Männlichkeit in Flaschen

Die Diskussion um Geschlechterrollen und überholte Männlichkeitsbilder tobt in Foren, Kommentarspalten und Feuilletons und das natürlich völlig zurecht. Doch während sich Konsens darüber breit macht, dass Holzfällerhemden, fehlendes Einfühlungsvermögen oder Wortkargheit keine ausreichenden Indikatoren für die moderne Männlichkeit darstellen, herrscht vielerorts Ratlosigkeit bei der Frage, was ihn denn nun ausmacht den Mann von heute. Was macht den Mann zum Mann, zum Gentleman oder gar zum Übermann? Dabei ist die Antwort auf diese Fragen doch ganz einfach. Also zumindest, wenn es nach der 1906 gegründeten Berliner Traditionsmarke SCHERK und Star-Parfümeur Mark Buxton (Comme des Garçons, The Woods) geht. Man(n) lege das Selbstverständnis einer Heritage Brand zugrunde, belebe es mit einem zeitgemäßen Auftritt, füge Esprit, Sinnlichkeit und ganz wichtig Maiglöckchenakzente(!) hinzu und fertig ist der Signature Scent einer neuen Generation von Männern, die das Leben deutlich ernster nehmen als sich selbst. Oder auch beides nicht so ganz. Doch ganz im Ernst: mit den drei Düften ÜBER MANN, HERR MANN und GENTLE MANN hat TARS erfrischend moderne Interpretationen des klassischen Eau de Cologne Intense geschaffen und zwar Made in Berlin und unter freundlicher Mitwirkung der Firmengründer-Enkelin Irene Scherk. Und so augenzwinkernd die Namensgebung, so hochwertig sind die Retro Colognes selbst: ausgesuchte Ingredienzien und Essenzen, meisterhaft komponiert, u.a. von Mark Buxton und David Chieze und abgefüllt in minimalistische 90 ml Flacons. Kostet dann nur 12.000 Euro aber man gönnt sich ja sonst nichts. Pustekuchen, beim Thema Preisgestaltung räumt TARS dann auch gleich mit einem weiteren Klischee auf. Die Düfte sind für retromäßige 29,99 Euro u.a. bei Rossmann oder Müller erhältlich. Wir fassen zusammen: „Marc Buxton Superstar“ macht einen Duft für eine Berliner Traditionsmarke, den man für 30 Euro umme Ecke erwerben kann. Ziemlich gut.
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TARS | 29,99 € | www.tars-mann.de

NOMA für die Ewigkeit

Einmachen, Einlegen, Fermentieren, haltbar machen. Was zu (Ur-)Omas Küchenzeiten noch Gang und Gäbe bzw. notwendig war, um die Versorgung übers Jahr zu sichern, ist in Zeiten von überbordenden Supermarktregalen zur Neben- und Unsache verschwunden. Gott sei Dank erleben wir in den letzten Jahren einen regelrechten Rückbesinnungstrend in Bezug auf kulinarisches Handwerk und Rohstoffverarbeitung. Das gilt nicht nur für Restaurants auf der ganzen Welt. Und auch wenn die Freunde zu Hause zum Essen vorbeikommen, gibt es immer häufiger selbst konservierte Lebensmittel. Schließlich wird erst dadurch das Fundament für ein außergewöhnliches Aromenspektrum gelegt. Das weiß kaum jemand besser als Noma-Chef René Redzepi, der mit seinem Restaurant in Kopenhagen schon seit Jahren neue Maßstäbe in der Spitzengastronomie setzt. Im Noma enthält jedes einzelne Gericht etwas Fermentiertes. Auslöser dieser Entwicklung ist die stilprägende Schule der New Nordic Cuisine. Das heißt schlicht und einfach kochen mit dem, was da ist. Gemeinsam mit David Zilber, dem Leiter des Noma Fermentation Lab, hat Redzepi nun das Noma-Handbuch Fermentation entwickelt und damit ein einzigartiges Grundlagenwerk zur Fermentation geschaffen. Die Autoren erklären darin Schritt für Schritt, wie man Kombucha, Koji, Shoyu, Miso, Garum, milchsauer eingelegte Früchte und Gemüse herstellt, damit kocht und die eigene Küche bereichert. Das Buch zeigt insgesamt über 100 Rezepte mit 500 Fotografien, sorgfältig getestet und verständlich beschrieben. Mit köstlichen Aromen, überraschenden Geschmacksnuancen und Zutaten, deren Bedeutung für die Gesundheit gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Wir verlosen ein frisch konserviertes Exemplar an die besonders Haltbaren unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚NOMNOMNOMA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Noma-Handbuch Fermentation | René Redzepi, David Zilber, Evan Sung | 456 Seiten, 40 Euro | www.kunstmann.de

Susanne Mierau

Das 2 Minuten-Interview

Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin, hat drei Kinder (mit denen sie vornehmlich im Wald oder per Rad unterwegs ist oder Gemüse anbaut) und betreibt seit sieben ganzen Jahren Deutschlands wohl erfolgreichsten Blog zum Thema bedürfnisorientierte Elternschaft. Das wären dann also mindestens eins, zwei, drei, vier, fünf gute Gründe warum wir sie a) dringend im Interview zu b) ihrem neuen Minimalismus-Buch „Einfach Familie leben“ befragen sollten. Und warum c) eben jenes Buch mehr ist als nur ein weiterer gut gemeinter Ratgeber. Keine Frage, sie weiß, wovon sie spricht und ihre Co-Autorin ist übrigens die liebe Milena Glimbowski von Original Unverpackt ff. Na da haben sich ja zwei gefunden… Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar von „Einfach Familie leben“ an die besonders Ungeborgenen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „WOHIN DAMIT?“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Susanne Mierau
Alter: 39 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Diplom-Pädagogin
Schuhgröße: 43
Lieblingsbuch: Harriet Köhler: Und dann diese Stille
Kontakt: susanne@geborgen-wachsen.de

Du bekommst pro Tag eine Stunde Zeit geschenkt, wie nutzt du sie? Ich setze mich mit Tee, Kerze und einem Buch oder Hörspiel in die Badewanne.

Was ist eine gute Mutter/ ein guter Vater? Damit beschäftige ich mich gerade. Und meine Meinung ist: Es gibt keine pauschalen Antworten darauf, denn Familien sind so komplex – gerade heute. Wir müssen weg kommen von dem Gedanken, dass es „die gute Mutter“ oder „den guten Vater“ gibt. Gut ist es, wenn in einer Familie Bedürfnisse ausgeglichen behandelt werden, sodass es allen darin gut geht. Das ist oft gar nicht so einfach.

Wie geht bedürfnisorientierte Erziehung? Eigentlich ist die Theorie dahinter ganz einfach: Wir achten auf die menschlichen Bedürfnisse. Kinder und Erwachsene haben Grundbedürfnisse nach Nahrung, Schlaf, Sicherheit, aber eben auch nach sozialen Kontakten, Selbstverwirklichung etc. Im bedürfnisorientierten Familienleben berücksichtigen wir die kindlichen Bedürfnisse ebenso wie die Bedürfnisse der Erwachsenen. Es heißt also nicht: „Das Baby muss man schreien lassen, weil man es nicht verwöhnen darf“ (denn das würde das Bedürfnis nach Sicherheit verletzten) oder „Das Baby darf nur nach einem festen Zeitplan Nahrung erhalten“ (verletzt Bedürfnis nach Nahrung bei Hunger) oder „Das Kind muss sich meinen Wünschen unterordnen.“ (verletzt Selbstwahrnehmung). Bei der Bedürfnisorientierung wird hingesehen, was Kinder und Erwachsene wirklich brauchen und dementsprechend werden Lösungen gesucht, die für alle okay sind. Auf diese Weise können Kinder ein gutes Bild von sich selbst und ihren Bedürfnissen ausbilden. Das ist ja etwas, was uns Erwachsenen oft fehlt und was wir heute unter dem Begriff „Selbstfürsorge“ versuchen, wieder für uns zu entdecken. Übrigens bedeutet Bedürfnisorientierung nicht nur, dass wir auf uns selbst schauen. Es bedeutet auch, Bedürfnisse in der gesamten Gesellschaft zu betrachten.

Deine früheste Kindheitserinnerung? Wie mein Vater von der Arbeit nach Hause kam und mir mein Lieblingskuscheltier schenkte, das ich noch heute habe.

Das größte Problem deiner Generation? Sich nicht gut spüren zu können, weil uns das durch Erziehung aberzogen wurde. Das führt zu vielfältigen Problemen bei jedem Einzelnen, aber auch in Bezug auf das Zusammenleben.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Mit meinem Mann. Wir haben jeden Abend eine gemeinsame Zeit, in der wir auf dem Sofa sitzen und noch ein wenig reden.

Wer war der Held oder die Heldin deiner Jugend? Herr Simon hinter der Wand

Was möchtest du deinen Kindern mit auf den Weg geben? Liebe. Sich selbst zu lieben und andere Menschen lieben zu können.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Ich habe in Venedig geheiratet und diese Stadt hat für mich immer etwas besonders Magisches und Wunderbares.

Woraus schöpfst du Energie? Aus der Arbeit im Garten. Ich liebe es, einfach mit einem Spaten im Garten zu stehen und mit den Händen in der Erde zu wühlen.

Dein Lieblingsschimpfwort? Scheiße.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nudeln mit Tomatensoße, das ist seit meiner Kindheit mein Lieblingsessen und ich liebe besonders eine ganz bestimmte Tomatensoße, die nach der Soße meiner Großmutter schmeckt.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken? Mit niemandem. Ich hasse Smalltalk und treffe mich viel lieber mit meinen Freund*innen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Hebammenmangel, Situationen in der Pflege verändern, Elterngeldregelungen, §218 würde aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden, ebenso wie §219a, bessere Unterstützung für Alleinerziehende, qualitativer Ausbau von Kitaplätzen, Kohleausstieg, Tempolimit, … Es gibt sehr viele Punkte, die wichtig sind und die verändert werden müssen, aber meine Schwerpunkte liegen auf Familie und Umwelt.

Welche Superheldenkraft hättest du gern und warum? Ich hätte gerne Hermines Zeitumkehrer.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin sehr ungeborgen, wenn ich in Brettspielen verliere.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie man gute Musik hören kann, auch wenn man Kinder zu Hause hat?

Das letzte Wort: Danke

Mehr gemeinsam

Wie gestaltet sich die Arbeit in der Zukunft? Welchen Weg schlägt die neue Mobilität ein? Und wie sieht eine urbane Gesellschaft eigentlich aus? Fragen, denen man seit kurzem im B-Part am Gleisdreieck auf den Grund gehen kann. Auf ca. 1.000 qm ist dort ein Ort für Menschen entstanden, die die Lebens- und Arbeitswelten von morgen erforschen und mitgestalten möchten. Das temporäre Gebäude in direkter Nachbarschaft zum BRLO Container-Biergarten, besteht aus einem modularen Holzbau und wird als „Urban Ideation Lab“ genutzt, um die dort entwickelten Ideen und Themen in das zukünftige Stadtquartier am Gleisdreieck zu integrieren. Für eine inspirierende und ausgeglichene Arbeitsatmosphäre sorgt der von Ansgar Oberholz gemanagte Co-working Bereich, der rund 100 Plätze bietet, die ab schon 99 EUR pro Monat zu haben sind. Sechs Arbeitsplätze werden übrigens umsonst auf der Grundlage von Stipendien für solche Projekte vergeben, die sich der Erforschung zukunftsorientierter Ideen und Lösungen für ein lebenswertes Stadtquartier widmen. Außerdem gibt es Mehrzweckräume für Präsentationen, Workshops, Kunstausstellungen, Panels oder Events und ein öffentliches Café, in dem man neben Kaffee und Gebäck auch Frühstück, Bowls, Snacks und Sandwiches schnabulieren kann. B-Part soll ein offener, lebendiger und nachhaltiger Begegnungsort sein. Voraussichtlich bleibt das Gebäude für vier bis fünf Jahre an Ort und Stelle, bevor es an einen neuen Standort weiterziehen soll. Wir verlosen zwei Tagestickets zum Probe arbeiten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „B-PART OF IT“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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B-Part Am Gleisdreieck | Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin | bpart.berlin | Foto: ©HGEsch

Rwandan Daughters

Fast eine Million Menschen fielen dem Völkermord in Ruanda 1994 zum Opfer, etwa 250.000 Frauen wurden vergewaltigt. Heute leben Täter und Opfer oft Tür an Tür. Die Opfer der Vergewaltigungen und ihre aus den Vergewaltigungen entstandenen Kinder leben bis heute oft ausgegrenzt mit dem Stigma der Witwen und Waisen. Viele der Kinder sind heute älter als es ihre Mütter zum Zeitpunkt des Verbrechens waren. Mit beispiellosem Mut und grenzenloser Zuversicht in einer von schweren Traumata geprägten und autoritär regierten Gesellschaft, sind es heute vor allem die Töchter der Vergewaltigungsopfer, die ihre traumatisierten Mütter auffangen und gegen das eigene Stigma ankämpfen. Rwandan Daughters, das neueste Projekt des wunderbaren Berliner Fotografen Olaf Heine erzählt ihre Geschichten aus einer völlig neuen Perspektive. Aus ihrer. In ausdrucksstarken Bildern porträtierte er Mütter und Töchter – Seite an Seite am Ort des Geschehens. Neben den Bildern enthält der Fotoband, der auf Einladung der ora Kinderhilfe und der Agentur spring brand ideas realisiert wurde, verschiedene Essays und kurze Wortmeldungen der portraitierten Frauen, in denen sie ihren Umgang mit den eigenen Erlebnissen schildern. Das Ergebnis ist irritierend und berührend zugleich. Das Buch bewegt und erinnert, feiert die Stärke der Frauen Ruandas und lässt in seiner Intensität, Bildsprache und gar persönlichen Verbindung zur Kindheit Heines auf keiner Seite seine Wirkung vermissen. Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar von Rwandan Daughters. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LOVE IS BIGGER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Rwandan Daughters | Photographs by Olaf Heine | 208 Seiten, 54 € | Hatje Cantz Verlag

SURF, EAT, SLEEP, REPEAT

Gesäumt von den grünen Hügeln Asturiens, einer beeindruckenden Steilküste und dem alpinen Bergmassiv „Picos de Europa“ im Rücken ist der Playa de Vega einmalig in Europa. Der perfekte Ort also, um neue Freiräume zu kreieren, den Austausch untereinander anzuregen, spannende Entdeckungen zu machen, Erfahrungen zu teilen oder einfach mal zu entspannen. So lautet zumindest der Ansatz von „VegaVerde“, einem wunderbaren Projekt, dass die Affinität zu Sport in der Natur sowie Themen rund um Umweltbewusstsein und globale Zusammenhänge in einwöchigen Kursen verbinden möchte. Konkret liegt der Fokus dabei auf Surfen, Yoga und Ausflügen zu den schönsten Kletterspots der Umgebung. Die Kurse gibt es entweder als All-Inklusive Variante, welche alle Surf-, Kletter- und Yogakurse sowie Vollverpflegung und Unterkunft für 550€ die Woche beinhalten. Alternativ kann man auf das SURF, EAT, SLEEP, REPEAT Angebot zurückgreifen, wo für 375€ die Woche Unterkunft und Verpflegung sowie Surfbretter und Wetsuit gestellt werden. Übernachtet wird im Glamping Steilwandzelt mit Bett und liebevoller Einrichtung oder in einer von den urigen Holzhütten mit eigenem Badezimmer und Küche. Die Nähe zu lokalen Landwirtinnen und Landwirten ermöglicht es VegaVerde übrigens, weitestgehend verpackungsfrei zu wirtschaften und eine ausgewogene und abwechslungsreiche vegetarische Ernährung aus frischen Salaten, raffiniert kombinierten Hauptgängen und fruchtig feinen Desserts anzubieten. Für den perfekten Start in die Frühlingssaison verlosen wir einen einwöchigen EAT-SURF-SLEEP Kurs für 1 Person. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‚Playa de Vega‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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VegaVerde | 08.05-15.06.2019 und 07.09.-19.10.19 | Facebook

Russell James – „Angels and Icons“

Fernab von Haute Couture, Selbstinszenierung und Werbebotschaft hat es der Fotograf Russell James geschafft, das Verständnis von Aktfotografie und die Darstellung des weiblichen Körpers in der Fotokunst völlig neu zu definieren und sich von traditionellen Darstellungsmustern zu lösen. Davon kann man sich ab dem 13. April 2019 bei „CAMERA WORK“ selbst überzeugen, wo bis zum 8. Juni 2019 mehr als 40 seiner neuen Arbeiten präsentiert werden. Die Galerie vertritt schon lange zahlreiche renommierte zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt, um neuen Positionen Raum zu verschaffen. Unter dem Titel „Angels and Icons“ zeigt der australische Fotokünstler dort nun eine Auswahl von der „New Generation of Supermodels“ mit Lily Aldridge, Alessandra Ambrosio, Toni Garrn, Gigi Hadid, Kendall Jenner und vielen mehr. Dabei werden die meisten Fotografien zum ersten Mal ausgestellt und geben einen tiefen Einblick in das Schaffenswerk des Fotografen und dessen Einfluss auf die gegenwärtige Akt- und Modefotografie. Bei Russell James sind es nicht der Voyeurismus oder die Verbindung des Aktes in Werbebotschaften, die die prägenden Charakteristika seiner Arbeiten ausmachen. Vielmehr definieren sich seine Werke durch den Blick der porträtierten Frauen auf sich selbst, ihren Körper und ihre Persönlichkeit. Am ersten Tag führt Russell James selbst kostenlos durch die Ausstellung und berichtet von seiner Arbeit mit den Supermodels und den spannenden Hintergrundgeschichten zur Entstehung seiner „Angels-Serie“.
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Ausstellungsrundgang mit Russel James | CAMERA WORK, Kantstraße 149, 10623 Berlin | 13.04.19 | 15-17 Uhr, Eintritt frei | Facebook | Credit: © Russell James / Courtesy of CAMERA WORK

Wolfgang Mauer

Das 2 Minuten-Interview

Wolfgang Mauer hat einen zweiten Vornamen. Den verraten wir aber nicht. Noch nicht. Was wir hingegen getrost herausposaunen können ist, dass Wolfgang in inzwischen sieben Bars in Berlin die ShakeNight veranstaltet. Dabei können die Gäste in angesagten Bars, angeleitet von den besten Bartendern von hier und aus der Ferne, einen etwas anderen Cocktail-Kurs belegen. Das Konzept ist so angelegt, dass man es leicht auch als etwas anderes After Work oder eben auch als Teamevent nutzen kann, bei dem man Interessantes über die Bartender-Kunst, den Cocktail selbst (es ist immer ein bestimmter Cocktail im Fokus) und einander lernen kann. Und weil das in Berlin schon so gut läuft, geht es demnächst in andere deutsche Städte. Und was war jetzt mit dem zweiten Vornamen? Siehe unten. ; )

Name: Wolfgang Mauer
Alter: 30
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründer ShakeNight
Schuhgröße: puh.. manchmal 41, manchmal 42 – auf jeden Fall ziemlich groß :)
Lieblingstageszeit: Hängt von der Tagesform ab
Kontakt: wolfgang@shakenight.com

Welcher Moment hat alles verändert? Da gibt es eigentlich keinen Moment, eher kann ich Veränderung an Lebensphasen festmachen. Besonders stark geprägt haben mich sicherlich meine Aufenthalte im Ausland.

Ein leckerer Cocktail, der jedem gelingt? Mir würden da spontan direkt neun Stück einfallen. Persönlich bin ich ja Whiskey Sour Fan – Mittlerweile gelingt er mir fast so gut, wie unseren Bartendern. :)

Die beste Bar Berlins? Das ist eigentlich unmöglich zu beantworten. Berlin verfügt über eine riesige Vielfalt an tollen Bars und Konzepten. Wer es eher ruhig und exklusiv mag, dem kann ich das Truffle Pig im Kauz & Kiebitz empfehlen. Eine wahnsinnig beeindruckende Bar bietet das Herr Lindemann am Richardplatz. Bei Klavierspiel oder Live-DJ kann man es sich aber auch im Orania in Kreuzberg gut gehen lassen. Ich persönlich gehe aber auch gerne mal in meine Stammkneipe zu Klaus in Friedrichshain. Die Mischung macht’s am Ende.

Wo siehst du dich in 10 Jahren? Ich könnte natürlich sagen, mit einer Frau und drei Kindern in einem Haus außerhalb Berlins oder meinem Strandhaus in Brasilien. Wahrscheinlich kommt es aber sowieso ganz anders.

Was war bisher das schönste Kompliment, das du bekommen hast? Manche Leute finden, ich wäre ein ganz guter Fußballer.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Augenringe :)

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Ich werde in diesen Tagen das erste Mal (wobei, vermutlich auch das einzige Mal) Patenonkel – mein Bruder bekommt sein erstes Kind. Die Vorfreude steigt langsam ins Unermessliche.

Wer oder was inspiriert dich? Menschen mit Passion und Leidenschaft. Da ist es mir zumeist egal, um was es inhaltlich bzw. um welche Leidenschaft es im Detail geht. Menschen, die zielstrebig ihren Weg gehen, finde ich immer wieder aufs Neue faszinierend.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest gern mal um die Häuser ziehen? Dirk Nowitzki. Für mich einer der beeindruckendsten Sportler unserer Zeit. Zum einen, weil er genau das gerade Gesagte zu 100% verkörpert und seit mehr als zwei Jahrzehnten unbeirrt seinen Weg geht. Zum anderen, weil es mir scheint (ich kenne ihn ja leider nicht persönlich ;-) ), dass er trotz seines Erfolgs einen gewissen Grad an Demut beibehalten hat. Erfolg kann schnell zu Kopfe steigen und Menschen verändern – es gibt für mich nichts Faszinierenderes, als Menschen, die trotz außergewöhnlichem Erfolg am Boden bleiben und sich selbst nicht zu wichtig nehmen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Flammenkuchen (Teig selbst gemacht natürlich ;)).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde liebend gerne das (natürliche?) menschliche Streben nach „Mehr“ auf ein gesundes Maß reduzieren. Mit mehr Genügsamkeit wären wir glaube ich alle um viele Probleme leichter.

Was sollte niemand von dir wissen? Meinen zweiten Vornamen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie heißt Du mit zweitem Vornamen?

Das letzte Wort: Winfrid.

Südtirol X Südostasien

Allein die Anfahrt zum Hotel SILENA ist ein Erlebnis. Von Innsbruck kommend führt der Weg hinein ins wunderschöne Südtirol. Im Hintergrund ragen die Spitzen des Gitschberges herrschaftlich in die Höhe, die kleinen regionaltypischen Häuser werden weniger, das Wetter jenseits der Alpen ist um einige Sonnenstunden reicher. Und dann inmitten des Hochtals Vals, kurz bevor die Straße in den Bergen zu enden scheint, schmiegt sich das Hotel SILENA wie ein modernes Dornröschenschloss in den Ski-Hang. Schützend umrahmt von einer organischen Nestkonstruktion aus Stahl, die sich stilbildend durch und um den Bau zieht, scheint es irgendwie eins zu werden mit der umgebenden Natur. Schon von außen wird klar, das SILENA ist etwas Besonderes, etwas Neues, das es so in der Region kein zweites Mal gibt. Spätestens wenn man am Empfang herzlichst begrüßt wird, spürt man, warum das SILENA den Zusatz „The Soulful Hotel“ trägt. Es ist ein Refugium der Ruhe, ein Hideaway für die Seele, in dem sich selbst ein Kurztrip so erholsam anfühlt wie ein Wochen-Retreat. SILENA steht übrigens für Simon und Magdalena Mair, die beiden Geschwister, die aus dem elterlichen Moarhof mit viel Liebe zum Detail ein Designhotel geschaffen haben, in dem südostasiatische Wohlfühlatmosphäre auf Südtiroler Gastlichkeit und Kultur trifft. Und genau diese Kombination aus familiärer Herzlichkeit, außergewöhnlichem Design und hochklassigem Service ist es, die das SILENA so unfassbar großartig macht. Die Zimmer und Suiten sind wunderschön eingerichtet, es gibt eine Tee-Bibliothek und Lese-Lounge mit über tausend persönlich ausgesuchten Büchern, ein Restaurant, das Menüs auf gefühltem Sterneniveau serviert, und einen 1.550 qm großen SPA-Bereich mit Heu-Sauna auf dem Dach. Dazu Ski-in Ski-out, Trailrunning, Fatbiken, Yoga, Qi Gong, Atemwanderungen, Lesungen und und und. Ach ja, und eine eigene Natur-Pflegeserie mit heimischen und asiatischen Essenzen. Offizielle MMW-Hotelbewertung: PERFEKT!
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Hotel SILENA | Birchwaldweg 10, 39037 Mühlbach/Vals, Südtirol, Italien | Preise: ab 140 € / p.P. | www.silena.com

An die Löffel!

Wenn es ums Kochen geht, mischen die Kinder im Haus erfahrungsgemäß ziemlich gerne mit. Häufig beschränkt sich das Mitmischen jedoch auf die Verlautbarung des aktuellen Lieblingsgerichts oder mittelmäßig ausdauernde Aktivitäten an der Rührschüssel. Das war daheim bei Luise und Alex natürlich ganz genauso. Die Betonung liegt auf ‚war‘, denn sie haben mit ihrer Kidchen im Prenzlauer Berg eine kleine aber feine Kochschule für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren eröffnet. Die Beiden kochen leidenschaftlich gern, haben selbst zwei Töchter und sind schon um die halbe Welt gereist, um verschiedene Länder (auch kulinarisch) zu entdecken. Seit drei Jahren sind sie nun in Berlin zuhause, zeigen den Kids in ihrer Kochschule, wie man kleine kreative Gerichte selbst zubereitet, und sprechen ganz nebenbei darüber, warum gesunde Ernährung eigentlich so wichtig ist. Alex’ Wissen als Ernährungsberater fließt dabei immer in die Kurse mit ein, in denen dann zum Beispiel bunte Nudeln selbst gemacht, Miniobsttörtchen gebacken oder eine französische Tartiflette zubereitet werden. Spannende Aktivitäten wie Schatzsuchen, Sinnesparcours, Entdeckungsreisen, Experimente und vieles mehr sorgen für Abwechslung und spannende Auseinandersetzung rund um das Thema Nahrung und Essen. An den Workshops, die von montags bis samstags stattfinden, können jeweils bis zu sechs Kinder teilnehmen. Die Kurse gibt es auf Deutsch, Englisch und Französisch. Wir verlosen einen Workshop-Gutschein im Wert von 15 Euro an die besonders großen kleinen Chefs unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „LALELÖFFEL“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Kidchen | Senefelderstr. 29, 10437 Berlin | 6 Kinder pro Kurs, 3 bis 6 und 7 bis 12 Jahre | Preise: 15 € in der Woche (60 Min), 20 € am Wochenende (90 Min), Geburtstage 160 € | www.kidchen-berlin.com

Burak Özdemir

Das 2 Minuten-Interview

Schonmal was von Electro-Baroque gehört? Wir auch nicht. Bis Burak kam. Burak spielt Barockfagott. Er ist Sound Designer und künstlerischer Leiter vom Ensemble Musica Sequenza. Das Ensemble spielt auf historischen Instrumenten aus dem 18. Jahrhundert und verbindet diesen alten Klang mit elektronischer Musik. Voilà: Electro-Baroque! Burak macht übrigens Musik, seit er acht Jahre alt ist. Also er macht sie seither nicht nur, er schreibt sie auch! Nur mal so. Sein 5. Soloalbum HERMES präsentiert er am Donnerstag im Silent Green in Berlin. Wir verlosen 1×2 Tickets für den exklusiven Gig. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚CATE BACH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Verwirrt? Durcheinander? Keine Sorge, das soll so.

Name: Burak
Alter: 34
Wohnort: Berlin & New York City
Beruf: Komponist
Schuhgröße: 43
Lieblingsfarbe: Grau
Kontakt: info@musicasequenza.com

Was ist gute Kunst? Skurril, kurios, abgefahren, die mich verwirrt, mich durcheinander bringt.

Beschreibe dein aktuelles Werk in drei Worten: Elastisch, fremd, hypnotisch.

Wer inspiriert dich? Natur, Technologie und smarte Leute.

Was verbindet Istanbul und Berlin? Seelen, die hungrig nach kulturellem Austausch sind.

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Die Stimme von Sarah Vaughan.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Ein Bild von mir und meinem Vater, das ich wiedergefunden habe. Auf der Rückseite eine Notiz auf Türkisch: „Burak ist 15 Tage alt, sein Vater ist für dieses Bild an einem Tag 900 km gereist.”

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Michelangelos David

Mit welchem Künstler, welcher Künstlerin wolltest du schon immer mal ein Bier trinken? Johann Sebastian Bach und Cate Blanchett

Gibt es etwas, das du gern tun würdest, dich aber nicht traust? Spacewalk

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ich stehe auf, hole mir eine Zeitung. Auf der ersten Seite steht ganz groß: „Trump tritt ab!”.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde eine Käseplatte und Charcuterie-Teller servieren mit Baguette und Wein. Alles Bio natürlich.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Erfindung des Plastiks vermeiden.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin ein offenes Buch; es ist nichts geheim.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was liest Du momentan? Meine Antwort: alles was Chelsea Handler schreibt.

Das letzte Wort: Ich freue mich euch alle am 4. April in Silent Green zu sehen!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. April 2019 | Tags: , , Keine Kommentare

Tōkyō & Berlin

Tokyo und Berlin, beide Mittelpunkt des politischen und kulturellen Geschehens in ihrem Land, blicken auf eine ziemlich wechselhafte Geschichte zurück. Viele verbinden gerade mit Tokyo eine anonyme Millionen-Metropole aus Wolkenkratzern und Neonfassaden. Doch trotz ihrer enormen Größe haben die Städte eine wunderbare und ziemlich besondere Gemeinsamkeit: Beide setzen sich aus vielen kleinen unterschiedlichen Stadtteilen, Vierteln und Kiezen zusammen, die allesamt ihren eigenen Charakter und ihr eigenes Flair besitzen. Anlässlich der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Tokyo und Berlin lässt sich ab dem 8. April 2019 im JDZB ein spannender und vielschichtiger Diskurs von Fotografen aus beiden Städten bestaunen. Die Ausstellung „Tōkyō & Berlin: Zwei Metropolen – Tausend Dörfer“ wirft einen persönlichen und tiefen Blick auf die Orte und ihre Bewohner. Kojima Yasutaka, Kiên Hoàng LÊ sowie Tsuchida Hiromi portraitieren Berlin, Ohnishi Mitsugu, Harbie Yamaguchi und Günter Zorn Tokyo. Die entstandenen Bilder wechseln thematisch zwischen Chaos und Struktur, Vitalität und Stille, Gegenwart und Vergangenheit und entführen uns auf eine außergewöhnliche Zeitreise voller Gegensätze durch Tokyo und Berlin, bei der immer auch ein Hauch von Nostalgie mitzuschwingen scheint.
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Tōkyō & Berlin: Zwei Metropolen – Tausend Dörfer | Japanisch-Deutsches Zentrum, Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin | 09.04-28.06.19 | www.jdzb.de/veranstaltungen | Öffnungszeiten: Mo-Do 10-17 Uhr, Fr 10-15.30 Uhr, Eintritt frei | Foto: Mitsugu Ohnish

Vergnügt in jeder Lebenslage

Nun zu den wirklich wichtigen Fragen des Großstadtlebens: Was tun, wenn die Eltern kommen? Wohin, wenn du Liebeskummer hast? Wo shoppen, wenn du schon wieder am Dispolimit bist? Wie entdeckt man versteckte Hinterhofcafés in Mitte oder geheime Orte zum Alleinsein in Brandenburg? Wo findet sich ein romantisches Haus am See für den Zwei-Tage-Liebeskurzurlaub? Die Antwort auf alle Fragen ist gelb, riecht nach bedrucktem Papier, erscheint morgen im Handel und kommt von unseren Freunden von Mit Vergnügen. Nach Jahren der vergnügten Empfehlerei haben die Redakteurinnen und Redakteure ihre Lieblingsspots zusammengetragen und in einem etwas anderen Stadtführer verewigt. Blog goes Buch sozusagen. Die Tipps sind nicht wie üblich nach Stadtteilen oder Bezirken sortiert, sondern nach 21 Lebenslagen. Das Buch mit insgesamt 300 Seiten umfasst neben den Mit Vergnügen-Lieblingsplätzen fünf außergewöhnliche Kieztouren und jede Menge Ausflugstipps für das Umland. Es ist also nicht nur ein Buch für Neu-Berlinerinnen und Neu-Berliner, sondern ebenso für alteingesessene Studenten-WGs und den geneigten Wohnzimmertisch. Für Berliner Originale und diejenigen, die erst einmal zu Besuch sind. „Berlin für alle Lebenslagen“ ist eine Mischung aus Schatztruhe und Erste-Hilfe-Koffer, um die Stadt immer wieder auf eine neue Art und Weise entdecken zu können. Ach ja, am 30. März steigt die offizielle Buch-Release-Party in der Paloma Bar. Vorher geht es auf vergnügte Tour durch den Kiez. Tickets dafür gibt es hier. Das Beste: jeder der mittourt kann sein Ticket im Anschluss gegen ein Buch tauschen. Und wer weiß, vielleicht schlagt ihr ja eines ergrauten Tages in weiter Zukunft einmal das dicke gelbe Buch auf und zeigt euren Enkeln, was damals so ging, 2019 in Berlin.
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Berlin für alle Lebenslagen von Mit Vergnügen | 22€ | www.thegentletemper.com | Book Release Party

Iris Braun

Das 2 Minuten-Interview

Iris hatte da eine Idee. Gemeinsam mit ihren drei Co-Gründern startete sie mit share ein soziales Start-up, das den Unterschied machen soll. Nach dem 1+1-Prinzip wird für jedes verkaufte Produkt ein gleichwertiges Produkt an einen Menschen in Not gespendet. Los ging es mit Wasser, Nussriegeln und Handseife. Jetzt will das Team die Produktpalette kontinuierlich erweitern. Seit Kurzem liegt in den Supermarktregalen der eigenen Präferenz nun auch Bio-Schokolade, deren Kauf eine Mahlzeit für Menschen in Not finanziert, zum Beispiel Obdachlose in Berlin. Iris betrieb schon während ihres Studiums in Oxford Entwicklungshilfe in Südostasien und begann ihre Karriere zunächst als Beraterin, u.a. für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Nach ihrem Master in Harvard leitete sie für zwei Jahre ein Feldforschungsprojekt in Süd-Indien und Bangladesch. Sie weiß also, wovon sie spricht, wenn sie vom Weltretten, Vertrauen und Dreistundenkaffee auf dem Dach berichtet.

Name: Iris Braun
Alter: 30 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründerin und Leitung Produkt und soziale Projekte bei share
Schuhgröße: 40
Lieblingslied: The Verve – “Bittersweet Symphony”
Kontakt: iris.braun@share.eu

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als erstes? Kaffee, schwarz mit Morgensonne für eine kleine Philosophie-Minute nutzen.

Warum können nur Frauen die Welt retten? Nur wenn alle Geschlechter anpacken, können wir die Welt retten. Das geht nur als Team! Männer dürfen also auch etwas mehr aktiv beim Weltretten anpacken. :)

Welcher Moment hat alles verändert? Das kann ich nicht an einen Moment festmachen, aber dass ich mich zum Beispiel so für Entwicklungshilfe interessiere, kommt aus privaten Momenten heraus. Mein Ex-Freund in der Schule war Sozialarbeiter. Über ihn habe ich viel mit Familien und Flüchtlingen zu tun gehabt, bei denen das Leben ganz anders aussieht. Das hat mich sehr berührt – und ist eine Welt mit der wir im Alltag zu wenig zu tun haben.

Mit wem hattest du zuletzt ein inspirierendes Gespräch? Heute früh mit einem Freund nach dem Sport. Darüber, dass die Bildungselite in Deutschland die neuen Kapitalisten sind und ob wir mit Sozialunternehmertum hier eigentlich etwas verändern können. Mein Job gibt mir viel Gelegenheiten für inspirierende Gespräche!

Welche großartige Idee hättest du gern selbst gehabt? Das Rad. Ich bin begeisterte Allwetter-Radfahrerin.

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Penicillin und Hygienevorschriften. Das hat unsere Lebenserwartung im 20. Jahrhundert in Europa am meisten gesteigert. Aber noch immer sind Infektionskrankheiten, die durch verunreinigtes Wasser oder mangelnde Hygiene übertragen werden, einer der Hauptgründe für Unterernährung und Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern. Bereits richtiges Händewaschen mit Seife kann die Verbreitung solcher Erkrankungen verhindern. Deswegen sind wir im Januar nach Indien gereist, um unser Seifen-Projekt, das wir gemeinsam mit der Welthungerhilfe umsetzen, zu besuchen. Wir wollten sehen, wie und wo genau deine Hilfe ankommt und was wir nach einem halben Jahr bewirkt haben. Denn mit jeder verkauften share Handseife spenden wir ein Stück Seife an einen Menschen in Not. Wir waren sehr berührt von dem, was wir vor Ort erleben durften, und sind stolz darauf, dass wir dafür sorgen, dass Kinder lernen, wie man sich richtig die Hände wäscht.

Du hast eine Sünde frei. Welche verbotene Sache würdest du tun? Für meinen Kaffee mit Morgensonne auf dem Dach meines Mietshauses klettern. Ich gehe davon aus, dass niemand, der das Interview liest, in meinem Haus wohnt und weiß, dass ich den Schlüssel hab. Falls doch, ist das eine Einladung!

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? “Das kommt ganz drauf an”. Ich würde mir auch wünschen, die Welt wäre mehr schwarz und weiß. Bis dahin…

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du? Ich würde euch sagen, dass die Ungleichheit auf der Welt schon so viel weniger geworden ist! In den letzten Jahrzehnten hat sich gerade in den Entwicklungsländern ganz viel getan. Unsere Botschaft ist optimistisch: Wir glauben, dass es sehr wohl möglich ist, dass jeder etwas tun kann. Es geht wirklich um die Allerärmsten. Und da kann eben jeder einen kleinen Beitrag leisten – wie bei uns durch den Griff ins Regal. Ganz wenig kann ganz viel bewirken. Die gute Nachricht ist: Wir können das wirklich schaffen!

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Indischen Filterkaffee aus meiner Zeit in Tamil Nadu. Der dauert ca. drei Stunden und lässt genug Zeit um in der Zwischenzeit das Menü gemeinsam zu planen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Theresa May. Damit sie mal eine Kaffeepause bekommt und ich hoffentlich einen Einblick, ob es einen Plan gibt, den man ändern kann.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Vertrauen der Menschen zueinander. Wenn wir alle etwas mehr davon hätten, könnten wir viele Dinge schaffen, an denen wir jetzt scheitern.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum ist Vertrauen der Menschen zueinander so wichtig? Dann kann ich endlich mal wieder meinen VWL-Nerd raushängen lassen, den Job, den ich für share an den Nagel gehangen hab. :)

Was sollte niemand von dir wissen? Die PIN meiner EC-Karte.

Das letzte Wort: Zusammenfreude.

Brot ist mein Gemüse

„Brot ist Gold.“ Der Name lässt ja eigentlich schon vermuten, dass es hier um mehr als nur ums Brot geht. Richtig vermutet. Es geht um echtes Handwerk. Fernab von billigen Fertigbackmischungen und Teiglingen aus dem beheizten Supermarkt-Presenter. Denn für ein gutes Brot benötigt man neben Mehl, Wasser, Salz und Sauerteig auch eine große Portion Leidenschaft und Hingabe. Thanos Petalotis und Kolja Orzeszko haben beides und gründeten deshalb ihre eigene kleine Manufaktur mit dem wertschätzenden Namen „Brot ist Gold“. Nach zwölf Jahren bei adidas entwickelten sie als ambitionierte Hobbybäcker gemeinsam mit einem befreundeten Bäckermeister ihr erstes eigenes Rezept und verkauften das Brot mit unglaublichem Erfolg auf verschiedenen Berliner Wochenmärkten. Ihr Sortiment besteht ausschließlich aus einem hochwertigen Sauerteigbrot auf Weizenbasis, für dessen handwerkliche Herstellung natürliche Biozutaten aus dem Berliner Umland von Demeter und Bioland verwendet werden. Seit März gibt’s endlich den lang ersehnten eigenen Laden mitsamt einer kleinen Testmanufaktur für neue Sorten auf der Goltzstrasse 18 in Schöneberg. Dort könnt ihr nicht nur das hervorragende Brot für den Heimverzehr erwerben, sondern auch an Abendbrot-Events und DIY-Kursen zum Brot backen teilnehmen.
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Brot ist Gold | Goltzstraße 18, 10781 Berlin | Mi 14 – 19 Uhr, Fr 14 – 19 Uhr, Sa 12 – 17 Uhr | www.brot.gold

Der Geschmack der Welt

Was macht ein gefeierter (und sehr hipper) junger Koch aus St. Petersburg, der im Berliner Westen ein Restaurant eröffnet? Falsch! Nix russische Küche, lokal produziert und Berlin infusioniert. Was bei Evgeny Vikentev auf den Teller kommt, ist schlicht und bedeutend die ganze Welt. Denn schließlich lässt die sich mit dem Gaumen erfahren und man selbst kann sich problemlos mit geschlossenen Augen auf ein Lavendelfeld in Südfrankreich schmecken, an den kleinen Hafenimbiss auf der griechischen Insel Sifnos oder in einen herbstlichen Wald voller Pilze und Beeren. „Ich hatte das Glück, viel um die Welt zu reisen. Aber es gibt vor allem etwas in der Berliner Szene, das mich wirklich anzieht. Kunst ist für mich eine der stärksten Inspirationen und ich bin unglaublich aufgeregt, ein Restaurant in einer solch pulsierenden und Kunst liebenden Stadt zu eröffnen!“ Schließlich hat die Stadt schon immer ein ideales Umfeld geschaffen, um den Status quo der Zeit zu hinterfragen, sei es sozialer, wirtschaftlicher oder künstlerischer Natur. Daran angelehnt, kreiert Evgeny Menüs und Kompositionen, mit dem Anspruch, über geographische und künstlerische Grenzen hinauszugehen. Bei jedem Gericht stehen lokale Zutaten, deren Beschaffenheit und die Maximierung des Geschmacks im Mittelpunkt. Kochen versteht sich hier im Zeichen der Kunst und der Philosophie des Essens. Zur Auswahl stehen zwei außergewöhnlich großartige Menüs mit jeweils neun Gängen: Time Steps – ein absolut saisonales Menü – und Roots Religion – ein pflanzenbasiertes, vegetarisches Menü. Die Weinkarte wurde vom renommierten Chef Sommelier Pascal Kunert entworfen. Das Design des CELL orientiert sich am Geist der Bauhaus-Bewegung und verbindet Funktionalität und Ästhetik. Offene und geometrische Schmiedeelemente umgeben jeden einzelnen Tischbereich des Restaurants. So entsteht die Illusion einzelner, separierter Zellen, aus welchen man einen direkten Blick auf die Küche und die Köche bei der Arbeit hat. Hingehen!
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CELL | Uhlandstrasse 172, 10719 Berlin | Öffnungszeiten: Di – Sa, 18 – 22 Uhr | www.cell.restaurant

Forward Pack

Yoar okay, noch ein urbaner Rucksack made in Berlin. Kickstarter gefunded – logisch. Modular und nachhaltig – Ehrensache. End of Story? Mitnichten. Denn die Rucksäcke von WAYKS halten tatsächlich, was viele andere Marken und Modelle versprechen. Der WAYKS ONE Backpack ist nicht nur seeehr schick, sondern auch individuell anpassbar. Der obere Teil kann durch eine Schnalle nach hinten fixiert, nach vorne gerollt oder geklappt oder ganz nach oben befüllt werden. Der Rucksack wird wie ein Koffer gepackt und erspart so lästiges Wühlen. Das Beste: der WAYKS ONE lässt sich von jetzt auf gleich von einem großen Reiserucksack in einen kleinen Day Pack mit extra Laptopfach und eine zweite Tasche für Kamera und Equipment mit eingebauter Kühlfunktion transformieren. Aus einmal groß wird zweimal schlau also. Jedes Teil allein ist sinnvoll, alle zusammen bieten Platz für so ziemlich alles und verstauen es wasserdicht und praktisch in Handgepäckgröße. Jeder Rucksack ist aus 31 alten Plastikflaschen gefertigt. Der Recyclingprozess spart zusätzlich CO2-, Wasser- und Ölverbrauch. Auch das Material der vielen zusätzlich erhältlichen Reiseaccessoires wurde zum Großteil aus PET Flaschen hergestellt. Außerdem verzichtet WAYKS komplett auf PFC zur Imprägnierung. Gefertigt wird von einem von bluesign und der Fair Wear Foundation anerkannten deutschen Hersteller in Vietnam. Bluesign hilft Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette der Modebranche dabei, ihre Umweltbelastung zu reduzieren. Die Fair Wear Foundation evaluiert und verbessert in Zusammenarbeit mit den Produzenten der Textilbranche die Arbeitsbedingungen an den Herstellungsorten. Wir verlosen stolz und auch ein bisschen wehmütig einen dieser grandiosen 3 in 1 Backpacks an die besonders Praktischen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚DER LETZTE RUCKSACK, DEN DU JE KAUFST‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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WAYKS | 289,00 Euro | www.wayks.com

Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen

Alles beginnt mit einer Tasse Tee mit dem wichtigsten Menschen deines Lebens. DIR. Tee wohlgemerkt, nicht Kaffee, erst recht kein Espresso. Frank Berzbachs Buch „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregung zur Achtsamkeit“ ist inzwischen schon ein kleiner Klassiker und trotzdem für viele immer noch ein absoluter Geheimtipp. Schon auf den ersten Seiten ertappt man sich ungefähr sechsundreißigeinhalb Mal dabei, zustimmend mit dem Kopf zu nicken, um dann ein ums andere weitere Mal ein zunächst stummes, später lautes „Ja, ganz genau!“ hervorzustoßen. „Endlich versteht mich mal jemand. Dem Himmel sei Dank, ich bin nicht allein. Nicht nur mein Leben wird von Deadlines, To Do’s und fremd- oder selbstauferlegtem Performancedruck bestimmt.“ Always on, immer da, immer bereit. Beim Zähneputzen denken wir schon an die nächste Deadline, in der Mittagspause sind wir gedanklich schon im nächsten Meeting. Dabei kommen andere Dinge schnell zu kurz. Das Mittagessen beispielsweise. Und man selbst. „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“ knüpft genau hier an und hilft, die Gestaltung des eigenen Lebens vor lauter Meetings nicht aus den Augen zu verlieren. Der Autor Frank Berzbach versteht es wie kein Zweiter, komplexe Zusammenhänge so zu entwirren, dass die Lektüre ein reines Vergnügen wird. Er schafft es, eine tiefe Empathie zu seinen Leserinnen und Lesern aufzubauen und regt zu mehr Achtsamkeit im Leben und im Beruf an. Und erklärt nebenbei, warum gerade diese emotionale, gedankliche und oft dahingesagte Trennung zwischen Work und Life erheblich zu Achtlosigkeit und Unzufriedenheit beiträgt. Wie heißt es so schön: „Wer nur in seiner Freizeit frei sein kann, ist in seiner Arbeit ein Gefangener.“ Am Ende ist das Buch ein Plädoyer dafür, dem nachzugehen, was einen mit Sinn und Freude erfüllt. Das fängt bei jeder und jedem selbst an. So lassen sich Hindernisse aus dem Weg räumen, die vorher unüberwindbar schienen. Ohne Ratschläge oder Praxistipps. Die Lebensfragen bleiben bei einem selbst und die Lektüre wird mit der Zeit zu einem guten Freund, der nur das Beste aus einem herauskitzelt.
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Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen | Frank Berzbach | Verlag Hermann Schmidt | 29,80 Euro | www.typografie.de/…/die-kunst-ein-kreatives-leben-zu-fuehren

Berliner Kneipenchor

Das 2 Minuten-Interview

Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) waren zuletzt rund 2,9 Millionen Menschen instrumental oder vokal amateurmusizierend aktiv. Wie viele davon in Kneipen singen, geht aus der Statistik leider nicht hervor. Warum eigentlich nicht? Fakt ist: 30 von ihnen haben mit dem Berliner Kneipenchor eine echte Institution in Sachen Spelunken-Kultur geschaffen. Wobei das natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Nino und Mathias (ehemals Mitglieder der Band Virginia Jetzt!) waren anno 2011 nämlich alle Chöre, denen sie potentiell beitreten konnten, entweder zu alt oder zu ähm ähm ähm…steif. Oder beides. Also gründeten sie ihren eigenen und dafür fanden sie sehr schnell Mitsingerinnen und Mitsinger. Zu ihrem sehr variablen Repertoire gehören zum Beispiel Songs wie „Never gonna give you up“, „Ohne Dich“ oder „Empire State of Mind“, die sie sehr regelmäßig in zahlreichen Bars Berlins leidenschaftlich vortragen. Welchen Song sie am liebsten singen und was das mit der Geburtstagsfeier von Klaus Wowereit zu tun hat, erzählen stellvertretend und abwechselnd Lilli, Victor und Nino im 2 Minuten-Interview.

Name: Nino Skrotzki (Chorleiter) / Lilli Born (musikalische Leiterin) / Victor
Alter: 41 / k.A. / 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikmanager / Musikerin / Musiker
Schuhgröße: 42 / 38 / 42
Lieblingsdrink: Wopfel (Wodka-Apfel) / Dark and Stormy / Watermelon Man
Kontakt: nino@berliner-kneipenchor.de / www.lilliborn.de / @vokalmatador1

Welches Lied singt ihr am (Achtung!) besten? Lilli: Teenage Dirtbag

Welchen Drink sollte man vor dem Singen nicht zu sich nehmen? Lilli: mehr als 3 x 40 % Luft

Was war euer schlimmster Auftritt? Nino: Auf Klaus Wowereits Geburtstagsfest 2014 im Roten Rathaus, das Publikum hat uns überhaupt nicht verstanden.

Und welches euer bester? Lilli: Feel Festival 2018 auf der Mainstage im Sonnenuntergang.

Was ist dein aktueller Ohrwurm? Victor: Die Säcke – „Wer?“

Mit welchem Musiker wollt ihr mal gemeinsam in einer Bar singen? Nino: Freddie!

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Lilli: Die Ente – die holt uns nie ein!

Hast du ein verborgenes Talent? Lilli: Schielen, wenn der Chor schief singt.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Nino: Schampus

Im Zweifel taub oder stumm? Nino: Stumm, da kann man immer noch Musik hören!

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Victor: Wieder nach Hause kommen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nino: Karibisches Chili.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Victor: Armut bekämpfen und Bildung für alle.

Was sollte niemand von dir wissen? Victor: Wie aufgeregt ich manchmal bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Victor: Wann erscheint endlich neues Material von Vokalmatador & Co?

Das letzte Wort: Nino: Besucht den Berliner Kneipenchor, wo Ihr nur könnt!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. März 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Craved to Flow

Als eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser in Europa hat der Gropius Bau viele Erfahrungsräume geschaffen und internationalen Ruf erlangt. Nach der Umgestaltung und Neukonzeption des Gebäudes lädt das Ausstellungshaus im Rahmen von „Gropius Bau neu erleben“ am 23. und 24. März 2019 dazu ein, die Räumlichkeiten neu zu entdecken. Unter anderem wird im Lichthof eine neue Auftragsarbeit von Chiharu Shiota frei zugänglich sein. Außerdem ist die Ausstellung „And Berlin Will Always Need You“ sowie die von der Buchhandlung Walther König kuratierte Ausstellung „Museum im Kopf“ zu sehen. Am ersten Tag stellt die Künstlerin Otobong Nkanga den dritten Teil ihres Projektes „Carved to Flow“ vor, das 2017 auf der documenta 14 mit einem Labor, einem öffentlichen Programm und der Herstellung einer marmorierten Seife namens O8 Black Stone begann. Dazu verwandelt sich ihr Raum im Gropius Bau in ein temporäres Seifen- und Diskussionslabor. Als Besucherin und Besucher kann man dabei zusehen, wie verschiedene Seifen gemeinsam mit der Seifen- und Kosmetikproduzentin Evi Lachana produziert werden, und neben dem Herstellungsprozess die künstlerische Praxis Otobong Nkangas erforschen. Für diese exklusive Seifenherstellung am 24. März 2019 verlosen wir 1 x 2 Tickets. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff „SO8AP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de. An diesem Wochenende ist übrigens erstmals das neue Hausticket erhältlich, womit sämtliche Ausstellungen und Veranstaltungen im Gropius Bau zugänglich sind.
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Seifenherstellung mit Evi Lachana im Rahmen von Gropius Bau neu erleben – Open House | 24.03.19, 12:00 & 15:30 Uhr | Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin | Facebook

arge, Argekunst, Soap making with Evi Lachana