Eva Biringer

Ist Alkohol trinken zu einem werblichen Emanzipationsmechanismus verkommen? Eva Biringer schreibt in ihrem ersten Buch „Unabhängig – Vom Trinken und Loslassen“ nicht nur autobiografische Zeilen, sie nimmt die politische Situation unter die Lupe und entwirft dabei ein Plädoyer für ein nüchternes Leben. Was wir noch über Eva Biringer erzählen sollten? Sie kennt so gut wie alle Hunderassen (obwohl sie allergisch gegen Hunde ist) und würde uns ein italienisches Menü kredenzen, zu dem wir uns jederzeit gerne selbst einladen möchten. Das letzte Wort in unserem 2-Minuten-Interview beschreibt die freie Journalistin und Autorin wie wir finden am besten: cool.

Name: Eva Biringer
Alter: 32
Wohnort: Wien und Berlin
Beruf: Freie Journalistin und Autorin
Schuhgröße: 39
Lieblingswort: Rosa
Kontakt: evabiringer.de & instagram.com/evaperla

Beschreibe dein neues Buch in einem Satz: Besonders junge, ambitionierte und selbstbestimmte Frauen trinken heute mehr Alkohol als je zuvor, und zwar, weil ihnen das Trinken als Emanzipation verkauft wird.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Sehr oft – wenn ich eine neue Idee habe und beginne sie aufzuschreiben, wenn ich lese, wenn ich interessante Gesprächspartnerinnen treffe, wenn ich reisen und neue Restaurants entdecken kann.

Was war dein allererster Job? Kellnern in einem Tapasrestaurant – hat leider nicht so gut geklappt.

Was findest du an dir richtig gut? Meine Strukturiertheit und Begeisterungsfähigkeit.

Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest? Mohnkuchen mit alkoholfreiem Rum backen.

Woran solltest du mal sparen? Manchmal an Kritik – wobei, ist nun mal mein Job.

Was ist das Wort deiner Kindheit? Püppi, so nannte mich meine Mutter.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Berge im Nebel.

Meer oder Berge? Siehe letzte Frage.

Was ist das Peinlichste, was man von dir im Internet findet? Streetstylefotos aus Freiburg (Nerdbrille, Stil-vor-Talent-Jutebeutel).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Menschheit hört auf sich zu ghosten und Minderheiten zu unterdrücken und isst ausschließlich Bio-Lebensmittel.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Jetzt im Sommer ein italienisches Menü: Caponata, Cacio e pepe, Tiramisu. Dazu eine alkoholfreie Getränkebegleitung mit Kombucha, Shrub und No-Groni.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich als erklärte Feministin keine IKEA-Möbel zusammenbauen kann.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Dürfen wir beim IKEA-Möbel-Aufbauen helfen?

Das letzte Wort: Hab das ich? Okay, cool.

FOTO: Florian Reimann

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. Juni 2022 | Tags: , , Keine Kommentare

Nach dem Beep

Gästebücher auf Partys sind toll – keine Frage. Aber irgendwie schreibt man doch immer das Gleiche rein oder vergisst es im Laufe des Abends komplett. Da kommen jetzt Alexandra und Phillip um die Ecke und haben alte Bundespost-Telefone im Gepäck. Ja genau: die mit der Wählscheibe. Diese wurden umgebaut und dienen nun als Audio-Gästebuch. Kein Was-schreibe-ich-denn-bloß, Wie-geht-nochmal-meine-Schönschrift oder Wo-zur-Hölle-ist-der-Stift, sondern einfach nur Hörer abheben und losreden. Pro Telefon haben die Gäst*innen zwölf Stunden Zeit, um den Gastgeber*innen etwas Schönes zu erzählen, zu singen, ein Gedicht vorzutragen et cetera pp. Klingt unkompliziert, oder? Das ist es auch, denn das Telefon kommt ohne Strom, WLAN oder Telefonanschluss aus, kann daher easy von Tisch zu Tisch gereicht werden und wird zu euch nach Hause gesendet. Nach der Feier geht es dann zurück und ihr bekommt die Daten mit allen Nachrichten. Eine persönliche Ansage von euch kann im Vorfeld natürlich auch draufgespielt werden. Wir verlosen einen Gutschein für eine Nutzung im Wert von 250 Euro (einzulösen ab 2023). Schreibt dazu eine Mail mit dem Betreff „BEEP BEEP BEEP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Nach dem Beep | 250 € | nach-dem-beep.de | FOTO: Nach dem Beep

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 29. Juni 2022 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Klär mich auf!

Wie war das noch gleich mit den Bienchen und den Blümchen…? Aber vor allem: Brauchen wir diese verblümte Sprechweise überhaupt noch, um den Kids von heute und den Kids von morgen Fragen rund um Körper, Liebe und Sexualität beantworten zu können? Katharina von der Gathen geht in ihrem Buch „Klär mich auf“ dem Wissensdrang von Grundschulkindern nach und spricht nicht um den heißen Brei herum, sondern fasst mitten rein. Was Kinder wirklich wissen wollen hat die Sexualpädagogin während verschiedener Aufklärungsprojekte in Grundschulen gesammelt: „Wie groß ist die Gebärtmutter?“ und „Warum haben Jungen hinter dem Pimmel Säke?“ Jede der 101 Fragen kommt wie gelesen direkt aus den Kinderköpfen und wurde in einem aufgestellten Briefkasten in den Klassenzimmern anonym gesammelt und nun abgedruckt. Neben den Antworten führen Anke Kuhls Zeichnungen durch das Buch und sorgen dabei für die richtige Portion Lern- und Lesespaß. Wir stellen fest: Von den Kleinen lernen die Großen, und wir alle lernen nie aus! Ihr könnt zwei der Aufklärungsbücher gewinnen. Schreibt uns mit dem Betreff „SCHLUSS MIT BIENCHEN UND BLÜMCHEN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de, um im Lostopf zu landen.
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Klär mich auf | 15 € | klett-kinderbuch.de/klaer-mich-auf | FOTO: Klär mich auf von Katharina von der Gathen und Anke Kuhl, Klett Kinderbuch 2014

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 29. Juni 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Gesprächsbedarf

Lässt sich wunderbar drüber diskutieren: Kunst! Auch beim Teambuilding setzen die beiden Kunsthistorikerinnen Annika Landmann und Lina Scheewe auf Leinwand statt Bildschirm. Mitten während der Pandemie und zur Homeoffice-Hochzeit haben die beiden „Arteams“ gegründet, um die Kommunikation in kleinen Teams und größeren Unternehmen auf eine andere Ebene zu bringen. Mithilfe von verschiedenen Methoden werden Perspektivwechsel und Reflektionsprozesse angestoßen, die über einen schönen gemeinsamen Ausflug hinaus gehen. Anders als im gewohnten Arbeitsumfeld eröffnen sich beim Betrachten von Kunstwerken ganz neue Gespräche und Interaktionen. Im besten Fall wandert die frisch getankte Kreativität vom Museum natürlich zurück an den Schreibtisch. Wir verlosen einen Impulsworkshop à 90 Minuten in einem Hamburger Museum für ein Team mit bis zu zehn Personen. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „KUNST IST SCHOKOLADE FÜR DEN KOPF“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Arteams | Preis nach Absprache | arteams.de | FOTO: Arteams

Art Creates Water

Kunst und Wasser verbinden Menschen. Das zeigt die Millerntor Gallery vom 23. bis 26. Juni in Hamburg. Das 10-jährige Jubiläum nehmen Viva con Aqua ARTS, Viva con Aqua de Sankt Pauli e.V. und der FC St. Pauli zum Anlass, ein Kunst-, Musik- und Kulturfestival auf die Beine zu stellen, auf dem 100 Künstler*innen, 600 Kunstwerke und 50 musikalische Acts in satten 40 Stunden die Sinne schärfen. Das viertägige Event lädt unter dem Motto „ART CREATES WATER“ zum inklusiven Austausch ein und schenkt weiblichen und non-binären Künstler*innen eine Plattform für mehr Sichtbarkeit, mit der Kunst und Wissen gemeinschaftlich co-kuratiert werden. Hier greift ganz klar das zweite Motto des Festivals: „TOGETHER WE FLOW.“ Die Einnahmen aus dem Kunstverkauf gehen an das Viva con Aqua Südafrika-Projekt WASH Bus NINA AMANZI in Kapstadt, das obdachlosen Menschen Zugang zu sanitären Anlagen ermöglicht. Um das Bewusstsein für Wasserknappheit und Wasser als wertvolle Ressource unseres Planeten zu stärken, finden außerdem Workshops mit der Mission „ALL FOR WATER – WATER FOR ALL“ statt.
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Millerntor Gallery | 23.-26.06.2022 | Millerntor Stadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg | ab 10 € | millerntorgallery.org | FOTO: Martin Dorsch & Peter Kaden by Mike Schaefer

Swantje van Uehm

Verantwortungsvolles Unternehmerinnentum, nachhaltiger Lifestyle und hochwertige Kosmetik? Das passt für Swantje van Uehm sehr gut zusammen. Die „Die Höhle der Löwen“-Teilnehmerin hat 2017 mit einem Sackerl voll Expertise und Visionen NUI Cosmetics gegründet. Eine vegane Kosmetikmarke, die auf Natürlichkeit setzt. In unserem 2-Minuten-Interview erzählt sie, wie ein einziges Beauty-Produkt den kompletten Look zaubert und welche Farbe ihre Persönlichkeit am besten beschreibt. Wir lernen Swantje als leidenschaftlichen Menschen kennen und diese Eigenschaft ist mit großer Sicherheit ein Schlüssel ihres Erfolgs.

Name: Swantje van Uehm
Alter: 34
Wohnort: Berlin
Beruf: Founder & Managing Director NUI Cosmetics
Schuhgröße: 36
Lieblingsfilmzitat: „Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, musst du mit anderen zusammen gehen.“
Kontakt: linkedin.com/swantje-van-uehm & info@nuicosmetics.com

Beschreibe NUI Cosmetics in einem Satz: NUI Cosmetics ist für alle, die komplett veganes und natürliches Make-up tragen möchten, das so funktioniert wie konventionelle Produkte.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn wir Meilensteine in Sachen Nachhaltigkeit und Performance erreicht haben und die Kund*innen mit unseren Produkten happy sind.

Welche Farbe würdest du wählen, um dich selbst zu beschreiben? Und warum? Grün, denn diese Farbe steht für Natur. Ich bin in Thüringen aufgewachsen und sehr gerne in der Natur. Grün steht aber auch für Hoffnung. Ich versuche in herausfordernden Situationen immer etwas Positives zu finden und nie aufzugeben. Außerdem steht die Farbe für Harmonie und ich bin sehr harmoniebedürftig.

Du darfst nur noch ein Beauty-Produkt nutzen. Welches ist es? Cream Blush, da es ein 3-in-1 Produkt ist. Man kann in ein paar Sekunden einen kompletten Look zaubern. Man trägt ihn auf die Lippen, Augen und Wangen auf.

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Absolut beides. :-) Im Business entscheidet zwar immer der Kopf, aber man sollte auf sein Bauchgefühl hören.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Dass ich denjenigen wirklich wahrnehme.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich habe dieses Jahr einen klassischen Tanzkurs gemacht.

Wer war der*die Held*in deiner Kindheit und wer ist es heute? Jeder, der seine Träume verwirklicht.

Deine Regeln für eine erfolgreiche Party: Ich habe keine Regeln. Die besten Parties entstehen, wie ich finde, immer spontan.

Berlin ist… wunderbar.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ganz klar, oder? :-) Ich würde jeden ermutigen auf natürliche und vegane Kosmetik umzusteigen. Und ich würde den Begriff Naturkosmetik schützen lassen, denn das ist er bis dato nicht und so könnte man Greenwashing besser bekämpfen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pasta, da ich ehrlich gesagt kein Profikoch bin. ;-)

Was sollte niemand von dir wissen? Wen ich es jetzt erzählen würde, würde es ja doch jeder wissen :-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Natürlich an welchen neuen Produkten wir gerade arbeiten, denn es wird sehr spannend. :-) Und wie die Zukunft der Clean Beauty aussieht? Hier wird der Fokus nämlich viel mehr auf veganen Produkten liegen.

Das letzte Wort: Mach das was du tust mit Leidenschaft.

FOTO: Patrycia Lucas

Gute Reise!

Für unterwegs und zuhause: Die kindergerechte App aumio ist die sanfte Reisebegleitung ins Schlummerland. Sie hilft Kindern dabei, nach Stress und Aufregung wieder runterzukommen und zu entspannen. Dafür hat Psychologe und Achtsamkeitstrainer Jean Ochel samt Team eine Meditations- und Entspannungsapp entwickelt, die ganz spielerisch die mentale Gesundheit von Kindern fördern soll. Zusammen mit einem außerirdischen Wesen begeben sich die Nutzer*innen auf eine Reise durch das aumioversum und den eigenen Gefühlskosmos. In den verschiedenen Galaxien erwartet die Kinder verschiedene Achtsamkeitsübungen und Einschlafgeschichten. Auf der Langzeitstrecke sollen so nicht nur Schlaf und Konzentration verbessert, sondern auch das Selbstbewusstsein gestärkt werden. Damit die Bildschirmzeit so gering wie möglich ist, ist der Großteil der Übungen auditiv und zeitlich beschränkt. Die genderneutrale und werbefreie App richtet sich vor allem an kleine Weltraumfahrer*innen zwischen sechs und zwölf Jahren und wird teilweise von Krankenkassen übernommen. Wir verlosen zwei Jahresabos für euren Testflug. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚Major Tom‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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aumio | 59,90 € pro Jahr | aumio.de | FOTO: Felix Noller

Papperlapapp

Keine Angst, die wollen nur spielen! Romy Boesveldt und Ilya Yashkin laden mit Studio ROOF auf eine abenteuerliche Reise mit leuchtenden Libellen, handzahmen Hummern und überdimensionalen Schmetterlingen ein. Das Designduo aus Amsterdam gestaltet kreative Landschaften aus Pappe und regt damit unsere Fantasie an. Die Tiere, Blumen und Masken werden aus recyceltem Karton hergestellt und mit pflanzlicher Tinte bedruckt. Dabei entstehen nicht nur einzigartige Spielsachen, sondern auch dekorative Wandobjekte fürs eigene Zuhause. Die Designer*innen und Eltern von drei Kindern feiern mit ihren nachhaltigen Kartonkreationen die Natur in all ihren Farben und Formen. Sie möchten Kinder und Erwachsene wieder zum gemeinsamen Spielen motivieren – ohne viel Gedöns und dafür mit viel Fantasie. Neue Ideen werden deshalb immer vorab im Team getestet, am Liebsten in grünen Wäldern und fernab der Zivilisation. Und das seit über fünfzehn Jahren.
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Studio ROOF | ab 13,95 € | studioroof.com | FOTO: Studio ROOF

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. Juni 2022 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Einfamilienhaus, unterkellert

Eine Ausstellung in einem unterkellerten Einfamilienhaus in Mitte klingt jetzt erstmal nicht so fancy. Kenner*innen wissen allerdings sofort, was Sache ist: Es geht um die nicht zu übersehende Sammlung Boros in der Reinhardtstraße – eine der bemerkenswertesten Privatsammlungen in einer der spannendsten Galerien in Berlin und gleichzeitig ein umgebauter Hochbunker aus dem Jahr 1942, der in der Vergangenheit schon Obst- und Gemüselager oder Technoclub war. Immer für vier Jahre kuratieren Karen und Christian Boros und ihr Team eine neue Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst. #4 wurde gerade frisch eröffnet. Alicja Kwade, Kris Martins, Anna Uddenberg, Bunny Rogers oder Anne Imhof sind nur ein paar Namen der aktuell ausgestellten Künstler*innen und ein Besuch lohnt sich unbedingt. Karten müssen online vorbestellt werden und es gibt Führungen auf Deutsch oder Englisch. Tipp von uns: Vor dem Besuch die aktuelle „Alles gesagt“ Podcast-Folge mit Christian Boros hören!
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Sammlung Boros | Fr-So | Reinhardtstr. 20, 10117 Berlin | ab 10 € | sammlung-boros.de | FOTO: Boros Collection, Berlin © NOSHE

Martina Ponath

Aus Pulver Duschgel machen? Martina Ponath ist keine Zauberin. Okay, vielleicht ein wenig. Denn die Gründerin hinter dem Naturkosmetik Start-up FUTURE STORIES entwickelt innovative Pulver-zu-Gel-Produkte, die keine Kompromisse machen, wenn es um eine nachhaltige Zukunft geht. Im 2-Minuten-Interview erzählt sie uns von den Vorteilen ihrer Less Waste Haar- und Körperpflege, wir lernen, was das Wort „Anorak“ bedeutet, und Martina verrät uns, was niemand über sie wissen sollte.

Name: Martina Ponath
Alter: 35
Wohnort: München
Beruf: Founder & CEO von FUTURE STORIES
Schuhgröße: Kommt auf die Schuhe an.
Lieblingsfilmzitat: Ohne Dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals.
Kontakt: info@future-stories.com

Beschreibe deinen Führungsstil: Aktuell sind wir noch ein eher kleines Team, das sehr motiviert und engagiert ist. Das macht es mir sehr einfach. Ich würde meinen Führungsstil als kooperativ beschreiben – wobei auf meinem Schreibtisch eine „The Boss“ Tasse steht, die ich vom Team zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. ;)

Was war bis jetzt dein größter beruflicher Erfolg und warum? Die Gründung von FUTURE STORIES war sicherlich die größte persönliche Herausforderung und daher empfinde ich es auch als großen Erfolg, diesen Schritt gegangen zu sein.

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? Privat bin ich oft Gefühlsmensch, beruflich gewinnt aber immer der Kopf.

Die beste Erfindung der letzten 100 Jahre? Ich hätte jetzt spontan „das Internet“ gesagt – wobei es auch Momente gibt, da wünsche ich mir die Zeit ohne Smartphones etc. zurück.

Wie bist du aufgewachsen? In einem kleinen Dorf in Bayern, mit Blick auf viel Grün und die Berge.

Was macht dich richtig zufrieden? Wenn ich ein neu entwickeltes Produkt nach all der Arbeit fertig in meinen Händen halte.

Das glaubt niemand von dir: Ich habe mal für 5 € die Stunde Toiletten in einem Café geputzt.

Wo fühlst du dich zu Hause? In meiner kleinen Wohnung.

Was ist das schönste Wort in der deutschen Sprache? Puh, da kann ich mich nicht entscheiden! Welches Wort ich aber ganz komisch finde ist „Anorak“. Das erinnert mich automatisch an neonpinke 80er Jahre Windjacken und Vokuhila-Frisuren. Wobei Google mir gerade sagt: „An-nuh-raaq“ bedeutet in der Sprache der Inuit Grönlands „etwas gegen den Wind“. Und das ist ja auch wieder irgendwie sehr schön.

Sammelst du etwas? Und wenn ja: was? Ich habe eine Zeit lang Teelöffel gesammelt. Aktuell sammle ich aber nichts mehr, eher im Gegenteil. Es fühlt sich gut an, nicht so viel Krimskrams zu besitzen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Klimawandel.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Pasta mit veggy Linsenbolo.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um die Führerscheinprüfung zu bestehen. ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Welche ist deine Lieblingssorte von FUTURE STORIES?“ und dann hätte ich geantwortet: „PURPLE RAIN, unsere SZ-Testsieger Flüssigseife mit dem Duft nach Lavendel & Bergamotte.“

Das letzte Wort: Händewaschen nicht vergessen!

FOTO: privat

Im Bau

Wie verwandelt man ein ehemaliges Frauengefängnis in ein Kleinod für Gäste? Mit dieser Frage haben sich Almut Grüntuch-Ernst und Armand Grüntuch die letzten zehn Jahre intensiv auseinandergesetzt. Die beeindruckende Transformation des 125 Jahre alten Backsteingebäudes in ein gut durchdachtes Boutiquehotel kann fortan auf der Kantstraße bestaunt werden. Um einen bewussten Rückzugsort zu gestalten, schaffte das Architektenpaar im „Wilmina“ neue Blickachsen und ließ Licht in die 44 unterschiedlich gestalteten Zimmer einziehen. Ein respektvoller Umgang mit der Vergangenheit war den neuen Herbergseltern dabei sehr wichtig. So wurden beim Umbau Bestandselemente wiederverwendet und rekonfiguriert und eine Zelle im Originalzustand gelassen. Von 1933 bis 1945 wurden hier Gegnerinnen des NS-Regimes gehalten, daran sollen die gesammelten Dokumente erinnern. Noch können nur Hotelgäste den wiederbelebten Ort samt begrünten Innenhof erkunden. Aber das Restaurant „Lovis“, das sich im ehemaligen Schleusenhof befindet und das das einstige Amtsgericht war, ist für alle geöffnet. Das angrenzende „Amtsalon“ im denkmalgeschützten Gebäude bietet Raum für temporäre Ausstellungen, Kollaboration und Begegnungen.
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Wilmina | Kantstr. 79, 10627 Berlin | wilmina.com | FOTO: Wilmina / Patricia Parinejad

MORIZ

Wenn Kindheitsträume wahr werden… Wir starten heute mit einer Extraportion Nostalgie und heißen Kirschen oder Zimt & Zucker obendrauf. Wenn ihr euch in Omas Armen zurück in Kindheitstage wiegen wollt, dann schaut unbedingt in Berlins neuer und erster Milchreisbar MORIZ vorbei. Im Herzen der Stadt haben sich die drei Gründer Daniel, David und André dem kleinen weißen Korn verschrieben: Neben Klassikern wie Grandma’s Hug gibt es 11 weitere Signature Bowls – zum-Fingerschlecken-lecker. Hier haben Milchreisliebhaber*innen die Qual der Wahl: Wie wärs mit Mhhhmatcha, Pistachi-OH, Peanut Crush oder einer verrückten Eigenkreation? Eure Comfort Zone müsst ihr dafür nur verlagern und werdet mit bestem Comfort Food belohnt. Unser Tipp: Nachhaltig snacken! Vor Ort gibt es reusable Bowls mit denen ihr 5% auf eure Bestellung bekommt. Plötzlich Heißhunger auf Milchreis? Wir verlosen drei MORIZ Bowls nach Wahl. Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff „MORIZ“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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MORIZ | Invalidenstr. 160, 10115 Berlin | Mo-Fr 8-22, Sa-So 11-22 Uhr | mo-riz.com | FOTO: MORIZ – Die Milchreisbar

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 31. Mai 2022 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Studio Tolerance

Wie sieht Toleranz aus? So ganz visuell. Und wie tolerant sind wir eigentlich wirklich? Können wir noch heraustreten aus den Schubladen, die unser Schwarz-Weiß-Denken oftmals bestimmen? Die Plakataktion „Tolerance Project“ kuratiert 63 Perspektiven von Grafiker*innen, die genau diese Fragen über Visualität zu greifen versuchen. Die Prämissen? Ein Plakat, ein Wort: Toleranz. Von Japan bis Argentinien, Großbritannien bis Syrien – mit der Plakataktion vereinen sich Stimmen weltweit und geben Anlass, über dieses kleine große Wort nachzudenken. Der Grafikdesigner Mirko Illić rief das Grafiker*innen-Projekt vor fünf Jahren ins Leben. Seither tourt es um die Welt und ist nun in der Kunstbibliothek Berlin angekommen: „Studio Tolerance“ nennt sich die Hybridveranstaltung aus musealer Präsentation und Aktionsplattform, die vom 17.05. bis 17.07. Raum für kreative Auseinandersetzung mit dem wohl wichtigsten Schlüssel für mehr Miteinander bietet.
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Studio Tolerance | 17.05. – 17.07.2022 | Di-Fr 10-18 Uhr, Sa&So 11-18 Uhr | Kulturforum, Kunstbibliothek, Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin | Eintritt frei | smb.museum | FOTO: Ariane Spanier

Dörte Kelm

Dörte Kelm mag es, Dinge in Stoff einzupacken. Die Produktdesignerin aus dem Norden hat es mit „Fien‘ Tüch” (plattdüütsch für „Feines Zeugs”) zumindest verpackungsmäßig in den fernen Osten verschlagen. Nach japanischer Tradition und aus feinsten Materialien gestaltet sie Furoshiki-Tücher zum Selbstbehalten, Weiterschenken und Immer-Wiederverwenden. Gerade bereitet die Textil-Enthusiastin eine neue Kollektion vor und lässt sich dabei ganz vielleicht vom eigenen Garten inspirieren – senfgelb geht aber auch immer!

Name: Dörte Kelm
Alter: 49
Wohnort: Bardowick bei Lüneburg
Beruf: Produktdesignerin
Schuhgröße: 40
Lieblingsfarbe: Maigrün und Senfgelb
Kontakt: Instagram, Web & Mail

Beschreibe Fien‘ Tüch in einem Satz: Fien‘ Tüch steht für nachhaltig entwickelte Furoshiki Tücher aus feinsten Zutaten und verbindet japanische Tradition mit regionalen und sozialen Werten.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Mein Bruder. Er hat mich darin bestärkt: Einfach machen. Es könnte ja gut werden. Bis jetzt hat er Recht behalten.

Wie motivierst du dich? Ich versuche mich immer mal wieder mit etwas Anderem zu beschäftigen. Das kann Fahrradfahren sein, etwas Lesen, im Garten Buddeln, Spazierengehen… Das bringt mich oft auch auf neue Ideen. Und wenn ich wertschätzendes Feedback zu meiner Arbeit bekomme, ist das jedes Mal sehr beflügelnd.

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Ich darf Fehler machen.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Jeder Tag ist ein guter Tag. Manchmal weiß ich nicht mal, welcher Wochentag ist…

Wer kennt dich wirklich? Ich lerne mich täglich selbst neu kennen.

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre der? Ich glaube, der wäre von Sophie Hunger.

Ein Buch, das alle gelesen haben sollten: Nino Haratischwili, „Das achte Leben (Für Brilka)“. Mich hat es gefesselt.

In welcher Beziehung bist du eine Spießerin? Ich brauche Struktur und Ordnung. In meinem Kopf und in meinem Umfeld. Das beruhigt meine Augen. Ist das spießig?

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! Jeder Ort am Meer ist für mich magisch.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Dazu reichen die 2 Minuten nicht. Aber auf jeden Fall, dass wir alle mehr miteinander als gegeneinander agieren. Das würde schon vieles verbessern.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nudeln mit der weltbesten Tomatensauce! Und im Sommer: Alles, was der Garten so hergibt.

Was sollte niemand von dir wissen? Das weiß ich auch nicht.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Kaffee oder Tee?

Das letzte Wort: Muss ich nicht haben.

FOTO: Catharina Marchio

Liebs!

Kinderköpfe müssen ganz besonders geschützt werden. Klare Sache. Und zwar nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch gegen Sonne, Wind und Kälte. Wenn dieser Schutz dann auch noch toll aussieht und super sitzt, sind alle glücklich. Ganz besonders die Hamburgerin Melina Hipler, die mit ihrer Marke Liebsbunt nicht nur Farbe, sondern auch Style auf Kinderköpfe bringt: Der Name ist Programm und neben tollen Farbkombinationen und Mustern gibt es auch immer wieder besondere limitierte Editionen. Für den Winter wird Fell mit eingenäht, Dockermützen und Beanies runden das Programm ab. Wir verlosen ein Modell nach Wunsch. Schreibt dazu eine Mail mit dem Betreff ‚LIEBS!‘ an hurra@muxaeuschenwild.de.
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Liebsbunt | ab 22 € | liebsbunt.com | FOTO: Liebsbunt

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 17. Mai 2022 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Ahoi Matrosé!

In den Berliner Schlauchbooten wird’s diesen Sommer eng, denn ein Neuzugang unter den Erfrischungsgetränken macht sich breit: Matrosé. Ja, richtig gelesen. Mate vereint mit Rosé. Dass wir ohne diese (verdammt fruchtig-frische) Mischung nicht mehr durch die Sommertage wollen, wissen wir nun dank dem Hamburger Trio David, Alexandra und Fritz, die die Mate zum Rosé gebracht haben. Und für alle Freund*innen der nicht-alkoholischen Drinks empfehlen wir Matee: Tee-Aufguss aus Mate küsst frische Minze. So oder so, vor lauter Glücksglucksen über diesen Genuss haben wir jetzt schon einen im Tee und spannen freudig die Segel in Richtung Sommer. Ahoi Matros*innen! Wir verlosen gleich drei Probierpakete – schreibt uns ‚SEGEL SETZEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de und kommt in unseren Lostopf!
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Matrosé | ca. 2 € pro Flasche | matrose-matee.com | FOTO: Matrosé

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 17. Mai 2022 | Tags: , , , Keine Kommentare

Bauch frei!

Wenn Bäuche tätschelnd zum Allgemeingut erklärt werden und das Patriarchat einen ordentlichen Nachschlag serviert, ist Frau mittendrin. Mittendrin in 40 Wochen voller ungefragter Ratschläge und gesellschaftlichen Zuschreibungen. Mittendrin in der Schwangerschaft. Marlene Hellene, Mutter von Buch eins, zwei und nun drei, fordert mit „Bauch frei!“ die Selbstbestimmung von Schwangeren zurück. Neben Übelkeit und hormonellem Chaos gehören eben auch Übergriffigkeit und Erwartungsdruck zu den Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft. Auf knapp 200 Seiten schreibt die Autorin anhand von persönlichen Erlebnissen über Tabuthemen, Hebammenmangel und die Emanzipation der Körpermitte. Manchmal wütend, manchmal humoristisch, aber immer ehrlich auf den Punkt gebracht. Bei „Bauch frei!“ handelt es sich ausdrücklich um keinen gewöhnlichen Schwangerschaftsratgeber sondern ein leidenschaftliches Plädoyer für eine selbstbestimmte Schwangerschaft.
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Bauch frei! | 13 € | rowohlt.de | FOTO: rowohlt Verlag

taste > waste

Das FREA Restaurant in der Torstraße hat Zuwachs bekommen. Einmal die Straße runter hat die erste komplett vegane Zero-Waste-Bäckerei Berlins eröffnet. Die FREA Bakery erfüllt die kühnsten Backwarenträume: Sauerteigbrot, fluffige Brioche und knusprige Croissants, die uns das (Bio-)Herz stehlen. Als wäre das nicht schon Grund genug, die Gartenstraße 9 aufzusuchen, gehen die Ideen von Jasmin und David noch weiter: Die zwei Köpfe hinter der FREA Bakery machen nämlich nicht nur Bäuche glücklich, sondern schonen mit ihrem Zero-Waste-Konzept auch die Umwelt. In der FREA Bakery muss kein Abfall in der Tonne landen, Weiter- und Wiederverwendung werden hier im Handumdrehen umgesetzt: Baguette-Reste werden zu Croutons verarbeitet, übrig gebliebenes Brot zu Pasten und wenn gar nichts mehr geht, wird kompostiert. Jeder Krümel zählt in dieser kleinen feinen Kreislaufwirtschaft. Die FREA Bakery macht vor, wie gut Nachhaltigkeit und Essen im Alltag zusammengehen, frei dem Motto: Full Taste, Zero Waste!
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FREA Bakery | Gartenstr. 9, 10115 Berlin | Mi-So 8-15 Uhr | freabakery.de | FOTO: FREA Bakery

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 03. Mai 2022 | Tags: , , Keine Kommentare

Goldadelux!

Achtung, Achtung! Stifte raus und mitschreiben, denn jetzt wird es verdammt lecker! Nach langer Zeit als Pop-up gibt es nun endlich einen festen Ort, um bei Goldadelux das beste Sabich der Stadt zu genießen. Goldadelux? Sabich? Fangen wir von vorne an: Wenn sich Auberginen, Kartoffeln, Tomaten-Salsa, Zwiebeln, Ei, Petersilie, Tahini, irakisches Curry, Harissa und gesalzene Zitrone (wow!) in einem Pitabrot vereinen, ist die Geschmacksexplosion vorprogrammiert. Wir für unseren Teil können davon nicht genug bekommen und pilgern regelmäßig zum Wassertorplatz in Kreuzberg. Was will man da noch mehr? Ha! Das können wir euch sagen: Den fantastischen Nachtisch direkt hinterher. Oder ist hier jemand, der*die kein Interesse an French Toast mit Popcorn-Schaum hat? Na also!
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Goldadelux | Erkelenzdamm 45, 10999 Berlin | Fr-Mo 12-19 Uhr | golda-delux.de | FOTO: Judith Gilles

Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau

Wer in den letzten Wochen sich nicht gerade in einem Erdloch verkrümelt hat (und selbst da), ist an unserer ehemaligen Kollegin Phenix Kühnert wohl kaum vorbeigekommen. Die Aktivistin leistet über diverse Social Media Kanäle wichtige Aufklärungsarbeit in Sachen Queerness und Transsein. Unentgeltlich und gleichzeitig unbezahlbar. Auch offline setzt sich die Wahlberlinerin schon länger für Trans-Rechte, intersektionalen Feminismus und die queere Community ein. Mit „Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau“ ist sie nun auch unter die Autorinnen gegangen und wir könnten uns nicht mehr darüber freuen. Phenix‘ Debüt ist gespickt mit privaten Einblicken aus ihrem Leben und brutal ehrlichen Worten zum eigenen Körpergefühl, Feminismus und Patriarchat. Dabei spricht sie auch über unser gesellschaftliches Rollenverständnis und darüber, was passiert, wenn wir der Welt offen gegenüberstehen. Begleitet wird der Text von wunderbaren Illustrationen und einem Glossar rund um LGBTQIA+-Themen. Erschienen ist das Buch auf rund 200 Seiten im Haymon Verlag, hergestellt im nachhaltigen Cradle-To-Cradle-Verfahren.
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Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau | 19,90 € | haymonverlag.at | FOTO: Haymon Verlag