ENAKA

Das 2 Minuten-Interview

Grace Enaka war eine wunderbare Frau. Für ihren Sohn Richmond war sie der wichtigste Mensch überhaupt. Sie litt zeitlebens unter ihrer Übergewichtigkeit und den damit verbundenen Schmähungen. So sehr, dass sie sich zu einem operativen Eingriff entschied, den sie nicht überlebte. Richmond Bessong verband seine Trauer und sein kreatives Potential zu einer unternehmerischen Mission. Gemeinsam mit Co-Gründer und Creative Director Kevin entstand das Fashionlabel ENAKA. Die einfache Botschaft: Menschen sind schön. Du bist schön. Als die beiden 2012 ihre erste T-Shirt Kollektion auf den Markt brachten waren sie wahrscheinlich selbst ein wenig überrascht, als plötzlich alle möglichen Promis, wie der US Rapper Red Café, ihre konspirativ spirituellen Stücke zum Besten trugen. Inzwischen haben die beiden ihre erste komplette Kollektion ‚Chapter One‘ gelauncht. Eine gute Gelegenheit um mit Kevin und Kanye, Verzeihung Batman, Verzeihung Richmond, eines der inspirierendsten 2 Minuten Interviews ever zu führen. Ever ever! Bedankt.

Name: Kevin Spalek / Richmond Bessong
Alter: 24 / 25
Wohnort:  Berlin / Bremen & Berlin
Beruf: Co-Founder / Founder
Schuhgröße: 44 / 44
Lieblingsaccessoire: Cap / Duffle Bag
Kontakt: kevin@enakaclo.com / richmond@enakaclo.com

In welcher Art und Weise warst du vor fünf Jahren anders als heute?
K: Ich wusste schon immer, wo ich hin möchte. Der einzige Unterschied ist, dass ich heute eine bessere Vorstellung davon habe, wie ich auch dort hinkomme, haha.
R: Vor fünf Jahren wollte ich „irgendwas mit Mode“ machen. Heute mache ich irgendwas mit Mode.

Worauf bist du stolz?
K: Ich bin stolz darauf, meinen Traum nicht aus den Augen verloren zu haben. Es gab viele Momente, in denen es unerreichbar schien. Dennoch machten wir weiter. Es klingt stumpf, aber das Schönste ist, wenn Leute, die nie an einen geglaubt haben, plötzlich sagen, dass man sie inspiriert hat. Wenn es nach mir geht, sollen alle meine Freunde ihren Traum verfolgen.
R: Ich bin stolz darauf, unseren Brand meiner Mutter gewidmet zu haben.

Was wirst du in Zukunft mehr machen?
K: Ich schätze, ich werde noch mehr arbeiten müssen. Wobei müssen das falsche Wort ist. Seitdem ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, kann ich meine Gedanken sowieso nicht mehr davon abwenden.
R: Mehr riskieren.

Wofür bist du besonders dankbar?
K: Für die Erziehung meiner Eltern. Sie haben meine Träume immer unterstützt, auch in den Zeiten, als sie noch nicht ansatzweise greifbar waren.
R: Die Liste ist lang. Die Kurzfassung: Mein Team. Meine Freunde. Meine Familie. :)

Wer ist der Held deiner Kindheit?
K: Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers. Aka The Black Mamba aka Mr. Arbeitsmoral, Mr. Hingabe und Mr. Wille.
R: Meine Mutter. Sie bleibt mein Idol.

Was inspiriert dich?
K: Ich sauge alles auf wie ein Schwamm. Momentan vor allem Musik von Travis Scott und Filme von Christopher Nolan.
R: Mich inspiriert Hoffnung. Mit Hoffnung kann man alles erreichen, denn dieses Gefühl beflügelt.

Die drei wichtigsten Kleidungsstücke:
K: Mein Story Parka, meine High-Top Sneaker und meine Oversize T´s. Natürlich alles all-black.
R: Ripped Jeans, Oversize Hoodie und Chelsea Boots.

Wer soll eure Kollektion tragen?
K: Menschen wären super, haha! Am besten mit ganz individueller Persönlichkeit. Denn dafür steht ENAKA.
R: Jedermann und „jederfrau“. Gleichheit ist eine der Aussagen von Enaka.

Wie ergänzt ihr euch gegenseitig?
K: Richmond ist Batman. Ich bin Alfred und Robin in einer Person.
R: Kevin würde jetzt wahrscheinlich mit seiner Batman/Robin Metapher kommen.

Was magst du an deinem Beruf nicht?
K: Darauf antworte ich mit einer Gegenfrage: Was kann man an Freiheit nicht mögen? :P
R: Dass die Samples meistens nur in L geschneidert werden. Ich brauche XL.

Warum macht neue Kleidung glücklich?
K: Als Kind fühlt man sich wie ein Superheld, wenn man seine neuen Sachen auf dem Schulhof präsentiert. Dieses Gefühl ist nicht vom Alter abhängig. Mode ist Leben.
R: Ich glaube, dass man immer nach Abwechslung strebt und Mode bietet einem genau das.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
K: Definitiv Pasta. Im Office lachen schon alle über meinen Vorrat.
R: Etwas aus der afrikanischen Küche. Hauptsache irgendwas mit Chickenwings, haha.

Wovor hast du Angst?
K: Hier würde ich gerne einen meiner deutschen Lieblingsrapper zitieren. „Der größte Antrieb ist die Angst davor, das alles wieder zu verlieren.“ (Shindy)
R: Verlust.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
K: Döner. Da wir unsere Kleidung in der Türkei produzieren, habe ich dort meinen ersten Döner gegessen. Als der Betreiber des Restaurants mitbekam, dass ich noch nie einen Döner gegessen hatte, ging das Gericht direkt auf´s Haus. Die Karte sollte ich öfter ausspielen… (Nicht.dein.Ernst!?, Anm.d.Red.)
R: Vor ein paar Monaten bin ich zum ersten Mal aus einem Flugzeug gesprungen. Ich glaube, das hält erstmal eine Weile vor.

Was sollte niemand von Dir wissen?
K: 50 Shades of Grey. Das Buch habe ich nie gelesen. Aber der Film gefällt mir.
R: Dass ich oft mit Kanye West verwechselt werde.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
K: Wie wurdest du Teil von ENAKA?
R: Welche Tipps würdest du deinem 18-jährigen Ich geben?

Das letzte Wort:
K: #enakaclo ;)
R: Glaube.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Oktober 2016 | Tags: |  Keine Kommentare