Mehr gemeinsam

Wie gestaltet sich die Arbeit in der Zukunft? Welchen Weg schlägt die neue Mobilität ein? Und wie sieht eine urbane Gesellschaft eigentlich aus? Fragen, denen man seit kurzem im B-Part am Gleisdreieck auf den Grund gehen kann. Auf ca. 1.000 qm ist dort ein Ort für Menschen entstanden, die die Lebens- und Arbeitswelten von morgen erforschen und mitgestalten möchten. Das temporäre Gebäude in direkter Nachbarschaft zum BRLO Container-Biergarten, besteht aus einem modularen Holzbau und wird als „Urban Ideation Lab“ genutzt, um die dort entwickelten Ideen und Themen in das zukünftige Stadtquartier am Gleisdreieck zu integrieren. Für eine inspirierende und ausgeglichene Arbeitsatmosphäre sorgt der von Ansgar Oberholz gemanagte Co-working Bereich, der rund 100 Plätze bietet, die ab schon 99 EUR pro Monat zu haben sind. Sechs Arbeitsplätze werden übrigens umsonst auf der Grundlage von Stipendien für solche Projekte vergeben, die sich der Erforschung zukunftsorientierter Ideen und Lösungen für ein lebenswertes Stadtquartier widmen. Außerdem gibt es Mehrzweckräume für Präsentationen, Workshops, Kunstausstellungen, Panels oder Events und ein öffentliches Café, in dem man neben Kaffee und Gebäck auch Frühstück, Bowls, Snacks und Sandwiches schnabulieren kann. B-Part soll ein offener, lebendiger und nachhaltiger Begegnungsort sein. Voraussichtlich bleibt das Gebäude für vier bis fünf Jahre an Ort und Stelle, bevor es an einen neuen Standort weiterziehen soll. Wir verlosen zwei Tagestickets zum Probe arbeiten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „B-PART OF IT“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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B-Part Am Gleisdreieck | Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin | bpart.berlin | Foto: ©HGEsch

Südtirol X Südostasien

Allein die Anfahrt zum Hotel SILENA ist ein Erlebnis. Von Innsbruck kommend führt der Weg hinein ins wunderschöne Südtirol. Im Hintergrund ragen die Spitzen des Gitschberges herrschaftlich in die Höhe, die kleinen regionaltypischen Häuser werden weniger, das Wetter jenseits der Alpen ist um einige Sonnenstunden reicher. Und dann inmitten des Hochtals Vals, kurz bevor die Straße in den Bergen zu enden scheint, schmiegt sich das Hotel SILENA wie ein modernes Dornröschenschloss in den Ski-Hang. Schützend umrahmt von einer organischen Nestkonstruktion aus Stahl, die sich stilbildend durch und um den Bau zieht, scheint es irgendwie eins zu werden mit der umgebenden Natur. Schon von außen wird klar, das SILENA ist etwas Besonderes, etwas Neues, das es so in der Region kein zweites Mal gibt. Spätestens wenn man am Empfang herzlichst begrüßt wird, spürt man, warum das SILENA den Zusatz „The Soulful Hotel“ trägt. Es ist ein Refugium der Ruhe, ein Hideaway für die Seele, in dem sich selbst ein Kurztrip so erholsam anfühlt wie ein Wochen-Retreat. SILENA steht übrigens für Simon und Magdalena Mair, die beiden Geschwister, die aus dem elterlichen Moarhof mit viel Liebe zum Detail ein Designhotel geschaffen haben, in dem südostasiatische Wohlfühlatmosphäre auf Südtiroler Gastlichkeit und Kultur trifft. Und genau diese Kombination aus familiärer Herzlichkeit, außergewöhnlichem Design und hochklassigem Service ist es, die das SILENA so unfassbar großartig macht. Die Zimmer und Suiten sind wunderschön eingerichtet, es gibt eine Tee-Bibliothek und Lese-Lounge mit über tausend persönlich ausgesuchten Büchern, ein Restaurant, das Menüs auf gefühltem Sterneniveau serviert, und einen 1.550 qm großen SPA-Bereich mit Heu-Sauna auf dem Dach. Dazu Ski-in Ski-out, Trailrunning, Fatbiken, Yoga, Qi Gong, Atemwanderungen, Lesungen und und und. Ach ja, und eine eigene Natur-Pflegeserie mit heimischen und asiatischen Essenzen. Offizielle MMW-Hotelbewertung: PERFEKT!
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Hotel SILENA | Birchwaldweg 10, 39037 Mühlbach/Vals, Südtirol, Italien | Preise: ab 140 € / p.P. | www.silena.com

An die Löffel!

Wenn es ums Kochen geht, mischen die Kinder im Haus erfahrungsgemäß ziemlich gerne mit. Häufig beschränkt sich das Mitmischen jedoch auf die Verlautbarung des aktuellen Lieblingsgerichts oder mittelmäßig ausdauernde Aktivitäten an der Rührschüssel. Das war daheim bei Luise und Alex natürlich ganz genauso. Die Betonung liegt auf ‚war‘, denn sie haben mit ihrer Kidchen im Prenzlauer Berg eine kleine aber feine Kochschule für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren eröffnet. Die Beiden kochen leidenschaftlich gern, haben selbst zwei Töchter und sind schon um die halbe Welt gereist, um verschiedene Länder (auch kulinarisch) zu entdecken. Seit drei Jahren sind sie nun in Berlin zuhause, zeigen den Kids in ihrer Kochschule, wie man kleine kreative Gerichte selbst zubereitet, und sprechen ganz nebenbei darüber, warum gesunde Ernährung eigentlich so wichtig ist. Alex’ Wissen als Ernährungsberater fließt dabei immer in die Kurse mit ein, in denen dann zum Beispiel bunte Nudeln selbst gemacht, Miniobsttörtchen gebacken oder eine französische Tartiflette zubereitet werden. Spannende Aktivitäten wie Schatzsuchen, Sinnesparcours, Entdeckungsreisen, Experimente und vieles mehr sorgen für Abwechslung und spannende Auseinandersetzung rund um das Thema Nahrung und Essen. An den Workshops, die von montags bis samstags stattfinden, können jeweils bis zu sechs Kinder teilnehmen. Die Kurse gibt es auf Deutsch, Englisch und Französisch. Wir verlosen einen Workshop-Gutschein im Wert von 15 Euro an die besonders großen kleinen Chefs unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „LALELÖFFEL“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Kidchen | Senefelderstr. 29, 10437 Berlin | 6 Kinder pro Kurs, 3 bis 6 und 7 bis 12 Jahre | Preise: 15 € in der Woche (60 Min), 20 € am Wochenende (90 Min), Geburtstage 160 € | www.kidchen-berlin.com

Brot ist mein Gemüse

„Brot ist Gold.“ Der Name lässt ja eigentlich schon vermuten, dass es hier um mehr als nur ums Brot geht. Richtig vermutet. Es geht um echtes Handwerk. Fernab von billigen Fertigbackmischungen und Teiglingen aus dem beheizten Supermarkt-Presenter. Denn für ein gutes Brot benötigt man neben Mehl, Wasser, Salz und Sauerteig auch eine große Portion Leidenschaft und Hingabe. Thanos Petalotis und Kolja Orzeszko haben beides und gründeten deshalb ihre eigene kleine Manufaktur mit dem wertschätzenden Namen „Brot ist Gold“. Nach zwölf Jahren bei adidas entwickelten sie als ambitionierte Hobbybäcker gemeinsam mit einem befreundeten Bäckermeister ihr erstes eigenes Rezept und verkauften das Brot mit unglaublichem Erfolg auf verschiedenen Berliner Wochenmärkten. Ihr Sortiment besteht ausschließlich aus einem hochwertigen Sauerteigbrot auf Weizenbasis, für dessen handwerkliche Herstellung natürliche Biozutaten aus dem Berliner Umland von Demeter und Bioland verwendet werden. Seit März gibt’s endlich den lang ersehnten eigenen Laden mitsamt einer kleinen Testmanufaktur für neue Sorten auf der Goltzstrasse 18 in Schöneberg. Dort könnt ihr nicht nur das hervorragende Brot für den Heimverzehr erwerben, sondern auch an Abendbrot-Events und DIY-Kursen zum Brot backen teilnehmen.
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Brot ist Gold | Goltzstraße 18, 10781 Berlin | Mi 14 – 19 Uhr, Fr 14 – 19 Uhr, Sa 12 – 17 Uhr | www.brot.gold

Der Geschmack der Welt

Was macht ein gefeierter (und sehr hipper) junger Koch aus St. Petersburg, der im Berliner Westen ein Restaurant eröffnet? Falsch! Nix russische Küche, lokal produziert und Berlin infusioniert. Was bei Evgeny Vikentev auf den Teller kommt, ist schlicht und bedeutend die ganze Welt. Denn schließlich lässt die sich mit dem Gaumen erfahren und man selbst kann sich problemlos mit geschlossenen Augen auf ein Lavendelfeld in Südfrankreich schmecken, an den kleinen Hafenimbiss auf der griechischen Insel Sifnos oder in einen herbstlichen Wald voller Pilze und Beeren. „Ich hatte das Glück, viel um die Welt zu reisen. Aber es gibt vor allem etwas in der Berliner Szene, das mich wirklich anzieht. Kunst ist für mich eine der stärksten Inspirationen und ich bin unglaublich aufgeregt, ein Restaurant in einer solch pulsierenden und Kunst liebenden Stadt zu eröffnen!“ Schließlich hat die Stadt schon immer ein ideales Umfeld geschaffen, um den Status quo der Zeit zu hinterfragen, sei es sozialer, wirtschaftlicher oder künstlerischer Natur. Daran angelehnt, kreiert Evgeny Menüs und Kompositionen, mit dem Anspruch, über geographische und künstlerische Grenzen hinauszugehen. Bei jedem Gericht stehen lokale Zutaten, deren Beschaffenheit und die Maximierung des Geschmacks im Mittelpunkt. Kochen versteht sich hier im Zeichen der Kunst und der Philosophie des Essens. Zur Auswahl stehen zwei außergewöhnlich großartige Menüs mit jeweils neun Gängen: Time Steps – ein absolut saisonales Menü – und Roots Religion – ein pflanzenbasiertes, vegetarisches Menü. Die Weinkarte wurde vom renommierten Chef Sommelier Pascal Kunert entworfen. Das Design des CELL orientiert sich am Geist der Bauhaus-Bewegung und verbindet Funktionalität und Ästhetik. Offene und geometrische Schmiedeelemente umgeben jeden einzelnen Tischbereich des Restaurants. So entsteht die Illusion einzelner, separierter Zellen, aus welchen man einen direkten Blick auf die Küche und die Köche bei der Arbeit hat. Hingehen!
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CELL | Uhlandstrasse 172, 10719 Berlin | Öffnungszeiten: Di – Sa, 18 – 22 Uhr | www.cell.restaurant

bttr?

Bitter? Better? Butter? Nee, anders! Zugegeben, Freunde der glücksradmäßigen Ausfüllrätsel hätten sich hier vermutlich die Zähne ausgebissen. Im übertragenen Sinn, versteht sich. bttr. steht nämlich für back to the roots. Und genauso, wie die Kurzform quasi die Essenz der Aufforderung bildet, orientiert sich auch das Angebot am Wesentlichen. Im bttr., das vor kurzem direkt bei uns ums Eck in der Dresdener Straße eröffnet wurde, gibt es einfache, aber wirkungsvolle Kräuter-, Obst- und Gemüsesäfte voller Nährstoffe. Verabreicht werden diese als sogenannte „Adaptogenic Drinks“ in 500 ml Apotheker-Gläsern oder als kleine Shots. Gemüse, Kräuter und Obst werden regional bezogen, sind reine Bioqualität und werden täglich frisch gepresst, nicht erhitzt oder auf sonstige Art haltbar gemacht. Die Nüsse und Samen werden ausschließlich aus Europa bezogen. Eine riiiesige Gemüsekanone ermöglicht einen enorm schonenden und effizienten Produktionsvorgang, bei dem möglichst viele der enthaltenen Minerale, Enzyme und Vitamine erhalten bleiben. Außerdem bewirkt die Kaltpresstechnik, dass die komplette Frucht oder Knolle ausgepresst werden kann, sodass eine 500 ml Flasche bis zu 3 kg Rohkost Gemüse oder Obst enthalten kann. Ein weiteres Highlight ist übrigens die selbstgemachte Nussmilch, die als besonders wichtiger Ausgleich bei Saftkuren getrunken wird. Die unglaublich leckeren Säfte können nämlich persönlich als Kuren für mehrere Tage zusammengestellt und bestellt werden. Wer will, kann sich seine Ration auch direkt ins Büro liefern lassen. Die Lieferung innerhalb des Rings wird pauschal mit 10 € berechnet und ist dienstags und donnerstags möglich. Gruppenrabatt gibt es auch. Als kleines Kennenlern-Goodie verlosen wir eine „3-Tages-Cleanse“-Kur, bestehend aus 5 x 500 ml frisch kaltgepressten Säften, einem Shot pro Tag und einer 500 ml Nussmilch (Cashew oder Mandel), an die besonders Ernährungsgeplagten unter euch… Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ACKOHEOOTS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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bttr. | Dresdener Str. 18, 10999 Berlin | Di.-Sa. 12-18 Uhr | www.get-bttr.com | Foto: Janne Kaas

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 19. Februar 2019 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Ein Hoch auf den guten Vorgeschmack!

Es gibt Restaurants, die funktionieren genau so, wie sie sind, auch nur genau da, wo sie eröffnet wurden. Das HERMANN’S in der Berliner Torstraße ist keines dieser Restaurants. Es könnte genauso auch an jedem anderen Ort auf der Welt, an dem Subkultur auf Unternehmergeist, Diversität auf Experimentierfreude und Anspruch auf Lässigkeit trifft, existieren. Das HERMANN’S ist nicht nur einfach ein Restaurant. Es ist die Probierwerkstatt eines globalen Netzwerks aus Food-Enthusiasten und -Experten und Pulsgeber für die deutsche und internationale Food-Industrie. Das Team um die Gründerinnen Verena Bahlsen und Laura Jaspers spürt weltweit Trends, Produkte und vergessene Zutaten auf. In der Berliner Versuchsküche entstehen daraus immer neue, fantastische Gerichte. Hoch im Kurs stehen gerade Jackfruit-Burger oder alternative Mehlsorten, die als pflanzliches Nebenprodukt gewonnen werden. Klingt schräg? Ist lecker! Das Menü ist undogmatisch planetenfreundlich. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen einen Teil ihrer Kultur, Rezepte und Leidenschaft für das „Handwerk Essen“ in das kulinarische Erlebnis ein. Es wird mit Zubereitungsmethoden experimentiert – es wird fermentiert, eingelegt oder gebacken. Die Miso-Paste beispielsweise wird nach traditionellem Familienrezept einer japanischen Mitarbeiterin jahrelang im eigenen Keller fermentiert und der Fisch selbst geräuchert. In Kooperation mit den Prinzessinnengärten wurde außerdem ein Garten für das Anbauen eigener Kräuter- und Gemüsesorten angelegt. Darüber hinaus bietet HERMANN’S einen Catering-Service, kann als Eventfläche gemietet werden und hostet regelmäßig Pop-Up-Dinner, Workshops und Veranstaltungen, die sich mit der Zukunft unserer Ernährung beschäftigen. Wie die aussieht? Keine Ahnung. Seit dem HERMANN’S wissen wir nur, sie schmeckt verdammt gut. Am 14. (Valentinstag!) und 15. Februar findet übrigens ein Zero Waste Pop-Up-Dinner in Kooperation mit dem renommierten finnischen Zero-Waste-Restaurant Nolla statt. Sechs Gänge auf Sterneniveau für 59 Euro und das ganz ohne Abfall. Ziemlich zukünftig, wenn ihr uns fragt? Sichert euch hier schnell einen Platz an der Tafel. Oder schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚HER MANN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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HERMANN’S Berlin | Torstraße 118, 10119 Berlin | Mo.–Fr. 9-17 Uhr | Zero Waste Dinner RSVP | www.hermanns.com | Facebook

Foto: Hermann’s

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 29. Januar 2019 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Hobenköök

Wer sich bei seinem nächsten Hamburg-Besuch ausgiebig durch die norddeutsche Küche schlemmen möchte, dem empfehlen wir unbedingt einen Abstecher in die Hobenköök im Hamburger Oberhafen. Hobenwatt? Hobenköök – heißt auf „anderem Deutsch“ schlicht und ergreifend Hafenküche und ist genau das und noch ein bisschen mehr. Die Hafenküche besteht aus einem Restaurant, einer Markthalle und einem Cateringbetrieb und bietet auf 600 Quadratmetern zumeist regionale und saisonale Lebensmittel von bis zu 200 Produzenten aus der Umgebung an. Damit zaubern die Köchinnen und Köche, die ausschließlich Waren aus der Markthalle verwenden, jeden Tag aufs Neue überraschend echte und natürlich leckere norddeutsche Speisen. Dabei ist das primäre Ziel, so wenig wie möglich wegzuwerfen. Das ist den Gründern und Geschäftsführern Thomas Sampl, Neele Grünberg und Frank Chemnitz besonders wichtig. Die drei möchten nämlich ein Bewusstsein dafür schaffen, wo die Lebensmittel eigentlich alle herkommen und wie wertvoll sie in ihrer ursprünglichen Vielfalt sind. Sie kennen jeden einzelnen Produzenten und wissen exakt, woher ein bestimmtes Produkt stammt, wie es hergestellt wird und wer alles daran beteiligt ist. Somit ist ein Besuch in der Hobenköök nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein aufschlussreiches und spannendes Erlebnis. In diesem Sinne: Smakelk Eten!
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Hobenköök | Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg | Angebot im Restaurant: Mo-Fr: 10-15 Uhr „Fröhstück“ und 12-15 Uhr „Middach“, Mo-Sa: 15-17 Uhr „Brodtied“ und 17-22 Uhr „Abendbrot“ | www.hobenkoeoek.de | Foto: Gerrit Meier

Die perfekte Welle

Wenn man in Berlin mit dem Brett aufs Wasser will, hat man bisher genau zwei Möglichkeiten. Entweder man paddelt spreeauf- und abwärts mit dem Standup um den Molecule Man oder man macht sich auf in Richtung Küste – wobei die nahegelegene Ostsee deutlich weniger Revier bietet, als die weiter entfernte Nordsee. Na gut, oder man besucht Freunde in München und stürzt sich in den Eisbach. Wäre es nicht großartig, wenn man sich einfach sein Surfboard unter den Arm klemmen und damit schnurstracks Richtung Landsberger Allee 270 laufen könnte, um die perfekte Welle zu stehen? Wäre es. Und deshalb wird es auch einfach so gemacht. Denn an eben benanntem Ort eröffnet im Frühjahr 2019 das Wellenwerk. Dort kann man nach Lust und Laune die erste stehende Welle der Hauptstadt surfen. Neben der neun Meter breiten und überdachten Citywave eröffnet in dem Gebäude auch das Rosa Lisbert Restaurant, welches schon einige internationale Preise und Auszeichnungen abgesahnt hat. Außerdem entsteht eine Mixology Bar als Ableger des Velvets sowie ein weitläufiger Garten mit Außenküche und ein Surfshop. Für die Location ist eine alte Lagerhalle vollständig und unter Nachhaltigkeitsaspekten umgebaut worden, anstatt einfach einen Neubau zu errichten. Der zusätzliche Anbau, in dem Restaurant und Rezeption unterkommen, besteht überwiegend aus Holz und natürlichen Materialien. Außerdem kann durch ein innovatives Wärmerückgewinnungssystem ein großer Teil der für die Welle aufgewendeten Energie wieder zurückgewonnen werden, um damit wiederum die Räumlichkeiten oder auch das Brauchwasser zu heizen, ohne unnötige Energie zu verschwenden. Für die Eröffnung gibt es übrigens noch Early Bird Tickets ab 35 €, die ihr auf der Website shoppen könnt. Aloha Berlin!
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Wellenwerk | Wellenwerk Berlin GmbH, Landsberger Allee 270, 10367 Berlin | www.wellenwerk-berlin.de | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 02. Januar 2019 | Tags: , , Keine Kommentare

Layla

Ein Freund hat uns von einem neuen Restaurant namens Layla erzählt, das im Crowne Plaza Hotel in Kreuzberg eröffnet hat. Und dann ein weiterer und noch einer und noch zwei mehr. Der übereinstimmende Tenor: unfassbar gutes Essen, tolles zurückhaltendes Design und sehr entspannte Atmosphäre. Klingt genauso wie es soll und das ist es auch. Der israelische Starkoch Meir Adoni vereint im Layla die traditionelle Küche des Nahen und Mittleren Ostens mit Aromen, Zutaten und Techniken aus der ganzen Welt. Seine Restaurants in Tel Aviv (Bluesky, Lumina) und New York (Nur) werden zurecht in höchsten Tönen gelobt und genießen so etwas wie Weltruf. Nun kreiert er für den geneigten Berliner Gaumen neue Rezepturen aus regionalen Produkten. Auch im Bar-Menü, das vom renommierten italienischen Barkeeper Emanuele Broccatelli entwickelt wurde, finden sich die gekonnten Zusammenspiele mediterraner Kräuter und orientalischer Gewürze wieder. Eine erstklassige Weinauswahl von namhaften europäischen und nahöstlichen Bio-Weingütern und lokale Spirituosen vervollkommnen das Angebot. Für das Interieur ist das bekannte Designstudio BALD aus Tel Aviv verantwortlich. Mit Liebe zum Detail wurde ein ein Ort geschaffen, der für sich spricht, der einlädt und an dem man sich wohlfühlt. Das gestalterische Salz in der Suppe? Na klar: orientalische Accessoires.
 So und jetzt haben auch wir euch von diesem neuen Restaurant namens Layla erzählt, das im Crowne Plaza Hotel in Kreuzberg eröffnet hat. Viel Spaß und guten Appetit!
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LAYLA Restaurant | Hallesche Straße. 10, 10963 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr 18-1 Uhr | layla-restaurant.com

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 06. November 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

PAHR Excellence

Architekt Arno Brandlhuber hat mit dem offenen Kreativzentrum Lobe Block ganz in der Nähe vom Humboldthain einen ziemlich futuristischen Betonbau entworfen. Die Architekturströmung des Brutalismus am Gebäude ist unverkennbar und ein echter Hingucker im Wedding. Im September 2018 wurde der Lobe Block nun eröffnet und beheimatet neben einer Reihe von Ateliers, Wohnungen und Agenturen auch das Restaurant PAHR. Die beiden Gründerinnen Jessica-Joyce Sidon und Caecilia Baldszus möchten mit dem PAHR einen Ort für Begegnungen schaffen, der von ihren Lieblingsrestaurants und den denkwürdigsten Reisen rund um die Welt erzählt. Um Besucher und Nachbarn zu versorgen, wird ein wechselndes Lunch und Bar Food-Menü angeboten, das sich nach Jahreszeit und Verfügbarkeit der Produkte richtet. Dabei sollen vor allem die kleinen und lokalen Produzenten unterstützt werden. Der gezielte Austausch mit Bauern, Fischern, Jägern und Winzern ermöglicht einen nachhaltigeren Genuss und öffnet auch die Augen für die Schönheit des Einfachen. Oder wollten wir ‚das einfach Schöne‘ schreiben? Beides gilt! Schon bald sollen dann Köche aus der ganzen Welt eingeladen werden, um ihre Gerichte zu präsentieren. Außerdem wird es bald auch ein umfangreiches Programm aus Weinproben, Live-Akustik-Sessions, Blumen-Workshops und vielem mehr geben.
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PAHR | Lobe Block, Böttgerstraße 16, Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr, Sa unregelmäßig | pahr.berlin

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 23. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Cocktailian

Der Online-Barshop Cocktailian hat endlich ein Ladengeschäft eröffnet. Und zwar nicht irgendeins und nicht irgendwo. In der Karl-Marx-Allee 78 in Friedrichshain befand sich einst die legendäre Karl-Marx-Buchhandlung – die Lettern zeugen noch von der historischen Verwendung. Seit Juni bietet der Cocktailian-Shop dort alles, was für die perfekt ausgestattete Hausbar benötigt wird: von Barwerkzeug, über diverse Spirituosen und Zutaten, Glasware, Barliteratur bis hin zu Filler, Schaumwein und Eis. Dabei ist das Angebot im Laden nur ein Auszug aus dem Online-Barshop und richtet sich mehr an die Endverbraucher, um auch zuhause stilecht die Drinks zuzubereiten. Die Marke Cocktailian besteht bereits seit 2010 und wurde damals mit dem Erscheinen des Buches ‘Cocktailian – Handbuch der Bar‘ ins Leben gerufen. Dahinter stecken Geschäftsführer Sanjay Cachemaille und die drei Autoren Bastian Heuser, Helmut Adam und Jens Hasenbein. Allesamt ehemalige Bartender mit viel Erfahrung. Der Online-Barshop entstand dann quasi als Nebeneffekt zur eigenen Agentur Barworkz GmbH für Marketing und Kommunikation im Bereich Bar und Spirituosen. Mit der Zeit gewann er dann die Überhand und die Agentur wurde dicht gemacht. Dank Expertise und Sortimentsvielfalt hat sich Cocktailian schnell zum Stammlieferanten vieler Berliner Szene-Bars entwickelt und ist in Berlin so wohl einzigartig.

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Cocktailian Shop Berlin | Karl-Marx-Allee 78, 10243 Berlin | Öffnungszeiten: Mo&Di 11-19 Uhr, Do&Fr 12-20 Uhr, Sa 10-16 Uhr | www.cocktailian.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Zu perfekt ist gerade richtig

Ja ja ja, das ‚% Arabica‘ ist posh. Und groß. Und irgendwie Mitte. Und trotzdem auch Hinterhof Kreuzberg. Und eigentlich viel eher total global. Vor allem aber – und das ist es, was wirklich zählt – wird hier ein Kaffee serviert, der seines Gleichen sucht. Völlig unaufgeregt. Dafür 100% perfekt verarbeitet, zubereitet und angerichtet. Es wirkt fast so, als würde sich der junge Barista jedesmal kurz huldvoll vor der blitzeblanken Kaffeemaschine verbeugen, bevor er den Siebträger ansetzt. Vielleicht hat man aber auch nur den Eindruck, weil der Tokyoter Ursprung des Konzepts an allen Orten und Ecken spürbar wird. Da wären zum einen das minimalistische Design mit viel Weiß und Glasflächen. Der Küchenbereich ist wie ein Aquarium ringsum von nahtlosen Glaswänden umstellt. Durch sie kann man den Mitarbeitern beim liebevollen Zubereiten der ausgesuchten Speisen zuschauen, was uns direkt zum nächsten Punkt führt. Die Präzision und Sorgfalt, mit der hier Apfelgehäuse entfernt und Schalen vom Fruchtfleisch getrennt werden, lässt einen buchstäblich inne halten. Himmel, wenn wir uns im wahren Leben doch nur halb so hingebungsvoll der Dinge annehmen könnten, die Welt wäre eine achtsamere und sicher auch schönere. So zumindest kann man im Arabica Café Food auf einem quasi upgegradeten, mit einer japanischen Essenz perfektionierten Niveau genießen. Natürlich schmecken das als Bacon, Egg & Cheese Sandwich getarnte gegrillte Croissant, die gerösteten Möhren und Linsen oder das warme Bananenbrot verboten großartig. Schließlich haben wir es hier mit Profis zu tun. Gründer Kenneth Shoji startete mit Arabica im Jahr 2013 seinen ganz persönlichen third wave Coffee-Traum und bringt die Menschen getreu seines Ladenmottos „Experience the world through coffee“ an inzwischen 19 Standorten weltweit einander näher. Der große Store in der Reichenberger Straße in Kreuzberg ist Europas Flagship Store. Und passt trotz oder gerade wegen seines durchgestylten glokalen Ansatzes perfekt in diese Stadt.
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% Arabica | ReichenbergerStr. 36, 10999 Berlin | www.arabica.coffee

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Wohlfühlort und ziemlich bestes Granola

Ehrlich gesagt, es gibt in Berlin unfassbar viele gute Cafés. Und DEN BESTEN Kaffee der Stadt gibt es sowieso an jeder Ecke. Aber manchmal geht es darum gar nicht. Manchmal wird ein Ort zu einem besonderen Ort, weil man sich dort besonders wohl fühlt. Im Falle des kleinen feinen Populus Cafés am Kreuzberger Maybachufer geht es uns genau so. Wobei sich dazu noch etliche ganz objektive Gründe nennen lassen, warum wir beim morgendlichen Spaziergang ins Büro eigentlich immer hier einen kurzen Stop einlegen. Da wäre zum einen die Sorgfalt und Liebe, mit der im Populus Kaffee geröstet, verarbeitet und serviert wird. Alles hat Hand und Fuß und wird liebevoll und mit biologischen Zutaten zubereitet und anschließend formvollendet angerichtet. Das hausgemachte Gebäck ist genauso lecker (die Lemon Tarte!) wie die vegetarischen Sandwiches und das wirklich BESTE Granola der Stadt. Dazu herrscht im gemütlichen Gastraum immer Wohlfühlatmosphäre und bei gutem Wetter sitzt man eben draußen in Ufernähe und sieht den goldgelbwelken Blättern beim langsamen Fallen zu. Ach ja, die sehr sympathischen finnischen Betreiber sind übrigens zu Recht stolz auf die langfristigen Beziehungen zu ihren Produzenten. So garantieren sie nämlich gleichbleibend hohe Qualität, Saisonalität und fairen Handel. Neben den verschiedenen nachhaltigen Kaffeesorten aus Kenia, Äthiopien, Brasilien, Kolumbien und Guatemala kann man in der Rösterei übrigens auch alle notwendigen Utensilien für die perfekte Kaffeezubereitung in den eigenen vier Wänden erstehen. Nur für den Fall, dass man irgendwann mal zuhause bleiben möchte und nicht den Weg ins Büro findet.
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Populus Coffee | Maybachufer 20, 12047 Berlin | www.populuscoffee.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 02. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Ein Bad für die Seele

„Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist“, besagt ein altes japanisches Sprichwort. Und weil Tee so viel mehr ist als nur ein Getränk und zuweilen genauso zelebriert gehört wie ein ausgiebiges Körperpflegeritual, wird Tee in Japan auch nicht irgendwie konsumiert. Im Chaya (bedeutet übersetzt Teeladen) im Obergeschoss des Bikini Berlin gibt es alles, was Teeliebhaber und solche, die es werden wollen zum standesgemäßen Genuss benötigen. Na ja und noch eine ganze Menge mehr. Kenner und Liebhaber erwarten mehr als 100 verschiedene japanische Tees, dazu über 1.000 verschiedene japanische Produkte aus Porzellan, Keramik, Glas, Holz Textil, Gußeisen oder Papier, eine großzügige Auswahl edler Räucherdüfte, eine Auswahl moderner Musik für Meditation und Unterhaltung und klassische Kleidungsstücke für Japaner, wie Kimono und Yukata nebst entsprechendem Schuhwerk. Im Chaya finden außerdem regelmäßig Teeseminare und Workshops statt. Dabei werden zum Beispiel verschiedene Grüntees vorgestellt, verkostet und zubereitet und die Geschichte des grünen Tees in Japan beleuchtet. Übrigens, der grüne Tee hat seinen Namen nicht von der Farbe (obwohl der japanische grüne Tee sich auch dadurch auszeichnet), sondern von der Frische und Natürlichkeit, für die der Zusatz „grün“ steht. Apropos grün, Matcha gibt es natürlich auch. In diesem Sinne: Genießt das Seelen-Spa.
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Chaya | Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-20 Uhr | www.chaya.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. September 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

WWas ne Pizza

Mensch, jetzt haben wir schon so oft von diesem Laden da an der Ecke beim Weichselplatz gehört und von der unfassbar leckeren Pizza, die da nach kürzester Backzeit knusprig aus dem Steinofen gezogen wird. Aber wie das manchmal so ist. Wir haben es bis vor Kurzem einfach nicht geschafft einmal im ‚W Pizza‘ vorbeizuschauen. Und da wir unserem Versprechen treu bleiben, nur Dinge zu empfehlen, die wir auch selbst getestet haben, kommt nun eben erst jetzt die Huldigung an unseren neuen Lieblings-Tempel der Teigeslust. Gut, nun ist der Reuterkiez bisher nicht gerade unterversorgt in Sachen Kulinarik, aber erstens liegt der Laden von Darius Suski und Łukasz Sołowiej immernoch ein klein wenig abseits des ganz wilden Trubels am äußeren Ende der Fuldastraße und zweitens stellt die neapolitanische Pizza, die hier über den Tresen geht, alles bisher Dagewesene in den Schatten. Zumindest für unser ganz subjektives kulinarisches Genussempfinden. Die beiden Ws im Logo von W-Pizza stehen übrigens nicht für Weichselplatz und Weigandufer, sondern für ‚weeded‘ und ‚wheat‘. Was diese Pizzeria nämlich von anderen Pizzerien in Berlin unterscheidet, ist neben dem klassischen Weizenteig ein zu gleichen Teilen aus Weizen und gemischtem Bio-Hanf gebackener Teig, der so in Berlin und wohl auch in ganz Deutschland einzigartig ist. Jetzt wird uns einiges klar… Neben dem fluffigen Teig fallen die übrigen Zutaten und Toppings alle sehr üppig aus. Es werden ausschließlich hochwertige und authentische Produkte verwendet – wie etwa der traumhafte Stracciatella di bufala – die durchaus mal überraschend, aber nie aus der Luft gegriffen kombiniert werden. Unser Favorit: Pizza Buffala, Salat, Oliven und ein Mezzo Litro Hauswein. Seeeeeeeelig!
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W Pizza | Fuldastraße 31, 12045 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Do 18-22 Uhr, Fr-Sa 17-23 Uhr, So 17-22 Uhr | www.wpizza.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 19. September 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Kreuzberg mit Shishi

Jut, jute israelische Küche ist in Berlin schön länger keine Seltenheit mehr. Ehrlich gesagt können wir uns gar nicht mehr so richtig daran erinnern, wie wir zu irgendwelchen Zeiten mal ohne Shakshuka, Hummus oder Masabaha ausgekommen sind. Eine der, für nicht wenige DIE beste Anlaufstelle für eben Aufgezähltes ist seit 2016 das Yafo in der Gormannstraße in Mitte. Die großartige Shani Ahiel, die wir übrigens bei unserem letzten Golden Dinner an der Tafel begrüßen durften (wird Zeit, dass wir uns endlich mit einem Rückbesuch revanchieren!), schuf mit dem Yafo nicht nur einen kleinen mediterranen Food-Tempel, sondern vor allem eine sehr hippe, sehr entspannte Anlaufstelle für die Mitte-Community. Vor kurzem nun eröffnete Shani in der Kreuzberger Ritterstraße Laden Nummer zwei. Die große, sehr schicke und irgendwie sehr erwachsene Yafo-Schwester wurde auf den Namen Shishi getauft. Das klingt nach viel Gedöns, leitet sich aber eigentlich nur vom hebräischen Wort für Freitag ab. Denn so stilvoll bis gemütlich das Hofambiente und der schöne Laden, so eindrucksvoll einfach sind die Gerichte. Ein jedes besteht aus nur drei sehr ausgwählten und fein komponierten Zutaten. Kostprobe gefällig? Gern: Wir wäre es beispielsweise mit einem Rote-Bete- und Pfirsich-Carpaccio mit Haselnuss-Vinaigrette und Frischkäse oder mit Rohmilch-Malabi, einem israelischen Milchpudding mit hausgemachtem Rosenwasser und iranischen Pistazien? Mittags gibt es Sandwiches und Co. Dazu gesellt sich eine Auswahl an Naturweinen aus Italien und Frankreich. Die verwendeten Rohstoffe und Lebensmittel stammen alle von ausgewählten Lieferanten. Gemüse, Fleisch und Milchprodukte kommen von Erzeugern aus Brandenburg, die biologisch und nachhaltig anbauen, der Fisch stammt aus den Niederlanden, das Öl aus Griechenland. Wenn es bei einem der Stamm-Lieferanten mal einen Engpass gibt, dann werden die Zutaten in dieser Zeit eben einfach nicht in der Shishi-Küche verwendet. Ach ja, feiern kann man im Shishi auch. Zu den 45 Sitzplätzen im Inneren gesellen sich noch rund 60 Plätze im höfischen Außenbereich. #spritz
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Shishi | Ritterstraße 12-14, 10969 Berlin | www.shishiberlin.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

knok knok, who’s there?

Gefühlt befindet man sich im neuen KNOK STORE mit Seouls Hochhäusern an den Wänden, bunten Titanium-Sonnenbrillen auf Neon-Displayflächen und kosmetischen Gesichtsmasken nach Gangnam-Art mitten in der südkoreanischen Metropole. Doch eigentlich sind wir Kreuzberg. Genauer gesagt im Südsternkiez unmittelbar an der Hasenheide. Dort hat nämlich am 28. Juni der erste Concept Store für zeitgenössische koreanische Produktkultur außerhalb Europas eröffnet. Die beiden Gründer Haelan Kim und Inti Castelazzi möchten mit ihrem neuen Laden jungen koreanischen Designern und Marken eine Plattform geben, um ihre Produkte auf dem europäischen Markt zu präsentieren. Seit 2016 gibt es bereits eine Online-Variante des Stores. Der Offline-Laden war quasi nur noch eine Frage der Zeit. Mit regelmäßigen Ausstellungen von koreanischen Nachwuchskünstlern, einer Café-Ecke und wechselnden Events wie etwa Produktlaunches ist ein regelrechter Austauschort für Kreative entstanden. Im lichtdurchfluteten vorderen Bereich der insgesamt 100 Quadratmeter großen Altbau-Räumlichkeiten werden auf maßgeschneiderten Polycarbonat Kuben mit eingebauten Holzstäben und futuristischen LED Lichtern die Produkte präsentiert. Sie verkörpern die Schnelligkeit, den Wandel und den sich ständig weiterentwickelnden Fortschritt ebenso sehr wie die traditionsreiche Kultur und die Naturverbundenheit der Menschen in Südkorea. Von ausgewählten Modemarken und Designobjekten bis hin zu Wohnaccessoires und Kosmetik bietet der KNOK STORE alles, was das zeitgenössische koreanische Design aktuell zu bieten hat.
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KNOK STORE | Hasenheide 54, 10967 Berlin | www.knokstore.com

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Grün, Grüner, Grüna!

Ihr sucht den perfekten Ort für eure Hochzeit oder die eines besten Freundes? Ihr wollt zu einem Team-Event aufbrechen, schätzt Abgeschiedenheit und wilde Natur, wollt aber trotzdem in Schlagdistanz zur Hauptstadt bleiben? Ihr wolltet schon immer mal Yoga in einem wunderschönen 5000qm großen Garten machen, um eure grüne Mitte zu finden? Genug geteast: der Bauern­hof Grüna befindet sich vor den südlichen Toren Berlins im Fläming und kann all das, was wir da eben ins Intro gesteckt haben. Der wunderschöne, aus dem 19. Jahrhundert stammende Vierseitenhof mit Stallungen und Scheune wird seit 2014 liebevoll entwickelt und zu einem vitalen Kul­tur­land­hof und Community Space ausgebaut. Zum Konzept gehören ein eigener Gemeinschaftsgarten- und Kulturverein, Wohn­flächen und ver­schieden­e Nutzungsmöglichkeiten der Neben­gelasse für Ate­liers, Künstlerresidenzen, Co-Working Spaces und Werkstätten. Der riesige Garten, die Scheune und ein Seminarraum bieten reichlich Platz und Optionen für Feste und Veranstaltungen fast aller Art. Vor allem ist der Hof aber ein Ort, der frei macht und die Gedanken beflügelt. Inspiration bekommt ihr hier nicht aus Brainstorm-Meetings und kreativem Mindmapping, man zieht sie aus dem Rascheln der Blätter im Wind, dem Summen der Bienen und der Freiheit, die Gedanken ohne Netz und doppelten Boden kreisen zu lassen. Wer noch nichts vorhat aber unbedingt mal gucken möchte, dem empfehlen wir einen Klick auf den Hof-eigenen Eventkalender. Neben viel Yoga winkt da am 2. September der nächste Gartentag. Na dann ma nüscht wie raus ins Jerüne.
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Bauernhof Grüna | Grüna 8, 14913 Jüterbog | bauernhof-gruena.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Heimlich treu

Manche Orte sind so schön und so geheim – oder manchmal auch heimlich – dass man am liebsten niemandem davon verraten möchte. Nun gut, job is job, wie der Franzose sagt, also raus mit der Sprache: Zwischen Zionskirchplatz und Gedenkstätte Berliner Mauer liegt versteckt im zweiten Hinterhof der Anklamer Straße 38 das heimlichTreu. Mehrere Jahre haben die beiden Betreiber Mike und Nikolai nach dieser für sie perfekten Location gesucht. Kein Hinweisschild weist den Weg in ihren kleinen Wohlfühltempel. Das viele Holz und die warmen, erdigen Töne fügen sich gemeinsam mit den modernen Lampen und den großen Fenstern zu einem harmonischen Ensemble, abgerundet durch die obligatorische Prise Industriecharme. Das Highlight dieser Tage ist aber sicher der Außenbereich, der einen Zeit und Raum mindestens für die Dauer eines großartigen Essens vergessen lässt. Blickt man auf das Menü, erwarten einen spannende Zutaten-Kombinationen, die auf Originalität und hoher Qualität beruhen. Perfekt gegarter Pulpo mit Chorizo und schwarzem Knoblauch trifft im Hauptgang auf Schwarzfederhuhn, Fenchel-Flocken-Tahini und Auberginen-Kroketten. Was zuerst fertig ist, wird auch zuerst gebracht und in der Mitte des Tisches für alle zum Teilen platziert. Dazu werden perfekt auf die Speisen abgestimmte Weiß- und Rotweine serviert. Später gibt es ungewöhnliche Drinks und Cocktails an der Bar. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es von montags bis freitags ein feines Lunch-Menü. Am Sonntag gibt es auf unserer neuen Lieblings-Außenterrasse einen ausgiebigen Brunch. Aber nicht weitersagen, bitte!
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heimlichTreu | Anklamerstr. 38 (2. Innenhof), 10115 Berlin | Mo-Fr ab 12 Uhr, Sa ab 18 Uhr, So ab 11 Uhr | www.heimlichtreu.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare