But first and last coffee

Zugegeben: Es gibt in Berlin jede Menge tolle Cafés und kleine Oasen. Es mangelt also nicht an Möglichkeiten, um frisch gebrühten, fair gesourcten, qualitativ hochwertigen Kaffee zu bekommen. Allein die Qualität hat ihren Preis und so gehen für die Lieblingsröstung mit aufgeschäumter Hafermilch auch gern mal bis zu vier Euro über den Thekentisch. Macht in der Woche rund 25 Euro, wenn man wie wir auch gern am Wochenende zum Brunch ausschwärmt. Das haben auch die Gründer des Urban Coffee Club bemerkt und daraufhin die Idee für ihr appbasiertes Netzwerk entwickelt. Und die ist schnell erklärt: Mittels App bucht man sich eine Kaffee-Flatrate und kann dann bei über 100 Cafés, Restaurants, Yoga Studios, Buchhandlungen, Fahrradgeschäften, Friseuren und vielen mehr in ganz Berlin frisch gebrühten Kaffee genießen. Für 6,99 Euro pro Woche gibt es einen pro Tag, für 9,99 Euro ist der Koffeinkick unbegrenzt. Momentan ist das Angebot noch auf schwarzen Kaffee begrenzt, Cappuccino und Co. sind aber in der Mache. Die sogenannten Coffee Corners, in denen man seinen Flatrate-Kaffee abholen kann, werden von Urban Coffee Club mit Mühlen und speziellen Kaffeesorten mit unterschiedlicher Röstung ausgestattet und erhalten zudem ein Barista-Training. Die Kaffees stammen von Partnern wie Bonanza, 19 grams, Kaffeekirsche oder der Röststätte. Wir verlosen zwei unlimited Mitgliedschaften bis Jahresende an die coffee addicts unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚NICHT DIE BOHNE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Urban Coffee Club | urbancoffeeclub.de | ab 6,99€ pro Woche | FOTO: Urban Coffee Club

SitEinander

Die größte Schwierigkeit bei der Kinderbetreuung außerhalb von Kita und Co.? Richtig: Jemanden zu finden, dem man vertraut, bei dem sich der Nachwuchs wohl und in guten Händen fühlt und der dann auch noch zeitlich verfügbar ist. Oft bilden sich so kleine private Mamifreundeskreise, um sich jeweils für je ein paar Stunden in der Betreuung auszuhelfen. Die drei Schwestern Anna-Lena, Ulrike und Henrike Gerber haben die Idee konsequent weiter gedacht und mit SitEinander ein Netzwerk gegründet, in dem sich Nutzerinnen und Nutzer per App miteinander verbinden und kennenlernen können, um sich gegenseitig beim Babysitting zu unterstützen. Eine Social Matching-App für Babysitter sozusagen. Man kann das entweder nur unter Freunden machen oder aber auch unbekannte Eltern aus der Umgebung finden. Bekommt man eine Anfrage fürs Babysitting, erscheinen sofort alle wichtigen Infos in der App: Wann und wo der Termin ist und wer noch Zeit hat. Darauf kann man dann kurz antworten, ohne sich durch lange Threads lesen zu müssen. So lernen sich im besten Fall Eltern und Kinder kennen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Nach einer intensiven Testphase und kontinuierlichen Verbesserungen bei der Anwenderfreundlichkeit ist auf diese Weise nicht nur eine App entstanden, sondern eine echte Community.
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SitEinander | siteinander.com/de

Kinderheldin

In vielen Regionen Deutschlands steht die steigende Geburtenrate einem eklatanten Hebammenmangel gegenüber. Mit teilweise drastischen Folgen: werdende Eltern und junge Mütter müssen oft wochenlang suchen, um eine fachliche Betreuung zu finden. Schlimmstenfalls müssen sie sich sogar alleine zurechtfinden, da viele Kreißsäle überfüllt und auch die freiberuflichen Hebammen über mehrere Monate ausgebucht sind. Seit Ende 2017 versucht das Berliner Start-Up „Kinderheldin“ dem entgegenzuwirken und für Entlastung zu sorgen. Und das mit Erfolg! Fabian Müller und Dr. Paul Hadrossek haben mit „Kinderheldin“ einen telemedizinischen Service gegründet, der eine direkte und persönliche Beratung von Schwangeren und Eltern während des ersten Lebensjahres durch Hebammen ermöglicht. Dazu sind die fest angestellten Hebammen täglich von 7 bis 22 Uhr – auch an Wochenenden und Feiertagen – via Chat, Telefon oder bei Bedarf sogar per Videocall online erreichbar. Außerdem arbeiten bei „Kinderheldin“ auch Ärzte aus den Bereichen Gynäkologie/Geburtshilfe, Pädiatrie/Kinderheilkunde und Psychologie mit, um höchste wissenschaftliche Standards und eine bestmögliche medizinische Beratung zu gewährleisten. Zurzeit können bereits etwa 12 Millionen gesetzlich Versicherte den Service von „Kinderheldin“ deutschlandweit kostenlos nutzen. Es gibt unter anderem schon Kooperation mit der R+V BKK, der HEK, Kappschaft und der BARMER. Kooperationen mit weiteren Krankenkassen sind in der Vorbereitung und sollen folgen.
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Kinderheldin | einmalige Beratung 9,90€, 1-Monats-Flatrate 39,90€ | kinderheldin.de

Ein Zopf, der hilft

Es gibt die heimtückischen Krankheiten, wie den Krebs. Oder die rätselhaften, wie Alopecia Areata. Oder aber auch die verstörenden, wie Trichotillomanie. Was diesen drei Beispielen gemeinsam ist: Der symptomatische Haarverlust. Gerade Kinder leiden stark unter der emotionalen Belastung von Haarausfall – egal ob durch Chemotherapie oder unerklärliche Immunverirrungen. Der Wiener Non-Profit-Verein „Die Haarspender“ sammelt seit 2016, um betroffenen Kindern mit kostenlosen Echthaarperücken ein Stück Identität, Normalität und Würde zurückzugeben. Die Gleichung ist simpel: 4 Zöpfe + 360 Euro = eine kostenlose Echthaarperücke für ein Kind. Helfen kann jeder – mit einer Spende des eigenen Haares ab 30cm Länge oder mit Geld. Strukturell einwandfreies Haar wird von Profis zu täuschend echten Perücken verknüpft. So entsteht einerseits ein Sortiment an Standard-Kindergrößen für die schnelle Hilfe. Maßanfertigungen können anderseits mit einer Wartezeit von zwei Monaten hergestellt werden. Ein Segen, kosten doch reguläre Echthaarperücken mindestens 1500 Euro, was für die meisten Betroffenen nicht zu leisten ist. So gilt nun auch ganz praktisch, was ideologisch schon nicht verkehrt ist: Alte Zöpfe abschneiden! Oder am besten abschneiden lassen, kostenlos in einem der deutschen Partnersalons. Und dann einpacken, verschicken, Gutes tun.
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Verein „Die Haarspender“ | Adresse für Haarspenden: Verein Die Haarspender, Postfach 036, A – 1239 Wien | diehaarspender.at

#vote4humanrights

Am 26. Mai 2019 wird in der EU bereits zum neunten Mal das Europäische Parlament gewählt. Leider sind in der Vergangenheit in einigen europäischen Staaten rassistische und menschenfeindliche Stimmen lauter geworden. Im schlimmsten Fall führt dies – wie manch andere Länder bereits unter Beweis stellen – zur Bildung von rechtslastigen Regierungen. Aus diesem Grund ruft Amnesty International mit verschiedenen Aktionen dazu auf, möglichst viele Stimmen für ein vereintes Europa abzugeben. Für ein Europa, in dem alle Menschen die gleichen Rechte genießen und das sich weltweit für Freiheit und Menschenrechte einsetzt. Die europäische Amnesty-Jugend mobilisiert in rund 15 Ländern zur Teilnahme an der Aktionswoche, welche vom 11. bis zum 19. Mai stattfindet. Die Botschaft darin lautet „Dein X für die Menschenrechte“. Ein Highlight der Woche ist die internationale Wake Up!-Aktion am 14. Mai. Ein europaweiter Smart Mob, der dazu aufruft, das eigene Wahlrecht wahrzunehmen. Außerdem wird es sogenannte „Europe@Lunch“-Events geben, wo in 90-minütigen Unterrichtsstunden zum Thema Klimawandel, Menschenrechte und EU-Wahl debattiert werden kann. Am 19. Mai werden dann im Rahmen der „EIN EUROPA FÜR ALLE“ Demos erneut Zehntausende auf die Straße gehen und ihre Stimme erheben. Alle, die an der Europawahlaktion „Dein X für Menschenrechte“ teilnehmen möchten, posten einfach ein Bild von sich mit einem beliebig gestalteten „X“ unter dem Hashtag #vote4humanrights.
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Amnesty International – Aktionswoche & Smart Mob | Aktionswoche vom 11.-19. Mai | Smart Mob am 14. Mai | amnesty.de/europawahl

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 07. Mai 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Ist da noch was zu retten?

„Von zwölfe bis Mittag“. Das ist – ausgedrückt in den Worten des lebensweisen Vaters – die offizielle Lebensdauer der meisten unserer Lieblingssneaker. Denn hat man einmal ein Paar für sich entdeckt, will man eigentlich auch nichts anderes mehr tragen. Da wird dann lieber das gesamte Outfit passend abgestimmt als anders herum. Blöd nur, dass man den liebgewonnenen Tretern irgendwann auch den Verschleiß ansieht und spätestens, wenn sich erste Nähte lösen, der große Zehennagel durchs Futter schuppert oder Flecken trotz hartnäckiger Bearbeitung nicht mehr wegzudenken sind, wird es Zeit sich nach einem neuen Lebensabschnittspaar umzusehen. Irgendwie doof. Und irgendwie auch nicht richtig. Zum Vergleich: Jedes Jahr werden 24 Milliarden Paar Schuhe gebaut und allein in Deutschland rund 10.000 Tonnen davon in den Müll geworfen. Gut, dass es den gelernten Orthopädieschuhmacher Hagen Matuszak gibt und das von ihm gegründete Startup Sneaker Rescue. Damit macht der 22-jährige nämlich genau das, was draufsteht; er rettet Sneaker. Und das geht so: ihr schickt per WhatsApp oder E-Mail Fotos eurer Problemtreter und bekommt ratzfatz einen Kostenvoranschlag. Der liegt je nach Zerstörungsgrad zwischen günstiger und viiiel günstiger als der eines neuen Paares. Danach sendet ihr eure Schuhe ein, und bekommt euer runderneuertes Modell nach der Reparatur auf dem gleichen Weg zurück. So gewinnen alle: wir eine zweite Chance mit unseren Lieblingen, Hagen und die Welt, die ein Stück weit vom Überkonsum und den Folgen entlastet wird. Einige sinnvolle Kooperationen unter anderem mit Ethletic laufen bereits, um den Impact noch zu erhöhen. Wir verlosen eine kostenlose Sneaker Reparatur an die besonders Ausgelatschten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WALK THE TALK‘ und einer kurzen Schilderung eures Problemfalls an hurra@muxmaeuschenwild.de. Tolle Idee, tolles Produkt. Von vorne bis hinten fair.
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Sneaker Rescue | z.B. Sohlen-Erneuerung 39,99 € | sneaker-rescue.de

Starting a Revolution

Naomi Ryland, Mitgründerin von tbd*, Deutschlands Plattform für Jobs mit Sinn und Lisa Jaspers, Gründerin unseres Fair-Trade-Lieblings FOLKDAYS machen gemeinsame Sache. Beide interessieren sich in ihrer Funktion als Unternehmerin besonders dafür, was sie und uns sowohl beruflich als auch menschlich weiterbringen kann. Sie stellten fest, dass viele der Ratschläge, die sie aus ihrem Umfeld, der Unternehmer- und Start-up-Welt, aber auch aus Business-Büchern saugten, irgendwie einseitig und wenig inspiriert daher kamen. Was ihnen fehlte: wirkliche Vorbilder, solche, die sich nicht innerhalb des alten Systems bewegen, sondern ein neues denken. Diese Lücke möchten die beiden nun – mit Eurer Hilfe – schließen. Mit einem Hands-on-Business-Buch für alle, die die Arbeitswelt um sich herum verändern und radikal umdenken wollen. Dabei geht es u.a. um Themen wie Organisationsentwicklung, Führung, Personalgewinnung, Personalentwicklung, Team Building, Innovation und Fundraising. „Starting a Revolution“ soll nicht nur die Präsenz von Autorinnen von Business-Büchern stärken (von den 50 meistverkauften Business-Büchern auf Amazon sind nur fünf von Frauen geschrieben), sondern den Diskurs vor allem um gänzlich neue Perspektiven auf und Konzepte von Arbeit bereichern. Im Vordergrund stehen deshalb Gründerinnen, die jeweils eine eigene, konsequent andere Arbeitswelt aufgebaut haben. Damit das Projekt möglich, das Buch geschrieben und die Revolution gestartet wird, braucht es eure Unterstützung. Wie? Ganz einfach: auf startnext läuft gerade ihre Crowdfunding-Kampagne. Bestellt ein Buch vor und sorgt so für vollendete Tatsachen.
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Crowdfunding-Projekt „Starting a Revolution“ | Startnext

Junges Gemüse

‚Für eine Generation, die weiß, was sie isst‘. So lautet die Vision der Gemüse Ackerdemie, einem Bildungsprogramm, welches das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für eine gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittel steigern möchte. Bei dem von Dr. Christoph Schmitz entwickelten Programm geht es in erster Linie darum, dass Kinder und Jugendliche ihr eigenes Gemüse im Klassenraum oder auf einem nahegelegenen Acker anbauen. Unter fachlicher und pädagogischer Anleitung startet dann für die kleinen Landwirte eine Reise von der VorAckerZeit über die AckerZeit bis zur NachAckerZeit. So erleben sie hautnah, wo regionale Lebensmittel eigentlich herkommen und wie sie heranwachsen. Ob in der AckerSchule, AckerKita oder GemüseKlasse: die Leitstrategie des Ackerdemia e. V. geht auf und die Kinder und Jugendlichen entwickeln spielerisch eine größere Wertschätzung für Lebensmittel. Langfristig soll das Projekt so optimiert werden, dass die Gemüse Ackerdemie möglichst an jeder interessierten Bildungseinrichtung im deutschsprachigen Raum angeboten werden kann. Die jungen „Absolventen“ zeichnen sich durch ein grundlegendes Bewusstsein von Lebensmittelproduktion und nachhaltigem Konsumverhalten aus. Wer also die Kita oder Schule von Filus oder Filia zur Ackerkita oder Ackerschule machen möchte, der meldet sich einfach hier. Achso, Ackerfamilie geht auch. Da wächst was heran.
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Gemüse Ackerdemie | Ackerdemia e.V., Großbeerenstr. 17, 14482 Potsdam | www.gemueseackerdemie.de | www.ackerdemia.de | Foto: Katharina Kühnel

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 02. Januar 2019 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Radikale Höflichkeit

Hach, Familie ist etwas Wunderbares. Auch und ganz besonders zu Weihnachten. Menschen, die sich das Jahr über selten oder nie sehen, sitzen beisammen, essen, trinken und tauschen sich mit steigendem Rotweinpegel zunehmend hitzig zu diversen Themen und Lebenseindrücken aus. Gut, das ist vielleicht etwas übertrieben und absichtlich überspitzt, aber dass es am Weihnachtsfest nicht nur besinnlich zugehen sondern auch mal ziemlich knirschen bis scheppern kann, hat wohl jede und jeder schon einmal erlebt. Dabei haben vor allem gesellschaftspolitische Themen die Kraft, ganze Clans zu spalten oder zumindest Kopfschütteln und Tränen der Wut hervorzurufen. Doch wie reagiert man eigentlich am besten auf Aussagen von Familienmitgliedern oder auch Freunden und Bekannten, die so gar nicht mit den eigenen politischen Ansichten konform gehen? Die Antwort lautet schlicht und ergreifend: mit radikaler Höflichkeit. Wie das geht und warum das gut ist, erklärt die gleichnamige Kampagne, die von der Initiative ‚Kleiner 5‘ ins Leben gerufen wurde. Die wiederum ist Teil des Vereins ‚Tadel verpflichtet! e.V.‘ und setzt sich schon seit 2016 vor allem gegen rechtspopulistische Parolen und Parteien ein. Gründungsmitglied Paulina Fröhlich möchte mit ihrer aktuellen Kampagne einen Beitrag zu einer offeneren und vielfältigeren Gesellschaft leisten. ‚Radikale Höflichkeit‘ bedeutet nämlich in erster Linie, hitzige Gespräche und Diskussionen respektvoll zu führen. Sprich: Meinungsverschiedenheiten anzuerkennen, Gemeinsamkeiten zu suchen und schließlich die eigene demokratische Haltung einzubringen. Dazu wird auf der Website von ‚Radikale Höflichkeit‘ in humorvollen Videos erklärt, welche Faktoren wichtig sind und wie man es am Ende schafft, einen kühlen Kopf zu bewahren. Hier geht es zu den Videos und unter diesem Link findet ihr wertvolle Argumente und rhetorische Tipps. In diesem Sinne, frohes und friedliches Fest!
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Radikale Höflichkeit | Kampagne für demokratische Gesprächskultur | www.radikalehoeflichkeit.de | www.kleinerfuenf.de | www.tadelverpflichtet.de

Aufwachen!

Wer sind wir und wenn ja, warum? Wohin führt die Entdeckungsreise zu uns selbst und was zum Himmel machen wir, wenn wir dort angekommen sind? Die beiden Regisseure Jonathan Kray und Jorge Andrade begegnen dieser Frage in ihrem Filmprojekt ‚Rude Awakening‘ auf völlig neue Art und Weise. Rude Awakening soll ein unterhaltsamer und fesselnder Dokumentarfilm werden, der mit ungewöhnlich moderner Bildsprache, Humor und einer guten Portion Selbstironie davon erzählt, was am Ende unserer „spirituellen Reise“ passiert. Ende offen. Womöglich so etwas wie ein „Erwachen“? Der Dreh beginnt im Frühjahr 2019 und erzählt Geschichten von Menschen, die herausfinden wollen, wer sie wirklich sind. Bestimmte Religionen, Glaubensrichtungen oder spirituelle Gruppierungen spielen hierbei keine Rolle. Vielmehr stehen neben Jonathan Kray, der auf seine eigene Entdeckungsreise zurückblickt, ganz gewöhnliche Menschen vor der Kamera, um die Erfahrungen ihres persönlichen Weges mit euch zu teilen. Damit dieses tolle Filmprojekt realisiert werden kann, braucht es unsere Unterstützung. Die Indiegogo-Kampagne für Rude Awakening läuft seit dem 1. Dezember 2018 und ihr könnt das Projekt unter diesem Link unterstützen. P.S. Guckt euch den Trailer an, der ist schlicht und ergreifend grandios!
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RUDE AWAKENING – a Documentary About Self-Discovery | Unterstützt das Filmprojekt hier: indiegogo.com/projects/rude-awakening-documentaryTrailer

Housing First

Erst die Wohnung – und dann sehen wir weiter. Das ist das Prinzip von Housing First, einem Konzept zur Be­en­dung von Obdachlosigkeit, das ursprünglich aus den USA stammt und jetzt endlich auch hier angekommen ist. Bisher mussten Obdachlose nämlich einige Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt an eine Wohnung zu gelangen. Statt den Menschen auf der Straße notdürftig zu helfen, bekommen die Obdachlosen von Housing First Berlin eine Wohnung gestellt, und zwar ohne sie an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen. Auf dieser Basis werden dann die anderen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Sucht oder Verschuldung angegangen. Träger des Modellprojekts ist eine Projektpartnerschaft aus der Neue Chance GmbH und der Berliner Stadtmission, die das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales umsetzen. Die Wohnungen sollen dann über Wartelisten oder Auswahlgespräche gerecht verteilt werden, sodass schon bald bis zu 80 Obdachlose in ihr neues Zuhause einziehen können. Natürlich werden sie damit dann nicht alleingelassen. Der Mietvertrag ist lediglich der erste Schritt, denn anschließend stehen ihnen Sozialarbeiter, Hauswirtschafter und auch ehemalige Obdachlose tatkräftig zur Seite. Außerdem erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein flexibles Unterstützungsangebot, das sich auf die gesamten Lebensbereiche bezieht.
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Housing First Berlin | www.housingfirstberlin.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 27. November 2018 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Geschichte schreiben

Schonmal etwas von der Nordmarka gehört? Macht nichts! Es handelt sich hierbei um eine nördlich der norwegischen Hauptstadt Oslo gelegene, wunderschöne Landschaft. Sie bietet verlassene Wälder, einsame Seen, weite Wiesen und seit 2014 die zukünftigen Buchseiten der ‚Future Library‘. Kein Wort verstanden? Macht schon wieder nichts! Uns ging es nämlich zunächst genauso, als wir vor Kurzem erstmals von diesem großartigen, wirklich einzigartigen Projekt der schottischen Künstlerin Katie Paterson erfuhren. Doch der Reihe nach: Inmitten der eingangs beschriebenen Wunderlandschaft wachsen eigens dafür gepflanzte, junge Bäume heran, um aus ihren Stämmen Papier für bisher unveröffentlichte Romane zu gewinnen. Das Besondere: Die Romane wurden bzw. werden von 100 der renommiertesten zeitgenössischen Autoren verfasst und allesamt gleichzeitig veröffentlicht. So sollen insgesamt 100 Bücher entstehen, die in limitierter Auflage auf dem Buchdruckpapier aus der Nordmarka gedruckt werden. Das öffentliche Kunstwerk startete im Jahr 2014. Mit einer besonderen Zeremonie im Wald wird jedes Frühjahr das Manuskript eines Autors übergeben. Der Tag besteht aus einem öffentlichen Spaziergang durch die Nordmarka, wo der Autor eine Lesung hält. Anschließend kommt es zu einer Frage- und Antwortveranstaltung in der Deichmanske-Bibliothek in Oslo, wo die Manuskripte bis zu ihrer Veröffentlichung in einem knappen Jahrhundert aufbewahrt werden. Wie dann wohl gelesen und gelebt wird, ist bisher noch ein großes Rätsel. Wird es überhaupt noch Bücher und Print geben? Und wie wird man auf die heutige zeitgenössische Literatur zurückblicken? Genau hier liegt der Ansatz von Katie Paterson und den ausgewählten Autoren: Werke zu konzipieren und zu produzieren, um in einer unbekannten Zukunft rezeptive Leser zu finden.
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The Future Library von Katie Paterson | www.futurelibrary.no

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 20. November 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Mieten, Kaufen, Tauschen?!

Neulich im Kungerkiez: ein adretter junger Mann klebt einen Abreißzettel an einen Laternenpfahl. „Kleine Familie will sich vergrößern und sucht eine 4 Zimmer-Wohnung hier im Kiez. Gern im Tausch gegen unsere 3,5 Zimmer Altbauwohnung mit großem Balkon in Kreuzberg.“ Japp, auch Berlin ist inzwischen mitten im Verteilungskampf um bezahlbaren innerstädtischen Wohnraum angekommen. Steigende Preise und der Mangel an attraktivem Wohnraum machen es zunehmend schwieriger, eine passende Wohnung zu finden. Da greift man schonmal auf eingangs beschriebene Oldschool-Taktiken zurück. Das dachten sich auch die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften degewo, STADT UND LAND, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE und WBM und schufen kurzerhand ein eigenes gesellschaftsübergreifendes Wohnungstauschportal. Eine offizielle Online-Plattform für den Wohnungstausch gab es von der Stadt nämlich bisher noch nicht. Grundsätzlich soll das Portal helfen Umzüge zu erleichtern und schneller eine Wohnung zu finden, die auf die aktuelle Lebenssituation zugeschnitten ist. Das kann vor allen Dingen dann sinnvoll sein, wenn Nachwuchs ansteht oder ein Haushaltsmitglied auszieht. An sich ist das Prinzip dabei relativ simpel: Auf inberlinwohnen.de kann man sich als Mieterin und Mieter der ‚Landeseigenen‘ für das Tauschportal registrieren und anschließend die Wohnungen von anderen Mieterinnen und Mietern ansehen oder eigene Angebote einstellen. Das Besondere daran ist, dass die jeweiligen Nettokaltmieten beider Wohnungen bei einem Tausch unverändert bleiben. Wenn sich schließlich zwei potenzielle Tauschparteien gefunden haben, erfolgen alle weiteren vertragsrelevanten Schritte außerhalb des Portals. Dit finden wir richtich jut.
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Wohnungstauschportal | www.inberlinwohnen.de

Letzte Wünsche wagen

Was würdest du tun, wenn du einen letzten Wunsch hättest? Noch einmal das Meer sehen. Die Hochzeit des eigenen Kindes miterleben. Ein letztes Mal an seinen Sehnsuchtsort zurückkehren oder einfach nur die Familie und Freunde in die Arme schließen. Was für gesunde Menschen selbstverständlich und alltäglich ist, bleibt für viele sterbenskranke Menschen leider häufig nur ein unerfüllter Traum. Genau deshalb gibt es den Wünschewagen. Der umgebaute Krankenwagen bringt schwerkranke Menschen jeden Alters mit einer letzten Wunschfahrt an ein Ziel ihrer Wahl. So verschieden die Wünsche auch sein mögen, weder den Fahrgästen noch den ehrenamtlichen Begleitpersonen entstehen dabei Kosten. Denn das Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland finanziert sich nur aus Spenden. Seit 2016 rollt der Wünschewagen nun auch durch Berlin und konnte bereits viele Herzenswünsche erfüllen. Die ausgebildeten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gewährleisten während einer solchen Wunschfahrt eine umfassende auch medizinische Versorgung des Fahrgastes. Dieses Ereignis ist sowohl für die Wunscherfüller, als auch für die Fahrgäste ein besonderes emotionales Erlebnis. Denn jede einzelne Fahrt macht Menschen in einer schwierigen und oft aussichtslosen Situation nochmal einmal glücklich. Der Wünschewagen würde sich über eure Unterstützung freuen – jede kleine Spende hilft, große letzte Momente zu schaffen. Danke!
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ASB Wünschewagen Berlin | www.wuenschewagen.de | Spendenkonto: Arbeiter Samariter Bund LV Berlin, IBAN DE22 1002 0500 0001 1560 01, Stichwort: Wünschewag

Worte sind Taten

Am 23. September solltest du mit jemandem reden. Unter vier Augen und von Angesicht zu Angesicht. Ihr solltet über Deutschland reden, Politik, das Klima, Themen die euch und die Gesellschaft bewegen. Ihr werdet am 23. September nicht mit irgendjemandem reden, sondern mit einem Menschen, der in genau diesen Fragen möglicherweise fundamental anderer Anischt ist als du. Deinen Gesprächspartner kennst du noch nicht, er wird dir mithilfe eines Algorithmus angeboten. Alles, was du weißt: Ihr denkt anders. Und versteht euch möglicherweise doch. Die Aktion „Deutschland spricht“ beruht auf einer Initiative von ZEIT ONLINE, bei der sich im vergangenen Jahr 12.000 Menschen beteiligten. Insgesamt elf Medienhäuser rufen nun gemeinsam und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu auf, sich mit einem politisch Andersdenkenden zu treffen. Die Medienpartner stellen ihren Lesern in den kommenden Wochen aktuelle, für alle gleich lautende Fragen: „Sollten deutsche Innenstädte autofrei werden?“ Oder: „Können Muslime und Nicht-Muslime in Deutschland gut zusammen leben?“ Anschließend findet ein Algorithmus anhand der Antworten Menschen, die nahe beieinander wohnen, aber möglichst unterschiedlich denken. Am Sonntagnachmittag des 23. September können sich die auf diese Weise vermittelten Diskussionspaare überall in Deutschland treffen. Einige der Teilnehmer werden nach Berlin eingeladen, wo sie mit ihrem Partner im Rahmen einer Veranstaltung diskutieren können, die der Bundespräsident mit einer Rede eröffnen wird. Die technische Grundlage für das Projekt bildet übrigens die Plattform „My Country Talks“, die von ZEIT ONLINE gemeinsam mit internationalen Partnern konzipiert und zusammen mit Google umgesetzt wurde. In den kommenden Monaten sind auch „My Country Talks“-Veranstaltungen in der Schweiz, Österreich, Norwegen und Dänemark geplant. Auch mit Medienhäusern in rund 30 weiteren Regionen gibt es bereits Vorgespräche, von Alaska bis Australien. Lasst einander zuhören, miteinander diskutieren und um Lösungen ringen, die unsere Gesellschaften voranbringen, statt Gräben zu schaufeln und Mauern zu bauen. Lasst uns reden. Lasst es uns tun.
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Deutschland Spricht | So., 23.09.2018 | Anmeldung

Reminder: The GOLDEN DINNER

Seit Tagen haben wir gewerkelt, gefriemelt, geschuftet, zwischenzeitlich auch mal geflucht und um die Heizung gebangt, nun ist es endlich soweit und wir können es kaum erwarten, den Schlüssel im Schloss zu drehen, die Kerzen anzuzünden und unsere Gäste mit einem Glas Schampus in der Hand an einem geheimen Ort in Berlin zu begrüßen. Denn heute öffnen wir den Saal zum sechsten GOLDEN DINNER. Wir erwecken einen vergessenen und gerade ziemlich abgerissenen Raum auf mehreren Etagen mit Licht, Kunst und Musik zum Leben. Euch erwartet ein raffiniertes 3-Gänge-Menü in drei unterschiedlichen Varianten, inklusive Welcome-Drink, Gruß aus der Küche und dazu jede Menge Kunst und Musik. Ein eleganter, unvergesslicher und persönlicher Abend voller Überraschungen und in intimer Atmosphäre an einem Ort, der weder Zeit noch Grenzen akzeptiert. Wer noch einen der wenigen Restplätze ergattern möchte, schreibt uns am besten direkt an dinner@muxmaeuschenwild.de. Und wie immer erfahren nur unsere Gäste am Tag ihres Dinners die genaue Adresse. Nur so viel sei gesagt: An der Schnittstelle von gestern und morgen führt der Weg ins Licht manchmal durchs Dunkel und wo einst ein reger Handel tobt sich bald schon Raum fürs Denken lobt.
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The GOLDEN DINNER #6 | 13.-20.12.2017 | Einlass 19.30 Uhr | Secret Location Berlin | Tickets: 89 € | Tickets | Facebook

Kategorien: Projekte, In eigener Sache | Autor: | Datum: 12. Dezember 2017 | Tags: |  Keine Kommentare

Von der Kunst FÜR etwas zu sein

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Es ist Zeit aufzustehen. Es ist Zeit, die eigene Meinung kundzutun, einzustehen für die Dinge, die uns wichtig sind: Gleichheit. Respekt. Ein sorgsamer Umgang mit unserer Um- und Mitwelt im Allgemeinen und anderen Lebewesen im Besonderen. Bereits vor sieben Jahren hat der französische Philosoph Stéphane Hessel gerufen, wir sollen uns empören. Empörung lebt und schlägt bisweilen erstaunliche Haken und Weisen und taucht in Richtungen, die Stirnrunzeln oder Besorgnis hervorruft. Nein, Empörung allein reicht nicht. Das ökologische Modelabel aus dem wassernahen deutschen Norden, Waterkoog, ruft nun gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsmagazin Peppermynta den Stand Up-Summer aus. Beim Surfen steht STAND UP für das Aufstehen auf der Welle, das unermüdliche Weiterversuchen, das Dranbleiben, bis es klappt. Im übertragenen Sinne steht also STAND UP für das hartnäckige Einstehen für die eigenen Werte, für den Biss, dranzubleiben, dafür aufzustehen und sich zu bekennen! Gerade im Sommer, wenn wir alle dazu neigen, etwas träge zu werden, in der Sonne zu fläzen und mal nix zu tun, ist doch eigentlich Platz für den friedvollen Kampf für eine bessere Welt. Schließlich baden wir lieber in sauberem Wasser als im Plastikmüll. Oder können uns auch für eine nachhaltig produzierte Badehose entscheiden. Und ein paar Grillwürste (oder Halloumi) an die Familie nebenan abgeben. Was auch immer das Anliegen ist, auf standupsummer.de kann es kundgetan werden. Das Shirt zur Haltung gibt es – selbstredend aus 100% Biobaumwolle – für das Offline-Statement hier. 5€ vom Verkaufspreis gehen übrigens an unsere Freunde von Viva con Agua. Aufstehen, Farbe bekennen, Welt machen!
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Stand Up Summer | T-Shirt für 29€ | | standupsummer.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 06. Juni 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Female Future Force

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Ist so etwas wie die Alliteration der Stunde. Warum? Ganz einfach: Frauen sind in Gründungs- und Führungspositionen aller Branchen unterrepräsentiert, werden im Verhältnis zu ihren männlichen Pendants unterbezahlt und sind immer noch häufig unterprivilegiert, wenn es um Zugang und Verfügung von Informationen und Know-How geht. Die Lösung: mehr Zigarre rauchen und mit dem Golfspielen beginnen. Kleiner Scherz, so eindimensional muss man natürlich nicht argumentieren und dennoch steckt wie in jedem, so auch in diesem Scherz, ein Fünkchen Wahrheit. Bis heute werden Frauen weniger gefördert und entscheidendes Wissen ist oft nur Top-Managern – in der Regel Männern – vorbehalten. Und das für wahnsinnig viel Geld. Die großartigen Macherinnen von EDITION F haben sich seit ihrer Gründung mit vielen Persönlichkeiten, Vordenkern und Experten über spannende Themen rund um Karriere, Leben, Politik, Gesellschaft und Digitale Innovation ausgetauscht und in Webinaren viel Wissen weitergegeben. Mit ihrem Projekt FEMALE FUTURE FORCE wollen sie diese Erfahrungen bündeln und jeder und jedem einfach und verdaulich per digitalem Coaching zugänglich machen. In 52 Wochen (also quasi einem Jahr) wird in Zusammenarbeit mit 52 Top-Experten ein Programm aus 52 Videos, Interviews, Podcasts, Work Sheets und Fragebögen erstellt, das dich persönlich und beruflich weiterbringt und wachsen lässt. Mit von der Partie sind u.a. der Verhandlungs-Experte Matthias Schranner, die ehemalige ProSiebenSat.1 Personalvorständin Heidi Stopper, TLGG-Chef Christoph Bornschein, Premium-Gründerin Anita Tillmann, WiWo-Chefredakteurin Miriam Meckel oder Bloggerin Jessie Weiss von Journelles. Thematisch geht es beispielsweise um Persönlichkeitsentwicklung, Arbeits- & Selbstorganisation, Digitalkompetenzen, Creative Thinking, Team & Führung, aber auch um Happiness oder Aktivismus & Engagement. Vor ein paar Tagen startete das Crowdfunding für die digitale Coaching Akademie, die Fundingschwelle ist mit eurer Hilfe sicher schnell erreicht. Für 99 Euro – also nicht mal 2 Euro pro Woche – sichert ihr euch ein Jahr lang Input und Austausch auf höchstem Niveau. Dabei gehen zehn Prozent in einen FEMALE FUTURE FORCE Stipendien-Topf, um benachteiligten Frauen ebenfalls Zugang zum Coaching zu ermöglichen. #wearebettertogether #femalefutureforce

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FEMALE FUTURE FORCE Academy | www.femalefutureforce.de | www.startnext.com/femalefutureforce | Foto: Nora Tabel

Drei von Sinnen

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Oder anders: Am Ufer stehen und den Wellen dabei zuschauen, wie sie kraftvoll und unablässig in Richtung Land brausen, aber kein Geräusch dazu vernehmen. Mit verbundenen Augen im Zelt liegen, den Regen aufs Nylondach prasseln, den Donner grollen hören, aber den Blitz nicht sehen, wenn sich die Kraft des Himmels elektrisch entlädt. Oder einfach mal die Klappe halten. Nichts kommentieren. Kein gesprochener Dialog. Eine ganze Woche lang. Wie sich so etwas anfühlt? Darüber haben die drei Freunde Bart, David und Jakob einen Film gemacht. Drei Wochen lang befanden sie sich auf einer abenteuerlichen Reise vom Bodensee an den Atlantik. Zu Fuß, per Anhalter oder im ÖV. Jeder von ihnen verzichtete jeweils für eine Woche auf einen ihrer Sinne, auf Augen, Sprache oder Ohren. Eine Kamera hat sie auf diesem aberwitzigen Trip begleitet. Aus der Idee wurde schnell ein Experiment, aus dem Experiment eine Geduldsprobe, aus kleinen Missverständnissen eine handfeste Krise. Und eine Konfrontation mit großen Fragen: Kann ich meinen Freunden blind vertrauen? Wie trage ich einen Konflikt ohne Worte aus? Und, vor allem: Was hält eine Freundschaft aus? Die gefeierte Dokumentation gewann am Internationalen Filmfestival Eindhoven den Golden Wing Award für den „Besten Dokumentarfilm“, und die Drei von Sinnen feiern nun in Berlin Premiere. Befreundet sind sie immer noch. Und dabei um einige Erkenntnisse reicher. Das werden sie aber selbst erzählen können, denn alle drei sind auf der Premiere anwesend und hoffentlich bei Sinnen.
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Drei von Sinnen, Berlin Premiere | Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin | 10.03.2017 um 20:00 Uhr | Facebook | Trailer | dreivonsinnen.de

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 07. März 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Lernt euch kennen!

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Oha, die Welt ist aus den Fugen also. Missstände und vor allem Gefahren jederzeit und allerorten. Soll man als verantwortungsvoll denkender Mensch tatsächlich Kinder in diese in Schieflage geratene Gemeinschaft setzen bzw. was soll man unseren Heranwachsenden an Rüstzeug mit auf den Weg geben? Gegenfrage: Wie verantwortungsvoll wäre es, die eigenen Werte, den Glauben und das Eintreten für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Gleichheit, Freiheit und Toleranz nicht weiterzugeben, die Welt anstelle jenen zu überlassen, denen das eben Gesagte bestenfalls egal, schlimmstenfalls ein Dorn im kalkülpolitischen Auge ist? Lasst euch keine Angst machen – informiert euch! Käut nicht wieder, was Stammtische, Medien, euer Social Media-Dunstkreis, Politiker, Schlaumeier oder jeder sonstwie Berufene euch als Einschätzung der Lage servieren – hinterfragt und engagiert euch! Haltet euch nicht raus – politisiert euch! Schimpft nicht auf die da oben, ohne zu wissen, was verantwortungsvolle Politikarbeit bedeutet – bringt euch ein! Gebt euch nicht mit starken Posts auf eurer Timeline zufrieden, die diesen Orbit nie verlassen werden – bewegt euch! Nehmt nicht hin, dass die Grenzen des Sagbaren sich weiter verschieben, bis rassistische Gewalttaten nicht nur möglich erscheinen, sondern von oberster Stelle goutiert werden – tretet für eure Werte ein! Und vor allem: ermutigt andere, es euch gleich zu tun. Die Jugendbewegung für Demokratie, Demonstrationen und für die Demontage der Dämonen, kurz DEMO entstand genau in diesem Kontext. DEMO ist ein Experiment, der Versuch sich zu einem Wir zusammenzuschließen, um nach Carolin Emcke zu einer „zarten Form der Macht“ zu werden – parteiübergreifend, mit Spaß, gegen Rassismus, Sexismus und Nationalismus und im festen Glauben an den 1. Artikel des Deutschen Grundgesetzes. Hinter der Initiative steht die wunderbare, junge Journalistin Mareike Nieberding, die sonst für Blätter wie die Zeit, FAZ, Neon oder den Spiegel schreibt. Mit DEMO will sie zum Wählen motivieren, aber nicht zur Wahl einer bestimmten Partei, demokratische Werte vermitteln, und den Erstwählern, Jungwählern und Nichtwählern ein politisches Selbstbewusstsein geben. Im Grunde geht es darum, im Jahr der Bundestagswahl Begegnungen zu schaffen, die über die Facebook-Twitter-Kommentarspalten-Diskussion hinausgehen. Das Projekt bereist dafür alle Bundesländer, Städte, Dörfer, Ortschaften und will Diskussionen anregen über Heimat, Identität, Anstand oder Gerechtigkeit. Fazit: redet miteinander, nicht übereinander! Nur so erkennt man, dass uns so viel mehr verbindet als unterscheidet. Nur so bleiben wir im Gleichgewicht.
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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare