Zum Wo und Wie

Rausgehen, losgehen und die Welt verändern – als Konsument, der bewusste Entscheidungen trifft, als mündiger Bürger, der Kraft seiner Stimme und Wahlentscheidung politischen Einfluss nehmen kann und als Arbeiter, der seine Leistung in den Dienst einer erfüllenden und sinnvollen Aufgabe stellt. Zugegeben, soziales und nachhaltiges Engagement mit der Karriere zu verbinden oder aus dem eigenen Social Business ein Erfolgsmodell zu machen, ist nicht gerade leicht. Wie gestaltet man denn neue Arbeitsmodelle unter sozialen Gesichtspunkten? Wie gewinnt man kreative Geister für die gute Sache, wenn nebenan doppelt so hohe Gehälter gezahlt werden? Der persist* Summit, der am kommenden Samstag in Berlin stattfindet, ist so etwas wie eine Karrieremesse für Weltveränderer. Über 30 Aussteller, wie Transparency International, Lemonaid, Ärzte ohne Grenzen, stellen sich mit aktuellen Projekten und Möglichkeiten vor. Dazu gibt es Vorträge von insgesamt 20 Speakern und Workshops zu Themen wie „Talente gewinnen für den Non-Profit Sektor“ von Kienbaum, “Inklusives Managen” vom Deutschen Roten Kreuz, „Feminine Leadership: a positive approach to gender equality“, „New Work: Dos und Dont’s“, „Blockchain für Social Innovation“ uvm. Die Keynotes sind bereits im Messeticket für nur 20 Euro enthalten, die Workshops können je nach Interesse für 25 Euro hinzugebucht werden. Alle Workshops und Themen sind hier aufgelistet. Viel Spaß beim Bewegen!
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persist* Summit | 14.04.18, 12 Uhr | ESCP Europe Berlin Campus, Heubnerweg 8-10, 14059 Berlin | Facebook | Tickets: 20 Euro

Spiegel zur Seele

Spiegel zur Seele

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„Wie stellst du dir deine Zukunft vor?“ Familienplanung? Der nächste Karriereschritt? Loslassen, freimachen, Weltreise? Und jetzt versuche die Frage noch einmal zu beantworten und dir dabei vorzustellen, du befändest dich nicht hier, sondern lebst in einem vom IS dominierten Teil des Irak? „Wie stellst du dir deine Zukunft vor?“ Der sozialkritische Fotograf Kevin McElvaney, der auch das großartige #RefugeeCameras Projekt zu verantworten hat, ging dieser Frage auf den Grund. Er ist in das von Jahrzehnten des Krieges gebutelte Land gereist, hat Menschen getroffen und sie zu ihrem Leben befragt. Was sie tun, welches die wichtigsten Momente ihrer Vergangenheit waren, was ihre momentane Situation ist. Zum Schluss bat er die interviewten Frauen und Männer, sich wortlos ihre Zukunft vorzustellen und dabei in einen Spiegel zu blicken, hinter dem sich eine Kamera befand. Als Zuschauende bleibt uns die Interpretation der Blicke. Da ist zum Beispiel die stolze Kunststudentin Hanna, die davon träumt, eine Superheldin zu sein. Der Optimist Rezheen, der schon sehr früh einen engen Freund verlor. Oder Massarra, die vor nichts und niemandem Angst zu haben scheint. Oder ist es am Ende doch ganz anders und jeder Blick nur Teil unserer ganz eigenen Interpretation? Sogar einen IS-Kämpfer konnte Kevin befragen. Am Eindrucksvollsten an den 12-minütigen Porträts ist der Moment der Kontemplation. Die Antworten auf die vorhergehenden Fragen lassen unzählige Bilder in diesen kraftvollen, stillen Minuten im Kopf explodieren. Der Psychologe Arthur Aron ist überzeugt, dass vier Minuten Augenkontakt grundlegend verändern, wie wir unser Gegenüber sehen. Kevins „Mirror Project“ ist der Beweis.
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Kevin McElvaney: The Mirror Project | Trailer Webseite | Foto: Sebastian Egert

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare