Das mojo des Lesens

Die Situation für den deutschen Buchmarkt ist ja momentan geradezu paradox. Selten zuvor hatten wir so viel Zeit für und Bedarf an gutem Lesestoff, waren so händeringend auf der Suche nach Lesetipps und Empfehlungen. Gleichzeitig mussten die allermeisten Buchläden ihre Geschäfte und damit den stationären Verkauf von Büchern bis auf Weiteres schließen, was nicht nur für Händler, sondern auch für viele AutorInnen und Verlage eine existenzielle Bedrohung bedeutet. Doch statt seine Online-Kapazitäten aufzustocken, kauft beispielsweise Amazon als größter Online-Buchhändler nun vorerst keine Bücher mehr ein, sondern setzt auf Haushalts-, Sanitär- und Hygieneprodukte. Das Berliner Unternehmen mojoreads kombiniert einen Online-Buchshop mit aktuell über 18 Millionen Titeln mit einem sozialen Netzwerk. Auf der Plattform kann man durch Bestseller und Newcomer-Literatur stöbern und mit einem Klick nach Hause bestellen und sich gleichzeitig mit Gleichgesinnten aber auch mit AutorInnen und Verlagen austauschen. Über einen eigenen Reader können E-Books auch direkt an Ort und Stelle gelesen werden. Außerdem gibt es ein integriertes Affiliate-Modell. Wer ein Buch empfiehlt, verdient eine Provision für jedes Buch, das über diese Empfehlung hin verkauft wird. Das eröffnet vor allem kleinen, unabhängigen Verlagen und AutorInnen Absatzmöglichkeiten jenseits der großen Werbetöpfe. Denn schließlich lässt sich die Qualität eines Buches nicht immer an Verkaufszahlen oder Marketingbudgets bemessen. Mit seinem am Gemeinwohl orientierten Ansatz ist mojoreads außerdem so etwas wie der sympathische Gegenentwurf zu Amazon und Co. Werbung oder bezahlte Reichweiten? Fehlanzeige! Einzig ihr entscheidet, was wichtig ist und euch interessiert. Klare Lese- und Schreibempfehlung!
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mojoreads | mojoreads.de | Instagram | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 07. April 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Nachhaltiges Wachstum

Eines können wir ganz gut in diesen Zeiten: Von drinnen nach draußen schauen. Wer dazu das Glück hat dabei auf einen eigenen Garten zu blicken, dem sei es, nicht ohne Neid, aber dennoch von Herzen gegönnt. Für alle anderen gilt, wir haben da was für euch. Das findige Team von Rankwerk bietet alles, was man fürs Home Gärtnern zuhause benötigt, von biologischem Saatgut in Demeter-Qualität über nachhaltige Pflanzengefäße aus Kokosfasern bis zu fertigen Gärtnersets. Und damit wirklich nichts schief geht, gibt es neben vielen Profitipps im Onlineshop auch für jeden Monat genau abgestimmte Saatgut-Boxen, die man sich einfach nach Hause bestellen kann. Man muss also kein geborener Gartenprofi sein, um die richtigen Kräuter und Gemüsesorten zur richtigen Zeit mit der richtigen Pflege aufzuziehen. Wer ohnehin ein großer Fan des Home Gardenings ist, besorgt sich am besten gleich die Jahresbox mit den passenden Produkten und Anleitungen für die ganze Garten-, äh Verzeihung, Fensterbank- und Balkonsaison. Mit seinem Angebot möchte Rankwerk einen Beitrag zur partizipativen und nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Dafür arbeiten sie ausschließlich plastikfrei und mit natürlichen Ressourcen. Grüner Daumen hoch!
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Rankwerk – Onlineshop für nachhaltige Gartenprodukte | rankwerk.de | FOTO: Rankwerk

Heldengeschichten

Was passiert, wenn Papas auf der Suche nach wirklich einzigartigen Geschenken für ihre Kinder sind? Ein Teil wird scheinbar sofort und mühelos fündig, ein anderer reicht diese Aufgabe verzweifelt weiter und Ed, der Papa von Elena, wird erfinderisch. Er wollte ihr nicht nur irgendein Buch schenken, sondern ihr ganz persönliches Lieblingsbuch. In dem sie die Hauptrolle spielen darf, nicht nur namentlich sondern auch als richtige Zeichenfigur mit Wiedererkennungswert. So entstand die Idee zu Librio, den personalisierten Bilderbüchern für Kinder bis zu sieben Jahren. Dafür sucht sich Papa (oder Mama, Großeltern, Geschwister, Paten, oder oder…) online die passende Geschichte aus und bestimmt anschließend den Namen und das Aussehen der Hauptfigur. So individuell, dass sich schon Kinder in über 70 Ländern in ihrem Librio-Buch wiederentdeckt haben. Geliefert wird das Buch innerhalb weniger Tage und landet so innerhalb rund einer Woche druckfrisch auf dem Nachtkästchen. Für jedes gekaufte Buch spendet Librio außerdem ein Buch an ein weiteres Kind. Einerseits, um die Freude am Lesen zu teilen und andererseits, um Kindern in aller Welt besseren Zugang zu Bilderbüchern zu ermöglichen. Die Bücher werden zudem auf 100% recyceltem Papier gedruckt und gehen erst bei Bestellung in Auftrag, um Abfall durch Überproduktion zu vermeiden und die Umwelt zu schonen. Dafür arbeitet Librio zusätzlich mit dem Aufforstungsprojekt „Trees for Future“ zusammen, die für jedes produzierte Buch einen Baum pflanzen. Wir verlosen drei Hardcover Bücher nach Wahl. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ES WIRD EINMAL…!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Librio | librio.com | FOTO: Librio

Kids and books

Nina Skarabela-Brennenstuhl

„Iris Apfel ist mein Spirit Animal!“ Wer Nina Skarabela-Brennenstuhl zum ersten Mal trifft, weiß was sie meint. Bunt, straight und immer mit der nächsten guten Idee im Anschlag. Nina ist quasi von Geburt an Freiberuflerin, einen Angestelltenvertrag hat sie noch nie aus der Nähe gesehen. Jede Menge Grund für Unmut und Panik also momentan? Weit gefehlt. Denn sie betreibt nicht nur das vegane Beauty und Nagellack-Label OZN (schöne Finger braucht man auch für die Video Conference), sondern arbeitet außerdem als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Im Homeoffice hält sie ihre 12-jährige Tochter in Schach und telefoniert außer mit ihren regulären Klienten momentan auch mit besonders vielen Menschen, denen die aktuelle Situation zu schaffen macht oder die wieder mit alten Problemen wie Panik-Attacken zu kämpfen haben. Für die erste Stunde Beratung am Telefon verlangt sie nichts, weil sie froh ist, während der Krise etwas tun zu können, damit es anderen besser geht. Danke Nina.

Name: Nina Skarabela-Brennenstuhl
Alter: 41
Wohnort: noch München, aber ab 1.7. ziehe ich nach 5 Jahren Fernbeziehung endlich zu meinem Mann nach Berlin
Beruf: Heilpraktikerin für Psychotherapie und Gründerin des Beauty Brands OZN
Schuhgröße: 40
Lieblingsfarbe: Bunt
Kontakt: ninaskarabela.com und ozn-vegan.de

Fasse die letzten zwei Wochen in drei Worte zusammen: Homeschooling, Spazieren gehen und telefonieren.

Was macht Corona mental mit uns? Wir haben null Kontrolle über die Situation und wissen nicht, wie es weitergeht. Das macht erstmal Angst. Dazu kommt, dass viele von uns jetzt neue Strategien zur Krisenbewältigung erlernen müssen. Bislang ging man raus und hat sich abgelenkt, wenn es einem nicht gut ging. Das ist nun von heute auf morgen nicht mehr möglich.

Was wird sich nach der Krise positiv verändert haben? Ich glaube, die Erfahrung, dass sich das Blatt ganz fix wenden kann, das wird uns lange im Bewusstsein bleiben. Wir werden hoffentlich genügsamer und achtsamer sein.

Du findest einen Roman über dein Leben. Liest du weiter? Ich glaube nicht, wer will schon wissen, wie es weiter geht? Das ist doch langweilig.

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein? 2500 v. Chr. Ich würde zu gerne wissen, wie die damals die Pyramiden gebaut haben, ich hab schon unzählige Reportagen darüber gesehen und so recht erklären kann das ja bis heute niemand.

Welche Superheldenkraft hättest du gern? Die Welt retten. Und als kleines Ad On: aus Sch… Gold machen.

Ohne was verlässt du nie das Haus? Handy und Labello

Die wichtigste Lektion, die du bisher gelernt hast? Dass ich ganz allein für mich und mein Wohlbefinden verantwortlich bin.

Über welches Geschenk hast du dich in deinem Leben am meisten gefreut? Über die Frage musste ich echt richtig lange nachdenken. Ich habe in meinem Leben schon so viele wunderbare Geschenke bekommen, große und kleine, materielle und ideelle, die mir alle wahnsinnig viel bedeutet haben, ich will mich da gar nicht entscheiden müssen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Oh Gott, da fallen mir 1000 Sachen ein, vom Klimawandel bis hin zu meinen Haaren!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Homemade Pizza. Ich hab es leider nicht so mit kochen – sehr zum Leidwesen meiner Familie. Bei uns gibt es drei mal die Woche Pizza: den Teig macht der Thermomix und das Belegen bekomme ich gerade noch so hin.

Was sollte niemand von dir wissen? Haha, das werde ich hier gerade verraten!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie ich meinen Mann kennengelernt habe…

Das letzte Wort: Old ways won’t open new doors.

FOTO: Christian Brennenstuhl

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 07. April 2020 | Tags: , , Keine Kommentare

Die Gedanken sind frei

Wie war das früher, als wir uns den Pappsäbel in den Gürtel gesteckt und die selbstgebastelte Augenklappe aufgesetzt haben? Wir haben nicht so getan, als wären wir Piraten auf hoher See, nein, wir waren tatsächlich furchtlos auf den Weltmeeren unterwegs. Oder in Wüsten, Märchenschlössern oder auf fremden Planeten. In unserer Fantasie konnten wir an jeden Ort reisen. Dann wurden wir groß und die Welt um uns immer kleiner. Plötzlich konnten wir tatsächlich überall hin, alles erleben und mit eigenen Augen sehen. Unzählige Attraktionen, Events und Erlebnisse buhlten auf der ganzen Welt um unsere Aufmerksamkeit, bis… ja, bis jetzt. Museen, Kultureinrichtungen, historische Orte und Attraktionen sind geschlossen, Reisen bis auf Weiteres ausgesetzt. Und nu?! Wir sehen zwei Möglichkeiten: entweder beschränken wir den Blick auf die eigenen vier Wände oder wir schicken unsere Fantasie auf Gedankenreise. So wie früher, nur ohne Säbel vielleicht. Bei letzterem unterstützt uns seit neustem GetYourGuide. Über die kann man ja normalerweise Millionen Aktivitäten und Erlebnisse buchen. Wie gesagt, normalerweise. Unter dem Motto “Die Welt zuhause” drehen sie den Spieß nun einfach um und bringen die Attraktionen in Form von kostenlosen Online-Erlebnissen via Social Media zu uns nach Hause. Wie wäre es mit einer virtuellen Tour durch den Vatikan? Neben interaktiven Reiseerlebnissen stehen euch ausgewählte Guides Rede und Antwort zu allem, was ihr schon immer über eure Lieblingsorte und Destinationen wissen wolltet. Dazu gibt es Cooking Classes, Edutainment-Programme für Kids, Tutorials beispielsweise mit Drag Queen Gloria Glamour, Street Art Workshops und vieles mehr. Die Online-Erlebnisse könnt ihr live bei Facebook verfolgen oder anschließend im Archiv auf dem GetYourGuide Youtube-Kanal anschauen. Auf geht’s!
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GET YOUR GUIDE – Die Welt zu Hause | getyourguide.de

Andreas Tuffentsammer

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie, was man kriegt.“ Der Satz stammt nicht von Andreas Tuffentsammer sondern von Forrest Gumps Mama. Schade eigentlich, denn zu ihm passen würde er allemal. Andi wurde vor neun Jahren als jüngster Koch mit dem Michelin Stern ausgezeichnet. Seitdem hat er seine eigene gastronomische Welt geschaffen, in der er sich mit allem auseinandersetzt, was gutes Essen ausmacht. Er entwickelt eigene gastronomische Lösungen, von Kochkursen über Private Dining, Supperclubs, Pop-Up Restaurants, Food Stylings bis hin zur Neu-Entwicklung ganzheitlicher Konzepte. Außerdem gibt er sein Wissen als Gastro Consultant weiter. Ach ja und dann hat er mit beets&roots eines der spannendsten Food Konzepte der letzten Jahre gegründet. Aktuell managt er seinen Alltag zwischen Corona-Krisenbewältigung und Home Cooking für die kulinarisch anspruchsvolle Kleinstfamilie. Seine Frau hat er übrigens mit Pralinen rumgekriegt. Nein, nicht so wie ihr denkt.

Name: Andreas Tuffentsammer
Alter: bald 34
Wohnort: Berlin Kreuzberg
Beruf: Koch / Unternehmer
Schuhgröße: 42.5
Lieblingssauce: Szechuan Pepper Sauce
Kontakt: andreas@beetsandroots.de

Was hast du in der letzten Woche über dich gelernt? Ich kann auch 8 anstatt 5 Stunden schlafen.

Was wird sich nach der Corona-Krise positiv verändert haben? Menschen werden flexibler in ihrem Denken und Handeln und dankbarer für die kleinen Dinge des Lebens sein.

Wie wirst du in einem Jahr auf den März 2020 zurückschauen? Glücklich, dass es doch nicht so schlimm geworden ist, wie manche angenommen haben.

Was kommt als nächstes? Ich setze gerade ein Delivery Modell für Unternehmen auf, die trotz Homeoffice ihren Mitarbeitern einen gesunden Lunch ermöglichen wollen und bei dem wir mit unserem beets&roots E-Bike den Lunch kontaktlos zu jedem einzelnen Mitarbeiter ins Homeoffice bringen.

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung? Pralinen – meine Frau erzählt bis heute die Geschichte unseres ersten Dates: Ich war damals in der Ausbildung und habe ihr eine halbe Stunde im Detail die Herstellungspraxis von Pralinen inklusive aller kritischen Punkte und Tricks erzählt, woraufhin sie mich eher für einen Sonderling hielt. Gott sei Dank hat es dann trotzdem geklappt.

Was schätzt du an dir am meisten? Als Kind habe ich immer schon gerne gekocht, aber ohne das richtige Wissen waren nicht alle Kreationen essbar. Heute schaffe ich doch größtenteils leckere Gerichte zuzubereiten, was besonders in der aktuellen Situation vorteilhaft ist und gute Laune macht.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: 2012 ein Abend mit Wolfram Siebeck, dem Gastro-Tester-Papst im Deutschland der Nullerjahre und davor, mittlerweile leider verstorben, besuchte mich im Restaurant, das 2011 mit einem Stern ausgezeichnet wurde und wir sprachen lange bei einem Glas grünem Veltliner über Gott und die Welt und natürlich Essen. Für mich damals wie heute eine beeindruckende und starke Persönlichkeit, die viel für die Kulinarik in Deutschland geleistet hat.

Welche drei Lebensmittel würdest du hamstern? Olivenöl, Mehl, Butter

Wie sieht es bei dir zu Hause aus? Helle Räume, da Dachgeschoss, viele kantige Gastroprofigeräte in der Küche, großer weißer Tisch, bunte Stühle, alte Ledersofas, Holzboden, viele Bücher, schön aufgeräumt, vereinzelt Spielzeug auf dem Boden.

Dein Film- oder Serientipp für ein Wochenende zu Hause? In letzter Zeit hat mich „Der unsichtbare Gast“ von Oriol Paul sehr begeistert, ansonsten bieten sich gerade Klassiker mit Überlänge an, z.B. von Scorsese. Morgens für gute Laune nach dem Aufstehen zum Kaffee kochen und andere morgentliche Tätigkeiten empfehle ich Tele Gym Aerobic aus den 90ern nebenher laufen zu lassen. Auch ohne viel Bewegung fühlt man sich direkt fit.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Neben aktuell unfassbar viel sozialer Ungerechtigkeit und schwieriger weltpolitischer Situationen, dass regionale Produzenten und Erzeuger staatliche Unterstützung bekommen um sich soweit zu professionalisieren, dass eine flächendeckende und lückenlose Versorgung systemgastronomischer Betriebe sicher und dauerhaft möglich ist.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wahrscheinlich „Allerlei aus Kühlhaus 3“ wie es im Fachjargon heißt: ich liebe es Schubladen aufzuziehen und kleine Tapas-Portionen aus dem zu kochen was wir da haben. Wenn alle Stricke reißen gibt es Spaghettini mit Knoblauchöl und Parmesan.

Was sollte niemand von dir wissen? Bevor ich mit meinem Partner Max beets&roots gegründet habe, war Salat für mich eher die Nebensache auf der Speisekarte.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was Männer mit Glatze machen, wenn der Trend mit dem Hipster Bart irgendwann vorbei ist.

Das letzte Wort: Ich wünsche mir, dass wir trotz Kontaktverbot füreinander da sein können und es zusammen schaffen die Krise zu überwinden.

FOTO: Carina Adam

Hamstern für Profis

Klopapier also. Die Welt versinkt im Chaos und was der gemeine Deutsche zum Überleben hamstert, sind Hartweizen und Klopapier. Nicht, dass das jetzt komplett unsinnige Artikel wären, wenn es jedoch um die freudvolle Überlebenssicherung gehen soll, fielen uns da zumindest ein paar praktische Produkte ein, die wir eher horten würden. Unsere Lieblingsriegel zum Beispiel. Die kommen von RAWBITE, bestehen nur aus Nüssen, Früchten und Gewürzen, sind extrem lecker, machen satt ohne schwer im Magen zu liegen und versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen und guter Energie. Beides enorm wichtig beim Multitasking im Homeoffice. RAWBITE ist nicht neu. Die Idee dazu hatten drei smarte Dänen bereits vor über zehn Jahren. Sie wollten eine gesündere Snack-Alternative anbieten, die 100% bio, vegan und glutenfrei ist und ohne künstlichen Zuckerzusatz auskommt. Ziemlich gradlinig, so wie die Dänen nun einmal sind (hust, Klischee, hust!). Und ziemlich lecker. (Indoor-)Sportler, Familien und Homeoffice-Menschen haben aktuell die Wahl aus acht verschiedenen Sorten, was mitunter zu regelrechten Glaubenskriegen ausarten kann. Bei uns führt das Team Lime knapp vor den Teams Cacao und Protein. Die beiden letzteren Varianten gibt es ab Mai übrigens auch als praktische „Snack Box“ mit jeweils 45 Riegeln in der „Business Bite“-Größe von 15g. So geht hamstern für Fortgeschrittene. Gegen das viele Sitzen helfen übrigens auch die Fitnesseinheiten von RAWBITE-Ambassador Alex Beck. Die sympathische Fitness- und Gesundheitscoach(in) lädt über Instagram zum kollektiven Schwitzen auf die Matte.
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RAWBITE | rawbite.com | FOTO: RAWBITE

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 31. März 2020 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Wie wir bleiben, wer wir sind.

Die aktuelle Situation bedeutet für uns alle fundamentale Einschnitte und große Herausforderungen. Wir alle sind direkt von den Auswirkungen betroffen und es gilt gemeinsam vernünftig und entschlossen zu bleiben und alles Nötige zu tun, um die Krise zu meistern und unser aller Wirtschaftlichkeit mittel- und langfristig zu sichern. Wir als PR- und Event-Agentur müssen nicht zuletzt durch zahlreiche abgesagte Events in den kommenden Monaten massive Umsatzeinbußen verkraften. Allerdings sind wir als Agentur in unterschiedlichen Bereichen aufgestellt, was uns zumindest in die Lage versetzt, Kapazitäten entsprechend zu schiften. Wir haben ein tolles und vor allem Homeoffice-erprobtes Team und sind uns sicher, dass wir diese herausfordernde Zeit, zwar nicht ohne Schmerzen, aber dennoch meistern werden. Für unsere Dienstleister, Techniker, Caterer, Projektpartner, Freelancer und viele viele mehr ist das ungleich schwerer. Sie und wir sind in der Kommunikations- und Kreativbranche nicht systemrelevant im aktuellen Maßstab. Doch auch wir sind Menschen mit Verpflichtungen, Kindern und selbst aufgebauten Existenzen, die nun auf dem Spiel stehen. In unserer Lieblings-Druckerei arbeiten sie gerade Tag und Nacht im Schichtdienst, um sich an den Maschinen nicht zu begegnen. Nein, wir alle werden in ein paar Wochen sicher nicht wieder leben, als wäre nichts geschehen. Aber wir werden uns an die neuen Umstände anpassen, Wege finden uns mit ihnen zu arrangieren und beginnen, sie zu gestalten, weil wir als Menschen dazu in der Lage sind, solange wir nicht den Kopf in den Sand stecken. Darin, wie wir im Angesicht der Krise miteinander umgehen und uns aufeinander verlassen können, offenbart sich unser Charakter als Gesellschaft, als Unternehmung und als Mensch. Lasst uns aktiv sein statt in Angststarre zu verfallen. Lasst uns vernünftig und der Tragweite der Situation angemessen agieren, klug entscheiden und dabei vor allem das Morgen nicht aus dem Blick verlieren. Lasst uns zusammenhalten und jetzt das uns Mögliche tun, um die Zeit nach Corona so gut wie möglich vorzubereiten und mitzugestalten und auch währenddessen unsere Möglichkeiten nutzen und unserer Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Partnern, Dienstleistern (und der Gesellschaft) gerecht werden. Wir werden die Krise gemeinsam meistern. Bis dahin: bleibt gesund, bleibt positiv, bleibt bei euch! #virtualgrouphug – euer MMW-Team.

Kategorien: In eigener Sache | Autor: | Datum: 24. März 2020 | Tags: |  Keine Kommentare

Jetzt

Keine Frage, die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen lokale Geschäfte, Bars, Cafés, Clubs, Kultureinrichtungen usw. am direktesten und vermutlich auch am härtesten. Ein Kaffee serviert sich eben nicht so praktisch aus dem Homeoffice. Und auch, wenn gerade viele tolle, vor allem digitale Alternativen geschaffen werden und die Politik versucht ihren Teil beizutragen, bedeuten Wochen oder gar Monate ohne regulären Umsatz eine kaum zu meisternde wirtschaftliche Belastung. Damit möglichst viele der einzigartigen und kulturellen Institutionen in unseren Kiezen weiterhin Bestand halten können, rufen Initiativen wie Helfen.Berlin zum rigorosen Gutscheineinkauf auf. Über die Plattform, die ein findiges Team von Grafikern, Textern und Programmierern in kürzester Zeit erstellt hat, können ab sofort Gutscheine für den Lieblingsort um die Ecke gekauft werden. Der Erlös geht zu 100% an die LadenbesitzerInnen, es wird lediglich eine kleine Gebühr für die Transaktion berechnet. Die Macher dieses Non-Profit-Modells arbeiten alle ehrenamtlich. Egal ob Gastro, Clubs oder „Attraktionen“ (von Lieblingsbuchladen über Lieblingshotel bis Lieblingstheater), aufgeteilt nach den verschiedenen Bezirken findet ihr schnell bekannte Läden aus der Nachbarschaft. Mit den Gutscheinen können wir dafür sorgen, dass unsere Lieblingsorte Einnahmen erzielen und zwar jetzt und nicht erst in Wochen oder Monaten, wenn es für viele möglicherweise schon zu spät sein kann. Betroffene Ladenbesitzer können sich übrigens selbst auf der Plattform anmelden, gerne also weitersagen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Save Your Locals aus Hamburg, mit dem kleinen Unterschied, dass über saveyourlocals.org kostenlos Gutscheinlinks in beliebiger Höhe generiert werden können, die man selbst dezentral über WhatsApp oder Facebook und Co verbreitet.
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Helfen.Berlin | Saveyourlocals.org | helfen.berlin | SaveYourLocals.org | FOTOS: Helfen.Berlin und Saveyourlocals.org

Vorhang auf!

Hand aufs Herz, wie oft warst du in den letzten Monaten im Theater? Ehrlich gesagt, bei über 8.500 deutschsprachigen Inszenierungen pro Jahr fällt die Auswahl auch gar nicht so leicht. Und bevor man sich nicht entscheiden kann, bleibt man eher zuhause. Die Macher von SPECTYOU haben eine Video-Plattform erstellt, auf der sich Theater digital erleben lässt. Eigentlich sollte die Plattform erst etwas später im Jahr an den Start gehen, aus gegebenem Anlass wird nun bereits die Beta-Version live geschaltet. Ab sofort können ausgewählte Theaterstücke in voller Länge und kostenfrei gestreamt werden. Danach wird im monatlichen Abo oder für den Einzelabruf gezahlt. SPECTYOU will einen Überblick zur aktuellen Bühnenwelt schaffen, die Vielfalt aufzeigen und damit ein digitales Archiv an zeitgenössischem Schauspiel sowie Tanz und Performance bereitstellen. Die neue Plattform wird von einen Team aus Theatermachern, Schauspielern und Regisseuren erarbeitet und richtet sich nicht nur an interessierte Zuschauer, sondern auch an Hochschulen und Theaterschaffende selbst. Gründerin Elisabeth Caesar ist sich bewusst, dass das digitale Streamen keinen „echten“ Theaterbesuch ersetzen wird, sie möchte vielmehr das Bewusstsein für dieses kulturelle Gut wieder in den Vordergrund rücken, ein aktives Netzwerk schaffen und allen Beteiligten ein erweitertes Sprachrohr bieten. Theaterschaffende können sich mit einem Profil anmelden und zusätzlich zum angebotenen Stück entsprechendes Infomaterial hochladen. Damit werden spannende Aufführungen einem breiteren Publikum zugänglich gemacht, unabhängig von Ort und Zeit. Ob zur Recherche, Aufführungsanalyse oder zum privaten Genuss. Vorhang auf!
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SPECTYOU | spectyou.com | FOTO: SPECTYOU

Richard Pflaume Hoyer

Richard ist Fotograf. Ein ziemlich guter, um genau zu sein. Das nützt ihm momentan allerdings herzlich wenig. Kunden und damit Aufträge sind unter den gegeben Umständen nämlich erst einmal keine in Sicht. Nachdem alle aktuellen Auftragsarbeiten gecancelled wurden, hat er mit einer experimentellen Projektarbeit begonnen. „Remote from Quarantine“ beschäftigt sich im künstlerischen Sinn mit Fotografie aus der Ferne, wenn man persönlich nicht anwesend sein kann oder möchte. Wie das geht? Richard porträtiert beispielsweise Menschen in Quarantäne über ihre Desktop- oder Handykamera. Das Szenario lässt sich nach Corona auch auf andere Krisen- oder Ausnahmesituationen übertragen. Entstehen soll ein Buch oder Booklet. Passt, denn Anfang 2019 hat sich Richard dazu entschieden, weniger kommerzielle Werbung zu fotografieren, weil sie zwar finanziell reizvoll ist, aber die Halbwertszeit eines Magazin-Seitenschlags oder einer U-Bahnstation in Durchfahrt hat. Parallel arbeitet er an zwei Dokumentarfilm-Projekten und Fotobüchern. Wir glauben an dich!

Name: Richard Pflaume Hoyer
Alter: Dreiunddreißig
Wohnort: Berlin
Beruf: Global Story Scout in Bild und Schrift (copyright)
Schuhgröße: In 10 Jahren stimmen Alter und Schuhgröße überein.
Lieblingskamera: Als Fotograf schwöre ich euch: Das Objektiv ist wichtiger als die Kamera.
Kontakt: richardpflaume.com

Beschreibe deinen Job in drei Worten: Complex but fun.

Was war bis jetzt dein größter beruflicher Erfolg und warum? Meine Steuererklärung von 2016 vor zwei Wochen erledigt zu haben. Weil zu unserem Beruf leider mehr gehört, als Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Geschafft hast du es, wenn du dich nicht mehr selbst darum kümmern musst, dass alles zum Steuerberater kommt. Das muss Freiheit sein!

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Kein direkter Rat, aber: Ich hatte das Glück einige Male Juergen Teller assistieren zu dürfen. Ein sehr angenehmer und bodenständiger Mensch. Ich habe ihn bei seiner Arbeit viel beobachtet und denke für mich verinnerlicht zu haben, dass das Zwischenmenschliche die halbe Miete oder mehr ist. Manchmal hat er Stunden kein einziges Foto gemacht, nur um die Stimmung für das dann für ihn perfekte Bild zu schaffen. Das hat mich fasziniert. Vielleicht hört sich das pathetisch an, aber ich finde man fühlt die Nähe zu seinen Motiven in seinen Bildern.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Zwei, okay? Ich habe im tiefsten Bayern mal in einem fast privaten Moment Sophia Coppola freundlich die Hand geschüttelt ohne zu realisieren, dass sie es ist. Ich bin ein großer Fan ihrer Arbeit (Tipp: Das auf der DVD enthaltene BTS von Lost in Translation anschauen). Außerdem durfte ich vor einiger Zeit A$AP Rocky fotografieren. Was für ein feiner Kerl, alle Anwesenden inklusive mir waren verliebt in ihn.

Welchen Beruf würdest du gerne mal für einen Tag ausüben? Matrose auf einem Containerschiff. Die Dinger haben auf mich eine unerklärliche Anziehung.

Was ist gerade das Hintergrundbild auf deinem Telefon? Ein künstlerisch wertvolles Selfie meiner Partnerin. Nicht was du jetzt denkst…

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Mach was du willst! Aber mach deine Steuererklärung von 2016 früher!

Welches war das schönste Kompliment, das dir jemand einmal gemacht hat? Komplimente sind mir unangenehm. Aber man sollte Leuten unbedingt öfter ehrliche Komplimente machen, wenn einem danach ist.

Was machst du, wenn dir langweilig ist? Ich schwöre mir ist nie langweilig. Im Kopf ist immer was los.

Verrate uns einen magischen Ort! Jedes Arthouse Kino.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Zahlen auf meiner Steuererklärung. Okay, stop, der Witz ist durch. Ich würde sofort alle Kriegsursachen beenden.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Eine gute Pasta.

Was sollte niemand von dir wissen? Ihr wollt, dass ich jetzt sage, dass das eine Fangfrage ist, oder?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welcher der beste Fußballverein der Welt ist, wobei es darauf ganz klar nur die Antwort Eintracht Frankfurt gibt. (Fußball ist als Spiegel einer Gesellschaft total unterbewertet und wird viel zu oberflächlich rezensiert.)

Das letzte Wort: Auch in schwierigen Zeiten, glaubt bitte an euch! Und an mich. Danke fürs Gespräch!

FOTO: Benjamin Kim / Richard Pflaume

Rettung naht

Social Distancing, Homeoffice und Quarantäne – so sinnvoll und wichtig die aktuellen Maßnahmen auch sind (#flattenthecurve), so herausfordernd sind sie zugleich. Vor allem, wenn aufgrund der Kita- und Schulschließungen auch die Kids zu Hause sind. Um dem Lagerkoller vorzubeugen, gilt es kreativ zu werden und entweder für sich persönlich oder die ganze Familie ein ganz neues Selbstbeschäftigungsmanagement zu etablieren. Wenn ihr auch nicht gerade zur „Ich-bastel-aus-Klopapierrollen-witzige-Instrumente“-Fraktion gehört (Klorollen hat ja jetzt jede*r genug, ansonsten einfach mal die Nachbarn fragen) und jetzt schockstarr Pinterest-Seiten abscrollt, haben wir was für euch. WLKMNDYS ist ein, ach was, DER DYI Blog, wenn es ums Basteln für und mit Kindern, selbstgemachte Dekoration oder Geschenke geht. Zudem kann man im Shop Bastel- & Partyboxen, Vorlagen, Tattoos und Bastelmaterial kaufen. Denn schließlich macht Basteln besonders viel Spaß, wenn das für das Traumprojekt benötigte Material auch in richtiger Menge zur Hand ist. #Klorollenideensindendlich. Ganz sicher geht ihr mit WLKMNDYS in the box – einer Kiste gefüllt mit den schönsten Essentials für einzigartige Bastelprojekte. Jedes Bastelprojekt wird von einer detaillierten Step-by-Step-Anleitung begleitet, die sicheres Gelingen und gleichzeitig kreativen Freiraum garantiert. So wird jedes Projekt zu einem ganz persönlichen Meisterwerk. Ins Leben gerufen und betrieben wird WLKMNDYS von „Deutschlands DIY-Queen“ Andrea Potocki, ihres Zeichens Designerin, Erfinderin, Materialdetektivin, Wolkenforscherin, Mama von drei Kindern und verheiratet mit einem Tischler. Leute, ran an den Basteltisch, dies ist die Zeit, in der Legenden geboren werden! #mamaundpapaistbeste
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WLKMNDYS | wlkmndys.com | FOTO: WLKMNDYS

Take a breath!

Anders als Wurm und Qualle, die sich über die Hautatmung versorgen, atmen wir täglich rund 10.000 Liter Luft ein und aus. Es ist kein Geheimnis, dass wir in großen Städten immer dichter zusammenrücken und sich gleichzeitig die Luftschadstoffe im urbanen Bereich konzentrieren. So und jetzt sitzen wir dann auch noch alle daheim in den eigenen vier Wänden. Die Erfinder von Solaga haben sich dem (meist) unsichtbaren Problem aus Luftschadstoffen angenommen und einen genialen Luftfilter für Büro und Zuhause entwickelt. Im Berliner Bezirk Adlershof werden nach aktueller Technologie und ästhetischen Anspruch Algenbilder als eco-effizientes Wanddekor in Handarbeit hergestellt. Das Algenbild „Alwe“ filtert die Luft ganz ohne Strom oder aufwendige Pflege. Darum kümmert sich nämlich fast eigenständig der lebende Mikroalgenbiofilm, der als Luftreiniger aktiv Luftschadstoffe aufnimmt und Sauerstoff produziert. Zudem ist Alwe ein wirklich einzigartiger, weil lebender Wandschmuck: Je nach Ort und Lichtbedingungen verändert sich die Farbintensität der Algen. In jedem, übrigens geruchlosen, Algenbild befindet sich ein kleiner Wassertank, der etwa alle zwei Wochen aufgefüllt wird. Gegründet wurde das Start-up von Benjamin Herzog und Johann Bauernfeind, die sich mit ihrem innovativen Team den heutigen Umweltproblemen mit der Erforschung von Mikroalgen widmen. Der Name „Alwe“ stellt sich aus dem deutschen „Algenwand“ und dem englischen „to awe“ zusammen, was ein Gefühl des Staunens und Bewunderns bezeichnet. Aaaaaaw! Mit dem Gutscheincode „wildeAlge“ reduziert ihr den Preis bei eurer Bestellung um 25 Euro.
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Solaga | Alwe50 – Das Algenbild | 499,00€ | solaga.de | FOTO: Solaga

OhhhMhhh

Wir „modernisieren“ unser Leben und unsere Einstellung dazu Step by Step, nach eigenem Tempo. Gut, jetzt vielleicht sogar etwas mehr als sonst, da wir gerade mehr Zeit zu Hause verbringen und um uns alles vorübergehend zwangsentschleunigt wird. Stefanie Luxat begeistert uns momentan also umso mehr mit „Endlich OM“, ihrem Podcast für Spätzünder in Sachen gesunde Ernährung, Selbstliebe und Nachhaltigkeit. Bereits vor zehn Jahren gründete die mittlerweile zweifache Mama ihr Online Magazin OhhhMhhh, mit dem alles anfing. Heute geben sie und ihre spannenden Podcast-Gäste uns stets ein gutes Gefühl und beschwichtigen uns in unserer Sorge darüber, nicht direkt als mülltrennendes, yogasüchtiges, selbstliebendes und achtsames Geschöpf auf die Welt gekommen zu sein. Die Anleitung zum sympathisch-optimierten „Ich“ gibt es auch im Abo: „Endlich Ich“ versorgt uns monatlich mit einem Therapie-Quickie von Psychotherapeutin Miriam Junge, Experten-Tipps von Finanzen bis Elternsein, Yogavideos, Workouts und Atemübungen plus viele weitere Überraschungen. On top kommt der exklusive Interview-Podcast mit MacherInnen namens „Boom!“, bei dem ganz offen und ehrlich von unterschiedlichen Karrierewegen erzählt wird. Stefanie möchte mit diesem Extraformat noch einmal ganz gezielt Denkanstöße zu verschiedenen Lebensbereichen geben und ihr Netzwerk an tollen Menschen in intimer Runde mit uns teilen. Ein echtes Wohlfühlpaket für Ohren und Seele. Jeden Monat gibt es ein anderes Schwerpunktthema, von Feminismus über Karriere (besonders empfehlenswert, die Rubrik „Richtig verkackt“) bis Altersvorsorge. Wer das Abo jetzt abschließt, hat zudem Zugriff auf alle vergangenen Ausgaben. Genug Glücksstoff also für die nächsten Tagen, Wochen und Monate… Wir verlosen ein lebenslanges Abo von „Endlich Ich“ an die besonders Sorgsamen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚OHHHMHHHO‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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ENDLICH ICH ABO | 6,90€ / Monat | ohhhmhhh.de/abo | FOTO: Erik Cesla

Vreni Jäckle

Vreni ist eine Fashion Changerin. Gemeinsam mit ihren Co’s Jana und Nina hat sie nämlich die gleichnamige Plattform für nachhaltige Mode und Fair Fashion gegründet. Das letzte Jahr stand für die Fashion Changers ganz im Zeichen der aktivistischen Arbeit, beispielsweise durch die Unterstützung der #fairbylaw Petition, die versucht, auf politischer Ebene ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Textilunternehmen (und alle anderen!) Verantwortung für ihre Lieferketten übernehmen müssen. Am 12. März erschien das Buch „Fashion Changers – wie wir mit fairer Mode die Welt verändern können“ im Knesebeck Verlag. Darin dreht sich alles um das enorme Change-Potential der zweitgrößten Konsumgüterindustrie in Deutschland für Gleichberechtigung, Geschlechtergerechtigkeit, Diversität, Klimakrise und Nachhaltigkeit. Wir verlosen zwei druckfrische Exemplare. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚KONSTANT IST NUR DER WANDEL‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Zurück zu Vreni. Was wir bereits wissen: sie betreibt einen eigenen Podcast namens „Gern Geschehen!“, liebt Altes und Schönes, Rotwein und tiefgründige Gespräche. Was wir noch wissen wollen. Alles! Deshalb haben wir auch fast alles gefragt. Frage zehn wird euch überraschen.

Name: Vreni Jäckle
Alter: 26
Wohnort: Berlin
Beruf: 100% Fashion Changer ;) (nebenher mache ich Kommunikations- und visuelle Konzepte für LOVECO)
Schuhgröße: 39, aber wenn ich groß bin, will ich in den Fußstapfen von Iris Apfel wandeln.
Lieblingsgetränk: Berlin-Klischee, aber wahr: Mate.
Kontakt: @vrenijaeckle auf Instagram

Wofür brennst du? Für eine bessere Modebranche, die ihren Profit nicht auf die Ausbeutung von unzähligen Textilarbeiter*innen auf der einen Seite stützt und Marketing mit den Unsicherheiten von Frauen* auf der anderen Seite macht. Und für eine, die Umweltstandards nicht nur als PR-Tool versteht, sondern wirklich was für Klimaschutz macht.

Was war die härteste Arbeit, die du je gemacht hast? Meiner Familie zu erklären, dass ich als Vegetarierin auch nicht „nur ein bisschen Speck“ oder Fisch essen will. Als ich mich dann auch noch für eine vegane Ernährung und gegen den Quark-Auflauf entschieden habe, war das für alle Beteiligten nochmal extra hart.

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Mir fällt eigentlich kein besserer Ort als Berlin ein, aber wenn ich wirklich müsste: Malmö, Kopenhagen oder Amsterdam.

Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Balletttänzerin!

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis? Ich bin die, die eigentlich immer etwas zu spät kommt, dafür keine Ausreden hat außer die eigene leichte Verpeiltheit – äh, Verträumtheit! – sich einen Wein einschenkt und dann spätestens nach einer Stunde völlig in einem tiefgründigen Gespräch versunken ist.

Wenn du drei historische Personen zum Essen einladen könntest, welche wären das? Das war zwar nicht die Frage, aber ich würde gerne mit Simone de Beauvoir, Wes Anderson und Iris Apfel einen Film drehen. Drehbuch: Simone de Beauvoir, Regie: Wes Anderson, Kostüm: Iris Apfel, Behind the scenes Stories auf Instagram: Vreni Jäckle.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist? An den Anrufen von meinem Steuerberater.

Wenn du ein Video haben könntest von einer Situation deiner Wahl aus deinem Leben. Welche Situation wäre das? Wie ich als Kind auf unserem damaligen Bauernhof die Hühner füttere.

Dein Song für die Ewigkeit? Metronomy – The Look

Welchen Wochentag magst du am liebsten und warum? Sonntag. Ich bin überhaupt nicht religiös, aber ich liebe es, wenn wir alle für einen Tag in der Woche aufhören, sinnlosen Kram zu kaufen und ein bisschen runterfahren. Und auch allein sein an einem Sonntag ist eine gute Übung, finde ich.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde ein Lieferkettengesetz, wie wir es mit der #fairbylaw Petition fordern, durchsetzen und einen Brief an das Wirtschaftsministerium senden, in dem steht: „Siehste, tat doch gar nicht so sehr weh!“

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde total vergessen, dass ich etwas hätte kochen sollen und ihr müsstet dann erstmal Gemüse mit mir schneiden.

Was sollte niemand von Dir wissen? Da fällt mir gar nichts ein, weil ich immer von radikaler Ehrlichkeit spreche und das auch wirklich so meine. Ich mache kein Geheimnis daraus, ob ich etwas gut oder schlecht kann und beantworte tatsächlich auch die Frage „Wie geht’s dir?” meistens ehrlicher als mein Gegenüber das vielleicht erwartet.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wann eröffnest du einen Vintage-Store?

Das letzte Wort: Wanna support women? Support fair fashion!

FOTO: Vreni Jäckle

Zero Liquor

Am Donnerstag eröffnet eine typische Bar in Berlin-Friedrichshain. Ab 17 Uhr. Alle hin da. Moment, noch einmal von vorne: Das Zeroliq am Boxhagener Platz erinnert zwar mit den dunklen Wänden, dem warmen Licht und der gemütlichen Einrichtung an die Szene-Bar von nebenan, führt aber doch eine untypische Getränkekarte. Unter dem Motto „Buzzy Drinks, Zero Booze“ bieten Slavena Korsun und Peter Kenzelmann eine großzügige Auswahl an alkoholfreiem Wein, alkoholfreiem (Craft-)Bier, alkoholfreiem Sekt und alkoholfreiem Gin (!). Daraus zaubert das erfahrene Bartender-Team wechselnde selbstkreierte Longdrinks und Cocktails. „Alkoholfreie Cocktails können auch aus mehr als Eis, Sirup und Saft bestehen. Wir möchten unsere Gäste auf eine Genussreise einladen – von herb, erfrischend bis blumig“, so Gründerin Slavena. Recht hat sie. Das weiß auch jeder, der mal eine abgestandene Apfelsaftschorle in einer Bar bestellt hat. Schließlich verzichtet man aus verschiedenen Gründen auf Alkohol, ob nun grundsätzlich oder temporär, aber deswegen sollten unsere Geschmacksknospen und sozialen Kontakte nicht darunter leiden. Und klar, hitzige Diskussionen und feuchtfröhliche Flirtversuche funktionieren auch ohne Alkohol. Zu den alkoholfreien Getränken serviert Zeroliq, eine Wortschöpfung aus „zero“ und „liquor“, natürlich auch vegane Tapas. Stößchen! Wir verlosen drei Flaschen alkoholfreien Sekt, die vor Ort geköpft werden können. Schreibt dazu eine Mail mit dem Betreff ‚KATZE STATT KATER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Zeroliq | Boxhagener Str. 104, 10245 Berlin | zeroliq.com | Eröffnungsveranstaltung

Halo!

Im Friedrichshain gibt es eine Grotte. Darin befinden sich 14 (in Worten vierzehn) Tonnen Salz. Auf dem Boden, an den Wänden und natürlich in der Luft. Das Salzhain in der Scharnweberstraße ist einer dieser Orte, von denen man am liebsten niemandem erzählen würde, um ihn ganz für sich zu haben. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass noch immer ziemlich wenige Menschen davon wissen. Ein Grund, warum sich das gerade ändert: Linzi Halquist. Im letzten Sommer übernahm die sympathische Amerikanerin, die zuvor Design in New York studierte, das Salzhain und erweiterte das Konzept um einen kleinen Concept Store. Dabei war sie jahrelang selbst begeisterte Kundin. Bei der sogenannten Halotherapie, also einer Sole-Inhalations-Methode, stellte sie am eigenen Leib fest, wie positiv sich das Salz auf ihre chronische Nasennebenhöhlenentzündung auswirkte. Das Klima im Salzhain ähnelt einer natürlichen Salzgrotte mit hoher Luftfeuchtigkeit und relativ kühlen Temperaturen um 20 Grad. Während der fast einstündigen Sitzung mit entspannenden Klängen und Visuals wird die reine Luft im Raum durch Solevernebelung mit kleinen Salzpartikeln angereichert. Dann heißt es tief einatmen, noch ein bisschen tiefer und laaange ausatmen. Die trockene Halotherapie soll unter anderem antibakteriell und entzündungshemmend wirken, das Immunsystem stärken und den Stress reduzieren. Das tut nicht nur Erwachsenen gut, sondern natürlich auch Kleinkindern. So lädt das Salzhain nicht nur zu regelmäßigen Ruhesitzungen und Yoga-Stunden ein, sondern auch zu offenen Playdates für Eltern mit Kindern. Zum Runterkommen verlosen wir dreimal eine Schnupperstunde Yoga im Salzraum. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚THE BODY ACHIEVES WHAT THE MIND BELIEVES‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Salzhain | Scharnweberstr. 3, 10247 Berlin | salzhain.de | FOTO: Salzhain

Olivia Wenzel

Olivia Wenzel, Jahrgang 1985, wuchs als Kind einer weißen Mutter aus Ostdeutschland und eines schwarzen Vaters aus Sambia in der Nähe von Weimar auf. „Dort lebten wenige Schwarze, wir wurden ständig verwechselt“, sagt sie. Inzwischen lebt sie in Berlin und wird weniger oft verwechselt. Das Thema Alltagsrassismus hat sich damit aber nicht erledigt. In ihrem ersten Roman „1000 Serpentinen Angst“ thematisiert sie ihre ganz persönlichen Erfahrungen und teilt Gedanken zu Herkunft und Verlust, über Lebensfreude und Einsamkeit, Liebe und Angst. Im Buch geht es um eine eine junge schwarze Frau, die in Ostdeutschland Ende der 1980er Jahre auf die Welt kommt, später nach Berlin zieht und getrieben ist – von den Menschen in ihrer Umgebung, dem toten Zwillingsbruder, der überforderten Mutter und dem abwesenden Vater. Starker Tobak, starker Roman. Momentan ist Olivia dabei ringsum Interviews und Lesereisen zu bewerkstelligen. Ihr kafkaesker Hang zu To-Do-Listen kommt ihr da sicher zugute.

Name: Olivia Wenzel
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: meistens Autorin & Musikerin, gebe manchmal auch Workshops & manage Kulturprojekte
Schuhgröße: Eine Größe zu groß für so genannte Damenschuhe.
Lieblingsort auf der Welt: Am Meer, egal wo.
Kontakt: Über meinen Verlag, S. Fischer.

Würdest du lieber etwas versuchen und dabei scheitern oder es gar nicht erst versuchen? Ich versuche gern und oft neue Sachen, in meiner Arbeit und generell. Scheitern ist für mich weder peinlich noch negativ. Nur beim Essen gefällt mir eine gewisse Routine; ich gehe sehr gern in gutbürgerlichen, langweilig anmutenden Restaurants essen.

Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest? In sich selbst hineinzulauschen und sehr genau auf die „innere Stimme“ zu hören.

Was ist wichtiger: Theorie oder Praxis? Das geht für mich Hand in Hand, ich habe auch genau das studiert: Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis.

Wer oder was inspiriert dich? Filme wie „Beasts of the Southern Wild“, Bücher wie Jia Tolentinos „Trick Mirror“, Menschen in meinem Alltag, denen ich zufällig begegne und die herzlich und offen sind.

Wenn alle Jobs gleich bezahlt werden würden, welchen Beruf würdest du dann wählen? Ich habe das Glück und Privileg, von meiner künstlerischen Arbeit leben zu können. Viel Geld hat mich noch nie interessiert, eher überfordert. Sprich: Ich würde all das machen, was ich bisher gemacht habe, genauso.

Auf was für Veränderung hoffst du in der Zukunft? Verbot der AfD, verstärkte soziale Beschämung all derer, die menschenverachtend hetzen, ein Internet, das mir nicht ständig irgendwas verkaufen will, inklusive mich selbst, eine intaktere Natur, und, wie jedes Jahr: dass ich es endlich schaffe, genügend Sport zu treiben, um mich einigermaßen fit zu fühlen.

Wie alt wärst du gerne für immer? Ich glaube, 40 zu sein wird der Hammer.

Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch? 50/50

Welche aktuell lebende Person würdest du gerne mal treffen? Ich würde mich sehr freuen, wenn Tic Tac Toe sich wiedervereinigen und mir zuhause, im Wohnzimmer, ein Acapella-Rap-Konzert geben würden. Und ich würde sehr gerne mal ein paar Tage mit einer Spielerfrau irgendeines international bekannten Fußballstars verbringen, also Einblicke in ihren Alltag bekommen. Würde Sun Ra noch leben, würde ich auch ihn gern treffen, auf dem Saturn ein bißchen mit ihm umher floaten und von weit weit weg, mit großer Gelassenheit, auf die Erde schauen.

Wenn du nicht mehr schlafen müsstest, was würdest du mit der zusätzlichen Zeit anfangen? Ich liebe Schlafen. Aber wenn ich tatsächlich mal etwas mehr freie Zeit zur Verfügung hätte, würde ich gern monatelang chillen, gut essen, am Meer herumliegen und lesen. Also die Form von Urlaub als Alltag leben, für die so viele Leute so viele Jahre hart arbeiten gehen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Siehe: Auf welche Veränderungen hoffe ich in der Zukunft.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich bin keine gute Köchin. An einem okayen Tag würde ich euch wahrscheinlich was Vietnamesisches bestellen, an einem schlechten Tag ’ne billige Tiefkühl Margherita in den Ofen hauen.

Was sollte niemand von Dir wissen? Womit ich mein Geld verdienen wollte, als ich nach Berlin zog.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Im Moment werde ich ziemlich oft gefragt, was in meinem Roman autobiographisch ist. Ich find’s toll, dass ihr das nicht gefragt habt.

Das letzte Wort: Schaut unser schönes Video an, das wir, von meinem Buch inspiriert, gedreht haben!

FOTO: Juliane Werner

Worte und Taten

Nein, wir sind keine Freunde davon, Worte aus dem Zusammenhang zu reißen. Und klar, Kunst darf frei sein, darf über die Stränge schlagen, anecken, provozieren. Was Kunst nicht darf, ist Menschen persönlich diffamieren, beleidigen, verletzen, Gewalt und Hass verbreiten. Es gibt unverrückbare Grenzen, die für ein zivilisiertes menschliches Miteinander grundlegend sind und weder Stadiontransparent-Maler noch Möchtegern-Straßenrapper aus Zehlendorf haben das Recht diese Grenzen zu überschreiten. Sich auf Kunstfreiheit und ironische Zuspitzung berufen, gilt hier einfach nicht. Die Initiative #unhatewomen von Terre des Femmes richtet sich gegen frauenverachtende Hate Speech und setzt sich für mehr Respekt gegenüber Frauen ein. Denn verbale Gewalt gegen Frauen wird millionenfach gehört, geliked und gefeiert – und so zum Teil unseres Alltags. Die gerade gestartete Kampagne ruft dazu auf, frauenverachtende Texte, Songs oder Posts mit dem Hashtag #unhatewomen zu teilen, um dafür zu sensibilisieren, dass auch Worte Gewalt sein können und um Hassrede gegen Frauen nicht unwidersprochen zu lassen. Die Leitmotive der Kampagne zeigen Frauen im Kontext von Zitaten aus Songs erfolgreicher Deutscher Rapper. Womit wir wieder beim Kontext wären. Rap muss man verstehen? Gehört zum Habitus? Alles ganz anders gemeint? Hier gilt wie so oft im Leben die goldene Regel der Kommunikation: Entscheidend ist nicht, wie etwas gemeint ist, sondern wie es ankommt. Und wenn ein Loser wie Fler, der unfreiwillig eine eigene Textzeile zur Kampagne beisteuerte, die Chance eine eigene Einordnung zu liefern und Dinge richtig zu stellen verstreichen lässt und stattdessen mit Keile droht und ein Kopfgeld (!) auf eine Kampagnen-Unterstützerin aussetzt, ist spätestens alles gesagt. Und getan. #unhatewomen
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#unhatewomen | unhate-women.com | FOTO: Terre des Femmes

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 03. März 2020 | Tags: , Keine Kommentare

Teresa Bücker

Teresa Bücker ist Journalistin, Moderatorin und Speakerin zu gesellschaftspolitischen Themen – ganz besonders Zeit, Arbeit, Feminismus und Familie. Zuvor war sie Chefredakteurin bei EDITION F, vorher Ressortleiterin Community und Social Media der Wochenzeitung der Freitag und Referentin für Digitale Strategie des SPD-Parteivorstands. Seit November 2019 schreibt sie für das Süddeutsche Zeitung Magazin Online die wöchentliche Kolumne Freie Radikale – die Ideenkolumne. Im April bekommt sie ihr zweites Kind. Die Zeit bis dahin nutzt sie zum Nachdenken, über das Thema ihres ersten Buches beispielsweise. Irgendwas mit Leopardenmustern, Feminismus, Akte X und Birnen-Schokokuchen vermutlich. Einen Titel gäbe es auch schon: „Nicht alle aus dem Sauerland sind so wie Friedrich Merz.“

Name: Teresa Bücker
Alter: 35
Wohnort: Berlin
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: 38
Lieblingsbuch: Leslie Jamison – Die Empathie-Tests
Kontakt: teresabuecker.de

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freund*innen beschreiben? Besonnen, empathisch, weitsichtig

Wenn alle Jobs gleich bezahlt werden würden, welchen Beruf würdest du dann wählen? Immer wieder Journalistin und Autorin.

Was war die beste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn? Mein Veterinärmedizin-Studium abzubrechen und zu erkennen, dass ich nicht aus vollem Herzen Tierärztin werden wollte.

Könntest du dir ein Leben ohne Internet vorstellen? Ja. Wenn wir alle weniger arbeiten würden und damit mehr Zeit für Freund*innen und Familie hätten.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Ein Treffen mit dem SPD-Politiker Egon Bahr, der als ersten Satz zu mir sagte: „Ich habe über Sie gelesen in Verbindung mit Cyber-War.“

Was kommt als nächstes? Die feministische Revolution. Wenn wir alle mitmachen.

Verrate uns einen magischen Ort! Modica in Sizilien.

Welches war das bisher schönste Kompliment, das dir jemand gemacht hat? Nach einer meiner Kolumnen im SZ-Magazin hat mich mein ehemaliger Nachhilfeschüler angeschrieben, den ich unterrichtet habe, als ich selbst in der Oberstufe war. Er hat sich für die Zeit mit mir damals bedankt und gesagt, er hätte danach nie wieder Nachhilfe gebraucht und gelernt, sich selbst zu motivieren. Mich hat das sehr berührt, dass er mir geschrieben hat und dass ich etwas in seinem Leben verändern konnte. Das hätte ich nie so eingeschätzt.

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ein echtes Interesse an anderen zu haben, neugierig auf und offen für sie zu sein. Also zuhören und verstehen wollen.

Wessen BRAVO-Poster hattest du an der Wand? Unter anderem eines von Dana Scully und Fox Mulder. Das würde ich mir heute immer noch aufhängen. Vielleicht mittlerweile aber nur noch eins von Gillian Anderson, die ich nach wie vor vergöttere und die immer schöner wird.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die 20-Stunden-Woche einführen. Denn ich glaube, dass das vor allem zwischenmenschlich viel verändern könnte, wenn wir mehr Zeit füreinander hätten und weniger gestresst wären. Mehr Zeit für Liebe, weniger Zeit für Hass.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich würde meinen Partner für euch kochen lassen, meine Kochkünste beschränken sich auf eine gute Kürbissuppe. Dafür kann ich richtig gut backen, zum Beispiel einen sehr tollen Schokokuchen mit Birnen.

Was sollte niemand von dir wissen? Schwierige Frage! Denn eines meiner Anliegen ist, dass wir Tabus abbauen und uns verletzlich zeigen können, ohne dass daraus Nachteile entstehen. Es ist so wichtig, über schwere Zeiten und die eigenen Macken zu sprechen, damit andere merken, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist schöner als Feminismus?

Das letzte Wort: Leopardenkleider machen glücklich.

FOTO: Jasmin Schreiber

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 03. März 2020 | Tags: , Keine Kommentare