Stell dir vor, du kannst nähen!

Stell dir vor, du trägst nicht das gleiche Fast-Fashion-It-Piece, wie die meisten deiner Freunde, sondern etwas, das ganz und gar deinem persönlichen Stil und Charakter entspricht! Stell dir vor, du kannst das Vintage-Möbelstück, das du auf dem Flohmarkt ergattert hast, nach Herzenslust und mit eigener Hand aufarbeiten und zum Hingucker in deiner Wohnung machen! Stell dir vor, du kannst beim nächsten Kindergeburtstag mit einem selbst gemachten Lieblingskuscheltier glänzen! Am 21. Februar 2020 eröffnet am Tempelhofer Hafen in Berlin ein völlig neuer Creative Space für kreative Köpfe, Macher und Stoff-Afficiondos. Der Selfmade Store ist der erste seiner Art und so etwas wie eine Liebeserklärung des dänischen Traditionsunternehmens Stoff&Stil an die kreative Freiheit und das skandinavische Lebensgefühl. Er besteht aus einem riesigen Laden für besondere Stoffe, Nähutensilien und DIY Kits, sechs Nähstationen zum gleich Loslegen, einem Café mit leckerem Bio-Kaffee und einer angeschlossenen Galerie, in der regelmäßig Kreativworkshops und Events wie Ausstellungen, Flea Markets oder Fashion Shows stattfinden. Zur großen Eröffnung zeigt sich Selfmade gleich mal von der besten Seite. Von 12 bis 19 Uhr gibt es knallbuntes Workshop-Angebot. Unter anderem wird es die Möglichkeit geben, Bienenwachstücher selbst herzustellen, Tote Bags aufzupimpen und Stoffe zu tätowieren. Mitnachhausenehmen inklusive. Alle Workshops werden als Walk-ins und zu einem vergünstigten Teilnahme-Obolus angeboten. Mit dabei sein könnt ihr schon ab 5 Euro und zahlt auch sonst nur ein Drittel des Normalpreises. Ab 16 Uhr gibt es After Work Drinks und zum krönenden Abschluss eine SELFexpression Performance, über die wir an dieser Stelle noch nichts verraten dürfen. #irgendwasmitStrikeaPose!
_____
Selfmade Berlin | Friedrich-Karl-Str. 1, 12103 Berlin | Grand Opening am 21.02. ab 12 Uhr | Store Öffnungszeiten Mo-Sa 10-19 Uhr | theselfmade.com | Facebook Eventlink | FOTO: Stoff&Stil

WOMAN

Yann Arthus-Bertrand ist kein gewöhnlicher Fotograf und Filmemacher. Seine Projekte verbinden Mensch und Natur. Er zeigte uns die „Erde von oben“, erzählte in „Home“ emotional bildgewaltig wie nie zuvor vom fragilen Gleichgewicht der Natur und porträtierte in „Human“ sprichwörtlich die gesamte Menschheit. Sein neuestes Werk „Woman“ gibt tausenden Frauen weltweit eine Stimme. Was bedeutet es Frau zu sein? Auf welche Weise werden Partnerschaft und Sexualität erlebt, wie fühlt es sich an, Mutter zu werden? Welcher Gewalt sind Frauen täglich ausgesetzt und wie steht es eigentlich mit der Emanzipation? Fragen, die Yann Arthus-Bertrand gemeinsam mit seiner Co-Regisseurin Anastasia Mikova und dem gesamten Team Frauen aus aller Welt gestellt hat. Aus den Antworten ist nicht nur ein wunderbarer Film entstanden, sondern auch ein großartiges Buchprojekt, das mit eindrucksvollen Porträtaufnahmen und berührenden Interviews zeigen soll, was Frauen aus allen Bevölkerungsschichten und Winkeln dieser Erde heute bewegt. Neben den persönlichen Geschichten bereichern Essays und Gespräche von Personen aus dem öffentlichen Leben den Band. Wichtiges Hintergrundwissen wird durch übersichtlich aufbereitete Grafiken und Statistiken ergänzt. Wir finden, dass „Woman“ in keinem Bücherregal fehlen sollte.
_____
WOMAN. Was wir erleben, träumen, hoffen | 30€ | mehr Infos | FOTO: Knesebeck Verlag

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 18. Februar 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Peter Kowalsky

Peter Kowalsky hat die BIONADE erfunden. Das passt, denn am liebsten macht er Dinge, die vor ihm noch keiner gemacht hat. Wenn man dann auch noch Braumeister und Lebensmitteltechnologe… Was er nicht so gern mag, ist angestellt zu sein, weshalb die Zeit nach BIONADE auch direkt zur Zeit vor INJU wurde, so heißt nämlich sein neues Unternehmen, mit dem er Erfrischungsgetränke entwickelt, die natürlich von innen stärken. FLASH zum Beispiel ist seine Kampfansage an alle künstlichen Energydrinks. Fun Fact am Rande: Weil die Familienbrauerei nicht lief und keiner in der Familie ahnen konnte, wann sie mit BIONADE Geld verdienen würden, eröffnete die Kowalsky-Gang eine Disco als Finanzierungsmodell. „Die Disko war in Ostheim vor der Rhön, hieß „08/15 – Der helle Wahnsinn“ und hatte Platz für 1.500 Leute, was in einem Ort mit 1.500 Einwohnern echt der Wahnsinn war“ sagt er. „Und wir hatten als zweite Diskothek in Deutschland einen Laser!“

Name: Peter Kowalsky
Alter: 51 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Braumeister und Unternehmer
Schuhgröße: 45
Lieblingsgeschmack: scharf
Kontakt: inju.com, immer Do., 17 Uhr im UG der Linienstraße 139 zur Führung durch das INJU-Produktionslabor

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Immer so zu bleiben, dass ich mich gut finden kann.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Ein Ex-Konzernvorstand: „Peter, wenn Du in eine harte Auseinandersetzung gehst, musst Du Dir vorher vorstellen können, auch alles zu verlieren.“

Was machst du an einem freien Tag? Feuer

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Fassbier

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Fürchte Dich nicht!

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Hört lieber auf Euch selbst als auf andere.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Eine Skulptur von Helga Schmidhuber, einer tollen Künstlerin und Freundin.

Was ist dein wertvollster Besitz? Meine Freiheit

In welcher Beziehung bist du ein Spießer? Sauberkeit und Ordnung

Was ist dein verstecktes Talent? Spüren, wie es anderen geht.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Hungersnöte auf der Welt beenden

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Tafelspitz oder Rhöner Bratwürste (die würde ich aber grillen)

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mal Minigolf-Champion war. Die aufregenderen Sachen kann ich natürlich nicht erzählen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wollen wir was zusammen machen?

Das letzte Wort: Es kommt immer anders, als man denkt. Und das ist gut so.

FOTO: INJU

Arschbombe ins Bällebad

Wenn man mit der typischen Mischung aus Neugier und Planlosigkeit durch seinen Instagram Feed wischt, kann einen mitunter das Gefühl beschleichen, die Welt bestünde vornehmlich aus besonders coolen Dudes, die tagein tagaus von einem fotogenen Hotspot zum nächsten posieren, während sich auf dem eigenen Account lustige „spontane“ Selfies, Latte Macchiato Gesichter und verregnete Berlinbilder abwechseln. So wird das nie was mit dem eigenen Insta-Fame. Aber mal im Ernst, wo ist das? Wie kommen die da hin? Warum sieht das da wo die sind so aus? Nun, entweder sind es wirklich besonders coole Dudes, die ihr Leben an besonders coolen Dude Points fristen oder sie produzieren ihren instagrammable Content mithilfe von Stylisten, Tricks und smarten Bildbearbeitungsskills. Kommen wir zum Punkt: Am 15. Februar 2020 eröffnet in Berlin The WOW! Gallery für ganz genau 180 Tage in einem alten Warenhaus an der Greifswalder Straße. Was es dort zu sehen gibt: 25 außergewöhnlich inszenierte Räume mit eigenem Fitting- und Styling-Bereich und diversen analogen und digitalen Installationen. Und dich! Denn die Installationen zum Reinspringen, Schaukeln, Klettern voller Illusionen, Traumwelten und Social Media Playgrounds sind dabei so perfekt ausgeleuchtet, dass man sich in den Fotosets völlig neu entdecken kann. Alles was man braucht ist das eigene Smartphone. Wer mag, kann sich vorher auch professionell stylen lassen und / oder von einer Fotografin begleiten lassen. Nimm das, cooler Insta-Dude, der Content für die nächsten 86 Monate ist gesichert. Hinter dem Projekt steht ein Team aus Filmschaffenden rund um Torsten Künstler, Bernhard Jasper, Christian Pralle und Saskia van de Calseijde. Für eure ganz persönliche Selfie-Erlebnisreise könnt ihr zwischen 90 und 120 minütige Slots buchen. Wir verlosen 5×2 Tickets an die besonders Selbstlosen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚OWOW!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
The WOW! Gallery Berlin | thewowgallery.de | 15.02.-31.08. | Mi.-Mo. 10-22 Uhr | Tickets ab 29€ | FOTO: The WOW! Gallery

Leben in der Bude

Wir alle sollten uns eine Kiste mit Würmern in die Stube stellen. Sie ist geräusch- und geruchlos, unauffällig im Raum integrierbar und gleichzeitig natürlich genial: Die Wurmkiste von David Witzender, Agrarwissenschaftler aus Österreich und TEDxTalker zum Thema Wurmkompostierung hat einen ziemlich guten Sinn und Zweck. Denn wer in der Stadt wohnt, hat leider selten Zugang zu einem funktionsfähigen Kompost, dafür stellen wir uns gerne Pflanzen, Blumen und Kräuter in die Wohnung oder auf den Balkon, die sich umso mehr über wertvollen Dünger freuen würden. Nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip gewinnen wir dank der Wurmkiste unseren selbst produzierten Wurmhumus für Zuhause und verwerten damit unsere Bioabfälle. Denn die Würmer fressen unseren Biomüll oder genauer, sie zerlegen ihn in ihre Grundsubstanzen. Nach rund 21 Tagen sind die fleißigen Helferlein damit fertig und wir können uns über den kostenfreien Dünger freuen. Die Holzkiste (als Selbstbauset oder fertiges Teil) wird sicher von oben mit einem gepolsterten Deckel verschlossen, so integriert sich die Wurmkiste ganz ansehnlich im Wohnraum und funktioniert zusätzlich als praktische Sitzgelegenheit auf Rollen. Im schlimmsten (oder besten Falle) nimmt man höchstens einen angenehmen Waldgeruch von der Kiste wahr. Ansonsten sind die kleinen Mitbewohner sehr pflegeleicht und bekommen von uns eben nur Bioabfall zu futtern. Für neugierige Kinder (und Erwachsene) gibt es die Wurmkiste mit Sichtfenster, um die tägliche Arbeit der Würmer besser beobachten zu können. Wir verlosen eine geniale Wurmkiste inklusive Startpopulation zum selber bauen für alle, die sich auch so ein Mini-Ökosytem für Zuhause wünschen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WURMS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Wurmkiste | ab 170€ | wurmkiste.at | Wurmkisten Workshop in Berlin | FOTO: Wurmkiste

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 12. Februar 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Dr. Kati Ernst & Kristine Zeller

Kristine und Kati kennen sich schon ein Jahrzehnt. Beide machten zunächst Karriere und stellten sich irgendwann die Frage nach dem Sinn. Also danach, wie sie mit ihrem Tun positiven gesellschaftlichen Einfluss nehmen können. Zunächst jede für sich, dann gemeinsam. Gott sei Dank! Denn mit ooshi haben sie vielen Frauen zu einem freieren, selbstbewussteren und natürlicheren Umgang mit sich selbst und dem eigenen Körper verholfen. Ihre Periodenunterwäsche ist chic und praktisch, aber auch und vor allem ein Türöffner für einen unverkrampfteren Umgang mit femininen „Tabuthemen“. Was die beiden noch verbindet: der Anspruch als Working Moms Leben und Arbeiten in eine sinnstiftende Balance zu bringen und sich selbst treu zu bleiben. Wir haben die beiden mal unabhängig voneinander hochinvestigativ befragt. Auf die Frage, was sie zuletzt wirklich bewegt hat, erwähnt die eine die Super-Bowl-Halftime-Show von JLo und Shakira und die andere stellt sich die Frage, wie sie im Alter arbeiten möchte. Also wer da keinen Zusammenhang erkennt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Name: Dr. Kati Ernst / Kristine Zeller
Alter: 38 / 38
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Unternehmerin / Co-GF und Co-Gründerin
Schuhgröße: 42 / 39
Lieblingsort in Berlin: Bötzowkiez / Oberbaumbrücke
Kontakt: @ooshi.period.underwear / linkedin.com/kristine-zeller

Bist du besser darin, Dinge anzufangen oder zu beenden?
Kati: Beenden
Kristine: Zu beenden. Es gibt nichts befriedigerendes, als ein To-Do abzuhaken.

Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich?
Kati: Selbstbestimmt zu sein
Kristine: Arbeit, die einen tieferen Sinn hat. Genug verdienen, dass ich davon leben und für das Alter vorsorgen kann. Genug Zeit mit Familie und Freunden.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast?
Kati: Trau deiner Intuition auch im Business.
Kristine: Ich muss auf mich selbst aufpassen.

Eine Fee schenkt dir eine berufliche Fähigkeit. Welche wäre es?
Kati: Gestalterisch kreativ zu sein
Kristine: Weniger Angst, mehr Mut.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir?
Kati: Es wird so viel geiler als du denkst – trau dich einfach.
Kristine: Mehr Gelassenheit.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du?
Kati: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Kristine: Feminismus ist wichtig. Frauen, seid unbequem! Frauen, solidarisiert euch!

Kati, beschreibe Kristine in drei Worten: Herzlich, entschlossen, ehrlich.
Kristine, beschreibe Kati in drei Worten: Ungewöhnlich, mega schlau, kreativ.

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst?
Kati: Mich zu Angie ins Kanzelamt reinsetzen und ein paar Tage mitmachen.
Kristine: Einen Tag mit Angela Merkel verbringen.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht?
Kati: Letzte Woche.
Kristine: Mit Kati im Auto von Bielefeld nach Berlin. Thema ist nicht jugendfrei.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt?
Kati: Keine Ahnung warum, aber die Super-Bowl-Halftime-Show von JLo und Shakira.
Kristine: Wie möchte ich im Alter arbeiten?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Kati: Die Frauenquote einführen (auch bzgl. der Ausgaben von VCs)
Kristine: Gleichberechtigung für alle Menschen

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Kati: Spaghetti Bolognese
Kristine: Hummus

Was sollte niemand von dir wissen?
Kati: Dass ich britische Reality TV Formate suchte.
Kristine: Doofe Frage :-))

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Kati: Wieso gründen so wenig Frauen Startups?
Kristine: Welches Buch liest du gerade? (Sprache und Sein von Kübra Gümüsay) Was ist deine Lieblings-Netflix-Serie? (Haus des Geldes)

Das letzte Wort:
Kati: #normalizeperiods
Kristine: Ich bin immer auf der Suche nach geilen Trainings (vielfältige Themen). Wer einen Tipp hat für ein gutes Training, schreib mich an bitte!

FOTO: ooshi

Hammer!

Sagen wir es, wie es ist: Der Späti an sich ist ein Grundpfeiler für sozialen Frieden und das Leben in der Stadt. Klopapier oder Kaffee alle in der WG? Späti. Mutti zu Besuch und kein Muskateller mehr im Haus? Späti. Paket kommt, keiner da? Späti. You get the idea… Die Erfinder von toolbot sehen das natürlich ganz genauso und machen den Späti mithilfe ihrer App zur Anlaufstelle für unsere kleinen und großen DIY-Projekte. Denn mit der toolbot App sollen wir uns zukünftig hochwertige Werkzeuge direkt beim Späti unsere Vertrauens ausleihen können. Dazu einfach das gewünschtes Produkt aus dem aktuell verfügbaren Angebot an Qualitätstools wählen, Späti ansteuern, Werkzeugbox per App öffnen und Gerät entnehmen und nach getaner Arbeit alles genauso unkompliziert wieder zurückbringen. Teilen statt kaufen! Statt Akku-Bohrer, Akku-Wärmebildkamera oder Stichsäge im Baumarkt für relativ viel Gebühr, Kaution und Zeitaufwand auszuleihen oder zu kaufen (und anschließend kaum zu benutzen), können wir sie so einfach ums Eck pumpen. Sharing is caring! Das dämmt den schnellen Konsum ein, ist platzsparend für die Wohnung und schont natürlich unsere Umwelt. Die aktuell laufenden Stationen findet ihr in Neukölln und Prenzlauer Berg, das Sharing-Modell soll zukünftig weiter ausgebaut werden. Die Benutzung der Geräte wird auf Stundenbasis abgerechnet, wir verlosen 20 mal acht Stunden zum Warmwerden. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ANGEBOHRT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
toolbot | ab 1€/Stunde | toolbot.de | FOTO: Jan Gerlach

Blau machen

In der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide geht zuweilen Erstaunliches vor sich. Im Atelier von Kirsten Heuschen beispielsweise versammeln sich regelmäßig Menschen um gemeinsam blau zu machen. Da wird dann chemische Emulsion hergestellt um hernach bei gedimmtem Licht geheimnisvoll mit Papier und Materialien zu hantieren. Nein, hier wird keine vergessene Folge Breaking Bad gedreht, sondern mit alten analogen Foto- und Reproduktionstechniken experimentiert. Die bildende Künstlerin Kirsten teilt ihre Faszination für den Blaudruck in ziemlich besonderen, monatlich stattfindenden Workshops und Kursen. Beim Blaudruck, auch Cyanotypie genannt, geht es um das Spiel mit Licht und lichtempfindlichen Materialien, also quasi den essentiellen Grundlagen der Fotografie. Dabei wird ein beliebiges Foto oder Bild mittels ungiftiger Foto-Chemie und natürlicher Belichtung durch Sonnenlicht oder UV-Lampe (Berlin Sky you know!) in einen faszinierenden und immer einmaligen Blau schimmernden Druck verwandelt. Im Rahmen des Workshops erlernt ihr die wichtigsten Grundlagen der Technik und könnt natürlich euren eigenen Druck herstellen und mit nach Hause nehmen. Neben einer großen Auswahl an inspirierenden Bildmotiven und Objekten, die Kirsten für euch parat hält, könnt ihr natürlich auch eure eigenen analogen und digitalen Fotos mitbringen. Experimente sind dabei ausdrücklich erwünscht. So ist es zum Beispiel möglich mit der Fotoemulsion zu malen oder auch Motive auf Stoff und anderen Materialien zu belichten. Wir verlosen einen Kursplatz für einen Workshop. Schreibt eine Mail mit dem Betrefft ‚ES BLAUT SO BLAU‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Blaues Glück – Blaudruck Workshop | Wilhelminenhofstr. 83-85, 12459 Berlin | blauesglueck.berlin | FOTO: Livia von Seld

Dastan Kasmamytov

Dastan ist Programmierer, Queer-Aktivist und Nomade. Der Berliner stammt aus dem schönen Kirgisistan (wer nicht weiß, wo das liegt: nördlich von Tadschikistan, östlich von Usbekistan). Er spricht fünf Sprachen und bereiste mehr als 50 Länder. 13 davon durchquerte er mit dem Fahrrad und sammelte die Geschichten schwuler Männer vor allem im asiatischen Raum. Zuletzt gründete er die Menschenrechts-Kampagne „Pink Summits“. Gemeinsam mit seinem Team besteigt er die Seven Summits, die höchsten Berge aller Kontinente und hisst die Regenbogenfahne, um für mehr LGBT+ Sichtbarkeit in Zentralasien zu demonstrieren. Die Gipfel des Mount Kosciuszko in Australien, des Elbrus in Russland und des Kilimanjaro in Afrika haben sie bereits erklommen. Der Aufstieg zum Mount Everest soll im Jahr 2025 den Abschluss bilden. Seine inspirierenden und herausfordernden Reiseerfahrungen dokumentiert er online und sammelt Spenden für lokale LGBT+ Organisationen und queere Opfer von Gewalt. Über sich selbst sagt er: „Bergsteigen ist gefährlich, aber ein LGBT+ Aktivist in Kirgisistan zu sein birgt noch mehr Gefahren. Ich habe immer Adrenalin, einen Sturm von Emotionen, Angst, Verzweiflung, Hoffnung, Freude und Glück, sowohl in meinem Aktivismus als auch im Bergsteigen erlebt.

Name: Dastan (persisch: legendär oder episch)
Alter: 28 im Pass ;)
Wohnort: Berlin
Beruf: Entwickler & Data Scientist
Schuhgröße: meistens 44
Lieblingsberg: Pik Karakolsky, Terskey Alatoo, Kirgisistan
Kontakt: pinksummits.com

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Ich kann die Welt entdecken und gleichzeitig etwas Wichtiges für die Gesellschaft tun.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Die Idee, alle Kontinente zu erradeln.

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Ich bin der erste Kirgise, der sich öffentlich geoutet hat – und folglich war meine bisher größte Herausfordung, meine Familie und mich vor Hass und Gewalt schützen.

Drei Punkte, die auf deiner Liste für 2020 stehen: 1. Mont Blanc 2. Expedition nach Zentralasien (wer kommt mit? Schreibt mir!) 3. Aconcagua in Südamerika

Was schätzt du an dir selbst am meisten? Neugier

Hast du ein verstecktes Talent? Leute inspirieren

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Der Junge und das Meer (anderer Titel: Scheckiger Hund, der am Meer entlangläuft) von Tschingis Aitmatow

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? An meine Eltern, die noch in Kirgisistan wohnen.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Zentralasiatischer Elektro

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Unterstützung zu bekommen, welche ich nicht erwartet habe.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde die Verfolgung, die Gewalt und den Hass gegen LGBT beenden.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Zentralasiatische Plov oder Lagman

Was sollte niemand von dir wissen? Meine Träume. Die will ich immer zuerst umsetzen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie ist es schwul zu sein in Kirgisistan?

Das letzte Wort: Das kirgisische Sprichwort: Эрдик билекте эмес, жүрөктө. (Mut liegt nicht in den starken Händen, sondern im starken Herzen.)

FOTO: Pink Summits

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. Februar 2020 | Tags: , Keine Kommentare

Take Care

Die Pflege eines Angehörigen ist eine enorme Belastung. Immer. Zum einen gilt es die Situation emotional zu meistern, darüber hinaus logistische Herausforderungen zu bewältigen, ganz zu schweigen von bürokratischen Hürden. Ach ja, und dann ist da ja noch der eigene Lebensalltag, Familie, Arbeit, Hobbys und andere Verpflichtungen. Gibt es dafür eigentlich keine App? Gibt es. Die Nui Care GmbH hat eine digitale Lösung entwickelt, die Pflegende dabei unterstützt, den Pflegealltag einfacher zu bewältigen. Und das umfasst im Wesentlichen die folgenden Bereiche. Zum einen lässt sich mit der App die aktuelle Pflegesituation ermitteln. Alle Informationen und mögliche Unterstützungsangebote werden zur Verfügung gestellt. Und zwar nur die. Inklusive der Einschätzung, welche Leistungen im konkreten Fall zustehen und wie man diese beantragen kann. Außerdem haben über Nui alle Angehörigen Zugriff auf anstehende Aufgaben und wichtige Informationen und können sich so leichter an der Pflege beteiligen. Aufgaben können angelegt, angenommen und als erledigt markiert und offene Fragen direkt besprochen werden. Sämtliche Informationen bleiben auffindbar und zugänglich. To-do-Listen, geteilte Kalender und Gruppenchats werden so überflüssig. Außerdem bietet Nui sogenannte For Work-Angebote, die es Unternehmen ermöglichen sollen, pflegende Mitarbeiter gezielt zu unterstützen. In Zukunft ist sogar noch eine weitere Funktion geplant, die mit Smart Home Sensorik über das aktuelle Geschehen im Haus oder der Wohnung informieren soll, um so beispielsweise mögliche Sturzrisiken rechtzeitig zu erkennen. Der Preis für die App beträgt 9,99 Euro im Monat, unabhängig davon, wieviele Personen in die Pflege einbezogen sind. Dafür ist die App komplett werbefrei, Nutzerdaten bleiben sicher und vor allem da wo sie hingehören. Wer sich das aufgrund seiner finanziellen Situation nicht leisten kann, dem steht das Angebot im sogenannten Solidaritäsabo kostenlos zur Verfügung. Email genügt.
_____
Nui App | nui.care | FOTO: Nui App

Listen to your heart

Wo fangen wir an? Früher hat man seinen Liebsten und natürlich auch sich selbst liebevoll zusammengestellte Mixtapes angefertigt. Das „Tape“ in Mixtape stand dabei für das Tonband auf dem der Soundtrack einer Sommerliebe, der Top-20-Mitschnitt aus den Radiocharts (inklusive vollgequatschter Intros) oder die wirklich besten Herzschmerzsongs für nach dem Ende der Sommerliebe verewigt wurden. Nun denn, die Musikkassette ist so gut wie Geschichte, die Spotify Playlist das Mixtape unserer Zeit. Einzig die gute, alte Vinyl-Schallplatte ist einfach nicht tot zu kriegen. Und das völlig zurecht. Denn wo die Kassette vor allem praktisch sein sollte, ging und geht es bei Vinyl immer um die Qualität des Hörerlebnisses. Eine Schallplatte in den Händen zu halten, bedeutet aber auch die Musik darauf ganz anders wertzuschätzen. In einer Zeit, in der man im Monatsabo quasi jeden Song der Welt besitzen und schnell wieder vergessen kann, schafft allein schon der bewusste Akt des Auflegens der aus der Hülle befreiten Scheibe eine intensivere Auseinandersetzung mit dem was darauf zu hören ist. Wäre es nicht großartig, wenn man sein ganz persönliches „Mixtape“ auf eben so eine Schallplatte pressen und verschenken oder selbst in Heavy Rotation genießen könnte? Ihr ahnt es schon, man kann. Vinylify aus Amsterdam macht nämlich genau das. Über die Website könnt ihr ganz einfach eure Songs, selbstgesprochenen Grüße, Gutenachtgeschichten oder was auch immer hochladen, ein eigenes Cover gestalten, euer Werk als Einzelstück oder in kleiner Auflage in die Pressung schicken und von Hand schneiden lassen. Das Ergebnis kommt als 10-Inch Vinyl per Post zu euch nach Hause. Ihr sucht das perfekte Geschenk, wollt eine sehr kleine Auflage oder ein limitiertes Release veröffentlichen? Here you go! Wir verlosen einen Gutschein zur eigenen Platte. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚SPIN THE BLACK CIRCLE‘ an hurra@muxmaeuschenwid.de.
_____
Vinylify | 99 € | vinylify.com | FOTO: Vinylify

Jesko Habert & Ortwin Bader-Iskraut

Jesko (rechts auf dem Foto) und Ortwin sind Kiezpoeten, soll heißen Mitglieder des gleichnamigen Poetry Slam- und Veranstalter-Kollektivs aus Berlin. Vor fünf Jahren erst gegründet, sind die Kiezpoeten inzwischen das größte Poetry Slam-Kollektiv Berlins und performen schonmal im Auftrag der Unesco-Kommission Deutschland oder anderer dicker Fische. Allein im gerade begonnenen Jahr stehen etwa 100 Poetry Slams, Songslams, Kleinkunstshows uvm. in Berlin und Brandenburg an. Zum Beispiel das Ostberlin Poetry Slam Open Air am 13. Juni im Freiluftkino Friedrichshagen oder die Berlin-Brandenburg-Meisterschaften im Poetry Slam vom 16.-19. April. Auf ein Wort, ihr Wortakrobaten.

Name: Jesko Habert / Ortwin Bader-Iskraut
Alter: 31 / 28
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Veranstalter, Poet, Redakteur / Musiker, Slam Poet, Veranstalter
Schuhgröße: 42 / 43
Lieblingswort: Fingerspitzengefühl / knorke
Kontakt: kiezpoeten.com

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt:
Jesko: Schön
Ortwin: Entschuldigung

Welcher Moment hat alles verändert?
Jesko: 2012, als ich mit meinem besten Freund entschied, eine eigene Slam-Veranstaltung in meiner Uni-Stadt Halle zu starten, den Regioslam. Selbst plakatieren gehen und Stühle rücken, Teamtexte für den Feature-Slot zusammen schreiben, gemeinsame Moderation durchsprechen – das war anstrengend und ein Allround-Job, aber da hab ich Blut geleckt.
Ortwin: 2011, als ich damals zum ersten Mal mit ein paar mittelguten Gedichten auf meinem Laptop aus Versehen auf einem kleinen Dorfslam aufgetreten bin und gemerkt hab: ah cool, es reimt sich und die Leute hören trotzdem zu!

Hast du Lampenfieber?
Jesko: Nee, gar nicht. Außer mit einem neuen Text. Oder bei einer Meisterschaft. Oder wenn ich in der Nacht davor schlecht geschlafen hab. Ok, also manchmal.
Ortwin: Nur wenn ich meinen Text nicht kann. Ok, also meistens.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?
Jesko: Fünfzehn Leute einstellen, die diese ganze nervige Marketing- und Bürokratie-Arbeit übernehmen, und die das so gut machen, dass sie ihr eigenes Gehalt wieder reinholen.
Ortwin: Das Poetry Slam Ding sein lassen und ne schöne Runde BWL studieren.

Welche tolle Textzeile hättest du gern selbst geschrieben?
Jesko: „Sichte ich dich, dichte ich von verlockenden Locken, die wie in der Werbung locker wie Flocken fallen“ (Bas Bötcher/Zentrifugal. Mein Beispiel wann immer ich Amis zeigen will, dass die deutsche Sprache nicht immer wie Nazis klingt.)
Ortwin: Nicht nur eine, sondern die meisten von Philipp Scharrenberg.

Du auf einer einsamen Insel, welche drei Bücher nimmst du mit?
Jesko: Kann ich stattdessen auch einfach drei Poet*innen mitnehmen? Welche, die ihre Texte auswendig können?
Ortwin: Die Stadt der träumenden Bücher, ein Telefonbuch und eine Bauanleitung für ein Nokia.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute?
Jesko: Der Held meiner Kindheit war wahrscheinlich irgendein Radiomoderator. Oder ein Ritter. (Ist ja fast das gleiche.)
Ortwin: Als ich klein war, vermutlich irgendein sinnloses Kind aus der Klasse über mir. Heute ganz klar alle Menschen, die es schaffen, regelmäßig zu einer einstelligen Uhrzeit aufzustehen und dennoch niemanden zu erschießen.

Wo fühlst du dich zuhause?
Jesko: Auf meinem „Home-Slam“, dem Schall & Rauch im Fabriktheater Moabit.
Ortwin: Überall, wo man mir ein Bier hinstellt.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Jesko: Dass ich mit Ortwin öfter über Umsatzsteuer rede als über Reimschemata.
Ortwin: Wenn ich mich bei Jesko ausheule, dann seltener wegen Liebeskummer, sondern wahrscheinlich wegen meiner Steuererklärung.

Wovor hast du Angst?
Jesko: Dass ich mit Ortwin öfter über Umsatzsteuer rede als über Reimschemata.
Ortwin: Dass Jesko sich auch 2020 weigert meine Steuererklärung zu machen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Jesko: Kaffee
Ortwin: N schönes heißes Wasser!

Was sollte jeder über euch wissen?
Jesko: Alles. Wir sollten einfach Teil der Allgemeinbildung sein.
Ortwin: Nur das Schlimmste. Dann seid ihr hinterher wenigstens positiv überrascht.

Was sollte niemand von euch wissen?
Jesko: Dass wir total sell-out sind. Gib uns genug Geld und wir schreiben dir nen Text über intermodalen Güterverkehr, oder Ortwin?
Ortwin: Ich muss seit fünf Jahren die Pausen zwischen den Texten und den Jurywertungen überbrücken. Ich glaube, es ist schon alles gesagt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Jesko: „Wieviel Geld müsste ich euch geben, um einen Text über multimodalen Güterverkehr zu schreiben?“ und „Welcher Text liegt euch schon lange auf dem Herzen, aber ihr kommt einfach nicht dazu, ihn zu schreiben?“
Ortwin: „Kannst du mir nochmal deine IBAN schicken?“

Das letzte Wort:
Jesko: Hat immer Ortwin.
Ortwin: Danke Jesko.

FOTO: Tino Samland

Chinapfanne reloaded

Ab den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und dann noch einmal nach der Wiedervereinigung im ehemaligen Osten prägten vor allem China-Restaurants unser Verständnis fernöstlicher Gaumenkultur. Der Chinese an sich (damals wurde noch nicht gegendert) mag es gern süßsauer durchgekocht, frittiert, glutamathaltig und von der Tischdrehplatte serviert. Soweit so vorbei. Gott sei Dank! Nach und nach fügten japanisches Sushi, thailändische Curries und vietnamesische Suppen Facetten zur Horizonterweiterung hinzu und schärften den Geschmackssinn für die nuancenreiche Erhabenheit der fernköstlichen Küche. Vor allem in den letzten Jahren eröffneten immer mehr Restaurants und Imbisse, die deutlich authentischere und weniger auf hiesige Geschmacksgewohnheiten down gegradete Menüs bereithalten. Auf die große Ramen-Welle folgte die Pho-Manie. Zuletzt war koreanisches Bibimbap in aller Munde – und nun!? Ganz genau, auf einmal lernen wir auch die echte chinesische Küche noch einmal neu kennen. Und die hat wenig mit eingangs beschriebenem Szenario zu tun, wie unter anderem unsere aktuellen drei Favoriten beweisen. So etwas wie ein Vorreiter ist Grand Tang Xi Yu auf der Prenzlauer Allee. Köstliche Nudeln, höllisch scharf und aromatisch, einfach und zugleich raffiniert zubereitet und in unscheinbarem Ambiente serviert. In Kreuzberg 36 gibt es seit kurzem mit der Roten Laterne auch eine für uns büronahe Alternative. Im Fokus stehen riesige Nudelsuppen, die wahlweise scharf oder scharfscharf in die Schüssel kommen. Ein Tipp für die Dinnertime ist die Aubergine, die im Ganzen auf dem Holzkohlegrill gegart wird. Last but not least unsere Freunde von ChungKing Noodles, die nach einigen Pop-up-Sessions im seligen Arabica nun direkt nebendran leckere scharfe Nudelgerichte im eigenen Laden servieren. In diesem Sinne: wèikǒuhǎo!
_____
Grand Tang Xi Yu | Prenzlauer Allee 204, 10405 Berlin | grandtang.de | Rote Laterne | Oranienstr. 33, 10999 Berlin | rote-laterne-chinese-restaurant.de | ChungKing Noodles | Reichenberger Str. 35, 10999 Berlin | facebook.com/chungkingnoodles

Uffjeblasen!

Im Wedding wird schon im Januar angebadet. Doch seid unbesorgt, frieren muss dabei niemand. Mithilfe einer modernen Trageluftkonstruktion, die ein wenig an die Münchner Allianz-Arena erinnert (darf man das hier sagen?), wurden die beiden Sommerbecken im Kombibad an der Seestraße nämlich in eine gigantische Schwimmmöglichkeit für die Wintermonate umfunktioniert. Durch die temporäre Schließung des Paracelsus-Bad in Reinickendorf sowie des Stadtbads in Tiergarten stehen den Berliner Bäder-Betrieben somit wieder rund 2.000 Quadratmeter mehr an Wasserfläche zur Verfügung. Dabei wölbt sich die beeindruckende Kuppel über die 50 Meter langen Becken wie ein kleines Kunstwerk aus überdimensionaler Luftpolsterfolie. Die hineingeblasene Luft, welche die Konstruktion oben hält, erwärmt die Halle gleichzeitig auf 28 Grad Raumtemperatur. Beim Blick auf den gesprenkelten Steinboden kommt dann tatsächlich auch noch ein wenig Freibad-Feeling auf. Sobald die echten Sommertemperaturen wieder auftauchen, verschwindet Deutschlands größte Schwimmbad-Traglufthalle wieder. Zumindest bis zum nächsten Winter.
_____
Traglufthalle im Kombibad an der Seestraße | Seestraße 80, 13347 Berlin | berlinerbaeder.de | FOTO: instagram.com/ponysailor

Yared Dibaba

So, jetzt wird’s rasant. Gut, dass wir euch Yared Dibaba geschriebenen Wortes vorstellen können. Denn erstens brauchen wir derer viele und zweitens würdet ihr ihn wahrscheinlich nicht verstehen, wenn er es euch persönlich erzählen würde. Doch der Reihe nach: Yared ist Sänger, Schauspieler, Entertainer und ein Oromo (Volksgruppe, die in Äthiopien und im Norden Kenias lebt), der als Entwicklungshelfer für plattdeutsche Sprache in den Norden Deutschlands gekommen ist. Hä!? Plattdeutsch? Akkraat! Er betreibt einen eigenen YouTube-Channel, auf dem er Nachhilfe in Sachen platter Mundart gibt. Gerade eröffnet er außerdem mit drei Freunden den Club „UWE“ auf St. Pauli direkt auf der Reeperbahn. Außerdem wird es in diesem Jahr ein neues Album von ihm geben. Nochmal außerdem moderiert er beim NDR das MoMa und verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der anstehenden Fußball EM. Darüber hinaus engagiert er sich für bedrohte Völker, schwerpunktmäßig für die Oromos, und gesellschaftliches Kuddelmuddel (Vielfalt).

Name: Yared Dibaba
Alter: 50
Wohnort: Hamburg
Beruf: Moderator, Sänger, Schauspieler, Entertainer und Autor
Schuhgröße: 43
Lieblingsort in Hamburg: Zuhause
Kontakt: yared.de

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Fast immer! Nach meinem Gefühl habe ich den tollsten Job der Welt, er füllt mich aus. Besonders glücklich bin ich, wenn ich mit dem, was ich mache, Menschen berühren kann.

Welchen Beruf würdest du gerne mal für einen Tag ausüben? Orchesterdirigent

Dein schlimmster Ohrwurm? Cotton Eye Joe

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Ich hätte gerne den Verschluss der Schuhcremedose erfunden.

Was war bis jetzt dein größter beruflicher Erfolg und warum? Der größte Erfolg für mich ist, dass ich das machen kann, worauf ich Bock habe.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Alter

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Ich kann alles schaffen, was ich mir vornehme.

Was machst du an einem freien Tag? Zeit mit meiner Familie verbringen.

Wer kennt dich wirklich? Ich und Gott

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Berichte über Oromos, die Opfer und Leidtragende der aktuellen politischen Situation in Äthiopien sind.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kaffee. :-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde mich für Menschenrechte in meiner Heimat Oromia einsetzen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dat geiht Di nix an.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum wissen die Menschen so wenig über deine Heimat Oromia?

Das letzte Wort: Wir sollten einander mit Respekt die Hand reichen und versuchen einander zu verstehen, auch wenn unser Gegenüber komplett anderer Meinung ist.

FOTO: Oliver Reetz

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 21. Januar 2020 | Tags: , , Keine Kommentare

Witchlandia

Zugegeben, als moderne Hexe hat man es nicht leicht. Role Models hören auf den Namen Bibi und veranstalten irgendwas mit Kartoffelbrei, Spiritualität und Esoterik sind vielerorts als Humbug verschrien und die Craft Krötentrunk-Welle lässt auch irgendwie auf sich warten. Doch Spaß beiseite, denn wenn man einmal das Wesen der Spiritualität beleuchtet, wird schnell klar, dass es vor allem darum geht, Menschen zusammenzuführen und das Leben mit positiver Energie zu bereichern. Tina Mia Weidmann ist in Sachen Hexerei und Esoterik ziemlich 21. Jahrhundert. Ihr taufrisches Projekt „Witchlandia“ versteht Esoterik nämlich als Gemeinschaft und Alltagswaffe gegen Stress, Unruhe und Sorgen. Mit dem Duft von Hölzern und Kräutern oder der Schönheit eines seltenen Kristalls lässt sich die Natur nämlich wunderbar im eigenen Lebensraum integrieren. Seit Ende 2019 begeistert ihr Onlineshop mit allerlei Kristallen, Räucherwerk und Büchern nicht nur eingefleischte Spirituelle. Auf Witchlandia werden Rituale nämlich so einfach wie möglich zugänglich gemacht, übliche Klischees: Fehlanzeige. Im Fokus stehen nachhaltige Produkte und deren verantwortungsbewusste Beschaffung – vom heiligen Holz aus den Wäldern Perus, handverlesenen Kristallen aus Madagaskar bis zum geschmiedeten Handwerk aus Indien. Und dank Tinas langjähriger Erfahrung im eCommerce bietet der Onlineshop mit seinen echten Bildwelten, guten Vibes und einer kleinen Prise Humor dazu noch ein zauberhaftes Erlebnis. Wir verlosen ein Steinset – Power an die besonders Mystischen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BIBI & TINA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Witchlandia | witchlandia.de | FOTO: Witchlandia

Reden ist Silber, machen ist Gold!

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Immer wieder freitags ruft die Fridays For Future-Bewegung Kids weltweit dazu auf, sich für das Klima und den Kampf gegen den Klimawandel stark zu machen. Aufmerksamkeit und Commitment sind ein erster wichtiger Schritt. Im zweiten gilt es, sich aktiv daran zu beteiligen, konstruktive Lösungen zur Bewältigung dieser riesigen Aufgabe zu erarbeiten. Genau da setzt das Social Business Dopper an. Mit der Dopper Changemaker Challenge Junior 2020 werden Schulkinder im Alter von 8 bis 12 Jahren dazu aufgerufen, gemeinsam mit ihren Schulkameraden oder Freunden Lösungen für das Problem der Plastikverschmutzung zu entwickeln. Die vielversprechendsten Ideen werden als Prototypen umgesetzt und die Gewinnerin oder der Gewinner schließlich von einer Experten-Jury gewählt. Mitmachen können ab sofort Teams ab zwei Kindern oder ganze Schulklassen, die über ihre LehrerInnen angemeldet werden. Für die teilnehmenden Schulklassen bietet Dopper gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein Designathon Works außerdem Online-Unterrichtsinhalte zum Thema Plastikverschmutzung an, die eine inspirierende Grundlage für die Ideenentwicklung geben. Ab dem 16. März können dann die Ideen eingereicht werden. Die FinalistInnen werden nach Abschluss der Juryberatung am 25. Mai bekanntgegeben. Ein Platz im Finale geht außerdem an die Idee mit den meisten Stimmen in einem Online-Voting. Im Juni wird dann das Gewinnerteam in Berlin gekürt und der Sieger-Prototyp im Herbst der Öffentlichkeit präsentiert. Lasst uns die Welt verändern und erhalten!
_____
Dopper Changemaker Challenge Junior 2020 dopperchangemakerchallenge.com | FOTO: TOMDOMS

Da da da daaaaa

2020 könnte zum Beethoven-Jahr schlechthin werden. Schließlich wäre der große deutsche Komponist 250 Jahre alt geworden. Eines seiner bekanntesten und gleichzeitig schönsten Werke ist die 6. Sinfonie – auch als Pastorale bekannt. Sie ist zwischen 1807 und 1808 entstanden und ahmt instrumental einen Spaziergang durch die Natur nach. Beethoven liebte die Natur, für ihn war sie Ort der Erholung und Inspirationsquelle zugleich. Das „Beethoven Pastoral Project“ ruft dazu auf, sich weltweit mit den gängigen Fragen zum Umweltschutz sowie den Zielen des Pariser Klimaabkommens auseinanderzusetzen. Die Idee ist bereits im Vorfeld des Beethoven Jubiläums entstanden und soll jede und jeden dazu ermutigen mitzumachen. Ob Orchester, Ensemble, DJ, Profi oder Amateur – wichtig ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein neues, eigenes Kunstwerk auf Grundlage von Beethovens 6. für das Projekt erschaffen. Dabei steht es allen frei, auf welche Art und Weise sie sich kreativ mit dem Thema Natur auseinandersetzen möchten. Für die Kreativen gilt lediglich, sich im Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur zu bewegen und sich von Beethoven inspirieren zu lassen. Wer mitmachen möchte meldet sich einfach online mit einem persönlichen Statement zu nachhaltiger Entwicklung und Umweltbewusstsein an und wird damit automatisch zum Teil des internationalen Netzwerks. Stichtag für die Einreichung ist der 22. April 2020 (Earth Day). Am 5. Juni 2020 (World Environment Day) sollen dann möglichst viele Aufführungen der Pastorale-Sinfonie stattfinden.
_____
Beethoven Pastoral Project | Infos und Anmeldung | FOTO: Beethoven Pastoral Project

Die Wunderkammer der deutschen Sprache

Ausnahmsweise haben wir als Überschrift mal den Buchtitel einfach so stehen lassen. Zu schön einfach! Doch zur Sache: Es gibt Bücher, die liest man von vorne nach hinten – fertig, aus. Dann gibt es Bücher, die man immer wieder in die Hand nimmt, deren Kapitel auch in unregelmäßiger Abfolge Sinn ergeben, in denen wir nachschlagen und die einfach zeitlos Freude bereiten. Solchen Büchern widmet sich der VERLAG DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS (VDKG) aus Berlin. Wohl erwählte sechs bis acht Titel erscheinen jährlich – handverlesen von glücklichen Autoren, mit Sorgfalt und Kreativität gesetzt, gebunden und mit einem augenschönen Kopffarbschnitt versehen. Der neuste Wurf „Die Wunderkammer der deutschen Sprache“ beleuchtet und beschreibt die Schönheiten und Merkwürdigkeiten der deutschen Sprache. Es geht um die Gestelztheit höfischer Grußformeln, Geheimsprachen, den Nachtjargon Sankt Paulis oder Eindeutschungen, die es leider nicht bis in das Jahr 2020 geschafft haben. Ein echtes Füllhorn an Homonymen und Synonymen, Anagrammen und Palindromen, Wörtern und Unwörtern der Jahre. Dieses Buch richtet sich nicht nur an Deutschlehrer, Dialekt-Verliebte oder Menschen, die beruflich viel mit Sprache zu tun haben: Diese Wunderkammer ist ein Kurzurlaub für unseren Wortschatz, eine schöne Abwechslung vom alltäglichen Einheitsbla und ein Hallowachkuss für unsere etwas eingerostete Beziehung zur eigenen Sprache. Auch die grafische Umsetzung der Wörter, Texte und Kapitel ist besonders. Wunderschatzkammer!
_____
Die Wunderkammer der deutschen Sprache | 28€ | mehr Infos | COVER: VERLAG DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS

Richtig gutes Zeug

Neues Jahr, altes Leid? Nö, schließlich haben wir 2020 und es gibt Sunday Natural. Denn so gut wie jeder Krankheit und den allermeisten Beschwerden liegt mindestens ein Nährstoffdefizit zugrunde. Die Aussage stammt von Sunday Natural-Gründer Dr. Jörg Schweikart und mag beim ersten Lesen etwas radikal anmuten, sie bringt den Ansatz des seit sieben Jahren erfolgreichen Anbieters von hochwertigen und vor allem hochreinen Nahrungsergänzungsmitteln, Tees und Naturheilmitteln jedoch perfekt auf den Punkt. Anders ausgedrückt: Leiden wie Bluthochdruck, Stoffwechselproblemen, Burn-out, hormonellen und rheumatischen Beschwerden, Hautkrankheiten wie Neurodermitis und dergleichen mehr kann mit hochwertigen, reinen Nährstoffen gezielt entgegengewirkt werden. Als sich der ehemalige Topmanager während einer langen Krankheit intensiv mit seinem Körper und dessen Nährstoffversorgung auseinandersetzte, identifizierte er den Nährstoffmangel als ein zentrales gesundheitliches Problem unserer Zeit. Allerdings gab es weltweit keinen einzigen Anbieter, der seinen Ansprüchen im Hinblick auf Reinheit und Qualität entsprach und verlässlich zur Genesung und Gesunderhaltung beitragen konnte. Denn nicht überall wo Nährstoff draufsteht ist auch nur und genau das drin, was man sich darunter vorstellt. Öfters kommen fragwürdige Zusatzstoffe zum Einsatz und viele technische Hilfsstoffe müssen erst gar nicht auf dem Etikett deklariert werden. Also machte er es eben selbst, vertiefte sich in Studien, bereiste die Welt, traf Bauern und Erzeuger und schuf rund um Sunday Natural ein Netzwerk aus Wissenschaftlern, Therapeuten, Forschungsinstituten, Farmern und Fachverbänden. Über den eigenen Onlineshop werden ausschließlich Vitamine, Vitalstoffe, Superfoods und Tees in höchster Qualität und Reinheit angeboten. Die Produkte von Sunday Natural begeistern inzwischen über 300.000 Kunden allein in Deutschland – darunter Spitzensportler, Gesundheitsbewusste, Ärzte, Kliniken, Heilpraktiker und jene, die auf Nährstoffunterstützung in höchster Reinheit und Qualität angewiesen sind.
_____
Sunday Natural | sunday.de | FOTO: Sunday Natural