Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau

Wer in den letzten Wochen sich nicht gerade in einem Erdloch verkrümelt hat (und selbst da), ist an unserer ehemaligen Kollegin Phenix Kühnert wohl kaum vorbeigekommen. Die Aktivistin leistet über diverse Social Media Kanäle wichtige Aufklärungsarbeit in Sachen Queerness und Transsein. Unentgeltlich und gleichzeitig unbezahlbar. Auch offline setzt sich die Wahlberlinerin schon länger für Trans-Rechte, intersektionalen Feminismus und die queere Community ein. Mit „Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau“ ist sie nun auch unter die Autorinnen gegangen und wir könnten uns nicht mehr darüber freuen. Phenix‘ Debüt ist gespickt mit privaten Einblicken aus ihrem Leben und brutal ehrlichen Worten zum eigenen Körpergefühl, Feminismus und Patriarchat. Dabei spricht sie auch über unser gesellschaftliches Rollenverständnis und darüber, was passiert, wenn wir der Welt offen gegenüberstehen. Begleitet wird der Text von wunderbaren Illustrationen und einem Glossar rund um LGBTQIA+-Themen. Erschienen ist das Buch auf rund 200 Seiten im Haymon Verlag, hergestellt im nachhaltigen Cradle-To-Cradle-Verfahren.
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Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau | 19,90 € | haymonverlag.at | FOTO: Haymon Verlag

Slip in, Slip-on!

Ein Schuh aus Papier? Nein, das ist kein abgefahrenes Kunstprojekt, sondern der Minimalist unter den Minimalschuhen: Wildling bringt mit seinen neuen Slip-ons SAIGA und TALAS Schuhe an unsere Füße, die in ihrer Reduziertheit kaum zu übertreffen sind. Kein Schnickschnack, keine Mikrofaser: Die Slip-ons bestehen aus Washi – ein Papiergarn, das traditionell in einem aufwendigen Prozess in Japan gefertigt wird. Und auch der Schnitt ist von der japanischen Wickeltechnik inspiriert. Dank des stark reduzierten Materialeinsatzes sorgen die neuen Modelle nicht nur für luftige Frühlingsgefühle am Fuß, sie verbrauchen auch weniger Ressourcen in der Herstellung und ermöglichen verbesserte Recycling-Möglichkeiten, wenn sie nicht mehr getragen werden. Dieser Schuh kann mehr als Leichtigkeit und Komfort. Wie alle Wildling Modelle ist er ein Statement für regenerativen Konsum, für ein Nehmen und Zurückgeben. Die genderneutralen Wildlinge sind in den Größen 23-48 erhältlich. Reinschlüpfen, loslaufen! Aufgepasst: Wir verlosen einmal den SAIGA Slip-on in der Größe eurer Wahl. Schreibt uns mit dem Betreff „#partoftheregeneration“ an hurra@muxmaeuschenwild.de, wenn ihr am Gewinnspiel teilnehmen wollt!
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Wildling Slip-on SAIGA & TALAS | ab 89 € | wildling.shoes | FOTO: Cherie Birkner

New York, New York

Wer Fran Lebowitz nicht schon vorher kannte, hat sie spätestens im zweiten Lockdown in Martin Scorseses grandioser Doku „Pretend it’s a city“ kennen- und lieben gelernt. Mit viel (trockenem) Humor, Gesellschaftskritik und Sprüchen, die den Nagel auf den Kopf treffen, hat sie unsere Sehnsucht nach New York in einer Zeit gestillt, in der Reisen kaum möglich war. Aber Fran ist so viel mehr als diese Doku. Und das seit Jahrzehnten. Bereits 1994 erschien ihr Buch „The Fran Lebowitz Reader“ auf Englisch und endlich ist nun auch die deutsche Ausgabe herausgekommen. Dass die gesammelten Magazintexte aus „New York und der Rest der Welt“ überwiegend aus den 1970er und 1980er Jahren stammen, fällt kein bisschen auf, denn viele davon sind weiter aktuell. Fran beobachtet auf eine unglaublich komische und präzise Art alltägliche Themen wie Sport, Familie, Reisen oder auch die Steuererklärung und stellt dabei fest: „Aber leider regiere ich die Welt nicht, und das ist, fürchte ich, das Unglück meines Lebens.“ Dem können wir uns nur anschließen.
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New York und der Rest der Welt | 22 € | rowohlt.de | FOTO: rowohlt

Vitaminspritze

Schweigen ist Silber, Reden ist Geld! Das Kartenspiel „Money Therapy“ möchte mit einer wohldurchdachten Fragensammlung Gespräche rund um Finanzen anstoßen und insbesondere Frauen dabei unterstützen, langjährige Glaubenssätze zu hinterfragen. Was wurde dir in deiner Kindheit zum Thema Geld beigebracht? Wie denkst du heute darüber? Die sogenannten Reflection Cards dienen dazu, die eigene Beziehung zum Geld zu hinterfragen und mit Investment-Mythen aufzuräumen. Ergänzt werden sie von den Action Cards, die dabei helfen, neu Gelerntes zu manifestieren. Das klappt zwar auch alleine, am besten aber in gemeinsamer Runde. Das Kartenspiel ohne Verlierer*innen wurde von der Investment-App Vitamin ins Leben gerufen. Die beiden Gründer*innen Andrea Fernandez und Artyom Chelbayev haben es sich zum Ziel gesetzt, das finanzielle Selbstbewusstsein von Frauen zu stärken, Denkweisen zu ändern und wertvolle Gespräche für jederfrau zu initiieren. Damit Geld endlich zum Talk of the Town wird, ist das Kartenspiel kostenfrei auf Englisch und Deutsch zum Herunterladen verfügbar. Zusätzlich wird es eine limitierte haptische Variante geben, die wir gleich dreimal verlosen. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „Vitamin F“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Money Therapy | über Instagram bestellbar (9,90 €) oder auf der Website gratis als Download | joinvitamin.com | FOTO: Vitamin

Doch

Max Gruber ist kurz davor den Verstand zu verlieren. Seine Gedanken fahren unaufhörlich Karussell und er schreibt’s auf. Max Gruber, das ist der deutsche Musiker und Künstler Drangsal. Mit seinem frisch erschienenen Buch „Doch“ macht er seinem Künstlernamen alle Ehre: Beim Lesen befinden wir uns irgendwo, irgendwie dazwischen – in einem Wirrwarr aus Emotionen, die wir eher wegschieben, und Dingen, die wir nur denken, aber nicht aussprechen. In autobiografischen Miniaturen, Kurzgeschichten und Gedichten puzzelt Drangsal ein (Selbst-)Bild, das wir so kaum greifen können, eindringlich und verwirrend zugleich. In einer Welt zwischen Fakt und Fiktion geht es um Flucht, Zerbrechlichkeit und den Wunsch, aus sich selbst ausziehen zu können. Emotionale Themen in kurzweiligen Texten. Kostprobe gefällig? Wir verlosen drei Exemplare, schreibt uns „OH DOCH!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Doch | 20 € | ullstein-buchverlage.de/doch | FOTO: Claassen

Quanto basta!

Jeden Freitag trudelt hier in unserer Redaktion der Splendido-Newsletter mit sieben grandiosen italienischen Rezepten für die kommende Woche ein. Und jeden Freitag das Gleiche: Instant Hunger. Riesenhunger sogar. Logisch, dass wir die beiden Autor*innen Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall schon in unserem 2 Minuten-Interview vorgestellt haben. Und noch logischer, dass sie nun endlich (!) ein Kochbuch herausgebracht haben: 90 Rezepte, aufgebaut wie eine klassische Speisekarte, dazu ein bisschen Produktkunde, wunderschöne Fotografien und ganz viel italienisches Lebensgefühl. Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass Mercedes und Juri mit viel Liebe kochen, recherchieren und schreiben und ein großes Herz für gute Produkte und kleine Details haben. Der besondere Clou: Es gibt kaum genaue Mengenangaben. Das hat den einfachen Grund, dass jede italienische Nonna lediglich mit „quanto basta“ („genügend“) antworten würde, und mit diesem Kochbuch kochen und nicht nachkochen gelernt werden soll. Wir wollen uns nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, aber dieses Buch könnte ein Klassiker werden. Und genau deshalb verlosen wir zwei Exemplare. Schreibt dazu eine Mail mit dem Betreff „BASTA“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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SPLENDIDO | 30 € | dumont-buchverlag.de/splendido | FOTO: DuMont Buchverlag

Dschinns

Sie sind eine Art Geister oder Dämonen, nicht Engel oder Teufel, nach islamischer Vorstellung aus rauchlosem Feuer erschaffen und seit jeher unter uns. Wir kennen sie vielleicht als Dschinn oder Flaschengeist, Fatma Aydemir nennt sie einfach Dschinns. Die unsichtbaren Wesen geben den Titel ihres neuen Romans, der sich in einer Wohnung in Istanbul abspielt. Die war schließlich der lange gehegte Traum von Hüseyin, der in den 80er Jahren mit seiner kurdischen Familie nach Deutschland immigrierte und über dreißig Jahre aus der Ferne auf die Eigentumswohnung hinarbeitete. Den Einzug bekommt er nicht mehr mit. Herzinfarkt. Dafür reist seine Familie zu Hüseyins Sehnsuchtsort. Sechs grundverschiedene Menschen, die in einer ungewohnten Umgebung und mit ungebremsten Gefühlen aufeinanderprallen. Was bedeutet das Gebilde Familie noch? Wie wirken sich unausgesprochenen Wahrheiten und Konflikte mit der Mehrheitsgesellschaft auf das Leben der Protagonist*innen aus? Beschwören sie wirklich Geister hervor? Aydemir lässt jede dieser sechs Personen ein Kapitel in dem Buch erzählen. So kraftvoll, dass man sich dem Familienroman kaum entziehen kann. Keine Spukgeschichte, aber mindestens genauso packend.
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Dschinns | 24 € | hanser-literaturverlage.de/dschinns | FOTO: Hanser Verlag

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 22. März 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kinoreif

Mist. Schon wieder den einen Kinofilm verpasst, den man unbedingt anschauen wollte und dann doch wieder zig Dinge dazwischenkamen. Oder man hat ihn schlicht zu spät mitbekommen und dadurch verpasst. Eine bekannte Situation für alle Cineast*innen und solche, die es werden wollen, aber es einfach viel zu wenig ins Kino schaffen wegen oben genannter Gründe. Das Problem, vor allem mit Independent-Streifen: Oft sind sie im Nachgang nur schwer oder gar nicht mehr im Netz zu finden. Die Berliner Kinogruppe Yorck hat die Lösung parat und bringt nun preisgekröntes Filmprogramm für alle nach Hause. „Yorck on Demand“ heißt der neue Service, mit denen handverlesene Kinofilme jederzeit auf Abruf gekauft oder geliehen werden können. Im Originalton und ohne Abonnements. Neben Filmen, die frisch von der Kinoleinwand kommen, finden sich hier auch ehemalige Programmschätze, die in Genres wie „Female Filmmakers“, „Creepy Crypt“ oder „Mongay“ eingeordnet werden. Von nationalen bis internationalen Nischenfilmen ist alles dabei, was auf keiner Watchlist fehlten sollte. Schöner Nebeneffekt: Die ausgezeichnete Vorauswahl führt ohne Umwege zum Ziel, sprich kein wahlloses Durchzappen bis zur Verzweiflung aufgrund von Überangebot. Beim Streamen von Zuhause können obendrauf Punkte gesammelt werden, die bei jedem Yorck-Kino um die Ecke in bares Gold, ähm, buttergelbes Popcorn eingetauscht werden können. Wir verlosen drei Gutscheincodes für einen Film nach Wahl. Schickt dazu eine Mail mit dem Betreff ‚YORCK ON DEMAND‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Yorck On Demand | ab 4 € | ondemand.yorck.de | FOTO: Yorck Kinogruppe

Parallele Mütter

Und nochmal Kino. Ein Trailer, der zuletzt besonders viel Lust auf Kino gemacht hat, ist der zu „Parallele Mütter“ von Pedro Almodóvar. Der spanische Regisseur, der für Filme wie „Alles über meine Mutter“ oder „Die Haut, in der ich wohne“ international gefeiert wird, führt in seinem neuen Drama zwei große Themen zusammen: Mutterschaft und Identität – auf persönlicher wie politischer Ebene. In seiner Geschichte stehen, wie so oft in seinen Werken, zwei Frauen im Mittelpunkt: Die um die 40 Jahre alte Janis, gespielt von Penélope Cruz sowie die 17-jährige Ana, gespielt von Newcomerin Milena Smit. Beides werdende Mütter, die im Krankenhaus aufeinandertreffen und doch neben der Schwangerschaft wenig miteinander teilen. Bis sie durch einen heraufbeschworenen Zufall wieder aufeinandertreffen und schließlich ein Gentest bevorsteht. Am Ende geht es jedoch mehr als um geteilte DNA und komplexe Muttergefühle. Gleich zu Beginn erzählt Almodóvar von Spaniens dunkler Vergangenheit, von der Zeit des Franco-Faschismus. Janis begibt sich am Anfang des Films auf die Spuren ihres Großvaters, der als Opfer dieser Zeit in einem Massenbegräbnis liegen soll, und lernt dabei den zukünftigen Vater ihres Kindes kennen. Die Frage nach Herkunft und Identität zieht sich so wie ein roter Faden durch die Geschichte und lässt uns tief in die spanische Seele blicken.
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Parallele Mütter | Trailer | FOTO: Parallele Mütter

1x pumpen, alles weg!

Hände desinfizieren und dabei Wasser sparen? Easy! Mit dem ALL NATURAL RINSE-FREE HAND CLEANSER hat die Hamburger Naturkosmetikmarke STOP THE WATER WHILE USING ME! ein nachhaltiges Desinfektionsmittel auf den Markt gebracht: schnell, effizient, wasserlos. 99,9 % der Bakterien wird mit Bio-Ethanol und Salbeiextrakt der Garaus gemacht. On top spendet das Unternehmen mit jedem Verkauf automatisch an die Wasserschutzinitiative GOOD WATER PROJECTS. Den Design-Spender gibt es mit 60 ml oder 500 ml, inklusive Refill-System. Pünktlich zum Weltwassertag verlosen wir zwei HAND CLEANSER Sets bestehend aus dem 500 ml Pumpspender und dem Fläschchen für unterwegs. Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff „STOP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de und stay clean!
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ALL NATURAL RINSE-FREE HAND CLEANSER | ab 9 € | stop-the-water.com/handreinigung | FOTO: STOP THE WATER WHILE USING ME!

Danke, gut.

„Hey, wie geht’s dir heute?“ Wie oft schütteln wir uns mit einer Selbstverständlichkeit und ohne wirklich darüber nachzudenken die zwei Worte „Danke, gut.“ aus dem Ärmel? Als kannten wir nie eine andere Antwortmöglichkeit, rollt es uns von der Zuge. Miriam Davoudvandi kreiert in ihrem Podcast „Danke, gut. Der Podcast über Pop und Psyche“ einen Safe Space, in dem sie sich mit unterschiedlichen Menschen über jene lakonische Antwort austauscht. Von Clueso über Ex-No-Angel Nadja Benaissa bis Casper – Miriam schafft es im Plausch mit ihren Gästen einen Weg aufzubereiten, der „Mir geht’s heute nicht gut“ total okay und wichtig werden lässt. Der Podcast rückt psychische Erkrankungen in den Fokus und normalisiert dabei auch das Sprechen über Depression, Sucht und Panikattacken. Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue Folge, die den Fake-Feel-Good-Momenten des Alltags die Show stiehlt. Dabei vereint: Musik, Weltschmerz und Emotionen. Wir sagen: EarPods rein, Lauscher spitzen, Seele öffnen.
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Danke, gut. Der Podcast über Pop und Psyche | wdr.de/danke-gut | FOTO: WDR / Nils Reuter

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 08. März 2022 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Die Mutmacher-App

Es gibt Zeiten da brauchen wir jemanden, der uns an die Hand nimmt und zeigt wie wir in kleinen Schritten zu schönen Momenten kommen – auch wenn sich gerade alles falsch anfühlt. Damit meinen wir nicht den aktuellen Wahnsinn da draußen (obwohl wir euch gerne auch dafür einen solchen Coach empfehlen würden), sondern die eigene, ganz kleine Welt. Stephanie Neumann hat mit ihrer App „Happie Haus“ genau so ein Angebot geschaffen. Während ihrer eigenen Brustkrebserkrankung merkte sie, wie schwer es ihr fiel, mit Erhalt der Diagnose plötzlich nur noch Patientin zu sein: Gerade noch gesund wird man auf einmal fix von A nach B geschickt, nimmt unzählige Termine wahr und versucht, sich in der Informationsflut zurechtzufinden. Und drum herum? Gibt es nichts, das außerhalb der ärztlichen Versorgung zum Wohlbefinden beiträgt. Das Thema ließ sie auch nach ihrer Genesung nicht los. Und genau darum gibt es jetzt „Happie Haus“: Eine Ratgeber-App mit liebevoll gestalteten Tipps und Informationen. Mit Dingen, die einem Kraft geben, für den Weg mit der Krankheit und den Kampf gegen sie. Anregungen, die einem zeigen, dass man eben doch ein Mitspracherecht hat wie ein Tag verläuft. Mit „Happie Haus“ geht es Stephanie Neumann nicht um das Ersetzen von Therapien, sondern um eine begleitende Unterstützung. Und darum, Betroffenen ein klein wenig die Kontrolle zurückzugeben.
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Happie Haus | happiehaus.com | FOTO: Happie Haus

Nur Mut!

Was passiert da eigentlich, wenn der Körper menstruiert? Wie benutze ich eine Menstruationstasse und wer menstruiert überhaupt? Im inklusiven Handbuch „Mut zum Blut“ beantwortet Perioden-Aktivistin Chella Quint Fragen rund um die Menstruation und nimmt uns mit auf eine Reise in- und außerhalb des Uterus. Begleitet von Illustrationen von Giovana Medeiros durchlebt das Handbuch Periode und Pubertät, beantwortet Fragen zu „Wie sieht die Periode aus?“ und stellt unterschiedliche Menstruationsprodukte in ihrer Anwendung vor. Perioden-Positivität wird hier großgeschrieben, denn Chella Quint bricht mit der Scham um Menstruation und zeigt, dass das Sprechen darüber kein Tabu ist, sondern wichtig und völlig normal. Das Normalste der Welt eben. Ein Buch, das Klartext spricht, denn Menstruieren ist nicht immer Erdbeerpflücken. Das Handbuch ist im Zuckersüß Verlag erschienen und wir verlosen fünf dieser zuckersüßen Exemplare. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚Mutig‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Mut zum Blut | 24,90 € | zuckersuessverlag.de/mut-zum-blut | FOTO: Zuckersüß Verlag

Flasche für Flasche

Verschmutzung, Klimawandel und Überfischung bedrohen das Gleichgewicht unseres Ökosystems. Nothing new. Doch im Jahr 2050 könnte mehr Plastik als Fische in den Ozeanen schwimmen: Flasche für Flasche, Fanta neben Nemo. Doch wie wär’s, wenn wir jetzt auf Angriff setzen? Die Teamsport-Kollektion OUTFITTER OCEAN FABRICS zeigt, wie man dieser nicht so zauberhaften Zukunftsvision sportlich entgegenstehen und dabei die Meeresverschmutzung ins Abseits stellen kann. Aus in Küstengebieten gesammelten und recycelten Plastikflaschen stellt das Unternehmen nämlich Bekleidung für Fußballspielende her – vom Trikot über Socken und Stutzen bis hin zum Zip-Hoodie. So abstrakt manche Recycling-Prozesse sein mögen, so eindrücklich ermöglicht es OUTFITTER OCEAN FABRICS zu sehen, welchen Effekt ein einziges Produkt auf die Umwelt hat und wie viele Flaschen vom Strand in das Shirt fließen, das Teamspirit und Umwelt stärkt: In einem Paar Socken steckt eine Plastikflasche, in einem Trikot 14, in einem langärmeligen Trainingsoberteil ganze 27 Plastikflaschen. Unter allen, die eine Mail mit dem Betreff ‚Saubere Zukunft‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de schicken, verlosen wir zweimal jeweils ein frei wählbares Teil aus der Kollektion.
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OUTFITTER OCEAN FABRICS | ab 9,95 € | outfitter.de/oceanfabrics | FOTO: OUTFITTER OCEAN FABRICS

See. Not. Rettung.

Wir müssen einmal kurz ernst werden. Bei der Vielzahl an Nachrichten, die uns Judith Rakers, Claus Kleber oder Marietta Slomka jeden Tag verkünden, kann ja keiner mehr mitkommen. Emotional schon gar nicht: Denn sind wir ehrlich, es sind doch meist bad news. Tobias Schlegel gibt uns die Chance, das Thema Seenotrettung einmal abseits des Stakkatos aus Zahlen, Fakten und Kurzmeldungen zu begreifen. Der ehemalige Moderator half den Geflüchteten vor der Küste Libyens als Notfallsanitäter und nimmt uns in seinem neuen Buch, das am 24. Februar erscheint, mit an Bord der Sea-Eye 4. In seinen Berichten können wir das Warten auf den ersten Einsatz miterleben, Rettungsmanöver und Verfolgungsjagden mit der libyschen „Küstenwache“ mitten auf dem Meer und schließlich die bange, aber auch hoffnungsvolle Zeit gemeinsam mit den geflüchteten Menschen an Bord. „See. Not. Rettung.“ ist Tobias‘ persönlicher Blick auf die Tragödien, die sich im Mittelmeer tagtäglich abspielen. Wir dürfen zwei Exemplare verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚Weil’s wichtig ist‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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See. Not. Rettung. | 16 € | piper.de/see-not-rettung | FOTO: Piper Verlag

Dick oder dünn, alt oder faltig?

Wir können uns gerade gar nicht entscheiden, für welchen Kinofilm wir das nächste Ticket lösen wollen. Wann gab es das letzte Mal so viel gutes Zeug zum Popcorn? Seit Anfang Februar läuft mit „Wunderschön“ eine deutsche Produktion, die es in sich hat. Denn es geht um Frauen und ihren Blick auf sich selbst. Der ist meist ein ziemlich strenger: exakt auf die Stellen, die nicht stimmen. Karoline Herfurth hat am Drehbuch mitgeschrieben und führt auch Regie. Vor der Kamera spielt sie die junge Mama Sonja, die nach zwei Schwangerschaften mit ihrem Körper und der Rollenverteilung in ihrer Ehe hadert. Nicht nur sie, auch die anderen vier Frauenfiguren (gespielt von Emilia Schüle, Martina Gedeck, Nora Tschirner und Dilara Aylin Ziem) in ihren unterschiedlichen Lebensphasen sind so treffend porträtiert und so authentisch, dass im Film garantiert ein paar Sätze fallen, die ihr selbst schon exakt so gesagt habt. Dabei schafft „Wunderschön“ es doch – ganz im Gegenteil zum Filmtitel – nicht zu sehr in Klischees haften zu bleiben. Deshalb ist Herfurths Episodenfilm einfach richtig gute Unterhaltung und ein überzeugender Aufruf, die Erwartungen an uns selbst mal lockerer zu nehmen. Also: Süß oder salzig?
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Wunderschön | Trailer | FOTO: Warner Bros. / Wunderschön Film

Voll das Leben!

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, welche Geschichten uns die Wände der Berliner U-Bahn-Stationen erzählen würden, wenn sie könnten? Das C/O Berlin erweckt mit einer neuen Ausstellungs-App einige Episoden zum Leben und nimmt uns mit auf eine visuelle Zeitreise durch das Berlin Ende der 1970er- bis Mitte der 1990er-Jahre. Genauer gesagt blicken wir durch die Linse des Ostkreuz-Fotografen Harald Hauswald. Seine Bilder erzählen vom Leben in der DDR, die Geschichte des Wandels 1989 und die Folgen der Wiedervereinigung. Sie lassen uns dem DDR-Alltag ganz nahekommen und sind auch schon einmal ironischer Kommentar. Es handelt sich schließlich um den von der Stasi wohl meist beobachteten Fotografen. Aktuell zeigt das C/O mit der Ausstellung „Voll das Leben! Reloaded“ seine Werke. Die zugehörige C/O App verwandelt per Augmented-Reality-Technologie Plakatflächen am Rosa-Luxemburg-Platz, in der Klosterstraße und am Potsdamer Platz in einen Teil der Ausstellung – und bringt die Fotografien damit in unmittelbare Nähe zu ihren Entstehungsorten.
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C/O Berlin App | co-berlin.org/app | FOTO: C/O Berlin Foundation / David von Becker

Allein, allein

„Das Buch der Stunde“! Wie oft liest man solche großspurigen Ankündigungen? Selten haben sie so gestimmt wie bei Daniel Schreibers „Allein“. Er hat sich – in einer Zeit, in der alle Möglichkeiten der Ablenkungen wegfielen – damit beschäftigt, wie selbstverständlich die Erzählung der einen großen Liebe in unserer Gesellschaft immer noch wirkt. Und wie merkwürdig das eigentlich ist, wenn wir uns umschauen und einen Blick auf unsere bisherigen Liebesleben und unseren Freundeskreis werfen. Auf der Suche nach einem selbstbestimmten Leben sind wir doch alle in den unterschiedlichsten (Paar-)Beziehungen gelandet – oder eben in keiner. Was kann man tun, wenn man das selbst als Schwäche empfindet? Und wieso hält sich dieses Bild, dass wir alle noch eine bessere Hälfte finden müssten, eigentlich so hartnäckig, wenn Deutschland rund 18 Millionen „Single“-Haushalte zählt? Daniel Schreiber berichtet, wie unumgänglich die Pandemie seine Auseinandersetzung mit der Einsamkeit machte. Und will eine neue Erzählung vom Alleinsein finden. Er nimmt uns mit auf seine Suche, wie ein glückliches Alleinsein gelingen kann. Klingt nach Ratgeber oder Sachbuch? Don’t be fooled. Es ist ein persönlicher, literarischer Bericht, den Daniel Schreiber immer wieder abgleicht und anreichert mit spannenden philosophischen, psychologischen oder soziologischen Positionen und genau deshalb in der eigenen Geschichte auch das herausarbeitet, was aktuell so viele fühlen, fragen und ergründen. Und das macht es doch aus, „das Buch der Stunde“, oder?
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Allein | 20 € | hanser-literaturverlage.de/allein | FOTO: Hanser Verlag

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 08. Februar 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Von 70er Groove und großer Liebe

Was wurde über die Liebe nicht alles schon gesagt, geschrieben oder auf die Leinwand gebannt. Völlig egal! Das machen gleich die ersten Sekunden von „Licorice Pizza“ klar. Denn hier kommt ein Film, der so mitreißend schön ist, dass wir den beiden Hauptfiguren – Mittzwanzigerin Alana Kane (Alana Haim) und Teenager Gary Valentine (Cooper Hoffman) – überallhin folgen würden. Wir sind im kalifornischen Sommer, wir sind in den wilden Siebzigern, wir sind irgendwo zwischen Schlaghosen und Motown. „Licorice Pizza“ erzählt nicht nur die Geschichte der Freundschaft und Liebe zwischen Alana und Gary, sondern auch die große Lovestory zwischen Regisseur Paul Thomas Anderson und seiner Heimat, dem San Fernando Valley nordwestlich von L.A. — die in einer der kitschig-schönsten Inszenierungen Hollywoods mündet, die wir je gesehen haben. Über den Film gäbe es noch so viel mehr zu erzählen. Zum Beispiel über den tollen, buntgemischten Cast. Denn neben den beiden Newcomer*innen (naja, kann man Philip Seymour Hoffmans Sohn wirklich so bezeichnen?) in den Hauptrollen taucht mit Bradley Cooper, Sean Penn oder Tom Waits auch Hollywoods A-Riege auf. Oder über die unzähligen Cameo-Auftritte. Oder, oder, oder… ihr merkt, wir kommen ins Plaudern! Wichtig ist eigentlich nur eins: Lange schon gab es nicht mehr so viel Freiheitsgefühl, so viel Freude, so viel Rausch im Kinosaal.
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Licorice Pizza | ab 27.01.2022 im Kino | Trailer | FOTO: Universal Pictures

Manifesto

Seitenwechsel für Bernhardine Evaristo: In ihrem neuen Buch „Manifesto – Warum ich niemals aufgebe“ erzählt die in London lebende Autorin erstmals über ihr eigenes Leben. Beginnend bei ihrer Kindheit bis hin zu den Stigmata, die sie 40 Jahre begleiteten: Frau, Schwarz, Lesbisch, Prekär, Schriftstellerin. Auf fast 300 Seiten erzählt sie von den Höhen und Tiefen in ihrem Leben. Davon wie es ist, als Tochter einer englischen Mutter und eines nigerianischen Vaters im armen Süden Londons aufzuwachsen. Als Mensch zweiter Klasse gesehen zu werden und doch niemals aufgeben zu wollen. Es geht um Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Aktivismus, Queere Liebe und Evaristos langen Weg zur Bestsellerautorin. Schließlich wurde die jetzt 62-Jährige vor drei Jahren als erste Schwarze Schriftstellerin mit dem begehrten Booker Prize ausgezeichnet, einem der wichtigsten Literaturpreise weltweit. Die sieben Kapitel fühlen sich wie eine persönlich anvertraute Geschichte an, ein tiefer Blick in ein Leben, welches unscheinbar beginnt, Hindernisse immer wieder überwindet und in einer internationalen Leserschaft endet. Ein bedeutendes Lehrbuch, welches gar keines werden wollte.
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Manifesto | 22 € | klett-cotta.de/Manifesto | FOTO: Tropen/Klett-Cotta