Eran Shakine

Das 2 Minuten-Interview

Eran Shakine macht Kunst, die bewegt. Er malt, zeichnet und schafft Skulpturen und Kunst im öffentlichen Raum. Seine Eltern sind Shoa-Überlebende und er selbst durchlebte fünf Kriege. Heute pendelt er zwischen Tel Aviv, New York und London. Seine Werke werden in Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt und gehören zu den Sammlungen einiger der renommiertesten Kunsthäuser überhaupt, darunter das British Museum, das Aachener Ludwig Museum oder das Tel Aviv Museum of Art. Seine aktuelle Austellung, die gerade im Jüdischen Museum München gezeigt wird, trägt den Namen ‚A Muslim, a Christian and a Jew‘. Die drei sehen in den skizzenhaften Zeichnungen übrigens alle gleich aus, sind äußerlich also nicht voneinander zu unterscheiden und führen gängige Ressentiments mit hintergründigem Humor ad absurdum. Wir bedanken uns für ein ganz wunderbares und irgendwie glücklich machendes Interview. P.S. Wir haben jetzt auch immer einen Stift dabei.

Name: Eran Shakine
Alter: 56
Wohnort: Tel Aviv
Beruf: Künstler
Schuhgröße: It depends, for sneakers it’s 43
Lieblingsort in Berlin: Vor der Büste der Nofretete
Kontakt: eranshakine@gmail.com

Beschreibe deine Arbeit in drei Worten!
33,3% sozial 33,3% künstlerisch 33,3% konzeptionell

Wenn du kein Künstler geworden wärst, dann sicherlich…
Für ein paar Jahren habe ich ein Bild angefertigt, auf dem stand: “Where would I have been if I was investing all this creativity and commitment in Hi Tech“

Schließe die Augen und denke an etwas Schönes. Woran denkst du?
Eine frische weiße Leinwand, die darauf wartet, bemalt zu werden. Das ist gleichzeitig auch das Angsteinflößendste, an das ich denken kann.

Eine gute Tat, die jeder tun kann bevor das Jahr zu Ende geht?
Sprich mit jemandem, der ganz anders ist als du. Jemand mit dem du normalerweise nie sprechen würdest.

Ohne welchen Gegenstand verlässt du nie das Haus?
Einen schwarzen Graffiti Marker. Du weißt nie, wann es Zeit wird, dich selbst auszudrücken.

Was bereust du bisher noch nicht getan zu haben?
Mein nächstes Projekt.

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist?
Der Künstler Karl Appel, für den ich in NYC als Assistent arbeiten durfte.

Wer hat das „Betreten verboten“-Schild auf den Rasen gestellt und vor allem wie?
Rules are made to be broken.

Welche Farbe nimmt ein Chameleon an, wenn es in einem Raum voller Spiegel sitzt?
Ich weiß es wirklich nicht, aber vielleicht kommt so seine wahre Farbe zum Vorschein.

Wann hast du zuletzt etwas Neues probiert und was war es?
Gerade versuche ich nach der Regel zu leben, möglichst oft Ja zu sagen. So wie in Jim Carrey’s Film „der Ja-Sager“.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen?
Pablo Picasso

Wann sollten wir dich in Tel Aviv besuchen?
Im Frühling oder im Sommer, zu der Zeit ist das Schwimmen im Meer eine wunderbare Erfrischung.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen?
Frischen Salat mit echtem, lokalem Bio-Gemüse und dem besten Olivenöl eures Lebens.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Auch wenn es vielleicht naiv klingt, aber ich hätte gern die Macht, die Verschmutzung der Erde umzukehren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Als Künstler kann ich keine Geheimnisse zurückhalten. Mein Innerstes findet Ausdruck in jedem Kunstwerk.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Bist du glücklich?

Das letzte Wort:
Always think outside the box.

Foto: Shay Kedem

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Power to the P-E-O-P-L-E

Ok, dass wir zu einem Thema ein zweites Mal berichten, kommt extrem selten vor. Nein, es kommt eigentlich überhaupt nie vor. Da müsste dann schon etwas ziemlich besonderes anstehen, um mit dieser Logik zu brechen und was soll man sagen, genau so ist es. Als eine Gruppe unserer liebsten Musiker und Menschen um die Brüder Aaron und Bryce Dessner von The National, Justin Vernon von Bon Iver und Nadine & Tom Michelberger vor zwei Jahren rund 80 Musiker in den einmaligen Studios des Berliner Funkhauses versammelten, um sich eine Woche lang miteinander auszutauschen und auszuprobieren, war das eine Sensation und so etwas wie die Wiederbelebung der erwartungsbefreiten künstlerischen Freiheit. Am Ende standen Bon Iver, Damien Rice, The National, Alt-J, Erlend Øye, The Staves und viele mehr zusammen auf der Bühne und klangen allen, die dabei waren, noch lange im Ohr. Seit dem vergangenen Sonntag nun sind wieder über 150 internationale Künstler versammelt im Michelberger Hotel und den Studios des Funkhauses, um miteinander zu proben, Songs zu schreiben, sich gemeinsam weiterzuentwickeln und auf neue Ideen zu kommen. Am kommenden Wochenende dann öffnen sich im Funkhaus die Türen für zwei Tage mit öffentlichen Konzerten, an denen alle Ergebnisse auf sieben Bühnen präsentiert werden. Alle teilnehmenden Musiker werden in verschiedenen Konstellationen mehrfach über das gesamte Wochenende auftreten. Es geht um neue Musik, kreative Freiheit, unerwartetete Kooperationen und einzigartige Arrangements. Mit von der Partie sind unter anderen Leslie Feist, Damien Rice, Chefket, Henning May (Annemaykantereit ) Kurt Wagner (Lambchop) und Musiker von Projekten wie Bon Iver, The National, Arcade Fire, Mouse on Mars, Woodkid, Young Fathers, Sinkane, The Staves, Boys Noize, Jonsi & Alex, Parcels, Liima, Polica und viele mehr. Ach ja, einen echten Zeitplan gibt es nicht. Die Besucher werden in zwei Gruppen geteilt und rotieren ständig zwischen den Bühnen. Nach 20 Uhr treffen sich alle auf der Hauptbühne zu den PEOPLE Mixtapes, die die Highlights der Woche zusammenbringen. Fetter Scheiß! Wir verlosen 2×2 Abend-Tickets für Samstag oder Sonntag. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ´PTTP‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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PEOPLE Festival
| Funkhaus, Nalepastraße 18, 12459 Berlin | 18.-19.08.18, ab 12 Uhr | Tickets | https://www.p-e-o-p-l-e.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Mein kleiner grüner Kaktus

…steht draußen am Balkon – oder im Schlafzimmer oder auf dem Badezimmerregal oder auf der kleinen Anrichte am Esstisch, gleich neben der Porzellan-Zuckerdose mit dem kleinen Sprung, die wir vor Jahren auf dem Flohmarkt erstanden haben. Nein, unsere kleinen grünen Kakteen und Sukkulenten wollen wir definitiv nicht mehr missen, allein schon, weil sie uns auch so manche pflegetechnische Unachtsamkeit verzeihen. Wer mal wieder oder wie wir immer mal wieder auf der Suche nach neuen Wüstenmitbewohnern ist, der sollte unbedingt im Kakteenparadies Kleiner Kaktus in Hamburg Eimsbüttel vorbeischauen. Der Kaktusladen bietet nämlich eine riesige Auswahl so ziemlich aller stacheligen Formen, Farben und Größen. Dazu gibt es passende Töpfe, Literatur und Accessoires. Außerdem können Kakteen und Sukkulenten oder auch ganze Arrangements für Hochzeiten und weitere Veranstaltungen gekauft werden. Da sich der Online Shop aktuell noch im Aufbau befindet, solltet ihr in der Zwischenzeit mal dem Laden einen Besuch abstatten und euch den perfekten grünen Mitbewohner zulegen. Gründerin und Inhaberin Andrea hatte nämlich schon immer ein Händchen für Kakteen. Der Laden, dessen Name natürlich aus dem Song der legendären Comedian Harmonists entlehnt ist (viel Spaß mit dem Ohrwurm btw…) versprüht mit seinen vielen bunten Farben quasi norddeutsches Mexiko-Feeling und soll zukünftig auch als Eventfläche mietbar sein. Liebe Andrea, vielen Dank für diese kleine grünbunte Stachel-Oase.
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Kleiner Kaktus | Lindenallee 48, 20259 Hamburg | Öffnungszeiten: Di.-Fr. 11-19 Uhr, Sa. 11-16 Uhr

Grün, Grüner, Grüna!

Ihr sucht den perfekten Ort für eure Hochzeit oder die eines besten Freundes? Ihr wollt zu einem Team-Event aufbrechen, schätzt Abgeschiedenheit und wilde Natur, wollt aber trotzdem in Schlagdistanz zur Hauptstadt bleiben? Ihr wolltet schon immer mal Yoga in einem wunderschönen 5000qm großen Garten machen, um eure grüne Mitte zu finden? Genug geteast: der Bauern­hof Grüna befindet sich vor den südlichen Toren Berlins im Fläming und kann all das, was wir da eben ins Intro gesteckt haben. Der wunderschöne, aus dem 19. Jahrhundert stammende Vierseitenhof mit Stallungen und Scheune wird seit 2014 liebevoll entwickelt und zu einem vitalen Kul­tur­land­hof und Community Space ausgebaut. Zum Konzept gehören ein eigener Gemeinschaftsgarten- und Kulturverein, Wohn­flächen und ver­schieden­e Nutzungsmöglichkeiten der Neben­gelasse für Ate­liers, Künstlerresidenzen, Co-Working Spaces und Werkstätten. Der riesige Garten, die Scheune und ein Seminarraum bieten reichlich Platz und Optionen für Feste und Veranstaltungen fast aller Art. Vor allem ist der Hof aber ein Ort, der frei macht und die Gedanken beflügelt. Inspiration bekommt ihr hier nicht aus Brainstorm-Meetings und kreativem Mindmapping, man zieht sie aus dem Rascheln der Blätter im Wind, dem Summen der Bienen und der Freiheit, die Gedanken ohne Netz und doppelten Boden kreisen zu lassen. Wer noch nichts vorhat aber unbedingt mal gucken möchte, dem empfehlen wir einen Klick auf den Hof-eigenen Eventkalender. Neben viel Yoga winkt da am 2. September der nächste Gartentag. Na dann ma nüscht wie raus ins Jerüne.
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Bauernhof Grüna | Grüna 8, 14913 Jüterbog | bauernhof-gruena.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Heimlich treu

Manche Orte sind so schön und so geheim – oder manchmal auch heimlich – dass man am liebsten niemandem davon verraten möchte. Nun gut, job is job, wie der Franzose sagt, also raus mit der Sprache: Zwischen Zionskirchplatz und Gedenkstätte Berliner Mauer liegt versteckt im zweiten Hinterhof der Anklamer Straße 38 das heimlichTreu. Mehrere Jahre haben die beiden Betreiber Mike und Nikolai nach dieser für sie perfekten Location gesucht. Kein Hinweisschild weist den Weg in ihren kleinen Wohlfühltempel. Das viele Holz und die warmen, erdigen Töne fügen sich gemeinsam mit den modernen Lampen und den großen Fenstern zu einem harmonischen Ensemble, abgerundet durch die obligatorische Prise Industriecharme. Das Highlight dieser Tage ist aber sicher der Außenbereich, der einen Zeit und Raum mindestens für die Dauer eines großartigen Essens vergessen lässt. Blickt man auf das Menü, erwarten einen spannende Zutaten-Kombinationen, die auf Originalität und hoher Qualität beruhen. Perfekt gegarter Pulpo mit Chorizo und schwarzem Knoblauch trifft im Hauptgang auf Schwarzfederhuhn, Fenchel-Flocken-Tahini und Auberginen-Kroketten. Was zuerst fertig ist, wird auch zuerst gebracht und in der Mitte des Tisches für alle zum Teilen platziert. Dazu werden perfekt auf die Speisen abgestimmte Weiß- und Rotweine serviert. Später gibt es ungewöhnliche Drinks und Cocktails an der Bar. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es von montags bis freitags ein feines Lunch-Menü. Am Sonntag gibt es auf unserer neuen Lieblings-Außenterrasse einen ausgiebigen Brunch. Aber nicht weitersagen, bitte!
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heimlichTreu | Anklamerstr. 38 (2. Innenhof), 10115 Berlin | Mo-Fr ab 12 Uhr, Sa ab 18 Uhr, So ab 11 Uhr | www.heimlichtreu.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Christian Cohrs

Christian Cohrs ist seit knapp zwei Jahren Redaktionsleiter des Wirtschafts- und Lifestylemagazins Business Punk, außerdem Co-Autor des Buchs mit dem schrecklich-treffenden Titel „Generation Selfie“. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er seinen Abschluss in Theaterwissenschaft gemacht hat („Kind, wie willst du damit einen richtigen Job bekommen, also warum?“). Seit 2016 berichtet er nun über nationale und internationale Innovationen aus der Internet-, Technik-, Medien- und Unternehmensszene und vor allem „Business-Rebellen“ und ihre Ideen. Für unser Interview haben wir uns – aufgeregt wie wir sind – noch einmal alle Neons und Brigittes der letzten zwei Jahre angesehen und fleißig Fragen gesammelt. Auf die nach dem inspirierendsten Song hätten wir aber auch selbst kommen können, verdammt! Anyway, so hätten wir vielleicht nie von den zwei Pistolen und der Flasche Whisky erfahren. (Sagt man noch anyway?) Eh wurscht!
Name: Christian Cohrs
Alter: 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalist / Redaktionsleiter Business Punk
Schuhgröße: euer Ernst?
Lieblingsbuch: Jörg Fauser „Rohstoff“
Wen bewunderst du und warum? Niemanden. Wurde mit dem Konzept „Idol“ nie warm
Warum ist Punk nicht tot? Müsst ihr ihn bitte selber fragen.
Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Handy? Foto von Kritzelei an der Wand des Hauses, in dem ich wohne: „No Money, no Bitchi’s“
An wem oder was führt derzeit kein Weg vorbei? Bis auf weiteres: am Internet
Dein wertvollster Besitz: Mein 18 Jahre altes Cabrio – überschaubarer materieller Wert, aber immer die Option von einfach los und raus
Der wichtigste Ratschlag, den du je bekommen hast? „Dreisatz – mehr Mathe brauchst du nicht“ (von meinem Vater)
Welche verbotene Sache sollte jeder einmal getan haben? Auf eine „Neon“-Frage eine „Neon“-Antwort: nachts ins Freibad einbrechen
Dein Lieblingsschimpfwort? Kein Schimpfwort, aber gute Anti-Haltung: das österreichische „eh wurscht“
Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Bei nervigen Telefonaten die Stimme des Anrufers als Vogelgezwitscher wahrzunehmen
Die spannendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Kann ich nicht sagen, weil Menschen zu verschieden und für sich interessant sind, als dass ich einen herausheben wollte.
Können Worte die Welt verändern? Ja, ich will daran glauben
Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen? Die desjenigen, der daraus eine unkritische Situation macht (hoffentlich)
Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pizza vom Holzofen-Italiener gegenüber
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Menschen dazu bringen, dass sie es einfach zugeben, wenn sie Bullshit reden.
Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich neulich mit zwei Pistolen in der Tasche über eine große Messe gelaufen bin. Okay, es waren Dekowaffen, die ich dort zusammen mit einer Flasche Whisky ersteigert hatte.
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welcher Song hat dich als letztes so richtig begeistert?“
Das letzte Wort: Danke
Foto: Christoph Neumann

Legende ohne Ende

Also da wo jetzt die Mall of Berlin (slash) LP12 steht, da war früher mal der Tresor, die Wiege des modernen Techno quasi. Und dann gab es da noch das E-Werk – Himmel, so viele Lichter! Und die Bar25 erst, das war kein Ort, das war eine Lebenseinstellung, ein Zeitgeist, ein Selbstverständnis. Die Liste der legendären und vor allem ehemaligen Berliner Kult-Clubs ist lang. Orte, die immer irgendwie in ihre Zeit passten und die mit deren Ende dann auch folgerichtig mitverschwanden. Das gerade dieser kleine unschmucke Konzertraum mit dem Rollgitter vor der Tür sie alle überleben würde, damit konnte vor vierzig Jahren eigentlich niemand ernsthaft rechnen. Seit Bestehen ist die Geschichte des legendären SO36 am Heinrichplatz in Kreuzberg geprägt von Unruhe, Bewegung und Begegnung: Viel hat sich getan – in der Stadt, in Kreuzberg und im SO – selten ohne Reibereien oder echte Kämpfe. Wir reden hier von Punk und Queer, von Feminismus und Hausbesetzung und Antifa, von Gentrifizierung und Konsumterror, Befriedung, Myfest, Refugees Welcome, Mauerfall und -bau. Das SO hat das alles überlebt und seinen nicht unerheblichen Teil beigetragen. Die Dead Kennedys haben hier gespielt, Exploited, Die Ärzte, Agnostic Front, Social Distortion, die Beatsteaks, Suicidal Tendencies, Die Einstürzenden Neubauten, Die Toten Hosen, NOFX, Freundeskreis, Bad Religion, H-Blockx, Fettes Brot, At The Drive In und viele viele mehr. Heute bietet die Halle Raum für Newcomer, harte Töne jenseits des Chartsmainstreams und Veranstaltungen verschiedenster Projekte von HipHop über CrossOver bis Techno. Genau 40 Jahre nachdem das SO36 zum ersten Mal als Konzertsaal sein Scherengitter öffnete, wird nun Geburtstag gefeiert. Mit dabei sind Esels Alptraum, Cats on Peacocks, Femme Krawall, Käptn Blauschimmel & die Süßwassermatrosen und die DJ’s LCavaliero, The System, Ed Raider u.a. Dazu gibt es Specials für die Nachbarschaft, Überraschungen, Besonderheiten und das auf jedem Fitzelchen Platz. Für lächerliche 10 Euro seid ihr dabei. Legenden sterben nie!
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40 Jahre SO36 Jubiläumsgala | SO36, Oranienstr. 190, 10999 Berlin | Sa, 11.08.18 | Facebook

Einmal um die Insel, bittesehr!

„Achtung, Achtung! Nach Freigabe der Wasserfläche bitten wir alle Teilnehmer sich unter der Wimpelkette einzufinden.“ Wer sportlich ambitioniert ist und gerne an Wettkämpfen teilnimmt, der hatte es dieser Hundstage nicht leicht. Bei Sahara-esquen Temperaturen wird auch der morgendlichste aller Waldläufe schnell zum schweißtreibenden „Nöwiesoeigentlich“-Ritt. Es sei denn, der Wettstreit findet nicht nur am, sondern direkt im Wasser statt. Am 11. August veranstaltet die DLRG Potsdam das alljährliche und inzwischen 22. Potsdamer Inselschwimmen. Dabei darf sich jeder und jede in die Havel stürzen, um eine sehr besondere Schwimmstrecke über 400m, 800m oder 1700m rund um die Potsdamer Freundschaftsinsel zu absolvieren. Bei allen drei Läufen schwimmen die Altersklassen von jung bis alt gemeinsam los, am Ende wird getrennt gewertet. Das Benutzen von Hilfsmitteln wie Flossen, Neoprenanzügen (wer sollte das wollen bei dem Wetter?) oder Meerjungfrauenflossen ist selbstverständlich nicht gestattet. Bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Rennen kann man seine Startnummer abholen. Das Startgeld beträgt für Kinder bis 12 Jahre 2 Euro, für Jugendliche bis 19 Jahre 5 Euro und für Erwachsene ab 20 Jahre 7 Euro. Eine Nachanmeldung gegen kleinen Aufpreis ist auch noch am Tag der Veranstaltung möglich. Rund um das 22. Potsdamer Inselschwimmen hält ein buntes Rahmenprogramm mit viel Musik, Kinderschminken, Hüpfburg und einer Rettungsvorführung der DLRG Klein und Groß bei Laune. Man kann also auch als Fan an die Insel pilgern. Ahoi!
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22. Potsdamer Inselschwimmen der DLRG | Freundschaftsinsel, 14467 Potsdam | Sa, 11.08.18 | Anmeldung | www.potsdam.dlrg.de/inselschwimmen | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 07. August 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Back to the 90’s

Berlin und die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts sind untrennbar miteinander verbunden. Unbestritten fügte die Dekade nach dem Mauerfall der wilden und wechselvollen Geschichte der vorherigen, dann geteilten und später wieder ganzen Hauptstadt eines seiner spannendsten Kapitel hinzu. Wer dabei war kann sich nicht mehr daran erinnern, sagen manche halb im Spaß. Tatsächlich vergisst man nie das Gefühl von Freiheit im wilden Osten und Westen, den endlosen Kosmos an Möglichkeiten zwischen verlassenen Autos, illegalen Clubs und politischem Umbruch. Die 90er, das war eine Zwischenzeit, in der das Alte per Ansage vergangen, das Neue aber irgendwie noch nicht da war. Der Mythos Berlin als pulsierende Partystadt, als Metropole der Kreativität und schäbig schönen Selbstverwirklichung war geboren. Ab dem 4. August 2018 lässt die Ausstellung nineties berlin das Hauptstadtleben der 90er Jahre wieder aufleben. In den historischen Räumlichkeiten der Alten Münze geht es darum, was in Berlin nach der Wende passierte und wie sich der Alltag dort räumlich und persönlich völlig neu orientierte. Welche alternativen Formen von Kunst und Kultur waren überhaupt möglich? Wie haben sich die Menschen diese Freiräume genommen? Und welche politischen, wirtschaftlichen und regionalen Probleme gab es zu dieser Zeit in Berlin? Die Ausstellung beantwortet manche Fragen, lässt wieder andere unbeantwortet und bietet dabei unverblümt für viele neue Blickwinkel auf die Erkenntnisse zur Stadt-, Politik- und Gesellschaftsentwicklung im Berlin der 90er. Sie zeigt, wie die genutzten Freiräume zu einer historisch einmaligen Bewegungen führten. Sie zeigt aber auch, dass diese kreativen Freiheiten heutzutage immer wieder sinnlos begrenzt werden. Wir verlosen 1×2 Tickets für die kleine Zeitreise im Herzen der Stadt. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MARUSHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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nineties berlin | Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin | 04.08.18 – 28.02.19 | Tickets ab 11,25 € | www.nineties.berlin

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Naomi Ryland

Das 2 Minuten-Interview

Naomi Ryland weiß die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich ist die gebürtige Britin – und dank Brexit seit einem Jahr auch Deutsche – Gründerin und Geschäftsführerin von tbd*. Die Karriereplattform informiert über freie Stellen bei sozialen und nachhaltigen Unternehmen, Workshops, Kursen oder Finanzierungsmöglichkeiten. tbd* bedeutet im Englischen „To Be Determined“ (oder auch to be defined oder auch to be done oder oder…die Meinungen im Team gehen hier wild durcheinander). Es kann aber auch wörtlich als “wild entschlossen sein” übersetzt werden. Womit wir bei Naomi wären. Genau so setzt sie sich nämlich für ein lebenswertes Miteinander ein und hilft Menschen dabei, beruflich ihre Bestimmung zu finden. Sie findet ürbigens auch, dass man als Gründerin nicht gleich als Heldin der Zeit gefeiert werden sollte. Als Bewältigerin einer Fernbeziehung vielleicht schon eher. Die sind nämlich Kacke. In den kommenden beiden Wochen ist ihr Freund aus Südafrika zu Besuch, um gemeinsam mit ihr den Berliner Sommertraum zu genießen. Mit Gemütlichkeit hat das allerdings wenig zu tun… Und jetzt ab an den See!

Name: Naomi Ryland
Alter: 33
Wohnort: Neukölln
Beruf: Gründerin und Geschäftsführerin von tbd*
Schuhgröße: 40
Lieblingssong: Harted – Abridged (Nutia Remix)
Kontakt: www.linkedin.com/naomiryland

Das größte Problem deiner Generation? Gemütlichkeit. Nicht überall auf der Welt aber auf jeden Fall dort, wo es uns gut geht. Es ist einfach sich über die Umstände der Welt aufzuregen und dann mit den Freunden brunchen zu gehen und alles direkt zu vergessen – oder besser gesagt zu verdrängen. Man fühlt sich aber auch hilflos. Kleine Taten helfen aber auch. Und davon brauchen wir mehr.

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Auf tbd.community gehen und sich über die Möglichkeiten für einen Beruf mit positiver gesellschaftlicher Wirkung informieren.

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Meine Festplatte, meine deutsche Einbürgerungsurkunde. Mir wurde von der Beamtin gaaaanz deutlich gesagt, die gibt es nur einmal. Und den Elefanten, den ich seit der Kindheit überall mit mir herumschleppe.

Was ist deine größte unbegründete Angst? Fliegen. Jedes Mal bin ich der festen Überzeugung, dass ich gleich sterbe.

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten? Exzellente Frage. Ich glaube auch ganz fest daran. Ich will jetzt nicht in Plattitüden verfallen aber let’s just say: Wenn nicht die Frauen wer dann?

Wann beginnt die Zukunft? Ich hoffe, dass wir irgendwann als Menschheit lernen werden, was uns wirklich wichtig ist. Eine post-kapitalistische Welt werde ich wahrscheinlich nicht mehr erleben aber ich wünsche mir das für die kommende Generation. Bis die Menschheit so weit ist, ist alles was gerade an “Fortschritt” passiert eigentlich Rückschritt bzw. höchstens Wassertreten.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Kylie Minogue. Ich hatte ein Poster von ihr neben meinem Bett. Das habe ich mit fünf auch immer vor dem schlafengehen geküsst. Nach wie vor eine starke Frau.

Was unterscheidet dich von anderen? Obwohl ich selbst Gründerin bin, halte ich den ganzen Gründerwahn nicht aus. „Gründen ist das Tollste und Gründer sind die Helden unserer Zeit“ – Hauptsache man arbeitet 80 Stunden die Woche und hat eine Series-A gemacht hat. Yes! Was erreicht! Ich halte das für absoluten Bullshit und versuche ein möglichst realistisches Bild vom Gründersein zu vermitteln. Es ist hard as hell, die meiste Zeit hat man gar keine Ahnung, was man tut. Eine Investition zu erhalten ist (aktuell) vor allem einen Nachweis dafür, dass man gut bullshitten kann und wenn man 80 Stunden die Woche arbeiten muss, dann hat man auch schon verloren.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Die Nachricht von meinem Freund zu bekommen, dass er gerade in den Flieger steigt, um von Kapstadt nach Berlin zu fliegen. Fernbeziehungen sind Kacke.

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit und die Fähigkeit einzusehen, dass es ok ist, nicht perfekt zu sein.

Welcher Moment hat alles verändert? Als Studentin wollte ich eigentlich in der klassischen Beratung in London arbeiten. Dann habe ich als Teil einer freiwilligen Tätigkeit eine geflüchtete Frau aus dem Irak kennengelernt. Mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen. Warum würde ich dafür arbeiten wollen, reiche Menschen noch reicher zu machen. Ich wollte doch viel lieber meine Lebenszeit dafür einsetzen, benachteiligte Menschen zu unterstützen.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? So wie Trump?

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Magid Magid ist der aktuelle Bürgermeister von Sheffield in UK. Er ist erst 29 und ist mit fünf als Geflüchteter aus Somalia nach Großbritannien gekommen. Auf seinem offiziellen Bild im Rathaus macht er einen Rap-Squat. Er verstellt sich überhaupt nicht, wenn er mit den ganzen alten weißen Politikern und Politikerinnen umgehen muss, baut aber trotzdem Brücken. Ich würde gerne lernen, wie das geht.

Was ist wirklich wichtig? Nächstenliebe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Oh Gott. Wir würden uns besser eine Falafel holen. Kochen ist nicht so richtig meins.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde jedem Kind auf der Welt eine hochwertige Bildung ermöglichen – bei der das Kind vor allem lernt, selbstständig und kritisch zu denken.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich hatte jahrelang Nagelpilz am großen Zeh.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie beseitigt man Nagelpilz?

Das letzte Wort: Ab zum See.

Sternenhimmel

Seit vergangenem Freitagabend dürfte die Anzahl der Astronomie Fans wohl deutlich angestiegen sein. Schließlich hat die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts einen wundervollen Blutmond über unseren Himmel geformt und die Menschen auf der ganzen Welt in Begeisterung vereint. Dank mannigfalitger Berichterstattung erkannten wir unterhalb des roten vollen Erdtrabanten dann auch noch den Mars, der uns aufgrund der ungewöhnlichen Nähe zu unserem Heimatplaneten ebenfalls in, für seine Verältnisse, gigantischer Größe erschien. Yoa und dann gibt es da noch den Nordstern, den Orion und den großen Wagen und dann hört es ehrlich gesagt auch schon auf, mit unseren astronomischen Kenntnissen. Bis jetzt, denn im Zuge der galaktischen Euphoriewelle haben wir uns (endlich) die SkyView-App auf unsere Mobiltelefone geladen. Mit der wir die Sternenguckerei nämlich zum Kinderspiel. Beim Öffnen führt die App einen automatisch zu seiner Position und benennt mithilfe der Kamera bei Tag und Nacht verschiedene Himmelskörper. Dazu richtet man ganz einfach das Smartphone in den Himmel, um Galaxien, Sterne, Sternbilder, Planeten und Satelliten (inklusive ISS und Hubble) zu bestimmen, während sie über einen hinweg ziehen. Außerdem kann man in die Zukunft oder Vergangenheit switchen und sich den Himmel an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten ansehen. Dazu benötigt man noch nicht einmal Datensignal oder GPS. Also was gibt es bitte Schöneres als in diesen lauen, sternenklaren Sommernächten in den Himmel zu starren und der oder dem Liebsten dabei zärtlich ins Ohr zu flüstern: „Das da oben links, das ist übrigens der wunderschöne Beta Canum Venaticorum, mein Schatz.“
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SkyView Lite | App Store | Google Play Store

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 31. Juli 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Hallo Tiger

Das mit dem Gleichgewicht ist ja so eine Sache. Wenn man nicht gerade ein Ass im Skaten oder Surfen ist, wird selbst das Balancieren auf einem Bein zur sportlichen Herausforderung. Um ein bisschen neuen Schwung in den Alltag zu bringen, kann man sich auch einfach mal auf’s Tigerboard stellen. Ein Brett zum Trainieren des Gleichgewichts, das auf einer Rolle liegt und quasi überall einsetzbar ist. Klingt simpel, aber das Board hat es in sich! Bei regelmäßigem gebrauch wird die Koordination und Bewegung geschult sowie ordentlich Muskulatur aufgebaut. Das verhilft wiederum zu einer verbesserten Körperhaltung. Anfänger sollten es jedoch nicht gleich übertreiben und einen 180-Grad-Turn oder ähnliches hinlegen. Nur so als kleine Vorsichtsmaßnahme. Zwölf Millimeter starkes Birken-Sperrholz sorgt auf alle Fälle dafür, dass das Brett so einiges aushält. Durch die Verwendung von nachhaltigen und hochwertigen Materialien ist das Tigerboard langlebig und stabil. Jedes Brett, die Rollen und das individuelle Design sind handgefertigt und daher ein Unikat. Wir verlosen an alle Sportskanonen insgesamt zwei Tigerboards. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‚TIESCHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Tigerboard | Preis: ab 98 € | Online Shop | www.tigerboard.de

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 31. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Das Weibliche Prinzip

Wer bin ich? Und wer will ich sein? Keine seltenen Fragen in der heutigen Zeit. Spannend wird es, wenn man sie vor dem Hintergrund der aktuellen #metoo-Debatte um latenten Sexismus, echten Feminismus und Geschlechtergleichheit stellt. Die preisgekrönte und durch und durch großartige amerikanische Autorin Meg Wolitzer spürt einer möglichen Antwort in ihrem neuen Roman ‚Das Weibliche Prinzip‘ auf ihre unnachahmliche subtile und zugleich mitreißende Art und Weise nach. Mit funkelndem Witz erzählt sie uns die Geschichte der schüchternen Studentin Greer Kadetzky und ihrer Begegnung mit der 63-Jährigen Ikone des Female Empowerment Faith Frank. Als Gründerin einer feministischen Zeitschrift und erfolgreiche Autorin zählt die nämlich zu den Schlüsselfiguren der Frauenbewegung im gegenwärtigen Amerika des Romans. Durch die Begegnung bricht etwas in der jungen Frau auf und sie stellt sich die entscheidenden, eingangs erwähnten Fragen. Jahre später kommt es zu einem Augenblick, von dem Greer nie zu träumen gewagt hätte. Faith lädt sie zum Vorstellungsgespräch nach New York ein. Dies führt Greer auf den abenteuerlichsten Weg ihres Lebens: einen verschlungenen, mitunter steinigen Weg, der letztlich zu ihr selbst führt. Das weibliche Prinzip schafft etwas, was in aufgeheizten politischen und gesellschaftlichen, zumeist medial geführten Debatten selten gelingt. Es erzählt klug, leicht und zugleich fesselnd von Emanzipation, weiblichem Selbstverständnis, von Idealen, Enttäuschungen und Generationskonflikten ohne zu beklagen, anzuklagen oder Schuldige zu suchen. Es liefert vielmehr eine messerscharfe Bestandsaufnahme. Wir verlosen zwei druckfrische Exemplare dieses wundervollen Romans. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‚DOPPEL-X‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Das Weibliche Prinzip | www.dumont-buchverlag.de | Preis: 24 €

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 24. Juli 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Hände hoch!

Man kennt das ja von Brillen: ständig sucht man die Dinger irgendwo (besonders praktisch, da man das ja mit Sehbehinderung tut) und findet sie dann (halb erschöpft und sichtlich genervt) irgendwo in Bettritzen, Jackentaschen oder auf dem eigenen Schopf. Genauso ist das oft mit dem innig hassgeliebten Handy, das so manch einer kaum aus der Hand legen mag. Sei es privat oder beruflich. Wir können ein Lied davon singen. Ständig sind wir während unserer Events am Suchen oder Fummeln und wenn wir uns Hilfe zu einem besonders kniffligen Aufbauprojekt hinzuholen wollen, haben wir in der Regel beide Hände voll. Da nützt dann auch der Kopfhörer im Ohr nichts. Die Brasilianerin Yara Yentzsch hat unser Problem erkannt eine simple und zugleich fantastische Lösung entworfen: eine dezente Handyhülle am bunten Bande. Damit kann man sich das gute Stück (genau wie eine Brille) einfach und sehr stylisch um den Hals hängen. So bleiben die Hände im Alltag frei, um sich wichtigeren Dingen zu widmen und das Telefon ist dennoch immer griffbereit. Die Handyketten haben eine Gesamtlänge von 1,5 Meter und sind für 23 beziehungsweise 25 Euro erhältlich. Gut, vielleicht sollten wir noch erwähnen, dass Yara die schmucken Bänder natürlich nicht nur für uns entworfen hat. Nach der Geburt ihres Sohnes hatte Yara selbst immer wieder ihr Handy verlegt. Irgendwann kam sie zu dem Entschluss, es einfach umzuhängen. Durch ihr Hobby Makrame, eine aus dem Orient kommende Knüpftechnik, baute sie aus verschiedenen Seilen einen Prototypen. Die Resonanz war riesig. Und damit auch die Nachfrage, so dass ihr Freund Richard mit ins Boot stieg. Mittlerweile haben die beiden ein richtiges kleines Familienunternehmen aufgebaut – organisch, frei und spontan gewachsen. Zurzeit arbeiten sie an neuen Modellen und Farben. Wir sind gespannt und verlosen insgesamt drei dieser wunderbar schicken kleinen Helfer. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚GUT ABGEHANGEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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XouXou Berlin | www.xouxouberlin.com | Preis: ab 23 €

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 24. Juli 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

Natur pur

Es gibt wohl kaum ein ökologisches Thema, das so anhaltend diskutiert wird, wie der Einfluss von Plastik auf unsere Umwelt. Immerhin: die EU-Kommission will Einmalprodukte aus Plastik verbieten. Leider wird dies wohl noch einige Zeit dauern. Wer sich nach ökologischen Alternativen zum gängigen Trinkhalm aus Plastik umschaut, der findet entweder Glas- oder Metallstrohhalme. Auch Nudeln hatten wir neulich schon im Drink. Unsere neuste Entdeckung: Bio-Strohhalme. Also echte Bio-Strohhalme. Also echte Halme aus Stroh (man mag es kaum glauben), die aus einem landwirtschaftlichen Abfallprodukt hergestellt werden. 100 Prozent biologisch. So bleiben die wesentlichen Eigenschaften des Roh-Strohs erhalten und der Bio-Strohhalm leistet einen kleinen Beitrag zu einer saubereren Welt. Neben der ökologischen und nachhaltigen Produktion arbeitet das herstellende Unternehmen, das genau so heißt – nämlich Bio Strohhalme GmbH – nur mit Produzenten und Bauern zusammen, die sich ebenfalls an den strengen Bio-Kriterien orientieren. Dies sichert die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Naturproduktes. Weiterverarbeitet und verpackt wird das Naturprodukt dann in Behinderten-Werkstätten in Bayern. Für die nachhaltige Arbeit wurde das Unternehmen bereits mehrfach ausgezeichnet und hat mehrere Awards gewonnen. Bitte kauft keine Plastikstrohhalme mehr!
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Bio Strohhalme | Online-Shop | Preis: 5,95 € / 35 Stk.

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 24. Juli 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Alexander Djordjevic

„Kommt ein Cowboy zum Friseur…“ Nee, den Witz erzählt Alexander Djordjevic, Gründer und Geschäftsführer von Foodist, lieber gleich selber zu Ende. Und auch die Sache mit dem Stroh. Alexander ist nämlich nicht nur ständig unterwegs im Sinne des guten Geschmacks, er ist auch ein verdammt smarter, witziger und sympathischer Zeitgenosse. Mit seiner Online-Plattform Foodist hilft er Lebensmittelproduzenten und Manufakturen bekannter auf dem deutschen Markt zu werden und ihre innovative Produkte in den stationären Handel zu bringen. Dabei ist Foodist binnen kürzester Zeit zu so etwas wie der Benchmark im Segment der monatlich wechselnden Food-Boxen avanciert. Ein breites Portfolio gefragter Marken und regelmäßige Berichte über die neusten Trendprodukte aus der internationalen Foodwelt sprechen für sich. Und für Alexanders guten Geschmack, denn tatsächlich ist er noch immer in die allermeisten Prozesse involviert. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Leckereien und Trends ist, trifft man ihn inzwischen auch schonmal auf dem Golfplatz. Das Golffieber hat ihn gepackt, wie er selbst zugibt. Ach ja, gibt es denn auch etwas, das ihm so gar nicht schmecken mag? „Erbsen! Ich hasse Erbsen.“ Na wenn’s weiter nichts ist. :zwinkern:

Name: Alexander Djordjevic
Alter: 31
Wohnort: Hamburg
Beruf: Gründer & Geschäftsführer
Schuhgröße: 43
Lieblingsgericht: Rinder-Steaks
Kontakt: foodist@muxmaeuschenwild.de
Welchen ersten Eindruck machst du deiner Meinung nach? Darüber möchte ich nicht nachdenken :zwinkern:

Was hast du immer im Kühlschrank? Käse

Was liebst du an deinem Job? Das Weihnachtsgeschäft.

Wo gehst du gern privat essen? Am Liebsten koche ich zu Hause mit meiner Freundin. Ansonsten in die Ramen Bar oder zum Stamm-Vietnamesen in der Schanze.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste?
Schönste: Artischocke
Sexieste: Erdbeere
Hässlichste: Kurkuma

Was wirst du in Zukunft weniger machen? An Geld denken.

Was sollte niemand auf morgen verschieben? Zähneputzen und seine Oma anrufen

Süß oder salzig? Salzig

In welchem Alter hast du dich bislang am wohlsten gefühlt? Mit 7 Jahren. Grundschule war easy, Freunde waren in der Nachbarschaft und die Familie lebte unter einem Dach.
Was ist Mamas bester Rat? „Dein Körper braucht auch Ruhe.“

Bitte erzähl uns einen Witz: Kommt ein Cowboy vom Friseur. Pony weg.

Welche Macke würdest du dir gerne abgewöhnen? Ich glaube nach wie vor an Branding. (Verliere nie den Glauben! Anm. d. Red.)

Was hast du dir von deinem ersten Gehalt gekauft? Ich habe mit meinem Bruder Zeitungen ausgetragen und vom Gehalt Inline Skates gekauft.

Du triffst Angela Merkel im Fahrstuhl. Worüber unterhaltet ihr euch? Über Horst Seehofer.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti Carbonara und dazu mindestens zwei Flaschen Rotwein :zwinkern:

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Erde zwei Grad kälter drehen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich tendiere zur leichten Hypochondrie.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum liegt hier Stroh?

Das letzte Wort: Ich glaub es ist der blaue Draht.

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Kathrin M. Limburg

Das 2 Minuten-Interview

Wenn es um Interior und große Altbauwohnungen geht, ist Kathrin Limburg die Expertin schlechthin. Als Gründerin der Eventlocation Gebrüder Fritz hat sie sich auf Events aus dem Lifestyle-Bereich fokussiert. Im Jahr 2000 kam das echte Nordlicht nach Berlin und wagte nach einigen Stationen den Schritt in die Selbständigkeit als freie Eventdienstleisterin. 2015 eröffnete sie dann gemeinsam mit Verena Nobis-Wicherding ihre erste eigene Location. Und was für eine: das Gebrüder Fritz ist nicht nur einer der schnuckeligsten Orte für Veranstaltungen in der ganzen Stadt, es ist ein echter Wohlfühlraum – sorry, Wohlfühlräume! Aktuell ist Kathrin sogar in der Planung einer weiterer Location – quasi der neuen großen Schwester der Gebrüder Fritz. Übrigens, sollet ihr Kathrin mal dabei beobachten, wie sie beim Shoppen mit sich selber redet: das muss so, macht sie nämlich immer. Warum weiß sie auch nicht. Aber sie hat eine Lösung parat: Und die lautet Freisprechkopfhörer. So denken (hoffentlich) alle, man würde telefonieren. Kompetente Beratung hat man garantiert.

Name: Kathrin Margarethe Limburg
Alter: 36
Wohnort: Prenzlauer Berg
Beruf: Vermieterin schöner Räume
Schuhgröße: solide 39
Lieblingstagezeit: Alles nach 10h morgens
Kontakt: kathrin@gebruederfritz.com

Wer oder was hat dich zum Gründen inspiriert? Ich denke, das war meine Mutter. Sie hat immer schon eine Liebe zu großen Altbauwohnungen, schönen Dingen und Interior gehabt und war auch selbstständig.

Beschreibe deinen Job in drei Worten: TürAuf – AllesNeu – Repeat

Warum Berlin? Was sonst? Ich glaube einfach in jeder anderen Stadt würde ich negativ auffallen. Ich wurde damals mit 18 Jahren aus dem beschaulichen Travemünde mit dem Satz “In Berlin kannst du auch im Pyjama S-Bahn fahren, das stört keinen!“ nach Berlin gelockt und diese Tatsache fasziniert mich nach wie vor.

Welche drei Verhaltensweisen würdest du gern verändern?
Ich wäre wirklich gern geduldiger.
Ich wäre wirklich gern weniger perfektionistisch.
Ich wäre wirklich gern pünktlicher.

Dein wichtigster Charakterzug? Witz und Ungeduld.

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Darüber habe ich gerade in letzter Zeit wirklich oft nachgedacht, aber Berlin ist und bleibt für mich die richtige Stadt. Ich lebe in Prenzlauer Berg und könnte mir vorstellen einmal den Stadtteil zu wechseln; das ist ja auch schon quasi wie umziehen, oder? Hier bräuchte ich aber unbedingt eine Dachterrasse oder noch besser einen großen Garten. Ich bin unheimlich gern zuhause und liebe es einfach im Sommer lange draußen zu sitzen und trotzdem die Möglichkeit zu haben, schnell bei meinen Freunden zu sein.

Was fasziniert dich? Intelligenz, Stil, Herzlichkeit

Gibt es eine Redewendung, die du ständig benutzt? Ich bin bekannt für meine, ich möchte mal sagen, Passion für Redewendungen! Hier lediglich ein Auszug aktueller Lieblinge:

Kurze Arme, keine Kekse.
Von nüscht, kommt nüscht.
Wer so sagt, hat noch nicht angefangen.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Wo soll ich aufhören, wo soll ich anfangen heutzutage? Was in Syrien vor sich geht berührt mich Tag für Tag und auch eine der zahlreichen großartigen Entscheidungen Trumps, mexikanische Flüchtlingskinder von ihren Eltern zu trennen, hat mich sehr beschäftigt. Für mich ist aber grob gesagt seither Ungerechtigkeit etwas, was mich sehr betroffen macht. Warum gilt für manche Menschen etwas anderes als für andere? Das macht mich gleichermaßen wütend und betroffen!

Ich bin der größte Fan von… Pippi Langstrumpf.

Was ist dein geheimes Talent? Ich habe es bisher so gehalten aus meinen entdeckten Talenten ein Geschäft zu machen. Momentan habe ich das Gefühl sie sind bestens ausgeschöpft.

In welchem Film hättest du gern mitgespielt? In dem Film Francis Ha von Noah Baumbach.
Er spielt in Brooklyn und ich liebe New York und ich liebe die so wahre Geschichten der engen Freundinnen, die wie Schwestern sind und mit dem Erwachsenwerden konfrontiert sind, das erinnert mich alles sehr an mich!

Wie wäre dein perfekter freier Tag? Zu einem perfekten Tag gehören bei mir ganz viele Freunde, gutes Essen, Wein und famose Stimmung! Wenn er wirklich perfekt ist, haben wir dazu noch Sonnenschein und bestenfalls Strand!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich glaube das Essen selbst wäre hierbei nicht das Entscheidende. Es wäre ein schön gedeckter Tisch mit frischen Blumen, viel Leinen und tollem Geschirr und es würde etwas zu Essen geben, was mich viel bei meinen Gästen sein lässt und lange dauert! Wahrscheinlich ein Mix aus arabischer Mezze und typischem Berliner Abendbrot mit selbstgemachtem Eiersalat.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Streben nach Macht abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich weiß nicht immer alles so genau, wie man denkt, dass ich es weiß. Aber meistens!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welches Beauty Geheimnis möchtest du teilen oder wie schaffst du es so fit zu bleiben? Oder noch besser: Warum hast du eigentlich keinen Blog?

Das letzte Wort: Mein Lebensmotto für alle an den Bildschirmen da draußen:
Klare Botschaften, klare Antworten!

Kategorien: Leute, XXXXX | Autor: | Datum: 18. Juli 2018 | Tags: |  Keine Kommentare

Oh, wie schön ist Frankfurt Oder

45 pittoreske Regionalbahnminuten vom Berliner Stadtzentrum entfernt liegt Frankfurt an der Oder. Und während der Namensvetter weiter westlich vor allem hohe Häuser, glatte Fassaden und viel Geld zu bieten hat, geht es beschaulich zu in der kleinen Stadt an der polnischen Grenze. Zumindest solange man keine der vielen Studentenparties der Europa Universitat Viadrina besucht oder zufällig das nächste Wochenende für seinen Besuch auswählt. Da nämlich steigt das jährliche HanseStadtFest Bunter Hering, das zeitgleich auch auf der anderen Oderseite in Slubice stattfindet. Jede Menge Futterluken, Marktstände, Open Air Bars und zahlreiche Bühnen mit einem bunten Programm von Klassik über RNB bis Heavy Metal sorgen für unbeschauliche Vergnügtheit im beschaulichen Drumrum. Mit von der Partie sind so illustre Bands wie Karat („Über sieben Brücken“) oder die Spider Murphy Gang und Freitag Abend gibt es ein grandioses Höhenfeuerwerk. Unser Highlight aber ist die Baustellenparty des BLOK O, eines neuen Co-Working Places samt Café in eben jenem Block O genannten, kultischen Gebäude. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich bei dem Projekt, das maßgeblich von der Sparda Bank erdacht und bewerkstelligt wird, gar um Frankfurt Oders ersten echten Co-Working Place. Warum das gut wird? Na ja, den gastronomischen Teil und damit so etwas wie die Co-Partnerschaft übernimmt mit dem St. Oberholz quasi der Godfather of Coworking aus der Hauptstadt. Zur Party gibt es einen kleinen Vortrag zum Wandel der Arbeitswelt von Tobias Kremkau, Community Manager im St. Oberholz, der darin sowohl das Projekt als auch Coworking als grundsätzlich sinnvolle Arbeitsumgebung beleuchtet. Daneben zeigt eine kleine Ausstellung das geschichtsträchtige Haus, dazu werden Kaffee, Eis und Drinks gereicht. Und dann spielen Kreuz Ost noch ein Gratiskonzert („Hi Polly!“ Anm. d. Red.). Ja und zwischendurch fahren wir dann einfach an den Helenesee zum Baden und sitzen am Ende „hier im Gartenpavillion, um zu sehen, dass es gut geht. Um zu sehen, dass wir gut sind. Mit Kartoffelschnaps und Bockwurst zwischen Gartenzwergen…“
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Bunter Hering | 13.-15.07.18 | Frankfurt (Oder) & Slubice | BLOCK O Baustellenparty | 14.07.18, 13-23 Uhr | Karl-Marx-Straße 182, 15230 Frankfurt (Oder)

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. Juli 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

Berlin, Fashion, Film

Nach der Fashion Week ist vor dem Fashion Film Festival. Berlins schönstes und bestes Kreativfestival der letzten Jahre geht damit bereits in die siebte Runde. Das ist bemerkenswert, denn das kleine Festival finanzierte und realisierte sich von Beginn an selbst und mauserte sich inzwischen zu einer weltweiten Plattform für die internationale Kreativszene. Das ganze Jahr über wird vernetzt, kreiert, gesponnen und neu gedacht. Schließlich steht das Medium Fashion Film stellvertretend für die endlosen kreativen und filmischen Möglichkeiten: 30 Sekunden, zwölf Minuten, dramatisch oder collagiert – alles ist erlaubt, nichts beschneidet oder beengt die künstlerische Arbeit. Im direkten Austausch mit einem weltweiten Netzwerk aus Machern, Partnern und Publikum definiert das BFFF den Status Quo kreativen Filmemachens stetig neu, schafft Vernetzungs- und Kreationsmöglichkeiten im Spannungsfeld aus Film und Lifestyle, Creative Culture und Mainstream. Beim jährlichen Festival in Berlin kommen jeweils über 500 Filmschaffende und Opinion-Leader aus Werbung und Lifestyle zusammen, um sich in Talks, bei Workshops und Filmscreenings oder beim Creative Speed Dating Inspiration und Input zu holen und neue Talente zu entdecken. Im Rahmen einer großen Award Show werden aus den rund 1.000  eingereichten Filmen die zuvor von einer hochkarätig besetzten Jury ermittelten besten Fashion Filme des Jahres in insgesamt 21 Kategorien ausgezeichnet. Teil der Jury sind in diesem Jahr u.a. Florian Hucker (Creative Director Ogilvy & Mather Berlin), Till Diestel (Managing Director BBDO Berlin), Marine Sellier (Creative Director Sony Music) und Florian Reichelsdorfer (Global Director Entertainment / Influencer Marketing Adidas). Das Motto in diesem Jahr: „Lets focus!“ Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für die Public Screenings. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚KONZENTRATION‘ an hurra@muxmaueschenwild.de.
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Berlin Fashion Film Festival| Columbiatheater, Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin | 12.+13.07.18 | www.berlinfashionfilmfestival.net | Tickets: ab 15 €

[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN]

Vier internationale Künstlerinnen, vier Wochen künstlerische Arbeit in einem Galerieraum, den sie als Atelier nutzen und eine anschließende Ausstellung, bei der die entstandenen Arbeiten in ihrem Entstehungskontext präsentiert werden. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist der Titel des „Projekts“ (das Wort nehmen wir jetzt mal als Platzhalter), der wörtlich genommen werden will. Der Lichthof Ost im Hauptgebäude der Humboldt-Universität wird für einen Monat zum temporären Atelier und Austellungsraum zugleich. Während der Atelierphase wird der Raum in regelmäßigen Abständen Besucherinnen und Besuchern zugänglich gemacht und es werden von den Künstlerinnen selbst geleitete Workshops angeboten. Den Entstehungsprozess der Ausstellung kann man so nicht nur begleiten sondern auch mitgestalten. Im Anschluss an die Arbeitsphase werden die entstandenen Werke ohne Veränderung der Raumsituation in einer zweiwöchigen Ausstellung präsentiert. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist also als Handlungsaufforderung zu verstehen, den [Raum zwischen den Klammern] zu füllen, Katalogbeiträge zu verfassen, Impuls-Führungen anzubieten und ihr am Ende tatsächlich einen Titel zu geben. So hinterlassen alle Beteiligten ihre Spuren, bewegen und inspirieren einander. Dazu geben verschiedene Diskursveranstaltungen die Möglichkeit zum Dialog zwischen Künstlerinnen, Kuratoren und Besuchern. Das „Projekt“ ist also mehr als eine Ausstellung, es ist ein vierwöchiger, lebendiger interaktiver Kreations- und Erlebnisprozess im weiten künstlerischen Raum. [Sehr spannend, finden wir].
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[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] | Kleine Humboldt Galerie, Unter den Linden 6, 10099 Berlin | ab 11.07.18 | www.hu-berlin.de