Helden des Lichts

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Am 10. Dezember steigt im Delta der Bewegungsverzückung rund um Birgit & Bier und Burg Schnabel das Performance & Visual Artist Festival. Auf insgesamt sechs Floors in den zwei Locations könnt ihr, von phantastischen Gestalten und Lichtinstallationen umgeben, zu den Klängen von 15 großartigen DJ’s in ferne Welten tanzen. In zehn Räumen können sich Licht- und Bühnenkünstler in Szene setzen, die sonst in Clubs und bei Konzerten eher in der zweiten Reihe stehen. Es wird Live Visuals zu nachtfüllenden DJ-Sets geben, analoge Illuminationen und Lichtinstallationen werden ausgestellt, ebenso gibt es Dark Cabaret zu sehen und Mappings von Gebäudestrukturen. Das Angebot ist vielfältig, gemeinsamer Nenner sind immer Licht und Raum. Mit dabei sind Perfomer wie der tolle Human Flashboy – halb Mensch, halb Flashboy – Turkish oder Prismode. Durch den Zusammenschluss dieser Raum schaffenden Künstler entsteht eine kaleidoskopische Erlebniswelt auf der Kreuzberger Lohmühleninsel. Ab 23 Uhr ist Ekstase garantiert – handgemacht und fantastisch. Wir verlosen 1×2 Freikarten für das Festival an die besonders Erleuchteten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „ES WERDE LICHT!“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Performance & Visual Artists Festival | 10.12.2016 ab 23 Uhr | Birgit & Bier, Schleusenufer 3, 10997 Berlin | Tickets ab 10 € | Facebook

We <3 books

Sag mir, was du liest und ich sage dir, wer du bist. Freundschaften sind schon an Büchern zerbrochen. Weil man das falsche gelesen, das geliehene nicht zurückgegeben oder fälschlicherweise das mit der Widmung des Freundes der anderen hat rumliegen lassen. Umgekehrt sind Bücher dazu da, Freundschaften zu schließen, zu festigen und zu zelebrieren. Das richtige Buch zur richtigen Zeit, zum Trösten, zum Jubeln, um sich neu zu verlieben, gehört zum Wertvollsten überhaupt. Daher ist klar, dass wir nur Fans sein können von „Friends with Books“. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Verein, der seit 2014 dem Kunst- und Künstlerbuch eine öffentliche Plattform gibt. Auch dieses Jahr wieder präsentieren über 160 Künstlerinnen und Verleger ihre Bücher im Hamburger Bahnhof. Es wird ein bunter Reigen sein, in dem gestöbert werden kann: Selbstverlegte Magazine, aufwändig gestaltete Künstlerbücher, im Eigenverlag produzierte Werke zeigen, wie eng die Beziehung zwischen Kunst und Publikation sein kann. Während eines Wochenendes wird die Messe angereichert um Lecture Performances, Gesprächsrunden und Einzelpräsentationen. Kunst zum Anfassen, zum Durchblättern, zum Freundschaftschließen.
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Friends With Books | 10.-11.12.2016, 11-19h | Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin | Eintritt frei | www.friendswithbooks.org | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 06. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Allüberall auf den Tannenspitzen

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Schon mal vom „Winterwipfeln“ gehört? Wir auch nicht. Das Wort hat aber einen eigentümlichen Klang, der uns nicht loslässt. Der etwas Gemütliches, aber gleichsam Aufregendes in sich trägt. Und genau so ist es dann auch. „Durchatmen und Winterwipfeln“ ist das Motto der Lagerfeuerweihnacht in Beelitz-Heilstätten. Über den Ruinen der ehemaligen Lungenheilstätten im Fläming wurde letztes Jahr ein Baumkronenpfad errichtet. In fast schwindelerregender Höhe kann man über die schaurigen Überbleibsel der Anstalt streunen, sich Spukgeschichten ausdenken oder den Wald genießen und staunen, wie sich die Natur ihren Platz um, in und auf den Gebäuden zurückholt. In ebendiesem Ambiente kann der Advent stimmungsvoll begangen werden. Alternativ zu den trubeligen Fahrgeschäft-Weihnachtsmärkten mit Wham-Dauerbeschallung lädt der Verein Baum & Zeit zum heimeligen Stockbrot-Braten, Kindertheater und Punsch aus dem Feuertopf unter der riesigen Alt Berliner Weihnachtspyramide ein. Dazwischen bieten die Aus- und Einblicke vom Baumwipfelpfad die richtige Vorbereitung, um sich langsam vom alten Jahr zu entfernen und die Perspektive neu auf all das einzustellen, was kommt. An den Adventswochenenden ist der Baumkronenpfad freitags und sonntags von 10 bis 16 Uhr und samstags bis 20 Uhr, in den Weihnachtsferien, bis einschließlich 3. Januar 2017, ebenso von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
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Baum & Zeit Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten | Straße nach Fichtenwalde 13, 14547 Beelitz-Heilstätten | Preis 9,50 € | www.baumundzeit.de

Bettina Schuler

Das 2 Minuten-Interview

Bettina Schuler ist Yogalehrerin, Autorin, Aktivistin und Gründerin der gemeinnützigen Organisation citizen2be. Seit drei Jahren gibt sie Yoga für geflüchtete Frauen und hat darüber auch ein Buch geschrieben: „Norahib Bikom heißt Willkommen“, erschienen bei Eden Books. Vor kurzem hat sie eine Crowdfunding-Kampagne auf startnext ins Leben gerufen. Das Ziel: 20.000 Euro sammeln, um in Berlin ein Yoga-Trauma-Therapie-Zentrum aufzubauen. Denn nur, wer bei sich selbst angekommen ist, kann auch in einer neuen Gesellschaft wirklich ankommen. Das finden wir so großartig, dass wir ihr direkt mal ein paar Fragen stellen mussten, zum Status Quo und so – der Welt, der Pasta und der Kopfstandfrage. Unter der Hand hat sie uns nämlich verraten, dass sie auch nach zehn Yogi-Jahren immer noch purzelt. Wir haben direkt auch noch ihre Wahrsagerin ins Vertrauen gezogen und zum Ausgang ihres Funding befragt. Klare Ansage: Schaffen wir, mit eurer Hilfe!

Name: Bettina Schuler
Alter: 41
Wohnort: Berlin
Beruf: Autorin, Yogalehrerin, Aktivistin und Gründerin der gemeinnützigen Organisation citizen2be
Schuhgröße: 38
Lieblingsassana: Taube
Kontakt: www.bettinaschuler.de und www.citizen2be.com, bettina.schuler@t-online.de

Fotocredit: Tina Linster

Die ganze Welt hört dir zu, was sagst du? Hört auf darüber zu reden, dass die Welt sich ändern soll, tut verdammt noch mal etwas dafür.

Was brauchst du, um dich an einem fremden Ort wohl zu fühlen? Ich glaube, dass man an einem Ort beziehungsweise in einer Gesellschaft nur ankommen kann, wenn man sich in seiner eigenen Haut wohlfühlt. Deshalb habe ich auch die gemeinnützige Organisation citizen2be gegründet, deren größtes Ziel es momentan ist, Geflüchteten eine Yoga-Trauma-Therapie anzubieten. Denn nur wer bei sich angekommen ist, kann hier ankommen und sich voll und ganz integrieren.

Woraus schöpfst du Energie? Aus meiner Familie, meinen Freunden und natürlich dem Yoga. Außerdem schlafe ich gerne und viel. Sauna geht auch immer.

Wohin entwickelt sich die Menschheit? Sind wir auf einem guten Weg? Die Welt scheint momentan verrückt zu spielen, es geschehen Dinge wie die Wahl von Trump oder dem Brexit, die wir nie für möglich gehalten hätten. Das ist einerseits beängstigend, anderseits, und das ist meine große Hoffnung, ist jede Umbruchphase auch immer eine Chance es zum Besseren zu wenden. Deshalb verwehre ich mich auch immer so gegen den Begriff Flüchtlingskrise, denn allein schon das Wort Krise löst bei vielen ein diffuses Gefühl von Angst aus. Ich sehe den Zustrom von geflüchteten Menschen vielmehr als eine große Chance, weil wir durch sie dazu gezwungen werden unsere Gesellschaftsstrukturen, mit denen wir alle selbst auch schon lange unzufrieden sind, zu verändern. Deshalb spreche ich immer von einer Flüchtlingschance und keiner Krise.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? Mein warmes Bett.

Wie findest du deine Balance? Wenn mir alles droht über den Kopf zu wachsen, schließe ich mich zu Hause ein und starre Löcher in die Luft und mache ganz einfach nix.

Bitte ergänzen: Für einen Tag wäre ich gerne einmal… David Bowie in den 70ern

Was ist schöner: schenken oder beschenkt werden? Die strahlenden Augen, wenn ich meiner Tochter ein Geschenk in die Hand drücke, sind mit nichts zu toppen.

Eine gute Tat, die jeder noch tun kann bevor das Jahr vorbei ist: Ganz einfach bei unserer startnext-Kampagne mitmachen und uns dabei helfen, dass wir genug Geld zusammen bekommen, um einen Raum zu mieten, in dem wir Geflüchteten eine Yoga-Trauma-Therapie anbieten können.

Wie kommt das ‚Betreten-Verboten-Schild‘ auf den Rasen? Wo? Habe ich nicht gesehen …

Glaubst du an Schicksal? Klar. Und an meine Wahrsagerin. Kein Scherz.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Da ich leider nur Pizza und Pfannekuchen kochen kann, wäre es wohl eins der beiden Gerichte. Oder Nudeln. Natürlich mit Pesto. Das schaff ich auch noch. Zumindest, wenn mir jemand sagt, wann ich sie rausnehmen muss. Dafür kann ich aber spitzenmäßigen Kaffee kochen.

Wovor hast du Angst? Vor den Wahlen im nächsten Jahr.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich probiere eigentlich ständig etwas Neues aus. Irgendwie brauche ich immer ein Projekt. Dieses Jahr als ich meine gemeinnützige Organisation citizen2be gegründet habe, die sich für die Integration von Geflüchteten einsetzt. Ein wahnsinnig bürokratischer Akt. Hat sich aber gelohnt.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich mir mit acht Jahren eine Modern Talking Kassette gekauft habe. Und das mit dem Kopfstand. Aber das habe ich ja schon erzählt.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie lauten die Kontodaten für dein Spendenkonto?

Das letzte Wort: Habe ich immer gern.

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 06. Dezember 2016 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

…dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.

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Ganz genau, und irgendwie geht das in diesem Jahr gefühlt alles noch viel schneller als sonst. Damit hinterher keiner meint, wir hätten nichts gesagt, kommen hier direkt mal ein paar erste Weihnachtsgeschenke-Empfehlungen aus erster Hand, fein säuberlich erfragt im MUXMÄUSCHENWILD Team. Als da wären: Das Buch ‚Gegen den Hass‘ von Carolin Emcke. Warum? AFD, Brexit, Trump – Populismus und offene, aggressive Polemik waren nie oder lange nicht mehr so gegenwärtig und auf erschreckende Weise salonfähig wie gegenwärtig. Carolin Emcke schafft nimmt in ihrem Buch dem Hass die Kraft. Klüger, liebevoller, lustvoller, als alle anderen. Das mit unendlichem Abstand wichtigste Buch dieser Tage. Zu bestellen hier. Außerdem: Wir lieben Kühe! Und besonders unsere Katharina Kalb (ein Schelm, wer Schmunzeln dabei muss). Für schmale 96 Euro im Jahr könnt ihr oder die/der Beschenkte eine Patenschaft für eine leibhaftige Andechser Bio-Lieblingskuh übernehmen und damit den Aufbau und die Sicherung der ökologischen Landwirtschaft unterstützen. Checkt www.kuhpatenschaft.de. Muh! Zuperzozial machen Alltagsgegenstände wie Geschirr und Blumentöpfe und zwar ziemlich pfiffig und im Einklang mit Natur und Welt. Umweltbewusstes Design, stilvoll und langlebig, aus reinstem Raw Earth Material (hauptsächlich Bambusfasern und Mais). Checkt den Shop auf www.zuperzozial.com und/oder schreibt uns eine Mail mit dem Betreff ‚ZUPER, ZUERGUT!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Wir verlosen nämlich einmal drei Gewürztöpfchen in schön bunt.
Mit Ohne Rosa macht Drucksachen für Mädchen mit denen man Einhörner stehlen kann. Für Handwerkerinnen mit Sternenschweif. Für Rabaukinnen. Denn schicke schmutzige Girls brauchen Vorbilder. In ihrer Serie korrigiert die Illustratorin Karin Lubenau gängige Rollenbilder. So werden aus gewöhnlichen Feen Feeministinnen. Checkt mitliebegemacht.de. Wir verlosen ein Set aus Poster und Postkarten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚HOW’S GOD? SHE’S BLACK!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Und zum Abschluss, eine Harte Nuss! Genau so heißt nämlich der allerneuste Streich aus dem Hause O’Donnell Moonshine. Kernige Haselnüsse mit feiner Karamellnote und 25% Bumms. Traditionell verarbeitet und Made in Berlin. Zu bestellen auf www.odonell.de oder auf dem Lucia Weihnachtsmarkt in der Kultrubrauerei. À Votre!
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Gegen den Hass – Caroline Emcke | www.fischerverlage.de/buch/gegen_den_hass/, 20 € | Kuhpatenschaft | www.kuhpatenschaft.de, 96 € | Zuperzozial | www.zuperzozial.com | Mit Ohne Rosa | mitliebegemacht.de, Postkarte 1,50 €, Poster 19 € | O’Donnell Moonshine Harte Nuss | www.odonnell.de | 24,90 €

 

Just swap it!

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Neulich in Neukölln. „Einen doppelten Espresso verlängert zum Mitnehmen, bitte.“ „Da rein?“ „Da rein!“ 320.000 Coffee To Go-Becher landen in Deutschland im Müll. Pro Stunde wohl gemerkt. Macht 2.8 Milliarden im Jahr. Geht besser, muss besser. Dachten sich inzwischen viele schlaue Menschen und starteten unterschiedliche Projekte und Initiativen, die sich des Problems annahmen und kommode Lösungen für die Veränderung unseres Konsumverhaltens bieten sollen. Das aktuell spannendste heißt „JUST SWAP IT, kommt vom Boodha Project und feiert gerade seine Pilotphase in Berlin. Ganz sachte wollten Ulli und Clemens starten und ihre Pfand-To-Go-Becher (erklären wir gleich) in ausgewählte Läden in Neukölln und Kreuzberg bringen. Die Resonanz allerdings war so überwältigend, das inzwischen immer mehr Gastronomen und passionierte Unterwegs-Trinker nach Nachschub und Verbreitung schreien. Das JUST SWAP IT-Prinzip ist schnell verstanden. In allen teilnehmenden Cafés, Bars usw. stehen ultraschicke Becher samt Deckel und Anti-Tropf-Gummi in zwei Größen für euch zur Auswahl. Die Becher bestehen aus biologisch abbaubaren Bambusfasern, sie sind spülmaschinenfest, extrem leicht und fühlen sich verdammt gut an. Für vier schmale Euro könnt ihr das gute Stück mitnehmen. Im Prinzip habt ihr jetzt für vier Euro einen tollen Becher erworben, den ihr immer überall hin mitnehmen und befüllen lassen könnt. Soweit so bekannt. Das Besondere ist, ihr könnt den Becher auch jederzeit wieder bei irgendeinem teilnehmenden Café zurückgeben und bekommt eure vier Euronen wieder. Die sind nämlich nichts anderes als ein Pfand – besonders praktisch wenn ihr gerade irgendwo seid, euch die Kaffeelust überkommt, ihr euren Becher aber nicht dabei habt. Keksegal, neuen Becher mitnehmen und bei nächster Gelegenheit wieder da lassen. Lange Rede kurzer Sinn, JUST SWAP IT ist ein Pfandsystem für To Go-Becher. Und zwar eines, das wirklich funktionieren kann. Es trifft genau den Nerv der Zeit, schließlich hat sich auch der neu formierte Berliner Senat dem Kampf gegen den Bechermüll verschrieben und setzt sich für ein flächendeckendes Mehrwegsystem ein. Wir wünschen dem Projekt nicht ganz uneigennützig den Siegeszug durch die Berliner und später auch landesweite Coffeelandschaft. Am Schluss noch ein persönlicher Dank: Liebe Boodhas, danke dafür, dass es endlich einen To Go-Becher gibt, der klein genug ist, dass man ihn mit einem ‚doppelten Espresso verlängert‘ befüllen kann ohne sich komplett blöd dabei vorzukommen. Size does matter.
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Just Swap It! | Boodha Project | Webseite | Facebook

Feel-Good-Work-Balance

Wir suchen: Abgeschlossene Ausbildung, kommunikative Persönlichkeit, Computerkenntnisse, mehrjährige Berufserfahrung. Wir bieten: kreatives Arbeitsumfeld, tolle Kollegen, branchenübliche Bezahlung. So in etwa sehen gängige Stellenanzeigen aus. Was man als Bewerberin bei diesem Job aber genau bekommt, bleibt vage. Wie sich das Unternehmen positioniert, welche Firmenkultur gelebt wird, was einen „tollen Kollegen“ ausmacht, wird nicht präzisiert. „Gerade Frauen ist es extrem wichtig, vor der Bewerbung ein Gefühl für das Unternehmen zu bekommen“, sagt Nora-Vanessa Wohlert, die 2014 mit Susann Hoffman EDITION F gründete, das digitale Zuhause für Frauen, die sich in Job und Leben verwirklichen wollen. Deswegen wird das Portal um eine neue, spezifische und vor allem zeitgemäße Jobbörse erweitert. Wo bis anhin lediglich Stellenanzeigen gelistet waren, können interessierte Frauen und Männer nun einen detaillierteren Blick hinter die Kulissen der ausschreibenden Firmen werfen. Zum Start der neuen Jobbörse zeigen Unternehmen wie Accenture, Deutsche Bahn, ProSiebenSat.1 oder Zalando, was sie als Arbeitgeber ausmacht. Die Firmenkultur macht heute oft den Ausschlag, für welchen Job man sich entscheidet. Identifikation mit dem Arbeitgeber ist relevanter denn je in Zeiten, in denen ein Job eben nicht nur „ein Job“ ist, sondern ein Teil des Lebens. EDITION F hat das begriffen.
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EDITION F Jobbörseeditionf.com/jobboard

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Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort?

„Ich spüre, dass mit mir etwas Seltsames geschieht. So, als hätte ich kleine Löcher“. Das sagt André, ein Witwer Mitte siebzig, der langsam die Orientierung über sein Leben verliert. André ist „der Vater“, der Protagonist in Florian Zellers gleichnamigem Stück, das seit 2014 mit großem Erfolg die Bühnen Europas bespielt. Im Renaissance Theater spielt Walter Kreye nun diesen immer haltloser werdenden André, einen Mann, von dem die Krankheit Alzheimer immer mehr Besitz ergreift, der sich von sich selbst entfernt, von seiner Umwelt, von seiner Gegenwart. Er lebt ein Leben, in dem Zeit und Raum immer mehr an Bedeutung verlieren. Um ihn herum bewegen sich die Menschen seines Alltags, seine Töchter, der Schwiegersohn, immer mehr Pflegekräfte, die versuchen ihm das möglich zu machen was ihm selbst, dem stolzen Patriarchen, nicht mehr so ganz gelingt: Ein normales Leben. Doch was ist schon normal? Dem mehrfach preisgekrönten französischen Romancier und Dramatiker Zeller ist es gelungen aus einem psychologisch bedrückenden, albtraumhaft beklemmenden Stoff eine fast komödiantische Farce über die Macht der Perspektive zu schaffen. Die Zuschauer erleben die 15 raffiniert verschachtelten Szenen aus der Sicht des immer dementer werdenden André und werden gezwungen, seinen Blick auf die Umwelt aufzunehmen, zu sehen was er sieht, zu erkennen wen er erkennt, zu glauben was er glaubt. Verschiedene Schauspieler treten in der gleichen Rolle auf oder verändern sich optisch während des Abends, so dass man auch im Zuschauerraum den Glauben an Realität verliert. Wir verlosen 2×2 Karten für die Vorstellung vom 8. Dezember um 20 Uhr. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „WER BIN ICH UND WENN JA WIEVIELE?“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Der Vater | 1.-11.12.2016 | Renaissance Theater Berlin, Knesebeckstraße 100, 106623 Berlin | Tickets

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Jacques Colman

Das 2 Minuten-Interview

Wie lange braucht es um eine Uhrenmarke zu gründen? Antwort: eine halbe Tempelhofer Feld-Länge. Genauso lange dauerte nämlich der Spaziergang von Jacques Colman und seinem Partner in Crime Michael Gilli, in dessen Verlauf aus einem flüchtig ausgesprochenen Gedanken ein handfester Vorsatz und schließlich der Entschluss zur Gründung von Lilienthal Berlin heranreifte. Eine Uhr wie Berlin wollten die beiden schaffen, haben sie geschaffen. Dafür brauchte es Vision, Vorstellungsvermögen, Durchsetzungskraft und Schöpfergeist. Wir überprüfen: Jacques schaut grundsätzlich nach vorn, mit Vorliebe so um die hundert Jahre – eindeutig visionär. Sein Ur-Großonkel war Wrestler in New York (Durchsetzungskraft) und erfand den „Dropkick“ (Schöpfergeist). Was zu beweisen war. Darüber hinaus ist Jacques ultrasympathisch, wie sich herausstellte ziemlich witzig und Gott sei Dank auch ein bisschen verrückt. Wer wäre denn allen Ernstes schon gern ein fliegender Fisch? ;) C’était un grand plaisir!

Name: Jacques Colman
Alter: 35
Wohnort: Berlin und Köln
Beruf: Geschäftsführer bei Lilienthal Berlin
Schuhgröße: normalerweise 45
Lieblingstageszeit: Die blaue Stunde
Kontakt: jacques@lilienthal.berlin

Bist du Franzose? Wieso fragen mich das eigentlich alle? Also wirklich alle? Ich hatte mir zwischendurch mal angewöhnt der Einfachheit halber „Ja“ zu antworten. Jedes Mal wenn ich das aber tue, gerate ich dann an jemanden, der fließend Französisch spricht und bin entlarvt.

Uhren werden nicht von der Zeit angetrieben, sondern von Batterien o.ä. – gibt es so etwas wie die Zeit überhaupt? Klar gibt es die! Warum sollten sonst alle klagen, dass sie viel zu wenig von ihr haben?

Was ist „Zeit“? Ganz klar: Geschenk und Herausforderung zugleich. Und darum sollen unsere Uhren auch verdeutlichen, dass es okay ist, sich auch mal etwas Zeit zu nehmen, wenn man sie braucht.

Welche Eigenschaften schätzt du an deinen Partnern? Ha! Was wären wir nur ohne einander? Wir ergänzen uns wirklich grandios gut. Genauso wichtig ist aber, dass wir uns im Team einfach gut verstehen. Wir verbringen so viel Zeit miteinander, dass das unverzichtbar ist. Das wirklich Beste ist aber, dass wir uns auch zwischendurch richtig anzicken können und trotzdem abends noch ein Bier zusammen trinken können. Oder auch mehrere.

Was in deinem Leben würdest du ändern, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest? Will man das wirklich? Am Ende ist man ja genau da, wo man ist, weil die Dinge so gelaufen sind, wie sie sind. Und ich fühl mich hier und heute grad eigentlich ziemlich wohl. Außerdem schaue ich eh lieber nach vorne. Das liegt wohl in meinem Charakter.

Was ist für dich typisch Berlin? Dass sich dieses ‚typisch Berlin‘ stets wandelt. Und sicherlich die Gelassenheit im Angesicht der größten Hektik.

Was würdest du gerne besser können? Tischtennis spielen. Ich bin zwar bereits nahezu unschlagbar – zumindest, wenn ich gegen meine Kollegen spiele – aber meine Aufschläge könnten manchmal noch eine Prise mehr Spin vertragen.

Wer oder was warst du in einem früheren Leben? Das habe ich mich wirklich noch nie gefragt. Ich wäre aber gerne mal ein Vogel. Oder doch lieber ein Fisch? Vielleicht ein fliegender Fisch? Oder ein schwimmender Vogel? Nächste Frage, bitte.

Der Held deiner Jugend? Mein Ur-Großonkel war Wrestler in New York und hat den „Dropkick“ erfunden. Also jetzt wirklich. Noch Fragen?

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum? Wie gesagt, ich schaue lieber nach vorne und mich würde schon brennend interessieren, wie die Welt in ein paar hundert Jahren aussehen wird. Allerdings besteht dann natürlich auch die Gefahr, dass man aus der Zeitmaschine stolpert und sich auf einem total verwüsteten Planeten wiederfindet. Moment mal. Oder ist das bereits die Gegenwart?! Ohje.

Was ist dein Beitrag zu einer besseren Welt? Ok, now we get serious. Ich bin davon überzeugt, dass der Weg zu einer besseren Welt im Kleinen wie im Großen liegen kann. Sowohl tagtäglich an der viel zitierten Supermarktkasse als auch bei der Auswahl der richtigen Materialien und Partner für unsere Uhren. Wir müssen nicht gleich überall perfekt sein, aber wenn alle Menschen – die dazu die Möglichkeiten haben – stets daran arbeiten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, dann steigen zumindest die Chancen, dass uns nicht irgendwann alles um die Ohren fliegt. Nach dieser Maxime versuche ich und auch wir bei Lilienthal Berlin zu handeln.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Also gestern habe ich Burger mit selbstgemachten Kichererbsen-Buns und Portobello-Pattys gemacht. Ohne mich jetzt zu weit aus dem Fenster zu lehnen: Das war tatsächlich ganz grandios! Wann kommt ihr?

Wovor hast du Angst? Siehe die Frage zur Zeitmaschine…

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Wir arbeiten gerade an einer ganzen Bandbreite an neuen Armbändern für unsere Uhren. Daher ist die korrekte Antwort wohl: Jeden Tag!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde US-Präsident werden. Schlimmer kann es ja nicht mehr werden.

Wann bekommen wir endlich eine Black-Black zum Angeben? ;) Steht gleich nach diesem Interview ganz oben auf meiner To-Do-Liste!

Das letzte Wort: Let’s get ready to rumble!

 

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Cross-Over-Cooking

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Wart ihr schon einmal in Ha Duong’s minimalistischer Luncheonette The Klub Kitchen – Himmel.ist.das.gut! Und sieht darüber hinaus auch noch soooo schön aus! Die erfolgreiche Modedesignerin hat Nadel und Faden gegen die Kochlöffel eingetauscht und getreu ihrer modischen Linie – Minimalismus, hochwertige Materialien, dezente Farben – mitten in Mitte ein Café-Restaurant mit internationalem Gastro-Angebot verwirklicht. Das Herzstück der Klub Kitchen ist die offene Küche. Hier werden täglich Spezialitäten aus aller Welt frisch zubereitet – die Kompositionen aus Zutaten wie Avocados, Granatapfelkernen, Quinoa, Edamame, Büffelmozzarella oder frischem Fisch lassen unsere Genießer-Herzen höher schlagen, machen satt und glücklich. Die Karte der Klub Kitchen wechselt regelmäßig, Langeweile für die Geschmacksknospen kommt also garantiert keine auf. Ihr wohnt oder arbeitet in Mitte? Nichts wie hin, das ist unser neuer Lieblingslunchspot. Ihr wohnt oder arbeitet nicht in Mitte? Völlig egal, auch hin da. Begründung siehe eben.
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The Klub Kitchen | Mulackstraße 15, 10119 Berlin | Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-19 Uhr | Facebook

PR Praktikanten gesucht

Wir sind ständig auf der Suche nach spannenden Menschen, die zu uns passen und unsere muxmäuschenwild Mannschaft noch besser machen. Aktuell halten wir Ausschau nach einer/m motivierten PR-Praktikantin/en ab dem 1. Dezember für 3-6 Monate. Du bekommst Einblick in alle Bereiche der PR-Arbeit, unterstützt das PR-Team bei der Datenbankpflege, Recherchen, Presseclippings und der aktiven Kundenbetreuung. Wir suchen mit Vorliebe Menschen die Lust haben, sich bei uns zu etablieren und fest ins Team zu wachsen. Wir sind herzlich, fair und manchmal sogar ziemlich witzig. Du hast Pfeffer, bist begeisterungsfähig, belastbar, kannst dich mit muxmäuschenwild identifizieren, besitzt einen Führerschein und weißt auch warum und hast Lust für Kunden und eigene Projekte alles zu geben? Bingo! Deine Bewerbung schickst du am besten per Mail an team@muxmaeuschenwild.de.

Kategorien: Netzwerk | Autor: | Datum: 23. November 2016 | Tags: |  Keine Kommentare

Studentische Aushilfe gesucht

Du studierst in Berlin oder ganz nah bei? Du hast richtig Lust und Zeit, dir ein bisschen was dazu zu verdienen, praktische Erfahrung zu sammeln und uns für 15-20 Stunden in der Woche vor allem an der PR-Front zu unterstützen? Großartig, wir freuen uns darauf dich kennenzulernen. Schick uns deine Bewerbung am Besten per Mail an team@muxmaeuschenwild.de.

Kategorien: Netzwerk | Autor: | Datum: 23. November 2016 | Tags: |  Keine Kommentare

Digital Marketing Genie gesucht

SEO, Afiliate Tracking, Retargeting, AB Tests. Schonmal gehört? Kennst du dich mit aus? Großartig, wir nämlich noch nicht so richtig. Und das wollen und müssen wir dringend ändern. Deshalb suchen wir zum nächtsmöglichen Zeitpunkt eine(n) native Marketing Manager(in) in Voll- oder Teilzeit. Es erwartet dich ein sensationell nettes Team aus PR-, Event- und Markenmenschen und ein spannendes Aufgaben- und Kundenportfolio, das seines Gleichen sucht. Du bist mitverantwortlich für die Konzeption von Online-Kampagnen, die Optimierung, Planung und Umsetzung von Online-Marketing-Maßnahmen, strategische Content-Planung für Online- und Social Media Kanäle, sowie die kontinuierliche Analyse, Auswertung und Optimierung dieser. Deine vollständige Bewerbung inklusive Vita und Gehaltsvorstellung sendest du am Besten direkt an team@muxmaeuschenwild.de.

Stimmt so

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Etwas Mathematik: rund sieben Milliarden Menschen leben auf unserem Planeten. Jeder Neunte davon hat nicht genug zu essen. Macht 795 Millionen Menschen. 100 Millionen davon sind Kinder. Zehnmal so viele Menschen besitzen ein Smartphone, ergibt 2 Milliarden. Frage: wieviel kostet es ein hungerndes Kind mit einer Mahlzeit am Tag zu versorgen? Ergibt keinen Sinn? Oh doch, und die Antwort lautet 40 Cent. ShareTheMeal ist eine Initiative des UN World Food Programme (WFP), der größten humanitären Organisation für Ernährungshilfe. Die Idee ist so einfach wie genial. ShareTheMeal sammelt per App Minispenden und wandelt diese 1:1 in Mahlzeiten für Hunger leidende Kinder. Und das geht so: Ladet euch die ShareTheMeal-App für euer Apple, Android oder Amazon-Mobiltelefon herunter und denkt bei eurem nächsten Brunch, Lunch oder Abendessen einfach kurz daran, eure Mahlzeit mit einem Kind beispielsweise im afrikanischen Lesotho zu teilen. Ein Klick auf die App, fertig. Ist wie Tip geben, nur krasser. Das United Nations World Food Programme verteilt das Essen dann für euch. Das Beste dabei, in deiner Spende sind alle Verwaltungs-, Transport-, Vermarktungs- oder Logistikkosten bereits enthalten, sprich alles, was du spendest, wandert zu einhundert Prozent auf den Teller. Die App ist made in Berlin und startete zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Stand gerade eben wurden bereits 9.203.044 Mahlzeiten geteilt. Tendenz: rasant! Fazit: Es funktioniert. Hunger ist das größte Gesundheitsrisiko weltweit – größer als AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Es ist unsere moralische, gesellschaftliche und ja auch ökonomische Verpflichtung dieses lösbare Problem in den Griff zu bekommen. Verstecken gilt nicht. Es war noch nie so einfach.
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David Regehr

Das 2 Minuten-Interview

David Regehr ist Landschaftsmaler, kreativer Kopf des Monbijou Theaters und Mitbetreiber von Clärchens Ballhaus. Er arbeitet als künstlerischer Leiter, freier Bühnenbildner, Requisiteur und Vater von Vierer. Er betreut so ziemlich alle Arbeiten an den genannten Häusern – von der Sanierung über architektonische Neuerungen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit für die aktuellen Inszenierungen der Märchenhütte. Quasi „nebenbei“ entwirft er gerade mal eben die Bühne für ‚Die Perlenfischer‘, eine Inszenierung von Wim Wenders an der Schilleroper. Ach ja, einen gemeinnützigen Kulturverein hat er auch noch gegründet. Ob er bei all dem Trubel auch noch etwas zu lachen hat, wissen wir nicht. Haben wir auch vergessen zu fragen. Dafür freuen wir uns jetzt umso mehr auf Königsberger Klopse und Äpfel aus seinem Garten in Trebbin. Die sind nämlich angeblich die Besten, die man in der ganzen Stadt bekommen kann, wie er uns „off the record“ verraten hat.

Name: David Regehr
Alter: 49
Wohnort: Berlin
Beruf: Bühnenbildner, Landschaftsmaler
Schuhgröße: 47
Lieblingsmärchen: Gevatter Tod. In der Fassung der Märchenhütte versteht sich.
Kontakt: david@ballhaus.de

Welche Märchenfigur ist dir am ähnlichsten und warum? Der Hans im Glück, weil der auch immer wieder Lust hat auf einen neuen Handel. Aber ihm geht es nicht um das Ergebnis sondern um den Spaß am Ausprobieren. Das ist bei mir genauso.

Was ist das nützlichste Feedback, das du je bekommen hast? Von meinem Malerei-Professor: „Es kommt nicht darauf an, was du alles machst, sondern darauf, was du alles nicht machst.“

Wenn du jeden Tag eine Stunde mehr zur Verfügung hättest, wie würdest du diese nutzen? Vor einem Baum sitzen und malen.

Wenn du den Sinn deiner Arbeit beschreiben solltest, welche drei Worte fielen dir zuerst ein? „Unterhaltung“ im Sinne des Gesprächs zwischen Schauspielern und Publikum, im Sinne der unterhaltsamen Show, und im Sinne des Salaires.

Was war das Verrückteste, das du je gemacht hast? Clärchens Ballhaus zu machen, ohne einen Schimmer zu haben, was das ist und wie das geht.

Wenn du kein Bühnenbildner geworden wärest, dann sicherlich… gestresster Kunststar.

Wovor hast du Angst? Nicht vor Haarverlust.

Insel, iPod, nur drei Songs drauf. Welche?Zuerst „I’ve got a feeling“ von den Beatles und danach die Bach-Kantate „Ich habe genug“.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Königsberger Klopse natürlich, Mama ist 82 und kommt aus Breslau.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Es ist schon etwas länger her. Ich war mal zu einer sehr hochklassigen Gesellschaft eingeladen. Zum Abendessen wurde Molekularküche von renommierten Schweizer Sterneköchen serviert. Ich konnte diesen abstrahierten Gerichten nichts abgewinnen und ging hungrig nach Hause.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Den Wahlentscheid in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Was sollte niemand von dir wissen? Was ich mir im Alter von 12 bis 18 Jahren ständig überlegt habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Die Frage, was mich zuletzt so richtig zum Lachen brachte.

Das letzte Wort: Tue unbedingt was dir gefällt.

Foto: Bernd Schönberger

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Shout it out loud

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Wir wollen singen! Nix Dusche, laut und draußen und mit anderen. Dem Himmel sei Dank, wir wurden erhört. „Sing dela Sing“ ist sowas wie die die hinreißendste Kollektiv-Karaoke-Party der Stadt – alle singen, all night long. Im Oktober gab es die Premiere, heute Abend folgt der zweite Streich. In den prachtvollen Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus laden Cem A. Süzer und Gunter Papperitz. Vor 15 Jahren haben sich die beiden bei einem Pop-Crashkurs an der Musikhochschule in Hamburg kennengelernt – wenn sie nicht gerade mit Peter Fox, Oliver Koletzki oder Milky Chance zusammenarbeiten, spielen sie in der Ballhaus-Band eine Etage tiefer. Vielleicht fühlt es sich deshalb so an, als wäre der Spiegelsaal ein großes Wohnzimmer, in dem hingebungsvoll gesungen und getanzt werden darf. Die Song-Auswahl treffen die Jungs streng nach eigenem Geschmack. Cem gibt’s hinterm Mikro, Gunter am Klavier. Ringsherum reiht sich der Chor, der keiner ist. Denn hier singen alle die Leadstimme. Heute Abend, so viel sei verraten, werden u.a. Bruno Mars’ „Locked out of Heaven“ oder „Friday I’m in Love“ von The Cure angestimmt. Keine Panik, wenn es mit der Textsicherheit hier und da noch etwas hapert – die Liedzeilen gibt’s zum Spicken auf Großleinwand. Unter den besonders Sangeswütigen verlosen wir 2×2 Karten für die Veranstaltung heute Abend. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ZUSAMMEN SINGT MAN WENIGER ALLEIN’ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Sing Dela Sing | Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus, Auguststr. 24, 10117 Berlin | 23.11.2016, 19.30 Uhr | Tickets über singdelasing.de | Preis 9,35 € | Facebook | Fotocredit: Bernd Schönberger

Ein Körper aus drei Teilen

Als der scheidende Kulturstaatssekretär Tim Renner und der weiterhin regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller bekannt gaben, das die gebürtige Karlsruherin Sasha Waltz und der schwedische Opernballettchef Johannes Öhman ab 2019 die Leitung des Staatsballets Berlin übernehmen sollen, war der Aufschrei im Ensemble groß. Warum eigentlich? Sasha Waltz gehört zum kulturellen, zum tanzenden Berlin wie der Fernsehturm zum Alexanderplatz. Kannste zwar woanders hinrücken, wäre aber nicht dasselbe. Zum Ende dieses Jahres stehen nun so etwas wie die inoffiziellen Sasha Waltz-Festspiele in drei Teilen auf dem Programm. Im Stück ‚Körper‘ bringt Waltz mit ihrer Companie die Schönheit und Hässlichkeit, das Innere und die Form des menschlichen Körpers auf eine minimalistische Bühne. 1999 entstand eine choreographische Trilogie über den Menschen und seinen Körper, der das damals noch leere Jüdische Museum mit bewegter Körperlichkeit füllte – ‚Körper‘ ist das erste Stück dieser Trilogie und ist Ende November nach langer Zeit wieder in Berlin zu sehen. ‚Le Sacre du Printemps‘ von Igor Strawinskys hingegen gilt als eines der Schlüsselwerke der Moderne, als ein Meisterwerk der Tanz- und Musikgeschichte. Hundert Jahre nach seiner Entstehung beschäftigt sich Sasha Waltz im Auftrag des Mariinsky Theaters mit dieser außergewöhnlichen, archaisch anmutenden, spannungsreichen und kantigen Komposition. Den Abschluss des kleinen Waltz-Festivals bildet vom 15. bis 18. Dezember die ‚Allee der Kosmonauten‘, jenes Stück also, das ihren Weltruhm begründete und zwar genau an jener Stelle, an der alles begann: den gerade 20 Jahre alt gewordenen Sophiensälen in Berlin Mitte. Freies Theater, Kultur in Progress und Sasha Waltz? Das passt. Wenn es dazu noch einer Überzeugung bedurfte, bitteschön! Zukunft heißt Veränderung, heißt Gemeinsamkeit. Es wäre dem tanzenden Berlin zu wünschen. Termine für die schönste Form der Kulturvermählung, siehe unterm Strich.
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Sasha Waltz & Guests | Körper, 23.-27.11.16, Haus der Berliner Festspiele | Tickets | Sacre 25.11.16, Staatsoper im Schillertheater | Tickets | Allee der Kosmonauten, 15.-18.12.2016, Sophiensäle Berlin | Tickets | Facebook | Foto: Bernd Uhlig

SCHAUB†HNE BERLIN    Premiere 22.01.2000 SASHA WALTZ " Kšrper "              copyright: Bernd Uhlig,Warthestrasse 70, D-12051 Berlin  POSTBANK BERLIN Blz: 10010010Konto Nr.: 349860101 IBAN DE19 1001 0010 0349 8601 01   BIC  PBNKDEFF Abdruck nur gegen Beleg und Honorar

SCHAUB†HNE BERLIN Premiere 22.01.2000
SASHA WALTZ
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copyright: Bernd Uhlig,Warthestrasse 70, D-12051 Berlin
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Abdruck nur gegen Beleg und Honorar

Schenken mit Seele

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1986 verschenkten Wham! ihr Herz zu Weihnachten, acht Jahre später waren Mariah Carey alle Geschenke egal, und sie wünschte sich nur ihren Liebsten zum Fest. Heute finden wir, das eine oder andere Geschenk ist schon etwas Feines – sei es zum Abgeben oder zum selbst Behalten. Aber bitte mit Seele. Das Berliner Fair Fashion Label FOLKDAYS veranstaltet in der Vorweihnachtszeit mit befreundeten Marken und Machern temporäre Shops für nachhaltiges und faires Christmas-Shopping. Ein Gegenstück zum gedankenlosen Power-Konsumieren während der fetten Adventszeit. Und da sind allerhand seelenvolle Namen dabei: Beim einmonatigen Pop Up Store im FOLKDAYS Verkaufsraum in Kreuzberg mischen Fairness-Favoriten mit wie Selo mit ihren erfrischenden Kaffeefruchtgetränken, die famose Bio-Kosmetik von Und GretelConflict Food mit Lebensmitteln aus Krisengebieten oder die veganen Kondome von einhorn Condoms. Es wird also weitaus mehr zu erhaschen geben als Mode und Accessoires, und das auch nicht nur in Berlin. Ende November beherbergt die B-Lage an der Hamburger Kampstraße den Pop Up Store mit 14 verschiedenen Labels, Anfang Dezember bringt FOLKDAYS die Idee nach München. Das Allerbeste aber zum Schluss: Wir verlosen für jede der drei Locations je einen 50€-Einkaufsgutschein an die besonders fair Denkenden und Schenkenden unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ALL I WANT FOR CHRISTMAS IS GOOD‘ und der gewünschten Stadt an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Folkdays & Friends Pop Up Shop
 | Berlin: 24.11. bis 24.12. FOLKDAYS Store, Manteuffelstraße 19, 10997 Berlin, Mo-Fr 10-19, Sa 11-18 Uhr | München: 2. bis 4.12. Freundschaftsbande, Hans-Sachs-Straße 5, Eingang Ickstattstraße, 80469 München, Fr-So 11h-19h | Hamburg: 25. bis 26.11. B-Lage, Kampstraße 11, 20357 Hamburg, Fr-Sa 11h-19h | folkdays.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 22. November 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Digital Marketing Genie gesucht

SEO, Afiliate Tracking, Retargeting, AB Tests. Schonmal gehört? Kennst du dich mit aus? Großartig, wir nämlich noch nicht so richtig. Und das wollen und müssen wir dringend ändern. Deshalb suchen wir zum nächtsmöglichen Zeitpunkt eine(n) native Marketing Manager(in) in Voll- oder Teilzeit. Es erwartet dich ein sensationell nettes Team aus PR-, Event- und Markenmenschen und ein spannendes Aufgaben- und Kundenportfolio, das seines Gleichen sucht. Deine vollständige Bewerbung inklusive Vita und Gehaltsvorstellung sendest du am Besten direkt an team@muxmaeuschenwild.de.

Studentische Aushilfe gesucht

Du studierst in Berlin oder ganz nah bei? Du hast richtig Lust und Zeit, dir ein bisschen was dazu zu verdienen, praktische Erfahrung zu sammeln und uns für 15-20 Stunden in der Woche vor allem an der PR-Front zu unterstützen? Großartig, wir freuen uns darauf dich kennenzulernen. Schick uns deine Bewerbung am Besten per Mail an team@muxmaeuschenwild.de.

PR Praktikanten gesucht

Wir sind ständig auf der Suche nach spannenden Menschen, die zu uns passen und unsere muxmäuschenwild Mannschaft noch besser machen. Aktuell halten wir Ausschau nach einer/m motivierten PR-Praktikantin/en ab dem 1. Dezember für 3-6 Monate. Du bekommst Einblick in alle Bereiche der PR-Arbeit, unterstützt das PR-Team bei der Datenbankpflege, Recherchen, Presseclippings und der aktiven Kundenbetreuung. Wir suchen mit Vorliebe Menschen die Lust haben, sich bei uns zu etablieren und fest ins Team zu wachsen. Wir sind herzlich, fair und manchmal sogar ziemlich witzig. Du hast Pfeffer, bist begeisterungsfähig, belastbar, kannst dich mit muxmäuschenwild identifizieren, besitzt einen Führerschein und weißt auch warum und hast Lust für Kunden und eigene Projekte alles zu geben? Bingo! Deine Bewerbung schickst du am besten per Mail an team@muxmaeuschenwild.de.

Kategorien: Pinnwand | Autor: | Datum: 22. November 2016 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Sternstunden der Menschheit

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„Immer müssen Millionen müßige Weltstunden verrinnen, ehe eine wahrhaft historische, eine Sternstunde der Menschheit, in Erscheinung tritt.“ Was der wunderbare, nie erreichte Stefan Zweig wohl zu den weltpolitischen Ereignissen der letzten Wochen gesagt hätte? Sein Urteil hinge wohl wie so oft von den Konsequenzen ab, die daraus folgen. Im historischen Kontext wird die Dimension und Tragweite aktueller Ereignisse einordbar und zum logischen Baustein in dem was wir selbstverständlich unsere Geschichte nennen. In seinem Weltbestseller ‚Sternstunden der Menschheit‘ versammelte Stefan Zweig vierzehn große, schicksalhafte Augenblicke in der Geschichte der Menschheit: von der Schlacht bei Waterloo über die Entstehung von Goethes berühmter Marienbader Elegie bis hin zur tragischen Südpolexpedition von Sir Robert Falcon Scott. Die Episoden werden dabei so bildlich, so verständlich und spannend erzählt, dass man sich wünscht, sie wären uns im Schulunterricht nur mit einem Hauch dieser Magie und dafür weniger in Gestalt von Merkzahlen begegnet. Seine Darstellung hat nun schon Generationen zu einem wirklichen, fast unmittelbaren Verständnis für Geschichte verholfen und zwar im politischen wie auch kulturellen Sinne. Geschichte ist zeitlos, eine Kunst ist es, sie lebendig zu halten. Aus diesem Grund hat der Buchkünstler Jörg Hülsmann die vierzehn historischen Miniaturen für das gerade neu erschienene Buch ‚Sternstunden der Menschheit– ein Stück Weltliteratur neu gesehen‘ bildhaft gestaltet, illustriert und interpretiert. Seine Illustrationen werfen nicht nur ein neues Licht auf ein bekanntes Stück Weltliteratur, sondern bilden zusammen mit dem Text ein eigenes wundervolles Kunstwerk. Dieses Buch ist so schön, dass man es einmal geöffnet, nie wieder aus der Hand legen, sondern ständig bei sich tragen möchte. Es fühlt sich an wie ein Anker der Vernunft – gedruckt auf Papier, wie der Gegenentwurf zur Social Media Hass-Troll-Tirade. Menschliche Größe und Schwäche, Schicksal und Charakter sind, so lehrt es diese Sammlung, die bestimmenden Faktoren unseres Lebens von jeher gewesen und werden es bleiben. Dieses Buch macht seine Leser zu besseren Menschen. Love rules!
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Sternstunden der Menschheit– ein Stück Weltliteratur neu gesehen | S. Fischer Verlag | 30 Euro | Webseite