Elena und Max

Das 2 Minuten-Interview

Heute: eine Premiere. Elena und Max vom Podcast „Klatsch & Tratsch“ stellen sich mit eigenen Worten vor. Warum? Kann man besser nicht machen. Und was sollten wir da bitte noch hinzufügen? Außer vielleicht das mit Heidi Klum. Oder mit Menschen. Nun denn: Ich bin Elena „Dr.“ Gruschka und ich bin ein Teil des Podcast Duos „Klatsch&Tratsch – Niemand muss ein Promi sein“. Ich bin ausführende Produzentin der 3. Staffel Jerks und ich freue mich, wenn die Peeling Season anfängt und ich endlich wieder mein Gesicht lasern lassen kann. (Geht nur November bis März wenn wenig Sonne ist.) Ihr müsst unbedingt über mich erzählen, dass ich nur Vodka trinke wenn ich trinke. Und meine Mutter eines der ersten isländischen Top Models war. Und mein Vater Seemann. (Stimmt beides). Mein Name ist Max Richard Leßmann. Ich singe romantische Lieder und schreibe Gedichte. Zur Zeit arbeite ich an meinem zweiten Album und meinem ersten Roman. Aber nur, wenn gerade kein Love Island läuft. Oder Promidinner. Oder Dschungelcamp. Oder so.

Name: Elena Gruschka / Max Richard Leßmann
Alter: 36 / 26
Wohnort: Berlin / Berlin, Husum, Hamburg
Beruf: Internationale Celebritiy Expertin, Podcasterin und Produzentin / Sänger, Autor und Celebrity Experte
Schuhgröße: 38,5 / 44
Lieblingspromi: Puff Daddy / Boris Becker
Kontakt:@skinnybitchberlin / Just call me!

Verrate uns ein Geheimnis!
Elena: Ich bin eine unglaublich Schlampe, ordnungs-wise. Wenn ich in ein Zimmer komme ist es nach fünf Minuten verwüstet. Und in dem Zusammenhang habe ich innerhalb eines Jahres viermal mein Portomonnaie verloren und musste eine eidesstaatliche Versicherung abgeben, als ich Führerschein und Personalausweis neu beantragt habe, dass ich die nicht heimlich an Betrüger verkaufe.
Max: Ich habe das selbe Beauty Geheimnis wie Heidi Klum.

In welcher Reality TV Show wärst du genial?
Elena: Real Housewives of New York City.
Max: Alles mit Liebe. Oder mit Menschen.

Dein Podcast-Spezi ist krank. Wer soll einspringen?
Elena: Jasna Fritzi Bauer
Max: Bushido

Hat dich schonmal ein Promi auf etwas angesprochen, was ihr über ihn/sie gesagt habt?
Elena: Ja. Das passiert immer häufiger und ist manchmal peinlich. Weil ich ja auch viel lüge.
Max: Jogi Löw hat mich nach den Schlagzeilen um Anna Mühe angerufen und sich bei mir beschwert. Aber ich konnte nichts dafür, ich war gerade im Urlaub.

Wessen Poster hattest du an der Jugendzimmerwand?
Elena: Tupac
Max: Katie Price

Wie würden dich deine Eltern beschreiben?
Elena: Von mir hat sie das nicht.
Max: Ungefähr 180 cm groß, blaue Augen, keine Haare.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Elena: Schwierig, man will ja nicht nur eine Sache ändern. Aber ich würde vielleicht mit der Beschränkung von Privatvermögen auf max. 1 Milliarde anfangen.
Max: Das Dschungelcamp ginge ein Jahr. Und ich würde die Ludolfs wieder vereinen.

Welche Rolle übernimmst du in brenzlichen Situationen?
Elena: Immer die Ruhe bewahren, nicht ausrasten. Und dann ausrasten.
Max: Panik Präsident

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Elena: Als Kim und Kourtney Kardashian sich gestritten haben und Kourtney gesagt hat, Kim sei eine „mean person“. Und Kim gesagt hat, dass Kourtney die „least pleasant to look at“ ist. Ich mag nicht wenn die streiten.
Max: Die dritte Chance, die Tobi Natascha bei Love Island gegeben hat. I balled my eyes out.

Was ist auf dem letzten Foto, das du gemacht hast?
Elena: Eine klaffende Wunde an meiner Hacke, die daher stammt, dass ich jemanden mit einem Drop Kick ein Glas aus der Hand getreten habe. Das war ein Unfall, ich wollte eigentlich den Kopf treffen, der war aber zu weit oben.
Max: Wahrscheinlich erstmal Ich. Und ein anderes putziges Tier.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Elena: Spaghetti Vongole
Max: Shepardspie

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Elena: LSD nehmen.
Max: An jedem Reality Format der Welt teilnehmen und anschließend Kanzler werden.

Was sollte niemand von dir wissen?
Elena: Dass ich schonmal verheiratet war.
Max: Was mein Beautygeheimnis ist.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Elena: Bist du vorbestraft?
Max: Was ist dein Beautygeheimnis?

Das letzte Wort:
Elena: Wer A sagt muss auch den Rest des Alphabets aufsagen.
Max: Make Romantica great again!

Foto: Hella Wittenberg

Cocktailian

Der Online-Barshop Cocktailian hat endlich ein Ladengeschäft eröffnet. Und zwar nicht irgendeins und nicht irgendwo. In der Karl-Marx-Allee 78 in Friedrichshain befand sich einst die legendäre Karl-Marx-Buchhandlung – die Lettern zeugen noch von der historischen Verwendung. Seit Juni bietet der Cocktailian-Shop dort alles, was für die perfekt ausgestattete Hausbar benötigt wird: von Barwerkzeug, über diverse Spirituosen und Zutaten, Glasware, Barliteratur bis hin zu Filler, Schaumwein und Eis. Dabei ist das Angebot im Laden nur ein Auszug aus dem Online-Barshop und richtet sich mehr an die Endverbraucher, um auch zuhause stilecht die Drinks zuzubereiten. Die Marke Cocktailian besteht bereits seit 2010 und wurde damals mit dem Erscheinen des Buches ‘Cocktailian – Handbuch der Bar‘ ins Leben gerufen. Dahinter stecken Geschäftsführer Sanjay Cachemaille und die drei Autoren Bastian Heuser, Helmut Adam und Jens Hasenbein. Allesamt ehemalige Bartender mit viel Erfahrung. Der Online-Barshop entstand dann quasi als Nebeneffekt zur eigenen Agentur Barworkz GmbH für Marketing und Kommunikation im Bereich Bar und Spirituosen. Mit der Zeit gewann er dann die Überhand und die Agentur wurde dicht gemacht. Dank Expertise und Sortimentsvielfalt hat sich Cocktailian schnell zum Stammlieferanten vieler Berliner Szene-Bars entwickelt und ist in Berlin so wohl einzigartig.

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Cocktailian Shop Berlin | Karl-Marx-Allee 78, 10243 Berlin | Öffnungszeiten: Mo&Di 11-19 Uhr, Do&Fr 12-20 Uhr, Sa 10-16 Uhr | www.cocktailian.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Unteilbar

Mit Demos ist das manchmal so eine Sache. Mitunter verkommt das Seite an Seite spazieren unter gemeinsamem Pappschild auch schon einmal zum Selbstzweck. Und spätestens, wenn man dann abends zufrieden und mit heißem Tee die Bilder des Wohlstandsprotestes im eigenen Instagram Feed checkt, ist die Welt in Ordnung und der Kampf für oder zumeist gegen etwas tritt in den Hintergrund. Was hat es gebracht? Keine Ahnung, wichtig ist schließlich, dass man etwas tut. Das stimmt! Und wenn man dafür ein Gratiskonzert deutscher Popgrößen serviert bekommt, ist das umso besser. Nur darf dahinter die wichtige Botschaft nicht zurückstehen. Wir waren mehr. Mehr als die hasserfüllten Schreihälse und Spalter, die mit ihren Aggressionen und Gewaltanstalten gegen alles und jeden hetzen, die der oder das irgendwie anders ist. Aber eben auch mehr als die vielen verwirrten und unsicheren Mitläufer, die ihre rationalen oder irrationalen Ängste und Sorgen mit sich herumschleppen und ihnen stumm schreitend oder mitgröhlend Gehör verschaffen wollen. Ob zurück zuschreien die beste Lösung ist, die wir anbieten können, darf zumindest diskutiert werden. Fest steht, wenn uns ein differenzierter Dialog nicht gelingt, bleiben viele von ihnen genau da stehen, wo wir sie gerade sehen: bei denen, die vorgeben, sie zu verstehen, sie ernst zu nehmen, ihre Ängst zu teilen und für sie in ihrem Sinne aktiv zu werden. Wenn das passiert, wenn diese verunsicherte Unentschlossenheit in Richtung der einfachen „Lösungen“ kippt, treibt das die Spaltung der Gesellschaft nachhaltig voran. Das Bündnis #unteilbar will nicht spalten, sondern sich klar und deutlich für eine offene und solidarische Gesellschaft einsetzen, in der Menschenrechte unteilbar, in der vielfältige und selbstbestimmte Lebensentwürfe selbstverständlich sind und Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Antifeminismus und LGBTIQ- Feindlichkeit keinen Platz haben. Und wir machen mit. Am Samstag ab 12 Uhr beginnt die Auftaktveranstaltung auf dem Berliner Alexanderplatz, danach startet die große friedliche Demo durch die Stadt. Vielleicht begegnen wir auf dem Weg auch Menschen, die anders denken als wir. Vielleicht schreien wir sie nicht an. Vielleicht laden wir sie ein, mit uns zu gehen. Gemeinsam unter einem Pappschild.
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#unteilbar Großdemo | 13.10.2018, Auftakt 12 Uhr, Demo 13 Uhr | Berlin, Alexanderplatz | unteilbar.org | Facebook-Eventlink

Zu perfekt ist gerade richtig

Ja ja ja, das ‚% Arabica‘ ist posh. Und groß. Und irgendwie Mitte. Und trotzdem auch Hinterhof Kreuzberg. Und eigentlich viel eher total global. Vor allem aber – und das ist es, was wirklich zählt – wird hier ein Kaffee serviert, der seines Gleichen sucht. Völlig unaufgeregt. Dafür 100% perfekt verarbeitet, zubereitet und angerichtet. Es wirkt fast so, als würde sich der junge Barista jedesmal kurz huldvoll vor der blitzeblanken Kaffeemaschine verbeugen, bevor er den Siebträger ansetzt. Vielleicht hat man aber auch nur den Eindruck, weil der Tokyoter Ursprung des Konzepts an allen Orten und Ecken spürbar wird. Da wären zum einen das minimalistische Design mit viel Weiß und Glasflächen. Der Küchenbereich ist wie ein Aquarium ringsum von nahtlosen Glaswänden umstellt. Durch sie kann man den Mitarbeitern beim liebevollen Zubereiten der ausgesuchten Speisen zuschauen, was uns direkt zum nächsten Punkt führt. Die Präzision und Sorgfalt, mit der hier Apfelgehäuse entfernt und Schalen vom Fruchtfleisch getrennt werden, lässt einen buchstäblich inne halten. Himmel, wenn wir uns im wahren Leben doch nur halb so hingebungsvoll der Dinge annehmen könnten, die Welt wäre eine achtsamere und sicher auch schönere. So zumindest kann man im Arabica Café Food auf einem quasi upgegradeten, mit einer japanischen Essenz perfektionierten Niveau genießen. Natürlich schmecken das als Bacon, Egg & Cheese Sandwich getarnte gegrillte Croissant, die gerösteten Möhren und Linsen oder das warme Bananenbrot verboten großartig. Schließlich haben wir es hier mit Profis zu tun. Gründer Kenneth Shoji startete mit Arabica im Jahr 2013 seinen ganz persönlichen third wave Coffee-Traum und bringt die Menschen getreu seines Ladenmottos „Experience the world through coffee“ an inzwischen 19 Standorten weltweit einander näher. Der große Store in der Reichenberger Straße in Kreuzberg ist Europas Flagship Store. Und passt trotz oder gerade wegen seines durchgestylten glokalen Ansatzes perfekt in diese Stadt.
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% Arabica | ReichenbergerStr. 36, 10999 Berlin | www.arabica.coffee

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Lisa und Marie

Das 2 Minuten-Interview

Lisa Trautmann und Marie Jaster haben vor gut einer Woche Beige gelauncht. Nein, natürlich nicht die Farbe, die gab’s schon und musste demnach auch nicht gelauncht werden. Wie soll das überhaupt gehen… Wir schweifen ab. Beige ist Deutschlands neues unisex Onlinemagazin, das mit Kultur-, Mode-, Lifestyle-, Nachhaltigkeits- und Beauty-Themen alle Bereiche des schönen Lebens abdeckt und für Männer, Frauen und alle dazwischen zum Erlebnis macht. Mariee hat dabei gefühlt irgendwie den besseren Deal gemacht, schließlich „muss“ sie jetzt nämlich für einen Monat auf Content-Reise durch Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona, während Lisa eine ganze Menge Arbeit und jede Menge Termine zu bewältigen hat. Spaß beiseite, die beiden sind ein dynamisches Duo infernale der geflügelten Worte. Ihr 2 Minuten-Interview fühlt sich ein wenig an wie ein morgendlicher 5 Kilometer-Sprint mit Bestzeit. Nackt. Bei 10 Grad minus. Mit Konfetti im Haar. Und Dostojewksi Hörspiel auf den Kopfhörern. Und anschließendem Siegertee mit Angela Merkel auf der Couch. Oh, wir schweifen schon wieder ab… < 3

Name: Lisa Trautmann / Marie Jaster
Alter: 32 / 24
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründerin und Chefredakteurin von Beige, freie Mode- & Lifestyle-Journalistin / Chefredakteurin und Mitbegründerin von Beige
Schuhgröße: 38 / 39
Lieblingsfarbe: Dunkelblau / Rot
Kontakt: @lieselberlin / @marie_jaster

Warum Beige?
Lisa: Weil Beige so sexy ist, wie die Windjacken der Generation 60+, so unterhaltsam wie die Spanx von Kim Kardashian und einfach das bessere Weiß. Beige ist vor allen Dingen aber nicht Pink oder Blau und sicherlich nicht Schwarz-Weiß. Bei uns ist Beige ab sofort bunt. So, wie unsere Gesellschaft es auch ist.
Marie: Weil mir ein digitales Zuhause gefehlt hat. Ein Ort, an dem ich nicht in eine Schublade gesteckt werde, mich nur für eine Facette des Lebens interessieren soll, sondern wo ich jeden Tag etwas Neues lerne, inspiriert werde und mich austauschen kann – unabhängig vom Geschlecht.

Was ist guter Stil?
Lisa: Tja, das ist die Frage, an der sich schon viele die Zähne ausgebissen haben. Guter Stil bedeutet für mich, dass man respektvoll miteinander umgeht und sich auf Augenhöhe begegnet und einander seine Individualität zugesteht. Wenn ich einer Person begegne, die so ist, ist mir reichlich egal, was sie trägt.
Marie: Guter Stil ist Selbstbewusstsein. Irgendwann kommt der Punkt im Leben, an dem einem egal ist, was andere über einen denken – zumindest kleidungstechnisch – und man sich voll ausleben kann. Das muss nicht jedermanns Geschmack sein, Hauptsache man selbst fühlt sich wohl!

Was ist dein absolutes Mode oder Beauty Must-Have?
Lisa: Eine perfekt sitzende Levi’s 501 und ich gehe niemals ohne Handcreme aus dem Haus.
Marie: Eine gut sitzende Vintage Jeans. Die bequem ist, in der man sich wohl fühlt, mit ihr alles erlebt und sie auch alles überlebt. Wenn man die gefunden hat, ist das Kleiderschrankproblem morgens auf einmal gelöst.

Mit wem möchtest du unbedingt mal ein Interview führen?
Lisa: Wenn ich einmal mit Thom Yorke sprechen könnte, wäre mein Leben ein noch besseres. Wie schafft es ein Mensch immer wieder derartige Schönheit zu erschaffen? Er weiß vielleicht die Antwort darauf.
Marie: Mit Angela Merkel. Und zwar nicht über Politik, sondern über ihr privates Leben. Wie sieht ihr Alltag aus, wie wohnt sie und über welche Witze lacht sie. Ich würde einfach gerne mal Zuhause mit ihr auf der Couch abhängen und dabei ein Gläschen Wein trinken.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Lisa: Meine Selbstständigkeit. Anfang 2017 löste sich die Agentur auf, in der ich gerade als PR Managerin arbeitete. Ich habe denn Entschluss gefasst, Gründungszuschuss beantragt und seitdem keinen Tag bereut.
Marie: Selbstständigkeit. Ja, viel Unsicherheit, noch mehr schlaflose Nächte und die Falten werden auch nicht gerade weniger. Aber das Gefühl, seinen Alltag ganz alleine gestalten zu können und das Ruder in der Hand zu halten, ist toll. Seine Termine so legen zu können, wie man möchte – und Verantwortungen für alle Entscheidungen zu tragen.

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten?
Lisa: Kann ich nicht beantworten. Sobald ich beginne mich damit zu beschäftigen, warum die Menschen dann und dann so und so ausgesehen haben, sehe ich die Schönheit auch da, wo ich sie vorher vielleicht nicht gesehen hätte. Jede Ästhetik macht zu ihrer Zeit Sinn und ist daher auch heute schön.
Marie: Schön? Puh. Es gibt ja keine Kamerabilder aus 99 Prozent der Epochen, also schwer zu sagen. Sie waren aber bestimmt am schönsten, als Photoshop, Facetune und Schönheitsoperationen noch nicht erfunden wurden.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben?
Lisa: Ich bin nie über die Selbstfindungsphase hinausgekommen.
Marie: Ein bisschen französisch, ein bisschen skandinavisch vielleicht. Und manchmal einfach nur basic. Kommt immer auf den Tag und vor allem auch die Jahreszeit an. Aber der Pariser Flair überwiegt hoffentlich.

In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?
Lisa: Ich sage meinem Freund immer, dass er bitte einen Teller nehmen soll.
Marie: Aufopferungsbereitschaft. Sie würde für ihre liebsten Menschen einfach alles tun und das würde ich auch. Kein Weg zu weit, keine Uhrzeit zu spät, ich bin immer für alle da.

Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?
Lisa: Auf Fotos, die ich von mir im Spiegel geschossen habe.
Marie: Spiegel. Im echten Leben sind die meisten Menschen schöner. Weil der Charakter dazu kommt.

Was machst du morgens als Erstes?
Lisa: Mir eine große Tasse Kaffee
Marie: Aufs Handy schauen. Schuldig!

In wiefern entsprichst du der Person, die du sein möchtest?
Lisa: Nicht mal ansatzweise. Ich wäre gerne geduldiger, großzügiger, mit noch weniger zufrieden, mutiger und konsequenter. Aber das ist OK, ich habe noch ein paar Jahre Zeit dorthin zu kommen.
Marie: Es wird immer mehr und mittlerweile bin ich eigentlich ziemlich zufrieden mit mir.

Kannst du gut Geschichten erzählen?
Lisa: Oh ja, mit Händen und Füßen!
Marie: Ja, würde ich nicht sonst im absolut falschen Beruf stecken?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Lisa: Ich würde den Menschen ihr Verlangen nach Besitz nehmen. Das ist für mich die Wurzel allen Übels.
Marie: Weltfrieden. Okay, schon verstanden, wir sind nicht bei der Miss America Wahl. Trotzdem bleib ich aber bei der Antwort. Und ok, die blöde Kennzeichnungspflicht für Werbung würde ich auch endlich mal regulieren und wieder durchschaubar für die Follower machen.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen?
Lisa: Da ich nicht kochen kann, würde ich euch ganz fein zum Essen ausführen.
Marie: Ich hab schon soooo lange nicht mehr gekocht. Das fällt mir gerade auf – ich bin ein typisches Stullenkind. Hm. Ich vermute mal Pasta. Oder ihr kommt morgens, denn Pancakes und Bananenbrot sind meine Standardgerichte.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Lisa: Auswandern.
Marie: Beige gründen. Hab ich wohl keine Angst mehr, was?

Was sollte niemand von dir wissen?
Lisa: Dass ich auswandern will.
Marie: Ich bin körperlich echt ne Oma. Jeden Tag hab‘ ich ein neues Wehwechen. Und ich dachte es geht erst ab 25 Berg ab…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Lisa: Was mich zum Lachen bringt.
Marie: Wo ich das gerade beantworte? Am Flughafen in Manchester. Bei saulauter Musik im Pret-A-Manger. Mit einem hustenden und schnaubenden Mann neben mir. Es ist also ein Wunder, dass ich jetzt alle Fragen beantwortet habe. So, ich muss los, der Flug geht.

Das letzte Wort:
Lisa: Nachtisch zählt nicht als Mahlzeit.
Marie: Beige. Lesen. Jetzt. (Na gut, das waren drei!)

Foto: Miriam Waldner

Wohlfühlort und ziemlich bestes Granola

Ehrlich gesagt, es gibt in Berlin unfassbar viele gute Cafés. Und DEN BESTEN Kaffee der Stadt gibt es sowieso an jeder Ecke. Aber manchmal geht es darum gar nicht. Manchmal wird ein Ort zu einem besonderen Ort, weil man sich dort besonders wohl fühlt. Im Falle des kleinen feinen Populus Cafés am Kreuzberger Maybachufer geht es uns genau so. Wobei sich dazu noch etliche ganz objektive Gründe nennen lassen, warum wir beim morgendlichen Spaziergang ins Büro eigentlich immer hier einen kurzen Stop einlegen. Da wäre zum einen die Sorgfalt und Liebe, mit der im Populus Kaffee geröstet, verarbeitet und serviert wird. Alles hat Hand und Fuß und wird liebevoll und mit biologischen Zutaten zubereitet und anschließend formvollendet angerichtet. Das hausgemachte Gebäck ist genauso lecker (die Lemon Tarte!) wie die vegetarischen Sandwiches und das wirklich BESTE Granola der Stadt. Dazu herrscht im gemütlichen Gastraum immer Wohlfühlatmosphäre und bei gutem Wetter sitzt man eben draußen in Ufernähe und sieht den goldgelbwelken Blättern beim langsamen Fallen zu. Ach ja, die sehr sympathischen finnischen Betreiber sind übrigens zu Recht stolz auf die langfristigen Beziehungen zu ihren Produzenten. So garantieren sie nämlich gleichbleibend hohe Qualität, Saisonalität und fairen Handel. Neben den verschiedenen nachhaltigen Kaffeesorten aus Kenia, Äthiopien, Brasilien, Kolumbien und Guatemala kann man in der Rösterei übrigens auch alle notwendigen Utensilien für die perfekte Kaffeezubereitung in den eigenen vier Wänden erstehen. Nur für den Fall, dass man irgendwann mal zuhause bleiben möchte und nicht den Weg ins Büro findet.
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Populus Coffee | Maybachufer 20, 12047 Berlin | www.populuscoffee.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 02. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Mieten, Kaufen, Tauschen?!

Neulich im Kungerkiez: ein adretter junger Mann klebt einen Abreißzettel an einen Laternenpfahl. „Kleine Familie will sich vergrößern und sucht eine 4 Zimmer-Wohnung hier im Kiez. Gern im Tausch gegen unsere 3,5 Zimmer Altbauwohnung mit großem Balkon in Kreuzberg.“ Japp, auch Berlin ist inzwischen mitten im Verteilungskampf um bezahlbaren innerstädtischen Wohnraum angekommen. Steigende Preise und der Mangel an attraktivem Wohnraum machen es zunehmend schwieriger, eine passende Wohnung zu finden. Da greift man schonmal auf eingangs beschriebene Oldschool-Taktiken zurück. Das dachten sich auch die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften degewo, STADT UND LAND, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE und WBM und schufen kurzerhand ein eigenes gesellschaftsübergreifendes Wohnungstauschportal. Eine offizielle Online-Plattform für den Wohnungstausch gab es von der Stadt nämlich bisher noch nicht. Grundsätzlich soll das Portal helfen Umzüge zu erleichtern und schneller eine Wohnung zu finden, die auf die aktuelle Lebenssituation zugeschnitten ist. Das kann vor allen Dingen dann sinnvoll sein, wenn Nachwuchs ansteht oder ein Haushaltsmitglied auszieht. An sich ist das Prinzip dabei relativ simpel: Auf inberlinwohnen.de kann man sich als Mieterin und Mieter der ‚Landeseigenen‘ für das Tauschportal registrieren und anschließend die Wohnungen von anderen Mieterinnen und Mietern ansehen oder eigene Angebote einstellen. Das Besondere daran ist, dass die jeweiligen Nettokaltmieten beider Wohnungen bei einem Tausch unverändert bleiben. Wenn sich schließlich zwei potenzielle Tauschparteien gefunden haben, erfolgen alle weiteren vertragsrelevanten Schritte außerhalb des Portals. Dit finden wir richtich jut.
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Wohnungstauschportal | www.inberlinwohnen.de

Ein Bad für die Seele

„Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist“, besagt ein altes japanisches Sprichwort. Und weil Tee so viel mehr ist als nur ein Getränk und zuweilen genauso zelebriert gehört wie ein ausgiebiges Körperpflegeritual, wird Tee in Japan auch nicht irgendwie konsumiert. Im Chaya (bedeutet übersetzt Teeladen) im Obergeschoss des Bikini Berlin gibt es alles, was Teeliebhaber und solche, die es werden wollen zum standesgemäßen Genuss benötigen. Na ja und noch eine ganze Menge mehr. Kenner und Liebhaber erwarten mehr als 100 verschiedene japanische Tees, dazu über 1.000 verschiedene japanische Produkte aus Porzellan, Keramik, Glas, Holz Textil, Gußeisen oder Papier, eine großzügige Auswahl edler Räucherdüfte, eine Auswahl moderner Musik für Meditation und Unterhaltung und klassische Kleidungsstücke für Japaner, wie Kimono und Yukata nebst entsprechendem Schuhwerk. Im Chaya finden außerdem regelmäßig Teeseminare und Workshops statt. Dabei werden zum Beispiel verschiedene Grüntees vorgestellt, verkostet und zubereitet und die Geschichte des grünen Tees in Japan beleuchtet. Übrigens, der grüne Tee hat seinen Namen nicht von der Farbe (obwohl der japanische grüne Tee sich auch dadurch auszeichnet), sondern von der Frische und Natürlichkeit, für die der Zusatz „grün“ steht. Apropos grün, Matcha gibt es natürlich auch. In diesem Sinne: Genießt das Seelen-Spa.
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Chaya | Budapester Straße 38-50, 10787 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-20 Uhr | www.chaya.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. September 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

WWas ne Pizza

Mensch, jetzt haben wir schon so oft von diesem Laden da an der Ecke beim Weichselplatz gehört und von der unfassbar leckeren Pizza, die da nach kürzester Backzeit knusprig aus dem Steinofen gezogen wird. Aber wie das manchmal so ist. Wir haben es bis vor Kurzem einfach nicht geschafft einmal im ‚W Pizza‘ vorbeizuschauen. Und da wir unserem Versprechen treu bleiben, nur Dinge zu empfehlen, die wir auch selbst getestet haben, kommt nun eben erst jetzt die Huldigung an unseren neuen Lieblings-Tempel der Teigeslust. Gut, nun ist der Reuterkiez bisher nicht gerade unterversorgt in Sachen Kulinarik, aber erstens liegt der Laden von Darius Suski und Łukasz Sołowiej immernoch ein klein wenig abseits des ganz wilden Trubels am äußeren Ende der Fuldastraße und zweitens stellt die neapolitanische Pizza, die hier über den Tresen geht, alles bisher Dagewesene in den Schatten. Zumindest für unser ganz subjektives kulinarisches Genussempfinden. Die beiden Ws im Logo von W-Pizza stehen übrigens nicht für Weichselplatz und Weigandufer, sondern für ‚weeded‘ und ‚wheat‘. Was diese Pizzeria nämlich von anderen Pizzerien in Berlin unterscheidet, ist neben dem klassischen Weizenteig ein zu gleichen Teilen aus Weizen und gemischtem Bio-Hanf gebackener Teig, der so in Berlin und wohl auch in ganz Deutschland einzigartig ist. Jetzt wird uns einiges klar… Neben dem fluffigen Teig fallen die übrigen Zutaten und Toppings alle sehr üppig aus. Es werden ausschließlich hochwertige und authentische Produkte verwendet – wie etwa der traumhafte Stracciatella di bufala – die durchaus mal überraschend, aber nie aus der Luft gegriffen kombiniert werden. Unser Favorit: Pizza Buffala, Salat, Oliven und ein Mezzo Litro Hauswein. Seeeeeeeelig!
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W Pizza | Fuldastraße 31, 12045 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Do 18-22 Uhr, Fr-Sa 17-23 Uhr, So 17-22 Uhr | www.wpizza.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 19. September 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Justin und Mark

Das 2 Minuten-Interview

Kommen ein Ami und ein Neuseeländer in eine Schule, um den deutschen Kindern mithilfe von Kunst und Schauspiel Englisch beizubringen… Was sich anhört wie der witzige Auftakt zu einer noch viel witzigeren Story ist in Wirklichkeit der Gründungsgedanke von InterACT English. Der Ami, Justin Beard, ist nämlich ein echter Schauspieler und der Neuseeländer, Mark Hansen, ein ebenso guter Künstler und Pädagoge. Zusammen haben sie ein Format entwickelt, das seit 2009 unzählige Menschen auf natürliche, spannende und leidenschaftliche Art und Weise der englischen Sprache näher brachte. Die beiden führen ein internationales Team von professionellen Teaching-Artists an, das den English lessons in der Schule garantiert einen ziemlich neuen, ziemlich aufregenden und klar auch ziemlich witzigen Twist verpasst. Nun denn, geantwortet haben die beiden Herren auf Englisch, übersetzt haben wir selbst und bitten um entsprechende Benotung im Nachgang.

Name: Justin Beard / Mark Hansen
Alter: 38 / 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Director bei Interact English
Schuhgröße: 44 / privat
Lieblingswort: Croatia und Bed / Shenanigans
Kontakt: justin@interactenglish.de / mark@interactenglish.de

Warst du ein guter Schüler?
Justin: Nein, aber ich erinnere mich daran ein sehr effektiver Unruhestifter gewesen zu sein.
Mark: Ich war ein sehr guter Schüler. Besonders, wenn es darum ging die Lehrer abzulenken.

Beschreibe deinen Job in drei Worten:
Justin: Kinder – Kunst – Krise
Mark: Excel, powerpoint, word

Erinnerst du dich an deine erste Deutsch-Stunde?
Justin: Ja, das war 2005 der A1 Kurs an der VHS Kreuzberg in meiner ersten Woche in Berlin. Ein amerikanischer Freund erklärte mir, wie die Geschlechterformen im Deutschen funktionieren: „“Things that go inside of other things are ‚Der‘, things that other things can go inside of are ‚Die‘ and those you’re not sure of are ‚Das‘.“ Ich habe dieses Wissen natürlich mit der gesamten Klasse geteilt. (Für ein besseres Verständnis, bitte die Antwort auf die erste Frage erneut lesen.)
Mark: My first appointment in the Ausländerbehörde was my first trial by fire German lesson. Sie sagten so etwas wie „Gehen sie zu Raum B32!“ Ich dachte: „Super, zwei Ziffern und ein Buchstabe, was kann da schon schief gehen?“ Nachdem ich meinen Termin verpasst hatte, stellte ich fest, dass ich nicht an meinen Deutschkenntnissen gescheitert war, sondern an dem kafkaesquen Albtraum Namens Ausländerbehörde Keplerstraße.

Was hast du zuletzt falsch verstanden?
Justin: Excel Tabellen. Ihre Befehle, ihre Daten, ihre gesamte Daseinsberechtigung.
Mark: Ziegen

Das unsinnigste deutsche Wort aller Zeiten?
Justin: „Warzenhof“ – ohne Frage das schlimmste und komischste deutsche Wort. Wie kann eine Sprache nur etwas so sinnliches und entzückendes wie eine „areola“ als „Warzenhof“ bezeichnen?
Mark: Schmetterling – passt eher zu einer nordischen Death Metal-Band.

Was würdest du mit einem geschenkten freien Tag anfangen?
Justin: Ich würde an meiner Masterarbeit arbeiten, die sich mit den Vorteilen von performativer Pädagogik in Fremdsprachenbildung auseinandersetzt. Ah, was für ein Luxus.
Mark: Durchschlafen.

Worauf bist du wirklich stolz, möchtest damit aber nicht prahlen?
Justin: Die, die mich kennen, würden wahrscheinlich sagen, dass es nichts gibt, womit ich nicht prahle. Ich bin ausgebildeter Schauspieler, also ist Bestärkung von Außen Teil meiner Persönlichkeit. Aber ich bin wirklich stolz auf die Arbeit, die Mark und ich zusammen im Bildungsbereich leisten. Wir haben aus unserer kleinen Idee eine nationale Bildungseinrichtung gemacht und tausende Kinder und Lehrer mithilfe der Kunst ausgebildet.
Mark: Definitiv die Arbeit, die ich mache. Ich liebe es den Kids dabei zuzusehen, wie sie auf die Bühne gehen und Risiken eingehen. Es hat verdammt lang gedauert, aber ich bin inzwischen wirklich gut darin, ihnen diese Räume zu schaffen.

Du stehst mit Angela Merkel im Fahrstuhl, worüber sprecht ihr?
Justin: Angi und ich reden beim Abendessen, nicht in Fahrstühlen. Aber wenn wir es doch tun, geht es um die schlechte Finanzierung von Bildungseinrichtungen und darüber, dass wir bessere Schulgebäude für unsere Kinder brauchen.
Mark: Ich würde sie fragen, was sie wirklich und ehrlich von Donald Trump hält und sie würde mich vermutlich fragen, wie ich es geschafft habe, in den Reichstag zu kommen.

Was schätzt du an (d)einem Partner besonders?
Justin: Loyalität. Der Inner Circle bekommt dieses Angebot: Ruft mich jederzeit in jeder Situation an und ich bin da. Das umgekehrt auch für mich selbst zu haben, gibt mir sehr viel Sicherheit und ein Gefühl von Familie, auch wenn ich so weit von meiner eigenen entfernt wohne.
Mark: Ihre Fähigkeit einen Film auszusuchen und dann einzuschlafen, während ich ihn zu Ende schaue.

Neben wem würdest du gern in einem Langstreckenflug sitzen?
Justin: Bertrand Russel. Ich würde ihn gern die westliche Geschichte der Philosophie vorlesen lassen, weil ich selbst über Pythagoras noch nicht hinweg bin. Wusstet ihr, dass Pythagoras ein Sektenführer war, der Regeln für alles hatte? Zum Beispiel, dass es dir nicht erlaubt ist, dein Essen wieder aufzuheben, wenn es dir einmal heruntergfallen ist? Crazy-town.
Mark: No-one, I need that free seat!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Justin: Aktuell bin ich sehr vertieft in meinen Vakuumgarer. Aber alles was ich bisher damit gemacht habe, war ein Disaster. Also würdet ihr stattdessen doppelt gekochte, im Ofen geröstete Kartoffeln mit Rosmarin und ein Steak bekommen.
Mark: Ich bin ein großartiger Koch, da fallen mir unzählige Gerichte ein. Besonders gern koche ich deutsche Gerichte.

Und für ein Date, das du beeindrucken willst?
Justin: Ich tausche die Kartoffeln mit einer Artischoke aus und dazu eine gute Flasche Crianza.
Mark: Hering in Aspik

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Justin: Ich würde eine Welt erschaffen, in der Debattieren über gute Ideen den gleichen Stellenwert wie Sport hat. Klare Regeln, ein Start und ein Ziel, anständiger Umgang, ein Schiedsrichter, der die Fakten checkt und einen eindeutigen Gewinner und Verlierer benennt.
Mark: Ich würde jedem Menschen einen Freiflug gewähren, egal wohin.

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Justin: Ich habe einen zweieinhalb Jahre alten Sohn. Er ist das süßeste, herzerwärmendste, liebevollste Wesen. Wenn ich ihm beim Schlafen zuschaue, werde ich regelmäßig von inniger Liebe überwältigt. Oder auch ihn ins Bett zu bringen… er weckt wirklich alle Emotionen in mir.
Mark: Germany losing to South Korea. (Das übersetzen wir nicht, so. Anm. d. Red.)

Was sollte niemand von dir wissen?
Justin: Dass ich manchmal Marks Socken zur Arbeit trage und ihm nichts davon erzähle. Fühlt sich gut an.
Mark: Marco O’solo ist mein 80’s Kaoroke Alterego, der dafür bekannt ist, Berlins Nachtleben in hautengen, weißen Tennisshorts und einem antiken Holzschläger aufzumischen. Warnung: Ich kann keine Haftung übernehmen, solltet ihr ihn je unter einer Discokugel antreffen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Justin: Warum ist deine Bildungseinrichtung „InterACT English“ das Beste, was der Bildung seit John Dewey passiert ist!?
Mark: Vielleicht woher ich komme?… Neuseeland übrigens. (Yo! Anm. d. Red.)

Das letzte Wort:
Justin: Konzentriere dich auf die Qualität, der Rest kommt von allein.
Mark: Wenn ihr genauso neurotisch seid, wie ich, dann gibt es keine letzten Worte.Things just trail off into a series of mumbles…

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. September 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Mit Recht

Gute Filme unterhalten. Manchmal werfen sie auch Fragen auf. Oder beantworten welche. Manchmal haben sie gar das Zeug gesellschaftliche Debatten anzustoßen, Meinungen zu bilden oder zu bewegen. Vom 20. bis zum 26. September feiert das Human Rights Film Festival in Berlin Premiere. Unter der Schirmherrschaft des chinesischen Künstlers Ai Weiwei thematisiert die Kinowoche menschenrechtliche, politische und humanitäre Problemfelder. Neben dem Schwerpunktthema Flucht und Migration sind dies unter anderem die Folgen des Klimawandels und die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern sowie Faktoren, die weltweit und immer wieder aufs Neue für Hunger und Armut sorgen. Mit dem Festival will die humanitäre und entwicklungspolitische Organisation ‚Aktion gegen den Hunger‘ eine neue Plattform etablieren, um Menschenrechte und menschliche Schicksale stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken: „Filme berühren uns mehr als jedes andere Medium. Als Zuschauerinnen und Zuschauer begeben wir uns auf eine Reise und werden Teil der Geschichte. Dokumentarfilm ist das Medium, um über Krisen zu sprechen, sie emotional nachvollziehbar zu machen und anschließend politisch aktiv zu werden“, so Jan Sebastian Friedrich-Rust, Executive Director bei Aktion gegen den Hunger. Insgesamt zeigt die Kinowoche über 20 verschiedene Filme in rund 40 Vorführungen im Babylon Mitte, Sputnik Kino und Hackesche Höfe Kino.
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Human Rights Film Festival | 20.09.-26.09.18 | Babylon / Sputnik Kino / Hackesche Höfe Kino | Website: www.humanrightsfilmfestivalberlin.de| Programm | Tickets ab 6,50 €

Kreuzberg mit Shishi

Jut, jute israelische Küche ist in Berlin schön länger keine Seltenheit mehr. Ehrlich gesagt können wir uns gar nicht mehr so richtig daran erinnern, wie wir zu irgendwelchen Zeiten mal ohne Shakshuka, Hummus oder Masabaha ausgekommen sind. Eine der, für nicht wenige DIE beste Anlaufstelle für eben Aufgezähltes ist seit 2016 das Yafo in der Gormannstraße in Mitte. Die großartige Shani Ahiel, die wir übrigens bei unserem letzten Golden Dinner an der Tafel begrüßen durften (wird Zeit, dass wir uns endlich mit einem Rückbesuch revanchieren!), schuf mit dem Yafo nicht nur einen kleinen mediterranen Food-Tempel, sondern vor allem eine sehr hippe, sehr entspannte Anlaufstelle für die Mitte-Community. Vor kurzem nun eröffnete Shani in der Kreuzberger Ritterstraße Laden Nummer zwei. Die große, sehr schicke und irgendwie sehr erwachsene Yafo-Schwester wurde auf den Namen Shishi getauft. Das klingt nach viel Gedöns, leitet sich aber eigentlich nur vom hebräischen Wort für Freitag ab. Denn so stilvoll bis gemütlich das Hofambiente und der schöne Laden, so eindrucksvoll einfach sind die Gerichte. Ein jedes besteht aus nur drei sehr ausgwählten und fein komponierten Zutaten. Kostprobe gefällig? Gern: Wir wäre es beispielsweise mit einem Rote-Bete- und Pfirsich-Carpaccio mit Haselnuss-Vinaigrette und Frischkäse oder mit Rohmilch-Malabi, einem israelischen Milchpudding mit hausgemachtem Rosenwasser und iranischen Pistazien? Mittags gibt es Sandwiches und Co. Dazu gesellt sich eine Auswahl an Naturweinen aus Italien und Frankreich. Die verwendeten Rohstoffe und Lebensmittel stammen alle von ausgewählten Lieferanten. Gemüse, Fleisch und Milchprodukte kommen von Erzeugern aus Brandenburg, die biologisch und nachhaltig anbauen, der Fisch stammt aus den Niederlanden, das Öl aus Griechenland. Wenn es bei einem der Stamm-Lieferanten mal einen Engpass gibt, dann werden die Zutaten in dieser Zeit eben einfach nicht in der Shishi-Küche verwendet. Ach ja, feiern kann man im Shishi auch. Zu den 45 Sitzplätzen im Inneren gesellen sich noch rund 60 Plätze im höfischen Außenbereich. #spritz
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Shishi | Ritterstraße 12-14, 10969 Berlin | www.shishiberlin.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

knok knok, who’s there?

Gefühlt befindet man sich im neuen KNOK STORE mit Seouls Hochhäusern an den Wänden, bunten Titanium-Sonnenbrillen auf Neon-Displayflächen und kosmetischen Gesichtsmasken nach Gangnam-Art mitten in der südkoreanischen Metropole. Doch eigentlich sind wir Kreuzberg. Genauer gesagt im Südsternkiez unmittelbar an der Hasenheide. Dort hat nämlich am 28. Juni der erste Concept Store für zeitgenössische koreanische Produktkultur außerhalb Europas eröffnet. Die beiden Gründer Haelan Kim und Inti Castelazzi möchten mit ihrem neuen Laden jungen koreanischen Designern und Marken eine Plattform geben, um ihre Produkte auf dem europäischen Markt zu präsentieren. Seit 2016 gibt es bereits eine Online-Variante des Stores. Der Offline-Laden war quasi nur noch eine Frage der Zeit. Mit regelmäßigen Ausstellungen von koreanischen Nachwuchskünstlern, einer Café-Ecke und wechselnden Events wie etwa Produktlaunches ist ein regelrechter Austauschort für Kreative entstanden. Im lichtdurchfluteten vorderen Bereich der insgesamt 100 Quadratmeter großen Altbau-Räumlichkeiten werden auf maßgeschneiderten Polycarbonat Kuben mit eingebauten Holzstäben und futuristischen LED Lichtern die Produkte präsentiert. Sie verkörpern die Schnelligkeit, den Wandel und den sich ständig weiterentwickelnden Fortschritt ebenso sehr wie die traditionsreiche Kultur und die Naturverbundenheit der Menschen in Südkorea. Von ausgewählten Modemarken und Designobjekten bis hin zu Wohnaccessoires und Kosmetik bietet der KNOK STORE alles, was das zeitgenössische koreanische Design aktuell zu bieten hat.
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KNOK STORE | Hasenheide 54, 10967 Berlin | www.knokstore.com

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Laura Eckrodt

Das 2 Minuten-Interview

Laura Eckrodt ist quasi der Inbegriff einer Kosmopolitin Slash Weltbürgerin. Sie wuchs als Tochter einer finnischen Mutter und eines deutschen Vaters in Sao Paulo, Berlin und Tokio auf, studierte in London, bevor sie sechs Jahre für Axel Springer in Berlin arbeitete und später nach Dubai zog, um in eine Führungsposition im Digitalen Marketing bei Emirates zu wechseln. Uff, kurz durchatmen und geographisch sacken lassen. In Dubai lernte sie ihre große Liebe Asif Oomer aus Indien kennen. Nach Hochzeit und Geburt ihres Sohnes zogen die zweieinhalb nach Berlin, um hier ihren Traum vom eigenen Restaurantkonzept zu verwirklichen. Et voilá, L.A. Poké serviert seit kurzem leckerste hawaiianische Poke-Bowls, flavoured in California, made in Berlin. Soviel zum Thema kosmopolitisch und weite Welt und so. Wir haben Laura nach ihren zwei Full Time-Jobs ‚Gründerin‘ und ‚Mutter‘ befragt und nebenbei selbstverständlich noch ein paar gute Tips und schlaue Ratschläge abgestaubt.

Name: Laura Eckrodt
Wohnort: Berlin
Beruf: Food Entrepreneur
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszutat: Yuzu Kosho (Äh was? Anm. d. Red.)
Kontakt: www.lapokebowls.com

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Also ich weiß nicht, ob sie in jeden Kühlschrank gehören, aber bei mir sind es: eine gute Flasche Weißwein, Chilli und Butter.

Welche Aufgaben magst du besonders in deinem Job? Die Nähe zu den Kunden – ich probiere gerne neue Rezepte aus und freue mich, wenn man direkt Feedback bekommt.

Warum Berlin? Berlin ist authentisch. Ich bin vor 18 Jahren das erste Mal nach Berlin gezogen und seitdem habe ich immer wieder hier gelebt. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie und es ist spannend zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahre gewandelt hat.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? „Schlaf eine Nacht drüber.“ ;)

Wo fühlst du dich zu Hause? Bei meinem Mann und meinem Kind. Egal, wo wir uns gerade befinden.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Die Antwort auf die Frage ist „nichts“. Ich würde nichst tun, weil sich nichts lohnen würde. Versagen ist Teil des Lebens, denn wir lernen daraus und entwickeln uns weiter. Um unser ganzes Potenzial auszuschöpfen, müssen wir uns der Angst vor dem Scheitern stellen. Es ist besser zu scheitern als es nie versucht zu haben.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Kommt drauf an. Manchmal bin ich Mutter, Ehefrau, Geschäftsfrau oder Tochter. Wir haben alle verschiedene Gesichter und das ist ok.

Was hast du gestern gelernt? Sich auf heute zu konzentrieren.

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Der Heiratsantrag meines Mannes. Er hatte mir ein sehr persönliches Gedicht geschrieben.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest? Wie alt man sich fühlt kommt auf den Tag an. Jedes Alter ist besonders, aber ich bin gerne so alt wie ich jetzt bin ich.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mein Mann ist Inder, daher ein gutes Curry – das wärmt das Herz.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Es Müttern einfacher machen zu gründen oder ihrer Arbeit nachzugehen. Es sollte nicht heißen „Kind oder Karriere“ sondern „Kind und Karriere“. Es fängt damit an, dass man vom Staat die richtige Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommt. Die Kita-Krise macht es den Frauen schwer den Spagat zwischen beiden Bereichen zu schaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Lakritz liebe und eigentlich immer dabei habe. Ich habe momentan mehr als 20 Sorten von salzig bis süß bei mir zuhause.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welche Sprache würdest du gerne fließend sprechen können?

Das letzte Wort: If you think you can, you can. And if you think you can’t, you’re right.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Mehr Raum für Kunst

Das Berliner Umland lockt nicht nur mit jeder Menge Seen und Wäldern, sondern seit dem 19. August auch mit einer Ausstellung, die sich malerisch in das Gelände der ehemaligen Wehrmühle in Biesenthal einfügt. Auf der ART Biesenthal lassen sich noch bis zum 29. September die Werke von vielen verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern wie Andrej Golder, Birte Bosse, Gregor Hildebrandt, Jonas Burgert, Nan Goldin und Sarah Illenberger bestaunen. Dabei wird das gesamte weitläufige Gelände als Ausstellungsfläche genutzt. Und dieses Gelände ist atemberaubend! Die einst mittelalterliche Wehrmühle diente zu Zeiten der Burgherren als Schutzschild der nahegelegenen Burg. Die Burg ist längst Geschichte und die Mühle brannte 2002 komplett ab. Lediglich die historistische Stuckfassade von der Villa, die direkt hinter die Mühle angebaut wurde, ist erhalten geblieben. Der neue Besitzer und Gründer des Berliner E-Bike-Unternehmens ‚Grace‘ Michael Hecken wagte den Neuaufbau und ließ einen modernen Neubau errichten, der bereits mehrfach als Kulisse für Filme, Werbefotos und Musikvideos genutzt wurde. Allein das Gebäude in seiner irritierend großartigen Kombination aus Geschichte und Moderne ist den Besuch in Biesenthal wert. Nach der Fertigstellung im März 2006 fand in der ehemaligen Wehrmühle alljährlich bis 2010 die Kunstausstellung ART Biesenthal statt. Nun ist die Location erneut Schauplatz dieses ganz besonderen Kunsterlebnisses vor den Toren Berlins. Kunst+Natur+Architektur = Leute, fahrt da hin!
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Art Biesenthal | 19.08.-29.09.18 | Wehrmühlenweg 8, 16359 Biesenthal | www.biesenthal.org

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. September 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Corinna Siepenkort

Das 2 Minuten-Interview

Corinna Siepenkort ist 31 Jahre jung und Chefredakteurin der Blonde. Das ist irgendwie komisch, denn anfangs sah es so gar nicht danach aus, dass es sie einmal in die Welt des Mode-Journalismus verschlagen würde. Sie absolvierte nämlich erst einmal ein Bachelorstudium in Soziologie und auch in Spanisch und danach einen Master in Internationaler Kriminologie. Hä!?? Erst danach landetet sie auf der Journalistenschule und kam über People-Magazine (InTouch und Life&Style) und Frauen-Magazine (Maxi und Myway) schließlich zur Blonde. Wir haben sie mitten im Jetsetleben zwischen Käsebroten und Bastelkiste für ein Interview abgepasst. Gott sei Dank, möchte man sagen. Wahrscheinlich hätten wir sonst nie erfahren, welchen Film wir auf dem nächsten Langstreckenflug schauen müssen, was nächstes Jahr so modisch Muss wird und dass sie genau heute Geburtstag hat. Oder war es gestern? Oder morgen? Oder am Ende gar beides? In diesem Sinne, vielen Dank und happy Birthday, liebe Corinna! Die nächste Schorle geht auf uns. ; )

Name: Corinna Siepenkort
Alter: 31
Wohnort: Hamburg, Sternschanze
Beruf: Chefredakteurin BLONDE
Schuhgröße: 36
Lieblingsreiseziel: Island. Und wenn ich sogar drei nennen darf: Island, Kanada, Kolumbien
Kontakt: corinna.siepenkort@blonde.de

Was ist guter Stil? Guter Stil ist, wenn man sich so gut kennt, dass man weiß, was einem steht und worin man sich wohlfühlt.

Was wird in 2019 Trend? Bodenlange Mäntel.

Wer sollte unbedingt mal auf dem Cover der Blonde erscheinen? Beyoncé natürlich. (Natürlich! Anm. d. Red.)

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten? Genau jetzt, wo alles möglich ist. Jedem Trend folgt immer schneller ein nächster, was beweist, wie vielfältig wir heute sein dürfen und sollen. Ich sehe ständig so viele coole, lässige Frauen, die durch und durch schön sind – nicht nur weil sie ein tolles Kleid tragen.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben? Ich mag es, wenn mein Outfit nur aus zwei oder drei Farben besteht und setze auf gute, ungewöhnliche Schnitte, besonders bei Hosen. Ich trage gerne Oversize-Kleider und ja, auch wenn schon oft gehört, Jeans und ein weißes Boyfriend-Shirt.

Wofür hast du kein Talent? Basteln. Auch wenn ich eine Kiste mit alten Papierschnipseln hüte und mir jedes Jahr vornehme daraus Weihnachtskarten zu basteln – selbst wenn sie dann miserabel aussehen werden.

Hamburg ist.. nach 12 Jahren so etwas wie meine Heimat. Und eine echte Klette. Ich wollte schon so oft wegziehen, einfach um mal woanders zu leben, aber Hamburg hat mich nie gehen lassen.

Räubertochter oder Prinzessin? Ein Pinguin.

Was fasziniert dich? Das Weltall. Ist doch irre, oder?

Wen bewunderst du und warum? Meine große Schwester, weil sie meine große Schwester ist.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich koche nicht, ich belege Käsebrote. (Natürlich! Anm. d. Red.)

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Jesus. Wenn es ihn gab, hat er eine Menge zu erzählen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde den Klimawandel aufhalten, einer muss es ja tun.

Was hat dich zuletzt emotional bewegt? Der Coming-of-Age-Film „Love, Simon“, was vor allem daran lag, dass ich im Flugzeug saß und ich im Flieger immer weinen muss (aber der Film war auch gut).

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? In jeder Bar, in der ich bin, behaupten, dass ich Geburtstag habe und mich feiern lassen. Aber leider glaube ich an schlechtes Karma.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich liebe Königshäuser und gucke mir jede Hochzeit im Livestream an.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was wünschst du dir zum Geburtstag?

Das letzte Wort: Tschüss, tschüss.

Foto: Marlen Stahlhuth

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. September 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Anahita Sadighi

Anahita Sadighi ist die jüngste Galeristin Berlins. Ihr Leben ist eines der Gegensätze. Vor allem der zwischen Ost und West. Geboren wurde Anahita nämlich in Tehran, aufgewachsen ist sie in Berlin. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Viadrina-Europa-Universität in Frankfurt Oder, sowie Islamische Kunst und Architektur an der School of Oriental and African Studies in London. Über ihren Vater, einen Antiquitätenhändler, lernt Anahita Altes und Schönes kennen und lieben. Im Juni 2015 gründet sie ihre Galerie

feiert den interkulturelle Dialog sowie eine neue und frische Perspektive auf den Nahen Osten.

Vor zwei Jahren gründete sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin das Kulturformat Poetry Nights für klassische persische und arabische Literatur.

Name: Anahita Sadighi
Alter: 29
Wohnort: Berlin
Beruf: Galeristin
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszeit: Abendsonne/Sonnenuntergang
Kontakt: as@anahita-arts-of-asia.com

Warum können nur Frauen die Welt retten? Sehr gut, haha. Wenn sich Frauen mehr auf ihre magischen und bestimmenden Fähigkeiten besinnen, daraus Kraft schöpfen und einen Zusammenhalt entwickeln würden, dann würden daraus neue Dynamiken entstehen, die wir heute in einer einseitig rationalen und zugleich absolut widersprüchlichen Welt dringend benötigen. Denn nur Frauen besitzen so viel Stärke und Lebensklugheit, die Welt nach den gescheiterten Versuchen des vermeintlich stärkeren Geschlechts zu retten. Wir könnten die Welt aber auch gerne gemeinsam mit den Männern retten, das würde mir sogar viel besser gefallen und mehr Spaß machen!

Was ist gute Kunst? Gute Kunst bedarf keiner Kontextualisierung und kunsthistorischen bzw. gesellschaftspolitischen Erklärung, sie kommt ohne Provokation aus und zeigt eine höchst individuelle und ehrliche Perspektive auf die Welt. Sie darf nicht im Dienst einer Ideologie sein und instrumentalisiert werden. Gute Kunst muss frei sein. Man erkennt sie mit den Augen, ihr Wert bemisst sich nicht nach aktuellen Preisen, der zeitgenössische Kunstmarkt ist ein Beweis dafür. Viele der heute lebenden Künstler, die auf dem Markt hohe Preise erzielen, werden in 50 Jahren von keiner Bedeutung mehr sein.

Welches Wort sagst du zu häufig? ‚liebe‘, ‚busy‘, ‚yay‘ und ‚lol‘.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Das ‚Primavera’ von Botticelli und das ‚Mural on Indian Red Ground‘ by Jackson Pollock.

Wie würde der Titel deiner Autobiographie lauten? Ich bin zwar noch zu jung, um an eine Autobiographie zu denken, aber vielleicht: „Ohne Kunst wäre das Leben ein Irrtum.“

Der wichtigste Ratschlag, den du je bekommen hast? Im Leben – ob beruflich oder privat – eine gesunde und ausgeglichene Beziehung zwischen Herz und Kopf anzustreben und daraus Kraft zu schöpfen. Die Aphorismensammlung von Gracian – das Handorakel der Lebensklugheit – immer bei sich zu haben.

Wo siehst du besser aus: Im Spiegel oder auf Fotos? Kommt auf den Spiegel und den Fotografen an. Ich tendiere jedoch zum Spiegel.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Zu Musik aus den 60/70s, old-school Hip Hop und zeitgenössischer elektronischer Musik.

Was ist deine größte, unbegründete Angst? Meine Energie und Tatkraft beim Älterwerden zu verlieren.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Wahrscheinlich beide sehr unterschiedlich, haha. Meine Mutter würde mich als eine lebensfrohe und starke Persönlichkeit beschreiben, als eine willensstarke und selbstbewusste Powerfrau mit großem Herz, sensibel, emotional, romantisch und in Karriere und menschlichen Beziehungen gleichermaßen gebend und großzügig.Mein Vater betrachtet mich als seine ehrgeizige, erfolgsorientierte und clevere Tochter, auf die er stolz ist, die jedoch noch viel zu lernen hat (am besten von ihm). Ich sei ein Glückskind, vom Schicksal gesegnet, vielseitig interessiert, humorvoll, das mit diplomatischem Geschick hervorragend mit anderen Menschen umgehen könne, eine Schwäche für Süßigkeiten besitze, zugleich selbstverliebt und eitel sei und gerne im Mittelpunkt stehe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Das kommt auf die Tageszeit an. Morgens ein Omlett mit Tomaten, Chili und frischen Kräutern. Abends mein persisches Lieblingsgericht: Fesenjan – Huhn in Granatapfel-Walnuss Sauce mit Safranreis.

Mit wem würdest gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Mit Monica Bellucci.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich wünschte, dass die Vorurteile gegenüber dem Islam und den Muslimen/innen weltweit zurück gehen, ein fruchtbarer und friedlicher Dialog der Kulturen eingeleitet wird und die geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Errungenschaften islamischer Gelehrter für ihre welthistorische Bedeutung vom Westen endlich mehr anerkannt werden. Zugleich erhoffe ich mir, dass sich der Islam durch ein modernes Verständnis praktizierender Gläubige, geistlicher Autoritäten und muslimischer Intellektuelle schöpferisch weiterentwickeln und von innen reformieren wird.

Was hat dich zuletzt emotional berührt? Meine Freundin nach längerer Zeit wieder in den Arm zu nehmen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich gelegentlich auch Frauen sehr anziehend finde!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Bist du eher zu Hause im Geräusch oder in der Stille?

Das letzte Wort: Habe ich ganz gerne. Es macht mich glücklich, meine Ideen und Vorstellungen zu verwirklichen und andere mitzureißen.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 28. August 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Hör ma!

Okay, folgende Idee: Du machst Radio, aber ohne Musik. Also nur die Talks. Und dann noch zu jeweils einem Thema. Oder besser noch, du lädst dir einfach pfiffige, spannende Leute ein, denen du deine Fragen in Bezug auf womit auch immer die sich auskennen stellst und lässt die Antworten hörbar zu Protokoll geben. Natürlich kann man dein „Radio“ hören, wann immer man will. Also on demand, schließlich haben wir das Jahr 2018. Klingt schräg? Klingt schlau und verdammt großartig. Matze und Co. von Mit Vergnügen bewiesen schon vor ein paar Jahren genau den richtigen Riecher und avancierten seither zu einer der Vorreiter und Pulsgeber des Podcast-Booms. Im Hotel Matze trifft eben jener eben jene eingangs beschriebenen pfiffigen Menschen, um eben jene Fragen zu stellen und beantworten zu lassen. In Klatsch & Tratsch trifft die international gefürchtete Society- und Celebrity-Expertin Elena Gruschka auf illustre Protagonisten der Popkultur, um mit ihnen über die wirklich wichtigen Themen unserer Zeit zu sprechen: Die Kardashians! Das Dschungelcamp! Und immer wieder Boris Becker! Im Talk-O-Mat geht es „durch den Cast mit“…und und und. So, und weil das mit dem Podcast so eine spannende und irgendwie süchtig machende Sache geworden ist, widmen unsere Freunde von Mit Vergnügen dem Medium endlich auch ein eigenes Fest. Am 1. September steigt im Funkhaus Berlin (na klar, wo sonst?) das erste große Mit Vergnügen Podcast Fest. Dabei gibt es alles was gerade heiß und fettig ist in Sachen Podcast-Elite, live und in echt auf der Bühne zu erleben. Gästeliste Geisterbahn​ ist genauso dabei wie Im Namen der Hose, ​Toyah aber billig, ​Curse​ und die eingangs lobpreisten Klatsch & Tratsch​, ​Hotel Matze (mit Gast Lars Eidinger!)​ und der ​Talk-O-Mat​. Christoph Amend​, Chefredakteur des ZEITmagazins und Podcast-Liebhaber, führt durchs Programm. Außerdem erklären erfolgreiche Podcast-Produzenten in „Wahrheit oder Pfeffi“, wie das mit dem Podcasten funktioniert, Mogli und weitere Acts sorgen mit Akustik-Sets für musikalische Unterhaltung und am Ende des Tages machen ​Lars Eidinger​ und ​Lockereasy​ Musik. Wir verlosen 1×2 Tickets für das Fest in Wort und ausnahmsweise Bild. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ZUHÖREN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Mit Vergnügen Podcast Fest | Sa, 01.09.18 | Funkhaus Berlin, Nalepastraße 18, 12459 Berlin | Facebook | www.mitvergnuegen.com | Tickets ab 27,40 €

Lovers By The Water

Es gibt so Orte, die entdeckt man irgendwann und die behält man im Herzen, ganz egal was Zeit und Fortschritt mit ihnen vorhaben. Als wir vor etwa fünf Jahren eine Location in Wassernähe für unser MMW Sommerfest suchten, fanden wir die „Spreestudios“ an der Rummelsburger Bucht. Eine Wiese, eine alte Lagerhalle, eine improvisierte Bar, eine Tanzfläche und ein Sonnensegel gab es dort, mehr brauchte es nicht zum totalen Glück. Inzwischen ist dort ein fantastischer Atelier/Office/Kreativ-Ort entstanden, in den wir liebend gern auch mit eingezogen wären. Es kam anders und doch denken wir noch immer gern an diesen schönen Platz und lassen die Erinnerungen vorbeiziehen. Besondere Gelegenheit dazu gibt es morgen, sowie am Freitag und am Sonntag. Die Crew vom Crackers rund um Küchenchef Daniel Lengsfeld veranstaltet unter dem Namen LOVERS BY THE WATER gleich an drei Spätsommerabenden ein Pop-up Dinner in der wunderschönen Location des Studio C. Daniel und der Londoner Sternekoch Nurdin Topham servieren ein 4-Gänge-Menü, das die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde auf die Teller der Gäste bringt. In unmittelbarer Nähe zum Wasser und umgeben von der urwüchsigen Landschaft der Rummelsburger Bucht werden die Gerichte an einer offenen Feuerstelle, einem japanischen Grill und in der Outdoor-Küche zubereitet. Gekocht wird ausschließlich mit regionalen Zutaten und heimischen Fisch- und Fleischprodukten aus artgerechter Haltung. Unter freiem Himmel könnt ihr einen unvergesslichen Abend verbringen, der je nach aktueller Ernte noch so manche Überraschung verspricht. Eine ausgewählte Wein- und Getränkebegleitung rundet das Menü ab. Der Preis inklusive der Getränke beträgt faire 99 Euro. Wir verlosen 1×2 Plätze am Tisch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WASSERLIEBE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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LOVERS BY THE WATER | 30.08.18, 31.08.18, 02.09.18, jeweils 19 Uhr | STUDIO C, Rummelsburger Bucht, Köpenicker Chaussee 3, 10317 Berlin | crackersberlin.com | Tickets 99 €

Zukunft? Kann losgehen.

Als Susann und Nora im Februar 2014 mit EDITION F ein digitales Zuhause für Frauen schaffen wollten, legten sie damit den Grundstein für eine der wichtigsten modernen Gesellschaftsplattformen unserer Tage. EDITION F ist inzwischen weit mehr als nur ein Online-Medium, es ist Sprachrohr, Pulsgeber, Inspirationsquelle, Gegengewicht, Mutmacher, Antreiber und Perspektiveröffner eines neuen weiblichen Selbstverständnisses. Spätestens seit Gründung der FEMALE FUTURE FORCE werden weibliche Perspektiven nicht mehr nur kommentiert und diskutiert, sondern aktiv gestaltet und eröffnet. Für 129 Euro Jahresbeitrag erhalten Member ein digitales Coaching mit zwölf Themenschwerpunkten und 52 Einzelthemen von Experten wie Ex-ProSiebenSat1 HR-Vorständin Heidi Stopper, Rapper und Coach Michael Kurth aka Curse oder Achtsamkeitsexpertin Laura Malina Seiler. Das Coaching erfolgt dabei hauptsächlich – na klar – digital in Form von Videos, Podcasts und Links. Am kommenden Samstag kommt die Community in gewaltiger Zahl im Funkhaus in der Nalepastraße ganz persönlich und in echt zusammen, um gemeinsam mit über 100 inspirierenden Speakerinnen und Speakern einen Tag voller Inspiration und Gemeinsamkeit zu erleben. Beim FEMALE FUTURE FORCE DAY liefern starke Stimmen relevante Inhalte aus den Bereichen Impact & Personal Vision, Feminismus, Tech & Innovation, Karriere, Entrepreneurship und Familie. Natürlich sind auch einige der Coaches aus dem digitalen Coaching-Programm dabei und geben ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihre Tipps in Talks, Panels und Master Classes persönlich weiter. Außerdem dabei: Premium-Chefin Anita Tillmann, Journelles-Gründerin Jessica Weiß, WirtschaftsWoche-Herausgeberin Miriam Meckel, Justizministerin Katharina Barley, Autorin und Regisseurin Rose McGowan und und und. Ladies and Gentlemen, der FEMALE FUTURE FORCE DAY wird Ihr Leben verändern. Wäre also blöd, wenn ihr nicht dabei wäret. Mit dem Code ‚MMWFFF‘ erhaltet ihr das Ticket in eure Zukunft für 189 statt der regulären 300 Euro. Oder ihr gewinnt einfach mit ein bisschen Glück. Wir verlosen 3×2 Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚EINTAGEINS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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FEMALE FUTURE FORCE DAY | Sa, 25.08.18 | Funkhaus Berlin, Nalepastraße 18, 12459 Berlin | Facebook | www.femalefutureforceday.com | Tickets: mit Code „MMWFFF“ 189 € (regulär 300 €)