Uffjeblasen!

Im Wedding wird schon im Januar angebadet. Doch seid unbesorgt, frieren muss dabei niemand. Mithilfe einer modernen Trageluftkonstruktion, die ein wenig an die Münchner Allianz-Arena erinnert (darf man das hier sagen?), wurden die beiden Sommerbecken im Kombibad an der Seestraße nämlich in eine gigantische Schwimmmöglichkeit für die Wintermonate umfunktioniert. Durch die temporäre Schließung des Paracelsus-Bad in Reinickendorf sowie des Stadtbads in Tiergarten stehen den Berliner Bäder-Betrieben somit wieder rund 2.000 Quadratmeter mehr an Wasserfläche zur Verfügung. Dabei wölbt sich die beeindruckende Kuppel über die 50 Meter langen Becken wie ein kleines Kunstwerk aus überdimensionaler Luftpolsterfolie. Die hineingeblasene Luft, welche die Konstruktion oben hält, erwärmt die Halle gleichzeitig auf 28 Grad Raumtemperatur. Beim Blick auf den gesprenkelten Steinboden kommt dann tatsächlich auch noch ein wenig Freibad-Feeling auf. Sobald die echten Sommertemperaturen wieder auftauchen, verschwindet Deutschlands größte Schwimmbad-Traglufthalle wieder. Zumindest bis zum nächsten Winter.
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Traglufthalle im Kombibad an der Seestraße | Seestraße 80, 13347 Berlin | berlinerbaeder.de | FOTO: instagram.com/ponysailor

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 21. Januar 2020 | Tags: |  Keine Kommentare

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