Öfter mal was Neues

Piratenschiff, Marken-Sneaker, imperialer Jäger? Das Lego-Portfolio ist inzwischen so bunt wie riesengroß. Einziges Problem: Irgendwann landen die bunten Steine zwangsläufig in dieser einen großen Legosteine-Box aka Tonne. Und nu!? Nu gibt’s die BrickIt-App. Die funktioniert wie folgt: Kiste mit Lego-Allerlei auskippen, Smartphone Kamera draufhalten und BrickIt erfasst sämtliche einzelnen Bausteine und schlägt dazu passende Lego-Anleitungen vor. Aus dem bunten Chaos wird so ganz schnell ein beeindruckender Minijet, eine lässige Boombox oder eine riesige Achterbahn. Um einfacher zum Ziel zu kommen, teilt die App nicht nur genaue Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sondern markiert auf dem eingescannten Bild, wo sich der nächst benötigte Baustein inmitten des ausgebreiteten Legoteppichs befindet. Sorry, wie genial ist das bitte? Unsere gesamte Kindheit müsste neu erzählt werden. Ganz nebenbei wird übrigens auch eine Art Katalog der eigenen Steinsammlung angefertigt und darauf basierend immer wieder neue Lego-Modelle zum Nachbauen vorgeschlagen. Die Original-Anleitungen unterteilen sich in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und festen Kategorien wie Tiere, Fahrzeuge oder Star Wars. Für Erwachsene und Kinder geeignet und wärmstens empfohlen.
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BrickIt: Rebuild your Lego | https://brickit.app/ | Foto: Brickit

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Wimmelbildspiel

Für weniger Bildschirmzeit und bessere „Brett“spiele! Hinter „MicroMacro Crime City“ steckt nicht nur das Spiel des Jahres 2021, sondern gleich mal ein komplett neues Gesellschaftsspiel-Genre. Das Detektivspiel für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren liefert mit einem riesigen Wimmelbild in Schwarzweiß schon alles, was man für einen spannenden Abend braucht. Klingt simpel, zieht einen aber ziemlich schnell in den Bann. Über ein Dutzend Kriminalfälle, die parallel auf dem Spielplan verlaufen, sollen mithilfe von Hinweiskarten gemeinschaftlich gelöst werden. Dabei versinkt man ganz schnell in die detailverliebten Zeichnungen, entdeckt neue Fährten und tauscht sich über mögliche Tatmotive aus. Was sucht der Bürgermeister nachts mit einem Geldkoffer am Hafen? Wer lauerte dem Burgerbrater mit dem Baseballschläger auf? Und warum wurde der Skateboardfahrer heimtückisch ermordet? An alle, die jetzt schon ihre fiktive Detektivmütze auf den Kopf zurechtrücken, verlosen wir zwei Exemplare des neuen Poster-Brett-Spieles. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „ICH SEH‘ DA WAS, WAS DU NICHT SIEHST“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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MicroMacro Crime City | Kooperatives Detektivspiel | www.micromacro-game.com | Foto: Edition Spielwiese / Pegasus Spiele

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Läuft bei dir

Wer mal wieder einen echt guten Cocktail in der Hand halten und dabei über den Caipi-Glasrand hinausblicken möchte, sollte am Wochenende beim Liquid Market in der Königlichen Porzellanmanufaktur vorbeischauen. Das internationale Cocktail-Festival feiert im Charlottenburger Innenhof nicht nur die Renaissance der Barkultur, sondern auch seine Deutschland-Premiere. Das entspannte „All You Can Taste“-Format versammelt die besten Bars und Barkeeper der Stadt an einem Ort. Ohne viel Tamtam können sich Cocktail-Laien mit Destillations-Autodidakten und Genuss-Fachleuten austauschen, neue Kreationen und vor allem zukünftige Lieblingsbars entdecken. Neben unzähligen Verkostungen von alkoholischen Getränken und alkoholfreien Drinks stehen gute Musik und leckeres Streetfood auf dem Programm. Wir verlosen 2 x 2 Tagestickets für den ersten Festivaltag am Freitag. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „KOMMT EIN PFERD IN DIE BAR“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Liquid Market | 06. & 07. August 2021 | Königliche Porzellan-Manufaktur, Wegelystraße 1, 10623 Berlin | Tagesticket 48,00 €, TwinTicket 78,00 € | www.liquidmarket.bar/berlin/ | Instagram | Foto: Liquid Market

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Breastfeeding welcome!

Erinnert ihr euch noch an den „Still-Streit“ vor einigen Jahren, als einige Berliner Szene-Cafés mit mehr oder weniger militanten Mitteln das Stillen in ihren Räumlichkeiten untersagten? Fakt ist, es gibt wenig Natürlicheres als das Stillen eines Babys oder Kleinkinds. Fakt ist auch: Stillen im öffentlichen Raum wird immer noch und oft missbilligt, mithin wegen der (teilweise) freiliegenden Brust gar sexualisiert. In gastronomischen Betrieben werden Mütter nicht selten auf Stühle auf dem Gang, die leere Terrasse oder in den Sanitärbereich verwiesen oder sogar aufgefordert, die Räumlichkeiten zum Stillen zu verlassen. Anlässlich der World Breastfeeding Week 2021 (01.-07.08.2021) startet das Berliner Still-BH Label branayama die „Breastfeeding welcome“-Kampagne. Mit Aufklebern können Restaurants, Cafés, Shops und andere Betriebe ab sofort darauf hinweisen, dass bei ihnen das Stillen nicht nur geduldet, sondern erwünscht ist. Ziel ist es, das Stillen an öffentlichen Orten zu normalisieren. Teil der Initiative sind unter anderen das „BRLO BRWHOUSE“, CODOS Coffee, die „Black Apron“-Bäckerei, der FOLKDAYS Store, das Café „Isla Coffee“, das mit einem Michelinstern ausgezeichnete Restaurant „Kin Dee“, das Michelberger Hotel und der Yukalou Store in Berlin oder die Gastro-Bar „Kapara“ in Hamburg. Betriebe, die sich ebenfalls anschließen möchten, können per Mail an hello@branayama.com ihren kostenlosen „Breastfeeding welcome“-Sticker bestellen.
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„Breastfeeding Welcome“ Kampagne | www.branayama.com | www.waba.org

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Gekommen, um zu bleiben

Manche Dinge liegen so sehr auf der Hand, dass man umso erstaunter ist, wenn man feststellt, dass es sie bisher noch nicht gibt. Wer schon einmal betrunken auf einer Party eingeschlafen und mit schneidigen Verzierungen wie spitzem Bärtchen, dickem „Brillengestell“ oder Schriftzügen auf Stirn oder Wange wieder aufgewacht ist, war besonders begeistert, wenn die befreundeten „Künstler“ mit Stiften der Marke edding am Werk gewesen waren. Hatte man länger was von. Ein Temporary Tattoo quasi, das sich auch mit stundenlangem Schrubben nicht einfach wieder entfernen ließ. Im Oktober 2020 stieg die most trusted Brand in Sachen permanter Filzmarker nach jahrelanger Vorarbeit nun endlich auch ins „echte“ Tattoo-Geschäft ein. Und wie! Die 15+1 veganen und in Deutschland hergestellten Tattoofarben verzichten komplett auf Konservierungsstoffe, Azopigmente, Polyethylenglykole, Eisenoxid-Pigmente (dadurch werden die Farben MRT-sicher), Gluten und Additive wie z.B. Silikone. Unter dem Markennamen edding TATTOO hat das Unternehmen zudem erstmals ein eigenes Tattoostudio in der Hamburger Innenstadt (Chilehaus) eröffnet und bietet dort im Rahmen eines eigens konzipierten Sicherheits- und Hygienekonzeptes Tätowierungen an. Das edding Safer Tattooing-Konzept umfasst den Gesamtprozess von der umfassenden Beratung über die Tattoo Session bis zur professionellen, individuell zugeschnittenen und kostenlosen Nachsorge. Wir verlosen ein fettes Paket bestehend aus Tasche, T-Shirt, Skizzenbuch, „Balm“ Tattoo Pflegeset mit Waschgel und After-Care, Warlich Temporary Tattoos und einem 100 Euro Tattoo-Gutschein für das edding Tattoo Studio im Chilehaus Hamburg. Schreibt eine Mail mit den Betreff „LASS ICH JETZ SO“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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edding TATTOO | Burchardstr. 13-15, 20095 Hamburg | Terminanfragen per Mail | edding.tattoo | FOTO: Christoph Siegert für edding

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Lena Urzendowsky

Ihre Rollen sind extrem und sie spielt sie mit einer ganz eigenen Vehemenz. Die Rede ist von Lena Urzendowsky. An der 21-Jährigen führt aktuell kein schauspielerischer Weg vorbei. Ob „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (Amazon), „How to sell drugs online (fast)“ (Netflix) oder im Dramedy-Hörspiel „Die Wut-Life-Balance“ (ab sofort bei Audible) – Lena wechselt nonchalant zwischen Serie, Film, Hörbuch oder der Deutschen liebster Krimi „Tatort“. Was ein Glück, dass sie zwischen neuen Filmprojekten und ihrem Philosophiestudium 2 Minuten für uns Zeit hatte. Für uns und die wichtigen Dinge im Leben: Milchreis mit Curryketchup, ihre Hassliebe zu Berlin und ihren Bruder und Schauspielkollegen Sebastian Urzendowsky. Er gibt Lena eigentlich immer die besten Ratschläge und hätte sie vielleicht vor der Wette mit dem Ketchup-Milchreis warnen sollen. Vielleicht.

Name: Lena Urzendowsky
Alter: 21
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin
Schuhgröße: 36
Lieblingsfilmzitat: “You are what you love, not what loves you.“ (aus Adaptation)
Kontakt: Frame Künstleragentur

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Mein Bruder Sebastian gibt mir immer die besten Ratschläge. Vor allem ist es aber wichtig, dass ich in ihm eine Vertrauensperson habe.

Was schätzt du an dir am meisten? Eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Selbstironie.

Was würde dein 16-jähriges Ich von dir heute halten? Es würde schmunzelnd den Kopf schütteln.

Das größte Problem deiner Generation? Der Umgang mit der Angst vor Wandel und Veränderung, den frühere Generationen an den Tag legen. Und somit die Herausforderung, trotz einem Gefühl von Machtlosigkeit angesichts der vielen Krisen auf der Welt den entstandenen Ungleichheiten, sowie Umwelt- und Klimaschäden entgegenzutreten.

Wenn dein Leben verfilmt würde: Welche*r Schauspieler*in würde dich spielen? Darüber reden wir nochmal, wenn es dazu kommt…

Berlin ist… meine Hassliebe.

Was ist dein verstecktes Talent? An meine Träume zu glauben.

Für was kann man dich nachts wecken? Eine Spritztour an den Rand der Welt.

Was war dein übelster Job bisher? Vermutlich Milchreis mit Curryketchup essen nach einer verlorenen Wette.

Was wirst du in Zukunft weniger machen? Hoffentlich werde ich bald nicht mehr darauf verzichten, alle meine Freunde zu sehen und wilde Parties zu feiern.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dafür sorgen, dass Klimaschutz angemessen ernst, wie eine Krise behandelt wird. Einhaltung der 1,5-Grenze, Subventionierungen von klimaneutralen Produkten und Lebensweisen etc…

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Vegane Lasagne – sieht fancy aus, ist mega lecker und geht erstaunlich schnell.

Was sollte niemand von dir wissen? Tja, das wüsstet ihr wohl gerne…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Vielleicht, wie meine nächste Film-Frisur aussieht? Da gehe ich immer sehr fantasievoll ran…

Das letzte Wort: Hat hoffentlich noch ein paar Jahre Zeit zu reifen.

FOTO: Audible/Sven Krohn

Spielplatzguide Berlin

Berlin ist ein Paradies für große und kleine Kinder. Überall gibt es Abenteuer und Wunderorte, die entdeckt und erobert werden wollen. Allein 1.850 öffentliche Spielplätze gibt es in der Stadt. Zu dumm, dass man am Ende immer auf denselben Dreien landet. Die Reisejournalistin und Autorin Cindy Ruch hat die schönsten und aufregendsten Hexenhäuschen, Pirateninseln, Riesenrutschen und Kleinode im neuen „Spielplatzguide Berlin“ zusammengetragen. Und der bringt nicht nur den Kleinsten Spaß. Mit der liebevollen Gestaltung, Abenteuergeschichten zu den einzelnen Plätzen und vor allem heißen Tipps zu den besten Eisdielen macht der Guide auch uns Großen echte Freude. Wir dürfen ein Exemplar verlosen: Schreibt eine Mail mit dem Betreff „GEH SPIELEN!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Spielplatzguide Berlin | reisedepeschen.de/spielplatzguide-berlin | FOTO: Reisedepeschen Verlag

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Kunst is Key

Wie kommen wir der Kunst digital ganz nah? Damit hat sich Gründer Urs Holewa beschäftigt. Jetzt launcht er Culture Key – eine Plattform, die Künstler*innen und Kunstinteressierte auf eine neue Art zusammenbringt. Denn hier gibt’s nicht nur Kunstwerke zum Verkauf, sondern auch Workshops mit den Künstler*innen. Das Ganze funktioniert als Community. Einmal Member, stehen Atelierbesuche, Masterclasses mit Künstler*innen, Street-Art Touren in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf und viele, viele Insights zur Verfügung. Die Szenekenner*innen von Culture Key verraten beispielsweise, wo hierzulande spannende, individuelle Kollektionen und kleine Museen zu finden sind, die viel zu oft übersehen werden. Knapp 40 Euro kostet eine Mitgliedschaft im Jahr. Aber auch kostenlos gibt es jede Menge Input rund um die Kunstwelt und spannende virtuelle Ausstellungen junger Künstler*innen. Im August startet Culture Key richtig durch. Und wer gerade nicht nur das digitale Kunsterlebnis spannend findet, sondern auch den Business Case: Urs und Team suchen auch Partner*innen, die Culture Key künftig mit voranbringen.
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Culture Key | culture-key.com | FOTO: Michael Raeuschl

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , Keine Kommentare

Poolparty

Meins ist deins und deins ist unsers: Mittlerweile haben sich Sharing-Konzepte erfolgreich in unserem Alltag etabliert. Fürs Wochenende und für mehr gute Laune an heißen Tagen gibt es nun Swimmy. Die neue Sharing-Plattform funktioniert grob wie Airbnb – mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass man sich kein Bett mit Dach drüber mietet, sondern einen Swimmingpool mit Wasser drin. Gerade diesen Sommer, in dem endlose Strände noch weiter in der Ferne liegen als sonst, scheint die Nachfrage nach einer kurzen Abkühlung zwischendurch groß. Angefangen hat das Pool-Sharing in Frankreich und Spanien, mit geschätzt 800.000 privaten Pools ist nun auch Deutschland dabei. Poolbesitzer*innen können nach kostenfreier Registrierung ihr persönliches Schwimmbad für eine Stunde, einen Tag oder den Abend vermieten und Mitmenschen glücklich machen. Ähnlich wie bei der bekannten Wohnungsplattform wird unter jedem Angebot kurz erklärt, was am, im und um den Pool erlaubt ist und für wen sich die Bademöglichkeit am besten eignet. Vielleicht wird der nächste Geburtstag oder das anstehende Familientreffen dann doch noch zur Poolparty?
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Swimmy | ab 5 € | swimmy.com | FOTO: Swimmy

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 20. Juli 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Brillengesicht

Horn, randlos, modern, klassisch, getönt, mit oder ohne Stärke – Brillen gibt es in unzähligen Designs und Varianten. Sie sind Sehhilfen und Statement Pieces, praktische Begleiter und modische Accessoires. Eines jedoch haben sie in der Regel gemeinsam: Die Gestaltung von Rahmen und Steg orientieren sich seit Jahrhunderten vor allem an einer genormten, schmalen Gesichts- und Nasenform. Ziemlich blöd, denn Nasenrücken sind alles andere als uniform, mal flach oder tiefliegend, mal breiter oder fliehend. Klarer gesagt: Für viele People of Color oder beispielsweise Menschen mit Down-Syndrom ist die schlechtsitzende Brille Alltag. Daran wollen Ackeem Ngwenya und Shariff Vreugd etwas ändern. Mit ihrem Label Reframd entwickeln sie (Sonnen-)Brillen, die sich individuell an die Gesichtsgeometrie anpassen und speziell für Menschen mit niedrigem und breitem Nasenprofil geeignet sind. Möglich macht das ein eigens entwickelter Algorithmus und ein Brillengestell aus dem 3D-Drucker. Mit dem Prototypen marschierte Designer Ackeem auf das Berliner African Food Festival und traf dort seinen heutigen Partner in Crime Shariff Vreugd. Seit 2020 arbeiten die beiden gemeinsam an der Afropolitan Eyewear Brand Reframd. Jetzt gehen sie mit den ersten Modellen an den Start. Um die beiden Gründer auf ihrer Mission zu inklusiveren Brillen zu unterstützen, könnt ihr die ersten Modelle im Rahmen ihrer aktuellen Crowdfunding-Kampagne kaufen. Bis zum 15. Juli könnt ihr helfen, Reframd auf das nächste Level zu heben.
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Reframd | kickstarter.com/reframd | FOTO: Reframd

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 06. Juli 2021 | Tags: , Keine Kommentare

Schulranzen reloaded

Groß, schwer, unpraktisch und wahlweise mit Feen oder Autos bedruckt – klassische Schulranzen kennen kein Pardon vor Haltungsschäden und Geschlechtersensibilität. „Muss anders, geht anders“, dachte sich Hauptstadtmutti und Designerin Meike Vollmar und entwickelte mit ihrem Label Canopist den Schulranzen, den wir alle gern getragen hätten. Er vereint Funktionalität, Ästhetik und Ökologie, wiegt gerade einmal 780 Gramm, ist dabei maximal robust und voll mit cleveren Features für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die Designs sind unisex, die Materialien entsprechen den höchsten ökologischen Standards und sind natürlich schlechtwetterfest. Gegen eingezwickte Kinderhände werden Magnetverschlüsse eingesetzt, für eine bessere Gewichtsverteilung die gut gepolsterten Schultergurte durch einen höhenverstellbaren Hüftgurt ergänzt. On top werden die Schulranzen klimaneutral produziert und in Europa hergestellt. So unkaputtbar wie die erste beste Freundschaft und mindestens genauso langlebig.
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Canopist | 225 € | canopist.de | FOTO: Canopist

Always OMM statt always ON

Eine Smartphone App, die dabei hilft, weniger Zeit mit Smartphone Apps zu verbringen? Well… Was klingt wie großer Blödsinn, ist in Wirklichkeit eine der hilfreichsten smarten Entwicklungen der letzten Zeit. Not less but better hilft nämlich dabei, Gewohnheiten in Bezug auf unsere Smartphone-Nutzung zu durchschauen, zu verstehen und schließlich zu ändern. Im ersten Schritt lehrt uns die App, die Momente zu identifizieren, in denen das Smartphone zum False Friend wird: Wann nutzt uns das Smartphone wirklich und wann greifen wir einfach automatisch zum Handy, um anderen Situationen zu entkommen? Wann geraten wir in den Strudel der News, Storys, Posts und Clips? Mit Know-how aus der kognitiven Psychologie stärkt die App im zweiten Schritt in fünfminütigen Übungen unsere mentalen Fähigkeiten wie Impulskontrolle, Selbstreflektion, Achtsamkeit und Resilienz. Denn die sind die Basis für nachhaltige Gewohnheitsänderung. Challenges helfen schließlich dabei, das erlangte Wissen in den Alltag zu übertragen und zu festigen. So kommen wir der achtsameren Smartphone-Nutzung Stück für Stück näher. Von Always On zu Always Om!
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not less but better | notlessbutbetter.com | FOTO: not less but better

Jochen Smuda

First things first: Jochen Smuda, der Mann mit dem coolen Nachnamen, sitzt jeden Tag 46 km auf dem Fahrrad, um ins Studio und wieder nach Hause zu fahren. Nur folgerichtig, schließlich ist Jochen ehemaliger Skate-Profi und noch dazu Kopf, Fuß und Herz von Ucon Acrobatics, einem der coolsten Berliner Taschen- und Rucksack-Labels überhaupt, dem das Thema Nachhaltigkeit schon lange vor dem langersehnten Hype wichtig war. In diesem Jahr feiern Label und Team bereits den 20. Geburtstag. Wir gratulieren von Herzen, pusten mit dicken Backen in die virtuelle Tröte. Zum Jubiläum gibt es natürlich exklusive Special Editions und Artist-Kollaborationen, die Jochen mit Eike König erarbeitet. Was es sonst noch so zu wissen gilt in Bezug auf Tankstellenessen und die Farbe Schwarz: Check 2 Minuten-Interview below!

Name: Jochen Smuda
Alter: 40
Wohnort: Berlin
Beruf: Selbständig, Co-Founder und Geschäftsführer von Ucon Acrobatics
Schuhgröße: 42
Lieblingsfarbe: blau
Kontakt: jochen@ucon-acrobatics.com

Beschreibe Ucon Acrobatics in einem Satz: Unsere Brand Mission ist es, Minimalismus und Funktionalität auf die schönste Art und Weise miteinander zu verbinden und unserem hohen Anspruch an Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Welche Haltung vertretet ihr mit eurer Marke? Das Ziel ist es, möglichst langlebige Produkte zu erschaffen, die so nachhaltig und fair wie nur möglich produziert werden. Da wir alle sehr design- und kunstaffin sind, waren unsere Artist-Kollaborationen von Beginn an ein elementarer Bestandteil unserer Philosophie. Auch schon sehr früh haben wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, als es noch kaum jemanden im Markt interessiert hat. Sie ist in unserer DNA verankert und muss über allem stehen. Jeden Prozess, den wir besser machen können, machen wir auch besser.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? In den letzten 20 Jahren glich kein Tag dem anderen. Der Weg ist das Ziel und wir versuchen jeden Tag uns auf allen Ebenen immer ein Stück zu verbessern und Prozesse zu optimieren. Wenn ich dann sehe, wo wir uns aus eigener Kraft über all die Jahre hin entwickelt haben, macht mich das sehr glücklich.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Ich erinnere mich an einen guten Tipp von meinem Freund Niko vor langer Zeit auf der Bright Messe: „Wenn du ein neues Produkt rausbringst und es nicht in Schwarz anbietest, bist du blöd! :-)“ Wir hatten früher sehr viel auf bunte Farben und Muster gesetzt. Über die Jahre haben wir gelernt, dass sehr viele Menschen extrem gern Produkte in Schwarz kaufen.

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Anchorman.

Was machst du, wenn dir langweilig ist? Ich denke einige Eltern können das bestätigen, aber ich kenne das Gefühl, seitdem meine zwei Kinder auf der Welt sind leider nicht mehr. Manchmal sehne ich mich ehrlich gesagt danach.

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis? Ich hoffe eine Gute.

Was wirst du in Zukunft weniger machen? Müll produzieren.

In welcher Beziehung bist du ein Spießer? Unterhosen bügeln.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass die Menschheit ein kollektives Bewusstsein für angemessenen Fleischkonsum entwickelt. Was wir den Tieren für Leid zufügen ist an Dummheit und Rücksichtslosigkeit nicht zu überbieten.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti aglio e olio.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mich während des Studiums fast ausschließlich von Tankstellenessen ernährt habe. :-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie habt ihr es geschafft, seit 20 Jahren am Markt zu bestehen?

Das letzte Wort: Habe ich noch nicht gesehen auf Netflix.

FOTO: Felix Strosetzki

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 06. Juli 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Es lebe die Republik!

Ein Burger ist ein Burger ist ein… Say no more! Das lässige Team der Neuen Republik Reger macht nicht nur Alt-Treptow und Kungerkiez sexy, sondern auch das ausgekaute Burgergame. In ihrem bunten Refugium werden ganz solidarisch vegane Burger serviert, möglichst bio, regional und immer lecker. Auf der Karte stehen Burger mit Pulled Seitan, frisch fermentiertem und mariniertem Tempeh oder saftigem Portobello-Pilz. Dazu gibt es frische Fritten und Poutine. Die kanadische Spezialität ist sowas wie die Dreifaltigkeit unter den schnellen Kartoffelgerichten: Pommes + Bratensauce + Käse. Am Wochenende können sich alle Burger-Genoss*innen auf einen veganen Brunch mit fruchtigem Chutney, Scrambled Tofu und hausgemachter Leberworscht freuen. Das Restaurantprojekt ist noch in Pre-Coronazeiten durch ein Crowdfunding entstanden und hält seitdem die neue Burgernation fest zusammen. Hier wird nicht nur basisdemokratisch über Hunger und Durst entschieden, sondern auch mithilfe von Musik, Workshops und Filmabenden die Kiezkultur hochgehalten. Geheimtipp unter Freund*innen: Bestellt euch zum Burger die Kimchi-Fries! Die stehen nicht auf der Karte, sind aber fast immer erhältlich.
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Neue Republik Reger | Bouchéstr. 79a, 12435 Berlin | Mi-Mo 12:30-22 Uhr, Frühstücksverein: Sa & So 9-13:30 Uhr | republik.sexy | FOTO: Neue Republik Reger

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 06. Juli 2021 | Tags: , , , , Keine Kommentare

San Francisco liegt am Rhein

Nach dem Feierabend in der S-Bahn nach Dubai und zum Absacker in eine japanische Karaokebar: TV-Reisejournalist Christoph Karrasch hat sich auf Weltreise durch Deutschland begeben und erzählt davon in seinem aktuellen Buch „San Francisco liegt am Rhein“. Als Moderator und Fernsehreporter bereist Karrasch eigentlich die entlegensten Winkel der Welt, unfreiwillig ins Homeoffice verbannt machte ihn die Not erfinderisch. Ohne Reisepass und Übergepäck fand er beim Bundesland-Hopping die große weite Welt im Kompaktformat. Darunter die Xantener Südsee in Nordrhein-Westfalen, Little Tokyo in Düsseldorf und den weltweit höchsten Kaltwasser-Geysir in der Eifel. Neben den heimischen Doppelgänger*innen stieß er aber auch auf überraschende Ortsteile wie Brasilien und Kalifornien, die nur fußläufig voneinander entfernt an der Ostsee liegen. Auf 240 Seiten verrät der Weltenbummler noch viele weitere Entdeckungen, die garantiert mit dem Zug erreichbar sind. Ein schöner Reminder, dass es beim Reisen nicht nur aufs Ziel, sondern vor allem auf den Weg beziehungsweise die Umwege dorthin ankommt. Wir verlosen an alle Fernwehmenschen zwei Exemplare der reiselustigen Anekdotensammlung. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „AUF NACH BALIN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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San Francisco liegt am Rhein | 12 € | ullstein.de/san-francisco-liegt-am-rhein | FOTO: ullstein

Verschärft

Es gibt Chili-Liebhaber*innen, die sich schon durch so manche Schote probiert haben und es gibt Karol Wojciechowski. Der Koch aus Polen hat nicht weniger als 35 (in Worten fünfunddreißig!) Chilisorten im eigenen Garten angebaut, sie fermentiert, eingekocht und zu einer handvoll Saucen verfeinert. Unter dem Namen „PanDemonic“ bringt er Kochkunst und Chilisoßen auf höchstem Niveau und auf einer Skala von mild bis superduperhot zusammen. Kostprobe? Wie wäre es mit Grill Habanero mit Whiskey, Ingwer und Sojasoße oder der scharfen Schokobeere aus Habanero Chocolate und schwarzen Johannisbeeren? Echte Chili-Freaks kommen an der „Jolene the Reaper“ nicht vorbei: Eine sehr würzige Soße aus Ghost Pepper und einer der schärfsten Paprikaschoten der Welt, der Carolina Reaper. Getoppt mit einer Süße von Pfirsichen und Äpfeln brennt sie gut und gerne schon einmal zwanzig bis dreißig Minuten. Wer sich erst einmal langsam rantasten möchte, beginnt einfach mit den süß-sauer eingelegten Jalapeños oder dem bittersüßen Senf mit Honig und Thai-Chili. In den letzten elf Jahren arbeitete Wojciechowski unter anderen für Starkoch Gordon Ramsay und im 2-Sterne-Restaurant Fischers Fritze – heute verkauft er seine Expertise abgefüllt in dekorativen Gläsern in der Markthalle Neun und im eigenen Online-Shop.
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PanDemonic | pandemonic.com | FOTO: PanDemonic

True Facts

Puh, mit Verschwörungsfantasien sehen wir uns inzwischen und gerade in den letzten eineinhalb Pandemiejahren fortwährend konfrontiert. Doch was tun, wenn Mutti, Vati, Geschwister oder beste Freunde plötzlich in den Kaninchenbau dubioser Telegram Channels abtauchen? Einmal vom süßen Gift der einfachen Zusammenhänge probiert, wird es schwer wieder damit aufzuhören. Der Strom darf nicht enden, die Dosen werden höher, die Filter gröber. Und nun? Konfrontation? Ignorieren um des lieben Friedens Willen? Hoffen, dass alles wieder vorbeigeht, um dann da zu sein wenn das Kartenhaus aus Absurdität, Halbwahrheiten, Verknappung, Lügen und Täuschung zusammenfällt? Katharina Nocun und Pia Lamberty haben mit „True Facts“ ein Ratgeber-Buch geschrieben, das dabei hilft Verschwörungserzählungen zu entlarven, Verschwörungstheoretiker*innen den Wind aus den Segeln zu nehmen und Gespräche im Familien- oder Kollegenkreis selbstbewusst zu führen. Dabei lernen wir die Psychologie des Verschwörungsglaubens kennen, bekommen Tipps zur Gesprächsführung an die Hand und erfahren, warum Zivilcourage auch im Netz wichtig ist. Katharina Nocun ist Wirtschafts- und Politikwissenschaftlerin und leitete bereits bundesweite Kampagnen wie die Bürgerbewegung Mehr Demokratie e.V.. Pia Lamberty ist Sozialpsychologin und Expertin im Bereich Verschwörungsideologien. Herausgekommen ist ein handlicher Ratgeber wider dem Kontrollverlust. Wir verlosen ein Exemplar zum Diskutieren und Weitergeben. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „WEIL ES NICHT EGAL IST“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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True Facts | 12 € | luebbe.de/true-facts | FOTO: Quadriga

Caroline S. Henne

Teetrinkende, ehemalige Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf Digitalem, Marketing & Nachhaltigkeit und jetzt Advokatin moderner Teekultur und Geschäftsführerin bei Paper & Tea in Berlin? Kann man so machen: Caroline S. Henne wollte eigentlich klassische Konzertpianistin werden. Inzwischen blickt sie aber auf knapp 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Transformation von Unternehmen zurück. Sie begann ihre Karriere bei RTL, entdeckte aber schnell ihre Leidenschaft fürs Digitale. Sie ist leidenschaftliche Teetrinkerin und außerdem ein Angel-Investor in mehreren Start-up-Unternehmen, von nachhaltiger Mode bis hin zu Technologie und Experiences. Sie ist passionierte Köchin und bekannt für ihre Colour Dinners – 5-Gänge Event Cuisine mit Gästen und Gerichten jeweils in nur einer Farbe. Und die Musik? Immer noch! In London hat sie über ein Jahrzehnt im English Chamber Choir unter anderem in der Royal Albert Hall gesungen.

Name: Caro(line Sarah) Henne
Alter: 37
Wohnort: Berlin-Mitte
Beruf: Geschäftsführerin der Pioniere der modernen Teekultur von Paper & Tea
Schuhgröße: 39.5
Lieblingsgeschmack: Umami
Kontakt: info@paperandtea.com

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß? Zuallererst natürlich das Produkt: Ich bin leidenschaftliche Teetrinkerin! Weil bei mir schon vor langen Jahren eine Kaffee-Unverträglichkeit nachgewiesen wurde, bin ich Morgenmuffel quasi zu besonders koffeinhaltigem Teegenuss genötigt worden und habe in diesem Zuge eine große Passion, besonders für Grüntees entwickelt. Jeder Tag bei Paper & Tea ist anders – da wir unsere Tees nicht nur in unseren fünf Stores über Deutschland verteilt sondern auch online und über Händler, Restaurants und Cafés weltweit vertreiben, verteilen sich die Aufgaben über ein sehr breites Spektrum. Und wir haben noch so viel vor – besonders in der Produktentwicklung.

Beschreibe deinen Führungsstil: Nur als Team, wenn wir wirklich alle zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen, können wir wirklich groß und stark sein – das versuche ich jeden Tag auf’s Neue zu leben und lediglich die Fahrt-Richtung vorzugeben, die jede/r Einzelne dann für sich interpretiert und umsetzt. Mir ist Transparenz sehr wichtig – das gilt für meine Kommunikation ans Team genauso wie für das Feedback, das ich von meinen Mitarbeitern einhole, damit wir alle kontinuierlich wachsen und besser werden können. Ich bin bei bestem Willen kein Micro Manager und arbeite am liebsten mit Menschen, die sich durch Eigenverantwortung motivieren lassen und entwickeln können.

Was treibt dich an? Mein großartiges Team an Experten und smarten Köpfen, die Paper & Tea mit großer Leidenschaft unterstützen und voranbringen, mich challengen und wachsen lassen. Aber auch unsere wirklich besonderen Tees, die mir jeden Morgen wieder Energie und mir jeden Abend wieder Erholung bringen.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: “At the end of the day no lives are lost if you don’t do your job tomorrow”. Ich habe früher Feedback oft sehr persönlich genommen und mich in meiner Arbeit verloren. Wenn man ein wenig Abstand dazu hat, kann man meiner Meinung nach aber viel fokussierter arbeiten und das Wesentliche im Auge behalten. Und verliert darüber hinaus eine gewisse Bescheidenheit nicht – nimmt sich selber nicht so wichtig und vermeidet komische Eitelkeiten.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben? Die Platte ist einfach: Das müssen Bachs Goldberg Variationen sein – in der späten Aufnahme von Glenn Gould. Beim Film wird es schon schwieriger – da würde es wahrscheinlich ein Wenders werden. Paris Texas vielleicht? Oder Der Himmel über Berlin? Das Buch ist ein Gedichtband, beziehungsweise eigentlich alle Zeilen vom großen E.E. Cummings. Oder sollte es doch Paul Auster sein, von dem ich quasi alles verschlungen habe?

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Das Entertainertum meines Vaters und die Überzeugung meiner Mutter, dass es wirklich völlig egal ist, was andere von einem denken. Dass man wirklich seine Individualität leben soll und mutig ist.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Ui – da kann ich mich bei bestem Willen nicht auf eines festlegen. Ich bin enthusiastische Kunstsammlerin und habe in den letzten Jahren einige Werke, besonders von MalerINNEN, gekauft, die ich schon lange bewundert habe, wie Grit Richter oder Katharina Grossmann-Hensel. Und gerade habe ich ein Auge auf eine Arbeit von Annabel Daou geworfen.

Ohne was verlässt du nie das Haus? Jetzt wird es kitschig: Natürlich nie ohne einen Abschiedskuss von meinem Herzblatt.

Welches ist dein nutzlosestes Talent? Ich kann jeden Songtext der Welt, den ich auch nur einmal im Radio gehört habe, danach sofort wieder laut mitsingen. Oh well…

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Die kleine japanische Insel Ishigaki, die ich das Glück hatte, vor vielen Jahren zu bereisen und besser kennenzulernen. Auch unter Wasser – umgeben von Mantas – einfach magical.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Dass alle Menschen dieser Lande jeden Tag unseren Tee trinken, natürlich :)

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wahrscheinlich ein Curry, oder ein ganzes 5-Gänge-Menü in nur einer Farbe, wie bei meinen Colour Dinners, wo alle Gäste in der Farbe des Abends gekleidet erscheinen und einfarbige Köstlichkeiten serviert bekommen. Jetzt müsst ihr euch nur noch die Farbe aussuchen. Sogar schwarz geht!

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin kein sonderlich geheimnisvoller Mensch und lache sehr gern auch über mich selbst. Da gibt es also ganz und gar nichts I’m afraid.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Nach meinem Lieblingstee vielleicht? Das ist auf jeden Fall der Yuzu Midori N°328 – eine Grüntee-Mischung aus Kukicha, großzügig ergänzt mit belebendem Matcha und erfrischendem Yuzu. Der perfekte Wachmacher für mich Morgenmuffel.

Das letzte Wort: Be Tea, my friend :)

FOTO: Caroline S. Henne

Shaniu macht die besten Nudeln

Nudeln bitte! Scharf bitte! Shaniu’s House of Noodles ist eine unserer liebsten Adressen für chinesisches Soul Food. Schnickschnack braucht das kleine Restaurant im Berliner Westen nicht – das Team rund um Köchin Shaniu darf sich allein wegen ihrer ehrlichen, unverfälschten und superleckeren Küche zu Berlins Besten zählen. Seit 2013 serviert Shaniu Schätze der chinesischen Küche, jetzt hat sie auch koranische Klassiker mit auf die Speisekarte gehoben. Mit Erfolg, denn ihr Korean Fried Chicken ist in Nullkommanix vom Geheimtipp zum echten Renner geworden. Wer persönlich vorbeischaut sollte in jedem Falle Shaniu’s Empfehlungen folgen. Allen Bestellwütigen dürfen wir verraten: Eine der asiatischen Suppen sollte in jedem Falle auf eurem Zettel landen. Sie werden nach traditionellem shanghaischem (?) Rezept gekocht und sind eine Kunst für sich: nicht nur wegen der hausgemachten Nudeln. Auch den Teig und die Füllung für ihre Dumplings stellt die Köchin selbst her. An die 500 pro Tag, schätzt sie. Wer ihr dabei über die Schulter schauen möchte, dem sei Shaniu’s YouTube-Kanal ans Herz gelegt. Hier nimmt sie euch mit in ihre Restaurantküche oder auf Einkaufstour für die vielen, vielen spannenden Zutaten ihrer aromatischen, seelenschmeichelnden Gerichte.
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Shaniu’s House of Noodles | Pariser Str. 58, 10719 Berlin | Mi-Mo 12-22 Uhr | shanius-house-of-noodles.de | FOTO: Shaniu’s House of Noodles

Wiederjesehn

Es ist soweit: Am Samstag eröffnet offiziell der neue Zenner Wein- und Biergarten im Treptower Park. Monatelang haben die neuen Betreiber um die ehemaligen Wilde-Renate- und Else-Macher Tony Ettelt und Sebastian Heil geplant, gewerkelt, geschuftet und denkmalgerecht instand gesetzt. Neben der Bio-Eisdiele im Turmhaus, die vor kurzem schon o’gschleckt wurde, kann man nun auch wieder im riesigen Biergarten Platz nehmen und bei frisch Gezapftem und leckerem Essen den Blick über die fast schon surreal schöne Spreekulisse schweifen lassen. Tony und Sebastian schlagen mit ihrem Konzept die Brücke zwischen Tradition und Innovation und füllen damit ganz selbstverständlich eine Berliner Lücke. Statt Biergartenufftata vom Band gibt es künftig entspannte Live-Sets, die Speisekarte ist vorwiegend vegan und vegetarisch und hält nur wenige, dafür besonders hochwertige Fleischgerichte parat. Aus dem Hahn laufen neben Craft Beer von unter anderem BRLO auch Traditionsmarken wie Schneider Weisse oder Tegernseer Hell. Besonderes Highlight: Exklusiv für das Zenner wird das Pils der Ur-Berliner Traditionsmarke Berliner Bürgerbräu neu aufgelegt und als Tankbier serviert. Stück für Stück wird das kulturelle Rahmenprogramm erweitert und die Kulturstätte um die übrigen Gebäudeteile ergänzt. Bis 2022 folgen der Zenner Saal und das Zenner Turmhaus, bis 2024 die Zenner Körnervilla. Und wir sind uns sicher: Das hat uns gerade noch gefehlt. Tach und servus, du Schöne, du kommst gerade recht. Schön, dich endlich wieder kennenzulernen.
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Zenner | Alt-Treptow 17, 12435 Berlin | Mo-Fr 12-23, Sa & So 10-23 Uhr | zenner.berlin | FOTO: Janek Grahmann