Zu perfekt ist gerade richtig

Ja ja ja, das ‚% Arabica‘ ist posh. Und groß. Und irgendwie Mitte. Und trotzdem auch Hinterhof Kreuzberg. Und eigentlich viel eher total global. Vor allem aber – und das ist es, was wirklich zählt – wird hier ein Kaffee serviert, der seines Gleichen sucht. Völlig unaufgeregt. Dafür 100% perfekt verarbeitet, zubereitet und angerichtet. Es wirkt fast so, als würde sich der junge Barista jedesmal kurz huldvoll vor der blitzeblanken Kaffeemaschine verbeugen, bevor er den Siebträger ansetzt. Vielleicht hat man aber auch nur den Eindruck, weil der Tokyoter Ursprung des Konzepts an allen Orten und Ecken spürbar wird. Da wären zum einen das minimalistische Design mit viel Weiß und Glasflächen. Der Küchenbereich ist wie ein Aquarium ringsum von nahtlosen Glaswänden umstellt. Durch sie kann man den Mitarbeitern beim liebevollen Zubereiten der ausgesuchten Speisen zuschauen, was uns direkt zum nächsten Punkt führt. Die Präzision und Sorgfalt, mit der hier Apfelgehäuse entfernt und Schalen vom Fruchtfleisch getrennt werden, lässt einen buchstäblich inne halten. Himmel, wenn wir uns im wahren Leben doch nur halb so hingebungsvoll der Dinge annehmen könnten, die Welt wäre eine achtsamere und sicher auch schönere. So zumindest kann man im Arabica Café Food auf einem quasi upgegradeten, mit einer japanischen Essenz perfektionierten Niveau genießen. Natürlich schmecken das als Bacon, Egg & Cheese Sandwich getarnte gegrillte Croissant, die gerösteten Möhren und Linsen oder das warme Bananenbrot verboten großartig. Schließlich haben wir es hier mit Profis zu tun. Gründer Kenneth Shoji startete mit Arabica im Jahr 2013 seinen ganz persönlichen third wave Coffee-Traum und bringt die Menschen getreu seines Ladenmottos „Experience the world through coffee“ an inzwischen 19 Standorten weltweit einander näher. Der große Store in der Reichenberger Straße in Kreuzberg ist Europas Flagship Store. Und passt trotz oder gerade wegen seines durchgestylten glokalen Ansatzes perfekt in diese Stadt.
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% Arabica | ReichenbergerStr. 36, 10999 Berlin | www.arabica.coffee

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 09. Oktober 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

WWas ne Pizza

Mensch, jetzt haben wir schon so oft von diesem Laden da an der Ecke beim Weichselplatz gehört und von der unfassbar leckeren Pizza, die da nach kürzester Backzeit knusprig aus dem Steinofen gezogen wird. Aber wie das manchmal so ist. Wir haben es bis vor Kurzem einfach nicht geschafft einmal im ‚W Pizza‘ vorbeizuschauen. Und da wir unserem Versprechen treu bleiben, nur Dinge zu empfehlen, die wir auch selbst getestet haben, kommt nun eben erst jetzt die Huldigung an unseren neuen Lieblings-Tempel der Teigeslust. Gut, nun ist der Reuterkiez bisher nicht gerade unterversorgt in Sachen Kulinarik, aber erstens liegt der Laden von Darius Suski und Łukasz Sołowiej immernoch ein klein wenig abseits des ganz wilden Trubels am äußeren Ende der Fuldastraße und zweitens stellt die neapolitanische Pizza, die hier über den Tresen geht, alles bisher Dagewesene in den Schatten. Zumindest für unser ganz subjektives kulinarisches Genussempfinden. Die beiden Ws im Logo von W-Pizza stehen übrigens nicht für Weichselplatz und Weigandufer, sondern für ‚weeded‘ und ‚wheat‘. Was diese Pizzeria nämlich von anderen Pizzerien in Berlin unterscheidet, ist neben dem klassischen Weizenteig ein zu gleichen Teilen aus Weizen und gemischtem Bio-Hanf gebackener Teig, der so in Berlin und wohl auch in ganz Deutschland einzigartig ist. Jetzt wird uns einiges klar… Neben dem fluffigen Teig fallen die übrigen Zutaten und Toppings alle sehr üppig aus. Es werden ausschließlich hochwertige und authentische Produkte verwendet – wie etwa der traumhafte Stracciatella di bufala – die durchaus mal überraschend, aber nie aus der Luft gegriffen kombiniert werden. Unser Favorit: Pizza Buffala, Salat, Oliven und ein Mezzo Litro Hauswein. Seeeeeeeelig!
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W Pizza | Fuldastraße 31, 12045 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Do 18-22 Uhr, Fr-Sa 17-23 Uhr, So 17-22 Uhr | www.wpizza.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 19. September 2018 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Laura Eckrodt

Das 2 Minuten-Interview

Laura Eckrodt ist quasi der Inbegriff einer Kosmopolitin Slash Weltbürgerin. Sie wuchs als Tochter einer finnischen Mutter und eines deutschen Vaters in Sao Paulo, Berlin und Tokio auf, studierte in London, bevor sie sechs Jahre für Axel Springer in Berlin arbeitete und später nach Dubai zog, um in eine Führungsposition im Digitalen Marketing bei Emirates zu wechseln. Uff, kurz durchatmen und geographisch sacken lassen. In Dubai lernte sie ihre große Liebe Asif Oomer aus Indien kennen. Nach Hochzeit und Geburt ihres Sohnes zogen die zweieinhalb nach Berlin, um hier ihren Traum vom eigenen Restaurantkonzept zu verwirklichen. Et voilá, L.A. Poké serviert seit kurzem leckerste hawaiianische Poke-Bowls, flavoured in California, made in Berlin. Soviel zum Thema kosmopolitisch und weite Welt und so. Wir haben Laura nach ihren zwei Full Time-Jobs ‚Gründerin‘ und ‚Mutter‘ befragt und nebenbei selbstverständlich noch ein paar gute Tips und schlaue Ratschläge abgestaubt.

Name: Laura Eckrodt
Wohnort: Berlin
Beruf: Food Entrepreneur
Schuhgröße: 40
Lieblingstageszutat: Yuzu Kosho (Äh was? Anm. d. Red.)
Kontakt: www.lapokebowls.com

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Also ich weiß nicht, ob sie in jeden Kühlschrank gehören, aber bei mir sind es: eine gute Flasche Weißwein, Chilli und Butter.

Welche Aufgaben magst du besonders in deinem Job? Die Nähe zu den Kunden – ich probiere gerne neue Rezepte aus und freue mich, wenn man direkt Feedback bekommt.

Warum Berlin? Berlin ist authentisch. Ich bin vor 18 Jahren das erste Mal nach Berlin gezogen und seitdem habe ich immer wieder hier gelebt. Die Stadt hat eine ganz eigene Energie und es ist spannend zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahre gewandelt hat.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? „Schlaf eine Nacht drüber.“ ;)

Wo fühlst du dich zu Hause? Bei meinem Mann und meinem Kind. Egal, wo wir uns gerade befinden.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Die Antwort auf die Frage ist „nichts“. Ich würde nichst tun, weil sich nichts lohnen würde. Versagen ist Teil des Lebens, denn wir lernen daraus und entwickeln uns weiter. Um unser ganzes Potenzial auszuschöpfen, müssen wir uns der Angst vor dem Scheitern stellen. Es ist besser zu scheitern als es nie versucht zu haben.

Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Kommt drauf an. Manchmal bin ich Mutter, Ehefrau, Geschäftsfrau oder Tochter. Wir haben alle verschiedene Gesichter und das ist ok.

Was hast du gestern gelernt? Sich auf heute zu konzentrieren.

Das schönste Kompliment, das du bisher bekommen hast? Der Heiratsantrag meines Mannes. Er hatte mir ein sehr persönliches Gedicht geschrieben.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest? Wie alt man sich fühlt kommt auf den Tag an. Jedes Alter ist besonders, aber ich bin gerne so alt wie ich jetzt bin ich.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Mein Mann ist Inder, daher ein gutes Curry – das wärmt das Herz.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Es Müttern einfacher machen zu gründen oder ihrer Arbeit nachzugehen. Es sollte nicht heißen „Kind oder Karriere“ sondern „Kind und Karriere“. Es fängt damit an, dass man vom Staat die richtige Infrastruktur zur Verfügung gestellt bekommt. Die Kita-Krise macht es den Frauen schwer den Spagat zwischen beiden Bereichen zu schaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Lakritz liebe und eigentlich immer dabei habe. Ich habe momentan mehr als 20 Sorten von salzig bis süß bei mir zuhause.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welche Sprache würdest du gerne fließend sprechen können?

Das letzte Wort: If you think you can, you can. And if you think you can’t, you’re right.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. September 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Alexander Djordjevic

„Kommt ein Cowboy zum Friseur…“ Nee, den Witz erzählt Alexander Djordjevic, Gründer und Geschäftsführer von Foodist, lieber gleich selber zu Ende. Und auch die Sache mit dem Stroh. Alexander ist nämlich nicht nur ständig unterwegs im Sinne des guten Geschmacks, er ist auch ein verdammt smarter, witziger und sympathischer Zeitgenosse. Mit seiner Online-Plattform Foodist hilft er Lebensmittelproduzenten und Manufakturen bekannter auf dem deutschen Markt zu werden und ihre innovative Produkte in den stationären Handel zu bringen. Dabei ist Foodist binnen kürzester Zeit zu so etwas wie der Benchmark im Segment der monatlich wechselnden Food-Boxen avanciert. Ein breites Portfolio gefragter Marken und regelmäßige Berichte über die neusten Trendprodukte aus der internationalen Foodwelt sprechen für sich. Und für Alexanders guten Geschmack, denn tatsächlich ist er noch immer in die allermeisten Prozesse involviert. Wenn er nicht gerade auf der Suche nach neuen Leckereien und Trends ist, trifft man ihn inzwischen auch schonmal auf dem Golfplatz. Das Golffieber hat ihn gepackt, wie er selbst zugibt. Ach ja, gibt es denn auch etwas, das ihm so gar nicht schmecken mag? „Erbsen! Ich hasse Erbsen.“ Na wenn’s weiter nichts ist. :zwinkern:

Name: Alexander Djordjevic
Alter: 31
Wohnort: Hamburg
Beruf: Gründer & Geschäftsführer
Schuhgröße: 43
Lieblingsgericht: Rinder-Steaks
Kontakt: foodist@muxmaeuschenwild.de
Welchen ersten Eindruck machst du deiner Meinung nach? Darüber möchte ich nicht nachdenken :zwinkern:

Was hast du immer im Kühlschrank? Käse

Was liebst du an deinem Job? Das Weihnachtsgeschäft.

Wo gehst du gern privat essen? Am Liebsten koche ich zu Hause mit meiner Freundin. Ansonsten in die Ramen Bar oder zum Stamm-Vietnamesen in der Schanze.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste?
Schönste: Artischocke
Sexieste: Erdbeere
Hässlichste: Kurkuma

Was wirst du in Zukunft weniger machen? An Geld denken.

Was sollte niemand auf morgen verschieben? Zähneputzen und seine Oma anrufen

Süß oder salzig? Salzig

In welchem Alter hast du dich bislang am wohlsten gefühlt? Mit 7 Jahren. Grundschule war easy, Freunde waren in der Nachbarschaft und die Familie lebte unter einem Dach.
Was ist Mamas bester Rat? „Dein Körper braucht auch Ruhe.“

Bitte erzähl uns einen Witz: Kommt ein Cowboy vom Friseur. Pony weg.

Welche Macke würdest du dir gerne abgewöhnen? Ich glaube nach wie vor an Branding. (Verliere nie den Glauben! Anm. d. Red.)

Was hast du dir von deinem ersten Gehalt gekauft? Ich habe mit meinem Bruder Zeitungen ausgetragen und vom Gehalt Inline Skates gekauft.

Du triffst Angela Merkel im Fahrstuhl. Worüber unterhaltet ihr euch? Über Horst Seehofer.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti Carbonara und dazu mindestens zwei Flaschen Rotwein :zwinkern:

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Erde zwei Grad kälter drehen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich tendiere zur leichten Hypochondrie.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum liegt hier Stroh?

Das letzte Wort: Ich glaub es ist der blaue Draht.

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

L.A. is in Germany

Stell dir Folgendes vor: es ist warm, die Sonne steht hoch am Himmel und wirft kurze, harte Schatten. Du läufst über kühle Marmorfliesen, die Sonnenbrille nach oben ins Haar gesteckt. Aus den Lautsprechern säuselt Lana Del Rey irgendwas von „down by the beach“ und irgendwo da hinten, hinter dem Rundbogen, muss es in den Garten gehen. Irgendwo dahinten, hinter dem Rundbogen, muss der Pool sein. Am Tresen bestellst du selbstgemachte Limo und eine Bowl aus warmem Reis, roh mariniertem Fisch, Edamame, Avocado, bunter Rohkost und Dips. Ja, so fühlt er sich an, der endlose kalifornische Sommer. Mit dem einzigen kleinen Unterschied, dass die eben beschriebene Szene nicht im fernen L.A. spielt, sondern mitten auf der Alten Schönhauser Straße in Berlin. Denn genau dort hat gerade das Casual Fine Dining-Konzept L.A. Poke eröffnet und der Name sagt eigentlich schon alles. Laura und Asif verbinden in ihrem Laden einen der Foodtrends überhaupt, mit einer gehörigen Portion kalifornischer Lässigkeit. Poke Bowls bestehen aus frischen, meist rohen Zutaten, die sich beliebig kombinieren lassen. Ursprünglich entstand das proteinreiche Gericht auf Hawaii. Von dort aus verbreitete es sich in den ganzen USA und wurde schnell zum festen Bestandteil der gesunden kalifornischen Food-Szene. L.A. Poke verwendet nach Möglichkeit lokale und regional vielfältige Rohstoffe und Zutaten, der Fisch stammt aus nachhaltiger Fischerei. Die Signature Bowls wurden liebevoll entwickelt und gemeinsam mit den Gästen perfektioniert. Ein absolues Highlight ist das außergewöhnliche Restaurant-Design, das die Gäste förmlich in die eingangs beschriebene Poollandschaft entführt, die genau so auch aus einem David Hockney-Gemälde oder einem Lana Del Rey-Musikvideo stammen könnte. Wir wünschen guten Appetit beim mixen, matchen und schmatzen.
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L.A. Poke | Alte Schönhauser Straße 44, 10119 Berlin | lapokebowls.com | Facebook

Daniel Grothues

Das 2-Minuten Interview

Daniel Grothues hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Oh Mann, das stimmt zwar von vorne bis hinten, klingt aber sowas von laaaangweilig. Also fangen wir nochmal neu an: Daniel Grothues, Privatkoch, Supperclub Chef, Catering-Meister, Rezeptemacher, The Hidden-Gründer und demnächst Kellergärtner. Wenn es nach ihm ginge, wäre diese Aufzählung mit der Titelmusik von „Hart, aber Herzlich“ aus den 80ern unterlegt gewesen. Wer Spaß daran hat, kann sie ja noch einmal mit Betonung lesen und vorher hier draufdrücken. Mit seinem Supperclub Daniels Eatery macht er sich verdammt beliebt bei den Hauptstädtischen Naschkatzen und Schlemmerfreunden, sein gastronomisches Kleinod ‚The Hidden‘ im Prenzlberg ist der perfekte Ort um kulinarisch einzukehren ohne wieder weg zu wollen. So schön, dass wir im letzten Jahr direkt unsere Weihnachtsfeier dort gefeiert haben. Und weil wir uns nun also schon so gut kennen, geht es in den kommenden zwei Minuten auch direkt ans Eingemachte, um mal in der Kochsprache zu bleiben. Captain Future, Cosmic Girls und Ramen Nudeln – hier kommt alles auf den Tisch.

Name: Daniel Grothues
Alter: 39
Wohnort: Berlin
Beruf: Privatkoch / Supperclub Chef / Inhaber von ‚The Hidden‘
Schuhgröße: 42
Lieblingszutat: Butter
Kontakt: www.danielseatery.com

Spaghetti, Avocado und Äpfel im Haus. Was kommt auf den Tisch? Gute Frage. Hmm. Also, ich würde daraus klassische Spaghetti aglio e olio mit Chili machen, die Äpfel würfeln, anbraten und mit Apfelessig, etwas Honig und Salz ablöschen und würzen, die Avocado würfeln und alles über die Pasta streuen. („Verdammt nochmal, das ist genau das was wir meinen!!!“ Anm. d. Red.)

Süß oder salzig? Hui, ich bin ein großer Zucker-Junkie und liebe Lakritz. Am liebsten die starken DZ (Dubbel Zout) aus Holland. Oder Zitronentarte. Oder Rosinenschnecken. Oder Schokoladeneis…

Woher nimmst du deine Inspiration? Ich reise unglaublich gerne! Dieses Jahr waren es Thailand, Madrid, Kopenhagen, Mallorca und New York. Und natürlich koste ich die jeweiligen Küchen intensivst aus und schaue mir die Leckereien in den (Super)märkten an (was sich auch manchmal auf der Waage niederschlägt). Die Ideen nehme ich dann mit nach Hause und lasse sie in meine Menüs einfließen.

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst? Ich würde mich in teure Hotels einschleichen und in leeren Suiten logieren. Oder mich in die Lebensmittelabteilung vom KaDeWe einschließen lassen und durch die Auslagen futtern.

Was schmeckt dir gar nicht? Innereien.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute? Das war ganz klar Captain Future damals. Wie der den Weltraum bereist und Abenteuer erlebt hat, fand ich super! Ich war aber nie jemand mit Fanpostern an der Wand im Zimmer und auch heute kann ich es gar nicht auf eine Person beschränken. Ich bewundere Menschen, die für sich und andere einstehen und das Wort ergreifen.

Was machst du an einem freien Tag? Am liebsten beginne ich den Tag mit einem starken Kaffee und mache am besten nichts weiter. Außer mit dem Hund spazieren. Und essen, ja, essen ist auch wichtig natürlich, denn ich liebe Essen!

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Den Cronut, den Hybrid aus Croissant und Doughnut. Der Erfinder hat sich damit eine goldene Nase verdient und seit Jahren besteht der Hype in New York um dieses Fettgebäck. Ich selber habe mich einmal früh um 7 Uhr dafür angestellt.

Dein Song für die Ewigkeit? Jamiroquai, Cosmic Girl.

Warst du gut in der Schule? Geht so. Ich habe leider immer nur so das Nötigste gemacht und hätte sicherlich besser sein können. Aber hey, ich habe das Abi bestanden, mein Marketing-Studium ebenfalls und bin selbstständig.

Was bedeutet für dich persönlich beruflicher Erfolg? Beruflicher Erfolg bedeutet natürlich, dass man positive Resonanz für das bekommt, was man macht, sich weiterhin steigern mag und die Kunden zufrieden sind. Aber vor allem ist mir wichtig, dass das, was ich mache, mich zufrieden stellt und erfüllt. Dann funktioniert es auch mit allem anderen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti, Avocado und Äpfel, hehe. Nee, ich mag am Wochenende (und würde lieber noch öfter) gerne frühstücken. Es gäbe z.B. eine Körnerkruste-Stulle (von Zeit für Brot), in Baconfett gebraten mit Avocadoscheiben (da ist sie dann doch wieder), gerösteten Champignons, pochiertem Ei, dem vorher gebratenen Bacon, Salzflocken darauf, Limettenabrieb und Sriracha-Sauce….hmmm. Dazu Kaffee, noch einen Berg Pancakes mit Ahornsirup und nen frischen Saft (für’s gesündere Gefühl). (Es reicht, wir kommen. Anm. d. Red.)

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Beamen! Ich würde unfassbar gerne noch mehr reisen, Länder und Küchen erkunden und darüber lernen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Wenn ich nun sage „für Weltfrieden sorgen“ ist das natürlich irgendwie die banalste Antwort ever. Aber ernsthaft. Ich wundere mich, was gerade in unserer eigentlich so modernen, reichen, fortgeschrittenen Welt los ist und dass wir nicht einigermaßen friedlich miteinander leben können, ohne Angst, dass ein anderer uns etwas wegnimmt, obwohl es eigentlich allen gut gehen könnte.

Was sollte niemand von dir wissen? Sowas wie: ich liebe es in zehn Minuten auf dem Weg von der Metro ins Geschäft eine Packung Lachgummis zu inhalieren oder ab und zu Thai Ramen Nudeln für 40 Cent zu essen? Neeee, das kann ich doch nicht verraten! ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
„Bist du eigentlich gelernter Koch?“ Die Frage stellen mir oft Leute, die mich bei Kochkursen oder -events treffen. Ich glaube nicht weil ich mich doof anstelle. Hoffe ich jedenfalls…

Das letzte Wort:
Do what makes you happy!

Photo Credit: Sascha Hilgers

 

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Oktober 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Big Data

Wir waren essen. Wir sind zur Tür herein, wurden freundlich begrüßt und bekamen im selben Moment unser Hauptgericht. Nicht irgendeinen Mittagstisch, genau das, wonach uns der Sinn stand. Lecker war es, sehr sogar. Danach sind wir gegangen – ohne zu bezahlen versteht sich. Gut, und spätestens an dieser Stelle sind ein paar Erklärungen nötig. Unser Lunch fand in der Data Kitchen statt und das geht so. Nachtclublegende und Erfolgsgastronom Heinz „Cookie“ Gindullis hat sich mit SAP zusammengetan und im hauseigenen Data Space ein gastronomisches Konzept entwickelt, das ohne Warteschlange funktioniert. Gäste bestellen und bezahlen ihr Essen vorher über eine Webseite oder per App. Die frisch zubereiteten Speisen stehen dann zur vereinbarten Uhrzeit in der Food Wall, einem digitalisierten Automaten, bereit (siehe Bild). Wer das braucht? Keine Ahnung! Aber Spaß macht es schon. Und es ist vor allem sehr praktisch, wenn man sich beim Business Lunch nicht 15 Minuten mit Auswahl, Bestellung und Abwicklung beschäftigen, sondern die Zeit stattdessen lieber in fruchtbare Gespräche stecken möchte. Küchenchef ist Alexander Brosin (deswegen schmeckt es so gut), kulinarischer Gastgeber der gebürtige Wiener Christian Hamerle, der zuletzt gastronomischer Leiter der Markthalle Neun und viele Jahre Restaurantleiter bei Sarah Wiener war. Für die Einrichtung zeichnet die Berliner Architektin Laura Rave verantwortlich, die auch schon das Crackers gestaltete. Wir setzen demnächst den Gastro-Gründertag in der Data Kitchen um. Das wird spannend – auf die Verleihung des Gastro-Gründerpreises allerdings muss man dann ausnahmsweise doch mal warten. Der findet nämlich im Rahmen der Berlin Food Night am 16. Oktober im Kaufhaus Jandorf statt. Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze – ganz ohne Anstehen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WER SEIN DATA FOOD FOTOGRAFIERT, MACHT DATA FOOD DATA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Data Kitchen | Rosenthaler Straße 38, 10178 Berlin | Öffnungszeiten 9-17 Uhr | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 26. September 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Es werde Licht

Es werde licht

Leben braucht Wasser und Licht! Von Ersterem hatten wir in den letzten Tagen ja zur Genüge, Letzteres sehnen wir uns im Überfluss herbei. Den (positiven) Einfluss von Licht auf biologische Elemente nennt man Biophotonik. Falls euch auf Parties mal der Smalltalk-Stoff ausgehen sollte, könnt ihr damit glänzen. Aber wusstet ihr, dass man auch biophotisch essen kann? Bei Wilde Küche kommen nur Lebensmittel auf die Speisekarte, die besonders viel Sonne getankt haben – wir reden hier vom ersten biophotonischen und basisch orientierten Caterer. Die naturverbundene Küche lädt nun zum Fashion Week Special Barbecue aufs Dach. Im House of Weekend werden aus regionalen Produkten ohne industriell hergestellten Zucker famose vegan-vegetarische Leckereien gezaubert. Undogmatische Küche, reiner Geschmack, schlichte Präsentation, verpackt in einen sonnenlichtgeschwängerten Burger. Richtig, das Licht steckt im Food und aus den gesammelten Sonnenstunden erwächst der besonders gute Geschmack. Und da gutes Essen allein nur fast ganz glücklich macht, gibt’s noch Musik dazu. Und was für welche! Unsere Lieblinge von Robosonic, Legende Phil Fuldner (Captain Future, Baby!) und NELA sorgen für den richtigen Verdauungsbeat. Sonne im Herzen, Sonne auf dem Teller… fehlt nur noch die Sonne am Himmel. Also: Daumen drücken! (oder bei Schlechtwetter einfach drinnen im Club abfeiern). P.S. Ob man wohl Licht pupsen kann? Finden wir es raus! Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LIGHT IN PLACES‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Wilde Küche BBQ | Mi., 05.07.17, ab 19 Uhr | House of Weekend, Alexanderstraße 7, 10178 Berlin  | Tickets | Facebook Eventlink

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. Juli 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Ice Ice Baby

Ice Ice Baby

Aus Thailand schwappt gerade ein ziemlich cooler Food-Trend für besonders leckere Sommertage zu uns. Seit letzter Woch gibt es bei Delabuu Ice Cream in der Oderberger Straße 30 die Eiscreme-Rolle aka Teppaniaki Style Icecream aka das frischest mögliche Eisvergnügen. Das Besondere: Die eiskalte Süßigkeit wird direkt vor den Augen des Kunden auf der -20°C kalten Platte zu frozen Canneloni gerollt. Frischeste Zutaten aus biologischem Anbau sind die Basis für die Eiscreme aus winzigen Eismolekülen, die cremig wird ganz ohne Fette oder Emulgatoren und Stabilisatoren. Es ist ein bisschen, wie einem versierten Barkeeper beim Cocktailmixen zuzusehen. Oder einer erfahrenen Crêpe-Wenderin auf dem Burgundischen Bauernmarkt. Ob fruchtig oder schokoladig, mit Marshmellows oder Knusperriegel – jedem seine Rolle! Wir verlosen zwei Portionen Delabuu-Eis an die besonders Probierfreudigen und Fernwehigen unter euch. Schickt eine Mail mit dem Betreff „I SCREAM, FOR ICECREAM“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Delabuu Ice Cream | Oderberger Straße 30, 10435 Berlin | Mo-Fr ab 12 Uhr, Sa-So ab 9 Uhr bis open end | Becher ab 4,50€ inkl. Topping | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 13. Juni 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

100 Brote

Was macht ein richtig gutes Brot aus? Saftig muss es sein und nicht trocken. Einfache, gute Zutaten und: eine knackige, knusprige Kruste. Jenny und Stefan haben (glücklicherweise direkt bei uns um die Ecke) ihren Laden 100Brote eröffnet! Was es dort gibt? Nun, genau das: gutes, einfaches, ehrliches und vor allem leckeres und krustenreiches Brot. Mehl, Salz, Wasser heißt das Geheimrezept. Und Dinkel statt Weizen. Und gutes, gelerntes Handwerk. Stefan bringt so viele Jahre Bäckerei-Erfahrung mit wie viele von uns noch gar nicht alt sind und Jenny ist nichts Geringeres als Landesmeisterin der Bäckerjugend Berlin-Brandenburg. Bestellt können die beiden Brote zur Wahl (ein „Jungsbrot“ mit mehr Roggen als Dinkel, auch für echte Mädchen, oder den Hungry Shepherd mit mehr Dinkelanteil) übrigens auch online. Damit man sichergehen kann, dass das Brot genau dann da ist, wenn man es wirklich braucht. Bestellen, bezahlen, abholen. Und dazu gleich einen der leckeren Salate mitnehmen.
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100Brote | Hufelandstraße 2, 10405 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Sa, 08:30 – 20:00 Uhr, So 09:00 – 18:00 Uhr | www.100brote.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Mai 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Folge dem weißen Pony!

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Vergesst alles, was ihr über Märkte im Allgemeinen und Designmärkte im Speziellen zu wissen glaubtet. Das weiße Pony ist los! Der WHITE PONY ist die Weiterentwicklung unseres geliebten BERLIN DESIGN MARKET, der seit seinen Anfängen im Jahr 2014 den Standard für moderne Marktkonzepte immer wieder neu definiert hat. Der Wochenendmarkt zog vom Kaufhaus Jandorf über die Neue Heimat des RAW-Geländes, den Strand des SAGE in Kreuzberg, bis zu Birgit & Bier und findet nun unter neuem Namen und an neuer Stelle eine feste Bleibe im ‚Von Greifswald’. Und wie es sich für einen Einzug gehört, lädt das weiße Pony am Ostersonntag, den 16.04.2017 ab 11:00 Uhr, zu einer fulminanten Einweihung in die aufwendig gestalteten Hallen. Der ehemalige Güterbahnhof erinnert mit seinem Holzgebälk und den weiß verputzten Klinkersteinen an alte Stallungen und bietet dem PONY und seinen ausgesuchten Lieblingsstücken das perfekte Zuhause. Von der Decke erstrahlt ein riesiger Kronleuchter und auf den türkisgestrichenen, alten Kirchenbänken lassen sich Food-Kreationen und neu eroberte Lieblingsteile in Ruhe probieren. Aber nicht nur der Name und das Zuhause sind neu; ein gemütlicher Biergarten mit langen Tafeln und genialer Bewirtung durch die Food-Bande um Kinski, lädt den ganzen Sonntag über zum Frühstück. Das Besondere am WHITE PONY: Alle Teilnehmer werden von Organisatorin und Gründerin Katja Weber, die auch schon der Zürcher Montagsmarkt und Frau Gerolds Garten ins Leben gerufen hat, mit ihrem Team nach strengen Kriterien ausgewählt. In ist, wer drin ist. Und nur wirklich einzigartige und hochwertige Aussteller kommen in die Auswahl. Der gesamte Markt wird aufwendig inszeniert – jedes Mal anders, jedes Mal neu und immer besonders. Wir sind da, wer noch?
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White Pony Sonntagsmarkt | Ostersonntag, 16. April 2017 Beginn 11:00 Uhr | Von Greifswald, Greifswalder Straße 80, 10405 Berlin | Eintritt frei | weitere Termine: 07.05. / 04.06. / 09.07.17 | www.berlindesignmarket.de | Facebook

Eat. Slay. Love.

Hand aufs Herz. Oder, nein: Herz in die Hand. Denn das ist, wo das Gute herkommt. Erfühlt im Herzen, vollbracht mit der Hand. Und als mahnendes Mantra prangt das Herz in der Hand auch leuchtreklamemäßig an der Wand im „Sweethearts“, dem neuen Brunch- und Lunch-Paradies in Neukölln. Paradiesisch ist es bei den drei Sweethearts Kate, Isa und Ruth. Weil hier eben alles mit Herz und Hand, mit Liebe und Talent gemacht ist – von der hübschen Einrichtung bis zu dem schönen Schäumchen auf dem Kaffee. Weil man merkt, dass die drei mit Leidenschaft am (Back-)Werk sind. Weil mit dem Frühling auch der schöne Garten kommt, in dem man sitzen und genießen kann. Paradiesisch aber auch, weil die Karte nach Schlaraffenland klingt. Die Peanutbutter-, Jaffa- und Cherry-Bars sind das Eine (gemeinsam mit dem leckeren Kaffee mit Schäumchen reicht das eigentlich auch schon zum Glück), aber die schön präsentierten Soulfood-Gerichte sind Offenbarungen jenseits des geschmacklosen Croissant-Obstsalat-Ei-Brunches. Käsespätzle, Rote Bete-Püree, Lasagne mit Hühnchenleber, Granatapfelsalat mit Mangold und Rucola, Ofengemüse und Poached Eggs… wir hören jetzt auf und gehen mal was essen. Wer mitkommen will schreibt schnell eine Mail mit dem Betreff ‚MEIN JOTT IS DIT LECKER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Wir verlosen 2 x Brunch komplett mit Liebe.
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Sweethearts Berlin | Mittelweg 50, 12053 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-So 10-18 Uhr | www.sweetheartsberlin.com | Facebook | Foto: Jessica Jungbauer

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 28. März 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Kleine Steine

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Kristiane Kegelmanns Kunst ist vergänglich. Denn Kristiane Kegelmanns Kunst ist essbar. Und nicht nur das, der kulinarische Konsum des visuellen Meisterwerks ist sogar der eigentliche Deal. Den künstlerischen Ansatz, dass ein Werk erst dann vollkommen ist, wenn es zerstört wird, treibt sie damit auf die leckere Spitze. Sie kreiert und inszeniert kostbare kleine Prailinen und Zuckerstücke in ihrem kleinen Studio im Prenzlauer Berg in Berlin, die dann in unterschiedlichen Rahmen ausgestellt werden. Der Clou: Gucken UND Anfassen erlaubt. Der Betrachter wird zum Teilhaber, er muss die Installation berühren, zerstören, konsumieren. Hierbei entstehen Sinnesregungen. Es wird weder erwartet, dass es besonders gut schmeckt (was sich natürlich sofort als Fehleinschätzung herausstellt), noch möchten die meisten Leute die Installation berühren, da die Schwelle zwischen dem Objekt und dem respektvollen Umgang damit überschritten werden muss. Das macht richtig Spaß! Am 18. und 25.02. ist ihr Studio jeweils von 10-18 Uhr für alle geöffnet, die in einem kleinen Rahmen ihre Arbeit erleben möchten. Am 6.3. steigt dann ab 18 Uhr das offizielle Grand Opening in der Danziger Straße 59. Ihre kostbaren Pralinen können bei den offenen Studio-Tagen erworben oder per Mail bei ihr bestellt werden. Wer nicht genug bekommt von Kristiane und ihrer süßen Kunst, morgen startet eine kleine Kickstarter Kampagne zur Finanzierung der Ausbaukosten. Lecker ist das schön!

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Kristiane Kegelmann, eat art/food design | Studio, Danziger Straße 59, 10435 Berlin | www.kristianekegelmann.com | Facebook | Foto Credit: Pujan Shakupa

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Go-Go

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Was bei uns die Brotdose, ist in Japan die Bentobox: Eine Mahlzeit zum Mitnehmen in einem speziell dafür angefertigten Kästchen, das in mehrere Fächer aufgeteilt ist. So serviert wird auch das Essen bei Go Bento – was genau in den Fächlein liegt, entscheidet der Chef allein. Wobei die Bezeichnung Chef nicht ganz richtig ist, weil es gibt nur den einen Menschen bei Go Bento, Markus Suvit-Schinke, der zeitgleich Koch, Kellner und Küchenhilfe ist. Eine Speisekarte gibt es nicht, jedoch wird bei jedem Gast erst einmal freundlich abgefragt, was man nicht mag und ob Fisch oder Fleisch weggelassen werden sollen. Was folgt, sind verschiedene belegte oder gefüllte Reisbällchen und Teigtaschen, die zwar an Japan angelehnt, aber kulinarisch frei interpretiert werden. Getränke können die Gäste übrigens selbst mitbringen, denn Markus trinkt selbst keinen Alkohol und hat daher – nach eigener Aussage – auch keine Ahnung. Ein bisschen erinnert das Konzept an die Zeit, als man in Berliner Hinterhöfen noch über Leitern durch Fenster in improvisierte Kneipen stieg – auch Go Bento liegt etwas verlassen und versteckt hinter bröckelnder Fassade. Nach dem Essen wird gespielt – Siedler oder Dame, Dart oder „Zurück in die Zukunft 3“. Jeder ist ein bisschen beteiligt. So kann sich über Go Bento auch jeder ein bisschen am Guten in der Welt beteiligen: An der Gräfestraße 78 hat eine temporäre Zweitlocation aufgemacht, Go Bento Kousai. Kousai bedeutet so ungefähr „etwas Gutes für die Allgemeinheit tun“, so werden 50% des Gewinns in soziale Projekte investiert. Zum Beispiel in den Wiederaufbau einer Grundschule in Nepal. In netter Gesellschaft lecker essen und dabei helfen? Da haben wir nichts dagegen.
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Go Bento | Stubbenkammerstraße 5, 10437 Berlin | Öffnungszeiten: Mi.-So. 18:30-22:30h | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , , , Ein Kommentar

Jannik Stuhlmann

Das 2 Minuten-Interview

Jannik Stuhlmann ist einer der Gründer der Goodlife Company aus Hamburg. Die betreiben das Portal Protein Projekt und machen gesunde Snacks und Sportnahrung. War für uns ja Neuland, wenn wir ehrlich sind, bis… ja, bis wir die PR Betreuung für HEJ (so heißt die eigene Marke) übernommen haben. Seither bewegen wir uns nicht nur körperlich irgendwo zwischen topfit und stahlhart zufrieden, sondern sind auch um viele sehr sympathische Momente mit außergewöhnlich nettem Kontakt reicher. Wer war eigentlich beim HEJ Day mit FitTrio in Hamburg letztes Jahr? M.U.S.K.E.L.K.A.T.E.R! Vom Üben und gemeinsam Lachen. Höchste Zeit also euch etwas teilhaben zu lassen und Jannik ganz offen auf den Zahn zu fühlen. Das ist gerade übrigens gar nicht so einfach. Erstens steht demnächst die größte Fitnessmesse der Welt in Köln an und zweitens pendelt er rund um die Uhr zwischen Deutschland und den USA. Dort wohnt nämlich seine Freundin. Auf ein Wort in der Gangway.

 

Name: Jannik Stuhlmann
Alter: 27
Wohnort: Hamburg
Beruf: Unternehmer
Schuhgröße: 45
Lieblingssportart: Basketball
Kontakt: www.protein-projekt.de/hejnutrition

 

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes?
Ich bereite mich auf den Tag vor, lese Nachrichten auf dem iPad und visualisiere, was ich erreichen möchte.

 

 

Ein guter Vorsatz für 2017:
Als Gründer eines Fitnessunternehmens bin ich tatsächlich derzeit etwas zu wenig beim Sport und werde wie alle Leute in 2017 wieder fit.

 

Auf welche Idee wärst du gerne selbst gekommen?
Die erste richtig gute Suchmaschine für das Internet wäre wahrscheinlich an bahnbrechender Erfolg geworden ;)

 

Was war die größte Herausforderung bei der Gründung von HEJ?
Die Supply Chain richtig zu timen und immer alles in der nötigen Menge auf Lager zu haben, aber nie zu viel zu lagern um nicht unnötig Kapital zu binden war und ist eine große Aufgabe.

 

Wie überwindet man den inneren Schweinehund?
Mit der richtigen Vorbereitung. Wenn man keine ungesunden Snacks essen möchte darf man nie zu hungrig werden, sonst hat man verloren.

 

Jean-Claude Van Damme oder Chuck Norris?
Chuck Norris.

 

Warum?
War in meiner Grundschulzeit der coolere Typ.

Kannst du tanzen?
Nein.

Was sollte jeder über seinen Körper wissen?
Dass er sehr viel mehr leisten kann, als man sich je vorstellen könnte.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum?
Jedes Jahr in der fernen Zukunft. Ich bin neugierig, wie sich die Welt weiterentwickelt.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Burger.

Wovor hast du Angst?
Irgendwann zu bemerken, dass man irgendwo im Mittelmaß feststeckt und nichts von Wert für die Welt geschaffen hat.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Ich war in NY zum ersten Mal in einem Helicopter und habe die Stadt von oben angeschaut. Das war extrem cool.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Egal was, Hauptsache es verhilft dem HSV zu mehr Punkten.

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich nach wie vor gern bei Backstreet Boys Songs lauter mache.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Warum ich heute nicht in der NBA spiele.

Das letzte Wort:
MMW ist die beste Agentur der Welt! (Hüstel, beschämtwegguck, daswarsonichtabgesprochen, danke – Anm.d.Red.)

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 10. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Angrillen 2.017

Grillen, klassisches Sommerthema. Wer sagt das eigentlich? Wir haben angegrillt und zwar gestern. Denn, ungewöhnliche Wurst erfordert ungewöhnliche Maßnahmen und hier konnten wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens mussten wir die Grillido Wurstrevolution als echte Early Adopter am eigenen Gaumen erschmecken, bevor wir darüber berichten und zweitens haben wir uns nach den viel zu fetten, viel zu süßen, viel zu kalorienbombigen Feiertagen voll und ganz der gesünderen und vor allem leichteren Ernährung verschrieben. Wir fassen zusammen: Angrillen im Winter und dann irgendwas mit Würsten und gesunder Ernährung?? Wir können das erklären. Alles begann vor etwa zwei Jahren. Bei einer Grillparty fällt den beiden Sandkastenfreunden Michael und Manuel auf, dass es neben Geflügelsteaks kaum Alternativen für ernährungsbewusste und sportliche Grillfans gibt. Da beide (!) aus Metzgerei-Familien stammen, packt sie der Ehrgeiz: sie wollen beweisen, dass eine Wurst auch mit wenig Fett gut schmecken kann. In der Garage von Manuels Oma drehen sie kurzerhand die ersten Prototypen mit besonderen Zutaten wie Spinat, Feta, getrockneten Tomaten oder Sushi-Ingwer. Sie bauen einen Webshop und schaffen damit qausi die erste gesunde Lifestylewurstmarke (mussten wir unbedingt mal in einem Wort schreiben). Die Höhlenlöwen möchten einsteigen, dürfen aber nicht und auf einmal bekommen Sterneköche Wind von der neuen Wurst und kreieren gemeinsam mit den beiden Machern eine Vielzahl weiterer Geschmacksvariationen. 100% natürliche Zutaten, keine Zusatzstoffe, Qualitätsfleisch aus artgerechter Tierhaltung, viel Eiweiß, 80 % weniger Fett, kaum Kohlenhydrate und unglaublich viel Geschmack – kann sich sehen lassen und vor allem essen. Das feste Sortiment umfasst neben Bratwürsten auch proteinreiche Landjäger als perfekten Sportsnack. Über 300 Fitnessstudios haben mittlerweile den Eiweiß-Snack zur Unterstützung der Muskel-Regeneration in ihr Sortiment aufgenommen. Unter www.grillido.de/shop, bei EDEKA und bei REWE kann man dauerhaft insgesamt fünf Sorten Grillwurst inkl. Veggie Variante und drei Sorten Fitness-Landjäger kaufen, dazu kommen saisonale Sonderkreationen. Limited Edition Wurst also. Wir hätten da ein paar Vorschläge. #wiefrühernurbesser
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Grillido | Grillido Bratwürste: verschied. Sorten, 4er Pack, 6,49 € | Grillido Sport: 2er Pack, 3,49€ | www.grillido.de

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 03. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Happenpappen

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Wem beim Gedanken an Süßkartoffel-Ananas-Curry, an würzige Bratnudeln mit Weißkohl-Erdnuss-Salat und Chop-Suey-Gemüse oder einen Seitan-Pattie-Burger mit Fritz Cola-BBQ-Soße, Käse-Dip, Tomaten und Röstzwiebeln nicht nur das Wasser im Mund zusammenläuft, sondern auch das Herz höher schlägt, der ist veganverliebt. Genau wie Cathy, die Inhaberin der veganen Wohnküche Happenpappen in Hamburg-Eimsbüttel. Hier gibt es täglich hausgemachte vegane Küche plus glutenfreie Optionen, von denen auch überzeugte Karnivoren schwärmen! Montag bis Samstag ab 18 Uhr ist jeweils Burgerabend. Mit nicht weniger als fünf verschiedenen veganen Burgervarianten. Missioniert wird hier null, sondern gekocht mit viel Lust an Alternativen, einem großen Wissen über die kulinarische Welt der Vielfalt und mit der Geduld und der Weisheit, auf Anfrage auch die Gäste mit der veganen Küche vertrauter zu machen. Das Rezept hier lautet: 100 Prozent vegan = 200 Prozent lecker. Deal!
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Happenpappen | Lappenbergallee 41, 20257 Hamburg | Mo-Fr 12-22h, Sa 10-22h, So 10-17h | www.happenpappen.de | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 13. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

What’s cooking?

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Vor Kurzem durften wir dabei sein als Fairphone der Blaue Engel von der Bundesumweltministerin verliehen wurde und damit nun als erstes Smartphone überhaupt das renommierte Umweltzeichen trägt. Hier trafen wir auf allerlei Menschen, denen unsere Welt am Herzen liegt und lernten den tollen philippinischen Performance-Künstler Pepe Dayaw kennen. Pepe arbeitet mit Resten. Genauer gesagt mit Essensresten. Mit all dem, was im Supermarkt übrig bleibt oder was Leute in der hintersten Reihe ihrer Kühlschränke aufstöbern. Und das kam so: während einer Artist Residency in Berlin zum Thema „Dreck“ hat sich der Philippino mit der negativen Konnotation von Resten in der westlichen Welt auseinandergesetzt – und gemerkt, wie anders diese Sicht auf Überbleibsel ist als in der Kultur, in der er aufgewachsen ist. Wo er herkommt sind die Reste des einen immer die Möglichkeiten des nächsten. Jeden Donnerstag wird in der Nowhere Kitchen in der Uferstraße live gekocht mit dem was da ist. Ohne Rezept, ohne Ansage, aber mit viel Lust und Improvisation. Der Ausgang ist immer ungewiss, Grenzen gibt es keine. Den Spinat mit den Erdbeeren mischen? Warum nicht? Einen trockenen Gugelhopf pürieren? Okay! Alles einfach mal über die Reibe schreddern und Puffer erfinden? Klar! Wenn man weiß wie. Sein integratives Kochen ist vor allem eine Ode an die Demokratie. Jeder darf mitmachen, keiner ist Che. Schließlich gibt es nichts Schöneres als gemeinsam zu kochen. Außer vielleicht gemeinsam zu essen. Aber dafür ist ja auch gesorgt. Wer das mal ausprobieren möchte schaut am besten heute Abend im New Leftover Space in der Alten Kantine Wedding vorbei. Warum? Es sind noch 45 Kilo Käse übrig. Yummie!
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Nowhere KitchenWebseite | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. November 2016 | Tags: , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Völkermahl

Unser geliebter und gerade etwas in Bedrängnis geratener Gestalten Verlag hat mit ‚Abrahams Küche‘ (im englischen Original Divine Food) gerade ein Kochbuch herausgebracht, das weit mehr ist als nur das. Es ist das Manifest einer kulturellen Gemeinsamkeit in einer Region, die nicht müde wird, die erlernten, unüberbrückbaren Unterschiede zwischen den Menschen zu betonen. Abrahams Küche ist eine kulinarische Reise durch das gelobte Land: von lokalen Märkten und arabischen Traditionen hin zur nomadischen Küche der Wüstenregion und den hippen Restaurants in Tel Aviv. Denn Israelis und Palästinenser eint ihre großartige und lebendige Esskultur. Hummus? Lieben die Menschen hier und dort. Die (Achtung!) israelisch-palästinensische Küche verfügt über einen einzigartigen Reichtum an Geschmäckern. Denn dort wo sich früher Handelsrouten kreuzten, entstanden auch kulinarische Schnittpunkte. Ob Shakshuka, Challa oder Baklava – die regionalen Rezepte in diesem Buch geben sowohl Einblick in die Zubereitung als auch die Herkunftsgeschichte ikonischer Gerichte. Die verständlichen und wunderschön bebilderten Rezepte und die Anekdoten und landeskundlichen Hintergrundgeschichten machen es einem leicht, sich den Aromen der mediterran-orientalischen Küche hinzugeben und ihre Traditionen kennenzulernen. Essen? Verbindet! Familien, Freunde, Fremde, Städte, ja und Kulturen. Was wäre beispielsweise Berlin ohne das kulinarische Identitäts-Gemenge aus Döner-Thai-Schnitzel-Pasta-Indisch-Currywurst? Richtig, ziemlich fad. Berliner Küche? Da haste! Berliner Einigkeit? So schmeckste! Esskultur bedeutet Identität. Traditionelle Rezepte sind wie kleine kulinarische Manifeste einer kulturellen Gemeinsamkeit. Auch und gerade wenn es diese offiziell gar nicht gibt, obwohl sie schon seit Jahrtausenden existiert. Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar der neuen Fibel für kulinarische Völkerverständigung. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BETEAVONSAKHA‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Abrahams Küche | 304 Seiten, 35 Euro | erschienen im Gestalten Verlag | shop.gestalten.com

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Das perfekte Dinner

Wir waren essen. An einem Tisch in Hamburg. Also es war nicht einfach ein Tisch. Es war quasi DER Tisch. Herzstück des Restaurants The Table in der Hamburger Hafen City nämlich ist ein geschwungener Tresen aus dunklem Kirschbaumholz, der mehr ist als eine lange Tafel für üppige Runden. Er schlängelt sich licht designt durch den Gastraum und schafft damit einen Wohlfühltempel aus Winkel und Ecken. Vor allem aber bietet er die passende Bühne für das, was in unnachahmlicher Weise auf ihm serviert wird. Denn verantwortlich für Raum und Speisen ist Deutschlands jüngster Drei-Sterne-Koch, Kevin Fehling. Nochmal: Drei(!)-Sterne-Koch Kevin Fehling. Den hatten wir übrigens auch schon vor der Linse, als wir mit Olaf Heine eine Fotostrecke zum letzten Atelier Nespresso geshootet haben. Zusammen mit David Eitel, einem hochkarätigen Sommelier, kombiniert er gemütliche Leichtigkeit im Intérieur mit modernen Interpretationen klassischer Gerichte. Ein Hauch von Exklusivität mit Augenzwinkern. Hohe Gastronomiekunst ohne Eitelkeit. Gediegenes Dining ohne Schikeria. Denn ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch.
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The Table |  | Shanghaiallee 15, 20457 Hamburg | thetable-hamburg.de | Facebook

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Kategorien: Hamburg | Autor: | Datum: 07. September 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare