Kida Ramadan

Kann man Kida Ramadan vorstellen, ohne seine Rolle als „Tony Hamady“ in der TNT-Serie „4 Blocks“ zu erwähnen? Klar, schließlich pflanzt der Mann demnächst mitten in Berlin Orangenbäume. Oder war das anders herum? Fakt ist, bei seinem neusten Projekt „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ steht der waschechte Kreuzberger (geboren im Libanon, aufgewachsen in Xberg, ehemaliger Boule-Spieler, Breakdancer und Rigipsschlepper) zum ersten Mal nicht nur vor sondern auch hinter der Kamera. Darauf freuen nicht nur wir uns sehr. Vielen Dank für das sehr sympathische Interview, Mr. Nobody.

Name: Kida Ramadan
Alter: Im Herzen bleibe ich auf ewig 5!
Wohnort: Kreuzberg
Beruf: In erster Linie versuche ich zu leben. Und manchmal bin ich auch Schauspieler und Regisseur.
Schuhgröße: 44
Lieblingsfilmzitat: Hasta la vista, Baby!
Kontakt: instagram.com/orangenbaum_berlin

Beschreibe deinen neuen Film in einem Satz: Eine außergewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung, die Suche nach Heimat und einen Wettlauf mit der Zeit. Und das alles mitten in Berlin gedreht! Und wenn ich ihn in einem Wort hätte beschreiben sollen, dann wäre es: Freiheit.

Wie motivierst du dich? Das einzige was ich dafür brauche: jeden Morgen meine Frau und die Kinder in den Arm zu nehmen.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Nobody’s perfect. My name is nobody.

Was war dein übelster Job bisher? Das war dann wohl: Rigips schleppen auf der Baustelle!

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter? Ja klar! Ich will doch wissen was passiert!

Was müsste dringend noch erfunden werden? Wie man Filme ohne Förderung produzieren kann!!!

Bitte vervollständige: In Berlin… wächst kein Orangenbaum. Aber ab 24.9. schon! Erstmal auch NUR in Berlin!

Wovon hast du keine Ahnung? Von Autos…

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Zwischen Tom Hardy und Jude Law im Jogger zu sitzen. Das war 2017 bei der Verleihung der C21 International Drama Awards. Surreal!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Ich würde dafür sorgen, dass endlich FRIEDEN herrscht.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich frag mal meine Frau, vielleicht hilft sie mir.

Was sollte niemand von dir wissen? Das kann ich hier nicht sagen… soll ja niemand wissen!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist der beste Film der Welt? Darüber kann ich nämlich stundenlang reden. Gute Filme können das einfach.

Das letzte Wort: In Berlin wachsen manchmal auch Orangenbäume.

FOTO: Tim Rosenbohm / Port au Prince Pictures

Unser täglich Brot

Mitten in Charlottenburg wird die Berliner Stulle salonfähig gemacht: Das Café und Bistro „Die Stulle“ überzeugt seine Gäste nämlich durch überragende Brot-Stapel-Kreationen. Da gäbe es die Variante mit Brandenburger Bio-Leberkäse, Dijon-Senf-Frischkäse und Spitzkohlsalat, das Bio-Hausbrot mit marinierter Rauke, gefüllten Portobello und Tomaten-Mandel-Kräuterquark oder das Röstbrot zum Selbstzusammenstellen mit wahlweise Pastrami oder Käse und natürlich ganz viel Guacamole. Marlene und Anne, die zwei hinter der Theke, sind längst keine Newbies mehr im Stullen-Business und schaffen es durch ihre bedachte Auswahl an regionalen Lieferanten und Bio-Zutaten immer wieder neue Leckereien in die Auslage zu zaubern. Und da der Mensch sich nicht nur von Brot und Liebe ernähren kann, werden in dem Charlottenburger Frühstückstempel auch täglich verschiedene Bowls, Suppen und Smoothies serviert. Wir verlosen unter allen Stullen-Liebhabern ein Frühstück vor Ort für zwei. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚STULLE GEHT IMMER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Die Stulle | Carmerstr. 10, 10623 Berlin | Mi-Mo 9-17.30 Uhr | die-stulle.com | FOTO: Die Stulle

Kunst ist alles. Alles ist Kunst.

Aus dem Netz zum Bordstein und zurück: Das neue Galeriekonzept #MeetFrida schafft sowohl digital als auch offline ein Schaufenster für junge KünstlerInnen in und aus ganz Deutschland. Damit dürfen sie sich die größte Outdoor- und Online-Gallery von Hamburg über Berlin bis München nennen. Seit August dieses Jahres gibt es bei #MeetFrida diverse KünstlerInnen online zu entdecken und deren Arbeiten käuflich zu erwerben – die Erlöse kommen dabei zu 100% den KünstlerInnen zugute. Die Initiative zur Förderung von Kunstschaffenden zeigt mit Malereien, Fotografien, Illustrationen und Skulpturen ein breites Spektrum an Kunstwerken und deckt dadurch verschiedene Stilrichtungen wie Pop Art, Expressionismus oder Street Art ab. Seit September sorgen die damit verknüpften Kunstplaktierungen in verschiedenen deutschen Städten dafür, dass die unterschiedlichen Positionen der KünstlerInnen auch offline sichtbar gemacht werden. Durch angebrachte QR-Codes können die Arbeiten sogar direkt von der Straße aus ergattert werden. Wer selbst als KünstlerIn teilnehmen möchte, klickt sich am besten fix zum Open Call auf der Website.
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#MeetFrida | meetfrida.art | FOTO: Schwan Communications

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 22. September 2020 | Tags: , , Keine Kommentare

Solider Auftritt

Querbinder, Schleife oder Fliege: Darunter verstehen 99,9% ein Stoffband, das am Hemdkragen zu bestimmten Feierlichkeiten oder Anlässen getragen wird. Die anderen 0,1% heißen Mario und Steffen: die beiden Brüder aus Crailsheim haben das gute Stück neu erfunden und stellen die dekorative Herrenwelt auf den Kopf. Durch ihren Großvater, der vor fast sechzig Jahren einen Natursteinbetrieb gründete, haben sie Stein als langlebiges und einzigartiges Material für sich entdeckt. Nach ein paar Jahren des Tüftelns bieten sie nun den ersten Kragenschmuck aus Naturstein an. Die besonderen Fliegen sind nur 4 Millimeter dick und durch eine spezielle und rutschfeste Verankerung super angenehm zu tragen. Ohne Frage ist jedes Teil aus dem „roockz“-Sortiment ein echtes Unikat: Dabei braucht es ganze 43 Arbeitsschritte, um eine Steinfliege anzufertigen und das 50 Millionen bis 1,1 Milliarden alte Material zu bearbeiten. Und weil zu so einem stilechten Outfit natürlich passende Manschettenknöpfe gehören, gibt es auch die bei „roockz“ aus Stein zu kaufen. Ganz nebenbei liefern die Brüder mit ihrem besonderen Herren-Accessoire noch einen Eins-A-Eisbrecher für jede Gesprächsrunde im Anzug. Rock’n’Style! Wir verlosen einen Gutschein für eine Fliege der NATURA COLLECTION. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WENN HINTER FLIEGEN FLIEGEN FLIEGEN, FLIEGEN FLIEGEN FLIEGEN NACH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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roockz | ab 159,00 € | roockz.com | FOTO: Mario Strauß

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 22. September 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Das perfekte Hotel gibt es nicht?

Europe, Switzerland, Bern, Stay Kooook

Wann fühlt man sich an einem Ort wirklich zuhause? Wie muss ein Hotel gestaltet sein, das sich nicht anfühlt wie ein Hotel, weil es bedingungslos auf meine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist? Das funktionale Rückzugsräume schafft und gleichzeitig den sozialen Austausch fördert? Gerade eröffnet im Schweizerischen Bern das erste Stay KooooK weltweit. Das völlig neue Hotelkonzept verbindet die Vorteile aller modernen Übernachtungsformen auf clevere Art und Weise miteinander. Es bietet die authentische Bewirtung und die gemütliche Atmosphäre einer Sharing-Lösung, ohne dabei den aufmerksamen, zuverlässigen Service eines Hotels zu vernachlässigen. Die Stay KooooK Studios warten mit jeder Menge Annehmlichkeiten auf. Die Besonderheit der Ausstattung liegt nämlich auch in den Details, die von den Bewohnern zum Teil direkt mitbestimmt werden. Durch ein smartes, modulares Wohnelement lässt sich jedes Studio situativ den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. So verschwindet beispielsweise die komplett ausgestattete Küche direkt nach der Zubereitung des Frühstücks mit einem eleganten Schwung und macht Platz für einen großzügigen Wohn-, Arbeits- oder Entspannungsbereich. Die Public Area ist das Herzstück des Hotels und lädt zum Netzwerken oder Austauschen in der Küche, beim Yoga oder bei einer Partie Pool Billard ein. Das Highlight in Bern Wankdorf ist zudem die Dachterrasse mit einem beeindruckenden Blick auf die Alpen. Der Stay KooooK-Host steht den Gästen als persönlicher Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite. Er kennt Gott und die Welt und weiß genau, wann und wo sich in der Stadt Möglichkeiten für besondere Erlebnisse bieten. Übrigens, die Guest Journey im Stay KooooK funktioniert komplett digital. Buchungs- und Check-in-Check-out-Prozess, Zimmer öffnen und schließen und vieles mehr sind easy per Handy möglich. Weitere Stay KooooKs (sagt man das so?) eröffnen demnächst u.a. in Nürnberg und Leipzig. Wir verlosen eine Übernachtung für zwei im Stay KooooK Bern Wankdorf inklusive An- und Abreise. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ÄUÄ‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Stay KooooK Bern Wankdorf | staykooook.com | FOTO: SV Group

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 15. September 2020 | Tags: , , Keine Kommentare

Amazake

Was lange gärt, schmeckt endlich gut: Durch die Kunst der Fermentation befördert Markus Shimizu so manches Gemüse in die nächsthöhere Geschmacksstufe. Sein Laden für japanische Feinkost in Berlin Moabit gleicht einem regelrechten Experimentierlabor. Umgeben von alten Holzfässern, in denen Sojasoßen von drei Monaten bis drei Jahren heranreifen, kann sich der Fermentator samt Team zur Genüge austoben. Seit über 15 Jahren beschäftigt sich Shimizu, geboren in Tokio, mit den unterschiedlichen Fermentationsformen und ist dabei dem viel zitierten Umami-Geschmack immer auf der Spur. Aus einem leidenschaftlichen Hobby entwickelte sich über vereinzelte Workshops für Freunde und Freundesfreunde schließlich der Laden „Mimi Ferments“. Zu kaufen gibt es dort unter anderem Reiswein, japanische Pasten und andere Schimmelpilzprodukte, die sich nicht nur zum würzen, sondern auch als Basis für vegane Eiscreme eigenen. Zu den Kunden zählen nicht ohne Grund Spitzenköche wie Micha Schäfer oder Tim Raue. Ihr wollt schmecken, worüber wir schreiben? Bitteschön: Wir verlosen ein Miso-Tasting samt einem Produkt aus dem aktuellen Sortiment. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚SAUER MACHT GLÜCKLICH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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mimi ferments | mimiferments.com | FOTO: Markus Shimizu

Katja Schneider

Wenn es gut aussehen soll, hat am besten Katja Schneider ihre Finger im Spiel. Die Berliner Interior Designerin hat nämlich ein Händchen für besondere Räume zum Leben. Als Landschaftsarchitektin plante sie jahrelang Freiräume, bevor sie sich auf die Kunst der Innenarchitektur fokussierte. Vom Großen ins Kleine und das Auge aufs Ganze: Katja denkt, fühlt und lebt in Formen und Farben. Immer natürlich mit dem nötigen Twist und der speziellen Prise Extravaganza, die man sich in modernen Raumkonzepten wünschen kann. Demnächst macht sie dann noch ihren ersten Taekwando Dan und eliminiert per Roundhousekick alle Koniferenhecken aus bundesdeutschen Gärten. Oder so ähnlich? Egal, Hauptsache es knallt!

Name: Katja Schneider
Alter: 45
Wohnort: Berlin
Beruf: Interior Designerin, Visual Artist und Landschaftsarchitektin
Schuhgröße: 37
Lieblingsfarbe: alles, was knallt
Kontakt: katjaschneider.de

Beschreibe deinen Job in einem Satz: Ich plane, durchdenke und optimiere Lebensräume für Menschen.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn mein Entwurf aufgeht und sich Räume wie selbstverständlich fügen. Und wenn Kund*innen mutig sind und mehr wagen, als nur das Sofa umzustellen und die Wand pastellfarben zu streichen.

Was kommt als nächstes? Eine Serie von Polstermöbeln aus recycelten Stoffen, die ich zusammen mit GEYERSBACH recycled furniture entwickele. Und hoffentlich bald mein erster Dan im Taekwondo.

Was war der größte Mist, den du als Jugendliche gebaut hast? Mit 12 wollte ich einem „coolen“ Mädchen gefallen und habe angefangen zu rauchen. Ich konnte jahrelang nicht mehr damit aufhören.

Für was kann man dich nachts wecken? Für eine gute Idee. Aber ich brauche unbedingt einen Kaffee vorher.

Ohne was verlässt du nie das Haus? Mein Skizzenbuch. Und im Moment natürlich die Maske.

Bei welchem Film fängst du laut an zu lachen, auch wenn du ihn alleine guckst? Das würde ich euch verraten, wenn ich mir Filme und deren Handlungen merken könnte. Leider bin ich in der Beziehung ein komplett hoffnungsloser Fall.

Wie hast du deinen letzten Geburtstag gefeiert? Fragt mich lieber, wie ich meinen nächsten Geburtstag feiere, der schon in ein paar Tagen ist. Party, ein Essen, ein Picknick am See? Ich kann mich nicht entscheiden!

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute? Meine Helden schon damals und heute immer noch: Leute, die sich selbst nicht so wichtig nehmen und sich für andere einsetzen. Aktuell sind beispielsweise die Seenotretter meine absoluten Superhelden.

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Ich mag den Dienstag. Da ist man schon so schön auf Betriebstemperatur und fast die ganze Woche liegt noch vor einem.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Diesen verdammten Hass und die unermessliche Gier aus der Welt schaffen, die das Grundübel fast allen menschlichen Leids sind. Und ich würde alle Koniferenhecken aus deutschen Gärten verbannen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Auf jeden Fall Suppe. Ich bin die beste Suppenköchin!

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mir heimlich immer gewünscht habe, Sommersprossen zu haben.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Dürfen wir dir ein Haus auf dem Land schenken? Oder möchtest du wenigstens unser Ferienhaus auf dem Land planen?

Das letzte Wort: Sometimes the grass is greener because it’s fake.

FOTO: privat

Tagebuch für Zukunftskinder

Die Mütter Lydia und Bianca haben eine Mission: Sie wollen mit einem besonderen Tagebuch mehr Achtsamkeit ins Kinderzimmer bringen. Dafür haben sich die beiden mit einem Team der Superlative zusammengetan und ein Glückskonzept speziell für Kinder ausgearbeitet. In neun Kapiteln geht es im „Tagebuch für Zukunftskinder“ um Themen wie Superkräfte, Fehler machen, Durchhaltevermögen und Dankbarkeit. Gespickt mit Achtsamkeitsübungen aus den Bereichen Yoga und Meditation liefert das Buch mit wunderbaren Illustrationen einen wertvollen Baukasten für Kinder, um Stärken herauszukitzeln, Selbstvertrauen aufzubauen und damit das Glücksempfinden zu fördern. In jedem Kapitel regen kleine Fragen dazu an, sich mit sich selbst spielerisch auseinanderzusetzen und auf eine ganz individuelle Entdeckungsreise zu gehen. Es gibt Kreativseiten fürs Schreiben und Kritzeln und verschiedene Übungen, die gemeinsam mit Experten aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien der positiven Psychologie entwickelt wurden. Das Tagebuch richtet sich an Kinder von sechs bis zwölf Jahren, die von der Kita in die Grundschule wechseln und darüber hinaus wachsen. Wir verlosen drei Tagebücher, die garantiert frei von Einhörnern, Glitzerstaub und Piraten sind. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚AUS GLÜCKLICHEN KINDERN WERDEN GLÜCKLICHE ERWACHSENE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Tagebuch für Zukunftskinder | 24,90 € | Shop | FOTO: Futurekid

Berlins Beste

Berlin, Berghain und die Boros Foundation: Wenn diese drei dicken B’s aufeinander treffen, darf man schonmal die Ohren anlegen und gespannt sein. Dabei kennen sich die Begründer des legendären Techno-Clubs und der Berliner Kunstsammler Christian Boros bereits seit den Neunzigerjahren. Im Rahmen einer so nie da gewesenen Ausstellung kommen sie nun auch offiziell zusammen. Denn die rund 3.500 Quadratmeter des Berghains werden temporär durch die „Boros Foundation“ in ein Museum verwandelt – eine Zwischennutzung der besonderen Art, bis der Club seine Pforten wieder regulär öffnen kann. Unter dem Namen „Studio Berlin“ entsteht ein neuer Präsentationsort, der die Werke von über 100 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern zeigt, darunter Ólafur Elíasson, Wolfgang Tillmans und Tacita Dean. Zu sehen und zu hören gibt es ausschließlich künstlerische Arbeiten, die während Corona-Zeiten entstanden sind und die Veränderungen unserer Gegenwart demonstrieren. Auf diese Weise können die unterschiedlichen Disziplinen wie Fotografie, Skulptur, Malerei, Sound und Performance auf einmal erlebt werden – in einer Kulisse, die alleine schon durch die unverkennbare Architektur und die sagenumwobenen Geschichten ihr Übriges tut.
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STUDIO BERLIN | Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin | ab 09.09.2020, Führungen Di-Fr 11.45-20h, Open House Sa&So 11.45-22h | Tickets | FOTO: MORGEN IST DIE FRAGE für Studio Berlin 2020 an der Berghain Fassade (Entwurf)

Jonathan Funke

Jonathan Funke ist Aktivist der ganz frühen Sorte: Im fortgeschrittenen Alter von fünf Jahren gründete er mit seinem Papa seine erste NGO, einen Radiosender nur für Kinder. Dafür interviewte er viele inspirierende Menschen, wie den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und Affenforscherin Jane Goodall. Für sein damaliges Engagement wurde er sogar von der UNESCO ausgezeichnet. Heute setzt sich der 24-jährige zusammen mit zwei MitstreiterInnen für sein Startup “tip me” ein. Ziel: Über Partner-Onlineshops Trinkgeld einsammeln, das direkt an Erstproduzenten von Kleidung oder Sneakern nach Südamerika und Asien geht. Nebenbei hat er ein Singer-Songwriter-Album fertig, dass er gern endlich aufnehmen würde (Kann da mal wer helfen?). Aber keine Sorge, ansonsten ist Jonathan ein ganz normaler Mittzwanziger, der sich gerne mal ausschließlich von Nudeln und Gin Tonic ernährt. Puh… Danke für das sehr inspirierende Interview, lieber Jonathan.

Name: Jonathan Funke
Alter: 24
Wohnort: Berlin
Beruf: aktivistischer Gründer
Schuhgröße: 44
Lieblingstag: heute
Kontakt: jonathan@tip-me.org

Welcher Moment hat alles verändert und warum? Als ich meinen Mitgründer Robin kennengelernt habe. Ich bin oft mit meinem Kopf überall und habe 1000 neue Ideen für neue Projekte. Robin hat das tolle Talent, skeptisch zu sein. Mit ihm gemeinsam Pros und Contras abzuwägen und langsamer, aber geordnet einen Schritt nach dem anderen zu machen, hat alles verändert.

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg? Die Menschheit ist auf einem unglaublich guten Weg! Das klingt 2020 vielleicht ein bisschen weltfremd. Wenn man aber ein wenig rauszoomt und sich anschaut, wie sich die wichtigsten Werte zu Lebensstandards in den letzten 20-30 Jahren entwickelt haben, sieht man, dass wir vieles richtig machen: absolute Armut, Kindersterblichkeit, Tote durch bewaffnete Konflikte. Alles geht in die richtige Richtung und zum Teil viel schneller, als man es im Alltag mitbekommt. Es gibt aber zwei Dinge, die all das zunichte machen können: Die Klimakrise und der wachsende Einfluss von Autoritären. Und beides aufzuhalten wird kein Zuckerschlecken. Ich glaube, das geht vor allem, wenn wir ein neues Narrativ schaffen. Wir müssen natürlich gegen Kohle, gegen Rassismus, gegen Trump auf die Straße gehen. Aber damit es nach vorne geht, brauchen wir eine Vision von einer globalen Gemeinschaft, die inspiriert. Die Probleme des 21. Jahrhunderts sind global und können nur global gelöst werden. Ich glaube, wenn wir ein globales Narrativ schaffen, wo wir gemeinsam hinwollen, dann sind wir auf einem verdammt guten Weg.

Wofür gibst du zu viel Geld aus? Das ist einfach: Gin Tonics.

Wo würdest du gerne beruflich in fünf Jahren sein? tip me erreicht über eine Million Familien. Ich kann neben meiner Arbeit dort auch Regierungen helfen, mit Technologie sicherzustellen, dass es Näher*innen gut geht.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Ich hab ein Singer-Songwriter-Album, das ich endlich aufnehmen will.

Was bringt dich aus dem Gleichgewicht? Zu wenig Kaffee.

Was müsste dringend noch erfunden werden? Eine App, die dich zwingt, einmal kurz durchzuatmen bevor du eine emotionale Diskussion im Internet anfängst.

Was kannst du besser als alle anderen? Ich will ja nicht angeben, aber ich kann verdammt gut Dinge mit meinem Fuß aufheben.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Mach weiter. Aber stress dich nicht so dabei! Alles wird gut. Viel besser als du es dir erträumst.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Yvon Chouinard, dem Gründer von Patagonia. Er macht so ziemlich alles richtig. Die Produkte sind konsequent nachhaltig. Angestellte Mütter hatten von Anfang eine eigene Kita im Unternehmen. Im Sommer ist er drei Monate nicht erreichbar und geht einfach angeln. Ich glaube, das wäre ein witziger Flug.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Alle Produkte würden ihren “wahren Preis” kosten. Jede*r kann fliegen, Fleisch essen und Kleidung kaufen, wie er oder sie will. Aber alle Kosten sind eingerechnet: für Mensch, Natur und Gesellschaft.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wir würden uns zusammen Sommerrollen wickeln!

Was sollte niemand von dir wissen? Meine Ernährungspyramide ist zu 90% Pasta.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie kann man tip me unterstützen? Wir suchen gerade neue Partnerunternehmen. Wenn ihr jemanden in einem Fashion-Unternehmen kennt, erzählt ihnen von uns. Oder schreibt eurer Lieblingsmarke auf Instagram.

Das letzte Wort: Trinkt mehr Wasser!

FOTO: Alex Kleis

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 08. September 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Irgendwie fängt irgendwann…

…irgendwo die Zukunft an? Nicht wenn es nach Verena Pausder geht, eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Gründerszene sowie Expertin für digitale Bildung. In ihrem Buch „Das Neue Land“ entschlüsselt sie gängige Zukunftsmusik und erläutert, welche Möglichkeiten jetzt schon für die nötigen Veränderungen sorgen. Diese Chancen müssen schließlich genutzt und konsequent weiterverfolgt werden, um das Land und unseren Alltag zukunftsfähig zu gestalten. Denn ohne Zweifel ist unsere Gesellschaft längst schon digitaler, innovativer, flexibler und mutiger als die davor – und handelt doch noch zu oft nach alten Mustern. Dabei konnte gerade die Corona-Pandemie in den letzten Wochen und Monaten zeigen, wo wir in Sachen Schule und Beruf stehen oder stehen sollten, müssten… Hätte, wäre, wenn. Die Autorin geht auf genau solche Beispiele ein und gibt auf 200 Seiten wertvolle Denkanstöße. Damit liefert sie ein leidenschaftliches Plädoyer für die Zukunft im Hier und Jetzt. So wird im neuen Land Bildung weitergedacht, Digitalisierung umgesetzt, Gleichberechtigung gelebt und das Klima geschützt. „Das Neue Land – Wie es jetzt weitergeht!“ ist Pausders Ideenraum für ein Deutschland, welches dem 21. Jahrhundert gerecht wird. Wir verlosen ein druckfrisches Exemplar. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WÄRE, WÄRE, FAHRRADKETTE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Das Neue Land | 20 € | Shop | FOTO: Murmann Verlag

Lecker selbstgemacht

Im zwangsläufig runtergefahrenen Frühjahr entdeckten viele ihre handwerklichen Fähigkeiten neu oder wieder. Die Tutorial-Channel glühten und in der anfänglichen Euphorie wurde so mancher Haushaltsgegenstand direkt fürs nächste DIY-Projekt eingespannt und einer neuen Funktion zugeführt. Auf den „CRODINO CRAFT MARKETS“ könnt ihr nun eure neugewonnene Fingerfertigkeit unter Beweis stellen bzw. trainieren. An insgesamt drei Wochenenden macht der DIY-Wanderzirkus in Stuttgart, München und Erlangen Station. Vor Ort könnt ihr mit fachkundiger Unterstützung von lokalen Designern, Handwerkern und DIY-Influencern verschiedene Handarbeitstechniken kennenlernen und euch beispielsweise den Themen Upcycling, Siebdruck und Materialkunde widmen. Egal ob aus Leder, Holz oder Kupfer: Am Ende des Tages nimmt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eines Workshops das persönliche DIY-Designstück mit nach Hause. Dazu, quasi als Belohnung, spendiert euch Crodino einen Drink in der dazugehörigen Lounge Area und legt ein paar chillige Beats auf. Klingt ja fast wie vor… Genau, für eure Sicherheit und sämtliche Hygienestandards ist natürlich gesorgt. Die regulären Tickets für Markt, Lounge und Drink können ab sofort für 5 Euro online gebucht werden, die einzelnen DIY-Workshops kosten je nach Materialaufwand 15 bis 20 Euro. Die Besucherzahl ist C-bedingt natürlich limitiert. Wir verlosen je 5 Tickets für alle drei Städte. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ALLES MUSS MAN SELBER MACHEN LASSEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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CRODINO CRAFT MARKETS | Sa, 12.09.20 Stuttgart, Sa, 26.09.20 München, Sa, 10.10.20 Erlangen | Tickets für alle Events | FOTO: Fred Ferschke

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 08. September 2020 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Share your hair!

Die Behandlung einer Krebserkrankung ist mit vielerlei Nebenwirkungen verbunden. Der Verlust der eigenen Haare ist eine, die PatientInnen in erster Linie psychisch belastet. Dabei sind es vor allem Frauen und Kinder, die unter dem Haarverlust im Zuge von Chemotherapien leiden. Mit der Aktion „Share your hair“ ruft die Beauty-Buchungsplattform Treatwell in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Krebshilfe und der Zweithaarmanufaktur Rieswick dazu auf, eure Haare in einem der rund 200 teilnehmenden Salons in ganz Deutschland zu spenden. Anschließend werden diese in liebevoller Handarbeit zu hochwertigen Perücken für KrebspatientInnen verarbeitet. So eine Echthaarperücke kann schließlich je nach Aufwand 2.000 bis 4.000 Euro kosten. Ein hoher Preis, der nur anteilig von den Krankenkassen bezahlt wird. Bis Anfang 2021 sollen so viele Haarspenden wie möglich zusammenkommen und gleichzeitig auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht werden – Haare sind in diesem Fall schließlich mehr als nur Kopfschmuck und können wieder ein Stückchen Lebensnormalität herstellen. Mitmachen kann jede und jeder mit einer Mindesthaarlänge von 25 Zentimetern, Farbe und Form spielen hierbei keine Rolle. Ob blond oder grau, glatt oder lockig: Hauptsache unbehandelt und natürlich. Wir verlosen einen Haarschnitt mit anschließender Haarspende in einem Top Salon und einmal das Paket aus „Share some love“-Pulli und Scrunchie. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WENIGER IST MEHR‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Neuer Look, neues Leben!
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„Share your hair“-Aktion von Treatwell | treatwell.de | FOTO: Max Menning

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 01. September 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kathi Roeb & Julian Wenzel

Kathi Roeb und Julian Wenzel hosten den queeren Podcast „Willkommen im Club“. “Braucht’s das?” Unbedingt! Warum? Weil Kathi (lesbisch) und Julian (schwul) laut eigenem Bekunden selbst viel zu wenig Ahnung von der LGBTIQ*-Community haben. Wer ist das eigentlich und wieso braucht sie so viele Buchstaben im Titel? Welche Klischees ärgern Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und andere queere Menschen so richtig? Was beschäftigt die Community gerade? „Willkommen im Club“ ist ein Podcast für alle. Die Folgen sind kurz und spannend, die Themen wichtig und die Gäste inspirierend. In ist, wer drin ist.

Name: Kathie Roeb / Julian Wenzel
Alter: 28 / 27
Wohnort: München / München
Beruf: Radiolady / Medienmensch
Schuhgröße: 38 / 42
Lieblingspodcast: Die Lösung / Tagesticket
Kontakt: willkommenimclub@deinpuls.de

Was schätzt du an deiner*m Podcast-Co-Host am meisten?
Kathi: Er ist lieb, neugierig und manchmal lacht er wie ein Eber.
Julian: Kathi hat einen super trockenen Humor und ich kenne keinen Menschen, der so offen und herzlich auf andere Menschen zugeht.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön:
Kathi: Shoutout, Shiiish und Whaaat?.
Julian: Mir reicht eine große Veränderung: ich würde gerne das Gendersternchen in den Duden aufnehmen.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben?
Kathi: Horizonte lassen sich erweitern und nichts muss in Schubladen gesteckt werden. Wenn sich jeder ein bisschen mehr für seine Mitmenschen interessiert und weniger urteilt, ist das schon ein ganz guter Anfang.
Julian: Alle könnten sich häufiger “Braucht’s das?” fragen. Das gilt beim Shopping, aber auch in Diskussionen und Streiten. Ich finde, die Frage hilft, den richtigen Fokus zu finden.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt?
Kathi: Der Tod von LGBTIQ*-Aktivistin Sarah Hegazi. Sie kam ins Gefängnis, weil sie sich bei einem Konzert in Kairo mit Regenbogenfahne gezeigt hat. Sie suchte in Kanada Asyl und nahm sich das Leben.
Julian: Die Geschichten unserer Protagonist*innen in unserer Podcastfolge “Bodyshaming” (kommt bald!).

Mit welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gerne mal eine Podcast-Folge aufnehmen?
Kathi: Ethel Smyth – eine lesbische Komponistin.
Julian: Roger Willemsen – als er noch lebte, dachte ich mir immer, dass ich mir das als Highlight meines späteren Journalistenlebens aufheben will. Hätte ich ihn lieber direkt im Studium interviewt…

Hast du ein verstecktes Talent?
Kathi: Ich kann die Nasenflügel, Ohren und Augenbrauen bewegen! Shiiish!
Julian: Bin gerade von Kathis Talent abgelenkt…

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Kathi: 19.
Julian: Äußerlich 23, innerlich 35.

Eine Begegnung, die du nie vergisst:
Kathi: Angela Merkel bei einem Konzert.
Julian: Als ich mit meinem Freund händchenhaltend durch die Würzburger Innenstadt gelaufen bin und uns zwei Jungs “Iiih, Schwuchteln!” hinterhergerufen haben. Ich habe bis dahin nicht geglaubt, dass das noch passiert.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt.
Kathi: Egal wo – Hauptsache in meinem kleinen Kastenwagen.
Julian: Jeder Ort, an dem gerade die Sonne aufgeht.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute?
Kathi: Michel aus Lönneberga. Immer noch!
Julian: Seit immer, für immer: Meine Eltern.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Kathi: Die Rechte für LGBTIQ*-Menschen weltweit verbessern.
Julian: Was Kathi sagt!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Kathi: Mein Standard: Spaghetti mit Zucchini und Zitrone. Ein bisschen Knoblauch, wenn ihr nichts mehr vorhabt, und ein bisschen roter Pfeffer.
Julian: Kommt rein, setzt euch einfach an den Tisch, ich bring euch gleich die Teller mit Risotto und Honig-Chili-Garnelen. Mag noch jemand extra Parmesan?

Was sollte niemand von dir wissen?
Kathi: Ich mag kein Eis. Nur selten.
Julian: Mich machen Weihnachtsbuden, an denen niemand stehen bleibt, total traurig. Wenn die Händler*innen das wüssten und mich jedes Mal mitleidig anschauen würden, wäre ich arm und mein zu Hause zugemüllt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Kathi: War doch prima! :)
Julian: Wie wird aus einem analogen Audiosignal eine digitale Audiodatei? Ich klugscheiße so gerne.

Das letzte Wort:
Kathi: Hab ich manchmal.
Julian: … und manchmal ich. Ätschbätsch. :-P

FOTO: Fabian Stoffers

Ooni lecker!

Wäre es nicht genial, wenn man so einen richtigen Pizzaofen für unterwegs erfinden würde, mit dem man überall seine eigene neapolitanische Pizza einfach selber backen könnte? „Hold my beer!“ Die Jungs von Ooni haben genau das gemacht. Ihre Pizzaöfen wiegen um die 12 Kilo und sind damit easy trag- und transportierbar. Sie lassen sich wahlweise mit Holz oder Holzkohle oder Gas befeuern. Egal wie, am Ende kommt nach 60 Sekunden eine perfekte neapolitanische Pizza heraus. Damit sind die kleinen Öfen nicht nur was für Outdoor-Köche beyond Campingküche, sondern auch ideal für spontane Pizzaabende im eigenen Hinterhof oder Garten. Unser Lieblingsmodell Ooni Karu wird mit Holzpellets gefüttert und schafft es so in 15 Minuten auf bis zu 500 Grad. Dabei ist der Ofen, bestehend aus keramikfaserisoliertem Edelstahlkörper und einem extra dicken Steinbackbrett sowie patentierter Flamekeeper-Technologie auch noch besonders hübsch anzusehen. Der Name hängt übrigens mit dem finnischen Mitgründer Kristian Tapaninaho zusammen und bedeutet soviel wie “robust” – klar! Wir verlosen unter allen Pizza-Jüngern einen robust-schönen Ooni Karu inklusive Grill-Accessoires. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BURN BABY BURN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Ooni Karu | ooni.com | FOTO: Ooni

Ein Spickzettel für das Leben

An Matze Hielscher kommt man nicht so schnell vorbei, ohne aufs Positivste ausgequetscht zu werden. Seit über drei Jahren bittet er nun schon SchauspielerInnen, KünstlerInnen und andere Kreative und Köpfe in seinem Podcast „Hotel Matze“ zum Interview unter vier Augen – belauscht von der halben Nation. In seinem Buch „Die Schule meines Lebens“ hat er nun ein paar Best-ofs dieser erfrischend offenen Gespräche herausgepickt und für uns zusammengefasst. Schließlich bleibt bei über hundert Interviews mit ziemlich außergewöhnlichen Menschen ganz schön was hängen: Lektionen, Lebensweisheiten sowie kleine und große Alltagstricks. Das Buch ist sowas wie ein Spickzettel für jede Lebenslage und offenbart uns auf über 330 Seiten wahre Worte und kluge Gedanken von vielen bekannten Gesichtern und Stimmen. Darunter Doris Dörrie über den Mut, die eigene Geschichte zu erzählen, Christoph Niemand über Kreativität auf Knopfdruck und Dunja Hayali über Engagement sowie eigene Vorurteile. Zwischendurch erzählt uns Matze Hielscher von den monatlichen Challenges, die sein Leben verbessert haben, und verrät seine liebsten Gesprächsfragen. Also, ausnahmsweise mal Stöpsel aus dem Ohr nehmen und Seiten blättern – Spicken erlaubt!
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Die Schule meines Lebens | 15,00€ | Shop | FOTO: Piper

Alles. Neu. Erzählt.

Fast 20 Jahre und 11 Millionen Besucherinnen und Besucher nach der Eröffnung des Jüdischen Museums präsentierte das Museum seit dem vergangenen Wochenende seine neue Dauerausstellung. Nach zweieinhalb Jahren Umbauzeit ist der markante Libeskind-Bau wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und zeigt neue Einblicke in die Vielfalt jüdischer Kultur. Unter der Leitung von Cilly Kugelmann konzipierte ein 20-köpfiges Team auf 3.500 Quadratmetern die Ausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart“. Die multimediale Ausstellung erzählt die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis heute – von Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Dabei geht der Rundgang nicht chronologisch vor, sondern wechselt thematisch zwischen historischen Epochen und jetzt. Neben Original-Objekten gibt es audiovisuelle Medien, Virtual Reality, Kunst-Installationen, interaktive Spiele sowie Hand-on-Stationen zu bestaunen. Auch die Architektur von Daniel Libeskind wurde neu in Szene gesetzt und erfreut die Besucher mit charakteristischen „Libeskind-Momenten”. Wir verlosen einmal zwei Freikarten für die neue Dauerausstellung. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚ELF MILLIONEN UND DU‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Jüdisches Museum Berlin | Lindenstraße 9-14,10969 Berlin | Ticket-Shop | FOTO: Roman März

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. August 2020 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Sake unser

Zwischen Paul-Lincke-Ufer und Kottbusser Tor erwartet uns neuerdings ein Schlückchen, ähm, Stückchen Japan. Das dort ansässige Ladengeschäft mit Verkostungsraum heißt Sake 36 und bietet Premium Sake zum Probieren, Fachsimpeln und natürlich Kaufen. Die Idee dazu stammt von einfach guten Typinnen und Typen: Laura Käding, Maximilian Fritzsch und Techno-Produzent Richie Hawtin – allesamt international ausgebildete Sake-Sachverständige. Die drei zog es in den letzten Jahren immer wieder nach Japan und zu dem aus Reis gebrauten Wein. In Tastings oder intimen Bar-Abenden teilen sie nun ihr Wissen und ihre Leidenschaft zum Sake mit uns – erklären, welche Sorte zu welchem Essen passt, welche Rolle die Trinktemperatur spielt und was es mit dem ominösen Umami auf sich hat. Schließlich erschließt sich im Sake ein ganzes Geschmacksuniversum, von dem der geneigte Durchschnitts-Mitteleuropäer selten eine Vorstellung und noch weniger Ahnung hat. Dafür arbeiten sie mit ausgewählten Brauereien in Japan zusammen und achten auch beim Transport darauf, dass der Sake über die gesamte Lieferkette unter vier Grad gekühlt bleibt. Lust auf eine Geschmacksprobe bekommen? Wir verlosen eine Flasche Kakurei Daiginjo, einen eleganten Sake mit feinen Aromen für Anfänger und Fortgeschrittene. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚FOR GOD’S SAKE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Achso, der Gewinn muss natürlich im Laden abgeholt werden. Kühlkette, you know?!
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Sake 36Reichenberger Str. 36, 10999 Berlin | Online-Shop | FOTO: Matthew Gammon

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. August 2020 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

NochMall

Mall-Eröffnungen gehören eigentlich nicht so zu unserem Ankündigungs-Repertoire, bei dieser hier handelt es sich jedoch um eine ganz besondere. Schließlich steckt die Berliner Stadtreinigung dahinter, die auf über 2.000 Quadratmetern ein Kaufhaus voll mit kleinem und großem Krimskrams auf die Beine gestellt hat. Das Gebrauchtwarenkaufhaus steht seit diesem Monat in Reinickendorf und seinen Besucherinnen und Besuchern weit offen: Zu entdecken gibt es Möbel, Elektrogeräte, Bücher, Bekleidung und vieles mehr. Alles Dinge, die auf den BSR-Recyclinghöfen in Reinickendorf und Zehlendorf abgegeben wurden und unbedingt ein neues Zuhause verdient haben. Momentan listet das Team rund 15.000 Artikel, die wiederverwertet werden, statt im Müll zu landen. In Zukunft soll das Second-Hand-Kaufhaus auch Platz für Repair-Cafes, Workshops und andere Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit und Wiederverwertung bieten. Unter allen Zweitliebhabern verlosen wir fünf Einkaufsgutscheine im Wert von 20,00 Euro. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚SECOND LIFE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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NochMall | Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin | nochmall.de Foto: BSR / Steffen Siegmund

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. August 2020 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Hong Le

Die Illustratorin und Comic-Zeichnerin Hong Le ist geboren und aufgewachsen in Leipzig. Ihre Eltern stammen aus Vietnam. Vor etwas weniger als einem Jahr setzte sie den Insta-Account ‚woherkommstduwirklich‘ auf und teilt darüber wunderschön illustrierte Gedankenanstöße und Auseinandersetzungen rum um Herkunft, Identität und alltäglichen Rassismus. (Bitte folgen Sie hier!) Wir lieben ihren Stil und ihre Arbeiten. Noch mehr ihr Vermögen, einfache Zugänge zu Themen zu schaffen, die uns alle angehen und dringend diskutiert gehören. Wenn sie nicht zeichnet, hält sie es wie die Pandas: essen, schlafen, flauschig sein und von Erdbeerkuchen träumen…

Name: Hong Le
Alter: fast 27 :D
Wohnort: Berlin
Beruf: Studierende und Digital Illustrator
Schuhgröße: 37
Lieblingsfarbe: zurzeit Gelb
Kontakt: art.hongle@gmail.com

Was ist gutes Design? Einfach und zielführend.

Beschreibe mal kurz deinen Stil! Mein Stil ist launisch. Er ist inkonsistent und ändert sich immer mal wieder. Was man wohl immer erkennt, ist meine Verbindung zu Manga.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Einen richtig geilen Erdbeerkuchen backen.

Wofür hast du kein Talent? Jegliche (Ball-)Sportarten und Kuchen backen.

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Es macht mich glücklich, wenn beim Zeichnen etwas von mir in das Werk fließt. Also bin ich so ziemlich immer glücklich bei meiner Arbeit. :)

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Zu allererst auf die Haare. Dann auf die Stimme. Und wie die Person diese Stimme nutzt und sich ausdrückt.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Oh Gott … (schwitz)

Eine Begegnung, die du nie vergisst:
Als bei einer Uni-Präsentation eine Kommilitonin zu mir sagte, dass sie hofft, dass ich später viel Geld mit meiner Kunst verdienen werde.

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht und warum? Als ich vor ein paar Jahren im Sommer, 3/4 Uhr morgens mit Freunden in Friedrichshain unterwegs war und wir nur Blödsinn gemacht haben. (Zumindest ist das das letzte Mal, woran ich mich gerade aktiv erinnere. :D)

Wen bewunderst du und warum? Pandas – einfach nur essen und schlafen (und flauschig sein).

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Spaghetti mit Ketchup als Gericht verbannen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Phở bò (Reisbandnudelsuppe mit Rind) oder Sommerrollen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich schaue manchmal noch gerne romantisch-kitschige Bollywoodfilme mit Shah Rukh Khan.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist mein Lieblingsanime/-manga?

Das letzte Wort: Ihr findet mich unter den Wolken!

Foto: Le Hong

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 25. August 2020 | Tags: , , , , Keine Kommentare