Und die Robbe strahlt im Wendenschloss

Das Strandbad Wendenschloss (Baujahr 1915) war schon sehr lange keine Perle mehr im Berliner Freibadbetrieb. Die alte Kegelbahn erinnerte jahrelang an Erichs berühmte Panzerstraßen nach fünfzehn Fahren Trabi-Wartburg-Barkas-Befuhr, die steinerne Kegelrobbe alterte in Unwürde vor sich hin und die Naschkatze nebenan servierte schon lange kein Eis mehr über den Wohnwagentresen. Und so wäre es dann trotz engagiertem Pachtbetrieb wohl auch weiter gegangen, hätten nicht Florian Kawka und Daniel Wichmann das Bad in diesem Jahr übernommen. Die beiden Köpenicker haben nämlich für ordentlich frischen Wind gesorgt und die alten Baracken mit viel Engagement und Liebe zum Detail in Schuss und Shape gebracht. Die kleine Kneipe, die man übrigens genauso wie den neuen Biergarten auch als nicht Badegast besuchen kann, präsentiert sich aufgeräumt modern in Mintgrün und holzvertäfelt. Aus großen Kupfertanks wird frisches unpasteurisiertes Tankbier gezapft. Neben Klassikern wie Schwimmbadpommes (wahlweise aus Süßkartoffeln), Curry- und Bratwurst, Kuchen und Eis, werden frische Gerichte wie Salate oder Gnocchi serviert, abends dazu auch mal Longdrinks und Cocktails gemixt. Auf der Wiese oder am Sandstrand kann man es sich auf dem Badetuch samt Sonnenschirm oder im gemieteten Strandkorb gemütlich machen. Ebenfalls im Verleih: allerlei Sport- und Spielgerät, Flöße, Kanus, Tret- & Ruderboote sowie SUPs vom Einsteigermodell bis hin zu Profiboards mit Carbonpaddel. Einmal im Monat soll künftig außerdem zum 4-Gang-Menu-Dinner geladen werden. Bei gutem Wetter wird das Abendmahl am Strand serviert, bei Regnen im Strandhaus getafelt, das man übrigens auch für Festivitäten seiner Wahl ganz für sich allein und bis zu 80 Gäste mieten kann. Wir verlosen 3×1 6er-Karte inkl. einer Stunde SUP-Leihe an die besonders Aktiven unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LANGERSEENT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Strandbad Wendenschloss | Möllhausenufer 30, 12557 Berlin | Tägl. 9-19 Uhr | Eintritt: 4 € / 6er-Karte 18 € | strandbad-wendenschloss.berlin

Romano

 

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Romano

Das 2 Minuten-Interview

Hach ja, Romano alias MC Ramon, alias Cornerboy, alias Left Coast alias Dayton the Fox – der blonde Engel aus Köpenick, der Kraft seiner Flechtzöpfe Heerscharen aus Elektro-, Metal und Hip Hop-Jüngern zum Tanzen, Nicken oder Wippen bringt. „Jenseits von Köpenick“ heißt sein gerade erschienenes Album und das wird vollkommen zu Recht abgefeiert. Wir haben uns mit dem blonden Barden mal untehalten und ganz intime Fragen jenseits von Metalkutte und Poklapse gestellt. Ist Poklapse wirklich die Mehrzahl von Poklaps? Ist Poklaps überhaupt ein richtiges Wort? Sei es drum, Romano bitte übernehmen sie und klären sie uns auf über vollgefleckte Gangsterkordhosen, Stahlräume und Petersburger Landadel. P.S. Köpenick ist wirklich schön Leute und es ist nur einer kleiner Schritt zum großen Glück.

 

Name: Romano
Alter: Knastjahre mitgezählt?
Wohnort: Köpenick
Beruf: Fragenbeantworter
Schuhgröße: Zu groß für diese Welt
Lieblingstextzeile: „Charmant, dominant, markant“
Kontakt: Death Row Records

Wer ist deiner Meinung nach der schönste Sänger in Berlin?
Keine Ahnung, aber in meiner Kindheit war’s Frank Schöbel.

 

Hast du einen Stamm-Frisör?
Ja. Ich gehe alle 3 Monate Spitzen schneiden, dazu gibt’s Sekt und Kaffee.

 

UNVEU?
UndNiemalsVergessenEisernUnion – na klar !

 

Warum ist Köpenick besser als alles?
Weil ich da wohne.

 

Welches Poster hing früher über deinem Bett?
George Michael.

 

Was wolltest du als Kind werden?
Gangster oder Polizist – beide arbeiten nachts. Die beste Erfindung der Menschheit? Die Kaffeemaschine.

 

Was ist dir peinlich?
Unparfümiert auf die Straße zu gehen.

 

Erzähl uns einen Witz!
Klaus kommt zu Gabi nach Hause und sagt: „Ich soll morgen beim Arzt eine Urin-, Sperma- und Kotprobe abgeben.“ Daraufhin Gabi energisch: „Na, nimm doch deine Cordhose!“

 

Willst du jemanden grüßen?
Ja, 2Pac.

 

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Mirácoli.

 

Welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gerne mal einen Klaps auf den Po geben?
Kim Kardashian.

 

Wovor hast du Angst?
Vor dem Stahlraum. Track auf meinem Album. Hört rein.

 

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Ballett vor drei Jahren. Ich liebe es.

 

Welche Superheldenkraft hättest du gern?
Durch das Reiben meiner Zöpfe die Leute zum Tanzen zu bringen.

 

Was sollte niemand von dir wissen?
Dass ich eigentlich aus St. Petersburg komme und einen Adelstitel besitze.

 

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Betreibst du eine okkulte Sekte?

 

Das letzte Wort: Ich bau mir die Welt, wie sie mir gefällt.

 

 

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 16. September 2015 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare