Saal. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „FAIR IS THE NEW BLACK“ an hurra@muxmäuschenwild.de. Im Rahmen der NEO.FASHION. Show im Umspannwerk präsentieren gleich mehrere deutsche Universitäten die Werke ihrer spannendsten Modedesign-Schützlinge. Außerdem öffnet von Dienstag bis Donnerstag das Conscious Loft in Berlin Kreuzberg. Präsentiert werden Brands, die nachhaltige Mode und Beautyprodukte für die breite Masse zugänglich machen wollen. Zahlreiche Talks runden das Programm ab. Das Besondere: Im Loft sind immer nur maximal 40 interessierte Personen gleichzeitig anwesend– exklusive Athmosphäre und inspirierende Gespräche garantiert. Last not least auf unserer Liste unserer nachhaltigen Ergänzungstermine zur Fashion Week: Unsere Freunde von den Fashion Changers feiern ihren Launch am Donnerstag, wozu wir 1×2 Gästelistenplätze verlosen. Schreibt eine Mail mit „WEAR THE CHANGE“ an hurra@muxmäuschenwild.de.

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Exklusive Filmvorführung FAIR Traders | 14.1.19, 18.30 Uhr | Kraftwerk Berlin, Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin | www.fairtraders.ch | CONSCIOUS LOFT powered by MOCHNI.COM | 15.-17.1.19 Oranienstraße 10, 10997 Berlin | Tickets: 25 € | Facebook | NEO.FASHION. 2019 – GRADUATE SHOWS AT BERLIN FASHION WEEK | 14.1.19., ab 15.30 Uhr | Tickets: ab 7 € | www.neofashion.de | FASHION CHANGERS LAUNCH PARTY | 16.1.19., 20 Uhr | MIRIKA, Prinzenstraße 103, 10969 Berlin | Facebook

Ich tanze, also bin ich.

Was kann man einem Körper alles zuschreiben? Wann sieht man ihn als unberechenbar und hilfsbedürftig, wann als kontrollierbar und stark? In der 28. Ausgabe der Tanztage Berlin widmen sich junge Choreografinnen und Choreografen vom 9. bis zum 19. Januar 2019 der Wahrnehmung des eigenen und fremden Körpers. Sie gehen in insgesamt acht Premieren und drei Gastspielen der Frage nach, inwiefern sich soziale Normen in unsere Körper einprägen und auf welche Weise diese vorgegebenen Formen durchbrochen werden können. Dabei wird für einige ausgewählte Vorstellungen zum ersten Mal eine Audiodeskription angeboten, um die vielfältigen Wahrnehmungen auch für blinde und sehbehinderte Zuschauerinnen und Zuschauer zugänglich zu machen. Außerdem lässt sich in einem Gespräch mehr über die Kairoer Tanzszene erfahren, die durch zwei Choreografinnen mit ihren Arbeiten vertreten ist. Ihr solltet euch besonders auf die Eröffnung und anschließende Afterparty am 9. Januar 2019 freuen. Denn dann stehen mit der Premiere von „Sepia“ mit Annegret Schalke und „The Idea Of Satisfaction“ mit Nina Burkhardt gleich zwei echte Highlights auf dem Programm. Los geht’s um 20:30 Uhr im Festsaal der Sophiensaele.
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Tanztage Berlin 2019 | 9.-19.1.18 | Sophiensaele, Sophienstraße 18, 10178 Berlin | Tickets: ab 10 € (Reservierung: 030 2835266) | www.sophiensaele.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 08. Januar 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Musikalische Brücke

Dichter Smog liegt über der 15 Millionen Metropole, die ringsherum von hohen Bergen gesäumt wird. Wir befinden uns in Teheran, einem Schmelztiegel, der das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des heutigen Irans bildet. In den vergangenen Jahren hat hier insbesondere die Kunst ein spannendes Revival erlebt. Viele Künstlerinnen und Künstler finden langsam zu neuem Selbstbewusstsein. Sie kennen die Gedanken, Hoffnungen und Sorgen der Menschen im Iran und beziehen ihr soziales Umfeld in ihre Arbeit mit ein. Während die Bereiche Film und Bildende Kunst schon seit längerem international vertreten sind, ist Irans zeitgenössische Musik-Szene außerhalb des Landes eher unbekannt. Das unabhängige Kollektiv House No. 4 möchte dies ändern und bringt mit den ‚Days of Experimental Sounds‘ (D.O.E.S.) ein Festival nach Berlin, um Teherans Musik-Szene einem internationalen Publikum vorzustellen und einen Austausch auf professioneller, künstlerischer und privater Ebene zu schaffen. House No. 4, das 2013 von dem Teheraner Musiker Peter Pirhosseinlou gegründet wurde, hat das Festival bereits viermal in Teheran organisiert und sich so zu einer wichtigen Anlaufstelle für Musikerinnen und Musiker aus der alternativen und experimentellen Musik-Szene entwickelt. Beim diesjährigen ‚D.O.E.S.‘ im silent green Kulturquartier präsentiert das Kollektiv spannende Performances aus unterschiedlichen Musikrichtungen: Elektronisch, Experimentell, Alternativ, Audio-Visuell, Contemporary, Modern und Experimental Jazz. Für dieses tolle Musik-Festival verlosen wir noch schnell 1×2 Tickets. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‘EASY D.O.E.S. IT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Gate of Tehran Festival – Days of Experimental Sounds | silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin | 14.-16.12.2018 | Facebook | Foto: Golnar & Mahan von Ina Aydogan

Und was hat das mit mir zu tun?

Kennen wir unsere Rechte? Also nicht nur als Bürger oder Gast oder Kunde, sondern ganz grundsätzlich als Mensch? Und sind wir uns der Tatsache bewusst, dass diese für uns selbstverständlichen Gleichheitsgrundsätze genau dies eben allzu lange nicht waren: nämlich selbstverständlich? Vor 70 Jahren, genau am 10. Dezember 1948, verpflichteten sich die UN-Staaten weltweit zu dem Bekenntnis, dass Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren werden, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status. Seit 1961 setzt sich die unabhängige Nichtregierungsorganisation AMNESTY INTERNATIONAL weltweit und unermüdlich für die Einhaltung der in dieser Erklärung verbrieften Rechte ein. Sie deckt auf, weist auf Missstände hin und ergreift Partei für die, deren Rechte verletzt werden, und jene, die für ihr Engagement für die Menschenrechte von Verfolgung, Folter und der Todesstrafe bedroht sind. Zum 70. Jubiläum will die Menschenrechtsorganisation gemeinsam mit prominenten Unterstützern wie Wana Limar, Samy Deluxe, Gerhart Baum, Constanze Kurz und Idil Baydar die Menschenrechte wieder stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken. Denn gerade in Zeiten von zunehmendem Rassismus, Hass und Agitation gegen Minderheiten, Aufweichung rechtsstaatlicher Prinzipien, Datenunsicherheit und Unilateralismus ist der Diskurs über die Unveräußerlichkeit von Rechten aller Menschen aktueller und wichtiger denn je. Dieser Diskurs muss auf gesamtgesellschaftlicher und politischer Ebene genauso geführt werden, wie auf persönlicher. Dafür hat AMNESTY eigens ein kostenloses Aktionspaket entwickelt, das neben den Menschenrechten in Bookletform auch Argumente, Sticker und weiteres Material enthält und über www.amnesty.de bestellbar ist.
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70. Jubiläum der Menschenrechte, Amnesty International | 10.12.18 | www.amnesty.de

VinoKilo x Holzmarkt

Die eigentlich besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit artet viel zu oft in wahrhaften Konsumstress aus. Das Schlimmste daran: Mit näher rückendem Bescherungstermin, werden häufig auch die Einkäufe wahlloser. Hier noch ein Schal, dort ein Pullover – irgendwem wird das schon gefallen. Die Fast-Fashionindustrie läuft auf Hochkonjunktur, das Shopping-Erlebnis wird zum Spießrutenlauf. Das Social Business VinoKilo ist so etwas wie der stylische Gegenentwurf zum gerade Beschriebenen. Das Mainzer Unternehmen bezieht weltweit Vintage- und Secondhand-Mode, bereitet sie von Hand auf und lässt sie bei legendären Pop-up-Events wieder in den Konsumkreislauf fließen. Das Ziel: endlose Lebenszyklen von kuratierter Kleidung, die sonst irgendwo unbenutzt herumliegt. Gezahlt wird pro Kilo (daher der Name). Durch die besondere Atmosphäre der Events mit Food, Musik und gutem Wein (daher auch der Name) wird das Shoppen der neuen Styles selbst zum außergewöhnlichen aber vor allem bewussten und nachhaltigen Erlebnis. VinoKilo-Gründer Robin Balser möchte Menschen dazu ermutigen, Kleidung als zeitlose Kunstwerke und vor allem als eine echte Alternative zu Fast und Firsthand-Fashion zu sehen. Im Gegensatz zu neuen Produkten, die von der Bekleidungsindustrie hergestellt werden, tragen Vintage-Kleidungsstücke immer auch ein Stück Geschichte und Geschichten in sich. Am kommenden Samstag steigt das nächste Pop-up Event im Holzmarkt25 in Berlin. Na wenn das keine Gelegenheit ist, sich selbst oder wen auch immer mit ausgesuchten Vintage-Schätzen zu beglücken.
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VinoKilo Pop-up Event | Holzmarkt25, Holzmarktstrasse 25 in 10243 Berlin | 8.12.18, 12 – 22 Uhr | Facebook | www.vinokilo.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. Dezember 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

MMW XMAS Bazaar

„Alle Jahre wieder…“ Na gut, wir tun es erst zum zweiten Mal, aber so beginnt das eben mit den Traditionen. Im letzten Jahr erstrahlte unser Innenhof beim MMW Charity Bazaar für uns/euch und die gute Sache im wundervollsten Weihnachtslichterglanz. Und weil es so schön war, setzen wir in diesem Jahr gern noch einen drauf. Am 12.12. ab 17 Uhr laden wir euch und alle Freunde, Bekannte, Partner und liebe Menschen zu unserem MMW XMAS BAZAAR – einem ganz besonderen kleinen Weihnachtsmarkt ein. Wir entzünden die Feuerschale und kochen mit viel Liebe roten und weißen Glühwein nach finnischem Spezialrezept. Wir sorgen für musikalische Untermalung (Überraschung!) und unsere Freunde von Kauf Dich Glücklich steuern an ihrem Stand nicht nur First Hand-Modeschnäppchen zum Einkaufspreis, sondern auch ihre legendären Waffeln bei. In Worten WAFFELN!!! Dazu bieten wir in Kooperation mit unseren nachhaltigen Lieblings-Fashionistas von VinoKilo handverlesene Vintage-Schätze feil und versorgen euch mit besonderen Geschenken aus unserem Kundenportfolio. Sämtliche Erlöse aus dem Klamotten-, Getränke-, Geschenke- und Waffel-Verkauf fließen, genau wie im letzten Jahr, in die Projekte der Berliner Kältehilfe. Was übrig bleibt, geht als Sachspende eben genau dort hin.

Leute, wir freuen uns riesig darauf, mit euch ums Feuer zu stehen, zu lachen, kurz innezuhalten und mit einem selbstgekochten Glühwein auf das zu Ende gehende Jahr anzustoßen.

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MMW XMAS Bazaar | 12.12.18, ab 17 Uhr | MMW Space, Naunynstraße 38, 10999 Berlin | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 27. November 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare