Rausgehen, selber machen

Du kannst halt schon bei den ersten Sonnenstrahlen mit dem Grill in den Mauerpark ziehen, um mehr Zeit in und mit der Natur zu verbringen, du kannst es aber auch lassen und stattdessen richtig machen. Das wunderbare Buch Raus auf’s Land von unseren Freunden vom Gestalten Verlag liefert jede Menge Inspiration für große und kleine Geschmackstouren mitsamt der zugehörigen Protagonisten. Ob Imker, Food-Aktivist, Urban Gardening Community aus New York City, ein Koch aus Neustrelitz (Neustrelitz rules!) oder eine schwedische Familie – die Lektüre vereint außergewöhnliche Geschichten von Menschen aus aller Welt, die im Wechsel der Jahreszeiten leben, ihre Lebensmittel selbst ernten und vom Acker auf unseren Tisch bringen. Sie alle eint der Wille, nachhaltig zu produzieren und die Herkunft ihrer Lebens- und Nahrungsmittel selbst zu bestimmen. Das Buch erzählt mit inspirierenden Geschichten, schmackhaften Rezepten und beeindruckenden Fotos, wie man mit Leidenschaft und Einsatz den Traum von einem Leben mit mehr Natur verwirklichen kann. Eine Lektüre für alle, die sich bewusst für Ernährung interessieren und der Frage nachgehen, woher ihre Lebensmittel eigentlich kommen. Mitherausgeberin Cecilie Dawes ist gleichzeitig Botschafterin für nachhaltige Ernährung und Gründerin von Food Studio, einer wachsenden Community in Norwegen, die sich unter dem Motto „Food Empathy“ für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln und der Umwelt einsetzt. Für alle Naturfreunde unter euch verlosen wir ein druckfrisches Exemplar. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚DRAUSSENSEITER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Raus aufs Land – Vom Bauernhof auf den Tisch | Gestalten Verlag | Preis: 39,90€ | gestalten.com/raus-aufs-land

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 17. April 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Inés Lauber

Apropos Ostern, zumindest in unserer Familie ist es Brauch, dass gerade zu diesem Fest der Tisch nicht nur besonders reichhaltig, sondern auch besonders liebevoll dekoriert gedeckt wird. Das gilt sowohl für das Drumrum als auch für das Anundfürsich, nämlich die Speisen in groß, klein und bunt. Jemand der sich mit dem effektvollen und leckeren Anrichten und Herrichten von Essbarem besonders gut auskennt, ist die wunderbare Inés Lauber. Das Lieblings-Arbeitsmaterial der studierten Produktdesignerin sind nämlich Lebensmittel. Seit 2010 arbeitet sie professionell an der Schnittstelle von Design, Kunst und Gastronomie. 2012 gründete sie ihr eigenes Design Studio, das sich mit Esskultur auf allen Ebenen beschäftigt. Seit 2016 leitet sie außerdem das Modul „Vital Forces – Food in Context“ bei Satellite Berlin – Art in Collaboration, ein Think Tank der Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Akteure aus der Food Szene miteinender verknüpft und themenübergreifend im Bereich Esskultur forscht. Unvergessen für uns bleibt ein Event in Hamburg, bei dem Inés passend zum Adventskalender unseres Kunden foodist ein 24-Gänge zauberte. Wohl bekomm’s!

Name: Inés Lauber
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Culinary Designer
Schuhgröße: 37
Lieblingszitat: Du bist, was du isst (so oft schon gesagt und dennoch so wahr)
Kontakt: www.ineslauber.com

 

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt? Taboulé (aka Couscous Salat)

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Im Kühlschrank habe ich meist nur frische Zutaten wie Gemüse oder ggf. Milchprodukte. Die Frage hätte bei mir besser lauten müssen: was sollte man immer in der Vorratskammer haben :) Kühlschränke gibt es nämlich noch gar nicht soooo lange und was Vorräte angeht bin ich sehr oldschool.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste? Ich tue mich generell sehr schwer mit Superlativen, obwohl ich durchaus begeisterungsfähig bin. Ich werde also eine Stufe tiefer greifen:
– schön: Rotkohl, aufgeschnitten
– sexy: Litschi
– hässlich: Fertigfutter aus der Dose

Was war dein Lieblingsessen als du noch ein Kind warst? Hatte ich tatsächlich nicht. Aber ich habe mich immer gefreut wenn es süßes Mittagessen gab: Pfannkuchen, Armer Ritter oder so was. Jetzt ist das für mich aber kein vollwertiges Essen mehr, sondern eher ein Nachtisch oder auch ein spätes Frühstück.

Lieber süß oder lieber salzig? SALZIG!!!

Wie sieht es bei dir Zuhause aus?
Patchwork old-new: viele alte Holzmöbel vom Familien-Clan gemixt mit ein paar neuen Teilen. Dazu viele Pflanzen, die eher wenig gegossen werden müssen. Der Balkon ist im Sommer aber immer voll mit Kräutern, Tomaten u.ä.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Alle meine Projekte aus den letzten 6 Jahren auf meine Webseite zu packen…

Dein Lieblingsfruchtwitz? Ich kenne nur Ostfriesen- und Blondinenwitze : )

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wenn es die Jahreszeit hergibt, irgendwas mit Wildkräutern.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Menschen von der Achtsamkeit vor der Natur überzeugen zu können wäre toll. So, dass sie es auch wirklich leben und nicht nur denken, weil es gerade en vogue ist.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Trump und Konsorten von ihrem Thron schmeißen.

Was sollte niemand von dir wissen? …sollte niemand wissen, oder? :)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Gute Frage, hehe. Fragt das, was ihr wissen möchtet und dann antworte ich in der Regel.

Das letzte Wort:
Durchatmen, Augen schließen und dem Wind zuhören.

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 27. März 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Der Himmel über Kreuzberg

Der Kreuzberger Himmel auf der Yorckstraße bietet fantastische syrische Spezialitäten an. Die beiden Küchenchefs im Restaurant, Nour und Othman, gelten als Vollblutprofis und bereiten täglich alle Gerichte frisch zu. Genau so sollte ein Artikel über ein gutes Restaurant beginnen. Das Besondere und deshalb Zweitwichtigste: Nour und Othman sind, genauso wie alle der insgesamt acht Mitarbeiter, Menschen, die nach ihrer lebensgefährlichen Flucht eine neue Heimat in Berlin gefunden haben. Hinter dem Konzept steckt die Organisation Be an Angel e.V., welche seit über zwei Jahren Geflüchtete beim Ankommen in Deutschland begleitet. Ein Grundsatz von Be an Angel e.V. lautet, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Mit dem Restaurant sollen aus Flüchtlingen Nachbarn werden. Als die ersten von ihnen ihre Wohnungen bezogen haben, wurden die Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer häufig als Dankeschön zum Essen eingeladen. Die Begeisterung war riesig, woraus schließlich die Idee zu einem Restaurant entstand. Mit Unterstützung der Kirchengemeinde Sankt Bonifatius fand sich das freie Lokal auf der Yorkstraße. Bis Ende Januar wird der Kreuzberger Himmel vermutlich als eigenständiger Ausbildungsbetrieb anerkannt. Ab Mitte Februar soll es einen Mittagstisch für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien geben. Zu diesem außergewöhnlichen Konzept kommt ein Ambiente, das sich sehen lassen kann. Die Designexpertin Tatjana Sprick hat das gesamte Einrichtungskonzept entwickelt und umgesetzt. Namhafte Marken wie BOCCI, designform und Made.com haben ebenso zur Umsetzung beigetragen wie die Galerie Camerawork, von der die Kunst im Raum stammt. Und damit müssen wir den Einstieg unseres Beitrags nun doch wieder ein Stück revidieren. Der Kreuzberger Himmel ist nicht nur ein Restaurant. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem gut gegessen wird. Sehr gut!
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Kreuzberger Himmel | Yorckstr. 89, 10965 Berlin | Öffnungszeiten: Mi-So 17-01 Uhr | kreuzberger-himmel.de | Facebook

Too good to go

„Essen retten, Geld sparen und die Welt verbessern!“ Das Motto von Too Good To Go klingt einleuchtend und das ist es auch. Das soziale Öko-Startup setzt sich seit 2015 dafür ein, sinnlose Ressourcenverschwendung zu bekämpfen. Via kostenloser App bieten Restaurants, Bäckereien, Cafés, Hotels und Supermärkte ihre überschüssigen Lebensmittel zu einem vergünstigten Preis an. Nach der Bestellung bezahlt man direkt über die App und holt dann seine Portion für durchschnittlich 3 Euro im angegebenen Zeitfenster im Laden ab. Alleine in Deutschland gibt es aktuell 1.600 Partnerläden und über 700.000 App-Nutzer. Europaweit wurden schon 2,4 Millionen Mahlzeiten gerettet. Die globale Community der App wächst täglich und sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an. Durch die wertvolle Rettung von Mahlzeiten über Too Good To Go konnten bereits 4.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das Geschäftsmodell entpuppt sich dabei mehr und mehr als eine Mission, dem Essen wieder zu einer größeren Wertschätzung zu verhelfen. Immerhin ist es die wichtigste Energiequelle für uns Menschen, welche leider in Unmengen achtlos weggeworfen und verschwendet wird. Mit ein paar Klicks habt ihr also nicht nur eine fantastische Mahlzeit auf dem Teller – ihr seid gleichzeitig Teil einer unterstützenswerten Mission. So geht gutes Essen.
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Too Good To Go | Kostenlose App | www.toogoodtogo.de | Facebook  | App Store  

Zum Mond und zurück

Wenn man Zum Mond reisen möchte, muss man nach Kreuzberg. Dort an einer Ecke passt er sich prima ein ins sonstige Bild, scheint nicht fahlblass, sondern behaglich kerzenscheinwarm und serviert Speis und Trank, die ihres Gleichen suchen und zwar weit über das Sternenbild Kreuzberg hinaus. Genug der Wortspiele, widmen wir uns dem was wirklich zählt. Das Restaurant Zum Mond ist auch nach drei Jahren irgendwie immer noch ein Geheimtipp und so richtig erklären kann man sich das nicht. Denn wer einmal da war, kommt aus dem Schwärmen kaum mehr heraus. Es mag auch daran liegen, dass dieser Teil Kreuzbergs noch weitestgehend unerobert von Investoren und Touristenströmen seinem Kiezdasein fröhnt. Oder aber an der unscheinbar schlichten aber genauen Aufmachung der ehemaligen Eckkneipe mit so klangvollen Vormietern wie „Zur Haltestelle“ oder „Im Kreuzberger Osten“. In diesem authentischen Altberliner Ambiente werden täglich zwei Menüs serviert, die sich jeweils um ein Hauptgericht aus brandenburgisch/uckermärkischem Wild und einem Fischgericht mit regionalem Marktgemüse drehen. Natürlich wird auch eine vegetarische Variante angeboten. Dazu gibt es eine ausgewählte Weinkarte, die sich fast ausschließlich auf deutsche Weine konzentriert. Genau dieser vermeintliche Gegensatz aus rustikalem, unprätentiösem Charme und Speis und Trank auf allerhöchstem Niveau macht den besonderen Reiz aus. Und wenn wir es uns Recht überlegen, wollen wir gar nicht so vielen Menschen davon erzählen. Diesen Ort behalten wir lieber für uns und reisen gern immer wieder Zum Mond und zurück.
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Restaurant „Zum Mond“ | Köpenicker Str. 159, 10997 Berlin | Menü Preise: Veggie Menü ab 29€, Fleisch Menü ab 39€ | zummond.berlin | Facebook | Foto: Ben De Biel

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 28. November 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Essen macht schön

„Wenn ich nur noch ein bisschen weniger wiegen würde, dann wäre ich glücklich und gesund“. Was stimmt an diesem Satz nicht? So ziemlich alles. Irgendwann erkannte das auch Lea Vogel. Ein halbes Leben lang hatte sich die Coachin mit Kalorienzählen, Diäten, Kontrolle von und Verzicht auf Essen beschäftigt – am ganz eigenen Leib. Bis sie selbst begriff, dass ihr stetiger Kampf mit Essen an sich eigentlich gar nichts zu tun hat. Daraus hat sie nun die Philosophie des Mindful Eating entwickelt, die sie anderen mitgeben möchte, die diesen Druck nur allzu gut kennen, die das eigene Gewicht, das eigene Essverhalten, Gier und Entsagung ausüben kann. Drei Ebenen – Emotionales Essverhalten, Intuitives Essverhalten und Selbstliebe – helfen dabei, ein positives Selbstbild aufzubauen. In ihrer psychologischen Arbeit bringt sie viel von ihren eigenen Erfahrungen ein. Gepaart mit ihrer fachlichen Expertise und ihrem humanistischen Ansatz geht Lea ganz persönlich auf jede einzelne Person ein, die ihr Essverhalten ergründen und nachhaltig verändern möchte. Das sind nicht nur anorektische Personen, Bulimikerinnen oder binge-eater. Lea hilft jedem loszulassen. Das Sollen, das Müssen, die Sucht und die Kontrolle abzugeben. Zu erkennen, wie wertvoll und wichtig man selbst ist. Sich zu verzeihen und bedingungslos zu lieben. Das in Form von Workshops in Berlin, Hamburg und München, in Form von Webinaren und Onlineprogrammen oder ganz individuellen Sitzungen. Damit das Essen irgendwann wieder zu dem wird, was es ist: Genuss. Und man selbst wieder zu einem tollen Menschen. Genau so, wie man ist.
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Lea Vogel – Mindful Eatingwww.leavogel-mindfuleating.de | Termine | Foto Credit: Anna Wasilewski

Nur Zeit ist Geld

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„Hier darfst du alles“ ist die Aufforderung von Berlin’s erstem Anti-Café, be’kech. Und das ist auch wirklich fast genau so gemeint. Die beiden Gründerinnen Louna Sbou und Nina Martin, beides Freiberuflerinnen, hatten sich nämlich in ihrem Leben vor be’kech regelmäßig daran gestört, wie sie beim Arbeiten in Cafés alle paar Minuten nach einer neuen Bestellung gefragt wurden. Es schien, als dürfen sie hier nicht sitzen und die kreativen Köpfe zusammenstecken ohne permanent zu konsumieren. So drehten sie den Spieß kurzerhand um und gründeten einen Ort, an dem man diskutieren, spielen, arbeiten und dabei Kaffee trinken und essen darf – und zwar ohne dafür zu bezahlen. Hä!? Wie soll das gehen? Das einzige, was im be’kech (der Name ist übrigens eine Mischung der Herkunftsorte von Louna und Nina, Berlin und Marrakech) kostet, ist die Zeit. Genauer gesagt: Die Minute kostet 5 Cent, der Tag maximal 15 Euro. Wenn man also schnell isst, kostet der Snack eben nur zehn Cent. Weil der Ort aber so schön, die Atmosphäre so angenehm und das Angebot so reichhaltig und lecker ist, dass man hier einfach Zeit verbingen muss, geht das Konzept auf. Nicht nur dekotechnisch ist der Ort eine gelungene Mélange zwischen alter DDR und traditionellem Marokko, sondern auch die Karte eröffnet Parallelwelten: Reichhaltiges, frisches (auch gern libanesisches) Frühstücksbuffet, Linsensuppe oder Gazpacho, vegane Kuchen und andere Leckereien locken täglich. Und immer mal wieder kann man hier auch Kultur genießen – in Form von Lesungen, Konzerten, Ausstellungen. Wenn man sich Zeit nimmt. Das Wertvollste, was wir haben.
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be’kech | Exerzierstraße 14, 13357 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 11-19 Uhr | bekech.com | Facebook | Foto Credit: Selim Özadar

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Boris Lauser

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Das 2-Minuten Interview
Boris Lauser mag es roh. Und jeder, der einmal eines seiner köstlichen Rohkost-Gerichte probiert hat, dem wird es genauso gehen. Boris ist nämlich Raw Food Chef & Consultant (zu Deutsch: Rohkost Koch und Berater). Doch der Reihe nach: der studierte Wirtschaftsingenieur arbeitete jahrelang bei der FAO der UNO in Rom. Als er feststellte, was Ernährung in Bezug auf Körpergefühl, Energie und Jugendlichkeit zu leisten im Stande ist, beschloss er seine große Leidenschaft fürs Essen zum Beruf zu machen. Seither motiviert er als Lehrer, Trainer und Koch Menschen zu einer besseren und nachhaltigeren Ernährung. Seine hochwertig vollwertigen Gerichte sind roh, schmecken aber nicht so und genügen höchsten kulinarischen Ansprüchen. Boris schreibt Bücher, bietet Coachings, Retreats und Seminare auf der ganzen Welt an. Für 2018 stehen unter anderem Retreats und Detox Seminare auf Bali und an der Ostsee auf dem Plan. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich auch in sechs Monaten zum Plant Based Chef & Nutritionist am Plant Based Institute ausbilden lassen. Lieber Boris, toll, dass wir dich endlich im Interview haben. Und danke für den Fruchtwitz! ;)

Name: Boris Lauser
Alter: 41
Wohnort: Berlin
Beruf: Rohkost Koch und Berater
Schuhgröße: 43
Lieblingszutat: Reife Früchtchen ;-)
Kontakt: www.borislauser.com

Was schmeckt roh nicht mal dir? Schon mal in ’ne rohe Kartoffel gebissen? Yakkk…

Wenn du nicht Koch geworden wärst, dann wahrscheinlich: Professioneller Bio / Vegan Restaurant und Hotel Tester

Süß oder salzig? Muss ich da wirklich wählen? Am besten immer salzig, dann süß :-)

Wann hast du zuletzt Fleisch gegessen? Letztens bei einem Restaurant Coaching war der Chef ganz nervös und wusste gar nicht, was auf ihn zukommt und wie er das jetzt alles machen soll. Aus Anerkennung für seine Arbeit habe ich ein wenig seiner Minestrone probiert, wo ein wenig Speck für den ‚Geschmack‘ drin war. Danach war er zu 100% entspannter und hat sich gefreut, dass sie mir schmeckte und dann war er wie ein Kind begeistert, als ich ihm gezeigt hab, wie er den Geschmack auch ohne Speck rein bekommt.

Erzähl uns einen Fruchtwitz! Trifft ne Kiwi ne Kokosnuß. Sagt die Kiwi: „Alter, dein Bartwuchs würd‘ mich auf die Palme bringen!“

Verrate uns einen magischen Ort auf dieser Welt, ganz egal wo! Die Felswanderung in Ucluelet, Vancouver Island, Kanada, bei Sonnenuntergang/Mondaufgang!

Wo fühlst du dich zuhause? Überall, wo ich gerade bin. Ort sind austauschbar, aber mich muss ich ein Leben lang rumtragen ;-)

Welcher Moment hat alles verändert? Ein veganer Rohkost Cheesecake und ein Vanilla Mint Chocolate Chip Eiscreme Shake im Café Gratitude in San Francisco.

Dein kulinarischer Geheimtipp für Berlin: Lück’s für täglich saulecker vegan, Superfrans und Rawtastic für 100% Raw, Kopps für fine dining.

Was hast du gestern gelernt? Creolische Küche und ihr Geschmacks- und Gewürzprofil.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kühlschrank auf, schauen was da ist und dann geht’s los. Dabei entstehen die besten Rezepte.

Wovor hast du Angst? Was ist Angst?

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Letzte Woche im Urlaub in Frankreich: Slackline, unglaublich geniale Balance Übung, muss noch viel üben ;-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass keine Tiere mehr PRODUZIERT werden.

Was sollte niemand von dir wissen? Oh je, das bringt nur Stress. Bei mir darf jeder alles wissen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum siehst du mit 41 noch so jung aus?

Das letzte Wort: Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen.
Foto Credit: Annett Melzer

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Es werde Licht

Es werde licht

Leben braucht Wasser und Licht! Von Ersterem hatten wir in den letzten Tagen ja zur Genüge, Letzteres sehnen wir uns im Überfluss herbei. Den (positiven) Einfluss von Licht auf biologische Elemente nennt man Biophotonik. Falls euch auf Parties mal der Smalltalk-Stoff ausgehen sollte, könnt ihr damit glänzen. Aber wusstet ihr, dass man auch biophotisch essen kann? Bei Wilde Küche kommen nur Lebensmittel auf die Speisekarte, die besonders viel Sonne getankt haben – wir reden hier vom ersten biophotonischen und basisch orientierten Caterer. Die naturverbundene Küche lädt nun zum Fashion Week Special Barbecue aufs Dach. Im House of Weekend werden aus regionalen Produkten ohne industriell hergestellten Zucker famose vegan-vegetarische Leckereien gezaubert. Undogmatische Küche, reiner Geschmack, schlichte Präsentation, verpackt in einen sonnenlichtgeschwängerten Burger. Richtig, das Licht steckt im Food und aus den gesammelten Sonnenstunden erwächst der besonders gute Geschmack. Und da gutes Essen allein nur fast ganz glücklich macht, gibt’s noch Musik dazu. Und was für welche! Unsere Lieblinge von Robosonic, Legende Phil Fuldner (Captain Future, Baby!) und NELA sorgen für den richtigen Verdauungsbeat. Sonne im Herzen, Sonne auf dem Teller… fehlt nur noch die Sonne am Himmel. Also: Daumen drücken! (oder bei Schlechtwetter einfach drinnen im Club abfeiern). P.S. Ob man wohl Licht pupsen kann? Finden wir es raus! Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LIGHT IN PLACES‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Wilde Küche BBQ | Mi., 05.07.17, ab 19 Uhr | House of Weekend, Alexanderstraße 7, 10178 Berlin  | Tickets | Facebook Eventlink

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. Juli 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

100 Brote

Was macht ein richtig gutes Brot aus? Saftig muss es sein und nicht trocken. Einfache, gute Zutaten und: eine knackige, knusprige Kruste. Jenny und Stefan haben (glücklicherweise direkt bei uns um die Ecke) ihren Laden 100Brote eröffnet! Was es dort gibt? Nun, genau das: gutes, einfaches, ehrliches und vor allem leckeres und krustenreiches Brot. Mehl, Salz, Wasser heißt das Geheimrezept. Und Dinkel statt Weizen. Und gutes, gelerntes Handwerk. Stefan bringt so viele Jahre Bäckerei-Erfahrung mit wie viele von uns noch gar nicht alt sind und Jenny ist nichts Geringeres als Landesmeisterin der Bäckerjugend Berlin-Brandenburg. Bestellt können die beiden Brote zur Wahl (ein „Jungsbrot“ mit mehr Roggen als Dinkel, auch für echte Mädchen, oder den Hungry Shepherd mit mehr Dinkelanteil) übrigens auch online. Damit man sichergehen kann, dass das Brot genau dann da ist, wenn man es wirklich braucht. Bestellen, bezahlen, abholen. Und dazu gleich einen der leckeren Salate mitnehmen.
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100Brote | Hufelandstraße 2, 10405 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Sa, 08:30 – 20:00 Uhr, So 09:00 – 18:00 Uhr | www.100brote.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Mai 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Disco Disco Brunch

Wenn man des Morgens nebulös aus dem Club gestolpert kommt, hilft nach einem kurzen Koma nur die ungenierte Aufnahme von Kohlehydraten in jeglich erdenklicher, vor allem aber ungezügelter Form. Das Hangover-heilende Rührei nachmittags um vier, die würzige, Lebensgeister-weckende Shakshuka oder eine ordentliche Bloody Mary zum luftigen Croissant – der Brunch hat die nährende Allmacht über das Wochenende. Wenn das ganze Hin und Her zwischendrin nicht wär‘, wähnte man sich allwöchentlich im Himmel der Entrückten. Besser käme es nur noch, wenn man Feiern, Chillen und Futtern an Ort und Stelle miteinander verbinden könnte. Kann man jetzt. Am 30. April nämlich steigt auf der Hoppetosse und dem Außengelände der benachbarten Arena der Disco Brunch. Die Street-Food Spezis vom Bite Club spannen für einen Tag mit Das Brunch zusammen und kredenzen dem entscheidungsoffenen Alltags-Frühstücks-Publikum ein Schlaraffenland mit Beat. Ausgewählte Berliner Frühstücks-Spots versammeln sich zum kulinarischen Open Air und bieten ihre charakteristischen Speisen feil. Dazu gibt es eine Saftbar, Kaffee von Brewbox und Future Breakfast, Drinks von der Bite Club Craft Bar und an Deck der Hoppetosse Discotunes der kolumbianischen Künstlerin Isa GT. Als gäb’s kein Morgen mehr.
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Disco Brunch – Bite Club x Das Brunch | So, 30.04.17, ab 11 Uhr | Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin | Eintritt frei | Facebook

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. April 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

La France à Friedrichshain

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Hand aufs Herz, wer von euch weiß, wo die Lehmbruckstraße liegt? Na? Nebenbei statt mittendrin im Friedrichshainer Szenekiez – toll zum Wohnen, wunderbar ruhig, mehr aber auch nicht. Denkste! Denn genau hier, genauer im Erdgeschoss der Hausnummer 9, liegt eines der unbestritten großartigsten Kleinode der Berliner Gastronomielandkarte (um mal im Geographie-Sprech zu bleiben). Die Dînette hat sich der klassischen französischen Bistroküche jenseits des chichi und deren Neuinterpretationen verschrieben und kredenzt Mitnehmsnacks, der beste Brunch der Stadt, Lunchleckereien und großartige Motto-Menüs, beispielsweise zum Valentinstag (Himmel, war das gut!). Zu letzterem später mehr. Klassiker wie Ziegenkäse auf warmem Baguette und verschiedene vegetarische und fleischhaltige Quiches sind immer im Angebot. Üppigere Gerichte wie Marrokanische Gemüsesuppe, sautiertes Gemüse mit Bulgur und Pulet rôti, wechseln alle paar Tage. Stark ist die Dînette aber auch außer Haus, als Caterer für Privatparties, Ladeneröffnungen, Vernissagen, Hochzeiten, Geburtstage, Rockstar Sessions, Business-Treffen oder was auch immer nach Glück für Magen und Seele schreit. Hinter Herd und Tresen (und Gott sei Dank auch oft genug davor) stehen Elisabeth Tran, ehemalige Chefköchin aus dem Französischen Restaurant „Les Valseuses“, Annlyse Lethinois aus Paris, Ex-Chefköchin in der Berliner Institution „Themroc“ und leidenschaftliche Food-Designerin und Alexander Licikas, gelernter Event-Manager und ehemaliger Restaurantleiter im Themroc. Alle drei(!) sind so gut, so auf den Punkt professionell und unglaublich nett, dass einem das Herz erwärmt. Übrigens, am Samstag steigt ab 19 Uhr ‚Dinette Goes Dinner‘. Infos zum Menü und allem sonst findet ihr hier.
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Dînette | Lehmbruckstraße 9, 10245 Berlin | Webseite | Facebook | Foto Credit: Paula Faraco

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 21. März 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Essen verbindet

Zu Beginn ein Schock: Die Pasta kommt gar nicht aus Italien. Es ist wahrscheinlich, dass die Nudel aus der Not der arabischen Beduinen entstand, lang haltbare Lebensmittel mit sich zu tragen. Aber mal ehrlich, ist das wirklich wichtig? Hauptsache lecker oder? Und doch, es weitet den Horizont ungemein, ab und zu etwas weiter (Achtung Kalauer!) über den Tellerrand zu schauen. Vier Studenten der Hotelfachschule Heidelberg haben sich viele Geschichten rund um gutes Essen aus aller Welt angehört und daraus etwas gemacht, das weit mehr ist als ein Kochbuch – nämlich eine kleine, völkerverbindende Fibel der Kulinarik. In „Hand in Hand“ kochen deutsche und Schweizer Spitzenköche mit Menschen aus Pakistan, Marokko und Gambia, Irak, Iran, Afghanistan, Nepal und Syrien. Auf der Grundlage traditioneller Rezepte entstehen Geschmacksknospen kitzelnde Neuinterpretationen zum Nachkochen. Begleitet werden die Rezepte von den teils bewegenden Geschichten der Menschen, aus deren Heimat sie stammen und den Kommentaren der Kochgroßmeister, die erzählen, was sie an den ausgesuchten Speisen so fasziniert. Was dabei immer wieder klar wird: Essen verbindet. Kochen auch. Und nicht zuletzt funktioniert Völkerverständigung über den Magen. Die Flüchtlingshilfe wird durch die Erlöse des Buches auch finanziell unterstützt. 4 Euro pro verkauftem Buch fließen direkt an ausgesuchte Organisationen. Finden wir super und nehmen zwei. Eins für uns und und ein druckfrisches Exemplar für die Verlosung an die kulinarisch besonders Aufgeschlossenen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BASTA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

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Hand in Hand – Das Kochbuch | Hardcover 30€ | www.kochbuch-handinhand.de

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Gracias, Gracia

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Daniel Brühl ist Barcoliner – halb Barcelonier, halb Berliner also. Gott. sei. Dank. Denn neben Freude stiftender Leinwandpräsenz hat er die Stadt inzwischen vor allem kulinarisch bereichert, indem er den Geschmack seiner Kindheit in die deutsche Hauptstadt brachte. Zuerst in Form der Bar Raval am Görli, und jetzt, sechs Jahre später, in der neuen Bar Gracia im Prenzlauer Berg. Das Erfolgsrezept ist dasselbe: Bällchen aus geräucherter Aubergine mit Ziegenkäse, Honig und Apfel. Oder Oktopus mit grünem Mojo, Brot mit Schokolade, Chorizo, Zitruskartoffelpüree… an dieser Stelle könnten wir den Artikel eigentlich beenden, es wäre alles gesagt. Wo können wir reservieren? Aber: Die Bar Gracia – deren Name auf den Stadtteil Gracia, den katalanischen Prenzlauer Berg anspielt – ist nicht einfach ein Ableger der großen Schwester ‚Raval‘, sondern eine eigenständige Bar mit mediterraner Atmosphäre und so genannten „Autoren-Tapas“, also Snacks mit einem Twist, einer eigenen kulinarischen Handschrift, einem Hauch Innovation. Mit etwas Glück kann man seinen spanischen Rotwein da auch mal mit dem Chef personalmente trinken – wohnt Daniel Brühl doch selbst nicht weit entfernt. In diesem Sinne: Gracias, Gracia. Und Daniel

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Bar Gracia | Göhrener Straße 5, 10437 Berlin | Öffnungszeiten 18:00 – 23:00 Uhr | www.bargracia.de | Facebook | Foto Credit: Bar Gracia

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 28. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Niko Rittenau

Das 2 Minuten-Interview

Niko Rittenau ist gebürtiger Österreicher. Das hört man, wenn man ihn auf einem seiner Ernährungsseminare, bei Veranstaltungen, Supperclubs oder auf Messen reden hört. Von den Geschmäckern alter Sorten, von der Freude am gesunden und bewussten Essen. Und der Mann weiß, wovon er spricht. Als Kind verliebt in Fastfood und Softdrinks, als Teenie im Magerwahn, fand er Heimat und Berufung in Berlin, der „Veggie-Hauptstadt Europas“, wie er selbst sagt. Dem Bachelorstudium in Ernährungsberatung, folgte eine Weiterbildung zum Ernährungsberater mit Schwerpunkt auf (roh-)vegane und ayurvedische Ernährung und schließlich die Ausbildung zum Gourmet Rawfood Chef an der Matthew Kenney Akademie in Kalifornien. Wie gut sich das nicht nur anhört, sondern vor allem schmeckt, haben wir bereits mehrfach am eigenen Gaumen erfahren. Zuletzt bei unserem I Sea Pasta-Dreh für Galileo und beim The Last Supper Potluck-Dinner im Leogant Loft. Herr Rittenau, lassen sie uns über Essen reden!

Name: Niko Rittenau
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Ernährungsberater
Schuhgröße: 42
Lieblingsessen: Hausgemachte Pasta mit dem unglaublichen Pilzbolognese Rezept von Kenji López-Alt
Kontakt: www.nikorittenau.com

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes?
Ich trinke ein großes Glas warmes Wasser mit Zitrone und mache irgendwelche Übungen, die ich im Yogaunterricht aufgeschnappt habe.

Was hast du zuletzt gegessen?
Da ich die Fragen gerade nach dem Frühstück beantworte: Wie fast jeden Tag gekeimtes Müsli mit frischen Früchten, grünen Rosinen, geschroteten Leinsamen, eingeweichten Walnüssen und Mandelmilch.

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank?
Ein volles Gemüse- und Kräuterfach, vorgekochter brauner Reis und eine gute Misopaste. Damit ist man im Zweifelsfall immer gut versorgt.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du?
Weltweit sterben laut der WHO über 16 Millionen Menschen jedes Jahr an Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes oder weiteren Stoffwechselerkrankungen, die zu überwiegenden Teilen nicht aufgrund von Genetik, sondern aufgrund der Ernährung entstehen. Im Jahr 2000 stand Diabetes noch gar nicht mal auf der Liste der Top 10 Todesursachen und hat es in 2015 bereits auf Platz 6 geschafft. Das ist wirklich eine Epidemie, über die wir reden müssen. Wir sollten wirklich mehr Angst vor unserem eigenen Mittagessen als vor irgendwelchen Terroristen haben.

Dein absoluter kulinarischer Geheimtipp in Berlin:
Eines der Kochbücher der Wahl-Berlinerin Nicole Just holen und dann selbst kochen lernen. Ich wünschte, die Leute würden mehr selbst kochen, dann würden sie auch mehr Dinge verstehen.

Was bereust du bist jetzt noch nicht gemacht zu haben?
Endlich mein Buch fertigzustellen, an dem ich seit einem Jahr schreibe ;)

Was ist die größere Herausforderung – Dinge richtig zu machen oder die richtigen Dinge zu tun?
Die richtigen Dinge zu tun! Weil das lehrt dich keine Ausbildung. Wie Steve Job treffend sagt: „Deciding what not to do is as important as deciding what to do“

Erzähle uns einen Witz! Wieso möchten Veganer nicht bevorzugt behandelt werden? Weil sie keine Extra-Wurst haben wollen ;)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ohne zu zögern diese umwerfende Pilz Bolognese nach dem Rezept von von Kenji López-Alt (siehe oben und
seriouseats.com). Ich glaube, es gibt wirklich keine Person auf diesem Planeten, die dieses Gericht nicht lieben würde.

Wovor hast du Angst? Dass wir uns als Menschheit unsere eigene Lebensgrundlage zerstören.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich denke, Veränderung sollte niemals zentral von einer Person erzwungen werden. Das hat uns die Geschichte schon oft gelehrt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns als Gesellschaft aus freien Stücken ändern werden und ich freue mich, ein Teil dieser Bewegung zu sein.

Was sollte niemand von Dir wissen?
Hat diese Frage tatsächlich schon mal jemand ehrlich beantwortet?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welches Buch sollte jeder Mensch unbedingt lesen? Die Antwort ist ganz klar „How not to die“ von Dr. Michael Greger. Es ist eines dieser Bücher, die tatsächlich dein Leben verändern können. Wenn man es kann, dann bitte unbedingt in Englisch lesen.

Das letzte Wort:
Iss nichts, das dir nicht schmeckt. Aber iss auch nicht alles, was dir schmeckt!

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Gut ist das neue besser

„Ich hätte gerne den Salat. Aber bitte mit italienischem statt französischem Dressing und ohne die Tomaten, auf die bin ich nämlich allergisch. Könnte ich stattdessen Gurken haben?“ Was wäre, wenn es ein Lokal gäbe, in dem (zum Beispiel) der Salat genau so auf den Tisch kommt, wie wir ihn mögen? Na, dann wäre es 2017 und wir säßen an der Torstraße 114. Hier liegt nämlich das Fechtner, ein Brunch-Lunch-Snack-Ort, der sich gesundes Fast Food auf die Fahne geschrieben hat. Und bei dem man sich das Frühstück, die Stulle oder den Salat nach eigenen Vorlieben zusammenstellen kann – immer aus regionalen, saisonalen und daher wechselnden Zutaten. Zum Rühr- oder pochierten Ei kann man sich wahlweise Low Carbs (Pilze, gegrillte Tomate, Brokkoli, Artischocke etc.), Carbs (Gerste, Quinoa, Grünkern etc.) oder Proteine (Büffelmozarella, Ziegenkäse, Lachsfilet etc.) dazulegen lassen. Ganz ähnlich funktioniert der – grüne oder gemischte – Salat, der mit grünem Spargel oder Avocado, Garnelen oder gegrillten Süßkartoffeln, Ei oder Räucherlachs ergänzt werden kann. Dazu ein Glas vitalisiertes Wasser von Leogant. Schon zwischen 1923 und 1946 gab es das Fechtner, ein Feinkostgeschäft im Westen Berlins, das Schriftsteller und Schauspieler mit Delikatessen und Salaten belieferte. 70 Jahre später transportiert die Urgroßnichte der damaligen Frau Fechtner, Tabea Meyer, das Konzept ins Jetzt. Gemeinsam mit Partner Tobias Vetter (der neben Gastro auch Tattoo kann – unser Robert kann ein Lied davon singen!) schafft sie in Mitte eine Hommage an das Gute – denn was gut ist, bleibt gut. Da muss man nix beifügen. Außer vielleicht Artischocke. Oder Feta. Oder vielleicht doch Antipasti? Hmm…
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Fechtner Delikatessen | Torstraße 114, 10119 Berlin | MO. – FR.: 08-18h, SA-SO 10-18h | www.fechtner-delikatessen.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Powerpause

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Wer sich Gutes mit Chiasamen, Avocados, Goji-Beeren, Ingwer und derlei Superfoods tun möchte, plündert am besten einen gut sortierten Bio-Supermarkt, legt sich ein Arsenal achtsam zusammengestellter Smoothies zu oder geht ganz einfach gut essen. Gemeinsam mit anderen Vitaminbomben, vitalisiertem Leogant-Wasser und nahrhaften Proteinen stehen eben genannte Zutaten nämlich allesamt auf dem Menüplan vom Rosegarden, einem hübschen, neuen Deli mitten in Mitte. Das fängt schon beim Frühstück an: Gebackene Grapefruit mit hausgemachtem Granola (supersuperlecker!), griechischem Joghurt und Beeren, zum Beispiel. Oder – als weniger süße Variante – Quinoa mit pochierten Eiern, Avocado und Olivenöl. Angerichtet wird alles mit der Überzeugung, dass das Auge mitisst. Und das geht noch übers Frühstück hinaus. Verschiedene Sandwiches, Suppen und kleine Mittagsgerichte stehen ebenfalls auf dem gesunden Tagesprogramm: Ein Thunfisch-Sashimi, das einem die Glückstränen in die Augen treibt oder die herzerwärmende Brandenburger Landkartoffel, gefüllt mit Grünkohl, getrockneten Tomaten, Feta und Sour Cream sind zwei absolute Renner. Nach dem Essen lädt der kleine Concept Store zum Stöbern ein. Eine Selektion aus ausgewählten Lebensmitteln, Kaffee und Büchern runden das Angebot ab, das uns vor allem eines klarmacht: Eine Pause lohnt immer. Und wo’s Superfood gibt, sind Superhelden nicht weit! Das Thema zieht sich durch (siehe nächster Beitrag). Auf auf und davon!
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Rosegarden | Torstraße / Alte Schönhauser Straße, 10119 Berlin | Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 09-23 Uhr, Sonntag – Montag 09-18 Uhr | Facebook | www.rosegarden.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Happenpappen

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Wem beim Gedanken an Süßkartoffel-Ananas-Curry, an würzige Bratnudeln mit Weißkohl-Erdnuss-Salat und Chop-Suey-Gemüse oder einen Seitan-Pattie-Burger mit Fritz Cola-BBQ-Soße, Käse-Dip, Tomaten und Röstzwiebeln nicht nur das Wasser im Mund zusammenläuft, sondern auch das Herz höher schlägt, der ist veganverliebt. Genau wie Cathy, die Inhaberin der veganen Wohnküche Happenpappen in Hamburg-Eimsbüttel. Hier gibt es täglich hausgemachte vegane Küche plus glutenfreie Optionen, von denen auch überzeugte Karnivoren schwärmen! Montag bis Samstag ab 18 Uhr ist jeweils Burgerabend. Mit nicht weniger als fünf verschiedenen veganen Burgervarianten. Missioniert wird hier null, sondern gekocht mit viel Lust an Alternativen, einem großen Wissen über die kulinarische Welt der Vielfalt und mit der Geduld und der Weisheit, auf Anfrage auch die Gäste mit der veganen Küche vertrauter zu machen. Das Rezept hier lautet: 100 Prozent vegan = 200 Prozent lecker. Deal!
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Happenpappen | Lappenbergallee 41, 20257 Hamburg | Mo-Fr 12-22h, Sa 10-22h, So 10-17h | www.happenpappen.de | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 13. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

What’s cooking?

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Vor Kurzem durften wir dabei sein als Fairphone der Blaue Engel von der Bundesumweltministerin verliehen wurde und damit nun als erstes Smartphone überhaupt das renommierte Umweltzeichen trägt. Hier trafen wir auf allerlei Menschen, denen unsere Welt am Herzen liegt und lernten den tollen philippinischen Performance-Künstler Pepe Dayaw kennen. Pepe arbeitet mit Resten. Genauer gesagt mit Essensresten. Mit all dem, was im Supermarkt übrig bleibt oder was Leute in der hintersten Reihe ihrer Kühlschränke aufstöbern. Und das kam so: während einer Artist Residency in Berlin zum Thema „Dreck“ hat sich der Philippino mit der negativen Konnotation von Resten in der westlichen Welt auseinandergesetzt – und gemerkt, wie anders diese Sicht auf Überbleibsel ist als in der Kultur, in der er aufgewachsen ist. Wo er herkommt sind die Reste des einen immer die Möglichkeiten des nächsten. Jeden Donnerstag wird in der Nowhere Kitchen in der Uferstraße live gekocht mit dem was da ist. Ohne Rezept, ohne Ansage, aber mit viel Lust und Improvisation. Der Ausgang ist immer ungewiss, Grenzen gibt es keine. Den Spinat mit den Erdbeeren mischen? Warum nicht? Einen trockenen Gugelhopf pürieren? Okay! Alles einfach mal über die Reibe schreddern und Puffer erfinden? Klar! Wenn man weiß wie. Sein integratives Kochen ist vor allem eine Ode an die Demokratie. Jeder darf mitmachen, keiner ist Che. Schließlich gibt es nichts Schöneres als gemeinsam zu kochen. Außer vielleicht gemeinsam zu essen. Aber dafür ist ja auch gesorgt. Wer das mal ausprobieren möchte schaut am besten heute Abend im New Leftover Space in der Alten Kantine Wedding vorbei. Warum? Es sind noch 45 Kilo Käse übrig. Yummie!
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Nowhere KitchenWebseite | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. November 2016 | Tags: , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Völkermahl

Unser geliebter und gerade etwas in Bedrängnis geratener Gestalten Verlag hat mit ‚Abrahams Küche‘ (im englischen Original Divine Food) gerade ein Kochbuch herausgebracht, das weit mehr ist als nur das. Es ist das Manifest einer kulturellen Gemeinsamkeit in einer Region, die nicht müde wird, die erlernten, unüberbrückbaren Unterschiede zwischen den Menschen zu betonen. Abrahams Küche ist eine kulinarische Reise durch das gelobte Land: von lokalen Märkten und arabischen Traditionen hin zur nomadischen Küche der Wüstenregion und den hippen Restaurants in Tel Aviv. Denn Israelis und Palästinenser eint ihre großartige und lebendige Esskultur. Hummus? Lieben die Menschen hier und dort. Die (Achtung!) israelisch-palästinensische Küche verfügt über einen einzigartigen Reichtum an Geschmäckern. Denn dort wo sich früher Handelsrouten kreuzten, entstanden auch kulinarische Schnittpunkte. Ob Shakshuka, Challa oder Baklava – die regionalen Rezepte in diesem Buch geben sowohl Einblick in die Zubereitung als auch die Herkunftsgeschichte ikonischer Gerichte. Die verständlichen und wunderschön bebilderten Rezepte und die Anekdoten und landeskundlichen Hintergrundgeschichten machen es einem leicht, sich den Aromen der mediterran-orientalischen Küche hinzugeben und ihre Traditionen kennenzulernen. Essen? Verbindet! Familien, Freunde, Fremde, Städte, ja und Kulturen. Was wäre beispielsweise Berlin ohne das kulinarische Identitäts-Gemenge aus Döner-Thai-Schnitzel-Pasta-Indisch-Currywurst? Richtig, ziemlich fad. Berliner Küche? Da haste! Berliner Einigkeit? So schmeckste! Esskultur bedeutet Identität. Traditionelle Rezepte sind wie kleine kulinarische Manifeste einer kulturellen Gemeinsamkeit. Auch und gerade wenn es diese offiziell gar nicht gibt, obwohl sie schon seit Jahrtausenden existiert. Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar der neuen Fibel für kulinarische Völkerverständigung. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BETEAVONSAKHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Abrahams Küche | 304 Seiten, 35 Euro | erschienen im Gestalten Verlag | shop.gestalten.com

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare