Aufwachen!

Wer sind wir und wenn ja, warum? Wohin führt die Entdeckungsreise zu uns selbst und was zum Himmel machen wir, wenn wir dort angekommen sind? Die beiden Regisseure Jonathan Kray und Jorge Andrade begegnen dieser Frage in ihrem Filmprojekt ‚Rude Awakening‘ auf völlig neue Art und Weise. Rude Awakening soll ein unterhaltsamer und fesselnder Dokumentarfilm werden, der mit ungewöhnlich moderner Bildsprache, Humor und einer guten Portion Selbstironie davon erzählt, was am Ende unserer „spirituellen Reise“ passiert. Ende offen. Womöglich so etwas wie ein „Erwachen“? Der Dreh beginnt im Frühjahr 2019 und erzählt Geschichten von Menschen, die herausfinden wollen, wer sie wirklich sind. Bestimmte Religionen, Glaubensrichtungen oder spirituelle Gruppierungen spielen hierbei keine Rolle. Vielmehr stehen neben Jonathan Kray, der auf seine eigene Entdeckungsreise zurückblickt, ganz gewöhnliche Menschen vor der Kamera, um die Erfahrungen ihres persönlichen Weges mit euch zu teilen. Damit dieses tolle Filmprojekt realisiert werden kann, braucht es unsere Unterstützung. Die Indiegogo-Kampagne für Rude Awakening läuft seit dem 1. Dezember 2018 und ihr könnt das Projekt unter diesem Link unterstützen. P.S. Guckt euch den Trailer an, der ist schlicht und ergreifend grandios!
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RUDE AWAKENING – a Documentary About Self-Discovery | Unterstützt das Filmprojekt hier: indiegogo.com/projects/rude-awakening-documentaryTrailer

Housing First

Erst die Wohnung – und dann sehen wir weiter. Das ist das Prinzip von Housing First, einem Konzept zur Be­en­dung von Obdachlosigkeit, das ursprünglich aus den USA stammt und jetzt endlich auch hier angekommen ist. Bisher mussten Obdachlose nämlich einige Voraussetzungen erfüllen, um überhaupt an eine Wohnung zu gelangen. Statt den Menschen auf der Straße notdürftig zu helfen, bekommen die Obdachlosen von Housing First Berlin eine Wohnung gestellt, und zwar ohne sie an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen. Auf dieser Basis werden dann die anderen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Sucht oder Verschuldung angegangen. Träger des Modellprojekts ist eine Projektpartnerschaft aus der Neue Chance GmbH und der Berliner Stadtmission, die das Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales umsetzen. Die Wohnungen sollen dann über Wartelisten oder Auswahlgespräche gerecht verteilt werden, sodass schon bald bis zu 80 Obdachlose in ihr neues Zuhause einziehen können. Natürlich werden sie damit dann nicht alleingelassen. Der Mietvertrag ist lediglich der erste Schritt, denn anschließend stehen ihnen Sozialarbeiter, Hauswirtschafter und auch ehemalige Obdachlose tatkräftig zur Seite. Außerdem erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein flexibles Unterstützungsangebot, das sich auf die gesamten Lebensbereiche bezieht.
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Housing First Berlin | www.housingfirstberlin.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 27. November 2018 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Geschichte schreiben

Schonmal etwas von der Nordmarka gehört? Macht nichts! Es handelt sich hierbei um eine nördlich der norwegischen Hauptstadt Oslo gelegene, wunderschöne Landschaft. Sie bietet verlassene Wälder, einsame Seen, weite Wiesen und seit 2014 die zukünftigen Buchseiten der ‚Future Library‘. Kein Wort verstanden? Macht schon wieder nichts! Uns ging es nämlich zunächst genauso, als wir vor Kurzem erstmals von diesem großartigen, wirklich einzigartigen Projekt der schottischen Künstlerin Katie Paterson erfuhren. Doch der Reihe nach: Inmitten der eingangs beschriebenen Wunderlandschaft wachsen eigens dafür gepflanzte, junge Bäume heran, um aus ihren Stämmen Papier für bisher unveröffentlichte Romane zu gewinnen. Das Besondere: Die Romane wurden bzw. werden von 100 der renommiertesten zeitgenössischen Autoren verfasst und allesamt gleichzeitig veröffentlicht. So sollen insgesamt 100 Bücher entstehen, die in limitierter Auflage auf dem Buchdruckpapier aus der Nordmarka gedruckt werden. Das öffentliche Kunstwerk startete im Jahr 2014. Mit einer besonderen Zeremonie im Wald wird jedes Frühjahr das Manuskript eines Autors übergeben. Der Tag besteht aus einem öffentlichen Spaziergang durch die Nordmarka, wo der Autor eine Lesung hält. Anschließend kommt es zu einer Frage- und Antwortveranstaltung in der Deichmanske-Bibliothek in Oslo, wo die Manuskripte bis zu ihrer Veröffentlichung in einem knappen Jahrhundert aufbewahrt werden. Wie dann wohl gelesen und gelebt wird, ist bisher noch ein großes Rätsel. Wird es überhaupt noch Bücher und Print geben? Und wie wird man auf die heutige zeitgenössische Literatur zurückblicken? Genau hier liegt der Ansatz von Katie Paterson und den ausgewählten Autoren: Werke zu konzipieren und zu produzieren, um in einer unbekannten Zukunft rezeptive Leser zu finden.
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The Future Library von Katie Paterson | www.futurelibrary.no

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 20. November 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Mieten, Kaufen, Tauschen?!

Neulich im Kungerkiez: ein adretter junger Mann klebt einen Abreißzettel an einen Laternenpfahl. „Kleine Familie will sich vergrößern und sucht eine 4 Zimmer-Wohnung hier im Kiez. Gern im Tausch gegen unsere 3,5 Zimmer Altbauwohnung mit großem Balkon in Kreuzberg.“ Japp, auch Berlin ist inzwischen mitten im Verteilungskampf um bezahlbaren innerstädtischen Wohnraum angekommen. Steigende Preise und der Mangel an attraktivem Wohnraum machen es zunehmend schwieriger, eine passende Wohnung zu finden. Da greift man schonmal auf eingangs beschriebene Oldschool-Taktiken zurück. Das dachten sich auch die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften degewo, STADT UND LAND, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE und WBM und schufen kurzerhand ein eigenes gesellschaftsübergreifendes Wohnungstauschportal. Eine offizielle Online-Plattform für den Wohnungstausch gab es von der Stadt nämlich bisher noch nicht. Grundsätzlich soll das Portal helfen Umzüge zu erleichtern und schneller eine Wohnung zu finden, die auf die aktuelle Lebenssituation zugeschnitten ist. Das kann vor allen Dingen dann sinnvoll sein, wenn Nachwuchs ansteht oder ein Haushaltsmitglied auszieht. An sich ist das Prinzip dabei relativ simpel: Auf inberlinwohnen.de kann man sich als Mieterin und Mieter der ‚Landeseigenen‘ für das Tauschportal registrieren und anschließend die Wohnungen von anderen Mieterinnen und Mietern ansehen oder eigene Angebote einstellen. Das Besondere daran ist, dass die jeweiligen Nettokaltmieten beider Wohnungen bei einem Tausch unverändert bleiben. Wenn sich schließlich zwei potenzielle Tauschparteien gefunden haben, erfolgen alle weiteren vertragsrelevanten Schritte außerhalb des Portals. Dit finden wir richtich jut.
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Wohnungstauschportal | www.inberlinwohnen.de

Letzte Wünsche wagen

Was würdest du tun, wenn du einen letzten Wunsch hättest? Noch einmal das Meer sehen. Die Hochzeit des eigenen Kindes miterleben. Ein letztes Mal an seinen Sehnsuchtsort zurückkehren oder einfach nur die Familie und Freunde in die Arme schließen. Was für gesunde Menschen selbstverständlich und alltäglich ist, bleibt für viele sterbenskranke Menschen leider häufig nur ein unerfüllter Traum. Genau deshalb gibt es den Wünschewagen. Der umgebaute Krankenwagen bringt schwerkranke Menschen jeden Alters mit einer letzten Wunschfahrt an ein Ziel ihrer Wahl. So verschieden die Wünsche auch sein mögen, weder den Fahrgästen noch den ehrenamtlichen Begleitpersonen entstehen dabei Kosten. Denn das Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland finanziert sich nur aus Spenden. Seit 2016 rollt der Wünschewagen nun auch durch Berlin und konnte bereits viele Herzenswünsche erfüllen. Die ausgebildeten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gewährleisten während einer solchen Wunschfahrt eine umfassende auch medizinische Versorgung des Fahrgastes. Dieses Ereignis ist sowohl für die Wunscherfüller, als auch für die Fahrgäste ein besonderes emotionales Erlebnis. Denn jede einzelne Fahrt macht Menschen in einer schwierigen und oft aussichtslosen Situation nochmal einmal glücklich. Der Wünschewagen würde sich über eure Unterstützung freuen – jede kleine Spende hilft, große letzte Momente zu schaffen. Danke!
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ASB Wünschewagen Berlin | www.wuenschewagen.de | Spendenkonto: Arbeiter Samariter Bund LV Berlin, IBAN DE22 1002 0500 0001 1560 01, Stichwort: Wünschewag

Worte sind Taten

Am 23. September solltest du mit jemandem reden. Unter vier Augen und von Angesicht zu Angesicht. Ihr solltet über Deutschland reden, Politik, das Klima, Themen die euch und die Gesellschaft bewegen. Ihr werdet am 23. September nicht mit irgendjemandem reden, sondern mit einem Menschen, der in genau diesen Fragen möglicherweise fundamental anderer Anischt ist als du. Deinen Gesprächspartner kennst du noch nicht, er wird dir mithilfe eines Algorithmus angeboten. Alles, was du weißt: Ihr denkt anders. Und versteht euch möglicherweise doch. Die Aktion „Deutschland spricht“ beruht auf einer Initiative von ZEIT ONLINE, bei der sich im vergangenen Jahr 12.000 Menschen beteiligten. Insgesamt elf Medienhäuser rufen nun gemeinsam und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu auf, sich mit einem politisch Andersdenkenden zu treffen. Die Medienpartner stellen ihren Lesern in den kommenden Wochen aktuelle, für alle gleich lautende Fragen: „Sollten deutsche Innenstädte autofrei werden?“ Oder: „Können Muslime und Nicht-Muslime in Deutschland gut zusammen leben?“ Anschließend findet ein Algorithmus anhand der Antworten Menschen, die nahe beieinander wohnen, aber möglichst unterschiedlich denken. Am Sonntagnachmittag des 23. September können sich die auf diese Weise vermittelten Diskussionspaare überall in Deutschland treffen. Einige der Teilnehmer werden nach Berlin eingeladen, wo sie mit ihrem Partner im Rahmen einer Veranstaltung diskutieren können, die der Bundespräsident mit einer Rede eröffnen wird. Die technische Grundlage für das Projekt bildet übrigens die Plattform „My Country Talks“, die von ZEIT ONLINE gemeinsam mit internationalen Partnern konzipiert und zusammen mit Google umgesetzt wurde. In den kommenden Monaten sind auch „My Country Talks“-Veranstaltungen in der Schweiz, Österreich, Norwegen und Dänemark geplant. Auch mit Medienhäusern in rund 30 weiteren Regionen gibt es bereits Vorgespräche, von Alaska bis Australien. Lasst einander zuhören, miteinander diskutieren und um Lösungen ringen, die unsere Gesellschaften voranbringen, statt Gräben zu schaufeln und Mauern zu bauen. Lasst uns reden. Lasst es uns tun.
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Deutschland Spricht | So., 23.09.2018 | Anmeldung

Reminder: The GOLDEN DINNER

Seit Tagen haben wir gewerkelt, gefriemelt, geschuftet, zwischenzeitlich auch mal geflucht und um die Heizung gebangt, nun ist es endlich soweit und wir können es kaum erwarten, den Schlüssel im Schloss zu drehen, die Kerzen anzuzünden und unsere Gäste mit einem Glas Schampus in der Hand an einem geheimen Ort in Berlin zu begrüßen. Denn heute öffnen wir den Saal zum sechsten GOLDEN DINNER. Wir erwecken einen vergessenen und gerade ziemlich abgerissenen Raum auf mehreren Etagen mit Licht, Kunst und Musik zum Leben. Euch erwartet ein raffiniertes 3-Gänge-Menü in drei unterschiedlichen Varianten, inklusive Welcome-Drink, Gruß aus der Küche und dazu jede Menge Kunst und Musik. Ein eleganter, unvergesslicher und persönlicher Abend voller Überraschungen und in intimer Atmosphäre an einem Ort, der weder Zeit noch Grenzen akzeptiert. Wer noch einen der wenigen Restplätze ergattern möchte, schreibt uns am besten direkt an dinner@muxmaeuschenwild.de. Und wie immer erfahren nur unsere Gäste am Tag ihres Dinners die genaue Adresse. Nur so viel sei gesagt: An der Schnittstelle von gestern und morgen führt der Weg ins Licht manchmal durchs Dunkel und wo einst ein reger Handel tobt sich bald schon Raum fürs Denken lobt.
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The GOLDEN DINNER #6 | 13.-20.12.2017 | Einlass 19.30 Uhr | Secret Location Berlin | Tickets: 89 € | Tickets | Facebook

Kategorien: Projekte, In eigener Sache | Autor: | Datum: 12. Dezember 2017 | Tags: |  Keine Kommentare

Von der Kunst FÜR etwas zu sein

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Es ist Zeit aufzustehen. Es ist Zeit, die eigene Meinung kundzutun, einzustehen für die Dinge, die uns wichtig sind: Gleichheit. Respekt. Ein sorgsamer Umgang mit unserer Um- und Mitwelt im Allgemeinen und anderen Lebewesen im Besonderen. Bereits vor sieben Jahren hat der französische Philosoph Stéphane Hessel gerufen, wir sollen uns empören. Empörung lebt und schlägt bisweilen erstaunliche Haken und Weisen und taucht in Richtungen, die Stirnrunzeln oder Besorgnis hervorruft. Nein, Empörung allein reicht nicht. Das ökologische Modelabel aus dem wassernahen deutschen Norden, Waterkoog, ruft nun gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsmagazin Peppermynta den Stand Up-Summer aus. Beim Surfen steht STAND UP für das Aufstehen auf der Welle, das unermüdliche Weiterversuchen, das Dranbleiben, bis es klappt. Im übertragenen Sinne steht also STAND UP für das hartnäckige Einstehen für die eigenen Werte, für den Biss, dranzubleiben, dafür aufzustehen und sich zu bekennen! Gerade im Sommer, wenn wir alle dazu neigen, etwas träge zu werden, in der Sonne zu fläzen und mal nix zu tun, ist doch eigentlich Platz für den friedvollen Kampf für eine bessere Welt. Schließlich baden wir lieber in sauberem Wasser als im Plastikmüll. Oder können uns auch für eine nachhaltig produzierte Badehose entscheiden. Und ein paar Grillwürste (oder Halloumi) an die Familie nebenan abgeben. Was auch immer das Anliegen ist, auf standupsummer.de kann es kundgetan werden. Das Shirt zur Haltung gibt es – selbstredend aus 100% Biobaumwolle – für das Offline-Statement hier. 5€ vom Verkaufspreis gehen übrigens an unsere Freunde von Viva con Agua. Aufstehen, Farbe bekennen, Welt machen!
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Stand Up Summer | T-Shirt für 29€ | | standupsummer.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 06. Juni 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Female Future Force

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Ist so etwas wie die Alliteration der Stunde. Warum? Ganz einfach: Frauen sind in Gründungs- und Führungspositionen aller Branchen unterrepräsentiert, werden im Verhältnis zu ihren männlichen Pendants unterbezahlt und sind immer noch häufig unterprivilegiert, wenn es um Zugang und Verfügung von Informationen und Know-How geht. Die Lösung: mehr Zigarre rauchen und mit dem Golfspielen beginnen. Kleiner Scherz, so eindimensional muss man natürlich nicht argumentieren und dennoch steckt wie in jedem, so auch in diesem Scherz, ein Fünkchen Wahrheit. Bis heute werden Frauen weniger gefördert und entscheidendes Wissen ist oft nur Top-Managern – in der Regel Männern – vorbehalten. Und das für wahnsinnig viel Geld. Die großartigen Macherinnen von EDITION F haben sich seit ihrer Gründung mit vielen Persönlichkeiten, Vordenkern und Experten über spannende Themen rund um Karriere, Leben, Politik, Gesellschaft und Digitale Innovation ausgetauscht und in Webinaren viel Wissen weitergegeben. Mit ihrem Projekt FEMALE FUTURE FORCE wollen sie diese Erfahrungen bündeln und jeder und jedem einfach und verdaulich per digitalem Coaching zugänglich machen. In 52 Wochen (also quasi einem Jahr) wird in Zusammenarbeit mit 52 Top-Experten ein Programm aus 52 Videos, Interviews, Podcasts, Work Sheets und Fragebögen erstellt, das dich persönlich und beruflich weiterbringt und wachsen lässt. Mit von der Partie sind u.a. der Verhandlungs-Experte Matthias Schranner, die ehemalige ProSiebenSat.1 Personalvorständin Heidi Stopper, TLGG-Chef Christoph Bornschein, Premium-Gründerin Anita Tillmann, WiWo-Chefredakteurin Miriam Meckel oder Bloggerin Jessie Weiss von Journelles. Thematisch geht es beispielsweise um Persönlichkeitsentwicklung, Arbeits- & Selbstorganisation, Digitalkompetenzen, Creative Thinking, Team & Führung, aber auch um Happiness oder Aktivismus & Engagement. Vor ein paar Tagen startete das Crowdfunding für die digitale Coaching Akademie, die Fundingschwelle ist mit eurer Hilfe sicher schnell erreicht. Für 99 Euro – also nicht mal 2 Euro pro Woche – sichert ihr euch ein Jahr lang Input und Austausch auf höchstem Niveau. Dabei gehen zehn Prozent in einen FEMALE FUTURE FORCE Stipendien-Topf, um benachteiligten Frauen ebenfalls Zugang zum Coaching zu ermöglichen. #wearebettertogether #femalefutureforce

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FEMALE FUTURE FORCE Academy | www.femalefutureforce.de | www.startnext.com/femalefutureforce | Foto: Nora Tabel

Drei von Sinnen

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Oder anders: Am Ufer stehen und den Wellen dabei zuschauen, wie sie kraftvoll und unablässig in Richtung Land brausen, aber kein Geräusch dazu vernehmen. Mit verbundenen Augen im Zelt liegen, den Regen aufs Nylondach prasseln, den Donner grollen hören, aber den Blitz nicht sehen, wenn sich die Kraft des Himmels elektrisch entlädt. Oder einfach mal die Klappe halten. Nichts kommentieren. Kein gesprochener Dialog. Eine ganze Woche lang. Wie sich so etwas anfühlt? Darüber haben die drei Freunde Bart, David und Jakob einen Film gemacht. Drei Wochen lang befanden sie sich auf einer abenteuerlichen Reise vom Bodensee an den Atlantik. Zu Fuß, per Anhalter oder im ÖV. Jeder von ihnen verzichtete jeweils für eine Woche auf einen ihrer Sinne, auf Augen, Sprache oder Ohren. Eine Kamera hat sie auf diesem aberwitzigen Trip begleitet. Aus der Idee wurde schnell ein Experiment, aus dem Experiment eine Geduldsprobe, aus kleinen Missverständnissen eine handfeste Krise. Und eine Konfrontation mit großen Fragen: Kann ich meinen Freunden blind vertrauen? Wie trage ich einen Konflikt ohne Worte aus? Und, vor allem: Was hält eine Freundschaft aus? Die gefeierte Dokumentation gewann am Internationalen Filmfestival Eindhoven den Golden Wing Award für den „Besten Dokumentarfilm“, und die Drei von Sinnen feiern nun in Berlin Premiere. Befreundet sind sie immer noch. Und dabei um einige Erkenntnisse reicher. Das werden sie aber selbst erzählen können, denn alle drei sind auf der Premiere anwesend und hoffentlich bei Sinnen.
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Drei von Sinnen, Berlin Premiere | Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin | 10.03.2017 um 20:00 Uhr | Facebook | Trailer | dreivonsinnen.de

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 07. März 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Lernt euch kennen!

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Oha, die Welt ist aus den Fugen also. Missstände und vor allem Gefahren jederzeit und allerorten. Soll man als verantwortungsvoll denkender Mensch tatsächlich Kinder in diese in Schieflage geratene Gemeinschaft setzen bzw. was soll man unseren Heranwachsenden an Rüstzeug mit auf den Weg geben? Gegenfrage: Wie verantwortungsvoll wäre es, die eigenen Werte, den Glauben und das Eintreten für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Gleichheit, Freiheit und Toleranz nicht weiterzugeben, die Welt anstelle jenen zu überlassen, denen das eben Gesagte bestenfalls egal, schlimmstenfalls ein Dorn im kalkülpolitischen Auge ist? Lasst euch keine Angst machen – informiert euch! Käut nicht wieder, was Stammtische, Medien, euer Social Media-Dunstkreis, Politiker, Schlaumeier oder jeder sonstwie Berufene euch als Einschätzung der Lage servieren – hinterfragt und engagiert euch! Haltet euch nicht raus – politisiert euch! Schimpft nicht auf die da oben, ohne zu wissen, was verantwortungsvolle Politikarbeit bedeutet – bringt euch ein! Gebt euch nicht mit starken Posts auf eurer Timeline zufrieden, die diesen Orbit nie verlassen werden – bewegt euch! Nehmt nicht hin, dass die Grenzen des Sagbaren sich weiter verschieben, bis rassistische Gewalttaten nicht nur möglich erscheinen, sondern von oberster Stelle goutiert werden – tretet für eure Werte ein! Und vor allem: ermutigt andere, es euch gleich zu tun. Die Jugendbewegung für Demokratie, Demonstrationen und für die Demontage der Dämonen, kurz DEMO entstand genau in diesem Kontext. DEMO ist ein Experiment, der Versuch sich zu einem Wir zusammenzuschließen, um nach Carolin Emcke zu einer „zarten Form der Macht“ zu werden – parteiübergreifend, mit Spaß, gegen Rassismus, Sexismus und Nationalismus und im festen Glauben an den 1. Artikel des Deutschen Grundgesetzes. Hinter der Initiative steht die wunderbare, junge Journalistin Mareike Nieberding, die sonst für Blätter wie die Zeit, FAZ, Neon oder den Spiegel schreibt. Mit DEMO will sie zum Wählen motivieren, aber nicht zur Wahl einer bestimmten Partei, demokratische Werte vermitteln, und den Erstwählern, Jungwählern und Nichtwählern ein politisches Selbstbewusstsein geben. Im Grunde geht es darum, im Jahr der Bundestagswahl Begegnungen zu schaffen, die über die Facebook-Twitter-Kommentarspalten-Diskussion hinausgehen. Das Projekt bereist dafür alle Bundesländer, Städte, Dörfer, Ortschaften und will Diskussionen anregen über Heimat, Identität, Anstand oder Gerechtigkeit. Fazit: redet miteinander, nicht übereinander! Nur so erkennt man, dass uns so viel mehr verbindet als unterscheidet. Nur so bleiben wir im Gleichgewicht.
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DEMOwww.demo-bewegt.de | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Luft zum Atmen

Es gibt Dinge, die haben einfach keinen Haken. Grundsätzlich sind wir ja immer etwas skeptisch, wenn eine Idee als einfach nur absolut toll angepriesen wird, aber beim Projekt City Tree kapitulieren wir mit Freude und sagen: Im wahrsten Sinne des Wortes ein astreines Ding! Das innovative Team des Dresdner Start-Ups Green City Solutions (Gründer Dénes Honus wurde übrigens von Forbes auf ihre „30 under 30 Europe“-Liste aufgenommen) hat eine Idee umgesetzt, die gleichzeitig der Luftverschmutzung entgegenwirkt, die Biodiversität im urbanen Raum steigert und einen hübschen Beitrag an die Aufenthaltsqualität an öffentlichen Orten leistet: eben dieser City Tree. Er ist eine Konstruktion, die aus einer bepflanzten Wand und einer Sitzgelegenheit besteht und allerorts aufgestellt werden kann. Die angebrachten Mooskulturen und Pflanzen, die eine grüne Vertikale mitten in die Stadt bringen, filtern Feinstaub und Stickoxide aus der Luft und sorgen dafür, dass unsere Atemluft bis zu 30% sauberer wird – scheinbar sei jeder 7. Todesfall in der ersten Welt auf verschmutzte Luft zurückzuführen. Höchste Zeit also für eine innovative Klima-Lösung! Dieser mobile vertikale Pflanzenfilter ist im Stande, die Stadtluft so effektiv zu filtern wie 275 Bäume – und nutzt jedoch nur 1% der Fläche. Die hübsch anzusehene Umsetzung einer total sinnvollen Idee ist also, was wir klassisch eine Win (saubere Luft!)-Win (schönere Stadt!)-Win (vielfältigere Natur!)-Win (weniger Krankheit!)-Situation nennen.
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City Tree von Green City Solutions | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Wonderwomen of the world unite!

Weltreise? Kinder? Job? Man müsste, sollte, könnte. Mit vielen lebensverändernden Fragen schlägt man sich hilflos im stillen Kämmerchen herum. Weil der Partner nicht zuhört. Weil die Freunde zu emotional reagieren. Weil die Eltern immer nur alle zum vernünftig! sein animieren wollen. Daniela Batista dos Santos will diesen Teufelskreis durchbrechen und hat daraus einen motivierenden, produktiven, respektvollen Kreis gemacht: Den Circle of Wonderwomen. Das sind regelmäßige Veranstaltungen in Hamburg, an denen sich (ausschließlich) Frauen treffen und ohne Hemmungen und Hindernisse austauschen können. Bei den Wonderwomen gibt es ein tragendes Motto: Deep Talk statt Small Talk. In der Begegnung mit sechs anderen Frauen entsteht ein geschützter Raum, in dem sich Frauen gegenseitig zuhören und inspirieren können. In dem eine Situation mal ganz ohne Vorbelastung betrachtet und diskutiert werden kann. Und in dem Wettbewerb, Konkurrenz oder Stutenbissigkeit keinen Platz haben. Im Gegenteil: Der Circle ist ein Instrument des Female Empowerment, des Miteinander statt Gegeneinander. Wer, wie wir, immer noch geflasht ist von der internationalen Solidarität zum Women’s March on Washington, der ist im Circle of Wonderwomen genau richtig. #wearebettertogether
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The Circle of Wonderwomen | Facebook | die nächsten Circles

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Die Crowd im Zug

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Langsam, langsam, schleicht die Großstadt aus dem Blick. Die Frequenz der vorbeigleitenden Haltestellen wird weniger, das Grau gleitet langsam in ein dumpfes Grün. Eine Zugreise ist per se schon etwas Entschleunigendes. Locomore setzt dem bewussten und langsamen Reisen noch einen drauf. Seit Dezember verkehrt der knallorange Zug aus upgecycleten Bahnwaggons aus den 1980er Jahren mit Ökostrom zwischen Stuttgart und Berlin und bringt die Wahlberliner zu Silvester sicher nach Hause. Wo der ICE mit Schnelligkeit, Steckdosen am Platz und Dauer-WLAN lockt, punktet Locomore mit fairem Bio-Essen, Neumarkter Lammsbräu und Themen-Abteilen, in denen man die Reise mit Gleichgesinnten verbringen kann. Wie wäre es beispielsweise mit einer entspannten Strickrunde an Bord? Oder mit Literatur oder englischsprachiger Konversation? Im Business-Ticket gibt es mehr Platz zum arbeiten, ein Komfortkissen, Tageszeitungen, sowie Snacks und Drinks inklusive. Geschäftsführer Derek Ladewig gründete Locomore bereits 2007 mit dem Ziel, eine Alternative zur Deutschen Bahn auf die Schienen zu bringen. Es ist eine kleine David-Goliath-Geschichte. Aber eine romantische. 1300 Menschen haben per Crowdfunding 600.000 Euro investiert, weil sie an den kleinen, quietschorangenen Herausforderer glauben. Die Ticketpreise sind fair und liegen unter den vergleichbaren DB-Angeboten. Drei Monate lang müssen die 500 Plätze zur Hälfte belegt werden, dann lohnt auch die Expansion nach Rügen, München, Köln. Ein Eisenbahner-Weihnachtsmärchen, von dem wir glauben irgendwann sagen zu können: Und da sie nicht gestorben sind, fahren sie noch heute.
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Locomore | Berlin – Stuttgart – Berlin | www.locomore.com | Tickets | Investieren

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. Dezember 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

We <3 books

Sag mir, was du liest und ich sage dir, wer du bist. Freundschaften sind schon an Büchern zerbrochen. Weil man das falsche gelesen, das geliehene nicht zurückgegeben oder fälschlicherweise das mit der Widmung des Freundes der anderen hat rumliegen lassen. Umgekehrt sind Bücher dazu da, Freundschaften zu schließen, zu festigen und zu zelebrieren. Das richtige Buch zur richtigen Zeit, zum Trösten, zum Jubeln, um sich neu zu verlieben, gehört zum Wertvollsten überhaupt. Daher ist klar, dass wir nur Fans sein können von „Friends with Books“. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Verein, der seit 2014 dem Kunst- und Künstlerbuch eine öffentliche Plattform gibt. Auch dieses Jahr wieder präsentieren über 160 Künstlerinnen und Verleger ihre Bücher im Hamburger Bahnhof. Es wird ein bunter Reigen sein, in dem gestöbert werden kann: Selbstverlegte Magazine, aufwändig gestaltete Künstlerbücher, im Eigenverlag produzierte Werke zeigen, wie eng die Beziehung zwischen Kunst und Publikation sein kann. Während eines Wochenendes wird die Messe angereichert um Lecture Performances, Gesprächsrunden und Einzelpräsentationen. Kunst zum Anfassen, zum Durchblättern, zum Freundschaftschließen.
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Friends With Books | 10.-11.12.2016, 11-19h | Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin | Eintritt frei | www.friendswithbooks.org | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 06. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Just swap it!

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Neulich in Neukölln. „Einen doppelten Espresso verlängert zum Mitnehmen, bitte.“ „Da rein?“ „Da rein!“ 320.000 Coffee To Go-Becher landen in Deutschland im Müll. Pro Stunde wohl gemerkt. Macht 2.8 Milliarden im Jahr. Geht besser, muss besser. Dachten sich inzwischen viele schlaue Menschen und starteten unterschiedliche Projekte und Initiativen, die sich des Problems annahmen und kommode Lösungen für die Veränderung unseres Konsumverhaltens bieten sollen. Das aktuell spannendste heißt „JUST SWAP IT, kommt vom Boodha Project und feiert gerade seine Pilotphase in Berlin. Ganz sachte wollten Ulli und Clemens starten und ihre Pfand-To-Go-Becher (erklären wir gleich) in ausgewählte Läden in Neukölln und Kreuzberg bringen. Die Resonanz allerdings war so überwältigend, das inzwischen immer mehr Gastronomen und passionierte Unterwegs-Trinker nach Nachschub und Verbreitung schreien. Das JUST SWAP IT-Prinzip ist schnell verstanden. In allen teilnehmenden Cafés, Bars usw. stehen ultraschicke Becher samt Deckel und Anti-Tropf-Gummi in zwei Größen für euch zur Auswahl. Die Becher bestehen aus biologisch abbaubaren Bambusfasern, sie sind spülmaschinenfest, extrem leicht und fühlen sich verdammt gut an. Für vier schmale Euro könnt ihr das gute Stück mitnehmen. Im Prinzip habt ihr jetzt für vier Euro einen tollen Becher erworben, den ihr immer überall hin mitnehmen und befüllen lassen könnt. Soweit so bekannt. Das Besondere ist, ihr könnt den Becher auch jederzeit wieder bei irgendeinem teilnehmenden Café zurückgeben und bekommt eure vier Euronen wieder. Die sind nämlich nichts anderes als ein Pfand – besonders praktisch wenn ihr gerade irgendwo seid, euch die Kaffeelust überkommt, ihr euren Becher aber nicht dabei habt. Keksegal, neuen Becher mitnehmen und bei nächster Gelegenheit wieder da lassen. Lange Rede kurzer Sinn, JUST SWAP IT ist ein Pfandsystem für To Go-Becher. Und zwar eines, das wirklich funktionieren kann. Es trifft genau den Nerv der Zeit, schließlich hat sich auch der neu formierte Berliner Senat dem Kampf gegen den Bechermüll verschrieben und setzt sich für ein flächendeckendes Mehrwegsystem ein. Wir wünschen dem Projekt nicht ganz uneigennützig den Siegeszug durch die Berliner und später auch landesweite Coffeelandschaft. Am Schluss noch ein persönlicher Dank: Liebe Boodhas, danke dafür, dass es endlich einen To Go-Becher gibt, der klein genug ist, dass man ihn mit einem ‚doppelten Espresso verlängert‘ befüllen kann ohne sich komplett blöd dabei vorzukommen. Size does matter.
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Just Swap It! | Boodha Project | Webseite | Facebook

Feel-Good-Work-Balance

Wir suchen: Abgeschlossene Ausbildung, kommunikative Persönlichkeit, Computerkenntnisse, mehrjährige Berufserfahrung. Wir bieten: kreatives Arbeitsumfeld, tolle Kollegen, branchenübliche Bezahlung. So in etwa sehen gängige Stellenanzeigen aus. Was man als Bewerberin bei diesem Job aber genau bekommt, bleibt vage. Wie sich das Unternehmen positioniert, welche Firmenkultur gelebt wird, was einen „tollen Kollegen“ ausmacht, wird nicht präzisiert. „Gerade Frauen ist es extrem wichtig, vor der Bewerbung ein Gefühl für das Unternehmen zu bekommen“, sagt Nora-Vanessa Wohlert, die 2014 mit Susann Hoffman EDITION F gründete, das digitale Zuhause für Frauen, die sich in Job und Leben verwirklichen wollen. Deswegen wird das Portal um eine neue, spezifische und vor allem zeitgemäße Jobbörse erweitert. Wo bis anhin lediglich Stellenanzeigen gelistet waren, können interessierte Frauen und Männer nun einen detaillierteren Blick hinter die Kulissen der ausschreibenden Firmen werfen. Zum Start der neuen Jobbörse zeigen Unternehmen wie Accenture, Deutsche Bahn, ProSiebenSat.1 oder Zalando, was sie als Arbeitgeber ausmacht. Die Firmenkultur macht heute oft den Ausschlag, für welchen Job man sich entscheidet. Identifikation mit dem Arbeitgeber ist relevanter denn je in Zeiten, in denen ein Job eben nicht nur „ein Job“ ist, sondern ein Teil des Lebens. EDITION F hat das begriffen.
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EDITION F Jobbörseeditionf.com/jobboard

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What’s cooking?

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Vor Kurzem durften wir dabei sein als Fairphone der Blaue Engel von der Bundesumweltministerin verliehen wurde und damit nun als erstes Smartphone überhaupt das renommierte Umweltzeichen trägt. Hier trafen wir auf allerlei Menschen, denen unsere Welt am Herzen liegt und lernten den tollen philippinischen Performance-Künstler Pepe Dayaw kennen. Pepe arbeitet mit Resten. Genauer gesagt mit Essensresten. Mit all dem, was im Supermarkt übrig bleibt oder was Leute in der hintersten Reihe ihrer Kühlschränke aufstöbern. Und das kam so: während einer Artist Residency in Berlin zum Thema „Dreck“ hat sich der Philippino mit der negativen Konnotation von Resten in der westlichen Welt auseinandergesetzt – und gemerkt, wie anders diese Sicht auf Überbleibsel ist als in der Kultur, in der er aufgewachsen ist. Wo er herkommt sind die Reste des einen immer die Möglichkeiten des nächsten. Jeden Donnerstag wird in der Nowhere Kitchen in der Uferstraße live gekocht mit dem was da ist. Ohne Rezept, ohne Ansage, aber mit viel Lust und Improvisation. Der Ausgang ist immer ungewiss, Grenzen gibt es keine. Den Spinat mit den Erdbeeren mischen? Warum nicht? Einen trockenen Gugelhopf pürieren? Okay! Alles einfach mal über die Reibe schreddern und Puffer erfinden? Klar! Wenn man weiß wie. Sein integratives Kochen ist vor allem eine Ode an die Demokratie. Jeder darf mitmachen, keiner ist Che. Schließlich gibt es nichts Schöneres als gemeinsam zu kochen. Außer vielleicht gemeinsam zu essen. Aber dafür ist ja auch gesorgt. Wer das mal ausprobieren möchte schaut am besten heute Abend im New Leftover Space in der Alten Kantine Wedding vorbei. Warum? Es sind noch 45 Kilo Käse übrig. Yummie!
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Nowhere KitchenWebseite | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. November 2016 | Tags: , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Wenn ich nur wüsste

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Wie funktioniert eigentlich unser Hirn? Wie entstand das Universum? Warum sind einige Marken erfolgreich und andere nicht? Und wie bekomme ich meine Migräne in den Griff? Wir wollen alles wissen und oft scheint die Antwort auf so viele Fragen nur einen Klick weit entfernt. Nur führt das, was wir da aus Foren, Wikipedia-Einträgen und Social Media Posts lesen, wenn wir ehrlich sind nur ziemlich selten zu befriedigenden Erhellungen oder besser lebens- und bewusstseinserweiternden Einsichten. Infos ja, Wissen nein. Warum kann uns niemand Antworten auf die Fragen unserer Zeit in verdauliche Häppchen packen und zwar so, dass wir sie nicht nur hören, sondern verstehen und mitnehmen können? Genau diese Frage stellten sich die Erfinder von Highbrow. Und beantworteten sie gleich selbst: Highbrow füllt unsere alltäglichen Wissenslücken mit kostenlosen Kursen, die wir täglich in unsere Inbox schicken lassen können. Aufgeteilt in 5-Minuten-Workshops macht uns das Kursangebot von Highbrow aus den Bereichen Kunst, Philosophie, Geschichte, Kochen, Wissenschaft, Natur, Sprachen etc. jeden Tag ein bisschen schlauer. Wer sich nicht auf einen Themenbereich spezialisieren möchte, klickt sich einfach frischfröhlich durch – oder stellt sich der Highbrow Challenge und lernt während 30 Tagen jeden Tag etwas nach dem Zufallsprinzip ausgewähltes Neues. Weißte Bescheid! Also, jeden Tag ein bisschen mehr.
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Fasten your Seatbelts!

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„Es ist sehr wichtig mehr Frauen für das Computerwesen zu begeistern. Es ist zu wichtig, um es den Männern zu überlassen.“ Der Satz stammt von der britischen Informatiker-Ikone Karen Spärck Jones. Und wie Recht sie hat, zeigt sich, wenn man sich mal ein paar handfeste Fakten vor Augen führt. Insgesamt werden nur fünf (in Worten „FÜNF“) Prozent aller Tech-Start-ups von Frauen geführt. Ja, auch im Jahr 2016 der weltweiten Appisierung, auch im Start-up-Mekka Berlin. Blöd nur, das genau solche von Frauen geführten Startups im Schnitt zwölf Prozent mehr Einnahmen und einen um etwa 35 Prozent höheren Return on invest erwirtschaften, als jene, die von den Boys der Schöpfung aus der Taufe gehoben werden. Wir sind nicht gut in Mathe, aber da schlummert zweifellos ein unglaubliches und vor allem ungenutztes Potential. Das sieht auch das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation so und haben deshalb einen großartigen Accelerator namens F-LANE an den Start gebracht. Gemeinsam mit dem Impact Hub Berlin und der Social Entrepreneurship Akademie suchen sie weltweit nach innovativen Tech-Start-ups mit einem Fokus auf Frauen, die ein soziales Problem unternehmerisch lösen und die das Potential haben eine breite Wirkung zu erzielen. Ziel ist es, die Beteiligung von Frauen an der technologischen Entwicklung zu erhöhen und die Situation von Mädchen und Frauen insgesamt mithilfe von Technologie zu verbessern. An dem intensiven sechswöchigen Accelerator-Programm, das erstmals vom 06.02. bis zum 17.03.2017 in Berlin stattfindet, erfahren vier bis fünf ausgewählte Start-ups neben finanzieller Unterstützung auch Beratung und intensives Coaching von erfahrenen Mentoren, Trainings und Networking-Möglichkeiten. F-LANE geht es darum die Entwicklung der Unternehmungen zu beschleunigen und ihnen, wie der Name schon sagt, eine Fast Lane, eine Abkürzung also, zum Geschäftserfolg zu bieten. Für die gesamte Dauer des Programms wird kostenfrei Verpflegung, Unterkunft und wenn nötig eine ganztägige Kinderbetreuung angeboten. Die Bewerbung ist ab sofort und noch bis zum 18. November unter diesem Link möglich. Haben wir erwähnt, dass wir von MMW die gesamte Marke gebaut und gestaltet haben? Yay! Checkt unbedingt das Video!
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F-LANE Accelerator for Female Empowerment | www.f-lane.com | Video | Facebook