Forward Pack

Yoar okay, noch ein urbaner Rucksack made in Berlin. Kickstarter gefunded – logisch. Modular und nachhaltig – Ehrensache. End of Story? Mitnichten. Denn die Rucksäcke von WAYKS halten tatsächlich, was viele andere Marken und Modelle versprechen. Der WAYKS ONE Backpack ist nicht nur seeehr schick, sondern auch individuell anpassbar. Der obere Teil kann durch eine Schnalle nach hinten fixiert, nach vorne gerollt oder geklappt oder ganz nach oben befüllt werden. Der Rucksack wird wie ein Koffer gepackt und erspart so lästiges Wühlen. Das Beste: der WAYKS ONE lässt sich von jetzt auf gleich von einem großen Reiserucksack in einen kleinen Day Pack mit extra Laptopfach und eine zweite Tasche für Kamera und Equipment mit eingebauter Kühlfunktion transformieren. Aus einmal groß wird zweimal schlau also. Jedes Teil allein ist sinnvoll, alle zusammen bieten Platz für so ziemlich alles und verstauen es wasserdicht und praktisch in Handgepäckgröße. Jeder Rucksack ist aus 31 alten Plastikflaschen gefertigt. Der Recyclingprozess spart zusätzlich CO2-, Wasser- und Ölverbrauch. Auch das Material der vielen zusätzlich erhältlichen Reiseaccessoires wurde zum Großteil aus PET Flaschen hergestellt. Außerdem verzichtet WAYKS komplett auf PFC zur Imprägnierung. Gefertigt wird von einem von bluesign und der Fair Wear Foundation anerkannten deutschen Hersteller in Vietnam. Bluesign hilft Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette der Modebranche dabei, ihre Umweltbelastung zu reduzieren. Die Fair Wear Foundation evaluiert und verbessert in Zusammenarbeit mit den Produzenten der Textilbranche die Arbeitsbedingungen an den Herstellungsorten. Wir verlosen stolz und auch ein bisschen wehmütig einen dieser grandiosen 3 in 1 Backpacks an die besonders Praktischen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚DER LETZTE RUCKSACK, DEN DU JE KAUFST‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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WAYKS | 289,00 Euro | www.wayks.com

Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen

Alles beginnt mit einer Tasse Tee mit dem wichtigsten Menschen deines Lebens. DIR. Tee wohlgemerkt, nicht Kaffee, erst recht kein Espresso. Frank Berzbachs Buch „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregung zur Achtsamkeit“ ist inzwischen schon ein kleiner Klassiker und trotzdem für viele immer noch ein absoluter Geheimtipp. Schon auf den ersten Seiten ertappt man sich ungefähr sechsundreißigeinhalb Mal dabei, zustimmend mit dem Kopf zu nicken, um dann ein ums andere weitere Mal ein zunächst stummes, später lautes „Ja, ganz genau!“ hervorzustoßen. „Endlich versteht mich mal jemand. Dem Himmel sei Dank, ich bin nicht allein. Nicht nur mein Leben wird von Deadlines, To Do’s und fremd- oder selbstauferlegtem Performancedruck bestimmt.“ Always on, immer da, immer bereit. Beim Zähneputzen denken wir schon an die nächste Deadline, in der Mittagspause sind wir gedanklich schon im nächsten Meeting. Dabei kommen andere Dinge schnell zu kurz. Das Mittagessen beispielsweise. Und man selbst. „Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“ knüpft genau hier an und hilft, die Gestaltung des eigenen Lebens vor lauter Meetings nicht aus den Augen zu verlieren. Der Autor Frank Berzbach versteht es wie kein Zweiter, komplexe Zusammenhänge so zu entwirren, dass die Lektüre ein reines Vergnügen wird. Er schafft es, eine tiefe Empathie zu seinen Leserinnen und Lesern aufzubauen und regt zu mehr Achtsamkeit im Leben und im Beruf an. Und erklärt nebenbei, warum gerade diese emotionale, gedankliche und oft dahingesagte Trennung zwischen Work und Life erheblich zu Achtlosigkeit und Unzufriedenheit beiträgt. Wie heißt es so schön: „Wer nur in seiner Freizeit frei sein kann, ist in seiner Arbeit ein Gefangener.“ Am Ende ist das Buch ein Plädoyer dafür, dem nachzugehen, was einen mit Sinn und Freude erfüllt. Das fängt bei jeder und jedem selbst an. So lassen sich Hindernisse aus dem Weg räumen, die vorher unüberwindbar schienen. Ohne Ratschläge oder Praxistipps. Die Lebensfragen bleiben bei einem selbst und die Lektüre wird mit der Zeit zu einem guten Freund, der nur das Beste aus einem herauskitzelt.
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Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen | Frank Berzbach | Verlag Hermann Schmidt | 29,80 Euro | www.typografie.de/…/die-kunst-ein-kreatives-leben-zu-fuehren

Berliner Kneipenchor

Das 2 Minuten-Interview

Laut einer aktuellen Erhebung des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ) waren zuletzt rund 2,9 Millionen Menschen instrumental oder vokal amateurmusizierend aktiv. Wie viele davon in Kneipen singen, geht aus der Statistik leider nicht hervor. Warum eigentlich nicht? Fakt ist: 30 von ihnen haben mit dem Berliner Kneipenchor eine echte Institution in Sachen Spelunken-Kultur geschaffen. Wobei das natürlich nur die halbe Wahrheit ist. Nino und Mathias (ehemals Mitglieder der Band Virginia Jetzt!) waren anno 2011 nämlich alle Chöre, denen sie potentiell beitreten konnten, entweder zu alt oder zu ähm ähm ähm…steif. Oder beides. Also gründeten sie ihren eigenen und dafür fanden sie sehr schnell Mitsingerinnen und Mitsinger. Zu ihrem sehr variablen Repertoire gehören zum Beispiel Songs wie „Never gonna give you up“, „Ohne Dich“ oder „Empire State of Mind“, die sie sehr regelmäßig in zahlreichen Bars Berlins leidenschaftlich vortragen. Welchen Song sie am liebsten singen und was das mit der Geburtstagsfeier von Klaus Wowereit zu tun hat, erzählen stellvertretend und abwechselnd Lilli, Victor und Nino im 2 Minuten-Interview.

Name: Nino Skrotzki (Chorleiter) / Lilli Born (musikalische Leiterin) / Victor
Alter: 41 / k.A. / 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Musikmanager / Musikerin / Musiker
Schuhgröße: 42 / 38 / 42
Lieblingsdrink: Wopfel (Wodka-Apfel) / Dark and Stormy / Watermelon Man
Kontakt: nino@berliner-kneipenchor.de / www.lilliborn.de / @vokalmatador1

Welches Lied singt ihr am (Achtung!) besten? Lilli: Teenage Dirtbag

Welchen Drink sollte man vor dem Singen nicht zu sich nehmen? Lilli: mehr als 3 x 40 % Luft

Was war euer schlimmster Auftritt? Nino: Auf Klaus Wowereits Geburtstagsfest 2014 im Roten Rathaus, das Publikum hat uns überhaupt nicht verstanden.

Und welches euer bester? Lilli: Feel Festival 2018 auf der Mainstage im Sonnenuntergang.

Was ist dein aktueller Ohrwurm? Victor: Die Säcke – „Wer?“

Mit welchem Musiker wollt ihr mal gemeinsam in einer Bar singen? Nino: Freddie!

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Lilli: Die Ente – die holt uns nie ein!

Hast du ein verborgenes Talent? Lilli: Schielen, wenn der Chor schief singt.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Nino: Schampus

Im Zweifel taub oder stumm? Nino: Stumm, da kann man immer noch Musik hören!

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Victor: Wieder nach Hause kommen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Nino: Karibisches Chili.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Victor: Armut bekämpfen und Bildung für alle.

Was sollte niemand von dir wissen? Victor: Wie aufgeregt ich manchmal bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Victor: Wann erscheint endlich neues Material von Vokalmatador & Co?

Das letzte Wort: Nino: Besucht den Berliner Kneipenchor, wo Ihr nur könnt!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. März 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Craved to Flow

Als eines der bedeutendsten Ausstellungshäuser in Europa hat der Gropius Bau viele Erfahrungsräume geschaffen und internationalen Ruf erlangt. Nach der Umgestaltung und Neukonzeption des Gebäudes lädt das Ausstellungshaus im Rahmen von „Gropius Bau neu erleben“ am 23. und 24. März 2019 dazu ein, die Räumlichkeiten neu zu entdecken. Unter anderem wird im Lichthof eine neue Auftragsarbeit von Chiharu Shiota frei zugänglich sein. Außerdem ist die Ausstellung „And Berlin Will Always Need You“ sowie die von der Buchhandlung Walther König kuratierte Ausstellung „Museum im Kopf“ zu sehen. Am ersten Tag stellt die Künstlerin Otobong Nkanga den dritten Teil ihres Projektes „Carved to Flow“ vor, das 2017 auf der documenta 14 mit einem Labor, einem öffentlichen Programm und der Herstellung einer marmorierten Seife namens O8 Black Stone begann. Dazu verwandelt sich ihr Raum im Gropius Bau in ein temporäres Seifen- und Diskussionslabor. Als Besucherin und Besucher kann man dabei zusehen, wie verschiedene Seifen gemeinsam mit der Seifen- und Kosmetikproduzentin Evi Lachana produziert werden, und neben dem Herstellungsprozess die künstlerische Praxis Otobong Nkangas erforschen. Für diese exklusive Seifenherstellung am 24. März 2019 verlosen wir 1 x 2 Tickets. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff „SO8AP“ an hurra@muxmaeuschenwild.de. An diesem Wochenende ist übrigens erstmals das neue Hausticket erhältlich, womit sämtliche Ausstellungen und Veranstaltungen im Gropius Bau zugänglich sind.
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Seifenherstellung mit Evi Lachana im Rahmen von Gropius Bau neu erleben – Open House | 24.03.19, 12:00 & 15:30 Uhr | Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin | Facebook

arge, Argekunst, Soap making with Evi Lachana

Grenzenlos?

Als das Bündnis #unteilbar im Oktober letzten Jahres zur Demonstration von Zusammenhalt in Berlin auf die Straßen rief, folgten dem rund eine Viertel Million Menschen. Und auch, wenn einige trittbrettfahrende Gruppierungen zumindest am Rande für Diskussion sorgten, war der Marsch vor allem eines: ein starkes Signal der Gemeinsamkeit im Kampf für Gerechtigkeit und Demokratie im Angesicht von stärker werdendem Hass und politischem Autoritarismus. Doch auch nach der Demonstration bleiben die Fragen von #unteilbar virulent: Wie lassen sich soziale Herausforderungen und Anti-Rassismus zusammen denken? Wie korrelieren Identitäts- und Umverteilungskämpfe miteinander? Wie kann der aufkommende Rechtsautoritarismus erklärt, aber auch eingedämmt werden? Welche Allianzen müssten dafür geknüpft werden und was bedeutet heute Solidarität? Am 19. März schafft das HAU Hebbel am Ufer einen Raum, in dem diese Themen aufgefächert und vertieft werden können. Das Diskussionsformat, kuratiert vom #unteilbar-Team zusammen mit Missy Magazine-Herausgeberin Margarita Tsomou und der Soziologin Sabine Hark, ist als öffentlicher Think Tank gedacht. Am runden Tisch diskutieren unterschiedliche Akteurinnen und Akteure, darunter Max Czollek („Desintegriert Euch!“), IG Metall-Vorstand Uwe Meinhardt und Koray Yılmaz-Günay vom Migrationsrat Berlin-Brandenburg, über mögliche Potentiale von #unteilbar-Politiken. Den Auftakt bildet eine Diskussion zum selbstreflektorischen Thema „schwierige Solidaritäten“. Nach einem Impulsvortrag von Sabine Hark werden die Möglichkeiten und Schwierigkeiten solidarischen Handelns intensiv besprochen.
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#unteilbar Think Tank – Über schwierige Solidaritäten | 19. März 2019, 19 bis 21 Uhr, Einlass: 18 Uhr | HAU Hebbel am Ufer | Stresemannstr. 29, 10963 Berlin | Facebook | Foto: Stephan Guerra

Bau Haus!

Es existierte nur 14 Jahre und entwickelte sich dennoch zur bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. Zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des bauhaus zeigt das Haus der Kulturen der Welt vom 14. März bis zum 10. Juni 2019 alle vier Kapitel des Ausstellungs- und Forschungsprojekts „bauhaus imaginista“. Die Veranstaltungsreihe erzählt die Geschichte des Bauhauses und hebt seine globalen Auswirkungen und internationalen Verflechtungen hervor. Nach den Ausstellungen in Hangzhou, Kyoto, Tokyo, Saõ Paulo, Lagos, Delhi, New York und Moskau führt das HKW all diese lokal entwickelten Ausstellungen zu einer großen Gesamtschau zusammen. Auf 2.000m² werden historische Objekte und neue Auftragsarbeiten von Kader Attia, Luca Frei, Wendelien van Oldenborgh, The Otolith Group, Alice Creischer, Doreen Mende, Paulo Tavares und Zvi Efrat präsentiert. Kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson beinhaltet das abwechslungsreiche Vermittlungsprogramm Führungen, Workshops, einen Audioguide und das Schulprojekt „bauhaus reloaded – Schüler*innen gestalten Zukunft“. Am 11. und 12. Mai findet mit „A New School“ noch eine spannende Konferenz statt, welche die Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung experimenteller pädagogischer Praktiken beleuchtet.
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Eröffnung: bauhaus imaginista | 14. März – 10. Juni 2019 | Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin | bauhaus-imaginista.org | Foto: Bauhaus-Archiv Berlin

Christian Kuper

Das 2 Minuten-Interview

Christian Kuper ist Trucker. Also auch. Denn in seiner Funktion als Gründer und Geschäftsführer von Vincent Vegan hat er sich einen ebensolchen angeschafft, um veganes Fast Food in den Mainstream und die Welt zu bringen. Das klappt so gut, dass er mit seinem Team inzwischen zwei Läden in Hamburg und einen in Berlin betreibt (Tendenz steigend). Privat hält ihn seine 1,5-jährige Tochter auf Trab, die sein Leben deutlich einschneidender verändert und verschönert hat, als vermutlich angenommen. Gott sei Dank hat er eine Über-Muddi zur Frau, die ihn beim Daddy-Job unter die Arme greift. Und weil kein 2 Minuten-Interview ohne investigatives Moment auskommen kann, liefern wir nachfolgend den Leak des Tages. Ja, die Gerüchte sind wahr, Christian sollte eigentlich Hans-Hermann heißen. Seine Eltern entschieden sich aber im letzten Moment um. Bleibt nur die Frage: Wo zum Himmel ist Mia?

Name: Christian Kuper
Alter: 38
Wohnort: Hamburg
Beruf: Vincent Vegan (eher Berufung)
Schuhgröße: 45
Lieblingszutat: Pilze, Knoblauch, Kurkuma und vieles mehr :-)
Kontakt: info@vincent-vegan.com

Wer ist eigentlich Vincent? Du bist Vincent. Wir sind Vincent. Jeder kann Vincent sein. #bevincent

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank? Hafermilch, Räuchertofu, Bier.

Was war als Kind dein Lieblingsessen? Bolo und Lasagne. Viel davon.

Welches ist das deiner Ansicht nach schönste Lebensmittel, welches das sexieste und welches das hässlichste? In der Reihenfolge der Frage nenne ich Avocado, Avocado und dann noch die Avocado.

Ein Rezept, das wirklich jedem gelingt? Man nehme das schönste, sexieste und hässlichste Lebensmittel (nach Christian Kuper), reichere es an mit feingehackten Tomaten, roten Zwiebeln und ausgepresster Limette an, mache Salz, Pfeffer und – Achtung – Haferflocken oben drauf und ab dafür. Lecker.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit möchtest du gerne mal um die Häuser ziehen? Brian Cox (für in der Woche), Joe Rogan (Freitag), Heinz Strunk (Samstag), Leonardo Di Caprio (Sonntag).

Was sollte niemand auf morgen verschieben? Kann jeder halten wie ein Dachdecker. Ich verschiebe Sachen auch auf morgen. Ist ganz normal.

Was kannst du gar nicht? „Christian, hab doch mal ein bisschen Geduld…“ #nähhhh

Bitte vervollständige: In Berlin… wird es bald an vielen Orten einen Vincent Vegan geben!

Was hast du gestern gelernt? Egal wie spät ich meine Tochter ins Bett bringe, sie wacht doch wieder zu früh auf.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Die beste Bolo eures Lebens (vegan versteht sich)!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Erstmal: Mehr Liebe und Fürsorge in die Herzen der Menschen pflanzen. Danach: universelles Grundeinkommen einführen. Ganz generell: Viecher am Leben lassen. Nebenbei: Den 1. FC Köln Champions League Sieger werden lassen. Und so weiter…

Was sollte niemand von dir wissen? “Das Herz einer Frau ist ein tiefer Ozean voller Geheimnisse.“

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie kriegt man als Veganer eigentlich seine Proteine? (noch niiieeee gehört) (Anm. d. Red. Verdammt, wir hätten noch eine gehabt: Nennt dich eigentlich irgendjemand Cooper?)

Das letzte Wort: Mario Barth ist nicht witzig. Und außerdem: Go vegan!

DAS VOLK DER BÄUME

Vor zwei Jahren erschien mit Hanya Yanagiharas Roman „Ein wenig Leben“ eine literarische Sensation. In ihrem neuen Werk „DAS VOLK DER BÄUME“ lockt die Bestsellerautorin ihre Leserinnen und Leser erneut in die tiefen Abgründe des Menschlichen. Dabei beginnt das Buch wie ein Abenteuerroman: Hauptfigur ist der junge Wissenschaftler und Mediziner Norton Perina, der auf der Insel Ivu’Ivu im mikronesischen Dschungel das ansässige Volk erforscht. Mit der Zeit entdeckt er, dass einige von ihnen ein Alter erreicht haben, das so eigentlich gar nicht möglich scheint. Hat er tatsächlich ein Mittel gegen die Sterblichkeit gefunden? Der rituelle Verzehr einer bestimmten Schildkrötenart soll schließlich die Formel des ewigen Lebens bergen. Hanya Yanagihara zieht einen mit einer solch gnadenlosen Verführungskraft in den Forscherrausch des Urwalds hinein, dass kein Entkommen mehr möglich ist. Auch als Perina dort eine weitere Entdeckung macht: seine fatale Liebe zu Kindern. Wie soll man eine solche Lebensleistung betrachten, wenn sich das Genie dahinter als Monster entpuppt? Das ist die Frage, der sich die Leserinnen und Leser in diesen brillant geschriebenen Roman stellen müssen.
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Das Volk der Bäume von Hanya Yanagiharas | 25 € | www.hanser-literaturverlage

Ein Tag, fünf Konferenzen

Großartige Dinge werfen ihre Schatten voraus. Und großartige Dinge sind vor allem auch ziemlich schnell ausverkauft. Und weil das so ist, möchten wir euch schon heute auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen, die am 6. Mai im schönen Hamburg stattfindet. Der EMOTION Women’s Day ist ein hochkarätiges, internationales Event für Frauen und so etwas wie die perfekte Mischung aus Fortbildung, Festival und dem famosen EMOTION WOMEN’S BUSINESS DAY. Neben inspirierenden Speakerinnen und Speakern, gibt es zahlreiche Workshops, Networking, Mentoring-Sessions und eine fulminante Aftershowparty. Besonders: Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit, Inhalte und Formate aus fünf unterschiedlichen Konferenzen zu wählen. Fünf in einem also. Bei der EMOTION-Konferenz trifft man auf Frauen, die selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen. Sie sind Rollenmodelle, Impulsgeberinnen, Kolleginnen und Freundinnen und inspirieren uns dazu, es ihnen gleich zu tun. Auf der WORKING WOMEN-Konferenz teilen Frauen ihre Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag in Impulsen in der großen Gruppe und in individuellen Speed-Mentoring-Sessions. Es gibt schließlich nicht nur den einen Weg, eine Karriere zu finden, die zum Leben passt. Die DIGITALISIERUNG-Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema der Stunde, präsentiert führende weibliche Köpfe der Digitalbranche und vermittelt echte Skills, die tatsächlich weiterbringen. Moderne Denkansätze zu aktuellen Problemen werden auf der COACHING-Konferenz beleuchtet. Hier geht es um die persönliche Weiterentwicklung und die Frage, was wir voneinander lernen können. Die SLOW-Konferenz unterstützt uns dabei, innere Kraft für unser äußeres Handeln zu gewinnen. Ihr könnt euch für eine der fünf Säulen entscheiden oder euch euer ganz persönliches EWD-Erlebnis einfach aus verschiedenen Inhalte zusammenstellen. Der Vorverkauf läuft und aktuell sind noch die letzten Early Bird-Tickets verfügbar. Wir verlosen außerdem exklusiv 1×2 Festival-Tickets. Schreibt uns eine Mail mit  dem Betreff „XX“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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EMOTION Women’s Day | 06.05.2019 | Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 13, 20148 Hamburg | https://www.emotion.de/womensday

Nur kein Periodenneid

Vor ziemlich genau vier Jahren haben Philip und Waldemar mit ihren veganen und nachhaltigen einhorn Kondomen die deutsche Startup-Szene ganz schön aufgemischt. Nun hat das nächste Kapitel der einhorn Geschichte begonnen, das dieses Mal aber vor allem von den einhorn-Frauen geschrieben wird. Und das kam so: Die einhörnerinnen wollten herausfinden, wie Menstruierende in Deutschland eigentlich mit ihrer Periode umgehen. Dazu überlegten sie sich 69 Fragen (hihi) und teilten ihre Umfrage auf Facebook. 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer später war klar, es gibt offensichtlich Redebedarf! Motiviert von den persönlichen Geschichten über den zum Teil schambehafteten Umgang mit der Periode und das stille Schweigen über Begleiterscheinungen wie Unwohlsein und Schmerzen entschieden sich die einhorn Frauen dazu, nachhaltige und faire Periodenprodukte auf den Markt zu bringen. Produkte, die Menstruierende ernst nehmen, die Periode feiern und gleichzeitig Spaß machen. Herausgekommen ist eine bunte Mischung aus TamTam Tampons, Padsy Binden, Slipflip Slipeinlagen und einer Papperlacup Menstruationstasse. Wie bei den einhorn Kondomen erfüllen auch die einhorn Periodenprodukte alle fairstainable Standards. So wird zur Herstellung beispielsweise ausschließlich zertifizierte Bio-Baumwolle verwendet. Gemeinsam mit der bioRe Stiftung und weiteren Produktionspartnern werden durch Spenden außerdem Menschenrechtsprojekte gefördert. Und damit kein #periodenneid aufkommt, verlosen wir ein „Wolle Fanpaket“ mit allen einhorn Periodenprodukten unter allen, die uns eine Mail mit dem Betreff ‚JA, ICH WILL MICH BINDEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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einhorn Periodenprodukte | https://einhorn.my/

Alte weiße Männer

Ist der alte weiße Mann eine bedrohte Spezies? Und das vielleicht sogar zu Recht? Was soll das überhaupt sein und wie kann man als junger weißer Mann vielleicht sogar irgendwie verhindern, selbst einer zu werden? In Sophie Passmann’s neuem Meisterwerk „Alte weiße Männer“ geht die Autorin diesen Fragen gehörig auf den Grund. Sie will Gewissheit über das Klischeebild, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Die junge Feministin hält nämlich nichts von billigen Punchlines. Stattdessen hat sie sich dazu entschlossen, 15 mächtige Männer zu interviewen und mit ihnen über dieses heikle Thema zu sprechen. Was daraus entstanden ist, gehört definitiv zu den klügsten und gleichzeitig unterhaltsamsten feministischen Texten, die man zwischen zwei Buchdeckel drucken kann. Die 24-jährige stand bereits in ihrer Jugend als Poetry-Slammerin, Comedian und Autorin auf der Bühne. Außerdem sammelte sie als Radiomoderatorin bei 1LIVE sowie im Ensemble des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann ordentlich Vokabular. Ihr aktueller Hauptwohnsitz ist übrigens das Internet, wo sie regelmäßig auf verschiedenen Plattformen über alles spricht, was in ihrem Leben eine Rolle spielt. Dazu gehört natürlich auch ihr neues Buch, das morgen im Handel erscheint. Passend zum Buch-Release veranstaltet der Festsaal Kreuzberg am 13. März eine Lesung samt Interview mit Sophie Passmann, die weder bunte Frauen, noch weiße, orange oder sonst wie gemusterte Männer verpassen sollte.
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Lesung & Interview mit Sophie Passmann – „Alte weiße Männer“ | 13.03.2019, 20-22 Uhr | Festsaal Kreuzberg, Am Flutgraben 2, 12435 Berlin | Facebook Eventlink

Ulrike Maichel

Das 2 Minuten-Interview

Böse Zungen behaupten, Ulrike sei vom Himmel gefallen. Wir wissen es natürlich besser: die gebürtige Ostfriesin, Celeste-Bianchi-Fahrerin und passionierte Swing-Tänzerin war zunächst jahrelang bei Lufthansa-Technik eine der wenigen Frauen unter sehr vielen Männern, sammelte anschließend Erfahrung in verschiedenen Kommunikationsagenturen und war zuletzt im Management bei unserem Lieblingssolarlampenkunden „Little Sun“ tätig. Seit Ende letzten Jahres ist sie nun endlich da wo sie hingehört. Als stellvertretende Geschäftsführerin (und Umweltministerin) verstärkt sie die muxmäuschenwild-Crew, jongliert vier trillionen Kunden und Projekte und hält unserer Julia in ihrer Babypause den Rücken frei. Wir sind stolz und froh, sie bei uns zu haben. Wer kann denn bitte schon behaupten, jemanden in den eigenen Reihen zu haben, der es (per Zufall, wie sie beteuert) mit einer eigenen Formel im Computer-Rechnen in sämtliche Mathelehrbücher der Republik geschafft hat und in einer Trocken-Synchron-Schwimmgruppe aktiv ist.

Name: Ulrike Maichel
Alter: 37 Jahre
Wohnort: Berlin, Schillerkiez
Beruf: Stellvertretende Geschäftsführerin bei MMW
Schuhgröße: 38/39
Lieblingszutat: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. (Gandhi)
Kontakt: ulrike.maichel@muxmaeuschenwild.de

Warum können nur Frauen die Welt retten? Ich finde, wir können nur gemeinsam die Welt retten, also wenn Männer und Frauen auf einer Augenhöhe zusammenarbeiten und sich gegenseitig respektieren und sich zuhören und voneinander lernen. Nachgesagte Eigenschaften von Frauen, wie mehr Empathie, weniger Machtorientierung und stärkere Konzentration auf das Gemeinwohl anstatt auf das eigene Wohl können dabei nur positiv auf die Weltrettungsmission einwirken.

Das größte Problem deiner Generation? Das wir vieles als selbstverständlich sehen und zu wenig hinterfragen. Außerdem sind wir zwar an Klimawandel und anderen politischen Themen interessiert, aber oft selbst zu wenig aktiv.

Was unterscheidet dich von anderen? Ästhetik ist mir sehr wichtig, aber ich denke gleichzeitig fast nur analytisch und Rechnen macht mir Spaß und das führt manchmal zu seltsamen Situationen. Ich rechne z.B. während der Yogastunde im Kopf durch, ob es sich lohnt ein Yogastudio aufzumachen, nicht weil ich es machen möchte, sondern einfach nur aus purer Neugierde.

Welches Sternzeichen bist du?
Stier.

Passt das? Ich musste ehrlich gesagt gerade erstmal kurz nachlesen, welche Eigenschaften dem Sternzeichen nachgesagt werden (außer Sturheit). ;) Treu, zuverlässiges und ruhiges Wesen, aber manchmal auch mit dem Kopf durch die Wand, scheint also recht gut zu passen.

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? In die lachenden, glückseligen Gesichter der Swing-Tänzer zu schauen, die wie in Ekstase um 4.30 Uhr morgens die Band auf eine letzte Zugabe anfeuerten, obwohl alle schon fast sechs Stunden durchgetanzt hatten. Tanzen und Musik als natürliche Droge, wunderbar! Vielleicht sollten Swing-Tänzer stattdessen die Welt retten? Sie wäre von ganz viel Liebe und Wertschätzung füreinander geprägt.

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Meine Oma mütterlicherseits, da sie eine bescheidene Frau mit großem Herz ist und immer alles weggegeben hat, was sie besaß. Sie hat im Leben immer alle privaten Herausforderungen wie selbstverständlich angenommen und sich nie darüber beschwert, auch wenn sie als Kriegsflüchtling und als Pflegerin meines Opas und meiner Tante mit Down-Syndrom auf ein sehr bewegtes Leben zurückblickt, das sogar mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt wurde.

Welcher ist der beste Rat, den du je bekommen hast? Stelle dir vor, du würdest am Ende deines Lebens eine Ausstellung über dein Leben mit deinen Erlebnissen und wichtigen Momenten besuchen, was möchtest Du darin sehen?

Würdest Du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd? Oder gegen hundert Pferde, die so groß sind wie Enten? Gegen eine Ente, ist übersichtlicher, ausserdem schnattert sie schöner. Und vorab besorg ich mir ne LKW-Ladung Wasserpflanzen, das sollte die Ente erstmal ne Weile mit Essen ablenken…

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Ein Kunstwerk (beleuchteter Eis-Block aus Gletschereis aus Grönland) von meinem alten Arbeitgeber, Olafur Eliasson.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spicy Tofu (mein Lieblingsgericht in der Studio Olafur Eliasson Kitchen) und als Nachtisch Raw-Kugeln fast schwarz mit viel zu viel Kakao.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den CO2-Ausstoß drastisch minimieren und das sich alles überschüssiges Plastik und andere Umweltgifte einfach ohne Rückstände auflösen. Ausserdem alle Städte autofrei machen und ein paar Machtinhaber dieser Welt entmachten und die Stellen mit ausgewählten Personen neu besetzen.

Was sollte niemand von dir wissen? Das ich Teil einer privaten Trocken-Synchron-Schwimm-Gruppe bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist Trocken-Synchron-Schwimmen und wie kann man euch buchen? ;)

Das letzte Wort:
Muss nicht ich haben.

Starting a Revolution

Naomi Ryland, Mitgründerin von tbd*, Deutschlands Plattform für Jobs mit Sinn und Lisa Jaspers, Gründerin unseres Fair-Trade-Lieblings FOLKDAYS machen gemeinsame Sache. Beide interessieren sich in ihrer Funktion als Unternehmerin besonders dafür, was sie und uns sowohl beruflich als auch menschlich weiterbringen kann. Sie stellten fest, dass viele der Ratschläge, die sie aus ihrem Umfeld, der Unternehmer- und Start-up-Welt, aber auch aus Business-Büchern saugten, irgendwie einseitig und wenig inspiriert daher kamen. Was ihnen fehlte: wirkliche Vorbilder, solche, die sich nicht innerhalb des alten Systems bewegen, sondern ein neues denken. Diese Lücke möchten die beiden nun – mit Eurer Hilfe – schließen. Mit einem Hands-on-Business-Buch für alle, die die Arbeitswelt um sich herum verändern und radikal umdenken wollen. Dabei geht es u.a. um Themen wie Organisationsentwicklung, Führung, Personalgewinnung, Personalentwicklung, Team Building, Innovation und Fundraising. „Starting a Revolution“ soll nicht nur die Präsenz von Autorinnen von Business-Büchern stärken (von den 50 meistverkauften Business-Büchern auf Amazon sind nur fünf von Frauen geschrieben), sondern den Diskurs vor allem um gänzlich neue Perspektiven auf und Konzepte von Arbeit bereichern. Im Vordergrund stehen deshalb Gründerinnen, die jeweils eine eigene, konsequent andere Arbeitswelt aufgebaut haben. Damit das Projekt möglich, das Buch geschrieben und die Revolution gestartet wird, braucht es eure Unterstützung. Wie? Ganz einfach: auf startnext läuft gerade ihre Crowdfunding-Kampagne. Bestellt ein Buch vor und sorgt so für vollendete Tatsachen.
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Crowdfunding-Projekt „Starting a Revolution“ | Startnext

Wir haben das ja nicht gewusst.

Es ist der 27. Februar 2019. Wir befinden uns im Klassenzimmer einer Oberschule in Berlin Mitte. Die Schüler sitzen im lockeren Stuhlkreis. In ihrer Mitte sitzt Anne aus Köln. Sie erzählt davon, wie sie den Horror des zweiten Weltkrieges erlebte und überlebte. Ihre Schilderung ist realistisch und zieht alle Umstehenden in ihren Bann. Wenn Anne vom Funkenflug erzählt, der sie an Schneefall aus Feuer erinnert, schwirren tatsächlich glühende Partikel durch den Raum. Anne Priller-Rauschenberg stammt aus Köln und ist keine Schauspielerin. Sie hat den Krieg wirklich erlebt. Sie ist Teil der letzten Generation von Zeitzeugen, die die Erinnerung an etwas lebendig halten, das für viele allein schon deshalb unvorstellbar ist, weil es so weit weg von ihrer Lebensrealität ist. Krieg, das war mal. In Schwarzweiß. Was habe ich damit zu tun? Irgendwann ist auch mal gut. Das mag für jene stimmen, die ihr bisheriges Leben im Deutschland der letzten Jahrzehnte verbringen durften. Für jene, die vor Tod und Terror zu uns flüchten, tut es das nicht. Menschen wie Anne helfen dabei, die Erinnerung wach zu halten. Sie erzählt als eine von bisher drei Protagonistinnen ihre Geschichte mithilfe moderner Technologie. Die neue History App des WDR, die gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf und LAVAlabs Moving Images erarbeitet wurde, holt die Erlebnisse der Kriegskinder in die Gegenwart. Sie sorgt dafür, dass diese letzten noch verfügbaren Erinnerungen nicht in Vergessenheit geraten, indem sie die Zeitzeugen mittels Augmented Reality als Hologramm in das eigene Wohnzimmer oder den Klassenraum projiziert. Im jetzt veröffentlichten ersten Teil des Projektes erzählen neben Anne Priller-Rauschenberg auch Vera Grigg aus London und Emma Barashkova aus Leningrad von ihren Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg. Als nächstes werden Anne Franks beste Freundinnen Jacqueline und Hannah für die sprechen, die es nicht mehr können. Sie möchten wachrütteln und schildern, was es bedeutet, von einer ganzen Gesellschaft ausgeschlossen und bedroht zu werden. Die App ist ab sofort im iOS Store erhältlich. Die Veröffentlichung im Google Play Store folgt in Kürze.
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WDR AR 1933 – 1945 | www.itunes.apple.com | www1.wdr.de | Bild: WDR/Annika Fußwinkel

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 26. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Was wie wo?

Zugegeben, als wir zum ersten mal von vostel hörten, dachten wir es hätte irgendetwas mit vegan und Hostel zu tun und wähnten uns demnach eher in der kulinarischen und Hospitality-Ecke. Weit gefehlt! Denn tatsächlich geht es bei vostel ums Volunteering, das freiwillige soziale Engagement also. Die Online-Plattform bietet eine grandios einfache und vor allem funktionstüchtige Lösung für eines der zentralen Probleme gesellschaftlicher Arbeit. Denn das „ob überhaupt“ scheitert nicht zuletzt ziemlich häufig am „was genau“, „wie genau“ und „wo genau“? Auf vostel.de kann man sich ganz einfach und unabhängig von Zeitbudget, vorhandenen Qualifikationen oder Sprachkenntnissen mit seiner Unterstützung einbringen. Dazu verbindet die Online-Plattform Freiwillige mit Organisationen und Initiativen, die aktuell Unterstützung für ihre Projekte suchen. Mithilfe des vostel-o-mats gibt man auf der Website einfach ein, ob man sich engagieren möchte oder Engagierte sucht. Anschließend wählt man den Ort, die Zeit sowie den sprachlichen Hintergrund aus. Einen Klick später werden sofort alle passenden Projekte angezeigt. Insgesamt konnten so seit der Gründung 2015 bereits über 8000 Engagierte in mehr als 300 Partner-Organisationen vermittelt werden. Neben der Vermittlung von Freiwilligen berät das kleine Sozialunternehmen Non-Profit-Organisationen zum Thema Freiwilligenmanagement sowie Unternehmen bei der Planung und Durchführung ihrer Corporate Volunteering-Aktivitäten. Derzeit agiert vostel in Berlin, Köln und München, und ab April ganz neu auch in Frankfurt am Main.
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vostel | Die digitale Engagementplattform mit Herz | www.vostel.de | Foto: Timur Çelikel

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 26. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Charissa Chioccarelli

Das 2 Minuten-Interview

Charissa ist vor vier Jahren von Amsterdam nach Berlin gezogen, hat zunächst das Influencer Marketing Department für Zalando mit aufgebaut und im Herbst 2017 ISLA Berlin in der Inselstraße 13 im Märkischen Viertel eröffnet. Die Grundidee hinter dem Concept Store: den Nail Art-Trend aus New York und London nach Berlin zu bringen. Wie bitte watt!? Nail Art? Ja, janz jenau. ISLA ist nämlich kein einfaches Nagelstudio, sondern schafft mit High Quality Produkten detailreiche Kunstwerke. Nebenher kann man Streetwear shoppen, sich an TurnTables ausprobieren, Ausstellungen und Partys erleben. Die nächste steigt übrigens am 7. März. Anlässlich des Weltfrauentages („which TBH we think should actually be errrrry day“) übernimmt die gute Riya Hamid das ISLA in Kooperation mit beats by dr. dre. Auf ein Wort oder zwei, liebe Frau Chioccarelli.

Name: Charissa Chioccarelli
Alter: still 28
Wohnort: Amsterdam, I guess?
Beruf: Gründerin von ISLA Berlin
Schuhgröße: 38
Lieblings-Nageldesign: Oh my, I really can’t choose but I love anything extra!
Kontakt: @charrisla on the gram


Was ist Schönheit?

Das klingt jetzt sehr abgedroschen aber Schönheit liegt wirklich im Auge des Betrachters. Ich kann Schönheit in fast allem ausmachen und das hat nichts mit der äußeren Erscheinung zu tun.

Wie würdest du deinen eigenen Look beschreiben?
Ich würde sagen genderfluid. Ich mische meisten Männerklamotten mit super femininen Elementen, wie zum Beispiel extra langen Nägeln. Mein Style wird häufig als „tomboy“ bezeichnet, wobei ich das hasse. Ich habe nämlich nicht das Gefühl, dass Männer ein Anrecht darauf haben irgendeinen bestimmten Style exklusiv zu haben.

Hast du künstlerische Vorbilder?
Mich inspirieren sehr viele Menschen und auch Dinge aber ich fürchte ich kann kein spezifisches Role Model herausgreifen.

Die erste CD deines Lebens?
Das MUSS ein Spice Girls-Album gewesen sein!

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg?
Es fühlt sich so an als wären wir (langsam) auf dem Weg zu einer besseren, gerechten Welt aber gleichzeitig habe ich auch gerade online das Gefühl, dass die Menschen immer härter zueinander werden und nicht wirklich versuchen, sich gegenseitig zu verstehen.

Was brauchst du, um dich an einem fremden Ort wohl zu fühlen?
Mein Telefon, damit ich meinen Freunden oder meinem Mann schreiben kann.

Hast du ein verborgenes Talent?
I think I’m a pretty good bluffer -ha.

Wann hast du zuletzt etwas Neues gelernt und was war das?
Ich versuche jeden Tag etwas Neues. Ich liebe Neues und versuche jede Herausforderung anzunehmen.

Was kannst du gar nicht?
Routine, ich bin schnell gelangweilt.

Die ganze Welt hört dir zu: Was sagst du?
Let’s all be nicer for each other and to all majorities; let’s make room for minorities

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Um ehrlich zu sein, ich würde meinen Mann fragen, etwas für uns zu kochen. Er ist der viiieeel bessere Koch!

Was sollte niemand von dir wissen?
Haha unfortunately I can’t tell that ;)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Also die Fragen waren eigentlich ziemlich gut.

Das letzte Wort:
For everyone based in Berlin, come by ISLA when you’re around!

Foto: Lauren O’Neil

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 26. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Back to the F(eu)ture

Puuuh…Europa? Ein Blick auf die EU so kurz vor der Europawahl wirft so manche Frage auf. Brexit, Migration oder Euro liefern Anlass zur Diskussion. Was uns eigentlich einen und Identität stiften soll, wird nicht selten zur Betonung von Unterschiedlichkeit hergenommen. Die Idee Europa steht zur Disposition – zumindest politisch, zumindest scheinbar. Das F(EU)TURE FESTIVAL setzt genau da an und widmet sich vom 1. bis zum 16. März der Entwicklung von innovativen Ideen für ein vereintes Europa. Das European Democracy Lab und das CLB Berlin laden ins Aufbau Haus am Moritzplatz, um sich gemeinsam mit der Demokratie in Europa auseinanderzusetzen, Unsicherheiten und identitätsstiftende Fragen zu beleuchten. Einen zentralen Bestandteil des Festivals bildet dabei die Werkstattausstellung „The European Republic is Under Construction“. Ausgehend von einem Manifest von Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau wurde am 10. November 2018 unter dem Titel “The European Balcony Project“ an 200 Orten in 25 Ländern die Europäische Republik ausgerufen. Dazu fanden europaweite Performances, Diskussionen und Lesungen zur Zukunft Europas statt. Im Nachhinein bezeugt diese Kunstaktion eindrücklich, wie stark doch der Zuspruch für die Europäische Idee in der Bevölkerung verankert ist. Die Eröffnung der Werkstattausstellung beginnt am 1. März um 19:00 Uhr und präsentiert eine spannende Auswahl des bei dieser Ausrufung entstandenen Materials.
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F(EU)TURE FESTIVAL | 01.03.-16.03. | CLB Berlin, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin | www.eudemlab.org | www.clb-berlin.de | Bild: Rem Koolhaas

bttr?

Bitter? Better? Butter? Nee, anders! Zugegeben, Freunde der glücksradmäßigen Ausfüllrätsel hätten sich hier vermutlich die Zähne ausgebissen. Im übertragenen Sinn, versteht sich. bttr. steht nämlich für back to the roots. Und genauso, wie die Kurzform quasi die Essenz der Aufforderung bildet, orientiert sich auch das Angebot am Wesentlichen. Im bttr., das vor kurzem direkt bei uns ums Eck in der Dresdener Straße eröffnet wurde, gibt es einfache, aber wirkungsvolle Kräuter-, Obst- und Gemüsesäfte voller Nährstoffe. Verabreicht werden diese als sogenannte „Adaptogenic Drinks“ in 500 ml Apotheker-Gläsern oder als kleine Shots. Gemüse, Kräuter und Obst werden regional bezogen, sind reine Bioqualität und werden täglich frisch gepresst, nicht erhitzt oder auf sonstige Art haltbar gemacht. Die Nüsse und Samen werden ausschließlich aus Europa bezogen. Eine riiiesige Gemüsekanone ermöglicht einen enorm schonenden und effizienten Produktionsvorgang, bei dem möglichst viele der enthaltenen Minerale, Enzyme und Vitamine erhalten bleiben. Außerdem bewirkt die Kaltpresstechnik, dass die komplette Frucht oder Knolle ausgepresst werden kann, sodass eine 500 ml Flasche bis zu 3 kg Rohkost Gemüse oder Obst enthalten kann. Ein weiteres Highlight ist übrigens die selbstgemachte Nussmilch, die als besonders wichtiger Ausgleich bei Saftkuren getrunken wird. Die unglaublich leckeren Säfte können nämlich persönlich als Kuren für mehrere Tage zusammengestellt und bestellt werden. Wer will, kann sich seine Ration auch direkt ins Büro liefern lassen. Die Lieferung innerhalb des Rings wird pauschal mit 10 € berechnet und ist dienstags und donnerstags möglich. Gruppenrabatt gibt es auch. Als kleines Kennenlern-Goodie verlosen wir eine „3-Tages-Cleanse“-Kur, bestehend aus 5 x 500 ml frisch kaltgepressten Säften, einem Shot pro Tag und einer 500 ml Nussmilch (Cashew oder Mandel), an die besonders Ernährungsgeplagten unter euch… Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ACKOHEOOTS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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bttr. | Dresdener Str. 18, 10999 Berlin | Di.-Sa. 12-18 Uhr | www.get-bttr.com | Foto: Janne Kaas

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 19. Februar 2019 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Wollbuddies

„Bob der Baumeister“, „Papas Personal Trainer“ oder „Genie im Wachstum“ – die Liste der unglaublich dämlichen und oft auch noch billig und gar nicht kinderfreundlich produzierten Baby- und Kinderklamotten ist leider so endlos wie die Schenkbereitschaft wohlwollender Verwandter. Leider scheut die Bekleidungsindustrie auch bei Kinderkleidung nicht davor zurück, schlechte und umweltschädliche Materialien zu verwenden. Die Folgen für die Umwelt sind gravierend, die Arbeitsbedingungen miserabel und die Kleidung teilweise voller giftiger Chemikalien. Dass das auch anders geht, beweisen drei Buddies, die sich zusammentaten, um unter dem Label „Wollbody“ hochwertige Kinderkleidung aus einer feinen Wolle-Seide-Mischung und weiteren Naturprodukten über ihren Online-Shop anzubieten. Dieser Naturstoff ist nicht nur zu 100 Prozent recycelbar, sondern ebenfalls hautverträglich, atmungsaktiv, antiallergen und besonders weich. Außerdem wirkt er temperaturregulierend, was besonders für kleine Babys wichtig ist. Inzwischen verwendet Wollbody in der Produktion ausschließlich Milchseide, die als besonders umwelt- und ressourcenschonend gilt. Denn für die Herstellung von einem Kilo Garn werden nur 2 Liter Wasser benötigt. Zum Vergleich verbraucht die Herstellung von einem Kilo Baumwolltextilien über 10.000 Liter Wasser. In Worten ZEHNTAUSEND! Produziert wird übrigens ausschließlich in Europa. Viele der Wollbody-Produkte sind IVN-zertifiziert, und die Wollbody GmbH wurde vom Unternehmen für die Region e.V. mit dem „Regional engagiert“-Siegel für ihr Engagement für Geflüchtete ausgezeichnet. Wir verlosen einen dieser tollen Wollbodies aus Merinowolle, Baumwolle und Milchseide. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BUDDYBODY‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Wollbody | z.B. Strampler für 22,10 € | www.wollbody.de

Eva Schulz

Das 2 Minuten-Interview

Eva Schulz ist die mit den roten Haaren, die im Internet „was mit Politik“ macht und sich zwischendurch über Flughafenleitsysteme und innerstädtische Seilbahnen freut. Mit Deutschland3000 hat sie einen Kanal gegründet, der online und als Teil des Jugend-Networks ‚funk‘ Debatten über politische und gesellschaftliche Fragen auslöst. Im Fokus stehen zunächst Videos auf Facebook und YouTube. Künftig will Deutschland3000 aber noch viel mehr Kanäle bespielen und eigene Formate entwickeln. Ansonsten ist Eva am liebsten unterwegs, wahlweise in ganz Deutschland, im französischen Niemandsland, in Jerusalem, Tel Aviv, Brüssel oder Wien. Da möchte sie auch irgendwann zu Grabe getragen werden. Bis dahin is aber noch lange hin. In diesem Sinne: es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Name: Eva Schulz
Alter: 28
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: 40
Lieblingssprache: Deutsch (sprechen), Französisch (hören), Englisch (singen), Hebräisch (fluchen)
Kontakt: @evaschulz

Was ist guter Journalismus? Guter Journalismus bringt relevante Fragen fundiert recherchiert, zielgruppengerecht und unterhaltsam auf den Punkt. Mein Ziel ist dabei eigentlich immer, User mit meiner Neugierde anzustecken.

Wen möchtest du unbedingt einmal interviewen? Malia und Sasha Obama.

Hast du ein journalistisches Vorbild? Roger Willemsen für seine Empathie und Beobachtungsgabe, Ellen DeGeneres für ihren herzlichen Humor, Alexandra Rojkov für ihre Ausdauer und medienethischen Prinzipien.

Welche Sendung durftest du als Kind nicht verpassen? Die Pfefferkörner! Fiete war mein erster Schwarm <3

Bist du ein Tag- oder Nachtmensch? Seit ich nicht mehr allein als Reporterin unterwegs bin, sondern mit vielen verschiedenen Menschen und Teams zusammenarbeite: Tagmensch.

Dein momentaner Lieblingssong? “Stone Cold” von Elli Ingram

Was kannst du gar nicht? Getreidesorten unterscheiden.

Dein schönstes Karnevalskostüm? Das Krümelmonster war eine super Ausrede, um den ganzen Tag Kekse zu essen.

Worauf bist du stolz? Auf meine unheimlich lustige, warmherzige, kluge, kreative Crew. Und die konstruktiven Diskussionen, die unter unseren Videos passieren und die mich immer wieder auf neue Gedanken bringen.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Shakshuka (Rezept hier), mein Lieblingsgericht aus der Zeit, als ich in Jerusalem gelebt habe. Superleicht zuzubereiten, trotzdem sind immer alle beeindruckt – das nenne ich win-win!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde unser Bildungs- und Sozialsystem so umgestalten, dass alle die gleichen Startbedingungen haben. (Und dann noch einen geheimen achten Wochentag einführen, an dem ich wieder Nachtmensch sein kann.)

Was sollte niemand von dir wissen? Wie oft ich meine eigenen Insta-Stories anschaue.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Elektrische Zahnbürsten, dafür oder dagegen?

Das letzte Wort: Morgen.

Foto: Alex Janetzko

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Februar 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare