Grün, Grüner, Grüna!

Ihr sucht den perfekten Ort für eure Hochzeit oder die eines besten Freundes? Ihr wollt zu einem Team-Event aufbrechen, schätzt Abgeschiedenheit und wilde Natur, wollt aber trotzdem in Schlagdistanz zur Hauptstadt bleiben? Ihr wolltet schon immer mal Yoga in einem wunderschönen 5000qm großen Garten machen, um eure grüne Mitte zu finden? Genug geteast: der Bauern­hof Grüna befindet sich vor den südlichen Toren Berlins im Fläming und kann all das, was wir da eben ins Intro gesteckt haben. Der wunderschöne, aus dem 19. Jahrhundert stammende Vierseitenhof mit Stallungen und Scheune wird seit 2014 liebevoll entwickelt und zu einem vitalen Kul­tur­land­hof und Community Space ausgebaut. Zum Konzept gehören ein eigener Gemeinschaftsgarten- und Kulturverein, Wohn­flächen und ver­schieden­e Nutzungsmöglichkeiten der Neben­gelasse für Ate­liers, Künstlerresidenzen, Co-Working Spaces und Werkstätten. Der riesige Garten, die Scheune und ein Seminarraum bieten reichlich Platz und Optionen für Feste und Veranstaltungen fast aller Art. Vor allem ist der Hof aber ein Ort, der frei macht und die Gedanken beflügelt. Inspiration bekommt ihr hier nicht aus Brainstorm-Meetings und kreativem Mindmapping, man zieht sie aus dem Rascheln der Blätter im Wind, dem Summen der Bienen und der Freiheit, die Gedanken ohne Netz und doppelten Boden kreisen zu lassen. Wer noch nichts vorhat aber unbedingt mal gucken möchte, dem empfehlen wir einen Klick auf den Hof-eigenen Eventkalender. Neben viel Yoga winkt da am 2. September der nächste Gartentag. Na dann ma nüscht wie raus ins Jerüne.
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Bauernhof Grüna | Grüna 8, 14913 Jüterbog | bauernhof-gruena.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Heimlich treu

Manche Orte sind so schön und so geheim – oder manchmal auch heimlich – dass man am liebsten niemandem davon verraten möchte. Nun gut, job is job, wie der Franzose sagt, also raus mit der Sprache: Zwischen Zionskirchplatz und Gedenkstätte Berliner Mauer liegt versteckt im zweiten Hinterhof der Anklamer Straße 38 das heimlichTreu. Mehrere Jahre haben die beiden Betreiber Mike und Nikolai nach dieser für sie perfekten Location gesucht. Kein Hinweisschild weist den Weg in ihren kleinen Wohlfühltempel. Das viele Holz und die warmen, erdigen Töne fügen sich gemeinsam mit den modernen Lampen und den großen Fenstern zu einem harmonischen Ensemble, abgerundet durch die obligatorische Prise Industriecharme. Das Highlight dieser Tage ist aber sicher der Außenbereich, der einen Zeit und Raum mindestens für die Dauer eines großartigen Essens vergessen lässt. Blickt man auf das Menü, erwarten einen spannende Zutaten-Kombinationen, die auf Originalität und hoher Qualität beruhen. Perfekt gegarter Pulpo mit Chorizo und schwarzem Knoblauch trifft im Hauptgang auf Schwarzfederhuhn, Fenchel-Flocken-Tahini und Auberginen-Kroketten. Was zuerst fertig ist, wird auch zuerst gebracht und in der Mitte des Tisches für alle zum Teilen platziert. Dazu werden perfekt auf die Speisen abgestimmte Weiß- und Rotweine serviert. Später gibt es ungewöhnliche Drinks und Cocktails an der Bar. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es von montags bis freitags ein feines Lunch-Menü. Am Sonntag gibt es auf unserer neuen Lieblings-Außenterrasse einen ausgiebigen Brunch. Aber nicht weitersagen, bitte!
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heimlichTreu | Anklamerstr. 38 (2. Innenhof), 10115 Berlin | Mo-Fr ab 12 Uhr, Sa ab 18 Uhr, So ab 11 Uhr | www.heimlichtreu.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Oh, wie schön ist Frankfurt Oder

45 pittoreske Regionalbahnminuten vom Berliner Stadtzentrum entfernt liegt Frankfurt an der Oder. Und während der Namensvetter weiter westlich vor allem hohe Häuser, glatte Fassaden und viel Geld zu bieten hat, geht es beschaulich zu in der kleinen Stadt an der polnischen Grenze. Zumindest solange man keine der vielen Studentenparties der Europa Universitat Viadrina besucht oder zufällig das nächste Wochenende für seinen Besuch auswählt. Da nämlich steigt das jährliche HanseStadtFest Bunter Hering, das zeitgleich auch auf der anderen Oderseite in Slubice stattfindet. Jede Menge Futterluken, Marktstände, Open Air Bars und zahlreiche Bühnen mit einem bunten Programm von Klassik über RNB bis Heavy Metal sorgen für unbeschauliche Vergnügtheit im beschaulichen Drumrum. Mit von der Partie sind so illustre Bands wie Karat („Über sieben Brücken“) oder die Spider Murphy Gang und Freitag Abend gibt es ein grandioses Höhenfeuerwerk. Unser Highlight aber ist die Baustellenparty des BLOK O, eines neuen Co-Working Places samt Café in eben jenem Block O genannten, kultischen Gebäude. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich bei dem Projekt, das maßgeblich von der Sparda Bank erdacht und bewerkstelligt wird, gar um Frankfurt Oders ersten echten Co-Working Place. Warum das gut wird? Na ja, den gastronomischen Teil und damit so etwas wie die Co-Partnerschaft übernimmt mit dem St. Oberholz quasi der Godfather of Coworking aus der Hauptstadt. Zur Party gibt es einen kleinen Vortrag zum Wandel der Arbeitswelt von Tobias Kremkau, Community Manager im St. Oberholz, der darin sowohl das Projekt als auch Coworking als grundsätzlich sinnvolle Arbeitsumgebung beleuchtet. Daneben zeigt eine kleine Ausstellung das geschichtsträchtige Haus, dazu werden Kaffee, Eis und Drinks gereicht. Und dann spielen Kreuz Ost noch ein Gratiskonzert („Hi Polly!“ Anm. d. Red.). Ja und zwischendurch fahren wir dann einfach an den Helenesee zum Baden und sitzen am Ende „hier im Gartenpavillion, um zu sehen, dass es gut geht. Um zu sehen, dass wir gut sind. Mit Kartoffelschnaps und Bockwurst zwischen Gartenzwergen…“
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Bunter Hering | 13.-15.07.18 | Frankfurt (Oder) & Slubice | BLOCK O Baustellenparty | 14.07.18, 13-23 Uhr | Karl-Marx-Straße 182, 15230 Frankfurt (Oder)

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. Juli 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN]

Vier internationale Künstlerinnen, vier Wochen künstlerische Arbeit in einem Galerieraum, den sie als Atelier nutzen und eine anschließende Ausstellung, bei der die entstandenen Arbeiten in ihrem Entstehungskontext präsentiert werden. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist der Titel des „Projekts“ (das Wort nehmen wir jetzt mal als Platzhalter), der wörtlich genommen werden will. Der Lichthof Ost im Hauptgebäude der Humboldt-Universität wird für einen Monat zum temporären Atelier und Austellungsraum zugleich. Während der Atelierphase wird der Raum in regelmäßigen Abständen Besucherinnen und Besuchern zugänglich gemacht und es werden von den Künstlerinnen selbst geleitete Workshops angeboten. Den Entstehungsprozess der Ausstellung kann man so nicht nur begleiten sondern auch mitgestalten. Im Anschluss an die Arbeitsphase werden die entstandenen Werke ohne Veränderung der Raumsituation in einer zweiwöchigen Ausstellung präsentiert. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist also als Handlungsaufforderung zu verstehen, den [Raum zwischen den Klammern] zu füllen, Katalogbeiträge zu verfassen, Impuls-Führungen anzubieten und ihr am Ende tatsächlich einen Titel zu geben. So hinterlassen alle Beteiligten ihre Spuren, bewegen und inspirieren einander. Dazu geben verschiedene Diskursveranstaltungen die Möglichkeit zum Dialog zwischen Künstlerinnen, Kuratoren und Besuchern. Das „Projekt“ ist also mehr als eine Ausstellung, es ist ein vierwöchiger, lebendiger interaktiver Kreations- und Erlebnisprozess im weiten künstlerischen Raum. [Sehr spannend, finden wir].
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[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] | Kleine Humboldt Galerie, Unter den Linden 6, 10099 Berlin | ab 11.07.18 | www.hu-berlin.de

Eis Eis Baby!

Sommer, Sonne, Eis! Wer kennt ihn nicht, den berühmten Stabreim. Na ja oder zumindest ging er so ähnlich. Sobald das Thermometer nämlich jenseits der 15 Grad klettert, haben wir nur noch Eis im Kopf. Wir diskutieren regelmäßig darüber, wann und wo man die kalte Leckerei am besten genießt. Es gibt bei uns sogar hartgesottene Verfechter der 365 Tage-Theorie. Da wird direkt am 01.01. „angeeist“ und am 31.12. das alte Jahr mit einem feierlichen letzten Eis verabschiedet. Und weil wir uns somit kurzerhand selbst zu ausgemachten Eisspezialisten erklären, wollen wir unsere aktuellen Lieblingszapf-, Roll- und Schabstationen nicht vorenthalten. Starten wir mit einem kleinen, auf den ersten Blick gar nicht mal so besonderen Laden. Meine Kleine Eiszeit in der Weserstraße 45 gibt es seit gut einem Jahr. Das Besondere? Das Eis! Es ist so himmlisch lecker, dass man sich einen zweiten oder dritten Magen wünscht, um nacheinander die zum Teil sehr ausgefallenen Sorten zu probieren. Am besten mit Streuseln oder einer der hausgemachten Soßen. Unser absoluter Liebling gerade: Apfel-Sellerie. Eine große Kugel bitte! Ähnlich ausgefallen geht es auch in der frisch eröffneten PAR Creamery in der Oderberger Straße im Prenzlauer Berg zur Sorte, äh zur Sache (wie gesagt, nur Eis im Kopf). Wir schwören auf das unfassbar leckere Erdnusssorbet. Und last not least lohnt sich der Stop im nagelneutaufrischen tezan lab in der Wörther Str. 22, dem laut eigenem Bekunden ersten Kakigori Laden Deutschlands. Kakigori ist japanisch und bedeutet so viel wie geschabtes Eis. Ein Eisblock wird dabei in eine Kakigori-Maschine gespannt, Flocke für Flocke zu einem fluffigen Haufen Eis geschabt und anschließend mit Sirups und Soßen gepimpt. Die eiskalte Erfrischung ist bio, vegan und ganz schön lecker. Wir wünschen frohes Schlecken und einen endlosen Sommer!
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Meine Kleine Eiszeit | Weserstr. 45. 12045 Berlin | Facebook | PAR Creamery | Oderberger Str. 38, 10435 Berlin | Facebook | tenzan lab | Wörther Str. 22, 10405 Berlin| tenzan-lab.com

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 03. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

L.A. is in Germany

Stell dir Folgendes vor: es ist warm, die Sonne steht hoch am Himmel und wirft kurze, harte Schatten. Du läufst über kühle Marmorfliesen, die Sonnenbrille nach oben ins Haar gesteckt. Aus den Lautsprechern säuselt Lana Del Rey irgendwas von „down by the beach“ und irgendwo da hinten, hinter dem Rundbogen, muss es in den Garten gehen. Irgendwo dahinten, hinter dem Rundbogen, muss der Pool sein. Am Tresen bestellst du selbstgemachte Limo und eine Bowl aus warmem Reis, roh mariniertem Fisch, Edamame, Avocado, bunter Rohkost und Dips. Ja, so fühlt er sich an, der endlose kalifornische Sommer. Mit dem einzigen kleinen Unterschied, dass die eben beschriebene Szene nicht im fernen L.A. spielt, sondern mitten auf der Alten Schönhauser Straße in Berlin. Denn genau dort hat gerade das Casual Fine Dining-Konzept L.A. Poke eröffnet und der Name sagt eigentlich schon alles. Laura und Asif verbinden in ihrem Laden einen der Foodtrends überhaupt, mit einer gehörigen Portion kalifornischer Lässigkeit. Poke Bowls bestehen aus frischen, meist rohen Zutaten, die sich beliebig kombinieren lassen. Ursprünglich entstand das proteinreiche Gericht auf Hawaii. Von dort aus verbreitete es sich in den ganzen USA und wurde schnell zum festen Bestandteil der gesunden kalifornischen Food-Szene. L.A. Poke verwendet nach Möglichkeit lokale und regional vielfältige Rohstoffe und Zutaten, der Fisch stammt aus nachhaltiger Fischerei. Die Signature Bowls wurden liebevoll entwickelt und gemeinsam mit den Gästen perfektioniert. Ein absolues Highlight ist das außergewöhnliche Restaurant-Design, das die Gäste förmlich in die eingangs beschriebene Poollandschaft entführt, die genau so auch aus einem David Hockney-Gemälde oder einem Lana Del Rey-Musikvideo stammen könnte. Wir wünschen guten Appetit beim mixen, matchen und schmatzen.
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L.A. Poke | Alte Schönhauser Straße 44, 10119 Berlin | lapokebowls.com | Facebook

Wildhood

Was waren wir traurig, als der gestalten Shop (es waren ja sogar zwei) vor einiger Zeit für immer die Pforten schloss. Wo sollten wir denn jetzt auf die Pirsch gehen, um uns von guten, echten Dingen und Produkten inspirieren zu lassen, die wir als ewige Abenteurer, Draußenspieler, Entdecker, Macher, Tober und Camper ziemlich gut und unbedingt gebrauchen konnten? Lange herrschte Ebbe und wir mussten uns das Outdoor- und Wildlife Equipment etwas mühselig zusammentingeln, bis ja bis wir Antje und Henrike und ihren Wildhood Store für kleine und große Abenteurer in der Neuköllner Weichselstraße entdeckten. In ihrem wunderbaren Laden und dem schnieken zugehörigen Online-Shop verkaufen sie Dinge, die einen im Freien nicht im Stich lassen, die man aber auch jeden Tag gebrauchen kann. Es gibt Nützliches und Schönes für den Roadtrip mit Surfbrett, das Wochenende am See, die Mittagspasue am Kanal. Es geht um Natur, das Draußensein und Draußenerleben, Camping und die vielen anderen Dinge, die man sonst so in der „Wildnis“ treibt. Alles sorgfältig und fachkundig kuratiert nach gestalterischen und nachhaltigen Gesichtspunkten. Die beiden Macherinnen wissen nämlich ziemlich gut wovon sie sprechen. Beide sind leidenschaftliche Fahrradfahrerinnen und lieben VW-Busse. Rike fährt den gelben Bus und Antje den grünen. Für WILDHOOD sind sie stets auf der Suche nach Familienunternehmen und besonderen Marken, die sie durch die Präsenz im Store unterstützen können. Den Laden- und Büroalltag gestalten die zwei bewusst und resourcenschonend. Ökostrom, nachhaltige Büromaterialien und der Weg mit dem Rad zur Arbeit sind selbstverständlich. Draußensein hat wieder eine Heimat.
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WILDHOOD Store | Weichselstraße 22, 12045 Berlin | Öffnungszeiten: Mo/MI 10-15 Uhr, Do/Sa 10-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr | www.wildhoodstore.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 30. April 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Großstadtdschungel

Die alte Münze mitten in Mitte hat schon vieles gesehen – verschiedene Währungen, Bagger, Konzerte, Festivals, Pornoparties oder überlebensgroße digital animierte Gemälde. Immer passte sich das jeweilige Konzept perfekt in die monumentale Kulisse ein, lebte ein Stück weit von ihr oder wurde direkt um sie konzipiert. Ein kleines Café dreht den Spieß jetzt ein wenig um. The Greens sorgt für neues Leben, lässt es sprießen und verwandelt so den großen grauen Betonklotz drumherum in ein gefühltes Biotop. Denn der Name ist Programm. Jede Menge Pflanzen sorgen für grüne Luft und Laune und sind obendrein auch käuflich zu erwerben. Das restliche Interior folgt den Regeln der Nachhaltigkeit auf sehr natürliche Weise: eine restaurierte Espressomaschine, Wandvertäfelung aus Berliner Haushalten, historische Küchenutensilien aus den 50er Jahren und Geschirr von Berliner Trödelmärkten. Das Angebot passt sich den Jahreszeiten an. Je nach Verfügbarkeit werden vorwiegend ökologische Produkte aus der Region verwendet. Von April bis September wird die kleine urbane Gartenwirtschaft, der ‚Münzgarten‘, beackert. In der kalten Jahreszeit gibt es verschiedene, den herbstlichen und winterlichen Monaten angepasste Spezialitäten. Das Schönste: The Greens streckt seine Wurzeln auf dem gesamten Münzgelände aus und verbindet das ganze womöglich heimlich still und leise zu einem Campus oder sagt man Dschungel? Neben gespendeten Küchengeräten und Blumen prangt im Innern ein großes Wandbild des ansässigen Kollektivs Drink&Draw, zudem finden verschiedene Künstler- & Manufaktur-Workshops statt, zu denen alle herzlich eingeladen sind. The Greens verbindet.
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The Greens | Am Krögel 2, 10179 Berlin | Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 12-18 Uhr | the-greens-berlin.de | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 03. April 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Die Ruhe in uns

Es gibt so Läden, die wirken wie kleine Oasen. Man betritt sie und augenblicklich ändert sich der eigene Gemütszustand, man kommt zur Ruhe, bewegt sich anders und vergisst das verkehrsreiche Hin und Her, das vor der Tür herrscht. Ehe man sich versieht sind Minuten ins Land gegangen und wenn man den Laden dann wieder verlässt, braucht es beinahe genauso lang bis man sich wieder an das neue alte Normal gewöhnt hat. Das RYOKO in der Friedelstraße in Neukölln ist genau so ein Laden. Und das hat einen guten Grund. Alle Produkte, die Ryoko Hori and Daniel Kula in ihrer kleinen Boutique anbieten, sind nicht nur handgemacht und einzigartig, sie sind auch ganz bewusst ausgewählt um uns dabei zu unterstützen das Leben im Moment und in uns selbst zu genießen. Ryoko feiert die Verbindung natürlicher Rohstoffe und ihre Vollendung durch handwerkliches Geschick in „Dinge mit Seele“, die durch ihre tägliche Verwendung wiederum im Ritual zu wahrer Bestimmung finden. Beispielsweise in Form exklusiver Duftessenzen für Raum und Körper oder den dazu passenden Schatullen und Elementen. Besonders angetan haben es uns die „Treasure Boxes“, das sind wahrhaftige Schmuckkistchen mit thematischem Bezug. Die Öffnungszeiten sind im übrigen genauso exklusiv wie die Produkte. Nur Samstag und immer von 12-18 Uhr kann die Shop-Oase besucht werden. Die Online-Boutique freilich hat immer geöffnet. An den anderen Tagen werden im Ryoko Massagen und Treatments angeboten (lange vorher buchen!) oder es finden Veranstaltungen, Soirées und Workshops statt.
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RYOKO | Friedelstraße 11, 12047 Berlin Germany | samstags 12-18 Uhr | ryoko-berlin.com | Online Boutique | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 03. April 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

The future is now

Der Richardkiez begrüßt einen Neuzugang. Das vegetarische Café The Future Breakfast öffnet am 24. März endlich seine Pforten. Endlich, weil wir es gar nicht erwarten können, dass Katie und Flo ihre Ideen aus der ganzen Welt in Verbindung mit klassischen, traditionellen Gerichten endlich in einem eigenen Laden auf den Tisch bringen. Die beiden konnten mit ihrem Nagetusch Caravan bereits reichlich Gastro-Erfahrung sammeln. Sie verkauften in der Markthalle Neun und bei Bite Club Events Kaffee und Frühstücksleckereien en masse und en classe (oder so ähnlich). Die australische Kaffee- und Kulinarik-Kultur, in der Katie aufwuchs, hat den Style des neuen Menüs sehr geprägt und sowohl Katie’s als auch Flo’s Leidenschaft für guten Kaffee entfacht. Es wird eine kleine Speisekarte mit etwa fünf Gerichten angeboten, die sich regelmäßig je nach Jahreszeit ändert. Klassiker wie Eggs Benedict und Pancakes werden im Future Breakfast-Stil serviert. Der Rest des Menüs ist spontan und saisonal mit Twist. Alles aus qualitativ hochwertigen und frischen Bio-Zutaten. Lokal und regional. Neben der wechselnden Speisekarte wird es ständig neue Kaffeesorten geben. Auf Wunsch bekommt man fachkundige Beratung, welche Variante am besten zum gewählten Frühstück passt. Übrigens gibt es auch wieder etwas zu gewinnen! Wir verlosen nämlich für alle Schleckermäuler unter euch ein Zwei-Personen-Frühstück inklusive Getränke. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‚BRKFST‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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The Future Breakfast | Böhmische Straße 46, 12055 Berlin | Mo-Fr 8.30-18 Uhr, Sa+So 9.30-18 Uhr (Mittwochs geschlossen) | www.thefuturebreakfast.com | FacebookFoto: Sabrina Hubert

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 27. März 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

AUSZEIT im EISZEIT

Was wäre Berlin ohne seine Kultstätten?! Ursprünglich 1981 in Schöneberg gegründet, versteckt sich das EISZEIT Kino seit 1985 im 1. Stock des 2. Hinterhauses an der Zeughofstraße 20 im Wrangelkiez. Es war Kennern stets als das beliebte Programmkino mit den etwas anderen Filmen bekannt. Mit der Wiedereröffnung im Sommer 2016 an gleicher Stelle, nur mit direktem Eingang zur Straße und einem dritten Kinosaal, erhält der Kiez einen der angesagtesten Orte für Underground zurück. Der Umbau erschuf einen besonderen Kino-Ort, an dem man sich aufhalten mag, an dem Begegnungen und Gespräche stattfinden können, mit einem Programm, das Stellung bezieht. Gerade in Zeiten von Netflix und Heimkinoequipment muss das Kino neue Wege gehen und alte Stärken wiederentdecken. Das neue EISZEIT hat ein Charakter-Programm, eine richtige Bar und eine offene Bistroküche samt schniekem Gastraum (klingt jetzt viel unspektakulärer, als es ist) für kulinarische Genüsse vor und nach dem Film. Der argentinische Chefkoch Germán Gonzalez sorgt mit einer feinen Auswahl an kleinen, mediterran und südamerikanisch inspirierten Gerichten für eine Auszeit im EISZEIT. Das Kino ist ein Kulturtreffpunkt und Wohnzimmer der Filmkunst zugleich. Dunkle Kacheln, warme Rottöne und dunkle Holzpaneele aus einem alten Brandenburger Bauernhaus laden zu langen Kreuzberger Nächten ein. Wir verlosen 2×2 Freikarten für eine Vorstellung eurer Wahl an die ausgemnachten Cineasten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WO IST DIE NUSS?‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Eiszeit Kino | Zeughofstrasse 20, 10997 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr ab 10 Uhr, Sa-So 30 Minuten vor der ersten Filmvorführung, Küche tägl. ab 18 Uhr, Bar Mi-Sa ab 20 Uhr | Tickets & Program | Facebook

Der Himmel über Kreuzberg

Der Kreuzberger Himmel auf der Yorckstraße bietet fantastische syrische Spezialitäten an. Die beiden Küchenchefs im Restaurant, Nour und Othman, gelten als Vollblutprofis und bereiten täglich alle Gerichte frisch zu. Genau so sollte ein Artikel über ein gutes Restaurant beginnen. Das Besondere und deshalb Zweitwichtigste: Nour und Othman sind, genauso wie alle der insgesamt acht Mitarbeiter, Menschen, die nach ihrer lebensgefährlichen Flucht eine neue Heimat in Berlin gefunden haben. Hinter dem Konzept steckt die Organisation Be an Angel e.V., welche seit über zwei Jahren Geflüchtete beim Ankommen in Deutschland begleitet. Ein Grundsatz von Be an Angel e.V. lautet, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Mit dem Restaurant sollen aus Flüchtlingen Nachbarn werden. Als die ersten von ihnen ihre Wohnungen bezogen haben, wurden die Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer häufig als Dankeschön zum Essen eingeladen. Die Begeisterung war riesig, woraus schließlich die Idee zu einem Restaurant entstand. Mit Unterstützung der Kirchengemeinde Sankt Bonifatius fand sich das freie Lokal auf der Yorkstraße. Bis Ende Januar wird der Kreuzberger Himmel vermutlich als eigenständiger Ausbildungsbetrieb anerkannt. Ab Mitte Februar soll es einen Mittagstisch für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien geben. Zu diesem außergewöhnlichen Konzept kommt ein Ambiente, das sich sehen lassen kann. Die Designexpertin Tatjana Sprick hat das gesamte Einrichtungskonzept entwickelt und umgesetzt. Namhafte Marken wie BOCCI, designform und Made.com haben ebenso zur Umsetzung beigetragen wie die Galerie Camerawork, von der die Kunst im Raum stammt. Und damit müssen wir den Einstieg unseres Beitrags nun doch wieder ein Stück revidieren. Der Kreuzberger Himmel ist nicht nur ein Restaurant. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem gut gegessen wird. Sehr gut!
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Kreuzberger Himmel | Yorckstr. 89, 10965 Berlin | Öffnungszeiten: Mi-So 17-01 Uhr | kreuzberger-himmel.de | Facebook

TELAVIVBERLIN

“Our guests come to enjoy eating. They don’t come to us because they’re hungry.“ Besser hätte es Gilad Heimann nicht auf den Punkt bringen können. In seiner Night Kitchen inmitten der schönen Heckmann Höfe in Mitte schafft er einen kulinarischen Hotspot, in dem es um weit mehr als nur um gutes Essen geht. Bereits 2012 eröffnete Gilad in Tel Aviv den großen Bruder der neuen Berliner Dining Bar die er gemeinsam mit dem Gastronom Shaul Margulies erschuf. Das Konzept war von Anfang an ein Riesenerfolg und zählt bis heute zu den angesagtesten Locations in Tel Aviv. Vor einigen Monaten entschied sich Gilad dann dazu, mitsamt seiner Familie nach Berlin zu ziehen um seine Interpretation der modernen mediterranen Küche in die Hauptstadt zu bringen. Die ist so gut, dass wir vor allem den Besuch in größerer Gruppe empfehlen und den Genuss des „Dinner with Friends”-Menü. Dabei stellt der Küchenchef diverse Variationen verschiedener Gerichte zusammen – alles nach den Wünschen der Gäste versteht sich. Die kulinarische Reise beginnt bei Tomaten Carpaccio mit Tulum-Käse und endet bei scharfem Blumenkohl mit Tahini und Oktupus a la Plancha. Ausgewählte Cocktail Spezialitäten und weitere hochklassige Drinks runden einen perfekten Abend ab. Ach ja, der Name ist in der „Night Kitchen“ natürlich Programm. Los gehts täglich ab 17 Uhr und serviert wird bis der letzte Gast geht!

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Night Kitchen | Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-So 17-0 Uhr | www.nightkitchenberlin.com  | Facebook | Foto: Augusta Leigh Photograph

 

 

 

 

Foto: Augusta Leigh Photography

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Januar 2018 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Biscuit me!

Wer wie wir ein besonderes Faible für die Welt der Keramik und des Glashandwerks hat, dem empfehlen wir einen Inspirations Slash Shopping-Stopp in den neuen Räumlichkeiten von Biscuit China in Berlin Prenzlauer Berg. In dem frisch eröffneten Shop in der Oderberger Straße hat Inhaberin und Grafikdesignerin Karoline Borsch einen Ort geschaffen, an dem ihre Leidenschaft für besondere Objekte und deren Hintergrundgeschichten zum Leben erweckt wird. Zu sehen und zu kaufen gibt es bei Biscuit China eine einzigartige Auswahl schöner und funktionaler Keramik und Glaswaren von unabhängigen Künstlern und kleinen Ateliers. Traditionelle Werkstoffe und moderne Formgebungen, aber auch farbenfrohe, verspielte und sogar humoristische Objekte feiern die Verbindung von traditionellem Handwerk und modernem Zeitgeist. Darunter sind auch Kreationen von namhaften Künstlern wie Pepe Otero Oleiro, Foekje Fleur, Baptiste Ymonet und Vincent Jousseaume. Ab Dezember können die Produkte auch online erworben werden, wobei wir den persönlichen Besuch kategorisch empfehlen um die Auswahl in voller Schönheit sinnlich zu erfahren. Wir verlosen einen Gutschein im Wert von 60 Euro an die besonders Schöngeistigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ELEPHANT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Biscuit China | Oderberger Str. 3, 10435 Berlin | Öffnungszeiten: Di 12-18 Uhr, Mi-Sa 12-19 Uhr | biscuitchina.com | Facebook | Instagram

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 05. Dezember 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Vor lauter Bäumen

Heute ist Nikolaus (Yeah!) und deshalb starten wir einfach mal mit einem gebührend vorweihnachtlichen Thema. Wir waren am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt – soweit so gewöhnlich. Das Besondere: es war ein Weihnachstmarkt, der genau so war, wie ein Weihnachtsmarkt sein sollte. Keine Chinapfannen-Döner-Caterings, keine BVB-Fanschals und Jahreskalender, keine Wilde Maus (ach Mist!) und keine Geisterbahn – dafür: 100 liebevoll dekorierte Stände und Naturwarenwerkstätten, die sich auf dem riesigen Gelände der Späth’schen Baumschulen über Wege und durch einen kleinen Tannenwald (ist ja eine Baumschule) schlängeln und selbstgemachten Schmuck und Kunsthandwerk, Decken, Stoffe und Klamotten, Holzspielzeug, Schlitten, Erzgebirgskunst, Deko und Keramik feilbieten. Alles in Ruhe, alles entspannt und begleitet von weihnachtlicher Blechblasmusik. Dazu knistert ein riesiges wärmendes Feuer, es wird Obstglühwein und Honigpunsch ausgeschenkt und die Küche des Rittersaals aus Sacrow serviert Deftiges aus Topf und Pfanne. Es gibt warme Maronen, selbstgeschnibbelte Kartoffelchips und Süßigkeiten. Das Highlight ist die Märchenhütte, in der die Compagnie des Monbijou-Theaters wahlweise Schneewittchen, Dornröschen oder den gestiefelten Kater zur Aufführung und Kinderaugen zum Strahlen bringt. Zu vorgerückter Stunde gibt es dann auch Märchen nur für Erwachsene, wahlweise mit kulinarischer Begleitung. Auf der großen Bühne nebenan versammelt ein Berliner Radiosender Bands und Orchester. Wer mag kann sich vor Ort dann auch direkt seinen Weihnachtsbaum aussuchen (again: ist ja eine Baumschule), mit der Eintrittskarte gibt es auf den direkt 10 Prozent Rabatt. Der Weihnachstmarkt in den Späth’schen Baumschulen findet nur noch an den kommenden zwei Adventswochenenden statt und hat jeweils ab 15 Uhr geöffnet. Mit dem Eintritt unterstützen die Besucherinnen und Besucher den Erhalt des historischen Geländes.
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Weihnachtsmarkt in den Späth’schen Baumschulen | Späthstraße 80/81, 12437 Berlin | www.spaethsche-baumschulen.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 05. Dezember 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Zum Mond und zurück

Wenn man Zum Mond reisen möchte, muss man nach Kreuzberg. Dort an einer Ecke passt er sich prima ein ins sonstige Bild, scheint nicht fahlblass, sondern behaglich kerzenscheinwarm und serviert Speis und Trank, die ihres Gleichen suchen und zwar weit über das Sternenbild Kreuzberg hinaus. Genug der Wortspiele, widmen wir uns dem was wirklich zählt. Das Restaurant Zum Mond ist auch nach drei Jahren irgendwie immer noch ein Geheimtipp und so richtig erklären kann man sich das nicht. Denn wer einmal da war, kommt aus dem Schwärmen kaum mehr heraus. Es mag auch daran liegen, dass dieser Teil Kreuzbergs noch weitestgehend unerobert von Investoren und Touristenströmen seinem Kiezdasein fröhnt. Oder aber an der unscheinbar schlichten aber genauen Aufmachung der ehemaligen Eckkneipe mit so klangvollen Vormietern wie „Zur Haltestelle“ oder „Im Kreuzberger Osten“. In diesem authentischen Altberliner Ambiente werden täglich zwei Menüs serviert, die sich jeweils um ein Hauptgericht aus brandenburgisch/uckermärkischem Wild und einem Fischgericht mit regionalem Marktgemüse drehen. Natürlich wird auch eine vegetarische Variante angeboten. Dazu gibt es eine ausgewählte Weinkarte, die sich fast ausschließlich auf deutsche Weine konzentriert. Genau dieser vermeintliche Gegensatz aus rustikalem, unprätentiösem Charme und Speis und Trank auf allerhöchstem Niveau macht den besonderen Reiz aus. Und wenn wir es uns Recht überlegen, wollen wir gar nicht so vielen Menschen davon erzählen. Diesen Ort behalten wir lieber für uns und reisen gern immer wieder Zum Mond und zurück.
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Restaurant „Zum Mond“ | Köpenicker Str. 159, 10997 Berlin | Menü Preise: Veggie Menü ab 29€, Fleisch Menü ab 39€ | zummond.berlin | Facebook | Foto: Ben De Biel

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 28. November 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Schule des Lebens

Kann man Erfolg, Liebe und Karriere lernen? Der britisch-schweizerische Philosoph und Bestsellerautor Alain de Botton gründete 2008 die „School of Life“, weil er genau davon überzeugt war. Er wollte einen Ort schaffen, der Menschen dabei hilft, ein erfülltes, glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Eine Schule, in der man das lernt, was man in der Schule eigentlich nicht lernt. Genau deswegen stehen in der School of Life auch nicht Mathe und Deutsch auf dem Stundenplan, sondern Themen wie „Besser kommunizieren im Arbeitsleben“, „Wie man scheitert“ oder auch „Wie es gelingt ein glückliches Paar zu bleiben“. Das Ziel: das eigene Potential zu entfalten. Die Grundlage dafür bildet ein 2500 Jahre gereifter Ideenschatz aus der Philosophie, Psychologie, Literatur und Kunst. An mittlerweile 12 Standorten in aller Welt werden in Vorträgen, Classes und Tagesworkshops kluge Ideen an wissbegierige Köpfe vermittelt. Seit 2016 ist die Schule des Lebens auch in Berlin zu finden. Dort lauscht man für 30 Euro zweieinhalb Stunden lang den Weisheiten und Erkenntnissen von Wissenschaftlern, Philosophen und Pragmatikern. Ab 100 Euro beginnen die Workshops zu beruflicher Weiterbildung, für 555 Euro nimmt man am 4-Tage-Intensivkurs teil (04. – 07. Januar 2018). Wer erst einmal klein anfangen möchte, dem empfehlen wir den School of Life eigenen YouTube Kanal, auf dem in kleinen Videos große Themen beleuchtet werden. Fürs Leben lernen.
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School of Life | Lychener Str. 7, 10437 Berlin | Classes ab 30€ | theschooloflife.com/berlin | YouTube | Facebook | Foto: Katharina Nobis

Ideenwerkstatt

Mit Ideen ist das so eine Sache. Der Geist ist frei und kann wandern wohin er will. Dem Denken sind quasi keine Grenzen gesetzt, außer die der eigenen Vorstellungskraft. Wenn es jedoch an die Umsetzung geht und sich entscheidet ob es beim Gedankenflug bleibt oder daraus eine meisterhafte Innovation gedeiht, scheitern viele Ansätze an den Rahmenbedingungen. Wer hat schon stets das nötige Equipment zur Hand oder das Geld die initialen Investitionen zu stemmen. Und: Ideen Flügel verleihen bedeutet sich an ihnen auszuprobieren, zu feilen, zu scheitern und sie immer wieder neu anzugehen. Das HappyLab in Berlin Wedding bietet genau dafür Raum und Möglichkeiten. Happy, weil das der Spitzname des Professors ist, der den beiden Gründern zu Studentenzeiten seine Wohnung als Tüftelwerkstatt zur Verfügung stellte, in der sie an Robotern schraubten. Lab, na ja, weil es eben ein Labor für Ideen ist, zumindest im weitesten Sinne. Denn das Happylab ist viel mehr – eine bunte Mischung aus digitaler Werkstatt, High-Tech Labor, Co-Working und Co-Making Space auf 360 Quadratmetern, vollgepackt mit allen Maschinen und Werkzeugen die man als Macher braucht oder brauchen könnte. Hier kann jeder tüfteln, drucken, schrauben, lasern, cutten, fräsen, plotten, löten und sich dabei inspirieren lassen. Das Resultat sind kleine und große Kunst- und Wunderwerke, z.B. eine Kamera aus dem 3D-Drucker, ein Holz-Gameboy, ferngesteuerte Roboter oder gar hochwertige Designmöbel. An jedem Mittwoch findet ein kostenloser Schnupperkurs statt, in dem binnen einer Stunde die wichtigsten Grundlagen und Techniken erklärt werden. Wem gefällt, was er tut, der kann wie im Fitnesscenter eine Flatrate abschließen. Für 9€ pro Monat werden hier Ideen statt Hanteln gestemmt, für 49€ wird das Happylab zum zweiten Wohnsitz mit 24/7 Zutritt. Passenderweise steigt heute die Fete zum einjährigen Jubiläum bei der die Gewinner des Fab-Contests 2017 per Publikumsvotum gekürt werden. Der Eintritt ist frei. Wir wünschen frohes Schaffen.

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Happylab Berlin | Demminer Str. 3, 13355 Berlin | Schnupperkurse jeden Mittwoch ab 20 Uhr (kostenlos) | Mitgliedschaft ab 9€ / Monat | happylab.de  | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 21. November 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Triple B (Bullys Bakery Berlin) Reloaded

Dieses wird der kürzeste Beitrag in unserer Magazin-Geschichte. Er geht so: „Selbstgemachter italienischer Mandelkuchen mit Mascarponecreme, Brioche und Braune Butter-Birnentarte? Ja, ich will!“ Mehr muss man über die heute wieder neue eröffnende Bullys Bakery nämlich eigentlich gar nicht schreiben. Ab 15 Uhr und bis in den Abend gibt es zum Opening Fingerfood beyond Kuchen und jede Menge Cremant in der Friedelstraße 7 in Neukölln. Wir wünschen allen, die mitschlemmen wollen einen gnadenlos leckeren Nachmittag/Abend!

Alle die es genauer wissen möchten, lesen bitte weiter:
Bullys Bakery war einer dieser Läden, für dessen Besuch jeder noch so kleine Vorwand gut genug war. Hauptsache hin, Hauptsache da sein, Hauptsache Abhängen. Irgendwann dann zogen die Besitzer mir nichts dir nichts gen Süden und ließen nicht nur den Laden zurück, sondern auch jede Menge nun hilflos umherziehender Kaffee- und Kuchenliebhaber. Darunter auch das Team der Lugosi Bar und des Karloff. Die konnten und wollten sich nicht damit abfinden, dass ihr Lieblings-Hangout nun Geschichte sein soll und machten sich an einen aufwendigen, da liebevollen und vor allem behutsamen sechsmonatigen Umbau. Die neue Bakery ist also nicht völlig neu, sondern quasi die noch bessere Variante der alten. Das Herzstück bildet der selbstentworfene, futuristische Tresen. Die Räume sind Stuck behangen und minimalistisch eingerichtet. Im vorderen wähnt man sich in einer südländischen Espressobar, hinten eher wie in einem Wiener Kaffeehaus established 2017. Neben göttlichen Kuchen gibt es fortan auch Sandwiches, 16 Teesorten, Säfte und Smoothies und natürlich Kaffee von Achilles Napoli Connection – traditionell italienisch kärftig und säurearm. Liebes Bullys, schön, dass du wieder da bist.
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Bullys Bakery | Eröffnung Mi. 08.11.2017 | 15-19 Uhr | Friedelstraße 7, 12047 Berlin | Facebook | Eventlink

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. November 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Berlin Jaffa

Es gibt Dinge, die gibt es genau so nur an ganz bestimmten Orten. Und genauso gibt es Orte, die Dingen, ja sogar Menschen ein ganz bestimmtes Flair, ein Aussehen, ein Gefühl, einen Geschmack verleihen. Wer einmal in einem kleinen Café in Tel Aviv Jaffa seinen Hummus mit einem Stück Brot vom Teller gewischt hat, wem dabei ein Kaffee mit Kardamom aufgegossen wurde, bevor man ihm dazu ein Stück Hausgebackenes reichte, der weiß wovon wir sprechen. Diese präzise Leichtigkeit, die selbstverständliche und lässige Perfektion in den einfachen guten Dingen, dieses ganz bestimmte Flair gibt es nur dort mit Leib und Seele zu erfahren. Meint man zumindest. Denn unser Lieblingsfrühstückscafé, das Mugrabi am Görlitzer Park, bringt uns genau dieses Gefühl an genau diesen Ort. Und das hat nicht nur mit der israelisch-nordafrikanischen Fusionsküche mit grandiosem Shakshuka, Hummus, Fatush mit Ziegenkäse und Granatapfel oder Sabich Sandwich gefüllt mit gerösteter Aubergine und Kartoffel zu tun. Es liegt vor allem an dem Zusammenspiel der Dinge, der Art, wie die Sonne durch die Fenster auf die Holztische fällt, den Bewegungen und Gesten des Personals, der Speisenanrichtung, der Luft, dem Duft und allem. Unweigerlich träumt man von den lauen Sommernächten in dem kleinen israelischen Dorf, aus dem man nicht stammt, von den Kochkünsten der Lieblingsoma aus Tel-Aviv, die man gar nicht hat. Und man will reisen, die Welt erkunden und dann wieder ankommen. An einem Ort wie diesem, den es genau so auch hier gibt. Und den es genau so vielleicht auch nur hier gibt. Bis er eines Tages weiterzieht.
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Café Mugrabi | Görlitzer Str. 58, 10997 Berlin | Hummus ab 6,50€, Shakshuka ab 9,50 € | Mo-So 9.30-18 Uhr | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 31. Oktober 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare