Weltuntergang, Teil 6

66 Millionen Jahre ist es her, da ging die Welt zum letzten Mal unter. Ein Opfer des fünften großen Artensterbens ist eines der größten Tiere der Erdgeschichte: der imposante Brachiosaurus. Unter seinem Skelett, diesem Mahnmal, diskutieren im Rahmen der Sonderausstellung ARTEFAKTE im Naturkundemuseum namhafte Personen aus Forschung, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft darüber, wie wir den nächsten Weltuntergang verhindern können. Übergeordnet steht die Frage: „Klimaschutz: Wirtschaftsfaktor oder Überlebensprinzip?“. Konkret erörtern zum Beispiel Svenja Kannt (#FridaysForFuture), Svenja Schulze (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) oder Torsten Kallweit (Leiter für Nachhaltigkeit bei der Robert Bosch GmbH), welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strategien und Bündnisse geschlossen werden müssen, um dem Klimawandel zu begegnen. Faszinierende Luftaufnahmen, giftgrün leuchtend, feuerrot strahlend, betten die Gespräche visuell ein. Der New Yorker Fotograf J Henry Fair bebildert damit unter dem Titel ARTEFAKTE die massiven Einflüsse des Menschen auf die Umwelt durch Kohleabbau, Fracking oder Abfallgruben von Schweinefäkalien. Dass es höchste Zeit ist zu handeln, ist klar. Was wir alle zu diesem Handeln beitragen können, können wir uns am 27. Juni anhören. Und dabei dem Brachiosaurus zuflüstern, dass wir planen, es besser zu machen.
_____
ARTEFAKTE | Museum für Naturkunde Berlin | museumfuernaturkunde/artefakte | Podiumsdiskussion „Klimaschutz: Wirtschaftsfaktor oder Überlebensprinzip?“ | Do 27.06. 19.30 Uhr | Eintritt frei, Anmeldung hier | Facebook

The more you know the less you believe

Die Gedanken sind frei. Aber was ist mit Gedanken, die Form und Gestalt annehmen? Ist Wissen frei? Und was bedeutet das überhaupt? Wie werden aus Daten Informationen und aus Informationen Wissen? Was ist richtig, was ist falsch in Zeiten von Fake News, gefühlten Wahrheiten und alternativen Fakten? Der Wikimedia e.V. ist der gemeinnützige Verein hinter der Wikipedia Welt. Am kommenden Samstag feiern wir gemeinsam mit Wikimedia Deutschland den Tag des Freien Wissens. Ab 10.30 Uhr wird auf der großen Bühne im ddb Forum informiert, diskutiert und hinterfragt. Die Wikimedia Units Wikipedia, WikiCommons, WikiData und die WikiVersity präsentieren sich im Lichthof in einer Erlebnisausstellung mit faszinierenden Exponaten und Mitmach-Aktionen. Den Tag eröffnet Abraham Taherivand, Geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland. Zu den Speakerinnen und Speakern gehören u.a. Netzaktivistin Theresa Hannig, die sich mit der sprachlichen Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzt oder Saskia Esken, Mitglied des Deutschen Bundestags, die spannende Impulse zur Digitalisierung im Bildungskontext liefert. Besucherinnen und Besucher erwarten außerdem jede Menge Workshops, Speis und Trank sowie direktes Networking mit den Menschen hinter den Beiträgen. Im Sinne einer neuen Datenpolitik wird unter dem Motto „Daten sind das neue Grundwasser“ die legendäre Datenpumpe von Wikimedia ausgestellt. Keine Ahnung was das ist? Rausfinden! Der Eintritt ist frei, schließlich geht es hier um Freiheit und Transparenz. Übrigens: der Tag des Freien Wissens geht am Abend nahtlos über in die Lange Nacht der Wissenschaften. Geballter Input also am kommenden Wochenende.
_____
Tag des Freien Wissens | ddb forum berlin | Facebook | tagdesfreienwissens.de

Meere ohne Plastik

Wir wollen die Welt verbessern. Und wir sind damit nicht allein. Denn gemeinschaftliches Engagement für einen lebenswerteren Planeten ist, wie wir wissen, auch bitter nötig. Wie das aussehen könnte, ist am 16. Juni am Finale der Dopper Changemaker Challenge zu sehen. Dopper, das sind die mit den cool designten Mehrweg-Trinkflaschen mit integriertem Becher. Und die mit der Mission: Sauberes Wasser. In allen Ozeanen. Aus jedem Wasserhahn. Das heißt: Fertig mit Plastik in den Gewässern und Fischbäuchen dieser Welt. Wenn allerdings weiterhin jährlich über acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere geschüttet werden, befindet sich 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean. Wir sagen das jetzt nochmal: Mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren. In dreißig Jahren. Um das zu verhindern, hat Dopper Bachelor- und Masterabsolventen aus allen Disziplinen dazu aufgerufen, sich mit einem Projekt zur Minimierung des Plastikmülls oder zur Säuberung der Meere für die Changemaker Challenge zu bewerben. Gesucht wurden Weltverbesserer aus vier Nationen: England, Niederlande, Nepal und Deutschland. Welche 20 Ideen in Deutschland im Finale sind und das größte Potenzial haben, die Welt zum Besseren zu verändern, wird an besagtem 16. Juni am Landwehrkanal zu sehen sein. Da kann man sich dann schon mal inspirieren lassen fürs eigene Bessere-Welt-Projekt.
_____
Dopper Changemaker Challenge | Sonntag, 16. Juni, 11.30 bis 13.30 | Landwehrkanal, Höhe Ratiborstraße und Reichenberger Straße | dopperchangemakerchallenge.com

Food for the Eyes

Mein Freund, meine Katze mein Mittach – keine Frage, Food-Fotos waren und sind ein Social Media Phänomen. Dass die Darstellung von Essen auch schon vor 100 Jahren in der Fotografie eine Rolle spielte, kann man ab dem 8. Juni 2019 bei „Food for the Eyes. Die Geschichte des Essens in der Fotografie“ im C/O Berlin visuell degustieren. Es wird eine Vielzahl an Werken aus den Bereichen Mode und Fotojournalismus bis hin zur Werbung ausgestellt, um einen möglichst umfangreichen Überblick über die Aufnahme von Nahrungsmitteln in den letzten zwei Jahrhunderten zu bekommen. Dabei ist die Ausstellung in insgesamt drei Kapitel unterteilt: „Stillleben“ zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler dem traditionell malerischen Genre gefolgt sind und wie die Malerei die Food-Fotografie inspiriert hat. „Around the Table“ wiederum wirft einen Blick auf die Rituale des gemeinsamen Essens. Welche Werte und kulturellen Identitäten spiegeln sich darin wider? Das letzte Kapitel „Playing with Food“ geht der Frage nach, wie in der Kombination von Spiel und Nahrungsmitteln Werke entstehen, die unser Leben und unsere Zeit humorvoll reflektieren. „Food for the Eyes“ dokumentiert also nicht nur das Essen selbst – sondern es geht bei der Ausstellung um einen gesamten Fokus auf unterschiedliche Themen, die alle mit Nahrung und dem Akt des gemeinsamen Essens zusammenhängen. Für die Ausstellung im C/O Berlin verlosen wir insgesamt 3×2 Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „FOODPORN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Food for the Eyes. Die Geschichte des Essens in der Fotografie | C/O Berlin Foundation, Amerika Haus | Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin | Regulär 10 Euro, ermäßigt 6 Euro | www.co-berlin.org

FOTO: OUKA LEELE, PELUQUERÍA, 1979, C-PRINT © OUKA LEELE

OUKA LEELE, PELUQUERÍA, 1979, C-PRINT © OUKA LEELE

Unerhörte Stimmen

„So sehr Leila es auch dreht und wendet: Sie wurde ermordet. Wie konnte es zu dieser Tat kommen? Fieberhaft denkt sie zurück an die Schlüsselmomente ihres aufreibenden Lebens, an den Geschmack von gewürztem Ziegeneintopf aus ihrer Kindheit, an den Gestank der Straße der Bordelle, wo sie arbeitete, und den Geruch von Kardamomkaffee, den sie mit einem jungen Mann teilte, der zu ihrer großen Liebe wurde.“ Die gebürtige Straßburgerin Elif Shafak gehört heute nicht nur zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart, sondern für viele auch zu den wichtigsten türkischen Autoren-Stimmen. In ihrem kürzlich erschienenen Roman „Unerhörte Stimmen“ schreibt sie von der Türkei und von Istanbul. Sie erzählt die Geschichte der prostituierten Leila, einer Frau, die am Rand der Gesellschaft Halt sucht und den Tod findet. Es sind diese „Anderen“, die Spinner, anders Denkenden und Sonderlinge, die in Elif Shafaks Bücher regelmäßig zu Protagonisten und Helden werden. Ihren neusten Roman widmet sie den „Frauen Istanbuls und der Stadt Istanbul, die eine weibliche Stadt ist und immer war. Mit ihren Artikeln und Auftritten wurde sie zum viel beachteten Sprachrohr für Gleichberechtigung und freiheitliche Werte zunächst in der Türkei, später in ganz Europa. Mit Unerhörte Stimmen ist sie nun auf Lesereise. Für die Termine in Berlin am Sonntag, sowie Hamburg und München sind noch Restkarten erhältlich. Wir verlosen außerdem ein Buch-Exemplar an die Unerhörten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LEILA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
„Unerhörte Stimmen“ Elif Shafak Lesetour | 2.06., 18 Uhr Berlin Großer Sendesaal rbb | 03.06. 19.30 Uhr Hamburg, Magazin-Filmkunsttheater | 24.06. 20 Uhr München, Ludwig-Maximilians-Universität, Große Aula | keinundaber.de

Der letzte Dance

Die Nachricht kursiert bereits seit einigen Wochen und ist mittlerweile offiziell bestätigt: nach dem Himmelfahrtswochenende wird das Prince Charles vorläufig seine Türen schließen und in seiner bisherigen Form so nicht mehr existieren. Und alle so BVGHTFWDTU$ZFGUSIHAG%Z!!! Doch Entwarnung naht. Die legendär und viel befeierten Räumlichkeiten mit Betonoptik und der Bar im Swimmingpool vertragen laut den Betreibern neues Leben und müssen dementsprechend umgestaltet werden. Nach dem Umbau soll der Clubbetrieb dann im Spätsommer wieder aufgenommen werden und mit „neuem Konzept, Gewand und Elan” zurückkehren. Das Prince Charles entwickelte sich in den vergangenen acht Jahren zu einem regelrechten Pendant vieler Berliner Techno-Clubs und war gerade unter Hip-Hop Fans mit Partyreihen wie „Burgers & Hip Hop“ ein beliebter Anlaufpunkt. Nun verabschiedet sich der Club gleich mit zwei Grand Finale Partys, auf der euch neben zwei großartigen Line-ups auch die besten Burger vom 3-fachen „Burgers & Hip Hop“ Gewinner Gorilla Barbecue erwarten. Für die House-Heads steigt am 31. Mai 2019 die Grand Finale House Party, bevor es am 01. Juni 2019 schließlich zum vorerst letzten Tanz auf der Grand Finale Hip Hop Party kommt. Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste EACH! Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚HIP‘ für die House Party oder ‚HOP‘ für die finale Hip Hop Sause an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Prince Charles | 31.05. Grand Finale House | 01.06. Grand Finale Hip Hop | www.princecharlesberlin.com

Götterfunken

Am Samstag steigt in der Parkbühne Wuhlheide in Berlin ein Open-Air-Konzert mit dem Titel „Gods of Rap“. Rap-Götter? Wer soll das sein? Sowas gibt es doch gar nicht mehr. Public Enemy, das waren Rap-Götter. De La Soul vielleicht oder der Wu Tang-Clan. Das war einmal, das wird nie wieder. Allein bei dem Gedanken daran die drei eben genannten nochmal live und in Farbe auf einer Bühne performen zu hörsehen, lässt einen ganz warm ums Oldschool Hip-Hop-Herz werden. Und was soll man sagen, genau das wird am Wochenende passieren. Denn die eben genannten Rap-Legenden sind tatsächlich gemeinsam auf Tour und machen mit ihrem Tross im schönen Oberschöneweide Halt. Mit im Gepäck ist übrigens noch ein weiteres Rap-Schwergewicht. Und zwar Kult Hip-Hop DJ Premier, der als Host des Abends fungieren wird. Der Wu-Tang Clan ist seit den frühen 90ern mit seinen schillernden Charakteren wie RZA, GZA, Method Man oder Ghostface Killah (zu Deutsch: Geistgesicht Töter, he he) und dem aggressiven Rap aus dem Hip-Hop nicht mehr wegzudenken. Ebenso wie Public Enemy, die bereits 1988 mit ihrem Album „It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back“ zum Sprachrohr des Black America wurden. Nur ein Jahr später legten De La Soul mit ihrem Albumdebüt „3 Feet High And Rising“ nach und schufen damit einen der Meilensteine der Hip-Hop-Geschichte. Auf dem Konzert gibt es dann überwiegend altes Material und der ganze heiße Shit von frühen Alben. Wenn ihr also nochmal die Helden eurer Jugend live erleben oder aber hören wollt, wie der Hip-Hop vor eurer Geburt klang, empfehlen wir dringend entsprechenden Termin. Und natürlich verlosen wir auch 2×2 Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BOMB SQUAD‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Gods of Rap | 18.05.2019 Parkbühne Wuhlheide, Berlin | Tickets: 60 Euro zzgl. Gebühren | godsofrap.com

The Upper Austria Effect

Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Oberösterreich denkst? Wir sind ehrlich, bei uns sind kulinarische Schmankerl wie Linzer Torte, Knödel in all seinen Variationen und deftiger Mostbratl. Schließlich sind Tradition und Brauchtum wichtige Eckpfeiler einer Region, die als Genussland großen Wert auf heimische und natürliche Lebensmittel legt. Gesäumt vom alpinen Bergmassiv mit seinen zahlreichen Seen und einer ausgewogenen Kulturlandschaft zieht das Bundesland nicht umsonst viele Touristen an und bietet eine hohe Lebensqualität. Doch Oberösterreich ist nicht nur als Urlaubsziel attraktiv: es hat sich in den vergangenen Jahren zu einem dynamischen Wirtschaftsraum und zu einer höchst erfolgreichen Standort-Region für Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Fachkräfte und Studierende in Europa entwickelt. Und da Deutschland mit einer Exportrate von über 40 Prozent zum wichtigsten Handelspartner Oberösterreichs geworden ist, präsentiert die Region vom 20. bis zum 24. Mai 2019 in einem Pop Up Store im Quartier Zukunft der Deutschen Bank eine oberösterreichische Erlebniswelt aus Wirtschaft, Forschung, Tourismus, Design und Kultur. Ein buntes Programm aus verschiedenen Events zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten und spannende Exponate laden dazu ein, die kulturelle Vielfalt von Land und Leuten besser kennenzulernen. Ach so und Schmankerl gibt es natürlich auch.
_____
Pop Up Store Oberösterreich | 20. – 24. Mai 2019 | Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr | Quartier Zukunft der Deutschen Bank, Friedrichstraße 181, 10117 Berlin | www.theupperaustriaeffect.at | Foto: M. Kohlmayr

#WorstVenueEver forever!

Den inoffiziellen Titel #worstvenueever hat sich unser geliebter Heimathafen dereinst bei einem Tokyo Hotel-Gig verdient, verliehen von den Teen Boys höchstpersönlich. Na, wenn das nichts ist! Und überhaupt hat das Etablissement an der Karl-Marx-Straße in den zehn Jahren seines Bestehens so manches Highlight (üb)erlebt. Das muss gefeiert werden. Und zwar mit einem amtlichen Spektakel am kommen Freitag samt plätscherndem Schnäpperken-Brunnen, Requisiten-Tombola, Originalbar der „Rixdorfer Perlen“ aus dem „Feuchten Eck“, einer Zeitschleuse, Boxring, allerlei kulinarische Spezialitäten aus dem Kiez, musikalischen Glanzlichtern von der Swingband ‚Chloé et Les Enfants Terribles‘ und dem DJ-Team ‚True Colors‘ – und jeder Menge kleine und große Überraschungen. Das Motto: 10 Jahre sind 1 Nacht! Dresscode: Das Beste aus den vergangenen 143 Jahren Neukölln: ob Jahrhundertwende, gezwirbelter Schnurrbart, Turnvater Jahn, Vokuhila, 4Blocks-Look oder Sophisticated-Hipster-Fit. Denn abseits der großen Häuser der Stadt spiegelt der Heimathafen die ihn umgebende Realität – als Reaktion auf die sich ständig verändernde Vielfalt aus Farben, Stilen, Genres, Milieus und Kulturen. Bevor aus Rixdorf Neukölln wurde, galt die Stadt vor den Toren Berlins als das Vergnügungsviertel der einfachen Leute. Der Festsaal wurde 1876 gebaut und schnell zur Institution mit Unterhaltungswert. Zur Jahrhundertwende wurde hier aufgeführt, was gefiel: Ob Varieté-Theater, Boxkampf oder Modeschau. Im Heimathafen Neukölln lebt ein Stück Rixdorfer Lebensgefühl weiter. Seit der Gründung 2009 bietet er eine Bühne für viele und vieles in den Bereichen Amüsemang, Musik, Tacheles und Theater.
_____
10 Jahre sind 1 Nacht – das Heimathafen Jubel Jubiläum | Fr. 26.04.2019, 19.30 Uhr | Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin | Facebook Eventlink | eventbrite.de

SURF, EAT, SLEEP, REPEAT

Gesäumt von den grünen Hügeln Asturiens, einer beeindruckenden Steilküste und dem alpinen Bergmassiv „Picos de Europa“ im Rücken ist der Playa de Vega einmalig in Europa. Der perfekte Ort also, um neue Freiräume zu kreieren, den Austausch untereinander anzuregen, spannende Entdeckungen zu machen, Erfahrungen zu teilen oder einfach mal zu entspannen. So lautet zumindest der Ansatz von „VegaVerde“, einem wunderbaren Projekt, dass die Affinität zu Sport in der Natur sowie Themen rund um Umweltbewusstsein und globale Zusammenhänge in einwöchigen Kursen verbinden möchte. Konkret liegt der Fokus dabei auf Surfen, Yoga und Ausflügen zu den schönsten Kletterspots der Umgebung. Die Kurse gibt es entweder als All-Inklusive Variante, welche alle Surf-, Kletter- und Yogakurse sowie Vollverpflegung und Unterkunft für 550€ die Woche beinhalten. Alternativ kann man auf das SURF, EAT, SLEEP, REPEAT Angebot zurückgreifen, wo für 375€ die Woche Unterkunft und Verpflegung sowie Surfbretter und Wetsuit gestellt werden. Übernachtet wird im Glamping Steilwandzelt mit Bett und liebevoller Einrichtung oder in einer von den urigen Holzhütten mit eigenem Badezimmer und Küche. Die Nähe zu lokalen Landwirtinnen und Landwirten ermöglicht es VegaVerde übrigens, weitestgehend verpackungsfrei zu wirtschaften und eine ausgewogene und abwechslungsreiche vegetarische Ernährung aus frischen Salaten, raffiniert kombinierten Hauptgängen und fruchtig feinen Desserts anzubieten. Für den perfekten Start in die Frühlingssaison verlosen wir einen einwöchigen EAT-SURF-SLEEP Kurs für 1 Person. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‚Playa de Vega‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
VegaVerde | 08.05-15.06.2019 und 07.09.-19.10.19 | Facebook

Russell James – „Angels and Icons“

Fernab von Haute Couture, Selbstinszenierung und Werbebotschaft hat es der Fotograf Russell James geschafft, das Verständnis von Aktfotografie und die Darstellung des weiblichen Körpers in der Fotokunst völlig neu zu definieren und sich von traditionellen Darstellungsmustern zu lösen. Davon kann man sich ab dem 13. April 2019 bei „CAMERA WORK“ selbst überzeugen, wo bis zum 8. Juni 2019 mehr als 40 seiner neuen Arbeiten präsentiert werden. Die Galerie vertritt schon lange zahlreiche renommierte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt, um neuen Positionen Raum zu verschaffen. Unter dem Titel „Angels and Icons“ zeigt der australische Fotokünstler dort nun eine Auswahl von der „New Generation of Supermodels“ mit Lily Aldridge, Alessandra Ambrosio, Toni Garrn, Gigi Hadid, Kendall Jenner und vielen mehr. Dabei werden die meisten Fotografien zum ersten Mal ausgestellt und geben einen tiefen Einblick in das Schaffenswerk des Fotografen und dessen Einfluss auf die gegenwärtige Akt- und Modefotografie. Bei Russell James sind es nicht der Voyeurismus oder die Verbindung des Aktes in Werbebotschaften, die die prägenden Charakteristika seiner Arbeiten ausmachen. Vielmehr definieren sich seine Werke durch den Blick der porträtierten Frauen auf sich selbst, ihren Körper und ihre Persönlichkeit. Am ersten Tag führt Russell James selbst kostenlos durch die Ausstellung und berichtet von seiner Arbeit mit den Supermodels und den spannenden Hintergrundgeschichten zur Entstehung seiner „Angels-Serie“.
_____
Ausstellungsrundgang mit Russel James | CAMERA WORK, Kantstraße 149, 10623 Berlin | 13.04.19 | 15-17 Uhr, Eintritt frei | Facebook | Credit: © Russell James / Courtesy of CAMERA WORK

Tōkyō & Berlin

Tokyo und Berlin, beide Mittelpunkt des politischen und kulturellen Geschehens in ihrem Land, blicken auf eine ziemlich wechselhafte Geschichte zurück. Viele verbinden gerade mit Tokyo eine anonyme Millionen-Metropole aus Wolkenkratzern und Neonfassaden. Doch trotz ihrer enormen Größe haben die Städte eine wunderbare und ziemlich besondere Gemeinsamkeit: Beide setzen sich aus vielen kleinen unterschiedlichen Stadtteilen, Vierteln und Kiezen zusammen, die allesamt ihren eigenen Charakter und ihr eigenes Flair besitzen. Anlässlich der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Tokyo und Berlin lässt sich ab dem 8. April 2019 im JDZB ein spannender und vielschichtiger Diskurs von Fotografen aus beiden Städten bestaunen. Die Ausstellung „Tōkyō & Berlin: Zwei Metropolen – Tausend Dörfer“ wirft einen persönlichen und tiefen Blick auf die Orte und ihre Bewohner. Kojima Yasutaka, Kiên Hoàng LÊ sowie Tsuchida Hiromi portraitieren Berlin, Ohnishi Mitsugu, Harbie Yamaguchi und Günter Zorn Tokyo. Die entstandenen Bilder wechseln thematisch zwischen Chaos und Struktur, Vitalität und Stille, Gegenwart und Vergangenheit und entführen uns auf eine außergewöhnliche Zeitreise voller Gegensätze durch Tokyo und Berlin, bei der immer auch ein Hauch von Nostalgie mitzuschwingen scheint.
_____
Tōkyō & Berlin: Zwei Metropolen – Tausend Dörfer | Japanisch-Deutsches Zentrum, Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin | 09.04-28.06.19 | www.jdzb.de/veranstaltungen | Öffnungszeiten: Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 10-15.30 Uhr, Eintritt frei | Foto: Mitsugu Ohnish

Craved to Flow

Als eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser in Europa hat der Gropius Bau viele Erfahrungsräume geschaffen und internationalen Ruf erlangt. Nach der Umgestaltung und Neukonzeption des Gebäudes lädt das Ausstellungshaus im Rahmen von „Gropius Bau neu erleben“ am 23. und 24. März 2019 dazu ein, die Räumlichkeiten neu zu entdecken. Unter anderem wird im Lichthof eine neue Auftragsarbeit von Chiharu Shiota frei zugänglich sein. Außerdem ist die Ausstellung „And Berlin Will Always Need You“ sowie die von der Buchhandlung Walther König kuratierte Ausstellung „Museum im Kopf“ zu sehen. Am ersten Tag stellt die Künstlerin Otobong Nkanga den dritten Teil ihres Projektes „Carved to Flow“ vor, das 2017 auf der documenta 14 mit einem Labor, einem öffentlichen Programm und der Herstellung einer marmorierten Seife namens O8 Black Stone begann. Dazu verwandelt sich ihr Raum im Gropius Bau in ein temporäres Seifen- und Diskussionslabor. Als Besucherin und Besucher kann man dabei zusehen, wie verschiedene Seifen gemeinsam mit der Seifen- und Kosmetikproduzentin Evi Lachana produziert werden, und neben dem Herstellungsprozess die künstlerische Praxis Otobong Nkangas erforschen. Für diese exklusive Seifenherstellung am 24. März 2019 verlosen wir 1 x 2 Tickets. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff „SO8AP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de. An diesem Wochenende ist übrigens erstmals das neue Hausticket erhältlich, womit sämtliche Ausstellungen und Veranstaltungen im Gropius Bau zugänglich sind.
_____
Seifenherstellung mit Evi Lachana im Rahmen von Gropius Bau neu erleben – Open House | 24.03.19, 12:00 & 15:30 Uhr | Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin | Facebook

arge, Argekunst, Soap making with Evi Lachana

Grenzenlos?

Als das Bündnis #unteilbar im Oktober letzten Jahres zur Demonstration von Zusammenhalt in Berlin auf die Straßen rief, folgten dem rund eine Viertel Million Menschen. Und auch, wenn einige trittbrettfahrende Gruppierungen zumindest am Rande für Diskussion sorgten, war der Marsch vor allem eines: ein starkes Signal der Gemeinsamkeit im Kampf für Gerechtigkeit und Demokratie im Angesicht von stärker werdendem Hass und politischem Autoritarismus. Doch auch nach der Demonstration bleiben die Fragen von #unteilbar virulent: Wie lassen sich soziale Herausforderungen und Anti-Rassismus zusammen denken? Wie korrelieren Identitäts- und Umverteilungskämpfe miteinander? Wie kann der aufkommende Rechtsautoritarismus erklärt, aber auch eingedämmt werden? Welche Allianzen müssten dafür geknüpft werden und was bedeutet heute Solidarität? Am 19. März schafft das HAU Hebbel am Ufer einen Raum, in dem diese Themen aufgefächert und vertieft werden können. Das Diskussionsformat, kuratiert vom #unteilbar-Team zusammen mit Missy Magazine-Herausgeberin Margarita Tsomou und der Soziologin Sabine Hark, ist als öffentlicher Think Tank gedacht. Am runden Tisch diskutieren unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, darunter Max Czollek („Desintegriert Euch!“), IG Metall-Vorstand Uwe Meinhardt und Koray Yılmaz-Günay vom Migrationsrat Berlin-Brandenburg, über mögliche Potentiale von #unteilbar-Politiken. Den Auftakt bildet eine Diskussion zum selbstreflektorischen Thema „schwierige Solidaritäten“. Nach einem Impulsvortrag von Sabine Hark werden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten solidarischen Handelns intensiv besprochen.
_____
#unteilbar Think Tank – Über schwierige Solidaritäten | 19. März 2019, 19 bis 21 Uhr, Einlass: 18 Uhr | HAU Hebbel am Ufer | Stresemannstr. 29, 10963 Berlin | Facebook | Foto: Stephan Guerra

Bau Haus!

Es existierte nur 14 Jahre und entwickelte sich dennoch zur bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des bauhaus zeigt das Haus der Kulturen der Welt vom 14. März bis zum 10. Juni 2019 alle vier Kapitel des Ausstellungs- und Forschungsprojekts „bauhaus imaginista“. Die Veranstaltungsreihe erzählt die Geschichte des Bauhauses und hebt seine globalen Auswirkungen und internationalen Verflechtungen hervor. Nach den Ausstellungen in Hangzhou, Kyoto, Tokyo, Saõ Paulo, Lagos, Delhi, New York und Moskau führt das HKW all diese lokal entwickelten Ausstellungen zu einer großen Gesamtschau zusammen. Auf 2.000m² werden historische Objekte und neue Auftragsarbeiten von Kader Attia, Luca Frei, Wendelien van Oldenborgh, The Otolith Group, Alice Creischer, Doreen Mende, Paulo Tavares und Zvi Efrat präsentiert. Kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson beinhaltet das abwechslungsreiche Vermittlungsprogramm Führungen, Workshops, einen Audioguide und das Schulprojekt „bauhaus reloaded – Schüler*innen gestalten Zukunft“. Am 11. und 12. Mai findet mit „A New School“ noch eine spannende Konferenz statt, welche die Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung experimenteller pädagogischer Praktiken beleuchtet.
_____
Eröffnung: bauhaus imaginista | 14. März – 10. Juni 2019 | Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin | bauhaus-imaginista.org | Foto: Bauhaus-Archiv Berlin

Ein Tag, fünf Konferenzen

Großartige Dinge werfen ihre Schatten voraus. Und großartige Dinge sind vor allem auch ziemlich schnell ausverkauft. Und weil das so ist, möchten wir euch schon heute auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen, die am 6. Mai im schönen Hamburg stattfindet. Der EMOTION Women’s Day ist ein hochkarätiges, internationales Event für Frauen und so etwas wie die perfekte Mischung aus Fortbildung, Festival und dem famosen EMOTION WOMEN’S BUSINESS DAY. Neben inspirierenden Speakerinnen und Speakern, gibt es zahlreiche Workshops, Networking, Mentoring-Sessions und eine fulminante Aftershowparty. Besonders: Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, Inhalte und Formate aus fünf unterschiedlichen Konferenzen zu wählen. Fünf in einem also. Bei der EMOTION-Konferenz trifft man auf Frauen, die selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen. Sie sind Rollenmodelle, Impulsgeberinnen, Kolleginnen und Freundinnen und inspirieren uns dazu, es ihnen gleich zu tun. Auf der WORKING WOMEN-Konferenz teilen Frauen ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag in Impulsen in der großen Gruppe und in individuellen Speed-Mentoring-Sessions. Es gibt schließlich nicht nur den einen Weg, eine Karriere zu finden, die zum Leben passt. Die DIGITALISIERUNG-Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema der Stunde, präsentiert führende weibliche Köpfe der Digitalbranche und vermittelt echte Skills, die tatsächlich weiterbringen. Moderne Denkansätze zu aktuellen Problemen werden auf der COACHING-Konferenz beleuchtet. Hier geht es um die persönliche Weiterentwicklung und die Frage, was wir voneinander lernen können. Die SLOW-Konferenz unterstützt uns dabei, innere Kraft für unser äußeres Handeln zu gewinnen. Ihr könnt euch für eine der fünf Säulen entscheiden oder euch euer ganz persönliches EWD-Erlebnis einfach aus verschiedenen Inhalte zusammenstellen. Der Vorverkauf läuft und aktuell sind noch die letzten Early Bird-Tickets verfügbar. Wir verlosen außerdem exklusiv 1×2 Festival-Tickets. Schreibt uns eine Mail mit  dem Betreff „XX“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
EMOTION Women’s Day | 06.05.2019 | Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 13, 20148 Hamburg | https://www.emotion.de/womensday

Alte weiße Männer

Ist der alte weiße Mann eine bedrohte Spezies? Und das vielleicht sogar zu Recht? Was soll das überhaupt sein und wie kann man als junger weißer Mann vielleicht sogar irgendwie verhindern, selbst einer zu werden? In Sophie Passmann’s neuem Meisterwerk „Alte weiße Männer“ geht die Autorin diesen Fragen gehörig auf den Grund. Sie will Gewissheit über das Klischeebild, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Die junge Feministin hält nämlich nichts von billigen Punchlines. Stattdessen hat sie sich dazu entschlossen, 15 mächtige Männer zu interviewen und mit ihnen über dieses heikle Thema zu sprechen. Was daraus entstanden ist, gehört definitiv zu den klügsten und gleichzeitig unterhaltsamsten feministischen Texten, die man zwischen zwei Buchdeckel drucken kann. Die 24-jährige stand bereits in ihrer Jugend als Poetry-Slammerin, Comedian und Autorin auf der Bühne. Außerdem sammelte sie als Radiomoderatorin bei 1LIVE sowie im Ensemble des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann ordentlich Vokabular. Ihr aktueller Hauptwohnsitz ist übrigens das Internet, wo sie regelmäßig auf verschiedenen Plattformen über alles spricht, was in ihrem Leben eine Rolle spielt. Dazu gehört natürlich auch ihr neues Buch, das morgen im Handel erscheint. Passend zum Buch-Release veranstaltet der Festsaal Kreuzberg am 13. März eine Lesung samt Interview mit Sophie Passmann, die weder bunte Frauen, noch weiße, orange oder sonst wie gemusterte Männer verpassen sollte.
_____
Lesung & Interview mit Sophie Passmann – „Alte weiße Männer“ | 13.03.2019, 20-22 Uhr | Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin | Facebook Eventlink

Back to the F(eu)ture

Puuuh…Europa? Ein Blick auf die EU so kurz vor der Europawahl wirft so manche Frage auf. Brexit, Migration oder Euro liefern Anlass zur Diskussion. Was uns eigentlich einen und Identität stiften soll, wird nicht selten zur Betonung von Unterschiedlichkeit hergenommen. Die Idee Europa steht zur Disposition – zumindest politisch, zumindest scheinbar. Das F(EU)TURE FESTIVAL setzt genau da an und widmet sich vom 1. bis zum 16. März der Entwicklung von innovativen Ideen für ein vereintes Europa. Das European Democracy Lab und das CLB Berlin laden ins Aufbau Haus am Moritzplatz, um sich gemeinsam mit der Demokratie in Europa auseinanderzusetzen, Unsicherheiten und identitätsstiftende Fragen zu beleuchten. Einen zentralen Bestandteil des Festivals bildet dabei die Werkstattausstellung „The European Republic is Under Construction“. Ausgehend von einem Manifest von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau wurde am 10. November 2018 unter dem Titel “The European Balcony Project“ an 200 Orten in 25 Ländern die Europäische Republik ausgerufen. Dazu fanden europaweite Performances, Diskussionen und Lesungen zur Zukunft Europas statt. Im Nachhinein bezeugt diese Kunstaktion eindrücklich, wie stark doch der Zuspruch für die Europäische Idee in der Bevölkerung verankert ist. Die Eröffnung der Werkstattausstellung beginnt am 1. März um 19:00 Uhr und präsentiert eine spannende Auswahl des bei dieser Ausrufung entstandenen Materials.
_____
F(EU)TURE FESTIVAL | 01.03.-16.03. | CLB Berlin, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin | www.eudemlab.org | www.clb-berlin.de | Bild: Rem Koolhaas

Dear Mr. President…

Wieviel Macht haben Medien eigentlich bei politischen Entscheidungen? Wie verändert sich das Zusammenspiel zwischen Medien und Politik im digitalen Zeitalter? Und werden Politikerinnen und Politiker mit der Kommunikation via Twitter sogar zunehmend selbst zum Medienhaus? Fragen, die in der kommenden Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Mediensalon“ der meko factory – Werkstatt für Medienkompetenz am 27. Februar im Vodafone Institut diskutiert werden. Die illustre Runde besteht aus Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur Tagesspiegel), Dr. Annekatrin Gebauer (Hering Schuppener) und Niklas Wirminghaus (Capital) und wird von Johannes Altmeyer (WELT) moderiert. Im Mittelpunkt der Diskussion steht das Thema, wie und auf welche Art und Weise Politikerinnen und Politiker verschiedene Medien nutzen und welche Gefahren das birgt. Denn der Kampf um die Aufmerksamkeit in den Medien und um die Zustimmung des Publikums gehört für politische Parteien schließlich zum Alltagsgeschäft. Doch die eigentliche Aufgabe der Medien, lediglich über Politik und Regierungshandeln zu informieren, hat sich gewandelt: Behörden und Ministerien entwickeln mehr und mehr eigene und reichweitenstarke Kanäle, um auf direktem Weg mit den Bürgerinnen und Bürgern zu kommunizieren. US-Präsident Donald Trump ist da ganz vorne an der Spitze und hat diesen Trend zur direkten Kommunikation neu etabliert.
_____
Mediensalon – Alte und neue Influencer: Wieviel Macht haben Medien bei politischen Entscheidern? | Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation, Behrenstraße 18, 10117 Berlin, 27.02., 19 Uhr | Facebook | Foto: meko factory

Hinter dem Vorhang

„The only person standing in your way is you. It’s time to let her go. Lose yourself!“ Mit diesen Worten appelliert Tanzdirektor Thomas an die reine Nina, oscarreif verkörpert (ist wohl hier das passende Wort) von Natalie Portman, den schwarzen Schwan in sich zu entdecken und die polare Hauptrolle im Hollywoodfilm Black Swan auszufüllen. Der Film endet dramatisch, denn Nina verliert nicht nur die Scheu vor ihrer dunklen Seite, sondern auch sich selbst. Was neben der Story und den tollen Darstellern besonders faszinierte, war der Blick hinter die makellose Bühneninszenierung. Nicht das Stück stand im Fokus, sondern die Auseinandersetzung damit, der Schaffensprozess, das Werden. Und auch wenn es am 18.02. im Staatsballett etwas weniger dramatisch zugehen dürfte, wird von 19 bis 21 Uhr eine ähnliche Faszination um sich greifen. Im Vorfeld der Premiere von „La Sylphide“ nämlich bekommt das Publikum die besondere Gelegenheit eine Ballettprobe hautnah mitzuerleben. Auf der großen Bühne der Deutschen Oper moderiert Frank Andersen die öffentliche Probe und gewährt Einblicke in die Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern. Das 1823 in Paris uraufgeführte Stück „La Sylphide“ handelt von einem schottischen Landjunker und dessen unerfüllbarer Liebe zu einem weiblichen Luftgeist. Dem romantischen Zeitgeist entsprechend wurde der Konflikt zwischen Irdischem und Übersinnlichem zum Ausdruck gebracht. Der konsequenten Durchführung dieser Idee ist es zu verdanken, dass das Stück zum Rollenmodell für das „weiße Ballett“ schlechthin wurde und für die Bedeutung der Ballerina, die rätselhaft, überirdisch und unberührt auf Spitze entschwebt. Das Beste: die Platzkarten für die öffentliche Probe, die ab sofort an Kassen der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Unter den Linden zu erhalten sind, sind komplett kostenlos. Wir verlosen obendrein 2×2 Karten für die offizielle Premiere von „La Sylphide“ am 1. März. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WHAT HAPPENED TO MY SWEET GIRL?‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

_____
Öffentliche Bühnenprobe zu „La Sylphide“ | Staatsballett Berlin | 18.02. 19-21 Uhr, Komische Oper Berlin | www.staatsballett-berlin.de | Foto: Yan Revazov