Eran Shakine

Das 2 Minuten-Interview

Eran Shakine macht Kunst, die bewegt. Er malt, zeichnet und schafft Skulpturen und Kunst im öffentlichen Raum. Seine Eltern sind Shoa-Überlebende und er selbst durchlebte fünf Kriege. Heute pendelt er zwischen Tel Aviv, New York und London. Seine Werke werden in Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt und gehören zu den Sammlungen einiger der renommiertesten Kunsthäuser überhaupt, darunter das British Museum, das Aachener Ludwig Museum oder das Tel Aviv Museum of Art. Seine aktuelle Austellung, die gerade im Jüdischen Museum München gezeigt wird, trägt den Namen ‚A Muslim, a Christian and a Jew‘. Die drei sehen in den skizzenhaften Zeichnungen übrigens alle gleich aus, sind äußerlich also nicht voneinander zu unterscheiden und führen gängige Ressentiments mit hintergründigem Humor ad absurdum. Wir bedanken uns für ein ganz wunderbares und irgendwie glücklich machendes Interview. P.S. Wir haben jetzt auch immer einen Stift dabei.

Name: Eran Shakine
Alter: 56
Wohnort: Tel Aviv
Beruf: Künstler
Schuhgröße: It depends, for sneakers it’s 43
Lieblingsort in Berlin: Vor der Büste der Nofretete
Kontakt: eranshakine@gmail.com

Beschreibe deine Arbeit in drei Worten!
33,3% sozial 33,3% künstlerisch 33,3% konzeptionell

Wenn du kein Künstler geworden wärst, dann sicherlich…
Für ein paar Jahren habe ich ein Bild angefertigt, auf dem stand: “Where would I have been if I was investing all this creativity and commitment in Hi Tech“

Schließe die Augen und denke an etwas Schönes. Woran denkst du?
Eine frische weiße Leinwand, die darauf wartet, bemalt zu werden. Das ist gleichzeitig auch das Angsteinflößendste, an das ich denken kann.

Eine gute Tat, die jeder tun kann bevor das Jahr zu Ende geht?
Sprich mit jemandem, der ganz anders ist als du. Jemand mit dem du normalerweise nie sprechen würdest.

Ohne welchen Gegenstand verlässt du nie das Haus?
Einen schwarzen Graffiti Marker. Du weißt nie, wann es Zeit wird, dich selbst auszudrücken.

Was bereust du bisher noch nicht getan zu haben?
Mein nächstes Projekt.

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist?
Der Künstler Karl Appel, für den ich in NYC als Assistent arbeiten durfte.

Wer hat das „Betreten verboten“-Schild auf den Rasen gestellt und vor allem wie?
Rules are made to be broken.

Welche Farbe nimmt ein Chameleon an, wenn es in einem Raum voller Spiegel sitzt?
Ich weiß es wirklich nicht, aber vielleicht kommt so seine wahre Farbe zum Vorschein.

Wann hast du zuletzt etwas Neues probiert und was war es?
Gerade versuche ich nach der Regel zu leben, möglichst oft Ja zu sagen. So wie in Jim Carrey’s Film „der Ja-Sager“.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen trinken gehen?
Pablo Picasso

Wann sollten wir dich in Tel Aviv besuchen?
Im Frühling oder im Sommer, zu der Zeit ist das Schwimmen im Meer eine wunderbare Erfrischung.

Was würdest du für uns kochen, wenn wir dich zuhause besuchen?
Frischen Salat mit echtem, lokalem Bio-Gemüse und dem besten Olivenöl eures Lebens.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Auch wenn es vielleicht naiv klingt, aber ich hätte gern die Macht, die Verschmutzung der Erde umzukehren.

Was sollte niemand von dir wissen?
Als Künstler kann ich keine Geheimnisse zurückhalten. Mein Innerstes findet Ausdruck in jedem Kunstwerk.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Bist du glücklich?

Das letzte Wort:
Always think outside the box.

Foto: Shay Kedem

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Power to the P-E-O-P-L-E

Ok, dass wir zu einem Thema ein zweites Mal berichten, kommt extrem selten vor. Nein, es kommt eigentlich überhaupt nie vor. Da müsste dann schon etwas ziemlich besonderes anstehen, um mit dieser Logik zu brechen und was soll man sagen, genau so ist es. Als eine Gruppe unserer liebsten Musiker und Menschen um die Brüder Aaron und Bryce Dessner von The National, Justin Vernon von Bon Iver und Nadine & Tom Michelberger vor zwei Jahren rund 80 Musiker in den einmaligen Studios des Berliner Funkhauses versammelten, um sich eine Woche lang miteinander auszutauschen und auszuprobieren, war das eine Sensation und so etwas wie die Wiederbelebung der erwartungsbefreiten künstlerischen Freiheit. Am Ende standen Bon Iver, Damien Rice, The National, Alt-J, Erlend Øye, The Staves und viele mehr zusammen auf der Bühne und klangen allen, die dabei waren, noch lange im Ohr. Seit dem vergangenen Sonntag nun sind wieder über 150 internationale Künstler versammelt im Michelberger Hotel und den Studios des Funkhauses, um miteinander zu proben, Songs zu schreiben, sich gemeinsam weiterzuentwickeln und auf neue Ideen zu kommen. Am kommenden Wochenende dann öffnen sich im Funkhaus die Türen für zwei Tage mit öffentlichen Konzerten, an denen alle Ergebnisse auf sieben Bühnen präsentiert werden. Alle teilnehmenden Musiker werden in verschiedenen Konstellationen mehrfach über das gesamte Wochenende auftreten. Es geht um neue Musik, kreative Freiheit, unerwartetete Kooperationen und einzigartige Arrangements. Mit von der Partie sind unter anderen Leslie Feist, Damien Rice, Chefket, Henning May (Annemaykantereit ) Kurt Wagner (Lambchop) und Musiker von Projekten wie Bon Iver, The National, Arcade Fire, Mouse on Mars, Woodkid, Young Fathers, Sinkane, The Staves, Boys Noize, Jonsi & Alex, Parcels, Liima, Polica und viele mehr. Ach ja, einen echten Zeitplan gibt es nicht. Die Besucher werden in zwei Gruppen geteilt und rotieren ständig zwischen den Bühnen. Nach 20 Uhr treffen sich alle auf der Hauptbühne zu den PEOPLE Mixtapes, die die Highlights der Woche zusammenbringen. Fetter Scheiß! Wir verlosen 2×2 Abend-Tickets für Samstag oder Sonntag. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ´PTTP‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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PEOPLE Festival
| Funkhaus, Nalepastraße 18, 12459 Berlin | 18.-19.08.18, ab 12 Uhr | Tickets | https://www.p-e-o-p-l-e.com

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. August 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Back to the 90’s

Berlin und die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts sind untrennbar miteinander verbunden. Unbestritten fügte die Dekade nach dem Mauerfall der wilden und wechselvollen Geschichte der vorherigen, dann geteilten und später wieder ganzen Hauptstadt eines seiner spannendsten Kapitel hinzu. Wer dabei war kann sich nicht mehr daran erinnern, sagen manche halb im Spaß. Tatsächlich vergisst man nie das Gefühl von Freiheit im wilden Osten und Westen, den endlosen Kosmos an Möglichkeiten zwischen verlassenen Autos, illegalen Clubs und politischem Umbruch. Die 90er, das war eine Zwischenzeit, in der das Alte per Ansage vergangen, das Neue aber irgendwie noch nicht da war. Der Mythos Berlin als pulsierende Partystadt, als Metropole der Kreativität und schäbig schönen Selbstverwirklichung war geboren. Ab dem 4. August 2018 lässt die Ausstellung nineties berlin das Hauptstadtleben der 90er Jahre wieder aufleben. In den historischen Räumlichkeiten der Alten Münze geht es darum, was in Berlin nach der Wende passierte und wie sich der Alltag dort räumlich und persönlich völlig neu orientierte. Welche alternativen Formen von Kunst und Kultur waren überhaupt möglich? Wie haben sich die Menschen diese Freiräume genommen? Und welche politischen, wirtschaftlichen und regionalen Probleme gab es zu dieser Zeit in Berlin? Die Ausstellung beantwortet manche Fragen, lässt wieder andere unbeantwortet und bietet dabei unverblümt für viele neue Blickwinkel auf die Erkenntnisse zur Stadt-, Politik- und Gesellschaftsentwicklung im Berlin der 90er. Sie zeigt, wie die genutzten Freiräume zu einer historisch einmaligen Bewegungen führten. Sie zeigt aber auch, dass diese kreativen Freiheiten heutzutage immer wieder sinnlos begrenzt werden. Wir verlosen 1×2 Tickets für die kleine Zeitreise im Herzen der Stadt. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MARUSHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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nineties berlin | Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin | 04.08.18 – 28.02.19 | Tickets ab 11,25 € | www.nineties.berlin

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN]

Vier internationale Künstlerinnen, vier Wochen künstlerische Arbeit in einem Galerieraum, den sie als Atelier nutzen und eine anschließende Ausstellung, bei der die entstandenen Arbeiten in ihrem Entstehungskontext präsentiert werden. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist der Titel des „Projekts“ (das Wort nehmen wir jetzt mal als Platzhalter), der wörtlich genommen werden will. Der Lichthof Ost im Hauptgebäude der Humboldt-Universität wird für einen Monat zum temporären Atelier und Austellungsraum zugleich. Während der Atelierphase wird der Raum in regelmäßigen Abständen Besucherinnen und Besuchern zugänglich gemacht und es werden von den Künstlerinnen selbst geleitete Workshops angeboten. Den Entstehungsprozess der Ausstellung kann man so nicht nur begleiten sondern auch mitgestalten. Im Anschluss an die Arbeitsphase werden die entstandenen Werke ohne Veränderung der Raumsituation in einer zweiwöchigen Ausstellung präsentiert. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist also als Handlungsaufforderung zu verstehen, den [Raum zwischen den Klammern] zu füllen, Katalogbeiträge zu verfassen, Impuls-Führungen anzubieten und ihr am Ende tatsächlich einen Titel zu geben. So hinterlassen alle Beteiligten ihre Spuren, bewegen und inspirieren einander. Dazu geben verschiedene Diskursveranstaltungen die Möglichkeit zum Dialog zwischen Künstlerinnen, Kuratoren und Besuchern. Das „Projekt“ ist also mehr als eine Ausstellung, es ist ein vierwöchiger, lebendiger interaktiver Kreations- und Erlebnisprozess im weiten künstlerischen Raum. [Sehr spannend, finden wir].
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[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] | Kleine Humboldt Galerie, Unter den Linden 6, 10099 Berlin | ab 11.07.18 | www.hu-berlin.de

Alles sofort

„…ein Moment der Überraschung, eine Spannung, einen Herzschlag lang… Ein völlig einzigartiges Ding… ein kleines rechteckiges Bild in seinem eigenen Rahmen. Keine Kopie, kein Abzug, nichts Vervielfältigbares oder Wiederholbares.“ Wenn man Wim Wenders, einen der großartigsten und stilprägendsten Regisseure, die Deutschland je hervorgebracht hat, über Sofortbilder der Marke Polaroid sprechen hört, ist man augenblicklich fasziniert. Seine Beschreibung lässt so etwas wie einen Sehnsuchtsort in uns entstehen, sie klingt nach der Antithese der modernen Fotografie, ja gar unseres ganzen durch die Digitalisierung auf das vermeintlich unmittelbare ‚Jetzt‘ beschleunigte Leben. Alles immer, alles sofort. Denn was für den Moment bestimmt ist, strebt nicht danach zu bleiben. Als das damals noch sehr junge Unternehmen Polaroid Ende der 1960er Jahre die Sofortbildkamera entwickelte, war dies eine technische Revolution. Die Bilder ließen sich in nur wenigen Minuten entwickeln, besaßen einen ganz eigenen Look, den typischen Schmelz. Die Polaroid-Kamera wurde nicht nur zum Medium der Wahl für Wim Wenders, sondern für ganze Generationen von Fotografen und Künstlern. In den letzten Jahren feiert die Ikone nun ein Revival. Ironischerweise nicht wegen der Geschwindigkeit, in der die Bilder nach der Aufnahme verfügbar sind, sondern gerade wegen der im Vergleich zu heutigen Maßstäben neuen alten Langsamkeit, die den Begriff „sofort“ auf wunderbare Art und Weise ad absurdum führt. Sofortbild, das bedeutet sich Zeit nehmen, Moment begreifen und für die Ewigkeit zu bannen. Es ist die Umkehr des Entwertungskreislaufs der Möglichkeiten, der die Fotografie heute begleitet. Vom 7. Juli bis zum 23. September präsentiert C/O Berlin zwei großartige Ausstellungen rund um die stilbildende Ästhetik des Polaroids. ‚Wim Wenders . Sofort Bilder‘ zeigt erstmals eine Auswahl von etwa 240 Polaroids des preisgekrönten Regisseurs, Filmemachers und Künstlers. Die Bilder sind eine Art visuelles Notizbuch, Experimentierfeld und Reisebericht. Sie zeigen persönliche und einmalige Aufnahmen von Filmsets und Reisen durch ganze Welt, Wim Wenders in privater Umgebung oder Porträts von Persönlichkeiten wie Annie Leibovitz, Dennis Hopper oder Peter Handke. Das ‚Polaroid Projekt‘ hingegen ist eine einmalige Zusammenfassung von rund 250 Bildern der weltweiten Polaroidbestände in den USA und Europa. Den Werken von Künstlern wie Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, David Hockney, Robert Mapplethorpe oder Erwin Wurm werden Kameramodelle, Konzepte und Prototypen der innovativen Technologie zur Seite gestellt.
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C/O Berlin | 07.07.-23.09.18 | Amerika Haus, Hardenbergstr. | Eintritt 10 €/6 € (erm.) | Wim Wenders. Sofort Bilder | Opening 06.07.18, Künstlergespräch mit Wim Wenders und Andrea Thilo am 08.07., 12 Uhr | co-berlin.org/wim-wendersDas Polaroid Projekt | Opening 06.07.18 | co-berlin.org/das-polaroid-projekt

PIF PAF

 

Schon einmal was vom aquarium am Kotti gehört? Noch nie? Wir hätten da direkt mal einen hervorragenden Anlass in petto. Im aquarium schlägt nämlich vom 6. bis 10. Juni das Herz des Performing Arts Festival 2018, liebevoll PAF abgekürzt. Im Rahmen des PAF (das sagt man einfach so gerne) werden über 140 Inszenierungen aus Theater, Tanz, Performance und Schauspiel an diversen Spielorten in Berlin aufgeführt. Ob im Norden von Pankow oder im äußersten Süden Neuköllns, das Programm führt quer durch alle Genres und Spielarten. Das aquarium ist so etwas wie die ultimative Infozentrale des Festivals, abends werden Konzerte und Late-Night-Events in Loungeatmosphäre veranstaltet. Der diesjährige Startschuss fällt im traditionsreichen Szeneclub SO36. Unter dem Motto „Open Up PAF“ eröffnen alle Beteiligten die prall gefüllte Woche. Nicht mehr wegzudenken ist das Programmfenster „Introducing“, das sich dem künstlerischen Nachwuchs widmet und mittlerweile zum festen Bestandteil des Festivalkalenders zählt. Es zeigt die künstlerischen Impulse junger Künstlerinnen und Künstler, auf die sich die Freie Szene Berlins zukünftig freuen darf. Um den Überblick zwischen den zahlreichen großen Häusern, kleinen Bühnen und ungewöhnlichen Veranstaltungsorten nicht zu verlieren, bieten die Kunstschaffenden der Freien Szene ihre Expertise in geführten Touren an. Für alle, die das Festivalprogramm auf eigene Faust erkunden wollen, schlagen Wanderwege verschiedene thematische Routen vor. Eine Übersicht des Stadtplans findet ihr hier!
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Performing Arts Festival Berlin | 05.06.-10.06.2018 | in der ganzen Stadt | performingarts-festival.de | Facebook Eventlink | Tickets

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 29. Mai 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Marcel Schlutt

Das 2 Minuten-Interview

Marcel Schlutt hatte es mal mit Pferden. Er hütete unter anderen echte Kaltblüter. Als er eine erste Zeitschriftenidee (nicht Wendy) entwickelt, wird diese ihm (Achtung!) kaltblütig aus der Hand gerissen. Spätestens damit war klar, wie er sein eigenes Magazinbaby, das er wenig später aus der Taufe hob, nennen würde. Das KALTBLUT Magazine ist inzwischen eine wichtige Plattform und Bühne für noch unbekannte Talente und Labels aus Mode, Kunst, Musik, Film und Fotografie. Gemeinsam mit Art Director Nicolas Simoneau spürt Marcel als Editor in Chief den wichtigsten Lifestyle-Trends nach und bringt sie in sehr eigener Weise in Wort und Bild zu Papier. Das haben wir schmalos ausgenutzt und uns direkt ein paar Geheimtipps in Sachen Mode bei ihm abgeholt. Wenn Marcel nicht gerade in die Luft guckt oder zur Wegbassen-Demo aufläuft, träumt er sich mit Peaches und Vivienne Westwood nach Portugal, lebt von selbstgebackenem Brot und tanzt heimlich zu Lady Gaga. Obwohl, das sollten wir eigentlich gar nicht verraten…

Name: Marcel Schlutt
Alter: 40
Wohnort: Berlin
Beruf: Editor in Chief, Fashion Editor, Hans guck in die Luft
Schuhgröße: 43
Lieblingswort: knorke
Kontakt:www.kaltblut-magazine.com

Was ist guter Stil? Stil ist ja auch immer Geschmackssache. Ich finde Menschen, die sich typgerecht anziehen und nicht jedem Trend hinterher laufen, stilvoll.

Welchen Designer/Künstler sollten wir für die Zukunft auf dem Schirm haben? Mein Lieblingsdesigner ist Fedrico Cina aus Italien (federicocina.net). Er ist mit Abstand das größte Talent der Modewelt.

Twitter, Youtube-Channel, Soziale Netzwerke – warum brauchen wir in Zukunft überhaupt noch klassische Publikationen? Weil die Social-Media-Blase bald platzt. Diese ganze Influencer-Soße geht dem Ende zu.

Die Queen lädt zum Tee ein. Was ziehst du an? Oh! Ich würde was vom Berliner label BRACHMANN anziehen.. klassisch, mit Stil. Und unten drunter ’n Jock… mal sehen ob Harry nicht doch anbeißt.

Wer ist die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Peaches!!!! Eine Ikone!! Vivienne Westwood – eine Göttin! In meinen Träumen ist Peaches meine Mutter und Miss Westwood meine Oma.

Welche war die beste Fotostrecke, die ihr je abgedruckt habt? Das ist schwer zu sagen – alles was die Berliner Künstlerin Suzana Holtgrave für uns jemals gemacht hat.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Die #afdwegbassen Demo am Sonntag in Berlin!

Welche verbotene Sache sollte jeder einmal getan haben? Nachts in ein Schwimmbad einbrechen und mit Freunden nackt schwimmen.

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Da kann es nur eine Antwort geben: Portugal! Für mich das tollste Land dieser Welt!

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Irgendwas, das teuer ist, damit ich es wieder verkaufen kann.

Was ist dein wichtigster Charakterzug? Dass ich für meine Liebsten bis aufs Blut kämpfen würde. Ohne wenn und aber. Und Loyalität.

Wann hast du zuletzt etwas Neues getan und was war das? Momentan versuche ich einfach so in den Tag hineinzuleben. Für mich ist das etwas Neues.. keine täglichen Emails.. kein Marketing, kein Magazin. Einfach nur mal ICH sein.

Was müsste noch erfunden werden? Beamen! Es wäre so geil, wenn man sich jederzeit in Sekundenschnelle von A nach B beamen lassen könnte.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Schnitzel. Oder ich würde euch etwas backen. Meine selbstgebackenen Brote sind der Hammer.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Öffentlicher Nahverkehr wäre frei für jeden. Bezahlt von denen mit viel viel Geld.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich manchmal ganz heimlich, wenn ich alleine bin, einen Lady Gaga Song höre und wild dazu tanze, obwohl ich ständig gegen die Dame hate.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum würdest du niemals in die USA reisen?

Das letzte Wort: Geht raus, steht auf und verändert was in dieser Welt!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. Mai 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Nackenstarre garantiert

Berlins moderne Straßenkunstgeschichte begann mit einem Baum. 1975 malte der wunderbare Ben Wagin seinen Weltbaum an eine Häuserwand am S-Bahnhof Tiergarten. Berlins erstes Mural, so heißen die großen hand- und / oder dosengemachten Wandbilder, veränderte das Gesicht der Stadt für immer und wurde zur Ikone eines urbanen Kunstverständnisses: Kunst findet auf der Straße statt, interagiert, provoziert, amüsiert, braut Brücken und schafft Dialog. Zwar werden gerade die hausgroßen, vergänglichen Bildwelten inzwischen immer häufiger von großen Marken mit Stern oder Label zu Werbezwecken genutzt, der Energie und Kreativität, mit der junge und etablierte Künstler ihre Werke an die Wände bringen, hat das keinen Abbruch getan. Ganz vorn dabei ist die Dixons Crew, die zuletzt mit „The Haus“ Stadtgeschichte geschrieben und für massenhaft Besucherströme gesorgt hat. Und weil das drinnen so gut funktioniert hat, machen sie jetzt draußen weiter. Mit dem Berlin Mural Festival feiern sie die Straße und ihre Kunst auf der größten Open Air Gallery, die Berlin je gesehen hat. Über 10.000 qm Fläche, kleine Wände, große Wände, Szene-Bezirke, echte Kieze, junge Künstler, Urgesteine, eine Gang, ein Bang, ein Fest. Zur Veranstaltung gibt es eine eigene App, die Hintergründe zu Motiven und den Künstlern und eine interaktive Straßenkarte liefert, die den schnellsten Weg zu den rund 30 Murals und den drei Party-Spots zeigt. Am Samstag gibt es gegenüber der East Side Gallery ab 14 Uhr feine Tanzmusik um die Ohren. Zeitgleich lässt die Blockparty in Kreuzberg den Hip-Hop Spirit wiederauferstehen. Der Paint Club an der Warschauer Straße lockt mit analogem Battlecharakter und Skatemoves. Zum Heavy End laden die Veranstalter am 21. Mai zur Closing-Party in eine verlassenen Fabrik ein. Ach ja, ein neuer Weltbaum entstand inzwischen auch. Das Ben Wagin Original muss nämlich nach bald 50 Jahren einem Neubau weichen und wurde von den Künstlern deshalb kurzerhand umgepflanzt. In diesem Sinne, Nackenstarre garantiert.
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Berlin Mural Festival | 19.05. – 21.05. | berlinmuralfest.de | Facebook Eventlink | Credit: millionmotions.com

Hello World!

Ja, es ist wieder soweit. Das Gallery Weekend steht bevor und damit der fast schon obligatorische Gallerie-Marathon für alle Kunst- und/oder Prosecco-Fans (kleiner Spaß). Die Antwort auf alle Fragen lautet diesmal 47, denn genau so viele Galerien und Ausstellungen stehen zur Wahl. Wo sollte man unbedingt hingehen, was kann man sich getrost sparen? Ehrlich gesagt: wir wissen es natürlich auch nicht. Doch genau dieses Treibenlassen und Entdecken machen ja den besonderen Reiz des Kunstwochenendes aus. Drei unserer Highlights möchten wir euch dennoch ans Herz legen. Da wäre natürlich und allen voran der größte Player auf dem Spielfeld. Mit ‚Hello World. Revision einer Sammlung‘ untersucht der Hamburger Bahnhof kritisch die Sammlung der Nationalgalerie und ihrer vorwiegend westlichen Ausrichtung. 200 Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos und Filme von rund 80 Künstlerinnen und Künstlern bilden die Ausgangspunkte zur Erkundung verborgener Erzählungen und neuer Perspektiven auf die Sammlung und ihre Geschichte. Der gesamte (!) Hamburger Bahnhof wird dabei bespielt und zum gigantischen Spielfeld für die Erkundung der Ausstellung der Zukunft. In der König Galerie schafft Claudia Comte mit neuen Skulpturen, Fichten (ja, Fichten) und einer multi-chanel Video-Installation eine beeindruckende Atmosphäre. Die Ausstellung bringt maßgebliche Aspekte von Comtes Schaffenszeit zusammen. Der Fokus liegt auf der Geschichte von Materialien und dem Spiel zwischen dem Alten und der digitalen Technologie. Systematisches Chaos gibt es in der ersten Soloausstellung von Kitra. Für die Dauer der Ausstellung wird die Galerie Baull kurzerhand in ein Gesamtkunstwerk transformiert. Anstatt an der “Wand zu hängen” wird die neue Leinwandserie von ihm in den Raum integriert. So sind manche Werke laut und sichtbar, andere versteckt wie Chamäleons. Ausgangspunkt der Ausstellung ist das ikonische “Bonjour Tristesse” Graffiti am Eckgebäude an der Schlesischen Straße. Dieser kleine Störer steht symbolisch für die Straßenkultur der Schlesi-Welt und könnte als Ausstellungstitel nicht gegensätzlicher zu der Farbigkeit von Kitra ́s Kunst stehen. Ach ja, die Kuratoren der Ausstellung haben wir im Interview. Einmal weiterscrollen bitte!
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Gallery Weekend Berlin | 27.–29.04. | gallery-weekend-berlin.de | Hello World. Revision einer Sammlung, Fr. 27.04.18, 20 Uhr, Hamburger Bahnhof, Berlin, Facebook | Claudia Comte | Evelyne Axell, Fr. 27.04.18, 18 Uhr, König Galerie, Berlin, Facebook | Kitra „Bonjour Tristesse“, Do. 26.04.18, 19 Uhr, Baull Galerie, Berlin, Facebook

Blumenbilder

Also, über einen Mangel an Alternativen in Sachen Workshops kann man sich in Berlin nun wirklich nicht beschweren. Stricken, nähen, Pflanzen retten – es gibt quasi nichts, was es nicht gibt. Dementsprechend skeptisch sind wir inzwischen beim Beäugen der Möglichkeiten. Erst Recht, wenn jemand daher kommt, um mit Pflanzen zu malen. Wir wiederholen: mit Pflanzen zu malen. Richtig gelesen, es geht bei dem von Textildesignerin und Kunstlehrerin Nikolett Szakacs veranstalteten dreistündigen Workshop nicht darum, Pflanzen möglichst detailgetreu auf Papier oder Leinwand zu bringen, sondern auf sehr natürliche Art und Weise selbst Farben aus Pflanzen zu gewinnen. Dabei werden die organischen Materialien der gesamten Pflanze verwendet. Der erste Teil des Workshops befasst sich mit der Herstellung der Farben. Im zweiten Teil wird dann mit den Farben aus frischen Pflanzen tatkräftig gemalt. Die botanischen Inhaltsstoffe sind – anders als die synthetischen – völlig ungiftig. Besondere Vorkenntnisse werden übrigens nicht vorausgesetzt. Am Ende darf jede und jeder das selbst kreierte Kunstwerk sowie drei verschiedene Arten von Pflanzenfarbe behalten und mit nach Hause nehmen. Der Kurs kostet 60 Euro und findet als nächstes am Samstag Nachmittag im Prenzlauer Studio in der Winsstraße statt. Wer fix ist, kann hier per Mail noch einen Platz ergattern. Na und wer weiß, vielleicht hängt dann ja beim nächsten Gallery Weekend ein echter Rhododendron-Löwenzahn-Eiche im White Cube nebenan.
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Botanical Workshop: Plant To Paint | Sa, 28.04.18, 15:30-18:30 Uhr | Prenzlauer Studio / Kunst-Kollektiv, Winsstraße 42, 10405 Berlin | Facebook | Preis: 60€ inkl. Materialien | Reservierung

Mutter und Sohn

„Kunst ist einfach mal loslegen, und schon ist es geiler als Picasso“. Der Satz stammt von Jonathan Meese, einem der kontroversesten und spannendsten deutschen Künstler unserer Tage. Und wenn Jonathan Meese einfach mal loslegt, erodieren nicht nur Genregrenzen. Malerei, Skulpturen, Installationen, Performances, Collagen, Videokunst und Theaterarbeiten – er beschränkt sich nicht auf ein Medium, er (be)nutzt, was immer nötig ist, um sich einer künstlerischen Aussage zu nähern. Sein neuester Coup ist die Virtual Reality Produktion Brigitte & Jonathan Meese: Mutter und Sohn = Realität trifft Kunst, die vom 21. – bis 29. April im Berliner Gropius Bau zu sehen ist. In einem virtuellen Atelier erlebt man dabei die Entstehung eines 360°-Gesamtkunstwerks der Zukunft: Der schlafende Künstler hat wunderbare und inspirierende Träume. Seine Mutter Brigitte bringt Kaffee und treibt ihn zum Malen an. Eine weitere Mutter Meese kommt hinzu, dann noch eine und noch eine… während ihr Sohn unablässig malt. So wandelt sich der Atelier-Raum zu einer mehrdimensionalen Leinwand. Mehrere Mütter kommentieren und bewerten eine Arbeit, die eine Reflexion über Alfred Hitchcock, Anthony Perkins, Richard Wagner und Joseph Beuys ist. Letztlich mündet das in einer zwingenden Erkenntnis: Jeder Mensch ist ein Künstler, zumindest unter dieser VR-Brille. Der achtminütige Film wird zeitgleich auch in der kostenlos erhältlichen ARTE360 VR-App und auf der ARTE-Website verfügbar sein, was natürlich nur halb so viel Erlebnis bedeutet. Hintergrund ist eine mehrjährige Kooperation von ARTE mit den Berliner Festspielen und der Immersion. Sie erforschen gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeiten und Grenzen der Virtual Reality Experience und des 360°-Films. Nach dem gemeinsamen Auftaktprojekt „RHIZOMAT VR“ von Mona el Gammal feiert nun die Brigitte & Jonathan Meese Virtual-Reality-Produktion Premiere. Für die spannende Vorstellung verlosen wir 2×2 Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚IS NICH ECHT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Brigitte & Jonathan Meese: Mutter und Sohn = Realität trifft Kunst | 21.-29.04. | Gropius Bau, Niederkirchnerstr. 7, 10963 Berlin | www.berlinerfestspiele.de | Facebook | Eintritt frei | Tickets | Foto: René Paepke

The Long Now

Es ist ein Ort der andauernden Gegenwart. Ein Ort, in dem sich die Zeit selbst zu entfalten scheint und das Gefühl für Zeit und Raum schwindet. Die Rede ist ausnahmsweise mal nicht von einem Berliner Club, sondern von The Long Now. Das Projekt bildet den Abschluss des diesjährigen MaerzMusik-Festivals für Zeitfragen. Los geht es am 24. März um 19 Uhr, der Schlussakkord erklingt satte 30 Stunden später. Das musikalische Spektrum reicht von der Avantgarde mit Vertretern der Minimal Music und Spektralmusik über Live-Elektronik und Improvisation bis hin zu Größen der Ambient und Noise Musik. Dabei verteilen sich die Künstlerinnen und Künstler bei dem 30-stündigen Event auf verschiedenen Ebenen in der gewaltigen Räumlichkeit des Kraftwerk in der Köpenicker Straße. Die langen und über Stunden andauernden Konzerte ermöglichen Klang als räumliches und körperliches Erlebnis wahrzunehmen. Teilweise werden sogar Live-Improvisationen gespielt, die in dieser Konstellation noch nicht zu hören waren. Mit dabei sind unter anderem Robert Lowe, Tomoko Sauvage, Brian Williams aka Lustmord, Soundwalk Collective, The Necks und ‘A’ Trio. Wir verlosen 1×2 Tickets für den sinnklanglichen Erfahrungsmarathon. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚HOW LONG IS NOW‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Übrigens stellt der Veranstalter Betten vor Ort bereit. Ein Catering wird ebenfalls für euer Wohl sorgen.
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The Long Now | 24.03.18 19 Uhr bis 25.3.18, 24 Uhr | Kraftwerk Berlin, Köpenicker Str. 70, 10179 Berlin | Tickets ab 30 €, ermäßigt ab 25 € | Facebook | www.berlinerfestspiele.de

Abstrakt

Er gehört seit nahezu fünf Jahrzehnten zu den international bedeutendsten Künstlern. Abstraktion und unscharf abgemalte Fotografien und Farbflächen prägen sein vielseitiges malerisches Schaffen (okay, das war jetzt arg verknappt aber ja). Ganz nebenbei zählen seine Werke auf dem aktuellen Kunstmarkt zu den teuersten eines lebenden Künstlers überhaupt. Gerhard Richter begann bereits vor seiner Professur für Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie in den 1960er Jahren die Malerei zu hinterfragen. Nun widmet ihm das Potsdamer Museum Barberini die Ausstellung „Gerhard Richter. Abstraktion“, die vom 30. Juni bis zum 21. Oktober 2018 zu sehen ist. Die Ausstellung durchmisst Richters Werk von den 1960er Jahren bis heute und untersucht das Verhältnis und die Bedeutung von Abstraktion und Gegenstand, von Fotografie und Farbmaterial, von Übermalung und Freilegung. Diese Themen werden auch in den Vorträgen des Symposiums am 5. März im Museum Barberini behandelt. In Zusammenarbeit mit dem Gerhard Richter Archiv bilden sie die Grundlage für die Beiträge im Katalog zur Ausstellung. Wir verlosen exklusiv 2×2 Freikarten für die Teilnahme am Symposium an die besonders Kunstinteressierten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚RETHCIR‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Symposium zur Ausstellung Gerhard Richter. Abstraktion | 05.03.2018 | Museum Barberini Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam| Eintritt: 10 Euro | Facebook | Foto: Gerhard Richter

Christopher Bauder

Das 2 Minuten-Interview

Christopher Bauder hat ein „Lieblingsmaterial“. Und zwar eines, das man nicht fassen kann. Er ist fasziniert von Licht. Tageslicht, Feuer, Neon, LED, Laser – völlig egal. Das war schon immer so und wurde spätestens nach seinem Studium an der Universität der Künste in Berlin auch zum Mittelpunkt seines Schaffens. Der Künstler, Designer, Innenarchitekt und Szenograph arbeitet mit Licht wie ein Bildhauer mit Lehm und formt es zu magischen, meist beweglichen Räumen, Figuren und emotionalen Erfahrungen. Vor ein paar Jahren ließ er gemeinsam mit seinem Team die Berliner Mauer wieder auferstehen. Mit seiner Lichtgrenze holte er Millionen Besucher auf die Straße und erinnerte sie eindrücklich an das Ende der Teilung Deutschlands. Die Grenze entschwand in den Himmel, das Sinnbild war perfekt. Gerade läuft mit SKALAR sein neuester Streich im Kraftwerk Berlin. Gemeinsam mit Musiker Kanding Ray lassen er und sein Team von WHITEvoid die Grenzen der Wahrnehmung verschwinden und sorgen für eine sinästhetische Erlebnisreise durch die Welt der Basisemotionen.

Name: Christopher Bauder
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Künstler, Designer, Erfinder
Schuhgröße: 43
Lieblingsfarbe: Schwarz, wenn das als Farbe gilt. Sonst gelb.
Kontakt: cmbauder@christopherbauder.com

Was ist die Aufgabe von Kunst? Unterhalten, ablenken, verstören, verschönern.

Wen bewunderst du und wofür? Sven Väth, hat immer gute Laune.

Wie würdest du einem nicht sehenden Menschen die Farbe Violett erklären? Sieht so aus wie eine altes Sofa riecht.

Was ist SKALAR? SKALAR ist eine mit Licht und Sound erzählte Reise durch die menschlichen Emotionen. Ausgeführt als großformatige audio-visuelle Kunstinstallation und Live Performance vom Musiker Kangding Ray und mir im Kraftwerk Berlin. Kommt hin!

Du hast pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung. Wie nutzt du sie? Ich mach einfach mal gar nix, dazu fehlt mir jetzt die Zeit.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich, welchen Rat gibst du dir? Entspann dich, das wird schon, feiern ist ok!

Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Auch wenn es ein großer Umweltverschmutzer ist, würde ich sagen das Flugzeug. Es bringt mich an Orte, von denen ich sonst nur träumen würde.

Was ist grade das Hintergrundbild auf deinem Handy? Ein Foto der Lichtinstallation «Primary» vom australischen Lichtkünstler Flynn Talbot.

Wem (oder was) würdest gern ein Denkmal setzen? Denkmäler sind mir zu statisch, halten zwar ewig, verlieren dadurch aber auch ihre Relevanz.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Die Skulptur «Der Teufel» von Thomas Theodor Heine

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kässpätzle. Wann kommt ihr?!

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal einen Kaffee trinken? Elon Musk, der Mann hat Vision.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Schlafen abschaffen, ist doch totale Zeitverschwendung. ;)

Was sollte niemand von dir wissen? Ich mag gerne Angebranntes.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? In welcher Reihenfolge isst du die Süßigkeiten in einer Tüte Haribo Color-Rado? (Genial! Das übernehmen wir. Anm. d. Red.)

Das letzte Wort:
Life moves pretty fast. If you don’t stop and look around once in a while, you could miss it. (Ferris Bueller)

Foto: WHITEvoid

Drive, drove, driven

Kultobjekt, Statussymbol, Freiheitsvehikel, Fluch, Segen, Designwunder und Umweltkiller – das Auto begleitet unseren Alltag bereits seit über 100 Jahren und sogar die Futuristen des 20. Jahrhunderts erklärten es zu einer ästhetischen Konstante der Moderne. Später verkörperte das Auto dann vor allem den kollektiven und kleinbürgerlichen Wohlstand. In der modernen und zeitgenössischen Kunst war und ist es immer wieder ein zentraler Bildgegenstand. Und wie sieht es morgen aus? Welche Rolle spielt das individuelle Gefährt in Zeiten von Sharing-Kultur, Datenautobahn und automatisierten Transportmöglichkeiten? Die Kommunale Galerie Berlin widmet sich mit der Gruppenausstellung DRIVE DROVE DRIVEN der künstlerischen Wahrnehmung des Automobils. Kuratiert von Matthias Harder stellen ab dem 28. Januar 23 Fotografen ihre völlig verschiedenen Einzelwerke und Bildserien exemplarisch vor. In über 60 Aufnahmen wird der Besucher mit Unfällen und leeren Straßen, parkenden und wild abgestellten Autos, Oldtimer-Rallyes und dem sprichwörtlichen Unterwegssein im Auto konfrontiert. Futuristische Autos scheinen über die Straße zu schweben, andere besitzen zu viele Scheinwerfer oder gar keinen Fond für die Fahrer und Beifahrer. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Gesellschaftsbild, das die weitverbreitete Faszination für den schlichten Gegenstand als Alltags- und Designobjekt beleuchtet. Man scheint dem Auto wie in einem Roadmovie immer wieder als Hauptdarsteller zu begegnen. Gleichzeitig markiert die Ausstellung aber auch einen kritischen Blick in eine ungewisse mobile Zukunft. Die Eröffnung findet am Sonntag, den 28. Januar von 12 bis 14 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.
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DRIVE DROVE DRIVEN | Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin | 28.01.-08.04.2018, Di-Fr 10-17 Uhr, Mi 10-19 Uhr, So 11-17 Uhr | Eintritt frei | kommunalegalerie-berlin.de | Facebook Foto: Charles Johnstone

Art on demand

Gut, du kannst schon zu IKEA gehen, um dir ein neues oversized Wandbild zu besorgen, nur dann isses halt stino. Wie wäre es stattdessen hiermit: Du klickst dich auf einer Website durch das Who is Who der jungen Street und Urban Art-Garde und suchst dir die Künstlerin oder den Künstler aus, dessen Arbeit dich am meisten begeistert. Genau die oder der kommt dann zu dir nach Hause und gestaltet ganz allein für dich, dein Büro, das Wohnzimmer deiner Eltern oder die Kampagne deines Kunden ein individuelles Kunstwerk in ihrem oder seinem Stil. Setze für Kunstwerk Performance ein oder beispielsweise Live-Konzert und du bekommst eine Ahnung davon, was du von der Künsterplattform Book a Street Artist zu erwarten hast. Book a Street Artist entdeckt unabhängige künstlerische Talente, fördert sie in ihrer Entwicklung und macht ihre Kunst für jedermann zugänglich. Die Plattform vermittelt Künstler aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst und Visual Art wie beispielsweise Graffiti oder Lichtinstallationen und das für Unternehmens-Events und Privatfeiern, öffentliche Veranstaltungen und Product-Branding, Store- und Location-Design sowie für die Gestaltung der eigenen vier Wände. Mit seinem Konzept schlägt Book a Street Artist quasi die Brücke zwischen modernen Künstlern und kunstinteressierten Menschen, Marken und Unternehmen. Geboren ist die Idee im Dialog mit Straßenkünstlern in Lissabon und der Frage, wie man diese individuell fördern und ihnen den Zugang zum Kunstmarkt und damit zu mehr künstlerischer Wertschätzung erleichtern kann. Groß wird sie nun in Berlin. Das Wichtigste: Book a Street Artist ist keine reine Buchungsplattform. Die beiden Gründer Charlotte und Mario wollen ihren Talenten auch über die Vermittlung hinaus bei Themen wie Rechtsberatung und Social Media-Betreuung, Event-Organisation und Tour-Planung zur Seite stehen. Ach ja, darüber hinaus stellen sie in ihrem Independent-Magazin PANTA spannende Projekte und Künstler vor, die sich mit sozialen, kulturellen oder auch umweltpolitischen Themen auseinandersetzen. Bitte buchen Sie jetzt.
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Book A Street Artist | www.bookastreetartist.com | Artist: KRANK

Elif

Das 2 Minuten-Interview

Es gibt tausend Dinge, die man über die wunderbare Sängerin Elif aus Berlin erzählen könnte, die alle rein gar nichts mit dem leidlichen Thema Castingshow zu tun haben. Wir fangen trotzdem so an. Denn wenn man mit nur 16 Jahren Zweite bei der ProSieben-Castingshow Popstars wird (noch dazu mit eigenen Songs) und sich danach trotzdem vollkommen unabhängig davon als Künstlerin etabliert und dazu noch stets seine Mitte behält, dann muss man aus besonderem Holz geschnitzt sein. Elif ist gesegnet mit einem grandiosen musikalischen Talent und der Gabe sich selbst und die Geschehnisse um sie herum zu reflektieren und in kleine, berührende Geschichten zu verpacken. Geschichten über das Zusammenleben, das Ende von Beziehungen, Gedachtes oder Ungesagtes dargeboten in einem süßen Gemisch aus melancholischem Chanson, deutschem Pop und orientalischen Melodien. Im Februar tourt sie mit ihrem aktuellen Album Doppelleben durch die Clubs der Republik. Die Zeit bis Elif vertreiben wir uns mit: Elif! Und ihren Gedanken zu Themen wie Schönheit, Pizzaschachteln und nackte Elfen. Oder so ähnlich.

Name: ELIF

Alter: 25
Wohnort: Berlin / Hamburg
Beruf: Musikerin / Texterin
Schuhgröße: 38
Lieblingslied: Autum leaves
Kontakt: Meine Nummer gebe ich leider nicht so schnell raus ;-)

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes? Zuerst stelle ich den Wecker ab. 

Wen bewunderst du? Ich bewundere Menschen, die für Probleme immer eine kreative Lösungen finden.

Was ist Schönheit? Schönheit ist für mich etwas, das sowohl innen und außen existiert. Welche davon dann wichtiger ist, variiert nach Situation und Lebenslage. Muss jeder für sich entscheiden.

Machst du bessere Musik, wenn du gut drauf oder traurig bist? Weder noch. Ich mache meiner Meinung nach für mich gute Musik wenn ich nicht darüber nachdenke was ich mache, es fühle und nicht alles so persönlich nehme wenn etwas Neues entsteht.


Im Zweifel lieber stumm oder taub? Lieber stumm. Die Vorstellung nichts mehr hören zu können macht mir etwas mehr Angst als nichts mehr zu sagen.

Was würdest du gern besser können? Einen Handstand. Konnte ich noch nie, habe ich zich mal versucht, doch leider nie erfolgreich.

Wer oder was inspiriert dich? Das Leben.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich habe die Macht und ich werde die Dinge auch verändern.

Verrate uns einen magischen Ort. Ganz egal wo auf der Welt! Mein Herz. Willst du mal nachschauen?

Warum sind Pizzaschachteln eckig? Weil Menschen in Schubladen denken. Schubladen sind auch eckig und deshalb leider auch Pizzaschachteln. Wir sind aber die Pizza.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Der kleine Prinz. Ist ein Klassiker und gefällt Groß und Klein.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde mit großer Wahrscheinlichkeit entweder Tee oder Kaffe kochen.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Ich würde das Fliegen wählen… das wäre wunderbar!

Was wäre das erste was du tun würdest, wenn du unsichtbar wärest?
 Nackig rumlaufen. Irgendwie ist das das Erste was mir eingefallen ist. Ich finde nackig sein hat etwas von frei sein.

Was sollte niemand von dir wissen?
Sag ich nicht. Nur wenn du mich nochmal fragst.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Die Frage wiederholen „Was sollte niemand von dir wissen“.

Das letzte Wort:
 HEAGDL

Foto: Dany Jungslund

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 16. Januar 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Zwei Tage wach

Nach dem Wochenende schließt eine der besten Off-Locations der Stadt für immer seine Pforten. Seit 2012 hat uns die Willner Brauerei in Neukölln immer wieder wunderbare Momente verschafft, wir erinnern uns selig an The Darkrooms Exhibitions oder das Labyrinth Of Lies. Nun also ist Schluss, aus, vorbei, nix geht mehr, fertich – das Areal wird für das neue Berlin erschlossen, der Zwischenzustand endet. Das ist irgendwie traurig und Grund genug, den Abschied einfach mit ein paar melancholischen Glühwein herunter zu spülen, doch die Willner Brauerei wäre nicht die Willner Brauerei, wenn es nicht auch zum Outro ein Spektakel geben würde, das noch nachhallen wird, wenn die neue Farbe in den Lofts längst getrocknet ist. Die Berliner Ausstellungsmacher THE DARK ROOMS Exhibition, ENTER ART FOUNDATION und PRIESTS AND PRAWNS verwandeln das gesamte Areal in ein Kunsterlebnis. Jeder einzelne Raum wird inszeniert. Erstmalig wird das gesamte Areal der Brauerei für Besucher geöffnet. Auch Bereiche, die zuvor für die Öffentlichkeit verborgen waren, wie der alte Speicher oder die Lager-Keller-Gewölbe. 80 Künstler und Musiker von Berliner Labels tauchen das alte Mauerwerk 48 Stunden lang in elektronische Klänge. 48 Stunden? Korrekt. Und zwar wirkliche 48 Stunden ohne Pause. Denn die letzte Show der Brauerei ufert zum nonstop Artfestival aus – Kunstshows, Programm, 48h-Kino und Clubbetrieb laufen zwei Tage am Stück. Die Tickets sind kostenlos – müssen aber im voraus gebucht werden. Wir haben euch schonmal 2×2 reserviert. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚IT AIN’T OVER ‚TIL IT’S OVER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Lost – 48 hours artfestival | 15.-17.12.2017 | Willner Brauerei, Berliner Straße 80-82, 13189 Berlin | Kostenlose Tickets | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 12. Dezember 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Schule des Lebens

Kann man Erfolg, Liebe und Karriere lernen? Der britisch-schweizerische Philosoph und Bestsellerautor Alain de Botton gründete 2008 die „School of Life“, weil er genau davon überzeugt war. Er wollte einen Ort schaffen, der Menschen dabei hilft, ein erfülltes, glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen. Eine Schule, in der man das lernt, was man in der Schule eigentlich nicht lernt. Genau deswegen stehen in der School of Life auch nicht Mathe und Deutsch auf dem Stundenplan, sondern Themen wie „Besser kommunizieren im Arbeitsleben“, „Wie man scheitert“ oder auch „Wie es gelingt ein glückliches Paar zu bleiben“. Das Ziel: das eigene Potential zu entfalten. Die Grundlage dafür bildet ein 2500 Jahre gereifter Ideenschatz aus der Philosophie, Psychologie, Literatur und Kunst. An mittlerweile 12 Standorten in aller Welt werden in Vorträgen, Classes und Tagesworkshops kluge Ideen an wissbegierige Köpfe vermittelt. Seit 2016 ist die Schule des Lebens auch in Berlin zu finden. Dort lauscht man für 30 Euro zweieinhalb Stunden lang den Weisheiten und Erkenntnissen von Wissenschaftlern, Philosophen und Pragmatikern. Ab 100 Euro beginnen die Workshops zu beruflicher Weiterbildung, für 555 Euro nimmt man am 4-Tage-Intensivkurs teil (04. – 07. Januar 2018). Wer erst einmal klein anfangen möchte, dem empfehlen wir den School of Life eigenen YouTube Kanal, auf dem in kleinen Videos große Themen beleuchtet werden. Fürs Leben lernen.
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School of Life | Lychener Str. 7, 10437 Berlin | Classes ab 30€ | theschooloflife.com/berlin | YouTube | Facebook | Foto: Katharina Nobis

Yasha Young

Das 2-Minuten Interview

Yasha Young ist eine Frau gewordene Inspiration. Unermüdlich, hellwach, schlau, sehr begeisternd und immer in Bewegung – unstoppable quasi. Als wir neulich auf einer kleinen Führung im Urban Nation – Museum for Urban Contemporary Art Berlin waren, begrüßte sie uns wie alte Freunde und öffnete uns anschließend die Tür zu einem der großartigsten Orte für zeitgemäße Kunst. Ihre Erzählungen waren so wahrhaftig, mitreißend und liebevoll, dass die gesamte Besuchergruppe entrückt an ihren Lippen hing. Was man dazu vielleicht noch erwähnen sollte: kaum jemand weiß so sehr wovon er spricht, schließlich ist Yasha nicht nur seit über zwanzig Jahren in der Street/Urban/Contemporary Art Szene unterwegs, sondern sie ist auch Creative Developer, Gründerin und Direktorin der Urban Nation. Das bietet uns die einmalige Gelegenheit, endlich einmal all das zu fragen, was uns zum Thema Kunst so brennend interessiert. Also, äh, zum Beispiel, was das eigentlich ist, dieses Kunst. In diesem Sinne: freimachen, mitmachen, mitgestalten! #allnationsunderoneroof

Name: Yasha
Alter: 45
Wohnort: NYC / BERLIN / LONDON
Beruf: Kunst
Schuhgröße: 38
Lieblingskünstler: hahahahaha – unmöglich das zu beantworten!
Kontakt: yasha2@mac.com

Starten wir mal simpel: Was ist Kunst? Die Chance alles noch einmal neu zu entdecken und immer wieder ohne Furcht zu überdenken und neu zu erdenken.

Welcher Moment hat alles verändert? Eine Tasse Tee mit einem Sammler in Berlin.

Warum braucht es ein Museum für Kunst, die in kein Museum gehört? Von welcher “dieser” Kunst sprechen wir? Warum gehört „diese Kunst“ nicht ins Museum ? :-) Wir sind ein etwas anderes Museum, das nicht nur die Geschichte der Streetart in ihrer konsequenten Fortsetzung der Urban Contemporary Art erzählt, sondern sie auch aktiv sammelt und fördert. Street Art gehört auf die Straße. Aber die Geschichte und das Archiv und die Innovation der UCA hat nun ein Haus, eine Plattform.

Du begegnest deinem 18-jährigen Selbst, welchen Rat gibst du dir? Ruhig, nur Ruhig. Es wird. Lies Lisa Lister, Simon de Beauvoir und die Biographie von Marie Curie.

Welches Kunstwerk würdest du gern besitzen? Die Zeichnung und Skizzen für Leonardo da Vinci’s Mona Lisa.

Wie sieht es bei dir Zuhause aus? Sehr ruhig. Offener Kamin, Holzböden. Natur, Bücher, Kunst und ein bisschen wie 1850 – 1920.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein? Da gibt es viele, aber ich denke 1905 in Princeton meeting Albert Einstein for a drink.

Wem würdest du gern ein Denkmal setzen? All denen, die etwas erträumten, erforscht und erarbeitet haben, als es noch keiner glauben wollte und die dann wenn Erfolg sich einstellt so oft… zu oft vergessen wurden.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Iceland : Àsbyrgi und Borgarfjördur-Eystri, die beiden Plätze wo die Elfenkönigin wohnt.

Was tust du morgens nach dem Aufwachen als Allererstes? Musik anmachen.

Was bereust du bis jetzt noch nicht getan zu haben? Ein Buch zu schreiben.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? HA!! Geröstete Butternut Squash mit Rosmarin und Knoblauch dazu, gefüllte Steinpilz-Gnocchi mit Salbei-Butter und frischen Tomatensalat von dreierlei Tomaten. Zum Nachtisch Rosinen-Mandelbällchen mit Honigtropfen und Vanilleeis.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Mata Hari, Aristoteles und Cleopatra.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Unsichtbar zu sein, wann immer ich es will.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde Hass, Missgunst und Gier abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das weiss nur ich alleine…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Glaubst du es wäre alles einfacher gewesen wärst du ein Mann oder spielt das keine Rolle ?

Das letzte Wort: „Her philosophy of life was to do what seemed like a good idea at the time, and do it as hard as possible. It had never let her down.” ––– Terry Pratchett

Foto: Tomas Flint

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 07. November 2017 | Tags: , , Keine Kommentare