Parallele Mütter

Und nochmal Kino. Ein Trailer, der zuletzt besonders viel Lust auf Kino gemacht hat, ist der zu „Parallele Mütter“ von Pedro Almodóvar. Der spanische Regisseur, der für Filme wie „Alles über meine Mutter“ oder „Die Haut, in der ich wohne“ international gefeiert wird, führt in seinem neuen Drama zwei große Themen zusammen: Mutterschaft und Identität – auf persönlicher wie politischer Ebene. In seiner Geschichte stehen, wie so oft in seinen Werken, zwei Frauen im Mittelpunkt: Die um die 40 Jahre alte Janis, gespielt von Penélope Cruz sowie die 17-jährige Ana, gespielt von Newcomerin Milena Smit. Beides werdende Mütter, die im Krankenhaus aufeinandertreffen und doch neben der Schwangerschaft wenig miteinander teilen. Bis sie durch einen heraufbeschworenen Zufall wieder aufeinandertreffen und schließlich ein Gentest bevorsteht. Am Ende geht es jedoch mehr als um geteilte DNA und komplexe Muttergefühle. Gleich zu Beginn erzählt Almodóvar von Spaniens dunkler Vergangenheit, von der Zeit des Franco-Faschismus. Janis begibt sich am Anfang des Films auf die Spuren ihres Großvaters, der als Opfer dieser Zeit in einem Massenbegräbnis liegen soll, und lernt dabei den zukünftigen Vater ihres Kindes kennen. Die Frage nach Herkunft und Identität zieht sich so wie ein roter Faden durch die Geschichte und lässt uns tief in die spanische Seele blicken.
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Parallele Mütter | Trailer | FOTO: Parallele Mütter

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