Essen macht schön

„Wenn ich nur noch ein bisschen weniger wiegen würde, dann wäre ich glücklich und gesund“. Was stimmt an diesem Satz nicht? So ziemlich alles. Irgendwann erkannte das auch Lea Vogel. Ein halbes Leben lang hatte sich die Coachin mit Kalorienzählen, Diäten, Kontrolle von und Verzicht auf Essen beschäftigt – am ganz eigenen Leib. Bis sie selbst begriff, dass ihr stetiger Kampf mit Essen an sich eigentlich gar nichts zu tun hat. Daraus hat sie nun die Philosophie des Mindful Eating entwickelt, die sie anderen mitgeben möchte, die diesen Druck nur allzu gut kennen, die das eigene Gewicht, das eigene Essverhalten, Gier und Entsagung ausüben kann. Drei Ebenen – Emotionales Essverhalten, Intuitives Essverhalten und Selbstliebe – helfen dabei, ein positives Selbstbild aufzubauen. In ihrer psychologischen Arbeit bringt sie viel von ihren eigenen Erfahrungen ein. Gepaart mit ihrer fachlichen Expertise und ihrem humanistischen Ansatz geht Lea ganz persönlich auf jede einzelne Person ein, die ihr Essverhalten ergründen und nachhaltig verändern möchte. Das sind nicht nur anorektische Personen, Bulimikerinnen oder binge-eater. Lea hilft jedem loszulassen. Das Sollen, das Müssen, die Sucht und die Kontrolle abzugeben. Zu erkennen, wie wertvoll und wichtig man selbst ist. Sich zu verzeihen und bedingungslos zu lieben. Das in Form von Workshops in Berlin, Hamburg und München, in Form von Webinaren und Onlineprogrammen oder ganz individuellen Sitzungen. Damit das Essen irgendwann wieder zu dem wird, was es ist: Genuss. Und man selbst wieder zu einem tollen Menschen. Genau so, wie man ist.
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Lea Vogel – Mindful Eatingwww.leavogel-mindfuleating.de | Termine | Foto Credit: Anna Wasilewski

Herz & Niere

Das 2-Minuten Interview
Wir haben Micha und Christoph auf Herz & Nieren geprüft. Nein, richtig muss es heißen, wir haben Micha und Christoph zu Herz & Niere befragt. So heißt nämlich ihr großartiges Restaurant in der Kreuzberger Fichtestraße. Während man Koch Christoph getrost als Herz des Ladens bezeichnen kann, ist Micha wohl eher die Leber, als die Niere, schließlich verantwortet er die wunderbare Weinauswahl. Genug der Innereien, denn auf der Speisekarte stehen schließlich auch jede Menge andere Speisen. Der Tipp, uns die beiden mal genauer anzusehen, kam übrigens von unseren Freundinnen Kai und Lucy von Jubel Patisserie (könnt ihr nicht bitte auch nach Kreuzberg ziehen?). Gute Vorzeichen also, für ein äußerst unterhaltsames Interview zu eckigen Pizzen, totgebratenen Fisch und nackte Hotelpool-Arschbomben. Wohl bekomm’s!

Name: Michael Köhle (Micha) / Christoph Hauser
Alter: 31 / 32
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Berufstrinker / Koch
Schuhgröße: 45 / 42
Lieblingszutat: Wein hilft immer. Und Butter!!! / Nussbutter und Apfelessig
Kontakt: www.michaelkoehle.de / www.herzundniere.berlin

Was bekommt man bei euch zu essen außer Herz und Nieren?
Michael: Alles von Kopf bis Fuß, von Blatt bis Wurzel. Ganz viel Gemüse vom eigenen Acker, Fisch vom Kurt unserem Fischer. Wir stehen auf Wurst und Schinken, das machen wir viel selbst.
Christoph: Bei uns gibt’s von Kopf bis Fuß beim Tier und vom Blatt bis zur Wurzel beim Gemüse. Am liebsten in unseren Überraschungsmenüs.

Warum sind Pizzaschachteln eckig?
Michael: Warum ist ’ne Pizza rund?
Christoph: Ich denke, damit eine Pizza mit Extra Käse, wie ich sie liebe, nicht überall anklebt.

Welche drei Produkte gehören in jeden Kühlschrank?
Michael: Milch, für den Kaffee am Morgen, ’ne Flasche Riesling Kabinett (Kabi geht zu jeder Tageszeit) und Butter.
Christoph: Hausgemachte Marmelade von meiner Mama, Butter und ’ne Flasche Wein.

Ein Rezept, das jeder hinbekommt?
Michael: Spaghetti, Butter, guter Hartkäse und Peperoni. Geil!
Christoph: Unsere Gemüsepaste aus dem H&N Kochbuch.

Was hast du als Kind am liebsten gegessen?
Michael: Papas hausgemachte Rösti mit Bergkäse überbacken und Leberkäs und Mamas Kartoffelsalat.
Christoph: Königsberger Klopse mit Erbsen und Kartoffelpüree von meiner Mama.

Wen bewunderst du und warum?
Michael: Meine Eltern: Zu zweit mit drei Jungs und einem Hund ein Hotel und Restaurant am Bodensee zu managen. Ohne ihre Unterstützung wäre ich heute nicht, wo ich bin.
Christoph: Meine Schwester Petra, die neben zwei Jungs, einem Mann, den Haushalt und ihren Beruf unter einen Hut bekommt. Und trotz ehrenamtlichen Vereinstätigkeiten auch noch Zeit für ’nen entspannten Kaffee mit mir hat.

Das Widerlichste, das du je gegessen hast?
Michael: Gute Frage. Keine Ahnung… Ich finde billiges Industriefleisch widerlich. Dann lieber nur 1x die Woche Fleisch essen, dafür aber gutes Fleisch.
Christoph: Krasse Frage, das Unleckerste war mal ein totgebratener Fisch, ertränkt in einer viel zu dicken Tomatensauce und verbranntem Reis.

Ein Rat, von dem du nie gedacht hättest, dass er dir einmal nützen würde.
Michael: Ich fand es immer nervig, wenn ich bei meinen Großeltern Essen war und sie mir sehr früh schon Tischmanieren beigebracht haben. Heute bin ich darüber sehr froh.
Christoph: Immer freundlich bleiben. Bitte und danke sind nicht immer selbstverständlich. Als Kind hat es mich genervt, dass mein Vater immer sagte: man gibt die Hand, sagt Hallo, sagt Tschüss. Heute finde ich es furchtbar respektlos wenn Menschen die einfachen Grundsätze nicht beherrschen.

Was bereust du bis jetzt noch nicht getan zu haben?
Michael: Bereuen eigentlich nichts, ich habe ja noch etwas Zeit vor mir.
Christoph: 2008 arbeitete ich im Kempinski Falkenstein. Damals war der Plan nackt in den Gästepool zu springen. Vielleicht irgendwann…

Womit kann man dich um den Finger wickeln?
Michael: Da gibt es einiges. Eine gute Flasche Wein oder ein nächtlicher Spaziergang an der Spree oder Lagerfeuer mit Freunden im Winter.
Christoph: Selbstgemachtes Popcorn oder mit Croissants mit Marmelade.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Michael: Asia Pfannkuchen, mit gezupftem Schwein, Pulpo, Ente und Schweinebauch. Hausgemachte Soßen und Gemüse als Füllung und Topping. Stehen wir voll drauf. Es kann auch sein, dass ich keine Lust zu kochen habe – dann kocht Daniel, mein Mann, die besten Kässpätzle mit Rostzwiebeln.
Christoph: Zuhause wird schwer. Mein Kühlschrank ist fürs Kochen schlecht bestückt. Ich würde ein Krustenbrot vom Bäcker gegenüber holen, Senftube aufn Tisch und ’ne Dose Schwarzwurst von der Metzgerei Heinrich aus der Heimat aufmachen.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Michael: Fliegen und unter Wasser atmen können.
Christoph: Das Fliegen.

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest?
Michael: Ich würde die Menschheit zu mehr Toleranz und Nächstenliebe ändern.
Christoph: Grundeinkommen für jeden endlich einführen.

Was sollte niemand von dir wissen?
Michael: Das verrate ich euch doch nicht. (…ich bin aber sehr ungeduldig.)
Christoph: In der Ausbildung nannte mich mit 15 jeder Stöppsel, weil ich nur 1,49cm groß war. Heute sagen meine Chefs der Familie Albus immer noch Stöppsel zu mir.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Michael: Ich unterhalte mich sehr gern mit netten interessanten Leuten. Fragen kann man mir viele stellen, aber nicht alle beantworte ich.
Christoph: Ich glaube, ihr habt ziemlich viele Fragen gestellt. Vielleicht noch ob ich mit Michael zusammen bin… das ist nämlich eine Standard Frage von vielen Gästen.

Das letzte Wort:
Michael: Wir fahren zu meinen Eltern an den Bodensee und hoffen, das Wetter ist gut. Wollen jeden Tag mit dem Boot raus aufs Wasser.
Christoph: Vielen Dank, es hat großen Spaß gemacht, eure Fragen zu beantworten. Bis bald!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 25. Juli 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Saftstulle

Wenn’s richtig gut läuft, wird aus Geschwistern ein perfektes Team. Die Schwestern Johanna und Charlotte (oder auch Hanna und Lotte) sind in einem kreativen Künstlerhaushalt im ländlichen Norddeutschland aufgewachsen und haben schon früh den Mut zur Selbstverwirklichung eingeimpft bekommen. Nun haben sie ihre Skills aus der Gastronomie, dem Management und dem Marketing zusammengetan und (die) Ju’s Bar eröffnet – eine Hommage an die allabendliche Brotzeit am Familientisch (und ihren gemeinsamen Freund Julian). Die Spezialität der Beiden sind nämlich Stullen. Eine simple Sache, bei der man allerdings relativ viel falsch – oder in diesem Fall eben richtig – machen kann. Bei Hanna und Lotte schaffen es nur sexy Stullen auf den Tisch, mit Obatztem und Radieschen oder Süßkartoffeln und eingelegtem Gemüse oder auch gebackener Aubergine mit Granatapfelkernen und Minze. Begleitet werden die knusprigen Brote von Smoothies oder Slow Juces, äh, Juices (sorry!) aus den abenteuerlichsten, aber nicht minder leckeren Kombinationen wie Rote Bete, Grapefruit, Banane und Himbeere. Oder das Andere in Grün: Spinat, Kiwi, Gurke, Apfel. Wer’s mitnimmt bekommt gegen einen Euro Pfand eine stylische Glasröhre mit Deckel zum Transportieren und laaaangsam Trinken. Ausgedacht werden die Kreationen allesamt von Küchenchefin Hanna, die nach einigen Stationen in Sterneküchen nun das macht, was sie am liebsten tut: Sich kulinarisch ausleben. Mit dem liebsten Menschen an ihrer Seite. #sisterhood
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Ju’s Bar | Oranienstraße 6, 10997 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 11-18 Uhr | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. Juli 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Zu Besuch

Täglich sind wir dabei, unseren neuen Kiez zu entdecken. Und da wir dem Koffein nicht abgeneigt sind, ist ein tolles Café in der Nähe natürlich ein Segen. Bei The Visit steht der Kaffee im absoluten Mittelpunkt. Die stylisch eingerichtete Rösterei mit Kaffeeladen hat sich ganz dem Spezialitätenkaffee verschrieben, welchen Gründer Cihan ausschließlich direkt von Kaffeebauern in Honduras bezieht, denen er auch schon mal in die Augen geschaut hat. In Kreuzberg angekommen, werden die Bohnen an der Adalbertstraße geröstet und können auch gleich in Form von Flat White, Filter oder Espresso getrunken werden. Durch die großen Fenster kann beim Trinken der Röstprozess beobachtet werden. Mit höchster Sorgfalt wird hier das Beste aus dem Kaffee geholt – das schmeckt man auch. Damit die Geschmacksknospen noch etwas mehr zu tun haben, bietet The Visit auch reichhaltige Brunch-Menus an, wochentags ebenfalls leckere, gesunde Mittagsschmäuse. Wer nicht bei uns um die Ecke wohnt, soll nicht traurig sein. The Visit in Kreuzberg ist zwar das Flagship-Café, famose Filialen gibt es aber noch Unter den Linden und in Schöneberg. Und der feine, honduranische (sagt man das so?) Kaffee kann auch online bestellt werden.
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The Visit | Adalbertstraße 9, 10999 Berlin | Öffnungszeiten Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 10-19 Uhr | www.visit-coffee.com

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 25. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Von Waffeln und Hosen

Das Glück ist käuflich. Davon sind zumindest Andrea Dahmen und Christoph Munier mit einem schalkigen Augenzwinkern überzeugt. Vor 15 Jahren eröffneten die damaligen WG-Mitbewohner ein Waffelcafé und etablierten daraus langsam, aber mit geschultem Auge, innovativen Ideen und punktgenau platziertem Unternehmergeist ein kleines Concept-Store-Imperium. „Kauf dich glücklich“ ist in 12 deutschen Städten ein Synonym geworden für zeitgemäße, trendbewusste Mode und passende Accessoires fürs Wohnen und Leben. Nun wird am Samstag in Berlin mit Pauken und Trompeten Jubiläum gefeiert, ab 13 Uhr geht’s los. Der 15. Geburtstag – die Quinceañera der Fashionistas – wird mit Flohmarkt, Essen und Getränken, Pool und allerlei Hübschem in Rabattaktionen begangen. Am Ehrentag wird zudem unter dem Hauslabel ein neues T-Shirt gelauncht, das als Gewinner aus einem Design-Contest hervorgegangen ist, an dem man sich frisch und frei kreativ beteiligen konnte. Als Spezialität und Dankeschön wird die Kauf dich glücklich-Kleiderstange „Simon“ aus der hauseigenen Werkstatt in limitierter Auflage von 15 Stück für je 99,95 Euro verkauft. Somit kommt ein Stück Kauf dich glücklich ins eigene Zuhause. Da wir auch gerne Menschen glücklich machen, verlosen wir für die abendliche Party im Anita Berber 2×2 Tickets an die besonders Glückseligen unter euch. Schickt eine Mail mit dem Betreff „JACKE WIE HOSE“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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15 Jahre Kauf Dich Glücklich – Flohmarkt und Open Air | Sa., 29.07.17, ab 13 Uhr | Hinterhof 5 & Garten der Gerichtstraße 23 / Pankstraße 17, 13347 Berlin | Facebook-Eventlink

Auf die Kresse

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Hier der nächste Schnaps „orginal handmade in Kreuzberg Kellerdestille“, da der nächste Über-Gin mit rückwärtsgedrehten Wacholderbeeren, dort der Likör aus 462 handverlesenen Kräutern und Samen – zugegeben, das ist jetzt ein wenig übertrieben, aber was in den letzten Jahren so an neuen mehr oder weniger spannenden Spritkreationen auf den Markt kam, übersteigt nicht nur das Urteilsvermögen jeder noch so geübten Säuferzunge, es macht auch ein wenig probiermüde. Unsere Begeisterung hielt sich denn auch in Grenzen als unser Felix mit der kleinen braunen Flasche um die Ecke kam. Sehr neu, und so noch nie da gewesen, sei der Faradai. (Ok, mysteriös heißen tut er ja schon mal. Wer benennt sein Getränk schon nach dem Entdecker der elektromagnetischen Rotation?) Und außerdem pritzelt er im Mund, nachdem man einen Schluck getrunken hat. Spätestens hier wird es interessant. Der Faradai besteht aus nur fünf Zutaten: Bergamotte, Bourbonvanille, Jasminblüten, Ceylon-Tee und Parakresse. Letztere ist es auch, die dem Ganzen seinen besonderen Kick gibt. Der erste vorsichtige Zip aus dem Glas verwirrt. Zunächst ist da Süße. Aber nicht nur, es ist eine bittere Süße, eine leichte Schärfe kommt hinzu und letztlich feine, frische Säure. Ein wenig fühlt es sich so an, als würde sich der gesamte Mundraum nach einigen Sekunden nach innen zusammenziehen. Was zur Hölle ist hier los? Spätestens ab dem zweiten Schluck hat man den Drink dann verstanden, sich seine Geschmacksvielfalt erarbeitet. So geht Trinken für Fortgeschrittene. Sein wahres Können zeigt der kleine Braune dann in Kombination mit Tonic und Zitrone oder als Faradai Mule mit Aqua Monaco Ginger, einem Zweig Rosmarin und Zitronenzeste. Wir verlosen einmal eine Box des magischen Elixiers nebst vorgenannter Zutaten an die besonders Mutigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BRAUNE FEE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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FARADAÍ Pará Spirit | 50cl / 45% vol, 35 Euro | faradai.com

Blätterrauschen

Der Ahorn ist ein Symbol für Wohlstand, Harmonie und Gesundheit. Die Espe – selber zitternd – schützt vor Ängsten. Die Eiche wiederum steht für Kraft, Mut und Beständigkeit. So wird jedem Baum eine Symbolik nachgesagt, und diese kann man sich in Form von Schmuck zu eigen machen. Beim Bergmannstraßenfest haben wir Blattrausch entdeckt, ein Schmucklabel, das zartes Blattwerk in tragbaren Schmuck umwandelt. In einem faszinierenden Herstellungsprozess werden echte Blätter handverlesen und getrocknet, Chlorophyll und Blattmasse werden entfernt, und das verbleibende Blattskelett wird schließlich mit Edelmetall ewig gemacht. Man trägt also nicht einen Anhänger um den Hals oder am Ohr, der aussieht wie ein Blatt, sondern tatsächlich ein reelles wunderschönes Gold gewordenes Blatt. Jedes Teil ist ein absolutes Unikat, wahlweise mit Kupfer-, Silber- oder eben Goldveredelung. Übrigens werden nicht nur Blätter in Schmuck transformiert, sondern auch Samen, so wie die Ahornsamen, die so wunderbar von den Bäumen trudeln und die wir uns früher dann immer auf die Nase geklebt haben. So trägt man mit Blattrausch-Schmuck nicht nur Harmonie, Kraft oder Angstfreiheit mit sich, sondern auch ein schönes, wertvolles Stück Reminiszenz. Wir verlosen stolz 2x die Erdnuss in Gold an die besonders Berauschten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚GO NUTS!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Blattrausch | ab 25 € | Online Shop | blattrausch.de

Blattrausch

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 18. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Monika Jiang

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Das 2-Minuten Interview

Monika ist ein Soulworker! Sie selbst bezeichnet sich als Millenial Activist (Moment, wie ist das möglich?) für Kulturwandel und Neues Arbeiten. Mit all ihrer Kraft und ihrer inspirierend schönen Persönlichkeit setzt sie sich für die Neugestaltung der Arbeitswelt ein und entwicklet Ideen und Konzepte für mehr Sinnhaftigkeit und Menschlichkeit in Organisationen. Sie ist außerdem stellvertretende Vereinsvorsitzende bei DEMO – Bewegung für Demokratie e.V. Vor Kurzem stand die gebürtige Südbadenerin mit chinesischen Roots vor unserer Tür um Julia für die SOULWORX Initiative „Humans of New Work“ zu interviewen. Wir waren so angetan von ihr und dem gesamten Projekt, dass wir den Spieß nun kurzerhand umgedreht haben. Lest selbst, von Sinnsuche und fehlendem Commitment, Seifenblasen, duftenden Auberginen, Hauskatzen und Naturbässen.

Name: Monika Jiang
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Millennial Activist
Schuhgröße: 38, manchmal 39
Lieblingsort: Erde
Kontakt: monika.jiang@soulworx.de

Schließe die Augen und denke an etwas Schönes. Woran denkst du? Mein erstes Mal alleine Reisen durch Israel und Jordanien im letzten Sommer. Dort saß ich in der Wüste Wadi Rum, umgeben von einem großen scheinbaren Nichts und Unbekanntem, was es zu etwas ganz besonders Schönem gemacht hat.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Sei nicht so misstrauisch dir selbst und anderen gegenüber! Oder frei nach dem Pixar Film „Up“: Adventure is out there!

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Meine Schwester Liane. Für mich ist sie kleine und große Schwester zugleich, mit allen ausgefallenen Eigenheiten, Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten. In ihrem Poetry Slam (den sie nur für mich geschrieben hat) sagt sie: „Wir sind Einheitsindividuen.“

Wann fühlst du dich in Balance? Beim Schaukeln.

Das größte Problem deiner Generation? Der Struggle zwischen Orientierungs- bzw. Sinnsuche und fehlendem Commitment.

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Wieder mit Klavierspielen anfangen.

Was hast du gestern gelernt? Bei Menschen, die mir am Herzen liegen, kann ich ein ganz hilfreicher Coach sein.

Woran merkst du, dass du erwachsen bist? Jeden Morgen wenn ich aufwache und entscheiden kann, wie ich meinen Tag gestalte.

Welche Farbe nimmt ein Chamäleon in einem Raum voller Spiegel an? Mohnblumenrot.

Wofür gibst du zuviel Geld aus? Ganz klar: Essen.

Was kann jeder Mensch sofort tun, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen? Verletzbarkeit zeigen, offen mit Ängsten und Probleme leben und in Dialog treten.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? 鱼香茄子 (Yu Xiang Qie Zi), auf Deutsch klingt es immer komisch: „Nach Fisch duftende Aubergine“, aber es ist das Beste!

Wovor hast du Angst? Irgendwann festzustellen, dass das was ich predige ich selbst nicht lebe.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich war am Wochenende auf dem Freiluftfestival auf Usedom, mit Komet Bernhard, Seifenblasen und Naturbässen. Magisch!

Was würdest du ändern wenn du die Macht dazu hättest? Individuelle Arbeitsgestaltung, zukunftsorientierte Bildung und Demokratie für alle!

Was sollte niemand von dir wissen? Ich verliere mehr Haare als drei Hauskatzen zusammen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Wo kannst du frei denken?“

Das letzte Wort:
ZUKUNFT.

Fotocredit: Malina Ebert 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. Juli 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Holy Flat!

Auf diesen Tellern wird’s bunt! Knallgelb leuchtet der Kürbis, in Purpur strahlt die Rote Bete, knallgrün lockt die Avocado. Die hausgemachten Bowls von Holy Flat bestechen schon durch ihre Präsentation, aber noch besser wird’s beim Essen. Einmal lecker und zurück: Die Schweizer Globetrotter Mathias und Benedikt haben sich mit dem Lokal in Neukölln den Wunsch erfüllt, die Welt auf Berliner Teller… oder eben in Berliner Schüsseln zu bringen. Auf ihren Reisen haben sie Inspiration gesammelt und verwerten nun europäische und orientalische, zentral- und südamerikanische Aromen in ihren veganen und vegetarischen Gerichten. Fester Bestandteil des Angebots sind – daher der Name – die Flats, hausgemachte Fladenbrote aus Bio-Dinkelteig, die mit frischen Zutaten gefüllt und gerollt werden. Von der Hommage an die deutsche Küche bis hin zu brasilianischen Geschmacksexplosionen mit Acarajé und Vatapa-Sauce. Wenn das jetzt nach kulinarischem Bahnhof klingt: Macht nichts. Einfach nach Neukölln fahren, bestellen, ausprobieren, genießen. Es lohnt sich.
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Holy Flat | Lenaustraße 10, 12047 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr 11:30-21 Uhr, Sa 12:30-22 Uhr | holy-flat.com | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 18. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Nur Zeit ist Geld

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„Hier darfst du alles“ ist die Aufforderung von Berlin’s erstem Anti-Café, be’kech. Und das ist auch wirklich fast genau so gemeint. Die beiden Gründerinnen Louna Sbou und Nina Martin, beides Freiberuflerinnen, hatten sich nämlich in ihrem Leben vor be’kech regelmäßig daran gestört, wie sie beim Arbeiten in Cafés alle paar Minuten nach einer neuen Bestellung gefragt wurden. Es schien, als dürfen sie hier nicht sitzen und die kreativen Köpfe zusammenstecken ohne permanent zu konsumieren. So drehten sie den Spieß kurzerhand um und gründeten einen Ort, an dem man diskutieren, spielen, arbeiten und dabei Kaffee trinken und essen darf – und zwar ohne dafür zu bezahlen. Hä!? Wie soll das gehen? Das einzige, was im be’kech (der Name ist übrigens eine Mischung der Herkunftsorte von Louna und Nina, Berlin und Marrakech) kostet, ist die Zeit. Genauer gesagt: Die Minute kostet 5 Cent, der Tag maximal 15 Euro. Wenn man also schnell isst, kostet der Snack eben nur zehn Cent. Weil der Ort aber so schön, die Atmosphäre so angenehm und das Angebot so reichhaltig und lecker ist, dass man hier einfach Zeit verbingen muss, geht das Konzept auf. Nicht nur dekotechnisch ist der Ort eine gelungene Mélange zwischen alter DDR und traditionellem Marokko, sondern auch die Karte eröffnet Parallelwelten: Reichhaltiges, frisches (auch gern libanesisches) Frühstücksbuffet, Linsensuppe oder Gazpacho, vegane Kuchen und andere Leckereien locken täglich. Und immer mal wieder kann man hier auch Kultur genießen – in Form von Lesungen, Konzerten, Ausstellungen. Wenn man sich Zeit nimmt. Das Wertvollste, was wir haben.
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be’kech | Exerzierstraße 14, 13357 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa-So 11-19 Uhr | bekech.com | Facebook | Foto Credit: Selim Özadar

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Lust for Life

Sisyphos, der gerissene Frevler aus der griechischen Mythologie, muss zur Strafe ewig einen Steinblock einen Berg hinaufwälzen, der kurz vor dem Gipfel immer wieder herunterrollt. Hartnäckig muss man sein, um so etwas durchzustehen. Hartnäckig ist auch die Pornoregisseurin und Politikwissenschaftlerin Erika Lust. Wie passend, dass sie diese Woche das Sisyphos mit Open Air Erotik bespielt. Die Schwedin gilt als eine wichtige Pionierin der feministischen Pornographie und hat es sich zum Ziel gesetzt, Sexfilme zu machen, die anders sind. Ansprechend. Unabhängig. Echt. Von cineastischem Wert. Ethisch produziert. Filme, die unterschiedliche Menschen und ihre Fantasien und erotischen Wünsche abbilden und erreichen. So hat sie das Projekt XConfessions ins Leben gerufen, die erste crowd-unterstützte Erotikfilm-Serie. Jede und jeder kann sich als Ideengeber einbringen, seine erotischen Fantasien anonym posten, und jeden Monat wählt die Regisseurin zwei Fantasien aus und macht daraus ästhetische, aufwendige und ehrliche Kurzfilme. Einige davon werden auch im Sisyphos zu sehen sein. An zwei Abenden stellt sie nicht nur ihre neusten Erotik-Kurzfilme vor – unter anderem einen des subversiven Kult-Filmemachers Bruce LaBruce – sondern sie stellt sich auch den Fragen des Publikums. Mit ihrer kontinuierlichen Arbeit fängt Erika Lust an eine Lücke zu schließen, die noch immer viel zu groß ist.
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Erika Lust: XConfessions Open Air | Sisyphos, Hauptstraße 15, 10317 Berlin | 12.&14.07.17, ab 20:30 Uhr | Tickets 14 € | Residentadvisor.net  | Facebook Eventlink

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Boris Lauser

MMW_BorisLauser_©AnnettMelzer

Das 2-Minuten Interview
Boris Lauser mag es roh. Und jeder, der einmal eines seiner köstlichen Rohkost-Gerichte probiert hat, dem wird es genauso gehen. Boris ist nämlich Raw Food Chef & Consultant (zu Deutsch: Rohkost Koch und Berater). Doch der Reihe nach: der studierte Wirtschaftsingenieur arbeitete jahrelang bei der FAO der UNO in Rom. Als er feststellte, was Ernährung in Bezug auf Körpergefühl, Energie und Jugendlichkeit zu leisten im Stande ist, beschloss er seine große Leidenschaft fürs Essen zum Beruf zu machen. Seither motiviert er als Lehrer, Trainer und Koch Menschen zu einer besseren und nachhaltigeren Ernährung. Seine hochwertig vollwertigen Gerichte sind roh, schmecken aber nicht so und genügen höchsten kulinarischen Ansprüchen. Boris schreibt Bücher, bietet Coachings, Retreats und Seminare auf der ganzen Welt an. Für 2018 stehen unter anderem Retreats und Detox Seminare auf Bali und an der Ostsee auf dem Plan. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich auch in sechs Monaten zum Plant Based Chef & Nutritionist am Plant Based Institute ausbilden lassen. Lieber Boris, toll, dass wir dich endlich im Interview haben. Und danke für den Fruchtwitz! ;)

Name: Boris Lauser
Alter: 41
Wohnort: Berlin
Beruf: Rohkost Koch und Berater
Schuhgröße: 43
Lieblingszutat: Reife Früchtchen ;-)
Kontakt: www.borislauser.com

Was schmeckt roh nicht mal dir? Schon mal in ’ne rohe Kartoffel gebissen? Yakkk…

Wenn du nicht Koch geworden wärst, dann wahrscheinlich: Professioneller Bio / Vegan Restaurant und Hotel Tester

Süß oder salzig? Muss ich da wirklich wählen? Am besten immer salzig, dann süß :-)

Wann hast du zuletzt Fleisch gegessen? Letztens bei einem Restaurant Coaching war der Chef ganz nervös und wusste gar nicht, was auf ihn zukommt und wie er das jetzt alles machen soll. Aus Anerkennung für seine Arbeit habe ich ein wenig seiner Minestrone probiert, wo ein wenig Speck für den ‚Geschmack‘ drin war. Danach war er zu 100% entspannter und hat sich gefreut, dass sie mir schmeckte und dann war er wie ein Kind begeistert, als ich ihm gezeigt hab, wie er den Geschmack auch ohne Speck rein bekommt.

Erzähl uns einen Fruchtwitz! Trifft ne Kiwi ne Kokosnuß. Sagt die Kiwi: „Alter, dein Bartwuchs würd‘ mich auf die Palme bringen!“

Verrate uns einen magischen Ort auf dieser Welt, ganz egal wo! Die Felswanderung in Ucluelet, Vancouver Island, Kanada, bei Sonnenuntergang/Mondaufgang!

Wo fühlst du dich zuhause? Überall, wo ich gerade bin. Ort sind austauschbar, aber mich muss ich ein Leben lang rumtragen ;-)

Welcher Moment hat alles verändert? Ein veganer Rohkost Cheesecake und ein Vanilla Mint Chocolate Chip Eiscreme Shake im Café Gratitude in San Francisco.

Dein kulinarischer Geheimtipp für Berlin: Lück’s für täglich saulecker vegan, Superfrans und Rawtastic für 100% Raw, Kopps für fine dining.

Was hast du gestern gelernt? Creolische Küche und ihr Geschmacks- und Gewürzprofil.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kühlschrank auf, schauen was da ist und dann geht’s los. Dabei entstehen die besten Rezepte.

Wovor hast du Angst? Was ist Angst?

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Letzte Woche im Urlaub in Frankreich: Slackline, unglaublich geniale Balance Übung, muss noch viel üben ;-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass keine Tiere mehr PRODUZIERT werden.

Was sollte niemand von dir wissen? Oh je, das bringt nur Stress. Bei mir darf jeder alles wissen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum siehst du mit 41 noch so jung aus?

Das letzte Wort: Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen.
Foto Credit: Annett Melzer

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Eine Tasche aus Hoffnung

Im Tragischen die Hoffnung sehen. Im Hoffnungslosen die Zukunft. Im Schlechten das Gute. Das ist die Perspektive von Nora und Vera, den Initiantinnen von mimycri. Unter diesem Label entstehen in Berlin Taschen, Täschchen und Rucksäcke aus kaputten Gummibooten. Nicht irgendwelchen knallroten Gummibooten von um die Ecke, sondern aus den Booten, mit denen in den letzten zwei Jahren über eine Million Menschen als Flüchtlinge in Griechenland gestrandet sind. Was sie alle bei ihrer Ankunft neben ihrer Vergangenheit und ihren Freunden oder Familien zurücklassen, sind eben auch die Boote, die ihnen ihre Flucht ermöglichen. Die Strände von Chios sind voll von ihnen. Aber wo die einen nur Plastikmüll sehen, sahen Vera und Nora eine Welt voller Möglichkeiten. Sie säuberten den Strand und schickten das wasserfeste, robuste Material nach Deutschland, um ihnen hier ein neues Leben einzuhauchen. Gemeinsam mit ihnen arbeiten auch zwei Flüchtlinge, die selbst erst seit Kurzem in Deutschland sind und die ihre ganz eigenen Erinnerungen an dieses Material haben, an den zeitgemäßen Designs. Wer einen Rucksack oder eine Tasche von mimycri trägt, tut auf vielen Ebenen Gutes: Der Gewinn aus dem Projekt fließt in die Arbeit von Flüchtlingsorganisationen. Man trägt einen kleinen Teil dazu bei, dass weniger Plastik die Natur zerstört. Und man schnallt sich neben einer formschönen Tasche auch eine ganze Geschichte, einen Teil kollektive Erinnerung und einen großen Klumpen Hoffnung an seinen Rücken.
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mimycri | Online Shop | Preis ab 30 € | mimycri.de | Foto Credit: Annika Nagel

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Auf ins Beet!

MMW_Karla

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Gastbeitrag von unserer Schülerpraktikantin Karla:

Da wir gerade umgezogen sind, haben wir direkt unseren neuen Kiez unsicher gemacht und den perfekten Ort der Entschleunigung gefunden: Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Kreuzberg. Diese kleine Oase ist ein Urban-Gardening Projekt. Jedes Jahr in der Gartensaison stehen die Tore der Prinzessinnenstraße 33-35 für euch täglich von 10-22 Uhr offen. In dem Café unter freiem Himmel verbringen Anwohner und Geschäftsleute gerne ihre Mittagspause. Rund herum gibt es immer viel zu entdecken, wie zum Beispiel eine kleine Imkerei, wo hunderte von Bienen summen. Mit bunter Kreide beschriebene Tafeln erklären, was dort in den Bäckerkisten und Reissäcken alles wächst und gedeiht. Und jeder darf mitmachen beim Pflanzen, Gießen und Genießen. Eine gute Gelegenheit ins Gespräch zu kommen und Verantwortung für dein eigenes Pflänzchen zu übernehmen. Aus dem selbst angebauten Obst und Gemüse wird dann täglich ein frisches und leckeres Mittagessen gezaubert. Beispielsweise indisches Dal mit Rotkohl und Reis (sehr lecker!). Der urbane Garten bietet neben seiner Bar und dem Gartenrestaurant noch weitere zahlreiche Möglichkeiten seine freie Zeit zu verbringen: Regelmäßige Flowmärkte, abendliche Open-Air-Kinoveranstaltungen und eine offene Fahrradwerkstatt. 2009 verwandelte die Nachbarschaft mit der gemeinnützigen Organisation „Nomadisch Grün“ die Jahrzehnte brach liegende Fläche und investierte ganz viel Herzblut und vor allem Liebe zum Detail, was sich auf jeden Fall auszahlt. Und nicht nur wir finden ein bisschen mehr Natur gut, sondern auch unser Klima. Also, wer ein ruhiges Plätzchen möchte, braucht nicht lange zu suchen, sondern kann direkt am Moritzplatz in eine kleine, grüne Welt eintauchen.
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Prinzessinnengärten | Prinzenstraße 35-38, 10969 Berlin | tägl. 10-22 Uhr | prinzessinnengarten.net

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. Juli 2017 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Es werde Licht

Es werde licht

Leben braucht Wasser und Licht! Von Ersterem hatten wir in den letzten Tagen ja zur Genüge, Letzteres sehnen wir uns im Überfluss herbei. Den (positiven) Einfluss von Licht auf biologische Elemente nennt man Biophotonik. Falls euch auf Parties mal der Smalltalk-Stoff ausgehen sollte, könnt ihr damit glänzen. Aber wusstet ihr, dass man auch biophotisch essen kann? Bei Wilde Küche kommen nur Lebensmittel auf die Speisekarte, die besonders viel Sonne getankt haben – wir reden hier vom ersten biophotonischen und basisch orientierten Caterer. Die naturverbundene Küche lädt nun zum Fashion Week Special Barbecue aufs Dach. Im House of Weekend werden aus regionalen Produkten ohne industriell hergestellten Zucker famose vegan-vegetarische Leckereien gezaubert. Undogmatische Küche, reiner Geschmack, schlichte Präsentation, verpackt in einen sonnenlichtgeschwängerten Burger. Richtig, das Licht steckt im Food und aus den gesammelten Sonnenstunden erwächst der besonders gute Geschmack. Und da gutes Essen allein nur fast ganz glücklich macht, gibt’s noch Musik dazu. Und was für welche! Unsere Lieblinge von Robosonic, Legende Phil Fuldner (Captain Future, Baby!) und NELA sorgen für den richtigen Verdauungsbeat. Sonne im Herzen, Sonne auf dem Teller… fehlt nur noch die Sonne am Himmel. Also: Daumen drücken! (oder bei Schlechtwetter einfach drinnen im Club abfeiern). P.S. Ob man wohl Licht pupsen kann? Finden wir es raus! Wir verlosen 2×2 Plätze auf der Gästeliste. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LIGHT IN PLACES‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Wilde Küche BBQ | Mi., 05.07.17, ab 19 Uhr | House of Weekend, Alexanderstraße 7, 10178 Berlin  | Tickets | Facebook Eventlink

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. Juli 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Kaffeekreis

Freunde einpacken, in den Wedding fahren, Kaffee trinken. Warum? Na, weil die Coffee Circle Rösterei da Eröffnung feiert. Schon seit Ende 2016 wird hier bester Kaffee geröstet, nun ist es Zeit, die Aficionados und Aficionadas daran teilhaben zu lassen. Es wird am Wochenende nämlich nicht einfach nur Kaffee getrunken, sondern man kann tief eintauchen in die Kunst des Cafécito: Die Röstmeister lüften ihre Geheimnisse, verschiedene Workshops widmen sich der bunten Welt des Koffeingetränks. Warum zum Beispiel ist Filterkaffee wieder auf dem Vormarsch? Und was macht ihn denn besonders gut? Wie kriege ich den perfekten Espresso hin, wie die hübschen Formen in den Milchschaum? Und: Dürfen wir mal selber rösten? Aber klar doch! Für den Filterkaffee-Workshop am Freitag, den 7. Juli verlosen wir dann auch direkt mal zwei Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ICH HABE GAR KEIN AUTO‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Zwei Tage lang steht die Rösterei allen Interessierten offen, und ganz nebenbei findet auch noch die allererste Coffee Circle Filterkaffee Meisterschaft statt. Von den Besten lernen und dabei das Beste genießen. Freunde einpacken, in den Wedding fahren, Kaffee trinken.
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Coffee Circle Rösterei Opening | Fr. 07.07.2017, 10-18 Uhr, Sa. 08.07.2017, 12-18 Uhr | Lindower Straße 18, 13347 Berlin | Tickets: Eventbrite Anmeldung  | Facebook Eventlink

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Marina Hoermanseder

MMW_Marina-Hoermanseder_©Cecilia-Leitinger-min

Das 2-Minuten Interview
Als Marina Hoermanseder vor rund drei Jahren die unter anderem von Schnürungen und Schnallen aus der Fetischszene inspirierten Entwürfe ihrer Abschlusskollektion für die renommierte Berliner Modeschule ESMOD präsentierte, war die Begeisterung groß. So groß, dass die Absolventin sofort eine Einladung zur Berliner Fashion Week erhielt. Avantgarde-Fetisch-Pret a porter Mode nennt sie selbst ihre inzwischen eher auch mal von Orthopädie inspirierten Kreationen. Marinas Mode ist weiblich, sanft und farbenfroh. Neben Rollkragenpullis aus Leder und Blusen mit dem typischen Hoermanseder-Lederdetail, sind es vor allem die Handtaschen, die es den Modebloggern dieser Welt angetan haben: kleine Ledersäcke in Pastelltönen zum Beispiel, liebevoll verziert mit Blüten und Schleifchen aus – klar – Leder. Am Freitag präsentiert sie ihre SS18 Kollektion auf der Fashion Week. Wir haben sie vorher nochmal schnell erwischt und ein wenig nachgefragt, zu wahren Sünden, Google, wichtige Erfindungen und ihrer Oma.

Name: Marina Hoermanseder
Alter: 31
Wohnort: Berlin
Beruf: Modedesignerin
Schuhgröße: 37
Lieblingsmaterial: Leder
Kontakt: marina@marinahoermanseder.com
Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Eine junge Frau, die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat und ihren Traum leben darf.

Was kann Wien, was Berlin nicht kann? Wien hat eine Innenstadt, in der sich die Wiener am Samstag Nachmittag, fein rausgeputzt, treffen.

Was würdest du tun, wenn du eine Stunde mehr Zeit am Tag hättest? Sport.

Die Queen lädt zum Tee. Was ziehst du an? Einen Strapskirt und ein Tshirt „God save the Queen“.

Dein Kleiderschrank brennt. Welche drei Teile rettest du? Ich rette nur den YSL Rive Gauche Vintage-Mantel, den mein Vater mir ersteigert hat.

Wie oft googlst du dich selbst? Täglich! Ich muss wissen was es angeblich Neues über mich gibt :)

Du hast eine Sünde frei. Was machst du? Mich unter einen Schokobrunnen legen.

In welchem Jahrzehnt waren die Menschen am schönsten? Ich hätte mich persönlich gern in der 80er Jahren unters Partyvolk gemischt…

Die inspirierendste Persönlichkeit, der du je begegnet bist? Meine Oma – sie hat mir beigebracht „Bis du heiratest ist alles wieder gut.“
Die wichtigste Erfindung der Menschheit? Das Internet.

Wem möchtest du gern ein Kompliment machen und welches? Meinem Team – sie sind alle so fleissig, lieb und halten immer zusammen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Auf jeden Fall etwas Österreichisches – Kaiserschmarrn zum Beispiel :)

Wovor hast du Angst? Vor Stillstand und vor Wespen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich probiere täglich Neues. Aber das Neueste war der Tipp, jeden Tag dreimal in den Bauch zu atmen – gibt viel Sauerstoff und entspannt!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde weltweit Sport-Jagd und Tierquälerei verbieten.

Was sollte niemand von dir wissen? Na das werde ich genau hier her schreiben…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was mich ärgert? Dass ich bei langen Warteschlangen immer die letzte bin – bis ich drankomme. Oder geht das anderen auch so?

Das letzte Wort:
DANKE

Foto Credit: Cecilia Leitinger

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. Juli 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Zwischen den Zeilen

Nichts gegen E-Books. Aber es gibt Bücher – also echte, auf Papier, mit Umschlag und so – die einfach nur gedruckt funktionieren. Weil sie besonders sind in ihrer Haptik, ausgeklügelt gebunden sind oder weil ihr Format bedeutsam ist. Diese besonders tollen Bücher aufzuspüren ist nicht einfach. Christian Kaspar Schwarm kennt das Problem. Er ist selbst ein passionierter Buchsammler und bibliophiler Süchtiger. Durch jahrelange Auseinandersetzung mit Büchern weiß er mittlerweile, welche Independent Verlage Preziosen in kleinen Auflagen produzieren, die früher oder später zum Sammlerstück werden. Deswegen hilft er anderen Gleichgesinnten nun etwas bei der Befriedigung ihrer wunderbaren Sucht: 8 books a year ist ein kuratierter Service, der über ein Jahr verteilt acht ausgewählte Werke verschickt – in der Regel eben keine konventionellen Romane, sondern Buchkunst – limitiert, signiert, mit künstlerischem- und Sammlerwert. Was man alle sechs Wochen im Briefkasten vorfindet, wird nicht verraten, jedes der acht Bücher ist eine Überraschung und kommt mit einer liebevoll-persönlichen Notiz von Christian. Jedes Buch ist also eine Empfehlung aus erster Hand, hinter der jemand steht, der im Schnitt pro Tag ein Buch kauft und sich in seiner Privatbibliothek unter tausenden von Büchern am ehesten zuhause fühlt. Voller Stolz verlosen wir fünf ausgewählte Bücher der letzten Editionen an die besonders Bibliophilen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚DIE LETZTE SEITE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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8 books a year | Jahresabo 375 € | 8booksayear.com/books | Facebook

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. Juli 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

MUXMÄUSCHENWILD B’DAY BASH

Jubiläum

DANKE, DANKE, DANKE! An unsere tollen Acts und Künstler, die für den guten Zweck den Klunkerkranich und unsere Herzen zum Klingen gebracht haben. An unser tolles Team fürs Aufbauen, Abbauen, da Sein, Mitmachen, Mitlachen und Mitsingen. An Petrus, der trotz kurzer Dachevakuierung und Plan B Running Order extra noch einen Tag gewartet hat, bis er seinen Jahrhundertregen über Berlin auskippte. An Give Something Back To Berlin, fürs sinnvolle Einsetzen der gesammelten Spenden. Und natürlich an euch alle, fürs Kommen und Mitfeiern, fürs Gratulieren, Anstoßen und in Erinnerungen schwelgen, fürs Spenden trotz Liste, und dafür, dass ihr dafür gesorgt habt, dass unser kleines Fest für uns ein ganz großes wurde. Unter folgendem Link findet ihr die Bilder des Tages. Viel Spaß beim Klicken, Finden, Verlinken, Weitersagen! #LIEBE
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MUXMÄUSCHENWILD B’DAY FESTIVAL Fotolink

Die starken 10 Prozent

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Was haben Lea Lange, Lea-Sophie Cramer und Milena Glimbovski gemeinsam? Außer, dass wir über sie und ihre Businesses in diesem Magazin schon berichteten? Jawoll – alle drei sind Gründerinnen. Vom Kunstvertrieb Junique. Vom Online-Sexshop Amorelie. Und von Original Unverpackt. Und zudem sind sie, gemeinsam mit 27 anderen Gründerinnen, mit ihren Geschichten und Porträts im Female Founder’s Buch vertreten – genauso übrigens wie unsere Julia. Dieses längst überfällige Werk über erfolgreiche Unternehmerinnen im deutschsprachigen Raum entsprang den Köpfen der – klaro – Gründerinnen Maxi Knust und Val Racheeva. Bei der Umsetzung leitete sie die Vision einer Zukunft mit mehr starken und erfolgreichen Gründerinnen. Lediglich 10% aller Start-Ups im deutschsprachigen Raum werden von Frauen gegründet. Dieses Buch soll ein erster Schritt sein in eine Veränderung dieses Zustands. Es inspiriert mit Erfolgsgeschichten von Vorbildern. Es unterstützt mit Ratschlägen von Coaches. Es weist den Weg mit sinnvollen Infografiken und einer Sammlung von Dienstleistern und Kontakten. Und es ist ein wunderschönes Printprodukt (wenngleich auch als E-Book erhältlich) mit hochwertigen Bildern, das alle Sinne anspricht. Die Botschaft des Buchs ist klar: Du kannst das auch!
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Female Founder’s Book | E-Book 19,97€, Print 39,97 € | femalefoundersbook.com