Fairschenken

Punsch schlürfend über den Wintermarkt schlendern und an jedem Stand regionale Produkte, neue Kleinode, Geschenke oder Handwerklichkeiten entdecken geht 2020 nicht in echt, dafür aber digital. Der virtuelle Wintermarkt lädt bei jeder Wetter- und Maßnahmenlage zum inspirierenden Bummel. Käthe Golücke und ihr Team aus Köln haben eine Idee entwickelt, um vor allem kleineren Händlerinnen und Händlern mit nachhaltigen Geschenkideen eine möglichst große Plattform zu bieten. Sobald alle Stände digital zusammengezimmert sind, können Besucherinnen und Besucher ab dem 1. Dezember über WINTERMARKT.ONLINE drauflos bummeln. Die Märkte werden nach Städten aufgeteilt, um regionale Produkte und Ausstellerinnen und Aussteller in den Vordergrund zu rücken. Mit einem Klick kann man auch in andere Städte reisen und die verschiedenen Buden bestaunen. Das Team legt großen Wert auf das „Fair-bummeln“. Sprich, der Markt ist explizit keine Ansammlung bloßer Links, sondern quasi als Slow-Shopping-Erlebnis konzipiert. Künstlerinnen, Künstler und Kreative, die keine klassischen Waren verkaufen, können sich für eine Soli-Bude bewerben und müssen keinerlei Standgebühren bezahlen, um Merchandise oder Gutscheine zu verkaufen.
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WINTERMARKT.ONLINE | wintermarkt.online | FOTO: fair-bummeln

Tue Gutes und schreibe darüber

Wasser für alle und alle für Viva con Agua: Die All-Profit-Organisation setzt sich seit vielen Jahren weltweit für den Zugang zu sauberem Trinkwasser ein. Dieses Jahr feiert der Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. seine ersten 15 Lebensjahre. Zum Geburtstag gibt es ein Buch, das mittels eurer Hilfe per Crowdfunding-Kampagne refinanziert wird. Kurz vor der Volljährigkeit wollen die MacherInnen ihre Geschichte festhalten, Einblicke in das gemeinwohlorientierte Wirtschaften geben und natürlich Danke sagen für die vielen Jahre gemeinsamer Arbeit. Wasser ist ein Menschenrecht und allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen, ist eine Gemeinschaftsaufgabe für uns alle. „Water Is Life – 15 Jahre Viva con Agua“ macht auf die Herausforderungen der weltweiten Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung aufmerksam und unterhält die Leserinnen und Leser dabei bestens. Gastbeiträge von langjährigen Unterstützerinnen und Unterstützern wie Joy Denalane, Carolin Kebekus, Bela B. und Fynn Kliemann wechseln sich mit beeindruckenden Bildern und Kunstwerken von Künstlerinnen und Künstlern aus der Millerntor Gallery und Anekdoten aus fünfzehn Jahren Aktivismus ab. Es geht um ökologische Nachhaltigkeit, universelle Sprachen und das Trainingslager vom FC St. Pauli in Kuba, nach dem das erste Projekt entstanden ist. Klicken, unterstützen und weitersagen!
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Viva con Agua – das Buch Crowdfunding-Kampagne | startnext.com/viva-con-agua-das-buch | Video | FOTO: Viva con Agua

Auf nach Minitopia!

Auf nach Minitopia! Dort könnt ihr diesen Monat zum ersten Mal den Minimarkt erleben – eine Mischung aus Einkaufsgemeinschaft, Onlinehandel und Hofladen auf dem Gelände der Community-Stadtfarm in Hamburg-Wilhelmsburg. Um die Wochenendeinkäufe bio, fair und regional zu erledigen, klickt man sich vorab online durch das Angebot von teilnehmenden Höfen, Käsereien, Öl-Mühlen und Bäckereien. Bis zum Wochenende könnt ihr dann eure Bestellungen aufgeben und diese am 30.10.2020 vor Ort abholen. Was es zukünftig auf dem Markt zu kaufen gibt, entscheiden die Besucherinnen und Besucher: Das Gemeinschaftsprojekt „Minitopia“, initiiert von der lieben Käthe Schäfer und der tollen Stevie Engelbrecht, lebt schließlich vom Austausch und Miteinander. Seit 2017 reihen sich hier Hochbeete statt Hochhäuser aneinander und führen euch mit unverstelltem Blick eine grüne Utopie vor Augen.
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Minitopia Minimarkt | minimarkt-minitopia.de | FOTO: Unsplash|Markus Spiske

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 20. Oktober 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Das vierte Trimester

Mit der Geburt endet die Schwangerschaft und das Muttersein beginnt. Jede Frau, die das Glück hatte, ein Kind auf diese Welt zu bringen, weiß, dass das so nicht ganz stimmt. Denn weder beginnt die Mutterschaft erst mit dem ersten Schrei, noch endet damit diese besondere außergewöhnliche Zeit der körperlichen und seelischen Verbindung, der absoluten Ausnahmesituation, der hormonellen Achterbahn. Im Gegenteil, nichts ist mehr wie vorher und nichts scheint mehr an seinem Platz. Die Autorin und Doula (Geburtsbegleiterin) Stephanie Johne beschäftigt sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Frauengesundheit. In ihrem aktuellen Projekt „Milk & Mother“ widmet sie sich ganzheitlich dem Thema Wochenbett, dem sogenannten vierten Trimester der Schwangerschaft. Es geht um physische und psychische Herausforderungen, Freuden und Sorgen sowie alle möglichen Fragen rund ums Frausein. Mithilfe von Experteninterviews, Achtsamkeitsritualen und spezieller Kräuterkunde möchte sie andere Mütter in ihrem ersten Jahr nach der Schwangerschaft begleiten und ihnen den Halt geben, den sie sich selbst nach der Geburt ihres Sohnes gewünscht hätte. Dabei bedient sie sich an den verschiedenen Lehren wie Ayurveda, TCM oder Reiki und berührt Themen wie “Vaginal Steaming” und “Belly Binding”. Bis zum 11. Oktober 2020 sucht sie UnterstützerInnen im Zuge einer Crowdfunding Kampagne auf startnext, um die erste Auflage ihres Buches zu verwirklichen. Wir.wollen.das.lesen! Ihr seid dran, Muttis!
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Milk & Mother Crowdfunding-Kampagne | startnext.com/milk-and-mother | Video | FOTO: Oliver Neunteufel

Kunst ist alles. Alles ist Kunst.

Aus dem Netz zum Bordstein und zurück: Das neue Galeriekonzept #MeetFrida schafft sowohl digital als auch offline ein Schaufenster für junge KünstlerInnen in und aus ganz Deutschland. Damit dürfen sie sich die größte Outdoor- und Online-Gallery von Hamburg über Berlin bis München nennen. Seit August dieses Jahres gibt es bei #MeetFrida diverse KünstlerInnen online zu entdecken und deren Arbeiten käuflich zu erwerben – die Erlöse kommen dabei zu 100% den KünstlerInnen zugute. Die Initiative zur Förderung von Kunstschaffenden zeigt mit Malereien, Fotografien, Illustrationen und Skulpturen ein breites Spektrum an Kunstwerken und deckt dadurch verschiedene Stilrichtungen wie Pop Art, Expressionismus oder Street Art ab. Seit September sorgen die damit verknüpften Kunstplaktierungen in verschiedenen deutschen Städten dafür, dass die unterschiedlichen Positionen der KünstlerInnen auch offline sichtbar gemacht werden. Durch angebrachte QR-Codes können die Arbeiten sogar direkt von der Straße aus ergattert werden. Wer selbst als KünstlerIn teilnehmen möchte, klickt sich am besten fix zum Open Call auf der Website.
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#MeetFrida | meetfrida.art | FOTO: Schwan Communications

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 22. September 2020 | Tags: , , Keine Kommentare

Share your hair!

Die Behandlung einer Krebserkrankung ist mit vielerlei Nebenwirkungen verbunden. Der Verlust der eigenen Haare ist eine, die PatientInnen in erster Linie psychisch belastet. Dabei sind es vor allem Frauen und Kinder, die unter dem Haarverlust im Zuge von Chemotherapien leiden. Mit der Aktion „Share your hair“ ruft die Beauty-Buchungsplattform Treatwell in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Krebshilfe und der Zweithaarmanufaktur Rieswick dazu auf, eure Haare in einem der rund 200 teilnehmenden Salons in ganz Deutschland zu spenden. Anschließend werden diese in liebevoller Handarbeit zu hochwertigen Perücken für KrebspatientInnen verarbeitet. So eine Echthaarperücke kann schließlich je nach Aufwand 2.000 bis 4.000 Euro kosten. Ein hoher Preis, der nur anteilig von den Krankenkassen bezahlt wird. Bis Anfang 2021 sollen so viele Haarspenden wie möglich zusammenkommen und gleichzeitig auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht werden – Haare sind in diesem Fall schließlich mehr als nur Kopfschmuck und können wieder ein Stückchen Lebensnormalität herstellen. Mitmachen kann jede und jeder mit einer Mindesthaarlänge von 25 Zentimetern, Farbe und Form spielen hierbei keine Rolle. Ob blond oder grau, glatt oder lockig: Hauptsache unbehandelt und natürlich. Wir verlosen einen Haarschnitt mit anschließender Haarspende in einem Top Salon und einmal das Paket aus „Share some love“-Pulli und Scrunchie. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WENIGER IST MEHR‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Neuer Look, neues Leben!
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„Share your hair“-Aktion von Treatwell | treatwell.de | FOTO: Max Menning

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 01. September 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Innerer Kompass

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Die Suche nach dem Sinn, dem Wohin und Warum beschäftigt uns beinahe unser gesamtes Leben. Und je älter wir werden, desto öfter haben wir unsere Gedanken dazu hin und wieder her gewälzt, desto mehr bietet die Rückschau uns Möglichkeit zur Selbstvergewisserung und Reflexion. Als Jugendliche gipfelten Sinnsuche und die Frage nach dem, was wir eigentlich einmal werden, erreichen oder bewegen möchten, ein ums andere Mal in dramatischem Gefühlsbrei. Um schon junge Menschen mit einer Art innerem Kompass auszustatten und bei der Richtungsfindung zu helfen, lädt Julia Winterfeldt, Gründerin und CEO von SOULWORX, zu Zukunft-Workshops speziell für Jugendliche ein. Bei den „souldiveZ“ geht es nicht nur um die Frage, was man mal werden möchte, sondern vor allem erstmal darum, wer man selber ist und was einen im Innersten bewegt. An zwei Wochenenden, einmal in Hamburg und einmal auf dem Land, sollen die eigenen Stärken und Wünsche freigeschaufelt und gleichzeitig auch Ängste oder Blockaden thematisiert werden. Mit verschiedenen Methoden, Challenges und Einzelgesprächen können so Potenziale entfaltet und neue Perspektiven in entspannter Atmosphäre erarbeitet werden. Mitmachen können Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren, die kurz vor oder nach dem Schulabschluss stehen, und ihren ‚Purpose‘ erkennen wollen. Zum Abtauchen, Eintauchen und Auftauchen verlosen wir zwei Plätze für den kommenden Termin Ende September zum Preis von einem, inklusive Übernachtungen, Verpflegung und Coachings. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚SO TELL ME WHAT YOU WANT WHAT YOU REALLY REALLY WANT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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souldiveZ | souldivez.de | FOTO: souldiveZ

Mitzeltgelegenheit

Im Corona-Sommer 2020 zieht es so viele Menschen wie nie zuvor auf heimische Camping- und Stellplätze. Schon jetzt sind deshalb so gut wie alle verfügbaren Flächen ausgebucht oder überfüllt. Alle Flächen? Nicht ganz! Denn die Jungs und Mädels von POP-UP CAMPS hatten da so eine Idee. Denn wo momentan Festival- und Veranstaltungsflächen mangels Eventmöglichkeit brach liegen, bietet sich die Gelegenheit, zusammenzuführen, was bisher so nicht zusammengehörte. Die Plattform vermittelt grüne Freiflächen an Camper mit Zelt oder Wohnmobil. Die Auswahl reicht dabei vom eben genannten Festivallocations, wie dem Ferropolis-Gelände bei Dessau, welches sonst den Besuchern von MELT! oder Splash Unterschlupf bietet, bis zum Privatgrundstück. Auf der Website gibt man einfach Ziel und Reisedaten ein und kann so die passenden GastgeberInnen für den entspannten Campingurlaub (mit Abstand) finden. Das Ergebnis: WIN-WIN! UrlauberInnen finden einen Stellplatz mit Infrastruktur statt zur Not den nächsten Autobahnrastplatz anzusteuern oder wild zu campen, was oft auch mit Umweltverschmutzung einhergeht, und die Betreiber der Flächen können den wirtschaftlichen Schaden wenigstens ein wenig abfedern. Ganz nebenbei ergeben sich unverhofft spannende Begegnungen. Wer ein Wochenende in einem POP-UP CAMP verbringen möchte, schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LINE-UP‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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POP-UP CAMPS | popupcamps.de | FOTO: popupcamps.de

Wasser auf die Wurzeln

Ob auf dem Gehweg vor der Haustür oder im Park um die Ecke: Gerade bei warmen Temperaturen und geringen Niederschlag kommt es für die Bäume in der Stadt zum sogenannten Trockenstress. Denn auch wenn der Sommer gerade noch etwas wechselhaft daherkommt, zu trocken ist er allemal. Die Initiative Gieß den Kiez von CityLAB Berlin informiert auf einer interaktiven Karte zum aktuellen Wasserbedarf der Bäume um uns herum. So erfahren wir nicht nur, welche Kiezbäume sich über einen Besuch mit der Gießkanne freuen würden, sondern auch Informatives zu Alter und Art des Baumes. Insgesamt werden auf diese Weise über 625.000 Berliner Straßen- und Anlagenbäume in einer App katalogisiert. Wer einen bestimmten Baum aus der Nachbarschaft ins grüne Herz geschlossen hat, kann diesen auch gleich adoptieren und ganz regelmäßig bewässern.
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Gieß den Kiez | giessdenkiez.de | FOTO: Gieß den Kiez

Vildvuchs

Victoria Lorenz ist – unter anderem – ausgebildete Kräuterpädagogin aus München. Und als solche möchte sie uns die Stadtnatur näherbringen. Denn essbare Kräuter und Pflanzen lassen sich auch in urbanen Gegenden finden, man muss sie nur erkennen. Auf gemeinsamen Touren durch München erklärt Victoria deshalb, welche Wildpflanzen und zu unrecht so bezeichnetes Un-Kraut wir wo in der Stadt finden. Schmackhafte Knospen, Blätter, Blüten und Wurzel lassen sich dabei in jeder Jahreszeit finden. In Kochkursen liefert sie uns dann noch gleich die passenden Rezepte für leckere Salate oder Wildkräuter-Cocktails. Das alles tut die urbane Pflanzensammlerin nicht nur für uns, sondern auch für die Natur, die uns in der Stadt umgibt. Mit ihrer Plattform Vildvuchs möchte Victoria so viele Menschen wie möglich für grüne Themen sensibilisieren, damit diese von uns geschätzt und beschützt werden. Ebenfalls auf ihrer Sharing-is-Caring-Liste: Die bewährte Kunst der Fermentation. In kleinen Workshops teilt die Münchnerin nützliche DIY-Anleitungen für Zuhause – von Sauerkraut über Wasserkefir bis Ginger Beer. Loß da schmecka! Wir verlosen zwei Gutscheine für eine Kräuterwanderung (aka urbane Feierabendtour) im Wert von je 25 Euro an alle, die eine Mail mit dem Betreff ‚VUCHS MUSS MAN SEIN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de schicken.
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Vildvuchs | vildvuchs.de | FOTO: Coco Gonser Photography

Anna liebt Paul

Der schönste Tag im Leben ist verdammt teuer. Darf man ruhig mal so sagen. Und bis es dann endlich soweit ist, wird die Spanne zwischen Antrag und Ja-Wort vor allem mit jeder Menge organisatorischer Herausforderungen gefüllt. Die App „Anna liebt Paul“ macht das jetzt viel einfacher. Und günstiger. Anna liebt Paul ist eine Hochzeitsplattform der etwas anderen Art. Hier bekommt ihr alles, was vor, während und nach der Hochzeit wichtig oder nützlich sein kann, und zwar neu und gebraucht, quasi von Braut zu Braut. Das spart Geld und Ressourcen für alle Zukünftigen und bietet darüber hinaus allen Frischvermählten die Möglichkeit, alles Schöne und Wiederverwertbare – von ausgefallener Deko bis Kleidung oder Accessoires – mit ein paar Klicks zu verkaufen. Ein eBay für Hochzeiten, wenn man so will. Eine Win-Win-Plattform für die Liebe. Und ob Anna Paul liebt oder Anna Anna und Paul Paul oder Anna und Paul, ist dann auch völlig egal. Für alle angehenden Hochzeitsgäste verlosen wir 2×10 Samentütchen als perfektes Mitbringsel. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LASS MAL RÜBERWACHSEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Anna liebt Paul | annaliebtpaul.de | App Store | Play Store | FOTO: Maike Betz Fotodesign

Roter Teppich

Filmliebhaber und Kino-Vermisser aufgepasst: Vom 29. Mai bis 7. Juni 2020 findet ein einmaliges Filmfestival im Netz statt. Zehn Tage lang werden unter „WE ARE ONE: A Global Film Festival“ international prämierte Filme auf YouTube gestreamt und den Zuschauern kostenlos zur Verfügung gestellt. Neben dem berühmten Tribeca Film Festival, die als Mitinitiatoren auftreten, sind beispielsweise auch das Sundance Film Festival, die Filmfestspiele von Cannes oder unsere geliebte Berlinale mit herausragenden Filmen vertreten. Denn auch wenn viele – wenn nicht alle – Großveranstaltungen in den letzten und nächsten Monaten abgesagt wurden, soll dieses digitale Festival die Leute weltweit verbinden und gleichzeitig auf grandiose Filmemacher aufmerksam machen. “WE ARE ONE” unterstützt dabei den COVID-19 Relief Fund der Weltgesundheitsorganisation. Eintritt kostet das unbezahlbare Filmfestival zwar nicht, dafür werden die Zuschauer um Spenden gebeten. Für das “Wir”-Gefühl.
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WE ARE ONE: A Global Film Festival | youtube.com | FOTO: WE ARE ONE

Draußen

Was machen selbsternannte Ü30-Pfadfinder zwischen Wanderlust und Flugscham? Sie widmen sich dem regionalen Reisen und gründen ein Online-Magazin namens »Draussen«. Zugegeben, der Titel klingt schon ein wenig befremdlich in Zeiten des gesellschaftlich akzeptierten Stubenhockertums. Aber auch das wird sich bald wieder ändern und für die Post-Corona-Zeiten wollen wir uns zumindest schon einmal gedanklich auf Reisen begeben. Hier vor unserer Haustür können wir schließlich unser Reiseverhalten schrittweise anpassen und nach guter „Slow Travel“-Manier die Region vor Ort erkunden. Das Team aus Redakteuren, Fotografen und Spontan-Campern stellt dafür spannende Unterkünfte und Ausflugsziele zusammen, die allesamt in und aus Deutschland mit Rad, Bus oder Bahn zu erreichen sind. Darüber hinaus erzählen sie von den wertvollen Begegnungen zwischen Wald und Wiesen sowie den kleinen und großen Abenteuern. In der Rubrik „Ausgesucht“ werden Lieblingsprodukte, Podcasts, Nahfernweh verursachende Watchlists und alternative Reiseführer vorgestellt. Unterstützt wird »Draussen« unter anderen von wecycle Brandenburg, Marin et Marine und Saatgut Konfetti. Aber auch ihr könnt euren Beitrag leisten. Das Team freut sich über eure ganz persönlichen Tipps und Lieblingsorte an redaktion@draussen-magazin.com. Viel Spaß da draußen!
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Draussen Magazin – Slow Travel und Abenteuer | draussen-magazin.com | FOTO: Max Ernst Stockburger

Datschen Sharing

Da sitzt man nun in seiner schönen Altbauwohnung und hat, wenn man ehrlich ist, nicht viel zu meckern. Versorgungsmöglichkeiten in Schlagdistanz, schnelles Breitbandinternet für ruckelfreies Videochatten und exotisch klingende Pflanzen in Tontöpfen als natürliche Kulisse. Doch irgendwann, vielleicht nach dem letzten Zoom Call mit der Verwandtschaft auf dem Lande oder spätestens, wenn wir bei einem unserer Streifzüge durch die nähere Umgebung mal wieder durch die Kleingartenkolonien „Freiheit“ oder „Vogelsang 2“ spaziert sind, wächst die Sehnsucht nach der Natur. Der echten Natur. Danach, seine Hände in die Erde zu graben, zu pflanzen, zu jäten und die Stadt vor lauter Grün nicht mehr zu sehen. Ja, so einen Kleingarten wollte man doch eigentlich schon immer haben. Einziges Problem damals wie heute: Die Dinger sind unglaublich begehrt und das Prozedere rund um Vereinsmitgliedschaft und Wartelisten auf dem Weg zur eigenen kleinen, grünen Oase ist überwältigend. Die Berliner Sharing-Initiative Datschlandia schafft Abhilfe. Denn warum besitzen, wenn man auch teilen kann? Die ehrenamtliche Plattform verhilft Kleingarten-Pächtern zu Saison-Gärtnern und andersrum. Schließlich wird so ein Garten, wie hübsch er auch ist, in der Regel nicht tagtäglich genutzt. Oft sind die Pächter auch schon im fortgeschrittenen Alter und körperlich so eingeschränkt, dass sie der Gartenarbeit nicht mehr regelmäßig nachkommen können. Und dennoch, Kleingarten verpflichtet! Um die Gartenverordnungen zu erfüllen, bringt Datschlandia Pächter und Hobby-Gärtner zusammen. Ob Rasenmähen oder Kirschenpflücken: Am Ende sind beide Gruppen glücklich. Die Gartensaison läuft ab sofort bis Ende September, die Suchformulare gibt es ganz unkompliziert online.
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Datschlandia | datschlandia.de | FOTO: Benjamin Combs/Unsplash

Aller guten Dinge sind elf.

Dieses Jahr hätten wir das 10. Jubiläum der Millerntor Gallery gefeiert – ist jetzt aber erst einmal auf nächstes Jahr verschoben, wegen ihr wisst schon. Das internationale Kunst-, Musik- und Kulturfestival bietet alljährlich im Millerntor-Stadion nicht nur eine Plattform für Dialog und Austausch, sondern sammelt damit auch Spenden für die sozialen Projekte der Initiatoren von Viva con Agua und dem FC Sankt Pauli. Die „Kunst der Togetherness“ möchten die Hamburger aber trotzdem zelebrieren, besser gesagt: Gerade jetzt. Mit verschiedenen Aktionen, die nun die Künstler selbst unterstützen sollen. Dafür ist am Wochenende die Kornfetti Gallery online gegangen. Eine solidarische Online-Kunst-Galerie, die durch die aktuelle Lage in finanzielle Bedrängnis geratene Kunstschaffende direkt unterstützen soll. Mit der Millerntor Gallery als exklusivem Partner kauft Kornfetti ausgewählte Exponate aktueller Künstler ein, um sie für den gleichen Preis und zugunsten des Urhebers weiter zu verkaufen. Kurator der Galerie ist der Hamburger Street-Art-Künstler Bobbie Serrano, der zuvor schon die Flaschen des gleichnamigen hochprozentigen Freizeitgetränks entworfen hat. Ehrensache, dass Kornfetti zu jedem Kauf aus der Online-Galerie noch eine Pulle Buntermacher aufs Haus mitliefert. Richtiger Sprit für den richtigen Spirit quasi. Und nächstes Jahr feiern wir dann wieder alle zusammen. Elf ist das neue Zehn!
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Kornfetti Gallery | kornfetti.com/gallery | FOTO: Kornfetti Gallery

Das mojo des Lesens

Die Situation für den deutschen Buchmarkt ist ja momentan geradezu paradox. Selten zuvor hatten wir so viel Zeit für und Bedarf an gutem Lesestoff, waren so händeringend auf der Suche nach Lesetipps und Empfehlungen. Gleichzeitig mussten die allermeisten Buchläden ihre Geschäfte und damit den stationären Verkauf von Büchern bis auf Weiteres schließen, was nicht nur für Händler, sondern auch für viele AutorInnen und Verlage eine existenzielle Bedrohung bedeutet. Doch statt seine Online-Kapazitäten aufzustocken, kauft beispielsweise Amazon als größter Online-Buchhändler nun vorerst keine Bücher mehr ein, sondern setzt auf Haushalts-, Sanitär- und Hygieneprodukte. Das Berliner Unternehmen mojoreads kombiniert einen Online-Buchshop mit aktuell über 18 Millionen Titeln mit einem sozialen Netzwerk. Auf der Plattform kann man durch Bestseller und Newcomer-Literatur stöbern und mit einem Klick nach Hause bestellen und sich gleichzeitig mit Gleichgesinnten aber auch mit AutorInnen und Verlagen austauschen. Über einen eigenen Reader können E-Books auch direkt an Ort und Stelle gelesen werden. Außerdem gibt es ein integriertes Affiliate-Modell. Wer ein Buch empfiehlt, verdient eine Provision für jedes Buch, das über diese Empfehlung hin verkauft wird. Das eröffnet vor allem kleinen, unabhängigen Verlagen und AutorInnen Absatzmöglichkeiten jenseits der großen Werbetöpfe. Denn schließlich lässt sich die Qualität eines Buches nicht immer an Verkaufszahlen oder Marketingbudgets bemessen. Mit seinem am Gemeinwohl orientierten Ansatz ist mojoreads außerdem so etwas wie der sympathische Gegenentwurf zu Amazon und Co. Werbung oder bezahlte Reichweiten? Fehlanzeige! Einzig ihr entscheidet, was wichtig ist und euch interessiert. Klare Lese- und Schreibempfehlung!
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mojoreads | mojoreads.de | Instagram | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 07. April 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Nachhaltiges Wachstum

Eines können wir ganz gut in diesen Zeiten: Von drinnen nach draußen schauen. Wer dazu das Glück hat dabei auf einen eigenen Garten zu blicken, dem sei es, nicht ohne Neid, aber dennoch von Herzen gegönnt. Für alle anderen gilt, wir haben da was für euch. Das findige Team von Rankwerk bietet alles, was man fürs Home Gärtnern zuhause benötigt, von biologischem Saatgut in Demeter-Qualität über nachhaltige Pflanzengefäße aus Kokosfasern bis zu fertigen Gärtnersets. Und damit wirklich nichts schief geht, gibt es neben vielen Profitipps im Onlineshop auch für jeden Monat genau abgestimmte Saatgut-Boxen, die man sich einfach nach Hause bestellen kann. Man muss also kein geborener Gartenprofi sein, um die richtigen Kräuter und Gemüsesorten zur richtigen Zeit mit der richtigen Pflege aufzuziehen. Wer ohnehin ein großer Fan des Home Gardenings ist, besorgt sich am besten gleich die Jahresbox mit den passenden Produkten und Anleitungen für die ganze Garten-, äh Verzeihung, Fensterbank- und Balkonsaison. Mit seinem Angebot möchte Rankwerk einen Beitrag zur partizipativen und nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Dafür arbeiten sie ausschließlich plastikfrei und mit natürlichen Ressourcen. Grüner Daumen hoch!
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Rankwerk – Onlineshop für nachhaltige Gartenprodukte | rankwerk.de | FOTO: Rankwerk

Jetzt

Keine Frage, die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen lokale Geschäfte, Bars, Cafés, Clubs, Kultureinrichtungen usw. am direktesten und vermutlich auch am härtesten. Ein Kaffee serviert sich eben nicht so praktisch aus dem Homeoffice. Und auch, wenn gerade viele tolle, vor allem digitale Alternativen geschaffen werden und die Politik versucht ihren Teil beizutragen, bedeuten Wochen oder gar Monate ohne regulären Umsatz eine kaum zu meisternde wirtschaftliche Belastung. Damit möglichst viele der einzigartigen und kulturellen Institutionen in unseren Kiezen weiterhin Bestand halten können, rufen Initiativen wie Helfen.Berlin zum rigorosen Gutscheineinkauf auf. Über die Plattform, die ein findiges Team von Grafikern, Textern und Programmierern in kürzester Zeit erstellt hat, können ab sofort Gutscheine für den Lieblingsort um die Ecke gekauft werden. Der Erlös geht zu 100% an die LadenbesitzerInnen, es wird lediglich eine kleine Gebühr für die Transaktion berechnet. Die Macher dieses Non-Profit-Modells arbeiten alle ehrenamtlich. Egal ob Gastro, Clubs oder „Attraktionen“ (von Lieblingsbuchladen über Lieblingshotel bis Lieblingstheater), aufgeteilt nach den verschiedenen Bezirken findet ihr schnell bekannte Läden aus der Nachbarschaft. Mit den Gutscheinen können wir dafür sorgen, dass unsere Lieblingsorte Einnahmen erzielen und zwar jetzt und nicht erst in Wochen oder Monaten, wenn es für viele möglicherweise schon zu spät sein kann. Betroffene Ladenbesitzer können sich übrigens selbst auf der Plattform anmelden, gerne also weitersagen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Save Your Locals aus Hamburg, mit dem kleinen Unterschied, dass über saveyourlocals.org kostenlos Gutscheinlinks in beliebiger Höhe generiert werden können, die man selbst dezentral über WhatsApp oder Facebook und Co verbreitet.
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Helfen.Berlin | Saveyourlocals.org | helfen.berlin | SaveYourLocals.org | FOTOS: Helfen.Berlin und Saveyourlocals.org

Vorhang auf!

Hand aufs Herz, wie oft warst du in den letzten Monaten im Theater? Ehrlich gesagt, bei über 8.500 deutschsprachigen Inszenierungen pro Jahr fällt die Auswahl auch gar nicht so leicht. Und bevor man sich nicht entscheiden kann, bleibt man eher zuhause. Die Macher von SPECTYOU haben eine Video-Plattform erstellt, auf der sich Theater digital erleben lässt. Eigentlich sollte die Plattform erst etwas später im Jahr an den Start gehen, aus gegebenem Anlass wird nun bereits die Beta-Version live geschaltet. Ab sofort können ausgewählte Theaterstücke in voller Länge und kostenfrei gestreamt werden. Danach wird im monatlichen Abo oder für den Einzelabruf gezahlt. SPECTYOU will einen Überblick zur aktuellen Bühnenwelt schaffen, die Vielfalt aufzeigen und damit ein digitales Archiv an zeitgenössischem Schauspiel sowie Tanz und Performance bereitstellen. Die neue Plattform wird von einen Team aus Theatermachern, Schauspielern und Regisseuren erarbeitet und richtet sich nicht nur an interessierte Zuschauer, sondern auch an Hochschulen und Theaterschaffende selbst. Gründerin Elisabeth Caesar ist sich bewusst, dass das digitale Streamen keinen „echten“ Theaterbesuch ersetzen wird, sie möchte vielmehr das Bewusstsein für dieses kulturelle Gut wieder in den Vordergrund rücken, ein aktives Netzwerk schaffen und allen Beteiligten ein erweitertes Sprachrohr bieten. Theaterschaffende können sich mit einem Profil anmelden und zusätzlich zum angebotenen Stück entsprechendes Infomaterial hochladen. Damit werden spannende Aufführungen einem breiteren Publikum zugänglich gemacht, unabhängig von Ort und Zeit. Ob zur Recherche, Aufführungsanalyse oder zum privaten Genuss. Vorhang auf!
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SPECTYOU | spectyou.com | FOTO: SPECTYOU

Worte und Taten

Nein, wir sind keine Freunde davon, Worte aus dem Zusammenhang zu reißen. Und klar, Kunst darf frei sein, darf über die Stränge schlagen, anecken, provozieren. Was Kunst nicht darf, ist Menschen persönlich diffamieren, beleidigen, verletzen, Gewalt und Hass verbreiten. Es gibt unverrückbare Grenzen, die für ein zivilisiertes menschliches Miteinander grundlegend sind und weder Stadiontransparent-Maler noch Möchtegern-Straßenrapper aus Zehlendorf haben das Recht diese Grenzen zu überschreiten. Sich auf Kunstfreiheit und ironische Zuspitzung berufen, gilt hier einfach nicht. Die Initiative #unhatewomen von Terre des Femmes richtet sich gegen frauenverachtende Hate Speech und setzt sich für mehr Respekt gegenüber Frauen ein. Denn verbale Gewalt gegen Frauen wird millionenfach gehört, geliked und gefeiert – und so zum Teil unseres Alltags. Die gerade gestartete Kampagne ruft dazu auf, frauenverachtende Texte, Songs oder Posts mit dem Hashtag #unhatewomen zu teilen, um dafür zu sensibilisieren, dass auch Worte Gewalt sein können und um Hassrede gegen Frauen nicht unwidersprochen zu lassen. Die Leitmotive der Kampagne zeigen Frauen im Kontext von Zitaten aus Songs erfolgreicher Deutscher Rapper. Womit wir wieder beim Kontext wären. Rap muss man verstehen? Gehört zum Habitus? Alles ganz anders gemeint? Hier gilt wie so oft im Leben die goldene Regel der Kommunikation: Entscheidend ist nicht, wie etwas gemeint ist, sondern wie es ankommt. Und wenn ein Loser wie Fler, der unfreiwillig eine eigene Textzeile zur Kampagne beisteuerte, die Chance eine eigene Einordnung zu liefern und Dinge richtig zu stellen verstreichen lässt und stattdessen mit Keile droht und ein Kopfgeld (!) auf eine Kampagnen-Unterstützerin aussetzt, ist spätestens alles gesagt. Und getan. #unhatewomen
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#unhatewomen | unhate-women.com | FOTO: Terre des Femmes

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 03. März 2020 | Tags: , Keine Kommentare