Auf dem Cover ein nackter Körper, zwischen den Schultern ein riesiges Auge. Wir fühlen uns beobachtet, bewertet. So muss es Autorin Saralisa Volm gegangen sein und vielen von uns gehen. In ihrem Buch „Das ewige Ungenügend“ schreibt sie ungeschönt von Essstörungen, von sexualisierter Gewalt, nicht vorhandenen Orgasmen, der Angst vorm Alter und dem ewigen Nicht-genug. Mit autobiografischen Inhalten geht sie der Unzulänglichkeit nach, die der weibliche Körper erfährt, tagtäglich und überall. Die Erwartungshaltung an unsere Körper überschwemmt uns in einem Ausmaß, das Saralisa Volm zu greifen versucht. Wer legt fest, wie wir in welchem Abschnitt unseres Lebens auszusehen haben? Wann ist es zu viel Botox in der Zornesfalte? Wer entscheidet, wieviel Hängebrust okay ist? Uns hat ihr Buch in unabsehbaren Abständen zu einem zustimmenden Nicken verleitet. Von Schönheitskomplexen, dem Muttertier bis hin zur Macht der Rebellion – Saralisa Volms Buch ebnet den Weg von einer Machtlosigkeit zur Selbstermächtigung. Wir verlosen zwei Exemplare, schreibt uns „Genug“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Das ewige Ungenügend | 21,99 € | ullstein.de/das-ewige-ungenuegend | FOTO: Ullstein