Nicht gesucht, trotzdem gefunden

Und dann gibt es so Leute wie Paul. Paul ist ein großartiger Fotograf und Mensch, aber das meinen wir nicht. Paul hat eine ausgeprägte Leidenschaft für Lampen, Vasen, Altes und vermeintlichen Tinnef. Keller und Dachböden, die über Jahre ungeöffnet waren, machen ihn nervös bis glücklich. Denn dabei entdeckt das geschulte Auge so mancherlei Sonderbares, Wunderbares und Kostbares. Pauls Leidenschaft ist die Recherche und das Schöne. Zeigt ihm ein Vintage-Objekt eurer Begierde und er sagt euch, worum es sich handelt und welcher Wert dahinter steckt. Wenn man diese Art von Mensch ist, muss man sich allerdings irgendwann entscheiden – Nerd bleiben oder teilen, was man liebt. Glücklicherweise wählte Paul die zweite Variante und brachte Anfang des Jahres „Studio Vilhelm“ an den Start. Auf der Website versammelt er eine Auswahl an Kunst, Leuchten, Dining Accessoires, Studio Keramiken, Büchern und jede Menge Dinge, die ihr garantiert nicht gesucht habt, aber unbedingt brauchen könnt und ganz sicher lieben werdet. Aktuell warten noch etwa 800 Designobjekte auf ihre Wiederauferstehung oder Wiedergeburt auf „Studio Vilhelm“. Wir verlosen 3 Gutscheine je 30 Euro Stöberanreiz an die besonders Dingverliebten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BARES FÜR RARES‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Studio Vilhelm | studiovilhelm.de | FOTO: Paul Aidan Perry

Ministerium der Träume

Wer sich in letzter Zeit aufmerksam durch den Instagram-Feed scrollte, kam an Hengameh Yaghoobifarah kaum vorbei. Zurecht. Der Name taucht gerne lautstark in Diskussionen zum Thema Alltagsrassismus und strukturelle Diskriminierung in Deutschland auf. Dass Yaghoobifarah mehr als nur ein Insta-Hype ist, beweist nicht zuletzt der Debütroman „Ministerium der Träume“. Darin lernt die queere Türsteherin Nasrin Kapitel für Kapitel den Tod ihrer Schwester Nushin zu begreifen. Mithilfe von Rückblenden wird das Leben zweier Teenager erzählt, die erst in Teheran und dann Lübeck aufwachsen, aber deren Zugehörigkeit ihnen immer wieder von der Mehrheitsgesellschaft abgesprochen wird. Gezeigt wird dabei auch ein Deutschland der neunziger Jahre, das durch die Anschläge in Hoyerswerda, Rostock und Mölln für Schlagzeilen sorgte. Wie grelle Punkte haben sich die fremdenfeindlichen Ereignisse nicht nur in das Leben der Protagonistinnen im Buch eingebrannt. Yaghoobifarahs Worte sind gewohnt unbequem und sorgen dafür, dass Taten wie diese auch in Zukunft nicht in Vergessenheit geraten.
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Ministerium der Träume | aufbau-verlag.de/ministerium-der-traume | 22 € | FOTO: Aufbau Verlag

Anna Holfeld

Anna Holfeld ist Mutter, Paartherapeutin, Familienmensch und Ost-Berlinerin. Außerdem spricht sie liebend gern mit Paaren übers Paarsein. Dafür hat sie kürzlich ein Kartenset herausgebracht, das der Beziehung die Aufmerksamkeit schenkt, die im Alltag vielleicht untergeht. Sie selbst ist schon seit über 15 Jahren als systemische Paartherapeutin, Coach, Mediatorin und Expertin für Familienfragen tätig und lebt mit ihrem Ex-Mann, ihren zwei Söhnen und ihrer Partnerin in einer großen WG. Woher sie ihre Energie für ihre tagtägliche Arbeit schöpft? Ein ausgeprägter Hang zum Kuscheln.

Name: Anna Holfeld
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Paartherapeutin
Schuhgröße: 41
Lieblingsort in Berlin: Schönefelder Welle (fast in Berlin), mein Lieblingsschwimmbad
Kontakt: anna@liebendgern.de

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn Paare wieder merken, dass sie wirklich eine Verbindung haben und ihre Liebe wieder spüren.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Mein Freund Chrischan, der mich gecoacht hat, als ich überlegt habe, was ich arbeiten will. Ich hab in die Zukunft geschaut und gesagt, ich wünsche mir, dass Kund*innen zu mir kommen und dass ich so graue Sessel habe und entspannt mit ihnen spreche. Und er hat gesagt: „Wie alt bist du dann?“ Und ich: „60.“ Und er: „Warum willst du so lange warten?“ Und das hab ich ernst genommen und in die Realität umgesetzt.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Wie mein Gefühl zu der Person ist, ob ich mich wohl fühle oder nicht, und wie es ihr geht.

Dein Geheimnis für eine gute Partnerschaft: Gut auf die eigenen Bedürfnisse achten und auf das, was die andere Person wohl braucht.

Woraus schöpfst du Energie? Kuscheln, Schwimmen, Hang spielen

Dein Song für die Ewigkeit? „Fix you“ von Coldplay

Wenn du ein Video haben könntest von einer Situation deiner Wahl aus deinem Leben. Welche Situation wäre das? Die ganz frühen Situationen mit meinen Babys hätte ich gern auf Video, da waren so niedliche, nahe Momente dabei.

Der größte Irrtum deines Lebens? Manchmal die Arbeit vor die Zeit mit der Familie zu stellen. Ich war früher viel unterwegs.

Was war früher dein liebstes Schulfach? Kunst

Wann hast du dir das letzte Mal gewünscht, dass der Tag nie aufhört? Als wir auf dem Steg „unserer“ Insel im schönen Sonnenuntergang getanzt haben.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde dafür sorgen, dass die Ungleichheit der Menschen aufhört, wir alle genug zu essen haben und ein Dach über dem Kopf.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ratatouille, das würde ich gern mal wieder kochen, hier isst keiner Aubergine und Zucchini auch nicht so gern. ;-)

Was sollte niemand von dir wissen? Ich versuche immer zu vertuschen, dass ich auch richtig ärgerlich über Menschen sein kann, ich weiß inzwischen, dass man mir das trotzdem anmerkt. ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ihr stellt schon schöne Fragen ;-) Es war gut, darüber nachzudenken. Was mir noch fehlt: Was ich mir für mich wünsche.

Das letzte Wort: Ich wünsche uns allen, dass die Pandemie bald vorbei ist und wir das gute Neue behalten und das alte Gute wieder leben können

FOTO: liebendgern UG

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 23. Februar 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Streams are my (new) reality

Die Eventbranche liegt ziemlich am Boden. Aus dem Nackenschlag zu Beginn der Pandemie wurde inzwischen eine handfeste Keilerei, die kaum Gewinner kennt – Ende ungewiss. Einzige und beste Möglichkeit: Veranstaltungen ins Digitale verlagern. Damit man sich bei der Übertragung auf Inhalte statt ruckelnde Töne und schlechte Bildqualität konzentrieren kann, empfiehlt es sich, wie im echten Leben einen Partner in Crime an der Seite zu haben. Auf unsere Freunde von „Atrium – Technik und Event“ ist Verlass und das schon seit über zehn Jahren. Um sich der neuen Eventrealität anzupassen, bauten sie das wandelbare Webstudio „StudioKARL“ und bieten damit die Komplettlösung für Live-Videos, Webkonferenzen, Digitale Workshops, Podcastaufzeichnungen, Kamera-Coachings und dergleichen mehr – inklusive aller notwendigen Technik und Techniker*innen. Wir selbst haben es gerade für einen mehrtägigen digitalen Messeauftritt genutzt und die nächsten Termine stehen schon im Kalender. Das professionelle Setup ist außerdem mobil und kann über die Grenzen Berlins gemietet werden. So können auch Hochzeiten oder Trauerfeiern digital übertragen werden. Egal ob Big City Company, Solo-Selbstständige oder Privatpersonen, alle profitieren hier vom langjährigen Knowhow und dem Wissen, dass alles gut wird.
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StudioKARL | Karl-Lade-Straße 40, 10369 Berlin | streamingeinfach.de | FOTO: Christian Schmidt

Motherhood elevated

Es folgt ein Elevatorpitch der etwas anderen Art: „Ich will, dass Mamas sich genauso gut um sich selbst kümmern wie um ihr Baby. Denn wenn die Mama glücklich ist, ist ihr Baby glücklich, ist die Familie glücklich, ist die Welt eine bessere.“ Dem ist quasi nichts hinzuzufügen außer einer kleinen Erklärung. Stefanie Raffelsieper ist vor rund zweieinhalb Jahren Mutter geworden. Irgendwann verspürte sie umgeben von Stilleinlagen und Spucktüchern das dringende Bedürfnis, sich selbst auch wieder stärker als Frau wahrzunehmen. Sie suchte nach einem Still-BH, der nicht nur funktional war, sondern in dem sie sich auch wohl und schön fühlte. Was sie fand, waren vor allem Modelle der Fast-Fashion-Industrie, orthopädische Designs und ein zentrales Problem: Stilleinlagen im BH, die die Kleidung zwar vor auslaufender Muttermilch schützen, aber auch jede Menge Abfall produzieren. Allein 120 Millionen davon landen in Deutschland jährlich im Müll. Muss anders, geht anders. Anderthalb Jahre tüftelte sie mit ihrem Team an einem fair produzierten Still-BH, der lose Stilleinlagen überflüssig macht und schön genug ist, dass Frau ihn auch dann noch gerne trägt, wenn sie schon längst abgestillt hat. Das Design entwickelte sie mit Lydia Maurer, die für Haute-Couture-Marken wie Givenchy and Yves Saint Laurent arbeitete und heute zwei eigene Labels betreibt. Herzstück ist ein antibakterielles und besonders schnell trocknendes Zwei-Lagen-System, das Feuchtigkeit absorbiert und vom Körper wegleitet. Alle Materialien werden direkt bei den Hersteller*innen eingekauft. Neben gewaltfreier Seide werden recycelte Produktionsreste verwendet. Das vapeurisierende Material hält zudem das Blue-Sign-Nachhaltigkeitszertifikat. Genäht wird in Europa. Seit Montag läuft die Kickstarter Kampagne zur Finanzierung der ersten Produktionsreihe. Neben dem branayama Still-BH zum Early Bird-Preis gibt es jede Menge exklusive limitierte Dankeschöns von Brands wie Les Marimères, OZN Vegan, Vote Coffee Berlin, dem Berliner Deli & Bistro Hinterland, Interior-Designerin Doreen Schumacher, Künstlerin Sofia Salazar und dem Design-Label We Are Studio Studio.
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branayama nursing bra Crowdfunding-Kampagne | kickstarter.com/branayama | FOTO: Victoria Kämpfe

Große Kunst von kleinen Leuten

Kritzeleien für die Ewigkeit: Der Berliner Künstler und Papa Claudius Hausl fertigt mit viel Hingabe und noch mehr Geschick großformatige Holzkollagen auf Grundlage von Kinderzeichnungen an. Damit verewigt er nicht nur persönliche Erinnerungen und Familienschätze, sondern bannt auch die unwiederbringliche Magie der Kindheit, in der sich Subjektivität und Objektivität vermischen für die Ewigkeit. Mit seinem Langzeitprojekt „Die Kritzelei“ schafft er einen Fundus an Objekten zwischen freier Lust an der graphischen Bewegung und dem Antrieb, die Welt absichtsvoll darzustellen. Um die Sammlung weiter wachsen zu lassen, können Eltern und Kinder ihre Zeichnungen mit einer kleinen Geschichte dazu teilen oder auch Auftragsarbeiten einreichen. Wer sich gleich selbst das Lieblingsbild aus dem Kinderzimmer als Kunstwerk an die Wand hängen möchte, kann sich über einen 50% Gutschein freuen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „KLEINMALEREI“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Die Kritzelei | diekritzelei.de | ab 540 € | FOTO: Claudius Hausl

Auf Crack!

Was haben Tokio und New York gemeinsam? Richtig: lecker! Wer sich auf den nächsten Foodie-Spaziergang durch Berlin begibt sollte sich schnurstracks Richtung Crackbuns in der Auguststraße aufmachen. Dort gibt es süchtig machende Miniburger mit fluffigen Buns und wahlweise Bio-Rindfleisch, Hähnchen oder Garnelen mit unter anderem Wasabi, Koriander und süßer japanischer Soße. Außerdem und überhaupt: Mochi-Mochi-Fries, knusprigweiche Pommes in Überlänge, in Ingwer, Knoblauch und Sojasoße marinierte Chicken Bites sowie japanischer Gurkensalat mit Chili und Algen. Für die häppchenweise Gönnung werden die handlichen Burger stets als sogenannte Sliders im Zweierpack serviert. Wer von den frisch gebackenen Buns nicht genug bekommt, kann sie sich zum Nachgang auch als Dessert gefüllt mit Yuzu und Maracuja oder Schokolade bestellen. Only in…äh…Berlin!
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Crackbuns | Auguststraße 63, 10117 Berlin | Mo-So 17-22.30 Uhr | crackbuns.com | FOTO: CRACKBUNS

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 16. Februar 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Marlene Sørensen

Journalistin Marlene Sørensen schreibt nicht ausschließlich, aber vor allem über Mode. Manchmal in Fünfzeilern auf Instagram, ausführlicher für Magazine wie Harper’s Bazaar, Zeitungen wie Berliner Zeitung oder Online auf ZeitOnline und ohhhmhhh.de. Gelegentlich werden ihre Gedanken zu Rocklängen und Schulterpolstern zu ganzen Büchern („Stilvoll“ und „Woher hat sie das?“). Sie lebt mit Mann und Sohn in Berlin. Als nächstes plant sie etwas Großes, der Aberglaube aber verbietet verfrühte Announcements (stay tuned!). Die kleinen Pläne dürfen wir allerdings verraten, als da wären: 15 Liegestütze am Stück schaffen, eine richtig gute Tarte Tatin backen und sich mit der Bedeutung des rückläufigen Merkurs auseinandersetzen.

Name: Marlene Sørensen
Alter: Höher als meine Schuhgröße
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: Kleiner als mein Alter
Lieblingswort: Eins reicht leider nicht. Bin manische Wortsammlerin und die drei habe ich diese Woche auf meine ewige Liste geschrieben: Goutieren, unumstößlich, porös.
Kontakt: @marlene_soerensen & marlenesoerensen.com

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß? Der Moment, wenn mir ein genialer letzter Satz einfällt und ich das denke, was sich mir beim Hinschreiben auf den letzten Satz oft entzieht: Ich kann’s!

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? In stürmischen Zeiten ruhig zu bleiben. Der Kiel meiner Eltern liegt noch tiefer im Wasser als meiner.

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Harry & Sally

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Der Küstenstreifen bei Horbelev an der Ostküste von Falster. Dort gibt es ein kleines Restaurant mit Blick aufs Meer und Zugang zum Strand. Ein Tag dort ist wie drei Wochen Urlaub. Ich weiß nicht genau, warum, aber das ist wohl die Magie daran.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Das Schicksal der Menschen in Moria.

Welche aktuell lebende Person würdest du gerne mal treffen und warum? Bruce Springsteen. Den würde ich auch ohne Grund treffen.

Wie würde dein perfektes Zimmer zum Leben aussehen? Es wäre ein Zimmer, das sich selbst aufräumt.

Berlin ist… Laut, bewegend, unperfekt. Zuhause.

Welches war das schönste Kompliment, das dir jemand einmal gemacht hat? Ich besuchte eine Lesung von David Sedaris und trug an dem Abend einen geblümten Seidenpyjama. Als ich zum Signieren meines Buchs vor ihm stand, sagte er: „Lustig. Ich habe den gleichen.“

Was würdest du gerne lernen, wenn weder Zeit noch Geld eine Rolle spielen würde? Vieles. Für den Anfang: mein Französisch verbessern.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Vieles. Für den Anfang: ein Schulsystem, in dem kein Kind durchs Raster fällt.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? White Chocolate Cheesecake von Nigella Lawson. Ich mag Gerichte, die aufwendiger schmecken als sie in der Zubereitung sind.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich arbeite seit über 20 Jahren als Journalistin und benutze zum Tippen noch immer nur vier Finger.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie schreibt man das ø im Nachnamen? Tastenkombination alt + o.

Das letzte Wort: Keine Ahnung. Verdammt, bin wohl doch nicht genial.

FOTO: Marlene Sørensen

Den Finger in der Wunde

Ein Buch, das nicht nur zum internationalen Bestseller wurde, sondern auch Massenproteste in Korea auslöste: „Kim Jiyoung, geboren 1982″. Der feministische Roman stammt von Cho Nam-Jo, die bereits während der #metoo-Debatte eine wichtige Rolle im ostasiatischen Raum einnahm. Das Buch erzählt aus dem Leben von Kim Jiyoung, die am Rande von Seoul lebt und ihren Job aufgibt, um sich um ihr Baby zu kümmern. So, wie man es von koreanischen Frauen erwartet. Doch bald entwickelt sie eine Psychose und vertraut sich einem Psychiater an. Sie spricht offen über Frustration, Unterwerfung und wie sehr ihr Leben immer wieder von männlichen Figuren bestimmt und überwacht wird. Die intensiven Gespräche werfen nicht nur stellvertretend einen Blick in die Gefühlswelt vieler Koreanerinnen, sondern erzählen auch von der Alltagsmisogynie, mit der sich Frauen weltweit konfrontiert sehen. Zur Vorbereitung und Recherche für ihr drittes Buch befragte die südkoreanische Autorin unzählige Frauen aus unterschiedlichen Altersgruppen, um Struktur und Symptome der patriarchalen Gesellschaft sichtbar zu machen. Wir verlosen zwei Exemplare dieses großartigen Romans. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „YOU TOO“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Kim Jiyoung, geboren 1982 | 18 € | kiwi-verlag.de/kim-jiyoung-geboren-1982 | FOTO: Verlag Kiepenheuer & Witsch

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 09. Februar 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Woman Walking in an Exotic Forest

Nachdem das Puzzeln wieder salonfähig gemacht wurde, kommt hier das nächste Drinnie-Hobby aus der Kategorie „Dinge, die wir als Kind gerne gemacht haben und die erstaunlich gut im Lockdown funktionieren“: Malen nach Zahlen für Erwachsene! Tascha und Kevin verschaffen mit imitart dem beliebten Malkit ein Revival, fernab von Delfinen, Südseepalmen und Hundewelpen. Stattdessen gibt es bekannte Motive aus der Kunst Historie von Henri Rousseau, Gustav Klimt und Edvard Munch zum Selbstausmalen nach Anleitung. Man muss schon eine kleine Portion Geduld mehr mitbringen, um die komplexen Kunstwerke zum Leuchten zu bringen, dafür kann man aber auch zwischen verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen. In den Sets finden sich neben der Malvorlage hochwertige Acrylfarben in wiederverschließbaren Töpfchen, verschiedene Pinsel sowie eine Malunterlage. Alle DIY-Kits werden in Berlin handgefertigt und schlagen natürlich jede gekaufte Kunstkopie aus dem Möbel-Discounter. Was wohl passiert, wenn man so gut malt, dass man dem Original zu nahe kommt…? Findet es heraus: Wir verlosen drei große Bilder von „Woman Walking in an Exotic Forest“ (Henri Rousseau – 1905) im Wert von je 36,50 EUR. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MALZEIT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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imitart | ab 26,50 € | malennachzahlenshop.de | FOTO: Ulrich Hartmann

Liebes Tagebuch…

Zwischen Homeschooling und veränderten Lebensrealitäten möchte das HappySelf Journal Heranwachsenden einen Moment der Ruhe und Selbstreflexion schenken. Tag für Tag. Inspiriert von ihren eigenen Kindern, entwickelte Francesca Geens zusammen mit Expert*innen aus dem Bereich Psychologie und Erziehung ein Tagebuch in zwei Varianten. Das erste richtet sich speziell an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, das zweite an Teenager und junge Erwachsene. Mit altersgerechten Übungen und Fragen soll der eigene Gefühlszustand spielerisch eingeordnet und Begriffe wie Glück, Achtsamkeit und Dankbarkeit verinnerlicht werden. Dazu gibt es kurze Absätze mit Tipps und Tricks, wie man positive Gewohnheiten entwickelt und den eigenen Alltag am besten meistert. Gleichzeitig soll mit dem täglichen Journaling auch die Konzentrationsfähigkeit gesteigert und bewusste Offline-Pausen eingeschoben werden. Wir verlosen je ein Tagebuch für Kinder und eines für Jugendliche. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „SLEAP, EAT, WRITE, REPEAT“ und eurer favorisierten Variante an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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HappySelf Journal | 24,90 € | happyselfjournal.com | FOTO: HappySelf Journal

André Gießelmann

André Gießelmann gründete bereits während seines Studiums das kleine feine Sports- und Streetwearbrand Mojo of the Hoods. Jedes Teil wurde über sieben Jahre individuell von Hand gepinselt, mittlerweile wird die exklusive Streetwear nachhaltig in Europa produziert. Seit über zehn Jahren lebt André in Hamburg City und betreibt neben dem Onlineshop mojostore.de auch den Mojo Store auf der Schanze. Außerdem entwickelt er zusammen mit seinen Partnern individuelle Fashion-Konzepte für verschiedene Brands und Unternehmen. Eigentlich ist er ein ziemlicher „Eigenbrötler“ und bearbeitet gern mal Puzzles mit über 2000 Teilen. Eigentlich, denn wenn seine Traumfrau Anna oder die Mojo Family in der Nähe sind, kennt er nichts anderes mehr. Ach so, hat vielleicht noch jemand einen Sandwichmaker über? Kontakt siehe unten.

Name: André Gießelmann
Alter: 37
Wohnort: Hamburg City
Beruf: Eigenbrötler, Mojo Dude
Schuhgröße: 42 (hab auch eher rundliche Füße….so wie Hufe)
Lieblingsfarbe: Orange
Kontakt: info@mojostore.de

Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich? Eine Entwicklung der Marke zu erkennen & weiter Spaß an meiner Arbeit zu haben. Zudem mit vielen tollen Menschen zu arbeiten und neue Leute kennenzulernen.

Was kannst du besser als alle anderen? Gar nichts – sonst hätte ich mich aber früher sehr gerne bei „Wetten, dass..?“ gemeldet. War ein großer Fan der Unterhaltungsshow am Samstagabend.

Was war die härteste Arbeit, die du je gemacht hast? Uff…das ist schwierig. Spontan: Ich habe mal drei Monate im Monkeyland in Südafrika gearbeitet. Dort hat es mir der Gibbon Bruni nicht so leicht gemacht. Aber unter harter Arbeit verstehe ich z.B. Berufe in den Altenheimen, im Pflegesektor, Putzkräfte, im Straßenbau etc. … Da gibt es so viele Berufe und auch ehrenamtliche Arbeit, die wirklich hart ist und wovor ich einen riesigen Respekt habe.

Die beste Erfindung der letzten 100 Jahre? Der Sandwichmaker.

Was fasziniert dich? Die Natur und die Tierwelt. Ich schaue mir jede Woche neue Natur- und Tierdokus an und bin immer wieder verzaubert. Bin aber auch immer wieder mit „unnützem Wissen“ zu begeistern.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Berge… liebe ich. Egal zu welcher Jahreszeit.

In welcher Beziehung bist du ein Spießer? Pünktlichkeit.

Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen? Für BVB-Spiele.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Werde Lehrer, meen Jung.

Hamburg ist… Abends vorm Mojo Store mit Freunden einen leckeren Martini Sun zu trinken.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Social Media mit einem Knopf ausschalten. Fände es super interessant, wie es dann weitergeht. :)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Älplermagronen.

Was sollte niemand von dir wissen? Aktuell besitze ich keinen Sandwichmaker.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Lieblingspizza? – Quattro Formaggi.

Das letzte Wort: Ich freue mich über euren Besuch im Mojo Store. Lecker Helbing ist immer kalt gestellt.

FOTO: Anna Rieckmann

Sounds like Roskilde

Stell dir vor, du bist für die große Bühne geboren! Du schreibst Musik, gehst ins Tonstudio, nimmst deine erste Platte auf. Du willst auf Tour gehen, endlich! Und dann das. Die Corona-Pandemie hat vielen Newcomer-Bands, die kurz vor ihrem Durchbruch standen, erstmal den Stecker gezogen. Konzerte gibt es wenn dann nur noch per Livestream aus dem heimischen Wohnzimmer. Auf den Bühnen und Brettern, die die Welt bedeuten, ist es still geworden. Eine der wichtigsten Plattformen für aufstrebende Künstler*innen und Bands ist seit 50 (!) Jahren das Roskilde Festival in der Nähe der gleichnamigen dänischen Stadt. Wie so ziemlich jedes Großevent wurde auch das Festival im letzten Jahr abgesagt. 45 aufregende neue Bands verloren damit die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren. Ein Unding, finden die Macher*innen, und entwickelten die Initiative Sounds like Roskilde um die Class of 2020 ins verdiente Rampenlicht zu rücken. Auf der dazugehörigen Website kommen alle Acts in Wort, Bild und vor allem Ton zum Zug. Es gibt eine limitierte Vinyl-Box (gerade ausverkauft), ein Listening Booth, Band-Profile und vor allem eine Konzert-App über die ihr euch mithilfe von Augmented Reality spannende Acts wie Rune Bagge, Greta, Tuhaf und Ydegirl gefühlsecht auf die Heimatbühne holen könnt.
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Sounds like Roskilde | roskilde-festival.dk/sounds-like-roskilde | FOTO: Roskilde Festival

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 02. Februar 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Next level Gassi

Allen, die ihren Bewegungsradius vergrößern, das eigene Spazierverhalten upgraden und einen bellenden Vierbeiner zuhause haben, sei das wunderbare Buch „Walking Wild – Berlin mit Hund“ von Livia Ritthaler ans Herz gelegt. Auf 216 Seiten verrät die Autorin ihre Lieblingsplätze für ausgedehnte Spaziergänge und Ausflüge mit hundefreundlichen Übernachtungsmöglichkeiten in Berlin und Brandenburg. Das Buch enthält jede Menge tolle Bilder und ein eigenes Kapitel zum Thema Leinenpflicht, Hundeführerschein und Zeckenschutz. Wir verlosen zwei Exemplare für den nächsten Ausflug. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „WAU!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Walking Wild – Berlin mit Hund | 24 € | thegentletemper.com/walking-wild | FOTO: The Gentle Temper/Livia Ritthaler

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 02. Februar 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Phenix K.

Als Phenix vor einigen Jahren als PR-Managerin bei uns arbeitete, stand auf ihrer Visitenkarte noch ein männlich assoziierter Vorname. Ihren Transformationsprozess hat sie öffentlich über Social Media dokumentiert und ist damit zur Inspiration für tausende Menschen geworden, die sich intensiv mit ihrem wahren Selbst, ihrer geschlechtlichen Identität und Genderfragen auseinandersetzen. Über 1,5 Millionen Aufrufe hatten ihre Videos bei TikTok, rund 300.000 Menschen verfolgten ihre IGTV-Beiträge. In ihrem Podcast “Freitagabend” wirft sie außerdem einen diversen Blick auf Weltgeschehen und Popkultur. Zu Gast waren u. a. Louisa Dellert, Anuthida Ploypetch, DariaDaria und Tarik Tesfu. ZEIT Campus wählte die junge LGBTQIA+ Aktivistin in die “30 unter 30” und für Focus ist sie eine der “100 Frauen des Jahres”. Grund genug mal genauer nachzufragen, zu Themen wie gendergerechte Sprache, Gefühlsausbrüchen und Bond-Girl-Outfits.

Name: Phenix K.
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: trans* / LGBTQIA+ Aktivistin, Model & Podcast Host
Schuhgröße: 38/39
Lieblingsfarbe: petrol
Kontakt: instagram.com/thisisphenix

Was ist das Beste an deiner Arbeit? Das Gefühl, etwas positiv zu verändern.

Wie machst du deine Themen so leicht zugänglich? Ich bin Teil eines Kinder- und Jugendbuchprojekts, das voraussichtlich im Sommer erscheint, für das ich die Themen mit möglichst idealer Wortwahl auf das Wesentliche runtergebrochen habe. Genau dieselben Sätze nutze ich nun auch im Umgang mit allen anderen Altersgruppen.

Gibt es die perfekte Sprache und wenn ja, was würde sie auszeichnen? Sie muss bereit für Veränderungen sein. Aber ist das nicht jede Sprache? Viel wichtiger ist also das Mindset derer, die sie nutzen. Wenn Menschen der Überzeugung sind, dass diskriminierende Ausdrucksweisen Kulturgut seien und sie allgemein Veränderungen überfordern, dann läuft da etwas schief und nicht bei der Sprache an sich.

Team Sternchen, Team Binnen-I oder Team Doppelpunkt? Team Sternchen; aber wir spielen alle für den selben Verein.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Meine Hormone. Ich mache seit einigen Monaten eine Hormontherapie und schiebe seitdem alle Gefühlsausbrüche darauf.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Wenn ich vor einem Problem stehe kann ich es entweder ändern oder ich kann es nicht ändern. In beiden Fällen kann ich aufhören mir zu viele Gedanken zu machen.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Meine Schwester.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön: Sommervogel, dey/dem (die deutsche Variante des englischen they/them) und die Regel, dass Wortdopplungen offiziell als Steigerung der Intensität eines Wortes anerkannt werden.

Welches war das schönste Kompliment, das dir jemand einmal gemacht hat? „Du hast keine nervige Eigenschaft.“

Wo fühlst du dich zuhause? Berlin.

Was wirst du niemals vergessen? Nie Ohne Seife Waschen.

In welchem Film hättest du gern mitgespielt? Ich wäre gern Bond Girl.

Du darfst nur ein Teil aus deinem Kleiderschrank retten. Wofür entscheidest du dich? Mein Bond Girl Outfit. Wer weiß, wann der Anruf kommt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde Menschen weniger egoistisch machen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Vegane Lasagne.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich manchmal rauche, obwohl ich mich dafür loben lasse, aufgehört zu haben.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo ist Süden auf dem Kompass?

Das letzte Wort: Cheers!

FOTO: privat

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. Februar 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

In your face

Weniger ist mehr! Wer sich von überfüllten Drogerieregalen genauso überfordert fühlt wie von endlosen Listen an Inhaltsstoffen, sollte mal in das vorbildlich aufgeräumte Badeschränkchen von STOP THE WATER WHILE USING ME! reinschnuppern. Die Hamburger Naturkosmetikmarke lancierte kürzlich ihre erste Gesichtspflegeserie, die ganz minimalistisch mit nur vier Produkten die komplette Pflegeroutine aufmischt – von der Reinigung und Maske bis hin zur Creme für verschiedene Hauttypen. Alle Produkte sind nachfüllbar, CO2-neutral und basieren auf 100% natürlichen und veganen Inhaltsstoffen wie Petersilie oder Grünkohl. Für eine gute Performance reihen sich dazu hochwertige Wirkstoffe wie Hyaluronsäure oder reichhaltige Bio-Öle aus Borretsch, Aprikose und Mohn. Wichtiger Gedanke dahinter: Mit wirkungsvollen Multi-Benefit-Produkten viele Fläschchen und Tiegel ersetzen, um langfristig weniger Abfall zu produzieren. Die neue Linie vertritt die für das Label typische klare Haltung und erinnert bei der täglichen Pflege mit unmissverständlicher Message an den Schutz unserer kostbaren Ressource Wasser. Zusätzlich spendet jeder Kauf automatisch an die weltweite Wasserinitiative GOOD WATER PROJECTS. Wir verlosen einmal die Maske plus Refill und einmal die Rich Face Cream plus Refill. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚IN YOUR FACE!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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STOP THE WATER WHILE USING ME! Skincare | ab 4 € | stop-the-water-while-using-me.com/face | FOTO: Stop the water while using me!

Smartes Wachstum

Überfüllt, trocken, überwässert, tot – Basilikumtöpfchen aus dem Supermarkt haben es nicht leicht. Im Netz finden sich neben unzähligen Überlebenstipps auch die eine oder andere Verschwörungstheorie zu ihrer Haltbarkeit. Oder besser gesagt zu ihrer Nicht-Haltbarkeit. Damit die Kräuter nicht zum ewigen Wegwerfprodukt mutieren, hat BerlinGreen einen smarten Indoor-Garten entwickelt. Die sogenannte GreenBox hilft dabei, frische Kräuter und Salate in der eigenen Wohnung anzubauen – unabhängig von Pflanzenskills, Lichtverhältnissen oder Jahreszeit. Der kompakte und pestizidfreie Garten wird mit einer App verbunden, kann bis zu acht Pflanzen gleichzeitig beherbergen und versorgt diese nahezu automatisch mit allem, was sie zum Wachsen benötigen. Ein integrierter Wassersenor meldet aufs Handy, wann es Zeit ist die Tanks zu befüllen oder sich an die Ernte zu machen. Durch die LED-Technologie bekommen Basilikum, Rucola, Chilis und Konsorten ausreichend Licht – auch an dunklen Stellplätzen. Wir verlosen eine GreenBox der limitierten Vitality Edition. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „AUF GEDEIH UND ERWERB“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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BerlinGreen | 179 € | berlingreen.com | FOTO: BerlinGreen

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 26. Januar 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Anna Terschüren & Martin Eckardt

How to make Altersvorsorge suck less: Anna und Eddy sind die beiden Geistesblitze hinter dem Finanz-Blog LazyInvestors. Eddy war acht Jahre lang als Produktionsingenieur bei der Tagesschau und kümmerte sich darum, dass diese bildtechnisch sauber über den Äther ging. Außerdem ist er Erfinder der krümellosen Brotsuppe, einer nachhaltigen, minimalistischen Geldbörse und des Quagels. Anna hat ein faible für Zahlen. Vor LazyInvestors war sie Vice President Finance beim Start-Up Jimdo. Ihr Hip-Hop-Name ist Big Anna und aktuell lernt sie mit großer Begeisterung Spanisch. Von! Mexico! Aus!

Name: Dr. Anna Katharina Terschüren / Eddy Cool (unter Freunden Eddy Spaghetti)
Alter: 37,52 / vergessen
Wohnort: Theoretisch Hamburg / Aktuell noch die Erde, vielleicht bald auch der Mars
Beruf: Zahlenfrau / Ändert sich täglich, aber oft was mit Finanzen
Schuhgröße: 40/41 / Die, die immer ausverkauft ist – 43
Lieblingsfilmzitat: A bigger part of your existence is luck than you’d like to admit. Christ, you know the odds of your father’s one sperm from the billions, finding the single egg that made you. Don’t think about it, you’ll have a panic attack. / Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!
Kontakt: info@lazyinvestors.de / lazyinvestors.de

Fasse die Idee von LazyInvestors in einem Satz zusammen:
Anna: Wir helfen Leuten dabei, sich mit ihren Finanzen wohlzufühlen. Dabei geht es insbesondere um das Thema Altersvorsorge, denn das ist (zumindest vordergründig) der größte Schmerz der Leute mit Blick auf das liebe Thema Geld.
Eddy: Entertainment im Finanzbereich – Altersvorsorge und finanzielle Bildung optimiert auf maximale Spaßbefreiung.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich?
Anna: Täglich! Natürlich freu ich mich über die Interaktion mit unseren Kurs-Teilnehmern und Bloglesern. Richtig glücklich bin ich aber auch, wenn ich alleine an etwas rumbasteln kann, zum Beispiel wenn ich einen Rechner programmiere oder Prozesse aufsetze.
Eddy: Dann, wenn ich sie mir selbst aussuchen kann – also fast immer.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast?
Anna: Nur mit der totalen Akzeptanz seiner eigenen Gefühle kommt man weiter. Man kann nicht dauerhaft über irgendetwas drüberbügeln. Ein Gefühl hat immer einen guten Grund und wenn man diesen kennt, können sich Dinge auch verändern.
Eddy: Nichts ist so schlimm wie es sich gerade anfühlt!

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?
Anna: Wie man selbstständig seine Altersvorsorge auf die Reihe kriegt.
Eddy: Spielekonsolen von den 80ern bis heute.

Was war früher dein liebstes Schulfach?
Anna: Mathe.
Eddy: Fangfrage?

Wer kennt dich wirklich?
Anna: Eddy.
Eddy: Anna und unser Dackel Ben (leider verstorben).

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute?
Anna: Mein Bruder. Jetzt Derek Sivers.
Eddy: Super Mario.

Was macht dich richtig zufrieden?
Anna: Gemeinschaft.
Eddy: Anna und Essen.

Was wirst du niemals vergessen?
Anna: Das weiß ich nicht. Ich kann nicht in die Zukunft schauen.
Eddy: 753 Rom springt aus dem Ei – ich hoffe, es ist mir irgendwann wirklich nützlich, sonst werde ich echt sauer.

Eddy, beschreibe Anna in einem Satz:
Die beste Person, um das Leben auf der Erde zu verbringen. Mal sehen, wer es auf dem Mars ist.

Anna, beschreibe Eddy in einem Satz:
Eddy ist mein Seelenverwandter.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Anna: Ich würde gerne den Staatsapparat drastisch reduzieren und den Menschen zu mehr Eigenverantwortung verhelfen.
Eddy: Dass Hosen standardmäßig in 30er Längen verkauft werden und ich nicht nachträglich noch zum Schneider rennen muss, das wäre schön.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Anna: Thai-Curry.
Eddy: Kichererbsen-Tacos mit Tofu Poblano, Guacamole und dem ganzen Salsa-Gedöns da. Wenn ihr nett seid, gibt’s vielleicht auch Nachtisch.

Was sollte niemand von dir wissen?
Anna: Mir fällt nichts ein, was nicht wenigstens ein paar Leute wissen. Ich denke, ich steh mittlerweile zu allem.
Eddy: Wieder eine Fangfrage? Ist das seriöser Journalismus? Schon mal was von DSGVO gehört?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Anna: Für welchen guten Zweck setzt du dich ein?
Eddy: Wie viele Bananenpunkte ich bei Donkey Konga habe. Das ist ja eigentlich, was die Leute wissen wollen, aber na gut.

Das letzte Wort:
Anna: Alles wird gut!
Eddy: Habe ich. Danke!

FOTO: LazyInvestors

Aufschrei der Jugend

„Wir sind hier! Wir sind laut! Weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Die Rufe der “Fridays for Future”-Bewegung wurden durch die Corona-Zwangspause leiser, haben an ihrer Dringlichkeit jedoch nicht eingebüßt. Mit den Lockdown-Regelungen und Demo-Verboten verlagerten sich die Proteste von tausenden Schülerinnen und Schülern von der Straße ins Netz. Doch auch da werden die Schlagzeilen von den aktuellen Geschehnissen überrannt, die Klimakrise vorerst vertröstet. Die Filmemacherin Kathrin Pitterling begleitet seit Anfang 2019 verschiedene Protagonistinnen und Protagonisten in Berlin. In ihrem Film „Aufschrei der Jugend“ ergründet sie Ziele und Botschaften und gibt darüber hinaus Einblicke in die verschiedenen Lebenswelten der Jugendlichen. Die Sammlung an Bildern und Meinungen dokumentieren die Gefühlslage einer Generation, die sich Woche für Woche mit ihren konkreten Forderungen an die Politik wendet. Der Film geht der Frage nach, was die Pandemie mit dem Engagement dieser Jugendlichen macht und welchen Einfluss Corona auf die gesamte Bewegung hat. Prädikat: sehenswert wegen morgen.
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Doku: Aufschrei der Jugend | daserste.de/aufschrei-der-jugend | FOTO: Markus Spiske/Unsplash

Body Politics

Homeoffice, Bewegungseinschränkung, Couchpotatoeism – als im letzten Jahr immer mehr Memes und „lustige“ Sprüche rund um den After Corona Body die sozialen Netzwerke fluteten, wurde es Melodie Michelberger zu bunt. Die stilsichere Hamburger Body-Positivity-Aktivistin mit dem wetterfesten Pony hatte die vermeintlichen Witze und Bodyshaming-behafteten Tipps zur makellosen Lockdown-Figur einfach satt. Mal wieder. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit der Idee vom perfekten Körper und damit, welche Auswirkungen gesellschaftlich tolerierte Schubladen und zweifelhafte Schönheitsideale auf Millionen Frauen und Mädchen haben. In „Body Politics“, ihrem ersten Buch, äußert sie sich nun auch außerhalb von Instagram und Podcasts zu dem Thema. Und wie! Es geht um geplatzte (Selbst-)Vorstellungen, den wachsenden Druck zur Selbstliebe und schließlich ganz viel um Akzeptanz. Es geht darum, wie Frau am besten gegen gängige Schönheitsideale rebelliert und sich dabei in ihrer Haut wohlfühlt. Ohne Zeigefinger und Ratgeberphrasen. Höchste Zeit? Höchste Zeit. Wir verlosen zwei druckfrische Exemplare von „Body Politics“. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „BRAINFOOD“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Body Politics | 18 € | rowohlt.de | FOTO: Rowohlt Polaris