Aus dem Weg

Samuel Kutter ist offiziell unser Held der Stunde. Denn er hat mit Hangbird eines der nervigsten Probleme dimensionsbeschränkter gartenloser Großstadtwohnungen gelöst. Wenn man nicht gerade zur obligatorischen Minderheit zählt und glücklicher Besitzer eines elektrischen Wäschetrockners ist, kommt es nach jedem Waschgang unserer Alltagswäsche zu folgendem Szenario. Aus einem Winkel der Bude wird knarrend, klappernd und fluchend ein mit Gummiseilen bespanntes Metallungetüm gekramt und dekorativ im Zimmer aufgebaut. (Achtung, Finger!) Der gute alte Wäscheständer leistet nun seinen Dienst und trocknet Socken, Schlüpper und Hosen in Zimmertemperatur. Nur leider steht das Ding ziemlich oft im Weg. Zu oft um ehrlich zu sein. Also immer! Was, wenn man das ganze Setting aus den Räumen und quasi „verschwinden“ lassen könnte? Dachte sich auch Samuel und entwickelte, in Anlehnung an die gute alte Zeit, den Hangbird. Das ist eine praktische Lösung, bei der die Wäsche zum Trocknen einfach an die Decke gezogen wird. Die platzsparende Methode gibt besonders den Innenstädtern wertvolle Wohnfläche zurück. Und alle so yeah! Die Idee stammt ursprünglich aus seiner Studienzeit in England, wo er unbeabsichtigt den ersten Prototypen baute. Mit Hilfe eines Flaschenzugsystems wandert die Wäsche an Seilen die Decke hinauf. Die warme Luft sorgt für eine natürliche Zirkulation und trocknet die Wäsche schneller als üblich. Ein elektrischer Trockner wird überflüssig und gleichzeitig wird ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Richtig ins Rollen kam Hangbird mit der Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter im Sommer 2016. Das Möbelstück im schlichten, zeitlosen Design gibt es in unterschiedlichen Varianten. Zur Wahl stehen verschiedene Rahmengrößen, Holzoberflächen und Farben. Die hochwertigen Materialien wie Holz und Seile stammen aus deutscher Produktion und garantieren Langlebigkeit. Die Fertigung erfolgt in Zusammenarbeit mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Damit ihr demnächst stolperfrei durch eure Wohnung laufen könnt, verlosen wir einen 50% Rabattcode auf ein Hangbird-Modell eurer Wahl. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚HAST DU MEINE SOCKEN GESEHEN?‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Hangbird | ab 180 Euro | hangbird.net | Facebook

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 23. Januar 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Eine Tasche aus Hoffnung

Im Tragischen die Hoffnung sehen. Im Hoffnungslosen die Zukunft. Im Schlechten das Gute. Das ist die Perspektive von Nora und Vera, den Initiantinnen von mimycri. Unter diesem Label entstehen in Berlin Taschen, Täschchen und Rucksäcke aus kaputten Gummibooten. Nicht irgendwelchen knallroten Gummibooten von um die Ecke, sondern aus den Booten, mit denen in den letzten zwei Jahren über eine Million Menschen als Flüchtlinge in Griechenland gestrandet sind. Was sie alle bei ihrer Ankunft neben ihrer Vergangenheit und ihren Freunden oder Familien zurücklassen, sind eben auch die Boote, die ihnen ihre Flucht ermöglichen. Die Strände von Chios sind voll von ihnen. Aber wo die einen nur Plastikmüll sehen, sahen Vera und Nora eine Welt voller Möglichkeiten. Sie säuberten den Strand und schickten das wasserfeste, robuste Material nach Deutschland, um ihnen hier ein neues Leben einzuhauchen. Gemeinsam mit ihnen arbeiten auch zwei Flüchtlinge, die selbst erst seit Kurzem in Deutschland sind und die ihre ganz eigenen Erinnerungen an dieses Material haben, an den zeitgemäßen Designs. Wer einen Rucksack oder eine Tasche von mimycri trägt, tut auf vielen Ebenen Gutes: Der Gewinn aus dem Projekt fließt in die Arbeit von Flüchtlingsorganisationen. Man trägt einen kleinen Teil dazu bei, dass weniger Plastik die Natur zerstört. Und man schnallt sich neben einer formschönen Tasche auch eine ganze Geschichte, einen Teil kollektive Erinnerung und einen großen Klumpen Hoffnung an seinen Rücken.
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mimycri | Online Shop | Preis ab 30 € | mimycri.de | Foto Credit: Annika Nagel

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Luft zum Atmen

Es gibt Dinge, die haben einfach keinen Haken. Grundsätzlich sind wir ja immer etwas skeptisch, wenn eine Idee als einfach nur absolut toll angepriesen wird, aber beim Projekt City Tree kapitulieren wir mit Freude und sagen: Im wahrsten Sinne des Wortes ein astreines Ding! Das innovative Team des Dresdner Start-Ups Green City Solutions (Gründer Dénes Honus wurde übrigens von Forbes auf ihre „30 under 30 Europe“-Liste aufgenommen) hat eine Idee umgesetzt, die gleichzeitig der Luftverschmutzung entgegenwirkt, die Biodiversität im urbanen Raum steigert und einen hübschen Beitrag an die Aufenthaltsqualität an öffentlichen Orten leistet: eben dieser City Tree. Er ist eine Konstruktion, die aus einer bepflanzten Wand und einer Sitzgelegenheit besteht und allerorts aufgestellt werden kann. Die angebrachten Mooskulturen und Pflanzen, die eine grüne Vertikale mitten in die Stadt bringen, filtern Feinstaub und Stickoxide aus der Luft und sorgen dafür, dass unsere Atemluft bis zu 30% sauberer wird – scheinbar sei jeder 7. Todesfall in der ersten Welt auf verschmutzte Luft zurückzuführen. Höchste Zeit also für eine innovative Klima-Lösung! Dieser mobile vertikale Pflanzenfilter ist im Stande, die Stadtluft so effektiv zu filtern wie 275 Bäume – und nutzt jedoch nur 1% der Fläche. Die hübsch anzusehene Umsetzung einer total sinnvollen Idee ist also, was wir klassisch eine Win (saubere Luft!)-Win (schönere Stadt!)-Win (vielfältigere Natur!)-Win (weniger Krankheit!)-Situation nennen.
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City Tree von Green City Solutions | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Just swap it!

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Neulich in Neukölln. „Einen doppelten Espresso verlängert zum Mitnehmen, bitte.“ „Da rein?“ „Da rein!“ 320.000 Coffee To Go-Becher landen in Deutschland im Müll. Pro Stunde wohl gemerkt. Macht 2.8 Milliarden im Jahr. Geht besser, muss besser. Dachten sich inzwischen viele schlaue Menschen und starteten unterschiedliche Projekte und Initiativen, die sich des Problems annahmen und kommode Lösungen für die Veränderung unseres Konsumverhaltens bieten sollen. Das aktuell spannendste heißt „JUST SWAP IT, kommt vom Boodha Project und feiert gerade seine Pilotphase in Berlin. Ganz sachte wollten Ulli und Clemens starten und ihre Pfand-To-Go-Becher (erklären wir gleich) in ausgewählte Läden in Neukölln und Kreuzberg bringen. Die Resonanz allerdings war so überwältigend, das inzwischen immer mehr Gastronomen und passionierte Unterwegs-Trinker nach Nachschub und Verbreitung schreien. Das JUST SWAP IT-Prinzip ist schnell verstanden. In allen teilnehmenden Cafés, Bars usw. stehen ultraschicke Becher samt Deckel und Anti-Tropf-Gummi in zwei Größen für euch zur Auswahl. Die Becher bestehen aus biologisch abbaubaren Bambusfasern, sie sind spülmaschinenfest, extrem leicht und fühlen sich verdammt gut an. Für vier schmale Euro könnt ihr das gute Stück mitnehmen. Im Prinzip habt ihr jetzt für vier Euro einen tollen Becher erworben, den ihr immer überall hin mitnehmen und befüllen lassen könnt. Soweit so bekannt. Das Besondere ist, ihr könnt den Becher auch jederzeit wieder bei irgendeinem teilnehmenden Café zurückgeben und bekommt eure vier Euronen wieder. Die sind nämlich nichts anderes als ein Pfand – besonders praktisch wenn ihr gerade irgendwo seid, euch die Kaffeelust überkommt, ihr euren Becher aber nicht dabei habt. Keksegal, neuen Becher mitnehmen und bei nächster Gelegenheit wieder da lassen. Lange Rede kurzer Sinn, JUST SWAP IT ist ein Pfandsystem für To Go-Becher. Und zwar eines, das wirklich funktionieren kann. Es trifft genau den Nerv der Zeit, schließlich hat sich auch der neu formierte Berliner Senat dem Kampf gegen den Bechermüll verschrieben und setzt sich für ein flächendeckendes Mehrwegsystem ein. Wir wünschen dem Projekt nicht ganz uneigennützig den Siegeszug durch die Berliner und später auch landesweite Coffeelandschaft. Am Schluss noch ein persönlicher Dank: Liebe Boodhas, danke dafür, dass es endlich einen To Go-Becher gibt, der klein genug ist, dass man ihn mit einem ‚doppelten Espresso verlängert‘ befüllen kann ohne sich komplett blöd dabei vorzukommen. Size does matter.
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Just Swap It! | Boodha Project | Webseite | Facebook

Grill it like it’s hot.

Grill it like it’s hot.

Na gut, das Wetter ist heute so mittel. Aber, der WM Sommer hat gerade erst begonnen. Und was gibt es Schöneres als mit Freunden gemeinsam im Park zu sitzen und zu grillen? Nix. Und genau deshalb wollen wir euch in unserer heutigen Ausgabe mal ein paar unserer absoluten Lieblingssommergrillprodukte ans Herz legen. Fangen wir beim Grill an: So viel Spaß das fröhliche Park BBQ auch macht, wir sind nicht die Einzigen, die sich auf der Liegewiese tummeln und nachher sieht die Grünanlage meist aus wie eine regelrechte Müllhalde. Grund genug, sich mit einem ökologischen Highlight einzudecken: dem EcoGrill. Der ist nämlich aus reinem Erlenholz, und damit vollständig ökologisch abbaubar. Nach dem gut zweistündigen Grillerlebnis verbrennt der Grill einfach gleich mit. Der Eco hat außerdem noch nicht mal einen chemischen Grillanzünder nötig. Er wird durch einen mitgelieferten Anzündwürfel aus Kiefernholz und pflanzlichen Ölen angefeuert. Alles, was ihr braucht, ist eine feuerfeste Unterlage aus Sand oder Stein, und einen Rost oder eine Aluschale, auf der die Grillleckereien brutzeln können. Das Erlenholz wird übrigens schon seit Jahrhunderten zum Räuchern von Lebensmitteln verwendet. Es riecht also lecker und wer will kann im Selbstversuch gleich mal die Stockfischangel drüber halten. Es ist angezündet!

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EcoGrill | Preis: 7,50 € | sincerta-shop.deavocadostore.de

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 25. Juni 2014 | Tags: , , Keine Kommentare

Uns scheint die Sonne aus dem Glas!

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Uns scheint die Sonne aus dem Glas!

Also mal ganz im Ernst, wem beim Anblick unserer Sonnengläser noch kein Licht aufgeht, dem ist bei aller Liebe nicht mehr zu helfen. Tagsüber sammeln die Einmachgläser Sonnenstrahlen und laden damit die eingebauten Solarzellen mit Energie auf. Abends erhellen sie bis zu zwölf Stunden lang Gärten, Balkone, Grillplätze, WM-Studios oder was auch immer und zwar strom- und anschlusslos mithilfe der im Deckel eingebauten LED-Leuchten. Es gibt sogar einen putzigen Ein- und Ausmachmechanismus, via magnetischem Klappbügel. Und weil das Sonnenglas eigentlich ein Einmachglas ist, kann man es auch nach Herzenslust mit allen möglichen dekorativen Dingen füllen. Mögen die Schattenspiele beginnen. Entstanden ist das Prdoukt aus einer Notwendigkeit. Mangelnde Stromversorgung ist in vielen Teilen der Welt und vor allem Afrikas ein ernsthaftes Problem. Was es dort hingegen zur Genüge gibt, sind Sonnenstunden. Genau da setzte das deutsche Unternehmen ‚Sonnenglas‘ an und entwickelte eine simple aber vollwertige Lichtquelle für Menschen in Gebieten ohne Stromversorgung. Über 400.000 dieser Gläser wurden inzwischen von den 55 festangestellten Mitarbeitern aus Soweto und Alexandra in Vollzeit gefertigt. Wir fassen zusammen: Ein echtes Kult-High-Tech-Produkt, ‚handmade with love‘ in Südafrika, das Energie spart, die Umwelt schont und verdammt viel Spaß macht. Keine weiteren Fragen euer Ehren. Bestellungen werden HIER entgegen genommen. Wer von euch auch ganz schnell Sonne statt Marmelade einmachen will, schreibt schnell eine E-Mail mit dem Betreff ‚I WEAR MY SUN JARS AT NIGHT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

 

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Sonnengläser | Preis: ab 29,90€ | sonnenglas.net

 

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 25. Juni 2014 | Tags: , , , Keine Kommentare