Sleep no more

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Sleep no more

»Mein persönliches Wiegenlied für eine hektische Welt«, so nennt der britische Komponist Max Richter sein Stück SLEEP. Weltpremiere feiert die grenzerfahrende Komposition in der Nacht vom 15. auf den 16. März im Kraftwerk Berlin. Acht Stunden lang musizieren Klavier und Streicher, untermalt mit Elektronik und begleitet von Gesang durch Schlafes Stille. Eingemummelt in Decke oder Schlafsack kann das Publikum sich auf einem zugeteilten Schlafplatz ausrollen, breitmachen, einkuscheln. Einschlafen ausdrücklich erlaubt. Max Richter versucht mit seinem großartigen Projekt Fragen nach dem Platz der Musik im Unbewussten zu beantworten. Da helfen wir doch gerne. Allerdings ist SLEEP nur eines der künstlerisch-diskursiven Experimente von MaerzMusik, dem Festival für Zeitfragen. Die vom 11. bis 20. März stattfindende zweite Ausgabe spürt den digitalen Zeitformen nach, erkundet non-analoge Zeitlichkeit und will wissen, »Was geschieht mit unserer Zeit?« in der Schnelligkeit des digitalen Kapitalismus. Monumentale Fragen verlangen nach monumentalen Antworten – oder zumindest monumentalen Auseinandersetzungen. So bildet das 30-stündige Projekt »The Long Now« vom 19. bis 20. März den Abschluss des Festivals. Hier, in dem »Ort der andauernden Gegenwart«, verschmelzen avantgardistische Konzerte, zeitgenössische Performances, elektronische Live-Acts und Bild-Klang-Installationen zu einem großen Ganzen. Wir können uns von Klang zu Ton treiben lassen und den Selbstversuch wagen, die Zeit zu vergessen. Wer dies auch tun möchte, schicke uns einfach eine Email mit dem Betreff »DIE ZEIT, DIE ZEIT!« an hurra@muxmaeuschenwild.de. Wir verlosen nämlich 1×2 Tickets für The Long Now Wir wünschen wohl geruht zu haben.
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MaerzMusik – Festival für Zeitfragen | 11. bis 20. März 2016 | Kraftwerk Berlin,  | www.berlinerfestspiele.de

 

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 24. Februar 2016 | Tags: |  Keine Kommentare