Hai, kleine Leute!

Hai ist der wohl schönste Kids Concept Store, den man sich für Mamas, Papas, Babys und Kinder von zwei bis zwölf Jahren vorstellen kann. Nach dem Motto „Buy less, buy better“ findet sich hier eine wohlkuratierte Auswahl an ökologischer Kinderkleidung und -accessoires, von Strickjacken über Wohlfühlhosen bis hin zu Sommerkleidern und Schopfbedeckungen in Mini-Me-Größen von Marken wie Bobo Choses, The Simple Folk, Mini Rodini oder Faire Child, einer kanadischen Marke, die tolle Outdoor-Kleidung aus recycelten PET-Flaschen herstellt. Obendrauf gibt es Accessoires, Bücher, Spielzeug und kleine Interior-Träume, die man sich sofort erfüllen möchte. Alleine die harmonische und überaus stylische Innenausstattung machen den Laden von Yue Xing zum Hingucker auf der Kastanienallee. Genau wie bei der Auswahl ihrer Ladenschätze vertraute sie auch hier ganz auf ihren guten Geschmack – und den von Designerin Anna Härlin.
_____
Hai | Kastanienallee 43, 10119 Berlin | Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 12-20 Uhr | haiberlin.com | FOTO: @WILD.LIGHTS_

Hi, John!

John Lennon lebt. Zumindest in dem Roman von Tom Barbash: Der US-Autor erzählt in „Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens“ vom New York der Spätsiebziger, Showbiz und dem bekanntesten Boygroup-Mitglied aller Zeiten. In seiner Geschichte rund um das berühmte Dakota Building am Central Park vermengt er Fakten mit Fantasie, reale Charaktere mit fiktiven Figuren. Im Buch soll Anton Winter dabei helfen, die Karriere seines Vaters, dem berühmten Late-Night-Show-Moderator Buddy Winter, wieder anzukurbeln. Der muss sich nämlich nach einem öffentlichen Nervenzusammenbruch erst wieder seinen Platz im Rampenlicht zurückerkämpfen. Zum Glück können dabei prominente Freunde der Winters helfen – Johnny Carson oder Ted und Joan Kennedy etwa. Und schließlich gibt es da noch den Nachbarn John Lennon, der mit einem Beatles Comeback in Buddys TV-Show das Ruder für alle herumreißen könnte. Anton und John kennen sich und freunden sich im Laufe der Geschichte an. Es folgen Dialoge und Eskapaden, von denen man sich nur wünschen kann, dass sie genau so stattgefunden haben. Ganz nebenbei gibt es auf 350 Seiten herrlichen Retro-Promitratsch und das wunderbare Gefühl, mit dabei gewesen zu sein. Zu einer Zeit, in der mit „With A Little Help From My Friends“ alles möglich erschien. Wir verlosen zwei Exemplare diese äußerst amüsanten Lesestöffchens. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LUCY IN THE SKY WITH DIAMONDS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens | 22 € | kiwi-verlag.de | FOTO: Verlag Kiepenheuer & Witsch

Oğuz Yılmaz & Felix Hummel

Influencen – aber mit Sinn und Verstand. Oğuz Yılmaz und Oğuz Yılmaz haben sich zusammengetan, um als YilmazHummel das Künstler*innenmanagement „in Ordnung zu bringen“ und die Reichweite auf Social Media für nachhaltige Themen zu nutzen. Felix ist seit zehn Jahren in der Influencer*innen-Welt zuhause und baute zuletzt die Marketing-Agentur Buzz Bird auf, die auch und vor allem mit großen Mainstreammarken arbeitet. Nicht sein Ding, geht auch anders. Oğuz war Mitglied des legendären Comedytrios Y-Titty und betrieb zwischen 2012 und 2014 den meistabonnierten deutschsprachigen YouTube-Kanal überhaupt. Außerdem moderierte, musizierte, managte, beriet und schrieb er am laufenden Band (übrigens ohne Studium) und gründete die Social-Media-Agentur whylder. Geht auch anders, geht besser: Voilá: YilmazHummel. Der Lohn vons Janze: so oft Nein sagen können wie man will und eine bessere Welt für uns alle.

Name: Oğuz Yılmaz / Felix Hummel
Alter: 30 / 34
Wohnort: Köln / Berlin
Beruf: Gründer, Künstler*innen Manager / Unternehmer, Künstler*innen Manager
Schuhgröße: 44 2/3 / 44
Lieblingsfilmzitat: „Ich tötete Mufasa“ (König der Löwen) / „If you vote for me, and all your wildest dreams will come true.”
Kontakt: info@yilmazhummel.com / instagram.com/felixhummel

Was ist das Beste an deinem Beruf?
Oğuz: Zum einen, dass ich als Selbständiger arbeiten kann, was für mich aktuell die beste Arbeitsform ist. Zum anderen inhaltlich, dass ich einen Job und ein Umfeld habe, in dem ich meine persönlichen Interessen und das, was ich selbst vertrete und mag, auch ausleben kann, ohne mich verbiegen zu müssen.
Felix: Das Beste ist relativ simpel – früher in der Agentur war die Antwort immer „ja“ und jetzt kann ich immer „nein“ sagen.

Welchen Beruf würdest du gerne mal für einen Tag ausüben?
Oğuz: Das Leben eines Politikers, weil ich wissen will, wie viel Arbeit das wirklich ist.
Felix: Tierpfleger.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön:
Oğuz:
– „stinkert“ (Das ist das Gefühl, wenn man ein Alexander Marcus Video guckt.)
– „vapen“
– „influencen“ (das Verb)
Felix:
– „lame“ (langweilig)
– „pörfi“ (perfekt)
– „peinlo“ (peinlich)

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt?
Oğuz: Als ich gesehen habe, wie viele alte Menschen bei der Tafel anstehen müssen.
Felix: Der Tod von meinem Vater.

Oğuz, beschreibe Felix mit drei Worten: Genial, ehrlich, empathisch.
Felix, beschreibe Oğuz mit drei Worten: Integer, idealistisch, liebenswert.

In welcher Beziehung bist du ein Spießer?
Oğuz: Steuern zahlen. Ich bin ganz brav und zahle alles. Unpopular opinion, aber ich find es auch einfach nicht cool, Steuern zu hinterziehen.
Felix: Bei der Mülltrennung und beim Glasflaschen-Einwerfen.

Wessen Gedanken würdest du gern lesen können?
Oğuz: Andreas Scheuer, um zu wissen, was dieser höchst kompetente Politiker den ganzen Tag so denkt.
Felix: Die von meinem Psychotherapeuten.

Welche aktuell lebende Person würdest du gerne mal treffen und warum?
Oğuz: Niemanden. Ich habe generell keine Vorbilder.
Felix: Elon Musk. Nicht weil ich ihn so cool finde, sondern einfach um herauszufinden, ob er seine Entscheidungen und Äußerungen aus Strategie-Gründen macht oder ob ihm das einfach in die Wiege gelegt wurde.

Deine größte Schwäche?
Oğuz: Anpassungsvermögen.
Felix: Ungeduld.

Über welches Geschenk hast du dich in deinem Leben am meisten gefreut?
Oğuz: Einen Game Boy Color mit der Pokémon Silbernen Edition im Sommer 2001, als ich im Krankenhaus lag nach einer Knie-OP.
Felix: Erstausgabe von „In The Shadow Of The Rose“.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Oğuz: Tax the rich – Reiche besteuern und eine Obergrenze für Vermögen einführen.
Felix: Ich würde Bildung für jeden verfügbar machen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Oğuz: Auberginenauflauf in Tomaten-Butter-Sauce mit Reis.
Felix: Ofengemüse mit Olivenöl und Tahini-Sauce.

Was sollte niemand von dir wissen?
Oğuz: Dass ich es eigentlich hasse zu lesen – aber trotzdem gerne ein Buch schreiben würde. Damit wäre ich vielleicht der erste Autor, der sein eigenes Buch nicht komplett gelesen hätte.
Felix: Meine Myers-Briggs-Testergebnisse.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Oğuz: Was ist dein Lieblings-YouTube-Kanal? Dann hätte ich geantwortet: Veritasium.
Felix: Wie der Name meiner Haustiere ist.

Das letzte Wort:
Oğuz: Ich plädiere für mehr echtes Interesse an unseren Mitmenschen und der Umwelt: Weniger Profitorientierung und mehr Gemeinwohl.
Felix: Folgt unseren Künstler*innen auf Social Media.

FOTO: Keba

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 20. April 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

OMfG!

Früher lief es so ab: Jemand kannte jemanden, der oder die jemanden kennt, der oder die Verwandte in Amerika hat, die man mit viel Gequatsche dazu brachte, einem heiße US-Ware mit nach Deutschland zu bringen. Wir sprechen hier von Pringles-Sorten, die es nur dort gibt, Erdnussbutter mit Traubenmarmelade und Zahnpasta mit Zimt-Geschmack. All das und noch viel mehr gibt es jetzt ohne Heckmeck direkt ums Eck bei „Americanfood4u“ im S-Bahn-Bogen der Dircksenstraße am Alex. Die Regale sind gefüllt mit Pop-Tarts, Twinkies, Nerds und einer großen Auswahl an Zerealien. Von Lucky Charms über Cap’n Crunch bis Cheerios sind alle Sorten mit dabei, die man sich als Teenie bei einer Schüssel muffigem Müsli herbeigewünscht hat. Wer Salz- statt Süßkram mag, darf sich natürlich über BBQ-Saucen, Mac’n’Cheese und Co. freuen. Wir möchten mal behaupten, dass sich hier vermutlich die größte Snack-Auswahl diesseits des Atlantiks findet, auf die Normalsterbliche Zugang haben. Für all die, die nicht in Berlin wohnen: Über den Online Shop lassen sich die Snackereien auch nach Hause bestellen.
_____
Americanfood4u | Dircksenstraße 97, 10178 Berlin | Mo-Sa 11-19 Uhr | americanfood4u.de | FOTO: Americanfood4u

From Ada & Gina with Amore

Essen wie bei Nonna: Das „Ada’s Hot Deli & Alimentari“ hat gleich mehrere Rezepte gegen akutes Fernweh parat und macht uns mit italienischer Hausfrauenkost glücklich. Angefangen mit „Spiffys“, den mit Oliven frittierten Freilandhähnchen, bietet der Catering- und Lieferservice mittlerweile auch Meatball Sandwiches, Reiskroketten, Cheesy Stuffed Peppers und Lasagnen zum Niederknien an. Julian Manusco, der Wahlberliner mit kanadisch-sizilianischen Wurzeln, serviert mit jedem Gericht eine Portion Familiengeschichte und ehrt damit seine italienischen Großmütter Ada und Gina. Um dieser Familienehre gerecht zu werden, wird alleine für die Lasagne die alles entscheidende Hackfleischsauce über acht Stunden gekocht. In der vegetarischen Variante werden Steinpilze und Trüffel verarbeitet. Die Zutaten für die Heart to Table Cucina stammen von regionalen Erzeugern und Lieferanten in Berlin-Brandenburg. Neben Qualität und Geschmack wird hier besonders auf Saisonalität geachtet. In der Küche selbst fällt so wenig Food Waste wie möglich an und Schnippelreste werden gerne für die hauseigene Gemüsebrühe verwertet. Einen Laden gibt es (noch) nicht, wer in Berlin wohnt kann sich jedoch jeden zweiten Freitag die Gerichte nach Hause liefern lassen. Buon Appetito!
_____
Ada’s Hot Deli & Alimentari | adas-deli.de | instagram.com/adas.deli | FOTO: Becca Crawford

Fabian Weingart

Der gebürtige Neuruppiner Fabian Weingart war über zehn Jahre als Techno-DJ in Deutschland und der Welt unterwegs. Dann verlor er sein Herz an Kultur, Land und Leute Japans. Jetzt kuratiert er unter myconbini.com eine feine Auswahl an japanischen Lebensmitteln, Küchenausstattung und Büchern. Obendrauf gibt es eine gehörige Prise Japan-Nerdtum und möglicherweise eine kleine Sondervorstellung in der (fast) vergessenen Kunst des Zigarettendrehens. Vielen Dank für dieses in jeder Hinsicht entwaffnende Interview.

Name: Fabian Weingart
Alter: 37
Wohnort: Berlin
Beruf: Japan-Nerd / Shopinhaber / Möchtegern Chef de Cuisine
Schuhgröße: 46
Lieblingsgeschmack: Umami – klingt immer so schick :)
Kontakt: fabian@myconbini.com

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? Die Zelte hier für eine Zeitlang abzubrechen, mich mit meinen Arbeitgebern zu arrangieren und in Japan mein Büro aufzuschlagen. Der erste „normale“ Arbeitstag in Tokio, ich werde ihn nie vergessen…

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich merke, dass andere Menschen die gleiche Freude am Thema teilen und mir die Freude mit dem Shop und dem Service auch mal feedbacken. Das finde ich toll und motiviert immer…

Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich? Mir Ziele zu setzen und daran systematisch zu feilen. Zwischendurch hinfallen und wieder aufstehen. Und irgendwann dann auch mal ein Etappenziel erreichen (und das auch ruhig zelebrieren).

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Immer das Gleiche bei mir: Wellenrauschen und der weite, wilde Ozean. Wenn’s dann noch nach gegrilltem Fisch duftet, ist‘s vielleicht doch kein Traum. ;)

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Zuverlässig, kreativ, mutig. (Klingt nach Klischee, oder?)

Was ist dein verstecktes Talent? Beim Zigarettendrehen reicht mir niemand das Wasser. Wird allerdings nicht mehr so oft eingefordert.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? Ich merk leider immer noch nix… :)

Auf was für Veränderung hoffst du in der Zukunft? Dass die Welt sich wieder beruhigt und vielleicht etwas mehr lieb hat als vorher.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung an Wochenenden? Ausschlafen, ausgiebig frühstücken und Tennis spielen.

Welche Serie hast du zuletzt einen ganzen Tag lang durchgeguckt? „The One“ fand ich dann doch ganz unterhaltsam.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Menschheit entwaffnen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gegrillter Teriyaki-Lachs, gebackener Brokkoli mit Misosauce und frischem Akitakomachi-Reis.

Was sollte niemand von dir wissen? Es weiß aber jemand. :) Dass ich morgens im Bett Kaffee trinke und den Fernseher dazu einschalte…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was willst du vom Leben? *lach*

Das letzte Wort: Ist überbewertet…Taten zählen!

FOTO: Barbara Wolf

Feuerwasser

Ja gut, dann eben im kleinen Kreis oder ganz privat daheim. Gegrillt werden muss schließlich. Zum Start der diesjährigen Saison haben sich unsere Freund*innen von O’Donnell Moonshine außerdem etwas sehr ganz arg Besonderes ausgedacht. Die limitierte Grill-Edition liefert das korrekte „Wässerchen“ zum Feuer, mit Benefits sozusagen. Das limitierte Set besteht nämlich aus der neuen Sorte Feuerwasser – einem 62% Vol. Wodka – einer Holzkiste und Streichhölzern. Der Clou: Zerschlägt man die Kiste, kann das Holz auf den Grill geworfen werden. Der Schnaps dient als Grillanzünder und mit den beigelegten Streichhölzern wird das Feuer entfacht. Den Rest hebt man sich natürlich zum Anstoßen auf. Der Begriff „Moonshine“ stammt aus der Prohibitionszeit in den USA und bezeichnet schwarzgebrannte Spirituosen. Obwohl die Produktion und der Verkauf von Alkohol vor hundert Jahren offiziell verboten wurden, entstanden viele illegale Schwarzbrennereien, die hochprozentige Getränke in unauffälligen Einmachgläsern abfüllten. Von einer gemeinsamen Reise durch die USA brachten die Gründer August Ullrich und Philip Morsink ein Einmachglas voll spannender Geschichten rund um Prohibition und den sagenumwobenen Moonshine mit nach Berlin. 2014 gründeten sie O’Donnell Moonshine und verbinden seither stilvollen Genuss mit einer Prise Rebellion. On fire!
___
O’Donnell Moonshine Feuerwasser | 29,90 € | odonnell.de | FOTO: O’Donnell Moonshine

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 06. April 2021 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Mundart

Individuell gestaltet in Farbe, Geschmack und Konsistenz. Wer wissen möchte, wie viele „Mmmhs“ und „Ohhhs“ in eine einzige Praline passen, sollte die von MUYA probieren. In der Kreuzberger Manufaktur wird sich mit Raffinesse und Airbrush-Pistole an die süßen Kunstwerke gemacht – jedes Stück ein zartschmelzendes Unikat. Zu den eigens kreierten und überwiegend veganen Sorten gehören beispielsweise Schwarzwälder Kirsch, Banane-Salz-Karamell, Citrus Crisp und Pekannuss-Tonka-Cassis. Die bunten Pralinen waren bisher ausschließlich online erhältlich und oft ratzfatz ausverkauft. Dabei schafft Patissière Marie Mang bis zu 700 Stück am Tag und das in aufwendiger Handarbeit. Die Herstellung der Pralinen dauert drei Tage. Jede einzelne Pralinenform wird mehrfach poliert und formvollendet. Auf Nachfrage geht die Pralinenkünstlerin, die ihre Ausbildung 2015 als Deutschlands beste Jungkonditorin abschloss und anschließend in verschiedenen Sternerestaurants wie dem einsunternull arbeitete, gerne auf individuelle Farb- und Geschmackswünsche ein. Übrigens: Für die Gönnung ohne Ende kann man sich die formschönen Leckereien auch im Abo nach Hause bestellen. Wir verlosen eine vegane 4er-Schachtel MUYA Pralinen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „SWEETS FOR MY SWEET“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
___
MUYA | ab 10,90 € | muyasweets.com | FOTO: Hiroshi Toyoda

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 06. April 2021 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Oberschweinegut

Ja ja, OSW aka Oberschöneweide aka Oberschweineöde. Das ist so ein Ortsteil in Berlin Treptow-Köpenick, den hatte man jahrzehntelang vollkommen zurecht nicht auf dem Schirm. Doch es tut sich was südöstlich der Mitte. Und wie. Nicht nur, dass immer mehr Student*innen zwischen Inner City und den gelben Industriebacksteingebäuden um die Wilhelminenhofstraße hin- und herpilgern (HTW Semester wissen Bescheid) – auch kulturell und gastronomisch kommt langsam, aber sicher Farbe und Qualität in die Ecke. Bestes Beispiel: Norman aka Gastro-Norm (sacken lassen!). Norman hat vis-à-vis der Uni, direkt am Rathenauplatz, ein kleines feines Café eröffnet und bietet dort exzellenten Kaffee, großartigen Kuchen, tolle selbstgekochte Suppen und dergleichen mehr. Zur Zeit alles to go, stilecht in Weckgläsern mit Deckel. Bald dann hoffentlich auch to stay im schönen Laden oder janz real zum davor Jenießen mit Blick auf Industriedenkmäler und Straßenbahn (nee, die heißt hier nicht Tram). Doch im Ernst: Wenn die zahlreichen Sanierungs- und Neubauprojekte rund um Kunst, Kultur und studentisches Wohnen in wenigen Jahren abgeschlossen sind, wird Norm(an) mit seinem kleinen Café sicher ’ne ganz große Nummer im Kiez sein. Für uns ist er das jetzt schon.
_____
Gastro-Norm | Wilhelminenhofstr. 53, 12459 Berlin | Mo-Fr 9-16 Uhr, Sa-So 10-16 Uhr | gastro-norm.deFOTO: Sabrina Wagner

Jess Kunstmann (The Female Explorer)

Jess Kunstmann managt mit ihrem Team das erste Outdoor-Magazin von und für Frauen namens “The Female Explorer”. Unter dem Motto “You don’t get what you don’t ask for” stellt sie sich als Geschäftsführerin gerne neuen Herausforderungen. Die Vogtländerin (Anm. der Red.: Teile der Redaktion sind ebenfalls sehr stolz auf ihre sehr stolzen vogtländischen Vorfahren) ist sie großer Fan von grünen Klößen, lebt heute in Leipzig und entspannt am liebsten an der Ostsee. Ihre geheime Superkraft: Sekt im Raum erzeugen und Energie verdunsten lassen! Oder war es andersherum?

Name: Jess
Alter: 1 + 5 x 7 (Punkt- vor Strichrechnung gewinnt)
Wohnort: Leipzig
Beruf: Geschäftsführerin
Schuhgröße: 37.5
Lieblingsfarbe: hellbunt
Kontakt: jess@thefemaleexplorer.de

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Feel Good Managerin und Rechenschieberin.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Besonders dienstags, wenn das wöchentliche, große Team-Meeting stattfindet, alle Themen Platz haben und viel Energie im Raum ist.

Bist du besser darin, Dinge anzufangen oder zu beenden? Beenden!

Was würde dein 16-jähriges Ich von dir heute halten? Ich glaube sie wäre überrascht und beeindruckt. Und sie würde meine Haarfarbe lieben!

Dein wichtigster Charakterzug? Optimismus.

Womit kann man dich beeindrucken? Mit Leidenschaft.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Neben meiner Mam, die bisher nie ein Flugzeug betreten hat.

Was machst du, wenn du dir selbst etwas Gutes tun willst? Kommt darauf an… Manchmal Yoga und Tee, manchmal Soul Food und Trash TV, manchmal einen Termin bei meiner Psychologin.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Baabe auf Rügen an der Ostsee.

Willst du jemanden grüßen? Ja, Sarah, Nic und Leo – das beste Team, das ich je hatte. <3

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Nashörner vor dem Aussterben retten.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gin Tonic. Aber falls ihr hungrig seid, würde ich auch meine Mam einladen, die uns ein Gericht mit grünen Klößen zubereitet.

Was sollte niemand von dir wissen? Was ich voll gut nicht kann sind Fremdsprachen. Selbst vor oder während Gesprächen in Englisch bin ich immer aufgeregt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wer ich in meinen früheren Leben war.

Das letzte Wort: Kontrollverlustgewinn.

FOTO: Leonore Herzog

Besser hören

Spätestens wenn auf der Fahrt zu den Großeltern das vierunddreißigste Mal die Titelmelodie von „unserer Freundin“ Conny oder der Paw Patrol durch das Auto schallmeit – LAUTER!! versteht sich – sind auch die hartgesottensten Eltern mürbe, der Blick leer, die Ohren müde. Kopfhörer wären jetzt gut, damit das Kind nach Herzenslust im Autorepeat-Modus verweilen kann ohne das Umfeld in Geiselhaft zu nehmen. Es gibt sie mittlerweile in den verschiedensten Varianten, mit Bügel, kabellos und als blinkenden Knopf im Ohr – bevor sie aber auf Kinderohren gesetzt werden, sollte man noch einmal ganz genau hinhören. Die niederländische Marke POGS hat Kopfhörer aus ungiftigen Materialien entwickelt, die sich nicht nur optisch speziell den Bedürfnissen von Kinderohren anpassen. Erhältlich in verschiedenen Farben schirmen die bequemen Ohrmuscheln großzügig Umgebungsgeräusche ab, so dass man beim Hören gar nicht erst bis zum Anschlag aufdrehen muss. Zusätzlich ist die Laustärke durch das integrierte „Safe Sound“-System auf 85 Dezibel begrenzt. Eine Zahl, die laut Weltgesundheitsorganisation für Kinderohren nicht überschritten werden sollte, um Langzeitschäden zu verhindern. Ob mit oder ohne Kabel: Die faltbaren Bügel wurden so gebaut, dass sie auch den größeren Zerreißproben im Kinderzimmer standhalten. Sollte im Laufe der Zeit doch mal etwas kaputt gehen, können einzelne Teile der Langlebigkeit zuliebe ersetzt werden. Für gemeinsame Hörspiel-Sessions können die Kopfhörer zudem ganz einfach untereinander verbunden und mit charmanten Accessoires wie beispielsweise Federn individualisiert werden. Wir verlosen zwei Kopfhörer für Kinder ab drei Jahren zum Reinhören und Abschalten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „EVERYTHING LOUDER THAN EVERYONE ELSE“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
POGS | ab 35 € | pogsheadphones.com | FOTO: Jurriaan Huting

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 30. März 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Ganz großes Tennis

Einst zierte sie stramme Waden von Sportler*innen mit Stirnband, gewann dann durch Auftritte in Musikvideos an modischer Popularität, die bis heute (mit einigen Ups and Downs) ungebrochen scheint. Zuletzt feierte sie im Homeoffice ihr ganz großes Comeback. Denn statt schnieken Sneakern trägt man zuhause nun Tennissocke mit Statement. Das Berliner Label MSTRY verpasst den weißen Fußkleidern ein sowohl stylisches als auch nachhaltiges Upgrade. Alle Socken werden aus upgecycelter Baumwolle unter fairen und umweltbewussten Bedingungen in Europa hergestellt. Auf die perfekt sitzenden Bündchen kommen schließlich minimalistische Designs mit maximalem Gute-Laune-Faktor – sorry, Minipommes auf dem Knöchel? Ciao, take my money! Der Belastbarkeitstest wird von Gründer Alexander Nicolaus gleich selbst durchgeführt und mit einer solidarischen Spendenaktion kombiniert: Ende April wird er 100 Kilometer am Stück laufen und für jeden Kilometer eine Socke an die Berliner Stadtmission spenden. Wir verlosen zweimal ein Paar der Boobs-Socks. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „JOHN & ANDRE & BJÖRN & STEFFI“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
MSTRY Berlin | 14,99 € | mstry-berlin.de | FOTO: Yannick Lampert

Why We Matter

Muster erkennen, Blickwinkel wechseln und echte Empathie leben: In „Why We Matter“ beschreibt Aktivistin und Politologin Emilia Roig wie Rassismus funktioniert – und wie er sich überwinden lässt. Sie schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie Zustände, die wir für „normal“ halten, historisch gewachsen sind, deckt die Muster der Unterdrückung auf und leitet zu radikaler Solidarität an. Dabei stützt sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit ganz persönlichen Erfahrungen. Mit solchen, die sie als Tochter einer schwarzen Mutter und eines jüdischen Vaters nicht nur in ihrem von Männern geprägten Arbeitsumfeld, sondern auch in der eigenen Familie gemacht hat. In einzelnen Kapiteln soll das System der Unterdrückung sichtbar gemacht werden: zu Hause, in der Schule, in den Medien, im Gerichtssaal, auf der Straße und ja, selbst im Krankenhaus. In ihrer Biographie prallen Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Ausschwitz, Homophobie und Queerness sowie Patriarchat und Feminismus unwillkürlich aufeinander und machen umso mehr deutlich, wie sehr sich verschiedene Arten der Diskriminierung überschneiden können. Auf 397 Seiten geht sie der Frage nach, wie wir unsere Privilegien erkennen, wie weiße Weiße die Realität von Schwarzen sehen können oder männliche Muslime die von weißen Frauen und andersrum. Roig ist die Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice in Berlin und lehrte von dort aus in verschiedenen Ländern der Welt Intersektionalität, Critical Race Theory und Postkoloniale Studien sowie Völkerrecht und Europarecht.
_____
Why We Matter | 22 € | aufbau-verlag.de/why-we-matter | FOTO: Aufbau Verlag

Rupert Arnold Hoffschmidt & Fabio Carlucci

Rupert Arnold Hoffschmidt, dessen Zweitname tatsächlich von Arnold Schwarzenegger inspiriert ist, und Fabio Carlucci (nein, nicht der mit den 90er Pullis), machen in Kombucha –  ROY Kombucha, um genau zu sein. Sie kehrten der Digitalszene den Rücken, um in Berlin das fermentierte Lieblingsgetränk ganz wie früher zu brauen – nur in größeren Tanks und mit ein bisschen mehr (alkoholfreiem) Wumms. Wir haben die Doppelspitze im Doppelinterview nach bite-sized Antworten gefragt und sie trotz Widerwillen bekommen. Wohl bekomms! Bleibt nur noch die Frage: Wer ist Roy?

Name: Rupert Arnold Hoffschmidt / Fabio Carlucci
Alter: 32 / 31
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Unternehmer / Unternehmer
Schuhgröße: Heute nur noch 43 (als 16-jähriger hatte ich mal 47,5, weiß auch nicht warum) / 43,5
Lieblingsgeschmack: Herzhaft / Alles was nach italienischer Küche schmeckt.
Kontakt: Mein Blog rupert.xyz / linkedin.com/fabiocarlucci

Beschreibe ROY Kombucha in einem Satz:
Rupert: Wichtiger Teil der Zukunft der Erfrischungsgetränkeindustrie.
Fabio: ROY repräsentiert eine neue Generation von Erfrischungsgetränken welche vor dem Boom steht: aus eigener Produktion, 100% transparent produziert, vielseitiger im Geschmack, besser für den Menschen und die Umwelt.

Was ist das Beste an deinem Beruf?
Rupert: Die Vielfältigkeit.
Fabio: Es passiert immer so viel Verschiedenes und es wird nie langweilig.

Was treibt dich an?
Rupert: Unabhängigkeit und hoffentlich irgendwann echte Freiheit.
Fabio: Die Freiheit zu haben das zu tun, worauf ich Lust habe.

Dein wichtigster Charakterzug?
Rupert: Positiv nehme ich an? ;) Ich habe noch nie Neid empfunden.
Fabio: Ich bin sehr gastfreundlich bzw. mag es von Menschen umgeben zu sein.

Was müsste dringend noch erfunden werden?
Rupert: Ich glaube, dass die meisten wichtigen Dinge erst noch erfunden werden. Die Menschen beschäftigen sich zu viel mit Dingen, die sie nicht glücklich machen. Es braucht viel mehr Roboter und künstliche Intelligenz (die uns dann aber bitte nicht zerstören).
Fabio: Eine Lösung, die gegen Foodwaste zu 100% funktioniert.

Wessen BRAVO Poster hattest du an der Wand?
Rupert: Das war nichts für mich.
Fabio: Habe BRAVO nicht gelesen. :)

Welche Rolle übernimmst du in brenzligen Situationen?
Rupert: Ruhig bleiben und die Dinge sortieren.
Fabio: Am Anfang bin ich die emotionale Person, höre dann aber gerne auf andere Meinungen.

In welchem Film hättest du gern mitgespielt?
Rupert: Pulp Fiction.
Fabio: Lord of the Rings.

Wie war deine Führerscheinprüfung?
Rupert: Geplant (mein Fahrlehrer kannte die Standardroute des Prüfers).
Fabio: Ich habe beim ersten Mal nicht bestanden, weil der Prüfer auf einen Punkt beharrt hat, der so gar nicht korrekt war. Mein Fahrlehrer ist dabei ausgerastet und hatte eine große Auseinandersetzung mit dem Prüfer. Ich habe dann meinem Fahrlehrer gesagt: keine Sorge, ich mache die Prüfung einfach noch mal. Hat dann auch geklappt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Rupert: Wenn es um Politik geht: Ich glaube nicht, dass ich Dinge besser machen würde als die Menschen, die heute an der Macht sind. Ich wäre auch überhaupt nicht dafür geboren.
Fabio: Wahre Gerechtigkeit durchzusetzen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Rupert: Süßkartoffel-Curry.
Fabio: Bruschetta zur Vorspeise und Pasta mit frischen Tomaten & Auberginen als Hauptgang.

Was sollte niemand von dir wissen?
Rupert: Warum würde ich das hier reinschreiben? ;)
Fabio: No comment. ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Rupert: Hat schon so gepasst. Ich mag aber eigentlich lieber weiter gestellte Fragen und nicht solche, die auf bite-sized Antworten abzielen ;)
Fabio: Was hast du in deinem Leben bis heute gelernt, das anderen helfen kann?

Das letzte Wort:
Rupert: Danke!
Fabio: Nothing substitutes experience.

FOTO: Helge Mundt

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 30. März 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

We can’t believe we still have to protest this shit!

Zehn Jahre und kein bisschen leise. Das Hamburger Naturkosmetiklabel STOP THE WATER WHILE USING ME! feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer Protestaktion. Warum die Aufregung? Das Purpose-Driven-Unternehmen setzt sich seit seiner Gründung für den Schutz von Wasserressourcen, weniger Verpackungsmüll und saubere Gewässer ein. Aktuelle Zahlen zeigen leider: Wasserschutz ist wichtiger denn je. Unter dem Motto „We can’t believe we still have to protest this shit“ und #protestthisshit macht sich das 20-köpfige Team gemeinsam mit seiner Community für mehr Aktivismus stark. Zur Aktion wurde gemeinsam mit dem nachhaltigen Modelabel ARMEDANGELS ein limitiertes Protest-Shirt gestaltet, bei dem jeder Kauf zur Spende wird. Die Unisex T-Shirts aus hochwertiger Bio-Baumwolle sind für 29,90 Euro exklusiv auf stop-the-water.com erhältlich. Teile der Erlöse fließen dabei in die Wasserinitiative GOOD WATER PROJECTS, deren Trinkwasserprojekte zukünftig in Zusammenarbeit mit der Hamburger „All Profit“-Organisation Viva con Agua organisiert werden.
_____
STOP THE WATER WHILE USINE ME! #protestthisshit | stop-the-water-while-using-me.com/PROTESTTHISSHIT | FOTO: STOP THE WATER WHILE USINE ME!

Verdattelt

Eine Dattel ist eine Dattel ist eine Dattel. Kann man so sehen. Aber diese Datteln hier werden dein Leben verändern. So geschehen bei der Hälfte unseres Teams, die die unfassbar leckeren Datteln und Dattelprodukte von NaraFood bereits probiert hat. Denn Dattel ist eben nicht gleich Dattel. Allein vierzehn handverlesene Sorten bietet NaraFood im eigenen Onlineshop an, dazu dattelziöse Kreationen wie Dattel-Schokocreme, Dattelsenf, Dattelmus oder Dattel-Balsamico. Als Grundnahrungsmittel, Verfeinerung für Milchalternativen, Snack für zwischendurch oder edles Mitbringsel gönnt sich die Dattel den Königinnenstatus unter den Wüstenfrüchten. Hergestellt werden alle Produkte in Bio-Qualität von Dattelbauern weltweit, von Israel bis Marokko. Jede Wüstenfrucht erzählt ihre eigene kulinarische Geschichte. Wer sich jetzt gleich mal an arabischen Dattelkeksen oder würzigen Dattel-Bananen-Chutney probieren möchte: Wir verlosen zwei Dattel-Probierpakete. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „DATTELN STATT DADDELN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Ein Artikel in dem 19 Mal das Wort „Dattel“ vorkommt (oh, jetzt 20). #lifegoals
_____
NaraFood | narafood.de | FOTO: NaraFood

Was wird, wenn…

Vorausdenken statt Querdenken, Mindset Change anstelle von Stillstand: Um aus der Krise heraus alle schöpferischen Möglichkeiten und Potenziale zu nutzen, lohnt der Blick in die Zukunft eher als das Herumtrampeln auf dem Heute. Das Buch „Zukunftsrepublik“ sammelt Ideen und Visionen für das Jahr 2030 von 80 überwiegend jungen Vorausdenker*innen. Darunter Unternehmer*innen wie Daniel Krauss, Miriam Wohlfarth oder Patrick Adenauer und Florian Langenscheidt, Nachfolger*innen aus Familienunternehmen wie Raoul Roßmann, Investor*innen wie Christian Miele und Frank Thelen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft wie Anna Herrhausen oder Eckart von Hirschhausen. Sie alle springen gedanklich ins Jahr 2030 und liefern ihre Visionen, persönlichen Einschätzungen und Wegweiser in Bezug auf Bildung, Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit, Politik und Gesellschaft. Wie verändern sich Unternehmen? Leben wir im Jahr 2030 tatsächlich noch bewusster als wir es jetzt tun? Wie muss sie aussehen, die echte Bildungsrevolution? Wie funktioniert unser Gesundheitssystem? Werden die großen Tech Companys zerschlagen? Wie gehen Mensch und Technologie zusammen? Das Buch ist extrem kurzweilig und liefert jede Menge gute Gedanken, spannende Impulse und ausgemachte Zukunftsvorstellungen. Lesen, machen.
_____
Zukunftsrepublik – 80 Vorausdenker*innen springen in das Jahr 2030 | campus.de/zukunftsrepublik | 24,95 € | FOTO: campus Verlag

Silvia Follmann

Silvia Follmann ist Wahl-Berlinerin und Feminist, Fighter, Lover, Reader, Writer. Bevor sie Editorial Director bei Tomorrow wurde, der nachhaltigen Smartphone-Bank, war sie Redaktionsleiterin bei EDITION F. Aktuell führt sie im Interview-Podcast “Über Morgen” spannende Zukunftsgespräche mit beispielsweise Aktivist Micha Fritz und der Grünen-Politikerin Aminata Touré. Apropos „Grün“: Genau dahin zieht es sie wann immer möglich, um dem Großstadtbeton und den Menschenmassen in Pandemiezeiten so oft wie möglich zu entfliehen. Oder ins Beet: Einen grünen Daumen hat sie nämlich auch.

Name: Silvia Follmann
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Editorial Director
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: Ein gutes aus der Serie „Pretend it’s a city”: The great thing about talent is that it is the one thing, that is absolutely randomly distributed throughout the population of the world.
Kontakt: silvia.follmann@tomorrow.one

Beschreibe Tomorrow in einem Satz: Tolle Menschen, wichtige Arbeit, große Pläne.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Ach, so viele, den einen besten kann ich gar nicht nennen. Aber einen sehr guten gab mir eine Bekannte: „Wenn dir die Summe, die du bei Gehaltsverhandlungen nennst, nicht schon fast peinlich ist, hast du zu niedrig angesetzt.” Ich glaube, das ist gerade für Frauen, die immer noch damit sozialisiert werden nicht zu viel zu wollen, und letztlich für alle Menschen, die in kreativen Jobs arbeiten, immer ein guter Impuls.

Was ist das Beste an deinem Beruf? Dass ich mich für Themen einsetzen kann, die mir wichtig und für mich sinnstiftend sind.

Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen? Tatsächlich einfach die Nächte auskosten. Ich liebe die Ruhe der Nacht. Da hab ich die besten Gedanken. Und dann wahrscheinlich das nächste Buch schreiben.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Zuhörerin. Ehrlich. Lustig.

Was ist dein verstecktes Talent? Mich schnell in unterschiedliche Perspektiven reinfühlen zu können.

Was wirst du in Zukunft weniger machen? Meine Zeit in der Wohnung verbringen. Hoffentlich.

Was ist die großartigste wahre Geschichte, die du je gehört hast? Dass jemand dachte, Andreas Scheuer ist qualifiziert als Verkehrsminister. Aber so großartig finde ich die Geschichte eigentlich gar nicht.

Was war die härteste Arbeit, die du je gemacht hast? Als Studentin habe ich gefühlt jeden Job der Welt gemacht, vom Kellnern bis zur Fließband-Arbeit. Aber am härtesten war Arbeit immer dann für mich, wenn ich sie nicht mit meinen inneren Überzeugungen vereinbaren konnte.

Was kommt als nächstes? Hoffentlich immer wieder das nächste Abenteuer.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Daran schrauben, unsere Gesellschaft gerechter zu machen. Stichwort: Chancengleichheit. Zum Beispiel durch ein bedingungsloses Grundeinkommen oder, klar, das Patriarchat abzuschaffen. Außerdem sehr dringend: „Moria 2” evakuieren. Das mal als allererstes.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Solltet ihr keine Veganer*innen sein: Was mit Käse Überbackenes. Was sollte da schiefgehen?

Was sollte niemand von dir wissen? Wie viel Zeit ich schon für Bingewatching vertüddelt habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist das Geheimnis deines grünen Daumens?

Das letzte Wort: Wenn du was ändern willst, fang bei dir selbst an.

FOTO: Birgit Kaulfuss

Nachschlagewerk

Ich wollte heute einen bonfortionösen Ratzefummel kaufen, also fackelte ich nicht lange, aber der Laden war jwd und ich musste mir die Beine in den Bauch stehen, bis mich endlich jemand bediente. Na, alles verstanden? Umgangswörter, regionale Mundart und geschickte Redewendungen sind das i-Tüpfelchen jeder Sprache und trotzdem oder gerade deshalb nicht in jedem Wörterbuch zu finden. Sie beschreiben Sachverhalte, für die es sonst keine oder nur ungenaue Worte gibt und schaffen Verbindungen, die anders gesagt unentdeckt bleiben würden. Für ein quatschigeres Miteinander sammelte die Hamburger Art Direktorin Christine Coring die kleinen und großen Schätze der deutschen Sprache im kürzlich erschienenen „Levikon“. Benannt wurde das bunte Wörterbuch nach ihrem Agenturkollegen Levente, kurz Levi, der aus Ungarn kommend zwar gut Deutsch sprach, aber bei Wörtern wie Ratzefummel oder Kakofonie immer noch die Stirn runzelte. Aus erklärenden Post-its, die langsam den Bildschirm am Rechner mehr bedeckten als rahmten, wurde schließlich ein wunderbares Buch für alle, die Spaß an der Sprache haben. Gefüllt mit ausgefallenen und fast vergessen Ausdrücken, bei denen auch Muttersprachler*innen einiges nachzulesen haben. Viele dieser Wörter lernt man, egal ob aus weiter Ferne oder anderem Bundesland, eben nur im Umgang miteinander. Das Beste: Das Levikon ist quasi ein Open Source Büchlein und lädt mit jeder Menge freien Zeilen dazu ein, das Buch mit eigenen Begriffen zu füllen und daraus ein ganz persönliches Steffikon, Sabinikon, Olikon oder Tommikon zu machen.
_____
Das Levikon | kunstmann.de/levikon | 16 € | FOTO: Christine Coring

I am a passenger

Uns ist ein Fehler unterlaufen. Wir haben dieses kleine feine Email-Magazin gegründet, um euch regelmäßig von Dingen, Leuten, Erlebnissen und dergleichen mehr zu berichten, die uns begeistern, ans Herz gewachsen sind und die wir für unbedingt empfehlenswert halten. Wie konnte es also passieren, dass wir seit Jahren den allerbesten Kaffee wo gibt im Büro (und aktuell im Homeoffice) genießen, ihn schon tausendfach an unsere Besucher*innen empfohlen, aber noch nie hier öffentlich darüber berichtet haben? Die Story geht nämlich so: Eines Tages schlürften wir in einem Café in Berlin Neukölln einen besonders leckeren Kaffee. Wir fragten nach, was denn da in die Mühle kam. „Passenger“ lautete die Antwort. Aha! Anderer Tag, anderes Café, gleiches Erlebnis, gleiche Frage, selbe Antwort. Als uns das im Abstand weniger Wochen ein drittes Mal passierte, hörten wir auf an Zufall zu glauben. Seither kommt immer mittwochs ein lieber Mensch aus der Passenger Coffee Familie vorbei und versorgt uns mit neuen dunkel gerösteten, schokoladigen Kaffeebohnen. Die „Passenger Blend“ ist klassisch und kräftig, wenn ihr also auf fruchtig-säuerlich-leichte Third-Wave-Heißgetränke steht, ist diese eher nichts für euch. Checkt einfach mal die anderen Röstungen. Für uns ist es mehr als nur Kaffee. Für uns ist es das Elixier, das unsere kreativen Mühlen am Laufen hält. Und wer sich nicht wie wir erst zum Genuss durchfragen oder auf den Zufall bauen möchte, schaut am besten direkt in einer der beiden Passenger Cafés in der Oppelner- oder Elsenstraße oder auf dem Wochenmarkt am Boxi vorbei.
_____
passenger coffee | Café & Rösterei, Elsenstraße 38, 12435 Berlin, Mo-Fr 7:30-17:30 Uhr | Espresso Bar, Oppelner Straße 44, 10997 Berlin, Mo-Fr 8-18 Uhr | passenger-coffee.de | FOTO: Merve Terzi