Daniel Sellier

Das 2 Minuten-Interview

Daniel Sellier ist Schauspieler, Münchner und lebt in Berlin. Wenn er nicht gerade von feinen französischen Herren auf seine Süßigkeiten-Vorlieben angesprochen wird, sammelt er Geschichten und bringt sie zu Papier oder auf die Leinwand. Zu Deutsch: er schreibt, produziert und stellt dar. Lange Zeit bei Verbotene Liebe, zuletzt im Monbijou Theater und momentan in Köln. Weshalb er wie ein Wilder zwischen genannten Großstädten hin und her tingelt. Nur Schaffner fahren mehr. Gut also, dass wir kein Telefoninterview gemacht haben: Und sie suchen noch heute im Funkloch nach Antworten…

Name: Daniel Sellier
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler
Schuhgröße: 43
Lieblingsfilmzitat: „It´s a sad and beautiful world“ / Tom Waits / „Down by law“ by Jim Jarmusch
Kontakt: info@ida-pr.de

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Endlich Ruhe.

Ist es schwieriger Menschen zum Lachen zu bringen oder zum Nachdenken? Man sollte eine Tragödie immer so angehen wie eine Komödie und umgekehrt. Das eine schließt das andere also nicht aus.

Welche Rolle hättest du spielen sollen? Thomas Magnum.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Fantastisch.

Glück ist…Glück.

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Nach einer Vorstellung meiner Abschlussproduktion an der Schauspielschule wurde ich am nächsten Tag auf der Straße unvermittelt von einem feinen, alten Herrn angesprochen und gefragt, ob er richtig liege und mich gestern auf der Bühne gesehen hätte. Als ich dies bejahte, bedankte er sich und sagte strahlend mit einem feinen französischen Akzent: „Sie haben es genossen auf der Bühne zu stehen, wie … ein Stück Schokolade.“

Welchen Film, welches Buch, welches Album sollte jeder gesehen, gelesen und gehört haben? Down by Law, Meister und Margarita, Basie & Zoot

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Meistens mich.

München oder Berlin? Berlin in den Bergen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kaffee vermute ich als erstes.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich als Superheld, oder als Ich, der nur eine Sache ändern darf? Möglichkeit a: Alles. Immer. Möglichkeit b: Das Bewusstsein des Menschen sich als kleiner Teil eines großen Ganzen zu empfinden.

Was sollte niemand von dir wissen? Alles, was ich hier verheimliche.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Frucade oder Eierlikör?

Das letzte Wort: Danke, ihr wart ein tolles Publikum.

FOTO: MEIKE KENN

Nina Neef

Das 2 Minuten-Interview

Also wenn man es etwas profan ausdrücken wollte, würde man sagen, die gebürtige Rheinländerin Nina malt gern und gut. Wenn man es jedoch genauer nimmt, stellt man fest, dass sie mit ihren Bildern allen Menschen Zugang zu Wissen verschaffen möchte. Sie strebt nach einer möglichst „leichten Bildsprache“ – schließlich sind die Zusammenhänge oft schon kompliziert genug. Außerdem sucht sie gerade nach einem Verlag für ihr Buch „Plix“ – eine Mischung aus Momo und E.T., das Jugendliche motivieren soll, ihren Gefühlen zu vertrauen nach dem Warum zu fragen und Lösungen zu finden. Nina schaut auf das Gute, um es zu verstärken und möglichst allen Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Den Schritt in die Berufung hat sie während ihrer Arbeit beim Verein (ACT e.V.) Flügel vollzogen. Das fühlte sich nach eigener Aussage an wie vom 10 Meter Brett zu springen. Mit sehr weicher Landung wie sich herausstellte. Möglicherweise in warmen Schokokuchen.



Name: Nina Neef
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Visual Thinking (Kommunikationsberatung)
Schuhgröße: 39
Lieblingsfarbe: rotrosa
Kontakt: mail@ninaneef.de

Was ist gutes Design? Design, bei dem der individuelle Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht.

Worauf bist du stolz? Dass ich seit 2017 aufs Visualisieren fokussiert bin.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Mich mehr treiben lassen.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? 2015 auf die Bühne zu gehen und zu Gerald Hüther ein live Graphic Recording zu zeichnen.

Was fasziniert dich? Menschen, die über sich hinauswachsen.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht und warum? Lea (3): „Mama wo warst Du gestern?“
Ich: „Ich war beim Theater vom ACT e.V.“
Lea: „Hella (die Erzieherin) sagt zu uns auch immer: Macht nicht so ein Theater!“

Du hast eine Sünde frei. Welche verbotene Sache würdest du machen? In warmem Schokokuchen baden.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Ein Frauenportrait von El Bocho.

Wofür hast du kein Talent? Geduld, Turmspringen und Kartfahren.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Magic Ranch El Palmar https://magic.smartvolta.com/

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti Bolognese oder eine Sushi Bowl

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde gerne jedem Menschen den Raum geben, den er braucht, um glücklich zu sein.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie ungehalten ich bin, wenn ich die Geduld verliere (siehe kein Talent).

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was meine drei wichtigsten Werte sind: 1. Kreativität 2. Verlässlichkeit 3. Selbständigkeit

Das letzte Wort: Play more – work less.

BILD: NINA NEEF

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 25. Juni 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Robert Beddies

Das 2 Minuten-Interview

Robert Beddies ist eigentlich Berliner. Nach dem Studium ging er aber wegen eines Jobs nach Hamburg und blieb. Seit 2015 ist er Geschäftsführer vom betahaus Hamburg, dem Coworking Space der ersten Stunde mit 500 Mitgliedern an zwei Standorten. Er ist außerdem Mitgründer und Mitbetreiber einer Atelier- und Werkstattgemeinschaft in St. Pauli, Hobby Auto- und Fahrradschrauber und Möbelbauer. Irgendwie schafft er es aber trotzdem noch ziemlich viel unterwegs zu sein in der Weltgeschichte, mit alten Autos bis zum Nordkap und durch den Iran, mit dem Rucksack durch Zentralasien, die Mongolei und Russland, Afrika (Tansania, Malawi, Mosambik, Zimbabwe und andere) oder zuletzt gemeinsam mit Frau und Kind zwei Monate lang in Patagonien. Ob er auf Reisen immer ein Glas Erdnussbutter dabei hat, ist nicht überliefert.

Name: Robert Beddies
Alter: 37
Wohnort: Hamburg
Beruf: Geschäftsführer betahaus Hamburg
Schuhgröße: 46
Lieblingsfilmzitat: „Remind me to send him a red cap and a Speedo.“ (Steve Zissou)
Kontakt: robert@betahaus.de

Auf welche Idee wärst du gerne selbst gekommen? Geschäftsidee: tomorrow (nachhaltiges Banking), allgemein: Käseherstellung

Der beste Rat den du je bekommen hast? „Bewirb Dich mal beim betahaus!“

Auf welche drei Dinge kannst du nicht verzichten? Meine Frau, meinen Sohn und Kaffee.

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als Allererstes? (Leider) Emails & Co auf dem Smartphone checken.

Warum Hamburg? Erst wegen eines Jobs, inzwischen wegen Menschen und Stadtteil (St. Pauli).

Womit kann man dich um den Finger wickeln? mit Erdnussbutter

Was würdest du ohne Internet tun? Irgendwas mit Holz.

Welche Superheldenkraft hättest du gern und warum? Einen Rückspulknopf für bestimmte Situationen.

Was würdest du gerne besser können? Schweißen

Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Das Rücklicht von meinem ’73er BMW ’02.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine Gazpacho mit viel Knoblauch.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? das Klima

Was sollte niemand von dir wissen? nice try ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Trägt man(n) heute wirklich noch Bart?!

Das letzte Wort: Geht mehr spielen!

FOTO: KATHRINE ULDBAEK NIELSEN

Romy Krämer

Das 2 Minuten-Interview

Romy Krämer studierte in Leipzig Psychologie und machte ihren Doktor in Business-Society Management an der Rotterdam School of Management. Dafür wiederum war sie mehrmals in Indien, um die transnationale Vernetzung von Protestbewegungen gegen Bergbauunternehmen zu untersuchen. Passt, denn seit fast drei Jahren managet sie die Guerrilla Foundation, die sie mit dem Privatspender Antonis Schwarz gemeinsam gegründet hat. Sie unterstützt damit AktivistInnen und Graswurzelbewegungen in Europa und deren Strukturen. Was aktuell bei ihr ansteht? Babybreirezepte ausprobieren, trotz Elternzeit mit ihrem Job und dem Guerrilla-Team in Verbindung bleiben, schwierige Wohnungssuche in einer Stadt wie Barcelona, die von Gentrifizierung und Tourismus aufgefressen wurde und mit ihrem (fast) neun Monate alten Baby Ivo vor dem Bauch auf einem Panel beim Deutschen Stiftungstag sitzen.

Name: Romy Krämer
Alter:
38
Wohnorte: 
Barcelona (und noch ein bisschen Berlin)
Beruf: 
Managing Director
Schuhgröße:
38,5
Lieblingsfilmzitat: 
Ausser ‘Hasta la vista baby’?? Keine Ahnung… Kann mir gute Zitate leider nie merken.
Kontakt: romy@guerrillafoundation.org

Das größte Problem deiner Generation? Wir stecken in einem System fest, welches auf planetaren Kollaps hinausläuft uns aber selbst meistens noch Vorteile bringt, da wir einer globalen Elite angehören und alt genug sind, wahrscheinlich noch in relativ stabilen Verhältnissen das Zeitliche zu segnen. Wir wissen, dass es unseren Kindern nicht so gut ergehen wird, schwanken aber zwischen Ohnmacht und Resignation, Intellektualisierung des Problems, Hoffnung auf Rettung durch technologische Lösungen und Aktionismus indem wir versuchen über die Änderung der eigenen Lebensweise etwas zu tun.

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Jemand Unbekanntem ein ehrliches Kompliment machen.

Was bedeutet Aktivismus für dich? ‘Activism is the rent I pay for living on the planet’ – Alice Walker

Welcher Moment hat alles verändert? Eine Konferenz in Barcelona und das erste Treffen dort mit meinem Partner Xavi.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Wacht endlich auf und arbeitet zusammen!

Wer bist du, wenn du mit dir alleine bist? Jemand die erst auf der Couch sitzen kann, wenn alles andere erledigt ist.

Worauf bist du stolz? In einem etwas angegrauten Feld wie dem Stiftungssektor etwas ziemlich Cooles auf die Beine gestellt zu haben.

Wer war deine Heldin / dein Held aus Kindertagen? Ronja Räubertochter

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Du siehst deinem Sohn sehr ähnlich

Bist du ein Tag- oder Nachtmensch? Tag, aber kein early bird

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Im Winter: Rotwein-Risotto mit gegrilltem Kürbis und Ziegenkäse. Im Sommer Gazpacho und einen lauwarmen Nudelsalat mit Tomaten aus dem Garten meiner Eltern

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Kapitalismus

Was sollte niemand von dir wissen? Ist das so eine Frage wie im Bewerbungsgespräch nach den Schwächen, die man dann am Ende immer doch als Stärken verkauft? Da halte ich mich lieber zurück.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Können wir sehr viel Geld an die Guerrilla Foundation spenden?

Das letzte Wort: …sollten öfter die Frauen haben!

FOTO: ALANA RANGE

Ricarda Farnbacher

Das 2 Minuten-Interview

Die gebürtige Bayerin Ricarda Farnbacher lebt seit über 15 Jahren in Berlin. Eigentlich ist sie studierte Politologin aber uneigentlich betreibt sie eines der besten Cateringunternehmen der Stadt. Außerdem hat sie eine eigene Eventagentur (genial, da kann sie sich dann selbst als Caterer buchen oder eben das Event ums Essen bauen!) und besitzt einen eigenen Obst- und Kräutergarten. Aber mal ganz im Ernst: wer das Glück hat einmal von Ricarda und ihrem Team verköstigt zu werden und sich die raffiniert ehrlichen Geschmäcker auf der Zunge zergehen lassen zu können, der denkt über Essen noch einmal ganz neu nach. Schließlich gibt die Chefin auch mal Raum, damit sich die Persönlichkeit ihres internationalen Teams in den wunderbaren kleinen und großen Gaumenkreationen wiederfinden kann.

Name: Ricarda Farnbacher
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Unternehmerin
Schuhgröße: 38,5
Lieblingsfilmzitat: Passend zum Sommer: ich habe eine Wassermelone getragen.
Kontakt: info@ricardafarnbacher.de

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Ich würde all das tun, was ich sonst nicht schaffe. Schlafen, zum Kickbox-Training gehen oder auf einer Parkbank sitzen und nachdenken.

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Meine Sonnenbrille, meinen Ausweis und meine Geldkarten. Ich hänge nicht so wahnsinnig an materiellen Dingen. Mit Geld und Sonnenbrille kann man schon viel machen :-)

Was ist deine größte unbegründete Angst? Ich habe richtig Angst vor Spinnen. Ich schaue vorm Schlafengehen öfter mal nach ob nicht irgendwo eine lauert.

Dein wichtigster Charakterzug? Ich bin sehr ehrlich und treu.

Warum Berlin? Ich muss meinen Nachbarn auf der Straße nicht begrüßen, wenn ich keine Lust dazu habe.

Worauf bist du stolz? Auf meinen Freizeitgarten, da habe ich eigene Obstbäume, Himbeeren, Johannisbeeren und Walnüsse. Ich habe gerade erst ein großes Kräuterbeet gepflanzt und freue ich schon aufs Gießen.

Was kannst du gar nicht? Ich kann überhaupt nicht tanzen.

In deinem Kühlschrank befinden sich Ketchup, Sardellen und Rhabarber. Was machst du damit? Den Rhabarber würde ich als Lineal benutzen, die Sardellen in der Toilette frei lassen und beim Ketchup würde ich warten, bis ich endlich Zeit habe mal Pommes selbst zu machen. Ich kaufe in der Regel selten ein, daher habe ich manchmal noch weniger als drei Sachen im Kühlschrank….

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Ich wäre gern für einen Tag Angela Merkel. Mich würde interessieren, ob sie abends selbst kocht, ob sie sonntags Tatort schaut oder mit Freunden zusammensitzt und wild diskutiert.

Was ist wirklich wichtig? Meine Familie und meine Freunde

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Muscheln in Weißwein Sauce

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde die Fleischproduktion und den Export regulieren und das Wegwerfen von Lebensmitteln verbieten. Generell braucht es von allem weniger, im Supermarkt sollte es nicht 100 verschiedene Fleischprodukte geben.

Was sollte niemand von Dir wissen? Ich kaufe überhaupt nicht gern ein. Egal ob Kleidung oder Essen. Mich nervt der ganze Konsum.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Die Frage ist, welche Frage hättet ihr mir nicht stellen sollen.

Das letzte Wort: Save the planet!! Wir müssen alle für unser Handeln mehr Verantwortung übernehmen. Ich muss nicht mit Anfang 20 bereits alle Kontinente bereist haben und mehrmals im Jahr eine Fernreise machen. Ich habe mir vorgenommen viel mehr mit der Bahn zu verreisen und noch weniger Fleisch und Fisch zu essen.

FOTO: MIRJAM KNICKRIEM

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. Juni 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Anica Alla

Das 2 Minuten-Interview

Anica Alla ist HR-Beraterin, Mutter eines kleinen Sohnes und Unternehmerin. Sie lebt und arbeitet in Bayreuth und Marrakesch und hat dort gemeinsam mit ihrem Mann Yidir Alla aus ihrer Liebe zum Yoga ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Mit NOSADE bietet sie atemberaubende Yogareisen in Marokko an – Wüstenmoment inklusive. Das Pendeln zwischen den Welten scheint ihr nicht nur nichts auszumachen, es bringt sie auch ständig auf neue Ideen. Aktuell arbeitet sie unter anderem am personalstrategischen Aufbau eines E-Commerce-Unternehmens und an der Bestellung ihres neuen Gartens, dessen „Bestellung“ sie nach eigenem Bekunden liebe- und mühevoll, völlig unwissend und naiv, erfolgreich und in nur kurzer Zeit (!) vollbracht hat. Choukran und vielen Dank für jede Menge inspirierende und vogelwilde Ein- und Weitsichten.

Name: Anica Alla
Alter: 33
Wohnorte: Bayreuth & Marrakesch
Beruf: Human Resources Consultant & Coach, Unternehmerin, Yogalehrerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsfilmzitat: „Folge nur den Spuren eines Fremden — Dann verstehst Du, und Du lernst noch was dazu.“
Kontakt: anica@nosade.com

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht und warum? Mit meinem Freund Philipp, mit dem ich immer von Herzen lachen kann. Und weinen. — Gelacht sicher über irgendwelche belanglosen fränkischen Geschichten des täglichen Lebens. Wiedergegeben von Philipp in perfektem Dialekt.

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Meine „Routine in Bewegung“ — Asana, Kraft- oder Gelenketraining oder Faszienarbeit

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Und immer wieder begegne: Jordan Bloom

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Die Wüste — majestätisch und magisch!

Was brauchst du, um dich an einem fremden Ort wohl zu fühlen? Mein Kopfkissen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt und was war das? Für mich lerne ich durch unsere junge Familie und durch all die Veränderungen, die mit der neuen Situation einhergehen. Durch die neuen, auch viel tiefergehenden Herausforderungen als bisher im mehr oder weniger Single-Dasein. Diese ständigen Learnings sind auch teilweise schmerzhaft, weil sie tiefgreifend strukturell Neues bedeuten. Dass der kleine Familienkreis ein heiliger Kreis sein muss, in den auch Nahe und Vertraute nur sehr ausgewählt Einblick oder gar Zutritt bekommen. Das ist es wohl für mich aktuell.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Sei Dir nicht nur selbst der Nächste.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? VOGELWILD

Wovor hast du Angst? Vor Balkonen und Terrassen, die höher als der 2. Stock sind. Egal, ob ich darauf oder drunter stehe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?  Tajine

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Öffentliche Angelegenheiten. Von sinnlosem Papierkram über allzu kleinliche Buchhaltungserfordernisse.

Was sollte niemand von Dir wissen?  Ich liebe Backoblaten.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was mich zu einem glücklichen Menschen macht.
Die Freiheit als Mensch, für mich, meinen Geist, meine Seele und meinen Körper immer wieder so zu sorgen, dass ich mich in ihm wohl fühle, mich auf allen Ebenen um seine Gesunderhaltung kümmern kann.

Das letzte Wort: Träume nicht Dein Leben, lebe Deine Träume. Das sag ich in Interviews immer zuletzt, wenn ich gefragt werde, was ich anderen mitgeben möchte :)
Feel FREE TO… and don’t try to be FREE FROM.

FOTO: MADLEN KRIPPENDORF

Christoph Schuch

Das 2 Minuten-Interview

Christoph ist 23 Jahre alt und genießt sein Studentenleben in Göttingen, wo er Philosophie und Jura studiert. Nichts Besonderes also bis hierher. Allerdings hat Christoph gerade eine Art Spezialauftrag. „Europa retten“ lautet seine Mission. Denn seit letztem Herbst setzt er sich als Campaigner der Amnesty International Jugendvertretung dafür ein, dass Menschenrechte nicht nur auf dem Papier und in Sonntagsreden vorkommen, sondern auch tatsächlich gewährleistet werden. Was es dafür braucht? Dein Kreuz an der richtigen Stelle. #vote4humanrights Wenn er nicht gerade Europa rettet, spielt er mit Leidenschaft unterklassig Fußball oder in den höchsten Tönen Trompete. Nein? Doch! Oh…! Lieber Christoph: Vielen Dank für das kurzweilige Interview rund um Angela Merkel, Karl Marx, flachen Humor und Kaffeeentzug in Uni-Mensen.

Name: Christoph Schuch
Alter: 23
Wohnort: Göttingen, häufig Berlin
Beruf: Student
Schuhgröße: 45
Lieblingsfilmzitat: Nein! Doch! Oh!
Kontakt: christoph.schuch@amnesty-jugend.de

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Sämtliche Friedens- und Waffenstillstandsverhandlungen übernehmen und erfolgreich abschließen, die tatsächliche Gleichstellung aller Geschlechter durchsetzen und eine Sozialpolitik umsetzen, damit alle Mitglieder der Gesellschaft die gleichen Chancen haben… . Ich habe eine längere Liste. Ganz oben steht Klimarettung. Wenn die Liste abgearbeitet ist, würde das aber erst mal reichen. Scheitern ist ja heute cool – zumindest im Kleinen.

Das größte Problem deiner Generation? Die Klimakrise, ganz klar! Wenn wir jetzt nichts tun, weiter derart unambitionierte Klimapolitik betreiben, haben wir den point of no return bald erreicht. Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels in hohem Maße zu spüren bekommt, und die letzte, die das Problem mit einer radikalen politischen Wende in den Griff bekommen kann.

Wenn du dir für die Europawahl etwas wünschen könntest, was wäre das? Dass wir am Ende ein Europäisches Parlament haben, das menschenrechtskonforme und progressive Politik macht. Eine europäische Seenotrettung, klare Bekenntnisse gegen Rassismus und Antisemitismus und eine angemessene Klima- und Sozialpolitik zum Schutz der Rechte zukünftiger Generationen und sozialer Rechte aller. Das wäre schon was!

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Zur Europawahl? Wählen gehen! Und ab und zu auf Demos und Info- und Diskussionsveranstaltungen!

Du steckst mit Angela Merkel im Fahrstuhl fest, worüber sprecht ihr? Ich würde sagen: Frau Merkel, Sie reden ja viel von Klima und Menschenrechten, aber mein Eindruck ist eher derselbe wie hier im Fahrstuhl: Stillstand. Und dann würde ich den Alarmknopf drücken. Wir brauchen eine ambitionierte Klimapolitik – es ist allerhöchste Zeit. Und wenn weiter Menschen im Mittelmeer ertrinken, kann nicht in jeder Sonntagsrede vom Europa der Menschenrechte gesprochen werden. Wir müssen es machen – jetzt!

X

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Dass alle Menschen, egal wer sie sind, die gleichen Rechte haben: Also Menschenrechte. Weil es aber um die Menschenrechte so schlecht steht, wie lange nicht, lohnt sich der Einsatz die Idee noch weiter in die Welt zu tragen – er ist unbedingt notwendig.

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Ich schätze Menschen, die offen sind, kreative Ideen haben, zuhören können und Humor haben – gerne auch flach.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum? 1919 folgende. Ich frage mich, ob wir aktuell in Weimarer Verhältnissen leben und würde das gerne mal „vor Ort“ überprüfen.

Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Unser Amnesty „Countdown for Europe“ – sehr motivierend!

Wem würdest du gern mal die Meinung geigen? Ich habe das Gefühl, dass Nazis und Politiker rechter Parteien – ob im Bundestag oder im Europaparlament – vieles nicht verstehen. Aber wenn ich denen mal ein paar Geschichtsstunden geben könnte, gerne! Wer nichts kapiert, muss nachsitzen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Geht auch die Uni-Mensa? Wir haben da viele tolle vegane Gerichte. Ich könnte aber auch eine tolle Gemüselasagne machen.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal um die Häuser ziehen? Karl Marx – über den wird gerade so viel geredet… Wir könnten mal ein paar Klarstellungen gebrauchen. Und Karl war auch ein cooler Typ, habe ich gehört.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
s.o.? (Frage 1)

Was sollte niemand von dir wissen? Dass mir Kaffeeentzug nicht guttut.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Können wir dir einen Kaffee anbieten?

Das letzte Wort: #Vote4HumanRights

Thomas Hübl

Das 2 Minuten-Interview

Thomas Hübl hat ziiiemlich viele Fans. Und das ist so, weil Thomas ziiiemlich vielen Menschen ziemlich entscheidend weitergeholfen hat in ihrem Leben. Denn Thomas gründete im Jahr 2004 das Celebrate Life Festival, das er selbst als „Einstieg zur Auseinandersetzung mit sich selbst“ beschreibt. Das klimaneutrale drogen- und alkoholfreie Festival findet inzwischen abwechselnd in Deutschland und den USA statt. Das Besondere: in drei aufbauenden Modulen setzt man sich in Workshops, Panels, Vorträgen, Yoga-Sessions und vielem mehr intensiv inhaltlich und körperlich mit einem übergeordneten Thema auseinander. In diesem Jahr dreht sich vom 26.07-04.08. alles um die Heimat in uns, der Gesellschaft und im spirituellen Kontext. Das Festivalgelände, der Hof Oberlethe in Norddeutschland, ist ein Paradies mit Wäldchen, See und 24 Stunden Meditationshöhle. Bis zum 30. Mai 2019 könnt ihr noch Early Bird Tickets zum Preis von 149 € ergattern. Eine kleine kostenlose Session mit Thomas persönlich gibt es anbei. ;)

Name: Thomas Hübl
Alter: 47
Wohnort: Tel Aviv, Israel
Beruf: Lehrer, Autor, Gruppenleiter, CEO
Schuhgröße: 46
Lieblingstageszeit: Morgen, Nacht
Kontakt: info@thomashuebl.com

Beschreibe das Celebrate Life Festival in drei Wörtern: Lebendig, inspirierend, tief

Wo ist deine Heimat? Im Herzen, in Gott, und momentan in Israel. ;)

Wie kann sich jeder sofort selbst etwas Gutes tun? Einen Moment innehalten und die tiefe Verbundenheit mit allem zu spüren.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Mit meiner geliebten Frau Yehudit.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? Dem zu vertrauen was ich tief innen spüre.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Die Kraft Traumatisierung und die daraus resultierende Trennung in der Menschheit und mit der Natur aufzuheben.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Eine Möglichkeit mich selbst tiefer zu sehen.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Neben allen Menschen, die an Tiefe in ihrem Leben interessiert sind.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest? Zeitlos

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ein leckeres, vegetarisches frisches Essen mit mediterranem Touch.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde die unbewusste Trennung zwischen uns Menschen durch bewusste Beziehung ersetzen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was meine tiefste Sehnsucht im Leben ist.

Das letzte Wort: Beziehungen fördern und dabei großzügig sein.

Isabell Horn

Das 2 Minuten-Interview

Isabell Horn ist gelernte Schauspielerin, Autorin und Betreiberin des Mamiblogs „Mamiklub“. Aktuell ist sie im siebten Monat schwanger und findet trotzdem noch Zeit und Energie um aus ihrem Herzensbuch „Schön, Anstrengend, Aufregend“ vorzulesen. Außerdem engagiert sie sich als Botschafterin für die Kampagne #coolmomsdontjudge von Löwenzahn Organics, die sich für mehr Zusammenhalt unter Müttern einsetzt. Ihre Message an alle Eltern: Ihr macht das ganz wundervoll und seid mit euren Sorgen und Ängsten nicht alleine! Auf ein Wort Frau Horn, oder Isi wie sie Freunde nennen. ; )

Name: Isabell Horn
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin
Schuhgröße: hahaha bekomme ich jetzt neue Schuhe zugeschickt? Na gut, dann verrate ich sie euch: 38
Lieblingsfilmzitat: „Es ist ganz egal, ob er perfekt ist oder ob sie perfekt ist, solange sie perfekt füreinander sind.“ „Good Will Hunting “
Kontakt: instagram.com/dieisabellhorn

Bist du eine gute Mutter? Ja, ich bin eine gute Mama, weil eine „gute“ Mama zum Glück auch Fehler machen darf und aus ihren Fehlern lernt :-)

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Es macht keinen Sinn mit Kindern alles durchzuplanen. Am Ende kommt es eh anders als gedacht und man macht sich nur unnötig Stress.

Deine früheste Kindheitserinnerung? Das war als ich mit unserer damaligen, wundervollen Katze Pimky Friseur gespielt habe und ihre Schnurrbarthaare leider dran glauben mussten…

Warum können nur Frauen die Welt retten? Weil wir eindeutig das stärkere Geschlecht sind.

Welchen Film wirst du später deinen Kindern empfehlen? Dirty Dancing! Alleine weil Mama dann stolz ihre alten Fotos als „Baby“ in dem Musical Dirty Dancing rauskramen kann. Ich bin mir sicher meine Kinder sind semi begeistert davon, aber egal… ;-)

Welche Rolle hättest du spielen sollen? Die Rolle der Allie Hamilton aus dem Film „Wie ein einziger Tag“. Ich finde Ryan Gosling und ich hätten ein gutes Paar abgegeben. Aber Scherz beiseite. Ich liebe Rachel McAdams und sie hat die Rolle ganz zauberhaft gespielt.

Neben wem möchtest du unbedingt mal vor der Kamera stehen? Gerne neben Jürgen Vogel. Und neben Ulmen und Yardim. Ich finde die beiden im Paar einfach unschlagbar!

Ist es schwieriger Menschen zum Lachen zu bringen oder zum Nachdenken? Kommt ganz auf meine Stimmung an.

Dein Leben wird verfilmt: Wer spielt dich (wenn nicht du selbst)? Wenn schon denn schon dann Emma Stone. Ich liebe diese Frau!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wenn der Kühlschrank gefüllt ist, gibt es einen leckeren Wassermelonen Salat mit Fetakäse und frischgebackenes Baguette mit selbstgemachter Kräuterbutter. Herrlich bei dem wundervollen Frühlingswetter. Ansonsten klassisch: Nudeln mit Tomatensoße. Die haben wir immer im Haus, falls Not am Mann ist. ;-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde alles dafür geben, dass nicht noch mehr Tierarten ausgerottet werden und unser wundervoller Planet nicht weiter vollgemüllt wird.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich im Schlaf manchmal auf mein Kopfkissen sabbere.

Das letzte Wort: Glück ist, wenn das Leben vibriert, nicht nur das Handy!

FOTO: MONDAY MORNING FÜR LÖWENZAHN ORGANICS

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 07. Mai 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kasia Mol-Wolf

Das 2 Minuten-Interview

Kasia ist so eine von diesen Persönlichkeiten, die man immer heimlich anschauen muss, wenn man mit ihnen zu tun hat. Sie hat einfach diese Aura; selbstbewusst, in sich ruhend, positiv, zupackend, mitnehmend. Vorbild heißt das wohl, wenn man es kürzer sagen wollte. Vor zehn Jahren ließ sie die sichere Management-Karriere hinter sich, um sich in ein emotionales Abenteuer zu stürzen. Gemeinsam mit ihrem Team baute sie ein Verlags- und Medienhaus an der Elbe auf und bringt seither so spannende Titel wie EMOTION, SLOW oder WORKING WOMEN heraus. Am kommenden Montag steigt der erste EMOTION WOMEN’S DAY mit über 60 hochkarätigen Speakerinnen und Speakern, inspirierenden Persönlichkeiten und ganz viel drumrum in Hamburg. Genau der richtige Zeitpunkt also für ein 2 Minuten-Interview zu Themen wie Bordbistro, Weltretten und Pferdeorchester.

Name: Dr. Katarzyna (Kasia) Mol-Wolf
Alter: 45, gefühlt 39 ;-)
Wohnort: Hamburg
Beruf: Gründerin, Verlegerin
Schuhgröße: 39,5
Lieblingsemotion: Begeisterung
Kontakt: katarzyna.mol@emotion.de

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht und warum? Gestern, als ich mit meiner Tochter mal wieder spontan einen verrückten Tanz in der Küche aufgeführt habe. Wir lieben Musik und das gemeinsame Tanzen und sich Austoben zu Musik.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? Bin ich erwachsen geworden?

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten? Ich hoffe, dass wir auch bitte gemeinsam mit den Männern die Welt retten möchten. Ganz allein unter Frauen wäre es langweilig ;-) Aber: Frauen sind wichtig, denn sie haben immer alles im Blick. Sie bringen besonders viel Empathie und soziale Kompetenz mit, gepaart mit großer Disziplin und Durchsetzungskraft, wenn sie von etwas überzeugt sind. Dazu haben Frauen besonders nachhaltige Industrien im Blick.

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Diese Stunde unbedingt mit unserer Tochter verbringen.

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Ich habe nicht DIE eine Persönlichkeit getroffen. Ich habe das große Glück immer wieder tollen Menschen zu begegnen, die voller Engagement ihr Ding machen, Themen voranbringen möchten, für etwas brennen. Ob beruflich, privat oder ehrenamtlich. Menschen, die im Leben stets wachsen möchten. Und mich dazu bringen, immer wieder mal die Perspektive auf Themen zu wechseln und über den Tellerrand hinaus zu sehen.

Worauf bist du stolz? Auf mein großartiges Team, das nun bald seit zehn Jahren unser Medienhaus und unsere Titel und Projekte gemeinsam voranbringt. Und das gerade mit dem EMOTION Women´s Day einen neuen Leadevent für Frauen entwickelt und umsetzt. Eine Konferenz mit Festivalcharakter, die Frauen fördert, strahlen lässt und stärker machen wird. Und ich bin stolz auf mich, dass ich vor genau zehn Jahren die Entscheidung für den Management Buyout getroffen habe und seitdem mit unserem INSPIRING NETWORK und EMOTION meinen Traum leben kann.

Was verbindet Hamburg und Berlin? Der ICE mit dem Bordbistro ;-) Kreativität und Schaffenskraft sowie großartige Panoramen.

Was hast du gestern gelernt? Dass ich bei großem Stress, wenn mal wieder viel auf einmal zu erledigen ist, einen ruhigen Kopf bewahren muss, um dann einfach eins nach dem anderen abzuarbeiten. Aufregen oder nervös zu werden, hilft nicht.

Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Meine Tochter, wie sie mich mit einem Eis in der Hand anlacht. 
Es zeigt mir täglich: Das Leben ist schön. Und wir dürfen uns nicht zu ernst nehmen!

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich, welchen Rat gibst du dir? Vertrau Dir selbst. Lass Dich durch Andere nicht verunsichern. Wenn Du weißt, was Du willst, wirst Du im Leben alles erreichen können. Geh Deinen eigenen Weg, auch wenn er ganz anders verläuft, als die übrigen Lebenswege. Dabei ist das Vertrauen in Dich selbst die Basis.

Wovor hast du Angst? Vor Höhe. Ich hasse Klettersteige und Klettergärten.

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind, wie Enten? Gegen die Pferde, da sie als Herde im Team leichter zu dirigieren sind. Pferde spüren, wenn ich Selbstvertrauen habe und weiß, wo es langgeht.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gerne ein Menü nach Jamie Oliver. Habe ich schon viel zu lang nicht mehr gemacht. Mit guten Drinks und Weinbegleitung ;-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Tradierte Rollenbilder, die uns in Deutschland an der Umsetzung der Gleichberechtigung hindern.

Was sollte niemand von Dir wissen? Dass ich die kitschigen Sonntagabendfilme sehe, die immer vorhersehbar sind und gut ausgehen. Ein ruhiger Start in die neue Woche.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Gibt es für Dich ein Leben ohne Musik?

Das letzte Wort: Das Leben ist schön. Wir sollten täglich daran denken und im Heute leben. Weder in der Vergangenheit, noch ständig im Morgen. Das Heute ist wichtig.

FOTO: CAREN DETJE

Claudia Gersdorf

Das 2 Minuten-Interview

Als Claudia Gersdorf zwei Jahre alt war, stellte ihr Kinderarzt die Diagnose „Infantile Cerebralparese mit Ataxie und Tremor“, umgangssprachlich bekannt als Spastik. Die Folge: Verkürzungen der Sehnen, Lähmungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen und Muskelschwäche. Wer Claudia Gersdorf einmal begegnet bekommt davon nichts mit. Alles woran man sich danach erinnert, ist eine unglaublich positive Energie, ein mitreißendes Wesen, Herzlichkeit und sehr viel Lachen. Wir kennen Claudi schon mindestens genauso lange, wie es uns selbst gibt. Und wie das immer so ist mit Lieblingsmenschen, früher oder später finden sie alle zueinander. Seit nunmehr fünf Jahren nämlich ist sie nun Kommunikationschefin und Pressesprecherin bei unseren Freunden von Viva con Agua. Zuvor managte sie pen paper peace e.V., leitete die Kampagne „Schulen für Haiti“ und arbeitete für Ärzte ohne Grenzen und Oxfam. Sie ist Mit-Initiatorin von Playback Berlin, sowie des ersten Campaign Boostcamps in Deutschland. Am 6. Mai wird sie eine der Keynote-Speakerinnen auf dem Emotion Womens Day sein, bevor sie sich ihrem wundervollen nächsten Lebensabschnitt widmet. Ende Juni wird zum ersten Mal Mama. Claudia Gersdorf, danke für deine Inspiration

Name: Claudia Gersdorf
Alter: 36 Jahre
Wohnort: Hamburg
Beruf: Pressesprecherin / Head of Communications
Schuhgröße: 38
Lieblingstagszeit: Sonnenuntergang
Kontakt: c.gersdorf@vivaconagua.org
Foto: ©Kathrin Spirk

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Durch positive und fortschrittliche Kommunikation verändern wir die Welt und inspirieren die Menschen für Neues, zum Umdenken. Perspektivenvielfalt und Möglichkeiten für alle entstehen. Teilhabe, aktives Mitgestalten, Kreieren. Das kann ich mit und bei Viva con Agua leben. Für Veränderungen weltweit sind Investitionen notwendig, sowohl finanzielle als auch intellektuelle. Ich bin überzeugt davon, eines Tages den sogenannten „Spenden-Begriff“ ersetzen zu können durch „Investition“. Denn letztlich geht es nicht um einseitiges Geben und Nehmen, sondern vielmehr um das Ermöglichen von Perspektiven, die Basis für Leben und Fortschritt.

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann: Investieren kann jeder und zwar vom Sofa aus. Es ist so leicht, digital an der positiven Veränderung der Welt aktiv teilzunehmen. Ein paar Klicks im Spendenformular oder gar in den Sozialen Medien und schon sind wir unserer Vision, dass alle Menschen einen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, näher.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? In der Erntezeit. Ich liebe es, zu pitchen und mit Journalisten, mit der Presse zu verhandeln, Geschichten zu entwickeln und abzustimmen. Am Ende dieses Prozesses steht dann die Erntezeit: Das Interview findet statt, der TV-Beitrag wird gedreht, die Quizshow geht über die Bühne. Dann werde ich nochmals richtig aktiv, fiebere mit, genieße das Ergebnis meiner Mühen. Am liebsten bin ich dann der Schatten des Protagonisten oder nehme selbst das Mikro in die Hand. Beides genial!

Das größte Problem deiner Generation? Unverbindlichkeit und Egoismus. Die Welt dreht sich nicht nur um unseren eigenen Bauchnabel. Und die Welt braucht nachhaltig Zuverlässigkeit in unserem Handeln, unseren Entscheidungen, unseren Investments. Das spiegelt sich auch in den zwischenmenschlichen Beziehungen wider, finde ich.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Vergangenes Jahr habe ich mehrere Monate vom anderen Ende der Welt gearbeitet und hier meine Einstellungen, Ansichten, vorgefertigten Meinungen über Bord geworfen. Meine Arbeit und mein Privatleben haben davon zu 100 Prozent profitiert, sich in ihrer Qualität und ihrem Output um ein Vielfaches gesteigert. Mein Chef meinte: Ab jetzt arbeitest Du nur noch von einer Insel aus! So gut habe ich performt.

Für einen Tag wäre ich gerne einmal… Michelle Obama – und ein ganzes Stadion hört mir zu.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Meine Rede für einen TED Talk entwickeln, damit mir ein ganzes Stadion zuhört.

Wovor hast du Angst? Vor Langeweile. Ich bin ein sehr aktiver Mensch. Ich liebe Adrenalin und den Kick, welchen sowohl mein Beruf als auch mein Charakter mit sich bringen. Aktuell entdecke ich die Schönheit von Langeweile, indem ich mich ganz bewusst runterfahre und der Stille zuhöre. Ich stelle mich dieser Angst – so bin ich mit Ängsten schon immer umgegangen – und ich erfahre, dass Langeweile einfach wunderschön und nutzbringend sein kann.

Mit welcher Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken? Maysoon Zayid. Die eleganteste, scharfsinnigste Komikerin, die ich mir vorstellen kann. In ihrem TED Talk, den ich allen hiermit sehr sehr sehr empfehle, stellt sie sich wie folgt vor: „Ich bin Palästinenserin, Muslima, weiblich, behindert und ich lebe in New Jersey. Ich habe 99 Probleme und CP (Cerebral Parese / Spastik) ist nur eines davon!“ Sie spielt mit dem Publikum, mit den Bildern und Stereotypen in den Köpfen der Menschen. Dabei ist sie gnadenlos ehrlich. Einfach genial!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Unser Schul- und Bildungssystem. Noch immer beruht dieses auf einem unzeitgemäßen, traditionsbehafteten, „blinden“ Leistungssystem. Der Bessere, Schnellere, Schönere gewinnt. Bloß nicht aus der Reihe tanzen! Margret Rasfeld und Gerald Hüther zum Beispiel haben ganz hervorragende Alternativen entwickelt, um uns Menschen von klein auf hinsichtlich unserer Talente, Potentiale, Entwicklungsmöglichkeiten bestmöglich zu fördern. Genauso wie sich die Arbeitswelt und Arbeitskultur im Umbruch befinden und größtenteils schon verändert haben, schaffen wir das auch in den Schulen!

Wenn wir dich Zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Das weltbeste Risotto. Ich habe lange Zeit in Frankreich und Italien gelebt, studiert, gearbeitet. La dolce vita und die italienische Küche sind in meine DNA übergegangen, wenn sie hier nicht schon längst schlummerten.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Fliegen. Aus eigener Kraft, wie ein Vogel.

Was sollte niemand von dir wissen?
 Ihr könnt alles über mich wissen! Sogar, dass ich das Scheinwerferlicht und die große Bühne liebe. Ich liebe die volle Aufmerksamkeit. In meiner Kindheit und Jugend, ja auch später im Berufsleben, wurde mir das oftmals verwehrt. Das ist bei Viva con Agua und in meinem aktuellen Umfeld nicht mehr der Fall. Dafür bin ich sehr dankbar – genauso wie mein Umfeld.


Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
 Wann sehen wir dich auf der großen Bühne?

Das letzte Wort: Potential.

 

Susanne Mierau

Das 2 Minuten-Interview

Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin, hat drei Kinder (mit denen sie vornehmlich im Wald oder per Rad unterwegs ist oder Gemüse anbaut) und betreibt seit sieben ganzen Jahren Deutschlands wohl erfolgreichsten Blog zum Thema bedürfnisorientierte Elternschaft. Das wären dann also mindestens eins, zwei, drei, vier, fünf gute Gründe warum wir sie a) dringend im Interview zu b) ihrem neuen Minimalismus-Buch „Einfach Familie leben“ befragen sollten. Und warum c) eben jenes Buch mehr ist als nur ein weiterer gut gemeinter Ratgeber. Keine Frage, sie weiß, wovon sie spricht und ihre Co-Autorin ist übrigens die liebe Milena Glimbowski von Original Unverpackt ff. Na da haben sich ja zwei gefunden… Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar von „Einfach Familie leben“ an die besonders Ungeborgenen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „WOHIN DAMIT?“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Susanne Mierau
Alter: 39 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Diplom-Pädagogin
Schuhgröße: 43
Lieblingsbuch: Harriet Köhler: Und dann diese Stille
Kontakt: susanne@geborgen-wachsen.de

Du bekommst pro Tag eine Stunde Zeit geschenkt, wie nutzt du sie? Ich setze mich mit Tee, Kerze und einem Buch oder Hörspiel in die Badewanne.

Was ist eine gute Mutter/ ein guter Vater? Damit beschäftige ich mich gerade. Und meine Meinung ist: Es gibt keine pauschalen Antworten darauf, denn Familien sind so komplex – gerade heute. Wir müssen weg kommen von dem Gedanken, dass es „die gute Mutter“ oder „den guten Vater“ gibt. Gut ist es, wenn in einer Familie Bedürfnisse ausgeglichen behandelt werden, sodass es allen darin gut geht. Das ist oft gar nicht so einfach.

Wie geht bedürfnisorientierte Erziehung? Eigentlich ist die Theorie dahinter ganz einfach: Wir achten auf die menschlichen Bedürfnisse. Kinder und Erwachsene haben Grundbedürfnisse nach Nahrung, Schlaf, Sicherheit, aber eben auch nach sozialen Kontakten, Selbstverwirklichung etc. Im bedürfnisorientierten Familienleben berücksichtigen wir die kindlichen Bedürfnisse ebenso wie die Bedürfnisse der Erwachsenen. Es heißt also nicht: „Das Baby muss man schreien lassen, weil man es nicht verwöhnen darf“ (denn das würde das Bedürfnis nach Sicherheit verletzten) oder „Das Baby darf nur nach einem festen Zeitplan Nahrung erhalten“ (verletzt Bedürfnis nach Nahrung bei Hunger) oder „Das Kind muss sich meinen Wünschen unterordnen.“ (verletzt Selbstwahrnehmung). Bei der Bedürfnisorientierung wird hingesehen, was Kinder und Erwachsene wirklich brauchen und dementsprechend werden Lösungen gesucht, die für alle okay sind. Auf diese Weise können Kinder ein gutes Bild von sich selbst und ihren Bedürfnissen ausbilden. Das ist ja etwas, was uns Erwachsenen oft fehlt und was wir heute unter dem Begriff „Selbstfürsorge“ versuchen, wieder für uns zu entdecken. Übrigens bedeutet Bedürfnisorientierung nicht nur, dass wir auf uns selbst schauen. Es bedeutet auch, Bedürfnisse in der gesamten Gesellschaft zu betrachten.

Deine früheste Kindheitserinnerung? Wie mein Vater von der Arbeit nach Hause kam und mir mein Lieblingskuscheltier schenkte, das ich noch heute habe.

Das größte Problem deiner Generation? Sich nicht gut spüren zu können, weil uns das durch Erziehung aberzogen wurde. Das führt zu vielfältigen Problemen bei jedem Einzelnen, aber auch in Bezug auf das Zusammenleben.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Mit meinem Mann. Wir haben jeden Abend eine gemeinsame Zeit, in der wir auf dem Sofa sitzen und noch ein wenig reden.

Wer war der Held oder die Heldin deiner Jugend? Herr Simon hinter der Wand

Was möchtest du deinen Kindern mit auf den Weg geben? Liebe. Sich selbst zu lieben und andere Menschen lieben zu können.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Ich habe in Venedig geheiratet und diese Stadt hat für mich immer etwas besonders Magisches und Wunderbares.

Woraus schöpfst du Energie? Aus der Arbeit im Garten. Ich liebe es, einfach mit einem Spaten im Garten zu stehen und mit den Händen in der Erde zu wühlen.

Dein Lieblingsschimpfwort? Scheiße.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nudeln mit Tomatensoße, das ist seit meiner Kindheit mein Lieblingsessen und ich liebe besonders eine ganz bestimmte Tomatensoße, die nach der Soße meiner Großmutter schmeckt.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken? Mit niemandem. Ich hasse Smalltalk und treffe mich viel lieber mit meinen Freund*innen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Hebammenmangel, Situationen in der Pflege verändern, Elterngeldregelungen, §218 würde aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden, ebenso wie §219a, bessere Unterstützung für Alleinerziehende, qualitativer Ausbau von Kitaplätzen, Kohleausstieg, Tempolimit, … Es gibt sehr viele Punkte, die wichtig sind und die verändert werden müssen, aber meine Schwerpunkte liegen auf Familie und Umwelt.

Welche Superheldenkraft hättest du gern und warum? Ich hätte gerne Hermines Zeitumkehrer.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin sehr ungeborgen, wenn ich in Brettspielen verliere.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie man gute Musik hören kann, auch wenn man Kinder zu Hause hat?

Das letzte Wort: Danke

Wolfgang Mauer

Das 2 Minuten-Interview

Wolfgang Mauer hat einen zweiten Vornamen. Den verraten wir aber nicht. Noch nicht. Was wir hingegen getrost herausposaunen können ist, dass Wolfgang in inzwischen sieben Bars in Berlin die ShakeNight veranstaltet. Dabei können die Gäste in angesagten Bars, angeleitet von den besten Bartendern von hier und aus der Ferne, einen etwas anderen Cocktail-Kurs belegen. Das Konzept ist so angelegt, dass man es leicht auch als etwas anderes After Work oder eben auch als Teamevent nutzen kann, bei dem man Interessantes über die Bartender-Kunst, den Cocktail selbst (es ist immer ein bestimmter Cocktail im Fokus) und einander lernen kann. Und weil das in Berlin schon so gut läuft, geht es demnächst in andere deutsche Städte. Und was war jetzt mit dem zweiten Vornamen? Siehe unten. ; )

Name: Wolfgang Mauer
Alter: 30
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründer ShakeNight
Schuhgröße: puh.. manchmal 41, manchmal 42 – auf jeden Fall ziemlich groß :)
Lieblingstageszeit: Hängt von der Tagesform ab
Kontakt: wolfgang@shakenight.com

Welcher Moment hat alles verändert? Da gibt es eigentlich keinen Moment, eher kann ich Veränderung an Lebensphasen festmachen. Besonders stark geprägt haben mich sicherlich meine Aufenthalte im Ausland.

Ein leckerer Cocktail, der jedem gelingt? Mir würden da spontan direkt neun Stück einfallen. Persönlich bin ich ja Whiskey Sour Fan – Mittlerweile gelingt er mir fast so gut, wie unseren Bartendern. :)

Die beste Bar Berlins? Das ist eigentlich unmöglich zu beantworten. Berlin verfügt über eine riesige Vielfalt an tollen Bars und Konzepten. Wer es eher ruhig und exklusiv mag, dem kann ich das Truffle Pig im Kauz & Kiebitz empfehlen. Eine wahnsinnig beeindruckende Bar bietet das Herr Lindemann am Richardplatz. Bei Klavierspiel oder Live-DJ kann man es sich aber auch im Orania in Kreuzberg gut gehen lassen. Ich persönlich gehe aber auch gerne mal in meine Stammkneipe zu Klaus in Friedrichshain. Die Mischung macht’s am Ende.

Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ich könnte natürlich sagen, mit einer Frau und drei Kindern in einem Haus außerhalb Berlins oder meinem Strandhaus in Brasilien. Wahrscheinlich kommt es aber sowieso ganz anders.

Was war bisher das schönste Kompliment, das du bekommen hast? Manche Leute finden, ich wäre ein ganz guter Fußballer.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Augenringe :)

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Ich werde in diesen Tagen das erste Mal (wobei, vermutlich auch das einzige Mal) Patenonkel – mein Bruder bekommt sein erstes Kind. Die Vorfreude steigt langsam ins Unermessliche.

Wer oder was inspiriert dich? Menschen mit Passion und Leidenschaft. Da ist es mir zumeist egal, um was es inhaltlich bzw. um welche Leidenschaft es im Detail geht. Menschen, die zielstrebig ihren Weg gehen, finde ich immer wieder aufs Neue faszinierend.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest gern mal um die Häuser ziehen? Dirk Nowitzki. Für mich einer der beeindruckendsten Sportler unserer Zeit. Zum einen, weil er genau das gerade Gesagte zu 100% verkörpert und seit mehr als zwei Jahrzehnten unbeirrt seinen Weg geht. Zum anderen, weil es mir scheint (ich kenne ihn ja leider nicht persönlich ;-) ), dass er trotz seines Erfolgs einen gewissen Grad an Demut beibehalten hat. Erfolg kann schnell zu Kopfe steigen und Menschen verändern – es gibt für mich nichts Faszinierenderes, als Menschen, die trotz außergewöhnlichem Erfolg am Boden bleiben und sich selbst nicht zu wichtig nehmen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Flammenkuchen (Teig selbst gemacht natürlich ;)).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde liebend gerne das (natürliche?) menschliche Streben nach „Mehr“ auf ein gesundes Maß reduzieren. Mit mehr Genügsamkeit wären wir glaube ich alle um viele Probleme leichter.

Was sollte niemand von dir wissen? Meinen zweiten Vornamen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie heißt Du mit zweitem Vornamen?

Das letzte Wort: Winfrid.

Burak Özdemir

Das 2 Minuten-Interview

Schonmal was von Electro-Baroque gehört? Wir auch nicht. Bis Burak kam. Burak spielt Barockfagott. Er ist Sound Designer und künstlerischer Leiter vom Ensemble Musica Sequenza. Das Ensemble spielt auf historischen Instrumenten aus dem 18. Jahrhundert und verbindet diesen alten Klang mit elektronischer Musik. Voilà: Electro-Baroque! Burak macht übrigens Musik, seit er acht Jahre alt ist. Also er macht sie seither nicht nur, er schreibt sie auch! Nur mal so. Sein 5. Soloalbum HERMES präsentiert er am Donnerstag im Silent Green in Berlin. Wir verlosen 1×2 Tickets für den exklusiven Gig. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚CATE BACH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Verwirrt? Durcheinander? Keine Sorge, das soll so.

Name: Burak
Alter: 34
Wohnort: Berlin & New York City
Beruf: Komponist
Schuhgröße: 43
Lieblingsfarbe: Grau
Kontakt: info@musicasequenza.com

Was ist gute Kunst? Skurril, kurios, abgefahren, die mich verwirrt, mich durcheinander bringt.

Beschreibe dein aktuelles Werk in drei Worten: Elastisch, fremd, hypnotisch.

Wer inspiriert dich? Natur, Technologie und smarte Leute.

Was verbindet Istanbul und Berlin? Seelen, die hungrig nach kulturellem Austausch sind.

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Die Stimme von Sarah Vaughan.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Ein Bild von mir und meinem Vater, das ich wiedergefunden habe. Auf der Rückseite eine Notiz auf Türkisch: „Burak ist 15 Tage alt, sein Vater ist für dieses Bild an einem Tag 900 km gereist.”

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Michelangelos David

Mit welchem Künstler, welcher Künstlerin wolltest du schon immer mal ein Bier trinken? Johann Sebastian Bach und Cate Blanchett

Gibt es etwas, das du gern tun würdest, dich aber nicht traust? Spacewalk

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ich stehe auf, hole mir eine Zeitung. Auf der ersten Seite steht ganz groß: „Trump tritt ab!”.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde eine Käseplatte und Charcuterie-Teller servieren mit Baguette und Wein. Alles Bio natürlich.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Erfindung des Plastiks vermeiden.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin ein offenes Buch; es ist nichts geheim.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was liest Du momentan? Meine Antwort: alles was Chelsea Handler schreibt.

Das letzte Wort: Ich freue mich euch alle am 4. April in Silent Green zu sehen!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. April 2019 | Tags: , , Keine Kommentare

Iris Braun

Das 2 Minuten-Interview

Iris hatte da eine Idee. Gemeinsam mit ihren drei Co-Gründern startete sie mit share ein soziales Start-up, das den Unterschied machen soll. Nach dem 1+1-Prinzip wird für jedes verkaufte Produkt ein gleichwertiges Produkt an einen Menschen in Not gespendet. Los ging es mit Wasser, Nussriegeln und Handseife. Jetzt will das Team die Produktpalette kontinuierlich erweitern. Seit Kurzem liegt in den Supermarktregalen der eigenen Präferenz nun auch Bio-Schokolade, deren Kauf eine Mahlzeit für Menschen in Not finanziert, zum Beispiel Obdachlose in Berlin. Iris betrieb schon während ihres Studiums in Oxford Entwicklungshilfe in Südostasien und begann ihre Karriere zunächst als Beraterin, u.a. für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Nach ihrem Master in Harvard leitete sie für zwei Jahre ein Feldforschungsprojekt in Süd-Indien und Bangladesch. Sie weiß also, wovon sie spricht, wenn sie vom Weltretten, Vertrauen und Dreistundenkaffee auf dem Dach berichtet.

Name: Iris Braun
Alter: 30 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründerin und Leitung Produkt und soziale Projekte bei share
Schuhgröße: 40
Lieblingslied: The Verve – “Bittersweet Symphony”
Kontakt: iris.braun@share.eu

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Kaffee, schwarz mit Morgensonne für eine kleine Philosophie-Minute nutzen.

Warum können nur Frauen die Welt retten? Nur wenn alle Geschlechter anpacken, können wir die Welt retten. Das geht nur als Team! Männer dürfen also auch etwas mehr aktiv beim Weltretten anpacken. :)

Welcher Moment hat alles verändert? Das kann ich nicht an einen Moment festmachen, aber dass ich mich zum Beispiel so für Entwicklungshilfe interessiere, kommt aus privaten Momenten heraus. Mein Ex-Freund in der Schule war Sozialarbeiter. Über ihn habe ich viel mit Familien und Flüchtlingen zu tun gehabt, bei denen das Leben ganz anders aussieht. Das hat mich sehr berührt – und ist eine Welt mit der wir im Alltag zu wenig zu tun haben.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Heute früh mit einem Freund nach dem Sport. Darüber, dass die Bildungselite in Deutschland die neuen Kapitalisten sind und ob wir mit Sozialunternehmertum hier eigentlich etwas verändern können. Mein Job gibt mir viel Gelegenheiten für inspirierende Gespräche!

Welche großartige Idee hättest du gern selbst gehabt? Das Rad. Ich bin begeisterte Allwetter-Radfahrerin.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Penicillin und Hygienevorschriften. Das hat unsere Lebenserwartung im 20. Jahrhundert in Europa am meisten gesteigert. Aber noch immer sind Infektionskrankheiten, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene übertragen werden, einer der Hauptgründe für Unterernährung und Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern. Bereits richtiges Händewaschen mit Seife kann die Verbreitung solcher Erkrankungen verhindern. Deswegen sind wir im Januar nach Indien gereist, um unser Seifen-Projekt, das wir gemeinsam mit der Welthungerhilfe umsetzen, zu besuchen. Wir wollten sehen, wie und wo genau deine Hilfe ankommt und was wir nach einem halben Jahr bewirkt haben. Denn mit jeder verkauften share Handseife spenden wir ein Stück Seife an einen Menschen in Not. Wir waren sehr berührt von dem, was wir vor Ort erleben durften, und sind stolz darauf, dass wir dafür sorgen, dass Kinder lernen, wie man sich richtig die Hände wäscht.

Du hast eine Sünde frei. Welche verbotene Sache würdest du tun? Für meinen Kaffee mit Morgensonne auf dem Dach meines Mietshauses klettern. Ich gehe davon aus, dass niemand, der das Interview liest, in meinem Haus wohnt und weiß, dass ich den Schlüssel hab. Falls doch, ist das eine Einladung!

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? “Das kommt ganz drauf an”. Ich würde mir auch wünschen, die Welt wäre mehr schwarz und weiß. Bis dahin…

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Ich würde euch sagen, dass die Ungleichheit auf der Welt schon so viel weniger geworden ist! In den letzten Jahrzehnten hat sich gerade in den Entwicklungsländern ganz viel getan. Unsere Botschaft ist optimistisch: Wir glauben, dass es sehr wohl möglich ist, dass jeder etwas tun kann. Es geht wirklich um die Allerärmsten. Und da kann eben jeder einen kleinen Beitrag leisten – wie bei uns durch den Griff ins Regal. Ganz wenig kann ganz viel bewirken. Die gute Nachricht ist: Wir können das wirklich schaffen!

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Indischen Filterkaffee aus meiner Zeit in Tamil Nadu. Der dauert ca. drei Stunden und lässt genug Zeit um in der Zwischenzeit das Menü gemeinsam zu planen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Theresa May. Damit sie mal eine Kaffeepause bekommt und ich hoffentlich einen Einblick, ob es einen Plan gibt, den man ändern kann.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Vertrauen der Menschen zueinander. Wenn wir alle etwas mehr davon hätten, könnten wir viele Dinge schaffen, an denen wir jetzt scheitern.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum ist Vertrauen der Menschen zueinander so wichtig? Dann kann ich endlich mal wieder meinen VWL-Nerd raushängen lassen, den Job, den ich für share an den Nagel gehangen hab. :)

Was sollte niemand von dir wissen? Die PIN meiner EC-Karte.

Das letzte Wort: Zusammenfreude.

Berliner Kneipenchor

Das 2 Minuten-Interview

Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) waren zuletzt rund 2,9 Millionen Menschen instrumental oder vokal amateurmusizierend aktiv. Wie viele davon in Kneipen singen, geht aus der Statistik leider nicht hervor. Warum eigentlich nicht? Fakt ist: 30 von ihnen haben mit dem Berliner Kneipenchor eine echte Institution in Sachen Spelunken-Kultur geschaffen. Wobei das natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Nino und Mathias (ehemals Mitglieder der Band Virginia Jetzt!) waren anno 2011 nämlich alle Chöre, denen sie potentiell beitreten konnten, entweder zu alt oder zu ähm ähm ähm…steif. Oder beides. Also gründeten sie ihren eigenen und dafür fanden sie sehr schnell Mitsingerinnen und Mitsinger. Zu ihrem sehr variablen Repertoire gehören zum Beispiel Songs wie „Never gonna give you up“, „Ohne Dich“ oder „Empire State of Mind“, die sie sehr regelmäßig in zahlreichen Bars Berlins leidenschaftlich vortragen. Welchen Song sie am liebsten singen und was das mit der Geburtstagsfeier von Klaus Wowereit zu tun hat, erzählen stellvertretend und abwechselnd Lilli, Victor und Nino im 2 Minuten-Interview.

Name: Nino Skrotzki (Chorleiter) / Lilli Born (musikalische Leiterin) / Victor
Alter: 41 / k.A. / 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikmanager / Musikerin / Musiker
Schuhgröße: 42 / 38 / 42
Lieblingsdrink: Wopfel (Wodka-Apfel) / Dark and Stormy / Watermelon Man
Kontakt: nino@berliner-kneipenchor.de / www.lilliborn.de / @vokalmatador1

Welches Lied singt ihr am (Achtung!) besten? Lilli: Teenage Dirtbag

Welchen Drink sollte man vor dem Singen nicht zu sich nehmen? Lilli: mehr als 3 x 40 % Luft

Was war euer schlimmster Auftritt? Nino: Auf Klaus Wowereits Geburtstagsfest 2014 im Roten Rathaus, das Publikum hat uns überhaupt nicht verstanden.

Und welches euer bester? Lilli: Feel Festival 2018 auf der Mainstage im Sonnenuntergang.

Was ist dein aktueller Ohrwurm? Victor: Die Säcke – „Wer?“

Mit welchem Musiker wollt ihr mal gemeinsam in einer Bar singen? Nino: Freddie!

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Lilli: Die Ente – die holt uns nie ein!

Hast du ein verborgenes Talent? Lilli: Schielen, wenn der Chor schief singt.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Nino: Schampus

Im Zweifel taub oder stumm? Nino: Stumm, da kann man immer noch Musik hören!

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Victor: Wieder nach Hause kommen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nino: Karibisches Chili.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Victor: Armut bekämpfen und Bildung für alle.

Was sollte niemand von dir wissen? Victor: Wie aufgeregt ich manchmal bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Victor: Wann erscheint endlich neues Material von Vokalmatador & Co?

Das letzte Wort: Nino: Besucht den Berliner Kneipenchor, wo Ihr nur könnt!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. März 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Christian Kuper

Das 2 Minuten-Interview

Christian Kuper ist Trucker. Also auch. Denn in seiner Funktion als Gründer und Geschäftsführer von Vincent Vegan hat er sich einen ebensolchen angeschafft, um veganes Fast Food in den Mainstream und die Welt zu bringen. Das klappt so gut, dass er mit seinem Team inzwischen zwei Läden in Hamburg und einen in Berlin betreibt (Tendenz steigend). Privat hält ihn seine 1,5-jährige Tochter auf Trab, die sein Leben deutlich einschneidender verändert und verschönert hat, als vermutlich angenommen. Gott sei Dank hat er eine Über-Muddi zur Frau, die ihn beim Daddy-Job unter die Arme greift. Und weil kein 2 Minuten-Interview ohne investigatives Moment auskommen kann, liefern wir nachfolgend den Leak des Tages. Ja, die Gerüchte sind wahr, Christian sollte eigentlich Hans-Hermann heißen. Seine Eltern entschieden sich aber im letzten Moment um. Bleibt nur die Frage: Wo zum Himmel ist Mia?

Name: Christian Kuper
Alter: 38
Wohnort: Hamburg
Beruf: Vincent Vegan (eher Berufung)
Schuhgröße: 45
Lieblingszutat: Pilze, Knoblauch, Kurkuma und vieles mehr :-)
Kontakt: info@vincent-vegan.com

Wer ist eigentlich Vincent? Du bist Vincent. Wir sind Vincent. Jeder kann Vincent sein. #bevincent

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Hafermilch, Räuchertofu, Bier.

Was war als Kind dein Lieblingsessen? Bolo und Lasagne. Viel davon.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste? In der Reihenfolge der Frage nenne ich Avocado, Avocado und dann noch die Avocado.

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt? Man nehme das schönste, sexieste und hässlichste Lebensmittel (nach Christian Kuper), reichere es an mit feingehackten Tomaten, roten Zwiebeln und ausgepresster Limette an, mache Salz, Pfeffer und – Achtung – Haferflocken oben drauf und ab dafür. Lecker.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du gerne mal um die Häuser ziehen? Brian Cox (für in der Woche), Joe Rogan (Freitag), Heinz Strunk (Samstag), Leonardo Di Caprio (Sonntag).

Was sollte niemand auf morgen verschieben? Kann jeder halten wie ein Dachdecker. Ich verschiebe Sachen auch auf morgen. Ist ganz normal.

Was kannst du gar nicht? „Christian, hab doch mal ein bisschen Geduld…“ #nähhhh

Bitte vervollständige: In Berlin… wird es bald an vielen Orten einen Vincent Vegan geben!

Was hast du gestern gelernt? Egal wie spät ich meine Tochter ins Bett bringe, sie wacht doch wieder zu früh auf.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Die beste Bolo eures Lebens (vegan versteht sich)!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Erstmal: Mehr Liebe und Fürsorge in die Herzen der Menschen pflanzen. Danach: universelles Grundeinkommen einführen. Ganz generell: Viecher am Leben lassen. Nebenbei: Den 1. FC Köln Champions League Sieger werden lassen. Und so weiter…

Was sollte niemand von dir wissen? “Das Herz einer Frau ist ein tiefer Ozean voller Geheimnisse.“

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie kriegt man als Veganer eigentlich seine Proteine? (noch niiieeee gehört) (Anm. d. Red. Verdammt, wir hätten noch eine gehabt: Nennt dich eigentlich irgendjemand Cooper?)

Das letzte Wort: Mario Barth ist nicht witzig. Und außerdem: Go vegan!

Ulrike Maichel

Das 2 Minuten-Interview

Böse Zungen behaupten, Ulrike sei vom Himmel gefallen. Wir wissen es natürlich besser: die gebürtige Ostfriesin, Celeste-Bianchi-Fahrerin und passionierte Swing-Tänzerin war zunächst jahrelang bei Lufthansa-Technik eine der wenigen Frauen unter sehr vielen Männern, sammelte anschließend Erfahrung in verschiedenen Kommunikationsagenturen und war zuletzt im Management bei unserem Lieblingssolarlampenkunden „Little Sun“ tätig. Seit Ende letzten Jahres ist sie nun endlich da wo sie hingehört. Als stellvertretende Geschäftsführerin (und Umweltministerin) verstärkt sie die muxmäuschenwild-Crew, jongliert vier trillionen Kunden und Projekte und hält unserer Julia in ihrer Babypause den Rücken frei. Wir sind stolz und froh, sie bei uns zu haben. Wer kann denn bitte schon behaupten, jemanden in den eigenen Reihen zu haben, der es (per Zufall, wie sie beteuert) mit einer eigenen Formel im Computer-Rechnen in sämtliche Mathelehrbücher der Republik geschafft hat und in einer Trocken-Synchron-Schwimmgruppe aktiv ist.

Name: Ulrike Maichel
Alter: 37 Jahre
Wohnort: Berlin, Schillerkiez
Beruf: Stellvertretende Geschäftsführerin bei MMW
Schuhgröße: 38/39
Lieblingszutat: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. (Gandhi)
Kontakt: ulrike.maichel@muxmaeuschenwild.de

Warum können nur Frauen die Welt retten? Ich finde, wir können nur gemeinsam die Welt retten, also wenn Männer und Frauen auf einer Augenhöhe zusammenarbeiten und sich gegenseitig respektieren und sich zuhören und voneinander lernen. Nachgesagte Eigenschaften von Frauen, wie mehr Empathie, weniger Machtorientierung und stärkere Konzentration auf das Gemeinwohl anstatt auf das eigene Wohl können dabei nur positiv auf die Weltrettungsmission einwirken.

Das größte Problem deiner Generation? Das wir vieles als selbstverständlich sehen und zu wenig hinterfragen. Außerdem sind wir zwar an Klimawandel und anderen politischen Themen interessiert, aber oft selbst zu wenig aktiv.

Was unterscheidet dich von anderen? Ästhetik ist mir sehr wichtig, aber ich denke gleichzeitig fast nur analytisch und Rechnen macht mir Spaß und das führt manchmal zu seltsamen Situationen. Ich rechne z.B. während der Yogastunde im Kopf durch, ob es sich lohnt ein Yogastudio aufzumachen, nicht weil ich es machen möchte, sondern einfach nur aus purer Neugierde.

Welches Sternzeichen bist du?
Stier.

Passt das? Ich musste ehrlich gesagt gerade erstmal kurz nachlesen, welche Eigenschaften dem Sternzeichen nachgesagt werden (außer Sturheit). ;) Treu, zuverlässiges und ruhiges Wesen, aber manchmal auch mit dem Kopf durch die Wand, scheint also recht gut zu passen.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? In die lachenden, glückseligen Gesichter der Swing-Tänzer zu schauen, die wie in Ekstase um 4.30 Uhr morgens die Band auf eine letzte Zugabe anfeuerten, obwohl alle schon fast sechs Stunden durchgetanzt hatten. Tanzen und Musik als natürliche Droge, wunderbar! Vielleicht sollten Swing-Tänzer stattdessen die Welt retten? Sie wäre von ganz viel Liebe und Wertschätzung füreinander geprägt.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Meine Oma mütterlicherseits, da sie eine bescheidene Frau mit großem Herz ist und immer alles weggegeben hat, was sie besaß. Sie hat im Leben immer alle privaten Herausforderungen wie selbstverständlich angenommen und sich nie darüber beschwert, auch wenn sie als Kriegsflüchtling und als Pflegerin meines Opas und meiner Tante mit Down-Syndrom auf ein sehr bewegtes Leben zurückblickt, das sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt wurde.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? Stelle dir vor, du würdest am Ende deines Lebens eine Ausstellung über dein Leben mit deinen Erlebnissen und wichtigen Momenten besuchen, was möchtest Du darin sehen?

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Gegen eine Ente, ist übersichtlicher, ausserdem schnattert sie schöner. Und vorab besorg ich mir ne LKW-Ladung Wasserpflanzen, das sollte die Ente erstmal ne Weile mit Essen ablenken…

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Ein Kunstwerk (beleuchteter Eis-Block aus Gletschereis aus Grönland) von meinem alten Arbeitgeber, Olafur Eliasson.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spicy Tofu (mein Lieblingsgericht in der Studio Olafur Eliasson Kitchen) und als Nachtisch Raw-Kugeln fast schwarz mit viel zu viel Kakao.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den CO2-Ausstoß drastisch minimieren und das sich alles überschüssiges Plastik und andere Umweltgifte einfach ohne Rückstände auflösen. Ausserdem alle Städte autofrei machen und ein paar Machtinhaber dieser Welt entmachten und die Stellen mit ausgewählten Personen neu besetzen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das ich Teil einer privaten Trocken-Synchron-Schwimm-Gruppe bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist Trocken-Synchron-Schwimmen und wie kann man euch buchen? ;)

Das letzte Wort:
Muss nicht ich haben.

Charissa Chioccarelli

Das 2 Minuten-Interview

Charissa ist vor vier Jahren von Amsterdam nach Berlin gezogen, hat zunächst das Influencer Marketing Department für Zalando mit aufgebaut und im Herbst 2017 ISLA Berlin in der Inselstraße 13 im Märkischen Viertel eröffnet. Die Grundidee hinter dem Concept Store: den Nail Art-Trend aus New York und London nach Berlin zu bringen. Wie bitte watt!? Nail Art? Ja, janz jenau. ISLA ist nämlich kein einfaches Nagelstudio, sondern schafft mit High Quality Produkten detailreiche Kunstwerke. Nebenher kann man Streetwear shoppen, sich an TurnTables ausprobieren, Ausstellungen und Partys erleben. Die nächste steigt übrigens am 7. März. Anlässlich des Weltfrauentages („which TBH we think should actually be errrrry day“) übernimmt die gute Riya Hamid das ISLA in Kooperation mit beats by dr. dre. Auf ein Wort oder zwei, liebe Frau Chioccarelli.

Name: Charissa Chioccarelli
Alter: still 28
Wohnort: Amsterdam, I guess?
Beruf: Gründerin von ISLA Berlin
Schuhgröße: 38
Lieblings-Nageldesign: Oh my, I really can’t choose but I love anything extra!
Kontakt: @charrisla on the gram


Was ist Schönheit?

Das klingt jetzt sehr abgedroschen aber Schönheit liegt wirklich im Auge des Betrachters. Ich kann Schönheit in fast allem ausmachen und das hat nichts mit der äußeren Erscheinung zu tun.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben?
Ich würde sagen genderfluid. Ich mische meisten Männerklamotten mit super femininen Elementen, wie zum Beispiel extra langen Nägeln. Mein Style wird häufig als „tomboy“ bezeichnet, wobei ich das hasse. Ich habe nämlich nicht das Gefühl, dass Männer ein Anrecht darauf haben irgendeinen bestimmten Style exklusiv zu haben.

Hast du künstlerische Vorbilder?
Mich inspirieren sehr viele Menschen und auch Dinge aber ich fürchte ich kann kein spezifisches Role Model herausgreifen.

Die erste CD deines Lebens?
Das MUSS ein Spice Girls-Album gewesen sein!

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg?
Es fühlt sich so an als wären wir (langsam) auf dem Weg zu einer besseren, gerechten Welt aber gleichzeitig habe ich auch gerade online das Gefühl, dass die Menschen immer härter zueinander werden und nicht wirklich versuchen, sich gegenseitig zu verstehen.

Was brauchst du, um dich an einem fremden Ort wohl zu fühlen?
Mein Telefon, damit ich meinen Freunden oder meinem Mann schreiben kann.

Hast du ein verborgenes Talent?
I think I’m a pretty good bluffer -ha.

Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt und was war das?
Ich versuche jeden Tag etwas Neues. Ich liebe Neues und versuche jede Herausforderung anzunehmen.

Was kannst du gar nicht?
Routine, ich bin schnell gelangweilt.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du?
Let’s all be nicer for each other and to all majorities; let’s make room for minorities

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Um ehrlich zu sein, ich würde meinen Mann fragen, etwas für uns zu kochen. Er ist der viiieeel bessere Koch!

Was sollte niemand von dir wissen?
Haha unfortunately I can’t tell that ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Also die Fragen waren eigentlich ziemlich gut.

Das letzte Wort:
For everyone based in Berlin, come by ISLA when you’re around!

Foto: Lauren O’Neil

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 26. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Eva Schulz

Das 2 Minuten-Interview

Eva Schulz ist die mit den roten Haaren, die im Internet „was mit Politik“ macht und sich zwischendurch über Flughafenleitsysteme und innerstädtische Seilbahnen freut. Mit Deutschland3000 hat sie einen Kanal gegründet, der online und als Teil des Jugend-Networks ‚funk‘ Debatten über politische und gesellschaftliche Fragen auslöst. Im Fokus stehen zunächst Videos auf Facebook und YouTube. Künftig will Deutschland3000 aber noch viel mehr Kanäle bespielen und eigene Formate entwickeln. Ansonsten ist Eva am liebsten unterwegs, wahlweise in ganz Deutschland, im französischen Niemandsland, in Jerusalem, Tel Aviv, Brüssel oder Wien. Da möchte sie auch irgendwann zu Grabe getragen werden. Bis dahin is aber noch lange hin. In diesem Sinne: es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Name: Eva Schulz
Alter: 28
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: 40
Lieblingssprache: Deutsch (sprechen), Französisch (hören), Englisch (singen), Hebräisch (fluchen)
Kontakt: @evaschulz

Was ist guter Journalismus? Guter Journalismus bringt relevante Fragen fundiert recherchiert, zielgruppengerecht und unterhaltsam auf den Punkt. Mein Ziel ist dabei eigentlich immer, User mit meiner Neugierde anzustecken.

Wen möchtest du unbedingt einmal interviewen? Malia und Sasha Obama.

Hast du ein journalistisches Vorbild? Roger Willemsen für seine Empathie und Beobachtungsgabe, Ellen DeGeneres für ihren herzlichen Humor, Alexandra Rojkov für ihre Ausdauer und medienethischen Prinzipien.

Welche Sendung durftest du als Kind nicht verpassen? Die Pfefferkörner! Fiete war mein erster Schwarm <3

Bist du ein Tag- oder Nachtmensch? Seit ich nicht mehr allein als Reporterin unterwegs bin, sondern mit vielen verschiedenen Menschen und Teams zusammenarbeite: Tagmensch.

Dein momentaner Lieblingssong? “Stone Cold” von Elli Ingram

Was kannst du gar nicht? Getreidesorten unterscheiden.

Dein schönstes Karnevalskostüm? Das Krümelmonster war eine super Ausrede, um den ganzen Tag Kekse zu essen.

Worauf bist du stolz? Auf meine unheimlich lustige, warmherzige, kluge, kreative Crew. Und die konstruktiven Diskussionen, die unter unseren Videos passieren und die mich immer wieder auf neue Gedanken bringen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Shakshuka (Rezept hier), mein Lieblingsgericht aus der Zeit, als ich in Jerusalem gelebt habe. Superleicht zuzubereiten, trotzdem sind immer alle beeindruckt – das nenne ich win-win!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde unser Bildungs- und Sozialsystem so umgestalten, dass alle die gleichen Startbedingungen haben. (Und dann noch einen geheimen achten Wochentag einführen, an dem ich wieder Nachtmensch sein kann.)

Was sollte niemand von dir wissen? Wie oft ich meine eigenen Insta-Stories anschaue.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Elektrische Zahnbürsten, dafür oder dagegen?

Das letzte Wort: Morgen.

Foto: Alex Janetzko

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare