Lernt euch kennen!

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Oha, die Welt ist aus den Fugen also. Missstände und vor allem Gefahren jederzeit und allerorten. Soll man als verantwortungsvoll denkender Mensch tatsächlich Kinder in diese in Schieflage geratene Gemeinschaft setzen bzw. was soll man unseren Heranwachsenden an Rüstzeug mit auf den Weg geben? Gegenfrage: Wie verantwortungsvoll wäre es, die eigenen Werte, den Glauben und das Eintreten für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Gleichheit, Freiheit und Toleranz nicht weiterzugeben, die Welt anstelle jenen zu überlassen, denen das eben Gesagte bestenfalls egal, schlimmstenfalls ein Dorn im kalkülpolitischen Auge ist? Lasst euch keine Angst machen – informiert euch! Käut nicht wieder, was Stammtische, Medien, euer Social Media-Dunstkreis, Politiker, Schlaumeier oder jeder sonstwie Berufene euch als Einschätzung der Lage servieren – hinterfragt und engagiert euch! Haltet euch nicht raus – politisiert euch! Schimpft nicht auf die da oben, ohne zu wissen, was verantwortungsvolle Politikarbeit bedeutet – bringt euch ein! Gebt euch nicht mit starken Posts auf eurer Timeline zufrieden, die diesen Orbit nie verlassen werden – bewegt euch! Nehmt nicht hin, dass die Grenzen des Sagbaren sich weiter verschieben, bis rassistische Gewalttaten nicht nur möglich erscheinen, sondern von oberster Stelle goutiert werden – tretet für eure Werte ein! Und vor allem: ermutigt andere, es euch gleich zu tun. Die Jugendbewegung für Demokratie, Demonstrationen und für die Demontage der Dämonen, kurz DEMO entstand genau in diesem Kontext. DEMO ist ein Experiment, der Versuch sich zu einem Wir zusammenzuschließen, um nach Carolin Emcke zu einer „zarten Form der Macht“ zu werden – parteiübergreifend, mit Spaß, gegen Rassismus, Sexismus und Nationalismus und im festen Glauben an den 1. Artikel des Deutschen Grundgesetzes. Hinter der Initiative steht die wunderbare, junge Journalistin Mareike Nieberding, die sonst für Blätter wie die Zeit, FAZ, Neon oder den Spiegel schreibt. Mit DEMO will sie zum Wählen motivieren, aber nicht zur Wahl einer bestimmten Partei, demokratische Werte vermitteln, und den Erstwählern, Jungwählern und Nichtwählern ein politisches Selbstbewusstsein geben. Im Grunde geht es darum, im Jahr der Bundestagswahl Begegnungen zu schaffen, die über die Facebook-Twitter-Kommentarspalten-Diskussion hinausgehen. Das Projekt bereist dafür alle Bundesländer, Städte, Dörfer, Ortschaften und will Diskussionen anregen über Heimat, Identität, Anstand oder Gerechtigkeit. Fazit: redet miteinander, nicht übereinander! Nur so erkennt man, dass uns so viel mehr verbindet als unterscheidet. Nur so bleiben wir im Gleichgewicht.
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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: |  Keine Kommentare