Augen auf Beton

Baustellen sind ein seltsames Phänomen. Sie stehen für Bruch, Wandel und Neuanfänge. Sie sind im Weg, stören das Bild und trotzdem nie genug. Alle wollen das Ergebnis, niemand will den Prozess. Der verschwindet hinter meterhohen Bauzäunen und mit ihm das Handwerk und die Werker*innen. Die Outdoor-Ausstellung „Augen auf Beton“ von Filmproduzentin und Projektinitiatorin Janine Baumeister dreht den Spieß um und nutzt Zaun und Gerüst als Bühne für großformatige Porträt-Fotografien. Sie zeigt Menschen, die in der Anonymität der Großstadtbaustelle sonst eher untergehen. Da ist Zeynep, die als Bauleiterin stolz ihren Helm über das Kopftuch zieht. Kamil, der schon seit 3 Uhr morgens unterwegs ist, um seine Truppe über die Grenze herzufahren, oder Malerin Denise, die nicht nur gegen die Vorurteile ihrer Mutter ankämpft. Sie alle und viele mehr blicken uns ab sofort von Berliner Baustellen und Hauswänden entgegen. Wo die barriere- und kostenfreie Wanderausstellung als nächstes Halt macht, wird auf der begleitenden Website verraten. Dort finden sich auch kurze Filmsequenzen zu allen Protagonist*innen, in denen sie sich selbst vorstellen und uns in ihre Welt einladen.
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Augen auf Beton | nächste Ausstellung: 25.09.-08-10., Boxhagener Str. 76, 10245 Berlin, Mo-Fr 14-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr | augenaufbeton.berlin | FOTO: Janine Baumeister

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 15. September 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Come talk to me

Ganz ehrlich, wir sehen nirgends besser aus als auf unserem Profilfoto. Jeder Mensch, der schon einmal getindert, geparshippet oder sonstwie digital gedatet hat, weiß, wie sehr sich die handverlesene Schokoladenseiten-Auswahl von der natürlichen Person unterscheiden kann, die uns früher oder später im Tageslicht des echten Lebens begegnet. Die neue Dating App wavys aus Berlin hat einen spannenden anderen Ansatz gewählt. Nach dem Prinzip des Slow Datings werden einem nur eine begrenzte, aber dafür personalisierte Anzahl an Menschen pro Tag vorgeschlagen. Ob es matcht, entscheidet neben dem Profilbild eine Art aufgesprochener Steckbrief. Bei gegenseitigem Interesse kann man sich anschließend und ganz unkompliziert im privaten Chat austauschen. Wo textbasierte Dating Apps oft in leeren Worthülsen oder einem GIF-Schlagabtausch versanden, setzt Gründerin Franziska Focken auf die Intuition der Nutzer*innen. Über Sprachnachrichten sollen spannendere Gespräche ermöglicht und gleich am Anfang herausgefunden werden, ob man auf der gleichen Wellenlänge liegt. Verrät die Stimme doch so viel mehr über das Gegenüber als tausend Worte. Erhältlich im App Store und bei Google Play.
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wavys | wayvs.app | FOTO: Julia Zierer

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 15. September 2021 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Fact Snack

Schon mal von einer Infodemie gehört? Eine zugegeben etwas zeitgeistige Umschreibung für die Informationsflut, die in den letzten Jahren über uns hereinbricht. Neben viel Wissen brachte die auch viel Desinformation und gezielte Manipulation mit sich. Katharina Klimkeit und Valerie Scholz wollen mit Facts for Friends diesem Trend entgegentreten. Die leicht bedienbare Plattform greift Schlagzeilen und vermeintliche Breaking News auf, um sie dem neutralen Faktencheck zu unterziehen. Aussagen, Mythen und Gerüchte werden sachlich überprüft, im Zweifel widerlegt oder als irreführend eingestuft und so mancher Verschwörungserzählung der Wind aus den Segeln genommen. Neben dem großen Themenbereich Covid-19 umfasst das Spektrum Aktuelles aus Umwelt, Wirtschaft und Politik. Vor allem das Wahljahr 2021 bietet viele „FactSnacks“, mit kurzen und verständlichen Erklärungen, die sich leicht verdauen und schnell und einfach auf Social Media teilen lassen. Das smarte Angebot nutzt damit dieselben Tools und Kommunikationswege, auf denen sich auch Fake News und Gerüchte besonders gut verbreiten. Ziel ist es, eine informierte und kritische Gesellschaft zu fördern, seriösen Diskurs zu ermöglichen und Menschen besser gegen die Pandemie der Fake News zu wappnen. Like!
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Facts for Friends | factsforfriends.de | FOTO: Facts for Friends

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 15. September 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Cordelia Röders-Arnold & Sally Lisa Starken

Cordelia Röders-Arnold und Sally Lisa Starken hegen nicht nur besonders wertschätzende Worte füreinander, sondern sind auch die beiden Initiatorinnen von WAHLTRAUT – der feministischen Wahlomatin für einen gleichberechtigten Bundestag. Wenn sie nicht gerade Menschen zum Wählen motivieren, ist Cordelia Head of Menstruation bei einhorn und Sally die Podcasterin hinter “Allgemein gebildet”.

Name: Cordelia Röders-Arnold / Sally Lisa Starken
Alter: 33 / gerade noch so 30 Jahre alt
Wohnort: Aufm Land südlich von Hamburg / Bielefeld, die meisten sagen auch Liebefeld
Beruf: Head of Menstruation bei einhorn und Co-Muddi von WAHLTRAUT, der feministischen Wahlomatin / Zum großen Teil freiberuflich tätig, Podcasterin
Schuhgröße: 42 / 41
Lieblingsfarbe: pink, das nicht zu sehr ins blau geht / Regenbogen (gilt das als eine Farbe? :) )
Kontakt: @cordeliaroedersarnold / @sallylisastarken

Beschreibe WAHLTRAUT in einem Satz:
Cordelia: WAHLTRAUT ist die feministische Wahlomatin für einen gleichberechtigteren Bundestag.
Sally: WAHLTRAUT ist manchmal ein bisschen frech, aber sagt dir immer die Wahrheit – gerade zur Bundestagswahl.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es?
Cordelia: Meine Ex-Chefin, die mir sagte: „Tausche nie deinen Humor und dein Bedürfnis nach Spaß gegen den Wunsch ernst genommen zu werden ein!“
Sally: „Wenn du es nicht machst, dann machen es die anderen“ – das sagte Elke Ferner zu mir als ich für die Europawahl kandidieren wollte und mir nicht sicher war, ob ich die Richtige dafür bin. Das hört sich vielleicht erst merkwürdig an. Aber man denkt so oft, man könne manche Sachen nicht oder man traut sich nicht. Aber es ist so wichtig dann aufzustehen und zu sagen: Ich mache es. Denn sonst machen es wirklich die anderen – und wahrscheinlich könntest du es besser! Lass die Chance nicht verstreichen.

Was war die härteste Arbeit, die du je gemacht hast?
Cordelia: Einen Tag lang Spargel gestochen. – Halleluja!
Sally: Haha, das war dann am Ende genau diese Kandidatur!

Was treibt dich an?
Cordelia: Der Wunsch, Dinge zum Positiven zu verändern.
Sally: Der naive positive Wille, etwas ändern zu können. Aber auch jeden Tag wieder die großartigen Menschen, mit denen ich arbeiten und von denen ich viel lernen darf.

Cordelia, beschreibe Sally in einem Satz: Sally ist einer der zielstrebigsten, zuverlässigsten und warmherzigsten Menschen, die ich je kennengelernt habe.

Sally, beschreibe Cordelia in einem Satz: Cordelia ist ein wunderbar starker Mensch, der immer die richtigen Fragen stellt, um viele Ecken denkt, andere Menschen immer wieder für ihre Überzeugungen begeistern kann – und ich bin jeden Tag aufs Neue von ihr begeistert!

Wer war die spannendste Persönlichkeit, die du bisher getroffen hast?
Cordelia: Alle Frauen, mit denen ich im Zuge von #stattblumen arbeiten durfte.
Sally: Gerade denke ich dabei an Düzen Tekkal.

Für was kann man dich nachts wecken?
Cordelia: Für absolut gar nichts!
Sally: Ich liebe Schlaf und mich zu wecken könnte gefährlich werden :). Aber für ein Spaghetti-Eis würde ich das in Kauf nehmen.

Was für eine Rolle hast du in deinem Freundeskreis?
Cordelia: Die nicht ganz Unanstrengende mit der progressiven Meinung, die vieles hinterfragt.
Sally: Ich habe nachgefragt und mir wurde gesagt: Ich feiere die Feste, wie sie fallen.

Wer sitzt mit dir an deinem Traum-Stammtisch?
Cordelia: Ich habe zwei Stammtische unterschiedlichster Konstellationen und diese sind der absolute Traum.
Sally: Auf jeden Fall AOC und natürlich immer Cordelia.

Was lernst du nie?
Cordelia: Motorroller fahren. Würd ich so gern mal lernen, aber hat sich bisher nicht ergeben.
Sally: Die Kontrolle über manche Dinge auch mal abzugeben.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Cordelia: Alle Thesen von WAHLTRAUT umsetzen.
Sally: Na, zuerst das Offensichtlichste: Die Gleichstellung der Geschlechter und ansonsten würde ich gerne die Zeit anhalten können.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Cordelia: Ich kann nicht kochen, aber ich back uns ’nen richtig leckeren Käsekuchen.
Sally: Wahrscheinlich gäbe es eine Antipasti-Platte, weil ich wirklich nicht kochen kann.

Was sollte niemand von dir wissen?
Cordelia: Dass ich mich frage, ob wohl schon jemals jemand ehrlich auf diese Frage geantwortet hat.
Sally: Haha! Geheimnis bleibt Geheimnis.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Cordelia: Wann schließt sich die Gender Pay Gap? (Antwort: In 100 Jahren, wenn’s in dem Tempo weitergeht!)
Sally: Wie geht’s mit WAHLTRAUT weiter?

Das letzte Wort:
Cordelia: Aufbruch.
Sally: Fragt WAHLTRAUT! Und dann erzählen wir auch bald, wie wir weiter Druck auf die Politik machen möchten.

FOTO: Hella Wittenberg

Hände beschäftigt, Kopf aus

Vergiss Yoga! Keramik ist das neue DIY Schwarz! Zumindest für uns und in den Concept Stores und In-Restaurants unserer Stadt. Schwere Tonteller oder filigrane Espressotässchen, puristische, witzige oder opulente Vasen selber machen oder selbst gemacht kaufen, birgt regelrechtes Suchtpotential. Das Ceramic Kingdom in der Reuterstraße in Berlin-Neukölln ist nicht nur ein Studio für handwerkliches „Geschirr Plus“, sondern auch eine Kunstschule, in der man selbst als Einsteiger*in alles rund um Keramik lernen kann. Das Motto „Hände beschäftigt, Kopf aus“ bringt den meditativen Schaffensprozess auf den Punkt. Also: Ab an die Drehscheibe! Wir verlosen eine zweistündige Einzelsitzung. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚EIN KÖNIGREICH FÜR KERAMIK‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Ceramic Kingdom | Reuterstr. 20, 12043 Berlin | ceramickingdomberlin.com | Instagram | FOTO: Lili Vajda

Aller guten Dinge sind 11

Am kommenden Wochenende feiert Mit Vergnügen mit Vergnügen Mit Vergnügen und mehr denn je gilt: Be there or be square (wie wir Französinnen sagen)! Ganze elf Jahre ist der einstige Party-SMS-Verteiler von Matze Hielscher und Pierre Türkowsky nun schon am Start und versorgt euch seither mit vergnügten Tipps und jeder Menge Content. Am Samstag und Sonntag wird der Innenhof vom Michelberger für jeweils elf Stunden zum kleinen großartigen Festival mit Livemusik, DJ-Sets, Drinks und Leckereien. Zum Gratulieren+ werden unter anderen erwartet: Die Höchste Eisenbahn, ANAÏS, Mando Diao, Romano, Kid Simius und viele mehr. Obendrauf gibt es eine live Hotel Matze Podcast-Folge mit Marteria. Karten für beide Tage gibt es noch an der Tages- und Abendkasse direkt im Michelberger. Wir verlosen 2×2 Tickets für den Sonntag. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „DRÖLF“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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11 Jahre Mit Vergnügen im Michelberger | 04. & 05.09.2021, ab 15 Uhr | Michelberger Hotel, Warschauer Str. 39-40, 10243 Berlin | Infos | FOTO: Mit Vergnügen

Hier und jetzt

Seit über einem Jahr wirbelt die Pandemie nicht nur unser Erwachsenenleben durcheinander, sondern auch den Alltag der Kleinsten. Für alle, die Lust haben mal wieder außerhalb der Spielplätze im eigenen Kiez ein buntes Miteinander zu erleben, haben unsere Freund*innen vom HIER UND JETZT Festival ein spannendes, fantasievolles und lehrreiches Programm zum Mitmachen oder Zuschauen auf die Beine gestellt. Im Herzen Berlins, in der Alten Münze, können sich Kinder, Teenager und Familys gemeinsam vom Alltagsstress erholen und in ein urbanes Wunderland aus Kultur, kreativer Bildung und Aktivitäten eintauchen. Das in diesem Jahr erstmals stattfindende Festival – initiiert von Niki Lampadius und Alexander Krüger – soll der Startschuss für ein wiederkehrendes Format sein, das sich von Jahr zu Jahr auf Basis der Ideen, Wünsche und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen weiterentwickeln soll. Wir verlosen fünf Tickets. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚JETZT ODER NIE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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HIER UND JETZT | 10.-12.09.2021 | Fr 16-21 Uhr, Sa 11-21 Uhr, So 11-21 Uhr | Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin | Tickets 7 € | hierundjetztfestival.de | FOTO: Bubbles Powder

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. August 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Prototypen des neuen Mainstreams

Anfang September wird der Hamburger Oberhafen wieder zum Brutkasten für unabhängige Verlage, Solo-Publisher*innen und Kreative. Zur Indiecon 2021 vom 3. bis 5. September sind Interessierte aus aller Welt dazu eingeladen, sich durch zig Magazine, Bücher und Zines zu wühlen und sich mit Medienmacher*innen auszutauschen. Der Eintritt ist frei, coronabedingt müssen aber vorab Tickes reserviert werden. Nach einer zweijährigen Pause wird am Abend des 3. und 4. Septembers auch die Rückkehr der Indiecon Conference gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem ZEITVerlag und Designexport gibt es spannende Podiumsdiskussionen mit internationalen Herausgeber*innen unter dem Motto „Reflections“. Genauer geht es dabei am Freitag um das Thema „Publishing for Social Change“ und am Samstag um „Critical Design for Critical Futures“. Wer einen Blick auf die Prototypen des neuen Mainstreams werfen möchte, sollte sich schleunigst für die limitierten Besucherplätze vorab registrieren. Der Eintritt zur Konferenz kostet fünf Euro. Auf Instagram gibt es außerdem einen Livestream.
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Indiecon 2021 | 03.-05.09.2021 | Messe: Stockmeyerstr. 43, 20457 Hamburg, Konferenz: Hongkongstr. 8, 20457 Hamburg | indiecon-festival.com | Tickets Messe: gratis, Tickets Konferenz: 5 € | FOTO: Die Brueder Publishing

Kleiner Koch ganz groß

Kochen direkt am Tisch? Schon gesehen! Dinner mit Showeinlage? Erzähl mir was Neues! Aber was ist mit einem Teller, der zur Leinwand wird? Und einem Koch, der gerade einmal sechs Zentimeter groß ist – und damit der kleinste Küchenchef der Welt? Nach Stationen in London, Singapur und Shanghai macht Le Petit Chef Station in Berlin und macht das Restaurant des Grand Hyatt Berlin für die kommenden Monate augenzwinkernd zum kleinen feinen Erlebnistempel für die ganze Familie. Per 3D-Kino bringt der daumengroße Koch ein raffiniertes Dinner direkt auf die Teller. Das ist mal spannend, mal witzig, mal rührend und sorgt vor allem für gute Unterhaltung und entspannte Ausgelassenheit beim Essen. Irgendwie kann man das ja gerade wirklich gut gebrauchen. Hinter den aufwendigen Animationen steckt das belgische Künstlerkollektiv Skullmapping. Actionreich lassen sie den kleinen Koch wilden Brokkoli ernten, Fisch mit vollem Körpereinsatz fangen oder das Filet vom Simmentaler Rind am Tisch braten. Zur Auswahl gibt es drei verschiedene Menü-Varianten, plus Optionen für Veggies oder Kiddies. Wir verlosen ein Essen für zwei! Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BONFORTIONÖS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Le Petit Chef | Mi & Do 19 Uhr, Fr & Sa 17:30 & 20:30 Uhr, So 17 & 20 Uhr, bis 31.10.2021 | Grand Hyatt, Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin | ab 99 € | lepetitchef.com/berlin | FOTO: Christine Corvers-Vitzu

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. August 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Sharon Berkal

Luxus ohne Kultur ist Protz! Unternehmerin, Kreativdirektorin und Schöngeist Sharon Berkal teilt als Salondame der Digitalplattform HAUS GLANZ ihre Einsichten und Ansichten zum guten und stilvollen Leben in und aus Deutschland. Am liebsten nachhaltig und immer schön lokal. Auf dem gleichnamigen Instagramkanal gibt es fortlaufend Updates und Wortschmeichlerei aus Design, Mode, Kultur und Reisen. Ein Gespräch zwischen Schöngeist und Spaghetti Bolognese.

Name: Sharon Berkal
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Unternehmerin, Kreativdirektorin und Gründerin von HAUS GLANZ sowie Salondame und Schöngeist
Schuhgröße: 38
Lieblingskunstwerk: Besser: Lieblingskunstrichtung = Neue Sachlichkeit
Kontakt: @sharon.berkal

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Den besten beruflichen Rat hat mir eine befreundete Unternehmerin aus Berlin gegeben – Nicole Wheadon. Sie hat gesagt: „Wenn Du (mit Deinem eigenen Geld) gründest, musst Du bereit sein, auch den Worst Case zu akzeptieren.“ In Deutschland wäre das Privatinsolvenz und Hartz 4. Ich habe das in meinem Kopf hundert Mal durchgespielt, die Angst davor verloren und kann so bessere Entscheidungen treffen.

Was bedeutet Luxus für dich? Dass etwas (Produkt, Ort, Person) eine Seele hat.

Was ist das schönste Wort in der deutschen Sprache? Viele: Sehnsucht, Wunderkind, Wanderlust, Zeitgeist, Weltschmerz.

Bei welchem kulturellen Ereignis wärst du gerne dabei gewesen? Schwierig, aber immer auf dem ersten Platz: die Jahre der Weimarer Republik.

Wo würdest du gerne in fünf Jahren sein? In meinem Arbeitszimmer in meinem hauseigenen Boutiquehotel in den bayerischen Bergen, gleich nach meinem Morgenspaziergang.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Auf Authentizität.

Dein wertvollster Besitz? Meine Intuition und meine Fähigkeit zu reflektieren.

Woraus schöpfst du Energie? Ich flaniere gerne alleine durch die Straßen und beobachte das Leben.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Die Frage kann ich nicht mit einem Beispiel beantworten. Klimawandel, Afghanistan, Corona, Flut – wann war ich das letzte Mal nicht bewegt?

Was würdest du tun, wenn du pro Tag eine Stunde mehr Zeit zur Verfügung hättest? Das ist nicht mein Konzept. Ich lebe jetzt und jeden Tag, ich hebe nichts für einen Tag mit mehr Stunden auf.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Mehr Strafen für Klimasünder. Gedankenloses Verhalten von Menschen, die denken können, muss Konsequenzen haben.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Spaghetti Bolognese.

Was sollte niemand von dir wissen? Oh G´tt, ich wirke sicher so ganz unlustig, aber ich schäme mich eigentlich für nichts, was ich tue. Deswegen muss ich da passen. Keine geheime Schlagerliebe, Biene-Maja-Schlafanzüge und Co. Ah! Halt! Ich wäre leider keine gute Politikerin, zu undiplomatisch.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Alter Schwede, Ihr stellt Fragen!

Das letzte Wort: Was gibt es zum Essen?

FOTO: Julia Leifert

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 31. August 2021 | Tags: , , , Keine Kommentare

Augenschmaus

Deutsche Küche? Kennt man. Aber als Tapas? Und so!? Das neue Restaurant Klinke, direkt am Oranienplatz in Kreuzberg (und damit 100m von unserem Office entfernt, check!), serviert deutsche Tapas mit wahnsinnig bezauberndem Twist. Die Königsberger Klopse mit Rote Bete und Kapern, das Backhendl mit Senfmayonnaise und Kresse oder die Kroketten mit Bergkäse und Walnuss-Pesto beispielsweise, muss. man. probiert. haben. Zur regionalen Küche gesellen sich neben frisch gezapftem Bier und einer grandiosen Auswahl an deutschen Weinen auch leckere Spielereien wie der gefrorene „Friesling“ aus der Slush-Maschine. Wir wiederholen: „Friesling“ aus der Slush-Maschine. Und weil das Auge mitisst, werden die leckeren Happen in eigens kreierten Schälchen serviert. Die sind nicht nur auffällig anders, sondern formen die Hügel des Viktoriaparks nach und bringen so ein weiteres Stückchen Kreuzberg auf den Tisch. Hinter dem deutschen Tapas-Vergnügen stecken die Geschwister Klinkenberg. Jette, Lilo und Moritz sind in der Nachbarschaft groß geworden und freuen sich, das Ecklokal in der Dresdener Straße neu beleben zu dürfen.
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Klinke | Dresdener Str. 119, 10999 Berlin | Di 12-15 Uhr, Mi-Sa 12-0 Uhr, So 17–0 Uhr | klinkeberlin.com | Instagram | FOTO: Yannes Kiefer

Kein schöner Land

Jedes Jahr aufs Neue (und in den letzten 18 Monaten noch einmal mehr) quält sich eine lange Blechlawine über zweispurige Bundesstraßen gen Ost- und Nordseeküste. Dicht an dicht tummeln sich dann Abertausende auf Strandabschnitten zwischen Strandkorbverleih und Seebrücke, futtern Fischbrötchenstände leer und shoppen in einschlägigen Ferien-Outlets. Das soll Urlaub sein? Dass es auch anders geht und selbst an heimischen Küsten abgelegene Strände und einsame Fleckchen zu finden sind, beweisen zwei tolle Bücher aus der Reise- und Outdoorreihe „Wild und cool“ des Berliner Verlags Haffmans & Tolkemitt. „Hidden Beaches“ von Reisejournalist Björn Nehrhoff von Holderberg sammelt über hundert Traumstrände, die auf ganz entschleunigte Art entdeckt werden wollen und den großen Ansturm auf Ost- und Nordsee zumindest ein Stück weit entzerren. Im Buch „Islandeering“ hat der Rettungsschwimmer und Wildwasserkanute Hansjörg Ransmayr sechzig Inseln innerhalb Deutschlands zusammengesucht. Von winzig bis groß(artig), von Sandinsel bis Bergseeinsel. Neben sanften Wegbeschreibungen für Erkundungstouren zu Fuß, schwimmend oder per SUP, finden auch spannende Hintergrundgeschichten ihren Platz. Wir verlosen jeweils ein Exemplar fürs Reisen ohne Flugmeilen. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „FARBFILM VERGESSEN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Hidden Beaches & Islandeering | je 22,95 € | wildund.cool/hidden-beaches & wildund.cool/islandeering | FOTO: Haffmans & Tolkemitt Verlag

Prima Aussicht

Die wunderbare Judith Poznan hat sich einen alten Wohnwagen gekauft. Und dann ein Buch darüber geschrieben. Ein lustiges (ein wirklich lustiges!) Buch über die Renovierung der maroden rollenden Dose. Ein Buch über Lebensentscheidungen, Liebe, das ganz große Glück und Mut. So viel Mut, dass die gleichnamige Hauptfigur Judith manchmal ein bisschen Angst vor der eigenen Chuzpe bekommt. „Prima Aussicht“ entführt euch auf einen Brandenburger Campingplatz. Mittenrein in eine Welt der millimetergenau geschnittenen Rasenkanten, in der Günther oder Wolfgang stets und ungefragt mit fachmännischem Rat bei der Renovierung zur Seite stehen. In dieser Welt ist der Kauf des alten Wohnwagens nichts weniger als DIE Rettung für Judiths Sohn. Vor kurzem hat ihr ihr Freund eröffnet, dass er kein zweites Kind möchte und nun muss das Campingglück her: quasi als Ersatz für adäquates Familienidyll und Spießigkeit zu viert. Damit „aus dem Jungen nicht aus Mangel an Geschwisterkindern ein Psychopath wird“. Wie der Masterplan aufgeht – oder eben auch nicht – beschreibt Judith Poznan so leichtfüßig und so mitreißend, dass „Prima Aussicht“ für uns schon jetzt das Buch des Sommers ist. Wer der Autorin auf Instagram folgt, weiß wie viel Herzblut in ihrem Erstlingswerk steckt. Daher freuen wir uns so richtig mit ihr über die Erscheinung. Wir dürfen zwei Exemplare verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LINDE VORM BALKON‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Ach ja und auf Vorlesetour ist sie auch, zum Beispiel am 25. August im Cassiopaia in Berlin Friedrichshain.
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Prima Aussicht | 20 € | dumont-buchverlag.de/prima-aussicht | Instagram | FOTO: Dumont Buchverlag

Wilkin Schröder

Wilkin Schröder ist Content Creator, Culture Curator und Team Member des Interior-Blogazine HERZ&BLUT. Da kümmert er sich um Themen aus den Bereichen Interior, Design und Kunst. Besonders der Blick hinter die Kulissen fasziniert ihn bei seinen Recherchen. Er lebt im Süden Brandenburgs und pendelt so zwischen Urban Jungle und Remote Work im Grünen. Auf die Supersalone in Mailand bereitet er sich schon jetzt vor, mit Fruchtgummi-Lakritz-Vampiren und Matzeknödeln. Aber das sollte eigentlich niemand von ihm wissen, außer uns vielleicht. Und Patti Smith.

Name: Wilkin Schröder
Alter: 38
Wohnort: Süden von Brandenburg
Beruf: Content Creator
Schuhgröße: 45
Lieblingsort: die Liste ist endlos
Kontakt: @wilkinschroeder

Was ist das Beste an deinem Beruf? Das Eintauchen in stetig wechselnde Themen, die immer wieder vielfältige Perspektiven mit sich bringen. Das Neue ist tatsächlich ein treuer Begleiter weit entfernt von „I’ve seen it all!“.

Woraus schöpfst du Energie? Fruchtgummi-Vampire mit Lakritz

Auf was könntest du in deinem Leben nicht verzichten? Gute Gespräche, aufs Zuhören und gehört werden. Reden und Schweigen. Die Balance aus beidem bildet ein Teil der Grundlage fürs #besteleben, unverzichtbar!

Welches Kunstwerk würdest du gerne besitzen? Es wäre wohl die Lumpenvenus (Venere degli stracci) von Michelangelo Pistoletti, die er 1967 schuf. Eine sehr ikonische Konsumkritik, die ebenfalls für unsere Gegenwart nicht zutreffender sein könnte. Dementsprechend wäre leihen auch okay, oder?

Über welches Thema könntest du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung? Es ginge wohl über Großstadtmenschen auf dem Land, über das Suchen und Finden von Freiheiten im Grünen, aber auch über das Verlieren von Sehnsüchten. Mit dem Gedicht „Das Ideal“ von Kurt Tucholsky würde ich den Vortrag beenden, um dann auf Antworten aus dem Publikum zu hoffen.

Wie sieht es bei dir zuhause aus? Nachts, wenn alles schläft, begegnen sich Fuchs und Reh. Hasen gibt es nicht wirklich viele. Tagsüber prägen Kiefern den ersten Eindruck. Es gibt fließend Wasser, bald Glasfaser und einen Touch klassischen Designs.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Es war die Fahrt mit dem FEX von Gesundbrunnen zum BER. Pünktlich, kurzweilig und direkt in die Eingangshalle. Fast ein tegelesques Tempo!

Wessen Gedanken würdest du gern lesen können? Da verzichte ich. Die Gedanken sind frei.

Schließ die Augen und denk an etwas Schönes. Woran denkst du? An ein Bett, ein großes Bett mit so langen weißen Leinenvorhängen an allen Seiten direkt am Strand mit einer Trilliarde Kopfkissen und einem Blick aufs Meer. Goldene Sonnenuntergänge und Wellenrauschen. Dann wird „Relaxing Shore“ meiner Schlaf-App endlich Wirklichkeit!

Mit welcher Persönlichkeit würdest du dir gern einmal die Nacht um die Ohren schlagen? Es sollte unbedingt eine Nachteule sein, sonst macht das alles keinen Sinn. Ich hoffe Patti Smith ist so eine, sie wäre wohl meine erste Wahl. Geht sie doch schon früher heim, dann Paul Kuhn. Mit den beiden zusammen ein Traum!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass es so etwas wie die Macht nicht mehr gäbe? Mit einher gehen ja immer Abhängigkeits- sowie Überlegenheitsverhältnisse, vielleicht können Veränderungen auf andere Weise etabliert werden … to be continued

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Zunächst eine Hühnersuppe mit Matzeknödel, danach gäbe es eine Quiche mit viel Muskat und Käse zum Abschluss.

Was sollte niemand von dir wissen? Das würde ich auch gern in Erfahrung bringen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Gegenfrage: Was hätte euch noch interessiert?

Das letzte Wort: Vernunft

FOTO: Wilkin Schröder

LOST IN ART

Eines der spannendsten Kunst-Happenings des Jahres und der Dresscode ist egal?! Für das immersive Lost Art Festival vom 24. bis 26. September wird eine der letzten Berliner Off Locations komplett in Dunkelheit getaucht. Und so stehen in der beeindruckenden Kulisse nur die beleuchteten Installationen im Fokus. Drei Jahre lang war das Kurator*innen-Team auf der Suche nach passenden Werken und Konzepten für jeden einzelnen Raum des rund 6.000 Quadratmeter großen Parcours. 80 Künstler*innen wie Christopher Bauder, Isabelle Tellié, Tadao Cern oder Berghain-Resident Norman Nodge transformieren das Industriedenkmal 48 Stunden lang mit ihren Licht- und Soundinstallationen. Dazu können Besucher*innen im Kino entspannen oder auf der Hidden Stage feiern. Als Medienpartner dürfen wir die heiß begehrten Pre-Sale Tickets schon jetzt verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „I’M LOST IN ART“ an hurra@muxmaeuschenwild.de, landet im Lostopf für das Private Viewing am 23. September – also noch vor der offiziellen Eröffnung – und schaut euch das Spektakel gemeinsam mit Künstler*innen, Presse und Partner*innen an. 3 x 2 Tickets haben wir in petto. Achso, der Dresscode könnte hier dann doch… Wir fragen mal nach!
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Lost Art Festival | 24.-26.09.2021 | die Location bleibt bis 48 Stunden vor dem Festival geheim | lostartfestival.com | Instagram | Pre-Sale (Code: mmw) | Tickets 22 € | FOTO: Lost Art Festival

Gesicht zeigen

Wann ist Kunst so richtig, richtig gut? Wenn sie nicht nur einen selbst bewegt, sondern etwas! Wenn sie Menschen zusammenbringt und dann auch noch eine Botschaft hat. Das Kunstprojekt „In Your Face“ kann genau das. Am Anfang der Geschichte steht die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel. Sie hat den Machern der Ocean.Now!-Initiative die Idee zu ihrem Kunstwerk „Microplastics II“ geliehen. Und die Meeresschutzorganisation hat daraus ein „medien-basiertes kollektives Projekt“ gemacht, mit dem sie ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln fordert. Heißt im Klartext: drei Monate lang sammelten Freiwillige an 50 Stränden weltweit Mikroplastik-Samples. Diese kleinsten, bunten Kunststoff-Schnipsel arrangierte das Team von Ocean.Now! wie eine Schönheitsmaske auf den Gesichtern von über 50 Prominenten und lies die Fotograf*innen Saskia Uppenkamp und Tomaso Baldessarini bewegende Nahaufnahmen schießen. Es könnte fast wie ein Beauty-Shot aussehen, wenn sie den Close-ups von DariaDaria, Oliver Koletzki, Luisa Neubauer, Didi Hallervorden oder Ranga Yogeshwar nicht auch noch eine blutige Nase verpasst hätten. Die rüttelt wach und zeigt, wem wir mit Mikroplastik am Ende am meisten schaden: Uns selbst. Dank der Berlin Photo Week kommt die „In Your Face“-Ausstellung jetzt endlich nach Berlin. Wir dürfen für die exklusive Vernissage mit Meike Schützek und Künstlerin Swaantje Güntzel am 26. August 3 x 1 Ticket verlosen. Von 18.30 bis 20.00 Uhr könnt ihr mit ihnen über die Spree schippern und dabei sein, wenn erstmals die Portraitwand am RAW Gelände enthüllt wird. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „IN YOUR FACE“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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In Your Face | ocean-now.org/inyourface | Instagram | FOTO: In Yor Face/Saskia Uppenkamp

Öfter mal was Neues

Piratenschiff, Marken-Sneaker, imperialer Jäger? Das Lego-Portfolio ist inzwischen so bunt wie riesengroß. Einziges Problem: Irgendwann landen die bunten Steine zwangsläufig in dieser einen großen Legosteine-Box aka Tonne. Und nu!? Nu gibt’s die BrickIt-App. Die funktioniert wie folgt: Kiste mit Lego-Allerlei auskippen, Smartphone Kamera draufhalten und BrickIt erfasst sämtliche einzelnen Bausteine und schlägt dazu passende Lego-Anleitungen vor. Aus dem bunten Chaos wird so ganz schnell ein beeindruckender Minijet, eine lässige Boombox oder eine riesige Achterbahn. Um einfacher zum Ziel zu kommen, teilt die App nicht nur genaue Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sondern markiert auf dem eingescannten Bild, wo sich der nächst benötigte Baustein inmitten des ausgebreiteten Legoteppichs befindet. Sorry, wie genial ist das bitte? Unsere gesamte Kindheit müsste neu erzählt werden. Ganz nebenbei wird übrigens auch eine Art Katalog der eigenen Steinsammlung angefertigt und darauf basierend immer wieder neue Lego-Modelle zum Nachbauen vorgeschlagen. Die Original-Anleitungen unterteilen sich in unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und festen Kategorien wie Tiere, Fahrzeuge oder Star Wars. Für Erwachsene und Kinder geeignet und wärmstens empfohlen.
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BrickIt: Rebuild your Lego | brickit.app | FOTO: Brickit

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: , , Keine Kommentare

Wimmelbildspiel

Für weniger Bildschirmzeit und bessere „Brett“spiele! Hinter „MicroMacro Crime City“ steckt nicht nur das Spiel des Jahres 2021, sondern gleich mal ein komplett neues Gesellschaftsspiel-Genre. Das Detektivspiel für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren liefert mit einem riesigen Wimmelbild in Schwarzweiß schon alles, was man für einen spannenden Abend braucht. Klingt simpel, zieht einen aber ziemlich schnell in den Bann. Über ein Dutzend Kriminalfälle, die parallel auf dem Spielplan verlaufen, sollen mithilfe von Hinweiskarten gemeinschaftlich gelöst werden. Dabei versinkt man ganz schnell in die detailverliebten Zeichnungen, entdeckt neue Fährten und tauscht sich über mögliche Tatmotive aus. Was sucht der Bürgermeister nachts mit einem Geldkoffer am Hafen? Wer lauerte dem Burgerbrater mit dem Baseballschläger auf? Und warum wurde der Skateboardfahrer heimtückisch ermordet? An alle, die jetzt schon ihre fiktive Detektivmütze auf den Kopf zurechtrücken, verlosen wir zwei Exemplare des neuen Poster-Brett-Spieles. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff „ICH SEH‘ DA WAS, WAS DU NICHT SIEHST“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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MicroMacro Crime City | micromacro-game.com | FOTO: Edition Spielwiese / Pegasus Spiele

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

Manuel Abraas & Flo Stadler

Das 2-Minuten-Interview

Im Gespräch mit zwei, die selten im Homeoffice sind: Manuel Abraas und Flo Stadler von Sea Shepherd. Der eine ist seit über zwanzig Jahren Teil der internationalen Meeresschutzorganisation und leitet mittlerweile das Team in Deutschland, der andere ist Vollblutaktivist und Kampagnenleiter auf hoher See. Aktuell sind die beiden im Rahmen der “Baltic Sea Campaign” auf der Ostsee unterwegs und setzen sich dort aktiv für den Schutz der Schweinswale und gegen illegale Fischereiaktiviäten ein und bergen mit ihrem Team tödliche Geisternetze aus dem aktut bedrohten marinen Ökosystem. Im Interview gehts ordentlich zur Sache und Superman, Whitney Houston und Tupoka Ogette kommen auch drin vor. Bleibt nur noch eine Frage offen: Was ist eine Bob Barker Bowl?

Name: Manuel Abraas / Flo Stadler
Alter: 49 / 35
Wohnort: Bremen / Heimathafen München
Beruf: Kaufmann (zum Schutz des Ozeans macht man alles) / studiert: Dipl. Ing. für Medizinische Elektronik, jetzt: Sea Shepherd Kampagnenleiter
Schuhgröße: 45 / 45
Lieblingsgewässer: überall wo Wasser ist / Pazifik
Kontakt: info@sea-shepherd.de / @floceanwarrior

Was bedeutet Sea Shepherd für dich?
Manuel: Die aktivste und effektivste Meeresschutzorganisation der Welt, die seit 1994 mein Leben nachhaltig verändert hat.
Flo: Sea Shepherd ist ein essentieller Bestandteil meines Lebens, denn die Organisation hat mir die Möglichkeit gegeben, gegen die schreienden Ungerechtigkeiten aktiv vorzugehen, die unsere Meere bzw. unseren Planeten bedrohen. Als mir bewusst wurde wie brutal und schonungslos Wale gejagt wurden, war ich völlig außer mir. Ich hab mich gefragt, wieso niemand das unterbindet, sondern nur „Save the Wales“ proklamiert wird. Und dann kam Sea Shepherd und hat mir gezeigt, dass man seine Wut kanalisieren und in direktes Handeln für die richtige Sache umwandeln kann.

Was ist das Beste an deinem Beruf?
Manuel: Ich darf meiner Leidenschaft jeden Tag nachgehen und kann aktiv dafür sorgen, dass dieser Planet ein Stück weit lebenswerter wird/bleibt.
Flo: Ich arbeite mit einem unwahrscheinlich vielseitigen Team mit ganz beeindruckenden Menschen zusammen. Unsere gemeinsame Mission schweißt das Team zusammen und so können wir unsere ambitionierten Aufgaben erfüllen. Außerdem bin ich den ganzen Tag über draußen, am Meer und auf See – besser könnte es gar nicht sein!

Womit kann man dich beeindrucken?
Manuel: Ehrlichkeit, Fleiß, Treue, Disziplin.
Flo: Das ist einfach: mit Tieren, solange sie sich in ihrem eigenen Habitat befinden. Ob an Land oder im Wasser, ich liebe es, sie zu beobachten, zu studieren und zu bestaunen. Richtig sprachlos wäre ich, wenn ich mit Walhaien im Wasser wäre – diese Tiere habe ich noch nie selbst beobachten können.

Manuel, beschreibe Flo in einem Satz: Ein 100%iger Aktivist, der seinen Projekten alles andere unterordnet.

Flo, beschreibe Manuel in einem Satz: Manuel ist ein selbstloser, unnachgiebiger Kämpfer für die Ozeane mit Humor, der immer ein offenes Ohr hat und auf den man sich stets verlassen kann.

Wer war der Held deiner Kindheit und wer ist es heute?
Manuel: Damals mein Opa, jetzt hat sich Paul Watson dazu gesellt.
Flo: ​Helden hatte ich viele und die meisten sind über die Jahre geblieben. Alle zusammen waren Menschen, von denen ich immens viel lernen konnte. Menschen, die mich mit ihrer Passion angesteckt und neugierig gemacht haben. Jacques Cousteau z.B. hat in mir eine unsterbliche Wissbegierde und Liebe zu den Ozeanen geweckt. Paul Watson hat mir gezeigt, dass man Zustände nicht als Gegebenheiten hinnehmen muss. Harriet Tubman, die Mitte des 19. Jhd. ihr eigenes Leben riskiert, um Sklav*innen in die Freiheit zu führen, hat mich stets fasziniert. Ganz aktuell inspiriert mich auch die Arbeit von Tupoka Ogette sehr. Und natürlich mein Vater. Er hat mir vorgelebt, dass es immer eine Lösung gibt und mir viel handwerkliches Können beigebracht.

Wer sitzt mit dir an deinem Traum-Stammtisch?
Manuel:
Johan Cruyff, Dian Fossey, Whitney Houston und Superman (ok, der ist nicht real, aber ist ja auch ein Traum. Der müsste hier auf der Erde mal etwas aufräumen ;-))
Flo: ​Silvia Earle, Sir David Attenborough, Jane Goodall, Peter Hammarstedt

Für welche Sache kannst du dich so begeistern, dass du Essen und Trinken vergisst?
Manuel:
Schutz des Ozeans, Oranje-Fußball und ein, zwei andere Dinge, die euch jetzt nix angehen ;-)
Flo: Tatsächlich und ungelogen – für meinen Job. Zwischen unseren Taucheinsätzen sorgt mein Team für mich und erinnert mich daran ausreichend zu trinken und zu essen.

Was hättest du dir sparen können?
Manuel: Oh, da gibt es einige Erfahrungen, die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Das würde aber den Rahmen sprengen.
Flo: Da fällt mir spontan eine berufliche Station ein. Aber ansonsten bin ich eigentlich für jede Erfahrung dankbar. Man lernt überall etwas dazu und wenn es nur die Erkenntnis ist, was man nicht mehr machen will.

Welche drei Dinge sind dir aktuell am wichtigsten im Leben?
Manuel: Meine Familie, unsere Gesundheit, die Umwelt.
Flo: Ohne meine Familie, meine Freundin Ronia und meinen Freundeskreis geht gar nichts.

Dein Soundtrack für den Sommer?
Manuel: Bullet for my Valentine – Your betrayal
Flo: Feine Sahne Fischfilet und Neonschwarz läuft bei mir im Moment rauf und runter! Außerdem höre ich sehr viel Hardcore Punk.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Manuel: Die Verteilung/Aufteilung der weltweiten Vermögen und Ressourcen würde gleichmäßig erfolgen. Waffen gäbe es keine mehr. Spezies, die mit uns diesen Planeten teilen, würden nicht mehr ausgebeutet werden.
Flo: ​Ich würde der Menschheit ihre kleinkarierten Diskriminierungen entreißen, um Hass, Ausgrenzung und Unterdrückung ein Ende zu setzen. Vieles, wofür ich mich einsetze oder gerne mehr engagieren will, wäre damit wohl hinfällig.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Manuel: Pfannkuchen
Flo: Natürlich gibt es bei mir nur vegane Kost. Ich würde dann ein original Sea Shepherd Gericht zubereiten: die Bob Barker Bowl!

Was sollte niemand von dir wissen?
Manuel: Es wird behauptet, ich würde „nicht geräuschlos“ schlafen.
Flo: Ich trage meine Socken gerne auf links.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Manuel: Die ein Frage, die einem immer erst einfällt, wenn es zu spät ist!
Flo: ​Wie weit würdest du gehen, um das Leben von Tieren wie z.B. Walen zu schützen?

Das letzte Wort:
Manuel: Aufgeben ist keine Option!
Flo: Wer unsere Meere schützen will, muss die Finger von seinen Bewohnern lassen. Denn diese gehören weder auf den Teller, noch in Aquarien, Zoos und Pools etc.

Foto: Sea Shepherd Deutschland

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 04. August 2021 | Tags: |  Keine Kommentare