Ist da noch was zu retten?

„Von zwölfe bis Mittag“. Das ist – ausgedrückt in den Worten des lebensweisen Vaters – die offizielle Lebensdauer der meisten unserer Lieblingssneaker. Denn hat man einmal ein Paar für sich entdeckt, will man eigentlich auch nichts anderes mehr tragen. Da wird dann lieber das gesamte Outfit passend abgestimmt als anders herum. Blöd nur, dass man den liebgewonnenen Tretern irgendwann auch den Verschleiß ansieht und spätestens, wenn sich erste Nähte lösen, der große Zehennagel durchs Futter schuppert oder Flecken trotz hartnäckiger Bearbeitung nicht mehr wegzudenken sind, wird es Zeit sich nach einem neuen Lebensabschnittspaar umzusehen. Irgendwie doof. Und irgendwie auch nicht richtig. Zum Vergleich: Jedes Jahr werden 24 Milliarden Paar Schuhe gebaut und allein in Deutschland rund 10.000 Tonnen davon in den Müll geworfen. Gut, dass es den gelernten Orthopädieschuhmacher Hagen Matuszak gibt und das von ihm gegründete Startup Sneaker Rescue. Damit macht der 22-jährige nämlich genau das, was draufsteht; er rettet Sneaker. Und das geht so: ihr schickt per WhatsApp oder E-Mail Fotos eurer Problemtreter und bekommt ratzfatz einen Kostenvoranschlag. Der liegt je nach Zerstörungsgrad zwischen günstiger und viiiel günstiger als der eines neuen Paares. Danach sendet ihr eure Schuhe ein, und bekommt euer runderneuertes Modell nach der Reparatur auf dem gleichen Weg zurück. So gewinnen alle: wir eine zweite Chance mit unseren Lieblingen, Hagen und die Welt, die ein Stück weit vom Überkonsum und den Folgen entlastet wird. Einige sinnvolle Kooperationen unter anderem mit Ethletic laufen bereits, um den Impact noch zu erhöhen. Wir verlosen eine kostenlose Sneaker Reparatur an die besonders Ausgelatschten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WALK THE TALK‘ und einer kurzen Schilderung eures Problemfalls an hurra@muxmaeuschenwild.de. Tolle Idee, tolles Produkt. Von vorne bis hinten fair.
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Sneaker Rescue | z.B. Sohlen-Erneuerung 39,99 € | sneaker-rescue.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 30. April 2019 | Tags: |  Keine Kommentare