Robert und Philip

Das 2 Minuten-Interview

Philip Kahnis und Robert Kronekker haben vor fünf Jahren das Müsli für die Hosentasche erfunden. Hä, also was soll oder muss man denn da jetzt noch mehr über die beiden schreiben. Genialer kann es gar nicht werden. Vielleicht kurz zur Erklärung: Phil & Rob sind die Gründer von Hafervoll und als solche produzieren sie mit ihrem 15-köpfigen Team Millionen ofengepackene, Flapjack genannte, Haferriegel in Trillionen fancy Geschmacksrichtungen. Los ging alles nachdem Rob eine schwere Krankheit erfolgreich besiegt und die Ernährung als essentiellen Teil seines neuen Lebens erkannt hatte. Per Crowdfunding wurden die ersten Riegelkreationen finanziert und vor einem Jahr sackten die beiden dann sogar ein millionenschweres Mediabudget beim SevenVentures Pitch Day ein. Zum 5 Jährigen spendierten sie sich dann gleich mal einen limitierten Riegel aus echtem purem Gold. Naja, nicht ganz. Aber fast. Inspiriert wurden sie zu der Aktion vom berühmten Goldesel. Dabei wollen wir es an dieser Stelle belassen…

Name: Philip Kahnis / Robert Kronekker
Alter: 34 / 34
Wohnort: Düsseldorf / Köln
Beruf: Gründer, wenn das als Beruf zählt / Feel Good Manager
Schuhgröße: 43 / 43-44 je nach Marke
Lieblingstageszeit: 23.27 Uhr / 5.30 Uhr
Kontakt: hafervoll@muxmaeuschenwild.de

Welchen ersten Eindruck machst du deiner Meinung nach?
Philip: Der dippt seine Flapjacks auch gerne mal in Erdnussbutter.
Robert: Schon wieder so´n Hipster Rapper Dude, nur ohne Gesichtstattoo.

Was hast du immer im Kühlschrank?
Philip: Tonic.
Robert: Rucola, Avocados, Zucchini Nudeln, Hafermilch und eine bunte Mischung an Gemüse

Was liebst du an deinem Job?
Philip: Unser Team und das Game an sich.
Robert: Den Fame! Spaß beiseite, die Freiheit, mit und für Menschen wirklich etwas zu bewegen.

Was waren deine bisher größten Herausforderungen in deinem Beruf?
Philip: Ein Team aufzubauen auf das man sich verlassen kann.
Robert: Unsere Riegel im Handel zu listen, obwohl viele erst abgewunken haben!

Bei welcher kulinarischen Sünde kannst du nicht nein sagen?
Philip: Bacon-Cheeseburger!
Robert: Ich liebe Kuchen, Kekse und alles aus der Kategorie Backwaren.

Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf?
Philip: Abhaken, Gin & Tonic genießen und weiter machen.
Robert: Schlechte Tage? Ist eine Frage der Einstellung. Meiner Meinung nach kann man jedem Tag etwas Gutes abgewinnen. Falls es mal doch nicht so läuft wie geplant, beschäftige ich mich mit Sport. Das hält den Kopf frei!

Ohne welche materielle Sache kannst du nicht leben?
Philip: Mein iPhone.
Robert: Ohne Basketball geht gar nix, trotz zweier Kreuzbandrisse bin ich süchtig nach dem Spiel.

Süß oder salzig?
Philip: Salzig
Robert: Süß

In welcher Reality Show wärst du genial?
Philip: Bauer sucht Frau.
Robert: Love Island

Was ist deine neueste Entdeckung?
Philip: Babyartikel Online-Shops. Praktisch.
Robert: Bogenschießen im Park / Nachts baden gehen im Fühlinger See / selbstgemachtes Trüffel Pesto

Wie alt möchtest du gern werden?
Philip: So alt wie Geist und Körper gut mitmachen.
Robert: 122 Jahre und genau 165 Tage sprich genau einen Tag älter als der älteste Mensch #rekord

Bitte erzähl uns einen Witz:
Philip: Kenne keine.
Robert: Geht ein Pferd in eine Bar, fragt der Barkeeper: Warum so ein langes Gesicht?

Welches nutzlose Talent hast du?
Philip: Verkaufen.
Robert: Ich kann ohne lange nachzudenken, ganze Sätze rückwärts sprechen.

Was hast du dir von deinem ersten Gehalt gekauft?
Philip: Das ist zwar knapp 15 Jahre her, aber ich habe damals das meiste Geld für einen Laptop gespart.
Robert: Meine ersten Timberland Boots, da war ich 15 Jahre und habe schwarz in einer Elektrofirma gejobbt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Philip: Bin nicht so der begnadete Koch. Aber Mac and Cheese würde ich schmackhaft hinbekommen.
Robert: So auf die Schnelle denke ich: Rehrücken mit Preiselbeeren-Marinade auf Süsskartoffelstampf und in Knoblauchöl gedünstetes Gemüse mit einer gerösteten Pinienkern-Thymian-Pesto-Kruste.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Philip: Bedingungsloses Grundeinkommen in den 33 reichsten Ländern der Welt wär doch mal ein Experiment wert.
Robert: Donald Trump entmachten.

Was sollte niemand von dir wissen?
Philip: Dass ich Rumpelstilzchen heiß.
Robert: Dass ich heimlich eine Zweitkarriere als Handmodel im ostasiatischen Raum führe und mein nutzloses Talent ausleben kann.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Philip: Ob ich Tattoos habe.
Robert: Warum ich immer wie ein Rapper rumlaufe und ob meine Jeans für einen 34-Jährigen nicht zu skinny sind.

Das letzte Wort:
Philip: Weniger labern, mehr machen.
Robert: Den Letzten beißen die Hunde!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 25. September 2018 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Justin und Mark

Das 2 Minuten-Interview

Kommen ein Ami und ein Neuseeländer in eine Schule, um den deutschen Kindern mithilfe von Kunst und Schauspiel Englisch beizubringen… Was sich anhört wie der witzige Auftakt zu einer noch viel witzigeren Story ist in Wirklichkeit der Gründungsgedanke von InterACT English. Der Ami, Justin Beard, ist nämlich ein echter Schauspieler und der Neuseeländer, Mark Hansen, ein ebenso guter Künstler und Pädagoge. Zusammen haben sie ein Format entwickelt, das seit 2009 unzählige Menschen auf natürliche, spannende und leidenschaftliche Art und Weise der englischen Sprache näher brachte. Die beiden führen ein internationales Team von professionellen Teaching-Artists an, das den English lessons in der Schule garantiert einen ziemlich neuen, ziemlich aufregenden und klar auch ziemlich witzigen Twist verpasst. Nun denn, geantwortet haben die beiden Herren auf Englisch, übersetzt haben wir selbst und bitten um entsprechende Benotung im Nachgang.

Name: Justin Beard / Mark Hansen
Alter: 38 / 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Director bei Interact English
Schuhgröße: 44 / privat
Lieblingswort: Croatia und Bed / Shenanigans
Kontakt: justin@interactenglish.de / mark@interactenglish.de

Warst du ein guter Schüler?
Justin: Nein, aber ich erinnere mich daran ein sehr effektiver Unruhestifter gewesen zu sein.
Mark: Ich war ein sehr guter Schüler. Besonders, wenn es darum ging die Lehrer abzulenken.

Beschreibe deinen Job in drei Worten:
Justin: Kinder – Kunst – Krise
Mark: Excel, powerpoint, word

Erinnerst du dich an deine erste Deutsch-Stunde?
Justin: Ja, das war 2005 der A1 Kurs an der VHS Kreuzberg in meiner ersten Woche in Berlin. Ein amerikanischer Freund erklärte mir, wie die Geschlechterformen im Deutschen funktionieren: „“Things that go inside of other things are ‚Der‘, things that other things can go inside of are ‚Die‘ and those you’re not sure of are ‚Das‘.“ Ich habe dieses Wissen natürlich mit der gesamten Klasse geteilt. (Für ein besseres Verständnis, bitte die Antwort auf die erste Frage erneut lesen.)
Mark: My first appointment in the Ausländerbehörde was my first trial by fire German lesson. Sie sagten so etwas wie „Gehen sie zu Raum B32!“ Ich dachte: „Super, zwei Ziffern und ein Buchstabe, was kann da schon schief gehen?“ Nachdem ich meinen Termin verpasst hatte, stellte ich fest, dass ich nicht an meinen Deutschkenntnissen gescheitert war, sondern an dem kafkaesquen Albtraum Namens Ausländerbehörde Keplerstraße.

Was hast du zuletzt falsch verstanden?
Justin: Excel Tabellen. Ihre Befehle, ihre Daten, ihre gesamte Daseinsberechtigung.
Mark: Ziegen

Das unsinnigste deutsche Wort aller Zeiten?
Justin: „Warzenhof“ – ohne Frage das schlimmste und komischste deutsche Wort. Wie kann eine Sprache nur etwas so sinnliches und entzückendes wie eine „areola“ als „Warzenhof“ bezeichnen?
Mark: Schmetterling – passt eher zu einer nordischen Death Metal-Band.

Was würdest du mit einem geschenkten freien Tag anfangen?
Justin: Ich würde an meiner Masterarbeit arbeiten, die sich mit den Vorteilen von performativer Pädagogik in Fremdsprachenbildung auseinandersetzt. Ah, was für ein Luxus.
Mark: Durchschlafen.

Worauf bist du wirklich stolz, möchtest damit aber nicht prahlen?
Justin: Die, die mich kennen, würden wahrscheinlich sagen, dass es nichts gibt, womit ich nicht prahle. Ich bin ausgebildeter Schauspieler, also ist Bestärkung von Außen Teil meiner Persönlichkeit. Aber ich bin wirklich stolz auf die Arbeit, die Mark und ich zusammen im Bildungsbereich leisten. Wir haben aus unserer kleinen Idee eine nationale Bildungseinrichtung gemacht und tausende Kinder und Lehrer mithilfe der Kunst ausgebildet.
Mark: Definitiv die Arbeit, die ich mache. Ich liebe es den Kids dabei zuzusehen, wie sie auf die Bühne gehen und Risiken eingehen. Es hat verdammt lang gedauert, aber ich bin inzwischen wirklich gut darin, ihnen diese Räume zu schaffen.

Du stehst mit Angela Merkel im Fahrstuhl, worüber sprecht ihr?
Justin: Angi und ich reden beim Abendessen, nicht in Fahrstühlen. Aber wenn wir es doch tun, geht es um die schlechte Finanzierung von Bildungseinrichtungen und darüber, dass wir bessere Schulgebäude für unsere Kinder brauchen.
Mark: Ich würde sie fragen, was sie wirklich und ehrlich von Donald Trump hält und sie würde mich vermutlich fragen, wie ich es geschafft habe, in den Reichstag zu kommen.

Was schätzt du an (d)einem Partner besonders?
Justin: Loyalität. Der Inner Circle bekommt dieses Angebot: Ruft mich jederzeit in jeder Situation an und ich bin da. Das umgekehrt auch für mich selbst zu haben, gibt mir sehr viel Sicherheit und ein Gefühl von Familie, auch wenn ich so weit von meiner eigenen entfernt wohne.
Mark: Ihre Fähigkeit einen Film auszusuchen und dann einzuschlafen, während ich ihn zu Ende schaue.

Neben wem würdest du gern in einem Langstreckenflug sitzen?
Justin: Bertrand Russel. Ich würde ihn gern die westliche Geschichte der Philosophie vorlesen lassen, weil ich selbst über Pythagoras noch nicht hinweg bin. Wusstet ihr, dass Pythagoras ein Sektenführer war, der Regeln für alles hatte? Zum Beispiel, dass es dir nicht erlaubt ist, dein Essen wieder aufzuheben, wenn es dir einmal heruntergfallen ist? Crazy-town.
Mark: No-one, I need that free seat!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Justin: Aktuell bin ich sehr vertieft in meinen Vakuumgarer. Aber alles was ich bisher damit gemacht habe, war ein Disaster. Also würdet ihr stattdessen doppelt gekochte, im Ofen geröstete Kartoffeln mit Rosmarin und ein Steak bekommen.
Mark: Ich bin ein großartiger Koch, da fallen mir unzählige Gerichte ein. Besonders gern koche ich deutsche Gerichte.

Und für ein Date, das du beeindrucken willst?
Justin: Ich tausche die Kartoffeln mit einer Artischoke aus und dazu eine gute Flasche Crianza.
Mark: Hering in Aspik

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Justin: Ich würde eine Welt erschaffen, in der Debattieren über gute Ideen den gleichen Stellenwert wie Sport hat. Klare Regeln, ein Start und ein Ziel, anständiger Umgang, ein Schiedsrichter, der die Fakten checkt und einen eindeutigen Gewinner und Verlierer benennt.
Mark: Ich würde jedem Menschen einen Freiflug gewähren, egal wohin.

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Justin: Ich habe einen zweieinhalb Jahre alten Sohn. Er ist das süßeste, herzerwärmendste, liebevollste Wesen. Wenn ich ihm beim Schlafen zuschaue, werde ich regelmäßig von inniger Liebe überwältigt. Oder auch ihn ins Bett zu bringen… er weckt wirklich alle Emotionen in mir.
Mark: Germany losing to South Korea. (Das übersetzen wir nicht, so. Anm. d. Red.)

Was sollte niemand von dir wissen?
Justin: Dass ich manchmal Marks Socken zur Arbeit trage und ihm nichts davon erzähle. Fühlt sich gut an.
Mark: Marco O’solo ist mein 80’s Kaoroke Alterego, der dafür bekannt ist, Berlins Nachtleben in hautengen, weißen Tennisshorts und einem antiken Holzschläger aufzumischen. Warnung: Ich kann keine Haftung übernehmen, solltet ihr ihn je unter einer Discokugel antreffen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Justin: Warum ist deine Bildungseinrichtung „InterACT English“ das Beste, was der Bildung seit John Dewey passiert ist!?
Mark: Vielleicht woher ich komme?… Neuseeland übrigens. (Yo! Anm. d. Red.)

Das letzte Wort:
Justin: Konzentriere dich auf die Qualität, der Rest kommt von allein.
Mark: Wenn ihr genauso neurotisch seid, wie ich, dann gibt es keine letzten Worte.Things just trail off into a series of mumbles…

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. September 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Laura Eckrodt

Das 2 Minuten-Interview

Laura Eckrodt ist quasi der Inbegriff einer Kosmopolitin Slash Weltbürgerin. Sie wuchs als Tochter einer finnischen Mutter und eines deutschen Vaters in Sao Paulo, Berlin und Tokio auf, studierte in London, bevor sie sechs Jahre für Axel Springer in Berlin arbeitete und später nach Dubai zog, um in eine Führungsposition im Digitalen Marketing bei Emirates zu wechseln. Uff, kurz durchatmen und geographisch sacken lassen. In Dubai lernte sie ihre große Liebe Asif Oomer aus Indien kennen. Nach Hochzeit und Geburt ihres Sohnes zogen die zweieinhalb nach Berlin, um hier ihren Traum vom eigenen Restaurantkonzept zu verwirklichen. Et voilá, L.A. Poké serviert seit kurzem leckerste hawaiianische Poke-Bowls, flavoured in California, made in Berlin. Soviel zum Thema kosmopolitisch und weite Welt und so. Wir haben Laura nach ihren zwei Full Time-Jobs ‚Gründerin‘ und ‚Mutter‘ befragt und nebenbei selbstverständlich noch ein paar gute Tips und schlaue Ratschläge abgestaubt.

Name: Laura Eckrodt
Wohnort: Berlin
Beruf: Food Entrepreneur
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszutat: Yuzu Kosho (Äh was? Anm. d. Red.)
Kontakt: www.lapokebowls.com

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Also ich weiß nicht, ob sie in jeden Kühlschrank gehören, aber bei mir sind es: eine gute Flasche Weißwein, Chilli und Butter.

Welche Aufgaben magst du besonders in deinem Job? Die Nähe zu den Kunden – ich probiere gerne neue Rezepte aus und freue mich, wenn man direkt Feedback bekommt.

Warum Berlin? Berlin ist authentisch. Ich bin vor 18 Jahren das erste Mal nach Berlin gezogen und seitdem habe ich immer wieder hier gelebt. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie und es ist spannend zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahre gewandelt hat.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? „Schlaf eine Nacht drüber.“ ;)

Wo fühlst du dich zu Hause? Bei meinem Mann und meinem Kind. Egal, wo wir uns gerade befinden.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Die Antwort auf die Frage ist „nichts“. Ich würde nichst tun, weil sich nichts lohnen würde. Versagen ist Teil des Lebens, denn wir lernen daraus und entwickeln uns weiter. Um unser ganzes Potenzial auszuschöpfen, müssen wir uns der Angst vor dem Scheitern stellen. Es ist besser zu scheitern als es nie versucht zu haben.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Kommt drauf an. Manchmal bin ich Mutter, Ehefrau, Geschäftsfrau oder Tochter. Wir haben alle verschiedene Gesichter und das ist ok.

Was hast du gestern gelernt? Sich auf heute zu konzentrieren.

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Der Heiratsantrag meines Mannes. Er hatte mir ein sehr persönliches Gedicht geschrieben.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest? Wie alt man sich fühlt kommt auf den Tag an. Jedes Alter ist besonders, aber ich bin gerne so alt wie ich jetzt bin ich.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mein Mann ist Inder, daher ein gutes Curry – das wärmt das Herz.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Es Müttern einfacher machen zu gründen oder ihrer Arbeit nachzugehen. Es sollte nicht heißen „Kind oder Karriere“ sondern „Kind und Karriere“. Es fängt damit an, dass man vom Staat die richtige Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommt. Die Kita-Krise macht es den Frauen schwer den Spagat zwischen beiden Bereichen zu schaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Lakritz liebe und eigentlich immer dabei habe. Ich habe momentan mehr als 20 Sorten von salzig bis süß bei mir zuhause.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welche Sprache würdest du gerne fließend sprechen können?

Das letzte Wort: If you think you can, you can. And if you think you can’t, you’re right.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Corinna Siepenkort

Das 2 Minuten-Interview

Corinna Siepenkort ist 31 Jahre jung und Chefredakteurin der Blonde. Das ist irgendwie komisch, denn anfangs sah es so gar nicht danach aus, dass es sie einmal in die Welt des Mode-Journalismus verschlagen würde. Sie absolvierte nämlich erst einmal ein Bachelorstudium in Soziologie und auch in Spanisch und danach einen Master in Internationaler Kriminologie. Hä!?? Erst danach landetet sie auf der Journalistenschule und kam über People-Magazine (InTouch und Life&Style) und Frauen-Magazine (Maxi und Myway) schließlich zur Blonde. Wir haben sie mitten im Jetsetleben zwischen Käsebroten und Bastelkiste für ein Interview abgepasst. Gott sei Dank, möchte man sagen. Wahrscheinlich hätten wir sonst nie erfahren, welchen Film wir auf dem nächsten Langstreckenflug schauen müssen, was nächstes Jahr so modisch Muss wird und dass sie genau heute Geburtstag hat. Oder war es gestern? Oder morgen? Oder am Ende gar beides? In diesem Sinne, vielen Dank und happy Birthday, liebe Corinna! Die nächste Schorle geht auf uns. ; )

Name: Corinna Siepenkort
Alter: 31
Wohnort: Hamburg, Sternschanze
Beruf: Chefredakteurin BLONDE
Schuhgröße: 36
Lieblingsreiseziel: Island. Und wenn ich sogar drei nennen darf: Island, Kanada, Kolumbien
Kontakt: corinna.siepenkort@blonde.de

Was ist guter Stil? Guter Stil ist, wenn man sich so gut kennt, dass man weiß, was einem steht und worin man sich wohlfühlt.

Was wird in 2019 Trend? Bodenlange Mäntel.

Wer sollte unbedingt mal auf dem Cover der Blonde erscheinen? Beyoncé natürlich. (Natürlich! Anm. d. Red.)

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten? Genau jetzt, wo alles möglich ist. Jedem Trend folgt immer schneller ein nächster, was beweist, wie vielfältig wir heute sein dürfen und sollen. Ich sehe ständig so viele coole, lässige Frauen, die durch und durch schön sind – nicht nur weil sie ein tolles Kleid tragen.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben? Ich mag es, wenn mein Outfit nur aus zwei oder drei Farben besteht und setze auf gute, ungewöhnliche Schnitte, besonders bei Hosen. Ich trage gerne Oversize-Kleider und ja, auch wenn schon oft gehört, Jeans und ein weißes Boyfriend-Shirt.

Wofür hast du kein Talent? Basteln. Auch wenn ich eine Kiste mit alten Papierschnipseln hüte und mir jedes Jahr vornehme daraus Weihnachtskarten zu basteln – selbst wenn sie dann miserabel aussehen werden.

Hamburg ist.. nach 12 Jahren so etwas wie meine Heimat. Und eine echte Klette. Ich wollte schon so oft wegziehen, einfach um mal woanders zu leben, aber Hamburg hat mich nie gehen lassen.

Räubertochter oder Prinzessin? Ein Pinguin.

Was fasziniert dich? Das Weltall. Ist doch irre, oder?

Wen bewunderst du und warum? Meine große Schwester, weil sie meine große Schwester ist.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich koche nicht, ich belege Käsebrote. (Natürlich! Anm. d. Red.)

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Jesus. Wenn es ihn gab, hat er eine Menge zu erzählen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde den Klimawandel aufhalten, einer muss es ja tun.

Was hat dich zuletzt emotional bewegt? Der Coming-of-Age-Film „Love, Simon“, was vor allem daran lag, dass ich im Flugzeug saß und ich im Flieger immer weinen muss (aber der Film war auch gut).

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? In jeder Bar, in der ich bin, behaupten, dass ich Geburtstag habe und mich feiern lassen. Aber leider glaube ich an schlechtes Karma.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich liebe Königshäuser und gucke mir jede Hochzeit im Livestream an.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was wünschst du dir zum Geburtstag?

Das letzte Wort: Tschüss, tschüss.

Foto: Marlen Stahlhuth

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. September 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Anahita Sadighi

Anahita Sadighi ist die jüngste Galeristin Berlins. Ihr Leben ist eines der Gegensätze. Vor allem der zwischen Ost und West. Geboren wurde Anahita nämlich in Tehran, aufgewachsen ist sie in Berlin. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Viadrina-Europa-Universität in Frankfurt Oder, sowie Islamische Kunst und Architektur an der School of Oriental and African Studies in London. Über ihren Vater, einen Antiquitätenhändler, lernt Anahita Altes und Schönes kennen und lieben. Im Juni 2015 gründet sie ihre Galerie

feiert den interkulturelle Dialog sowie eine neue und frische Perspektive auf den Nahen Osten.

Vor zwei Jahren gründete sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin das Kulturformat Poetry Nights für klassische persische und arabische Literatur.

Name: Anahita Sadighi
Alter: 29
Wohnort: Berlin
Beruf: Galeristin
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszeit: Abendsonne/Sonnenuntergang
Kontakt: as@anahita-arts-of-asia.com

Warum können nur Frauen die Welt retten? Sehr gut, haha. Wenn sich Frauen mehr auf ihre magischen und bestimmenden Fähigkeiten besinnen, daraus Kraft schöpfen und einen Zusammenhalt entwickeln würden, dann würden daraus neue Dynamiken entstehen, die wir heute in einer einseitig rationalen und zugleich absolut widersprüchlichen Welt dringend benötigen. Denn nur Frauen besitzen so viel Stärke und Lebensklugheit, die Welt nach den gescheiterten Versuchen des vermeintlich stärkeren Geschlechts zu retten. Wir könnten die Welt aber auch gerne gemeinsam mit den Männern retten, das würde mir sogar viel besser gefallen und mehr Spaß machen!

Was ist gute Kunst? Gute Kunst bedarf keiner Kontextualisierung und kunsthistorischen bzw. gesellschaftspolitischen Erklärung, sie kommt ohne Provokation aus und zeigt eine höchst individuelle und ehrliche Perspektive auf die Welt. Sie darf nicht im Dienst einer Ideologie sein und instrumentalisiert werden. Gute Kunst muss frei sein. Man erkennt sie mit den Augen, ihr Wert bemisst sich nicht nach aktuellen Preisen, der zeitgenössische Kunstmarkt ist ein Beweis dafür. Viele der heute lebenden Künstler, die auf dem Markt hohe Preise erzielen, werden in 50 Jahren von keiner Bedeutung mehr sein.

Welches Wort sagst du zu häufig? ‚liebe‘, ‚busy‘, ‚yay‘ und ‚lol‘.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Das ‚Primavera’ von Botticelli und das ‚Mural on Indian Red Ground‘ by Jackson Pollock.

Wie würde der Titel deiner Autobiographie lauten? Ich bin zwar noch zu jung, um an eine Autobiographie zu denken, aber vielleicht: „Ohne Kunst wäre das Leben ein Irrtum.“

Der wichtigste Ratschlag, den du je bekommen hast? Im Leben – ob beruflich oder privat – eine gesunde und ausgeglichene Beziehung zwischen Herz und Kopf anzustreben und daraus Kraft zu schöpfen. Die Aphorismensammlung von Gracian – das Handorakel der Lebensklugheit – immer bei sich zu haben.

Wo siehst du besser aus: Im Spiegel oder auf Fotos? Kommt auf den Spiegel und den Fotografen an. Ich tendiere jedoch zum Spiegel.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Zu Musik aus den 60/70s, old-school Hip Hop und zeitgenössischer elektronischer Musik.

Was ist deine größte, unbegründete Angst? Meine Energie und Tatkraft beim Älterwerden zu verlieren.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Wahrscheinlich beide sehr unterschiedlich, haha. Meine Mutter würde mich als eine lebensfrohe und starke Persönlichkeit beschreiben, als eine willensstarke und selbstbewusste Powerfrau mit großem Herz, sensibel, emotional, romantisch und in Karriere und menschlichen Beziehungen gleichermaßen gebend und großzügig.Mein Vater betrachtet mich als seine ehrgeizige, erfolgsorientierte und clevere Tochter, auf die er stolz ist, die jedoch noch viel zu lernen hat (am besten von ihm). Ich sei ein Glückskind, vom Schicksal gesegnet, vielseitig interessiert, humorvoll, das mit diplomatischem Geschick hervorragend mit anderen Menschen umgehen könne, eine Schwäche für Süßigkeiten besitze, zugleich selbstverliebt und eitel sei und gerne im Mittelpunkt stehe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Das kommt auf die Tageszeit an. Morgens ein Omlett mit Tomaten, Chili und frischen Kräutern. Abends mein persisches Lieblingsgericht: Fesenjan – Huhn in Granatapfel-Walnuss Sauce mit Safranreis.

Mit wem würdest gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Mit Monica Bellucci.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich wünschte, dass die Vorurteile gegenüber dem Islam und den Muslimen/innen weltweit zurück gehen, ein fruchtbarer und friedlicher Dialog der Kulturen eingeleitet wird und die geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Errungenschaften islamischer Gelehrter für ihre welthistorische Bedeutung vom Westen endlich mehr anerkannt werden. Zugleich erhoffe ich mir, dass sich der Islam durch ein modernes Verständnis praktizierender Gläubige, geistlicher Autoritäten und muslimischer Intellektuelle schöpferisch weiterentwickeln und von innen reformieren wird.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Meine Freundin nach längerer Zeit wieder in den Arm zu nehmen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich gelegentlich auch Frauen sehr anziehend finde!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Bist du eher zu Hause im Geräusch oder in der Stille?

Das letzte Wort: Habe ich ganz gerne. Es macht mich glücklich, meine Ideen und Vorstellungen zu verwirklichen und andere mitzureißen.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 28. August 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Teesy Tones

Teesy Tones ist Musiker, Produzent, Schreiberling, Sänger, Rapper, aber auch Videoregisseur, Marketingprofessor, Gesellschaftsforscher, kleiner Junge, stolzer Sohn, Enkel, Bruder, Freund und Deutschlands Crooner Nummer 1 (wer nicht weiß, was das ist, kann gern mal googlen.) Das Beste: man kann das nicht nur über ihn sagen, sondern auch von ihm hören. Denn in seinen Songs (und Videos!) erzählt er wunderbare Geschichten, die auch schon einmal sehr viel Persönliches preisgeben. Am Freitag erscheint sein nigelnagelneues Album ‚TONES‘. Da geht es dann auch um Lebensmomente made in Berlin-Kaulsdorf und die ganz großen Fühls. Ach ja, zur Musik kam er übrigens über sein Lehramtsstudium, das ihn über Kiel nach Hamburg und auf Cros Bühne führte. Mensch Teesy, du wärst doch der perfekte LovL (Lehrer ohne volle Lehrbefähigung, haben wir gestern in den Nachrichten gelernt) für die Kids in Lichtenberg! Also dann: zwei Minuten Frage-Antwort-Achterbahn!

Name: Teesy Tones
Alter: 27
Wohnort: Berlin-Lichtenberg
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 42
Lieblingssong: Earth, Wind & Fire – September
Kontakt: www.instagram.com/teesytones
kontakt@chimperator.de

Im Zweifel lieber stumm oder taub?
Stumm.

Wann hast du zuletzt eine Rose geschenkt bekommen?
Zum Abizeugnis.

Welchen deiner Songs kannst du selbst nicht mehr hören?
Ich hab ja oben stumm gewählt. Also kann ich alle noch hören.

Deine Musik in drei Worten:
HÖR SIE AN!

Die berühmte einsame Insel, ein iPod, drei Songs drauf. Welche?
Eminem – Sing For The Moment; Frank Sinatra – Till the Clouds Roll By „Ol’ Man River“; Daftpunk – One More Time

Das beste Konzert deines Lebens?
Eigentlich immer das, bei dem ich gerade auf der Bühne stehe. Gibt nix Schöneres.

Einmal und nie wieder?
Achterbahn.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Mich langweilen.

Deine liebenswerteste Macke?
Müssen andere sagen.

Was wolltest du als Kind werden?
Architekt.

Du wirst wiedergeboren. Als was?
Als Wind!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Rührei mit Zucchini, Möhren und Shrimps. Mit Kräuterkäse als Dip.

Mit wem würdest du gern mal gemeinsam auf der Bühne stehen?
Mit mir selbst. Würd mich gern mal selbst sehen beim Auftreten. Werd ich ja nie.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde alle Munition auf der Welt gegen Knete austauschen.

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Die Rede von meinem Manager Markus Ernst auf unserer Pre-Listening-Session vom Album.

Was sollte niemand von dir wissen?
Haha.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wer ist der Coolste?

Das letzte Wort:
Hab immer ich! :D

Foto: Basti Mowka

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 21. August 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

Eran Shakine

Das 2 Minuten-Interview

Eran Shakine macht Kunst, die bewegt. Er malt, zeichnet und schafft Skulpturen und Kunst im öffentlichen Raum. Seine Eltern sind Shoa-Überlebende und er selbst durchlebte fünf Kriege. Heute pendelt er zwischen Tel Aviv, New York und London. Seine Werke werden in Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt und gehören zu den Sammlungen einiger der renommiertesten Kunsthäuser überhaupt, darunter das British Museum, das Aachener Ludwig Museum oder das Tel Aviv Museum of Art. Seine aktuelle Austellung, die gerade im Jüdischen Museum München gezeigt wird, trägt den Namen ‚A Muslim, a Christian and a Jew‘. Die drei sehen in den skizzenhaften Zeichnungen übrigens alle gleich aus, sind äußerlich also nicht voneinander zu unterscheiden und führen gängige Ressentiments mit hintergründigem Humor ad absurdum. Wir bedanken uns für ein ganz wunderbares und irgendwie glücklich machendes Interview. P.S. Wir haben jetzt auch immer einen Stift dabei.

Name: Eran Shakine
Alter: 56
Wohnort: Tel Aviv
Beruf: Künstler
Schuhgröße: It depends, for sneakers it’s 43
Lieblingsort in Berlin: Vor der Büste der Nofretete
Kontakt: eranshakine@gmail.com

Beschreibe deine Arbeit in drei Worten!
33,3% sozial 33,3% künstlerisch 33,3% konzeptionell

Wenn du kein Künstler geworden wärst, dann sicherlich…
Für ein paar Jahren habe ich ein Bild angefertigt, auf dem stand: “Where would I have been if I was investing all this creativity and commitment in Hi Tech“

Schließe die Augen und denke an etwas Schönes. Woran denkst du?
Eine frische weiße Leinwand, die darauf wartet, bemalt zu werden. Das ist gleichzeitig auch das Angsteinflößendste, an das ich denken kann.

Eine gute Tat, die jeder tun kann bevor das Jahr zu Ende geht?
Sprich mit jemandem, der ganz anders ist als du. Jemand mit dem du normalerweise nie sprechen würdest.

Ohne welchen Gegenstand verlässt du nie das Haus?
Einen schwarzen Graffiti Marker. Du weißt nie, wann es Zeit wird, dich selbst auszudrücken.

Was bereust du bisher noch nicht getan zu haben?
Mein nächstes Projekt.

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist?
Der Künstler Karl Appel, für den ich in NYC als Assistent arbeiten durfte.

Wer hat das „Betreten verboten“-Schild auf den Rasen gestellt und vor allem wie?
Rules are made to be broken.

Welche Farbe nimmt ein Chameleon an, wenn es in einem Raum voller Spiegel sitzt?
Ich weiß es wirklich nicht, aber vielleicht kommt so seine wahre Farbe zum Vorschein.

Wann hast du zuletzt etwas Neues probiert und was war es?
Gerade versuche ich nach der Regel zu leben, möglichst oft Ja zu sagen. So wie in Jim Carrey’s Film „der Ja-Sager“.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen?
Pablo Picasso

Wann sollten wir dich in Tel Aviv besuchen?
Im Frühling oder im Sommer, zu der Zeit ist das Schwimmen im Meer eine wunderbare Erfrischung.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen?
Frischen Salat mit echtem, lokalem Bio-Gemüse und dem besten Olivenöl eures Lebens.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Auch wenn es vielleicht naiv klingt, aber ich hätte gern die Macht, die Verschmutzung der Erde umzukehren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Als Künstler kann ich keine Geheimnisse zurückhalten. Mein Innerstes findet Ausdruck in jedem Kunstwerk.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Bist du glücklich?

Das letzte Wort:
Always think outside the box.

Foto: Shay Kedem

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Christian Cohrs

Christian Cohrs ist seit knapp zwei Jahren Redaktionsleiter des Wirtschafts- und Lifestylemagazins Business Punk, außerdem Co-Autor des Buchs mit dem schrecklich-treffenden Titel „Generation Selfie“. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er seinen Abschluss in Theaterwissenschaft gemacht hat („Kind, wie willst du damit einen richtigen Job bekommen, also warum?“). Seit 2016 berichtet er nun über nationale und internationale Innovationen aus der Internet-, Technik-, Medien- und Unternehmensszene und vor allem „Business-Rebellen“ und ihre Ideen. Für unser Interview haben wir uns – aufgeregt wie wir sind – noch einmal alle Neons und Brigittes der letzten zwei Jahre angesehen und fleißig Fragen gesammelt. Auf die nach dem inspirierendsten Song hätten wir aber auch selbst kommen können, verdammt! Anyway, so hätten wir vielleicht nie von den zwei Pistolen und der Flasche Whisky erfahren. (Sagt man noch anyway?) Eh wurscht!
Name: Christian Cohrs
Alter: 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalist / Redaktionsleiter Business Punk
Schuhgröße: euer Ernst?
Lieblingsbuch: Jörg Fauser „Rohstoff“
Wen bewunderst du und warum? Niemanden. Wurde mit dem Konzept „Idol“ nie warm
Warum ist Punk nicht tot? Müsst ihr ihn bitte selber fragen.
Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Handy? Foto von Kritzelei an der Wand des Hauses, in dem ich wohne: „No Money, no Bitchi’s“
An wem oder was führt derzeit kein Weg vorbei? Bis auf weiteres: am Internet
Dein wertvollster Besitz: Mein 18 Jahre altes Cabrio – überschaubarer materieller Wert, aber immer die Option von einfach los und raus
Der wichtigste Ratschlag, den du je bekommen hast? „Dreisatz – mehr Mathe brauchst du nicht“ (von meinem Vater)
Welche verbotene Sache sollte jeder einmal getan haben? Auf eine „Neon“-Frage eine „Neon“-Antwort: nachts ins Freibad einbrechen
Dein Lieblingsschimpfwort? Kein Schimpfwort, aber gute Anti-Haltung: das österreichische „eh wurscht“
Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Bei nervigen Telefonaten die Stimme des Anrufers als Vogelgezwitscher wahrzunehmen
Die spannendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Kann ich nicht sagen, weil Menschen zu verschieden und für sich interessant sind, als dass ich einen herausheben wollte.
Können Worte die Welt verändern? Ja, ich will daran glauben
Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen? Die desjenigen, der daraus eine unkritische Situation macht (hoffentlich)
Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pizza vom Holzofen-Italiener gegenüber
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Menschen dazu bringen, dass sie es einfach zugeben, wenn sie Bullshit reden.
Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich neulich mit zwei Pistolen in der Tasche über eine große Messe gelaufen bin. Okay, es waren Dekowaffen, die ich dort zusammen mit einer Flasche Whisky ersteigert hatte.
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welcher Song hat dich als letztes so richtig begeistert?“
Das letzte Wort: Danke
Foto: Christoph Neumann

Naomi Ryland

Das 2 Minuten-Interview

Naomi Ryland weiß die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich ist die gebürtige Britin – und dank Brexit seit einem Jahr auch Deutsche – Gründerin und Geschäftsführerin von tbd*. Die Karriereplattform informiert über freie Stellen bei sozialen und nachhaltigen Unternehmen, Workshops, Kursen oder Finanzierungsmöglichkeiten. tbd* bedeutet im Englischen „To Be Determined“ (oder auch to be defined oder auch to be done oder oder…die Meinungen im Team gehen hier wild durcheinander). Es kann aber auch wörtlich als “wild entschlossen sein” übersetzt werden. Womit wir bei Naomi wären. Genau so setzt sie sich nämlich für ein lebenswertes Miteinander ein und hilft Menschen dabei, beruflich ihre Bestimmung zu finden. Sie findet ürbigens auch, dass man als Gründerin nicht gleich als Heldin der Zeit gefeiert werden sollte. Als Bewältigerin einer Fernbeziehung vielleicht schon eher. Die sind nämlich Kacke. In den kommenden beiden Wochen ist ihr Freund aus Südafrika zu Besuch, um gemeinsam mit ihr den Berliner Sommertraum zu genießen. Mit Gemütlichkeit hat das allerdings wenig zu tun… Und jetzt ab an den See!

Name: Naomi Ryland
Alter: 33
Wohnort: Neukölln
Beruf: Gründerin und Geschäftsführerin von tbd*
Schuhgröße: 40
Lieblingssong: Harted – Abridged (Nutia Remix)
Kontakt: www.linkedin.com/naomiryland

Das größte Problem deiner Generation? Gemütlichkeit. Nicht überall auf der Welt aber auf jeden Fall dort, wo es uns gut geht. Es ist einfach sich über die Umstände der Welt aufzuregen und dann mit den Freunden brunchen zu gehen und alles direkt zu vergessen – oder besser gesagt zu verdrängen. Man fühlt sich aber auch hilflos. Kleine Taten helfen aber auch. Und davon brauchen wir mehr.

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Auf tbd.community gehen und sich über die Möglichkeiten für einen Beruf mit positiver gesellschaftlicher Wirkung informieren.

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Meine Festplatte, meine deutsche Einbürgerungsurkunde. Mir wurde von der Beamtin gaaaanz deutlich gesagt, die gibt es nur einmal. Und den Elefanten, den ich seit der Kindheit überall mit mir herumschleppe.

Was ist deine größte unbegründete Angst? Fliegen. Jedes Mal bin ich der festen Überzeugung, dass ich gleich sterbe.

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten? Exzellente Frage. Ich glaube auch ganz fest daran. Ich will jetzt nicht in Plattitüden verfallen aber let’s just say: Wenn nicht die Frauen wer dann?

Wann beginnt die Zukunft? Ich hoffe, dass wir irgendwann als Menschheit lernen werden, was uns wirklich wichtig ist. Eine post-kapitalistische Welt werde ich wahrscheinlich nicht mehr erleben aber ich wünsche mir das für die kommende Generation. Bis die Menschheit so weit ist, ist alles was gerade an “Fortschritt” passiert eigentlich Rückschritt bzw. höchstens Wassertreten.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Kylie Minogue. Ich hatte ein Poster von ihr neben meinem Bett. Das habe ich mit fünf auch immer vor dem schlafengehen geküsst. Nach wie vor eine starke Frau.

Was unterscheidet dich von anderen? Obwohl ich selbst Gründerin bin, halte ich den ganzen Gründerwahn nicht aus. „Gründen ist das Tollste und Gründer sind die Helden unserer Zeit“ – Hauptsache man arbeitet 80 Stunden die Woche und hat eine Series-A gemacht hat. Yes! Was erreicht! Ich halte das für absoluten Bullshit und versuche ein möglichst realistisches Bild vom Gründersein zu vermitteln. Es ist hard as hell, die meiste Zeit hat man gar keine Ahnung, was man tut. Eine Investition zu erhalten ist (aktuell) vor allem einen Nachweis dafür, dass man gut bullshitten kann und wenn man 80 Stunden die Woche arbeiten muss, dann hat man auch schon verloren.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Die Nachricht von meinem Freund zu bekommen, dass er gerade in den Flieger steigt, um von Kapstadt nach Berlin zu fliegen. Fernbeziehungen sind Kacke.

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit und die Fähigkeit einzusehen, dass es ok ist, nicht perfekt zu sein.

Welcher Moment hat alles verändert? Als Studentin wollte ich eigentlich in der klassischen Beratung in London arbeiten. Dann habe ich als Teil einer freiwilligen Tätigkeit eine geflüchtete Frau aus dem Irak kennengelernt. Mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen. Warum würde ich dafür arbeiten wollen, reiche Menschen noch reicher zu machen. Ich wollte doch viel lieber meine Lebenszeit dafür einsetzen, benachteiligte Menschen zu unterstützen.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? So wie Trump?

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Magid Magid ist der aktuelle Bürgermeister von Sheffield in UK. Er ist erst 29 und ist mit fünf als Geflüchteter aus Somalia nach Großbritannien gekommen. Auf seinem offiziellen Bild im Rathaus macht er einen Rap-Squat. Er verstellt sich überhaupt nicht, wenn er mit den ganzen alten weißen Politikern und Politikerinnen umgehen muss, baut aber trotzdem Brücken. Ich würde gerne lernen, wie das geht.

Was ist wirklich wichtig? Nächstenliebe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Oh Gott. Wir würden uns besser eine Falafel holen. Kochen ist nicht so richtig meins.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde jedem Kind auf der Welt eine hochwertige Bildung ermöglichen – bei der das Kind vor allem lernt, selbstständig und kritisch zu denken.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich hatte jahrelang Nagelpilz am großen Zeh.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie beseitigt man Nagelpilz?

Das letzte Wort: Ab zum See.

Alexander Djordjevic

„Kommt ein Cowboy zum Friseur…“ Nee, den Witz erzählt Alexander Djordjevic, Gründer und Geschäftsführer von Foodist, lieber gleich selber zu Ende. Und auch die Sache mit dem Stroh. Alexander ist nämlich nicht nur ständig unterwegs im Sinne des guten Geschmacks, er ist auch ein verdammt smarter, witziger und sympathischer Zeitgenosse. Mit seiner Online-Plattform Foodist hilft er Lebensmittelproduzenten und Manufakturen bekannter auf dem deutschen Markt zu werden und ihre innovative Produkte in den stationären Handel zu bringen. Dabei ist Foodist binnen kürzester Zeit zu so etwas wie der Benchmark im Segment der monatlich wechselnden Food-Boxen avanciert. Ein breites Portfolio gefragter Marken und regelmäßige Berichte über die neusten Trendprodukte aus der internationalen Foodwelt sprechen für sich. Und für Alexanders guten Geschmack, denn tatsächlich ist er noch immer in die allermeisten Prozesse involviert. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Leckereien und Trends ist, trifft man ihn inzwischen auch schonmal auf dem Golfplatz. Das Golffieber hat ihn gepackt, wie er selbst zugibt. Ach ja, gibt es denn auch etwas, das ihm so gar nicht schmecken mag? „Erbsen! Ich hasse Erbsen.“ Na wenn’s weiter nichts ist. :zwinkern:

Name: Alexander Djordjevic
Alter: 31
Wohnort: Hamburg
Beruf: Gründer & Geschäftsführer
Schuhgröße: 43
Lieblingsgericht: Rinder-Steaks
Kontakt: foodist@muxmaeuschenwild.de
Welchen ersten Eindruck machst du deiner Meinung nach? Darüber möchte ich nicht nachdenken :zwinkern:

Was hast du immer im Kühlschrank? Käse

Was liebst du an deinem Job? Das Weihnachtsgeschäft.

Wo gehst du gern privat essen? Am Liebsten koche ich zu Hause mit meiner Freundin. Ansonsten in die Ramen Bar oder zum Stamm-Vietnamesen in der Schanze.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste?
Schönste: Artischocke
Sexieste: Erdbeere
Hässlichste: Kurkuma

Was wirst du in Zukunft weniger machen? An Geld denken.

Was sollte niemand auf morgen verschieben? Zähneputzen und seine Oma anrufen

Süß oder salzig? Salzig

In welchem Alter hast du dich bislang am wohlsten gefühlt? Mit 7 Jahren. Grundschule war easy, Freunde waren in der Nachbarschaft und die Familie lebte unter einem Dach.
Was ist Mamas bester Rat? „Dein Körper braucht auch Ruhe.“

Bitte erzähl uns einen Witz: Kommt ein Cowboy vom Friseur. Pony weg.

Welche Macke würdest du dir gerne abgewöhnen? Ich glaube nach wie vor an Branding. (Verliere nie den Glauben! Anm. d. Red.)

Was hast du dir von deinem ersten Gehalt gekauft? Ich habe mit meinem Bruder Zeitungen ausgetragen und vom Gehalt Inline Skates gekauft.

Du triffst Angela Merkel im Fahrstuhl. Worüber unterhaltet ihr euch? Über Horst Seehofer.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti Carbonara und dazu mindestens zwei Flaschen Rotwein :zwinkern:

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Erde zwei Grad kälter drehen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich tendiere zur leichten Hypochondrie.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum liegt hier Stroh?

Das letzte Wort: Ich glaub es ist der blaue Draht.

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Kathrin M. Limburg

Das 2 Minuten-Interview

Wenn es um Interior und große Altbauwohnungen geht, ist Kathrin Limburg die Expertin schlechthin. Als Gründerin der Eventlocation Gebrüder Fritz hat sie sich auf Events aus dem Lifestyle-Bereich fokussiert. Im Jahr 2000 kam das echte Nordlicht nach Berlin und wagte nach einigen Stationen den Schritt in die Selbständigkeit als freie Eventdienstleisterin. 2015 eröffnete sie dann gemeinsam mit Verena Nobis-Wicherding ihre erste eigene Location. Und was für eine: das Gebrüder Fritz ist nicht nur einer der schnuckeligsten Orte für Veranstaltungen in der ganzen Stadt, es ist ein echter Wohlfühlraum – sorry, Wohlfühlräume! Aktuell ist Kathrin sogar in der Planung einer weiterer Location – quasi der neuen großen Schwester der Gebrüder Fritz. Übrigens, sollet ihr Kathrin mal dabei beobachten, wie sie beim Shoppen mit sich selber redet: das muss so, macht sie nämlich immer. Warum weiß sie auch nicht. Aber sie hat eine Lösung parat: Und die lautet Freisprechkopfhörer. So denken (hoffentlich) alle, man würde telefonieren. Kompetente Beratung hat man garantiert.

Name: Kathrin Margarethe Limburg
Alter: 36
Wohnort: Prenzlauer Berg
Beruf: Vermieterin schöner Räume
Schuhgröße: solide 39
Lieblingstagezeit: Alles nach 10h morgens
Kontakt: kathrin@gebruederfritz.com

Wer oder was hat dich zum Gründen inspiriert? Ich denke, das war meine Mutter. Sie hat immer schon eine Liebe zu großen Altbauwohnungen, schönen Dingen und Interior gehabt und war auch selbstständig.

Beschreibe deinen Job in drei Worten: TürAuf – AllesNeu – Repeat

Warum Berlin? Was sonst? Ich glaube einfach in jeder anderen Stadt würde ich negativ auffallen. Ich wurde damals mit 18 Jahren aus dem beschaulichen Travemünde mit dem Satz “In Berlin kannst du auch im Pyjama S-Bahn fahren, das stört keinen!“ nach Berlin gelockt und diese Tatsache fasziniert mich nach wie vor.

Welche drei Verhaltensweisen würdest du gern verändern?
Ich wäre wirklich gern geduldiger.
Ich wäre wirklich gern weniger perfektionistisch.
Ich wäre wirklich gern pünktlicher.

Dein wichtigster Charakterzug? Witz und Ungeduld.

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Darüber habe ich gerade in letzter Zeit wirklich oft nachgedacht, aber Berlin ist und bleibt für mich die richtige Stadt. Ich lebe in Prenzlauer Berg und könnte mir vorstellen einmal den Stadtteil zu wechseln; das ist ja auch schon quasi wie umziehen, oder? Hier bräuchte ich aber unbedingt eine Dachterrasse oder noch besser einen großen Garten. Ich bin unheimlich gern zuhause und liebe es einfach im Sommer lange draußen zu sitzen und trotzdem die Möglichkeit zu haben, schnell bei meinen Freunden zu sein.

Was fasziniert dich? Intelligenz, Stil, Herzlichkeit

Gibt es eine Redewendung, die du ständig benutzt? Ich bin bekannt für meine, ich möchte mal sagen, Passion für Redewendungen! Hier lediglich ein Auszug aktueller Lieblinge:

Kurze Arme, keine Kekse.
Von nüscht, kommt nüscht.
Wer so sagt, hat noch nicht angefangen.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Wo soll ich aufhören, wo soll ich anfangen heutzutage? Was in Syrien vor sich geht berührt mich Tag für Tag und auch eine der zahlreichen großartigen Entscheidungen Trumps, mexikanische Flüchtlingskinder von ihren Eltern zu trennen, hat mich sehr beschäftigt. Für mich ist aber grob gesagt seither Ungerechtigkeit etwas, was mich sehr betroffen macht. Warum gilt für manche Menschen etwas anderes als für andere? Das macht mich gleichermaßen wütend und betroffen!

Ich bin der größte Fan von… Pippi Langstrumpf.

Was ist dein geheimes Talent? Ich habe es bisher so gehalten aus meinen entdeckten Talenten ein Geschäft zu machen. Momentan habe ich das Gefühl sie sind bestens ausgeschöpft.

In welchem Film hättest du gern mitgespielt? In dem Film Francis Ha von Noah Baumbach.
Er spielt in Brooklyn und ich liebe New York und ich liebe die so wahre Geschichten der engen Freundinnen, die wie Schwestern sind und mit dem Erwachsenwerden konfrontiert sind, das erinnert mich alles sehr an mich!

Wie wäre dein perfekter freier Tag? Zu einem perfekten Tag gehören bei mir ganz viele Freunde, gutes Essen, Wein und famose Stimmung! Wenn er wirklich perfekt ist, haben wir dazu noch Sonnenschein und bestenfalls Strand!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich glaube das Essen selbst wäre hierbei nicht das Entscheidende. Es wäre ein schön gedeckter Tisch mit frischen Blumen, viel Leinen und tollem Geschirr und es würde etwas zu Essen geben, was mich viel bei meinen Gästen sein lässt und lange dauert! Wahrscheinlich ein Mix aus arabischer Mezze und typischem Berliner Abendbrot mit selbstgemachtem Eiersalat.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Streben nach Macht abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich weiß nicht immer alles so genau, wie man denkt, dass ich es weiß. Aber meistens!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welches Beauty Geheimnis möchtest du teilen oder wie schaffst du es so fit zu bleiben? Oder noch besser: Warum hast du eigentlich keinen Blog?

Das letzte Wort: Mein Lebensmotto für alle an den Bildschirmen da draußen:
Klare Botschaften, klare Antworten!

Kategorien: Leute, XXXXX | Autor: | Datum: 18. Juli 2018 | Tags: |  Keine Kommentare

Thorsten Osterberger

Das 2 Minuten-Interview

Thorsten Osterberger ist ein Phänomen. Ramp, Business Punk, Gala, Lufthansa Exclusive Magazin – quasi überall, wo Innovation und Substanz in der Mode-, Beauty- und Lifestyle-Medienlandschaft groß geschrieben wird, hat der gebürtige Allgäuer seine Finger im Spiel. Er ist Redakteur, Creative Producer und Content Entwickler für neue Magazine und Formate. Als Editor in Chief gestaltet er die Geschicke des J’N’C Magazines und gerade gründet er obendrein seine eigene Agentur Vada. Wenn er nicht gerade arbeitet, sammelt er weißes Porzellan und genießt bayerische Schmankerl und das Leben mit Mann und Hund in Berlin Mitte. Ach ja, nach seinem Designstudium in Berlin wer er übrigens auch mal Assistenz von Vivienne Westwood in London. Sorry, aber da kann in Sachen Mode eigentlich nicht mehr viel kommen, oder Thorsten?

Name: Thorsten Osterberger
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Editor in Chief J’N’C & Consultant
Schuhgröße: 43,5
Lieblingsmodelabel: Helmut Lang (mit Helmut Lang als Designer bis 2005)
Kontakt: thorstenosterberger.com
Was ist „guter Stil“? Stil fängt bei Tischmanieren an und hört bei guten Schuhen auf. Klar, guter Stil hat auch immer was mit Authentizität zu tun, aber auch mit Perfektion und bemühter Sorgsamkeit – auch wenn das oft verneint wird.

Die Queen lädt zum Tee, was ziehst du an? Fürs perfekte Colourblockingfoto ein pastellfarbener Anzug mit passendem  Hut – oder klassisch in Tom Ford.

Der beste Rat, von dem du nie gedacht hast, dass er dir einmal nützen würde? In der Jugend lernt, im Alter versteht man.

Was ist dein berufliches Ziel? Mein eigenes Restaurant.

Dein größter Fehlkauf? Weiße Clogs von Gucci. Ich sah aus wie ein Krankenpfleger, aber dank Online-Shopping gingen die Schuhe problemlos retour.

Was ist typisch Berlin? Ein Ort, an dem Kreative auf Möglichkeiten treffen.

Wofür hast du kein Talent? Zahlen

Was würdest du eine Woche ohne Strom machen? Schlafen.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Ein bayrisches „fei“

Verpasse uns einen Ohrwurm! „Atemlos“ – ihr habt es nicht anders gewollt.

Was ist momentan das Hintergrundbild auf deinem Laptop? Man kann auf meinem Desktop grundsätzlich kein Hintergrundbild sehen, da ich täglich ca. 100 Screenshots mache…

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Helmut Dietl, Madonna und der Typ vom letzten 2-Minuten-Interview (Marcel Schlutt) (Hallo Marcel, wenn du das hier liest, verabredet euch doch mal auf einen Drink. ;) Anm. d. Red.)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Boeuf Bourguignon

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Endlich (auf politischer Ebene) konkret etwas im Sinne der Nachhaltigkeit tun.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Spanx im Kleiderschrank habe und Perücken sammle.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was würde uns an dir überraschen?

Das letzte Wort: Das letzte Wort ist noch nicht gesagt.

Foto: Michael Mann

Thorsten Osterberger
Berlin März 2018

Eveline

Das 2 Minuten-Interview

Eveline ist nicht nur ein wunderschöner Name, sondern auch eine großartige junge Berliner Band. Bereits zweimal haben Eveline aka Lisa (Eveline Kögler) und Jan auf unserem MMW Geburtstagsfestival gespielt. Haaaach war dit schön. Wer nochmal gucken möchte, dem empfehlen wir im Anschluss an unser kleines 2 Minuten-Interview mit den beiden unser fulminantes Throwback Video weiter unten. Gearde veröffentlichten Eveline übrigens ihre neuen Single „Jealousy“ samt Musikvideo. Auf wen oder was da wer eifersüchtig ist, haben wir den beiden nicht entlocken können. Dafür empfehlen wir dringend die akustische Spurensuche auf einem Musikportal eures Vertrauens. Demnächst sind Eveline dann auch endlich wieder live auf diversen Festivals zu erleben, unter anderem am 13. Juli auf dem Melt! und auf dem Wilde Möhre Festival am 11. August.

Name: Jan Eric Markert/ Lisa Eveline Kögler
Alter: 22 Jahre/ 21 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker / Musikerin
Schuhgröße: 43 / 40
Lieblingsgeräusch: Kaffemaschine am Morgen / Wenn ich warmes Wasser in meine Badewanne laufen lasse.
Kontakt: jan@weareeveline.com / lisa@weareeveline.com

Was macht dich eifersüchtig?
Jan: Mit der Zeit immer weniger – zumindest versucht man sich nicht so sehr beeinflussen zu lassen.
Lisa: Jemand, der sich nicht von Spielchen beeindrucken lässt, macht mich auf jeden Fall eifersüchtig.

Was war für dich der schönste Moment beim MMW #5 Charity-Festival?
Jan: Das ganze Festival war super schön. Gute Musik und super Wetter – mehr braucht es nicht.
Lisa: Da wir relativ früh Soundcheck hatten und erst spät gespielt haben, hatten wir viel Zeit das Festival zu genießen. Die Dekoration war sehr liebevoll und auch die zwei Bühnen waren super eingerichtet – das hat mir mit am besten gefallen.

Der Soundtrack deines Lebens?
Jan: Meine jeweilige Spotify Playlist, bzw. unsere „What You Should Listen To“ Playlist, die wir mit Eveline bei Spotify erstellt haben – dort könnt ihr immer unsere aktuellen Favourites hören.
Lisa: I’m like a bird – Nelly Furtado

Was schätzt du an deinem Bandkollegen?
Jan: Wir sind auf einer Wellenlänge und haben das gleiche Ziel vor Augen.
Lisa: Jan ist immer optimistisch, schaut nie zurück und gleicht mich mit seiner beruhigenden Art in vielen aufregenden Situationen aus. Ich kann mich immer auf ihn verlassen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Jan: Ich habe vor kurzem die E-Scooter in Berlin ausprobiert und bin seit dem fast nur noch damit unterwegs.
Lisa: Matcha Tee Zeug – ich fand es grauenhaft… sorry!

Was würdest du gern besser können?
Jan: Kochen – neben Backstage-Essen und Tankstellen auf Tour wäre es auf jeden Fall super, wenn ich mir zuhause noch mehr gesünderes Essen kochen könnte.
Lisa: Zeichnen – seine Visionen nicht nur auf musikalischem Weg zu verwirklichen, sondern auch mit einem Stift auf Papier, wäre bestimmt eine super Erfahrung.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Jan: Ich denke ich wäre 27, da ich mich manchmal irgendwie älter fühle als ich bin.
Lisa: Zwischen 12 und 36.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?
Jan: Wir würden beide weiterhin Musik machen – keine Frage.
Lisa: Auf jeden Fall weiterhin Singen und Songs schreiben!Ein Wort, das du viel zu oft benutzt?
Jan: ‚Eigentlich‘ ist ein Wort welches wir auf jeden Fall zu oft benutzen.
Lisa: Das stimmt – man sollte mehr direkte Aussagen treffen ohne sich noch die Option mit dem „Eigentlich“ offenzuhalten.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Jan: Buch: Ein Mann Gibt Auskunft – Erich Kästner, Film: Star Wars, Platte: Continuum – John Mayer
Lisa: Buch: Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon, Film: Interstellar – Christopher Nolan, Platte: Build on Glass – Chet Faker

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Jan: Einen Kaffee.
Lisa: Auf jeden Fall eine gute Pasta – mein absolutes Lieblingsessen. Kam bisher bei Besuch auf jeden Fall auch immer sehr gut an.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Jan: Teleportation, da man meiner Meinung nach viel zu viel Zeit damit verbringt, von einem zum anderen Ort zu kommen.
Lisa: Ich würde gern Fliegen können. Das muss ein Wahnsinnsfreiheitsgefühl sein.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Jan: Ich würde versuchen die Verteilung von Wohlstand wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Lisa: Die Nutzung von Plastik als Aufbewahrungsmittel.

Was sollte niemand von dir wissen?
Jan: Die PIN meiner EC Karte.
Lisa: Wirklich niemand!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Jan: Was macht dich muxmäuschenwild?
Lisa: Welche Farbe beschreibt deine Musik am besten?

Das letzte Wort:
Jan: Hört euch gern unsere neue Single an und kommt bei einem unserer nächsten Konzerte vorbei.
Lisa: Macht euch noch ne gute Zeit ;)

Foto: Julian Mathieu

Marcella Hansch

Das 2 Minuten-Interview

Die Frage nach dem „Wer bist du?“ beantwortet sie so: „Ich heiße Marcella, bin Architektin und bin dabei unsere Meere zu retten.“ Womit eigentlich alles gesagt wäre. Denn, Marcella Hansch widmet jede freie Minute, jedes Wochenende, Feierabende, Nächte und oft auch die Stunden morgens vor der Arbeit ihrem Projekt Pacific Garbage Screening. Wer in letzter Zeit auch nur irgendeine Form von Medium konsumiert hat, dem ist garantiert schon ein Bild der von ihr erdachten Garbage-Screening-Plattform untergekommen, die aussieht wie ein riesiger, weißer Meereskamm. Etwa 35 Mitstreiter, darunter Ingenieure, Umweltwissenschaftler und Biologen, arbeiten und forschen fieberhaft, ehrenamtlich und größtenteils selbst finanziert daran, dass die Platfform demnächst tatsächlich ins Wasser geht, um eines der existentiellsten Probleme unserer Zeit zu lösen. Sie soll Plastikmüll aus dem Wasser filtern, um daraus z.B. Energie und biologisch abbaubaren Kunststoff zu gewinnen. Gerade und noch 18 Tage läuft auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne, Rund die Hälfte der Fundingsumme ist schon erreicht. Liebe Marcella, wir unterstützen gern und wünschen dir stellvertretend für den Rest der Menschheit von Herzen alles Gute.

Name: Marcella Hansch
Alter: 32
Wohnort: Aachen
Beruf: Architektin und Weltretterin
Schuhgröße: ökologischer Fußabdruck schrumpft jeden Tag
Lieblingsozean: Da alle Ozeane verbunden sind, gibt es nur einen Ozean. Und den liebe ich über alles!
Kontakt: info@pacific-garbage-screening.de

Das größte Problem deiner Generation? Wir denken zu wenig über unser Konsumverhalten nach. Jeder benutzt jeden Tag Plastik – damit machen wir gerade alles kaputt!

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Einen Mehrwegbecher kaufen, einen Stoffbeutel zum Einkaufen nutzen, weniger Auto fahren… und unser Crowdfunding unterstützen und allen Menschen davon erzählen!

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich auf einer Bühne stehe, über unser Projekt erzähle und danach Feedback bekomme, wie wichtig unsere Arbeit ist und welchen Impact wir schon erreichen. Und wenn mir dann noch jemand erzählt, dass er aufgrund unserer Arbeit seinen Plastikkonsum eingeschränkt hat, dann weiß ich, dass wir unserem Ziel jeden Tag einen kleinen Schritt näher kommen.

Wer inspiriert dich? Menschen, die nicht zuschauen und alles schwarz malen, sondern handeln! Dr. Silvia Earle zum Beispiel. Sie hat ihr Leben dem Schutz der Meere gewidmet und sehr viel erreicht. Sie ist für mich eine Heldin und ich bewundere ihre Energie!

Wann beginnt die Zukunft? Gleich, also jetzt, also in diesem Moment. Wir müssen jetzt anfangen unsere Zukunft in die Hand zu nehmen und zu handeln!

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten? …vielleicht weil es uns Frauen nicht immer nur um Geld, Gewinn und Rendite geht, sondern wir an das Gute glauben und dafür kämpfen. Allerdings haben wir auch tolle Männer im Team und ich habe sehr viele Männer kennengelernt, die so denken wie ich. Wir sollten einfach alle an einem Strang ziehen, unser Planet ist das wert :)

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Eine SMS von einem Freund mit einem Kartenspruch: ‚Ins Kino geht jeder, aber DU machst deinen eigenen Film.‘ Mach weiter so!

Hast du ein verborgenes Talent? Ich kann unglaublich gut, laut und schräg beim Autofahren mitsingen – aber nur wenn ich alleine bin. Manchmal irritiert das Leute, die an der Ampel dann neben mir stehen. Sorgt aber meistens für Lacher, breites Grinsen oder zumindest für ein nettes Schmunzeln.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Ausschlafen, Freunde treffen oder ganz krass: Ein freies Wochenende.

Welcher Moment hat alles verändert? …ein Tauchgang im Meer, bei dem ich auf einmal keine Angst mehr vor den Fischen (wie sonst immer), sondern vor dem Plastik bekommen habe. Das war ein Schlüsselmoment für mich. Seitdem setze ich mich für den Schutz der Meere ein, mit aller Energie die ich habe – und davon habe ich eine ganze Menge :)

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Peter Pan, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter. Alle drei machen ihr eigenes Ding, lassen sich von den Erwachsenen nichts sagen und machen die Welt auf ihre eigene Art besser. Sie sind Vorbilder, haben ihren eigenen Kopf und tun was sie für richtig halten. Und damit haben sie Erfolg und bringen auch andere zum Umdenken. Wahre Helden in meinen Augen – auch heute noch! 


Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit, Durchhaltevermögen und Leidenschaft für eine Sache – und vor allem Humor. Menschen, die mich zum Lachen bringen, mag ich besonders gerne!

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Jules Verne. Ich würde ihn gerne fragen, woher er all seine Ideen und sein Wissen hat. Seine Visionen sind atemberaubend und technisch einfach grandios. Seine Bücher sind einfach eine absolute Inspiration!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Risotto … eines der wenigen Gerichte, die ich kochen kann. Das habe ich in meinem Jahr in Italien in unserer 5er-WG gelernt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Verhalten der Menschen, die Ignoranz, dass wir unseren Planeten zerstören, Menschen denen egal ist, wie unser Planet aussieht, Hauptsache sie machen maximale Rendite. Dafür kann ich kein Verständnis aufbringen und ich würde gerne ändern, dass ALLE Menschen unsere Erde mit dem Respekt behandeln, den sie verdient hat.

Was sollte niemand von dir wissen? Das wüsstet ihr gerne… ;) Aber ein bisschen was muss ich auch noch für mich behalten dürfen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie viel Kaffee ich am Tag trinke.

Das letzte Wort: ‚Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt.‘ – Die Ärzte

Alexis Goertz

 

Das 2 Minuten-Interview

Schon mal deine eigene Brause gemacht? Oder Kimchi, Sauerkraut und Miso? Alexis Goertz ist eine der Gründerinnen von Edible Alchemy von Edible Alchemy. Sudn so etwas wie unsere persönliuche Godmother of Fermentation. Sie kombiniert ungewöhnliche Zutaten oder gewöhnliche Zutaten auf ungewöhnliche Art und Weise und sorgt dann dafür, dass probiotische Bakterienkulturen ihren Job machen können. Und das ist gar nicht so leicht: Manche brauchen eine Dusche, andere ein Milchbad, und die meisten ein Zucker-Frühstück. Was dabei herausgkommt ist immer anders, sehr lecker, haltbar und richtig gut für die Verdauung. Getreu dem Motto „Alles muss man selber machen lassen“ haben wir uns ein paar Survival – und Ernährungstipps aus erster Hand besorgt. Das mit dem Ziegendarm lassen wir besser. Sauerteigbrot, Misobutter und Geschmacksexplosion nehmen wir gern. Ach ja, Alexis ist auch Bakterien-Dealerin oder ‚Bacteria Barista‘, wie sie selbst sagen würde. Tempeh Schimmel, Kombucha SCOBYs, verschiedene Joghurt Kulturen: ‚You name it She’s got it‘.

Name: Alexis Goertz
Alter: 27
Wohnort: Kreuzberg, Berlin
Beruf: Fermentationsexpertin, Coach, Lehrerin – Gründerin von Edible Alchemy und Mother Kombucha
Schuhgröße: 38
Lieblingsgewürz: dieses Jahr ist es Pfeilkresse
Kontakt: alexis@ediblealchemy.co

Wie überlebt man eine Woche im Dschungel? Mit einer Slackline für Spaß, Wasser zum Trinken und einem Messer, um wilde Pflanzen und Kräuter abzuschneiden.

Was ist das Widerlichste, das du je gegessen hast? Als ich in Mozambique gelebt habe, war bei meiner Abschiedsparty das Hauptgericht Ziegendarm gekocht im eigenen Blut. Es schmeckt so, wie man sich Blut und nicht ganz geputzten Ziegendarm vorstellt.

Wer oder was inspiriert dich? Leute, die extreme Körperbewegung machen können, z.B. Akrobaten, Abfahrtsskiläufer, Freikletterer, Tieftaucher.

Wofür gibst du zu viel Geld aus? Glitzer – ich weiß, es ist schlecht für die Umwelt, aber es sieht wunderbar aus und macht mehr Leute froh als wütend.

Kommst du eher nach Mama oder nach Papa? Mamas Persönlichkeit und Neugierde, und Papas Geschäftssinn. Beide sind Macher – egal ob es um ein Auto, ein Kunstprojekt oder den Bau eines Hühnerhauses geht… man kann das selber machen, das haben mir meine Eltern mitgegeben.

Was kann dich richtig nerven? Wenn ich beim Eisladen zwei verschiedene Sorten Eis bestelle, dann mache ich das strategisch: Erst bestelle ich Schokolade, die schmilzt langsamer und dann als zweites ein Obst Sorbet, das schmilzt nämlich schneller. Und die machen das dann andersrum! Da muss man entweder das Eis zu schnell essen und/oder es gibt eine Sauerei.

Verrate uns einen magischen Ort! Über dem Hermannplatz: Man kann von meinem Dach dahin laufen, sich setzen und den ganzen Verkehr und Trubel beobachten, während einen niemand sieht. Die Leute sind viel zu beschäftigt, um nach oben zu gucken.

Welche landestypische Küche fasziniert dich besonders? Ich bin nicht fixiert auf ein bestimmtes Land. Fermentation gibt es auf der ganzen Welt.

Hast du einen ultmativen Restauranttipp für uns? Miss Saigon – wenn man Veganer ist (bin ich nicht, aber bestelle es trotzdem), sollte man den veganen Schweinebauch bestellen. Andernfalls den normalen Schweinebauch nehmen.

Wer oder was warst du in einem früheren Leben? Labrador (lieber die Chocolate Labrador)

Süß oder salzig? Ich bereite eher salziges Essen zu, aber am liebsten esse ich Süßes. Ich liebe Kaffeeklatsch.

Setze den Satz fort: In Berlin… hat man die Freiheit zu machen oder zu sein wie man will, ohne Vorurteile. Deswegen sind die Möglichkeiten sich selbst weiter und intensiver zu entwickeln unendlich.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich koche nicht. Ich fermentiere. Ich kann Sauerteigbrot backen, Misobutter herstellen, verschiedene Kräuter aus dem Kühlschrank nehmen und dann kann ich eine Geschmacksexplosion für euch machen, immer mit was Sprudeligem dazu (Wasserkefir, Kombucha, Wein…). Aber Kochen, das machen zuhause die anderen.

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Bob Ross (Jaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!! Anm. d. Red.)

Warum? Damit ich endlich auf einem Langstreckenflug einschlafen kann. Mit einer so entspannenden Stimme.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Wendepunkte des Klimawandels

Was sollte niemand von dir wissen? Mein übertriebener Ehrgeiz und meine Ungeduld.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie viel Haustiere habe ich eigentlich?

Das letzte Wort: Alles was entsteht, ist wert, dass es zu Grunde geht. ‚ Faust‘ — Entropy, deal with it.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Juni 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Geschwister Pfister

Das 2 Minuten-Interview

Ursli und Toni Pfister sind eigentlich gar keine Geschwister. Auch wenn die beiden offiziell als Geschwister Pfister im gesamten deutschsprachigen Show-Universum seit rund 30 Jahren mit ihren selbst geschriebenen und selbst produzierten Entertainmentshows für Lachen, Weinen, Jubeln, Schreien und ganz viel richtig gute Gefühle sorgen. Tobias Bonn und Christoph Marti, so die bürgerlichen Namen der beiden, sind ein Paar – kongenial, unverbesserlich, unverbesserbar und vor allem unzertrennlich. Wer die beiden je live erlebt hat, weiß genau wovon wir sprechen. Allen anderen sei dringend der Besuch einer ihrer Shows empfohlen. Gute Gelegenheit gefällig? Vom 15. Juni bis zum 1. Juli präsentieren sie ihr aktuelles Programm „Ohne di‘ da geht’s halt net“ in der Bar Jeder Vernunft. Wir verlosen 2×2 Tickets für den 17. Juni um 19 Uhr. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FRÄULEIN SCHNEIDER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Tobias Bonn / Christoph Marti
Alter: 54 / 52
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler / Sänger / Regisseure / Showstars
Schuhgröße: 42 / 42
Lieblingslied: „Illusion“ (Gaby Moreno) / „Memories of Heidelberg“ (Peggy March)
Kontakt: www.geschwister-pfister.de

Wofür bewunderst du deinen Partner?
T: Für seine Kreativität und Unbeirrbarkeit und für seine Disziplin und Ausdauer.
C: Für seine ruhige Art. Er ist sehr vorausschauend, in angespannten Situationen weiß er meistens ganz genau, was am besten zu tun ist. Er hat fast immer Recht und ich kann mich zu hundert Prozent auf ihn verlassen.

Was würdest du gern besser können?
T: Gitarre spielen
C: Verlieren.

Welcher Moment hat alles verändert?
T: Den EINEN Moment der ALLES verändert hat, hat es (zum Glück?) bisher noch nicht gegeben. Meinen Entscheidungen gehen auch meistens lange Phasen des Abwägens voraus.
C: Mit dreizehn, das erste Mal in meinem Leben abends alleine im Stadttheater Bern, „My fair Lady“.

Was ist Luxus für dich?
T: Beruflich das machen zu dürfen, was ich will und am besten kann, und dafür Annerkennung und ein anständiges Einkommen zu erhalten. Niemand redet mir rein. Naja, mein Mann schon, aber der darf das.
C: Bei Lebensmitteln nicht auf’s Geld achten zu müssen. Nagellack von OPI. Und im Bezug auf meine Arbeit: das, was ich am liebsten mache zusammen mit meinen liebsten Freunden machen zu können.

Dein Leben wird verfilmt, wer spielt dich?
T: Oh Gott! Mein Leben wird verfilmt? Warum das denn? Also, wenn Meryl Streep nicht kann, spiele ich mich selber.
C: Ich selber wäre wahrscheinlich ideal, ich will aber nicht drehen, weil mich das langweilt. Wir können John Travolta fragen. Es muss aber der junge John Travolta sein, so, wie er aussah, als er „Grease“ gedreht hat. Damit kann ich leben.

Was bedeutet Heimat für dich?
T: Oha! Obwohl der Duden für das Wort Heimat keinen Plural vorsieht, verbinde ich doch mit ganz vielen Orten ein heimatliches Gefühl. Da gibt es eine alte Mühle im Taunus, nahe dem Dorf in dem mein Großvater geboren wurde. Da gibt es (oder gab es) einen kleinen Platz mit hohen Bäumen vor dem Haus in einem Kölner Vorort, in dem ich als kleiner Junge gelebt habe. Da gibt es die Städte Mainz und Bern, in denen ich aufgewachsen bin bzw. studiert habe… In Berlin bin ich zu Hause. Und gerne. Aber Heimat würde ich Charlottenburg jetzt nicht nennen. Eher fühl ich mich als Europäer, denn als Berliner.
C: Erinnerungen an Orte, Menschen und gemeinsame Erlebnisse. Es kann überall sein. Schön ist, wenn mein Mann dabei ist.

Nenne je ein Buch, einen Film und eine Platte, die jede(r) gelesen, gesehen bzw. gehört haben sollte!
T: Buch: Anthony Burgess „Der Fürst der Phantome“
Film: als Kind „Mary Poppins“, später „The Hours“
Platte: Thommie Bayer „Feindliches Gebiet“
C: Nein, das mache ich nicht, weil mir dieses 100-Dinge-die-jeder-tun-sollte-bevor-er-Blablabla zuwider ist. Ich mag überhaupt keine Tipps geben. Auch der Satz „Ich möchte anderen Menschen damit Mut machen“ ist mir ziemlich suspekt. Aber ich kann sagen, welches Buch einmal besonders wichtig für mich war. Das war „Der Keller“ von Thomas Bernhard. Nachdem ich es ausgelesen habe, habe ich sofort meinen Anfängervertrag am Berliner Schillertheater gekündigt. Ein Film, den ich mir bis heute immer wieder anschauen mag ist Bob Fosse’s „All that Jazz“ und Platte kommen mir als erstes die Shirley Bassey Remixes in den Sinn, sehr, sehr geil!

Du bekommst eine zusätzliche Stunde Zeit pro Tag. Was fängst du damit an?
T: Ich lese nochmal Anthony Burgess „Der Fürst der Phantome“.
C: Nichts. Und frustriere damit die Anteile in meinem Gehirn, die nicht wollen, dass ich die Zeit nicht nutze.

Was ist dir peinlich?
T: Bei dem Versuch erwischt zu werden, mit dem Schuh auf dem Boden ein furzähnliches Geräusch zu erzeugen um die Umstehenden glauben zu machen, genau das und nichts anderes hätten sie auch vorher gehört.
C: Ich habe ein miserables Namensgedächtnis und komme dadurch öfters in peinliche Siuationen.

Deine früheste Kindheitserinnerung?
T: Diese Bäume auf diesem Platz vor dem Haus in diesem Kölner Vorort (s.o.). Und mein erster Hagelschauer ebendort. Auch, wie meine schon etwas ältere Kinderfreundin Gundula lachend hinter mir her lief, als ich schreiend vor Entsetzen auf der Flucht vor den Hagelkörnern nach Hause rannte, so schnell mich meine kurzen Beine nur trugen.
C: Im Laufgitter draußen im Garten bei meinen Eltern, mit einem Korb Wäscheklammern. Die Wäscheklammern sind aus buntem, aber durchsichtigen Plastik, sie funkeln im Sonnenlicht, ich spiele stundenlang, tagelang damit.

Ein Esel, ein Pinguin und Phil Collins kommen in eine Bar, plötzlich…
T: …merkt der Interviewte, dass das ja gar keine Frage ist, sondern wohl eher der Anfang eines schlechten Witzes. Den soll aber bitte jemand anderes erzählen.
C: Nein. Ich mag nur Witze, die eigentlich nicht gehen. Was haben Champagner und Lady Diana gemeinsam? Beide kommen in Kisten aus Frankreich. Oder: What do you call a woman with no legs and no arms against a wall? Eileen.

Einmal und nie wieder?
T: Hoch zum Cristo Redentor in Rio de Janeiro
C: Eine Audition für eine große Musicalproduktion, so richtig im Bühnenbild von „Cats“ in Wien, morgens um 10 Uhr, umgeben von Tänzern in Trikots und Stulpen. Na, dann eben nicht.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häsuer ziehen?
T: Mit Harry Dean Stanton, aber der ist ja leider schon tot. Vielleicht will stattdessen Frances McDormand mitkommen.
C: Ich sage Missy Elliot, einfach weil sie mir gerade in den Sinn kommt. Ihre Musik macht mir manchmal fast ein wenig Angst, aber ich gehe mal davon aus, dass sie privat ganz nett ist.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
T: Wie wäre es mit einem Steinpilzrisotto und Hähnchenbrustfilets vom Metzger meines Vertrauens? Ersatzweise auch gerne mit karamellisiertem Chicorée!
C: Zur Begrüßung gibt es erstmal einen Gin & Tonic, dazu reiche ich selbstgebackenes, salziges Mandelkonfekt, danach liebt ihr mich bereits. Dann gibt es Salat (Kopfsalat, an französischer Sauce) mit Züpfe und anschließend Königsberger Klopse mit Kartoffelstock.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
T: Das Fernsehprogramm.
C: Haribo dürfte in Deutschland wieder mit künstlichen Aromen versetzt sein. Derzeit muss ich mir die Ware aus Frankreich kommen lassen, die Franzosen sind da nicht so zimperlich, da geht das noch.

Was sollte niemand von dir wissen?
T: Das werde ich euch gerade erzählen!
C: Ich gebe alles zu.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
T: Danke. Ich muss gar nicht dauernd was Schlaues oder Lustiges von mir geben.
C: Wenn du ein Gericht wärst, welches Gericht wäre das? Antwort: ein Cordon Bleu.

Das letzte Wort:
T: Überlasse ich gerne anderen.
C: Es darf ruhig vom Schwein sein.

Foto: Ralf Rühmeier

Ay Wing

Das 2 Minuten-Interview

Hach… beginnen wir mit einem Geständnis. Als Ay Wing am vergangenen Donnerstag bei unserem muxmäuschenwild B’DAY Festival auf die Bühne trat, haben wir uns ein klein wenig in sie verliebt. Spätestens als sie unter unter ihrer lässig in die Stirn hängenden Haarsträhne hindurch in unsere Richtung zwinkerte, war es um uns geschehen. Passt im übrigen auch perfekt zu ihrer augenzwinkernden, orangefarbenen, Eis gefüllten Omelette-Cocktail-Musik. Die schreibt und produziert sie in einem „Verlies“ in Schöneberg. Kein Wunder also, dass sie förmlich auf der Bühne explodiert, wenn sie mal raus darf. Gerade veröffentlichte sie ihre Single “Strange” und tadaaa, in Kürze folgt “Ice Cream Dream” nebst Musikvideo. (Apropos Musikvideo… Unbedingt das strange Video zu Strange anschauen – starring Leeloo, Mia Wallace, Mortisha uvm.) Ach ja, momentan tourt Ay Wing über ziemlich viele Bühnen und lebt sprichwörtlich aus dem Koffer. Darüber, dass sie trotzdem Zeit für unsere Fragen fand, sind wir darum doppelt froh. Viel Spaß beim Lesen, aber immer schön ein Schritt nach dem anderen…

Name: Ay Wing
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikerin
Schuhgröße: 36
Lieblingslied: Little Wing (Jimi Hendrix)
Kontakt: www.aywing.com

Beschreibe deine Musik mit drei Worten: Orangefarbener Sprudel Cocktail

Wessen BRAVO Poster hattest du an der Wand? Spice Girls

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Endlich anfangen Gitarre zu üben…

Wovor hast du Angst? Das Überqueren von Strassen macht mir Angst… Ich kann die Distanzen nicht einschätzen… Meine Freunde lachen mich ständig aus deswegen.

Wann machst du bessere Musik: wenn du gut drauf oder traurig bist? Vermutlich wenn ich traurig bin.

Die berühmte einsame Insel, ein iPod, drei Songs drauf. Welche? “All by Myself”, “Cry me a river”, “Without Me”

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Vivienne Westwood. Ich bin ihr in London begegnet, die ist echt cool. So möchte ich leben, wenn ich älter bin.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Fliegen wär schon ziemlich cool. Dann kann ich der Menschenmenge in der U8 ausweichen und mit einem Hoverboard über die Stadt fliegen.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? Ich bin noch 50 Prozent Kind…

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Mein Zimmer mal ordentlich einzurichten. Ich bin irgendwie immer unterwegs und komme nie dazu…

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Omelette mit Eis-Füllung.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Multi-tasking. Ich wünschte, ich könnte mehrere Sachen gleichzeitig… Ich kann keine WhatsApp schreiben und gleichzeitig laufen…

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Gute Musik ins Radio bringen…

Was sollte niemand von Dir wissen? Dass ich vor dem Schlafengehen Käse esse…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wann ist der Release deiner nächsten Single? – Am 15.6 Ice Cream Dream (Single Version)

Das letzte Wort: Schokoladeneis

Foto: Sara Herrlander

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. Juni 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Marcel Schlutt

Das 2 Minuten-Interview

Marcel Schlutt hatte es mal mit Pferden. Er hütete unter anderen echte Kaltblüter. Als er eine erste Zeitschriftenidee (nicht Wendy) entwickelt, wird diese ihm (Achtung!) kaltblütig aus der Hand gerissen. Spätestens damit war klar, wie er sein eigenes Magazinbaby, das er wenig später aus der Taufe hob, nennen würde. Das KALTBLUT Magazine ist inzwischen eine wichtige Plattform und Bühne für noch unbekannte Talente und Labels aus Mode, Kunst, Musik, Film und Fotografie. Gemeinsam mit Art Director Nicolas Simoneau spürt Marcel als Editor in Chief den wichtigsten Lifestyle-Trends nach und bringt sie in sehr eigener Weise in Wort und Bild zu Papier. Das haben wir schmalos ausgenutzt und uns direkt ein paar Geheimtipps in Sachen Mode bei ihm abgeholt. Wenn Marcel nicht gerade in die Luft guckt oder zur Wegbassen-Demo aufläuft, träumt er sich mit Peaches und Vivienne Westwood nach Portugal, lebt von selbstgebackenem Brot und tanzt heimlich zu Lady Gaga. Obwohl, das sollten wir eigentlich gar nicht verraten…

Name: Marcel Schlutt
Alter: 40
Wohnort: Berlin
Beruf: Editor in Chief, Fashion Editor, Hans guck in die Luft
Schuhgröße: 43
Lieblingswort: knorke
Kontakt:www.kaltblut-magazine.com

Was ist guter Stil? Stil ist ja auch immer Geschmackssache. Ich finde Menschen, die sich typgerecht anziehen und nicht jedem Trend hinterher laufen, stilvoll.

Welchen Designer/Künstler sollten wir für die Zukunft auf dem Schirm haben? Mein Lieblingsdesigner ist Fedrico Cina aus Italien (federicocina.net). Er ist mit Abstand das größte Talent der Modewelt.

Twitter, Youtube-Channel, Soziale Netzwerke – warum brauchen wir in Zukunft überhaupt noch klassische Publikationen? Weil die Social-Media-Blase bald platzt. Diese ganze Influencer-Soße geht dem Ende zu.

Die Queen lädt zum Tee ein. Was ziehst du an? Oh! Ich würde was vom Berliner label BRACHMANN anziehen.. klassisch, mit Stil. Und unten drunter ’n Jock… mal sehen ob Harry nicht doch anbeißt.

Wer ist die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Peaches!!!! Eine Ikone!! Vivienne Westwood – eine Göttin! In meinen Träumen ist Peaches meine Mutter und Miss Westwood meine Oma.

Welche war die beste Fotostrecke, die ihr je abgedruckt habt? Das ist schwer zu sagen – alles was die Berliner Künstlerin Suzana Holtgrave für uns jemals gemacht hat.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Die #afdwegbassen Demo am Sonntag in Berlin!

Welche verbotene Sache sollte jeder einmal getan haben? Nachts in ein Schwimmbad einbrechen und mit Freunden nackt schwimmen.

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Da kann es nur eine Antwort geben: Portugal! Für mich das tollste Land dieser Welt!

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Irgendwas, das teuer ist, damit ich es wieder verkaufen kann.

Was ist dein wichtigster Charakterzug? Dass ich für meine Liebsten bis aufs Blut kämpfen würde. Ohne wenn und aber. Und Loyalität.

Wann hast du zuletzt etwas Neues getan und was war das? Momentan versuche ich einfach so in den Tag hineinzuleben. Für mich ist das etwas Neues.. keine täglichen Emails.. kein Marketing, kein Magazin. Einfach nur mal ICH sein.

Was müsste noch erfunden werden? Beamen! Es wäre so geil, wenn man sich jederzeit in Sekundenschnelle von A nach B beamen lassen könnte.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Schnitzel. Oder ich würde euch etwas backen. Meine selbstgebackenen Brote sind der Hammer.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Öffentlicher Nahverkehr wäre frei für jeden. Bezahlt von denen mit viel viel Geld.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich manchmal ganz heimlich, wenn ich alleine bin, einen Lady Gaga Song höre und wild dazu tanze, obwohl ich ständig gegen die Dame hate.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum würdest du niemals in die USA reisen?

Das letzte Wort: Geht raus, steht auf und verändert was in dieser Welt!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. Mai 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Frans Prins

Das 2 Minuten-Interview

Frans Prins ist kreativer Entrepreneur, Autor und Visionär. Vor allem ist er so etwas wie eine richtungsweisende Instanz in Sachen Sustainable Fashion und Design. Er war oder ist beteiligt an Projekten wie Theky.to, Ethical Fashion Show Berlin, Green Showroom oder Beyond Berlin. Wir schätzen ihn außerdem als Chefredakteur von Lilli Green, dem Magazin und Shop für nachhaltiges Design. Darin berichtet er mit Vorliebe über außergewöhnliche Architekturprojekte wie Tiny Houses, Bambuslofts, grüne Schulen und Erdhäuser oder über kreislauffähige Möbel, Upcycling-Lampen und neue Eco Fashion Marken. Wir wollten wissen, mit wem der sympathische Niederländer gern mal den Job tauschen und worüber er sich mit Angela Merkel im Urlaub unterhalten würde. Weltfrieden natürlich und Schokolade selbstverständlich.

Name: Frans Prins
Alter: 38
Wohnort: Berlin Kreuzberg
Beruf: Blogger
Schuhgröße: 43
Lieblingslabel: ekn Footwear
Kontakt: www.lilligreen.de

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Jeden Tag für mindestens zehn Sekunden darüber meditieren, dass wir Teil dieser fantastischen Planeten sind. Da fallen einem dann schon selber die guten Taten ein.

Von welchem aktuellen ‚grünen‘ Projekt sollte jeder wissen? Informiert euch über alle gute Sachen, die in aller Welt gemacht und entwickelt werden und lasst euch inspirieren. Zum Beispiel über unseren Blog.

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Mark Zuckerberg. Control Alt Delete.

Was unterscheidet dich von anderen? Die Frage sollte eher sein: was verbindet dich mit anderen. Wir wollen uns immer sehr gerne von anderen unterscheiden, etwas ganz besonderes sein, aber letztendlich leben wir alle auf dem gleichen Raumschiff.

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Meine Wohnung ist ein Sammelsurium alter Möbel und Erinnerungen. Ich kaufe kaum Neues für mein Zuhause und gebe lieber Geld für gutes Essen aus als für eine teure Küche. Ich mag den Less is More-Ansatz, obwohl ich immer noch viel mehr Sachen habe, als in ein Tiny House passen würden.

Was ist dein geheimes Talent? Im Paralleluniversum bin ich ein Superagent und rette jeden Tag die Welt. Meine Fantasie ist meine Geheimwaffe.

Du triffst Angela Merkel im Fahrstuhl. Worüber unterhaltet ihr euch? Weltfrieden. Eine Strategie, um den amerikanischen Präsidenten loszuwerden. Oder Wandern, wir waren vor kurzem am gleichen Urlaubsort.

Sommer oder Winter? Frühling und Herbst. Ich mag es, wie die Natur sich verändert.

Was wäre dein Traumurlaub? Einmal ganz um die Welt per Anhalter reisen. Ich finde, trampen ist noch immer eine wunderbare Art, die Welt und verschiedenste Menschen kennen zu lernen und jede Menge Abenteuer zu erleben.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Robin Hood. Wo sind die modernen Robin Hoods eigentlich? Alle vernünftige Menschen scheinen heutzutage ihr eigenes Business zu machen, sie machen Eco-Fashion oder brauen ihr eigenes Pale Ale. Die Weltrevolution findet heutzutage über unseren Konsum statt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pfannkuchen, das mögen immer alle.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Auto abschaffen und durch etwas ersetzen, was nicht stinkt, nicht so viel Platz einnimmt und auch nicht tötet, aber uns trotzdem überall schnell hinbringt. Einen „Teleporter“ erfinden vielleicht, das wäre doch die Öko-Erfindung überhaupt! Beam me up, scotty.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin eher ein Ökosnob, aber ab und zu mache ich einen Reality-Check und kaufe knallhart beim Discounter ein. Und meine Unterhosen sind auch nicht immer Bio.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ist die Datenschutz-Grundverordnung eine Krankheit oder warum sehen alle, die etwas mit Internet machen, zurzeit so bleich aus?

Das letzte Wort: Kauf einfach weniger, dafür aber bessere Sachen! Ach, nur eins? Schokoladenfabrik.

 

Giulia Becker

Das 2 Minuten-Interview

Verdammte Schei*e! Giulia Becker sieht aus wie Adle, singt wie Adele und ist fast ganz genau so berühmt wie Adele. Und das kam so: Giulais stammt aus einem Dorf hinter einer Kleinstadt hinter Siegen. Als Schwester Ewald twitterte sie so herzzereißend beißend, lakonisch deprimierend, dass Jan Böhmermann sie wenig später als Praktikantin zum Neo Magazin Royale holte. Inzwischen ist sie da die einzige feste Gagschreiberin neben acht männlichen Kollegen, verkaufte als Mitgründerin des fiktiven Start-ups ‚Kein Keks‘, Prinzenrolle-Füllung pur und entfernte die Nüsse aus Toffifee-Pralinen. Spätestens mit ihrem Video gebannten Smash hit “Verdammte Schei*e“ erlangte sie dann auch öffentliuch Weltruhm. In unserem 2 Minuten-Interview ging es ausnahmsweise mal nicht um Geschlechtsorgane, dafür um sterbende Igel, 24 Stunden-Bolognese und Dieter Bohlens Schuhe. Wohl bekomm’s!

Name: Giulia Becker
Alter: 27
Wohnort: Köln
Beruf: Autorin
Schuhgröße: Im zweistelligen Bereich
Lieblingstageszeit: Vormittag
Kontakt: twitter.com/hashcrap

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen?
Neben jemandem, der mich mag. Und der es mir nicht übel nimmt, wenn ich sabbernd auf seiner oder ihrer Schulter einschlafe.

In welcher Art und Weise warst du vor zehn Jahren anders als heute?
Ich dachte, ich wäre eine gute Poetry Slammerin und Clueso wäre gute Musik. Außerdem habe ich in einem wahnsinnig weißen Gospel Chor gesungen, im Nachhinein auch irgendwie unangenehm.

Hörst du deine eigene Musik?
Sehr selten. Ich habe ja auch erst zwei Songs, wenn ich die andauernd hören würde, wäre das die traurigste Dauerschleife der Welt.

Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen?
Was ist denn eine kritische Situation? Mehr so unangenehme Stille beim Familienessen oder Drohnenangriff in meinem Vorgarten? So oder so: Den sterbenden Igel.

Worauf bist du stolz?
Ich kann ausgezeichnet Löcher bohren. Außerdem koche ich eine sehr gute 24-Stunden-Bolognese. Das ist ein riesiger Aufwand, ich koche dann 6 Kilo Bolognese und lasse die 24 Stunden köcheln. Ich habe in Deutschland noch nie eine bessere Bolognese gegessen, und ich kann sie einfrieren und noch extrem oft davon essen, ich meine, wie gut ist das? Fühle mich mega erwachsen, wenn ich Essen vorkoche. Als hätte ich mein Leben komplett unter Kontrolle.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Unstet, chaotisch, kann nicht mit Geld umgehen, ansonsten aber ganz nett.

Das schönste Kompliment, das du je vergeben hast?
Puh, keine Ahnung. Aber mein Freund hat mir neulich ein sehr schönes Kompliment gemacht: „Du kannst sehr gut aus einer Flasche trinken!“

Was liebst/hasst du an deiner Arbeit?
Ich liebe es, dass ich Quatsch machen kann und hasse es, dass dieser Quatsch so viel Arbeit macht.

Hund oder Katze?
Ich mag Hunde und Katzen. Da ich in der Stadt wohne und viel arbeite, kommt aber beides nicht in Frage. Sollte ich irgendwann mal Großgrundbesitzerin auf dem Land sein und zu viel Zeit haben, werde ich einen Chow-Chow adoptieren und er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Wolfgang heißen.

Welchen Traum willst du dir unbedingt noch erfüllen?
Irgendwann würde ich gern mal Reitstunden nehmen. Aber im Moment traue ich mich noch nicht, weil ich Angst habe dass sich das Pferd unter meinem Gewicht einen Hexenschuss oder ähnliches zuzieht.

Ohne was verlässt du nie das Haus?
Die drei großen H! Haustürschlüssel, Handy, Hose.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Meine 24-Stunden Bolognese natürlich. Im Moment habe ich aber keine mehr auf Vorrat. Ihr müsstet euch also bitte mindestens 25 Stunden vorher anmelden.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Mehr Beyoncé Konzerte in Europa, bei allen anderen Sachen bin ich schon dran.

Was sollte niemand von dir wissen?
Mit zwölf habe ich die Schuhe von Dieter Bohlen auf Ebay an einen Schweden verkauft.

Das letzte Wort:
Macht mehr Mittagsschläfchen!

 

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 15. Mai 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare