Frans Prins

Das 2 Minuten-Interview

Frans Prins ist kreativer Entrepreneur, Autor und Visionär. Vor allem ist er so etwas wie eine richtungsweisende Instanz in Sachen Sustainable Fashion und Design. Er war oder ist beteiligt an Projekten wie Theky.to, Ethical Fashion Show Berlin, Green Showroom oder Beyond Berlin. Wir schätzen ihn außerdem als Chefredakteur von Lilli Green, dem Magazin und Shop für nachhaltiges Design. Darin berichtet er mit Vorliebe über außergewöhnliche Architekturprojekte wie Tiny Houses, Bambuslofts, grüne Schulen und Erdhäuser oder über kreislauffähige Möbel, Upcycling-Lampen und neue Eco Fashion Marken. Wir wollten wissen, mit wem der sympathische Niederländer gern mal den Job tauschen und worüber er sich mit Angela Merkel im Urlaub unterhalten würde. Weltfrieden natürlich und Schokolade selbstverständlich.

Name: Frans Prins
Alter: 38
Wohnort: Berlin Kreuzberg
Beruf: Blogger
Schuhgröße: 43
Lieblingslabel: ekn Footwear
Kontakt: frans@lilligreen.de

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Jeden Tag für mindestens zehn Sekunden darüber meditieren, dass wir Teil dieser fantastischen Planeten sind. Da fallen einem dann schon selber die guten Taten ein.

Von welchem aktuellen ‚grünen‘ Projekt sollte jeder wissen? Informiert euch über alle gute Sachen, die in aller Welt gemacht und entwickelt werden und lasst euch inspirieren. Zum Beispiel über unseren Blog.

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Mark Zuckerberg. Control Alt Delete.

Was unterscheidet dich von anderen? Die Frage sollte eher sein: was verbindet dich mit anderen. Wir wollen uns immer sehr gerne von anderen unterscheiden, etwas ganz besonderes sein, aber letztendlich leben wir alle auf dem gleichen Raumschiff.

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Meine Wohnung ist ein Sammelsurium alter Möbel und Erinnerungen. Ich kaufe kaum Neues für mein Zuhause und gebe lieber Geld für gutes Essen aus als für eine teure Küche. Ich mag den Less is More-Ansatz, obwohl ich immer noch viel mehr Sachen habe, als in ein Tiny House passen würden.

Was ist dein geheimes Talent? Im Paralleluniversum bin ich ein Superagent und rette jeden Tag die Welt. Meine Fantasie ist meine Geheimwaffe.

Du triffst Angela Merkel im Fahrstuhl. Worüber unterhaltet ihr euch? Weltfrieden. Eine Strategie, um den amerikanischen Präsidenten loszuwerden. Oder Wandern, wir waren vor kurzem am gleichen Urlaubsort.

Sommer oder Winter? Frühling und Herbst. Ich mag es, wie die Natur sich verändert.

Was wäre dein Traumurlaub? Einmal ganz um die Welt per Anhalter reisen. Ich finde, trampen ist noch immer eine wunderbare Art, die Welt und verschiedenste Menschen kennen zu lernen und jede Menge Abenteuer zu erleben.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Robin Hood. Wo sind die modernen Robin Hoods eigentlich? Alle vernünftige Menschen scheinen heutzutage ihr eigenes Business zu machen, sie machen Eco-Fashion oder brauen ihr eigenes Pale Ale. Die Weltrevolution findet heutzutage über unseren Konsum statt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pfannkuchen, das mögen immer alle.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Auto abschaffen und durch etwas ersetzen, was nicht stinkt, nicht so viel Platz einnimmt und auch nicht tötet, aber uns trotzdem überall schnell hinbringt. Einen „Teleporter“ erfinden vielleicht, das wäre doch die Öko-Erfindung überhaupt! Beam me up, scotty.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin eher ein Ökosnob, aber ab und zu mache ich einen Reality-Check und kaufe knallhart beim Discounter ein. Und meine Unterhosen sind auch nicht immer Bio.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ist die Datenschutz-Grundverordnung eine Krankheit oder warum sehen alle, die etwas mit Internet machen, zurzeit so bleich aus?

Das letzte Wort: Kauf einfach weniger, dafür aber bessere Sachen! Ach, nur eins? Schokoladenfabrik.

 

Giulia Becker

Das 2 Minuten-Interview

Verdammte Schei*e! Giulia Becker sieht aus wie Adle, singt wie Adele und ist fast ganz genau so berühmt wie Adele. Und das kam so: Giulais stammt aus einem Dorf hinter einer Kleinstadt hinter Siegen. Als Schwester Ewald twitterte sie so herzzereißend beißend, lakonisch deprimierend, dass Jan Böhmermann sie wenig später als Praktikantin zum Neo Magazin Royale holte. Inzwischen ist sie da die einzige feste Gagschreiberin neben acht männlichen Kollegen, verkaufte als Mitgründerin des fiktiven Start-ups ‚Kein Keks‘, Prinzenrolle-Füllung pur und entfernte die Nüsse aus Toffifee-Pralinen. Spätestens mit ihrem Video gebannten Smash hit “Verdammte Schei*e“ erlangte sie dann auch öffentliuch Weltruhm. In unserem 2 Minuten-Interview ging es ausnahmsweise mal nicht um Geschlechtsorgane, dafür um sterbende Igel, 24 Stunden-Bolognese und Dieter Bohlens Schuhe. Wohl bekomm’s!

Name: Giulia Becker
Alter: 27
Wohnort: Köln
Beruf: Autorin
Schuhgröße: Im zweistelligen Bereich
Lieblingstageszeit: Vormittag
Kontakt: twitter.com/hashcrap

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen?
Neben jemandem, der mich mag. Und der es mir nicht übel nimmt, wenn ich sabbernd auf seiner oder ihrer Schulter einschlafe.

In welcher Art und Weise warst du vor zehn Jahren anders als heute?
Ich dachte, ich wäre eine gute Poetry Slammerin und Clueso wäre gute Musik. Außerdem habe ich in einem wahnsinnig weißen Gospel Chor gesungen, im Nachhinein auch irgendwie unangenehm.

Hörst du deine eigene Musik?
Sehr selten. Ich habe ja auch erst zwei Songs, wenn ich die andauernd hören würde, wäre das die traurigste Dauerschleife der Welt.

Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen?
Was ist denn eine kritische Situation? Mehr so unangenehme Stille beim Familienessen oder Drohnenangriff in meinem Vorgarten? So oder so: Den sterbenden Igel.

Worauf bist du stolz?
Ich kann ausgezeichnet Löcher bohren. Außerdem koche ich eine sehr gute 24-Stunden-Bolognese. Das ist ein riesiger Aufwand, ich koche dann 6 Kilo Bolognese und lasse die 24 Stunden köcheln. Ich habe in Deutschland noch nie eine bessere Bolognese gegessen, und ich kann sie einfrieren und noch extrem oft davon essen, ich meine, wie gut ist das? Fühle mich mega erwachsen, wenn ich Essen vorkoche. Als hätte ich mein Leben komplett unter Kontrolle.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Unstet, chaotisch, kann nicht mit Geld umgehen, ansonsten aber ganz nett.

Das schönste Kompliment, das du je vergeben hast?
Puh, keine Ahnung. Aber mein Freund hat mir neulich ein sehr schönes Kompliment gemacht: „Du kannst sehr gut aus einer Flasche trinken!“

Was liebst/hasst du an deiner Arbeit?
Ich liebe es, dass ich Quatsch machen kann und hasse es, dass dieser Quatsch so viel Arbeit macht.

Hund oder Katze?
Ich mag Hunde und Katzen. Da ich in der Stadt wohne und viel arbeite, kommt aber beides nicht in Frage. Sollte ich irgendwann mal Großgrundbesitzerin auf dem Land sein und zu viel Zeit haben, werde ich einen Chow-Chow adoptieren und er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Wolfgang heißen.

Welchen Traum willst du dir unbedingt noch erfüllen?
Irgendwann würde ich gern mal Reitstunden nehmen. Aber im Moment traue ich mich noch nicht, weil ich Angst habe dass sich das Pferd unter meinem Gewicht einen Hexenschuss oder ähnliches zuzieht.

Ohne was verlässt du nie das Haus?
Die drei großen H! Haustürschlüssel, Handy, Hose.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Meine 24-Stunden Bolognese natürlich. Im Moment habe ich aber keine mehr auf Vorrat. Ihr müsstet euch also bitte mindestens 25 Stunden vorher anmelden.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Mehr Beyoncé Konzerte in Europa, bei allen anderen Sachen bin ich schon dran.

Was sollte niemand von dir wissen?
Mit zwölf habe ich die Schuhe von Dieter Bohlen auf Ebay an einen Schweden verkauft.

Das letzte Wort:
Macht mehr Mittagsschläfchen!

 

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 15. Mai 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Pigor & Eichhorn

Das 2 Minuten-Interview

Pigor singt. Benedickt Eichhorn muss begleiten. Und das schon in neunter Auflage (oder Volumen, wie es richtig heißen muss). Die Rollen wären hiermit zumindest also mal verteilt. Wer die beiden einmal auf der Bühne oder im Radio erlebt hat, weiß, dass es sich bei diesen beiden Herren um so etwas wie die liedgewordene Zungenspitze der wortgewundenen Gesellschaftschronologie handelt. Wir legen uns einfach fest (ist ja schließlich unser Medium hier): niemand sonst vermag es, den Zeitgeist zeitloser, gnadenloser und mit einer speziellen Mischung aus Provokation und Lust am Neuen, aus ungewöhnlicher Virtuosität in Texten und Musik, und präziser Beobachtung, so bühnenreif zu kommentieren. Wir wünschen viel Freude beim Lesen uasners kleinen Interviews und erinnern freundlich an die Spielzeit von „Volumen 9“ in der Bar jeder Vernunft vom 8.-20. Mai 2018, für das wir mit großer Freude 2×2 Tickets verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚THOMAS UND BENEDIKT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. P.S. Pigor schreibt jeden Monat ein Chanson zu einem aktuellen Thema fürs Radio. Aktuell ist er bei Nr. 90. So etwas bisher noch niiiiie jemand gemacht hat. (Sollten wir unbedingt erzählen.)

Name: Thomas Pigor / Benedikt Eichhorn
Alter: Immer in Klammern hinter dem Namen: Eine Unsitte. / 55
Wohnort: Berlin
Beruf: Autor, Sänger, Komponist, Kabarettist, Diplom Chemiker/ Pianist, Komponist, Schauspieler
Schuhgröße: 44/ 42
Lieblingstageszeit: 23 Uhr / 9-11 Uhr morgens
Kontakt: www.rampensau.de

Du kannst deinen Bühnenpartner eintauschen. Gegen wen?
Pigor: Gegen eine 17 köpfige Bigband.
Eichhorn: Er ist der Beste, sorry. Mit ihm zeigt sich auch mein Talent in idealer Weise. (Awwww… Anm. d. Red.)

Hast du ein verborgenes Talent? Welches?
Pigor: Ich kann super gut Stadtpläne lesen. Nur kann ich das leider immer seltener einsetzen, wegen der verfluchten Navis.
Eichhorn: Bin ein Hundeflüsterer.

Du wirst wieder geboren. Als was?
Pigor: Arzt und Jazzpianist.
Eichhorn: Mein Hund.

In welcher Art und Weise warst du vor zehn Jahren anders als heute?
Pigor: Wie wir alle hatte ich noch kein Smartphone. Ich hatte noch Logic 8 und noch kein Final Cut X, war noch nicht bei Facebook und ich war der Meister im Stadtplanlesen.
Eichhorn: Schlanker.

Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen?
Pigor: Ich versuche ruhig zu wirken und klar zu sprechen um den Täter zu beruhigen, gebe ihm meine ganze Barschaft und wenn er ausser Sichtweite ist, rufe ich die Polizei.
Eichhorn: Gerate in Panik, stelle die falschen Fragen und behindere die Rettungskräfte. Entschuldige mich dann.

Wenn dein Leben ein Buch wäre, welchen Titel würdest du ihm geben?
Pigor: Mit Karacho durch die Kleinkunst.
Eichhorn: Humor et Justitia

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd oder gegen 100 Pferde, die so klein sind, wie Enten?
Pigor: Warum kämpfen? Ich würde die 100 Pferde zu einer Friedenskonferenz einladen und versuchen, sie zu überzeugen, mit mir zusammen auf die Bühne zu gehen. Sowas hätte Berlin noch nicht gesehen!
Eichhorn: Lieber die 100 kleinen Pferde, das sind ja Gottseidank Fluchttiere.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir?
Pigor: Lass dich nicht so leicht beeindrucken, von vermeintlicher Kompetenz.
Eichhorn: Mach dir keine Sorgen, bei Deinen Talenten wird alles gut. Freu Dich auf das bunte Leben. Reise durch den Süden der Sowjetunion, bevor sie zerfällt. Verachte nicht die Naturwissenschaften. Kauf Appleaktien.

Was bereust du bist jetzt noch nicht getant zu haben?
Pigor: Das ist nicht jugendfrei.
Eichhorn: War noch nicht in Israel, noch nicht im Iran. Da muss ich noch mal hin.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Pigor: Verfressenes Mäusepack! Ihr kriegt einen Kanten Brot!
Eichhorn: Couscous mit Petersilie, getrockneten Tomaten und jede Menge Lammfleisch.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken?
Pigor: Kurt Weill.
Eichhorn: Angela Merkel. Die hat so sensationell gute Nerven. Würde sie fragen, wie sie kritische Situationen meistert.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Pigor: Den Falken aller Länder die… nein… Sagen wir lieber: Die Falken aller Länder in Tauben verwandeln. Süß nicht?
Eichhorn: Parlamente sind die Orte, in welchen sich gegensätzliche Interessen artikulieren können, Demokratie ist der institutionalisierte Interessensausgleich, niemand muss in unserem Land jemandem den Schädel einschlagen um seine Interessen durchzusetzen. Damit alle das begreifen und wertschätzen braucht es Bildung und Aufklärung, Toleranz und Achtung vor diesem sensationellen Grundgesetz. Das sollen die alles vereinfachenden Populistendeppen mit ihren vereinfachenden Pseudolösungen und die religiös sich begründeten Fanatiker begreifen. Demokratie ist kompliziert und manchmal anstrengend, aber dabei doch immer noch die allerschönste Staatsform.

Was sollte niemand von dir wissen?
Pigor: Dass ich mich im Grunde meines Herzens doch ganz wohl in Berlin fühle.
Eichhorn: Wie ich wirklich Katzen finde.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Pigor: Wie kommt man auf solche Texte. Das fragen sie normalerweise immer.
Eichhorn: 73 Jahre seit dem letzten Krieg, ist das nicht der Hammer?

Das letzte Wort:
Pigor: Die Schwierigkeit liegt nicht so sehr darin, Chansons zu schreiben, sondern jemanden zu finden, der einem zuhört. Ich empfinde es als Privileg, dass Leute extra in die Bar jeder Vernunft kommen um sich anderthalb Stunden lang meine LIeder anzuhören. Dass sie sich einlassen auf meine Gedankengänge, dass sie Freude haben an meinen Reimen, meiner Musik, an meinem Gesang und sogar am Klavierspiel von Benedikt Eichhorn. Die Aufmerksamkeit, die mir die Leute schenken, begreife ich als ein Geschenk. Ein besonders kostbares in der heutigen Zeit.
Es gibt sogar Leute, die lesen meine Interviews..zzz…
Eichhorn: Die europäische Idee, diese Friedensphase in Westeuropa, dafür mehr Begeisterung bitte!

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 30. April 2018 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Michelle Houston und Denis Leo Hegic

 

Das 2 Minuten-Interview

Denis Leo Hegic und Michelle Houston wirbeln gerade die Berliner Kunstszene durcheinander. Er war Namensgeber von “Wandelism”, der wahrscheinlich erfolgreichsten Ausstellung in Berlin in diesem Jahr, und ist Kurator des neuen Museums für zeitgenössische Kunst in Taiwan. Sie ist ehemalige Christie´s Agentin, die mit Schirm, Scharm und charming accent die Berliner Szene im Sturm erobert hat. Zusammen sind sie ein ungewöhnlich offenes Kuratorenpaar, das so gar nicht zum Bild des elitären “Kurators” passen mag und stattdessen mutig und experimentierfreudig die besten Kunsterfahrungen in ihren Shows inszeniert. Für das kommende Gallery Weekend stellen die beiden die erste Soloausstellung des berühmten Künstlers Kitra mit dem Titel “Bonjour Tristesse” vor. “Bonjour Tristesse” ist ein kleines, 37jähriges Graffiti, das gegenüber der Galerie Baull am Schlesi steht. Kitra wird hierfür den gesamten Raum in eine wahnsinnige Installation verwandeln, ein walk-in Kunstwerk sozusagen. Vernissage ist am 26.04. um 19 Uhr in der Galerie Baull.

Name: Michelle Houston / Denis Leo Hegic
Alter: 29 / 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Kurator
Schuhgröße: 40 / 42
Lieblingskünstler: Kitra / Immer der, den ich gerade ausstelle. Er/sie kriegt meine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Kontakt: mh@yesandpro.de / mail@denisleohegic.com
Starten wir mal simpel: Was ist Kunst?
M: Etwas, das als unnötig angesehen werden könnte und nicht definiert werden kann. Für mich liegen alle Freuden des Lebens in Dingen, die nicht notwendig sind.
D: Die Freiheit, diese Frage mit „ich weiß es nicht“ zu beantworten. Kunst ist Erfahrung und kein Gegenstand. Erfahrung verändert sich je nach Sinneslage, Erwartungshaltung, Alter, Gemüt… So verändert sich die Kunst auch. Von einem Sein ins andere.

Welcher Moment hat alles verändert?
M: Als ich Christie´s verließ und in eine Berliner Forschungsresidenz im Zentrum für Kunst und Urbanistik zog. Innerhalb weniger Tage ging ich vom Verkauf von Gemälden für verrückte Summen in eine umgebaute Straßenbahnhalle in Moabit.
D: Als ich Marina Zumi in einem buddhistischen Kloster in China ZUFÄLLIG geheiratet habe. Es ist meine erfolgreichste Ehe bis jetzt.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt!
M: Es gibt einen Skulpturenpark etwas außerhalb von London, wo meine Großtante eine Skulptur auf einem Hügel hat, der sowohl nach London als auch zum Meer blickt, wo ich aufgewachsen bin. Die Metallskulptur besteht aus einer Ellipse mit einem kleinen Loch am Verbindungspunkt, und für ein paar Stunden wird jeden Tag ein Lichtstrahl durch das Loch in der Skulptur erzeugt. Für mich ist dieser Ort magisch.
D: Berlin Kottbusser Tor – brutalistisch schön und brutal ehrlich. Weil er nicht fake ist und sich nicht von mainstream Bullshit beeinflussen lässt. Wenn ich zu meinem Friseur gehe, muss ich zuerst in den Dönerladen, dann durch die Tür in die angeschlossene Bäckerei und nach einer weiteren Tür bin ich bei Yunuz angekommen. Er fragt nicht „wie“ sondern nur „schneiden oder schneiden und rasieren?“.

Der am meisten unterschätzte Künstler der Welt?
M: Hmmm…. Bin mir nicht sicher, ich denke jedoch, dass viele überschätzt sind.
D: Wissen wir nicht, weil wir noch nicht von ihm gehört haben.

Wer oder was inspiriert dich und warum?
M: Ich denke, dass die interessantesten Dinge passieren, wenn wir nicht nach ihnen suchen, wenn sie als unerwartete Erfahrung kommen. Es könnte eine Begegnung in der U-Bahn sein oder ein heruntergefallenes Eis auf der Straße.
D: Ich liebe die Stadt. Alles in der Stadt inspiriert mich. Im Winter, wenn es früher dunkel wird und die Lichter in den Wohnungen früher angehen, kann man die verschiedenen Deckenlampen beobachten. Hinter jedem Fenster steckt eine andere Geschichte.

Wenn du ein Zeichentrickcharakter wärst, welche wäre das?
M: Mulan. Ich liebe auch den Soundtrack.
D: Einer aus der Feder von Miki Montlló – egal welcher.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?
M: Francis Bacon, Studie nach Velázquez Porträt von Papst Innozenz X. Ich habe einen Druck des Gemäldes und kann es stundenlang anschauen. Als ich meine Sachen packte, um nach Berlin zu ziehen, beschriftete meine Schwester es als “Schreckliches Bild von Lord Voldormort: das schreiende cadged Inferno”. Ich erlebe es aber als seltsam erhebend und befreiend.
D: Besitzen möchte ich keines. Darüber verfügen und ermöglichen, dass es sehr viele Menschen sehen und dabei vielleicht die gleiche Emotion wie ich erfahren: da wäre die Liste endlos.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Handy?
M: Ein Urinal von Marcel Duchamp 1917, Arbeit: Brunnen.
D: Ein Bild von meinem Sohn und auf dem Lockscreen ein Bild von meiner Visitenkarte, weil ich das verdammte Ding ständig irgendwo liegen lasse.

Dein Lieblingsschimpfwort?
M: Ich schimpfe gern. Alle meine Lieblingsleute schimpfen viel. Heute ist mein liebstes Schimpfwort: tittingshitcuntbollockswank
D: Das spontane Fluchen ist bei mir immer auf Serbo-Kroatisch. Schimpfen in der Muttersprache bleibt in der DNA und du kriegst es nie wieder raus.

Wofür bist du besonders dankbar?
M: Schlechte Situationen, sie scheinen die besten Entscheidungen in meinem Leben hervorgebracht zu haben.
D: Für die Freiheit. Ohne Ideen, die frei gelebt werden, stirbt jede Gesellschaft. Dabei kann „Gesellschaft“ alles sein: Freundschaft, Unternehmen, Staat, Kunst, Liebe….

Ein Rat, von dem du nie gedacht hättest, dass er dir einmal nützen würde.
M: Um ehrlich zu sein kann ich mich nicht erinnern. Wahrscheinlich weil ich nicht zugehört habe, als ich dachte, dass es nie helfen würde. Ich neige dazu auf mein Bauchgefühl zu hören.
D: Ein Rat ist auch ein Schlag.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
M: Eine Welt schaffen, in der alle Geräte mit dem gleichen Kabel oder besser noch kabellos aufgeladen werden können.
D: Nichts. Ich halte nichts von der Macht eines Einzelnen. Ich verlasse mich auf die Intelligenz eines starken Miteinanders.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
M: Was kommt als nächstes?
D: Wie können wir eine gerechte Bezahlung für Künstler sicherstellen?

Das letzte Wort:
M: Always a warrior, never a worrier.
D: Hat immer Michelle.

Balbina

Das 2 Minuten-Interview

Balbina Monika Jagielska ist nicht nur Sängerin, Komponistin und Liedtexterin, sie ist so etwas wie der Prototyp der Künstlerin. Von der ersten Note bis zum letzten Nadelstich ihrer Bühnen-Outfits überlässt sie nichts dem Zufall. Wer das Glück hatte, sie einmal live zu erleben, weiß, was das bedeutet und welch audiovisueller Guss da auf einen niederwirkt. Der Spiegel nannte ihr Album einen Triumph deutscher Popmusik (Hallo Echooo!) und hat damit keinen Millimeter übertrieben. Mit dem Vergleich zu Sia und Björk irgendwie auch nicht. Wir haben uns getraut und mal die wirklich wichtigen Fragen in den Raum gestellt. Dafür gab es Antworten und Einsichten zu geschälten Knoblauchzehen, Mary Poppins Mottenangst (oder so ähnlich) und dem besten letzten Wort aller Zeiten. Ach ja, am 21. April spielt Balbina im Nikolaisaal in Potsdam. Tickets gibt es zwar offiziell nicht mehr, aber vielleicht hat die eine oder der andere von euch ja das Glück dabei zu sein. Danke für die Musik.

Name: Balbina
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Texterin, Komponistin
Schuhgröße: 38
Lieblingstageszeit: abends
Kontakt: Instagram: @balbina_nanana

Welche Melodie begleitet dich schon dein ganzes Leben? Dieses „Duhduhduhduh“, das immer in Cartoons oder Filmen kommt, wenn was schiefläuft.

Welches Instrument würdest du gern spielen und warum? Drums, weil ich mir das nicht vorstellen kann, wie ein Mensch das alles aufeinmal kontrollieren kann.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Mary Poppins.

Welchen ersten Eindruck machst du deiner Meinung nach? Einen verspäteten.

Die berühmte einsame Insel, welche drei Songs hast du dabei? Eher ein langes Instrumental, das man dann den Rest des Lebens variabel betexten kann.

Wen bewunderst du und wofür? Chirurgen, davor dass sie Körper aufschneiden und drin rumfuhrwerken. Gottseidank!

Im Zweifel lieber stumm oder taub? Stumm.

Welcher war der beste Rat, den du jemals bekommen hast? Man muss die Knoblauchzehe nicht schälen bevor man sie in die Presse tut!

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Am Meer.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ans Meer.

Deine größte unbegründete Angst? Vor Motten und Schmetterlingen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen? Helmut Schmidt, leider ist der ja nicht mehr unter uns.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nudeln mit Soße.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass jeder weltweit die gleichen Lebensbedingungen hat wie ich.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin ungeduldig, weiß aber eh jeder.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Das ist hier sehr umfangreich, passt schon.

Das letzte Wort: Kaugummiautomateneinwurfsschlitz.

Foto: Kerstin Musl

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 17. April 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

Thomas Biller

Das 2 Minuten-Interview

Es folgt die vermutlich lustigste, zugleich verstörendste, aber durch und durch wahrste Persönlichkeitsbeschreibung aller Zeiten: „Ich bin Vater, Mann, Partner, Liebender, Unternehmer, Schuldirektor, Ex-Fernsehproduzent, Ex-Koch, Ex-Patissier, Ex-Streetfoodunternehmer. Ich bin ein neugieriger Mensch mit vielen Ängsten, Abneigungen und Wünschen, der versucht sich weiterzuentwickeln, der sich bemüht ein guter Vater, ein guter Partner, ein guter Chef zu sein und in der restlichen Lebenszeit möglichst wenig Schaden anzurichten.“ Besser kann, besser darf man gar nicht versuchen Thomas Biller zu beschreiben. Deshalb lassen wir das auch einfach so stehen und wirken. Seit zwei Jahren betreibt er in Berlin die School of Life, einen Ort, an dem man die Dinge lernen kann, die wirklich wichtig sind für ein erfülltes und gutes Leben. Classes, Workshops und Events drehen sich also nicht um Mathe und Geschichte, sondern um Themen wie Liebe und Beziehung, Arbeit und Karriere, Selbsterkenntnis und emotionale Intelligenz. Fürs Leben lernen bekommt da plötzlich eine ganz handfeste Bedeutung. Demnächst stehen auch noch andere deutsche Städte auf dem Lehrplan. Wir sind gespannt.

Name: Thomas Biller
Alter: 55 Jahre
Wohnort: Berlin – Prenzlauer Berg
Beruf: Schuldirektor
Schuhgröße: 42
Lieblingstageszeit: 9-11 Uhr vormittags
Kontakt: t.biller@theschooloflife.com

 

Was hast du heute gelernt? Eine Tür geht zu, eine andere auf. Oder mit Oli Kahn: Niemals aufgeben! Immer weitermachen! Immer weiter! Immer weiter!

Wer inspiriert dich? Frei nach Nietzsche: All die Menschen, bei denen man das Gefühl hat, sie sind das geworden, was sie sind.

Was kommt nach diesem Leben? Nichts. Und das ist gut so.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich sehe, dass die TeilnehmerInnen unserer Kurse wirklich Erkenntnisse und Impulse und Anstöße für eine positive Veränderung mitnehmen. Und auch dann, wenn wir große Denker und DenkerInnen zu Gast haben, wie den Psychotherapeuten und Schriftsteller Irvin D. Yalom und von ihm spannende Life Lessons hören.

Welcher Promi sieht dir ähnlich? Eine ganz, ganz böse Zunge behauptet, ich würde Elton ähnlich sehen. Was natürlich nicht stimmt.

Wie organisierst du dich? Sehr schwer. Mit Hilfe einer langen To do-Liste und dem oft kläglichen Versuch, dort Prioritäten festzulegen.

Wann beginnt die Zukunft? Je älter ich werde, desto später. Nur der Augenblick zählt.

Was macht dich zu einem guten Freund? Dass ich dann, wenn es sein muss, immer noch da bin.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Abwesend.

Du begegnest deinem 18-jährigen ‚Ich‘, welchen Rat gibst du dir? Sei mutig, versuche das, was du dir nicht zutraust, geh raus aus deiner Komfortzone. Jetzt.

Warum lügen wir? Aus Mutlosigkeit, aus Rücksicht und weil die Wahrheit manchmal gar nicht so wichtig ist. Experimente zeigen, dass es nicht lebbar ist, selbst nur einen Tag lang ausschließlich die Wahrheit zu sagen. Nicht probieren!

Du bleibst mit Dieter Bohlen im Fahrstuhl stecken. Worüber redet ihr? Über die Frage, wie man würdevoll altert.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Dass meine Tochter am ersten Tag nach den Ferien und nach einer sehr kurzen Nacht, am Morgen entgegen allen Erwartungen gut gelaunt und unglaublich lieb war.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Als ausgebildeter Koch und Patissier würde ich unter Druck stehen, also würde ich euch kochen lassen und nur Anweisungen geben. Gebratene Schwarzwurzeln mit Feldsalat, Zander mit Selleriepüree und Ratatouille und als Dessert Creme Brulée mit Rosmarin.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Im Fußball die Auswärtstorregel abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das sollte niemand wissen – nur mein Psychoanalytiker.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was macht dir zur Zeit Angst? Über was ärgerst du dich zur Zeit? Was begeistert dich zur Zeit? Das sind die drei Fragen unserer Philosophischen Mediation in The School of Life, die uns helfen, unsere Emotionen und Gedanken besser zu verstehen.

Das letzte Wort: Ich bin Atheist.

Foto: Katharina Nobis

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. April 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Philipp Koch Verheyen

Das 2 Minuten-Interview

Philipp Koch Verheyen ist einer der besten Hair & Make-up Artists des Landes. Er lebt, liebt und arbeitet in Berlin und sorgt dafür, dass sehr viele Menschen vor sehr wichtigen Kameras sehr gut aussehen. Doch nicht nur das, bei Philipps Arbeit geht es nicht nur um gut liegende Haare oder perfekt mattierte Visagen, seine Looks sind quasi Teil des kreativen Schaffensprozesses einer jeden Produktion. Wenn er dann nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, gibt es für ihn nichts Entspannenderes als zu bügeln. (Wie bitte was? Den letzten Satz mussten wir direkt noch einmal lesen, obwohl wir ihn selbst geschrieben haben.) Warum er Britney Sperars gern zu Batman umstylen würde (oder so ähnlich?) und was das mit peinlichen Socken zu tun hat, lest ihr in den folgenden zwei Minuten. Und Action!
Name: Philipp Koch VerheyenAlter: AlterslosWohnort: BerlinBeruf: Hair & Make-up ArtistSchuhgröße: 40/41 bei einer Körpergröße von 1,83mLieblingstageszeit: 9 UhrKontakt: www.alleaugenauf.de Instagram: @Alleaugenauf

Was ist Schönheit? Eine besondere Ausstrahlung und mit sich im Reinen zu sein.

Wen bewunderst du? Jeden, der das tut, was ihn erfüllt und wofür er brennt.

Wem würdest du gern ein Makeover verpassen? Britney Spears und einigen mehr…

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten? Ich liebe den Look aus den späten 50er Jahren.

Der Held deiner Jugend? Batman!

„Sooo Berlin“! Was soll das sein? Der Stadtteil Kreuzberg transportiert ganz gut das Lebensgefühl, das ich mit Berlin verbinde. Die unterschiedlichen Kulturen treffen aufeinander und leben im Einklang miteinander.

Womit kann man dich beeindrucken? Mit guten Argumenten.

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Von guten Serien. Und von schlechten Serien.
Was ist dir peinlich? Löcher in den Strümpfen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Kraftsport – und erstaunlicherweise fand ich Gefallen daran! :)

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Dann wäre es noch einfacher zu lieben.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine heiße Schokolade.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Hedi Slimane

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass wir alle in Frieden miteinander leben können.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich kann nicht schwimmen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ich habe dem nichts hinzuzufügen <3

Das letzte Wort: Das habe ich immer sehr gerne!

Foto: Jessica Weber

Inés Lauber

Apropos Ostern, zumindest in unserer Familie ist es Brauch, dass gerade zu diesem Fest der Tisch nicht nur besonders reichhaltig, sondern auch besonders liebevoll dekoriert gedeckt wird. Das gilt sowohl für das Drumrum als auch für das Anundfürsich, nämlich die Speisen in groß, klein und bunt. Jemand der sich mit dem effektvollen und leckeren Anrichten und Herrichten von Essbarem besonders gut auskennt, ist die wunderbare Inés Lauber. Das Lieblings-Arbeitsmaterial der studierten Produktdesignerin sind nämlich Lebensmittel. Seit 2010 arbeitet sie professionell an der Schnittstelle von Design, Kunst und Gastronomie. 2012 gründete sie ihr eigenes Design Studio, das sich mit Esskultur auf allen Ebenen beschäftigt. Seit 2016 leitet sie außerdem das Modul „Vital Forces – Food in Context“ bei Satellite Berlin – Art in Collaboration, ein Think Tank der Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Akteure aus der Food Szene miteinender verknüpft und themenübergreifend im Bereich Esskultur forscht. Unvergessen für uns bleibt ein Event in Hamburg, bei dem Inés passend zum Adventskalender unseres Kunden foodist ein 24-Gänge zauberte. Wohl bekomm’s!

Name: Inés Lauber
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Culinary Designer
Schuhgröße: 37
Lieblingszitat: Du bist, was du isst (so oft schon gesagt und dennoch so wahr)
Kontakt: www.ineslauber.com

 

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt? Taboulé (aka Couscous Salat)

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Im Kühlschrank habe ich meist nur frische Zutaten wie Gemüse oder ggf. Milchprodukte. Die Frage hätte bei mir besser lauten müssen: was sollte man immer in der Vorratskammer haben :) Kühlschränke gibt es nämlich noch gar nicht soooo lange und was Vorräte angeht bin ich sehr oldschool.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste? Ich tue mich generell sehr schwer mit Superlativen, obwohl ich durchaus begeisterungsfähig bin. Ich werde also eine Stufe tiefer greifen:
– schön: Rotkohl, aufgeschnitten
– sexy: Litschi
– hässlich: Fertigfutter aus der Dose

Was war dein Lieblingsessen als du noch ein Kind warst? Hatte ich tatsächlich nicht. Aber ich habe mich immer gefreut wenn es süßes Mittagessen gab: Pfannkuchen, Armer Ritter oder so was. Jetzt ist das für mich aber kein vollwertiges Essen mehr, sondern eher ein Nachtisch oder auch ein spätes Frühstück.

Lieber süß oder lieber salzig? SALZIG!!!

Wie sieht es bei dir Zuhause aus?
Patchwork old-new: viele alte Holzmöbel vom Familien-Clan gemixt mit ein paar neuen Teilen. Dazu viele Pflanzen, die eher wenig gegossen werden müssen. Der Balkon ist im Sommer aber immer voll mit Kräutern, Tomaten u.ä.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Alle meine Projekte aus den letzten 6 Jahren auf meine Webseite zu packen…

Dein Lieblingsfruchtwitz? Ich kenne nur Ostfriesen- und Blondinenwitze : )

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wenn es die Jahreszeit hergibt, irgendwas mit Wildkräutern.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Menschen von der Achtsamkeit vor der Natur überzeugen zu können wäre toll. So, dass sie es auch wirklich leben und nicht nur denken, weil es gerade en vogue ist.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Trump und Konsorten von ihrem Thron schmeißen.

Was sollte niemand von dir wissen? …sollte niemand wissen, oder? :)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Gute Frage, hehe. Fragt das, was ihr wissen möchtet und dann antworte ich in der Regel.

Das letzte Wort:
Durchatmen, Augen schließen und dem Wind zuhören.

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 27. März 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Askan Brehm

Das 2 Minuten-Interview

Schonmal was von einem Experiental Marketing Consultant gehört? Wenn es den Job nicht gibt, dann hat ihn Askan Brehm geschaffen. Er kümmert sich um alles „wo man was erleben kann, ein erhöhter Blutdruck im Spiel ist und die Mitarbeiter, Kunden, Fans oder Medienvertreter etwas emotionalisierter wieder nach Hause gehen als sie gekommen sind“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Fünf Minuten mit Askan bewirken, dass man sich augenblicklich beschwingter, fröhlicher und (ja!) schlauer fühlt. Gemeinsam mit Askan bastelten wir an Ideen für das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit 2018 in Berlin, das seine Handschrift tragen wird. Bevor er dann zu seinem nächsten Abenteuer nach Uruguay abgedüst ist, haben wir ihn uns kurz geschnappt und zu Ratschlägen, Lamas und Zeitreisen befragt. Oder war es anders herum?

Name: Askan Brehm
Alter: 42
Wohnort: Berlin-ish
Beruf: irgendwas mit Werbung und Medien
Schuhgröße: 46
Lieblingsprojekt: die Lichtgrenze 2014 – anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls
Kontakt: mail@askanb.com

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt?
Google

Definiere Erfolg!
Abends ins Bett zu gehen und sich auf den nächsten Tag zu freuen.

Woraus ziehst du Energie?
Spannende Inhalte, inspirierende Menschen und Geschwindigkeit.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?
In den Nahen Osten fliegen und Friedensgespräche führen.

Ein Wort, dass du viel zu oft benutzt?
aber

Was würdest du gern besser können?
Musikalisch sein – singen, tanzen und Klavier spielen können.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast:
In London: erst nach rechts und dann nach links gucken.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun?
Sünde klingt so religiös und als ob einer sagen könnte: das ist ok und das ist nicht ok.

Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, über den er nicht springen kann?
bitte?

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Ich habe in Chile ein Lama mit Hut umarmt ohne angespuckt zu werden. Herrlich flauschig.

Worauf bist du stolz?
Hmmm, das sind eher so kleine täglich-wechselnde Dinge, nichts wirklich großes Dauerhaftes und meistens von anderen und nicht so sehr mein eigener Kram.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich würde zur Freude meiner Nachbarn den Grill auf dem Balkon anwerfen und euch Lamm mit einer schönen Gemüsepfanne anbieten. Oder lieber vegetarisch?

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Ich würde mir wünschen den Job der Fee zu übernehmen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Das bedingungslose Grundeinkommen einführen – überall.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein?
2028 und mal gucken wie das mit dem Grundeinkommen so klappt – ggf. zurück und nachjustieren…

Was sollte niemand von dir wissen?
Den Zugangscode zum Whatsapp Verlauf mit meinem besten Freund.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Was machst du wenn du alt bist?

Das letzte Wort:
Danke.

Gina Schöler

Das 2 Minuten-Interview

Was zählt wirklich? Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Was können wir verändern? Was macht uns glücklich? Gina Schöler ist die neue Ministerin für Glück. Nein, nicht in der GroKo, an ihrem ganz eigenen Ministerium für Glück und Wohlbefinden – ein interaktives Kunstprojekt und die Metapher einer multimedialen Kampagne, die das Thema Glück spielerisch und kreativ ins Gespräch bringt. In dieser Funktion ist die Speakerin, Trainerin und Coacherin natürlich die erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Zukunft und persönliche Balance. In Vorträgen, Workshops, Coachings und auf Veranstaltungen kann man sich seiner persönlichen Definition von Glück und Zufriedenheit nähern – alles astrein im Sinne des Ministeriums. Wir haben uns direkt schlau gemacht und unsere erste zwei Minuten Session unter dem Deckmantel des Interviews eingeheimst. Wir Glücklichen.

Name: Gina Schöler
Alter: 31
Wohnort: Mannheim
Beruf: Glücksministerin (Speakerin, Trainerin, Coach)
Schuhgröße: 36
Lieblingssuperheld: Meine Hundedame Gretel
Kontakt: Gina@MinisteriumFuerGlueck.de / www.MinisteriumFuerGlueck.de

 

Definiere Glück: Es gibt 82.000.000 Definitionen in Deutschland und ich rufe dazu auf, seine ganz eigene herauszuarbeiten. Meine persönliche Definition (abgucken gilt nicht!): Glück = Verbundenheit. Mit sich selbst, Mitmenschen und der Umwelt.

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg? Ja und Nein. Auf der einen Seite bekommen wir alle das unfassbare Leid auf der Welt mit. Auf der anderen Seite lerne ich täglich so viele Menschen kennen, die etwas ändern wollen, tatsächlich aktiv werden, neu denken, neu machen, Teil der positiven Bewegung sind und kreativ an Lösungen arbeiten. Das stimmt optimistisch. Und da ich von Berufswegen aus Optimist bin: Ja, die Richtung stimmt, aber der Weg ist noch lang. Let’s go, Schritt für Schritt.

Wann kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Ganz nach Pfadfindermanier: Eine kleine gute Tat tun. Manchmal ist es nur, mit offenen Sinnen die eigene Umwelt wahrzunehmen: Schauen, wer Hilfe braucht, wer ein nettes Wort oder ein Lächeln gebrauchen kann. Damit löst man ganz schnell einen Dominoeffekt der guten Gefühle aus. Letztlich brauchen wir nur eines für eine glücklichere Zukunft: Mehr Menschlichkeit.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Jetzt atmen alle mal wieder ganz tief durch und fragen sich, was wirklich zählt. Ist das, was wir gerade machen, wirklich das Richtige? Wie können wir die Welt zu einem enkeltauglichen Ort machen? Wie können wir vom Ich ins Wir kommen? Wie wollen wir leben und was macht uns glücklich?

Was hast du heute in 15 Jahren erreicht? Ich habe ein tolles Team, eine schöne Location, wo Menschen zusammen kommen und sich inspirieren lassen können. Ich habe viele Menschen erreicht und berührt und immer noch genau so viele Ideen im Kopf, die in die Tat umgesetzt werden wollen. Ganz vielleicht habe ich das reale Bundesministerium für Glück, was es bis dann gibt, kreativ beraten. ;)

Wann fühlst du dich in Balance? Wenn mein E-Mailfach nicht durchdreht, mein Handy nicht klingelt (ich hasse telefonieren…), der Wein kalt steht, der Waldspaziergang lang war und die Badewanne wartet.

Das größte Problem deiner Generation? Perfektionismus, Informationsflut, Multi-Optionizen, Unentschlossenheit

Du hast eine Sünde frei. Welche Sache würdest du tun? Ein ganzes Glas Nußnougatcreme am Stück löffeln. Ich darf die Marke nicht nennen, da bekomme ich immer Ärger.

Was würdest du tun, wenn du jeden Tag eine Stunde mehr Zeit hättest? Wenn ich seriös antworten würde, würde ich sagen: Ein gutes Buch lesen. Aber das ist geflunkert. Dafür habe ich meist zu viele Hummeln im Hintern. Wahrscheinlich endlich wieder mehr Zeit für Freunde haben. Wir sind alle mit so vielen coolen Projekten beschäftigt, dass gemeinsame Zeit gut geplant werden will.

Erzähle uns einen Witz! Oh je, mein Humor ist Geschmacksache. Ich mag es trocken, schwarz und böse, typisch für eine Glücksministerin eben. Aber hier ist etwas Seichtes:
Was ist weiß und schaut hinter einem Baum hervor? Eine schüchterne Milch. Oder leider auch einer meiner Lieblingswitze: Was ist schwarz und rollt den Berg runter? Eine Erbse im Ledermantel.
– Ich bin sehr visuell und stelle es mir immer lebhaft vor, meist muss ich dann auch laut kichern, egal, wo ich bin…

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wahrscheinlich nichts. Das würde ich an meinen Mann abgeben. Er ist leidenschaftlicher Koch und Brotbäcker. Es würde ein selbstgemachtes Krustenbrot mit Knoblauchbutter zur Vorspeise geben und zum Hauptgang irgendetwas Abgefahrenes, was seit gefühlten zwei Wochen bei Niedrigtemperatur im Backofen auf seinen Auftritt wartet. Als Nachtisch dann klassisch dunkle Mousse au chocolat – aber die esse ich alleine auf.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Fliegen können. Habe unglaubliche Flugangst und träume oft, dass ich fliege und es dann nicht so schlimm ist. Vielleicht würde mich das heilen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde es ermöglichen, dass alle unausgesprochenen Worte zur Sprache kommen, Konflikte gelöst und Missverständnisse aus der Welt geschafft werden.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ihr habt mich schon zum Schmunzeln gebracht. Mission accomplished. Es hat viel Spaß gemacht!

Das letzte Wort: Nehmt euch die Zeit und beantwortet die kleine, aber große Frage: Was macht euch glücklich? Der Rest kommt von alleine…

Sarah Desai / Nina Dreyer

Das 2 Minuten-Interview

Sarah und Nina haben gemeinsam die Agentur The Heart Art gegründet. Das Besondere dabei: es geht nicht um Design, Bits oder Worte, sondern um Töne in Form von Musik. Die beiden haben einen eigenen Musikverlag, machen kreative Kampagnenbegleitung für Künstler und setzen Markenkooperationen um. Im Rahmen ihrer „Heart Projects“ beschäftigen sie sich außerdem mit Themen, die ihnen persönlich am Herzen liegen (sagt der Name ja schon) – wie zum Beispiel Meditation, persönliche Weiterentwicklung oder Altersarmut. Kann man schonmal machen, wenn man mit tibetischen Lamas, Sanyassins, indischen Yogis, Schamanen und westlichen Achtsamkeitstrainern praktiziert. Ihren neusten Streich, „The Mindful Sessions“, gibts es jetzt als Podcast – ein dringend empfehlenswertes Hörvergnügen. Zuvor geht es aber jetzt erst einmal um persönliche Dauerbrenner, besondere Fähigkeiten (nein Nina, vom Dreier springen zählt nicht, auch nicht in verschiedenen Ländern), geniale Ideen und magische Orte. Viel Spaß!

Name: Sarah Desai / Nina Dreyer
Alter: 38 / 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikmanagerin und Mindfulness Coach / Inhaberin von The Heart Art
Schuhgröße: 36 / 38-39
Lieblingssuperheld: Black Panther / Ist Pumuckl ein Superheld? Wenn nicht, dann nehme ich die Superheldin: Ms. Marvel.
Kontakt: sarah@theheartart.berlin / nina@theartheart.berlin

 

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre dieser?
Sarah: Kendrick, weil dann einfach jeder einzelne Song meines Soundtracks unendlich dope wäre.
Nina: Hildegard Knef

Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast? 
Sarah: Don’t miss the train, girl.
Nina: Wenn Du denkst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Zitat: Papa

Welche Frau inspiriert dich? 
Sarah: Maya Angelou
Nina: Alle Frauen aus meinem privaten Umfeld inspirieren mich, insbesondere meine Schwester Kerstin.

Welches Lied ist dein persönlicher Dauerbrenner und was fühlst du dabei? 
Sarah: Es gibt für mich nicht diesen einen Song. Die Bandbreite der Dauerbrenner erstreckt sich über die Bandbreite meiner Gemütszustände – und das sind eine ganze Menge.
Nina: The Roots – You Got Me ft. Erykah Badu. Dabei fühle ich Liebe.

Welches Instrument würdest du gern spielen können? 
Sarah: E-Bass
Nina: Irgendwas cooles, ich nehme das Schlagzeug. Die Schlagzeuger sehen auch immer am besten aus ;-)

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? 
Sarah: Tesa
Nina: Das Telefon, da ich damit immer meine Liebsten erreichen kann.

Du hast eine Stunde mehr am Tag, was machst du in der Zeit? 
Sarah: Definitiv schlafen.
Nina: Schlafen.

Verrate uns einen magischen Ort! 
Sarah: Die Myall Lakes Sand Dunes in Australien. Ein magischer Ort, an dem sich früher die Aborigines für ihre Rituale trafen. Der Ort ist immer noch mit immenser kraftvoller Energie aufgeladen.
Nina: Bali

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? 
Sarah: Immer Jetzt
Nina: Auf Reisen oder wenn ich auf der Suche war und etwas oder mich gefunden habe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? 
Sarah: Reis mit Tomatensauce, Sugar Beens und Plantane
Nina: Vegetarische Bolognese, wann kommt ihr vorbei?

Mit welcher Persaönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken? 
Sarah: Michel Houellebeqc
Nina: Mit meiner Oma väterlicherseits, die ich nie kennenlernen durfte, aber unterbewusst eine besondere Beziehung pflege.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? 
Sarah: Zufrieden sein.
Nina: Dann möchte ich alle Sprachen dieser Welt sprechen können.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Sarah: Die Angst. Wie Ghandi sagte: Angst ist der Feind. Wir denken, es sei Hass, aber es ist die Angst.
Nina: Ich würde nur den Leuten Macht geben, die damit auch verantwortungsvoll sowie respektvoll umgehen können.

Was sollte niemand von dir wissen? 
Sarah: Das, was ich hier nicht verraten darf.
Nina: Dass ich mindestens zweimal in der Woche Pommes mit viel Majo esse.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? 
Sarah: Warum Melancholie für mich die schönste aller Emotionen ist.
Nina: Möchten Sie eine Million Euro haben? Antwort: Ja!

Das letzte Wort:
Sarah: Karma is only a bitch if you are.
Nina: FckNzs

Foto: Eyecandy

Margarita Gozalvez

Das 2-Minuten Interview

Margarita Gozalvez hatte ein Problem. Für ihre Hochzeit suchte sie passend zum Drumrum ordentliches Vintage-Geschirr und zwar vergeblich. Was tut man also, wenn man ein kreativer Geist mit ausgeprägtem Faible für Altes und Schönes ist? Richtig, man gründet gotvintage Rental & Event Design, den coolsten und besten und überhauptesten Verleihservice für eben Altes und Schönes. Vom Teller mit floralen und goldenen Mustern bis zur modernen Besteck-Serie in Mattgold ist alles dabei und für große und kleine Veranstaltungen mietbar. Die gebürtige Argentinierin Margarita ist ständig auf der Suche nach einzigartigen Vintage-Schätzen, zieht neben der Arbeit ihre zweieinhalbjährige Tochter auf und gibt übrigens nie die Hand, sondern ein Küsschen auf die Wange. Latino Style versteht sich. Außerdem teilt sie unsere Abneigung gegen Tisch- und Stuhlhussen (sehr sympathisch) und unsere Zuneigung zu Gummibäumen. Vamos!

Name: Margarita Gozalvez
Alter: 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Fashion Designerin
Schuhgröße: zu groß
Lieblingsmöbelstück: Sessel mit bunten Kissen
Kontakt: marga@gotvintage.de

 

 

Wie sieht es bei dir Zuhause aus? Modern, hell, einige Vintage Details und etwas zu viel Spielzeug. Ah, und seit Kurzem steht da auch ein Gummibaum – ich hoffe, dass er lange lebt, ha ha ha.

Dein wertvollster Besitz? Der alte Vintage Perlenring meiner Großmutter Betty.

Du kannst mit einer Zeitmaschine verreisen, welches Jahr stellst du ein und warum? Ich würde zurückreisen in das Jahr 1982, die beste Musik überhaupt: David Bowie, Eurythmics, Grace Jones, Depeche Mode etc.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Mein magischster Ort ist der Gletscher Perito Moreno in Patagonien Argentinien, da fühlt man sich wie eine kleine Ameise neben dem 70 Meter hohen und mehr als 5 Kilometer langen Eisblock.

Was bereust du bis jetzt noch nicht getan zu haben? Ich bereue nichts. Wenn ich es nicht getan habe, hatte es einen Grund und es ist immer noch Zeit Dinge zu tun.

Was haben Schmetterlinge im Bauch wenn sie verliebt sind? Zwerge.

Wofür gibst du zu viel Geld aus? Für gutes Essen, aber meist ist es das wert.

Mit welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gerne mal über einen Trödelmarkt schlendern? Ich würde mit der revolutionären Vivienne Westwood über einen Londoner Flohmarkt schlendern!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wann machen wir das? Es gibt Empanadas und Malbec!

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Teleportation, dann könnte ich eben mal schnell mit meiner Mama Mate trinken und danach in Berlin weiterarbeiten. Das wäre großartig!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Wetter in Deutschland.

Was sollte niemand von dir wissen? Wenn ich DAS sagen wuürde, würden sie es ja erfahren!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Etwas über meine Passion – wäre aber eh schwierig gewesen, das in zwei Zeilen zu beschreiben ;)

Das letzte Wort: Bitte keine Stuhlhussen mehr!

Antje Schomaker

Das 2 Minuten-Interview

Antje Schomaker hat was zu erzählen. Ihre wunderbaren Geschichten gießt sie in Texte und bringt sie gemeinsam mit ihrer Band zum Klingen. Ganz wie von selbst findet die Melange aus Stimme, Musik und Text den Weg unter unsere Haut und von dort direkt ins Herz. Plötzlich tauchen Fragen auf und kleine Antworten schwirren umher, wir beginnen zu suchen und zu finden und manchmal werden wir auch gefunden. Vergangenes Jahr tourte Antje noch gemeinsam mit Bosse – nun erscheint am 23. Februar endlich ihr langersehntes Debütalbum “Von Helden und Halunken”. Es handelt von Freundschaft und Geschichten, die in den vergangenen Jahren so passiert sind. Das wird sehr schön und sehr Die Tour startet am 27. Februar in Hannover und endet mit einem Abschlusskonzert am 10. März in Hamburg.

Name: Antje Schomaker
Alter: 25
Wohnort: Hamburg
Beruf: Musikerin & Texterin
Schuhgröße: 39/40
Lieblingsnote: Sind drei. So n A-Moll-Akkord find ich ja immer schön.
Kontakt: ICQ 385-143-209

Hast du gefunden wonach du suchst?
Ich habe Walter sehr lange gesucht und nicht immer gefunden. Deshalb bin ich immer noch etwas rastlos.

Dein Song für die Ewigkeit?
Dancing in the Moonlight – Toploader

Was macht dich stolz?
Wenn ich Pfannkuchen mit so einer supersmoothen Pfannenbewegung wenden kann. Cool! Und dass mein Album endlich am 23.2. das Licht der Welt erblickt. Supercool!

Machst du bessere Musik, wenn du gut drauf oder traurig bist?
Was ist bessere und was ist schlechtere Musik?
Gut drauf oder traurig, traurige oder glückliche Musik, ich find ja beides gut.
Manchmal denke ich, dass uns das Gefühl gegeben wird, dass Melancholie etwas schlechtes ist, so als wäre Optimismus moralisch richtig und Trauer verwerflich. Wir müssen damit umgehen können, wie die Welt wirklich ist und nicht, wie wir uns sie wünschen, und dazu gehören Momente in denen man gut drauf ist und auch Momente in denen man traurig ist, also glaub ich, dass man immer gute Musik machen kann, in jeder Stimmung.
Und wer entscheidet denn am Ende, ob die Musik besser oder schlechter ist? Du als Hörer, weil sie Dich entweder berührt und dann gut ist, oder sie berührt Dich nicht, dann ist sie vielleicht für jemand anderen gut.

Im Zweifel „lieber“ stumm oder taub?
Stumm.

Wessen BRAVO Poster hattest du früher an der Wand?
Genau heute habe ich mir eine BRAVO gekauft, weil da ein bisschen was zu meinem Album steht, das fand ich so superaufregend und da war ein XL Poster Special drin. Taylor Swift, Zayn, Drake, Selena Gomez – ich konnte mich nicht entscheiden und hab jetzt alle aufgehängt.

Worin wärst du gern besser?
Hey in soo vielem! Alles was ich jetzt schon kann, wäre super. Mit zwei Fingern pfeifen wäre auch was. Das Ding ist, dass ich immer superviel lernen will, aber ganz schlecht im Üben bin. Deshalb kann ich vieles so halb, aber nichts wirklich ganz.

Welcher Moment hat alles verändert?
Der Moment als der sprechende Hut mir gesagt hat, dass leider keins der vier Hogwarts-Häuser zu mir passt und dass ich deshalb auf die Waldorfschule gehen muss.

Wen bewunderst du und wofür?
Menschen, die sich im Restaurant superschnell entscheiden können.

Eine Entscheidung, die du nie bereuen wirst:
Mein Umzug nach Hamburg.

In welcher Reihenfolge isst du die Süssigkeiten in einer Tüte Haribo Color-Rado?
Nummer eins: die Himbeeren, erst die Kugeln alle außen rum abessen, dann das Innenleben. Dann die Lakritz mit dem weißen drin. Auch da ist Schichtarbeit sehr wichtig, nicht alles auf einmal! Außerdem muss man auch zwischendurch immer mal ein Gummibärchen essen, Abwechslung ist schließlich der Schlüssel zum Glück. Doch meiner Meinung nach das Allerwichtigste ist, dass man jemanden findet, mit dem man sich die Tüte teilen kann, der diese ekeligen Konfekt-Dinger mag. Die haben komischerweise immer einen relativen hohen Anteil.

Verrate uns einen magischen Ort. Ganz egal wo auf der Welt.
So Arme, von jemandem, der einen so umarmt, als wäre alles andere egal.

Nenne je ein Buch, einen Film und eine Platte, die jeder gelesen, gesehen bzw. gehört haben sollte!
Lesen: Die Geschichte vom glücklichen Prinzen von Oscar Wilde
Sehen: Frances Ha
Hören: First Breath After Coma – Drifte

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Kürbissuppe. Und jetzt denkt ihr so „oh hm joa Kürbissuppe… jetzt nicht so besonders“. Aber kommt erstmal vorbei und probiert meine superdupermuxmäuschenwildspecial Kürbissuppe, dann denkt ihr „oah Kürbissuppe, ist ja der HAMMER!“ Aber bald ist die Kürbis-Saison vorbei, also, wann kann ich mit euch rechnen?

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal auf der Bühne stehen?
Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Tanzen

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Jeder hat die Macht Dinge zu verändern.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich Rumpelstilzchen heiß.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Glaubst du alles was du denkst?

Das letzte Wort:
Rhabarbermarmelade.

Foto: Svenja Blobel

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 20. Februar 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Lena Klenke

Das 2 Minuten-Interview

Die Berlinale steht in den Startlöchern, Grund genug ein paar der Beiträge mal genauer unter die Lupe zu nehmen und die Beiträge an der Stelle gleich mit. Doch der Reihe nach: im Rahmen der Berliner Filmfestspiele feiert „Das schweigende Klassenzimmer“ Premiere. Ein auf wahren Begebenheiten beruhender Film, der sich auf ziemlich pfiffige Art und Weise mit dem Thema sozialer Zusammenhalt unter staatlichen Repressalien in der DDR auseinandersetzt. Also stark verkürzt gesagt. Eine entscheidene Rolle spielt dabei die wunderbare Anna Lena Klenke, die wir unter anderen schon aus den Kinofilmen Fack ju Göhte 1 bis 36,1/2 kennen. Sie wurde 2016 als beste Nachwuchsschauspielerin beim Deutschen Filmball ausgezeichnet und bekam den Bayerischen Filmpreis in der gleichen Kategorie. Ach ja und außerdem studiert sie noch Psychologie an der Freien Universität Berlin. Ein ziemlich heller Kopf und noch dazu eine sehr erfrischende Persönlichkeit, wie wir feststellen durften.

Name: Lena Klenke
Alter: 22
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsrolle: Ich würde sehr gerne mal eine Polizistin oder Geheimagentin spielen.
Kontakt: instagram.com/lenaklenke

Definiere Erfolg?  Erfolg ist für mich, wenn ich in etwas Zeit und Aufwand stecke und anschließend das Gefühl habe und die Resonanz bekomme, dass meine Arbeit  von anderen wahrgenommen und geschätzt wird.

Was bedeutet Heimat für dich?  Ich habe gestern ein Interview mit Giovanni di Lorenzo gehört, in dem er gesagt hat: “Heimat ist der Ort, den du mit Geschichten füllen kannst.” Ich weiß nicht woher er es hat, aber das hat mir sehr gefallen.



Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, in dem du dein Abitur gemacht hast, stand früher in einem anderen Land. Bist du der DDR irgendwann in deinem Leben einmal begegnet?  Nicht wirklich. Mein Vater ist in der DDR aufgewaschen und ich kenne viele Geschichten von meinen Großeltern, aber ich selber habe nichts mehr davon zu spüren bekommen. Im Vorfeld der Dreharbeiten des Films “Das schweigende Klassenzimmer” haben wir uns viel mit dem Regisseur Lars Kraume über die DDR ausgetauscht und vor allem wie es war als Jugendliche/r dort aufzuwachsen.

Brauchst du morgens lange um aus dem Bett zu kommen?  Noooope. Ich liebe die Morgenstunden, wenn ich das Gefühl habe alle schlafen noch und die Stadt gehört mir.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?  Mein eigenes Café aufmachen.



Ein Wort, dass du viel zu oft benutzt?  Oki

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum?   Anfang der 20er Jahre. Berlin. Wie anders und wild die Stadt war, das würde ich gern einmal eine Nacht erleben.

Was würdest du gern besser können?  In den Tag hinein leben und mich nicht so leicht stressen lassen.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun?  Ich hab viel zu lange über die Frage nachgedacht und trotzdem ist mir nix eingefallen. Ich bin wohl einfach zu brav, haha.

Worauf bist du stolz?  Meine improvisierten Kochkünste, ich schaff es aus immer aus Resten irgendetwas sehr leckeres zu zaubern.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?  Genau so ein Restefest. Jeder bringt was mit und ich zaubere was draus. Aber vegetarisch.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen?  Jennifer Lawrence, Lena Dunham und Greta Gerwig! Girls power 100!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?  Plastikmüll ausrotten. Ich versuche meinen Beitrag zu leisten und so wenig wie möglich in Plastik zu kaufen und versuche in meinem Umfeld zu zeigen, wie leicht es ist Müll zu vermindern durch Trinkflaschen, wiederverwendbare Kaffeebecher und plastikfreies Einkaufen, aber da geht noch einiges und vor allem ist viel zu wenigen Menschen bewusst, wie schlimm gerade der ganze Müll ist, der in die Meere gelangt. Ich kann jedem nur empfehlen die Doku “Plastic Ocean” zu schauen.

Was sollte niemand von dir wissen?  Wie sehr ich es liebe den Teller abzulecken wenn ich aufgegessen habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?  Welche Serie hast du als Letztes in einem Rutsch geguckt? 
END OF THE FUCKING WORLD. So fucking gut!

Das letzte Wort:
  everything will be fine

Foto: Robin Kater

 

 

Chloe Waldorf

Das 2 Minuten-Interview

Chloe Waldorf einfach nur als Drag Queen zu bezeichnen, würde nicht nur ihr selbst nicht gerecht werden, sondern auch den Blick verstellen vor der künstlerischen Qualität einer neuen, jungen und ziemlich modernen Generation von Visual Artists. Drag ist lange nicht mehr nur Verkleidung sondern bezeichnet inzwischen eine ernsthafte Kunstform. Hochangesehene Fashion Brands lassen sich inspirieren und vor allem in der Beauty- und Fashion Szene führt inzwischen kein Weg mehr an Persönlichkeiten wie Chloe vorbei. Grund genug einmal nachzufragen und ein wenig über Epochen, Pizzen mit Rosmarinkartoffeln und eine Nacht mit Paris Hilton zu sprechen.

Name: Chloe Waldorf
Alter: 24
Wohnort: Berlin
Beruf: Artist
Schuhgröße: 41
Lieblingstageszeit: Nacht
Kontakt: @chloewaldorf Instagram

Was ist Schönheit? Die liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters und ich denke, das sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Was würdest du ohne Kosmetik tun? Da wäre ich wohl ziemlich aufgeschmissen!

Wenn du eine eigene Beauty-Marke auf den Markt bringen würdest, wie würde die heißen? Tatsächlich ist das eines meiner Ziele, die ich mir für 2018 gesetzt habe. Psssst…

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten? Ich denke die 50er gefallen mir wohl am besten.

Wirst du auf der Straße erkannt? Nein, zum Glück nicht.

Das größte Problem deiner Generation? Unzufriedenheit

Wen bewunderst du und warum? Eine Vielzahl von Designern/Künstlern. Die aufzuzählen würde glaube ich den Rahmen des Interviews sprengen.

Der beste Rat, den du je bekommen hast? Live a little

Warum sind Pizzaschachteln eckig? Warum sind Pizzas rund? (Beste Antwort! Anm. d. Red.)

Verrate uns einen magischen Ort. Ganz egal wo auf der Welt! Für mich ganz klar Paris.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Ruhig

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Wahrscheinlich ein Haute Couture Kleid aus der Zeit, als Galliano noch für Dior designed hat.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Steak mit Rosmarin-Kartoffeln, sorry vegans.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Paris Hilton

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich denke es kommt, wie es kommt, selbst wenn man eine Sache ändert.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist dein Lieblings Anime?

Das letzte Wort:
Xx chloe

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 06. Februar 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Christopher Bauder

Das 2 Minuten-Interview

Christopher Bauder hat ein „Lieblingsmaterial“. Und zwar eines, das man nicht fassen kann. Er ist fasziniert von Licht. Tageslicht, Feuer, Neon, LED, Laser – völlig egal. Das war schon immer so und wurde spätestens nach seinem Studium an der Universität der Künste in Berlin auch zum Mittelpunkt seines Schaffens. Der Künstler, Designer, Innenarchitekt und Szenograph arbeitet mit Licht wie ein Bildhauer mit Lehm und formt es zu magischen, meist beweglichen Räumen, Figuren und emotionalen Erfahrungen. Vor ein paar Jahren ließ er gemeinsam mit seinem Team die Berliner Mauer wieder auferstehen. Mit seiner Lichtgrenze holte er Millionen Besucher auf die Straße und erinnerte sie eindrücklich an das Ende der Teilung Deutschlands. Die Grenze entschwand in den Himmel, das Sinnbild war perfekt. Gerade läuft mit SKALAR sein neuester Streich im Kraftwerk Berlin. Gemeinsam mit Musiker Kanding Ray lassen er und sein Team von WHITEvoid die Grenzen der Wahrnehmung verschwinden und sorgen für eine sinästhetische Erlebnisreise durch die Welt der Basisemotionen.

Name: Christopher Bauder
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Künstler, Designer, Erfinder
Schuhgröße: 43
Lieblingsfarbe: Schwarz, wenn das als Farbe gilt. Sonst gelb.
Kontakt: cmbauder@christopherbauder.com

Was ist die Aufgabe von Kunst? Unterhalten, ablenken, verstören, verschönern.

Wen bewunderst du und wofür? Sven Väth, hat immer gute Laune.

Wie würdest du einem nicht sehenden Menschen die Farbe Violett erklären? Sieht so aus wie eine altes Sofa riecht.

Was ist SKALAR? SKALAR ist eine mit Licht und Sound erzählte Reise durch die menschlichen Emotionen. Ausgeführt als großformatige audio-visuelle Kunstinstallation und Live Performance vom Musiker Kangding Ray und mir im Kraftwerk Berlin. Kommt hin!

Du hast pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung. Wie nutzt du sie? Ich mach einfach mal gar nix, dazu fehlt mir jetzt die Zeit.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich, welchen Rat gibst du dir? Entspann dich, das wird schon, feiern ist ok!

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Auch wenn es ein großer Umweltverschmutzer ist, würde ich sagen das Flugzeug. Es bringt mich an Orte, von denen ich sonst nur träumen würde.

Was ist grade das Hintergrundbild auf deinem Handy? Ein Foto der Lichtinstallation «Primary» vom australischen Lichtkünstler Flynn Talbot.

Wem (oder was) würdest gern ein Denkmal setzen? Denkmäler sind mir zu statisch, halten zwar ewig, verlieren dadurch aber auch ihre Relevanz.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Die Skulptur «Der Teufel» von Thomas Theodor Heine

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kässpätzle. Wann kommt ihr?!

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal einen Kaffee trinken? Elon Musk, der Mann hat Vision.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Schlafen abschaffen, ist doch totale Zeitverschwendung. ;)

Was sollte niemand von dir wissen? Ich mag gerne Angebranntes.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? In welcher Reihenfolge isst du die Süßigkeiten in einer Tüte Haribo Color-Rado? (Genial! Das übernehmen wir. Anm. d. Red.)

Das letzte Wort:
Life moves pretty fast. If you don’t stop and look around once in a while, you could miss it. (Ferris Bueller)

Foto: WHITEvoid

Vreni Frost

Das 2 Minuten-Interview

Yes! Woche für Woche malen wir uns aus, wem wir gern mal im 2 Minuten-Interview lauter spannende Dinge fragen würden. Ganz lange ganz oben auf der Liste steht Vreni Frost, eine der spannendsten und wichtigsten, da authentischsten und inspirierendsten Influencerinnen Deutschlands. Sie berichtet über neue Entdeckungen in den Bereichen Mode, Beauty, Travel und Living. Düst über die Fashion Weeks dieser Welt und stellt auf ihren zahlreichen Reisen Hotels und Hotspots vor. Ihre Vrenistyles zählen seit Langem zum festen und gern geklickten Repertoire. Sie beschreibt sich selbst als “Sinnfluencer”, steht für Authentizität, löscht konsequent Fake Profile von ihren Followern und versammelt hinter ihrem Blog www.neverever.me ein kleines, engagiertes Team. Wenn keiner guckt trainiert sie heimlich ihren Kater. Der kann Sitz, Platz, Männchen, High Five, Low Five und dreht sich im Kreis. Also Frau Frost, auf ein Wort! Mit Sinn, versteht sich. Und über Dinosaurier.

Name: Vreni Frost
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Blogger
Schuhgröße: 38,5
Lieblingssuperheld: Batman. Und Papa.
Kontakt: vreni@neverever.me
Was würdest du ohne Internet tun? Ohne Ende an meinem Nintento abhängen und Zelda spielen.

Du hast pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung. Wie nutzt du sie? Wahrscheinlich arbeite ich… Oder siehe Frage 1.

Das größte Problem deiner Generation? Welche Generation bin ich denn?! Ich maße es mir nicht an, die Probleme anderer zu eruieren. Lieber löse ich meine eigenen.

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Willi & Flip (meine zwei Kater) und mein Smartphone.

Was ist wirklich wichtig? Gesundheit und Zufriedenheit. Und Zähneputzen nach dem Essen.

Wen bewunderst du und warum? Alle Menschen, die echte Toleranz zulassen und all diejenigen, die aufrichtige Liebe in sich tragen.

Du kannst in die Weltgeschichte eingreifen und genau ein historisches Ereignis verändern. Was tust du? Ich verhindere das Aussterben der Dinosaurier.

Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist? Ruhig, grau und sehr ordentlich.

Kommt ein Pinguin mit einem Sombrero auf dem Kopf in die Redaktion und sagt: Nix. Wir lassen den nicht rein.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Da kann ich mich nicht auf eines beschränken. Wenn dann will ich drei: Eines von Yue Minjun, ein Hyper Foto von Jean-François Rauzier und eine Komposition von Michael Najjar.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde bestellen. Wahrscheinlich Burger.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Ein grüner Daumen wäre toll.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Instagram. Und natürlich für Weltfrieden sorgen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich habe als Kind meine Popel gegessen und heimlich Schulmädchenreport geguckt (zeitgleich wahrscheinlich auch).

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist dein Secret Pleasure?

Das letzte Wort: Koi-Karpfen.

Foto C: Suzana Holtgrave

Elif

Das 2 Minuten-Interview

Es gibt tausend Dinge, die man über die wunderbare Sängerin Elif aus Berlin erzählen könnte, die alle rein gar nichts mit dem leidlichen Thema Castingshow zu tun haben. Wir fangen trotzdem so an. Denn wenn man mit nur 16 Jahren Zweite bei der ProSieben-Castingshow Popstars wird (noch dazu mit eigenen Songs) und sich danach trotzdem vollkommen unabhängig davon als Künstlerin etabliert und dazu noch stets seine Mitte behält, dann muss man aus besonderem Holz geschnitzt sein. Elif ist gesegnet mit einem grandiosen musikalischen Talent und der Gabe sich selbst und die Geschehnisse um sie herum zu reflektieren und in kleine, berührende Geschichten zu verpacken. Geschichten über das Zusammenleben, das Ende von Beziehungen, Gedachtes oder Ungesagtes dargeboten in einem süßen Gemisch aus melancholischem Chanson, deutschem Pop und orientalischen Melodien. Im Februar tourt sie mit ihrem aktuellen Album Doppelleben durch die Clubs der Republik. Die Zeit bis Elif vertreiben wir uns mit: Elif! Und ihren Gedanken zu Themen wie Schönheit, Pizzaschachteln und nackte Elfen. Oder so ähnlich.

Name: ELIF

Alter: 25
Wohnort: Berlin / Hamburg
Beruf: Musikerin / Texterin
Schuhgröße: 38
Lieblingslied: Autum leaves
Kontakt: Meine Nummer gebe ich leider nicht so schnell raus ;-)

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes? Zuerst stelle ich den Wecker ab. 

Wen bewunderst du? Ich bewundere Menschen, die für Probleme immer eine kreative Lösungen finden.

Was ist Schönheit? Schönheit ist für mich etwas, das sowohl innen und außen existiert. Welche davon dann wichtiger ist, variiert nach Situation und Lebenslage. Muss jeder für sich entscheiden.

Machst du bessere Musik, wenn du gut drauf oder traurig bist? Weder noch. Ich mache meiner Meinung nach für mich gute Musik wenn ich nicht darüber nachdenke was ich mache, es fühle und nicht alles so persönlich nehme wenn etwas Neues entsteht.


Im Zweifel lieber stumm oder taub? Lieber stumm. Die Vorstellung nichts mehr hören zu können macht mir etwas mehr Angst als nichts mehr zu sagen.

Was würdest du gern besser können? Einen Handstand. Konnte ich noch nie, habe ich zich mal versucht, doch leider nie erfolgreich.

Wer oder was inspiriert dich? Das Leben.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich habe die Macht und ich werde die Dinge auch verändern.

Verrate uns einen magischen Ort. Ganz egal wo auf der Welt! Mein Herz. Willst du mal nachschauen?

Warum sind Pizzaschachteln eckig? Weil Menschen in Schubladen denken. Schubladen sind auch eckig und deshalb leider auch Pizzaschachteln. Wir sind aber die Pizza.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Der kleine Prinz. Ist ein Klassiker und gefällt Groß und Klein.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde mit großer Wahrscheinlichkeit entweder Tee oder Kaffe kochen.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Ich würde das Fliegen wählen… das wäre wunderbar!

Was wäre das erste was du tun würdest, wenn du unsichtbar wärest?
 Nackig rumlaufen. Irgendwie ist das das Erste was mir eingefallen ist. Ich finde nackig sein hat etwas von frei sein.

Was sollte niemand von dir wissen?
Sag ich nicht. Nur wenn du mich nochmal fragst.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Die Frage wiederholen „Was sollte niemand von dir wissen“.

Das letzte Wort:
 HEAGDL

Foto: Dany Jungslund

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 16. Januar 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Anna Pfeiffer

Das 2 Minuten-Interview

Was waren wir stolz auf ihren Auftritt in der Höhle der Löwen. Anna Pfeiffer begeisterte die Juroren nämlich nicht nur mit ihrem großartigen Produkt Five Skincare (dazu gleich mehr), sondern auch mit ihrer unfassbar liebenswerten, ehrlichen, zurückhaltenden und so freundlichen Art. Das mag am guten Schweizer Essen liegen oder aber an der Tatsache, dass Anna irgendwann verstanden hat, dass mehr nicht immer mehr bedeutet, und weniger manchmal alles ist. Genau deshalb kommen auch alle Produkte ihrer Five Skincare Pflegelinie mit maximal fünf natürliche Zutaten aus. Zum neuen Jahr wollen wir uns ein Beispiel nehmen und haben Anna direkt zum 2 Minuten-Interview geladen. Freut euch auf Erhellendes zum Thema Unsichtbarkeit, Heldentum, Bockspringen und wurstige Brüder. Danke Anna!

Name: Anna Pfeiffer
Alter: 35
Wohnort: Zürich
Beruf: Geschäftsführerin
Schuhgröße: 38, manchmal auch 39
Lieblingszutat: Käse ohne alles
Kontakt: hello@fiveskincare.com

Auf welche fünf Dinge kannst du nicht verzichten? Freiheit. Geliebt werden. Erinnerungen. Brot. Flirten.

Kann man Mut lernen? Definitiv. Ich war sehr ängstlich als Kind, für Vieles fehlte mir der Mut. Irgendwann begriff ich, dass auf Angst Action folgt. Und weil ich ein aktives Leben führen will, wende ich einen Trick an: Jede Möglichkeit auf Action wird angenommen, außer, es gibt einen rationalen Grund dazu es nicht zu tun, weil statistisch gesehen extrem gefährlich oder so. Somit schließe ich emotionale Entscheide einfach aus und das funktioniert sehr gut, weil ich gar nicht mehr auf die Idee komme, etwas nicht zu tun. Just do it!

Der beste Rat den du je bekommen hast? Nicht ein Rat, eher eine Einstellung: Mach dich frei von (immateriellem) Besitz und lerne, dass Liebe viel mit Freiheit zu tun hat. Zusammengefasst: Lebe frei.

Was wäre die erste Sache, die du tun würdest, wenn du unsichtbar wärst? Ganz wild feiern gehen. Und dann, mir fest wünschen, dass ich wieder sichtbar werde. ;-)

Deine früheste Kindheitserinnerung? Als ich meinen kleinen Bruder das erste Mal sah. Für mein Empfinden war er ungefähr einen halben Meter groß, nackig und unglaublich wurstig. Aber irgendwie doch ziemlich niedlich, der kleine Kerl!

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Oder. Typisch für eine Schweizerin, denn es passt zu jedem Satzende, oder?

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute? Als Kind: Dr. Sommer. Heute: Felix

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als Allererstes? Ich warte meistens so lange mit Aufstehen, bis sich mein Freund Felix mich mit Kaffee aus dem Bett lockt. Also Kaffeetrinken. Und deshalb ist er mein Held.

Wovor hast du Angst? Vor Einsamkeit. Und Bockspringen. Okay, vielleicht noch Base-Jumping. Ich versuche mich immer der Angst zu stellen, oder noch besser, gar keine aufkommen zu lassen, siehe «Kann man Mut lernen?».

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter? Hm, wahrscheinlich würde ich immer ein klitzekleines bisschen weiterlesen, so wie wenn man als Kind heimlich unter die Türchen des Adventskalenders schaute. Spätestens am 18. Dezember konnte ich verraten, was in der 24 steckt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kommt drauf an, was wir nachher noch vorhaben. Wenn wir noch ausgehen, dann gibt’s selbstgemachte Pizza. Kommt Ihr einfach so zum Essen, dann ein Risotto Milanese. Das Saltimbocca dazu müsst Ihr aber selber anbraten, ich kann (mag) das nicht. Ich besorge dafür alle Zutaten, versprochen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde alle Menschen so umprogrammieren, dass ab sofort rein gar niemand mehr auf die Idee kommt, die Kompetenz einer Person anhand Ihres Geschlechtes zu bewerten.

Was sollte niemand von Dir wissen? Ach, ich bin ein offenes Buch. Was wollt ihr wissen?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ob ich länger als fünf Minuten auf einem Bein hüpfen kann.

Das letzte Wort:
Wikipedia sagt, MMW steht für:
– Millimeterwelle
– Marianisches Missionswerk der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria
– Medeski, Martin & Wood, ein 1991 gegründetes US-amerikanisches Jazz-Trio
– Moma (Mosambik) nach dem IATA-Flughafencode

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. Januar 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Karin Heinzl

Das 2-Minuten Interview

Karin Heinzl lebt in Berlin. Geboren und aufgewachsen ist sie allerdings in Österreich. Ihre Mama stammt aus Brasilien, was für ein Mix(!), den man ihr nicht nur ansieht sondern Gott sei Dank auch spürt. Von den Kochkünsten (siehe unten) mal ganz abgesehen. Karin sprüht vor Energie und Lebensfreude und hat die seltene Gabe, jeden Menschen, der ihr begegnet, irgendwie ein bisschen glücklicher zu machen. Nach ihrem Studium im Fach Publizistik und Political Management, arbeitete sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung, in der Politik und in Indien für eine NGO im Bereich Women Empowerment. Vor zwei Jahren gründetet sie dann MentorMe. MentorMe ist ein Förderprogramm, das Frauen beim beruflichen Ein- und Aufstieg durch Mentoring, praxisorientiertes Training und ein Netzwerk von Berufstätigen und Arbeitgebern unterstützt. In den zwei Jahren seit der Gründung wurden bereits 190 Mentoring-Teams erfolgreich gematched! Auch unsere Julia ist seit Neustem Mentorin und wird im kommenden Jahr viel von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an ihre Mentee weitergeben. Apropos weitergeben. Im Februar erwartet Karin übrigens ihr erstes Kind. Wir freuen uns sehr für sie und wünschen ihr alles Glück der Welt für ihr neues lebenslanges Minimentoring.

Name: Karin Heinzl
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Geschäftsführerin
Schuhgröße: 38,5
Lieblingsort: Königreich Tonga, NYC und Japan
Kontakt: heinzl@mentorme-ngo.org
Was lernst du nie? Auf Süßigkeiten zu verzichten.

Beschreibe deinen Führungsstil. Ich würde sagen, ich lebe einen Führungsstil der in der Leadershipforschung als „Authentic Leadership“ behandelt wird. Ich will authentisch – also wahrhaftig – sein. Wenn es mir mal schlecht geht, will ich das sagen dürfen, denn das Leben ist nun mal eine Medaille mit zwei Seiten. Ich glaube, diese Authentizität spüren die Leute an mir und deshalb verstehe ich mich mit vielen Menschen, egal ob Studentin oder Topmanager, gleich gut.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Die Welt umsegeln.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Absolut (ich benutze es schon lange und mag das Wort nach wie vor, denn es verleiht Nachdruck und Stärke).

Wie würde deine Mutter dich beschreiben? Ich fragte sie und sie sagte: „Schlank, lange Haare, lieb, fleißig, ehrgeizig, selbstständig, sensibel, empfindlich, emotional, anspruchsvoll und isst gerne.“

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Hell und offen, stylisch und minimalistisch. Ich brauche viel Raum und Luft – alles andere würde mich und meine Ideen und Kreativität unterdrücken.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Einfach starten, einfach machen.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun? Das kann ich nicht sagen, denn das wäre nicht jugendfrei ;-)

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd oder gegen hundert Pferde, die so klein sind wie Enten? Was für eine Frage! :-D Ich nehme es mit der pferdegroßen Ente auf, denn sie ist und bleibt ein Gegner, den man mit Taktik und List und Kalkül überwinden könnte. Eine Armee von 100 entengroßen Pferden stelle ich mir schwieriger vor, da ich 100 Mal einen Gegner überwinden müsste.

Was ist dir peinlich? Wenn ich mir ab und zu das Klatschmagazin InTouch im Supermarkt kaufe. Manchmal brauche ich diese „Non-Brainer“ einfach um zu entspannen.

Worauf bist du stolz? Auf MentorMe und auf meinen Spirit.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde backen und zwar „Pao de Queijo“, eines der brasilianischen Nationalgerichte.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Auf die Gefahr hin „evil“ zu klingen: Ich würde die Fähigkeit wollen, Menschen beeinflussen zu können ;-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde das Gefühl von Hass aus dem Emotionsrepertoire von Menschen löschen.

Was sollte niemand von dir wissen? Sag ich natürlich nicht!

Das letzte Wort:
Absolut!

Foto: MentorMe

Karin Heinzl, MentorMe
Foto: Steffen Kugler
Steffen.Kugler@gmail.com

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Dezember 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare