Lernt euch kennen!

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Oha, die Welt ist aus den Fugen also. Missstände und vor allem Gefahren jederzeit und allerorten. Soll man als verantwortungsvoll denkender Mensch tatsächlich Kinder in diese in Schieflage geratene Gemeinschaft setzen bzw. was soll man unseren Heranwachsenden an Rüstzeug mit auf den Weg geben? Gegenfrage: Wie verantwortungsvoll wäre es, die eigenen Werte, den Glauben und das Eintreten für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Gleichheit, Freiheit und Toleranz nicht weiterzugeben, die Welt anstelle jenen zu überlassen, denen das eben Gesagte bestenfalls egal, schlimmstenfalls ein Dorn im kalkülpolitischen Auge ist? Lasst euch keine Angst machen – informiert euch! Käut nicht wieder, was Stammtische, Medien, euer Social Media-Dunstkreis, Politiker, Schlaumeier oder jeder sonstwie Berufene euch als Einschätzung der Lage servieren – hinterfragt und engagiert euch! Haltet euch nicht raus – politisiert euch! Schimpft nicht auf die da oben, ohne zu wissen, was verantwortungsvolle Politikarbeit bedeutet – bringt euch ein! Gebt euch nicht mit starken Posts auf eurer Timeline zufrieden, die diesen Orbit nie verlassen werden – bewegt euch! Nehmt nicht hin, dass die Grenzen des Sagbaren sich weiter verschieben, bis rassistische Gewalttaten nicht nur möglich erscheinen, sondern von oberster Stelle goutiert werden – tretet für eure Werte ein! Und vor allem: ermutigt andere, es euch gleich zu tun. Die Jugendbewegung für Demokratie, Demonstrationen und für die Demontage der Dämonen, kurz DEMO entstand genau in diesem Kontext. DEMO ist ein Experiment, der Versuch sich zu einem Wir zusammenzuschließen, um nach Carolin Emcke zu einer „zarten Form der Macht“ zu werden – parteiübergreifend, mit Spaß, gegen Rassismus, Sexismus und Nationalismus und im festen Glauben an den 1. Artikel des Deutschen Grundgesetzes. Hinter der Initiative steht die wunderbare, junge Journalistin Mareike Nieberding, die sonst für Blätter wie die Zeit, FAZ, Neon oder den Spiegel schreibt. Mit DEMO will sie zum Wählen motivieren, aber nicht zur Wahl einer bestimmten Partei, demokratische Werte vermitteln, und den Erstwählern, Jungwählern und Nichtwählern ein politisches Selbstbewusstsein geben. Im Grunde geht es darum, im Jahr der Bundestagswahl Begegnungen zu schaffen, die über die Facebook-Twitter-Kommentarspalten-Diskussion hinausgehen. Das Projekt bereist dafür alle Bundesländer, Städte, Dörfer, Ortschaften und will Diskussionen anregen über Heimat, Identität, Anstand oder Gerechtigkeit. Fazit: redet miteinander, nicht übereinander! Nur so erkennt man, dass uns so viel mehr verbindet als unterscheidet. Nur so bleiben wir im Gleichgewicht.
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DEMOwww.demo-bewegt.de | Facebook

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Niko Rittenau

Das 2 Minuten-Interview

Niko Rittenau ist gebürtiger Österreicher. Das hört man, wenn man ihn auf einem seiner Ernährungsseminare, bei Veranstaltungen, Supperclubs oder auf Messen reden hört. Von den Geschmäckern alter Sorten, von der Freude am gesunden und bewussten Essen. Und der Mann weiß, wovon er spricht. Als Kind verliebt in Fastfood und Softdrinks, als Teenie im Magerwahn, fand er Heimat und Berufung in Berlin, der „Veggie-Hauptstadt Europas“, wie er selbst sagt. Dem Bachelorstudium in Ernährungsberatung, folgte eine Weiterbildung zum Ernährungsberater mit Schwerpunkt auf (roh-)vegane und ayurvedische Ernährung und schließlich die Ausbildung zum Gourmet Rawfood Chef an der Matthew Kenney Akademie in Kalifornien. Wie gut sich das nicht nur anhört, sondern vor allem schmeckt, haben wir bereits mehrfach am eigenen Gaumen erfahren. Zuletzt bei unserem I Sea Pasta-Dreh für Galileo und beim The Last Supper Potluck-Dinner im Leogant Loft. Herr Rittenau, lassen sie uns über Essen reden!

Name: Niko Rittenau
Alter: 25
Wohnort: Berlin
Beruf: Ernährungsberater
Schuhgröße: 42
Lieblingsessen: Hausgemachte Pasta mit dem unglaublichen Pilzbolognese Rezept von Kenji López-Alt
Kontakt: www.nikorittenau.com

Was tust du morgens nach dem Aufstehen als allererstes?
Ich trinke ein großes Glas warmes Wasser mit Zitrone und mache irgendwelche Übungen, die ich im Yogaunterricht aufgeschnappt habe.

Was hast du zuletzt gegessen?
Da ich die Fragen gerade nach dem Frühstück beantworte: Wie fast jeden Tag gekeimtes Müsli mit frischen Früchten, grünen Rosinen, geschroteten Leinsamen, eingeweichten Walnüssen und Mandelmilch.

Welche drei Dinge gehören in jeden Kühlschrank?
Ein volles Gemüse- und Kräuterfach, vorgekochter brauner Reis und eine gute Misopaste. Damit ist man im Zweifelsfall immer gut versorgt.

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du?
Weltweit sterben laut der WHO über 16 Millionen Menschen jedes Jahr an Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes oder weiteren Stoffwechselerkrankungen, die zu überwiegenden Teilen nicht aufgrund von Genetik, sondern aufgrund der Ernährung entstehen. Im Jahr 2000 stand Diabetes noch gar nicht mal auf der Liste der Top 10 Todesursachen und hat es in 2015 bereits auf Platz 6 geschafft. Das ist wirklich eine Epidemie, über die wir reden müssen. Wir sollten wirklich mehr Angst vor unserem eigenen Mittagessen als vor irgendwelchen Terroristen haben.

Dein absoluter kulinarischer Geheimtipp in Berlin:
Eines der Kochbücher der Wahl-Berlinerin Nicole Just holen und dann selbst kochen lernen. Ich wünschte, die Leute würden mehr selbst kochen, dann würden sie auch mehr Dinge verstehen.

Was bereust du bist jetzt noch nicht gemacht zu haben?
Endlich mein Buch fertigzustellen, an dem ich seit einem Jahr schreibe ;)

Was ist die größere Herausforderung – Dinge richtig zu machen oder die richtigen Dinge zu tun?
Die richtigen Dinge zu tun! Weil das lehrt dich keine Ausbildung. Wie Steve Job treffend sagt: „Deciding what not to do is as important as deciding what to do“

Erzähle uns einen Witz! Wieso möchten Veganer nicht bevorzugt behandelt werden? Weil sie keine Extra-Wurst haben wollen ;)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Ohne zu zögern diese umwerfende Pilz Bolognese nach dem Rezept von von Kenji López-Alt (siehe oben und
seriouseats.com). Ich glaube, es gibt wirklich keine Person auf diesem Planeten, die dieses Gericht nicht lieben würde.

Wovor hast du Angst? Dass wir uns als Menschheit unsere eigene Lebensgrundlage zerstören.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Ich denke, Veränderung sollte niemals zentral von einer Person erzwungen werden. Das hat uns die Geschichte schon oft gelehrt. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns als Gesellschaft aus freien Stücken ändern werden und ich freue mich, ein Teil dieser Bewegung zu sein.

Was sollte niemand von Dir wissen?
Hat diese Frage tatsächlich schon mal jemand ehrlich beantwortet?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Welches Buch sollte jeder Mensch unbedingt lesen? Die Antwort ist ganz klar „How not to die“ von Dr. Michael Greger. Es ist eines dieser Bücher, die tatsächlich dein Leben verändern können. Wenn man es kann, dann bitte unbedingt in Englisch lesen.

Das letzte Wort:
Iss nichts, das dir nicht schmeckt. Aber iss auch nicht alles, was dir schmeckt!

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Und bitte!

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Berlinale ist super. Großartige Filme. Viele davon! Zu viele, um sie alle zu sehen. Ausgesucht und abschließend bewertet von einer tollen, internationalen Jury. Was wäre, wenn man so einen Prozess auch selbst einmal mitgestalten könnte? Wir hätten da was und zwar für beide Seiten. Im Sputnik Kino an der Hasenheide steigt heute die Berlinale Ausgabe von ‚Open Screening – offene Kurzfilmnacht‘. Filmemacher*innen können ohne Anmeldung und ohne Vorauswahl Kurzfilme (max. 25 min), an deren Produktion sie irgendwie beteiligt waren, im Kino präsentieren. Einfach einen Stick, eine DVD oder sonst einen Datenträger (Blu-ray, DVD, AVI, MPG2, MOV, MPG4, sowie alles, was der VLC-Player abspielt) mitbringen, eindongeln, fertig. Von Drama, Comedy, Musikvideo, Reportage, Doku, Animation bis Experimental u.v.m. ist jedes Genre möglich. Ein kurzes Q&A nach jedem Film ermöglicht es Filmemachern und Pub­likum ins Gespräch zu kommen. Das Open Screening versteht sich als Plattform für Filmemacher und Film­fans, z.B. um Filme vor Zuschauern zu “testen”, um Feedback zu erhalten, um Filme überhaupt zugänglich zu machen oder um Kontakte für zukünftige Projekte zu knüpfen. Das Publikum schaut und bewertet live und in Farbe das Gesehene (auch Schwarzweißfilme, ha ha). Unerwünschte Inhalte können mit mehrheitlich ge­zeigter roter Karte gestoppt werden. „Du hattest deine Chance, Cowboy!“. Die Filmabgabe startet ab ca. 19.45 Uhr, um 20.30 Uhr fällt die erste Klappe. Moderiert wird der Abend von Abbas Saberi, der Eintritt ist frei.
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Open Screening | Sputnik Kino, Hasenheide 54, 10967 Berlin | 15.02.2017, ab 20:00 Uhr | Eintritt frei | www.sputnik-kino.com/show/openscreening | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Blackbox Europa

In etwa acht Kilometern Entfernung von der türkischen Küste liegt die griechische Insel Lesbos. Griechenland ist Europa, Griechenland ist EU. Etappenziel und inzwischen oft Endstation für viele Menschen, die vor Not und Vertreibung flüchten. Anfang 2015 landete der irakische Schauspieler Thalfakar Ali auf seiner Flucht mit dem Boot genau dort, bevor er die Balkanroute über Ungarn bis nach Berlin nahm. Ein Jahr später machte sich der Regisseur Gernot Grünewald auf in die entgegengesetzte Richtung. Gemeinsam mit zwei Schauspielerinnen ist er nach Lesbos gefahren, hat mit Helfern und Helferinnen vor Ort gesprochen, mit Verantwortlichen, hat die Lager besucht – das fast idyllische Karatepe und das zu Recht berüchtigte, einem lnternierungslager gleichende, Moria. Sie haben gefilmt, fotografiert, O-Töne gesammelt, ihr Material mit den Berichten und Erfahrungen von Thalfakar Ali zusammen und letztlich auf die Bühne gebracht. Das Stück ‚Blackbox Europa‘ kommt passenderweise in der Box des Deutschen Theaters in Berlin zur Aufführung. Das Bühnenbild zitiert eine echte Blackbox, beklemmend und fokussiert. Wie ein echter Flugschreiber, der alle Informationen an Bord eines Flugzeuges objektiv und unkommiert sammelt, sprechen die Aufzeichnungen für sich. Der Kontext ist gegeben, der Diskurs entsteht im Spiel und Umgang damit, auf der Bühne und im Publikum. Es geht nicht um Betroffenheit, nicht um erhobene Zeigefinger oder einfache Antworten. Im Raum stehen rhetorische Fragen des Ensembles, die den Finger in die Wunde legen. Kultur kann Dilemma zeigen, Kultur kann und muss aber auch zu Lösungen anstiften. Wir verlosen 2×2 Tickets für die bereits ausverkaufte Vorstellung am 19.02. in Berlin. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚MUT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Für die Vorstellungen im März sind noch reguläre Tickets erhältlich.
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Lesbos – Blackbox Europa | Deutsches Theater, Schumannstraße 13a, 10117 Berlin | 06., 08., 19. & 25.03.2017, 19:30 Uhr | www.deutschestheater.de/programm/premieren_repertoire/lesbos/

Lesbos – Blackbox Europa Ein Projekt von Gernot Grünewald und Ensemble   Regie: Gernot Grünewald Bühne / Kostüme: Michael Köpke Video: Isabel Robson Musik: Daniel Spier Dramaturgie: Sonja Anders, Bendix Fesefeldt Auf dem Bild: Božidar Kocevski     Copyright Arno Declair    arno@iworld.de Birkenstr.13b     10559 Berlin tel     +49 (0) 30 695 287 62 mobil  +49 (0)172 400 85 84 Konto 600065 208 Blz 20010020    Postbank Hamburg  IBAN/BIC: DE70 2001 0020 0600 0652 08 / PBNKDEFF Veröffentlichung honorarpflichtig! Mehrwertsteuerpflichtig 7 %   USt-ID Nr. DE118970763 St.Nr. 34/257/00024       FA Berlin Mitte/Tiergarten

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Kleine Steine

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Kristiane Kegelmanns Kunst ist vergänglich. Denn Kristiane Kegelmanns Kunst ist essbar. Und nicht nur das, der kulinarische Konsum des visuellen Meisterwerks ist sogar der eigentliche Deal. Den künstlerischen Ansatz, dass ein Werk erst dann vollkommen ist, wenn es zerstört wird, treibt sie damit auf die leckere Spitze. Sie kreiert und inszeniert kostbare kleine Prailinen und Zuckerstücke in ihrem kleinen Studio im Prenzlauer Berg in Berlin, die dann in unterschiedlichen Rahmen ausgestellt werden. Der Clou: Gucken UND Anfassen erlaubt. Der Betrachter wird zum Teilhaber, er muss die Installation berühren, zerstören, konsumieren. Hierbei entstehen Sinnesregungen. Es wird weder erwartet, dass es besonders gut schmeckt (was sich natürlich sofort als Fehleinschätzung herausstellt), noch möchten die meisten Leute die Installation berühren, da die Schwelle zwischen dem Objekt und dem respektvollen Umgang damit überschritten werden muss. Das macht richtig Spaß! Am 18. und 25.02. ist ihr Studio jeweils von 10-18 Uhr für alle geöffnet, die in einem kleinen Rahmen ihre Arbeit erleben möchten. Am 6.3. steigt dann ab 18 Uhr das offizielle Grand Opening in der Danziger Straße 59. Ihre kostbaren Pralinen können bei den offenen Studio-Tagen erworben oder per Mail bei ihr bestellt werden. Wer nicht genug bekommt von Kristiane und ihrer süßen Kunst, morgen startet eine kleine Kickstarter Kampagne zur Finanzierung der Ausbaukosten. Lecker ist das schön!

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Kristiane Kegelmann, eat art/food design | Studio, Danziger Straße 59, 10435 Berlin | www.kristianekegelmann.com | Facebook | Foto Credit: Pujan Shakupa

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Der Duft der Liebe

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Na gut, das klingt vielleicht ein klein wenig schmalzig – jedoch, wir haben allen Grund zu säuselsanfter Überschriftentexterei. Denn erstens steht der Valentinstag vor der Tür und Valentinstag bedeutet per se (ob gewollt oder nicht) das Höchste der Gefühle. Zweitens hat sich L’Eaundry, das magische Dufterlebnis für unsere Lieblingswäsche, zusammengetan mit den unvergleichlichen Blumenstylisten von Mary Lennox. Herausgekommen ist ein limitiertes Miniaturset der drei, in Zusammenarbeit mit Parfumeuren kreierten, Wäschepflege-Kompositionen zum Verschenken an den bzw. die Liebste oder Selbstbehalten und Suchtgenießen. Und schon versteht man worauf das Ganze hinausläuft. Denn statt einfach nur Blumen zu verschenken oder zum romatischen Kerzenschein-Dinner einzuladen, denkt ihr das Thema in diesem Jahr mal vollständig zu Ende. Den Anfang macht ihr mit der zum Set passend gestalteten Karte im floralen Design. „Will you be my Valentine?“ ist alles, was ihr hinzufügen müsst. Ganz Verwegene versehen das Schriftstück noch mit einem Tropfen ‚Oriental Olibanum‘, ‚Asian Ginger Flower‘ oder ‚Skandinavian Moss‘ – sicher ist sicher. Das Geschenk selbst sieht toll aus, duftet unbeschreiblich und macht natürlich Lust auf mehr. Wobei wir beim Thema wären, denn nichts ist verführerischer und anregender als ein magischer natürlicher Duft, der uns subtil und betörend umgibt und uns in eine geheimnissvolle Aura hüllt. Wenn dann noch Bettlaken und Wäsche duften wie ein Bad im Blumenmeer, sind wir spätestens am Ziel unserer Träume. Mission complete! Das Verführset für Fortgeschrittene ist ab heute in ausgewählten Stores und über leaundry.com erhältlich. Wir verlosen obendrein eines an die besonders Liebeshungrigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚Dufte‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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L’EAUNDRY x MARY LENNOX | Luxuriöse Wäschepflege 3 x 60ml Miniature-Geschenkset | leaundry.com

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Der Tag hat 54 Stunden

Spannung und Romantik, Besinnung und Action, Wut, Freude, Liebe, Trauer, Schrecken und Langsamkeit. All das passt kaum in einen normalen Tag. Aber ein normaler Tag hat auch nur 24 Stunden. Ein Berlinale-Tag hat jedoch 36 Filme. Macht bei einer durchschnittlichen Spieldauer von mindestens 90 Minuten also rund 54 Stunden Filmvergnügen. Ab dem 9. Februar heißt es wieder: auf zum cineastischen Freudenfest! Durch den filmischen Dschungel hilft nur eins: Auswahl. Wir haben versucht eine zu treffen und empfehlen zum Beispiel „Back for Good“ von Mia Spengler, den Eröffnungsfilm der Perspektive Deutsches Kino 2017. Es ist die Geschichte einer Mutter und ihrer zwei Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein gescheitertes Reality-TV-Sternchen und eine gemobbte Epileptikerin. Der Film ist berührend, aber scharf an den Kanten, brutal menschlich und dabei herzerwärmend. Als Eröffnungsfilm des ganzen Festivals wird „Django“ von Etienne Comar gezeigt. Er nimmt uns mit ins Frankreich zur Zeit der deutschen Besatzung. Allabendlich betört der Sinti Django Reinhardt die Pariser mit seiner Gitarre und wähnt sich ob seiner Popularität in Sicherheit – aber um unverschont zu bleiben, soll er sich politisch instrumentalisieren lassen. Django trifft eine lebensverändernde Entscheidung… In eine ganz andere Welt entführt uns Sally Potter mit ihrem beklemmenden zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Film „The Party“. Was als Feier einer Beförderung gedacht war, entwickelt sich immer mehr zu einer Gift und Galle spuckenden Abendgesellschaft. Eine geistreiche englische Komödie wird zum explosiven Drama. Ein bemerkenswerter Klassiker ist „Canoa“. Regisseur Felipe Cazals, der beim Screening am 11.2. anwesend sein wird, hat 1976 eine hochdramatische Geschichte erzählt, die auf wahren Begebenheiten beruht – und damit damals schon einen Silbernen Bären eingeheimst. Seine Darstellung eines fanatischen Hasspredigers, dessen Hetzreden gegen „kommunistische Aufwiegler“ in einer Orgie der Gewalt endet, erinnert schal an geifernde Zeitgenossen. Genau das kann Kino: Die Vergangenheit zur Gegenwart machen, die Zukunft herbeibeschwören und die Welt in Bilder packen.
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Berlinale, 67. Internationale Filmfestspiele Berlin | 09.-19.02.2017 | www.berlinale.de | Foto Credit: Velvet Creative Office © Internationale Filmfestspiele Berlin

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Lisa Baur

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Das 2 Minuten-Interview

Lisa Baur (ohne „E“) kommt aus Ingolstadt und lebt seit neun Jahren im schönen Berlin. Gut für uns, denn so haben wir uns kennengelernt und kamen in den Genuss ihrer Gestaltungsfertigkeiten, die sie unter anderem schon für unsere Freunde von Conflict Food eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Gemeinsam haben wir seither eine drei..vier..achtdimensionale Klappkarte für ein großes anstehendes Event gebastelt, unsere eigenen Spiel-Chips aka Jetons an den Roulette-Tisch gezaubert und das EO One Level Up Event in München in Szene gesetzt. Wir haben uns dabei so gut verstanden, dass Lisa direkt bei uns eingezogen ist und den letzten verbliebenen Co-Workingplatz nun ihr eigen nennt. Gute Gelegenheit sie mal ein wenig auszufragen über Schimpfwörter, Vorlieben, Handwerksgeschick und Staubsaugerspinnen. In diesem Sinne: Servus!

Name: Lisa Baur
Alter: 33
Wohnort: Neukölln
Beruf: Grafik-Designerin
Schuhgröße: 40
Lieblingsprogramm: InDesign
Kontakt: lisa@lisabaur.com

Beschreibe mal kurz deinen Stil: So viel wie nötig und so wenig wie möglich mit Sahnehäubchen oben drauf.

Dein Fazit nach deinem ersten Monat am muxmäuschenwilden Co-Worker-Platz: So kann es weiter gehen!

Die größtmögliche Designsünde: Leicht schockiert war ich tatsächlich über das neue iOs Design von iTunes.

Worauf bist du stolz? Auf mein freies Leben und dass ich mir zu Hause selbst einen Kamin eingebaut habe.

Was ist zurzeit das Hintergrundbild auf deinem Rechner? Ein schönes Buschfoto von meiner letzten Neuseelandreise.

Was kannst du gar nicht? Langsam Fahrradfahren.

Dein Lieblingsschimpfwort: Sakradi!

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Ein Unternehmen für einen guten Zweck gründen.

Womit kann man dich um den Finger wickeln? Eggs Benedict mit Sauce Hollandaise. Aber nur jeden 2. Sonntag, weil zu viel Ei passt nicht in meinen veganen Speiseplan. („???“ Anm. d. Red.)

Was würdest du tun, wenn du jeden Tag eine Stunde mehr Zeit hättest? Auch Abends eine Stunde meditieren.

Worüber hast du zuletzt von Herzen gelacht? Über die Nacktszene bei Toni Erdmann. (Genial! Anm. d. Red.)

Kannst du dich mal kurz selbst zeichnen? siehe hier: https://tinyurl.com/j6q9sgf

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Gestern? Safranrisotto mit grünem Salat.

Wovor hast du Angst? Ich bin aus Flugzeugen gesprungen und alleine 1.700 km durch Europa gelaufen, aber tatsächlich hab ich die klassische Angst vor Spinnen. Ich kann sie nicht mal mit dem Staubsauger einsaugen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Rassismus in Toleranz.

Was sollte niemand von Dir wissen? Na, na, na, nana… life is life… na, na, na, nana

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum legen braune Hennen braune Eier?

Das letzte Wort: Servus

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Gut ist das neue besser

„Ich hätte gerne den Salat. Aber bitte mit italienischem statt französischem Dressing und ohne die Tomaten, auf die bin ich nämlich allergisch. Könnte ich stattdessen Gurken haben?“ Was wäre, wenn es ein Lokal gäbe, in dem (zum Beispiel) der Salat genau so auf den Tisch kommt, wie wir ihn mögen? Na, dann wäre es 2017 und wir säßen an der Torstraße 114. Hier liegt nämlich das Fechtner, ein Brunch-Lunch-Snack-Ort, der sich gesundes Fast Food auf die Fahne geschrieben hat. Und bei dem man sich das Frühstück, die Stulle oder den Salat nach eigenen Vorlieben zusammenstellen kann – immer aus regionalen, saisonalen und daher wechselnden Zutaten. Zum Rühr- oder pochierten Ei kann man sich wahlweise Low Carbs (Pilze, gegrillte Tomate, Brokkoli, Artischocke etc.), Carbs (Gerste, Quinoa, Grünkern etc.) oder Proteine (Büffelmozarella, Ziegenkäse, Lachsfilet etc.) dazulegen lassen. Ganz ähnlich funktioniert der – grüne oder gemischte – Salat, der mit grünem Spargel oder Avocado, Garnelen oder gegrillten Süßkartoffeln, Ei oder Räucherlachs ergänzt werden kann. Dazu ein Glas vitalisiertes Wasser von Leogant. Schon zwischen 1923 und 1946 gab es das Fechtner, ein Feinkostgeschäft im Westen Berlins, das Schriftsteller und Schauspieler mit Delikatessen und Salaten belieferte. 70 Jahre später transportiert die Urgroßnichte der damaligen Frau Fechtner, Tabea Meyer, das Konzept ins Jetzt. Gemeinsam mit Partner Tobias Vetter (der neben Gastro auch Tattoo kann – unser Robert kann ein Lied davon singen!) schafft sie in Mitte eine Hommage an das Gute – denn was gut ist, bleibt gut. Da muss man nix beifügen. Außer vielleicht Artischocke. Oder Feta. Oder vielleicht doch Antipasti? Hmm…
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Fechtner Delikatessen | Torstraße 114, 10119 Berlin | MO. – FR.: 08-18h, SA-SO 10-18h | www.fechtner-delikatessen.de | Facebook

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Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Go-Go

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Was bei uns die Brotdose, ist in Japan die Bentobox: Eine Mahlzeit zum Mitnehmen in einem speziell dafür angefertigten Kästchen, das in mehrere Fächer aufgeteilt ist. So serviert wird auch das Essen bei Go Bento – was genau in den Fächlein liegt, entscheidet der Chef allein. Wobei die Bezeichnung Chef nicht ganz richtig ist, weil es gibt nur den einen Menschen bei Go Bento, Markus Suvit-Schinke, der zeitgleich Koch, Kellner und Küchenhilfe ist. Eine Speisekarte gibt es nicht, jedoch wird bei jedem Gast erst einmal freundlich abgefragt, was man nicht mag und ob Fisch oder Fleisch weggelassen werden sollen. Was folgt, sind verschiedene belegte oder gefüllte Reisbällchen und Teigtaschen, die zwar an Japan angelehnt, aber kulinarisch frei interpretiert werden. Getränke können die Gäste übrigens selbst mitbringen, denn Markus trinkt selbst keinen Alkohol und hat daher – nach eigener Aussage – auch keine Ahnung. Ein bisschen erinnert das Konzept an die Zeit, als man in Berliner Hinterhöfen noch über Leitern durch Fenster in improvisierte Kneipen stieg – auch Go Bento liegt etwas verlassen und versteckt hinter bröckelnder Fassade. Nach dem Essen wird gespielt – Siedler oder Dame, Dart oder „Zurück in die Zukunft 3“. Jeder ist ein bisschen beteiligt. So kann sich über Go Bento auch jeder ein bisschen am Guten in der Welt beteiligen: An der Gräfestraße 78 hat eine temporäre Zweitlocation aufgemacht, Go Bento Kousai. Kousai bedeutet so ungefähr „etwas Gutes für die Allgemeinheit tun“, so werden 50% des Gewinns in soziale Projekte investiert. Zum Beispiel in den Wiederaufbau einer Grundschule in Nepal. In netter Gesellschaft lecker essen und dabei helfen? Da haben wir nichts dagegen.
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Go Bento | Stubbenkammerstraße 5, 10437 Berlin | Öffnungszeiten: Mi.-So. 18:30-22:30h | Facebook

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Hinterm Mond

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Neil Armstrong ist ein Held. Am 21. Juli 1969 betrat er schließlich als erster Mensch den Mond. Aber so wie Batman nicht ohne Robin kann, Wilhelm Tell nicht ohne Walter und Edward Snowden nicht ohne Russland, kam auch Armstrong nicht durch eigene Kraft zu seinem Heldenstatus. Regisseur Theodore Melfi erzählt in ‚Hidden Figures – Unbekannte Heldinnen‘ die Geschichte von Katherine Johnson, Mary Jackson und Dorothy Vaughn, die eine wichtige, aber bis dato unbeachtete Rolle in der Entwicklung des Armstrongschen Heldenepos hatten. Diese drei Afroamerikanerinnen arbeiteten während des Zweiten Weltkriegs für die NASA – und das nicht etwa als Sekretärinnen („Yes, they let women do some things at NASA, and it’s not because we wear skirts, but because we wear glasses“), sondern als Ingenieurinnen und Mathematikerinnen. Mit ihrem Beitrag erbrachten sie die notwenige Rechenleistung, um die Mondmission überhaupt umsetzbar zu machen, die Astronauten sicher ins All und auch wieder zurück zu bringen. Autorin Margot Lee Shetterly erzählte die Geschichte dieser Frauen bereits in einem Sachbuch, nun wurde der Stoff verfilmt – und das so erfolgreich, dass drei Oscarnominierungen ins Haus stehen. Heldenepen sind eben, wie immer, nur eine Perspektive auf die Geschichte.
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Hidden Figures | Starttermin: 02.02.2017 | Trailer

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Marion Heine

Das 2 Minuten-Interview

Wir sind Fans von Marion Heine. Bisher heimlich, jetzt ganz offiziell. Denn: Marion ist ein unglaublich positiver und inspirierender Mensch. Und: Marion hat Ideen – für Marken, für Menschen, für die Welt. Nachdem sie ihre Agentur Plantage fünfzehn Jahre lang erfolgreich führte, wurde es im letzten Jahr Zeit für sie, neue, frische Ideen und Strukturen auszuloten. Besser in Worte fassen können das ihr Mann Olaf, den wir auch schon hier im Interview hatten und ihre drei Kinder: „irgendwas mit Ideen und Werbung als Anführerin ihrer Agentur Spring und ganz wichtig, Mutter“. Wir haben uns mit Marion auf eine kurze Gedankenreise zum Gärtnern an den Strand begeben – die Tüte Chipsfrisch Ungarisch in der einen Hand, eine Spinne in der anderen. Wie das geht. Lesen Sie selbst!

Name: Marion Heine
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Beruf: Was mein Mann sagt: Werberin (wir sprechen nochmal)
Was Kind 1 sagt: Anführerin von spring
Was Kind 2 sagt: Irgendwas mit Ideen
Was Kind 3 sagt: meine Mutter
Auf dem Papier: Diplom Designerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsphrase: Don’t believe the hype
Kontakt: m.heine@spring-brandideas.com

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir? Vertrau Dir selbst, hör auf deinen Bauch und habe Geduld.

Du hast pro Tag eine Stunde mehr zur Verfügung. Wie nutzt du sie? Ich klebe die Fotoalben meiner Kinder. Wenn diese (jemals) fertig sind, zeichne und lese ich.

Was hast du gestern gelernt? Geduld. Die lerne ich sogar täglich.

Dir fehlt die zündende Idee. Was tust du? Aufräumen. Gärtnern.

Kommunizieren Berliner anders? Oh ja natürlich.

Welcher Moment hat alles verändert? 5 Schwangerschaftstests hintereinander auf der Toilette von Springer & Jacoby

Bitte ergänzen: Für einen Tag wäre ich gerne einmal… wieder 6 Jahre alt

Worauf bist du stolz? Dass ich für meine Kinder sogar Spinnen nach draußen trage.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sachen würdest du tun? Soviel Chips Frisch Ungarisch und Haägen Dasz Eis essen bis mir schlecht ist. (Süß! Anm. d. Red.)

Wovon kannst du nicht genug bekommen? Siehe oben. Außerdem: Meerblick und Sand zwischen den Zehen, mein Mann neben mir (die Kinder etwas weiter weg lärmend) auch sehr hitverdächtig.

Welche Eigenschaft schätzt du besonders an deinen Co-Gründern? Ich kann mich zu 100 % auf sie verlassen. Das ist wie eine Ehe und ein Bund der Liebe. Klingt kitschig, ist es auch.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? eine Suppe (schnell, lecker, gesund, pürriert essen sie alle Kinder ohne Murren)

Wovor hast du Angst? Dass die Welt weiter und weiter in Schieflage gerät und was das für meine Kinder und die Zukunft der Menschen bedeuten mag. Mich beunruhigt das sehr. Oft finde ich es unerträglich, normal weiter zu leben und soviel zu haben, aber so wenig tun zu können.

Und aus persönlichen Gründen: Wenn meine Familie ohne mich Auto fährt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Teilhabe & Zufriedenheit für alle

Was sollte niemand von dir wissen? Das bleibt unter uns.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie stehst Du zur politischen Situation in Deutschland und international?

Das letzte Wort: Refugees welcome. Demokratisch wählen.

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Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Bewegend

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„Denn gegen den Eros hilft kein Mittel; keines als Kuss und Umarmung und Zusammenliegen mit nackten Leibern“, so erklärt der Greis Philetas den beiden Findelkindern Daphnis und Chloé im gleichnamigen Liebesroman aus dem 3. Jahrhundert die Liebe. Aus der Geschichte um die beiden, um ihr Zusammenfinden und das Überwinden von Hindernissen wie Entführung und Eifersucht, entwickelte der völlig zurecht weltweit gefeierte Choreograph Benjamin Millepied ein klassisch-französisches Ballettstück in einem ausdrucksstark farbenfrohen Bühnenbild von Daniel Buren. Benjamin choreographierte ürbigens auch den Hollywood-Knaller „Black Swan“ und lernte dabei seine Ehefrau namens Natalie Portman kennen. Aber das mal nur so kurz am Rande und frisch vom Boulevard. Tanzen und Liebe, das passt also. „Daphnis et Chloé“ ist der erste Teil eines Ballett-Abends, den das Staatsballett an ausgewählten Terminen an der Deutschen Oper präsentiert. In krassem Kontrast zu der leuchtenden Unbeschwertheit steht die reduzierte Aufführung von Jean Christophe Maillots Stück „Altro Canto“. Im Gegensatz zu den großflächigen geometrischen Mustern hüllt sich die Bühne hier in diffuse Dunkelheit. Über einhundert Kerzen beleuchten den leeren Bühnenraum, in magisch-liturgischer Stimmung bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer durch Licht und Schatten. Der hell-dunkel-Kontrast wird begleitet vom Spiel mit den Geschlechterrollen. Für die Kreation der Kostüme hat sich Choreographen-Legende Maillot mit niemand geringerem als Karl Lagerfeld zusammengetan. Die Kostüme des Meisters brechen die klassischen Rollenbilder auf, kleiden Männer in Röcke und Frauen in Hosen oder anders herum, völlig egal. Der Doppelabend „Maillot/Millepied“ fängt die Vielfältigkeit, das Zeitgemäße, Verzaubernde und Verführende der französischen Balletttradition ein. Wir verlosen 2×2 Tickets für die Aufführung am 10.02. an die besonders Verliebten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ERSTE POSITION‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Maillot/Millepied | Deutsche Oper, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin | Aufführungen am 3., 10., 11.02.2017 und 14.&17.03.2017 | Tickets

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Nirgendwas mit Medien

Welche Rolle spielen Medien bei der Förderung oder Verschleierung von Handlungsmacht? Aktueller könnte das Thema der diesjährigen transmediale kaum sein. Das Festival, das seit 30 Jahren die Rolle der Medien stetig neu hinterfragt und beleuchtet, präsentiert vom 2. Februar bis 5. März Diskussionen, Performances, Workshops, Screenings und Ausstellungen unter dem Titel „ever elusive“, der alles auf den (flüchtigen) Punkt bringt. Besonders zu empfehlen: Am 3. Februar bringt die transmediale gemeinsam mit dem Partnerfestival ‚CTM – Festival for Adventurous Music and Art‘ einen Abend im Zeichen des dystopischen Soundtracks auf die Bühne. Die Performance „Lexachast“ spielt mit von Algorithmen generierten Live-Streaming-Visuals und futuristischem Sound-Design mit der Beziehung zwischen Körper, Affekt und Politik. In der Keynote Conversation am 4. Februar diskutieren zwei Wissenschaftler aus dem Bereich Neue Medien darüber, wie die zunehmend jenseits des Menschen entstehenden Medienökologien unseren Alltag bestimmen. Am selben Abend beleuchtet der Langfilm „The Sprawl“ die Macht von Propaganda im Zeitalter sozialer Medien: Das Internet als zerstörerische, geopolitische Superwaffe. Die Exkursion „imaginaries“ am 8. Februar im Langenbeck-Virchow-Haus spekuliert über Zukunftsvisionen von Medienpraktiken und verbindet Science-Fiction mit dem Hier und Jetzt. Ein ästhetischer Rückblick und spekulativer Blick nach vorn verbindet einen Monat, der nicht nur trans-medial, sondern trans-interdisziplinär, trans-kognitiv und trans… ach, einfach verdammt wichtig und richtig gut ist.
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transmediale | Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin | 02.-05.02.2017 | www.transmediale.de | Tickets

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Wallis Bird

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Rock ’n Roll ist weiblich and She’s Irish! Die wunderbare, einzigartige und talentierte Wallis Bird haben wir euch ja schon einmal im herrlich genglischen 2 Minuten-Interview vorgestellt. Endlich nun habt ihr/haben wir die Gelegenheit, uns live und in echt mit ihr und von ihr verzaubern zu lassen. Leute, legt das gute T-Shirt raus, schnürt die Chucks trotz Schneematsch, Wallis spielt heute Abend in unserer Lieblingslocation, dem Heimathafen Neukölln. Tickets gibt’s noch ein paar restliche für unter 25 Euro. Zur Aufführung kommt ihr aktuelles Album ‚Home‘ und der Name ist Programm. Nach ihrer letzten großen Tour schloss sie sich einen Sommer lang in ihrem eigenen kleinen Studio daheim in ihrer Wahlheimat Berlin ein, dann den Winter über und den nächsten Frühling, immer weiter nahm ihr Glück auf. „Es gibt ja dieses Klischee des leidenden Künstlers. Oder das Gerücht, dass man, wenn man glücklich ist, gar keine Zeit mehr hat, daraus Musik zu machen. Aber ich war so glücklich, dass es mir leichtgefallen ist. Jedes Mal, wenn ich nicht weitergekommen bin, habe ich mich daran erinnert, einfach über das zu schreiben, was mich so glücklich macht.“ Was zu beweisen war. das wollen wir hören und mit euch teilen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚HOME IS WHERE THE BIRD IS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Wallis Bird Konzert | Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin | 01.02.2017, 21:00 Uhr | Tickets VVK 23,80€ | www.wallisbird.com | Foto Credit: Jens Oellermann

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Luft zum Atmen

Es gibt Dinge, die haben einfach keinen Haken. Grundsätzlich sind wir ja immer etwas skeptisch, wenn eine Idee als einfach nur absolut toll angepriesen wird, aber beim Projekt City Tree kapitulieren wir mit Freude und sagen: Im wahrsten Sinne des Wortes ein astreines Ding! Das innovative Team des Dresdner Start-Ups Green City Solutions (Gründer Dénes Honus wurde übrigens von Forbes auf ihre „30 under 30 Europe“-Liste aufgenommen) hat eine Idee umgesetzt, die gleichzeitig der Luftverschmutzung entgegenwirkt, die Biodiversität im urbanen Raum steigert und einen hübschen Beitrag an die Aufenthaltsqualität an öffentlichen Orten leistet: eben dieser City Tree. Er ist eine Konstruktion, die aus einer bepflanzten Wand und einer Sitzgelegenheit besteht und allerorts aufgestellt werden kann. Die angebrachten Mooskulturen und Pflanzen, die eine grüne Vertikale mitten in die Stadt bringen, filtern Feinstaub und Stickoxide aus der Luft und sorgen dafür, dass unsere Atemluft bis zu 30% sauberer wird – scheinbar sei jeder 7. Todesfall in der ersten Welt auf verschmutzte Luft zurückzuführen. Höchste Zeit also für eine innovative Klima-Lösung! Dieser mobile vertikale Pflanzenfilter ist im Stande, die Stadtluft so effektiv zu filtern wie 275 Bäume – und nutzt jedoch nur 1% der Fläche. Die hübsch anzusehene Umsetzung einer total sinnvollen Idee ist also, was wir klassisch eine Win (saubere Luft!)-Win (schönere Stadt!)-Win (vielfältigere Natur!)-Win (weniger Krankheit!)-Situation nennen.
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City Tree von Green City Solutions | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Powerpause

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Wer sich Gutes mit Chiasamen, Avocados, Goji-Beeren, Ingwer und derlei Superfoods tun möchte, plündert am besten einen gut sortierten Bio-Supermarkt, legt sich ein Arsenal achtsam zusammengestellter Smoothies zu oder geht ganz einfach gut essen. Gemeinsam mit anderen Vitaminbomben, vitalisiertem Leogant-Wasser und nahrhaften Proteinen stehen eben genannte Zutaten nämlich allesamt auf dem Menüplan vom Rosegarden, einem hübschen, neuen Deli mitten in Mitte. Das fängt schon beim Frühstück an: Gebackene Grapefruit mit hausgemachtem Granola (supersuperlecker!), griechischem Joghurt und Beeren, zum Beispiel. Oder – als weniger süße Variante – Quinoa mit pochierten Eiern, Avocado und Olivenöl. Angerichtet wird alles mit der Überzeugung, dass das Auge mitisst. Und das geht noch übers Frühstück hinaus. Verschiedene Sandwiches, Suppen und kleine Mittagsgerichte stehen ebenfalls auf dem gesunden Tagesprogramm: Ein Thunfisch-Sashimi, das einem die Glückstränen in die Augen treibt oder die herzerwärmende Brandenburger Landkartoffel, gefüllt mit Grünkohl, getrockneten Tomaten, Feta und Sour Cream sind zwei absolute Renner. Nach dem Essen lädt der kleine Concept Store zum Stöbern ein. Eine Selektion aus ausgewählten Lebensmitteln, Kaffee und Büchern runden das Angebot ab, das uns vor allem eines klarmacht: Eine Pause lohnt immer. Und wo’s Superfood gibt, sind Superhelden nicht weit! Das Thema zieht sich durch (siehe nächster Beitrag). Auf auf und davon!
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Rosegarden | Torstraße / Alte Schönhauser Straße, 10119 Berlin | Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 09-23 Uhr, Sonntag – Montag 09-18 Uhr | Facebook | www.rosegarden.de

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Christian Friedel

Das 2 Minuten-Interview

Christian Friedel ist sozusagen Schauspieler. Er steht regelmäßig vor der Kamera, u. a. in Michael Hanekes Spielfilm „Das weiße Band“, der 2009 in Cannes die Goldene Palme gewann und für den Oscar nominiert war. Zuletzt spielte er Heinrich von Kleist in Jessica Hausners Film „Amour Fou“ und die Titelrolle in Oliver Hirschbiegels Kinofilm „Elser“. Christian Friedel ist sozusagen aber auch Musiker. 2011 gründete er die Band ‚Woods of Birnam‘, die gerade ihr frisch eingespieltes neues Studioalbum ‚Searching For William‘ veröffentlicht hat. Hier kaufen! Es gibt sozusagen so einiges zu besprechen, also schon rein thematisch, persönlich umso mehr. Was das sozusagen mit E.T., Frodo und Meryl Streep zu tun hat, könnt ihr im Folgenden nachlesen. Ach ja und warum wir so auffallend oft sozusagen sagen, auch.

Name: Christian Friedel
Alter: 37
Wohnort: Dresden
Beruf: Schauspieler und Musiker
Schuhgröße: 44/45
Kontakt: www.woodsofbirnam.com oder www.christianfriedel.de

 

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde mehr in Kultur und Bildung investieren, denn das ist die Grundlage auch die richtigen Politiker zu wählen.

Welches Buch, welches Album, welchen Film sollte jeder gelesen, gehört und gesehen haben? Neben den beiden Alben von Woods of Birnam auf jeden Fall Radioheads „In Rainbows“ oder Björks „Homogenic“. Einer meiner Lieblingsfilme ist „Matrix“.

Welche Rolle hast du in der Welt? Der melancholische Träumer

Wen bewunderst du und warum? Meryl Streep – wegen ihrer unglaublichen Wandlungsfähigkeit, ihrem Talent und ihrer politischen und menschlichen Haltung

Welcher Filmcharakter ist dir am ähnlichsten? Frodo aus „Herr der Ringe“

Im Zweifel lieber stumm oder blind? Beides wäre schrecklich!

Bei welchem Film musst du immer weinen? E.T.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Sozusagen

Worauf bist du stolz? Auf meine Familie.

Deine früheste Kindheitserinnerung? Mit einem Spielzeugauto durch die Wohnung spielend.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern einmal auf der Bühne stehen (Theater oder Musik)? Björk und Radiohead und natürlich Meryl Streep

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ein leckeres Curry.

Wovor hast du Angst? Vor dem Tod und das Nichts.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich probiere meistens neue Rezepte aus und versuche mehr zu kochen.

Was sollte niemand von Dir wissen? Oh da gibt es so einiges. ;-)

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wo gibt es das neue Album von Woods of Birnam zu kaufen? (haben wir doch oben schon geschrieben, hier! Anm. d. Red.)

Das letzte Wort: Träume können wahr werden, man muss nur optimistisch sein und daran glauben.

Foto Credit: Joachim Gern

MMW_ChristianFriedel

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Schöner essen

MMW_IrisRoth

Das jüdisch-amerikanische Deli Louis Pretty ist uns eines der Liebsten. Kulinarisch sowieso, wohlfühlmäßig natürlich auch und optisch ohne Frage! Hier isst man sein Pastrami-Sandwich oder die wärmende Suppe nämlich aus zauberhaft individuellen Tellerchen und Schälchen – gleich und anders, jedes Teil besonders. Wir haben uns seither immer gefragt, woher die wohl kommen und welchem Töpfergenie wir die kleinen Kostbarkeiten für Köstlichkeiten zu verdanken haben. Die Antwort kennen wir inzwischen und sie lautet: Iris Roth. In ihren handgemachten Objekten verbindet die brilliante deutsch-italienische Töpfermeisterin die etruskische Handwerks-Tradition mit zeitgenössischen Elementen eines einfachen, simplen Designs. Wenn wir uns schon Gedanken machen über unser Essen und mit Leidenschaft und Freude Rezepte ausprobieren, ist es nur konsequent den Speisen auch ihren ordentlichen Auftritt zu geben – damit meinen wir jetzt nicht ein entsprechendes Instagram-Album, sondern eben einen individuellen, einzigartigen Teller. Die kleinen Zeichen von Unperfektheit sind bei Iris’ klassisch formschönen Keramiken gewollt und bewusst eingesetzt – ein scheinbar zufällig hinterlassener Fingerabdruck der Töpferin in der Oberfläche macht erst den Unterschied zur einfallslosen Stangenware. So wunderschön die Objekte sind, so praktisch sind sie auch – sie dürfen nämlich gerne nach dem Genuss in die Spülmaschine. Zu kaufen gibt es Iris‘ Keramik online auf ihrer Seite.
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Iris Roth, Keramik und Interior Design | www.irisroth.com

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Wonderwomen of the world unite!

Weltreise? Kinder? Job? Man müsste, sollte, könnte. Mit vielen lebensverändernden Fragen schlägt man sich hilflos im stillen Kämmerchen herum. Weil der Partner nicht zuhört. Weil die Freunde zu emotional reagieren. Weil die Eltern immer nur alle zum vernünftig! sein animieren wollen. Daniela Batista dos Santos will diesen Teufelskreis durchbrechen und hat daraus einen motivierenden, produktiven, respektvollen Kreis gemacht: Den Circle of Wonderwomen. Das sind regelmäßige Veranstaltungen in Hamburg, an denen sich (ausschließlich) Frauen treffen und ohne Hemmungen und Hindernisse austauschen können. Bei den Wonderwomen gibt es ein tragendes Motto: Deep Talk statt Small Talk. In der Begegnung mit sechs anderen Frauen entsteht ein geschützter Raum, in dem sich Frauen gegenseitig zuhören und inspirieren können. In dem eine Situation mal ganz ohne Vorbelastung betrachtet und diskutiert werden kann. Und in dem Wettbewerb, Konkurrenz oder Stutenbissigkeit keinen Platz haben. Im Gegenteil: Der Circle ist ein Instrument des Female Empowerment, des Miteinander statt Gegeneinander. Wer, wie wir, immer noch geflasht ist von der internationalen Solidarität zum Women’s March on Washington, der ist im Circle of Wonderwomen genau richtig. #wearebettertogether
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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 24. Januar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare