Vier weiße Wände

Vier weiße Wände

Das erste Ankommen in einer neuen Stadt ist ein besonderer Moment. Noch unbekannte Menschen, Straßenschilder, Bodenbeläge, Architekturen. Ein ganz neuer Blick aus einem fremden Fenster, ein andersartiges Licht, exotische Gerüche, ungekannte Geräusche machen etwas mit uns. Wir lassen uns gerne von noch unerforschten Orten inspirieren. Aus ihnen entstehen Bilder, entweder in unseren Köpfen oder auch ganz konkret. Den Künstlerinnen und Künstlern unter uns verhelfen derartige Inspirationen zu neuer artistischer Schaffenskraft. Das weiß auch Ralf Dereich, Bildender Künstler in Berlin. Der farbgewaltige Maler arbeitet gerne auch mal in einem noch unerforschten Ambiente, leider aber ist das mit dem Finden und Nutzen fremder neuer Orte gar nicht so einfach. Erst Recht, wenn man nicht nach einer airbnb Wohnung für zwischendurch, sondern einem waschechten Atelier zum Schreien, Schreiben, Malen, Klecksen, Kneten, Wasauchimmer sucht. Weder Hotelzimmer noch Privatunterkünfte sind in der Regel für die künstlerische Arbeit geeignet. Gemeinsam mit Marketingexpertin und Schulfreundin Melina Volkmann gründete Ralf deshalb die Online-Plattform stusu, ein globales Netzwerk für die Untervermietung von Künstlerateliers oder anders ausgedrückt, eine Art airbnb für Künstler. Künstler inserieren oder tauschen ihre Ateliers fein säuberlich nach Städten geordnet und können selbst einen inspirierenden Arbeitsplatz in einem anderen Land, in einer anderen Stadt oder eben ums Eck finden. So entzieht sich das Atelier seinem mysthisch-eremitischen Image und wird zu einem dynamischen Platz für freies, flexibles Arbeiten auf der ganzen Welt. Die Plattform stellt damit eine Infrastruktur, aus der wunderbare Kunst entstehen kann – Raum, Licht, Sicht. Schließlich entsteht Kunst immer aus Welt. Und Welt ist nun mal überall. Oder so ähnlich?
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stusu – die erste globale Plattform für Untervermietung von Künstlerateliers | www.stusu.com

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. März 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Datentaten

Datentaten

Daten sind die Währung unserer Zeit. Wenn wir also sowieso schon mehr oder weniger freigiebig Informationen über uns und unseren Lebenswandel abgeben, können wir diese ja auch zu Geld machen. Und gleich noch einen Schritt weiter in Richtung Karma gehen, und das Geld nicht in die eigene Tasche stecken, sondern damit Gutes tun. Die App Goodnity macht genau das möglich. Sie generiert aus Information Geld und überweist es an soziale Projekte. Aus Angst vor der nackten Antwort haben wir noch nie zusammengerechnet, wie viele Stunden im Monat für sinnlosen Zeitvertreib auf unserem Smartphone draufgehen. Statt zu daddeln, uns ins Nachrichten-Nirvana zu scrollen oder uns von endlosen Hundevideo-Medleys berieseln zu lassen, können wir jetzt mit ein paar Klicks und Spaß Spenden für soziale Projekte generieren. Es ist nämlich so: Die wenigsten unter 40-Jährigen haben in den letzten Jahren gemeinnützige Organisationen finanziell unterstützt. Das kann natürlich viele Gründe haben, oft ist es aber – ganz simpel – die fehlende Kohle. Marc, Maximilian und Keith, die Gründer des Donation-First-Unternehmens Goodnity, führten nun auf sehr humanistische Weise zusammen, was zusammengehört: Unternehmen und Menschen. Die Budgets, die Unternehmen ohnehin in Marktforschung investieren würden, kommen mit Goodnity einem guten Zweck zugute. Wir User beantworten anonymisiert Fragen von interessierten Unternehmen und sammeln mit jeder beantworteten Frage Geld. Der durch Antworten zustande gekommene Betrag wird dann von den profitierenden Unternehmen zu 100% an ein soziales Projekt nach Wahl gespendet. So mögen wir das, wenn die Bilanz des Lebens win-win-win ist. Die Unternehmen bekommen Informationen, wir bekommen Karmapunkte, und humanitäre Projekte bekommen Bares. Und ja, natürlich, ist der Datenschutz absolut gewährleistet. Sonst würden wir Goodnity nicht aus vollstem Herzen empfehlen.
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Goodnity – Deine Meinung für Dein soziales Projekt | www.goodnity.com | kostenlos erhältlich im Apple App Store und bei Google Play

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 17. Februar 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Kunst Druck

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Kunst Druck

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Und Kunst versteht sich immer in Hirn und Herz des Rezipienten. Was wir damit sagen wollen? Dass Kunst nicht nur ein famoses Tummelfeld für Künstler ist, sondern auch für jene, die sich mit ihr ihr auseinandersetzen wollen. Kunstbetrachtung hilft dabei eigene Ideen zu entwickeln, neue Sichtweisen auf die Welt zu erlangen, unseren Geschmack zu schärfen. Letztes Jahr startete mit »100for10« ein wunderbares Projekt, das uns erschwinglichen Zugang zu internationaler Kunst verschafft. Es handelt sich dabei um eine fortlaufende Edition von Monografien zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Illustration, Fotografie, Grafik, Bildende Kunst und Mode. Sie alle haben 100 Seiten. Und sie alle kosten jeweils nur 10 Euro. Und nein, dabei handelt es sich nicht um eine billige Broschüre im Reclam-Format, die beim zweiten Anschauen auf den Flohmarkt wandert. Aber es ist auch kein hochglanziges Coffee Table-Produkt, das außer Gähnen nicht viel provoziert. Hinter der Idee steht nämlich Lars Harmsen, seines Zeichens Partner der Münchner Agentur Melville, Professor für Typografie und Editorial Design und Verlagsleiter von »Slanted Publishers«. Und der wiederum gewährleistet die Qualität jeder einzelen der gestalteten Monografien. Warum die trotzdem nur 10 Euro kosten? Weil jedes Werk on demand gedruckt wird und lediglich in schwarz/weiß. 25% des Verkaufspreises gehen direkt an die Künstler wie den New Yorker Thomas Lail, der kunstvoll collagierte Kopien von Kopien von Kopien in Flächen mit Geschichten verwandelt. Am 18. Februar stellen 100for10 übrigens auf der Showroom-Eröffnung der Sofa-Kreateure von Sitzfeldt im Münchner Werksviertel aus. Na das passt doch: sich auf dem Sofa sitzend Kunst anschauen und beim Perlengetränk den Nachhall genießen? Es gibt wenig Besseres.
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100for10 | Künstlermonografien | Melville Brand Design | www.100for10.com

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 17. Februar 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

From Brooklyn with love

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From Brooklyn with love

Wir haben Post. Ein Brief aus Brooklyn, abgesendet von c.d. hermelin. Der Brief ist eine A5 Seite lang, geschrieben mit einer Schreibmaschine und verziert mit ein paar gestempelten Herzen. Er handelt von der Zukunft, der Gegenwart, Hoffnungen, Träumen, einer zufälligen Begegnung. „I think I’m good down here for a while,“ lautet der letzte Satz. Gesagt wird er von der Heldin unserer kleinen Kurzgeschichte, doch dazu später. Der New Yorker Christopher Hermelin schreibt „short stories for strangers“, wie er es nennt und zieht als Roving Typist mit seiner 10 Dollar Flohmarkt-Schreibmaschine durch die Gegend. Jeder der mag, kann sich live und vor Ort oder auf seiner Projekt-Website für eine eigene kleine Geschichte anmelden. Je nach Entfernung dauert es zwischen sieben Minuten bis zu knapp zwei Wochen (inkl. Briefversand) vom ersten Anschlag bis zum persönlichen Lesevergnügen. Man kann dem Autor dabei vollkommen freie Hand lassen oder Vorgaben zur Handlung machen – je präziser die Angaben zu Protagonist und Rahmen desto persönlicher die Story. Über 1200 Kurzgeschichten hat Christopher schon für Fremde geschrieben – darunter auch einen Heiratsantrag. Ja, die Geschichten eignen sich auch prima als Geschenk für besondere Menschen! Bezahlt wird übrigens nach eigenem Ermessen. Ganze 15 Euro ruft Christopher als Aufwandsentschädigung auf, alles was darüber hinausgeht liegt ganz bei euch. Nina ist der Name unserer Protagonistin, die gerade ein Praktikum bei einer fabulösen Berliner Agentur absolviert. Darüber wie glücklich die Agentur ist, sie an Bord zu haben, steht da natürlich nichts. Aber darum geht es ja auch nicht, sondern um Nina. Um den schönen Unbekannten, der zufällig ihre Hand streift, den Vogel und die Herzwolke. „I think I’m good down here for a while“. Ende offen.
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The Roving Typistwww.rovingtypist.com | Roving Typist The Film

 

Knutschkugel

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Knutschkugel

Sitzbälle kennt man, und diese lustigen Hüpfbälle mit den zwei Pinörkeln zum festhalten hat auch schon fast jeder einmal mehr oder weniger erfolgreich fortbewegt. VLUV machen Sitzbälle für Erwachsene – tolles Design, aus hochwertigen Materialen und aufwendig verarbeitet. Wir haben seit ein paar Wochen zwei der stylischen Kugeln bei uns im Büro und tauschen unfreiwiliig durch. Denn eigentlich will niemand mehr auf einem gewöhnlichen Stuhl sitzen seitdem der greige Merino-Wollfilz- und der braune Stoff-VLUV durch unser Office kugeln. Das Beste daran, die Dinger sehen nicht nur cool aus und machen Spaß, sie verbessern auch die Haltung, stärken die Muskulatur und eignen sich prima für Yoga oder sonstige Ertüchtigungen. Tatsächlich kam die Empfehlung zum Kugelsitz von einem unserer Lieblingsyogis. Neben zahlreichen Stoffvarianten gibt es übrigens auch ziemlich edle Lederausführungen. Wir verlosen einen VLUV in einer Farbe eurer Wahl an die besonders Kippeligen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ICH SITZE, ALSO BIN ICH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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VLUV Sitzbälle | ab 99,90 Euro | vluv.de

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 01. Dezember 2015 | Tags: , , Keine Kommentare

Das große Stricken

Das große Stricken

Awww… sind euch schonmal die Smoothies mit kleinen handgestrickten Kopfbedeckungen in den Kühlregalen aufgefallen? „Das große Stricken“ der kleinen Mützen geht gerade in die nächste Runde. Mit der Benefizaktion ruft die Smoothie- und Saft-Marke innocent seit 2011 jeden der Freude am Stricken oder Häkeln hat dazu auf, kleine Wollmützen für die Smoothies zu fertigen und an den Hersteller zu versenden. Der bemützt dann eigenhändig die auserwählten Fläschchen und bringt sie in den Handel. Eigentlicher Sinn hinter der Aktion: für jedes eingesandte Mützchen werden 20 Cent an das Deutsche Rote Kreuz gespendet, das damit ältere und bedürftige Menschen sicher und warm durch den Winter bringt. In den letzten Jahren haben sich Hunderttausende Menschen an der Aktion beteiligt. In diesem Jahr will innocent deshalb den Fabelrekord von einer Million Minimützen aufstellen. Auf geht’s Leute, holt euch Inspiration oder Strickanleitungen auf dasgrossestricken.de/anleitungen und lasst die Nadeln fliegen. Das wäre doch gelacht! Man kann übrigens auch zwei, drei oder hundert Mützchen einsenden, wenn man mag. Der tagesaktuelle Mützchenstand lässt sich am „Mützometer“ auf dasgrossestricken.de ablesen. Wer nicht häkeln oder stricken kann oder mag, kann nach dem Motto „Klicken statt stricken“ sein Mützchen auch online gestalten und veröffentlichen. Für jedes digitale Mützchen fließen weitere 5 cent an das Rote Kreuz. Unser momentaner Liebling in der Mützchengalerie ist übrigens die Usain-Bolt-Mütze. Die Wochenhighlights werden außerdem auf Facebook prämiert. Wir haben übrigens auch einen Rekord zu vermelden: ihr habt soeben den Artikel mit der häufigsten Nennung des Wortes „Mützchen“ aller Zeiten gelesen. #AllesMützchenOderWas?
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Das große Stricken – 1 Million Mützchen für den guten Zweck | dasgrossestricken.de | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 11. November 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare

Rechts extrem spendabel!

Rechts extrem spendabel!

Neulich lasen wir auf einem ungefragt Rat und Poesiealbumsprüche stiftenden Facebook Post folgendes: „Wenn du tot bist, merkst du nicht, dass du tot bist, aber für alle anderen ist es hart. Genauso ist es, wenn du blöd bist.“ Bevor das hier zur Glaubensdebatte entartet, kommen wir schnell zum Punkt. Wie zur Hölle reagiert man am besten auf Dummheit, Aggression, Intoleranz und Hetze ohne selbst in Polemik zu verfallen und zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen? Fakt ist: raushalten ist keine Option, spätestens dann nicht, wenn Menschen dazu aufrufen, anderen Menschen etwas anzutun, weil sie – ja, warum eigentlich? Es gehört seit jeher zum Repertoire der Aufklärung, der Idiotie den Spiegel vorzuhalten, um sie sich selbst zu überlassen und Prozesse in Gang zu setzen, die mit Argumenten allein nie zu erreichen wären. Nutze das System, wenn du es nicht verändern kannst, und verändere es so. Nachdem das Zentrum Demokratische Kultur im letzten Jahr den „unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands“ organisierte, bei dem Neonazis auf einem Gedenkmarsch mit jedem zurückgelegten Meter unfreiwillig 10 Euro für das Nazi Austeigerprogramm EXIT spendeten, riefen sie nun die Initiative „Hass hilft“ ins Leben. Die Idee ist einfach und genial: Für jeden rassistischen, fremdenfeindlichen oder menschenverachtenden Kommentar, der bei Facebook oder der Polizei gemeldet wird, gehen 1 Euro als Spende an Flüchtingsprojekte der Aktion Deutschland hilft und an EXIT-Deutschland. Heißt: Alle Hasser und Hetzer spenden damit praktisch gegen sich selbst. Zwickmühle, nennt der Fachmann so etwas. Denn entweder hören die Online-Hasser auf zu kommentieren. Oder sie sammeln Geld gegen ihre fremdenfeindlichen Interessen. Auf der Website www.hasshilft.de gibt es alle Informationen rund ums Projekt, Facebook-Banner zum Download und eine Top Ten Liste der eifrigsten Hater, Verzeihung Spender. Das Geld wird übrigens vom FC St. Pauli, dem Radiosender big FM, sky, frisch+fleisch und Facebook selbst zur Verfügung gestellt. Wir wünschen fröhliches melden! #fightracism #nopegida #refugeeswelcome
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Initiative „Hass hilft“ | www.hasshilft.de | Hass melden, Hass anzeigen

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. Oktober 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare

Refugees Welcome!

Refugees Welcome!

Der Zustrom an Menschen, die an den Toren Europas nach Zuflucht und Hilfe suchen, übersteigt seit Wochen und Monaten jedes vorstellbare Maß. Im Mediengewitter wechseln die Bilder zwischen Schreckensszenarien und Leid auf der einen, Solidarität und Willkommenskultur auf der anderen Seite. Die öffentliche inszenierte „Diskussion“ ist gut und wichtig, steht jedoch manchmal dem eigentlichen Kern der Situation entgegen. Denn was wir hier erleben ist keine „Flüchtlingsdiskussion“. Es geht hier um echte Menschen in Not, mit echten Geschichten, die zu uns kommen, weil sie nach Schutz und Hilfe suchen und wir in der Lage sind ihnen beides zu geben. Wir haben nicht das Recht medial ermüdet zu sein und weiter in Richtung des nächsten Medienhypes zu flüchten. Der Strom der Flüchtlinge wird deshalb nicht versiegen. Es geht darum Lösungen zu schaffen, und zwar im großen politischen Maßstab, genauso wie auf persönlicher Ebene. Durch beispielloses Engagement und enorme Hilfsbereitschaft entstanden und entstehen gerade in Deutschland viele neue Initiativen zur Unterstützung und Versorgung von Geflüchteten. Um diese Hilfe abseits von Aktionismus und Inszenierung möglichst unkompliziert, unbürokratisch und zielgerichtet zu ermöglichen, bedarf es einer guten Vernetzung von Helfern und Projekten. Welche Hilfe ist sinnvoll? Woran fehlt es gerade jetzt und vor allem wo? Was, wenn ich einen Raum, eine ungenutzte Werkstatt oder Fähigkeiten habe, die ich sinnvoll einbringen könnte? Wie erfahre ich wo und wann ich meine Hilfe anbieten kann? Diesen Fragen ging das Social Collective in den letzten Wochen in unserem Coworking Bereich im muxmäuschenwild STUDIO nach. Gemeinsam haben wir uns der Frage genähert, wie wir Hilfe effizienter gestalten können. Entstanden ist das Refugee Board – eine Online-Plattform, die einen Überblick über aktuelle Projekte bietet, Ansprechpartner, hilfreiche Links und Adressen rund um das Thema „Ankunft in Deutschland“ versammelt und es Hilfesuchenden und Hilfegebern gleichermaßen ermöglicht schnell und direkt in Kontakt zu treten. Flüchtlinge, Unterstützer und Projektinitiatoren sollen hier auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Angebote und vor allem zueinander finden. Inzwischen ist die Beta-Version der Website online und ermöglicht es Projekten und Initiativen ihre Leistungsbeschreibung zu hinterlegen. Wenn ihr also Teil einer Initiative seid oder Hilfsleistungen anbietet, geht aufwww.refugeeboard.de und tragt sie dort ein. Über eine einfache Eingabemaske sollen Hilfesuchende im zweiten Schritt genau das finden was sie suchen, und zwar in verschiedenen Sprachen und mit aktuellen Ansprechpartnern und Kontaktmöglichkeiten. Ich bin FLÜCHTLING. Ich suche EINE UNTERKUNFT…in BERLIN. Ziel ist es möglichst viele Initiativen und Angebote zunächst in Berlin und Brandenburg und später auch deutschlandweit zu versammeln. Weitersagen erwünscht! Außerdem soll ein Raum für Begegnungen entstehen, um dort die Nutzer der Plattform zum Erfahrungsaustausch einzuladen und gemeinsam herauszufinden wo am dringendsten Handlungsbedarf besteht und wie das Refugee Board kontinuierlich erweitert und verbessert werden kann. Wir halten euch auf dem Laufenden. #refugeeswelcome #refugeeboard
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Refugee Boardwww.socialcollective.de |www.refugeeboard.de

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. September 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kein Mensch ist egal.

Kein Mensch ist egal.

Was sich vor den Küsten der Festung Europa abspielt ist an Tragödie, an Ungerechtigkeit und Traurigkeit nicht zu überbieten. Nirgends sonst wird das fragile Ungleichgewicht der Weltgemeinschaft so offensichtlich wie auf den Flüchtlingsrouten im Mittelmeer. Tausende fliehen jedes Jahr vor Armut, Hunger und Vertreibung, Unzählige verlieren dabei ihr Leben. Wenn die Opferzahl wie zuletzt ein berichtenswertes Maß erreicht, ist der Aufschrei laut und kurz. Selten entstehen daraus Lösungen. Kein Mensch ist egal. Niemand ist mehr oder weniger wert, weil er dies oder jenseits der Meere geboren wurde. Denn dabei geht es schichtweg um Glück. Als das Projekt CUCULA im letzten Jahr begann mit den Flüchtlingen am Oranienplatz in Dialog zu treten, anstatt laut und bestimmt Abzug oder Bleiberecht zu fordern, war das nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern vor allem eine konstruktive, da lösungsorientierte Idee. CUCULA ist ein Modellprojekt, das fünf Flüchtlingen hilft, sich selbst eine Zukunft aufzubauen. Durch die Produktion von Design-Möbeln, in das sie Wegzeichen ihrer Reise über das Mittelmeer wie etwa Holz aus gestrandeten Schiffswracks integrieren, verleihen sie ihrer eigenen Geschichte und der Vision einer selbstbestimmten Zukunft Ausdruck. Durch den Verkauf der Möbel werden Ausbildungsstipendien finanziert, die den Weg zu einer dauerhaften Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung ebnen. So funktioniert Integration. Flüchtlinge Willkommen heißt ein weiteres Projekt, das sich um pragmatische und zielführende Lösungen bemüht. Während sich Bund und Länder munter über die Verteilung der Unterbringungskosten für Asyl suchende Menschen streiten und mancherorts fanatische Kriminelle Heime in Brand stecken, vermittelt das Berliner Projekt kurzerhand Flüchtlinge an WG’s und Wohnungen in der Stadt. Jeder der Platz hat kann sich beteiligen und einen oder mehrere Menschen für eine Zeit bei sich aufnehmen. ‚Flüchtlinge willkommen‘ stellen den Kontakt für euch her, übernehmen die Abwicklung und helfen euch sogar dabei die „ausgefallene“ Miete zu refinanzieren. Überdentellerrand  veranstalten kulinarische Zusammenkünfte zwischen Menschen verschiedener Herkunft. Afghanische Nacht, nigerianischer Kochkurs, im kulinarischen Dialog kommen sich Menschen und Kulturen näher und befreien sich gegenseitig von Stigmata. Vorsprung durch Nähe, denn Unkenntnis führt nicht selten zu Intoleranz! Geht raus und aufeinander zu. Lernt euch kennen, engagiert euch und macht die Welt zu einem besseren Ort! Es sind kleine Projekte und Initiativen, aber es gibt sie und noch viele weitere. Sie alle haben eines gemein: sie schaffen Lösungen und setzen etwas in Bewegung. Uns!
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Cucula | cucula.org | Flüchtlinge Willkommen | fluechtlinge-willkommen.de | Über den Tellerrand | ueberdentellerrand.org | Credit: Andreas Chudowski

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Zettelwirtschaft

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Zettelwirtschaft

„Vorsicht, alter Mann spuckt vom Balkon!“ oder „Wellensittich entflogen Farbe egal.“ Weeßte bescheid, willkommen in Berlin, der schönsten, dreckigsten, nervig-liebevollsten Stadt der Welt. Der Stadt, die man lieben oder hassen kann, die man sich aber in jedem Fall verdienen muss. Die Stadt der Streitbaren und nicht so schroff gemeinten wie gesagten Unflätigkeiten. Notes of Berlin sammelt seit 2010 kuriose, witzige, und typisch berlinerische Notizen aus dem Hauptstadt-Alltag. Soweit so bekannt. Mitmachen kann jeder durch das Hochladen von Handyschnappschüssen aufgespürter Zettelbotschaften. Nach und nach entstand so ein alternatives Stadtportrait, dass vielleicht mehr über Berlin und seine Bewohner, über ihren Humor, die Unterschiedlichkeit von Stadtbezirken und Sozialgefügen verrät, als so manches ambitionierte soziodemographische Dokuformat. Zwei Bücher voll mit Liebesbekundungen, Morddrohungen und Wellensittichverlustanzeigen sind inzwischen erschienen, nun steht das nächste große Projekt an. Notes of Berlin goes Movie und will auf der Kinoleinwand verbinden was an Laternen, Häuserwänden und Eingangstüren fragmentarisch sichtbar wird. Zu jedem Zettel gibt es eine Geschichte, jede Geschichte steht stellvertretend für einen Konflikt oder ein Thema, das die Menschen beschäftigt. Auf www.notesofberlin-filmlab.com werden alle die Lust haben dazu aufgerufen, sich am Film zu beteiligen, ob mit eigenen Geschichten, als Locationgeber für die Dreharbeiten oder als Schauspieler, um dem ganzen Gesicht zu verleihen. Denn darum geht es, „echte“ Berliner erzählen im echten Berlin echte Berlingeschichten. Und mit echten Berlinern meinen wir nicht nur jene, die hier geboren sind. Die Stadt ist ein lebendiger Organismus, der aus Wandel und Veränderung seine Kraft und Attraktivität zieht. Jedes Jahr kommen Hundertausende Berliner hinzu, fast genauso viele ziehen wieder weg. Das bedeutet Hundertausende neue Geschichten, von denen hoffentlich einige mit Stift und Zettel sichtbar werden. Der Drehstart ist für April 2015 geplant, Premiere soll der Streifen nach eigenem Wunsch auf der Berlinale 2016 feiern, wo sonst. Das Casting läuft, also nüscht wie ran an die Bouletten! Noch im Februar startet eine Crowdfunding Kampagne um das ambitionierte Projekt zu unterstützen. Wir sagen dreimal „Ja“ und drücken alle Daumen für gutes Gelingen.

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Notes of Berlin – Der Film | notesofberlin-filmlab.com | notesofberlin.com | casting@notesofberlin-filmlab.com | Foto: Notes Of Berlin

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 04. Februar 2015 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Alles auf (Red)

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Alles auf (Red)

Die Weihnachtszeit ist traditionell Hochsaison in Sachen Charity und Spendenakquise. Das ist gut so. Überall auf der Welt gibt es Menschen, denen es weitaus schlechter geht als uns und die dringend unsere Hilfe benötigen. Vor allem weil es oft nur kleiner Schritte bedarf um Großes zu bewirken. Jeden Tag werden beispielsweise 650 HIV positive Kinder geboren, obwohl die Ansteckung im Mutterleib mithilfe von Medikamenten inzwischen quasi verhindert werden kann. Das vor einigen Jahren von Bobby Shriver und U2 Frontmann Bono gegründete Product (RED) hat es sich zum Ziel gemacht, dafür zu sorgen, die erste Aids-freie Generation an Neugeborenen nach über 30 Jahren zu ermöglichen. Und, sie sind nah dran. Das Prinzip von (RED) ist einfach. Es nutzt das System anstatt es nur zu bekämpfen, indem es die größten Konzerne der Welt in die Pflicht nimmt und dazu bringt, Teile ihrer Gewinne aus lizensierten Produkten direkt an den Global Fund zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu überweisen. Mit Apple, Coca Cola, Microsoft, Starbucks oder Nike sind so ziemlich alle Reklameschilder des westlichen Kapitalismusmodells vertreten. Viele Unternehmen wie beispielsweise Beats by Dr. Dre bieten rote Sondereditionen, andere führen pauschal Prozentsätze ab. Wer wieviel gibt, wird selten kommuniziert. Das Ding ist, es funktioniert. 275 Millionen Dollar sind bisher bereits zusammengekommen, 75 Millionen davon kamen allein von Apple. Zum World Aids Day am 1. Dezember bläst Cupertino zur Attacke. Bei jedem Kauf eines Apple Produktes, der an diesem Tag weltweit getätigt wird, spendet der Konzern direkt an (RED). Wenn ihr also sowieso vorhabt einen neuen Rechner oder ein größeres Telefon zu kaufen, macht es doch am Montag. Außerdem stehen noch bis zum 7. Dezember 25 ausgewählte Apps und Spiele im App Store, deren Erlöse zu 100 Prozent in die Stiftung fließen. Mit dabei sind beispielsweise FIFA15, unsere Lieblings-Gestaltungs-App OVER (mit der übrigens auch das Bild hier links per Handy gebastelt wurde), Angrybirds oder Garage Band. Was wir sagen wollen: achtet doch beim Daddeln und Geschenke shoppen auf das (RED) Label an den Produkten. Es könnte ein Leben retten.

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Product (RED) | red.org | AppsforRED | apple.com/red

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 26. November 2014 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Ryu fliegt nach Rio

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Morgen geht es los! Mit dem Spiel des Gastgebers Brasilien gegen die Mannschaft aus Kroatien beginnt die FIFA Fußball Weltmeisterschaft in der Arena de São Paulo. Und während wir in unserem großartigen muxmäuschenwild WM Studio gebannt und ausgelassen auf die Screens starren, hockt Ryu Völkel, selbständiger Sportfotograf aus Berlin, mit seiner Kamera direkt am Spielfeldrand. Dass er das kann, dafür haben über 250 Unterstützer mit mehr als 20.000 Euro Gesamtspendensumme auf Kickstarter gesorgt. Denn Ryu hat Besonderes vor. Einen Fußball Bildband wie keinen anderen will er schaffen. Ein Buch, dass die Geschichte der Fußballweltmeisterschaft aus einem anderen Blickwinkel erzählt. Er will die Schönheit des Sports hochleben lassen, die besonderen Momente, die Gesten, die Emotionen einfangen und in einem einmaligen Zeitdokument versammeln. Seine Linse richtet er nicht nur auf Torschützen und spielentscheidende Szenen, Ryu lebt und atmet Fußball in all seinen Fassetten. Kein Spiel ist wie ein anderes, jeder Moment einzigartig. Da kann es schon einmal vorkommen, dass sich auf einem seiner Bilder ein Vogel an den frisch gesähten Rasensamen gütlich tut, während unweit zwei hochbezahlte Leistungssportler zur gegenseitigen Blutgrätsche ansetzen. Wir sind froh, dass Ryu nach Brasilien fliegt, um uns seine WM mitzubringen. Wir wollen dieses Buch. Es kann ab jetzt und noch bis Oktober hier bestellt werden und landet dann pünktlich zu Weihnachten auf eurem Gabentisch. Aber jetzt heißt es ersteinmal Daumen drücken und Augen auf. Mal sehen, vielleicht erspähen wir Ryu und seine Kamera ja auf einem unserer WM-Monitore.

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RYU x RIO | ryuxrio.com | kickstarter.com/ryu-x-rio | Foto: Ryu Völkel

Neymar (10, Brazil) and fans during Spain v Brazil Confederations Cup 2013 30/6/13
Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 11. Juni 2014 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Night of a 1000 Drawings

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To me you are a work of art

 

Hobby- Künstler, great-artists- to- be, Kunstsammler, Schatzsucher und Schnäppchenjäger können in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Pankow für wenig Geld voll auf ihre Kosten kommen. In Pankow? Richtig gehört, die Willner Brauerei in Pankow wird am Samstag in der ersten „Night of a 1000 Drawings“ zur Kunstmeile für den guten Zweck. In den letzten Monaten wurden 1000 Kunstwerke im A5 Format in extra für die Kunstnacht aufgestellten Briefkästen gesammelt oder zugesandt. Ein Großteil der Zeichnungen entstand bei ebenfalls eigens für das Fest veranstalteten Workshops und Künstlertreffen, in denen sowohl Hobby-Zeichner als auch etablierte Künstler ihrer kreativen Ader freien Lauf lassen konnten. Zehn Euro pro Stück kosten die A5 – großen Kunstwerke, ihr habt die Qual der Wahl zwischen Kritzeleien, Zeichnungen, Aquarell-und Ölbildern oder Skizzen. Der Erlös geht an die Berliner Tafeln und soziale Einrichtungen in Kenia und Südafrika, wo das Konzept der fünf Berliner Macher seinen Ursprung hat. Mit 10 Euro seid ihr dabei, sammelt Karmapunkte und wer weiß, vielleicht ergattert ihr ja den nächsten Picasso für euer Wohnzimmer. Denn der hat schließlich auch mal klein angefangen.

 

Night of a 1000 Drawings |

Willner Brauerei |

Berliner Straße, 13189 Berlin |

24. Mai 18-22 Uhr |

Event | Facebook

Brot ist meine Leinwand

mmw_foodart.2e354de5c83bed63c470af4df171bba4 Brot ist meine Leinwand

Keine Ideen für die Osterdeko? Forsythien-Zweige und Strick-Eierwärmer sind irgendwie nicht so euer Ding? Wir hätten da was. Die Norwegerin und Wahlberlinerin Ida Frosk widmet sich seit geraumer Zeit dem Fooddesign der etwas, sagen wir, dekorativeren Art und inspiriert damit bereits über 200.000 Follower bei Instagram. Für ihr Art Toast Project beispielsweise, stellte sie berühmte Kunstwerke der letzten Jahrhunderte wie Edward Munchs ‚Der Schrei’ nach – essbar und auf Toast. Wem das zu anspruchsvoll ist, der klickt sich am besten durch Idas Blog und wagt sich im Selbstversuch erst einmal an die etwas einfacheren Vorlagen. Doch Vorsicht, einmal auf den Geschmack gekommen, bastelt man sich schnell in einen wahren Toastrausch. Ida sorgt schonmal vor und arbeitet an der deutschen Ausgabe ihres ersten Buches, das im Herbst erscheinen soll. Wir freuen uns schon. Momentmal, ist es eigentlich Kunstraub oder Mundraub, wenn man beim Modellieren kostet?

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Ida Frosk | www.idafrosk.com | idafrosk.blogspot.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. April 2014 | Tags: , , , Keine Kommentare

Aktion Lesefreunde

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WER LESEN KANN, IST KLAR IM VORTEIL

Liebe Freunde, dieses Buch müsst ihr lesen! Und zwar gedruckt, auf Papier und zum umblättern und Ecken umknicken. Mit Büchern ist das ja so eine Sache. Man kauft sie, liest sie, liebt sie, empfiehlt sie allen Freunden und verstaut sie dekorativ im Regal. Verliehen wird selten, verschenkt, so gut wie nie! Schließlich hat man ja über die letzten 300 oder so ähnlich vielen Seiten eine emotionale Bindung aufgebaut. Und bevor Freundschaften daran zerbrechen, dass…na ja ihr wisst schon. Am 23.04. ist Welttag des Buches. Passend zum Anlass veranstaltet die Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein, der Deutschen Post und zahlreichen Verlagsgruppen wieder die Aktion „Lesefreunde“. Die Idee: Leseratten können sich bis zum 28.02. hier als Buch-Schenker registrieren und aus elf Titeln das Buch wählen, mit dem sie gerne bei Familie und Freunden Lesefieber auslösen möchten. Mit dabei sind u.a. Die Korrekturen von Jonathan Franzen, Hector’s Reise von Francois Lelord oder Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel. Alle Auserwählten bekommen zwischen dem 16. und 23. April zehn Exemplare des ausgesuchten Buches zur Abholung in eine Bibliothek oder Buchhandlung ihrer Wahl geliefert um es an glückliche Ahnungslose weiter zu verschenken. Die Bücher werden kostenlos von den beteiligten Verlagen zur Verfügung gestellt. Empfehlungsmarketing heißt das wohl zu Neudeutsch. Also dann: wir empfehlen das! Denn wie hat der ägyptische Schriftsteller und Freigeist Abbas Al-Akkad so schön festgestellt: „Ich lese nicht, weil ich kein Leben habe, ich lese, weil mir ein Leben einfach nicht genug ist.“

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Welttag des Buches | Registrierung noch bis zum 28.02.2014 unter welttag-des-buches.de | facebook| Foto: Katharina Scherer / Pixelio

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 19. Februar 2014 | Tags: Keine Kommentare

Dein Date zum Date

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Wir machen einfach mal das Gegenteil und besorgen dir das Date zum Date.

Unsere Lieblingskennenlernseite ‚Im Gegenteil‘ haben wir euch ja schon in Ausgabe 11|13 detailreich und wärmstens (Achtung!) ans Herz gelegt. Und weil die Spatzen und Werbetexter es ja eh seit Tagen von den Dächern und Adspaces pfeifen, sei an dieser Stelle auch von uns noch einmal exklusiv darauf hingewiesen: der Valentinstag – selbsternannter Tag aller Liebenden – steht ins Haus. Und zwar schon bald, nämlich übermorgen. Wir wollen das zum Anlass nehmen, um etwas besonders Sinnvolles zu stiften, Liebe nämlich! Wer also schon hoffnungsvoll Blümchen geshoppt hat, aber noch die oder den Richtigen zum überreichen sucht, dem seien hiermit unsere Singles des Tages ans Herz gelegt. Introducing: János! János kommt aus dem Frankfurter Westend, Heimat der richtig reichen Fucker. In der dritten Klasse wurde János Mitglied im Pfeifenstammtisch, ohne Pfeife, versteht sich von selbst. Nach dem Abi ist er in 77 Tagen um die Welt gereist. Alleine mit Rucksack. Besser kann man wahrscheinlich nicht auf Selbsterfahrungstrip gehen. Mit 25 ging es ab nach Berlin. Es folgten drei Jahre als Webseiten-Operator. Was für beruflichen Schabernack János noch so treibt, und wie das nochmal genau war mit dem Erika Berger Liebeshoroskop, kann man hier nachlesen. Single Nummer 2 ist brünett, zarte 27 Jahre jung und hört auf den bezaubernden Namen Runa. Runa liebt Kegelrobben. Letztes Jahr hat sie fünf Monate auf Helgoland gelebt und mit den flauschigen Raubtieren gearbeitet. Voll aufregend. Ursprünglich kommt Runa aus dem Odenwald. Aufgewachsen ist sie auf einem Bio-Bauernhof. Da fährt sie auch heute noch gerne hin, um ihre Familie zu besuchen. Am Tag ihrer Abi-Verleihung hat sie ihre Koffer gepackt und ist schnurstracks nach Berlin gezogen. Runa liest gerne Romane, spielt überall Klavier, wo sie eins findet, und wandert in ihrer spärlichen Freizeit durch die Alpen oder Sächsische Schweiz. Frühstücken ist nicht so ihr Ding, abendliches Kochen um so mehr. Pasta in allen Variationen geht immer. Gerne auch aufwendige Gerichte. Ganz ehrlich: Wer sich von Runa nicht bekochen lässt, ist selbst schuld!

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János | Runa | imgegenteil.de

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 12. Februar 2014 | Tags: , , Keine Kommentare

Vote for Fritz

1 Million für 100.000 Menschen. Jetzt erst Recht!

Es hätte so schön sein können. Das Volk, oder zumindest jene, die sich berufen fühlen, entscheiden per Online- und Telefon-Voting über Deutschlands ersten demokratisch gewählten Millionär. Aus Tausenden von Bewerbern kristallisierten sich im Zuge des Abstimmungsverfahrens 49 grundverschiedene Favoriten. Mit dabei: Michael Fritz, Gründungsmitglied von Viva con Agua de Sankt Pauli. Kein Konzert oder Festival ist inzwischen komplett, ohne die gut gelaunten, mit Tonne und Flagge bewehrten VcA Aktiven, die dazu ermuntern, bei ihnen Pfandbecher abzugeben und damit Geld für Trinkwasserprojekte weltweit zu spenden. Michis Anliegen im Zusammenhang mit der Millionärswahl ist klar: wählt ihn zum Millionär und die Million geht 1:1 an Viva con Agua und ermöglicht so 100.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser. Keine weiteren Fragen. Das Konzept der Sendung sah vor, die Kandidaten in diversen TV Shows live gegeneinander antreten zu lassen um am Ende den Sieger zu küren. Wie genau und warum genau und ob man jetzt dem sympathischen Kandidaten das Geld gönnt oder doch der Idee… So richtig verstanden hat das irgendwie niemand. Und wenn dann auch noch merkwürdige Live-Votings den Zorn der Zuschauer beschwören, ist Deutschlands erste demokratische Millionärswahl gescheitert, bevor sie richtig begonnen hat. Was ist inzwischen nicht schon alles geschrieben und geshitstormed worden. In der Folge wird die Sendung nach den ersten zwei Shows radikal zusammengestrichen und auf einen späteren Sendeplatz verschoben. Das Finale steigt parallel zum Dschungelcamp, Quote garantiert, Neuauflage unwahrscheinlich. Was sich nicht erledigt hat, ist das Anliegen von Viva con Agua und ihrem Vorkämpfer Michi Fritz. Es geht nach wie vor darum Menschen auf der ganzen Welt das Leben zu retten, indem man ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft. Und wenn man dafür eine lahme TV Show gewinnen muss, so what!? Das Vorhaben ist größer und wichtiger, als es das Format verdient. Deshalb schaltet am 18.01. ab 22.45 Uhr den Fernseher ein, nehmt das Telefon in die Hand und sorgt dafür, dass Michael Fritz ins Finale einzieht und sich dort unter anderem gegen einen Vertreter des Deutschen Hanf-Verbandes durchsetzt. Denn auch wenn sich das wie ein Hieb mit der Moralkeule anfühlt: Wir haben die Wahl – ganz basisdemokratisch – ob wir die Freiheit auf legalen Cannabis-Konsum höher bewerten, als den Versuch hunderttausenden Menschen zu helfen. Vote for Fritz, vote for Water!

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Vote for #Fritz | Die Millionärswahl | 18.01.2014, 22.45 Uhr | ProSieben | www.vivaconagua.org | Alle Infos auf einen Blick >> | Foto: Strassenkoeter / Artwork: Thomas Koch

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Kategorien: Projekte, Hamburg | Autor: | Datum: 15. Januar 2014 | Tags: , Keine Kommentare

streem Magazin

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Straßenzeitung Deluxe

Mit Straßenzeitungen ist das so eine Sache. An sich eine prima Idee. Obdachlose können an vereinbarten Orten einen druckfrischen Stapel erwerben und mit kleinem Gewinn weiterverkaufen. Eine sinnvolle Aufgabe und Einnahmequelle, obendrein ein Schritt in Richtung gesellschaftlicher Akzeptanz. Das Problem: erstens interessiert fast niemanden was darin zu lesen ist, zumindest mögen wir das glauben, weil Straßenzeitungen zweitens so aussehen und drittens genau so heißen, nämlich sowas wie Motz! Will ich mich nach diesem quälend langen Arbeitstag auch noch anmotzen lassen und zu Recht darauf hingewiesen werden, dass es anderen Leuten tatsächlich schlecht ergeht und sie mit wirklichen existenziellen Problemen zu kämpfen haben? Bitte nicht! Und so sind dann alle im Bahn-Abteil plötzlich höllisch vertieft in ihr Buch oder Handy oder das Drei-Minuten-Evergreen-Medley des Akkordeonspielers, den Fahrkartenkontrolleur, die Aussicht oder was auch immer, wenn der Typ in Cap und Jeans die neueste Ausgabe anpreist. Das mit der gesellschaftlichen Akzeptanz ging dann schonmal nach hinten los. Was aber, wenn der Kerl ein cooles Magazin in der Hand hielte, mit Inhalten, die mich wirklich interessieren, mit Heldengeschichten und echten Insights von der Straße, gut aufgemacht, geschrieben in einer Sprache, die ich verstehe? Ich würde nicht Reißaus nehmen, sondern mich am Bahnsteig danach umsehen. Mehr noch, ich wäre bereit den doppelten Preis zu zahlen. Mehr Street Credibility geht nicht. Das StreetMag schlechthin gibt es inzwischen. streem heißt es, ist furchtbar gut anzuschauen und bietet eine Plattform für Künstler, Macher, Perfomer und Menschen von der Straße in dieser Stadt Berlin. Gemeinnützig produziert und bisher komplett finanziert aus Anzeigen und Kooperationen, erscheint es einmal im Quartal und bietet so etwas wie den Gegenentwurf zum klassischen Straßenmagazin. Ich will das lesen! Das Beste: die Obdachlosen müssen das Magazin nicht kaufen, sondern bekommen es in einer Auflage von 20.000 Stück kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie bekommen ein Produkt an die Hand, mit dem sie sich identifizieren können und deren Erlös zu 100 Prozent bei ihnen landet. Wir finden das großartig. Und damit es streem auch in Zukunft gibt, rufen wir ebenso wie unser Lieblingsradiosender FluxFM dazu auf, das Projekt zu unterstützen. Wie? Auf der Crowdfunding Plattform Vision Bakery könnt ihr Deutschlands coolstem Straßenmagazin unter die Arme greifen und einen wichtigen Beitrag leisten. Im Februar heißt es dann hoffentlich: Augen auf an der Bahnsteigkante. Wir wollen streem.

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streem Magazin | streem-magazine.de, visionbakery.com/streem

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 08. Januar 2014 | Tags: , , Keine Kommentare

Im Gegenteil

 

Entschuldigung, sieht das hier aus wie eine Datingbörse?

 

Junggebliebener m, 47, 182, 82kg, NR, sportl. mit Vorliebe für Fußball, sucht w bis 33, sportl. zum gemeinsamen kicken, gerne mehr, AG… Hä!? Wie bitte, was? Okay, krasses Beispiel zum Thema Kontaktanzeige – Online Datingbörsen und facebook haben da ja schon einige Bewegung in die 160 Zeilen Kryptik gebracht. Aber so richtig sexy ist die computerberechnete Liebe-fürs-Leben-Wahrscheinlichkeits-algorithmierte Partnervermittlung auch nicht. Im Gegenteil! Dachten sich auch Anni (verheiratet) und Jule (Single) und stellen deshalb auf ihrer Website den heißesten Scheiß vor, den der Berliner Single Markt so zu bieten hat. Alles Topware, wie sie sagen und 100 Prozent real! Der Clou: die beiden besuchen dich zu Hause, knipsen und texten dein Porträt und verpacken dich so liebevoll wie möglich für deinen großen Auftritt. Total kostenlos, kein bisschen umsonst. Aussehen tut das Ganze dann so wie es unser Design- und Bild-verwöhntes Auge wünscht. Klasse Jungs und klasse Mädchen schauen aus klasse Fotos nebst klasse Beschreibung. Und bis Mister Right oder Miss Jackpot gefunden ist, kann man sich noch ein wenig durch die „Single in Berlin“-Themen auf dem Blog klicken. Das macht sogar glücklich Vergebenen Spaß.

 

Bist du gerade auch so verliebt wie wir? Oder irgendwie noch nicht und genau da liegt ja auch das Problem? Dann schau mal eben auf www.imgegenteil.de und mach die Liebe deines Lebens klar, oder so.

 

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im gegenteil | imgegenteil.de | facebook.com/imgegenteil

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 20. November 2013 | Tags: , , Keine Kommentare

Movember

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Lass wachsen, Baby!

Mal ehrlich, für die einen ist er so etwas wie das ultimative Kerle-Accessoire, für die anderen nichts weiter als die letzte Hoffnung fliehkinngesichtiger Milchbubis: Der Bart! Allen, die sich nicht entscheiden können, ob nun besser mit oder ohne, sei hiermit die ultimative Gelegenheit für den Selbstversuch ans Herz gelegt. Der Movember steht vor der Tür und ist für das Sprießen von Millionen von Schnurrbärten weltweit verantwortlich. Das ‚M‘ steht für Moustache, der Rest erklärt sich von selbst. Am 1. November starten die Mo Bros mit ihrer Schnurrbartzucht und sammeln damit Spendengelder für die Aufklärung und Erforschung der Männer-Krankheit Nummer eins: Prostatakrebs. Allein im letzten Jahr haben 1,1 Millionen Moustache-Probanden an der Aktion teilgenommen und 113,5 Millionen Euro gesammelt. In Deutschland wird damit beispielsweise der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. unterstützt, die europaweit größte Organisation ihrer Art. Ihr habt Lust mitzumachen? Dann meldet euch an unter www.movember.com. Am Besten ladet ihr Kollegen, Freunde oder Familie gleich mit ein und lasst es kollektiv sprießen. Zum Auftakt steigt heute der ‚Movember shave down‘ im ‚Double Dragon Barbershop‘. Für Spender gibt es eine erstklassige Rasur plus Snack plus Getränk und ihr könnt dabei sein wenn sich die Band Mega Mega ab 17.30 Uhr unters Messer legt.

 

Movember | 30.10.2013 | MarcBennemannFriseure, Invalidenstrasse 155, 10115 Berlin | www.movember.com

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 30. Oktober 2013 | Tags: Keine Kommentare