Tex Drieschner Das 2 Minuten Interview

Tex Drieschner

Das 2 Minuten Interview

Tex, Sänger, Mathematiker und aktuell Prophet, war Karikaturist für die taz und die Hamburger Morgenpost, Buchautor und IT-Manager. Vor allen Dingen ist er ein einflussreicher Songwriter. Seit 2008 moderiert er die von ihm erdachte Web-Musikshow TV Noir, die seit 2011 auch monatlich bei ZDFkultur ausgestrahlt wird. Sein Motto: »Es ist eine Kunst, das zu tun, was man wirklich will. Eine große Kunst aber ist es, das bleiben zu lassen, was man nicht will.« Schön, wenn aus kleinen Herzensprojekten so was Großes wird!

 

Name: Tex

 

Wohnort: Berlin

 

Beruf: Sänger / Moderator

 

Schuhgröße: unbekannt

 

Lieblings-Instrument: Klavier

 

Kontakt: texorama.de

 

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Warum heißt TV Noir TV Noir? TV wegen Fernsehen, Noir wegen schwarz.

 

Das beste Konzert, das du je erlebt hast? Werle und Stankowski, Magnet Club Berlin!

 

Welcher Gast hat dich in deiner Show am meisten beeindruckt und welcher am meisten gelangweilt? Lisa Hannigan hat uns alle verzaubert, wie auch Sonja und Valeska von Boy; Kashmir waren vielleicht die, die mir am meisten bedeutet haben. Langeweile zu empfinden ist sehr schwer, wenn ein Theatersaal voller gespannter Menschen zuschaut. Entweder es klappt und ist das Schönste, oder, und das kommt schon auch vor, ich muss ganz schön kämpfen. Manchmal beides am selben Abend.

 

Was wünschst du dir? Einen Pulli, der nicht an beiden Ellbogen durchgescheuert ist. Wie’s der Teufel will behauptet meine Schwester sie hat meinen Wunsch schon erfüllt. Morgen weiß ich mehr!

 

Was war das Schönste, das du je gehört hast? Elvis Costello in Berlin, zu seiner Platte „Painted from Memory“. Ich hatte mich vorher durch sein Werk gehört, eineinhalb Jahre lang ausschließlich Elvis Costello. Bei jeder Platte zunächst gedacht diese sei jetzt aber wirklich schlechter als die anderen, und mich dann nach und nach doch wieder verliebt. Ausser bei dieser neuen Platte mit Burt Bacharach, die fand ich gleichbleibend flach und prätentiös. Deshalb war ich eigentlich schon sauer gewesen. Aber dann, mein Idol Costello geht Schritt für Schritt vom Mikro weg und singt solo in dieses wunderschöne Theater, ohne Verstärkung, das war toll. Auf einmal hab ich dann doch viele dieser Lieder verstanden, die mir vorher fremd geblieben waren.

 

Welche Charaktereigenschaft schätzt du an Menschen besonders? Fröhlichkeit finde ich toll.

 

An welchen Ort würdest gern einmal reisen? In die Mongolei vielleicht, oder an den Baikalsee. Irgendwas berührt mich an allem, was ich mit dieser Ecke assoziiere – wie die Menschen aussehen, was sie anhaben, die Gegend, die Kunst, die komischen Kehlgesänge.

Woran denkst du, wenn du das Wort „Glück“ hörst? Pellkartoffeln mit Crème fraîche.

 

Hund oder Katze? mit Crème fraîche

 

Einmal im Leben möchte ich: Hund oder Katze mit Crème fraîche essen

 

Welche schlechte Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Hund oder Katze mit Crème fraîche zu essen.

 

Wer ist der schönste Mensch der Welt? Die direkte Antwort darauf ist ein bißchen persönlich für hier – ich muss aber gestehen, dass ich auch eine Schwäche für schöne alte Männer habe. Es gibt zum Beispiel ein Bild von meinem Opa, das ich sehr verehre. Arthur Miller sah auch super aus.

 

Ich bin süchtig nach: Input

 

Was macht ein 5 Zentner schwerer Spatz auf der Hochspannungsleitung? Flieht (vor Hund oder Katze)

 

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pellkartoffeln mit Crème fraîche

 

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Loyalität

 

Was würdest du tun, wenn du keine Angst vor gar nichts hättest? Springen

 

Was würdest du tun, wenn du unsichtbar wärst? Das fände ich tatsächlich spannend. Darf ich auch durch Wände gehen? Interessieren würden mich zum Beispiel Leute, die man kennt, in Situationen wo man sie nicht kennt.

 

Was darf niemand von dir wissen? Einige Antworten in diesem Interview.

 

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?“

 

Das letzte Wort?

Ja.

 

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. März 2014 | Tags: |  Keine Kommentare