Martin Schnippa

Könnt ihr euch noch an den Typen erinnern, der sich im BVG Spot in die Geheimnisse der Zugverspätungen und Lautsprecherdurchsagen einweihen ließ? Das war Martin. Oder Dieselmaat „Dieter“, wie er in der Neuverfilmung von „Das Boot“ hieß. Gut im Geschäft ist er also, der Freund unserer lieben Mitarbeiterin Anna. Oder besser gesagt, war er. Denn aktuell gibt es für Schauspieler*innen nicht viel zu tun, außer jeden Morgen den eigenen Kaffeesatz zu deuten, wann wieder Filme, TV-Sendungen oder Theaterstücke produziert werden. Viele Projekte liegen auf Eis, werden auf unbestimmte Zeit verschoben und Produktionsfirmen, Theatercompanys und Kinos geraten in finanzielle, existenzbedrohende Probleme. Was bleibt: Urban Gardening und Hochbeete bauen, zu Mischkulturen und Wildbienen lernen, Lastenfahrräder probefahren und Fotoshootings mit Milchbärten überstehen. Und schlecht tanzen natürlich.

Name: Martin Schnippa
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler
Schuhgröße: 40
Lieblingsfilmzitat: „Is this real life?“
Kontakt: Meine Agentur: kontakt@agentur-gipfelstuermer.de

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Augen, Hände, Offenheit, Schuhe. In dieser Reihenfolge.

Wer kennt dich wirklich? Meine Steuerberaterin. Liebe Grüße!

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Am glücklichsten bin ich, wenn ich mit Menschen gemeinsam an einer Vision arbeiten kann.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Trust the process. Dranbleiben und ackern!

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Eher: Was hat mich in letzter Zeit wirklich kalt gelassen?

Was ist dein verstecktes Talent? Ich kann gut meine Meinung auf den letzten Drücker ändern. Die Leute in meinem Umfeld lieben das.

Was machst du gerne und wird nie langweilig? Erfolge feiern. Die kleinen und die großen.

Welches war das schönste Kompliment, das Dir jemand einmal gemacht hat? Den konkreten Wortlaut eines Kompliments merke ich mir selten. Eher, wie es sich anfühlt, wenn Personen etwas Nettes sagen.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: „Der Bär, der nicht da war“ von Oren Lavie. Danke, aus!

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd, oder gegen hundert Pferde, die so klein sind, wie Enten? These: Egal, ob Dich hundert entengroße Pferde, Hundewelpen oder Maikäfer angreifen, alles macht Dich fertig, weil es so viele sind. Eine pferdegroße Ente könnte ich besser verkraften, weil die alleine ist.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Der S-Bahn Ring in Berlin wird autofreie Zone.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Thüringer Klöße (die schmecken mir am besten…).

Was sollte niemand von Dir wissen? Ich hab keine Geheimnisse. Versprochen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Leberwurstbrot: mit Butter oder ohne?

Das letzte Wort: Seid lieb zueinander!

FOTO: Bernd Brundert

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 30. Juni 2020 | Tags: |  Keine Kommentare