Burak Özdemir

Das 2 Minuten-Interview

Schonmal was von Electro-Baroque gehört? Wir auch nicht. Bis Burak kam. Burak spielt Barockfagott. Er ist Sound Designer und künstlerischer Leiter vom Ensemble Musica Sequenza. Das Ensemble spielt auf historischen Instrumenten aus dem 18. Jahrhundert und verbindet diesen alten Klang mit elektronischer Musik. Voilà: Electro-Baroque! Burak macht übrigens Musik, seit er acht Jahre alt ist. Also er macht sie seither nicht nur, er schreibt sie auch! Nur mal so. Sein 5. Soloalbum HERMES präsentiert er am Donnerstag im Silent Green in Berlin. Wir verlosen 1×2 Tickets für den exklusiven Gig. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚CATE BACH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Verwirrt? Durcheinander? Keine Sorge, das soll so.

Name: Burak
Alter: 34
Wohnort: Berlin & New York City
Beruf: Komponist
Schuhgröße: 43
Lieblingsfarbe: Grau
Kontakt: info@musicasequenza.com

Was ist gute Kunst? Skurril, kurios, abgefahren, die mich verwirrt, mich durcheinander bringt.

Beschreibe dein aktuelles Werk in drei Worten: Elastisch, fremd, hypnotisch.

Wer inspiriert dich? Natur, Technologie und smarte Leute.

Was verbindet Istanbul und Berlin? Seelen, die hungrig nach kulturellem Austausch sind.

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Die Stimme von Sarah Vaughan.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Ein Bild von mir und meinem Vater, das ich wiedergefunden habe. Auf der Rückseite eine Notiz auf Türkisch: „Burak ist 15 Tage alt, sein Vater ist für dieses Bild an einem Tag 900 km gereist.”

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Michelangelos David

Mit welchem Künstler, welcher Künstlerin wolltest du schon immer mal ein Bier trinken? Johann Sebastian Bach und Cate Blanchett

Gibt es etwas, das du gern tun würdest, dich aber nicht traust? Spacewalk

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ich stehe auf, hole mir eine Zeitung. Auf der ersten Seite steht ganz groß: „Trump tritt ab!”.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde eine Käseplatte und Charcuterie-Teller servieren mit Baguette und Wein. Alles Bio natürlich.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Erfindung des Plastiks vermeiden.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin ein offenes Buch; es ist nichts geheim.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was liest Du momentan? Meine Antwort: alles was Chelsea Handler schreibt.

Das letzte Wort: Ich freue mich euch alle am 4. April in Silent Green zu sehen!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. April 2019 | Tags: , , Keine Kommentare

Iris Braun

Das 2 Minuten-Interview

Iris hatte da eine Idee. Gemeinsam mit ihren drei Co-Gründern startete sie mit share ein soziales Start-up, das den Unterschied machen soll. Nach dem 1+1-Prinzip wird für jedes verkaufte Produkt ein gleichwertiges Produkt an einen Menschen in Not gespendet. Los ging es mit Wasser, Nussriegeln und Handseife. Jetzt will das Team die Produktpalette kontinuierlich erweitern. Seit Kurzem liegt in den Supermarktregalen der eigenen Präferenz nun auch Bio-Schokolade, deren Kauf eine Mahlzeit für Menschen in Not finanziert, zum Beispiel Obdachlose in Berlin. Iris betrieb schon während ihres Studiums in Oxford Entwicklungshilfe in Südostasien und begann ihre Karriere zunächst als Beraterin, u.a. für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Nach ihrem Master in Harvard leitete sie für zwei Jahre ein Feldforschungsprojekt in Süd-Indien und Bangladesch. Sie weiß also, wovon sie spricht, wenn sie vom Weltretten, Vertrauen und Dreistundenkaffee auf dem Dach berichtet.

Name: Iris Braun
Alter: 30 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründerin und Leitung Produkt und soziale Projekte bei share
Schuhgröße: 40
Lieblingslied: The Verve – “Bittersweet Symphony”
Kontakt: iris.braun@share.eu

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Kaffee, schwarz mit Morgensonne für eine kleine Philosophie-Minute nutzen.

Warum können nur Frauen die Welt retten? Nur wenn alle Geschlechter anpacken, können wir die Welt retten. Das geht nur als Team! Männer dürfen also auch etwas mehr aktiv beim Weltretten anpacken. :)

Welcher Moment hat alles verändert? Das kann ich nicht an einen Moment festmachen, aber dass ich mich zum Beispiel so für Entwicklungshilfe interessiere, kommt aus privaten Momenten heraus. Mein Ex-Freund in der Schule war Sozialarbeiter. Über ihn habe ich viel mit Familien und Flüchtlingen zu tun gehabt, bei denen das Leben ganz anders aussieht. Das hat mich sehr berührt – und ist eine Welt mit der wir im Alltag zu wenig zu tun haben.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Heute früh mit einem Freund nach dem Sport. Darüber, dass die Bildungselite in Deutschland die neuen Kapitalisten sind und ob wir mit Sozialunternehmertum hier eigentlich etwas verändern können. Mein Job gibt mir viel Gelegenheiten für inspirierende Gespräche!

Welche großartige Idee hättest du gern selbst gehabt? Das Rad. Ich bin begeisterte Allwetter-Radfahrerin.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Penicillin und Hygienevorschriften. Das hat unsere Lebenserwartung im 20. Jahrhundert in Europa am meisten gesteigert. Aber noch immer sind Infektionskrankheiten, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene übertragen werden, einer der Hauptgründe für Unterernährung und Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern. Bereits richtiges Händewaschen mit Seife kann die Verbreitung solcher Erkrankungen verhindern. Deswegen sind wir im Januar nach Indien gereist, um unser Seifen-Projekt, das wir gemeinsam mit der Welthungerhilfe umsetzen, zu besuchen. Wir wollten sehen, wie und wo genau deine Hilfe ankommt und was wir nach einem halben Jahr bewirkt haben. Denn mit jeder verkauften share Handseife spenden wir ein Stück Seife an einen Menschen in Not. Wir waren sehr berührt von dem, was wir vor Ort erleben durften, und sind stolz darauf, dass wir dafür sorgen, dass Kinder lernen, wie man sich richtig die Hände wäscht.

Du hast eine Sünde frei. Welche verbotene Sache würdest du tun? Für meinen Kaffee mit Morgensonne auf dem Dach meines Mietshauses klettern. Ich gehe davon aus, dass niemand, der das Interview liest, in meinem Haus wohnt und weiß, dass ich den Schlüssel hab. Falls doch, ist das eine Einladung!

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? “Das kommt ganz drauf an”. Ich würde mir auch wünschen, die Welt wäre mehr schwarz und weiß. Bis dahin…

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Ich würde euch sagen, dass die Ungleichheit auf der Welt schon so viel weniger geworden ist! In den letzten Jahrzehnten hat sich gerade in den Entwicklungsländern ganz viel getan. Unsere Botschaft ist optimistisch: Wir glauben, dass es sehr wohl möglich ist, dass jeder etwas tun kann. Es geht wirklich um die Allerärmsten. Und da kann eben jeder einen kleinen Beitrag leisten – wie bei uns durch den Griff ins Regal. Ganz wenig kann ganz viel bewirken. Die gute Nachricht ist: Wir können das wirklich schaffen!

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Indischen Filterkaffee aus meiner Zeit in Tamil Nadu. Der dauert ca. drei Stunden und lässt genug Zeit um in der Zwischenzeit das Menü gemeinsam zu planen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Theresa May. Damit sie mal eine Kaffeepause bekommt und ich hoffentlich einen Einblick, ob es einen Plan gibt, den man ändern kann.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Vertrauen der Menschen zueinander. Wenn wir alle etwas mehr davon hätten, könnten wir viele Dinge schaffen, an denen wir jetzt scheitern.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum ist Vertrauen der Menschen zueinander so wichtig? Dann kann ich endlich mal wieder meinen VWL-Nerd raushängen lassen, den Job, den ich für share an den Nagel gehangen hab. :)

Was sollte niemand von dir wissen? Die PIN meiner EC-Karte.

Das letzte Wort: Zusammenfreude.

Berliner Kneipenchor

Das 2 Minuten-Interview

Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) waren zuletzt rund 2,9 Millionen Menschen instrumental oder vokal amateurmusizierend aktiv. Wie viele davon in Kneipen singen, geht aus der Statistik leider nicht hervor. Warum eigentlich nicht? Fakt ist: 30 von ihnen haben mit dem Berliner Kneipenchor eine echte Institution in Sachen Spelunken-Kultur geschaffen. Wobei das natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Nino und Mathias (ehemals Mitglieder der Band Virginia Jetzt!) waren anno 2011 nämlich alle Chöre, denen sie potentiell beitreten konnten, entweder zu alt oder zu ähm ähm ähm…steif. Oder beides. Also gründeten sie ihren eigenen und dafür fanden sie sehr schnell Mitsingerinnen und Mitsinger. Zu ihrem sehr variablen Repertoire gehören zum Beispiel Songs wie „Never gonna give you up“, „Ohne Dich“ oder „Empire State of Mind“, die sie sehr regelmäßig in zahlreichen Bars Berlins leidenschaftlich vortragen. Welchen Song sie am liebsten singen und was das mit der Geburtstagsfeier von Klaus Wowereit zu tun hat, erzählen stellvertretend und abwechselnd Lilli, Victor und Nino im 2 Minuten-Interview.

Name: Nino Skrotzki (Chorleiter) / Lilli Born (musikalische Leiterin) / Victor
Alter: 41 / k.A. / 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikmanager / Musikerin / Musiker
Schuhgröße: 42 / 38 / 42
Lieblingsdrink: Wopfel (Wodka-Apfel) / Dark and Stormy / Watermelon Man
Kontakt: nino@berliner-kneipenchor.de / www.lilliborn.de / @vokalmatador1

Welches Lied singt ihr am (Achtung!) besten? Lilli: Teenage Dirtbag

Welchen Drink sollte man vor dem Singen nicht zu sich nehmen? Lilli: mehr als 3 x 40 % Luft

Was war euer schlimmster Auftritt? Nino: Auf Klaus Wowereits Geburtstagsfest 2014 im Roten Rathaus, das Publikum hat uns überhaupt nicht verstanden.

Und welches euer bester? Lilli: Feel Festival 2018 auf der Mainstage im Sonnenuntergang.

Was ist dein aktueller Ohrwurm? Victor: Die Säcke – „Wer?“

Mit welchem Musiker wollt ihr mal gemeinsam in einer Bar singen? Nino: Freddie!

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Lilli: Die Ente – die holt uns nie ein!

Hast du ein verborgenes Talent? Lilli: Schielen, wenn der Chor schief singt.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Nino: Schampus

Im Zweifel taub oder stumm? Nino: Stumm, da kann man immer noch Musik hören!

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Victor: Wieder nach Hause kommen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nino: Karibisches Chili.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Victor: Armut bekämpfen und Bildung für alle.

Was sollte niemand von dir wissen? Victor: Wie aufgeregt ich manchmal bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Victor: Wann erscheint endlich neues Material von Vokalmatador & Co?

Das letzte Wort: Nino: Besucht den Berliner Kneipenchor, wo Ihr nur könnt!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. März 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Christian Kuper

Das 2 Minuten-Interview

Christian Kuper ist Trucker. Also auch. Denn in seiner Funktion als Gründer und Geschäftsführer von Vincent Vegan hat er sich einen ebensolchen angeschafft, um veganes Fast Food in den Mainstream und die Welt zu bringen. Das klappt so gut, dass er mit seinem Team inzwischen zwei Läden in Hamburg und einen in Berlin betreibt (Tendenz steigend). Privat hält ihn seine 1,5-jährige Tochter auf Trab, die sein Leben deutlich einschneidender verändert und verschönert hat, als vermutlich angenommen. Gott sei Dank hat er eine Über-Muddi zur Frau, die ihn beim Daddy-Job unter die Arme greift. Und weil kein 2 Minuten-Interview ohne investigatives Moment auskommen kann, liefern wir nachfolgend den Leak des Tages. Ja, die Gerüchte sind wahr, Christian sollte eigentlich Hans-Hermann heißen. Seine Eltern entschieden sich aber im letzten Moment um. Bleibt nur die Frage: Wo zum Himmel ist Mia?

Name: Christian Kuper
Alter: 38
Wohnort: Hamburg
Beruf: Vincent Vegan (eher Berufung)
Schuhgröße: 45
Lieblingszutat: Pilze, Knoblauch, Kurkuma und vieles mehr :-)
Kontakt: info@vincent-vegan.com

Wer ist eigentlich Vincent? Du bist Vincent. Wir sind Vincent. Jeder kann Vincent sein. #bevincent

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Hafermilch, Räuchertofu, Bier.

Was war als Kind dein Lieblingsessen? Bolo und Lasagne. Viel davon.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste? In der Reihenfolge der Frage nenne ich Avocado, Avocado und dann noch die Avocado.

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt? Man nehme das schönste, sexieste und hässlichste Lebensmittel (nach Christian Kuper), reichere es an mit feingehackten Tomaten, roten Zwiebeln und ausgepresster Limette an, mache Salz, Pfeffer und – Achtung – Haferflocken oben drauf und ab dafür. Lecker.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du gerne mal um die Häuser ziehen? Brian Cox (für in der Woche), Joe Rogan (Freitag), Heinz Strunk (Samstag), Leonardo Di Caprio (Sonntag).

Was sollte niemand auf morgen verschieben? Kann jeder halten wie ein Dachdecker. Ich verschiebe Sachen auch auf morgen. Ist ganz normal.

Was kannst du gar nicht? „Christian, hab doch mal ein bisschen Geduld…“ #nähhhh

Bitte vervollständige: In Berlin… wird es bald an vielen Orten einen Vincent Vegan geben!

Was hast du gestern gelernt? Egal wie spät ich meine Tochter ins Bett bringe, sie wacht doch wieder zu früh auf.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Die beste Bolo eures Lebens (vegan versteht sich)!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Erstmal: Mehr Liebe und Fürsorge in die Herzen der Menschen pflanzen. Danach: universelles Grundeinkommen einführen. Ganz generell: Viecher am Leben lassen. Nebenbei: Den 1. FC Köln Champions League Sieger werden lassen. Und so weiter…

Was sollte niemand von dir wissen? “Das Herz einer Frau ist ein tiefer Ozean voller Geheimnisse.“

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie kriegt man als Veganer eigentlich seine Proteine? (noch niiieeee gehört) (Anm. d. Red. Verdammt, wir hätten noch eine gehabt: Nennt dich eigentlich irgendjemand Cooper?)

Das letzte Wort: Mario Barth ist nicht witzig. Und außerdem: Go vegan!

Ulrike Maichel

Das 2 Minuten-Interview

Böse Zungen behaupten, Ulrike sei vom Himmel gefallen. Wir wissen es natürlich besser: die gebürtige Ostfriesin, Celeste-Bianchi-Fahrerin und passionierte Swing-Tänzerin war zunächst jahrelang bei Lufthansa-Technik eine der wenigen Frauen unter sehr vielen Männern, sammelte anschließend Erfahrung in verschiedenen Kommunikationsagenturen und war zuletzt im Management bei unserem Lieblingssolarlampenkunden „Little Sun“ tätig. Seit Ende letzten Jahres ist sie nun endlich da wo sie hingehört. Als stellvertretende Geschäftsführerin (und Umweltministerin) verstärkt sie die muxmäuschenwild-Crew, jongliert vier trillionen Kunden und Projekte und hält unserer Julia in ihrer Babypause den Rücken frei. Wir sind stolz und froh, sie bei uns zu haben. Wer kann denn bitte schon behaupten, jemanden in den eigenen Reihen zu haben, der es (per Zufall, wie sie beteuert) mit einer eigenen Formel im Computer-Rechnen in sämtliche Mathelehrbücher der Republik geschafft hat und in einer Trocken-Synchron-Schwimmgruppe aktiv ist.

Name: Ulrike Maichel
Alter: 37 Jahre
Wohnort: Berlin, Schillerkiez
Beruf: Stellvertretende Geschäftsführerin bei MMW
Schuhgröße: 38/39
Lieblingszutat: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. (Gandhi)
Kontakt: ulrike.maichel@muxmaeuschenwild.de

Warum können nur Frauen die Welt retten? Ich finde, wir können nur gemeinsam die Welt retten, also wenn Männer und Frauen auf einer Augenhöhe zusammenarbeiten und sich gegenseitig respektieren und sich zuhören und voneinander lernen. Nachgesagte Eigenschaften von Frauen, wie mehr Empathie, weniger Machtorientierung und stärkere Konzentration auf das Gemeinwohl anstatt auf das eigene Wohl können dabei nur positiv auf die Weltrettungsmission einwirken.

Das größte Problem deiner Generation? Das wir vieles als selbstverständlich sehen und zu wenig hinterfragen. Außerdem sind wir zwar an Klimawandel und anderen politischen Themen interessiert, aber oft selbst zu wenig aktiv.

Was unterscheidet dich von anderen? Ästhetik ist mir sehr wichtig, aber ich denke gleichzeitig fast nur analytisch und Rechnen macht mir Spaß und das führt manchmal zu seltsamen Situationen. Ich rechne z.B. während der Yogastunde im Kopf durch, ob es sich lohnt ein Yogastudio aufzumachen, nicht weil ich es machen möchte, sondern einfach nur aus purer Neugierde.

Welches Sternzeichen bist du?
Stier.

Passt das? Ich musste ehrlich gesagt gerade erstmal kurz nachlesen, welche Eigenschaften dem Sternzeichen nachgesagt werden (außer Sturheit). ;) Treu, zuverlässiges und ruhiges Wesen, aber manchmal auch mit dem Kopf durch die Wand, scheint also recht gut zu passen.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? In die lachenden, glückseligen Gesichter der Swing-Tänzer zu schauen, die wie in Ekstase um 4.30 Uhr morgens die Band auf eine letzte Zugabe anfeuerten, obwohl alle schon fast sechs Stunden durchgetanzt hatten. Tanzen und Musik als natürliche Droge, wunderbar! Vielleicht sollten Swing-Tänzer stattdessen die Welt retten? Sie wäre von ganz viel Liebe und Wertschätzung füreinander geprägt.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Meine Oma mütterlicherseits, da sie eine bescheidene Frau mit großem Herz ist und immer alles weggegeben hat, was sie besaß. Sie hat im Leben immer alle privaten Herausforderungen wie selbstverständlich angenommen und sich nie darüber beschwert, auch wenn sie als Kriegsflüchtling und als Pflegerin meines Opas und meiner Tante mit Down-Syndrom auf ein sehr bewegtes Leben zurückblickt, das sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt wurde.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? Stelle dir vor, du würdest am Ende deines Lebens eine Ausstellung über dein Leben mit deinen Erlebnissen und wichtigen Momenten besuchen, was möchtest Du darin sehen?

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Gegen eine Ente, ist übersichtlicher, ausserdem schnattert sie schöner. Und vorab besorg ich mir ne LKW-Ladung Wasserpflanzen, das sollte die Ente erstmal ne Weile mit Essen ablenken…

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Ein Kunstwerk (beleuchteter Eis-Block aus Gletschereis aus Grönland) von meinem alten Arbeitgeber, Olafur Eliasson.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spicy Tofu (mein Lieblingsgericht in der Studio Olafur Eliasson Kitchen) und als Nachtisch Raw-Kugeln fast schwarz mit viel zu viel Kakao.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den CO2-Ausstoß drastisch minimieren und das sich alles überschüssiges Plastik und andere Umweltgifte einfach ohne Rückstände auflösen. Ausserdem alle Städte autofrei machen und ein paar Machtinhaber dieser Welt entmachten und die Stellen mit ausgewählten Personen neu besetzen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das ich Teil einer privaten Trocken-Synchron-Schwimm-Gruppe bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist Trocken-Synchron-Schwimmen und wie kann man euch buchen? ;)

Das letzte Wort:
Muss nicht ich haben.

Charissa Chioccarelli

Das 2 Minuten-Interview

Charissa ist vor vier Jahren von Amsterdam nach Berlin gezogen, hat zunächst das Influencer Marketing Department für Zalando mit aufgebaut und im Herbst 2017 ISLA Berlin in der Inselstraße 13 im Märkischen Viertel eröffnet. Die Grundidee hinter dem Concept Store: den Nail Art-Trend aus New York und London nach Berlin zu bringen. Wie bitte watt!? Nail Art? Ja, janz jenau. ISLA ist nämlich kein einfaches Nagelstudio, sondern schafft mit High Quality Produkten detailreiche Kunstwerke. Nebenher kann man Streetwear shoppen, sich an TurnTables ausprobieren, Ausstellungen und Partys erleben. Die nächste steigt übrigens am 7. März. Anlässlich des Weltfrauentages („which TBH we think should actually be errrrry day“) übernimmt die gute Riya Hamid das ISLA in Kooperation mit beats by dr. dre. Auf ein Wort oder zwei, liebe Frau Chioccarelli.

Name: Charissa Chioccarelli
Alter: still 28
Wohnort: Amsterdam, I guess?
Beruf: Gründerin von ISLA Berlin
Schuhgröße: 38
Lieblings-Nageldesign: Oh my, I really can’t choose but I love anything extra!
Kontakt: @charrisla on the gram


Was ist Schönheit?

Das klingt jetzt sehr abgedroschen aber Schönheit liegt wirklich im Auge des Betrachters. Ich kann Schönheit in fast allem ausmachen und das hat nichts mit der äußeren Erscheinung zu tun.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben?
Ich würde sagen genderfluid. Ich mische meisten Männerklamotten mit super femininen Elementen, wie zum Beispiel extra langen Nägeln. Mein Style wird häufig als „tomboy“ bezeichnet, wobei ich das hasse. Ich habe nämlich nicht das Gefühl, dass Männer ein Anrecht darauf haben irgendeinen bestimmten Style exklusiv zu haben.

Hast du künstlerische Vorbilder?
Mich inspirieren sehr viele Menschen und auch Dinge aber ich fürchte ich kann kein spezifisches Role Model herausgreifen.

Die erste CD deines Lebens?
Das MUSS ein Spice Girls-Album gewesen sein!

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg?
Es fühlt sich so an als wären wir (langsam) auf dem Weg zu einer besseren, gerechten Welt aber gleichzeitig habe ich auch gerade online das Gefühl, dass die Menschen immer härter zueinander werden und nicht wirklich versuchen, sich gegenseitig zu verstehen.

Was brauchst du, um dich an einem fremden Ort wohl zu fühlen?
Mein Telefon, damit ich meinen Freunden oder meinem Mann schreiben kann.

Hast du ein verborgenes Talent?
I think I’m a pretty good bluffer -ha.

Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt und was war das?
Ich versuche jeden Tag etwas Neues. Ich liebe Neues und versuche jede Herausforderung anzunehmen.

Was kannst du gar nicht?
Routine, ich bin schnell gelangweilt.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du?
Let’s all be nicer for each other and to all majorities; let’s make room for minorities

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Um ehrlich zu sein, ich würde meinen Mann fragen, etwas für uns zu kochen. Er ist der viiieeel bessere Koch!

Was sollte niemand von dir wissen?
Haha unfortunately I can’t tell that ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Also die Fragen waren eigentlich ziemlich gut.

Das letzte Wort:
For everyone based in Berlin, come by ISLA when you’re around!

Foto: Lauren O’Neil

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 26. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Eva Schulz

Das 2 Minuten-Interview

Eva Schulz ist die mit den roten Haaren, die im Internet „was mit Politik“ macht und sich zwischendurch über Flughafenleitsysteme und innerstädtische Seilbahnen freut. Mit Deutschland3000 hat sie einen Kanal gegründet, der online und als Teil des Jugend-Networks ‚funk‘ Debatten über politische und gesellschaftliche Fragen auslöst. Im Fokus stehen zunächst Videos auf Facebook und YouTube. Künftig will Deutschland3000 aber noch viel mehr Kanäle bespielen und eigene Formate entwickeln. Ansonsten ist Eva am liebsten unterwegs, wahlweise in ganz Deutschland, im französischen Niemandsland, in Jerusalem, Tel Aviv, Brüssel oder Wien. Da möchte sie auch irgendwann zu Grabe getragen werden. Bis dahin is aber noch lange hin. In diesem Sinne: es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Name: Eva Schulz
Alter: 28
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: 40
Lieblingssprache: Deutsch (sprechen), Französisch (hören), Englisch (singen), Hebräisch (fluchen)
Kontakt: @evaschulz

Was ist guter Journalismus? Guter Journalismus bringt relevante Fragen fundiert recherchiert, zielgruppengerecht und unterhaltsam auf den Punkt. Mein Ziel ist dabei eigentlich immer, User mit meiner Neugierde anzustecken.

Wen möchtest du unbedingt einmal interviewen? Malia und Sasha Obama.

Hast du ein journalistisches Vorbild? Roger Willemsen für seine Empathie und Beobachtungsgabe, Ellen DeGeneres für ihren herzlichen Humor, Alexandra Rojkov für ihre Ausdauer und medienethischen Prinzipien.

Welche Sendung durftest du als Kind nicht verpassen? Die Pfefferkörner! Fiete war mein erster Schwarm <3

Bist du ein Tag- oder Nachtmensch? Seit ich nicht mehr allein als Reporterin unterwegs bin, sondern mit vielen verschiedenen Menschen und Teams zusammenarbeite: Tagmensch.

Dein momentaner Lieblingssong? “Stone Cold” von Elli Ingram

Was kannst du gar nicht? Getreidesorten unterscheiden.

Dein schönstes Karnevalskostüm? Das Krümelmonster war eine super Ausrede, um den ganzen Tag Kekse zu essen.

Worauf bist du stolz? Auf meine unheimlich lustige, warmherzige, kluge, kreative Crew. Und die konstruktiven Diskussionen, die unter unseren Videos passieren und die mich immer wieder auf neue Gedanken bringen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Shakshuka (Rezept hier), mein Lieblingsgericht aus der Zeit, als ich in Jerusalem gelebt habe. Superleicht zuzubereiten, trotzdem sind immer alle beeindruckt – das nenne ich win-win!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde unser Bildungs- und Sozialsystem so umgestalten, dass alle die gleichen Startbedingungen haben. (Und dann noch einen geheimen achten Wochentag einführen, an dem ich wieder Nachtmensch sein kann.)

Was sollte niemand von dir wissen? Wie oft ich meine eigenen Insta-Stories anschaue.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Elektrische Zahnbürsten, dafür oder dagegen?

Das letzte Wort: Morgen.

Foto: Alex Janetzko

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Christian Kroll

Das 2 Minuten-Interview

Christian Kroll ist ein Verrückter. Wie sonst wäre er auf die Idee gekommen, Google herauszufordern, RWE eine Kaufangebot für den Hambacher Forst zu machen und dann die von ihm gegründete und zu Recht sehr erfolgreiche nachhaltige Suchmaschine Ecosia zu verschenken, um sie in ein Unternehmen umzuwandeln, das niemals verkauft werden kann und auf alle Zeit dem guten Zweck verpflichtet ist. Und weil Ecosia die Suchmaschine ist, die Bäume pflanzt, wenn du mit ihr Informationen goog… äh suchst(!?), ist seit Gründung ein ziemlich beachtlicher Wald zustande gekommen. Genau heute pflanzt Christian mit seinem Team und in Anwesenheit von Staatssekretär Jochen Flasbarth bei Musik und Getränken den 50 millionsten Baum am Herrfurthplatz in Berlin. Beste Gelegenheit für einen kurzen Austausch am Rande des Sherwood Forest.

Name: Christian Kroll
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Geschäftsführer und Gründer von Ecosia
Schuhgröße: 43
Lieblingsbaum: Mein Avocadobaum. Er heißt „Manfred, der zweite“.
Kontakt: info@ecosia.org

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Ich versuche, jeden Morgen eine kleine Meditation zu machen. Das klappt zwar nicht jeden Tag, aber ein paar Mal in der Woche immerhin.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Wenn wir eine Klimakatastrophe verhindern wollen, müssen wir in den nächsten 20 Jahren etwa eine Billion (= eintausend Milliarden) Bäume weltweit pflanzen. Dadurch würden dann auch Millionen von Menschen in Entwicklungsländern neue Jobs bekommen und die Wasser- und Nahrungsmittelversorgung wäre auch deutlich verbessert. Um das zu finanzieren bräuchten wir lediglich 1% des globalen jährlichen Millitärbudgets. Warum machen wir das nicht?

Hast du einen grünen Daumen? Ich bepflanze mit großer Freude meinen kleinen Balkon. Dieses Jahr werden wir auch einen Ecosia-Garten in Brandenburg anlegen, bei dem ich mitmachen möchte. Die wirklichen Experten in Sachen Pflanzenkunde sind aber andere Leute bei uns im Team. Wir haben zum Beispiel einen „Tree Planting Officer“, der sich um unsere Baumpflanzprojekte kümmert.

Die beste Erfindung der letzten 100 Jahre?
Suchmaschinen, die mit erneuerbarer Energie laufen. :) Das Internet ist eine großartige Erfindung und wenn es gut genutzt wird, dann kann es unseren Planeten wirklich besser machen.

Was hast du in 20 Jahren erreicht?
Wir wollen in Zukunft den Nutzern unserer Suchmaschine helfen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen, die gut für den Planeten sind. Ecosia wäre dann also eine Suchmaschine, die dich zu einem besseren Menschen macht.

Du hast eine Sünde frei. Welche verbotene Sache würdest du tun? Ich würde gerne ein paar der aktuell herrschenden Populisten wie Trump oder Bolsonaro zumindest vorübergehend auf eine einsame Insel verfrachten. Ich glaube, dann wäre die Welt ein besserer Ort.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Trump.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Ich glaube, irgendeine Mischung zwischen „verrückt“ und „mutig“.

Glück ist…
…mit netten Menschen zusammen auf einem gesunden Planeten zu leben und sinnvollen Beschäftigungen nachzugehen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Irgendetwas Vegetarisches, was von regionalen Biobauern stammt. Keine Angst, lecker schmeckt das in der Regel trotzdem.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde eine globale Steuer auf CO2-Ausstoß einführen und Subvention zahlen, wenn jemand CO2 absorbiert. Zudem würde ich ins Grundgesetz reinschreiben, dass wir Menschen verpflichtet sind, unserem Planeten zu dienen und nicht anders herum.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich wollte früher mal Börsenspekulant werden. Irgendwann habe ich dann aber gemerkt, dass das weder mich noch die Menschen um mich herum glücklich machen sollte.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie nennt ihr das, wenn man mit Ecosia „googelt“?

Das letzte Wort: „ecosieren“

Foto: Ecosia

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 12. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Jannis Niewöhner

Das 2 Minuten-Interview

Jannis Niewöhner ist ein Berliner Clubpromoter. Er ist süchtig nach Drogen, Sex und dem Nachtleben. Der Europäische Geheimdienst (ESI) will mit ihm zusammenzuarbeiten, um ein paar Mafiosi zur Strecke zu bringen, weshalb er selbst auch ins Visier der Mafia geraten ist. Hä!? Was? Moment, wir lesen nochmal das Memo. Jannis Niewöhner ist ein Berliner Schauspieler und spielt(!) als Hauptdarsteller einen Clubpromoter in der sehr spannenden Amazon Prime Serie Beat. Ah, so ist es richtig. Außerdem kann man ihn bald in ‚Kids Run‘, ‚Der Fall Collini‘ und ‚Narziss und Goldmund‘ im Kino bewundern. Jannis ist überall! Und das gilt ganz sicher auch für die Berlinale. Gut, dass er vorher nochmal zwei Minuten für uns hatte. Wir starten dann mal direkt eine Crowdfunding-Kampagne für lautlose Klettverschlüsse und planen einen Videomarathon mit unserem Freund Joe.

Name: Jannis Niewöhner
Alter: 26
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler
Schuhgröße: 46
Lieblingsdrehort: Berlin
Kontakt: @jannisniewoehner_official

Hast du einen Tipp für die diesjährige Berlinale? Nüchtern bleiben. Oder es versuchen.

Welcher Moment hat alles verändert? Als Neo die rote Pille genommen hat.

Welcher Beat beschreibt dein Leben gerade? Auf jeden Fall irgendein Remix!

Welche große Filmrolle hättest du gern selbst gespielt? Bourne

In welchen Filmstar warst du als Kind verknallt? Charlize Theron in mein großer Freund Joe

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Im offenen Meer schwimmen.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben? Narziss und Goldmund, Good Will Hunting, My World von Lee Fields

Du bekommst eine zusätzliche Stunde am Tag geschenkt, wie nutzt du sie? Ich guck noch ’ne Folge.

Wie kommt das „Betreten verboten!“-Schild auf den Rasen? Und wieso übersieht man die immer?

Wen bewunderst du? Jim Carrey

Was kannst du besser als alle anderen? Gute Filme tausend Mal sehen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Chicken Korma

Mit welcher Persönlichkeit würdest gern mal um die Häuser ziehen? Roberto Benigni

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Lautlosen Klettverschluss erfinden und den Weltfrieden herstellen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich muss jetzt leider los… ok, noch eine letzte Frage!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wirklich jetzt? Das ist die letzte Frage?

Das letzte Wort: Ich fang‘ doch gerade erst an.

Foto: © 2018 Amazon.com Inc. and its affiliates

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Gianluca Baccanico

Das 2 Minuten-Interview

Gianluca Baccanico zog vor inzwischen zwölf Jahren nach Berlin. Schon damals war er auf der Suche nach dem einzig wahren Grillplatz, um dort seinen Smoker… Nein, das ist natürlich Quatsch und war nur als kleine Stenkerhaken gedacht (siehe unten). Tatsächlich trieb ihn seine Leidenschaft für Film und das Erzählen von Geschichten in die deutsche Hauptstadt. Er gründete mit der Boddinale quasi den Gegenentwurf zur Berlinale. Das Filmfestival bietet großen Filmen mit kleinen bis keinen Budgets Publikum und Leinwand. Das Repertoire ist genreübergreifend, reicht von Spiel- über Dokumentar- und Kunstfilmen bis zu Kurzfilmen aus Berlin, Europa und der ganzen Welt. Der Eintritt ist frei und jeden Abend gibt es obendrein Partys und Konzerte. Wenn er also nicht gerade Filme guckt, ein Festivalprogramm kuratiert oder auf Youtube Grill-Tutorials schaut, versucht er vergeblich seine Mails, Anrufe und Textnachrichten zu beantworten. Film ab!

Name: Gianluca Baccanico
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Cultural Enterpreneur
Schuhgröße: 42 ½
Lieblingskino: Il Kino
Kontakt: g@boddinale.com

And the Oscar goes to? Wem würdest du den kleinen Mann in diesem Jahr überreichen?
Ich würde ihn Mobtik geben, einem Mann, der in Berlin super kurze Filme dreht. Manchmal sind sie ein oder zwei Minuten lang, schwirren dir aber noch tagelang im Kopf herum, nachdem du sie gesehen hast. Sein letzter Titel „Little Baggy“ ist alles, was man dieses Jahr sehen muss.

Worauf freust du dich bei der anstehenden Boddinale am meisten?
Dieses Jahr laden wir unseren Gäste aka Tribe in die wunderbaren Räumlichkeiten des Flutgraben e.V. ein. Ich glaube, dass dort etwas sehr Intensives entstehen kann und bin sehr gespannt.

Woher kommt deine Leidenschaft für Filme?
Ich glaube, es ist eigentlich eine Leidenschaft für Geschichten und Menschen. Die Boddinale hat beides, gute Geschichten aus jedem möglichen Blickwinkel und die Menschen, die sich entschieden haben, diese Geschichten zu erzählen.

Welchen Film sollte jeder gesehen haben?
Heutzutage produzieren wir in einem Monat wahrscheinlich mehr Filme als in den gesamten ersten 50 Jahren nach Erfindung des Kinos. Ich befürchte, diese Frage ist nicht zu beantworten.

Süß oder salzig?
Ich habe erst mit 15 verstanden, dass mein Umfeld es wirklich ernst damit meinte, dass sie Kuchen, Kekse und Zucker lieben. Bis heute kann ich das nicht nachvollziehen. Absolut Team „Salzig“!

Was müsste dringend noch erfunden werden?
Ein Weg, schneller zu Reisen als das Licht. Wir können nicht einfach bloß zuschauen und nichts tun.

Berlin ist für mich…
…die perfekte Mischung aus German common sense und Anarchie. Und ich hoffe, dass sich das noch viele andere Städte auf der Welt zum Vorbild nehmen. Ich konnte hier meine Ideen verwirklichen, sie mit unzähligen Menschen zu teilen und sie wachsen sehen. Und es ist der Ort, an dem ich meine Frau und unseren Hund gefunden habe. Ich bin dankbar dafür, Berlin mein Zuhause nennen zu können.

Dein Leben wird verfilmt. Wer spielt dich?
Bill Murray, hoffentlich mit viel Make Up.

Was hast du gestern gelernt?
Ich habe eine halbe Stunde damit verbracht auf YouTube zu lernen, wie man einen Smoker-Grill bedient. Ich habe keinen Smoker-Grill. Können wir bitte zur nächsten Frage kommen?

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Nichts Gegrilltes. Wie gesagt, ich möchte nicht mehr darüber nachdenken.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde alle Regierungen lokal werden lassen und auf Kiez-Level bringen. Und jedem Menschen auf der Erde einen internationalen Pass geben. Ja, ich weiß, aber ihr habt gefragt.

Was sollte niemand von dir wissen?
In eurer Datenschutzerklärung versprecht ihr aber etwas anderes.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wird die Boddinale eines Tages ihre eigene digitale Distributionsplattform haben?

Das letzte Wort:
Vielen Dank für eure Zeit.

Foto: Magnus Reed

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. Januar 2019 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Steven Ansell (Blood Red Shoes)

Das 2 Minuten-Interview

Steven Ansell ist eine Hälfte des großartigen Duos Blood Red Shoes aus Brighton. Moment, Steven Graham Ansell muss es vollständig heißen. Schließlich wäre eine Verwechslung mit dem gleichnamigen aber mittelnamenlosen 64-jährigen amerikanischen Bratschisten überaus fatal. Denn ‚Blood Red Shoes‘ klingen weniger nach großem Orchester als vielmehr nach raffiniertem, ehrlichem und seit neustem auch nuancenreich elektrisiertem Rock. Am Freitag erscheint ihr neues, verdammt frisches Album ‚Get Tragic‘. Danach spielen Steven und seine Partnerin Laura Mary-Carter zwei ausverkaufte Shows in Hamburg (04.02.) und Berlin (05.02.) im Rahmen ihrer Release-Tour. Und weil ausverkauft diesmal wirklich ausverkauft heißt, verlosen wir statt Tickets zwei signierte Vinyl-Scheiben. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚RUCKE DI GUH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Achso, fast vergessen: Steven arbeitet gerade an einer Rock Oper über den Brexit. Sagt er zumindest. Mit einem schelmischen Grinsen…

Name: Steven Ansell
Alter: 52 ;)
Wohnort: unbekannt
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 44
Lieblingsort in Berlin: Konrad Tönz
Kontakt: diebesteschlagzeuger@gmail.com

Wann hast du zuletzt herzlich gelacht? Ich habe auf Instagram eine Taube gesehen, die perfekt im Takt zu Michael Jacksons Billy Jean unterwegs war und hab mir in die Hosen gemacht vor lachen.

Im Zweifel taub oder stumm? Stumm.

Inwiefern warst du vor fünf Jahren anders als heute? Oh Darling, ich hatte einfach nicht so viele Haare an komischen Stellen. Davon abgesehen bin ich noch derselbe.

Welche großartige Idee hättest du gern selbst gehabt? Kommunismus

Würdest du eher gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten? Hundert Minipferde, denn als Drummer bin ich zwar nicht besonders stark aber sehr schnell und ich habe viel Ausdauer. Die kleinen Biester haben keine Chance.

Was kannst du an deinem Job nicht leiden? Leute, die versuchen umsonst in eine Show zu kommen, weil sie behaupten „Fotograf“ zu sein. Owning a camera does not make you a fucking photographer just like owning a leather jacket does not make you Joe Strummer.

Beschreibe eure Musik in drei Worten. crazy. sexy. cool.

Mit welcher Persönlichkeit würdest du gern einmal auf der Bühne stehen? Iggy Pop

Wenn du kein Künstler geworden wärest, dann sicherlich…? Ein preisgekrönter Koch und Gordon Ramsay hätte keinen Job mehr.

Was sollte man in Brighton unbedingt gesehen haben? Steven Graham Ansell.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war es? Yoga. Ich habe es letzte Woche versucht und es war zwecklos. Ich glaube, es ist nur was für faule Hippies, die sich einreden sie hätten trainiert, obwohl sie nicht einmal ihr Wohnzimmer verlassen haben. ;)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Melanzane Parmigiana und es wäre die beste, die ihr je probiert habt. Das oder ein Jerk Chicken, das euch umhaut.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Almost everything about myself.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin unfassbar unsicher, aber ich tarne mich mit Sarkasmus und Flucherei!

What question should we have asked? Have we should question what?

Das letzte Wort: Es gibt keine besseren letzte Worte als dieses Freddie Mercury Zitat:
“The important thing is to live a fabulous life, as long as it’s fabulous I don’t care how long it is.”

Foto: Nedda Afsari

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 22. Januar 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Lena Lademann

Das 2 Minuten-Interview

Lena Lademann ist eigentlich ein Mann und heißt Harald. Defintiv keine Person, die man kennen will! Verwirrt? Zu Recht! Denn eigentlich ist Lena Lademann natürlich Lena Lademann – ihres Zeichens Influencerin, kreativer Geist und ein Teil des Podcast-Duos „Lena & Liberta – Zwei Menschen, die ihr nicht kennenlernen wollt“. Hätten wir das Gott sei Dank auch wieder gerade gebogen. Ihre Seite lenalademann.com ist Anlaufstelle für Mode-, Kunst- und Beauty-Junkies und Connoisseure. Wenn Lena nicht gerade durch den Fashion-Week-Wahnsinn von Kopenhagen bis Berlin tobt, versucht die gelernte Grafikdesignerin auf ihren Kanälen, neben einer großen Prise Humor und Selbstironie, Kreativkonzepte für Markenpartner wie Catier, Laurèl, Calvin Klein, Hugo Boss oder Céline anzubieten. Ach ja, Lena hat auch eine klassische Gesangausbildung und spielte mal Feldhockey in der Bundesliga. Bleibt nur noch eine Frage ungeklärt: Wer genau war jetzt eigentlich Harald?

Name: Lena Lademann
Alter: 28 Jahre alt
Wohnort: Hamburg
Beruf: Influencer & Kreativberatung
Schuhgröße: 38
Lieblingsfarbe: Schwarz (bin halt auch eher ein positiver Mensch)
Kontakt: lena@lenalademann.com

Die schönste Modesünde deiner Jugend? Ich habe schon früh angefangen mit Mode zu experimentieren. Zum Leidwesen meiner Mutter und dem Sehvermögen der Öffentlichkeit. Ich kann mich zum Beispiel an eine ganz stilsichere, hotte Version einer Roten Leggings, einem Pinken Pulli und orangenen Turnschuhen mit 6 Jahren erinnern.

Welchem Künstler, welcher Künstlerin würdest du gerne einmal bei der Arbeit zuschauen? Jürgen Teller & David Hockney. Zwei meiner Lieblingskünstler.

Hast du ein Vorbild? Meine Mutter. Mich beeindrucken und beeinflussen vor allem Frauen, mit einer eigenen Vision, einer eigenen Willensstärke und Kraft, ohne auf ihre Weiblichkeit oder feminine Seite zu verzichten.

Dein liebstes Reiseziel? Ich glaube, sowas habe ich gar nicht. Ich liebe es in unterschiedliche Länder zu fahren und genieße dann die jeweilige kulturelle und kulinarische Abwechslung.

Was kommt immer in den Koffer? Ich finde ja ne Zahnbürste und Socken immer äußerst effektiv und praktisch.

Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt und was war das? Ich habe vor einigen Tagen angefangen mir Gitarre beizubringen. Musik war schon immer ein großer Teil in meinem Leben und ich habe mir für das neue Jahr das Ziel gesetzt, hier wieder mehr zu machen.

Was würdest du tun, wenn du eine Stunde mehr am Tag hättest? Mehr Freunde, mehr Familie, mehr Musik, mehr lachen.

Was kannst du gar nicht? Sprichwörter. Es gibt aber immer wieder traurige Versuche meinerseits mich dennoch daran zu versuchen. Memo an mich selber: ich sollte es definitiv lassen.

Ein Song, den jeder kennen muss? Song: Adore you von Nao oder das Album FEELS von Snoh Allegra.

Dein Vorsatz für das neue Jahr? Mich wieder mehr meinen ursprünglichen Hobbies zu widmen. Ich habe früher zum Beispiel eine Gesangsausbildung gemacht und leider irgendwann den Gesang, abgesehen von den enormen Performances unter der Dusche, extrem vernachlässigt. Ich finde es so schade, dass wir uns im Erwachsenenalter neben unseren Jobs kaum noch Momente für uns selber nehmen und Hobbies pflegen. Das wird auf alle Fälle mein Vorsatz für 2019. Hobbies sind die Möglichkeit noch ein bisschen mehr von sich selber auszuleben und seine Vielfalt zu entwickeln sowie Abstand zu seinem Joballtag zu schaffen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde euch einen Ofenfisch mit Ofengemüse kredenzen. Dazu einen trockenen Weißwein.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Abgesehen davon, dass vermutlich jeder gerne Hunger, Armut und Kriege auf der Welt stoppen wollen würde, würde ich vermutlich ändern, dass sich die Menschen im Alltag durch eigene Ausgeglichenheit, Selbstliebe und Wohlwollen, viel liebevoller, unvoreingenommener, positiver und gönnender entgegen treten. Vor allem in Deutschland fehlt es da oftmals an dieser Einstellung.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin eigentlich ein Mann und heiße Harald.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Puh! Ihr hättet mich schon mal fragen können, wann ich mein erstes Buch heraus bringe, oder den Friedensnobelpreis gewinne…

Das letzte Wort: Habe dann vermutlich ich an dieser Stelle. ;)

Foto: bkknows

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 15. Januar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Mogli

Das 2 Minuten-Interview

Eine Premiere: zum ersten Mal überhaupt lassen wir eine unserer Interviewpartnerinnen sich selbst und mit ganz eigenen Worten vorstellen. Warum? Lest selbst! Ich bin Künstlerin. Neben der Musik habe ich aber noch viele andere Interessen. Ich habe zum Beispiel in einer Dokumentation, die man auf Netflix sehen kann, einen großen Road Trip festgehalten, ein Buch geschrieben, bin Feministin und lege viel Wert auf Nachhaltigkeit. Ich habe zum Beispiel eine nachhaltige Kleidungskollektion rausgebracht und bewege mich am liebsten mit meinem elektrischen Roller von unu fort. Meine neue Single “Another Life” kommt mit dem zugehörigen Musikvideo am 15. Februar raus. Ende März folgt die EP und dann bin ich erst einen Monat auf Europa- und danach einen Monat auf USA-Tour. Im Januar bin ich allerdings erst einmal mit einer Hilfsorganisation auf Projektreise in Äthiopien. Ähem, und wir so schäm… So viel kann man machen? Und dann auch noch so gut und charmant, wie die liebe Mogli? Na ja, offensichtlich. Vielen Dank, liebe Mogli, für die Inspiration und den liebevollsten Tritt in den Allerwertesten, den wir uns fürs neue Jahr wünschen können. #tschakka!

Name: Mogli
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Sängerin
Schuhgröße: 38
Lieblingsstrand: Tulum Beach
Kontakt: @moglioffical

In welchem Moment warst du in deinem Leben am glücklichsten? Glück ist für mich kein Moment, sondern eine Kombination aus freudigen Momenten (davon gibt es viele), Zufriedenheit und persönlichem Wachstum. Wachsen kann man auch an traurigen Dingen – am Ende machen mich sowohl die Hochs, als auch die Tiefs glücklich.

Worüber hast du dich heute gefreut? Über die Geburtstagsglückwünsche meiner Geschwister.

Welcher Moment hat alles verändert? Klingt blöd, aber das war tatsächlich der erste wirklich schlimme Liebeskummer, der mich zwei Monate vollkommen aus den Angeln gehoben hat. Als das geschafft war, hatte ich das Gefühl ich kann Bäume ausreißen! ;-)

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gerne auf einem Langstreckenflug sitzen? Ellen Degeneres!

Drei Dinge, die unbedingt mit auf Tour müssen? Mein Kindle, Popcorn und eine Wärmflasche.

Deine erste CD war? “Cleanin out my closet” von Eminem.

Welchen Film, welches Buch, welches Album sollte jeder gesehen, gelesen und gehört haben? Ich würde am liebsten dreimal „Harry Potter“ antworten, aber na gut:
“Little Bee”, “Gott des Gemetzels”, “Romance” von Ex:re.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Jemand der mir wichtig ist, hat vor mir geweint und sich von mir trösten lassen.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Beamen!

Stadt, Land, Berge oder Meer? Ich liebe Berlin, aber irgendwann werde ich ins direkte Umland ziehen. Ich vermisse das Meer!

Gibt es etwas, das du dich nicht traust? Ich würde niemals aus einem Flugzeug springen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde entweder Burritos machen, Indisch kochen oder meine berühmte, vegane Lasagne zubereiten. Und den Nachtisch vergesse ich nie!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde sehr gerne Ungerechtigkeit aus der Welt schaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das werde ich doch wohl nicht verraten.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was meine drei größten Leidenschaften sind vielleicht. Das frage ich so ziemlich jeden, den ich kennenlerne.

Das letzte Wort: L’amour toujours!

Foto: Johanna Berghorn

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 08. Januar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Kevin Gabriel Wettstein aka Melodiesinfonie

Das 2 Minuten-Interview

Kevin Gabriel Wettstein ist freischaffender Musiker und Produzent. Unter dem Pseudonym Melodiesinfonie veröffentlichte er im November seine aktuelle EP „Sichtexotica IV“ digital und auf Schallplatte. Im März folgt dann sein drittes Album „A Journey To You“. Der gebürtige Zürcher beschreibt sich kurz und treffend als lebensbejahend und positiv, ohne aber ein Schwärmer zu sein. Einen besseren Interviewpartner hätten wir also nicht gewinnen können für die erste Ausgabe im noch frischen neuen Jahr. Vielen Dank für diesen wunderbar sympathsichen Gedankenaustausch. #aufeinelinsensuppemit…

Name: Kevin Gabriel Wettstein
Alter: 25
Wohnort: Zürich (Schweiz)
Beruf: Freischaffender Musiker / gelernter Erzieher
Schuhgröße: 43
Lieblingssong: Miles Davis – Blue in Green
Kontakt: melodiesinfonie@gmail.com

Welche Melodie begleitet dich schon dein ganzes Leben? Da ich seit meiner Geburt 24/7 von meinem Paps mit Jazz beschallt wurde, könnte ich jetzt einige ,,Jazz Standards’’ aufzählen, welche mich wohl noch mein ganzes Leben begleiten werden. Aber wenn ich so zurückdenke und kurz in Nostalgie schwelge, erinnere ich mich, dass ich als kleiner Junge schon immer irgendwelche Phantasiemelodien und Klänge in meinem Kopf hatte und es liebte sie selbst zu kreieren.

Der beste Schlagzeuger aller Zeiten? Chris Dave ist für mich persönlich einer meiner absoluten Lieblingsdrummer. Zum ersten Mal habe ich ihn auf einem Robert Glasper Album gehört, als ich 14 Jahre alt war.

Hast du eine Lieblingsplatte? Ich besitze einige Alben als Schallplatte, welche ich ziemlich oft höre und seit Jahren schätze und liebe. Wenn ich jetzt eines als Lieblingsalbum küren müsste, wäre es wohl von „A Tribe Called Quest – Midnight Marauders“.

Mit welchem Künstler, welcher Künstlerin wolltest du schon immer mal ein Bier trinken? Obwohl dies ein utopischer Traum bleiben wird, mit John Coltrane hätte ich mich gerne hingesetzt und über Gott und die Welt geplaudert. Ich empfehle wärmstens die erst kürzlich erschienene Dokumentation über diesen genialen Künstler (Chasing Train) auf Netflix.

Wo hörst du Musik, wenn du in Berlin bist? Da ich leider meistens nur kurz in Berlin bin, um Konzerte zu spielen, bleibt mir da nicht viel Zeit, um noch auszugehen – dementsprechend kenne ich mich auch nicht allzu gut aus. Aber Bookingtechnisch würde ich das Gretchen empfehlen, welches sehr viel Wert auf Qualität und Diversität legt und viele Künstler bucht, welche ich schätze.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Zurzeit erlebe ich sehr vieles was mich emotional berührt, das mag wohl an meiner sensitiven Art und meinem offenen Wesen liegen. Mal ist es ein musikalisches oder literarisches Werk und ein anderes Mal eine Begegnung. Erst kürzlich hatte ich ein spontanes Gespräch mit einer älteren Dame im Zug, bei welchem sie mir ihre herzzerreißende Lebensgeschichte erzählte. Das schönste war, dass sie trotz all dem Leid und Negativen welches sie durchmachen musste eine solch lebensbejahende Energie ausstrahlte.

Stadt, Land oder Berge? Einer meiner Lieblingsorte ist in der tiefen Innerschweiz in einem eher unbekannten Seitental. Dort befindet sich auf gut 2000 Meter Höhe die Bannalp, welche eine fantastische Bergwelt ziert. Was ich da oben besonders liebe, ist die absolute Stille und Einsamkeit. Hingegen schätze ich natürlich auch das gesellige Stadtleben welches besonders viel an kultureller Vielfallt bietet und ständig neue Inspiration bringt.

In welche Epoche würdest du gerne zurückreisen? Im Zeitalter der Nostalgie glaube ich persönlich nicht, zur falschen Zeit geboren zu sein. Doch hätte ich durchaus nichts gegen einen Abstecher in die 70er für eine kurze Zeit, um mit meinen musikalischen Idolen zu jammen.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ich denke an einen Ort, den schon viele Religionen als das „Paradies“ bezeichnet haben. Ein Ort fern von Leid, Qual, Krankheit, Spaltung und Hass. Ein Ort der Harmonie, der Einheit und Liebe…

Welcher war der beste Rat, den du jemals bekommen hast? Ich habe das Gefühl von einem mich sehr inspirierendem Umfeld umgeben zu sein, wo Ehrlichkeit, Echtheit, persönliches Wachstum und vor allem Liebe gelebt wird. In dieser „Bubble“ erhalte ich sehr oft auf gewisse Lebenssituationen bezogene Ratschläge. Mein Papa trifft den Nagel jedoch ziemlich oft auf den Kopf, da er mich am allerbesten kennt. Er rät mir immer wieder, meinem Herzen zu folgen, ohne jedoch das Gehirn auszuschalten ;-)

Deine größte unbegründete Angst? Eines Tages aufzuwachen und all meiner Erinnerungen beraubt zu sein…

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Meine Mitbewohnerin und mein Mitbewohner würden jetzt wohl lachend sagen, dass ich bestimmt einen Linseneintopf machen würde, da ich immer, wenn ich ein neues Menü für mich entdecke, explizit dieses für ein paar Wochen koche, bis es mir verleidet. Mit einem orientalischen Linseneintopf à la Kevin würde ich euch zum jetzigen Zeitpunkt beglücken.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich glaube diese Liste wäre endlos…
All unsere degenerierten, selbsterrichteten Systeme, welche den Menschen knechten, Teil einer kranken Maschinerie zu sein, und uns zu immer größeren Egoisten verwahrlosen lassen. Ein Reset Button wäre längst überfällig, um all das, was wir schon in der Natur zerstört haben, wieder herzustellen… Diesbezüglich bleibe ich wohl ein Träumer.

Was sollte niemand von dir wissen? Bei einem persönlichen Herz zu Herz Gespräch scheue ich mich nicht, dies zu offenbaren ;-)

Das letzte Wort: Tragt einander Sorge, ermutigt und bestärkt euch gegenseitig um eines jeden Wachstumes zu fördern, seid ehrlich und mutig, lebt in der Liebe und gegenseitigem Respekt, übernehmt Verantwortung für euer Handeln und strebt nach Frieden – ich werde versuchen dies euch gleichzutun.
S P R E A D L O V E.

Moritz Ulrich

Das 2 Minuten-Interview

Moritz ist einer der bekanntesten Yogis Deutschlands, außerdem gefragter Speaker, Mediziner, Sanskritlehrer, erfolgreicher Unternehmer, Coach für unterschiedliche Lebensbereiche – sogar für Mensch-Hund-Kommunikation – und Schmerztherapeut. Seine erste Yoga-Stunde besuchte er mit 13 und fand seine yogische Heimat schließlich im Jivamukti. Sein Yogastudio „Peace Yoga“ in Berlin Kreuzberg schätzen wir besonders wegen der hoch qualifizierten, Level übergreifenden Classes und die zeitgemäße Verbindung von Tradition und Moderne, aber auch wegen der herzlichen und persönlichen Atmosphäre. Ist ja schließlich ein Familienbetrieb. Ach ja, zum schönsten Yogalehrer Berlins wurde er auch schonmal gewählt. Lag bestimmt am Colgate-Lächeln. Nein im Ernst, danke Moritz für das sehr kurzweilige Interview und deine augenzwinkernde, liebevolle Art. P.S. Zu Weihnachten wünschen wir uns jetzt alle einen Mitgefühlsbooster.

Name: Moritz Ulrich
Alter: (da muss ich immer kurz nachrechnen…) 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Yogalehrer. Arzt. Sich-neue-Sachen-Ausdenker.
Schuhgröße: 43/44, ich hab aber den Eindruck das kommt auf den Schuh an.
Lieblingstageszeit: Früher Morgen.
Kontakt: @downdogberlin, moritz@peaceyoga.de

Beschreibe Jivamukti Yoga in drei Worten: Hot.Hip.Holy.

Wie kann sich jeder sofort selbst etwas Gutes tun? 5x tief ein- und ausatmen.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Irgendwie inspiriert mich alles. Das Gespräch mit einer Taxifahrer*in genau so wie das mentale Gespräch mit unserem Hund oder meiner Yogalehrerin.

Woraus schöpfst du Energie? Zwei Dinge: Hingabe ans Göttliche und vor einer großen Gruppe stehen und unterrichten.

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? Jetzt.

Welche Sprache würdest du gern gut beherrschen? Gebärdensprache.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Queen Elizabeth. Ich wollte schon immer mal einen Afternoon Tea mit ihr haben.

Wie spontan bist du? Wenn ich selbst etwas entscheide, bin ich unglaublich spontan, tun es andere, bin ich eher abwartend.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Ein strahlendes Colgate-Lächeln. Ja, ich bin ehrlich, ich schaue mein Gesicht gerne im Spiegel an und übe wie ich anderen gegenüber trete.



Die ganze Welt hört dir zu, was sagst du? Go vegan!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ein veganes Drei-Gänge-Menü: Klare Pastinaken Essenz. Lasagne. Tiramisu.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde uns allen einen Mitgefühlsbooster einbauen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich schon mal zum schönsten Yogalehrer Berlins ernannt wurde. (Wichtige Info: Mein Lebenspartner ist plastischer und ästhetischer Chirurg) (:

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo man mich finden kann: bei Peace Yoga in Berlin, dem Yogastudio, das ich gemeinsam mit meinem Lebenspartner Niklas in Kreuzberg habe.

Das letzte Wort: Ich bin echt dankbar in dieser Welt, zu dieser Zeit sein zu dürfen und täglich neuen Abenteuern im Innen und im Außen zu begegnen. Noch schöner wird es dann zusammen mit all den anderen großartigen menschlichen und nicht menschlichen Tieren dieser Welt! Also falls das hier jemand liest und Lust hat irgendwas gemeinsam zu starten, um die Welt ein bisschen schöner zu machen, please reach out!

Foto: Kerstin Fingerle

Isabel Hayn

Das 2 Minuten-Interview

Isabel ist Fotografin und lebt in Berlin. Und das kam so: nach ihrer Ausbildung und einem abgeschlossenen BWL-Studium wechselte sie auf mehrfaches Anraten von Freunden die Perspektive. Oder besser, sie machte ihre persönliche Perspektive zu ihrer neuen beruflichen Perspektive. Zu Beginn knipste sie alles, was ihr vor die Linse kam bzw. für das man ihr ein entsprechendes Engagement bot. Inzwischen fotografiert sie hauptsächlich Fashion und das so gut, dass sie sich erstens vor Aufträgen kaum retten kann und zweitens mit ihren starken und zugleich ruhigen Arbeiten auf dem besten Weg ist, mit ihrem Stil neue Perspektiven zu prägen. Auf ein Wort Isabel! Und ein Bild?

Name: Isabel Hayn
Alter: Dirty Thirty
Wohnort: Berlino
Beruf: Fotografin
Schuhgröße: 38
Lieblingsmotiv: starke Frauen
Kontakt: @isabelhayn

Schließe die Augen und denke an etwas Wunderbares! Woran denkst du? An Kapstadt, da fliege ich im Januar hin für sieben Wochen, um zu arbeiten und anschließend mit meinem Freund zu reisen. Ich kann’s kaum abwarten, dieses magische Licht zu sehen, von dem alle sprechen. Und natürlich Elefanten. Und Giraffen.

Welche Persönlichkeit hättest du gern einmal vor der Linse? Definitiv Beyonce Knowles. Ich würde mir wahrscheinlich in die Hose machen, aber das wär’s wert.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Leica 0-Serie. Würde nämlich bedeuten, dass ich extrem viele Taler im Geldbeutel hätte.

In welcher Epoche hättest du gern gelebt? Ich glaube, ich bin ganz richtig in der Zeit. Mit meiner Arbeit kann ich in vergangene Jahrzehnte abtauchen, das genieße ich sehr. Nur wegen der ganzen geilen Karren vielleicht in den 70ern.

Welcher Moment hat alles verändert? Als ich nach Berlin gezogen bin.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Das Meer, egal wo auf der Welt.

Welches ist das beste Foto, das du je geschossen hast? Puh, das könnte ich niemals entscheiden. Aktuell mag ich aber all die Fotos sehr gern, die ich zusammen mit vier wunderbaren Mädels auf Lipari geschossen habe.

Handwerk oder Kunst?
 Kunst.

Schwarzweiß oder Farbe? Farbe. Man kann mit Farbwelten so unique Looks kreieren, die Power hat schwarzweiß meiner Meinung nach nicht. Ja zu schwarzweiß in Photoautomaten!

Analog oder digital? Analog. Wenn’s nicht so verdammt kostenintensiv wäre, würde ich nur analog schießen. Der Look ist einfach einzigartig. Und man photographiert ganz anders, viel gezielter, das mag ich sehr.

Was bereust du bis jetzt noch nicht getan zu haben? Ich bereue gar nichts in meinem Leben. Cheesy but true: everything happens for a reason. Da glaube ich fest dran.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Der Himmel ist blau.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich kann nicht kochen. Die Aufgabe würde ich direkt an meinen Freund weiterleiten. Der ist nämlich – glaube ich – insgeheim Sternekoch und MUSS ’ne eigene Kochshow in ’ner Parallelwelt haben. I’m a lucky girl.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass Chips nicht dick machen.

Was sollte niemand von dir wissen? Nice try.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welche Fotografen mich inspirieren. Da hätte ich Euch einige aufzählen können.

Das letzte Wort: Be badass and big hearted.

Lars Meßmann

Das 2 Minuten-Interview

Lars Meßmann ist minimalistisch, hochwertig, funktional, detailverliebt, besteht aus natürlichen Materialien und ist designed in Berlin. Nee Moement, da haben wir etwas verwechselt. Eben Genanntes gilt natürlich für sein Rucksack- und Accessoire-Label ‚Fitz & Huxley‘. Das wiederum produziert langlebige Begleiter für die kleinen und großen urbanen Abenteuer in familiärer Handarbeit und so wird dann auch ein Schuh draus – respektive eine Tasche. Lars selbst hat das mit dem wahnsinnigen Erfolg seiner Marke gar nicht so recht antizipiert, weshalb er gerade so viel zu tun hat, dass wirklich nur ein 2 Minuten-Interview drin sein konnte. Das hat es dafür in sich: Stichwort Erbsentortellini und Flugstunden auf Dächern. Apropos viel zu tun, Lars würde gern ein bisschen was abgeben und sucht deshalb nach pfiffigen Menschen für sein Team. Wenn ihr also auch detailverliebt, funktional, minimalistisch…ach lassen wir das, wir bringen das ja eh nur wieder durcheinander. Was wir sagen wollen. Schreibt ihm ne Mail! ; )

Name: Lars Meßmann
Alter: 32
Wohnort: Berlin (Friedrichshain)
Beruf: Geschäftsführer
Schuhgröße: 43
Lieblingsmaterial: beruflich Canvas und Leder, sonst auch gern was Flauschiges
Kontakt: lars.messmann@fitzandhuxley.com

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Den Menschen Angst, Hass, Neid und Gier nehmen und den Mut zu einer eigenen Position geben. Das würde vermutlich schon viele Probleme in der Welt lösen. – Und vielleicht würd ich auf nem Hochhausdach Flugübungen machen.

Definiere Erfolg! Mhmm… Erfolg ist, wenn die Mehrheit der Sachen, die man so tut, dazu führt, dass man glücklich ist mit seinem Leben. Und das muss sich nicht unbedingt an den Standards von anderen orientieren.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Dieses Netz aus Kabeln die aus der Erde kommen – die es mittlerweile auch in kabellos gibt – das Menschen auf der ganzen Welt miteinander verbindet und Informationen leicht und meistens kostenlos zugänglich macht. Genial!

Ohne welchen Gegenstand verlässt du nie das Haus? Hose. Obwohl ich mir da selber gerne weniger Grenzen setzen würde. :)

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Ich hatte heute Waffeln zum Frühstück und dann hab ich mit Freunden ein uraltes Computerspiel (Age of Empires) via Stream im Netzwerk gezockt. Richtig nerdig, aber hat Bock gemacht!

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum? Schwere Frage….Reise ich in die Vergangenheit oder Zukunft? … in die Vergangenheit ist ein bisschen wie ins Kino gehen, nur realistischer. Zukunft hat wahrscheinlich mehr Potential, etwas zu lernen… Okay, entschieden: das Jahr 2055. Das ist ne Art Lebensverlängerung, weil ich das Jahr bei meinem Lebensstil wahrscheinlich nicht mehr erlebe. Gleichzeitig ist das noch nah genug an der Welt, die ich kenne.

Was wäre die erste Sache, die du tun würdest, wenn du unsichtbar wärst? Ich würde mir den Tag frei nehmen und Leuten lustige Streiche spielen.

Erzähl uns einen Witz! Wird ein Vampir auf nem Tandem angehalten von der Polizei. Fragt der Wachtmeister den Vampir „Haben Sie was getrunken?“. Sagt der Vampir: „Ja, zwei Radler!“

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde Hirn regnen lassen. Mich nervt das echt, wie in unserer Gesellschaft Themen aufgebauscht, nachgeplappert, totdiskutiert werden und der, der am lautesten schreit, am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Und ich würde Frauenrechte in der Welt stärken. Es gibt noch so viele Länder auf der Erde wo Frauen wie selbstverständlich keine oder sehr wenige Rechte haben und ein menschenunwürdiges Leben führen.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Reisen in Beamgeschwindigkeit. Dann könnte ich mich mit jedem meiner Freunde abends aufn Bier treffen, egal wo sie wohnen. Und wenn es mit der Fee gut läuft, würde ich nach nem kostenlosen Add-on für Zeitreisen fragen. Dann bleibe ich nicht auf die Reise in das Jahr 2055 beschränkt.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen? Etwas, das meine Mama oft gekocht hat, als ich noch Kind war: Tortellini in Sahnesauce mit Erbsen. Der Clue ist, dass die Erbsen im Loch in der Mitte der Tortellini hängenbleiben. Die Kombination schmeckt gut und es sieht auch noch gut aus.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich kann keinen Purzelbaum mehr. Ich habs letztens versucht. Geht nicht mehr. Peinlich.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ich weiß nicht. Aber ich hab ne Frage an euch: Welchen Fitz & Huxley tragt ihr?

Das letzte Wort: Tschüss.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. Dezember 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Mirko Silz

Das 2 Minuten-Interview

Mirko Silz ist Chef einer Pizzeria. Ähm na ja gut, es sind eher so 100 Pizzerien (ist das die richtige Mehrzahl?). Denn Mirko ist CEO der FR L’Osteria GmbH, die heute Abend das 100. Grand Opening mit jeder Menge Tam und Tam in Berlin feiert. Neben der nach eigenem Bekunden bestenbesten Pizza und jeder Menge Pasta d’Amore soll es da wohl auch feiste Musik, leckere Drinks und tonnenweise Konfetti geben. Obendrein werden am Abend Spenden für die Arche gesammelt, um Kinder fürs Leben stark zu machen und ihnen Chancen zu bieten, ihr Potential zu entdecken und zu nutzen. Und weil wir da zufällig die Hände im Spiel haben und das Event umsetzen, können wir auch noch 2×2 Pizzapastaloverinnen oder -lover auf die Gästeliste setzen. Also Ragazzi, das gute Shirt gebügelt und herzhaft in die Tasten gehauen. Scheibt eine Mail mit dem Betreff ‚BESTESBESTES OPENING‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Mirko Silz
Alter: 46
Wohnort: München
Beruf: CEO der L’Osteria
Schuhgröße: 43,5
Lieblingszutat: liebe die Vielfalt
Kontakt: mirko.silz@losteria.de

Welcher Belag ist auf deiner Lieblingspizza? Salsiccia piccante

Was hast du immer im Kühlschrank? Milch für Müsli

Was war als Kind dein Lieblingsessen? Roulade

Worauf bist du wirklich stolz, möchtest damit aber nicht prahlen? Auf meinen bisherigen Lebensweg. Auch der hatte Licht und Schatten, jedoch würde ich den weitestgehend genauso wieder gehen… Auch bin ich wahnsinnig stolz auf meine beiden Töchter (19/16), wie Sie dabei sind Ihren Weg zu gehen und das mit einem Selbstbewusstsein und Selbstverständnis, das mich manchmal wirklich staunen lässt. Die Liebe, die beide und mein Sohn (4) mir entgegenbringen, macht mich mehr als stolz.

Die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? Das Musikstudium nicht anzutreten und ein paar Jahre später lieber bei McDonalds anzufangen sowie die Unterschrift vor zwei Jahren bei L‘Osteria.

Wohin würdest du gerne auswandern? Auswandern wäre nicht meine Sache, da ich zu viel an unserem Land schätze. Dennoch könnte ich es mir sehr gut vorstellen für eine längere Zeit in Kalifornien zu leben.

Was war der letzte Traum, an den du dich erinnerst? 500 Restaurants und 1 Mrd. Umsatz! Nein, das war ein Spaß, wirklich sah ich mich als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. :)

Der beste Rat, den du je bekommen hast? Mach dein Ding, egal was die anderen labern. Den hab ich für mich selbst aus dem Song von Udo Lindenberg gezogen.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Der schönsten Frau der Welt – meiner Frau! Da wird es nie langweilig, da Sie auch gleichzeitig meine größte Kritikerin und Korrektiv ist. Und neben meinem besten Freund.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Bewusstsein so einiger Mitmenschen, Führungskräfte und Unternehmer, sprich Wertschätzung für die Arbeit eines jeden Einzelnen, egal an welchem Platz innerhalb der Gesellschaft. Populisten, Protektionismus, Diktatoren, Klimawandel, Politikstil und und und…da fällt mir noch Einiges ein, aber das Wichtigste: KRIEGE beenden.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen? Es wäre wohl für alle besser, wenn wir den Lieferdienst beauftragen oder ich euch überzeuge, dass es in einem Restaurant noch mehr Spaß macht, da wir dann noch viel mehr interessante Leute träfen und nette Gespräche führen könnten.

Was sollte niemand von dir wissen? Das ich manchmal Angst habe…wovor verrate ich nicht. :)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ob ich beim Beantworten eurer Fragen auch ehrlich war. :D Hier die Antwort: Ja, mit etwas kreativer Freiheit.

Das letzte Wort: Habt Ihr…

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 27. November 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Judith Holofernes

Das 2 Minuten-Interview

Wenn man Judith Holofernes alias Judith Holfelder-von der Tann, inzwischen Judith Holfelder-Roy, interviewen darf, sollte man sich nach eigener Einschätzung der Autoren eines in jedem Fall verkneifen: Sämtliche Wortspiele, Anspielungen und Gags in Sachen „auf ein Wort“ oder „nur ein Wort“ sind tunlichst zu vermeiden. Vielmehr sollte man davon erzählen, dass Judith nicht nur eine großartige deutsche Sängerin und Gitarristin ist, die sich mit ihrer Band ‚Wir sind Helden‘ quasi selbst ein Denkmal gebaut hat (oje, das war jetzt wirklich haarscharf an der Anspielungs-No-Go-Zone), sondern auch erfolgreiche Songschreiberin, Autorin und Mama. Und dass sie gerade solo und absolut empfehlenswert auf „Ich bin Chaos“-Tour durch Deutschland unterwegs ist (guckst du hier!). Noch besser aber, man lässt Judith für sich selbst sprechen. Ihre Antworten auf unsere Fragen sind so sympathisch, witzig und erfrischend ehrlich, dass wir dem nichts aber auch rein gar nicht hinzufügen sollten. Außer einem selig gehauchten „Ouuuh…“ vielleicht. P.S. Mist, jetzt ist es uns doch passiert mit der Anspielung. Streicht das und ersetzt es durch ein froschgrünes „Därängdängdäng“!

Name: Judith Holofernes
Alter: 42
Wohnort: Berlin Kreuzberg
Beruf: Songwriterin, Autorin
Schuhgröße: 40
Lieblingsbühne: Kassablanca in Jena, da waren wir am Montag. :-)
Kontakt: empfang@judithholofernes.com

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Ich hab gestern im Tourbus mal wieder „Into my Arms“ von Nick Cave aufgelegt, und wie jedes Mal, seit ich den Song kenne, hat er mich selbst wieder zu Tränen gerührt. Wir waren zu fünft noch wach, und alle haben schwer geschluckt und betreten auf ihre Schuhe geguckt. Partytime!!!

Du kannst einen Tag jemand anderes sein. Wer bist du und warum?
Ich wäre gerne mal für einen Tag Amanda Palmer. Sie ist so was wie mein Patronus, seit ich ihr Buch „The Art of Asking“ gelesen habe. Ich würde gerne mal einen Tag in ihren Schuhen stecken um zu sehen, wie sie das wirklich alles genau macht, mit dem Internet und dem Crowdfunding und so.

Verrate uns einen magischen Ort!
In der Nähe von Neustrelitz im Wald gibt es eine Lichtung, die von einem Tornado gelichtet wurde, vor ein paar Jahren. Da liegen überall noch die entwurzelten Bäume kreuz und quer, und dazwischen und darüber wachsen ganz viele neue kleine Pflanzen und Bäume. Wenn ich dort bin, setze ich mich auf einen der umgestürzten Stämme und gucke eine Stunde lang einfach vor mich hin.

Du bekommst pro Tag eine Extrastunde Zeit geschenkt, wie nutzt du sie?
Da es eine magische Stunde ist, ist es Sommer, und ich sitze auf meinem Balkon und mache gar nichts.

Welche tolle Textzeile hättest du gern selbst geschrieben?
„Gimme all your money and I´ll make some Origami, honey“ von Courtney Barnett. Oder „They turned the Youth Center into a Casino/ They drew a Swastika in you Cappucchino“ von Jens Lekman, auch gestern im Bus wieder gehört.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Lesen: The Art of Asking von Amanda Palmer, „How to be idle“ von Tom Hodgkinson und „Reasons to stay alive“ von Matt Haig.
Film: „Tote tragen keine Karos“ mit Steve Martin, „Mars Attacks“ und „Spinal Tap.“
Platte: „My aim is true“ von Elvis Costello, „Hejira“ von Joni Mitchell und „Graceland“ von Paul Simon.

Das größte Problem deiner Generation?
Wir sind sehr kopfig, glaube ich. Wir hadern und zweifeln und leiden an unseren eigenen hyperaktiven Gehirnen. Aber vielleicht bin das auch nur ich.

Im Zweifel taub oder stumm?
Stumm!

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht?
Ich möchte wieder anfangen, regelmäßig zu meditieren. Das habe ich früher sehr regelmäßig gemacht, egal, wie schwer es unterzubringen war, und alles in meinem Leben war leichter und schöner dadurch. Mit dem zweiten Kind hat es mich dann irgendwie aus dem Sattel geworfen, und das ist immerhin neun Jahre her.

Was bereust du bisher noch nicht getan zu haben?
Ich will seit Jahren die übersetzten Lieblingssongs, die ich im Schrank habe, aufnehmen. Das ist aber ein ziemliches Himmelfahrtskommando, weil Musik aufzunehmen (Surprise!) Geld kostet, und wenn man dann noch nicht mal der Urheber ist, hat man eigentlich keine Chance, das zu finanzieren. Außerdem raten mir viele Leute ab, weil sie sagen: das Besondere an dir sind doch deine Songs, keiner will Cover von dir hören, auch wenn es neue Texte wären. Seit fünf Jahren brennen mir die Songs unter den Nägeln, und ich hab es mir immer ausreden lassen.

Bitte vervollständigen: Ein Iltis, ein BVG-Fahrkartenkontrolleur und Ronald MCDonald kommen in eine Bar. Plötzlich… pinkelt der Iltis Ronald Mc Donald auf die Perrücke. Judith Holofernes lacht sich tot.

Mit welchem Musiker (tot oder lebendig) würdest du gern mal gemeinsam auf der Bühne stehen?
Mit Stef Kamil Carlens von Deus und Zita Swoon. Und Chilly Gonzales. Und Manu Chao.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen?
Ouuuh, ganz schwierig. Frosta?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich würde den Leuten die Angst nehmen. Alles andere würde sich von alleine lösen: Gewalt, Ausgrenzung, übermäßiger Konsum… I´ve seen the needy and the damage done!

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich bin sehr viel weniger weise als meine Songs. Viel unausgeglichener, viel zerrissener, viel unsicherer.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Magst du Hunde? Ja, bitte, ich nehm den Pudel.

Das letzte Wort:
Därängdängdäng.

Foto: Marco Sensche

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 20. November 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Anna-Lena Koopmann

Das 2-Minuten-Interview

Es gibt zwei Möglichkeiten Anna-Lena Koopmann zu beschreiben. Entweder sagt man, dass sie seit 2010 als freie Journalistin und Formatmacherin tätig ist. Oder man fasst ihr charakterliches wie kreatives Universum treffend mit dem Begriff Schwuppdiwupp zusammen. Wir entscheiden uns für Letzteres. In ihrer Funktion als Schwuppdiwupp also arbeitet sie als Redakteurin und Reporterin für so ziemlich alle Medien von Radio über TV, Online- oder Print-Redaktionen, von People- und Lifestyle-Outlets wie ELLE oder GALA über Business-Magazine wie Capital und Fashion-Blogs bis hin zur Formatentwicklung für ProSiebenSat.1. Außerdem produziert sie Branded Content im Auftrag von Firmen und berät PR-Agenturen bei der Entwicklung von Storytelling-Konzepten. Sie erzählt gern Geschichten. Am liebsten über Menschen und am allerallerliebsten die „echte“ persönliche Geschichte der Menschen, mit denen sie es zu tun hat. Das führt dazu, dass sie sich in Interviews manchmal wie ein Therapeut fühlt. Gut, dass wir den Spieß hier mal umdrehen können. Nun denn, Hand aufs Herz: Räubertochter oder Prinzessin?

Name: Anna-Lena Koopmann
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Freie Journalistin
Schuhgröße: 40
Lieblingsreiseziel: Immer das Nächste.
Kontakt: annalena.koopmann@yahoo.com

Was ist guter Stil?
Er sollte in erster Linie ein Ausdruck der Persönlichkeit sein. Genau deshalb langweilen mich die meisten Instagram-Accounts von Influencern, da man oft genau erkennt, welche Labels aktuell Samples rausschicken, die dann bei jedem Blogger auftauchen. Den individuellen Stil kann man dadurch oft überhaupt nicht mehr erkennen, und das war’s doch mal, wozu sie angetreten sind, oder?

Mit wem möchtest du unbedingt mal ein Interview führen?
Mit Alf. Der sagt ehrlich, was er denkt, ohne Rücksicht auf Verluste. Wäre mal erfrischend. Aktuell gibt es mal wieder den Fall, dass ein Interview mit einem Künstler nicht gedruckt wird, da es vom Management nachträglich zu stark verändert und weichgespült wurde. Schade!

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Auf mein Herz zu hören und ein Jobangebot abzulehnen, das zwar strategisch klug, gut für die Vita und finanziell verlockend war, sich aber einfach nicht richtig anfühlte. Das mache ich bis heute so. Man darf keine Angst haben. Was soll denn passieren?

In wiefern entsprichst du der Person, die du sein möchtest?
Ich bin ein absurder Mix aus Freigeist und Oma, einer möchte die Welt erobern, der andere zu Hause auf der Couch stricken und seine Ruhe haben. Und irgendwie will man ja immer genau das, was man gerade nicht hat, oder?

Wer war die spannendste Persönlichkeit, die du bisher getroffen hast?
Neil Armstrong, schließlich war er der erste Mensch auf dem Mond. Und Paris Hilton, ebenfalls von ’nem anderen Planeten…

Wofür hast du kein Talent?
Geduldig sein.

Berlin ist..
Fluch und Segen zugleich. Ich liebe diese Stadt, doch hier ist nicht nur der Flughafen eine Baustelle. Auch viele junge Menschen machen keinerlei persönliche Fortschritte, weil es einfacher ist, die Probleme wegzufeiern, als die Ärmel hochzukrempeln und sie anzupacken. Das erschrickt mich. Und das nervt mich.

Räubertochter oder Prinzessin?
Definitiv Räubertochter. Obwohl ich beruflich auf vielen kochkarätigen Events bin und oft in Luxushotels schlafe, bin ich am glücklichsten, wenn ich in Gummistiefeln durch den Wald stapfe.

Was fasziniert dich?
Weite. Es gibt keinen Ort, an dem ich so sehr zur Ruhe komme, wie am Meer oder in den Bergen.

Wen bewunderst du und warum?
All die Menschen, die sich ehrenamtlich oder in NGOs engagieren, sich für eine Überzeugung aufopfern, täglich an ihre Grenzen gehen und dafür oft nicht mal ein Danke hören. Follower sind eben nicht die wichtigste Währung unserer Zeit.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Kaffee?

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen?
Haha, am liebsten neben jemandem, der nicht auftaucht oder nicht reden will. Ich genieße die Zwangspause im Flugzeug richtig, um mal Pause zu machen. Oder neben Klößchen von TKKG, der hat immer Schokolade dabei…

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Abgesehen davon, dass es zwei Sonntage gäbe? Ich würde gerne einen Knopf drücken, der bei allen Menschen die Fassade runterfährt. Damit wir aufhören, uns gegenseitig was vorzumachen und uns zu verstecken. Tief im Inneren hat doch jeder die gleichen Ängste und Bedürfnisse, es würde uns allen so gut tun, wenn wir offener darüber reden würden.

Was hat dich zuletzt emotional bewegt?
Videos von den Waldbränden in Kalifornien. Abgesehen von den menschlichen Tragödien zeigt es deutlich, wie der Klimawandel bereits unsere Gegenwart beeinflusst. Und wie sehr ein einziger Tag ein Leben verändern kann.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Ich habe überhaupt keine Angst, meine Komfortzone zu verlassen. Keine Ahnung, warum ich so mutig und optimistisch bin. Aber am Ende sind es doch sogar die Herausforderungen und Niederlagen, an denen man am stärksten wächst. Und wenn etwas nicht klappt, dann soll’s aus irgendeinem Grund auch nicht sein. Jaja, schon oft zitiert, aber wirklich bereuen sollte man nur die Dinge, die man gar nicht erst probiert hat.

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich habe während des Interviews eine Tüte Cashewnüsse leer gefuttert.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Warum gehst du eigentlich auf Teufel komm raus nicht unter Baugerüsten durch?

Das letzte Wort:
… haha, hab fast immer ich.

Foto Credit: Florian Maas

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 13. November 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare