Und dann war das Bild.

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Katzen. Strände. Glückliche Menschen. Boote. Tote. Verzweifelte Menschen. Die Allgegenwart des Bildes ist überwältigend, die visuelle Flut schäumt über uns hinweg, unser Hirn sammelt Foto um Foto. Gut? Schlecht? Schön? Echt? Welchen Stellenwert hat das Bild? Wo kommt es her, wo geht es hin? Am 1. Oktober startet die Berliner Version des European Month of Photography (EMoP), einem gemeinsamen Projekt von acht europäischen Städten, ganz nebenbei Deutschlands größtes Fotofestival. Zeitgenössische Formen der Fotokunst werden ausprobiert, historische Bilder gezeigt, Fragen rund um Fotografie aufgeworfen. Wie filtern wir die Bilderflut? Das ist die große Frage, die im Zentrum der Eröffnungstage des EMoP steht. Im Amerika Haus diskutieren vom 29. September bis 2. Oktober Kunstschaffende, Journalisten, Agenturen, Vertreter von Kulturinstitutionen und Kunsthistoriker all das, was geschieht, nachdem ein Bild geschossen wurde. Gespräche rund ums Ordnen, Sortieren, Filtern, Editieren, Bewerten, Kategorisieren und Löschen – allesamt sinnvolle und sinngebende Praktiken im Umgang mit Bildmaterial – erhellen die weniger glamourösen, aber umso wichtigen Aspekte im Umgang mit Fotografien. Zum Anfassen gibt es dabei auch etwas: An den flankierenden Book Days präsentieren über 30 internationale Verlage ihre neusten Bildbände.
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EMoP Berlin – European Month of Photography Opening Days | 29.09 – 02.10.16 | Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin | Eintritt frei | Programm | Foto: Mick Jagger by Jean Marie Perier

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. September 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Art ist, was du daraus machst.

Selig die Zeiten in der famosen Bar mit der Nummer 25. Als wir die Zeit vergaßen, an der Spree in die aufgehende Sonne tanzten und Freunde fürs Leben – denn ein Wochenende konnte ein ganzes Leben sein – fanden. Auf dem Dancefloor der legendären Location fanden auch Viva con Agua und Holzmarkt zusammen und schlossen eine Liebe fürs Leben. Schließlich glauben beide an das Gute: Viva con Agua setzt sich für weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser ein und der Holzmarkt setzt neue Werte des gemeinsamen, sozialen und nachhaltigen Zusammenlebens in der Stadt. Und so paarte sich das Gute mit dem Guten und gebar Besseres: Ein Kulturfestival für freie Geister. Inspiriert von der Millerntor Gallery (www.millerntorgallery.org), der sozialen Kunstgalerie und dem Kulturfestival aus der Beziehung von Viva con Agua mit dem FC Sankt Pauli, entstand die WIDE(R)KUNST: ein Wochenende voller Kunst und Musik in der frisch geschlüpften Spielstätte „Säälchen“ auf dem Holzmarktareal. Internationale Künstler unterschiedlicher Genres präsentieren und verkaufen ihre Werke und beweisen in diesem bunten Dorf: Kultur macht Freude, sie bildet und regt zum Nachdenken an. Sie erweitert Horizonte und verrutscht Perspektiven. Und sie hilft auch. Die Erlöse aus dem Verkauf der ausgestellten Werke gehen zu gleichen Teilen an die Künstler selbst, an Viva von Agua und die Holzmarkt-Genossenschaft. Noch mehr Gutes? Könnt ihr haben. Im Rahmen der WIDE(R)KUNST erstellt Olafur Eliassons Energie-für-alle-Projekt Little Sun am 30. September und 1. Oktober ein Light Painting.
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WIDE(R)KUNST – The Art ist das, was du draus machst | 29.09.– 02.10.16 | Säälchen, Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Design oblige

„Friture“ ist Französisch für Braten. Etwas Gutes also und Solides, Leckeres, Bewährtes. „Friture“ heißt aber auch Knistern oder Rauschen. Etwas Leises also und Leichtes, Begleitendes, Untermalendes. Und „Petite Friture“ ist ein französisches Intérieur-Label und kann all das oben Genannte in Möbel, Objekte und Lampen gießen. Junge, aufstrebende Designer sind bei Petite Friture verantwortlich für eine umfassende Kollektion an Alltagsbegleitern, die bodenständig, simpel, praktisch und qualitativ sind, aber eben auch modern, durchdacht, spielerisch, leicht und dauerhaft. Ein famoses Stück Design ist beispielsweise der Stuhl Trame des Design-Duos Amandine Chhor & Aissa Logerot. Leicht scheint er und luftig, doch hält das solide Stück sowohl draußen als auch im Innenraum (geschmückt mit Sitzkissen) ordentlich etwas aus. In Sonnengelb versprüht er gute Laune schon vor dem Frühstück. An Sonne und südliche Gefilde erinnert auch die Leuchte Mediterranea von Noé Duchaufour-Lawrance. Inspiriert von den behängten Wäscheleinen, die sich in engen, mediterranen Gässchen über den Köpfen der Flaneure spannen, gestaltete der preisgekrönte Designer elegante Messing-Lampen zum Hängen und Stellen. 30 Designerinnen und Designer sind seit 2009 am Werk und entwickeln sammelwürdige Objekte. Wir brauchen mehr Platz!
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Petite Friture | www.petitefriture.com

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. September 2016 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Traumbaumhäuser

Wir haben da ein Buch im Regal stehen. Da steht es falsch, denn als amtliches Coffee Table Book müsste es eigentlich direkt vor uns auf dem kleinen Tischlein vor der Couch liegen. Abgebildet sind Bilder von traumhaften Architektenwohnungen und Häusern aus der ganzen Welt. Darin zu Blättern inspiriert und hinterlässt doch immer einen kleinen wehmütigen Beigeschmack, so weit weg erscheinen die stein- und wandgewordenen Oasen der Inspiration. Wie wäre es wohl, einmal in einer umgebauten Kapelle oder Scheune, einem Baumhaus oder den Privaträumen eines preisgekrönten Architekten zu übernachten? Auf der Website Urlaubsarchitektur.de sammelt und präsentiert ein achtköpfiges Team architektonisch herausragende Ferien- und Gästehäuser in ganz Europa. Darunter beispielsweise eine modern aus- und umgebaute Kapelle mitten in der grünen, einsamen Landschaft des nordöstlichen Englands. Oder die kompakte Gästewohnung in der Roten Scheune am bezaubernden Oberuckersee – nur 70 Kilometer von Berlin, inklusive großartiger Annehmlichkeiten wie Kamin und eigenem Garten. Auch exklusive Behausungen wie Peter Zumthors Ferienhäuser auf 1500 Metern in den Bergen Graubündens sind hier vertreten – und diese haben natürlich ihren Preis. Allerdings ist Luxus für die Initiatoren keineswegs das Credo. Wichtig für die Auswahl der Objekte ist der architektonische Anspruch. Individualität, Durchdachtheit in Konzeption und Ausführung und außergewöhnliche Ideen schaffen es in die erlesene Sammlung. Und so ist für jeden Geschmack und jedes Budget etwas dabei. Gebucht wird übrigens stets über die Besitzer, nicht über die Webseite. Und, ach ja, da waren ja auch noch die Baumhäuser: Wahlweise im slowenischen Lindenbaum, mitten in Deutschlands Hauptstadt oder als niedersächsisches Glamping-Loft. The choice is yours.
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urlaubsarchitektur | urlaubsarchitektur.de |

Facebook | Photo: Rote Scheune

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 21. September 2016 | Tags: , , , , , 2 Kommentare

Handverlesenswert

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Erster! Ununterbrochen buhlen Botschaften, Worte, Kommentare um unsere Aufmerksamkeit und degradieren sich damit selbst zum Hintergrundrauschen. Denn bevor Inhalte uns zu ertränken drohen, bleiben wir lieber an der Oberfläche. Teilen ist einfacher denn lesen. Bleibt keine Zeit für kritische Reflexion?! Man könnte fast zu dem Schluss kommen, es sei einzig entscheidend, zeitnah irgendetwas zum Thema zu berichten, ganz gleich ob Autor oder Medium eine relevante Beziehung dazu oder wirklich etwas beizutragen haben. Auf Facebook, Twitter oder Instagram filtern wir durch Freunde und Abonnements. Aber wie lässt sich filtern, welcher Beitrag zu einem bestimmten Thema es wirklich verdient, dass ich ihm meine Zeit schenke. Was steckt drin, echter Mehrwert oder Copy & Paste? PIQD aus München ist praktisch der Gegenentwurf zu den reichweitenoptimierten Algorithmen sozialer Netzwerke. Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen und kommentieren die besten Inhalte im Netz und klären auf, was sich zu lesen lohnt und warum. Auf www.piqd.de kann man durch Kanäle wie Netz und Politik, Europa, Flucht und Vertreibung, Klima und Wandel oder „Liebe, Sex und Wir“ stöbern und sich anhand von ausgewählten und von den Kuratoren vorkommentierten Artikeln (Piqs!) thematisch auseinandersetzen. Jeder dieser Kuratoren empfiehlt pro Tag maximal einen Beitrag. Noch besser, sich kostenlos für den Newsletter registrieren und mithilfe der wählbaren Themen auf die eigenen Interessen zurechtkonfigurieren. Gründer von PIQD ist übrigens Konrad Schwingenstein, Enkel von August Schwingenstein, einem Mitgründer des Süddeutschen Verlags und Hauptinvestor der Schwingenstein Stiftung, die sich für die Fortbildung und Dienstleistungen für unabhängige Journalisten einsetzt. Da meint es einer ernst. Word!
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PIQD | piqd.de | Registrieren

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 31. August 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Hello world, nice to meet you!

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Manu ist Schweizerin, Jyri ist Finne. Kulturelle Differenzen? Check. Trotzdem Gemeinsamkeiten? Double Check. Die Beiden haben sich den drei größten Beziehungsproben dieser Menschheit gestellt: 1. Ehe. 2. Gemeinsames Kind. 3. Weltreise. Letztere haben sie bildlich dokumentiert. Und wie! Als Regisseur und Polygrafin haben beide ein geschärftes Auge für starke Bilder und wissen Geschichten in Bewegtbild zu packen. Ihr Kurzfilm „Voyage“ bringt all das auf den Punkt, was Reisen ausmacht. Das Innehalten. Das Riechen. Das Augenaufmachen. Das Schmecken. Das Vergessen von Zeit. Fünf Minuten Welt, die Lust auf so viel mehr machen. Doch damit nicht genug. Mit dem Projekt nice to meet you, kurz ntmy schufen die beiden zudem ein kleines filmisches Erdenbürger-Porträt, voll temporärer Perspektivwechsel und bebilderter Horizonterweiterungen. Denn auf ihrer Reise durch die Länder dieser Welt hatten Manu und Jyri nicht nur Klamotten, Kamera und Kocher dabei, sondern auch jede Menge Fragen: Wer könnte König der Welt sein? Welches eine Ding würdest du einem Außerirdischen zeigen wollen? Besitzt du eine Waffe? Und wenn ja, warum? All diese Fragen und mehr stellten sie den Menschen in China, den USA, Argentinien, Guatemala und überall wo sie auf ihrer Reise noch so Station machten. Jede und jeder Befragte erweiterte den Katalog um eine weitere Frage. A moving-pictures travel blog nennen sie das Ganze. Inspirierend, verbindend und wunderbar spannend, nennen wir es. Wir wünschen viel Spaß beim Kennenlernen.
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NTMY, das Projekt | NTMY, der Film

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 17. August 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kein Ort, überall

Der Tummelplatz Welt ist die beste Inspiration. In 12 Monaten an 12 Orten auf diesem Erdball zu arbeiten – in Hängematten, an Stränden, mit atemberaubender Aussicht, die Luft aufzusaugen, lokale Spezialitäten zu kosten und den eigenen Horizont mit anderen weltoffenen Abenteurern immer ein Stückchen weiter auszudehnen, klingt nach einem Traum. Wenn da nicht die lästige Organisiererei wäre… Dürfen wir vorstellen: Remote Year. Eine gute Handvoll Enthusiasten und digitale Nomaden haben erkannt, dass glückliche Menschen gute Arbeitende sind. Dass Glück viel mit Selbstbestimmung, Freiheit und Freiraum zu tun hat. Und dass es in vielen Berufen völlig erlässlich ist, mit dem Team im selben Großraumbüro zu sitzen oder den Tag um punkt 8.30 zu beginnen, um seinen Job richtig gut zu machen. Deswegen haben sie 2015 mit einer ersten Gruppe freiheitsliebender Menschen das Remote Year in die Weite gerufen. Nun kann man sich wieder bewerben für 2017, um genau das zu erleben: In einer Gruppe von 75 Weltreisenden das Arbeiten an ungewöhnlichen Orten zu probieren. Für Unterkunft (immer im eigenen Zimmer), Flüge, Transport, Community Events, Aktivitäten und Co-Working-Locations mit 24/7-Internet ist gesorgt. Split, Phnom Penh, Buenos Aires, London, Lima, Hanoi… was kostet die Welt? In diesem Falle 2000€ im Monat. Was man dafür kriegt: Die Welt. Scheint uns ein ganz guter Deal.
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Remote Year | 75 Menschen, 12 Orte, 1 Jahr | remoteyear.com

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 19. Juli 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Drop for change!

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Drop for change!

Gestern war internationaler Weltwassertag. Im Gegensatz zu vielen anderen lustigen „Event“-Feiertagen, geht es hier richtig um was. Ziel ist es, die Bedeutung von Wasser und die Knappheit dieser wichtigsten Ressource weltweit ins Bewusstsein zu rufen. Denn: ohne Wasser kein Leben. Die Hamburger Naturkosmektiklinie STOP THE WATER WHILE USING ME! trägt den Appell zum Wassersparen ja bereits im Namen, die Marke mit den stylischen, hundert Prozent natürlichen Pflegeprodukten geht allerdings noch einen entscheidenden Schritt weiter. Gestern nämlich launchten STOP THE WATER, wie wir Freunde zärtlich sagen, ihr neuestes Good Water Project namens Drop for Change. Die 2014 gegründete Good Water Project-Initiative schafft die Verbindung aus Charity und Entwicklungsarbeit und setzt sich für die Trinkwassergewinnung auf der ganzen Welt ein.

 Denn Wasser sparen ist eine Sache, die eine Milliarde Menschen in wasserarmen Regionen damit zu versorgen, etwas anderes. Und das geht so: Gemeinsam mit dem Unternehmen LifeStraw werden insgesamt sechs Schulen in Kenia mit 32 LifeStraw Community Wasser-Filteranlagen ausgestattet. Ohne den Einsatz von Strom, Batterien oder sonstigen Verschleißteilen können damit bis zu 12 Liter Wasser pro Stunde gereinigt und von 99,99 % der Bakterien, Viren und Parasiten befreit werden. Der überweigende Teil der Schulen in dem afrikanischen Land hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – ein zentraler Grund für Krankheit, Mangelernährung, Infektionen und Epidemien. Neben der Installation der Filteranlagen arbeitet die Initiative eng mit den örtlichen Bildungs- und Gesundheitsministerien zusammen und betreibt Aufklärungs- und Bildungsarbeit zu Gesundheit und Hygienethemen. Klingt gut, und was machen wir derweil? Uns pflegen! Denn zum Start des Projekts launcht STOP THE WATER zwei neue Produkte aka Stückseifen – die „All Natural Cucumber Lime Bar Soap“ und die „All Natural Lemon Honey Bar Soap“. 10% des Erlöses aus den Verkäufen fließen direkt in das DROP FOR CHANGE Projekt. Eine Hand wäscht die andere. #dropforchange
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Drop for Change Projectwww.stop-the-water-while-using-me.com | Shop

 

Hoch die Tasten!

 

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Hoch die Tasten!

 

Der 28. März wird ein magischer Tag, denn der 28. März ist Piano-Tag. Nils Frahm, Musiker und pianophiler Komponist mit erfolgreichem Hang zum musikalischen Experiment, hat den Festtag fürs Klavier letztes Jahr ausgerufen – jeder kann mitmachen, jeder soll sich einbringen. Nun begehen wir den Piano Day zum zweiten Mal: Weltweit wird mit Konzerten und Veranstaltungen dem Tasteninstrument gehuldigt – so auch in Berlin, so auch im von uns geliebten Michelberger Hotel. In der Lobby desselben wird ein 24-Stunden Klavier-Marathon stattfinden, der pünktlichb um Null Uhr beginnt und an dem sich 21 Künstler beteiligen. Leichthändig umgesetzte Klassik-Oeuvres, experimentelle Elektro-Klänge, saftig-bluesige Jazz-Melodien oder berührend leise Einhand-Virtuositäten – das Piano verzaubert, bewegt und berührt. Ein emotionales Highlight wird der Auftritt des Engländers Tom Adams. Im Sommer 2014 gewann er die Herzen des Nils Frahm Konzertpublikums, als dieser Pianisten im Publikum aufforderte, sich an sein selbst gebautes Klavier zu setzen. Tom folgte der Aufforderung und berührte mit einem zarten Stück pianistischer Feenhaftigkeit. Nils stieg spontan mit ein, alles Weitere ist Geschichte. Und was für eine! Wir sind wahnsinnig gespannt und freuen uns riesig auf Zuhören, Mitträumen oder, wer kann, Mitspielen.
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24 Hour Piano | Michelberger Hotel, Warschauer Strasse 39-40 | pianoday.org | michelbergerhotel.com | Facebook

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 23. März 2016 | Tags: , , Keine Kommentare

Vier weiße Wände

Vier weiße Wände

Das erste Ankommen in einer neuen Stadt ist ein besonderer Moment. Noch unbekannte Menschen, Straßenschilder, Bodenbeläge, Architekturen. Ein ganz neuer Blick aus einem fremden Fenster, ein andersartiges Licht, exotische Gerüche, ungekannte Geräusche machen etwas mit uns. Wir lassen uns gerne von noch unerforschten Orten inspirieren. Aus ihnen entstehen Bilder, entweder in unseren Köpfen oder auch ganz konkret. Den Künstlerinnen und Künstlern unter uns verhelfen derartige Inspirationen zu neuer artistischer Schaffenskraft. Das weiß auch Ralf Dereich, Bildender Künstler in Berlin. Der farbgewaltige Maler arbeitet gerne auch mal in einem noch unerforschten Ambiente, leider aber ist das mit dem Finden und Nutzen fremder neuer Orte gar nicht so einfach. Erst Recht, wenn man nicht nach einer airbnb Wohnung für zwischendurch, sondern einem waschechten Atelier zum Schreien, Schreiben, Malen, Klecksen, Kneten, Wasauchimmer sucht. Weder Hotelzimmer noch Privatunterkünfte sind in der Regel für die künstlerische Arbeit geeignet. Gemeinsam mit Marketingexpertin und Schulfreundin Melina Volkmann gründete Ralf deshalb die Online-Plattform stusu, ein globales Netzwerk für die Untervermietung von Künstlerateliers oder anders ausgedrückt, eine Art airbnb für Künstler. Künstler inserieren oder tauschen ihre Ateliers fein säuberlich nach Städten geordnet und können selbst einen inspirierenden Arbeitsplatz in einem anderen Land, in einer anderen Stadt oder eben ums Eck finden. So entzieht sich das Atelier seinem mysthisch-eremitischen Image und wird zu einem dynamischen Platz für freies, flexibles Arbeiten auf der ganzen Welt. Die Plattform stellt damit eine Infrastruktur, aus der wunderbare Kunst entstehen kann – Raum, Licht, Sicht. Schließlich entsteht Kunst immer aus Welt. Und Welt ist nun mal überall. Oder so ähnlich?
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stusu – die erste globale Plattform für Untervermietung von Künstlerateliers | www.stusu.com

MMW_STUSU

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. März 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Datentaten

Datentaten

Daten sind die Währung unserer Zeit. Wenn wir also sowieso schon mehr oder weniger freigiebig Informationen über uns und unseren Lebenswandel abgeben, können wir diese ja auch zu Geld machen. Und gleich noch einen Schritt weiter in Richtung Karma gehen, und das Geld nicht in die eigene Tasche stecken, sondern damit Gutes tun. Die App Goodnity macht genau das möglich. Sie generiert aus Information Geld und überweist es an soziale Projekte. Aus Angst vor der nackten Antwort haben wir noch nie zusammengerechnet, wie viele Stunden im Monat für sinnlosen Zeitvertreib auf unserem Smartphone draufgehen. Statt zu daddeln, uns ins Nachrichten-Nirvana zu scrollen oder uns von endlosen Hundevideo-Medleys berieseln zu lassen, können wir jetzt mit ein paar Klicks und Spaß Spenden für soziale Projekte generieren. Es ist nämlich so: Die wenigsten unter 40-Jährigen haben in den letzten Jahren gemeinnützige Organisationen finanziell unterstützt. Das kann natürlich viele Gründe haben, oft ist es aber – ganz simpel – die fehlende Kohle. Marc, Maximilian und Keith, die Gründer des Donation-First-Unternehmens Goodnity, führten nun auf sehr humanistische Weise zusammen, was zusammengehört: Unternehmen und Menschen. Die Budgets, die Unternehmen ohnehin in Marktforschung investieren würden, kommen mit Goodnity einem guten Zweck zugute. Wir User beantworten anonymisiert Fragen von interessierten Unternehmen und sammeln mit jeder beantworteten Frage Geld. Der durch Antworten zustande gekommene Betrag wird dann von den profitierenden Unternehmen zu 100% an ein soziales Projekt nach Wahl gespendet. So mögen wir das, wenn die Bilanz des Lebens win-win-win ist. Die Unternehmen bekommen Informationen, wir bekommen Karmapunkte, und humanitäre Projekte bekommen Bares. Und ja, natürlich, ist der Datenschutz absolut gewährleistet. Sonst würden wir Goodnity nicht aus vollstem Herzen empfehlen.
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Goodnity – Deine Meinung für Dein soziales Projekt | www.goodnity.com | kostenlos erhältlich im Apple App Store und bei Google Play

 MMW_Goodnity

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 17. Februar 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Kunst Druck

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Kunst Druck

Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters. Und Kunst versteht sich immer in Hirn und Herz des Rezipienten. Was wir damit sagen wollen? Dass Kunst nicht nur ein famoses Tummelfeld für Künstler ist, sondern auch für jene, die sich mit ihr ihr auseinandersetzen wollen. Kunstbetrachtung hilft dabei eigene Ideen zu entwickeln, neue Sichtweisen auf die Welt zu erlangen, unseren Geschmack zu schärfen. Letztes Jahr startete mit »100for10« ein wunderbares Projekt, das uns erschwinglichen Zugang zu internationaler Kunst verschafft. Es handelt sich dabei um eine fortlaufende Edition von Monografien zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Illustration, Fotografie, Grafik, Bildende Kunst und Mode. Sie alle haben 100 Seiten. Und sie alle kosten jeweils nur 10 Euro. Und nein, dabei handelt es sich nicht um eine billige Broschüre im Reclam-Format, die beim zweiten Anschauen auf den Flohmarkt wandert. Aber es ist auch kein hochglanziges Coffee Table-Produkt, das außer Gähnen nicht viel provoziert. Hinter der Idee steht nämlich Lars Harmsen, seines Zeichens Partner der Münchner Agentur Melville, Professor für Typografie und Editorial Design und Verlagsleiter von »Slanted Publishers«. Und der wiederum gewährleistet die Qualität jeder einzelen der gestalteten Monografien. Warum die trotzdem nur 10 Euro kosten? Weil jedes Werk on demand gedruckt wird und lediglich in schwarz/weiß. 25% des Verkaufspreises gehen direkt an die Künstler wie den New Yorker Thomas Lail, der kunstvoll collagierte Kopien von Kopien von Kopien in Flächen mit Geschichten verwandelt. Am 18. Februar stellen 100for10 übrigens auf der Showroom-Eröffnung der Sofa-Kreateure von Sitzfeldt im Münchner Werksviertel aus. Na das passt doch: sich auf dem Sofa sitzend Kunst anschauen und beim Perlengetränk den Nachhall genießen? Es gibt wenig Besseres.
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100for10 | Künstlermonografien | Melville Brand Design | www.100for10.com

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 17. Februar 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

From Brooklyn with love

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From Brooklyn with love

Wir haben Post. Ein Brief aus Brooklyn, abgesendet von c.d. hermelin. Der Brief ist eine A5 Seite lang, geschrieben mit einer Schreibmaschine und verziert mit ein paar gestempelten Herzen. Er handelt von der Zukunft, der Gegenwart, Hoffnungen, Träumen, einer zufälligen Begegnung. „I think I’m good down here for a while,“ lautet der letzte Satz. Gesagt wird er von der Heldin unserer kleinen Kurzgeschichte, doch dazu später. Der New Yorker Christopher Hermelin schreibt „short stories for strangers“, wie er es nennt und zieht als Roving Typist mit seiner 10 Dollar Flohmarkt-Schreibmaschine durch die Gegend. Jeder der mag, kann sich live und vor Ort oder auf seiner Projekt-Website für eine eigene kleine Geschichte anmelden. Je nach Entfernung dauert es zwischen sieben Minuten bis zu knapp zwei Wochen (inkl. Briefversand) vom ersten Anschlag bis zum persönlichen Lesevergnügen. Man kann dem Autor dabei vollkommen freie Hand lassen oder Vorgaben zur Handlung machen – je präziser die Angaben zu Protagonist und Rahmen desto persönlicher die Story. Über 1200 Kurzgeschichten hat Christopher schon für Fremde geschrieben – darunter auch einen Heiratsantrag. Ja, die Geschichten eignen sich auch prima als Geschenk für besondere Menschen! Bezahlt wird übrigens nach eigenem Ermessen. Ganze 15 Euro ruft Christopher als Aufwandsentschädigung auf, alles was darüber hinausgeht liegt ganz bei euch. Nina ist der Name unserer Protagonistin, die gerade ein Praktikum bei einer fabulösen Berliner Agentur absolviert. Darüber wie glücklich die Agentur ist, sie an Bord zu haben, steht da natürlich nichts. Aber darum geht es ja auch nicht, sondern um Nina. Um den schönen Unbekannten, der zufällig ihre Hand streift, den Vogel und die Herzwolke. „I think I’m good down here for a while“. Ende offen.
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The Roving Typistwww.rovingtypist.com | Roving Typist The Film

 

Knutschkugel

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Knutschkugel

Sitzbälle kennt man, und diese lustigen Hüpfbälle mit den zwei Pinörkeln zum festhalten hat auch schon fast jeder einmal mehr oder weniger erfolgreich fortbewegt. VLUV machen Sitzbälle für Erwachsene – tolles Design, aus hochwertigen Materialen und aufwendig verarbeitet. Wir haben seit ein paar Wochen zwei der stylischen Kugeln bei uns im Büro und tauschen unfreiwiliig durch. Denn eigentlich will niemand mehr auf einem gewöhnlichen Stuhl sitzen seitdem der greige Merino-Wollfilz- und der braune Stoff-VLUV durch unser Office kugeln. Das Beste daran, die Dinger sehen nicht nur cool aus und machen Spaß, sie verbessern auch die Haltung, stärken die Muskulatur und eignen sich prima für Yoga oder sonstige Ertüchtigungen. Tatsächlich kam die Empfehlung zum Kugelsitz von einem unserer Lieblingsyogis. Neben zahlreichen Stoffvarianten gibt es übrigens auch ziemlich edle Lederausführungen. Wir verlosen einen VLUV in einer Farbe eurer Wahl an die besonders Kippeligen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ICH SITZE, ALSO BIN ICH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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VLUV Sitzbälle | ab 99,90 Euro | vluv.de

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 01. Dezember 2015 | Tags: , , Keine Kommentare

Das große Stricken

Das große Stricken

Awww… sind euch schonmal die Smoothies mit kleinen handgestrickten Kopfbedeckungen in den Kühlregalen aufgefallen? „Das große Stricken“ der kleinen Mützen geht gerade in die nächste Runde. Mit der Benefizaktion ruft die Smoothie- und Saft-Marke innocent seit 2011 jeden der Freude am Stricken oder Häkeln hat dazu auf, kleine Wollmützen für die Smoothies zu fertigen und an den Hersteller zu versenden. Der bemützt dann eigenhändig die auserwählten Fläschchen und bringt sie in den Handel. Eigentlicher Sinn hinter der Aktion: für jedes eingesandte Mützchen werden 20 Cent an das Deutsche Rote Kreuz gespendet, das damit ältere und bedürftige Menschen sicher und warm durch den Winter bringt. In den letzten Jahren haben sich Hunderttausende Menschen an der Aktion beteiligt. In diesem Jahr will innocent deshalb den Fabelrekord von einer Million Minimützen aufstellen. Auf geht’s Leute, holt euch Inspiration oder Strickanleitungen auf dasgrossestricken.de/anleitungen und lasst die Nadeln fliegen. Das wäre doch gelacht! Man kann übrigens auch zwei, drei oder hundert Mützchen einsenden, wenn man mag. Der tagesaktuelle Mützchenstand lässt sich am „Mützometer“ auf dasgrossestricken.de ablesen. Wer nicht häkeln oder stricken kann oder mag, kann nach dem Motto „Klicken statt stricken“ sein Mützchen auch online gestalten und veröffentlichen. Für jedes digitale Mützchen fließen weitere 5 cent an das Rote Kreuz. Unser momentaner Liebling in der Mützchengalerie ist übrigens die Usain-Bolt-Mütze. Die Wochenhighlights werden außerdem auf Facebook prämiert. Wir haben übrigens auch einen Rekord zu vermelden: ihr habt soeben den Artikel mit der häufigsten Nennung des Wortes „Mützchen“ aller Zeiten gelesen. #AllesMützchenOderWas?
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Das große Stricken – 1 Million Mützchen für den guten Zweck | dasgrossestricken.de | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 11. November 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare

Rechts extrem spendabel!

Rechts extrem spendabel!

Neulich lasen wir auf einem ungefragt Rat und Poesiealbumsprüche stiftenden Facebook Post folgendes: „Wenn du tot bist, merkst du nicht, dass du tot bist, aber für alle anderen ist es hart. Genauso ist es, wenn du blöd bist.“ Bevor das hier zur Glaubensdebatte entartet, kommen wir schnell zum Punkt. Wie zur Hölle reagiert man am besten auf Dummheit, Aggression, Intoleranz und Hetze ohne selbst in Polemik zu verfallen und zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen? Fakt ist: raushalten ist keine Option, spätestens dann nicht, wenn Menschen dazu aufrufen, anderen Menschen etwas anzutun, weil sie – ja, warum eigentlich? Es gehört seit jeher zum Repertoire der Aufklärung, der Idiotie den Spiegel vorzuhalten, um sie sich selbst zu überlassen und Prozesse in Gang zu setzen, die mit Argumenten allein nie zu erreichen wären. Nutze das System, wenn du es nicht verändern kannst, und verändere es so. Nachdem das Zentrum Demokratische Kultur im letzten Jahr den „unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands“ organisierte, bei dem Neonazis auf einem Gedenkmarsch mit jedem zurückgelegten Meter unfreiwillig 10 Euro für das Nazi Austeigerprogramm EXIT spendeten, riefen sie nun die Initiative „Hass hilft“ ins Leben. Die Idee ist einfach und genial: Für jeden rassistischen, fremdenfeindlichen oder menschenverachtenden Kommentar, der bei Facebook oder der Polizei gemeldet wird, gehen 1 Euro als Spende an Flüchtingsprojekte der Aktion Deutschland hilft und an EXIT-Deutschland. Heißt: Alle Hasser und Hetzer spenden damit praktisch gegen sich selbst. Zwickmühle, nennt der Fachmann so etwas. Denn entweder hören die Online-Hasser auf zu kommentieren. Oder sie sammeln Geld gegen ihre fremdenfeindlichen Interessen. Auf der Website www.hasshilft.de gibt es alle Informationen rund ums Projekt, Facebook-Banner zum Download und eine Top Ten Liste der eifrigsten Hater, Verzeihung Spender. Das Geld wird übrigens vom FC St. Pauli, dem Radiosender big FM, sky, frisch+fleisch und Facebook selbst zur Verfügung gestellt. Wir wünschen fröhliches melden! #fightracism #nopegida #refugeeswelcome
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Initiative „Hass hilft“ | www.hasshilft.de | Hass melden, Hass anzeigen

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 28. Oktober 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare

Refugees Welcome!

Refugees Welcome!

Der Zustrom an Menschen, die an den Toren Europas nach Zuflucht und Hilfe suchen, übersteigt seit Wochen und Monaten jedes vorstellbare Maß. Im Mediengewitter wechseln die Bilder zwischen Schreckensszenarien und Leid auf der einen, Solidarität und Willkommenskultur auf der anderen Seite. Die öffentliche inszenierte „Diskussion“ ist gut und wichtig, steht jedoch manchmal dem eigentlichen Kern der Situation entgegen. Denn was wir hier erleben ist keine „Flüchtlingsdiskussion“. Es geht hier um echte Menschen in Not, mit echten Geschichten, die zu uns kommen, weil sie nach Schutz und Hilfe suchen und wir in der Lage sind ihnen beides zu geben. Wir haben nicht das Recht medial ermüdet zu sein und weiter in Richtung des nächsten Medienhypes zu flüchten. Der Strom der Flüchtlinge wird deshalb nicht versiegen. Es geht darum Lösungen zu schaffen, und zwar im großen politischen Maßstab, genauso wie auf persönlicher Ebene. Durch beispielloses Engagement und enorme Hilfsbereitschaft entstanden und entstehen gerade in Deutschland viele neue Initiativen zur Unterstützung und Versorgung von Geflüchteten. Um diese Hilfe abseits von Aktionismus und Inszenierung möglichst unkompliziert, unbürokratisch und zielgerichtet zu ermöglichen, bedarf es einer guten Vernetzung von Helfern und Projekten. Welche Hilfe ist sinnvoll? Woran fehlt es gerade jetzt und vor allem wo? Was, wenn ich einen Raum, eine ungenutzte Werkstatt oder Fähigkeiten habe, die ich sinnvoll einbringen könnte? Wie erfahre ich wo und wann ich meine Hilfe anbieten kann? Diesen Fragen ging das Social Collective in den letzten Wochen in unserem Coworking Bereich im muxmäuschenwild STUDIO nach. Gemeinsam haben wir uns der Frage genähert, wie wir Hilfe effizienter gestalten können. Entstanden ist das Refugee Board – eine Online-Plattform, die einen Überblick über aktuelle Projekte bietet, Ansprechpartner, hilfreiche Links und Adressen rund um das Thema „Ankunft in Deutschland“ versammelt und es Hilfesuchenden und Hilfegebern gleichermaßen ermöglicht schnell und direkt in Kontakt zu treten. Flüchtlinge, Unterstützer und Projektinitiatoren sollen hier auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Angebote und vor allem zueinander finden. Inzwischen ist die Beta-Version der Website online und ermöglicht es Projekten und Initiativen ihre Leistungsbeschreibung zu hinterlegen. Wenn ihr also Teil einer Initiative seid oder Hilfsleistungen anbietet, geht aufwww.refugeeboard.de und tragt sie dort ein. Über eine einfache Eingabemaske sollen Hilfesuchende im zweiten Schritt genau das finden was sie suchen, und zwar in verschiedenen Sprachen und mit aktuellen Ansprechpartnern und Kontaktmöglichkeiten. Ich bin FLÜCHTLING. Ich suche EINE UNTERKUNFT…in BERLIN. Ziel ist es möglichst viele Initiativen und Angebote zunächst in Berlin und Brandenburg und später auch deutschlandweit zu versammeln. Weitersagen erwünscht! Außerdem soll ein Raum für Begegnungen entstehen, um dort die Nutzer der Plattform zum Erfahrungsaustausch einzuladen und gemeinsam herauszufinden wo am dringendsten Handlungsbedarf besteht und wie das Refugee Board kontinuierlich erweitert und verbessert werden kann. Wir halten euch auf dem Laufenden. #refugeeswelcome #refugeeboard
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Refugee Boardwww.socialcollective.de |www.refugeeboard.de

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. September 2015 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kein Mensch ist egal.

Kein Mensch ist egal.

Was sich vor den Küsten der Festung Europa abspielt ist an Tragödie, an Ungerechtigkeit und Traurigkeit nicht zu überbieten. Nirgends sonst wird das fragile Ungleichgewicht der Weltgemeinschaft so offensichtlich wie auf den Flüchtlingsrouten im Mittelmeer. Tausende fliehen jedes Jahr vor Armut, Hunger und Vertreibung, Unzählige verlieren dabei ihr Leben. Wenn die Opferzahl wie zuletzt ein berichtenswertes Maß erreicht, ist der Aufschrei laut und kurz. Selten entstehen daraus Lösungen. Kein Mensch ist egal. Niemand ist mehr oder weniger wert, weil er dies oder jenseits der Meere geboren wurde. Denn dabei geht es schichtweg um Glück. Als das Projekt CUCULA im letzten Jahr begann mit den Flüchtlingen am Oranienplatz in Dialog zu treten, anstatt laut und bestimmt Abzug oder Bleiberecht zu fordern, war das nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern vor allem eine konstruktive, da lösungsorientierte Idee. CUCULA ist ein Modellprojekt, das fünf Flüchtlingen hilft, sich selbst eine Zukunft aufzubauen. Durch die Produktion von Design-Möbeln, in das sie Wegzeichen ihrer Reise über das Mittelmeer wie etwa Holz aus gestrandeten Schiffswracks integrieren, verleihen sie ihrer eigenen Geschichte und der Vision einer selbstbestimmten Zukunft Ausdruck. Durch den Verkauf der Möbel werden Ausbildungsstipendien finanziert, die den Weg zu einer dauerhaften Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung ebnen. So funktioniert Integration. Flüchtlinge Willkommen heißt ein weiteres Projekt, das sich um pragmatische und zielführende Lösungen bemüht. Während sich Bund und Länder munter über die Verteilung der Unterbringungskosten für Asyl suchende Menschen streiten und mancherorts fanatische Kriminelle Heime in Brand stecken, vermittelt das Berliner Projekt kurzerhand Flüchtlinge an WG’s und Wohnungen in der Stadt. Jeder der Platz hat kann sich beteiligen und einen oder mehrere Menschen für eine Zeit bei sich aufnehmen. ‚Flüchtlinge willkommen‘ stellen den Kontakt für euch her, übernehmen die Abwicklung und helfen euch sogar dabei die „ausgefallene“ Miete zu refinanzieren. Überdentellerrand  veranstalten kulinarische Zusammenkünfte zwischen Menschen verschiedener Herkunft. Afghanische Nacht, nigerianischer Kochkurs, im kulinarischen Dialog kommen sich Menschen und Kulturen näher und befreien sich gegenseitig von Stigmata. Vorsprung durch Nähe, denn Unkenntnis führt nicht selten zu Intoleranz! Geht raus und aufeinander zu. Lernt euch kennen, engagiert euch und macht die Welt zu einem besseren Ort! Es sind kleine Projekte und Initiativen, aber es gibt sie und noch viele weitere. Sie alle haben eines gemein: sie schaffen Lösungen und setzen etwas in Bewegung. Uns!
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Cucula | cucula.org | Flüchtlinge Willkommen | fluechtlinge-willkommen.de | Über den Tellerrand | ueberdentellerrand.org | Credit: Andreas Chudowski

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Zettelwirtschaft

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Zettelwirtschaft

„Vorsicht, alter Mann spuckt vom Balkon!“ oder „Wellensittich entflogen Farbe egal.“ Weeßte bescheid, willkommen in Berlin, der schönsten, dreckigsten, nervig-liebevollsten Stadt der Welt. Der Stadt, die man lieben oder hassen kann, die man sich aber in jedem Fall verdienen muss. Die Stadt der Streitbaren und nicht so schroff gemeinten wie gesagten Unflätigkeiten. Notes of Berlin sammelt seit 2010 kuriose, witzige, und typisch berlinerische Notizen aus dem Hauptstadt-Alltag. Soweit so bekannt. Mitmachen kann jeder durch das Hochladen von Handyschnappschüssen aufgespürter Zettelbotschaften. Nach und nach entstand so ein alternatives Stadtportrait, dass vielleicht mehr über Berlin und seine Bewohner, über ihren Humor, die Unterschiedlichkeit von Stadtbezirken und Sozialgefügen verrät, als so manches ambitionierte soziodemographische Dokuformat. Zwei Bücher voll mit Liebesbekundungen, Morddrohungen und Wellensittichverlustanzeigen sind inzwischen erschienen, nun steht das nächste große Projekt an. Notes of Berlin goes Movie und will auf der Kinoleinwand verbinden was an Laternen, Häuserwänden und Eingangstüren fragmentarisch sichtbar wird. Zu jedem Zettel gibt es eine Geschichte, jede Geschichte steht stellvertretend für einen Konflikt oder ein Thema, das die Menschen beschäftigt. Auf www.notesofberlin-filmlab.com werden alle die Lust haben dazu aufgerufen, sich am Film zu beteiligen, ob mit eigenen Geschichten, als Locationgeber für die Dreharbeiten oder als Schauspieler, um dem ganzen Gesicht zu verleihen. Denn darum geht es, „echte“ Berliner erzählen im echten Berlin echte Berlingeschichten. Und mit echten Berlinern meinen wir nicht nur jene, die hier geboren sind. Die Stadt ist ein lebendiger Organismus, der aus Wandel und Veränderung seine Kraft und Attraktivität zieht. Jedes Jahr kommen Hundertausende Berliner hinzu, fast genauso viele ziehen wieder weg. Das bedeutet Hundertausende neue Geschichten, von denen hoffentlich einige mit Stift und Zettel sichtbar werden. Der Drehstart ist für April 2015 geplant, Premiere soll der Streifen nach eigenem Wunsch auf der Berlinale 2016 feiern, wo sonst. Das Casting läuft, also nüscht wie ran an die Bouletten! Noch im Februar startet eine Crowdfunding Kampagne um das ambitionierte Projekt zu unterstützen. Wir sagen dreimal „Ja“ und drücken alle Daumen für gutes Gelingen.

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Notes of Berlin – Der Film | notesofberlin-filmlab.com | notesofberlin.com | casting@notesofberlin-filmlab.com | Foto: Notes Of Berlin

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 04. Februar 2015 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Alles auf (Red)

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Alles auf (Red)

Die Weihnachtszeit ist traditionell Hochsaison in Sachen Charity und Spendenakquise. Das ist gut so. Überall auf der Welt gibt es Menschen, denen es weitaus schlechter geht als uns und die dringend unsere Hilfe benötigen. Vor allem weil es oft nur kleiner Schritte bedarf um Großes zu bewirken. Jeden Tag werden beispielsweise 650 HIV positive Kinder geboren, obwohl die Ansteckung im Mutterleib mithilfe von Medikamenten inzwischen quasi verhindert werden kann. Das vor einigen Jahren von Bobby Shriver und U2 Frontmann Bono gegründete Product (RED) hat es sich zum Ziel gemacht, dafür zu sorgen, die erste Aids-freie Generation an Neugeborenen nach über 30 Jahren zu ermöglichen. Und, sie sind nah dran. Das Prinzip von (RED) ist einfach. Es nutzt das System anstatt es nur zu bekämpfen, indem es die größten Konzerne der Welt in die Pflicht nimmt und dazu bringt, Teile ihrer Gewinne aus lizensierten Produkten direkt an den Global Fund zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu überweisen. Mit Apple, Coca Cola, Microsoft, Starbucks oder Nike sind so ziemlich alle Reklameschilder des westlichen Kapitalismusmodells vertreten. Viele Unternehmen wie beispielsweise Beats by Dr. Dre bieten rote Sondereditionen, andere führen pauschal Prozentsätze ab. Wer wieviel gibt, wird selten kommuniziert. Das Ding ist, es funktioniert. 275 Millionen Dollar sind bisher bereits zusammengekommen, 75 Millionen davon kamen allein von Apple. Zum World Aids Day am 1. Dezember bläst Cupertino zur Attacke. Bei jedem Kauf eines Apple Produktes, der an diesem Tag weltweit getätigt wird, spendet der Konzern direkt an (RED). Wenn ihr also sowieso vorhabt einen neuen Rechner oder ein größeres Telefon zu kaufen, macht es doch am Montag. Außerdem stehen noch bis zum 7. Dezember 25 ausgewählte Apps und Spiele im App Store, deren Erlöse zu 100 Prozent in die Stiftung fließen. Mit dabei sind beispielsweise FIFA15, unsere Lieblings-Gestaltungs-App OVER (mit der übrigens auch das Bild hier links per Handy gebastelt wurde), Angrybirds oder Garage Band. Was wir sagen wollen: achtet doch beim Daddeln und Geschenke shoppen auf das (RED) Label an den Produkten. Es könnte ein Leben retten.

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Product (RED) | red.org | AppsforRED | apple.com/red

 

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 26. November 2014 | Tags: , , , , , Keine Kommentare