Deine Entscheidung

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Am Sonntag entscheiden wir mit darüber, wie und von wem wir in den nächsten vier Jahren regiert werden sollen. Die einen wollen „erfolgreich für Deutschland“ weiterregieren, die anderen glauben es sei „Zeit für mehr Gerechtigkeit“, fordern den echten sozialen Wandel, erklären die Digitalisierung zur Personensache oder beschwören den Untergang unserer abendländischen Kultur. Und tatsächlich geht es bei dieser Wahl auch um die Erhaltung dessen, was im Ergebnis jahrtausendelanger Gesellschaftsentwicklung als so etwas wie unsere „Kultur“ bezeichnet werden kann. Unsere Gesprächskultur beispielsweise. Wir können darüber entscheiden, ob wir konstruktiv miteinander über die besten Ideen streiten wollen, um unsere Gesellschaft voranzubringen oder ob wir uns auf eine Unkultur des Lärms aus Parolen und Trillerpfeifen einlassen möchten. Jedes Argument ist eine Einladung für ein Gegenargument. Wer die Chance lieber verpasst, verpasst auch die Diskussion. Es geht um unsere Erinnerungskultur, darum ob wir die Greueltaten des zweiten Weltkrieges als genau diese in Erinnerung behalten, um für alle Zeit dafür zu sorgen, dass sie sich nicht wiederholen. Oder ob wir so tun, als gehe uns das nach “all den Jahren“ nichts mehr an, was Anlass genug wäre, endlich „stolz auf die Leistungen der Deutschen Soldaten in zwei Weltkriegen“ zu sein, anstatt sich ein „Denkmal der Schande ins Herz der Deutschen Hauptstadt“ zu pflanzen. Und es geht um unsere Willkommenskultur. Darum wie wir aufeinander zugehen und wie offen und solidarisch oder eben christlich wir miteinander umgehen. Und es geht um unsere Rechts- oder Ordnungskultur, auch wenn es wohl weder den einen, noch den anderen Begriff wirklich gibt. Doch auch unser gemeinsames Verständnis von Recht und Unrecht, von Sitte und Ordnung, das ein Zusammenleben von so vielen überhaupt möglich macht, gilt es zu verteidigen und sinnvoll zu bestärken. Wer ein System verbessern möchte, muss sich erst einmal als Teil dessen verstehen anstatt es zu zerstören. Nicht alles anders, sondern Vieles besser sollte das Motto lauten. Politik ist kein Nebenjob. Die Vereinbarkeit unterschiedlicher, zum Teil widerstreitender Interessen Einzelner mit dem Ziel das Wohl möglichst Vieler zu erreichen, ist eine Herausforderung, der wir uns alle jeden Tag widmen müssen. Mit der Bundestagswahl endet dieses Engagement nicht, es werden nur die Karten neu gemischt. Und du entscheidest mit, welche Farben überhaupt im Spiel sind. Wählen bedeutet Mitgestaltung. Nichtwählen oder Protestwählen bedeutet, sich dem konstruktiven Prozess zu entziehen. Mach dein Kreuz! Geh wählen!
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Bundestagswahl | Sonntag, 24.09.2017 | Im Wahllokal in deiner Nähe

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 19. September 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Weltraum Noir

Es gibt Bands, die entdeckt man irgendwie, irgendwo, abseits des Mainstreams. Man verliebt sich und möchte sie eigentlich für sich behalten, anstatt sie mit der ganzen Welt zu teilen. Ihre Musik ist wie eine warme Decke, die man sich an verregneten Herbsttagen bis ans Kinn zieht, während man mit angewinkelten Beinen da sitzt, gedankenversunken an einer warmen Tasse Tee nippt und aus dem Fenster in die erleuchtete Stadt schaut. Unser erstes Date mit der kanadischen Band Timber Timbre fand während einer Folge der Serie Breaking Bad statt, unser Einstandslied hieß ‚Magic Arrow‘. Seither begleitet uns der geheimnisvolle Sound aus düsteren Folkklängen, Rockabilly Blues, Wehmut, Kraft und Poesie wie der feste Händedruck eines unsichtbaren Freundes. Morgen spielen Timber Timbre im wunderbaren Heimathafen Neukölln. Zu hören sein werden Lieder von inzwischen sechs Studioalben, vor allem natürlich von ihrem aktuellen Werk ‚Sincerely, Future Pollution‘, dem Album, das alles was diese Band ausmacht auf der Spitze zusammenfasst. Im offiziellen Promotext heißt es: „Es klingt wie Weltraum Noir. Tindersticks vom Mars. Das Gegenteil von „La la Land“. Roy Orbison in der Regie von David Lynch. Der Tunnel Of Love von Bruce Springsteen aber ohne Ausgang. Reflektiert und doch poetisch – modern, aber vor allem zeitlos schön.“ Dem ist rein gar nichts mehr hinzuzufügen. Wir verlosen voller Vorfreude 2×2 Plätze auf der Gästeliste für das morgige Konzert. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚CREEP ON CREEPIN‘ ON‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Timber Timbre Konzert | Do., 21.09.2017 | Heimathafen Neukölln, Karl Marx-Straße 141, 12043 Berlin | Tickets ab 31,92€ | Facebook-Event | Video | Foto: Caro Desilets

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Sebastian 23

Das 2-Minuten Interview

Grundsätzlich sind wir ja skeptisch bei Menschen, die schneller reden, als wir denken können. Aber als wir in einer Talkshow die folgenden Sätze aus dem Mund von Sebsatian 23 hörten, war es um uns geschehen: „Zug fahr’n ist fließen auf Gleisen. Flüsse sind Meere auf Reisen. Träume sind Schlaf mit Ideen. Igel Kakteen, die geh’n. Fenster sind gläserne Mauern. Berge sind Wellen, die dauern.“ Sebastian 23 (Was die Zahl soll hätten wir dann auch geklärt, ganz ohne danach zu fragen – siehe unten.) ist Poetry Slammer, Autor und Moderator. Dazu moderiert er viele Shows und schreibt für verschiedene TV-Formate und Bühnen. Momentan tourt er mit seinem aktuellen Programm „Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später“ durch Deutschland. Für seine SloSlamShow im Mehringhof-Theater am Freitag verlosen wir 2×2 Gästelistenplätze. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WORD‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Am 10. Oktober erscheint übrigens Sebastians erster Roman „Die Sonnenseite des Schneemanns“ bei Lektora. Trotz der Aufregung darüber fand er zwischen zwei kräftigen Kaffees noch Zeit und Wort um sich unseren Fragen zu widmen. Wobei, vielleicht stellen ja gar nicht wir die Fragen, sondern Manuel Neuer…?

Name: Sebastian 23
Alter: 38
Wohnort: Bochum
Beruf: Autor
Schuhgröße: 46
Lieblingswort: Ja.
Kontakt: Kaderschmiede Booking, Hamburg

 

Gibt es Leben auf dem Mars? Ob es jetzt gerade Leben auf dem Mars gibt, ist schwer zu sagen. Aber wenn du es auspackst und eine Woche liegen lässt, gibt es garantiert jede Menge Leben auf dem Mars.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Kaffee.

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als Allererstes? Kaffee.

Im Zweifel lieber stumm oder taub? Wer denkt sich diese Fragen aus? Die Spanische Inquisition? Der Autor von SAW?

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter? Auf jeden Fall bis zu dem Punkt, an dem ich im Roman anfange, diesen Roman zu lesen. Ob ich dann weiterlese, erfahre ich ja auf der nächsten Seite.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Exakt dasselbe, was ich jetzt mache. Aber vermutlich erfolgreicher.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Paul Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön:
zerchillt (müde durch entspannen), Applau (ein einzelnes Klatschen) und grubeln (nachdenklich buddeln, nach Erinnerungen graben)

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Handy? Eine Büste von Grete Penelope Mars, einer Frau, die es angeblich nie gab.

Willst du jemanden grüßen? Ich grüße meinen Verstand, wo immer er auch sein mag. Ich vermisse ihn, aber nur manchmal.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest? 23.

Wenn Gott allmächtig ist, kann er dann einen Stein erschaffen, über den er nicht springen kann? Ich habe diese Frage tatsächlich mal einem etwas zerchillten Mann in der U-Bahn gestellt, der lautstark behauptete, selbst allmächtig zu sein. Er sah mich eine Weile lang grubelnd an und sagte dann (ich zitiere wörtlich): „Das ist doch spiegelkosmischer Pimperquatsch!“

Wenn die Welt in einem Jahr untergeht, was würdest du von nun an machen? Exakt dasselbe, was ich jetzt mache. Nur weniger erfolgreich, zumindest langfristig.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kaffee.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Tanzen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Fast alles. Außer den Geschmack von Erdbeeren.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich lebe im Ruhrpott, aber interessiere mich nicht groß für Fußball. Wenn das rauskommt, werde ich wahrscheinlich gezwungen, ins Münsterland zu ziehen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Ich möchte lieber hervorheben, dass ihr alles richtig gemacht habt, indem ihr manche Fragen nicht gestellt habt: Kann man vom Poetry Slammen leben? Wieso heißt du Sebastian 23? Warum guckst du denn jetzt so gelangweilt?

Das letzte Wort?
Hoffentlich: Danke.

Foto: Fabian Stürtz

URBAN NATION

Straßenkunst findet auf der Straße statt. Im Kontext der Gebäude und öffentlichen Räume, in dem die Kunst entsteht, entfaltet sie nicht nur ihre Wirkung, sondern erschließt sich oft auch erst der tatsächliche Inhalt. Darüber hinaus macht gerade die Flüchtigkeit der Werke für viele, nicht selten die Künstler selbst, den besonderen Reiz aus. Versuche, Street Art und Urban Art zu konservieren, zugänglich zu machen und im wahren Wortsinn  wertzuschätzen, enden nicht selten in unautorisierten Ausstellungen, blutleeren Galerien und millionenschweren, ausgefrästen Gebäudefragmenten an den Wänden ultrareicher Kunstverkenner. Wand auf Wand, signed by Banksy. Das URBAN NATION „Museum“, das am Wochende in der Bülowstraße in Berlin Schöneberg eröffnete, ist das alles nicht. Hier wurde ein Ort geschaffen, der die Kunst nicht zur Ausstattung degradiert, sondern für sie da ist. Der Raum gibt nicht der Kunst ein Heim, sondern entsteht anders herum erst durch sie. Wo sonst, als in Berlin könnte der Versuch gelingen, die Grenzen zwischen Straße und Raum, Kunst und Konsum, Leinwand und  Pinsel – repsektive Dose – derart verschwimmen zu lassen, dass daraus so etwas wie eine neue eigene Form der Darreichung entsteht. Bereits seit 2013 verwandelt URBAN NATION Berliner Fassaden in eine riesige Outdoor-Galerie und verbindet Menschen über die Kunst und Nachbarschaftsprojekte mit ihrer Stadt. Das nun geschaffene Museum soll zum Spielfeld und grenzüberschreitenden Verbindungsort zwischen Bewohnern, Kunstinteressierten und Kunstschaffenden werden, die hier Möglichkeiten der Entfaltung außerhalb von Auftragsarbeiten für Nike und Co. finden. Die Fassade des vom Architekturbüro Graft umgedachten Gründerzeithauses besteht aus mobilen Elementen, die immer wieder neu gestaltet und anschließend im Museum „konserviert“ werden können. Die Räume selbst durchwandern die Besucher wie auf einer Straße, um die Kunst sowohl von weitem als auch aus der Nähe betrachten zu können. In Workshops und stetem kreativem Austausch sollen immer neue Kunstwerke entstehen, sich Netzwerke spinnen und die Verbindung von Mensch, Kunst und Raum gefeiert und belebt werden, statt sie nur zu dokumentieren.
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URBAN NATION Museum | Bülowstraße 7, 10783 Berlin | Öffnungszeiten Di-So 10-18 Uhr | urban-nation.comFacebook

Kunst in Raum und Glas

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Man nehme ein paar der besten Barkeeper Deutschlands, füge spannende Künstler hinzu – darunter Fotografen, Hutmacher, Bildhauer oder Illustratoren – fülle das Ganze in einen feinen Art Space in Berlin Mitte, stelle genügend Arbeitsmittel und hochwertige Getränke zur Verfügung und überlasse den kreativen Cocktail ganze zwei Tage lang sich selbst. Was dabei herauskommt ist wahrscheinlich das Hochprozentigste, was während oder neben der Art Week so geht in der Hauptstadt, denn dem kreativen Treiben liegt folgendes Konzept zu Grunde: Während tagsüber Künstler wie Andreas Preis, Tim David Trillsam, Eyecandy Fotografie, Efkan NY oder Fortin Hats in einem Open Space an ihren Werken arbeiten, übersetzen abends vier Top-Mixologen die Kunst ins Flüssige. Soll heißen, jedem Kunstwerk wird ein besonderer Drink gewidmet. Das Beste: der gesamte Schaffensprozess ist öffentlich und für alle Interessierten kostenlos miterlebbar. Am Ende kann man das Bild oder Ding gewordene Kunstwerk bestaunen und parallel flüssig genießen. Reizüberflutung ick hör dir trapsen. Möglich macht das Spektakel Hennessy, die weltweit führende Cognac-Brennerei (mit Sitz in Cognac, he he), womit ausreichend hochwertiger Grundstoff garantiert sein dürfte. Das Creators Hub findet vom 14. bis 16. September in der Seven Star Gallery statt. Das exklusive Opening mit Live Musik und allen Künstlern steigt morgen ab 19 Uhr. Wir verlosen 3×2 Plätze auf der Gästeliste. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ARTxMIXOLOGY‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Creators Hub by Hennessy | Do.,14.09.- Sa.,16.09., 12-24 Uhr | Seven Star Gallery, Gormannstraße 7, 10119 Berlin | Facebook Eventlink

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 12. September 2017 | Tags: , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Morgen ist heute schon gestern

Zukunft, ein gerade im Wahlkampf gut und gerne gerbauchter Begriff. Die einen wollen sie gerechter gestalten, die anderen sicherer, wieder andere zeichnen sie mit der hässlichen Fratze der Angst. Doch was bedeutet Zukunft? Wie wollen, wie werden wir leben? Wie stellen wir im Angesicht aktueller Herausforderungen die Weichen für ein lebenswertes Morgen? Und wer definiert überhaupt, was damit gemeint ist? Wie können Wissenschaft und Forschung dazu beitragen, Zukunft zu gestalten? Das Futurium in Berlin entstand auf Initiative der Bundesregierung gemeinsam mit führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen, Stiftungen und der deutschen Wirtschaft. Es soll künftig als Ort für Begegnung und unabhängige Plattform für Dialog und Vernetzung zwischen Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft dienen, um gemeinsam eine wissenschaftsbasierte Diskussion über Entwicklungen von nationaler und internationaler Bedeutung für die Gestaltung der Zukunft zu führen. Im Futurium entstehen eine Ausstellung mit lebendigen Szenarien, ein Mitmachlabor und ein Veranstaltungsforum. Nun sind die Bauarbeiten fertig gestellt und bevor die Exponate den Weg in die Räume finden, gibt es am Samstag ein Open House, das sich gewaschen hat. Die Flying Steps tanzen zwischen Natur und Roboterwelt, mit dem Virtual-Reality-Simulator Icaros, kann man wie ein Vogel durch die Lüfte fliegen, der Roboter Pepper erklärt Zukunftsszenarien, das Radialsystem V lädt zu musikalischen Interventionen ein, während im Erdgeschoss Podiumsdiskussionen und Vorträge zu futuristischen Städten, selbstfahrenden Autos, der Zukunft der Meere oder Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz geführt werden. Mit dabei sind unter anderen Klaus Töpfer, Jutta Allmendinger, Friedrich von Borries und Dunja Hayali. Ach ja, Sci-Fi-Kino-Highlights gibt es auch, genauso wie Live-Musik und DJ-Mukke. Wir brechen die Aufzählung aus Platzgründen an dieser Stelle ab und entlassen euch mit einer warmen Empfehlung: hingehen, Zukunft gestalten! Unsere Zukunft. Deine Zukunft.
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Ein Tag Zukunft. Open House im Futurium | 16.09.2017 ab 11 Uhr | Alexanderufer 2, 10117 Berlin | Eintritt frei | futurium.de | Facebook Eventlink

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Annie O

Das 2-Minuten Interview

Annie O hatte auch mal einen Nachnamen. Damals war sie noch Investmentbankerin in London. Inzwischen ist sie DJane, legt (im Zweifel nackt und auch in dreißig Jahren noch, siehe unten) in Tel Aviv oder Paris auf und arbeitet an einem eigenen Live-Act. Oha, was für ein Turn! Doch weil das Leben zu kurz ist für den ganz großen Irrweg und wir nur eins davon haben, entschied sie sich ihrem Herzen zu folgen und die Karriere mit Leidenschaft statt mit Kohle zu füllen. Kennengelernt haben wir Annie auf der diesjährigen Projektin Konferenz in Nürnberg, bei der sie in einem sehr inspirierenden Vortrag von sich und ihrer Geschichte erzählte. Im Interview kämpfen wir an der Seite von Sigmund Freud und mit Bitcoins bewaffnet gegen eine Riesenente und laden uns danach selbst zum Essen ein. Ach ja, in anderthalb Wochen läuft sie den Berlin-Marathon. Mist, da hätten wir ja direkt mal nach ihrer Playlist fragen können.

Name: Annie O
Alter: 33
Wohnort: Berlin
Beruf: DJane
Schuhgröße: 38
Lieblingsrausschmeißersong: „My heart will go on“ von Celine Dion
Kontakt: anniemal.x@gmail.com

Welcher Moment hat alles verändert? Der Moment, in dem ich bei der Investmentbank gekündigt habe und beschloss, mich nicht vom System einnehmen zu lassen, sondern mein eigenes Ding zu machen.

Vinyl oder MP3? MP3 – oder, um genauer zu sein, WAV/AIFF

Die erste Platte deines Lebens? Pumuckl. Tatsächlich.

Keiner tanzt. Was tun? Mehr Kleidungsstücke ausziehen.

Erfolgreiche 60-jährige Banker gibt es viele, erfolgreiche 60-jährige DJ’s eher wenig. Warum hast du das nur getan? Hm, da würde ich nicht direkt zustimmen. Es gibt viele erfolgreiche DJs, die schon „älter“ sind. Allerdings kann der Lebensstil eventuell irgendwann etwas anstrengend werden, so dass man sich an einem Punkt vielleicht bewusst entscheidet ruhiger zu werden. Aber ich glaube, dass man als DJ ewig weitermachen könnte, wenn man das wollte und am Puls der Zeit bleibt. In hohem Alter könnte man dann als „DJ-Senior/in“ wieder zur coolen Sensation werden.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Bitcoins. Das ist leider völlig an mir vorbeigezogen.

Wem würdest du gerne ein Denkmal setzen? Sigmund Freud. Er mag unter Umständen etwas kontrovers sein – aber ich interessiere mich sehr für Psychoanalyse und die Tiefen der menschlichen Seele. Seine Erkenntnisse haben mich schon damals in der Schule zutiefst fasziniert.

Das Problem deiner Generation? Wir sind flatterhaft und ungeduldig geworden. Alles muss schnell gehen, alles muss sofort passieren, wir können uns aufgrund der vielen Möglichkeiten schlecht entscheiden, wir gönnen uns nicht viel Ruhe, sondern sind dauernd durch Messages, Emails und Soziale Medien abgelenkt. Auch sind wir oberflächlicher geworden – wir sorgen uns mehr um unser äußeres Image, versuchen uns richtig in Szene setzen.

Würdest du lieber gegen eine Ente kämpfen, die so groß ist, wie ein Pferd oder gegen 100 Pferde, die so klein sind, wie Enten? Ich wähle die große Ente. Ein Gegner ist einfacher zu händeln als 100. Allerdings würde ich mich erstmal mit ihr an einen Tisch setzen und mich mit ihr aussprechen wollen. Kämpfen ist doch nicht nötig – dahinter steckt doch zumeist ein unerfülltes und unausgedrücktes Bedürfnis, mit dem man hoffentlich auch anders umgehen kann.

Welche Superheldenkraft hättest du gerne? Ich würde anderen Menschen gerne ihre innere Schwere, all das nehmen können, was sie bewusst oder unbewusst belastet. Auf eine Art versuche ich das zumindest kurzzeitig mit meiner Musik – das Grundgefühl meiner Musik ist uplifting und happy, und ich genieße es sehr, wenn ich beobachte wie Leute auf der Tanzfläche ekstatisch aus sich herauskommen, verträumt lächeln und alles um sich herum vergessen. Aus wahrscheinlich ähnlichem Beweggrund habe ich vor ein paar Jahren auch eine Ausbildung in Hypnosetherapie gemacht.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Oh, Kochen ist gar nicht meine Stärke. Wenn ich koche, was recht selten ist, dann eher „funktional“ – ich würde wahrscheinlich eine Art Reispfanne mit Gemüse machen. Oder so. Oder euch doch gleich lieber in eins der vielen Restaurants in der Nähe einladen.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Ich würde gerne die Zeit anhalten können. Denn manchmal wünsche ich mir mehr Zeit, um all die Eindrücke und Energien anderer Menschen zu verarbeiten, die ständig auf mich einprasseln. Da würde ich gerne einfach mal kurz durchatmen und in mich reinhören können, bevor die Zeit weitergeht.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde gerne ändern, wie wir Menschen generell miteinander kommunizieren. Ich würde mir wünschen, dass jeder in der Lage wäre und sich frei genug fühlen würde um genau das zu sagen, was er/sie denkt und fühlt und welche Bedürfnisse er/sie hat – denn das würde sehr vielen Konflikten vorbeugen und die Welt zu einem viel entspannteren, verbundeneren Ort machen, sowohl auf privater als auch auf gesellschaftlicher und sogar politischer Ebene.

Was sollte niemand von dir wissen? Genau das, was ich jetzt auch nicht sagen werde :)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ich stelle Leuten, die ich im Club kennenlerne, als Gesprächsöffner gerne mal die Frage: „Was ist die erste Erinnerung deiner Kindheit?“ Das überrascht die meisten und es kommen dann immer interessante Gespräche dabei raus. Das ist meine kleine Rebellion gegen den Smalltalk.

Das letzte Wort:
Wer später bremst ist länger schnell.

Foto: Manolo Ty

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 12. September 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Alles auf Xucker!

Leckere Kekse und Kuchen, Schokolade von dunkel bis hell, Bonbons, Marmelade oder ein unwiderstehlicher Schokonussaufstrich – keine Frage, das Leben macht süß mehr Spaß. Blöd nur, dass der enthaltene Industriezucker so ungesund ist, dick macht und die Zähne angreift. Und unter uns, Zuckerersatz ist in der Regel weder geschmacklich, noch substanziell eine echte Alternative. Nein, ein Leben ohne Zucker können wir uns nicht vorstellen. Bis jetzt! Denn jetzt haben wir Xucker. Nein, das ist kein Schreibfehler, das soll so. Xucker ist natürlich, sieht genauso aus und schmeckt genauso wie herkömmlicher Zucker, hat dabei aber weniger oder gar keine Kalorien und pflegt dazu noch die Zähne. Und weil das so genial ist, hat Xucker aus Berlin nicht nur Basis-Süßungsmittel wie braunen, Puder- oder Gelierxucker auf den Markt gebracht, sondern gleich ein ganzes Sortiment aus süßen Produkten wie Schokolade, Aufstrichen und Kakao oder Ketchup und ermöglicht so Sportlern, Diabetikern, ernährungsbewussten und Menschen mit Fructose-Intoleranz ein Leben ohne Zucker. Für die Herstellung der Produkte wird ausschließlich reines Xylit und Erythrit verwendet. Das natürliche Wunder-Süßungsmittel Xylit enthält bis zu 40% weniger Kalorien und trägt zusätzlich zur Remineralisierung der Zähne bei. Erythrit wird mittels Fermentation von Traubenzucker gewonnen und ist sogar komplett kalorienfrei. Ohne Quatsch, wir trinken unseren Kaffee inzwischen nur noch mit lecker Bronxe Xucker – süß, ohne eine einzige Kalorie. Da geht dann auch ein Stück Schokolade dazu. Die hat dann zwar durch Zutaten wie Kakaobutter ein paar mehr Kalorien, das süße Erlebnis aber bleibt und zwar industriezuckerfrei. Sowas muss man auch mal abfeiern. Danke Jungs!
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Xucker | natürlicher Zuckerersatz | www.xucker.de | Facebook

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Endlich Nachtschicht

Wie klingt das für euch? Ihr kommt uns am Freitag in unserem neuen MMW Space in der Naunynstraße 38 in Kreuzberg besuchen, wir stellen leckere Getränke kalt, schmeißen den Grill an, machen einen Nudelsalat, drehen ein paar Platten und erzählen euch obendrein ein wenig über uns und unsere Idee von gutem Design. Am Freitag den 8. September steigt nämlich von 19 bis 24 Uhr die 6. NACHTSCHICHT – BERLIN DESIGN NIGHT von Create Berlin. Und weil wir gerade erst umgezogen und na ja, ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz auf unsere neue Fabriketage, unsere kleine Remise, den Innenhof und unseren Kran sind und bisher noch keine offizielle Einweihungsfete begangen haben (puh, Endlossatz, kurz Luft holen), packen wir die Gelegenheit beim Schopf und sind erstmals selbst mit von der Partie. Zur Erklärung: Bei der „Langen Nacht der Kreativwirtschaft“ laden die Akteure der Berliner Design- und Kreativszene dazu ein, hinter die Kulissen ihrer Agenturen, Studios, Ateliers, Showrooms und Werkstätten zu blicken. Per Shuttle-Bus oder Fahrrad kann man zwischen insgesamt 70 Orten pendeln, Inspiration sammeln, gehaltvolle Gespräche führen oder ebensolche Getränke genießen. Neben Drinks und Snacks und Musik und Konfetti gibt es bei uns einen kleinen Impulsvortrag zum Thema strategische Kommunikation und Design. Unser kreativer Kopf Robert gibt unter dem Motto “Form follows Marke” Einblicke in unsere Herangehensweise bei der Entwicklung von Gestaltungsprozessen. Wir freuen uns auf neue und alte Kontakte, inspirierende Gespräche und ein famoses House Warming im nigelnagelneuen, fast fertigen MMW Space. P.S. Besucher der Nachtschicht fahren am 8. September von 19 bis 24 Uhr kostenfrei mit den Rädern von nextbike. Alle Infos und den Gutscheincode findet ihr in Kürze auf berlindesignnight.de/mobility. Kommt vorbei und bringt Freunde mit!
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MMW Office Warming X NACHTSCHICHT Berlin Design Night | Fr., 08.09.2017, 19-24 Uhr | MMW Space, Naunynstr. 38, 10999 Berlin | Facebook Eventlink

Es werde LUX!

Wer Kino liebt, liebt Yorck. Seit nunmehr vierzig Jahren sind die kleinen, manchmal schrägen, immer besonderen Programmkinos der Yorck-Gruppe der Garant für Filmunterhaltung mit Niveau in der Hauptstadt. Mit der ganz eigenen Mischung aus liebvoll ausgewählten Indipendent-Produktionen, besonderen Dokus, originalsprachigen Filmen und internationalen Kassenschlagern jenseits des erwartbaren Popcorn-Geballers überlebte Yorck nicht nur das Erstarken und Sterben der Multiplexe, sondern ist inzwischen mit zwölf Kinos und zwei Freiluftkinos Berlins größter Kinobetreiber. Heute Abend nun und morgen ganz offiziell eröffnet im alten neuen Berliner Westen, in einer unscheinbaren Passage zwischen C|O Berlin und Kantstraße ein Kino, das den gesamten Kosmos der Yorck-Magie auf den Punkt bringt. Sieben Säle zählt das neue Flaggschiff, jeder ist in einer anderen Farbe gehalten. Glitzervorhänge, Teakholz und Lampen aus dem alten Gloria Palast sorgen für den besonderen Rahmen um den Rahmen. Das Highlight jedoch sind die spektakulären LED Lichtleisten (es heißt ja nicht umsonst LUX), die jedem Saal von winzig bis groß seine ganz eigene Atmosphäre verleihen. Besonders bequeme und geräumige Sessel sorgen für ein dem Namen entsprechendes LUXuriöses Kinoerlebnis. Genug der Namenswitze! In der Eröffnungswoche laufen unter anderem der chilenische Film „Una mujer fantástica“, der im Februar im Berlinale-Wettbewerb lief, „David Lynch – The Art Life“, der neue Klimaschutz-Film des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore „Eine noch immer unbequeme Wahrheit“ und die französisch-belgische Komödie „Barfuß in Paris“. Die große Eröffnungsgala heute Abend u.a. mit Dieter Kosslik und Iris Berben als Festredner und einem Live-Gig von Christian Friedels ‚Woods of Birnam‘ organisieren übrigens wir von muxmäuschenwild mit unserer Event-Crew. :) #stolzwiebolle
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delphi LUX | Kantstr. 10, 10623 Berlin | ab 07. September täglich | yorck.de | Facebook | Foto Credit: Yorck Kinogruppe/Adrian Schulz

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 05. September 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

GABO

Das 2-Minuten Interview

 

Was haben Helmut Schmidt, Alice Schwarzer, Peter Ustinov, Kevin Costner, Eric Clapton, Uwe Ochsenknecht, Moritz Bleibtreu, Veronica Ferres, Franka Potente und Marius Müller-Westernhagen gemeinsam? Sie alle standen schon vor der Kamera der gebürtigen Hamburgerin GABO. Mit ihrem Titelfoto von Herbert Grönemeyer wurde sie 1986 quasi über Nacht zum Stern am Fotohimmel. Was seither passierte habt ihr schon im Einleitungssatz lesen können. Na ja, zumindest bekommt ihr so eine Idee, denn das Universum dieser inspirierenden Frau und Künstlerin ist riesig und sowieso jeden Tag neu. Brandenborough Cowgirl, Frauenquoten-Erhöherin, Panzerknackerin, Liebende, Mama, Fotografin und Schokoladenseitenfinderin zwischen Pferden und nackten Männern. Zwei Minuten, die nicht reichen, aber Lust machen auf Mehr. Vom 10. bis 17.09.2017 präsentiert die Editionsgalerie LUMAS die GABO*FAME Ausstellung Retrospektive in der Humboldt Box. Alle Infos zum Event findet ihr hier: facebook.com/events

 


Name: GABO
Alter: alterslos
Wohnort: Berlin up north
Beruf: Fotografin / Lichtbildnerin
Schuhgröße: 40
Lieblingsmotiv: Nackte Männer und Pferde
Kontakt: www.gabo-photos.com

Wann in deinem Leben hast du dich am lebendigsten gefühlt? Genau jetzt!

Wer oder was ist GABO? Bin ich immer noch am Herausfinden – bis jetzt kam heraus: Pippi Punky Amazone, Brandenborough Cowgirl, Frauenquoten-Erhöherin, Panzerknackerin, Liebende, Mama, Fotografin und Schokoladenseitenfinderin.

Was macht ein gutes Foto für dich aus? Es sagt im besten Fall mehr als 1000 Worte.

Welches Verhalten nervt dich bei den Menschen vor deiner Kamera? Wenn man die eigene, natürliche Mimik nicht mehr wiedererkennt und sie vor lauter Botox „seelenlos“ geworden sind. Zu der Person selbst finde ich immer schnell einen Draht – das Anstrengende sind meist nur ihre Manager, die sie an das Set begleiten.

Welche Bedingungen brauchst du um gut arbeiten zu können? Ein Budget: vieles soll heute immer umsonst sein, doch Qualität hat eben ihren Preis!

Analog oder digital?
Beides

Beruf oder Kunst?
Beides

Methoden, Ansprüche und Wertschätzung in der Fotografie haben sich stark gewandelt. Ist dein Beruf heute noch derselbe wie zu deiner Anfangszeit?

Zu keiner Zeit waren Bilder so bedeutungsleer wie heute, wo sie durch das iPhone zu einem Massenphänomen mutiert sind. Man kann mit ihnen nicht mehr die Welt revolutionieren, reißende Mosaiksteinchen überfluten uns täglich. Früher war eben alles besser. ;)

Worauf bist du stolz? Dass ich sehen kann und „ein Auge“ besitze, mit dem ich Schönheit, Persönlichkeit und Erotik einfangen kann. Ein „künstlerisches Auge“ hat nicht Jeder, darauf bin ich sehr stolz.

Die inspirierendste Person, die du je vor der Kamera hattest? Ganz klar: Kevin Costner! Er ist eben ein Cowboy, liebt Pferde und Hunde wie ich, besitzt aber auch Tiefgang und wir hatten extrem viele Gesprächsthemen, als ob wir uns schon ewig kennen würden.



Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast: Nimm den Objektivdeckel ab!



Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen. Welches Jahr stellst du ein und warum? Frühes Atlantis, ca. 9600 v. Chr., da lebte man noch im Einklang mit der Natur und hatte viel heiliges Wissen!



Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun? Da fällt mir nichts ein! Komisch, beim besten Willen nicht….

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich habe ein Buch geschrieben, einen Liebesroman. Diesen Stoff könnte man auch gut verfilmen! Überhaupt würde ich es gerne als Drehbuch herausbringen und die Regie dazu machen… das wäre mein Traum. Der Inhalt bleibt aber noch geheim!



Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti – ich kann nichts anderes kochen.

Welche Persönlichkeit (tot oder lebendig) hättest du gern einmal vor der Linse? Jesus



Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Trump entlassen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich hoffnungslos romantisch bin.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wen möchtest du noch(mal) fotografieren? Haha, Standardfrage jedes Interviews.

Das letzte Wort:
 Love!

Foto: Ilka Grüneberg

Das ganze Feld ist eine Bühne

Oh, was schlagen die Wellen gerade wieder hoch, dank Unterschriftensammlung und dem Ende der Theaterferien. Nach der umstrittenen Ernennung des neuen Intendanten Chris Dercon wird die neue Spielzeit der Volksbühne Berlin, wie sie jetzt offiziell heißt, eingeläutet und wir sind alle eingeladen. Nicht in den altehrwürdigen Bau am Rosa-Luxemburg-Platz sondern raus aufs Tempelhofer Flugfeld. Zehn Stunden lang wird Berlins schönstes Nichts zum aufregendsten Dancefloor der Stadt. Unter der künstlerischen Leitung von Boris Charmatz, der unter anderem Brit Rodemund und Christopher Roman vom Dance On Ensemble, die Hip-Hop Kids der Flying Steps Academy und das BEM Folk Dance Ensemble zusammenbringt, werden auf einer riesigen kollektiven Bühne ab 12 Uhr pausenlos Choreografien, Ensembleszenen, aber auch traditionale Tänze präsentiert. Dazu gibt es einen Bereich zum Selbsttanzen, ein Bewegungslabyrinth aus Solo-Tänzen und einen riesigen Soul Train quer über das Flugfeld – in 10 Stunden geht so einiges. Hat das nichts mehr mit der „alten“ Volksbühen zu tun? Vielleicht. Klingt das spannend? Absolut. Macht uns das neugierig? Ganz bestimmt. Der Eintritt ist frei und jeder ist willkommen. Ab 11.30 Uhr kommt ihr sowohl vom Haupteingang des Flughafengebäudes am Platz der Luftbrücke als auch übers Tempelhofer Feld auf die Fläche. Sorry, die Bühne.
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Fous de danse – Ganz Berlin tanzt auf Tempelhof | So., 10.09.2017, 12-22 Uhr | Flughafen Berlin Tempelhof, Platz der Lustbrücke, 12101 Berlin | Eintritt frei | Facebookevent

Weniger ist alles

Benzophenone, Polyethylene, Imidazolidinyl Urea? Bitte wie meinen? Die Inhaltsangaben von Kosmetikprodukten sind oft nicht nur kryptisch, sondern auch voll von unnützen Bestandteilen. Stabilisatoren, Konservierungsstoffe und UV-Filter für die einen, schlichtweg Bullshit für die anderen. Schließlich wirken viele der verwendeten Zusätze hormonell oder stehen im Verdacht allergieauslösend oder krebsfördernd zu sein. Wie wäre es, wenn man eine Kosmetik- und Pflegelinie entwickelt, die den Bedürfnissen von sensiblem Haut & Haar gerecht wird, dabei nur aus handverlesenen, natürlichen und biologisch angebauten Ingredienzen besteht, sprich radikal auf alle sonstigen Beimischungen verzichtet, also auch auf beispielsweise Wasser. Five Skin Care aus der Schweiz stellt Make-up-Entferner, Hair & Body Shea Cremes, Hair Moistures und Body Scrubs her, die aus maximal fünf, manchmal sogar nur zwei Inhaltsstoffen bestehen. Das klingt abgefahren und das ist es auch. Das Herz der Pflegelinie sind Sheabutter und Bio-Öle, wie Aprikosen-, Argan-, Jojoba- oder Kokosöl, die in Kombination mit hochwertigen Ingredienzen wie Roter Tonerde, Vitamin E und Bio-Zucker zu einer reinen und samtig weichen Haut verhelfen. Ätherisches Bergamotte- und Neroliöl, das aus der Blüte des Bitterorangenbaums gewonnen wird, geben den Produkten einen leckeren Duft. Was die Natur alles kann! Die Idee zu FIVE stammt von Anna Pfeiffer, die, selbst mit einer sehr empfindlichen Haut geschlagen, der Suche nach einer passenden, natürlichen Pflege müde war. Zusammen mit Kosmetikexperten entwickelte sie in der Schweiz nun ihre eigene Linie, die sie selbstverständlich vegan und ohne Tierversuche in Deutschland von Hand fertigen lässt. Wir verlosen einmal das großartige Make-Up Remover – Cleansing Oil for Face & Eyes an die besonders Naturverbundenen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MAKE UP!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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FIVE Skin Care | ab 19,99 Euro | fiveskincare.de

FINN

Das 2-Minuten Interview

FINN macht Musik. Weil es ihm Spaß macht. Sagt er. Weil er es richtig gut kann. Sagen wir. Gerade war er wandern und im Anschluss stürzt er sich nebst Band-Kollegen in die Produktion seines neuen Albums. Bei unserem MMW B’DAY BASH rutschte er wegen des… oder besser dank des kleinen Unwetters vorab bis ganz ans Ende unseres Line-ups und wurde so zum würdigen Abschluss der Sause. Achso, außerdem verkauft FINN auch noch Eis und passt auf Kinder auf, zumindest hat er das hochoffiziell unter dem Stichwort Beruf eingetragen (siehe unten). Wir haben nachgefragt und Antworten bekommen, zu seiner Mum, Verbotsschildern auf dem rasen und zu einsamen Nächten mit magischen Gedanken.

Name: FINN
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Ich mache Musik, verkaufe Eis und passe auf Kinder auf.
Schuhgröße: 43
Lieblingsnote: Fis
Kontakt: finnmusik.de

Dein Song für die Ewigkeit? Chet Baker: Forgetful

Machst du bessere Musik, wenn du gut drauf oder traurig bist? Ob ich bessere Musik mache kann ich schwer sagen. Musik mache ich immer wenn ich Lust habe, ob sie dann gut ist oder nicht, bleibt beim Hörer. Mir gefällt aber eigentlich meistens was ich mache. :)

Im Zweifel lieber stumm oder taub? Ich denke, stumm.

Wessen BRAVO Poster hattest du an der Wand? Nie Bravo Poster. Wenn ein Poster, dann war es Bob Marley aus irgendeinem Poster-Laden in Bremen.

Wie würde deine Mutter dich beschreiben? Naiv aber süß.

Worin wärst du gern besser? Vielleicht im Geld Sparen, aber eigentlich ist das auch ok so wie es ist!

Wie kommt das ‚Betreten-Verboten-Schild‘ auf den Rasen? Durch professionelle Betreten-Verboten-Schild-Werfer würde ich tippen.

Eine Entscheidung, die du nie bereuen wirst: Nach Berlin gekommen zu sein.
Wer oder was inspiriert dich? Die Menschen, die ich um mich herum habe.

Verrate uns einen magischen Ort. Ganz egal wo auf der Welt! Unsere Köpfe! Was wir alles mit unseren Gedanken machen können ist doch verrückt und dadurch vielleicht auch irgendwie magisch.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde euch ’nen leckeren Salat machen mit viel gutem Kram!

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Wahrscheinlich würde ich mir die Fähigkeit zu fliegen wünschen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass Rosenkohl auch mir mal schmeckt.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich schlafe sehr gerne alleine.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Das waren gute Fragen! Haben zum Nachdenken angeregt, auch wenn die Antworten sehr kurz ausgefallen sind.

Das letzte Wort: Ich höre gerade die Elbe rauschen und denke mir, man sollte mehr Zeit am Wasser verbringen!

Foto: Martin Köhler

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 29. August 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Alle Perspektiven

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Vor rund vier Jahren tat sich der Kamerahersteller Olympus mit renommierten Künstlern zusammen und kreierte in den ruinösen Spreewerkstätten an der Zinnowitzer Straße seinen Photography Playground. Besucher konnten sich umsonst Fotokameras ausleihen und in dem übergroßen Spielplatz aus Kulissen, optischen Illusionen und Inszenierungen auf Abenteuerreise und Bilderfang gehen. Am Ende wurde die Speicherkarte mit den gesammelten Bildwelten mit nach Hause genommen. Geniale Idee, genialer Move. Zumal das Konzept durch insgesamt 16 Städte tourte, immer wieder anders, immer wieder neu. Wir selbst waren oft zu Gast und setzten im Rahmen des Photography Playground 2014 einige eigene Veranstaltungen um. Nun ist es wieder soweit. Was heißt wieder? Neuer Ort, neuer Rahmen, neues Programm. Der Olympus Perspective Playground entstand unter der künstlerischen Leitung von Leigh Sachwitz, der mit Exponaten und Inszenierungen von Poetic Kinetics (das sind die mit den großartigen beweglichen Statuen, siehe hier), Liz West, Thilo Frank, Adam Scales + Ari + Pierre Berthelomeau, Quintessenz, Gabriel Pulecio, flora&faunavisions, Xaver Hirsch und vielen weiteren, eine interaktive Ausstellung kreiert, die auch ohne Kamera ihres Gleichen sucht. Hinzu kommt die exklusive Ausstellung Deeper Shades #05 BERLIN des Schwarzweiß-Virtuosen Andreas H. Bitesnich. Der Virtuelle Spielplatz ist vom 1. bis 24. September täglich ab 11 Uhr im Kraftwerk Berlin Mitte geöffnet. Kleiner Tipp: wer sich vorher unter perspectiveplayground.de/tickets anmeldet, kann an der Schlange vorbei laufen. Die offizielle Opening Party für geladene Gäste steigt morgen in Anwesenheit der Künstler ab 19 Uhr. Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚KLICK‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Olympus Perspective Playground | 01.-24.09.2017, So-Mi 11-21 Uhr, Do-Sa 11-23 Uhr | Kraftwerk, Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin | Eintritt frei | perspectiveplayground.de | Copyright: Gabriel Pulecio

Schön, dich zu sehen

„Wenn ich deine Seele kenne, male ich deine Augen“, soll der berühmte italienische Maler Amedeo Modigliani gesagt haben, als er das erste Portrait seiner Lebensgefährtin anfertigte. Viele weitere folgten, von ihr und anderen Menschen. Manchmal verzichtete er dabei sogar darauf die Augen zu malen. Vielleicht, weil ihm der Blick ins Innere seiner Protagonisten einstweilen zu intim erschien oder er das Feld der Interpretation dem Betrachter allein überlassen wollte. Nackte Körper ja, nackte Seelen nein. In den Augen spiegelt sich das Innerste eines Menschen, Emotionen, Absichten, Gemüt. Augen können strafen, zweifeln, streicheln, tadeln. Das Auge sieht, das Auge spricht – und zwar sehr viel mehr als 1000 Worte. Die Begegnung zweier fremder Augenpaare hat dabei ihren ganz eigenen Reiz. Am 30. August kommen Menschen verschiedensten Alters, Glaubens und sexueller Orientierung auf dem Berliner Alexanderplatz zusammen, um sich ganz einfach in die Augen zu schauen. Mit Indianerblick-Speed-Dating hat das nichts zu tun, viel mehr mit zwischenmenschlicher Nähe und dem Gefühl tiefer Verbundenheit. Bei den weltweit stattfindenden „Eye Contact Experiments“ kommen Menschen für den Augenblick einer Minute zusammen, die je nach Gegenüber spannend, lustig, beunruhigend oder ewig sein kann. Schaut euch an, gebt euch zu erkennen und erkennt euch selbst in den Augen der anderen.
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Eye Contact Experiment 2017 | Mi., 30.08.17, 18-21 Uhr | Berlin Alexanderplatz | Facebook Eventlink

Goooooooooood!!!

Okay, das waren ein paar „O“ zu viel, denn der neue Mobilfunkanbieter goood schreibt sich nur mit dreien. goood ist deshalb gut, weil man mit den drei angebotenen Tarifen nicht nur Flatrate telefonieren, simsen und surfen kann, sondern nebenbei automatisch Geld an einen guten Zweck spendet. Zehn Prozent der monatlichen Grundgebühr gehen an karitative Projekte und gemeinnützige Organisationen. Und zwar an solche, die man sich selbst erwählen kann, für Anliegen, die einem persönlich besonders am Herzen liegen. Etwa 250 Partnerorganisationen hat goood an Bord, darunter auch das Deutsche Rote Kreuz, das Deutsche Kinderhilfswerk, Rote Nasen, unsere Freunde von Viva con Agua und die UNO Flüchtlingshilfe – aber genauso regionale Initiativen, die etwas bewegen wollen. Darüber hinaus gehen 25 Prozent der jährlichen Gewinne, die von goood erwirtschaftet werden, ebenfalls an andere Social Businesses. Ende der Story! Achja, goood Nutzer telefonieren und surfen mit dem „goood big impact“, dem „goood big easy“ und „goood big smile“ Tarif im Netzverbund von Telefónica, dem Netz mit den meisten Kunden in Deutschland. Also dann: Fairphone am Little Sun Charge mit sauberem Strom laden, goood Simkarte einlegen und verdammt nachhaltig und mit gutem Gewissen telefonieren. Willkommen bei Mobile 4.0!
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goood Mobilfunk | 9,99-29,99 Euro / Monat | www.goood.de

Meisterlampe

Wenn man das Haus mit der Nummer 79 am anderen Ende der Kantstraße betritt, hält man kurz scheu inne. Irgendwo hätte man doch den Eintritt bezahlen müssen, denkt man bei sich, wähnt man sich doch in einer Art Galerie, mitten in einer Kunstinstallation oder einem architektonischen Designkonzept, der lebendigen Studie einer entrückten, poetisch künstlerischen Welt von morgen. Alles falsch. In dem kolossalen Altberliner Bau des massivherrschaftlichen Westens, samt steinerner Wendeltreppe und mehrgeschossigen Deckenhöhen, befindet sich der Arbeits- und Schauraum des großartigen kanadischen Design- und Interieur-Labels Bocci. Jeder Raum in diesem Haus ist so gut wie leer – ein Schreibtisch hier, ein Besucherstuhl da. In jedem Raum, jedem Zimmer, jedem Flur hängt eine einzig und allein für diesen Ort geschaffene Lampeninstallation. Jede von ihnen in unzähliger Handarbeit als Unikat zwischen Gegenstand und Kunstobjekt erschaffen. Sie erleuchten die Räume um sie nicht, sie schaffen diese erst. Kaleidoskopische Lichtexplosion, in verschiedenen Farben und organischen Formen. Bocci um das geniale Mastermind Homer arbeitet als Kooperative von Handwerkern, Architekten, Technikern und Designern an Lichtinstallationen, Möbeln und (weil es die sonst wirklich nur in hässlich gibt) Steckdosen. Nicht nur in Vancouver, sondern auch in Berlin tun sie das mit einem geschulten Auge für Fantastik. Eine ihrer zauberhaften Leuchten schmückt auch den Friends Space unserer Freunde von Freunden. Das Besondere an Bocci ist die grenzüberschreitende und interdisziplinäre Arbeit. Ihre Objekte entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit Zeitgeist, Mechanik, Materialkunde und Kultur. Daraus entsteht in jeder Umgebung eine ganze Welt.
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Bocci | Preis auf Anfrage | www.bocci.ca | Foto Credit: Johannes Schoen (Bocci)

Willy Iffland – Dressed Like Machines

Das 2-Minuten Interview

Humor verbindet. Das geht sogar so weit, dass man anfängt Menschen zu mögen, ohne ihnen jemals begegnet zu sein. Einfach, weil man über dieselben Dinge lacht und dankbar ist für die tägliche Portion Spaß oder Irritation. So geht es uns mit Willy Iffland (Doppel L, Y, Doppel F – geht kaum geiler!), dem Mastermind hinter unserem Lieblings-Blog für subtil-chaotische Gesellschaftskritik ;) DRESSED LIKE MACHINES. Eigentlich ist DrLima (hochoffizielle Abkürzung) der wahre Grund, warum wir immer noch auf Facebook rumdaddeln. Kostprobe gefällig? „Eine Freundin und ich planen Alkohol nur noch in Gesellschaft zu trinken. Wir ziehen jetzt zusammen.“ Gut, ist natürlich deutlich lustiger in Pink und mit lakonischer Überschrift. Check https://www.facebook.com/DressedLikeMachines/. Ach, und Willy? Der liebt Tattoos und hat aktuell 320 Paar Turnschuhe zuhause. Somit wäre wohl das Wichtigste gesagt. Genießt die nächsten zwei Minuten (schnell gelesen)!

Name: Willy Iffland
Alter: 27
Wohnort: Leipzig
Beruf: Selbständig und alles machend
Schuhgröße: 45,5
Lieblingsblogger: Ich lese nur noch wenige Blogs, aber wenn ich mich festlegen müsste, dann gibt es keinen speziellen sondern ein paar, die ich über die Jahre weg wirklich lieben gelernt habe.
Kontakt: Wie Kontakt? :P Handynummer oder was?

Was würdest du ohne Internet tun? Nicht existieren.

Du kannst eine Maschine deiner Wahl einkleiden, welche und wie? Ich würde dem Motor meines Autos ein Muskelshirt drüberstreifen, denn der hat ordentlich Power. Oder sowas…

Schließe die Augen und denke an etwas Schönes. Woran denkst du? Fruit Loops

Wie oft googelst du dich selbst? 2x im Jahr, einmal Januar, einmal Dezember… Mal schauen was dann wieder für Schandtaten und Bilder von mir im Umlauf sind.

Was läuft da zwischen dir und den Twitterperlen? Einiges, auf Details gehe ich nicht ein. Wir sind sehr innig und schweigsam.

Welche drei Websites besuchst du täglich? eBay, Dressed Like Machines, Facebook.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? Bin ich noch nicht, darum kann ich die Frage nicht beantworten.

Bitte vervollständigen! Ich bin ein glühender Fan von: Rhababerschorle

Was kann Leipzig was Berlin nicht kann? Dich zum totalen Entspannen bringen.

Willst du jemanden grüßen? Hey Mutti! Ich bin gestern mal vor 24 Uhr ins Bett gegangen. Ich hoffe du bist stolz auf mich.

Was findest du gar nicht lustig? Nazis

Wovor hast du Angst? Vor ignoranten Menschen, die sich nicht belehren lassen und sich von doofen, rechten Parteien blenden lassen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti, das einzige was ich kann. Natürlich nur mit Pesto aus dem Glas.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Ryan Gosling (Wir stellen gerade eine erhöhte Ryan Gosling Präsenz in unseren Interviews fest. Siehe letzte Woche! Anm.d.Red.)

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen? Überall auf der Welt gleichzeitig armen Menschen helfen können (for real), egal in welcher Form.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Müsste ich mir erstmal ne Liste machen.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mehr Klamotten im Schrank habe als meine Freundin, von den Schuhen ganz zu schweigen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Das letzte Wort: In zehn Jahren sehe ich mich im Blog-Ruhestand :D

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 22. August 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Das Ende der Fleischeslust

Was dem Deutschen seine Wurst, ist dem Türken sein Kebab, dem Wiener sein Schnitzel und so weiter und so fort. Wir wagen an dieser Stelle mal eine steile These: der Konsum von Fleisch, wie wir ihn kennen, hat keine Zukunft. In nicht allzu ferner Zeit werden wir kein Fleisch mehr von für diese Zwecke produzierten Lebewesen essen. Das hat ethische Gründe, das hat ökonomische Gründe und das hat vor allem ökologische Gründe. The End Of Meat is not here, but it’s near. Doch was dann? Wie schmeckt der Döner in Zukunft, auch wenn er nicht mehr vom Dönertier stammt? Wie wirken wir dem Aufschrei der Empörung vor Entmündigung und Mangelernährung entgegen? Wie soll das überhaupt gehen – ganz ohne Fleisch? Oder bedeutet „ohne“ vielleicht auch gar nicht „ohne“, wenn das Eisbein ganz organisch im Labor entsteht? Das Dokumentarfilm-Projekt „The End Of Meat“ spürt genau diesen Fragen nach. Filmemacher Marc Pierschel wagt den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch sowie deren Auswirkung auf Umwelt, Tiere und uns selbst. Er spricht mit Pionieren der veganen Revolution in Deutschland, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten „Nutztieren“ in Freiheit und trifft auf Wissenschaftler, die am tierfreien Fleisch forschen, das den 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkt revolutionieren soll. Der Film wurde per Crowdfunding finanziert und feiert am 3. September Kinopremiere. Alle Termine und Spielzeiten gibt es hier. Die feierliche Premiere mit hochkarätigen Gästen steigt am 26. August im Berliner Kino Babylon. Tags darauf wird bei der Konferenz diskutiert. Mit dabei sind so illustre Köpfe wie Philosoph Richard David Precht oder Dr. Marco Springmann, der an der Universität Oxford am Programm zur Zukunft der Ernährung arbeitet. Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Premieren-Gästeliste an die besonders carnivoren unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BITE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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The End of Meat | Premiere am 26.08.2017, 20 Uhr | Babylon Kino, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin | Tickets | theendofmeat.com | Termine