Elena und Max

Das 2 Minuten-Interview

Heute: eine Premiere. Elena und Max vom Podcast „Klatsch & Tratsch“ stellen sich mit eigenen Worten vor. Warum? Kann man besser nicht machen. Und was sollten wir da bitte noch hinzufügen? Außer vielleicht das mit Heidi Klum. Oder mit Menschen. Nun denn: Ich bin Elena „Dr.“ Gruschka und ich bin ein Teil des Podcast Duos „Klatsch&Tratsch – Niemand muss ein Promi sein“. Ich bin ausführende Produzentin der 3. Staffel Jerks und ich freue mich, wenn die Peeling Season anfängt und ich endlich wieder mein Gesicht lasern lassen kann. (Geht nur November bis März wenn wenig Sonne ist.) Ihr müsst unbedingt über mich erzählen, dass ich nur Vodka trinke wenn ich trinke. Und meine Mutter eines der ersten isländischen Top Models war. Und mein Vater Seemann. (Stimmt beides). Mein Name ist Max Richard Leßmann. Ich singe romantische Lieder und schreibe Gedichte. Zur Zeit arbeite ich an meinem zweiten Album und meinem ersten Roman. Aber nur, wenn gerade kein Love Island läuft. Oder Promidinner. Oder Dschungelcamp. Oder so.

Name: Elena Gruschka / Max Richard Leßmann
Alter: 36 / 26
Wohnort: Berlin / Berlin, Husum, Hamburg
Beruf: Internationale Celebritiy Expertin, Podcasterin und Produzentin / Sänger, Autor und Celebrity Experte
Schuhgröße: 38,5 / 44
Lieblingspromi: Puff Daddy / Boris Becker
Kontakt:@skinnybitchberlin / Just call me!

Verrate uns ein Geheimnis!
Elena: Ich bin eine unglaublich Schlampe, ordnungs-wise. Wenn ich in ein Zimmer komme ist es nach fünf Minuten verwüstet. Und in dem Zusammenhang habe ich innerhalb eines Jahres viermal mein Portomonnaie verloren und musste eine eidesstaatliche Versicherung abgeben, als ich Führerschein und Personalausweis neu beantragt habe, dass ich die nicht heimlich an Betrüger verkaufe.
Max: Ich habe das selbe Beauty Geheimnis wie Heidi Klum.

In welcher Reality TV Show wärst du genial?
Elena: Real Housewives of New York City.
Max: Alles mit Liebe. Oder mit Menschen.

Dein Podcast-Spezi ist krank. Wer soll einspringen?
Elena: Jasna Fritzi Bauer
Max: Bushido

Hat dich schonmal ein Promi auf etwas angesprochen, was ihr über ihn/sie gesagt habt?
Elena: Ja. Das passiert immer häufiger und ist manchmal peinlich. Weil ich ja auch viel lüge.
Max: Jogi Löw hat mich nach den Schlagzeilen um Anna Mühe angerufen und sich bei mir beschwert. Aber ich konnte nichts dafür, ich war gerade im Urlaub.

Wessen Poster hattest du an der Jugendzimmerwand?
Elena: Tupac
Max: Katie Price

Wie würden dich deine Eltern beschreiben?
Elena: Von mir hat sie das nicht.
Max: Ungefähr 180 cm groß, blaue Augen, keine Haare.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Elena: Schwierig, man will ja nicht nur eine Sache ändern. Aber ich würde vielleicht mit der Beschränkung von Privatvermögen auf max. 1 Milliarde anfangen.
Max: Das Dschungelcamp ginge ein Jahr. Und ich würde die Ludolfs wieder vereinen.

Welche Rolle übernimmst du in brenzlichen Situationen?
Elena: Immer die Ruhe bewahren, nicht ausrasten. Und dann ausrasten.
Max: Panik Präsident

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Elena: Als Kim und Kourtney Kardashian sich gestritten haben und Kourtney gesagt hat, Kim sei eine „mean person“. Und Kim gesagt hat, dass Kourtney die „least pleasant to look at“ ist. Ich mag nicht wenn die streiten.
Max: Die dritte Chance, die Tobi Natascha bei Love Island gegeben hat. I balled my eyes out.

Was ist auf dem letzten Foto, das du gemacht hast?
Elena: Eine klaffende Wunde an meiner Hacke, die daher stammt, dass ich jemanden mit einem Drop Kick ein Glas aus der Hand getreten habe. Das war ein Unfall, ich wollte eigentlich den Kopf treffen, der war aber zu weit oben.
Max: Wahrscheinlich erstmal Ich. Und ein anderes putziges Tier.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Elena: Spaghetti Vongole
Max: Shepardspie

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Elena: LSD nehmen.
Max: An jedem Reality Format der Welt teilnehmen und anschließend Kanzler werden.

Was sollte niemand von dir wissen?
Elena: Dass ich schonmal verheiratet war.
Max: Was mein Beautygeheimnis ist.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Elena: Bist du vorbestraft?
Max: Was ist dein Beautygeheimnis?

Das letzte Wort:
Elena: Wer A sagt muss auch den Rest des Alphabets aufsagen.
Max: Make Romantica great again!

Foto: Hella Wittenberg

Lisa und Marie

Das 2 Minuten-Interview

Lisa Trautmann und Marie Jaster haben vor gut einer Woche Beige gelauncht. Nein, natürlich nicht die Farbe, die gab’s schon und musste demnach auch nicht gelauncht werden. Wie soll das überhaupt gehen… Wir schweifen ab. Beige ist Deutschlands neues unisex Onlinemagazin, das mit Kultur-, Mode-, Lifestyle-, Nachhaltigkeits- und Beauty-Themen alle Bereiche des schönen Lebens abdeckt und für Männer, Frauen und alle dazwischen zum Erlebnis macht. Mariee hat dabei gefühlt irgendwie den besseren Deal gemacht, schließlich „muss“ sie jetzt nämlich für einen Monat auf Content-Reise durch Kalifornien, Nevada, Utah und Arizona, während Lisa eine ganze Menge Arbeit und jede Menge Termine zu bewältigen hat. Spaß beiseite, die beiden sind ein dynamisches Duo infernale der geflügelten Worte. Ihr 2 Minuten-Interview fühlt sich ein wenig an wie ein morgendlicher 5 Kilometer-Sprint mit Bestzeit. Nackt. Bei 10 Grad minus. Mit Konfetti im Haar. Und Dostojewksi Hörspiel auf den Kopfhörern. Und anschließendem Siegertee mit Angela Merkel auf der Couch. Oh, wir schweifen schon wieder ab… < 3

Name: Lisa Trautmann / Marie Jaster
Alter: 32 / 24
Wohnort: Berlin
Beruf: Gründerin und Chefredakteurin von Beige, freie Mode- & Lifestyle-Journalistin / Chefredakteurin und Mitbegründerin von Beige
Schuhgröße: 38 / 39
Lieblingsfarbe: Dunkelblau / Rot
Kontakt: @lieselberlin / @marie_jaster

Warum Beige?
Lisa: Weil Beige so sexy ist, wie die Windjacken der Generation 60+, so unterhaltsam wie die Spanx von Kim Kardashian und einfach das bessere Weiß. Beige ist vor allen Dingen aber nicht Pink oder Blau und sicherlich nicht Schwarz-Weiß. Bei uns ist Beige ab sofort bunt. So, wie unsere Gesellschaft es auch ist.
Marie: Weil mir ein digitales Zuhause gefehlt hat. Ein Ort, an dem ich nicht in eine Schublade gesteckt werde, mich nur für eine Facette des Lebens interessieren soll, sondern wo ich jeden Tag etwas Neues lerne, inspiriert werde und mich austauschen kann – unabhängig vom Geschlecht.

Was ist guter Stil?
Lisa: Tja, das ist die Frage, an der sich schon viele die Zähne ausgebissen haben. Guter Stil bedeutet für mich, dass man respektvoll miteinander umgeht und sich auf Augenhöhe begegnet und einander seine Individualität zugesteht. Wenn ich einer Person begegne, die so ist, ist mir reichlich egal, was sie trägt.
Marie: Guter Stil ist Selbstbewusstsein. Irgendwann kommt der Punkt im Leben, an dem einem egal ist, was andere über einen denken – zumindest kleidungstechnisch – und man sich voll ausleben kann. Das muss nicht jedermanns Geschmack sein, Hauptsache man selbst fühlt sich wohl!

Was ist dein absolutes Mode oder Beauty Must-Have?
Lisa: Eine perfekt sitzende Levi’s 501 und ich gehe niemals ohne Handcreme aus dem Haus.
Marie: Eine gut sitzende Vintage Jeans. Die bequem ist, in der man sich wohl fühlt, mit ihr alles erlebt und sie auch alles überlebt. Wenn man die gefunden hat, ist das Kleiderschrankproblem morgens auf einmal gelöst.

Mit wem möchtest du unbedingt mal ein Interview führen?
Lisa: Wenn ich einmal mit Thom Yorke sprechen könnte, wäre mein Leben ein noch besseres. Wie schafft es ein Mensch immer wieder derartige Schönheit zu erschaffen? Er weiß vielleicht die Antwort darauf.
Marie: Mit Angela Merkel. Und zwar nicht über Politik, sondern über ihr privates Leben. Wie sieht ihr Alltag aus, wie wohnt sie und über welche Witze lacht sie. Ich würde einfach gerne mal Zuhause mit ihr auf der Couch abhängen und dabei ein Gläschen Wein trinken.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?
Lisa: Meine Selbstständigkeit. Anfang 2017 löste sich die Agentur auf, in der ich gerade als PR Managerin arbeitete. Ich habe denn Entschluss gefasst, Gründungszuschuss beantragt und seitdem keinen Tag bereut.
Marie: Selbstständigkeit. Ja, viel Unsicherheit, noch mehr schlaflose Nächte und die Falten werden auch nicht gerade weniger. Aber das Gefühl, seinen Alltag ganz alleine gestalten zu können und das Ruder in der Hand zu halten, ist toll. Seine Termine so legen zu können, wie man möchte – und Verantwortungen für alle Entscheidungen zu tragen.

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten?
Lisa: Kann ich nicht beantworten. Sobald ich beginne mich damit zu beschäftigen, warum die Menschen dann und dann so und so ausgesehen haben, sehe ich die Schönheit auch da, wo ich sie vorher vielleicht nicht gesehen hätte. Jede Ästhetik macht zu ihrer Zeit Sinn und ist daher auch heute schön.
Marie: Schön? Puh. Es gibt ja keine Kamerabilder aus 99 Prozent der Epochen, also schwer zu sagen. Sie waren aber bestimmt am schönsten, als Photoshop, Facetune und Schönheitsoperationen noch nicht erfunden wurden.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben?
Lisa: Ich bin nie über die Selbstfindungsphase hinausgekommen.
Marie: Ein bisschen französisch, ein bisschen skandinavisch vielleicht. Und manchmal einfach nur basic. Kommt immer auf den Tag und vor allem auch die Jahreszeit an. Aber der Pariser Flair überwiegt hoffentlich.

In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?
Lisa: Ich sage meinem Freund immer, dass er bitte einen Teller nehmen soll.
Marie: Aufopferungsbereitschaft. Sie würde für ihre liebsten Menschen einfach alles tun und das würde ich auch. Kein Weg zu weit, keine Uhrzeit zu spät, ich bin immer für alle da.

Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?
Lisa: Auf Fotos, die ich von mir im Spiegel geschossen habe.
Marie: Spiegel. Im echten Leben sind die meisten Menschen schöner. Weil der Charakter dazu kommt.

Was machst du morgens als Erstes?
Lisa: Mir eine große Tasse Kaffee
Marie: Aufs Handy schauen. Schuldig!

In wiefern entsprichst du der Person, die du sein möchtest?
Lisa: Nicht mal ansatzweise. Ich wäre gerne geduldiger, großzügiger, mit noch weniger zufrieden, mutiger und konsequenter. Aber das ist OK, ich habe noch ein paar Jahre Zeit dorthin zu kommen.
Marie: Es wird immer mehr und mittlerweile bin ich eigentlich ziemlich zufrieden mit mir.

Kannst du gut Geschichten erzählen?
Lisa: Oh ja, mit Händen und Füßen!
Marie: Ja, würde ich nicht sonst im absolut falschen Beruf stecken?

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Lisa: Ich würde den Menschen ihr Verlangen nach Besitz nehmen. Das ist für mich die Wurzel allen Übels.
Marie: Weltfrieden. Okay, schon verstanden, wir sind nicht bei der Miss America Wahl. Trotzdem bleib ich aber bei der Antwort. Und ok, die blöde Kennzeichnungspflicht für Werbung würde ich auch endlich mal regulieren und wieder durchschaubar für die Follower machen.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen?
Lisa: Da ich nicht kochen kann, würde ich euch ganz fein zum Essen ausführen.
Marie: Ich hab schon soooo lange nicht mehr gekocht. Das fällt mir gerade auf – ich bin ein typisches Stullenkind. Hm. Ich vermute mal Pasta. Oder ihr kommt morgens, denn Pancakes und Bananenbrot sind meine Standardgerichte.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Lisa: Auswandern.
Marie: Beige gründen. Hab ich wohl keine Angst mehr, was?

Was sollte niemand von dir wissen?
Lisa: Dass ich auswandern will.
Marie: Ich bin körperlich echt ne Oma. Jeden Tag hab‘ ich ein neues Wehwechen. Und ich dachte es geht erst ab 25 Berg ab…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Lisa: Was mich zum Lachen bringt.
Marie: Wo ich das gerade beantworte? Am Flughafen in Manchester. Bei saulauter Musik im Pret-A-Manger. Mit einem hustenden und schnaubenden Mann neben mir. Es ist also ein Wunder, dass ich jetzt alle Fragen beantwortet habe. So, ich muss los, der Flug geht.

Das letzte Wort:
Lisa: Nachtisch zählt nicht als Mahlzeit.
Marie: Beige. Lesen. Jetzt. (Na gut, das waren drei!)

Foto: Miriam Waldner

Justin und Mark

Das 2 Minuten-Interview

Kommen ein Ami und ein Neuseeländer in eine Schule, um den deutschen Kindern mithilfe von Kunst und Schauspiel Englisch beizubringen… Was sich anhört wie der witzige Auftakt zu einer noch viel witzigeren Story ist in Wirklichkeit der Gründungsgedanke von InterACT English. Der Ami, Justin Beard, ist nämlich ein echter Schauspieler und der Neuseeländer, Mark Hansen, ein ebenso guter Künstler und Pädagoge. Zusammen haben sie ein Format entwickelt, das seit 2009 unzählige Menschen auf natürliche, spannende und leidenschaftliche Art und Weise der englischen Sprache näher brachte. Die beiden führen ein internationales Team von professionellen Teaching-Artists an, das den English lessons in der Schule garantiert einen ziemlich neuen, ziemlich aufregenden und klar auch ziemlich witzigen Twist verpasst. Nun denn, geantwortet haben die beiden Herren auf Englisch, übersetzt haben wir selbst und bitten um entsprechende Benotung im Nachgang.

Name: Justin Beard / Mark Hansen
Alter: 38 / 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Director bei Interact English
Schuhgröße: 44 / privat
Lieblingswort: Croatia und Bed / Shenanigans
Kontakt: justin@interactenglish.de / mark@interactenglish.de

Warst du ein guter Schüler?
Justin: Nein, aber ich erinnere mich daran ein sehr effektiver Unruhestifter gewesen zu sein.
Mark: Ich war ein sehr guter Schüler. Besonders, wenn es darum ging die Lehrer abzulenken.

Beschreibe deinen Job in drei Worten:
Justin: Kinder – Kunst – Krise
Mark: Excel, powerpoint, word

Erinnerst du dich an deine erste Deutsch-Stunde?
Justin: Ja, das war 2005 der A1 Kurs an der VHS Kreuzberg in meiner ersten Woche in Berlin. Ein amerikanischer Freund erklärte mir, wie die Geschlechterformen im Deutschen funktionieren: „“Things that go inside of other things are ‚Der‘, things that other things can go inside of are ‚Die‘ and those you’re not sure of are ‚Das‘.“ Ich habe dieses Wissen natürlich mit der gesamten Klasse geteilt. (Für ein besseres Verständnis, bitte die Antwort auf die erste Frage erneut lesen.)
Mark: My first appointment in the Ausländerbehörde was my first trial by fire German lesson. Sie sagten so etwas wie „Gehen sie zu Raum B32!“ Ich dachte: „Super, zwei Ziffern und ein Buchstabe, was kann da schon schief gehen?“ Nachdem ich meinen Termin verpasst hatte, stellte ich fest, dass ich nicht an meinen Deutschkenntnissen gescheitert war, sondern an dem kafkaesquen Albtraum Namens Ausländerbehörde Keplerstraße.

Was hast du zuletzt falsch verstanden?
Justin: Excel Tabellen. Ihre Befehle, ihre Daten, ihre gesamte Daseinsberechtigung.
Mark: Ziegen

Das unsinnigste deutsche Wort aller Zeiten?
Justin: „Warzenhof“ – ohne Frage das schlimmste und komischste deutsche Wort. Wie kann eine Sprache nur etwas so sinnliches und entzückendes wie eine „areola“ als „Warzenhof“ bezeichnen?
Mark: Schmetterling – passt eher zu einer nordischen Death Metal-Band.

Was würdest du mit einem geschenkten freien Tag anfangen?
Justin: Ich würde an meiner Masterarbeit arbeiten, die sich mit den Vorteilen von performativer Pädagogik in Fremdsprachenbildung auseinandersetzt. Ah, was für ein Luxus.
Mark: Durchschlafen.

Worauf bist du wirklich stolz, möchtest damit aber nicht prahlen?
Justin: Die, die mich kennen, würden wahrscheinlich sagen, dass es nichts gibt, womit ich nicht prahle. Ich bin ausgebildeter Schauspieler, also ist Bestärkung von Außen Teil meiner Persönlichkeit. Aber ich bin wirklich stolz auf die Arbeit, die Mark und ich zusammen im Bildungsbereich leisten. Wir haben aus unserer kleinen Idee eine nationale Bildungseinrichtung gemacht und tausende Kinder und Lehrer mithilfe der Kunst ausgebildet.
Mark: Definitiv die Arbeit, die ich mache. Ich liebe es den Kids dabei zuzusehen, wie sie auf die Bühne gehen und Risiken eingehen. Es hat verdammt lang gedauert, aber ich bin inzwischen wirklich gut darin, ihnen diese Räume zu schaffen.

Du stehst mit Angela Merkel im Fahrstuhl, worüber sprecht ihr?
Justin: Angi und ich reden beim Abendessen, nicht in Fahrstühlen. Aber wenn wir es doch tun, geht es um die schlechte Finanzierung von Bildungseinrichtungen und darüber, dass wir bessere Schulgebäude für unsere Kinder brauchen.
Mark: Ich würde sie fragen, was sie wirklich und ehrlich von Donald Trump hält und sie würde mich vermutlich fragen, wie ich es geschafft habe, in den Reichstag zu kommen.

Was schätzt du an (d)einem Partner besonders?
Justin: Loyalität. Der Inner Circle bekommt dieses Angebot: Ruft mich jederzeit in jeder Situation an und ich bin da. Das umgekehrt auch für mich selbst zu haben, gibt mir sehr viel Sicherheit und ein Gefühl von Familie, auch wenn ich so weit von meiner eigenen entfernt wohne.
Mark: Ihre Fähigkeit einen Film auszusuchen und dann einzuschlafen, während ich ihn zu Ende schaue.

Neben wem würdest du gern in einem Langstreckenflug sitzen?
Justin: Bertrand Russel. Ich würde ihn gern die westliche Geschichte der Philosophie vorlesen lassen, weil ich selbst über Pythagoras noch nicht hinweg bin. Wusstet ihr, dass Pythagoras ein Sektenführer war, der Regeln für alles hatte? Zum Beispiel, dass es dir nicht erlaubt ist, dein Essen wieder aufzuheben, wenn es dir einmal heruntergfallen ist? Crazy-town.
Mark: No-one, I need that free seat!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Justin: Aktuell bin ich sehr vertieft in meinen Vakuumgarer. Aber alles was ich bisher damit gemacht habe, war ein Disaster. Also würdet ihr stattdessen doppelt gekochte, im Ofen geröstete Kartoffeln mit Rosmarin und ein Steak bekommen.
Mark: Ich bin ein großartiger Koch, da fallen mir unzählige Gerichte ein. Besonders gern koche ich deutsche Gerichte.

Und für ein Date, das du beeindrucken willst?
Justin: Ich tausche die Kartoffeln mit einer Artischoke aus und dazu eine gute Flasche Crianza.
Mark: Hering in Aspik

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Justin: Ich würde eine Welt erschaffen, in der Debattieren über gute Ideen den gleichen Stellenwert wie Sport hat. Klare Regeln, ein Start und ein Ziel, anständiger Umgang, ein Schiedsrichter, der die Fakten checkt und einen eindeutigen Gewinner und Verlierer benennt.
Mark: Ich würde jedem Menschen einen Freiflug gewähren, egal wohin.

Was hat dich zuletzt emotional berührt?
Justin: Ich habe einen zweieinhalb Jahre alten Sohn. Er ist das süßeste, herzerwärmendste, liebevollste Wesen. Wenn ich ihm beim Schlafen zuschaue, werde ich regelmäßig von inniger Liebe überwältigt. Oder auch ihn ins Bett zu bringen… er weckt wirklich alle Emotionen in mir.
Mark: Germany losing to South Korea. (Das übersetzen wir nicht, so. Anm. d. Red.)

Was sollte niemand von dir wissen?
Justin: Dass ich manchmal Marks Socken zur Arbeit trage und ihm nichts davon erzähle. Fühlt sich gut an.
Mark: Marco O’solo ist mein 80’s Kaoroke Alterego, der dafür bekannt ist, Berlins Nachtleben in hautengen, weißen Tennisshorts und einem antiken Holzschläger aufzumischen. Warnung: Ich kann keine Haftung übernehmen, solltet ihr ihn je unter einer Discokugel antreffen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Justin: Warum ist deine Bildungseinrichtung „InterACT English“ das Beste, was der Bildung seit John Dewey passiert ist!?
Mark: Vielleicht woher ich komme?… Neuseeland übrigens. (Yo! Anm. d. Red.)

Das letzte Wort:
Justin: Konzentriere dich auf die Qualität, der Rest kommt von allein.
Mark: Wenn ihr genauso neurotisch seid, wie ich, dann gibt es keine letzten Worte.Things just trail off into a series of mumbles…

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. September 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Corinna Siepenkort

Das 2 Minuten-Interview

Corinna Siepenkort ist 31 Jahre jung und Chefredakteurin der Blonde. Das ist irgendwie komisch, denn anfangs sah es so gar nicht danach aus, dass es sie einmal in die Welt des Mode-Journalismus verschlagen würde. Sie absolvierte nämlich erst einmal ein Bachelorstudium in Soziologie und auch in Spanisch und danach einen Master in Internationaler Kriminologie. Hä!?? Erst danach landetet sie auf der Journalistenschule und kam über People-Magazine (InTouch und Life&Style) und Frauen-Magazine (Maxi und Myway) schließlich zur Blonde. Wir haben sie mitten im Jetsetleben zwischen Käsebroten und Bastelkiste für ein Interview abgepasst. Gott sei Dank, möchte man sagen. Wahrscheinlich hätten wir sonst nie erfahren, welchen Film wir auf dem nächsten Langstreckenflug schauen müssen, was nächstes Jahr so modisch Muss wird und dass sie genau heute Geburtstag hat. Oder war es gestern? Oder morgen? Oder am Ende gar beides? In diesem Sinne, vielen Dank und happy Birthday, liebe Corinna! Die nächste Schorle geht auf uns. ; )

Name: Corinna Siepenkort
Alter: 31
Wohnort: Hamburg, Sternschanze
Beruf: Chefredakteurin BLONDE
Schuhgröße: 36
Lieblingsreiseziel: Island. Und wenn ich sogar drei nennen darf: Island, Kanada, Kolumbien
Kontakt: corinna.siepenkort@blonde.de

Was ist guter Stil? Guter Stil ist, wenn man sich so gut kennt, dass man weiß, was einem steht und worin man sich wohlfühlt.

Was wird in 2019 Trend? Bodenlange Mäntel.

Wer sollte unbedingt mal auf dem Cover der Blonde erscheinen? Beyoncé natürlich. (Natürlich! Anm. d. Red.)

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten? Genau jetzt, wo alles möglich ist. Jedem Trend folgt immer schneller ein nächster, was beweist, wie vielfältig wir heute sein dürfen und sollen. Ich sehe ständig so viele coole, lässige Frauen, die durch und durch schön sind – nicht nur weil sie ein tolles Kleid tragen.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben? Ich mag es, wenn mein Outfit nur aus zwei oder drei Farben besteht und setze auf gute, ungewöhnliche Schnitte, besonders bei Hosen. Ich trage gerne Oversize-Kleider und ja, auch wenn schon oft gehört, Jeans und ein weißes Boyfriend-Shirt.

Wofür hast du kein Talent? Basteln. Auch wenn ich eine Kiste mit alten Papierschnipseln hüte und mir jedes Jahr vornehme daraus Weihnachtskarten zu basteln – selbst wenn sie dann miserabel aussehen werden.

Hamburg ist.. nach 12 Jahren so etwas wie meine Heimat. Und eine echte Klette. Ich wollte schon so oft wegziehen, einfach um mal woanders zu leben, aber Hamburg hat mich nie gehen lassen.

Räubertochter oder Prinzessin? Ein Pinguin.

Was fasziniert dich? Das Weltall. Ist doch irre, oder?

Wen bewunderst du und warum? Meine große Schwester, weil sie meine große Schwester ist.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich koche nicht, ich belege Käsebrote. (Natürlich! Anm. d. Red.)

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Jesus. Wenn es ihn gab, hat er eine Menge zu erzählen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde den Klimawandel aufhalten, einer muss es ja tun.

Was hat dich zuletzt emotional bewegt? Der Coming-of-Age-Film „Love, Simon“, was vor allem daran lag, dass ich im Flugzeug saß und ich im Flieger immer weinen muss (aber der Film war auch gut).

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? In jeder Bar, in der ich bin, behaupten, dass ich Geburtstag habe und mich feiern lassen. Aber leider glaube ich an schlechtes Karma.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich liebe Königshäuser und gucke mir jede Hochzeit im Livestream an.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was wünschst du dir zum Geburtstag?

Das letzte Wort: Tschüss, tschüss.

Foto: Marlen Stahlhuth

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. September 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Christian Cohrs

Christian Cohrs ist seit knapp zwei Jahren Redaktionsleiter des Wirtschafts- und Lifestylemagazins Business Punk, außerdem Co-Autor des Buchs mit dem schrecklich-treffenden Titel „Generation Selfie“. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er seinen Abschluss in Theaterwissenschaft gemacht hat („Kind, wie willst du damit einen richtigen Job bekommen, also warum?“). Seit 2016 berichtet er nun über nationale und internationale Innovationen aus der Internet-, Technik-, Medien- und Unternehmensszene und vor allem „Business-Rebellen“ und ihre Ideen. Für unser Interview haben wir uns – aufgeregt wie wir sind – noch einmal alle Neons und Brigittes der letzten zwei Jahre angesehen und fleißig Fragen gesammelt. Auf die nach dem inspirierendsten Song hätten wir aber auch selbst kommen können, verdammt! Anyway, so hätten wir vielleicht nie von den zwei Pistolen und der Flasche Whisky erfahren. (Sagt man noch anyway?) Eh wurscht!
Name: Christian Cohrs
Alter: 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalist / Redaktionsleiter Business Punk
Schuhgröße: euer Ernst?
Lieblingsbuch: Jörg Fauser „Rohstoff“
Wen bewunderst du und warum? Niemanden. Wurde mit dem Konzept „Idol“ nie warm
Warum ist Punk nicht tot? Müsst ihr ihn bitte selber fragen.
Was ist aktuell das Hintergrundbild auf deinem Handy? Foto von Kritzelei an der Wand des Hauses, in dem ich wohne: „No Money, no Bitchi’s“
An wem oder was führt derzeit kein Weg vorbei? Bis auf weiteres: am Internet
Dein wertvollster Besitz: Mein 18 Jahre altes Cabrio – überschaubarer materieller Wert, aber immer die Option von einfach los und raus
Der wichtigste Ratschlag, den du je bekommen hast? „Dreisatz – mehr Mathe brauchst du nicht“ (von meinem Vater)
Welche verbotene Sache sollte jeder einmal getan haben? Auf eine „Neon“-Frage eine „Neon“-Antwort: nachts ins Freibad einbrechen
Dein Lieblingsschimpfwort? Kein Schimpfwort, aber gute Anti-Haltung: das österreichische „eh wurscht“
Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Bei nervigen Telefonaten die Stimme des Anrufers als Vogelgezwitscher wahrzunehmen
Die spannendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Kann ich nicht sagen, weil Menschen zu verschieden und für sich interessant sind, als dass ich einen herausheben wollte.
Können Worte die Welt verändern? Ja, ich will daran glauben
Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen? Die desjenigen, der daraus eine unkritische Situation macht (hoffentlich)
Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pizza vom Holzofen-Italiener gegenüber
Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Menschen dazu bringen, dass sie es einfach zugeben, wenn sie Bullshit reden.
Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich neulich mit zwei Pistolen in der Tasche über eine große Messe gelaufen bin. Okay, es waren Dekowaffen, die ich dort zusammen mit einer Flasche Whisky ersteigert hatte.
Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welcher Song hat dich als letztes so richtig begeistert?“
Das letzte Wort: Danke
Foto: Christoph Neumann

Eveline

Das 2 Minuten-Interview

Eveline ist nicht nur ein wunderschöner Name, sondern auch eine großartige junge Berliner Band. Bereits zweimal haben Eveline aka Lisa (Eveline Kögler) und Jan auf unserem MMW Geburtstagsfestival gespielt. Haaaach war dit schön. Wer nochmal gucken möchte, dem empfehlen wir im Anschluss an unser kleines 2 Minuten-Interview mit den beiden unser fulminantes Throwback Video weiter unten. Gearde veröffentlichten Eveline übrigens ihre neuen Single „Jealousy“ samt Musikvideo. Auf wen oder was da wer eifersüchtig ist, haben wir den beiden nicht entlocken können. Dafür empfehlen wir dringend die akustische Spurensuche auf einem Musikportal eures Vertrauens. Demnächst sind Eveline dann auch endlich wieder live auf diversen Festivals zu erleben, unter anderem am 13. Juli auf dem Melt! und auf dem Wilde Möhre Festival am 11. August.

Name: Jan Eric Markert/ Lisa Eveline Kögler
Alter: 22 Jahre/ 21 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker / Musikerin
Schuhgröße: 43 / 40
Lieblingsgeräusch: Kaffemaschine am Morgen / Wenn ich warmes Wasser in meine Badewanne laufen lasse.
Kontakt: jan@weareeveline.com / lisa@weareeveline.com

Was macht dich eifersüchtig?
Jan: Mit der Zeit immer weniger – zumindest versucht man sich nicht so sehr beeinflussen zu lassen.
Lisa: Jemand, der sich nicht von Spielchen beeindrucken lässt, macht mich auf jeden Fall eifersüchtig.

Was war für dich der schönste Moment beim MMW #5 Charity-Festival?
Jan: Das ganze Festival war super schön. Gute Musik und super Wetter – mehr braucht es nicht.
Lisa: Da wir relativ früh Soundcheck hatten und erst spät gespielt haben, hatten wir viel Zeit das Festival zu genießen. Die Dekoration war sehr liebevoll und auch die zwei Bühnen waren super eingerichtet – das hat mir mit am besten gefallen.

Der Soundtrack deines Lebens?
Jan: Meine jeweilige Spotify Playlist, bzw. unsere „What You Should Listen To“ Playlist, die wir mit Eveline bei Spotify erstellt haben – dort könnt ihr immer unsere aktuellen Favourites hören.
Lisa: I’m like a bird – Nelly Furtado

Was schätzt du an deinem Bandkollegen?
Jan: Wir sind auf einer Wellenlänge und haben das gleiche Ziel vor Augen.
Lisa: Jan ist immer optimistisch, schaut nie zurück und gleicht mich mit seiner beruhigenden Art in vielen aufregenden Situationen aus. Ich kann mich immer auf ihn verlassen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Jan: Ich habe vor kurzem die E-Scooter in Berlin ausprobiert und bin seit dem fast nur noch damit unterwegs.
Lisa: Matcha Tee Zeug – ich fand es grauenhaft… sorry!

Was würdest du gern besser können?
Jan: Kochen – neben Backstage-Essen und Tankstellen auf Tour wäre es auf jeden Fall super, wenn ich mir zuhause noch mehr gesünderes Essen kochen könnte.
Lisa: Zeichnen – seine Visionen nicht nur auf musikalischem Weg zu verwirklichen, sondern auch mit einem Stift auf Papier, wäre bestimmt eine super Erfahrung.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Jan: Ich denke ich wäre 27, da ich mich manchmal irgendwie älter fühle als ich bin.
Lisa: Zwischen 12 und 36.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?
Jan: Wir würden beide weiterhin Musik machen – keine Frage.
Lisa: Auf jeden Fall weiterhin Singen und Songs schreiben!Ein Wort, das du viel zu oft benutzt?
Jan: ‚Eigentlich‘ ist ein Wort welches wir auf jeden Fall zu oft benutzen.
Lisa: Das stimmt – man sollte mehr direkte Aussagen treffen ohne sich noch die Option mit dem „Eigentlich“ offenzuhalten.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Jan: Buch: Ein Mann Gibt Auskunft – Erich Kästner, Film: Star Wars, Platte: Continuum – John Mayer
Lisa: Buch: Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon, Film: Interstellar – Christopher Nolan, Platte: Build on Glass – Chet Faker

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Jan: Einen Kaffee.
Lisa: Auf jeden Fall eine gute Pasta – mein absolutes Lieblingsessen. Kam bisher bei Besuch auf jeden Fall auch immer sehr gut an.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Jan: Teleportation, da man meiner Meinung nach viel zu viel Zeit damit verbringt, von einem zum anderen Ort zu kommen.
Lisa: Ich würde gern Fliegen können. Das muss ein Wahnsinnsfreiheitsgefühl sein.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Jan: Ich würde versuchen die Verteilung von Wohlstand wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Lisa: Die Nutzung von Plastik als Aufbewahrungsmittel.

Was sollte niemand von dir wissen?
Jan: Die PIN meiner EC Karte.
Lisa: Wirklich niemand!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Jan: Was macht dich muxmäuschenwild?
Lisa: Welche Farbe beschreibt deine Musik am besten?

Das letzte Wort:
Jan: Hört euch gern unsere neue Single an und kommt bei einem unserer nächsten Konzerte vorbei.
Lisa: Macht euch noch ne gute Zeit ;)

Foto: Julian Mathieu

Marcella Hansch

Das 2 Minuten-Interview

Die Frage nach dem „Wer bist du?“ beantwortet sie so: „Ich heiße Marcella, bin Architektin und bin dabei unsere Meere zu retten.“ Womit eigentlich alles gesagt wäre. Denn, Marcella Hansch widmet jede freie Minute, jedes Wochenende, Feierabende, Nächte und oft auch die Stunden morgens vor der Arbeit ihrem Projekt Pacific Garbage Screening. Wer in letzter Zeit auch nur irgendeine Form von Medium konsumiert hat, dem ist garantiert schon ein Bild der von ihr erdachten Garbage-Screening-Plattform untergekommen, die aussieht wie ein riesiger, weißer Meereskamm. Etwa 35 Mitstreiter, darunter Ingenieure, Umweltwissenschaftler und Biologen, arbeiten und forschen fieberhaft, ehrenamtlich und größtenteils selbst finanziert daran, dass die Platfform demnächst tatsächlich ins Wasser geht, um eines der existentiellsten Probleme unserer Zeit zu lösen. Sie soll Plastikmüll aus dem Wasser filtern, um daraus z.B. Energie und biologisch abbaubaren Kunststoff zu gewinnen. Gerade und noch 18 Tage läuft auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne, Rund die Hälfte der Fundingsumme ist schon erreicht. Liebe Marcella, wir unterstützen gern und wünschen dir stellvertretend für den Rest der Menschheit von Herzen alles Gute.

Name: Marcella Hansch
Alter: 32
Wohnort: Aachen
Beruf: Architektin und Weltretterin
Schuhgröße: ökologischer Fußabdruck schrumpft jeden Tag
Lieblingsozean: Da alle Ozeane verbunden sind, gibt es nur einen Ozean. Und den liebe ich über alles!
Kontakt: info@pacific-garbage-screening.de

Das größte Problem deiner Generation? Wir denken zu wenig über unser Konsumverhalten nach. Jeder benutzt jeden Tag Plastik – damit machen wir gerade alles kaputt!

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Einen Mehrwegbecher kaufen, einen Stoffbeutel zum Einkaufen nutzen, weniger Auto fahren… und unser Crowdfunding unterstützen und allen Menschen davon erzählen!

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich auf einer Bühne stehe, über unser Projekt erzähle und danach Feedback bekomme, wie wichtig unsere Arbeit ist und welchen Impact wir schon erreichen. Und wenn mir dann noch jemand erzählt, dass er aufgrund unserer Arbeit seinen Plastikkonsum eingeschränkt hat, dann weiß ich, dass wir unserem Ziel jeden Tag einen kleinen Schritt näher kommen.

Wer inspiriert dich? Menschen, die nicht zuschauen und alles schwarz malen, sondern handeln! Dr. Silvia Earle zum Beispiel. Sie hat ihr Leben dem Schutz der Meere gewidmet und sehr viel erreicht. Sie ist für mich eine Heldin und ich bewundere ihre Energie!

Wann beginnt die Zukunft? Gleich, also jetzt, also in diesem Moment. Wir müssen jetzt anfangen unsere Zukunft in die Hand zu nehmen und zu handeln!

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten? …vielleicht weil es uns Frauen nicht immer nur um Geld, Gewinn und Rendite geht, sondern wir an das Gute glauben und dafür kämpfen. Allerdings haben wir auch tolle Männer im Team und ich habe sehr viele Männer kennengelernt, die so denken wie ich. Wir sollten einfach alle an einem Strang ziehen, unser Planet ist das wert :)

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Eine SMS von einem Freund mit einem Kartenspruch: ‚Ins Kino geht jeder, aber DU machst deinen eigenen Film.‘ Mach weiter so!

Hast du ein verborgenes Talent? Ich kann unglaublich gut, laut und schräg beim Autofahren mitsingen – aber nur wenn ich alleine bin. Manchmal irritiert das Leute, die an der Ampel dann neben mir stehen. Sorgt aber meistens für Lacher, breites Grinsen oder zumindest für ein nettes Schmunzeln.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Ausschlafen, Freunde treffen oder ganz krass: Ein freies Wochenende.

Welcher Moment hat alles verändert? …ein Tauchgang im Meer, bei dem ich auf einmal keine Angst mehr vor den Fischen (wie sonst immer), sondern vor dem Plastik bekommen habe. Das war ein Schlüsselmoment für mich. Seitdem setze ich mich für den Schutz der Meere ein, mit aller Energie die ich habe – und davon habe ich eine ganze Menge :)

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Peter Pan, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter. Alle drei machen ihr eigenes Ding, lassen sich von den Erwachsenen nichts sagen und machen die Welt auf ihre eigene Art besser. Sie sind Vorbilder, haben ihren eigenen Kopf und tun was sie für richtig halten. Und damit haben sie Erfolg und bringen auch andere zum Umdenken. Wahre Helden in meinen Augen – auch heute noch! 


Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit, Durchhaltevermögen und Leidenschaft für eine Sache – und vor allem Humor. Menschen, die mich zum Lachen bringen, mag ich besonders gerne!

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Jules Verne. Ich würde ihn gerne fragen, woher er all seine Ideen und sein Wissen hat. Seine Visionen sind atemberaubend und technisch einfach grandios. Seine Bücher sind einfach eine absolute Inspiration!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Risotto … eines der wenigen Gerichte, die ich kochen kann. Das habe ich in meinem Jahr in Italien in unserer 5er-WG gelernt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Verhalten der Menschen, die Ignoranz, dass wir unseren Planeten zerstören, Menschen denen egal ist, wie unser Planet aussieht, Hauptsache sie machen maximale Rendite. Dafür kann ich kein Verständnis aufbringen und ich würde gerne ändern, dass ALLE Menschen unsere Erde mit dem Respekt behandeln, den sie verdient hat.

Was sollte niemand von dir wissen? Das wüsstet ihr gerne… ;) Aber ein bisschen was muss ich auch noch für mich behalten dürfen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie viel Kaffee ich am Tag trinke.

Das letzte Wort: ‚Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt.‘ – Die Ärzte

Geschwister Pfister

Das 2 Minuten-Interview

Ursli und Toni Pfister sind eigentlich gar keine Geschwister. Auch wenn die beiden offiziell als Geschwister Pfister im gesamten deutschsprachigen Show-Universum seit rund 30 Jahren mit ihren selbst geschriebenen und selbst produzierten Entertainmentshows für Lachen, Weinen, Jubeln, Schreien und ganz viel richtig gute Gefühle sorgen. Tobias Bonn und Christoph Marti, so die bürgerlichen Namen der beiden, sind ein Paar – kongenial, unverbesserlich, unverbesserbar und vor allem unzertrennlich. Wer die beiden je live erlebt hat, weiß genau wovon wir sprechen. Allen anderen sei dringend der Besuch einer ihrer Shows empfohlen. Gute Gelegenheit gefällig? Vom 15. Juni bis zum 1. Juli präsentieren sie ihr aktuelles Programm „Ohne di‘ da geht’s halt net“ in der Bar Jeder Vernunft. Wir verlosen 2×2 Tickets für den 17. Juni um 19 Uhr. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FRÄULEIN SCHNEIDER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

Name: Tobias Bonn / Christoph Marti
Alter: 54 / 52
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspieler / Sänger / Regisseure / Showstars
Schuhgröße: 42 / 42
Lieblingslied: „Illusion“ (Gaby Moreno) / „Memories of Heidelberg“ (Peggy March)
Kontakt: www.geschwister-pfister.de

Wofür bewunderst du deinen Partner?
T: Für seine Kreativität und Unbeirrbarkeit und für seine Disziplin und Ausdauer.
C: Für seine ruhige Art. Er ist sehr vorausschauend, in angespannten Situationen weiß er meistens ganz genau, was am besten zu tun ist. Er hat fast immer Recht und ich kann mich zu hundert Prozent auf ihn verlassen.

Was würdest du gern besser können?
T: Gitarre spielen
C: Verlieren.

Welcher Moment hat alles verändert?
T: Den EINEN Moment der ALLES verändert hat, hat es (zum Glück?) bisher noch nicht gegeben. Meinen Entscheidungen gehen auch meistens lange Phasen des Abwägens voraus.
C: Mit dreizehn, das erste Mal in meinem Leben abends alleine im Stadttheater Bern, „My fair Lady“.

Was ist Luxus für dich?
T: Beruflich das machen zu dürfen, was ich will und am besten kann, und dafür Annerkennung und ein anständiges Einkommen zu erhalten. Niemand redet mir rein. Naja, mein Mann schon, aber der darf das.
C: Bei Lebensmitteln nicht auf’s Geld achten zu müssen. Nagellack von OPI. Und im Bezug auf meine Arbeit: das, was ich am liebsten mache zusammen mit meinen liebsten Freunden machen zu können.

Dein Leben wird verfilmt, wer spielt dich?
T: Oh Gott! Mein Leben wird verfilmt? Warum das denn? Also, wenn Meryl Streep nicht kann, spiele ich mich selber.
C: Ich selber wäre wahrscheinlich ideal, ich will aber nicht drehen, weil mich das langweilt. Wir können John Travolta fragen. Es muss aber der junge John Travolta sein, so, wie er aussah, als er „Grease“ gedreht hat. Damit kann ich leben.

Was bedeutet Heimat für dich?
T: Oha! Obwohl der Duden für das Wort Heimat keinen Plural vorsieht, verbinde ich doch mit ganz vielen Orten ein heimatliches Gefühl. Da gibt es eine alte Mühle im Taunus, nahe dem Dorf in dem mein Großvater geboren wurde. Da gibt es (oder gab es) einen kleinen Platz mit hohen Bäumen vor dem Haus in einem Kölner Vorort, in dem ich als kleiner Junge gelebt habe. Da gibt es die Städte Mainz und Bern, in denen ich aufgewachsen bin bzw. studiert habe… In Berlin bin ich zu Hause. Und gerne. Aber Heimat würde ich Charlottenburg jetzt nicht nennen. Eher fühl ich mich als Europäer, denn als Berliner.
C: Erinnerungen an Orte, Menschen und gemeinsame Erlebnisse. Es kann überall sein. Schön ist, wenn mein Mann dabei ist.

Nenne je ein Buch, einen Film und eine Platte, die jede(r) gelesen, gesehen bzw. gehört haben sollte!
T: Buch: Anthony Burgess „Der Fürst der Phantome“
Film: als Kind „Mary Poppins“, später „The Hours“
Platte: Thommie Bayer „Feindliches Gebiet“
C: Nein, das mache ich nicht, weil mir dieses 100-Dinge-die-jeder-tun-sollte-bevor-er-Blablabla zuwider ist. Ich mag überhaupt keine Tipps geben. Auch der Satz „Ich möchte anderen Menschen damit Mut machen“ ist mir ziemlich suspekt. Aber ich kann sagen, welches Buch einmal besonders wichtig für mich war. Das war „Der Keller“ von Thomas Bernhard. Nachdem ich es ausgelesen habe, habe ich sofort meinen Anfängervertrag am Berliner Schillertheater gekündigt. Ein Film, den ich mir bis heute immer wieder anschauen mag ist Bob Fosse’s „All that Jazz“ und Platte kommen mir als erstes die Shirley Bassey Remixes in den Sinn, sehr, sehr geil!

Du bekommst eine zusätzliche Stunde Zeit pro Tag. Was fängst du damit an?
T: Ich lese nochmal Anthony Burgess „Der Fürst der Phantome“.
C: Nichts. Und frustriere damit die Anteile in meinem Gehirn, die nicht wollen, dass ich die Zeit nicht nutze.

Was ist dir peinlich?
T: Bei dem Versuch erwischt zu werden, mit dem Schuh auf dem Boden ein furzähnliches Geräusch zu erzeugen um die Umstehenden glauben zu machen, genau das und nichts anderes hätten sie auch vorher gehört.
C: Ich habe ein miserables Namensgedächtnis und komme dadurch öfters in peinliche Siuationen.

Deine früheste Kindheitserinnerung?
T: Diese Bäume auf diesem Platz vor dem Haus in diesem Kölner Vorort (s.o.). Und mein erster Hagelschauer ebendort. Auch, wie meine schon etwas ältere Kinderfreundin Gundula lachend hinter mir her lief, als ich schreiend vor Entsetzen auf der Flucht vor den Hagelkörnern nach Hause rannte, so schnell mich meine kurzen Beine nur trugen.
C: Im Laufgitter draußen im Garten bei meinen Eltern, mit einem Korb Wäscheklammern. Die Wäscheklammern sind aus buntem, aber durchsichtigen Plastik, sie funkeln im Sonnenlicht, ich spiele stundenlang, tagelang damit.

Ein Esel, ein Pinguin und Phil Collins kommen in eine Bar, plötzlich…
T: …merkt der Interviewte, dass das ja gar keine Frage ist, sondern wohl eher der Anfang eines schlechten Witzes. Den soll aber bitte jemand anderes erzählen.
C: Nein. Ich mag nur Witze, die eigentlich nicht gehen. Was haben Champagner und Lady Diana gemeinsam? Beide kommen in Kisten aus Frankreich. Oder: What do you call a woman with no legs and no arms against a wall? Eileen.

Einmal und nie wieder?
T: Hoch zum Cristo Redentor in Rio de Janeiro
C: Eine Audition für eine große Musicalproduktion, so richtig im Bühnenbild von „Cats“ in Wien, morgens um 10 Uhr, umgeben von Tänzern in Trikots und Stulpen. Na, dann eben nicht.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häsuer ziehen?
T: Mit Harry Dean Stanton, aber der ist ja leider schon tot. Vielleicht will stattdessen Frances McDormand mitkommen.
C: Ich sage Missy Elliot, einfach weil sie mir gerade in den Sinn kommt. Ihre Musik macht mir manchmal fast ein wenig Angst, aber ich gehe mal davon aus, dass sie privat ganz nett ist.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
T: Wie wäre es mit einem Steinpilzrisotto und Hähnchenbrustfilets vom Metzger meines Vertrauens? Ersatzweise auch gerne mit karamellisiertem Chicorée!
C: Zur Begrüßung gibt es erstmal einen Gin & Tonic, dazu reiche ich selbstgebackenes, salziges Mandelkonfekt, danach liebt ihr mich bereits. Dann gibt es Salat (Kopfsalat, an französischer Sauce) mit Züpfe und anschließend Königsberger Klopse mit Kartoffelstock.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
T: Das Fernsehprogramm.
C: Haribo dürfte in Deutschland wieder mit künstlichen Aromen versetzt sein. Derzeit muss ich mir die Ware aus Frankreich kommen lassen, die Franzosen sind da nicht so zimperlich, da geht das noch.

Was sollte niemand von dir wissen?
T: Das werde ich euch gerade erzählen!
C: Ich gebe alles zu.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
T: Danke. Ich muss gar nicht dauernd was Schlaues oder Lustiges von mir geben.
C: Wenn du ein Gericht wärst, welches Gericht wäre das? Antwort: ein Cordon Bleu.

Das letzte Wort:
T: Überlasse ich gerne anderen.
C: Es darf ruhig vom Schwein sein.

Foto: Ralf Rühmeier

Ay Wing

Das 2 Minuten-Interview

Hach… beginnen wir mit einem Geständnis. Als Ay Wing am vergangenen Donnerstag bei unserem muxmäuschenwild B’DAY Festival auf die Bühne trat, haben wir uns ein klein wenig in sie verliebt. Spätestens als sie unter unter ihrer lässig in die Stirn hängenden Haarsträhne hindurch in unsere Richtung zwinkerte, war es um uns geschehen. Passt im übrigen auch perfekt zu ihrer augenzwinkernden, orangefarbenen, Eis gefüllten Omelette-Cocktail-Musik. Die schreibt und produziert sie in einem „Verlies“ in Schöneberg. Kein Wunder also, dass sie förmlich auf der Bühne explodiert, wenn sie mal raus darf. Gerade veröffentlichte sie ihre Single “Strange” und tadaaa, in Kürze folgt “Ice Cream Dream” nebst Musikvideo. (Apropos Musikvideo… Unbedingt das strange Video zu Strange anschauen – starring Leeloo, Mia Wallace, Mortisha uvm.) Ach ja, momentan tourt Ay Wing über ziemlich viele Bühnen und lebt sprichwörtlich aus dem Koffer. Darüber, dass sie trotzdem Zeit für unsere Fragen fand, sind wir darum doppelt froh. Viel Spaß beim Lesen, aber immer schön ein Schritt nach dem anderen…

Name: Ay Wing
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikerin
Schuhgröße: 36
Lieblingslied: Little Wing (Jimi Hendrix)
Kontakt: www.aywing.com

Beschreibe deine Musik mit drei Worten: Orangefarbener Sprudel Cocktail

Wessen BRAVO Poster hattest du an der Wand? Spice Girls

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Endlich anfangen Gitarre zu üben…

Wovor hast du Angst? Das Überqueren von Strassen macht mir Angst… Ich kann die Distanzen nicht einschätzen… Meine Freunde lachen mich ständig aus deswegen.

Wann machst du bessere Musik: wenn du gut drauf oder traurig bist? Vermutlich wenn ich traurig bin.

Die berühmte einsame Insel, ein iPod, drei Songs drauf. Welche? “All by Myself”, “Cry me a river”, “Without Me”

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Vivienne Westwood. Ich bin ihr in London begegnet, die ist echt cool. So möchte ich leben, wenn ich älter bin.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Fliegen wär schon ziemlich cool. Dann kann ich der Menschenmenge in der U8 ausweichen und mit einem Hoverboard über die Stadt fliegen.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? Ich bin noch 50 Prozent Kind…

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Mein Zimmer mal ordentlich einzurichten. Ich bin irgendwie immer unterwegs und komme nie dazu…

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Omelette mit Eis-Füllung.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Multi-tasking. Ich wünschte, ich könnte mehrere Sachen gleichzeitig… Ich kann keine WhatsApp schreiben und gleichzeitig laufen…

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Gute Musik ins Radio bringen…

Was sollte niemand von Dir wissen? Dass ich vor dem Schlafengehen Käse esse…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wann ist der Release deiner nächsten Single? – Am 15.6 Ice Cream Dream (Single Version)

Das letzte Wort: Schokoladeneis

Foto: Sara Herrlander

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. Juni 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Frans Prins

Das 2 Minuten-Interview

Frans Prins ist kreativer Entrepreneur, Autor und Visionär. Vor allem ist er so etwas wie eine richtungsweisende Instanz in Sachen Sustainable Fashion und Design. Er war oder ist beteiligt an Projekten wie Theky.to, Ethical Fashion Show Berlin, Green Showroom oder Beyond Berlin. Wir schätzen ihn außerdem als Chefredakteur von Lilli Green, dem Magazin und Shop für nachhaltiges Design. Darin berichtet er mit Vorliebe über außergewöhnliche Architekturprojekte wie Tiny Houses, Bambuslofts, grüne Schulen und Erdhäuser oder über kreislauffähige Möbel, Upcycling-Lampen und neue Eco Fashion Marken. Wir wollten wissen, mit wem der sympathische Niederländer gern mal den Job tauschen und worüber er sich mit Angela Merkel im Urlaub unterhalten würde. Weltfrieden natürlich und Schokolade selbstverständlich.

Name: Frans Prins
Alter: 38
Wohnort: Berlin Kreuzberg
Beruf: Blogger
Schuhgröße: 43
Lieblingslabel: ekn Footwear
Kontakt: www.lilligreen.de

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Jeden Tag für mindestens zehn Sekunden darüber meditieren, dass wir Teil dieser fantastischen Planeten sind. Da fallen einem dann schon selber die guten Taten ein.

Von welchem aktuellen ‚grünen‘ Projekt sollte jeder wissen? Informiert euch über alle gute Sachen, die in aller Welt gemacht und entwickelt werden und lasst euch inspirieren. Zum Beispiel über unseren Blog.

Das Leben welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du für einen Tag leben? Mark Zuckerberg. Control Alt Delete.

Was unterscheidet dich von anderen? Die Frage sollte eher sein: was verbindet dich mit anderen. Wir wollen uns immer sehr gerne von anderen unterscheiden, etwas ganz besonderes sein, aber letztendlich leben wir alle auf dem gleichen Raumschiff.

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Meine Wohnung ist ein Sammelsurium alter Möbel und Erinnerungen. Ich kaufe kaum Neues für mein Zuhause und gebe lieber Geld für gutes Essen aus als für eine teure Küche. Ich mag den Less is More-Ansatz, obwohl ich immer noch viel mehr Sachen habe, als in ein Tiny House passen würden.

Was ist dein geheimes Talent? Im Paralleluniversum bin ich ein Superagent und rette jeden Tag die Welt. Meine Fantasie ist meine Geheimwaffe.

Du triffst Angela Merkel im Fahrstuhl. Worüber unterhaltet ihr euch? Weltfrieden. Eine Strategie, um den amerikanischen Präsidenten loszuwerden. Oder Wandern, wir waren vor kurzem am gleichen Urlaubsort.

Sommer oder Winter? Frühling und Herbst. Ich mag es, wie die Natur sich verändert.

Was wäre dein Traumurlaub? Einmal ganz um die Welt per Anhalter reisen. Ich finde, trampen ist noch immer eine wunderbare Art, die Welt und verschiedenste Menschen kennen zu lernen und jede Menge Abenteuer zu erleben.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Robin Hood. Wo sind die modernen Robin Hoods eigentlich? Alle vernünftige Menschen scheinen heutzutage ihr eigenes Business zu machen, sie machen Eco-Fashion oder brauen ihr eigenes Pale Ale. Die Weltrevolution findet heutzutage über unseren Konsum statt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pfannkuchen, das mögen immer alle.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Auto abschaffen und durch etwas ersetzen, was nicht stinkt, nicht so viel Platz einnimmt und auch nicht tötet, aber uns trotzdem überall schnell hinbringt. Einen „Teleporter“ erfinden vielleicht, das wäre doch die Öko-Erfindung überhaupt! Beam me up, scotty.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin eher ein Ökosnob, aber ab und zu mache ich einen Reality-Check und kaufe knallhart beim Discounter ein. Und meine Unterhosen sind auch nicht immer Bio.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ist die Datenschutz-Grundverordnung eine Krankheit oder warum sehen alle, die etwas mit Internet machen, zurzeit so bleich aus?

Das letzte Wort: Kauf einfach weniger, dafür aber bessere Sachen! Ach, nur eins? Schokoladenfabrik.

 

Giulia Becker

Das 2 Minuten-Interview

Verdammte Schei*e! Giulia Becker sieht aus wie Adle, singt wie Adele und ist fast ganz genau so berühmt wie Adele. Und das kam so: Giulais stammt aus einem Dorf hinter einer Kleinstadt hinter Siegen. Als Schwester Ewald twitterte sie so herzzereißend beißend, lakonisch deprimierend, dass Jan Böhmermann sie wenig später als Praktikantin zum Neo Magazin Royale holte. Inzwischen ist sie da die einzige feste Gagschreiberin neben acht männlichen Kollegen, verkaufte als Mitgründerin des fiktiven Start-ups ‚Kein Keks‘, Prinzenrolle-Füllung pur und entfernte die Nüsse aus Toffifee-Pralinen. Spätestens mit ihrem Video gebannten Smash hit “Verdammte Schei*e“ erlangte sie dann auch öffentliuch Weltruhm. In unserem 2 Minuten-Interview ging es ausnahmsweise mal nicht um Geschlechtsorgane, dafür um sterbende Igel, 24 Stunden-Bolognese und Dieter Bohlens Schuhe. Wohl bekomm’s!

Name: Giulia Becker
Alter: 27
Wohnort: Köln
Beruf: Autorin
Schuhgröße: Im zweistelligen Bereich
Lieblingstageszeit: Vormittag
Kontakt: twitter.com/hashcrap

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen?
Neben jemandem, der mich mag. Und der es mir nicht übel nimmt, wenn ich sabbernd auf seiner oder ihrer Schulter einschlafe.

In welcher Art und Weise warst du vor zehn Jahren anders als heute?
Ich dachte, ich wäre eine gute Poetry Slammerin und Clueso wäre gute Musik. Außerdem habe ich in einem wahnsinnig weißen Gospel Chor gesungen, im Nachhinein auch irgendwie unangenehm.

Hörst du deine eigene Musik?
Sehr selten. Ich habe ja auch erst zwei Songs, wenn ich die andauernd hören würde, wäre das die traurigste Dauerschleife der Welt.

Welche Rolle übernimmst du in kritischen Situationen?
Was ist denn eine kritische Situation? Mehr so unangenehme Stille beim Familienessen oder Drohnenangriff in meinem Vorgarten? So oder so: Den sterbenden Igel.

Worauf bist du stolz?
Ich kann ausgezeichnet Löcher bohren. Außerdem koche ich eine sehr gute 24-Stunden-Bolognese. Das ist ein riesiger Aufwand, ich koche dann 6 Kilo Bolognese und lasse die 24 Stunden köcheln. Ich habe in Deutschland noch nie eine bessere Bolognese gegessen, und ich kann sie einfrieren und noch extrem oft davon essen, ich meine, wie gut ist das? Fühle mich mega erwachsen, wenn ich Essen vorkoche. Als hätte ich mein Leben komplett unter Kontrolle.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Unstet, chaotisch, kann nicht mit Geld umgehen, ansonsten aber ganz nett.

Das schönste Kompliment, das du je vergeben hast?
Puh, keine Ahnung. Aber mein Freund hat mir neulich ein sehr schönes Kompliment gemacht: „Du kannst sehr gut aus einer Flasche trinken!“

Was liebst/hasst du an deiner Arbeit?
Ich liebe es, dass ich Quatsch machen kann und hasse es, dass dieser Quatsch so viel Arbeit macht.

Hund oder Katze?
Ich mag Hunde und Katzen. Da ich in der Stadt wohne und viel arbeite, kommt aber beides nicht in Frage. Sollte ich irgendwann mal Großgrundbesitzerin auf dem Land sein und zu viel Zeit haben, werde ich einen Chow-Chow adoptieren und er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Wolfgang heißen.

Welchen Traum willst du dir unbedingt noch erfüllen?
Irgendwann würde ich gern mal Reitstunden nehmen. Aber im Moment traue ich mich noch nicht, weil ich Angst habe dass sich das Pferd unter meinem Gewicht einen Hexenschuss oder ähnliches zuzieht.

Ohne was verlässt du nie das Haus?
Die drei großen H! Haustürschlüssel, Handy, Hose.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Meine 24-Stunden Bolognese natürlich. Im Moment habe ich aber keine mehr auf Vorrat. Ihr müsstet euch also bitte mindestens 25 Stunden vorher anmelden.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Mehr Beyoncé Konzerte in Europa, bei allen anderen Sachen bin ich schon dran.

Was sollte niemand von dir wissen?
Mit zwölf habe ich die Schuhe von Dieter Bohlen auf Ebay an einen Schweden verkauft.

Das letzte Wort:
Macht mehr Mittagsschläfchen!

 

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 15. Mai 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Michelle Houston und Denis Leo Hegic

 

Das 2 Minuten-Interview

Denis Leo Hegic und Michelle Houston wirbeln gerade die Berliner Kunstszene durcheinander. Er war Namensgeber von “Wandelism”, der wahrscheinlich erfolgreichsten Ausstellung in Berlin in diesem Jahr, und ist Kurator des neuen Museums für zeitgenössische Kunst in Taiwan. Sie ist ehemalige Christie´s Agentin, die mit Schirm, Scharm und charming accent die Berliner Szene im Sturm erobert hat. Zusammen sind sie ein ungewöhnlich offenes Kuratorenpaar, das so gar nicht zum Bild des elitären “Kurators” passen mag und stattdessen mutig und experimentierfreudig die besten Kunsterfahrungen in ihren Shows inszeniert. Für das kommende Gallery Weekend stellen die beiden die erste Soloausstellung des berühmten Künstlers Kitra mit dem Titel “Bonjour Tristesse” vor. “Bonjour Tristesse” ist ein kleines, 37jähriges Graffiti, das gegenüber der Galerie Baull am Schlesi steht. Kitra wird hierfür den gesamten Raum in eine wahnsinnige Installation verwandeln, ein walk-in Kunstwerk sozusagen. Vernissage ist am 26.04. um 19 Uhr in der Galerie Baull.

Name: Michelle Houston / Denis Leo Hegic
Alter: 29 / 38
Wohnort: Berlin
Beruf: Kurator
Schuhgröße: 40 / 42
Lieblingskünstler: Kitra / Immer der, den ich gerade ausstelle. Er/sie kriegt meine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Kontakt: mh@yesandpro.de / mail@denisleohegic.com
Starten wir mal simpel: Was ist Kunst?
M: Etwas, das als unnötig angesehen werden könnte und nicht definiert werden kann. Für mich liegen alle Freuden des Lebens in Dingen, die nicht notwendig sind.
D: Die Freiheit, diese Frage mit „ich weiß es nicht“ zu beantworten. Kunst ist Erfahrung und kein Gegenstand. Erfahrung verändert sich je nach Sinneslage, Erwartungshaltung, Alter, Gemüt… So verändert sich die Kunst auch. Von einem Sein ins andere.

Welcher Moment hat alles verändert?
M: Als ich Christie´s verließ und in eine Berliner Forschungsresidenz im Zentrum für Kunst und Urbanistik zog. Innerhalb weniger Tage ging ich vom Verkauf von Gemälden für verrückte Summen in eine umgebaute Straßenbahnhalle in Moabit.
D: Als ich Marina Zumi in einem buddhistischen Kloster in China ZUFÄLLIG geheiratet habe. Es ist meine erfolgreichste Ehe bis jetzt.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt!
M: Es gibt einen Skulpturenpark etwas außerhalb von London, wo meine Großtante eine Skulptur auf einem Hügel hat, der sowohl nach London als auch zum Meer blickt, wo ich aufgewachsen bin. Die Metallskulptur besteht aus einer Ellipse mit einem kleinen Loch am Verbindungspunkt, und für ein paar Stunden wird jeden Tag ein Lichtstrahl durch das Loch in der Skulptur erzeugt. Für mich ist dieser Ort magisch.
D: Berlin Kottbusser Tor – brutalistisch schön und brutal ehrlich. Weil er nicht fake ist und sich nicht von mainstream Bullshit beeinflussen lässt. Wenn ich zu meinem Friseur gehe, muss ich zuerst in den Dönerladen, dann durch die Tür in die angeschlossene Bäckerei und nach einer weiteren Tür bin ich bei Yunuz angekommen. Er fragt nicht „wie“ sondern nur „schneiden oder schneiden und rasieren?“.

Der am meisten unterschätzte Künstler der Welt?
M: Hmmm…. Bin mir nicht sicher, ich denke jedoch, dass viele überschätzt sind.
D: Wissen wir nicht, weil wir noch nicht von ihm gehört haben.

Wer oder was inspiriert dich und warum?
M: Ich denke, dass die interessantesten Dinge passieren, wenn wir nicht nach ihnen suchen, wenn sie als unerwartete Erfahrung kommen. Es könnte eine Begegnung in der U-Bahn sein oder ein heruntergefallenes Eis auf der Straße.
D: Ich liebe die Stadt. Alles in der Stadt inspiriert mich. Im Winter, wenn es früher dunkel wird und die Lichter in den Wohnungen früher angehen, kann man die verschiedenen Deckenlampen beobachten. Hinter jedem Fenster steckt eine andere Geschichte.

Wenn du ein Zeichentrickcharakter wärst, welche wäre das?
M: Mulan. Ich liebe auch den Soundtrack.
D: Einer aus der Feder von Miki Montlló – egal welcher.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen?
M: Francis Bacon, Studie nach Velázquez Porträt von Papst Innozenz X. Ich habe einen Druck des Gemäldes und kann es stundenlang anschauen. Als ich meine Sachen packte, um nach Berlin zu ziehen, beschriftete meine Schwester es als “Schreckliches Bild von Lord Voldormort: das schreiende cadged Inferno”. Ich erlebe es aber als seltsam erhebend und befreiend.
D: Besitzen möchte ich keines. Darüber verfügen und ermöglichen, dass es sehr viele Menschen sehen und dabei vielleicht die gleiche Emotion wie ich erfahren: da wäre die Liste endlos.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Handy?
M: Ein Urinal von Marcel Duchamp 1917, Arbeit: Brunnen.
D: Ein Bild von meinem Sohn und auf dem Lockscreen ein Bild von meiner Visitenkarte, weil ich das verdammte Ding ständig irgendwo liegen lasse.

Dein Lieblingsschimpfwort?
M: Ich schimpfe gern. Alle meine Lieblingsleute schimpfen viel. Heute ist mein liebstes Schimpfwort: tittingshitcuntbollockswank
D: Das spontane Fluchen ist bei mir immer auf Serbo-Kroatisch. Schimpfen in der Muttersprache bleibt in der DNA und du kriegst es nie wieder raus.

Wofür bist du besonders dankbar?
M: Schlechte Situationen, sie scheinen die besten Entscheidungen in meinem Leben hervorgebracht zu haben.
D: Für die Freiheit. Ohne Ideen, die frei gelebt werden, stirbt jede Gesellschaft. Dabei kann „Gesellschaft“ alles sein: Freundschaft, Unternehmen, Staat, Kunst, Liebe….

Ein Rat, von dem du nie gedacht hättest, dass er dir einmal nützen würde.
M: Um ehrlich zu sein kann ich mich nicht erinnern. Wahrscheinlich weil ich nicht zugehört habe, als ich dachte, dass es nie helfen würde. Ich neige dazu auf mein Bauchgefühl zu hören.
D: Ein Rat ist auch ein Schlag.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
M: Eine Welt schaffen, in der alle Geräte mit dem gleichen Kabel oder besser noch kabellos aufgeladen werden können.
D: Nichts. Ich halte nichts von der Macht eines Einzelnen. Ich verlasse mich auf die Intelligenz eines starken Miteinanders.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
M: Was kommt als nächstes?
D: Wie können wir eine gerechte Bezahlung für Künstler sicherstellen?

Das letzte Wort:
M: Always a warrior, never a worrier.
D: Hat immer Michelle.

Balbina

Das 2 Minuten-Interview

Balbina Monika Jagielska ist nicht nur Sängerin, Komponistin und Liedtexterin, sie ist so etwas wie der Prototyp der Künstlerin. Von der ersten Note bis zum letzten Nadelstich ihrer Bühnen-Outfits überlässt sie nichts dem Zufall. Wer das Glück hatte, sie einmal live zu erleben, weiß, was das bedeutet und welch audiovisueller Guss da auf einen niederwirkt. Der Spiegel nannte ihr Album einen Triumph deutscher Popmusik (Hallo Echooo!) und hat damit keinen Millimeter übertrieben. Mit dem Vergleich zu Sia und Björk irgendwie auch nicht. Wir haben uns getraut und mal die wirklich wichtigen Fragen in den Raum gestellt. Dafür gab es Antworten und Einsichten zu geschälten Knoblauchzehen, Mary Poppins Mottenangst (oder so ähnlich) und dem besten letzten Wort aller Zeiten. Ach ja, am 21. April spielt Balbina im Nikolaisaal in Potsdam. Tickets gibt es zwar offiziell nicht mehr, aber vielleicht hat die eine oder der andere von euch ja das Glück dabei zu sein. Danke für die Musik.

Name: Balbina
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Texterin, Komponistin
Schuhgröße: 38
Lieblingstageszeit: abends
Kontakt: Instagram: @balbina_nanana

Welche Melodie begleitet dich schon dein ganzes Leben? Dieses „Duhduhduhduh“, das immer in Cartoons oder Filmen kommt, wenn was schiefläuft.

Welches Instrument würdest du gern spielen und warum? Drums, weil ich mir das nicht vorstellen kann, wie ein Mensch das alles aufeinmal kontrollieren kann.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Mary Poppins.

Welchen ersten Eindruck machst du deiner Meinung nach? Einen verspäteten.

Die berühmte einsame Insel, welche drei Songs hast du dabei? Eher ein langes Instrumental, das man dann den Rest des Lebens variabel betexten kann.

Wen bewunderst du und wofür? Chirurgen, davor dass sie Körper aufschneiden und drin rumfuhrwerken. Gottseidank!

Im Zweifel lieber stumm oder taub? Stumm.

Welcher war der beste Rat, den du jemals bekommen hast? Man muss die Knoblauchzehe nicht schälen bevor man sie in die Presse tut!

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Am Meer.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Ans Meer.

Deine größte unbegründete Angst? Vor Motten und Schmetterlingen.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen? Helmut Schmidt, leider ist der ja nicht mehr unter uns.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nudeln mit Soße.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass jeder weltweit die gleichen Lebensbedingungen hat wie ich.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich bin ungeduldig, weiß aber eh jeder.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Das ist hier sehr umfangreich, passt schon.

Das letzte Wort: Kaugummiautomateneinwurfsschlitz.

Foto: Kerstin Musl

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 17. April 2018 | Tags: , , , Keine Kommentare

Thomas Biller

Das 2 Minuten-Interview

Es folgt die vermutlich lustigste, zugleich verstörendste, aber durch und durch wahrste Persönlichkeitsbeschreibung aller Zeiten: „Ich bin Vater, Mann, Partner, Liebender, Unternehmer, Schuldirektor, Ex-Fernsehproduzent, Ex-Koch, Ex-Patissier, Ex-Streetfoodunternehmer. Ich bin ein neugieriger Mensch mit vielen Ängsten, Abneigungen und Wünschen, der versucht sich weiterzuentwickeln, der sich bemüht ein guter Vater, ein guter Partner, ein guter Chef zu sein und in der restlichen Lebenszeit möglichst wenig Schaden anzurichten.“ Besser kann, besser darf man gar nicht versuchen Thomas Biller zu beschreiben. Deshalb lassen wir das auch einfach so stehen und wirken. Seit zwei Jahren betreibt er in Berlin die School of Life, einen Ort, an dem man die Dinge lernen kann, die wirklich wichtig sind für ein erfülltes und gutes Leben. Classes, Workshops und Events drehen sich also nicht um Mathe und Geschichte, sondern um Themen wie Liebe und Beziehung, Arbeit und Karriere, Selbsterkenntnis und emotionale Intelligenz. Fürs Leben lernen bekommt da plötzlich eine ganz handfeste Bedeutung. Demnächst stehen auch noch andere deutsche Städte auf dem Lehrplan. Wir sind gespannt.

Name: Thomas Biller
Alter: 55 Jahre
Wohnort: Berlin – Prenzlauer Berg
Beruf: Schuldirektor
Schuhgröße: 42
Lieblingstageszeit: 9-11 Uhr vormittags
Kontakt: t.biller@theschooloflife.com

 

Was hast du heute gelernt? Eine Tür geht zu, eine andere auf. Oder mit Oli Kahn: Niemals aufgeben! Immer weitermachen! Immer weiter! Immer weiter!

Wer inspiriert dich? Frei nach Nietzsche: All die Menschen, bei denen man das Gefühl hat, sie sind das geworden, was sie sind.

Was kommt nach diesem Leben? Nichts. Und das ist gut so.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich sehe, dass die TeilnehmerInnen unserer Kurse wirklich Erkenntnisse und Impulse und Anstöße für eine positive Veränderung mitnehmen. Und auch dann, wenn wir große Denker und DenkerInnen zu Gast haben, wie den Psychotherapeuten und Schriftsteller Irvin D. Yalom und von ihm spannende Life Lessons hören.

Welcher Promi sieht dir ähnlich? Eine ganz, ganz böse Zunge behauptet, ich würde Elton ähnlich sehen. Was natürlich nicht stimmt.

Wie organisierst du dich? Sehr schwer. Mit Hilfe einer langen To do-Liste und dem oft kläglichen Versuch, dort Prioritäten festzulegen.

Wann beginnt die Zukunft? Je älter ich werde, desto später. Nur der Augenblick zählt.

Was macht dich zu einem guten Freund? Dass ich dann, wenn es sein muss, immer noch da bin.

Wie würden dich deine Eltern beschreiben? Abwesend.

Du begegnest deinem 18-jährigen ‚Ich‘, welchen Rat gibst du dir? Sei mutig, versuche das, was du dir nicht zutraust, geh raus aus deiner Komfortzone. Jetzt.

Warum lügen wir? Aus Mutlosigkeit, aus Rücksicht und weil die Wahrheit manchmal gar nicht so wichtig ist. Experimente zeigen, dass es nicht lebbar ist, selbst nur einen Tag lang ausschließlich die Wahrheit zu sagen. Nicht probieren!

Du bleibst mit Dieter Bohlen im Fahrstuhl stecken. Worüber redet ihr? Über die Frage, wie man würdevoll altert.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Dass meine Tochter am ersten Tag nach den Ferien und nach einer sehr kurzen Nacht, am Morgen entgegen allen Erwartungen gut gelaunt und unglaublich lieb war.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Als ausgebildeter Koch und Patissier würde ich unter Druck stehen, also würde ich euch kochen lassen und nur Anweisungen geben. Gebratene Schwarzwurzeln mit Feldsalat, Zander mit Selleriepüree und Ratatouille und als Dessert Creme Brulée mit Rosmarin.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Im Fußball die Auswärtstorregel abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das sollte niemand wissen – nur mein Psychoanalytiker.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was macht dir zur Zeit Angst? Über was ärgerst du dich zur Zeit? Was begeistert dich zur Zeit? Das sind die drei Fragen unserer Philosophischen Mediation in The School of Life, die uns helfen, unsere Emotionen und Gedanken besser zu verstehen.

Das letzte Wort: Ich bin Atheist.

Foto: Katharina Nobis

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. April 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Philipp Koch Verheyen

Das 2 Minuten-Interview

Philipp Koch Verheyen ist einer der besten Hair & Make-up Artists des Landes. Er lebt, liebt und arbeitet in Berlin und sorgt dafür, dass sehr viele Menschen vor sehr wichtigen Kameras sehr gut aussehen. Doch nicht nur das, bei Philipps Arbeit geht es nicht nur um gut liegende Haare oder perfekt mattierte Visagen, seine Looks sind quasi Teil des kreativen Schaffensprozesses einer jeden Produktion. Wenn er dann nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, gibt es für ihn nichts Entspannenderes als zu bügeln. (Wie bitte was? Den letzten Satz mussten wir direkt noch einmal lesen, obwohl wir ihn selbst geschrieben haben.) Warum er Britney Sperars gern zu Batman umstylen würde (oder so ähnlich?) und was das mit peinlichen Socken zu tun hat, lest ihr in den folgenden zwei Minuten. Und Action!
Name: Philipp Koch VerheyenAlter: AlterslosWohnort: BerlinBeruf: Hair & Make-up ArtistSchuhgröße: 40/41 bei einer Körpergröße von 1,83mLieblingstageszeit: 9 UhrKontakt: www.alleaugenauf.de Instagram: @Alleaugenauf

Was ist Schönheit? Eine besondere Ausstrahlung und mit sich im Reinen zu sein.

Wen bewunderst du? Jeden, der das tut, was ihn erfüllt und wofür er brennt.

Wem würdest du gern ein Makeover verpassen? Britney Spears und einigen mehr…

In welcher Epoche waren die Menschen am schönsten? Ich liebe den Look aus den späten 50er Jahren.

Der Held deiner Jugend? Batman!

„Sooo Berlin“! Was soll das sein? Der Stadtteil Kreuzberg transportiert ganz gut das Lebensgefühl, das ich mit Berlin verbinde. Die unterschiedlichen Kulturen treffen aufeinander und leben im Einklang miteinander.

Womit kann man dich beeindrucken? Mit guten Argumenten.

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Von guten Serien. Und von schlechten Serien.
Was ist dir peinlich? Löcher in den Strümpfen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Kraftsport – und erstaunlicherweise fand ich Gefallen daran! :)

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Dann wäre es noch einfacher zu lieben.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine heiße Schokolade.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Hedi Slimane

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass wir alle in Frieden miteinander leben können.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich kann nicht schwimmen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ich habe dem nichts hinzuzufügen <3

Das letzte Wort: Das habe ich immer sehr gerne!

Foto: Jessica Weber

Inés Lauber

Apropos Ostern, zumindest in unserer Familie ist es Brauch, dass gerade zu diesem Fest der Tisch nicht nur besonders reichhaltig, sondern auch besonders liebevoll dekoriert gedeckt wird. Das gilt sowohl für das Drumrum als auch für das Anundfürsich, nämlich die Speisen in groß, klein und bunt. Jemand der sich mit dem effektvollen und leckeren Anrichten und Herrichten von Essbarem besonders gut auskennt, ist die wunderbare Inés Lauber. Das Lieblings-Arbeitsmaterial der studierten Produktdesignerin sind nämlich Lebensmittel. Seit 2010 arbeitet sie professionell an der Schnittstelle von Design, Kunst und Gastronomie. 2012 gründete sie ihr eigenes Design Studio, das sich mit Esskultur auf allen Ebenen beschäftigt. Seit 2016 leitet sie außerdem das Modul „Vital Forces – Food in Context“ bei Satellite Berlin – Art in Collaboration, ein Think Tank der Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Akteure aus der Food Szene miteinender verknüpft und themenübergreifend im Bereich Esskultur forscht. Unvergessen für uns bleibt ein Event in Hamburg, bei dem Inés passend zum Adventskalender unseres Kunden foodist ein 24-Gänge zauberte. Wohl bekomm’s!

Name: Inés Lauber
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Culinary Designer
Schuhgröße: 37
Lieblingszitat: Du bist, was du isst (so oft schon gesagt und dennoch so wahr)
Kontakt: www.ineslauber.com

 

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt? Taboulé (aka Couscous Salat)

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Im Kühlschrank habe ich meist nur frische Zutaten wie Gemüse oder ggf. Milchprodukte. Die Frage hätte bei mir besser lauten müssen: was sollte man immer in der Vorratskammer haben :) Kühlschränke gibt es nämlich noch gar nicht soooo lange und was Vorräte angeht bin ich sehr oldschool.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste? Ich tue mich generell sehr schwer mit Superlativen, obwohl ich durchaus begeisterungsfähig bin. Ich werde also eine Stufe tiefer greifen:
– schön: Rotkohl, aufgeschnitten
– sexy: Litschi
– hässlich: Fertigfutter aus der Dose

Was war dein Lieblingsessen als du noch ein Kind warst? Hatte ich tatsächlich nicht. Aber ich habe mich immer gefreut wenn es süßes Mittagessen gab: Pfannkuchen, Armer Ritter oder so was. Jetzt ist das für mich aber kein vollwertiges Essen mehr, sondern eher ein Nachtisch oder auch ein spätes Frühstück.

Lieber süß oder lieber salzig? SALZIG!!!

Wie sieht es bei dir Zuhause aus?
Patchwork old-new: viele alte Holzmöbel vom Familien-Clan gemixt mit ein paar neuen Teilen. Dazu viele Pflanzen, die eher wenig gegossen werden müssen. Der Balkon ist im Sommer aber immer voll mit Kräutern, Tomaten u.ä.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Alle meine Projekte aus den letzten 6 Jahren auf meine Webseite zu packen…

Dein Lieblingsfruchtwitz? Ich kenne nur Ostfriesen- und Blondinenwitze : )

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wenn es die Jahreszeit hergibt, irgendwas mit Wildkräutern.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Menschen von der Achtsamkeit vor der Natur überzeugen zu können wäre toll. So, dass sie es auch wirklich leben und nicht nur denken, weil es gerade en vogue ist.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Trump und Konsorten von ihrem Thron schmeißen.

Was sollte niemand von dir wissen? …sollte niemand wissen, oder? :)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Gute Frage, hehe. Fragt das, was ihr wissen möchtet und dann antworte ich in der Regel.

Das letzte Wort:
Durchatmen, Augen schließen und dem Wind zuhören.

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 27. März 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Askan Brehm

Das 2 Minuten-Interview

Schonmal was von einem Experiental Marketing Consultant gehört? Wenn es den Job nicht gibt, dann hat ihn Askan Brehm geschaffen. Er kümmert sich um alles „wo man was erleben kann, ein erhöhter Blutdruck im Spiel ist und die Mitarbeiter, Kunden, Fans oder Medienvertreter etwas emotionalisierter wieder nach Hause gehen als sie gekommen sind“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Fünf Minuten mit Askan bewirken, dass man sich augenblicklich beschwingter, fröhlicher und (ja!) schlauer fühlt. Gemeinsam mit Askan bastelten wir an Ideen für das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit 2018 in Berlin, das seine Handschrift tragen wird. Bevor er dann zu seinem nächsten Abenteuer nach Uruguay abgedüst ist, haben wir ihn uns kurz geschnappt und zu Ratschlägen, Lamas und Zeitreisen befragt. Oder war es anders herum?

Name: Askan Brehm
Alter: 42
Wohnort: Berlin-ish
Beruf: irgendwas mit Werbung und Medien
Schuhgröße: 46
Lieblingsprojekt: die Lichtgrenze 2014 – anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls
Kontakt: mail@askanb.com

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt?
Google

Definiere Erfolg!
Abends ins Bett zu gehen und sich auf den nächsten Tag zu freuen.

Woraus ziehst du Energie?
Spannende Inhalte, inspirierende Menschen und Geschwindigkeit.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?
In den Nahen Osten fliegen und Friedensgespräche führen.

Ein Wort, dass du viel zu oft benutzt?
aber

Was würdest du gern besser können?
Musikalisch sein – singen, tanzen und Klavier spielen können.

Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast:
In London: erst nach rechts und dann nach links gucken.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun?
Sünde klingt so religiös und als ob einer sagen könnte: das ist ok und das ist nicht ok.

Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, über den er nicht springen kann?
bitte?

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Ich habe in Chile ein Lama mit Hut umarmt ohne angespuckt zu werden. Herrlich flauschig.

Worauf bist du stolz?
Hmmm, das sind eher so kleine täglich-wechselnde Dinge, nichts wirklich großes Dauerhaftes und meistens von anderen und nicht so sehr mein eigener Kram.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ich würde zur Freude meiner Nachbarn den Grill auf dem Balkon anwerfen und euch Lamm mit einer schönen Gemüsepfanne anbieten. Oder lieber vegetarisch?

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Ich würde mir wünschen den Job der Fee zu übernehmen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Das bedingungslose Grundeinkommen einführen – überall.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein?
2028 und mal gucken wie das mit dem Grundeinkommen so klappt – ggf. zurück und nachjustieren…

Was sollte niemand von dir wissen?
Den Zugangscode zum Whatsapp Verlauf mit meinem besten Freund.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Was machst du wenn du alt bist?

Das letzte Wort:
Danke.

Gina Schöler

Das 2 Minuten-Interview

Was zählt wirklich? Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Was können wir verändern? Was macht uns glücklich? Gina Schöler ist die neue Ministerin für Glück. Nein, nicht in der GroKo, an ihrem ganz eigenen Ministerium für Glück und Wohlbefinden – ein interaktives Kunstprojekt und die Metapher einer multimedialen Kampagne, die das Thema Glück spielerisch und kreativ ins Gespräch bringt. In dieser Funktion ist die Speakerin, Trainerin und Coacherin natürlich die erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Zukunft und persönliche Balance. In Vorträgen, Workshops, Coachings und auf Veranstaltungen kann man sich seiner persönlichen Definition von Glück und Zufriedenheit nähern – alles astrein im Sinne des Ministeriums. Wir haben uns direkt schlau gemacht und unsere erste zwei Minuten Session unter dem Deckmantel des Interviews eingeheimst. Wir Glücklichen.

Name: Gina Schöler
Alter: 31
Wohnort: Mannheim
Beruf: Glücksministerin (Speakerin, Trainerin, Coach)
Schuhgröße: 36
Lieblingssuperheld: Meine Hundedame Gretel
Kontakt: Gina@MinisteriumFuerGlueck.de / www.MinisteriumFuerGlueck.de

 

Definiere Glück: Es gibt 82.000.000 Definitionen in Deutschland und ich rufe dazu auf, seine ganz eigene herauszuarbeiten. Meine persönliche Definition (abgucken gilt nicht!): Glück = Verbundenheit. Mit sich selbst, Mitmenschen und der Umwelt.

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg? Ja und Nein. Auf der einen Seite bekommen wir alle das unfassbare Leid auf der Welt mit. Auf der anderen Seite lerne ich täglich so viele Menschen kennen, die etwas ändern wollen, tatsächlich aktiv werden, neu denken, neu machen, Teil der positiven Bewegung sind und kreativ an Lösungen arbeiten. Das stimmt optimistisch. Und da ich von Berufswegen aus Optimist bin: Ja, die Richtung stimmt, aber der Weg ist noch lang. Let’s go, Schritt für Schritt.

Wann kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben? Ganz nach Pfadfindermanier: Eine kleine gute Tat tun. Manchmal ist es nur, mit offenen Sinnen die eigene Umwelt wahrzunehmen: Schauen, wer Hilfe braucht, wer ein nettes Wort oder ein Lächeln gebrauchen kann. Damit löst man ganz schnell einen Dominoeffekt der guten Gefühle aus. Letztlich brauchen wir nur eines für eine glücklichere Zukunft: Mehr Menschlichkeit.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Jetzt atmen alle mal wieder ganz tief durch und fragen sich, was wirklich zählt. Ist das, was wir gerade machen, wirklich das Richtige? Wie können wir die Welt zu einem enkeltauglichen Ort machen? Wie können wir vom Ich ins Wir kommen? Wie wollen wir leben und was macht uns glücklich?

Was hast du heute in 15 Jahren erreicht? Ich habe ein tolles Team, eine schöne Location, wo Menschen zusammen kommen und sich inspirieren lassen können. Ich habe viele Menschen erreicht und berührt und immer noch genau so viele Ideen im Kopf, die in die Tat umgesetzt werden wollen. Ganz vielleicht habe ich das reale Bundesministerium für Glück, was es bis dann gibt, kreativ beraten. ;)

Wann fühlst du dich in Balance? Wenn mein E-Mailfach nicht durchdreht, mein Handy nicht klingelt (ich hasse telefonieren…), der Wein kalt steht, der Waldspaziergang lang war und die Badewanne wartet.

Das größte Problem deiner Generation? Perfektionismus, Informationsflut, Multi-Optionizen, Unentschlossenheit

Du hast eine Sünde frei. Welche Sache würdest du tun? Ein ganzes Glas Nußnougatcreme am Stück löffeln. Ich darf die Marke nicht nennen, da bekomme ich immer Ärger.

Was würdest du tun, wenn du jeden Tag eine Stunde mehr Zeit hättest? Wenn ich seriös antworten würde, würde ich sagen: Ein gutes Buch lesen. Aber das ist geflunkert. Dafür habe ich meist zu viele Hummeln im Hintern. Wahrscheinlich endlich wieder mehr Zeit für Freunde haben. Wir sind alle mit so vielen coolen Projekten beschäftigt, dass gemeinsame Zeit gut geplant werden will.

Erzähle uns einen Witz! Oh je, mein Humor ist Geschmacksache. Ich mag es trocken, schwarz und böse, typisch für eine Glücksministerin eben. Aber hier ist etwas Seichtes:
Was ist weiß und schaut hinter einem Baum hervor? Eine schüchterne Milch. Oder leider auch einer meiner Lieblingswitze: Was ist schwarz und rollt den Berg runter? Eine Erbse im Ledermantel.
– Ich bin sehr visuell und stelle es mir immer lebhaft vor, meist muss ich dann auch laut kichern, egal, wo ich bin…

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wahrscheinlich nichts. Das würde ich an meinen Mann abgeben. Er ist leidenschaftlicher Koch und Brotbäcker. Es würde ein selbstgemachtes Krustenbrot mit Knoblauchbutter zur Vorspeise geben und zum Hauptgang irgendetwas Abgefahrenes, was seit gefühlten zwei Wochen bei Niedrigtemperatur im Backofen auf seinen Auftritt wartet. Als Nachtisch dann klassisch dunkle Mousse au chocolat – aber die esse ich alleine auf.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Fliegen können. Habe unglaubliche Flugangst und träume oft, dass ich fliege und es dann nicht so schlimm ist. Vielleicht würde mich das heilen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde es ermöglichen, dass alle unausgesprochenen Worte zur Sprache kommen, Konflikte gelöst und Missverständnisse aus der Welt geschafft werden.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ihr habt mich schon zum Schmunzeln gebracht. Mission accomplished. Es hat viel Spaß gemacht!

Das letzte Wort: Nehmt euch die Zeit und beantwortet die kleine, aber große Frage: Was macht euch glücklich? Der Rest kommt von alleine…

Sarah Desai / Nina Dreyer

Das 2 Minuten-Interview

Sarah und Nina haben gemeinsam die Agentur The Heart Art gegründet. Das Besondere dabei: es geht nicht um Design, Bits oder Worte, sondern um Töne in Form von Musik. Die beiden haben einen eigenen Musikverlag, machen kreative Kampagnenbegleitung für Künstler und setzen Markenkooperationen um. Im Rahmen ihrer „Heart Projects“ beschäftigen sie sich außerdem mit Themen, die ihnen persönlich am Herzen liegen (sagt der Name ja schon) – wie zum Beispiel Meditation, persönliche Weiterentwicklung oder Altersarmut. Kann man schonmal machen, wenn man mit tibetischen Lamas, Sanyassins, indischen Yogis, Schamanen und westlichen Achtsamkeitstrainern praktiziert. Ihren neusten Streich, „The Mindful Sessions“, gibts es jetzt als Podcast – ein dringend empfehlenswertes Hörvergnügen. Zuvor geht es aber jetzt erst einmal um persönliche Dauerbrenner, besondere Fähigkeiten (nein Nina, vom Dreier springen zählt nicht, auch nicht in verschiedenen Ländern), geniale Ideen und magische Orte. Viel Spaß!

Name: Sarah Desai / Nina Dreyer
Alter: 38 / 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikmanagerin und Mindfulness Coach / Inhaberin von The Heart Art
Schuhgröße: 36 / 38-39
Lieblingssuperheld: Black Panther / Ist Pumuckl ein Superheld? Wenn nicht, dann nehme ich die Superheldin: Ms. Marvel.
Kontakt: sarah@theheartart.berlin / nina@theartheart.berlin

 

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre dieser?
Sarah: Kendrick, weil dann einfach jeder einzelne Song meines Soundtracks unendlich dope wäre.
Nina: Hildegard Knef

Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast? 
Sarah: Don’t miss the train, girl.
Nina: Wenn Du denkst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Zitat: Papa

Welche Frau inspiriert dich? 
Sarah: Maya Angelou
Nina: Alle Frauen aus meinem privaten Umfeld inspirieren mich, insbesondere meine Schwester Kerstin.

Welches Lied ist dein persönlicher Dauerbrenner und was fühlst du dabei? 
Sarah: Es gibt für mich nicht diesen einen Song. Die Bandbreite der Dauerbrenner erstreckt sich über die Bandbreite meiner Gemütszustände – und das sind eine ganze Menge.
Nina: The Roots – You Got Me ft. Erykah Badu. Dabei fühle ich Liebe.

Welches Instrument würdest du gern spielen können? 
Sarah: E-Bass
Nina: Irgendwas cooles, ich nehme das Schlagzeug. Die Schlagzeuger sehen auch immer am besten aus ;-)

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? 
Sarah: Tesa
Nina: Das Telefon, da ich damit immer meine Liebsten erreichen kann.

Du hast eine Stunde mehr am Tag, was machst du in der Zeit? 
Sarah: Definitiv schlafen.
Nina: Schlafen.

Verrate uns einen magischen Ort! 
Sarah: Die Myall Lakes Sand Dunes in Australien. Ein magischer Ort, an dem sich früher die Aborigines für ihre Rituale trafen. Der Ort ist immer noch mit immenser kraftvoller Energie aufgeladen.
Nina: Bali

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? 
Sarah: Immer Jetzt
Nina: Auf Reisen oder wenn ich auf der Suche war und etwas oder mich gefunden habe.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? 
Sarah: Reis mit Tomatensauce, Sugar Beens und Plantane
Nina: Vegetarische Bolognese, wann kommt ihr vorbei?

Mit welcher Persaönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken? 
Sarah: Michel Houellebeqc
Nina: Mit meiner Oma väterlicherseits, die ich nie kennenlernen durfte, aber unterbewusst eine besondere Beziehung pflege.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? 
Sarah: Zufrieden sein.
Nina: Dann möchte ich alle Sprachen dieser Welt sprechen können.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Sarah: Die Angst. Wie Ghandi sagte: Angst ist der Feind. Wir denken, es sei Hass, aber es ist die Angst.
Nina: Ich würde nur den Leuten Macht geben, die damit auch verantwortungsvoll sowie respektvoll umgehen können.

Was sollte niemand von dir wissen? 
Sarah: Das, was ich hier nicht verraten darf.
Nina: Dass ich mindestens zweimal in der Woche Pommes mit viel Majo esse.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? 
Sarah: Warum Melancholie für mich die schönste aller Emotionen ist.
Nina: Möchten Sie eine Million Euro haben? Antwort: Ja!

Das letzte Wort:
Sarah: Karma is only a bitch if you are.
Nina: FckNzs

Foto: Eyecandy

Margarita Gozalvez

Das 2-Minuten Interview

Margarita Gozalvez hatte ein Problem. Für ihre Hochzeit suchte sie passend zum Drumrum ordentliches Vintage-Geschirr und zwar vergeblich. Was tut man also, wenn man ein kreativer Geist mit ausgeprägtem Faible für Altes und Schönes ist? Richtig, man gründet gotvintage Rental & Event Design, den coolsten und besten und überhauptesten Verleihservice für eben Altes und Schönes. Vom Teller mit floralen und goldenen Mustern bis zur modernen Besteck-Serie in Mattgold ist alles dabei und für große und kleine Veranstaltungen mietbar. Die gebürtige Argentinierin Margarita ist ständig auf der Suche nach einzigartigen Vintage-Schätzen, zieht neben der Arbeit ihre zweieinhalbjährige Tochter auf und gibt übrigens nie die Hand, sondern ein Küsschen auf die Wange. Latino Style versteht sich. Außerdem teilt sie unsere Abneigung gegen Tisch- und Stuhlhussen (sehr sympathisch) und unsere Zuneigung zu Gummibäumen. Vamos!

Name: Margarita Gozalvez
Alter: 36
Wohnort: Berlin
Beruf: Fashion Designerin
Schuhgröße: zu groß
Lieblingsmöbelstück: Sessel mit bunten Kissen
Kontakt: marga@gotvintage.de

 

 

Wie sieht es bei dir Zuhause aus? Modern, hell, einige Vintage Details und etwas zu viel Spielzeug. Ah, und seit Kurzem steht da auch ein Gummibaum – ich hoffe, dass er lange lebt, ha ha ha.

Dein wertvollster Besitz? Der alte Vintage Perlenring meiner Großmutter Betty.

Du kannst mit einer Zeitmaschine verreisen, welches Jahr stellst du ein und warum? Ich würde zurückreisen in das Jahr 1982, die beste Musik überhaupt: David Bowie, Eurythmics, Grace Jones, Depeche Mode etc.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Mein magischster Ort ist der Gletscher Perito Moreno in Patagonien Argentinien, da fühlt man sich wie eine kleine Ameise neben dem 70 Meter hohen und mehr als 5 Kilometer langen Eisblock.

Was bereust du bis jetzt noch nicht getan zu haben? Ich bereue nichts. Wenn ich es nicht getan habe, hatte es einen Grund und es ist immer noch Zeit Dinge zu tun.

Was haben Schmetterlinge im Bauch wenn sie verliebt sind? Zwerge.

Wofür gibst du zu viel Geld aus? Für gutes Essen, aber meist ist es das wert.

Mit welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gerne mal über einen Trödelmarkt schlendern? Ich würde mit der revolutionären Vivienne Westwood über einen Londoner Flohmarkt schlendern!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wann machen wir das? Es gibt Empanadas und Malbec!

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Teleportation, dann könnte ich eben mal schnell mit meiner Mama Mate trinken und danach in Berlin weiterarbeiten. Das wäre großartig!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Wetter in Deutschland.

Was sollte niemand von dir wissen? Wenn ich DAS sagen wuürde, würden sie es ja erfahren!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Etwas über meine Passion – wäre aber eh schwierig gewesen, das in zwei Zeilen zu beschreiben ;)

Das letzte Wort: Bitte keine Stuhlhussen mehr!