Work-Life-Work

Mein Büro ist überall. Laptop oder Handy machen aus jeder WG-Küche, den Öffis oder einschlägigen Cafés vollwertige Arbeitsplätze. Aber entweder nervt der Mitbewohner im Gammellook, oder das Gefühl die Kaffeekuchen-Atmosphäre mit ins blaue Licht getippten Email-Remindern zu zerstören. Deswegen kommt uns das Ivy Berlin an der Weserstraße genau recht. Hier kann nämlich der Laptop aufgeklappt, das Notizbuch gezückt und der richtig gute Kaffee gleichermaßen genossen werden. Der Ort versteht sich als arbeitsgerechtes Café oder Workspace mit kulinarischem Angebot. Es ist kein Co-Working mit Einmietungsverpflichtung und kein reguläres Café mit free WiFi. Sondern raumgewordenes Work-Life. Für ein lockeres Meeting und konzentriertes Arbeiten gibt es auf den 100 Quadratmetern unterschiedliche Plätzchen: An den großen Tischen kann man sich schön ausbreiten, auf der Couch auch mal fläzen, kleinere Tische eignen sich für die Tête-à-Têtes, an der Bar inspiriert der Blick auf die Straße. Natürlich ist es auch erlaubt, hier nicht zu arbeiten. Für die Genuss-Momente sorgt die kleine, feine Karte mit Fantastitäten wie Erdnussbutter und Banane auf Sauerteigbrot mit Walnüssen und Kakao-Nibs. Na gut, erwischt! Wir gehen nur wegen des Essens dorthin und tun so als würden wir arbeiten. Hallo Berlin!
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Ivy Berlin Café & Workspace | Weserstraße 44, 12045 Berlin | Di-So 09-18 Uhr | www.ivyberlin.de | Facebook

Orte

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Mai 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

What else is in the teaches of Peaches.

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What else is in the teaches of Peaches.

Alles steht geschrieben, man muss nur wissen wo. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, schließlich sollte man dafür einige Koordinaten in Bezug auf Autor und Titel des literarischen Werkes vorweisen können. Vor kurzem hat in der Weserstraße 166 (gleich neben der großartigen Suzy und ihrem Stella Deli) der Topics Bookstore eröffnet. Betrieben wird der wunderbar minimalistisch eingerichtete Laden von dem sympathischen Israeli Doron Hamburger (was für ein toller Name BTW!). Im Topics sind die Bücher nicht alphabetisch geordnet, sondern nach spezifischen Themenschwerpunkten hübsch und übersichtlich auf Würfeln angerichtet. „Die Nacht“ beispielsweise bietet ein wahres Füllhorn an literarischen Ergüssen und Interpretationen oder auch eine vaterlose Kindheit, Zeitmaschinen, Bücher die im Gefängnis geschrieben wurden und vieles mehr. You name it! Wie wir Engländer zu sagen pflegen. Das Ambiente ist so gediegen chic und gleichzeitig unprätentiös, dass die Schnüffelei zwischen den Buchdeckeln doppelt Spaß macht und wir bei der Eröffnung nicht auf Anhieb wussten, ob es sich hier um ein Kunstprojekt, einen Conceptstore für Möbelsysteme oder eben tatsächlich einen Buchladen handelt. Hier nun an diesen fabelhaften neuen Ort, lädt morgen Abend eine echte Berliner Legende zur Vorstellung ihres neuen Buches. „What else is in the teaches of Peaches“ lautet der Titel des Werkes und bedarf damit keiner weiteren Worte. Das transgressive Gesamtkunstwerk Peaches höchstselbst kreierte gemeinsam mit dem Fotografen Holger Talinski einen bildgewaltigen Band mit unzähligen Live- und Preformancefotos der Sängerin in Aktion, begleitet von Texten diverser Wegbereiter, darunter Michael Stipe von REM, Ellen Page oder gar Yoko Ono. Um 17 Uhr geht es los, Peaches und Holger stehen beim Q&A Rede und Antwort und signieren fleißig Bücher. Kulinarischer Support kommt, wie sollte es anders sein, vom Stella nebenan und sämtliche an- und umliegenden Bars rufen den Ausnahmezustand aus. Viva Neukölln, mach dir schick et kommt hoher Besuch. Oder um es mit Michal Stipe zu sagen: „This is balls like we haven’t seen since Patti Smith; she is Die Antwoord, Kim Gordon, NWA. She stands tall and she is fearless. That is my definition of a hero, heroine, progressive, icon— locked in, and ready to rumble.“
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What else is in the teaches of peaches – Buchpremiere | 16.07., 17 Uhr | Topics Bookstore, Weserstr. 166, 12045 Berlin | www.topics-berlin.com | Facebook

 

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 15. Juli 2015 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Stella, oh Stella!

Stella, oh Stella!

Da schlendert man am Sonntag Nachmittag über den noch eher „ursprünglichen“ Teil der Weserstraße in Neukölln und findet sich dann nichtsahnend zunächst in einem NYC Style Schlaraffenland à la Ottolenghi und Co. wieder, nur um Minuten später satt und glücklich und hinter halb geöffnetem Rollladen einem Umsonstminikonzert des weltberühmten chinesischen Cellisten Trey Lee zu lauschen. Kochen und Musik funktionieren im Prinzip ähnlich, es geht um Leidenschaft, um Genuss, um handwerkliches Vermögen und darum aus einem Rezept, einem Kanon an Zutaten und Werkzeugen etwas ganz und gar Sinnliches zu kreieren. In beiden Disziplinen gibt es Virtuosen und solche, die sich zeitlebens eher auf eine Melodie (Flowalzer) beschränken. Die meisten von uns kennen zumindest ein Rezept, nach dem alle verückt sind, das sie immer wieder kochen müssen, auf das sie ständig Freunde ansprechen. Suzy hat derer dutzende, ach was hunderte. Alles was sie kocht schmeckt nach Nachschlag. Wir lieben ihren feinen, heimlichen Fortunas Table in der Weserstraße in Neukölln. Kein Name, keine Öffnungszeiten, auschließlich auf Bestellung mietbar ist ihr kleiner Tempel der großen Leckereien und süßen Schweinerein. Außerhalb der Mauern hatte bisher nur Glück, wer einmal in den Genuss von Suzys Cateringspezialitäten kam. Wir haben uns bereits ganz uneigennützig bei einem Weinmoment und beim Briteday von Eventbrite damit eingedeckt. Doch das ausschließlich zweckgebundene Schnabulieren hat nun ein Ende. Schräg gegenüber in der Hausnummer 166 eröffnete sie am Sonntag sanft und heute offiziell das Stella, eine Deli à la ‚Das kann doch nicht dein Ernst sein!?‘. Mehrere kleine und große, kalte und warme Dishes wie NYC Style Sesame Noodles, fleischlose Fleischbällchen oder Würstchen in geheimer Tomatensoße zum darin Baden und selig Ertrinken, stehen zur Auswahl – jedes für sich ein Gedicht, wer mehr als eins bestellt bekommt einen Kombi-Rabatt. Zum Nachtisch gibt es mit Oreos und Schokostücken gefüllte Brownies oder Frootloops-Marshmallow-Blöcke aus der amerikanischen Kindheit, dazu lecker Kaffee oder Limo. Wer nicht Mitnehmen mag, setzt sich einfach an einen der weißen Tische im wunderschön eingerichteten Gastraum. Zur Startphase öffnet das Stella wochentags von 12 bis 18 Uhr, Tendenz länger. Wir wünschen gutes Gelingen und frohes Schlemmen. Liebe, Essen, Magen, passt. Take a seat!
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Stella | Weserstr.166, 12045 Berlin | Mo – Fr, 12 bis 18 Uhr | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 15. April 2015 | Tags: , , , , , , , Ein Kommentar