Ballett ist eine Frau

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Im Saal wird es dunkel und still. Der Vorhang hebt sich. Es erklingen zart-romantische Melodien aus der Feder Gabriel Faurés. Auftritt der Smaragde. Wir tauchen ein in eine grünlich glitzernde Reminiszenz an eine vergangene Zeit. Und sind gebannt. Am letzten Samstag feierte das Ballett-Stück „Jewels“ von George Balanchines Premiere in der Deutschen Oper, vier weitere Male werden die Solisten und das Corps de ballet des Staatsballetts Berlin über die Bühne schweben und dem 1983 verstorbenen Großmeister alle Ehre machen. Der Legende nach spazierte der russisch-stämmige Choreograph an einem kristallklaren Winterabend irgendwann in den 1960er Jahren durch ein verschneites New York und ließ sich betören von den funkelnden Steinen in den Auslagen an der 5th Avenue. Diesen Reigen an Kostbarkeiten, die Diamanten und Edelsteine, die ihm an diesem Abend entgegenglitzerten, verarbeitete Balanchines zu einem abendfüllenden Ballett-Stück in drei Akten. Es startet mit einer Erinnerung an ein märchenhaft-romantisches Frankreich („Esmeralds“), wird weitergeführt mit einer leuchtend roten Ladung Energie und Sprungkraft zu jazzigen Sounds („Rubies“) und endet mit der Reminiszenz an das klassisch russische Ballett und einer Ode an die Steine aller Steine: „Diamonds“. Die Tänzerinnen spielen ganz klar die Hauptrolle in diesem Stück – sie taten es auch in Balanchines Leben. Mit vier seiner Ballerinas war er verheiratet, sein berühmtester Ausspruch „Ballett ist eine Frau“ ging um die Welt. „Jewels“ garantiert einen zauberhaften Ballettabend, der alle Stile des klassischen Balletts gekonnt vereint und einen für einen Abend lang entführt in eine leuchtend-brillante Welt von Körperlichkeit, Kraft und Anmut. Wem jetzt das Herz ein wenig höher schlägt und die Augen funkeln, für den haben wir ein besonderes Geschenk: Wir verlosen 2×2 Tickets für die Aufführung von „Jewels“ am 29. Mai um 19.30 Uhr. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ELSTER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Shine bright like a diamond!
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Jewels von George Balanchine mit dem Staatsballett Berlin | Deutsche Oper Berlin | 26.05. & 10.06. um 19.30, 29.05. und 19.06.2016 um 18 Uhr | Facebook | Photo: Carlos Quezada

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 25. Mai 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Kringelingeling

Wenn wir mal gnädig über blondondulierte Präsidentschaftskandidaten mit Intellekt-Allergie und ein paar andere Kleinigkeiten hinwegsehen, sind wir uns einig: Viel Gutes kommt aus Amerika. Was Homer Simpson, Dexter Morgan und – dem Klischee nach – unzählige amerikanische Polizeibeamte schon längst wissen und in die Welt tragen: Zum Besten aus den Staaten gehört der amerikanische Lochkrapfen, landläufig Donut genannt. Berlin wäre jedoch nicht Berlin, wenn es hier nicht eine zeitgemäße Adaption des süßen Hefeteiggebäcks mit Glasur gäbe. Vergangenes Wochenende haben die Back-Passionierten Bram und Jessica am Maybachufer den ersten veganen Donut-Laden Europas eröffnet. Was als einfaches Mitbringsel an eine Geburtstagsparty startete, wurde für die beiden Kringelfreunde nun zu einem festen Business. Nachdem die kreativen Kreationen von Jessica und Bram bereits einige Male auf Märkten Anklang fanden, haben sie nun mit dem kleinen Café ihren bunten Traum erfüllt. Die ellenlange Schlange beim Opening und die fröhlich-verzweifelte Nachricht auf Facebook  um 16 Uhr – „We are sold out of Donuts for now“ – zeigen: Es gibt einen Donut jenseits des Trieffetts! Die 29 Varianten von Brammibal’s Donuts, von Spekulatius, Schokolade mit Brezel über Matcha bis zu Blaubeer-Vanille und veganem Speck mit Kokos entbehren aller tierischen Bestandteile und Zusatzstoffe, nicht aber großartigen Geschmacks. Howdie, that’s finger licking awesome oder so ähnlich!
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Brammibal’s Donuts | Maybachufer 8, 12047 Berlin | Di-Fr 8-18 Uhr, Sa&So 10-20 Uhr | brammibalsdonuts.com Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. Mai 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Felix Hallwachs

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Das 2 Minuten-Interview

Felix Hallwachs ist ein unglaublich sympathischer Kerl. Zudem ist er Architekt und Geschäftsführer von Little Sun, der kleinen Solarlampe, die Licht überall dahin bringen soll, wo es keine dauerhafte Stromversorgung gibt. Hinter dem Social Business steht der Überkünstler Olafur Eliasson und Unternehmenssitz ist die wunderschöne deutsche Hauptstadt Berlin. Toller Typ, toller Job, tolle Company, richtig viel Sinn und der perfekte Ort? Was kann man da eigentlich noch so wollen vom Leben? Die einfachen Dinge selbstverständlich. Denn das Glück liegt in uns selbst, wie wir erfahren durften. Ach ja, und gute Energie. Unser Interview führten wir nämlich pünktlich zum Launch des revolutionären kleinen Solarladegeräts Little Sun Charge, das man ab heute kaufen kann. Vielen Dank, lieber Felix. Für alles eigentlich.
Name: Felix Hallwachs
Alter: 39
Wohnort: Berlin
Beruf: Architekt
Schuhgröße: 45
Lieblingsmonat: April
Kontakt: www.littlesun.com

Wenn du über Nacht die Welt verändern könntest, womit würdest du anfangen?
Global compassion & togetherness voranbringen – wenn wir alle unsere Gemeinsamkeiten entwickeln statt die Unterschiede zu kultivieren, wird die Welt sicher ein besserer Ort.

Kann Little Sun die Welt retten?
Wir glauben fest daran – aber ganz alleine schaffen wir das wohl nicht. Die Welt retten, das geht nur als globale Gemeinschaft. Wir produzieren nicht nur Solarprodukte, sondern versuchen, Menschen weltweit zu verbinden. Indem wir Gemeinsamkeiten statt Unterschiede unterstreichen, hoffen wir die emotionale Distanz zwischen globalem Norden und globalem Süden zu verkürzen.

Was machst du an bewölkten Tagen?
Ich suche die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken. Und ich benutze die Sonne vom Vortag, das ist ja das Tolle an Solarlampen…

Eine Begegnung, die du nie vergisst:
Definitiv die erste Begegnung mit meinem Sohn, der letztes Jahr geboren wurde.

Verrate uns einen magischen Ort!
Den magischen Ort findet man am besten in sich selbst.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht?
Tausend Dinge – was wiederum dazu führt, dass ich nicht unbedingt immer genau die schaffe, die ich mir vornehme.

Womit kann man dich beeindrucken?
Damit, dass man alles schafft, was man sich vornimmt (aber nur wenn man sich viel vorgenommen hat).
Vor allem eigentlich mit Begeisterung, Energie und Enthusiasmus.

Die Welt im Jahr 2100 ist…
Hoffentlich etwas heller, sauberer und friedlicher als die heutige.

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen?
Eine lange Liste! Wobei fast alles, was bei uns im Haus hängt, von Freunden und Bekannten stammt – von den Werken wusste ich immer erst, dass ich sie bei mir haben will, als ich sie im Atelier oder in der Galerie sah…

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Vermutlich Babygerechtes, gesund und eher wenig gewürzt – mein Sohn ist gerade ein Jahr alt geworden und probiert langsam alles aus, was sich in die Küche verirrt.

Wovor hast du Angst?
Davor dass den Menschen, die ich liebe, etwas zustößt. Und Klimawandel. Und vor den vielen Konflikten in der Welt. Und dem aktuellen Populismus in der Politik – leider gehört das mit auf die Liste.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Noch immer ist Little Sun an vielen Tagen ein Projekt, bei dem wir komplettes Neuland betreten. Ich frage mich also eher, wann ich wieder einmal etwas machen kann, das bereits bekannt ist. Und privat ist es mit einem Baby nicht anders. Ein wunderbares Abenteuer.

Was sollte niemand von dir wissen? Das werdet ihr leider auch hier nicht erfahren…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Wie können wir gemeinsam die Welt etwas besser machen? Und wie bekommen wir viel mehr Menschen dazu, an erneuerbare Energien zu glauben, und tatsächlich ihre Gewohnheiten zu ändern?

Das letzte Wort:
Solar Love für alle!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 25. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Aus einem Guss

Kommst du Schatz, der Flieger wartet? Jahaaa, drucke nur noch schnell meine Sonnenbrille aus! Gut, ganz so schnell und easy geht es natürlich nicht. Aber fast. Lea und Hans-Christian vom PROJEKT SAMSEN aus Berlin tüfteln und basteln mit Vorliebe daran, Alltagsprodukte neu zu interpretieren, zu verändern, weiter zu denken. So geschehen mit der eingangs erwähnten Sonnenbrille. Das stylische Accessoire kommt bei ihnen nämlich nicht aus einer chinesischen Weichplastikfabrik sondern aus dem hauseigenen 3D-Drucker. Die designten Brillen sehen damit nicht nur extrem gut aus (matt, Baby!), sondern sind quasi und wortwörtlich aus einem Guss – schraubenfrei und Spaß dabei. Monoframe sagt der Fachmann. Die Gläser kommen aus dem Hause Carl Zeiss und sind genauso wie der Rahmen aus extra strapazierfähigem Nylon gefertigt. Großartiger Nebeneffekt: Da die komplette Brille schichtweise und aus dem Nichts aufgebaut wird, fällt keinerlei Verschnitt an. Ressourcenschonender geht’s nicht. Zudem schmiegen sich die schlicht mit A, B, C, D, E bezeichneten und in verschiedenen Farben erhältlichen Unisex-Modelle mit ihren nur 17 (in Worten: siebzehn!) Gramm Gewicht federleicht aufs Nasenbein. Produziert wird individuell und auf Bestellung. Finden wir richtig jut und verlosen deshalb mit großer Freude einmal das Modell C in anthrazit an die besonders Sonnenverliebten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚I WEAR MY SUNGLASSES IMMER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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PROJEKT SAMSEN | Sonnenbrillen versch. Designs, je 180 Euro | projekt-samsen.de | Facebook

MMW_Samsen

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 25. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Neue Strümpfe braucht das Land

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Zum letzten Geburtstag haben wir uns Socken gewünscht. Ganz schön spießig und einfallslos? Nix da. Der richtige Strumpf ist heute ein Statement. In Muster und Farbigkeit auf der einen, in Produktion und Qualität auf der anderen Seite. Die Herren- und Kindersocken von „von Jungfeld“ sind klassisch und zeitlos, bunt und scheckig, bequem und trotzdem sehr sexy. Wohlfühlsexy könnte man sagen, denn sie fühlen und fassen sich echt richtig gut an. Der Clou bei von Jungfeld-Socken liegt im Gegenteil. Innenbund und Kettelnaht sind immer in einer Komplementärfarbe zur Grundfarbe gestrickt. Das kann man zum Geheimnis machen. Oder man kann es zeigen, indem man die Socke umschlägt und Mut zur Farbe beweist. Mit Liebe werden die Paare zusammengerollt, mit einer hübschen Banderole versehen und von Hand in ein adäquates Schächtelchen gesteckt und online oder im Laden verkauft. Wer mag, kann sogar ein (jederzeit kündbares) Socken-Abo bestellen, falls die Waschmaschine mal wieder gefräßig wird. Übrigens, produziert wird komplett in Deutschland, die Garne werden ausschließlich in Europa gesponnen. Damit sind nicht nur ausreichende Mindeststandards in Produktions- und Arbeitsbedingungen gegeben, sondern auch die Lieferketten können stetig kontrolliert werden. Rundumsorglos-Socke also. Für Angefixte verlosen wir 3×1 Dreierbox „Freiluft“-Sneakersöckchen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ZOCKSOCKE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Zehen drücken, auf Antwort warten. Und wer mag, darf mit von Jungfeld feiern, nämlich 10.000 Facebook-Likes. Am 25. Mai um 16 Uhr steigt die Party.
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Von Jungfeld Herren- & Kindersockenjungfeld.com | Facebook.com

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 25. Mai 2016 | Tags: , , Keine Kommentare

Chez Maurice

Wir waren essen in unserem Lieblingsrestaurant direkt ums Eck in der Bötzowstraße 39. Am Nachbartisch saß eine Dame mittleren Alters – ebenfalls Stammgast genau wie wir – im farbigen Kostüm nebst Begleitung. Sie unterhielten sich angeregt alltäglich während wir intensiv die übersichtliche Karte des Chez Maurice studierten. Übersichtlich bedeutet, dass es neben den Vorspeisen wie Thunfischtartar in Spargelemulsion, gratinierter Zwiebelsuppe oder warmem Ziegenkäse jeweils nur sechs Gerichte zu bestellen gibt. Rind ist dabei, Fisch, zwei helle Fleischkreationen und ein vegetarisches Gericht. Dazu der Alltime Favourite Blutwurst mit in Thymiankaramell glasierten Apfelspalten, Zwiebelmarmelade und Kartoffelpüree. Mittags gibt es sogar noch ein günstiges Zwei- oder Dreigang-Menü mit marktfrischen, saisonalen Gerichten. Der Auswahlstress ist unbegründet, denn egal was man bestellt, alles ist auf den Punkt, perfekt komponiert, herrrlich einfach und dabei so raffiniert. Chez Maurice wurde 1997 als Wein- und Feinkosthandlung eröffnet, um direkt importierte Weine von kleinen französischen Weingütern zu fairen Preisen anzubieten. Inzwischen ist der Gastraum etwas gewachsen, aber noch immer türmen sich die Weinflaschen bis zur Decke in die nostalgische Einrichtung – nix Moderne, nix Schischi, dafür ganz viel Substanz. Die Atmosphäre erinnert eher an ein Essen mit Freunden in einem nicht so gehypten Pariser Stadtteil als an einen Restaurantbesuch im verkehrsberuhigten Prenzlauer Berg. So geht Erlebnisgastronomie. Am Ende sind wir satt und glücklich vom guten Essen, sagenhaften Weinen und dem Gefühl des perfekten Abends in lockerer Runde. So geht es auch der Dame am Nachbartisch. Sie verabschiedet sich mit einem beschwingten „Tschüssiii“ in die Runde. Nach ein paar Minuten stürmt sie noch einmal herein. Sie hat etwas vergessen. Irgendwelche wichtigen Unterlagen, die sie extra im Kassentresen hatte einschließen lassen. Kann ja mal passieren. Sie lacht sich herzlich scheckig über ihre eigene Vergesslichkeit und winkt fröhlich, bevor sie in den schwarzen Audi steigt, der vor der Tür wartet. Keine Bodyguards, kein Rummel, kein Stress, nur „Maurice“, Angela Merkel und richtig gutes Essen. Bis zum nächsten Mal.
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Chez Maurice | Bötzwostraße 39, 10407 Berlin | Öffnungszeiten: täglich 18-23 Uhr, Mittagstisch: Di-Sa 12-15.30 Uhr, Sa. 12-15 Uhr | chez-maurice.com

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 18. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Brando

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Das 2 Minuten-Interview

Brando heißt eigentlich Marlon, Nachtigall ick hör dir trapsen. Na gut, groß gewachsen, dunkelhaarig, gutaussehend,… gekauft! Was viel wichtiger ist, der Junge kann singen. Über Dinge, mit Worten, Witz und Grips. Geboren in Berlin, aufgewachsen am Bodensee, zurück in der Heimat, am Boxi und drumherum. Dort enstand auch sein erstes Album „Nur der Anfang“, das wir fortan hoch und runter hören, weil es voll ist von Text und Poetry, weil es denken lässt, hoffen und fühlen im Jetzt. Das wollen wir genauer wissen und fragen nach. Bring it on! In diesem Sinne:“Karaokechor im Mauerpark, Vergnügungskomitee / Du bist Ost und West, Drum’n’Base und Ingwertee / Du bist der Hertha-Kahn, der Fernsehturm dein Flaggenmast / Hattest schon die Welt zu Gast bei dir im Admiralspalast / Bist die Weltstadt der Kultur und Sinfonie von Großstadt / Deine Partitur so legendär wie Mozart.“

Name: Brando
Alter: 30
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker
Schuhgröße: groß
Lieblingstextteile: „Je üppiger die Pläne blühen, um so verzwickter wird die Tat.“ Erich Kästner
Kontakt: brando.audio | Youtube

Wie klingt Berlin? Immer anders.
 
Wenn dein Album „Nur der Anfang ist“, was kommt als nächstes? lorem ipsum dolor sit amet

Eine Entscheidung, die du nie bereuen wirst: Dieses Album gemacht zu haben. Trotz vieler Schwierigkeiten, den damit verbundenen Umwegen und einer langen Zeit, die es dann alles am Ende gedauert hat – der ganz Stress hat sich gelohnt.

Wer oder was inspiriert dich? In meiner Musik geht es sehr oft um Geschichten und um die Beschreibung von  Bilderwelten in denen sich alles abspielt.
Viel Inspiration kommt daher aus Filmen, die eine faszinierende Story mit starken Bildern vereinen. Von Independent und Underground bis in den Mainstream – von ‚Jess Franco‘ bis ‚Tony Scott‘ oder ‚Christopher Nolan‘ – von ‚city of god‘ und ’she killed in ecstasy‘ bis ‚Star Wars‘ oder ‚Blade Runner‘.

Was singst du unter der Dusche? Egal wie genau ich jeden Tag hinhöre – es ist dort immer so laut, dass ich es nie verstehen kann. Ehrlich.

Insel, iPod, nur drei Songs drauf. Welche?Wenn ich irgendwann auf einer Insel landen sollte – ist sowieso alles egal. So oder so. Daher: „Billie Holiday – Warpaint“; „Sugar Man – Rodriguez“; „Crimson – Morcheeba“ oder „Maggot brain – Funkadelic“.

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Aufrichtigkeit & Loyalität.

Wovon hast du letzte Nacht geträumt?Dass Russell Westbrook und die Oklahoma City Thunder NBA-Champions werden. Das träume ich aber jede Nacht.

Was wolltest du als Kind werden? Etwas was mir Spaß macht und was ich gut kann.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gerne mal einen trinken gehen? Marlon Brando oder Cara Delevigne.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti nach „Mitten im Leben“ Rezeptur. Wann wollt ihr vorbeikommen? Sag schnell.

Wovor hast du Angst? Vor Vorurteilen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Neulich habe ich ein Album gemacht.

Was sollte niemand von Dir wissen? Wenn es um Musik und Filme geht – kann ich ein ekelhafter Nerd sein.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welche Fragen? Warum gibt es kein Synonym für Synonym? Wie schwer ist ein Haus? Kann Gargamel die Schlümpfe wirklich zu Gold machen?

Das letzte Wort: Cordon Sport.

Photo: Caspar Hees

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. Mai 2016 | Tags: , , Keine Kommentare

Fremde Freunde

Schöne Momente im Leben sind die, in denen man merkt, dass andere Menschen ähnliche Ideen haben wie man selbst. Und sofort sieht, dass sie gut sind. Wenn man sich ohne Umschweife verstanden fühlt. In einem blitzkurzen Augenblick total einig ist. So erging es uns, als wir vom „Erzähl-Mahl“ hörten, einem Social Dining, das am kommenden Freitag zum ersten Mal in Berlin stattfindet. Das Konzept ist wunderbar einfach: Menschen, die sich nicht kennen, treffen sich zu einem leckeren Essen und kommen ins Gespräch. Das ist an sich noch keine große Sache. Aber beim Erzähl-Mahl überspringt man den lästigen Small Talk, den wir oft so scheuen, weil er uns selbst schon so langweilt und der doch oft, seien wir mal ehrlich, den Großteil eines Kennenlernabends frisst und einem doch nicht viel über den Menschen verrät, mit dem man sich gerne unterhalten würde. Richtig unterhalten. Deswegen bekommt man beim Erzähl-Mahl zu jedem Gang einen neuen Gesprächspartner aus der Runde Fremder und eine persönliche Frage. Wofür bist du dankbar? Was war dein erstes Reiseziel ohne Eltern? Warum tust du das, was du tust? Und man bekommt die Gelegenheit zum Reden. Und zum Zuhören. Zum Kennenlernen. Von neuen Menschen, Ansichten, Ideologien, Geschichten, Biographien. Und von sich selbst. Denn darum geht es letztlich an diesen ausschweifenden Abenden: Darum, eine Verbindung herzustellen, ins Gespräch zu kommen, Begegnungen zu erleben und Sinn zu finden. Die Idee zum Erzähl-Mahl kommt von Barbara Zevnik und Katrin Frische. Als Landschaftsgärtnerin kümmert sich Barbara um das Planen von Begegnungsräumen. Katrin beschäftigt sich leidenschaftlich gerne als Biografin mit der Geschichte von Menschen. Und, Zack, die beiden fanden sich sofort in der Social Dining-Idee. Zwar richtete sich diese ursprünglich vor allem an Singles, dieses Kredo haben sie aber schon längst überwunden. Erzähl-Mahl ist kein Speed Dating für Philosophen, kein Tinder mit Anspruch. Sondern ein Abend, der uns die Möglichkeit gibt, hinter den Horizont zu sehen. Und dabei auch noch gut zu essen. Das nächste Mahl in Berlin findet bei Conny Schulz im May am Ufer – was uns besonders freut, weil wir Conny’s Refugee Board unterstützen und unsere liebe Grafikerin Britta das Design des schnuckeligen Restaurants am Maybachufer verantwortet. Wir fühlen uns schon jetzt verbunden. Für alle anderen Termine in Berlin, Köln, Frankfurt oder Hamburg, checkt erzaehl-mahl.de.
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Erzähl-Mahl | 20. Mai 2016 | May am Ufer, Pannierstraße 32, 12047 Berlin | Ticket und 3-Gänge-Menue für 39 € pro Person | Facebook | Anmeldung über erzaehl-mahl.de

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Das große Ganze

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Bitte nehmen Sie jetzt eine unvorteilhafte Position ein und setzen sich bitte den vor ihn stehenden Stuhl auf den Kopf. Achten Sie dabei auf Folgendes… Halten Sie die Pose für exakt eine Minute. Der österreichische Künstler Erwin Wurm lotet die Grenzen zwischen Skulptur, Objekt und Performance aus. Erstmals sind seine Arbeiten gerade in einer monografischen Ausstellung in Berlin zu sehen. Im Mittelpunkt steht der menschliche Körper und Wurms partizipatorischer Ansatz, den Betrachter zu einem Teil seines Kunstwerkes werden zu lassen. Ausgangspunkt ist das Narrow House, ein detailgetreuer, begehbarer Nachbau von Wurms Elternhaus, gestaucht auf die Breite von 1,10 Meter. Die Enge der Provinz wird so sprichwörtlich für den Besucher physisch erfahrbar. Dazu gibt es zahlreiche Zeichnungen, nachgebildete verbeulte Kühlschränke, riesige deformierte Telefone und eingeknickte Sideboards. Absolutes Highlight der Schau jedoch sind die One Minute Sculptures. Mithilfe alltäglicher Objekte soll der Besucher ungewöhnliche Posen einnehmen. Siehe oben. Folgt er den Handlungsanweisungen des Künstlers, wird er für eine Minute selbst zur lebenden Skulptur und jeder, der den Raum nachfolgend betritt, wird Zeuge. Heißt auch, die Ausstellung wechselt ständig ihr Gesicht. Oder doch nicht? Verschlucken die Posen den Darsteller, werden wir also selbst assimiliert und so Teil des großen Ganzen? Die Ausstellung läuft noch bis zum 22. August und wir empfehlen jeder und jedem von euch: Geht da hin. Macht da mit. Tut es wieder.
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Erwin Wurm – Bei Mutti | 15.04.–22.08.2016 | Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin | berlinischegalerie.de/erwin-wurm

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. Mai 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Der Dazwischen-Mann

„Ein Buch, welches Aufsehen erregt, ist immer wert gelesen zu werden“, schrieb Harry Graf Kessler am 15. Januar 1891 in eines seiner Tagebücher. Und nahm damit die Bedeutung seiner eigenen minuziösen und sinnlich-treffenden Alltagsbeobachtungen in Worten zuvor. 57 Bände hat der Verleger, Adlige, Mäzen und Diplomat in 57 Jahren mit seinen tagebuchartigen Aufzeichnungen gefüllt. Momentaufnahmen sind es aus bewegten Zeiten von der Weimarer Republik bis in die Nazizeit. Wie ein „Fotograf in Worten“ hat der verdeckte Homosexuelle auf seinen unzähligen Reisen in Expresszügen, auf Nachmittagen in Salons und Museen seine Umgebung beobachtet und die Widersprüche seiner Zeit in Sätze gepackt, die heute nichts an Aktualität verloren haben. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat die 57 Bände, die eigentlich nie zur Veröffentlichung vorgesehen waren, editiert und unterstützt die Stiftung Brandenburger Tor bei der multimedialen Ausstellung im Max Liebermann Haus, die Graf Kesslers Beobachtungen ins Zentrum stellen und ergänzen mit Zeitzeugnissen in Bild und Ton. Seine Sammelleidenschaft als kunstaffiner Lebemann wird mit Leihgaben versinnbildlicht. Schließlich notierte er am 20.11.1903: „Große Aufgabe: den Deutschen zum Glauben an die Kunst zu erziehen“. Mit Kessler tauchen wir ein in eine faszinierende Welt, sowohl politisch-historisch als auch menschlich: Das einzigartige und facettenreiche Panoptikum einer kontinuierlichen Dazwischen-Welt eines Menschen, der sich selbst stets zwischen den Ideologien, den Milieus, den Stühlen befand. So gehet hin, sehet, staunet und verstehet.
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Harry Graf Kessler, Flaneur durch die Moderne | 21.05. bis 21.08.2016 | Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin | hgkberlin.de

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 18. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Luxuslieblingslabelleftovers

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Chanel, Hermès, Céline, Gucci… Luxusmode schauen wir uns gerne an, betrachten wir etwas sehnsüchtig in den Modemagazinen, aber in der Regel bleibt es eben beim Gucken oder Anfassen in den Geschäften. Der Hochgenuss für die Mutigen unter uns endet vielleicht noch in der Umkleide. Aber kaufen? Oft fehlt es einfach an den nötigen Talerchen. Es sei denn – tadaa! – sie wurden schon einmal getragen. Auch auf ein Designerstück hat die Besitzerin oder der Besitzer irgendwann keine Lust mehr. In der Regel wurde dazu aber mehr Sorge getragen als zu einem Billigteil. Daher haben die Jungs und Mädels von Vestiaire Collective eine (ach was, die führende Europas!) Angebot- und Nachfrage-Plattform geschaffen, auf der Designer- und Premiummode aus zweiter Hand zum Verkauf angeboten und gekauft werden kann. Alle Teile werden auf Authentizität und Zustand geprüft und erst dann vom Profiteam freigegeben, wenn auch ganz sicher ist, dass man sich nicht in weinseligen Nächten gefälschte Gucci-Labels in H&M-Blusen genäht hat. Kommendes Wochenende wird der Social Online Marktplatz in die analoge Welt übertragen. Vom 20. bis 22. Mai findet nämlich das erste Vestiaire Collective Drop-Off Event in den Galeries Lafayette in Berlin statt. Hier können alle, die den Fehlkauf von damals (die Diane von Fürstenberg-Robe mit dem viiiiiiel zu langen Schlitz oder die Prada-Sandalen, die eben doch eine Nummer größer hätten ausfallen müssen) bereuen, ihre aussortierte Luxusmode abgeben. Das Experten-Team von Vestiaire Collective prüft den Zustand der Teile und dankt im besten Fall mit einem Gutschein in Höhe von bis zu 500 € für die Galeries Lafayette. So macht der Mai vielleicht nicht ganz alles neu, hilft aber beim Garderobe-Recycling auf allerhöchstem Niveau.
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Vestiaire Collective Drop-Off-Event | Fr., 20.05. & Sa., 21.05.2016 von 10-20 Uhr, So., 22.05. von 13-18 Uhr | Galeries Lafayette, Friedrichstraße 76-78, 10117 Berlin | vestiairecollective.de

Ruhig schlafen

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Wir haben geträumt und zwar davon, unser ganz eigenes perfektes Bett zu bauen. Man müsste dazu in einen der Wälder am Stadtrand gehen, eigenhändig oder mit Hilfe von Auszubildenden die richtigen Bäume holzen und von Pferden aus dem Wald ziehen lassen. Man würde das Holz von lokalen Sägewerken verarbeiten und in einer Inklusionswerkstatt veredeln und mit Recycling-Materialien aus der Region verpacken lassen. Die Lieferung erfolgte ausschließlich in der Stadt und zwar per Lastenrad. Für jedes Bett würde man vier junge Baumsetzlinge mit dem Forstbetrieb der Berliner Forsten zur Erhaltung der lokalen Wälder pflanzen und einen Teil der Erlöse an ein konkretes Naturschutz- und Inklusionsprojekt in Berlin abgeben. Das Ganze würde zusammen mit Freunden realisiert und gemeinschaftlich finanziert. Das perfekte Bett wäre massiv und dabei wunderschön. Das perfekte Bett würde schweben auf unsichtbaren Füßen und wäre mit seiner eleganten Linienführung auf das Nötigste reduziert. Schräge Schnittkanten würden Akzente setzen und für zusätzliche Stabilität sorgen, so dass auch bei sagen wir „lebhafteren Träumen“ nix quietscht. Das perfekte Bett wäre in 15 Minuten aufgebaut – egal ob mit 140, 160 oder 180cm Breite und durch den Austausch der Kopfteile könnte man es easy im Laufe der Jahre „mitwachsen“ lassen. Kurzum: das perfekte Bett wäre das lokalste, am schonendsten produzierte Holzbett der Welt, nachhaltig, sozial und fair. Das perfekte Bett gibt es nicht nur im Traum, sondern ganz in echt und genau so wie eben beschrieben. Das perfekte Bett hört auf den Namen ‚Kiezbett‘. Erdacht und erschaffen wurde es von Kim, Margit, Jörg, Steve und euch. Damit ihr euch nämlich auch bald ins perfekte Bett rollen könnt, um zu kuscheln, zu schlummern und zu turnen, könnt ihr das Kiezbett noch bis 23. Mai 2016 auf startnext.com/kiezbett unterstützen. Neben Einhornkondomen und weiteren Gimmicks könnt ihr euer eigenes Schlafschlaraffenland direkt zum Fundingpreis abstauben. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann auch bald in weiteren Städten Kiezbetten, die mit lokaler Stoffkette und lokalen Akteuren produziert werden. In diesem Sinn: frohes Kuscheln, Träumen, Zeugen, Stillen, Krümeln, Lieben auf und im wichtigsten Möbelstück eures Lebens.

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Kiezbett | startnext Crowdfunding | kiezbett.com | Photo: Julia Kneuese

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 11. Mai 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Wo die wilden Kerle saufen

Naturweine spalten die Geister. Nach Erde würden sie schmecken, nach getragenen Wollsocken riechen, meinen die einen. Next! Die anderen wissen, dass Qualitätswein keine Zusatzstoffe braucht. Dass es auch in der wachsenden Naturwein-Familie schmackhafte, edle Tropfen gibt, die sich geschmacklich durch nichts von Top-Weinen inklusive Additiven unterscheiden. Man muss sich eben auskennen. Und Bock haben, seinem Gaumen, seinem Gewissen und seinem Schädel Gutes zu tun. So wie Ramses, Oscar und Tom. Die zwei Mexikaner und der Norweger sind die unprätentiösen Kenner-Köpfe hinter der neuen Naturwein-Bar ‚Wild Things‘ an der Weser-Ecke-Elbestraße im schönen Neukölln. Und sie sind auch die Jungs, die hinter ‚Industry Standard‘ stehen, dem Restaurant mit Bar, das sich der richtig guten, ganzheitlichen, mediterran inspirierten Küche verschrieben hat. Nun denken sie das Konzept weiter: Wer sich an den schmackhaften Menus im Standard sattgegessen hat, tapst künftig einfach ein paar Meter weiter und lässt sich zum gepflegt-genussvollen Weitertrinken in der zusammengezimmerten Bar nieder, in der sich alles um Weine dreht, die außer großartigen Trauben nichts zu bieten haben. Glücklicherweise. Wie wunderlich, dass sich viele Zeitgeister bei ihrem Essen so viele Gedanken um Herkunft, Verarbeitung und ökologische Produktion machen – aber beim Wein? Schmecken muss er. Punkt. Und ganz ehrlich, weil wir haben es getestet: Das tut er auch ohne Sulfite. Ohne Zucker. Ohne Pestizide. Ohne Fungizide. Ohne den ganzen added bullshit. In der improvisiert charmanten Bar mit Popcorn-Maschine kann man sich nun selbst davon überzeugen und sich vom weltumspannenden Wild Things-Team betüdeln lassen. Trinken soll man. Nicht lange labern, meinen die Jungs. Ein Wein soll für sich selbst sprechen. Als sehr willkommener Nebeneffekt murrt übrigens auch die Katze am nächsten Morgen nicht so laut nach einer langen Naturwein-Nacht. Denn der Kater entsteht in der Regel durch die bösen Zusatzstoffe. Hier geht es einfach nur um eins: Guten Wein. Oder, wie Mit-Besitzer Ramses sagt: ‚It’s just a bunch of pressed grapes, and that’s it‘.
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Wild Things Naturwein-Bar | Weserstraße 172, 12045 Berlin | täglich von 18 bis 2 Uhr geöffnet | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Alexander Dorenberg

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Das 2 Minuten-Interview

Mein Gott, kann der Kerl singen. Alexander Dorenberg spielte auf unserem allerersten Golden Dinner im seligen Jahre 2012. Am Sonntag war er einer von vier musikalischen Ehrengästen auf unserem Agenturgeburtstag. Spätestens, als er mit seiner Akustikgitarre zu rappen begann, war es vollends um eine jede und einen jeden im Ringsum geschehen. Mit feuchtfröhlichen Augen mussten wir ihn direkt zum Interview bitten, schließlich wollen wir nochmal ganz genau hinhören und nachspüren ob hinter der wundervollen, warmen Stimme auch eine melodiöse Seele schlummert. Und wie! Poetisch, tiefsinnig, herrrlich bei sich. Sein wichtigster Besitz? Lest selbst! Danke Alex, bis zum nächsten Ton.

Name: Alexander Dorenberg
Alter: 39
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker
Schuhgröße: 44/45
Lieblingston: Das Rauschen der Blätter in Baumkronen an einem leicht windigen Sommertag.
Kontakt: über www.audiopics.de oder www.dorenberg.de

Insel, iPod, nur drei Songs drauf. Welche?
Give it away now, Bohemian Rhapsody, God only knows

Wenn du kein Musiker geworden wärst, dann wahrscheinlich:
Lehrer oder Comiczeichner

Dein wertvollster Besitz:
Meine Erinnerungen.

Ein Moment, den du nie vergisst?
Eine Session bei einer Party von Freunden in New York.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt:
Eldert Street 345, Bushwick, New York, Hausdach

Wen bewunderst du?
Generell Menschen, die mutig genug sind, Freiheit trotz großer Widerstände zu verteidigen. Und David Bowie (R.I.P.)

Was muss unbedingt noch erfunden werden?
Eine Welt, in der die Menschen zusammen leben wie in „Imagine“ von John Lennon oder in “Star Trek“. Der Schwerpunkt liegt hier auf Bildung. Ausbeutung und Umweltzerstörung sind überwunden. (Beamen wäre dann – nebenbei – natürlich auch ganz cool!)

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt?
Negativ: Die Dreistigkeit vieler machthungriger Menschen und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten, von denen man täglich in den Nachrichten hört! Dass viele friedliebende Menschen oft keine Möglichkeit haben, sich machtpolitischen Spielchen zu entziehen, ist wirklich eine Schande und bewegt mich. Schaltet das Radio an und sucht euch einen Konflikt aus!
Außerdem: Eine Beerdigung, bei der ich „Tears in Heaven“ gespielt hab. Der Verstorbene war Clapton-Liebhaber, die Trauerfeier war sehr emotional und als ich anfing zu singen, war ich überrascht, das meine Stimme klar und kräftig aus mir heraus kam.

Mit welchem Musiker würdest du gern mal einen Song einspielen?
Steve Vai

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Selbstgemachte Pizza und als Nachtisch hausgemachten New York Cheesecake mit Frucht-Topping.
Alternativ: vegetarischen Döner (Seitan-Basis)

Wovor hast du Angst?
Hilflos und zur Untätigkeit verdammt zu sein. Solange ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann, in dem ich Schritte plane, um meine Perspektiven zu verwirklichen, hält sich meine Angst in Grenzen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Ich hab vor ein paar Tagen ne Ben & Jerry´s-Sorte ausprobiert, die ich noch nicht kannte und das war: lecker!

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich bin ein Stufe-3-Mutant, der seine Form wandeln kann und die AFD ausspioniert.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Ihr wart gut! Mir fällt gerade keine ein.

Das letzte Wort:
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! (aus “Stufen“, H. Hesse)

Photo: Nadine Liebermann

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. Mai 2016 | Tags: , , Keine Kommentare

Vom Bordstein zur Skyline

Eine klare, kraftvolle, hypnotisierende Stimme. Ein schnörkelloser Sopran ohne die nervigen, hysterischen Höhen. Ein sparsam eingesetztes Vibrato, das einer zarten Melodie den nötigen Twist gibt. Etwas Brüchigkeit an den richtigen Stellen, etwas Rauch, etwas Blues. Schon bevor man Alice Phoebe Lou überhaupt sieht, bereits wenn man nur ihre Stimme hört, wie sie, von Gitarre begleitet, durch den Mauerpark getragen wird oder entlang der Warschauer Brücke schwebt, ist man verzaubert. Alice nimmt einen mit ins Wunderland auf den Straßen der Hauptstadt. Nun, nachdem sie ihr Debut-Album „Orbit“  in Eigenregie fertiggestellt hat, wird sie ihre jazzig-folkigen-bluesigen Arrangements am Freitag, den 13. Mai in der Berliner Passionskirche zum Besten geben. Also Konzert mit Bühne, Publikum, Tickets und allem Zip und Zap. Uns erwartet neben Phoebes unvergleichlichem Gesang eine fulminante Show, eine Feier des Lebens mit vielen befreundeten Musikern, Tänzern und Trapezkünstlern. Tickets zum Preis von 25 Euro gibt es unter diesem Link. Oder ihr schreibt eine Email mit dem Betreff ‚MANCHMAL DENKE ICH BEREITS VOR DEM FRÜHSTÜCK AN SECHS UNMÖGLICHE DINGE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Dann könnte das Verrückte passieren und es sind 1×2 Tickets drin.
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Konzert Alice Phoebe Lou | Fr., 13. Mai ab 19 Uhr | Passionskirche Berlin, Marheinekeplatz 1, 10961 Berlin | alicephoebelou.com | Video

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 11. Mai 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Review: muxmäuschenwild Birthday Brunch

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Was für ein Tag, was für ein Fest. Wir sind noch immer ganz beseelt von der wunderbaren Stimmung, den wunderbaren Menschen (und dem grandiosen Wetter, he he) bei unserem Birthday Brunch zum dreijährigen Agenturjubiläum. Wir haben mit euch geschmaust, geschmust, gelauscht, gelacht und gequatscht. Wir danken euch dafür, dass ihr mit uns gefeiert und diesen Tag zu einem ganz besonderen gemacht habt. Diese tolle Energie nehmen wir mit und schweben damit zu neuen Abenteuern. Danke an all unsere vier tollen Musiker, an unsere Partner, an Jubel, die Ofenkatze, Barefoot Living, Haferkater und foodora für schmackhafteste Schnabuleien, an BRLO, selosoda, Leogant, innocent und WOW Chia fürs Durststillen, an Boom Balloon und vor allem Bloomon für die sensationellen Dekorationen aus Luft, Grün und Liebe. Wir machen das jetzt öfter haben wir beschlossen. Wer sich nochmal zurückträumen mag, klickt am besten in unser Facebook-Fotoalbum. Viel Spaß beim Stöbern, Liken, Taggen, Teilen. Spread the love!  <3  #MMW3

Happy Birthday to us!

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Das Schönste am Geburtstag sind nicht die Geschenke, sondern das gemeinsame Feiern mit alten und neuen Freunden, Wegbegleitern und inspirierenden Menschen. Was für ein Glück, dass wir in dieser Woche gleich doppelt Anlass dazu haben. Gestern vor drei Jahren nämlich starteten wir in unser muxmäuschenwildes Abenteuer – vom Esszimmer ins Co-Working-Hinterzimmer eines kleinen veganen Cafés in Berlin Neukölln (liebe Grüße an die tollen Mädels vom Pêle-Mêle an dieser Stelle!), weiter in die Linienstraße und schließlich in unser tolles, riesiges Studio im schönen Bötzowkiez. Da sind wir nun, drei Jahre später, haben das beste Team der Welt um uns geschart und leben und lieben was wir tun – für uns und unsere vielen großartigen Kunden. Ein Zufall oder höhere Bestimmung, dass unser Agenturjubiläum auch auf den Geburtstag unserer lieben Julia – Gründerin, Herz, Gesicht und Seele von muxmäuschenwild – fällt. Das wollen wir gebührend, ausgelassen und vor allem gemeinsam mit euch feiern! Stolz wie Bolle schauen wir zurück auf die letzten drei Jahre und sind gespannt auf all das Schöne, was noch vor uns liegt. Wissend, dass wir ohne euch nicht da wären, wo wir heute sind, möchten wir „Danke“ sagen und mit euch am Sonntag, den 8. Mai 2016 auf die gemeinsame Reise anstoßen. Gefeiert wird – laut Wettergott – bei schönstem Mai-Wetter mit einem angemessen großartigen Geburtstagsbrunch mitten im Volkspark Friedrichshain, direkt bei uns ums Eck. Unter dem Kirschbaum am kleinen Teich, unweit des Alten Fritz, zwischen Freiluftkino und Pavillon wehen unsere Lufballons im Frühlingswind. Nehmt Platz an unserer festlich geschmückten und reich gedeckten Tafel, lauscht der Musik unserer neuen Lieblingskünstler Alexander Dorenberg, Mark Widdowson und Gillian Grassie, die an dem Tag live für uns spielen werden, sündigt an der Marshmallow-Grill-Station, flechtet euch bunte Blumenkränze ins Haar und haltet das Ganze in unserer MMW-Foto-Station fest. Wir schmeißen Jules Mumm, BRLO und Schnäppes, foodora, Jubel und die Ofenkatze sorgen für süße und herzhafte Leckereien. Fehlt nur noch ihr. Nehmt eure Liebsten an die Hand, klemmt euch ein Fläschchen booze eures Vertrauens oder Omas Nudelsalat (oder was immer ihr glaubt zu einem gelungenen Brunch gehört) unter den Arm und kommt vorbei! Wir freuen uns doppelt, auf euch und auf diesen schönen Tag! #mmw3

muxmäuschenwild Birthday Brunch | Am kleinen Teich im Volkspark Friedrichshain, 10249 Berlin | den genauen Ort posten wir auf Facebook

Unsichtbare Poesie

Zuerst ist da mal gar nichts. Man hält ein Buch in den Händen – oder eher ein Heft, der leuchtend blaue Einband im A4-Format fasst nur gut dreißig griffige, feste Seiten. Auf dem Titelbild ein großes Auge mit schielendem Blick. SUNDANCE steht da. Und „Natalija Ribovic“. Versprochen wurden uns von ebendieser in Deutschland und Österreich lebenden serbischen Künstlerin Gedichte und Zeichnungen. Zu sehen ist in SUNDANCE allerdings nur gähnende Leere. Weiß auf Weiß. Rien. Nada. Nüscht. Bis zu dem entscheidenden Moment, in dem die offenen Seiten direkt von der Sonne angestrahlt werden. Was dann passiert ist pure Magie. Majuskeln und feine Striche werden sichtbar. Je direkter das Sonnenlicht, je stärker die UV-Strahlung, desto dunkler und lesbarer werden die Buchstaben. Bis nach kurzer Zeit die künstlerischen Formulierungen ganz deutlich zu sehen, zu lesen und zu genießen sind. Physik, die an Zauberei grenzt: „Plötzlich war er da // Alles war so klar“ schreibt sie selbst in einem ihrer kurzen Gedichte, die in Deutsch, Italienisch und Englisch in dem Text- und Bildband abgedruckt sind. Es sind kleine, feine Alltagsbetrachtungen, emotionale Momentaufnahmen, kindlich anmutende Krakeleien. Die Künstlerin, die sich unterschiedlicher Kunstformen bedient, als Zeichnerin, mit Performances und großformatigen Installationen durch die Welt reist, benennt sich mysteriöser Weise „kosmische Assistentin zwischen den Welten“. Das revolutionär gestaltete Büchlein SUNDANCE verleiht dieser Selbstbenennung einen Sinn: Die Serbin vermittelt zwischen Welten, zwischen Natur und Kultur. Sie stellt ein kulturelles Erzeugnis her, das nur durch den Einfluss von Natur sichtbar wird. Und liefert uns, ganz einfach, einen Moment kindlicher Freude und die Erinnerung an frühe Zaubertinten-Briefe, die man der besten Freundin geschrieben hat. Mit dem großartigen Unterschied, dass die Buchstaben in SUNDANCE auch wieder verschwinden, sobald man sie dem Sonnenlicht entzieht. Und der Effekt in der Sonne immer wieder neu zu Aahs und Oohs führt. Und wieder. Und wieder.
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SUNDANCE von Natalija Ribovic | Auflage: 500 Stück à 24 Euro | erhältlich bei www.revolver-publishing.com | www.natalijaribovic.com

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. Mai 2016 | Tags: , , , Keine Kommentare

Hendrik Otremba

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DAS 2 MINUTEN-INTERVIEW

Hendrik Otremba singt. Hendrik Otremba malt. Und wie!? Also beides. Und dann ist er auch noch Dozent, arbeitet als freier Autor, Journalist, Lektor, Liedtexter und moderiert eine eigene Radiosendung bei BYTE.FM. Mannomann. Mit seiner Band Messer ist er inzwischen in weiten Indiewelten stadtbekannt wie ein grauer Hund. Seine Bilder rauschten durch den Blätterwald, platzierten sich auf diversen Plattencovers und zierten und zieren die Wände zum Beispiel der  Sammlung Jäger. Letzten Freitag eröffnete er gemeinsam mit Thorsten Nagelschmidt aka Nagel seine aktuelle Ausstellung in der Neuköllner Tennis Bar. Auf ein Wort, Herr Künstler! Haben Sie eigentlich einen Lieblingsfilm?

Name: Hendrik Otremba
Alter: 31 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Künstler
Schuhgröße: 42
Lieblingswerkzeug: Messer
Kontakt: www.hendrikotremba.de

Wer oder was inspiriert dich?
Filme, Bücher, Gemälde, recht unspektakulär.Was gibt dir mehr: Musik oder Malerei?
Das kann ich nicht differenzieren, malen ist aber härter, wenn es da mies ist, ist es richtig mies.

Wo sollte unbedingt eines deiner Bilder hängen?
Im Gefängnis.

Dein Song für die Ewigkeit?
Ja, nur einer!
Scott Walker – It’s raining today

Das größte Problem deiner Generation?
Kurzsichtigkeit.

Was wolltest du als Kind werden?
Sänger und Detektiv, hab es also geschafft.

Welche Erkenntnis hättest du gerne schon mit 20 gehabt?
Rauchen ist schlecht für die Haut.

Was kannst du gar nicht?
Backen.

Welcher Moment hat alles verändert?
Meine Geburt, danach war für mich alles anders.

Was läuft schief?
Alles?Du kannst mit einer Zeitmaschiene reisen. Welches Jahr stellst du ein und warum?
2015. War schön.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gerne mal einen trinken gehen?
Pogo McCartney

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Pasta a la Norma

Wovor hast du Angst?
Dass es meinen Lieben nicht gut geht.

Welche Superheldenkraft hättest du gern?
Unsichtbar.

Was sollte niemand von dir wissen?
Ich bin unfassbar eitel.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Was ist dein Lieblingsfilm?

Das letzte Wort:
Love.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. Mai 2016 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Ceci n´est pas du Jazz

Am Schlesi, dem Tor zu Kreuzberg, ist gut Jammen. Wer hier für einen sonnigen Moment seine musikalischen Zelte aufschlägt, schart innert Sekunden ein dankbares Publikum um sich. So ist die Region um das Schlesische Tor denn auch geographischer Einstieg ins XJAZZ-Festival, das vom 5. bis 8. Mai stattfindet. Schon nachmittags kann hier kostenlos in zeitgenössische Weiterführungen von Jazz eingetaucht werden. Denn XJAZZ ist eben mehr als Jazz. Es ist x-facher Jazz. Es ist Jazz in x-ig Formen. Es ist eine Kreuzung von Einflüssen, ein Crossover von verwandten Musikstilen. Das Festival präsentiert gut 80 Konzerte in elf Clubs (und einer Kirche) und damit auch eine musikalische Bandbreite von traditionellem Jazz über Funk, Soul und Hip Hop bis zu Singer/Songwriter-Melodien und neuer klassischer Musik. Dass da eine astreine Qual-der-Wahl-Situation vorliegt, wissen wir natürlich. Daher haben wir aus dem kaleidoskopischen Reigen ein paar Acts herausgepickt, für die wir je 1×2 Tickets verlosen. Wer Musik hören möchte, „die sich so anfühlt wie eine Umarmung, ein Kuss“, kommt bei der cineastisch inspirierten Session des deutsch-amerikanisch-persischen Malakoff Kowalski am Freitag um 18 Uhr im Lido auf seine Kosten. Freundinnen und Freunde des Kontrasts werden die Kombination intimer Texte und treibender Rhythmen von Me And My Drummer (Freitag, 21 Uhr, Emmauskirche) lieben. Am Donnerstag um 23 Uhr sollen Hip Hop-Aficinados ins Prince Charles strömen. Das Trio Green House Expansion spielt hier die logische Verbindung von Jazz und Hip Hop, lyrisch angeführt vom ersten Hip Hopper, der je im legendären Blue Notes Jazz Club spielen durfte, MC Stimulus. Wer Bock auf Tanzen hat, den schicken wir am Donnerstag um 23 Uhr ins Bi Nuu. Da spielt die internationale Kombo Ilhan Ersahin’s Istanbul Sessions Instrumentalmusik zum Abhampeln. Oder unser letztes Angebot: Die temporäre, dynamische und musikalische Zusammenarbeit von Musiker-Größen wie Casper Clausen, Martyn Heyne oder Greg Haines. „The Group“ füllen am Freitag um 00:30 mit ihren (atmo)sphärischen Sounds das Lido. Wer also Lust auf eines dieser Konzerte hat, schicke eine Email mit dem Betreff „EIN X FÜR EIN U“ und seinem Wunschtermin an hurra@muxmaeuschenwild.de. Alle anderen werden im reichhaltigen XJAZZ-Angebot (Sophie Hunger! Miss Kenichi!! Nightmares on Wax!!!) auch sonst etwas finden. Denn Jazz ist eben nicht Jazz ist eben nicht Jazz.

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XJAZZ Berlin | 5. bis 8. Mai in 11 Clubs und 1 Kirche | www.xjazz.net | Facebook | Events

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