JA!JA!

Zugegeben, es gibt viele tolle Orte in und rund um Berlin, für den Tag aller Tage. Kirchen, Scheunen, Gärten, Terrassen und dergleichen mehr bilden das Umfeld der Wahl für das schönste ‚Ja‘ im Leben. Ein ganz und gar magisches Plätzchen gibt es seit kurzem direkt im städtischen Wohlfühltrubel. Die Oberhafenkapelle befindet sich auf dem einmaligen Gelände der Oberhafenkantine in Treptow, direkt im magischen Schlesi-Flutgraben-Dreieck. Die winzige Kapelle wurde in Zusammenarbeit mit Weddingplannern entworfen und nach dem Fassaden-Vorbild der Oberhafenkantine (übrigens ein 1:1 Nachbau der original Oberhafenkantine aus Hamburg) gefertigt. Das Kleinod ist gleichermaßen feierlich wie liebenswert, wie geschaffen für ein lässig emotionales Hochzeitsfest. Die Idee zur Kapelle ist auf die vielen freien Trauungen zurückzuführen, die bisher vor dem Gewächshaus auf dem Gelände stattgefunden haben. Am 7. Juli wurde die Oberhafenkapelle mit einer freien Trauung offiziell eröffnet. Die Location kann ab sofort gebucht werden – sowohl für freie Trauungen, als auch für anschließende Sausen in der Oberhafenkantine. Eure Buchungsanfragen könnt ihr direkt an ja@oberhafenkapelle senden. Wir sagen ‚Ja‘ und wünschen von Herzen alles Liebe für immer.
_____
Oberhafenkapelle | Am Flutgraben 2, 12435 Berlin | www.oberhafenkapelle.de | Facebook | Buchungsanfragen: ja@oberhafenkapelle

Sauer macht Lustig

Berlin Fashion Week, Berlin Art Week, Berlin Food Week – alles toll, aber die Liste ist nicht komplett ohne die einzig wahre Berlin Beer Week. Prösterchen! Zehn Tage lange, nämlich vom 20. bis 29. Juli wird dabei die handwerkliche Bierkultur- und Gemeinschaft mit zahlreichen Veranstaltungen überall verteilt in der Hauptstadt gefeiert. Unser Highlight macht mächtig sauer. Die Craft Beer Revoluzzer von BrewDog (das sind die, die gerade die 100.000 Freibiere haben springen lassen), veranstalten nämlich am 21. Juli um 16 Uhr zu einem ziemlich großartigen Sauerbier-Tasting in ihrer Berliner BrewDog Bar. Dabei stehen insgesamt sechs alternativ fermentierte Biere mit aufregenden und natürlichen Aromen wie Blaubeere, Himbeere, Rhabarber und Birne im Fokus der gütlichen Verköstigung. Durch alternative Fermentation entstehen Sauerbiere und Wild Ales, die ihre Wildheit durch unkonventionelle Hefe und eine spezielle Gärung bekommen. Für die Herstellung braucht es vor allem Zeit. Denn die alternativ fermentierten Biere müssen mindestens ein Jahr lang reifen, damit sich die volle Aromenvielfalt entfalten kann. Klingt ja fast wissenschaftlich. Und das ist es auch. Deshalb liefert der Experte und Braumeister Richard Kilcullen zum Tasting jede Menge spannende Fakten und Anekdoten. Das Trinken selbst ist dann Gott sei Dank einfach nur entspannter Genuss. Direkt im Anschluss, also ab etwa 18 Uhr, startet übrigens das offizielle und kostenlose Launch Event für die neuen BrewDog-Biersorten in der Bar. Bei 30 Bierhähnen – wovon die Hälfte mit BrewDog Bier gefüllt ist – gibt es definitiv genug zum Schlürfen. Für den kleinen Hunger zwischendurch kann man leckere Pizza bestellen und im schönen Biergarten könnt ihr den vermutlich lauen Sommerabend ausgezeichnet ausklingen lassen.
_____
BrewDog Sauerbier-Tasting | BrewDog Bar, Ackerstraße 29, 10115 Berlin |  www.brewdog.com | Sauerbier-tasting: 21.07.18 | Tickets: 20€

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 17. Juli 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Das 2 Minuten-Interview

Kathrin M. Limburg

Wenn es um Interior und große Altbauwohnungen geht, ist Kathrin Limburg die Expertin schlechthin. Als Gründerin der Eventlocation Gebrüder Fritz hat sie sich auf Events aus dem Lifestyle Bereich fokussiert. Ihre Anfänge liegen bereits weit zurück. Sie kam 2000 als echtes Nordlicht nach Berlin und wagte nach einigen Stationen den Schritt in die Selbständigkeit. 2015 fasste sie dann gemeinsam mit Verena Nobis-Wicherding den Entschluss, über die Eventdienstleistungen hinaus eine eigene Location zu eröffnen: die Gebrüder Fritz. Aktuell ist Kathrin sogar in der Planung einer weiterer Location – quasi der großen Schwester vom Gebrüder Fritz. Auf die Frage, was wir unbedingt über sie erzählen sollen, antwortet Kathrin: „Ja, ich führe Selbstgespräche beim Einkaufen und ich kaufe berufsbedingt viel ein.“ Doch sie hat auch gleich noch einen Tipp für alle, die es ihr gleichtun. Und der lautet Freisprechkopfhörer. So denken (hoffentlich) alle, man würde telefonieren. Kompetente Beratung hat man garantiert.

Name: Kathrin Margarethe Limburg
Alter: 36
Wohnort: Prenzlauer Berg
Beruf: Vermieterin schöner Räume
Schuhgröße: solide 39
Lieblingstagezeit: Alles nach 10h morgens
Kontakt: kathrin@gebruederfritz.com

Wer oder was hat dich zum Gründen inspiriert? Ich denke, das war meine Mutter. Sie hat immer schon eine Liebe zu großen Altbauwohnungen, schönen Dingen und Interior gehabt und war auch selbstständig.

Beschreibe deinen Job in drei Worten: TürAuf – AllesNeu – Repeat

Warum Berlin? Was sonst? Ich glaube einfach in jeder anderen Stadt würde ich negativ auffallen. Ich wurde damals mit 18 Jahren aus dem beschaulichen Travemünde mit dem Satz “In Berlin kannst du auch im Pyjama S-Bahn fahren, das stört keinen!“ nach Berlin gelockt und diese Tatsache fasziniert mich nach wie vor.

Welche drei Verhaltensweisen würdest du gern verändern?
Ich wäre wirklich gern geduldiger.
Ich wäre wirklich gern weniger perfektionistisch.
Ich wäre wirklich gern pünktlicher.

Dein wichtigster Charakterzug? Witz und Ungeduld.

Wenn du umziehen müsstest, wo würdest du gerne leben? Darüber habe ich gerade in letzter Zeit wirklich oft nachgedacht, aber Berlin ist und bleibt für mich die richtige Stadt. Ich lebe in Prenzlauer Berg und könnte mir vorstellen einmal den Stadtteil zu wechseln; das ist ja auch schon quasi wie umziehen, oder? Hier bräuchte ich aber unbedingt eine Dachterrasse oder noch besser einen großen Garten. Ich bin unheimlich gern zuhause und liebe es einfach im Sommer lange draußen zu sitzen und trotzdem die Möglichkeit zu haben, schnell bei meinen Freunden zu sein.

Was fasziniert dich? Intelligenz, Stil, Herzlichkeit

Gibt es eine Redewendung, die du ständig benutzt? Ich bin bekannt für meine möchte mal sagen- Passion für Redewendungen! Hier lediglich ein Auszug aktueller Lieblinge:

Kurze Arme, keine Kekse.
Von nüscht, kommt nüscht.
Wer so sagt, hat noch nicht angefangen.

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Wo soll ich aufhören- wo soll ich anfangen heutzutage? Was in Syrien vor sich geht berührt mich Tag für Tag und auch eine der zahlreichen großartigen Entscheidungen Trumps, mexikanische Flüchtlingskinder von Ihren Eltern zu trennen, hat mich sehr beschäftigt. Für mich ist aber grob gesagt seither Ungerechtigkeit etwas, was mich sehr betroffen macht. Warum gilt für manche Menschen etwas anderes als für andere? Das macht mich gleichermaßen wütend und betroffen!

Ich bin der größte Fan von… Pippi Langstrumpf.

Was ist dein geheimes Talent? Ich habe es bisher so gehalten aus meinen entdeckten Talenten ein Geschäft zu machen. Momentan habe ich das Gefühl sie sind bestens ausgeschöpft.

In welchem Film hättest Du gern mitgespielt? In dem Film Francis Ha von Noah Baumbach.
Er spielt in Brooklyn und ich liebe New York und ich liebe die so wahre Geschichten der engen Freundinnen, die wie Schwestern sind und mit dem Erwachsenwerden konfrontiert sind, das erinnert mich alles sehr an mich!

Wie wäre dein perfekter freier Tag? Zu einem perfekten Tag gehören bei mir ganz viele Freunde, gutes Essen, Wein und famose Stimmung! Wenn er wirklich perfekt ist, haben wir dazu noch Sonnenschein und bestenfalls Strand!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich glaube das Essen selbst wäre hierbei nicht das Entscheidende. Es wäre ein schön gedeckter Tisch mit frischen Blumen, viel Leinen und tollem Geschirr und es würde etwas zu Essen geben, was mich viel bei meinen Gästen sein lässt und lange dauert! Wahrscheinlich ein Mix aus arabischer Mezze und typischem Berliner Abendbrot mit selbstgemachten Eiersalat.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Streben nach Macht abschaffen.

Was sollte niemand von dir wissen? Ich weiß nicht immer alles so genau, wie man denkt, dass ich es weiß. Aber meistens!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Welches Beauty Geheimnis möchtest du teilen oder wie schaffst du es so fit zu bleiben? Oder noch besser, warum hast du eigentlich keinen Blog?

Das letzte Wort: Mein Lebensmotto für alle an den Bildschirmen da draußen:
Klare Botschaften, klare Antworten!

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 17. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Besser Grillen

Grillsaison? Ist eigentlich immer! Doch gerade jetzt, wenn die Sonne so schön lang und warm am Himmel steht, gleicht der Spaziergang durch die Parks und Straßen der Stadt einer olfaktorischen Weltreise. Der Unterschied zu vor ein paar Jahren: Wir grillen besser, essen bewusster und neben Fleisch aus biologischer Haltung kommt auch immer mehr vegetarisches und veganes Grillgut auf die Kohle. Apropos Kohle, ein Großteil der handelsüblichen Grillkohle stammt leider immer noch aus den Tropen. Und auch die vielen Ersatzprodukte sind oft nicht wirklich nachhaltiger (und funktionieren nebenbei oft auch einfach nicht so richtig gut). Die Folgen sind illegale Rodungen des Regenwaldes sowie tote und unfruchtbare Erden. In Deutschland werden pro Jahr knapp 2000 Fußballfelder Regenwald alleine durchs Grillen verheizt! Das baden-württembergische Startup NERO setzt auf heimisches Buchen- und Eichenholz und bietet mit der NERO GRILLKOHLE NATIVE die weltweit einzige Grillkohle mit Bio Zertifizierung an. Tropenholz und lange Transportwege werden zu 100 Prozent ausgeschlossen. Das Startup verwendet nur Hölzer, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für die Möbelindustrie geeignet sind. Produziert wird anschließend in einem mehrfach für Umweltschutz und Nachhaltigkeit prämierten französischen Holzkohlewerk. Ganz nebenbei wird dabei auch noch Öko-Strom gewonnen und in das öffentliche Netz eingespeist. Bio-Kohle heißt übrigens nicht gleich teuer. Denn dank des modernen Herstellungsverfahrens liegt die NERO Grillkohle im selben Preissegment wie andere qualitativ vergleichbare Holzkohlen. Bitte benutzt das!
_____
NERO GRILLKOHLE NATIVE | www.nero-grillen.de | Preis: 6,99 Euro

Oh, wie schön ist Frankfurt Oder

45 pittoreske Regionalbahnminuten vom Berliner Stadtzentrum entfernt liegt Frankfurt an der Oder. Und während der Namensvetter weiter westlich vor allem hohe Häuser, glatte Fassaden und viel Geld zu bieten hat, geht es beschaulich zu in der kleinen Stadt an der polnischen Grenze. Zumindest solange man keine der vielen Studentenparties der Europa Universitat Viadrina besucht oder zufällig das nächste Wochenende für seinen Besuch auswählt. Da nämlich steigt das jährliche HanseStadtFest Bunter Hering, das zeitgleich auch auf der anderen Oderseite in Slubice stattfindet. Jede Menge Futterluken, Marktstände, Open Air Bars und zahlreiche Bühnen mit einem bunten Programm von Klassik über RNB bis Heavy Metal sorgen für unbeschauliche Vergnügtheit im beschaulichen Drumrum. Mit von der Partie sind so illustre Bands wie Karat („Über sieben Brücken“) oder die Spider Murphy Gang und Freitag Abend gibt es ein grandioses Höhenfeuerwerk. Unser Highlight aber ist die Baustellenparty des BLOK O, eines neuen Co-Working Places samt Café in eben jenem Block O genannten, kultischen Gebäude. Wenn man es genau nimmt, handelt es sich bei dem Projekt, das maßgeblich von der Sparda Bank erdacht und bewerkstelligt wird, gar um Frankfurt Oders ersten echten Co-Working Place. Warum das gut wird? Na ja, den gastronomischen Teil und damit so etwas wie die Co-Partnerschaft übernimmt mit dem St. Oberholz quasi der Godfather of Coworking aus der Hauptstadt. Zur Party gibt es einen kleinen Vortrag zum Wandel der Arbeitswelt von Tobias Kremkau, Community Manager im St. Oberholz, der darin sowohl das Projekt als auch Coworking als grundsätzlich sinnvolle Arbeitsumgebung beleuchtet. Daneben zeigt eine kleine Ausstellung das geschichtsträchtige Haus, dazu werden Kaffee, Eis und Drinks gereicht. Und dann spielen Kreuz Ost noch ein Gratiskonzert („Hi Polly!“ Anm. d. Red.). Ja und zwischendurch fahren wir dann einfach an den Helenesee zum Baden und sitzen am Ende „hier im Gartenpavillion, um zu sehen, dass es gut geht. Um zu sehen, dass wir gut sind. Mit Kartoffelschnaps und Bockwurst zwischen Gartenzwergen…“
_____
Bunter Hering | 13.-15.07.18 | Frankfurt (Oder) & Slubice | BLOCK O Baustellenparty | 14.07.18, 13-23 Uhr | Karl-Marx-Straße 182, 15230 Frankfurt (Oder)

Berlin, Fashion, Film

Nach der Fashion Week ist vor dem Fashion Film Festival. Berlins schönstes und bestes Kreativfestival der letzten Jahre geht damit bereits in die siebte Runde. Das ist bemerkenswert, denn das kleine Festival finanzierte und realisierte sich von Beginn an selbst und mauserte sich inzwischen zu einer weltweiten Plattform für die internationale Kreativszene. Das ganze Jahr über wird vernetzt, kreiert, gesponnen und neu gedacht. Schließlich steht das Medium Fashion Film stellvertretend für die endlosen kreativen und filmischen Möglichkeiten: 30 Sekunden, zwölf Minuten, dramatisch oder collagiert – alles ist erlaubt, nichts beschneidet oder beengt die künstlerische Arbeit. Im direkten Austausch mit einem weltweiten Netzwerk aus Machern, Partnern und Publikum definiert das BFFF den Status Quo kreativen Filmemachens stetig neu, schafft Vernetzungs- und Kreationsmöglichkeiten im Spannungsfeld aus Film und Lifestyle, Creative Culture und Mainstream. Beim jährlichen Festival in Berlin kommen jeweils über 500 Filmschaffende und Opinion-Leader aus Werbung und Lifestyle zusammen, um sich in Talks, bei Workshops und Filmscreenings oder beim Creative Speed Dating Inspiration und Input zu holen und neue Talente zu entdecken. Im Rahmen einer großen Award Show werden aus den rund 1.000 eingereichten Filmen die zuvor von einer hochkarätig besetzten Jury ermittelten besten Fashion Filme des Jahres in insgesamt 21 Kategorien ausgezeichnet. Teil der Jury sind in diesem Jahr u.a. Florian Hucker (Creative Director Ogilvy & Mather Berlin), Till Diestel (Managing Director BBDO Berlin), Marine Sellier (Creative Director Sony Music) und Florian Reichelsdorfer (Global Director Entertainment / Influencer Marketing Adidas). Das Motto in diesem Jahr: „Lets focus!“ Wir verlosen 2×2 Gästelistenplätze für das zweitägige Festival. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚KONZENTRATION‘ an hurra@muxmaueschenwild.de.
_____
Berlin Fashion Film Festival | Columbiatheater, Columbiadamm 9-11, 10965 Berlin | 12.+13.07.18 | www.berlinfashionfilmfestival.net | Tickets: ab 15 €

[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN]

Vier internationale Künstlerinnen, vier Wochen künstlerische Arbeit in einem Galerieraum, den sie als Atelier nutzen und eine anschließende Ausstellung, bei der die entstandenen Arbeiten in ihrem Entstehungskontext präsentiert werden. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist der Titel des „Projekts“ (das Wort nehmen wir jetzt mal als Platzhalter), der wörtlich genommen werden will. Der Lichthof Ost im Hauptgebäude der Humboldt-Universität wird für einen Monat zum temporären Atelier und Austellungsraum zugleich. Während der Atelierphase wird der Raum in regelmäßigen Abständen Besucherinnen und Besuchern zugänglich gemacht und es werden von den Künstlerinnen selbst geleitete Workshops angeboten. Den Entstehungsprozess der Ausstellung kann man so nicht nur begleiten sondern auch mitgestalten. Im Anschluss an die Arbeitsphase werden die entstandenen Werke ohne Veränderung der Raumsituation in einer zweiwöchigen Ausstellung präsentiert. [HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] ist also als Handlungsaufforderung zu verstehen, den [Raum zwischen den Klammern] zu füllen, Katalogbeiträge zu verfassen, Impuls-Führungen anzubieten und ihr am Ende tatsächlich einen Titel zu geben. So hinterlassen alle Beteiligten ihre Spuren, bewegen und inspirieren einander. Dazu geben verschiedene Diskursveranstaltungen die Möglichkeit zum Dialog zwischen Künstlerinnen, Kuratoren und Besuchern. Das „Projekt“ ist also mehr als eine Ausstellung, es ist ein vierwöchiger, lebendiger interaktiver Kreations- und Erlebnisprozess im weiten künstlerischen Raum. [Sehr spannend, finden wir].
_____
[HIER KÖNNTE IHR TITEL STEHEN] | Kleine Humboldt Galerie, Unter den Linden 6, 10099 Berlin | ab 11.07.18 | www.hu-berlin.de

Thorsten Osterberger

Das 2 Minuten-Interview

Thorsten Osterberger ist ein Phänomen. Ramp, Business Punk, Gala, Lufthansa Exclusive Magazin – quasi überall, wo Innovation und Substanz in der Mode-, Beauty- und Lifestyle-Medienlandschaft groß geschrieben wird, hat der gebürtige Allgäuer seine Finger im Spiel. Er ist Redakteur, Creative Producer und Content Entwickler für neue Magazine und Formate. Als Editor in Chief gestaltet er die Geschicke des J’N’C Magazines und gerade gründet er obendrein seine eigene Agentur Vada. Wenn er nicht gerade arbeitet, sammelt er weißes Porzellan und genießt bayerische Schmankerl und das Leben mit Mann und Hund in Berlin Mitte. Ach ja, nach seinem Designstudium in Berlin war er übrigens auch mal Assistenz von Vivienne Westwood in London. Sorry, aber da kann in Sachen Mode eigentlich nicht mehr viel kommen, oder Thorsten?

Name: Thorsten Osterberger
Alter: 42
Wohnort: Berlin
Beruf: Editor in Chief J’N’C & Consultant
Schuhgröße: 43,5
Lieblingsmodelabel: Helmut Lang (mit Helmut Lang als Designer bis 2005)
Kontakt: thorstenosterberger.com

Was ist „guter Stil“? Stil fängt bei Tischmanieren an und hört bei guten Schuhen auf. Klar, guter Stil hat auch immer was mit Authentizität zu tun, aber auch mit Perfektion und bemühter Sorgsamkeit – auch wenn das oft verneint wird.

Die Queen lädt zum Tee, was ziehst du an? Fürs perfekte Colourblockingfoto ein pastellfarbener Anzug mit passendem Hut – oder klassisch in Tom Ford.

Der beste Rat, von dem du nie gedacht hast, dass er dir einmal nützen würde? In der Jugend lernt, im Alter versteht man.

Was ist dein berufliches Ziel? Mein eigenes Restaurant.

Dein größter Fehlkauf? Weiße Clogs von Gucci. Ich sah aus wie ein Krankenpfleger, aber dank Online-Shopping gingen die Schuhe problemlos retour.

Was ist typisch Berlin? Ein Ort, an dem Kreative auf Möglichkeiten treffen.

Wofür hast du kein Talent? Zahlen

Was würdest du eine Woche ohne Strom machen? Schlafen.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt? Ein bayrisches „fei“

Verpasse uns einen Ohrwurm! „Atemlos“ – ihr habt es nicht anders gewollt.

Was ist momentan das Hintergrundbild auf deinem Laptop? Man kann auf meinem Desktop grundsätzlich kein Hintergrundbild sehen, da ich täglich ca. 100 Screenshots mache…

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen? Helmut Dietl, Madonna und der Typ vom letzten 2-Minuten-Interview (Marcel Schlutt) (Hallo Marcel, wenn du das hier liest, verabredet euch doch mal auf einen Drink. ;) Anm. d. Red.)

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Boeuf Bourguignon

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Endlich (auf politischer Ebene) konkret etwas im Sinne der Nachhaltigkeit tun.

Was sollte niemand von dir wissen? Dass ich Spanx im Kleiderschrank habe und Perücken sammle.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was würde uns an dir überraschen?

Das letzte Wort: Das letzte Wort ist noch nicht gesagt.

Foto: Michael Mann

Alles sofort

„…ein Moment der Überraschung, eine Spannung, einen Herzschlag lang… Ein völlig einzigartiges Ding… ein kleines rechteckiges Bild in seinem eigenen Rahmen. Keine Kopie, kein Abzug, nichts Vervielfältigbares oder Wiederholbares.“ Wenn man Wim Wenders, einen der großartigsten und stilprägendsten Regisseure, die Deutschland je hervorgebracht hat, über Sofortbilder der Marke Polaroid sprechen hört, ist man augenblicklich fasziniert. Seine Beschreibung lässt so etwas wie einen Sehnsuchtsort in uns entstehen, sie klingt nach der Antithese der modernen Fotografie, ja gar unseres ganzen durch die Digitalisierung auf das vermeintlich unmittelbare ‚Jetzt‘ beschleunigte Leben. Alles immer, alles sofort. Denn was für den Moment bestimmt ist, strebt nicht danach zu bleiben. Als das damals noch sehr junge Unternehmen Polaroid Ende der 1960er Jahre die Sofortbildkamera entwickelte, war dies eine technische Revolution. Die Bilder ließen sich in nur wenigen Minuten entwickeln, besaßen einen ganz eigenen Look, den typischen Schmelz. Die Polaroid-Kamera wurde nicht nur zum Medium der Wahl für Wim Wenders, sondern für ganze Generationen von Fotografen und Künstlern. In den letzten Jahren feiert die Ikone nun ein Revival. Ironischerweise nicht wegen der Geschwindigkeit, in der die Bilder nach der Aufnahme verfügbar sind, sondern gerade wegen der im Vergleich zu heutigen Maßstäben neuen alten Langsamkeit, die den Begriff „sofort“ auf wunderbare Art und Weise ad absurdum führt. Sofortbild, das bedeutet sich Zeit nehmen, Moment begreifen und für die Ewigkeit zu bannen. Es ist die Umkehr des Entwertungskreislaufs der Möglichkeiten, der die Fotografie heute begleitet. Vom 7. Juli bis zum 23. September präsentiert C/O Berlin zwei großartige Ausstellungen rund um die stilbildende Ästhetik des Polaroids. ‚Wim Wenders . Sofort Bilder‘ zeigt erstmals eine Auswahl von etwa 240 Polaroids des preisgekrönten Regisseurs, Filmemachers und Künstlers. Die Bilder sind eine Art visuelles Notizbuch, Experimentierfeld und Reisebericht. Sie zeigen persönliche und einmalige Aufnahmen von Filmsets und Reisen durch ganze Welt, Wim Wenders in privater Umgebung oder Porträts von Persönlichkeiten wie Annie Leibovitz, Dennis Hopper oder Peter Handke. Das ‚Polaroid Projekt‘ hingegen ist eine einmalige Zusammenfassung von rund 250 Bildern der weltweiten Polaroidbestände in den USA und Europa. Den Werken von Künstlern wie Nobuyoshi Araki, Sibylle Bergemann, David Hockney, Robert Mapplethorpe oder Erwin Wurm werden Kameramodelle, Konzepte und Prototypen der innovativen Technologie zur Seite gestellt.
_____
C/O Berlin | 07.07.-23.09.18 | Amerika Haus, Hardenbergstr. | Eintritt 10 €/6 € (erm.) | Wim Wenders. Sofort Bilder | Opening 06.07.18, Künstlergespräch mit Wim Wenders und Andrea Thilo am 08.07., 12 Uhr | co-berlin.org/wim-wendersDas Polaroid Projekt | Opening 06.07.18 | co-berlin.org/das-polaroid-projekt

Eis Eis Baby!

Sommer, Sonne, Eis! Wer kennt ihn nicht, den berühmten Stabreim. Na ja oder zumindest ging er so ähnlich. Sobald das Thermometer nämlich jenseits der 15 Grad klettert, haben wir nur noch Eis im Kopf. Wir diskutieren regelmäßig darüber, wann und wo man die kalte Leckerei am besten genießt. Es gibt bei uns sogar hartgesottene Verfechter der 365 Tage-Theorie. Da wird direkt am 01.01. „angeeist“ und am 31.12. das alte Jahr mit einem feierlichen letzten Eis verabschiedet. Und weil wir uns somit kurzerhand selbst zu ausgemachten Eisspezialisten erklären, wollen wir unsere aktuellen Lieblingszapf-, Roll- und Schabstationen nicht vorenthalten. Starten wir mit einem kleinen, auf den ersten Blick gar nicht mal so besonderen Laden. Meine Kleine Eiszeit in der Weserstraße 45 gibt es seit gut einem Jahr. Das Besondere? Das Eis! Es ist so himmlisch lecker, dass man sich einen zweiten oder dritten Magen wünscht, um nacheinander die zum Teil sehr ausgefallenen Sorten zu probieren. Am besten mit Streuseln oder einer der hausgemachten Soßen. Unser absoluter Liebling gerade: Apfel-Sellerie. Eine große Kugel bitte! Ähnlich ausgefallen geht es auch in der frisch eröffneten PAR Creamery in der Oderberger Straße im Prenzlauer Berg zur Sorte, äh zur Sache (wie gesagt, nur Eis im Kopf). Wir schwören auf das unfassbar leckere Erdnusssorbet. Und last not least lohnt sich der Stop im nagelneutaufrischen tezan lab in der Wörther Str. 22, dem laut eigenem Bekunden ersten Kakigori Laden Deutschlands. Kakigori ist japanisch und bedeutet so viel wie geschabtes Eis. Ein Eisblock wird dabei in eine Kakigori-Maschine gespannt, Flocke für Flocke zu einem fluffigen Haufen Eis geschabt und anschließend mit Sirups und Soßen gepimpt. Die eiskalte Erfrischung ist bio, vegan und ganz schön lecker. Wir wünschen frohes Schlecken und einen endlosen Sommer!
_____
Meine Kleine Eiszeit | Weserstr. 45. 12045 Berlin | Facebook | PAR Creamery | Oderberger Str. 38, 10435 Berlin | Facebook | tenzan lab | Wörther Str. 22, 10405 Berlin| tenzan-lab.com

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 03. Juli 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Eveline

Das 2 Minuten-Interview

Eveline ist nicht nur ein wunderschöner Name, sondern auch eine großartige junge Berliner Band. Bereits zweimal haben Eveline aka Lisa (Eveline Kögler) und Jan auf unserem MMW Geburtstagsfestival gespielt. Haaaach war dit schön. Wer nochmal gucken möchte, dem empfehlen wir im Anschluss an unser kleines 2 Minuten-Interview mit den beiden unser fulminantes Throwback Video weiter unten. Gearde veröffentlichten Eveline übrigens ihre neuen Single „Jealousy“ samt Musikvideo. Auf wen oder was da wer eifersüchtig ist, haben wir den beiden nicht entlocken können. Dafür empfehlen wir dringend die akustische Spurensuche auf einem Musikportal eures Vertrauens. Demnächst sind Eveline dann auch endlich wieder live auf diversen Festivals zu erleben, unter anderem am 13. Juli auf dem Melt! und auf dem Wilde Möhre Festival am 11. August.

Name: Jan Eric Markert/ Lisa Eveline Kögler
Alter: 22 Jahre/ 21 Jahre
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker / Musikerin
Schuhgröße: 43 / 40
Lieblingsgeräusch: Kaffemaschine am Morgen / Wenn ich warmes Wasser in meine Badewanne laufen lasse.
Kontakt: jan@weareeveline.com / lisa@weareeveline.com

Was macht dich eifersüchtig?
Jan: Mit der Zeit immer weniger – zumindest versucht man sich nicht so sehr beeinflussen zu lassen.
Lisa: Jemand, der sich nicht von Spielchen beeindrucken lässt, macht mich auf jeden Fall eifersüchtig.

Was war für dich der schönste Moment beim MMW #5 Charity-Festival?
Jan: Das ganze Festival war super schön. Gute Musik und super Wetter – mehr braucht es nicht.
Lisa: Da wir relativ früh Soundcheck hatten und erst spät gespielt haben, hatten wir viel Zeit das Festival zu genießen. Die Dekoration war sehr liebevoll und auch die zwei Bühnen waren super eingerichtet – das hat mir mit am besten gefallen.

Der Soundtrack deines Lebens?
Jan: Meine jeweilige Spotify Playlist, bzw. unsere „What You Should Listen To“ Playlist, die wir mit Eveline bei Spotify erstellt haben – dort könnt ihr immer unsere aktuellen Favourites hören.
Lisa: I’m like a bird – Nelly Furtado

Was schätzt du an deinem Bandkollegen?
Jan: Wir sind auf einer Wellenlänge und haben das gleiche Ziel vor Augen.
Lisa: Jan ist immer optimistisch, schaut nie zurück und gleicht mich mit seiner beruhigenden Art in vielen aufregenden Situationen aus. Ich kann mich immer auf ihn verlassen.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das?
Jan: Ich habe vor kurzem die E-Scooter in Berlin ausprobiert und bin seit dem fast nur noch damit unterwegs.
Lisa: Matcha Tee Zeug – ich fand es grauenhaft… sorry!

Was würdest du gern besser können?
Jan: Kochen – neben Backstage-Essen und Tankstellen auf Tour wäre es auf jeden Fall super, wenn ich mir zuhause noch mehr gesünderes Essen kochen könnte.
Lisa: Zeichnen – seine Visionen nicht nur auf musikalischem Weg zu verwirklichen, sondern auch mit einem Stift auf Papier, wäre bestimmt eine super Erfahrung.

Wie alt wärst du, wenn du dein Alter nicht wüsstest?
Jan: Ich denke ich wäre 27, da ich mich manchmal irgendwie älter fühle als ich bin.
Lisa: Zwischen 12 und 36.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?
Jan: Wir würden beide weiterhin Musik machen – keine Frage.
Lisa: Auf jeden Fall weiterhin Singen und Songs schreiben!Ein Wort, das du viel zu oft benutzt?
Jan: ‚Eigentlich‘ ist ein Wort welches wir auf jeden Fall zu oft benutzen.
Lisa: Das stimmt – man sollte mehr direkte Aussagen treffen ohne sich noch die Option mit dem „Eigentlich“ offenzuhalten.

Welches Buch, welchen Film und welche Platte sollte jeder gelesen, gesehen und gehört haben?
Jan: Buch: Ein Mann Gibt Auskunft – Erich Kästner, Film: Star Wars, Platte: Continuum – John Mayer
Lisa: Buch: Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon, Film: Interstellar – Christopher Nolan, Platte: Build on Glass – Chet Faker

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Jan: Einen Kaffee.
Lisa: Auf jeden Fall eine gute Pasta – mein absolutes Lieblingsessen. Kam bisher bei Besuch auf jeden Fall auch immer sehr gut an.

Wenn eine Fee dir eine Fähigkeit schenken könnte, welche würdest du wählen?
Jan: Teleportation, da man meiner Meinung nach viel zu viel Zeit damit verbringt, von einem zum anderen Ort zu kommen.
Lisa: Ich würde gern Fliegen können. Das muss ein Wahnsinnsfreiheitsgefühl sein.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Jan: Ich würde versuchen die Verteilung von Wohlstand wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Lisa: Die Nutzung von Plastik als Aufbewahrungsmittel.

Was sollte niemand von dir wissen?
Jan: Die PIN meiner EC Karte.
Lisa: Wirklich niemand!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Jan: Was macht dich muxmäuschenwild?
Lisa: Welche Farbe beschreibt deine Musik am besten?

Das letzte Wort:
Jan: Hört euch gern unsere neue Single an und kommt bei einem unserer nächsten Konzerte vorbei.
Lisa: Macht euch noch ne gute Zeit ;)

Foto: Julian Mathieu

Hej!

Anna und Sophie lieben Yoga. Die beiden haben einen Master in Nachhaltigkeitsmanagement (ja, sowas geht in Schweden) und lieben es in Einklang mit der Natur zu leben und zu wirtschaften. Blöd nur, dass die Yogamatten, auf denen sie mit Vorliebe der inneren und äußeren Einheit entgegen streben, ihnen klimatechnisch einen kleinen Strich durch die Rechnnung machen. Deren ökologischer Fußabdruck ist nämlich in der Regel ganz und gar nicht einklänglich. Also begannen sie vor gut zwei Jahren nach Alternativen zu suchen und fanden keine. Und weil sie sich damit nicht zufrieden geben wollten, begannen sie selbst an einer nachhaltigen Mattenalternative herum zu forschen. Denn Matte ist eben nicht gleich Matte. Und so entstanden in Kooperation mit zahlreichen Yogalehrern und dem Innovationslabor (JOSEPHS) des Fraunhofer Instituts die hejhej-mats – stylische Yogamatten, designed in Sweden, made in Germany, aus recycleten „pre-consumer“-Resten. Bis zu einem Kilo Schaumstoffreste werden zu einer neuen Matte verarbeitet. Etikett und Strap werden aus biologisch abbaubarer Bio-Baumwolle gefertigt und mit wasserbasiertem Druck gelabelt. Die Yogamatten werden nach dem closed-loop Prinzip der Circular Economy entwickelt. Das heißt, sie bestehen nicht nur aus recycelten Materialien, sondern sind auch zum Ende ihres Lebenszyklus wieder vollständig recycelbar. So können die Bestandteile der hejhej-mats wieder für neue Produkte genutzt werden, ohne dass sie als zusätzlicher Kunststoffmüll auf Müllhalden oder im Meer landen. Die heyhey-mats sind ab dem 8. Juli zum Preis von 129 Euro zu bekommen. Wer jetzt noch und bis zum 8. Juli im Online-Shop vorbestellt, bekommt seine Yogamatte noch zum Early Bird-Preis von 119 Euro und mit unserem Code „muxmaeuschenwild“ bekommt ihr noch einmal fünf Prozent on top. Alle Vorbestellungen werden noch vor dem offiziellen Launch Tag verschickt. Ein Euro pro Matte geht direkt an die soziale Initiative Earthchild Project.
_____
hejhej-mats | Preis 129 € | www.hejhej-mats.com | Foto: Sarah Buth

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 03. Juli 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Global Family

Wie fühlt es sich an, seine Heimat zu verlassen? Wohin kann man gehen? Und wohin darf man gehen? Dort, wo die anderen Familienmitglieder längst ihre eigenen Träume leben? Inmitten der lauthals geführten Debatte zum Thema Familiennachzug entstand ein berührend sensibler Dokumentarfilm, der genau diesen Fragen nachspürt. GLOBAL FAMILY gibt einen tiefen Einblick in das zukünftige Schicksal der Menschen, die ihre Heimat verlassen. Dabei zeigt der Film, wie das Leben nach einer gelungenen Integration weitergeht – und wie schwierig es sein kann, eine Familie zu bleiben, wenn alle Familienmitglieder unfreiwillig auf der ganzen Welt verstreut sind. GLOBAL FAMILY ist das Debüt der beiden Regisseure Andreas Köhler und Melanie Andernach, die durch persönliche Erfahrungen und Geschichten auf das Thema gekommen sind. Dabei steht die Familie im Film stellvertretend für viele Familien, die zur Diaspora gezwungen wurden: Familie Shaash lebt wegen des anhaltenden Bürgerkriegs in Somalia auf der ganzen Welt verteilt. Völlig unerwartet muss Großmutter Imra ihr Exil in Äthiopien verlassen. Doch niemand weiß so recht, wohin es mit ihr gehen soll. Daraus entspinnt sich ein transnationales Familiendrama, in dem die Familienmitglieder alle Versuche aufstellen, eine neue Heimat für die Großmutter zu finden. Wir verlosen 2×2 Karten für die Vorstellung am 29. Juni um 19 Uhr im Sputnik Kino Berlin. Die Regisseure und Vertreter von Sea Watch werden an dem Abend ebenfalls zugegen sein. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WEAREFAMILY‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.

_____
GLOBAL FAMILY | u.a. Kino Sputnik | Hasenheide 54, 10967 Berlin | ab Fr, 29.06.18 | Website | Trailer

Marcella Hansch

Das 2 Minuten-Interview

Die Frage nach dem „Wer bist du?“ beantwortet sie so: „Ich heiße Marcella, bin Architektin und bin dabei unsere Meere zu retten.“ Womit eigentlich alles gesagt wäre. Denn, Marcella Hansch widmet jede freie Minute, jedes Wochenende, Feierabende, Nächte und oft auch die Stunden morgens vor der Arbeit ihrem Projekt Pacific Garbage Screening. Wer in letzter Zeit auch nur irgendeine Form von Medium konsumiert hat, dem ist garantiert schon ein Bild der von ihr erdachten Garbage-Screening-Plattform untergekommen, die aussieht wie ein riesiger, weißer Meereskamm. Etwa 35 Mitstreiter, darunter Ingenieure, Umweltwissenschaftler und Biologen, arbeiten und forschen fieberhaft, ehrenamtlich und größtenteils selbst finanziert daran, dass die Platfform demnächst tatsächlich ins Wasser geht, um eines der existentiellsten Probleme unserer Zeit zu lösen. Sie soll Plastikmüll aus dem Wasser filtern, um daraus z.B. Energie und biologisch abbaubaren Kunststoff zu gewinnen. Gerade und noch 18 Tage läuft auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne, Rund die Hälfte der Fundingsumme ist schon erreicht. Liebe Marcella, wir unterstützen gern und wünschen dir stellvertretend für den Rest der Menschheit von Herzen alles Gute.

Name: Marcella Hansch
Alter: 32
Wohnort: Aachen
Beruf: Architektin und Weltretterin
Schuhgröße: ökologischer Fußabdruck schrumpft jeden Tag
Lieblingsozean: Da alle Ozeane verbunden sind, gibt es nur einen Ozean. Und den liebe ich über alles!
Kontakt: info@pacific-garbage-screening.de

Das größte Problem deiner Generation? Wir denken zu wenig über unser Konsumverhalten nach. Jeder benutzt jeden Tag Plastik – damit machen wir gerade alles kaputt!

Eine gute Tat, die jeder sofort tun kann? Einen Mehrwegbecher kaufen, einen Stoffbeutel zum Einkaufen nutzen, weniger Auto fahren… und unser Crowdfunding unterstützen und allen Menschen davon erzählen!

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich auf einer Bühne stehe, über unser Projekt erzähle und danach Feedback bekomme, wie wichtig unsere Arbeit ist und welchen Impact wir schon erreichen. Und wenn mir dann noch jemand erzählt, dass er aufgrund unserer Arbeit seinen Plastikkonsum eingeschränkt hat, dann weiß ich, dass wir unserem Ziel jeden Tag einen kleinen Schritt näher kommen.

Wer inspiriert dich? Menschen, die nicht zuschauen und alles schwarz malen, sondern handeln! Dr. Silvia Earle zum Beispiel. Sie hat ihr Leben dem Schutz der Meere gewidmet und sehr viel erreicht. Sie ist für mich eine Heldin und ich bewundere ihre Energie!

Wann beginnt die Zukunft? Gleich, also jetzt, also in diesem Moment. Wir müssen jetzt anfangen unsere Zukunft in die Hand zu nehmen und zu handeln!

Warum können nur Frauen die Welt vor dem Untergang retten? …vielleicht weil es uns Frauen nicht immer nur um Geld, Gewinn und Rendite geht, sondern wir an das Gute glauben und dafür kämpfen. Allerdings haben wir auch tolle Männer im Team und ich habe sehr viele Männer kennengelernt, die so denken wie ich. Wir sollten einfach alle an einem Strang ziehen, unser Planet ist das wert :)

Was ist das Schönste, das dir heute passiert ist? Eine SMS von einem Freund mit einem Kartenspruch: ‚Ins Kino geht jeder, aber DU machst deinen eigenen Film.‘ Mach weiter so!

Hast du ein verborgenes Talent? Ich kann unglaublich gut, laut und schräg beim Autofahren mitsingen – aber nur wenn ich alleine bin. Manchmal irritiert das Leute, die an der Ampel dann neben mir stehen. Sorgt aber meistens für Lacher, breites Grinsen oder zumindest für ein nettes Schmunzeln.

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Ausschlafen, Freunde treffen oder ganz krass: Ein freies Wochenende.

Welcher Moment hat alles verändert? …ein Tauchgang im Meer, bei dem ich auf einmal keine Angst mehr vor den Fischen (wie sonst immer), sondern vor dem Plastik bekommen habe. Das war ein Schlüsselmoment für mich. Seitdem setze ich mich für den Schutz der Meere ein, mit aller Energie die ich habe – und davon habe ich eine ganze Menge :)

Wer war dein Held / deine Heldin in Kindertagen? Peter Pan, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter. Alle drei machen ihr eigenes Ding, lassen sich von den Erwachsenen nichts sagen und machen die Welt auf ihre eigene Art besser. Sie sind Vorbilder, haben ihren eigenen Kopf und tun was sie für richtig halten. Und damit haben sie Erfolg und bringen auch andere zum Umdenken. Wahre Helden in meinen Augen – auch heute noch! 


Welche Eigenschaften schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit, Durchhaltevermögen und Leidenschaft für eine Sache – und vor allem Humor. Menschen, die mich zum Lachen bringen, mag ich besonders gerne!

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern mal einen Kaffee trinken gehen? Jules Verne. Ich würde ihn gerne fragen, woher er all seine Ideen und sein Wissen hat. Seine Visionen sind atemberaubend und technisch einfach grandios. Seine Bücher sind einfach eine absolute Inspiration!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Risotto … eines der wenigen Gerichte, die ich kochen kann. Das habe ich in meinem Jahr in Italien in unserer 5er-WG gelernt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Verhalten der Menschen, die Ignoranz, dass wir unseren Planeten zerstören, Menschen denen egal ist, wie unser Planet aussieht, Hauptsache sie machen maximale Rendite. Dafür kann ich kein Verständnis aufbringen und ich würde gerne ändern, dass ALLE Menschen unsere Erde mit dem Respekt behandeln, den sie verdient hat.

Was sollte niemand von dir wissen? Das wüsstet ihr gerne… ;) Aber ein bisschen was muss ich auch noch für mich behalten dürfen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie viel Kaffee ich am Tag trinke.

Das letzte Wort: ‚Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt.‘ – Die Ärzte

Subversive Praktiken

Theatralisch inszeniert und sorgfältig arrangiert: Die Inszenierung seiner unterschiedlichen Bilder wirkt wie ein Theaterstück. Dabei rückt er scheinbar widersprüchliche Momente und Gesten gekonnt und effektvoll ins Licht. Andreas Mühe gehört zu den renommiertesten deutschen Fotografen. Er porträtierte Angela Merkel, Helmut Schmidt, George Bush und Michail Gorbatschow. Eines seiner bekanntesten Werke trägt den Titel Obersalzberg. Ebenda ist Andreas Mühe mit seiner Kamera auf Spurensuche gegangen, um den Mythos zu erfassen und die Idylle des Nationalsozialismus neu zu sehen und subversiv überzuinszenieren. Mühe beherrscht die Sprache der Macht und der Mächtigen und führt dies immer wieder aufs Neue in seinen Bilderwelten vor. Häufig arrangiert er bestehende soziale Ordnungen neu und bagatellisiert Hierarchien. Sein Ziel ist es, die Macht der Bilder im Auge des Betrachters zu zerstören. „Fotografie sei gut, wenn sie aufwühle. Wenn sie zum Nachdenken anregt. Und wenn sie nicht langweilt“, so Mühe. Wer sich näher mit Andreas Mühes Werken beschäftigen möchte, dem empfehlen wir unbedingt die Ausstellung Subversive Praktiken, die vom 30.06. bis 26.08. in der König Galerie in Berlin gezeigt wird. Ist doch so? Oder am Ende doch wieder ganz anders?
_____
Andreas Mühe – Subversive Praktiken | König Galerie, Alexandrinenstraße 118-121, 10969 Berlin | 30.6.-26.8.2018 | www.koeniggalerie.com | Facebook | Foto: Andreas Mühe, „Empfang Antonio Puri Purini“, Italienische Botschaft, 2009

Champagner!

Bitte einsteigen, nächster Halt: Zeitreise! Schon einmal etwas vom Champagne Train gehört? Der rollt am 30. Juni nämlich nicht nur für einen Tag von Berlin nach Usedom und zurück, sondern versetzt euch direkt auch noch in eine Epoche vor unserer Zeit. Der Retro-Zug aus den Dreißigern fährt einmal im Jahr in das beliebte Feriendomizil an der Ostsee. Während der feucht-fröhlichen Tagesreise könnt ihr stilecht im alten Speisewagen schmausen und den guten Winzerchampagner sowie einige weitere sommerliche Drinks genießen. In Heringsdorf angekommen, wartet dann ein reservierter Bereich mit Strandkörben, Live Band und eigenem Lager auf euch. Der Tag steht dabei voll unter dem Motto Retro-Beach. Von den aufreizenden Zwanzigern bis hin zu den blendenden Achtzigern ist alles erlaubt und erwünscht. Aber keine Sorge – die Promenaden-Flaneure unter euch werden mit Sicherheit auch auf ihre Kosten kommen. Abfahrt ist um 5:30 Uhr (ja, morgens) am Ostkreuz. Berlin wird gegen 23:00 Uhr wieder erreicht. Fahrkarten für den besonderen Trip gibt es für 79,44 Euro oder bei uns. Wir verlosen 2×2 Tickets für die samstägliche Sause. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BERLINER BADEWANNE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
The Champagne Train | 30.06.2018 | Berlin-Usedom-Berlin | Facebook | Tickets: 79,44 €

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 26. Juni 2018 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Es war kompliziert

Ja, so eine Solarstromanlage ist eine feine Sache. Man kann autark seine eigene Energie aus Sonnenkraft produzieren, damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und der Energiewende leisten und nebenbei auch noch eine ordentliche Rendite erwirtschaften. Während die Strompreise in Deutschland weiter steigen, sind die Kosten für eine Photovoltaikanlage außerdem stark gesunken. Mit der produzierten Energiemenge zum Eigenverbrauch kann somit nicht nur Geld gespart werden, Verbrauchern winkt zudem die staatliche Einspeisevergütung für den restlichen Solarstrom, der ins örtliche Stromnetz eingespeist wird. Wo muss ich unterschreiben?! Genau da beginnen die Dinge kompliziert zu werden – oder besser begannen. Denn bisher war der Erwerb einer Anlage unübersichtlich, kompliziert und langwierig. Ab sofort vereinfacht die neue E-Commerce-Lösung des Berliner Tech-Start-Ups EIGENSONNE diesen Prozess drastisch. EIGENSONNE hat den kompletten Prozess – von der Beratung über die Planung und Ausführung bis hin zur Unterstützung bei allen bürokratischen Hürden – neu durchdacht und bietet seinen Kunden den gesamten Service aus einer Hand. Der gesamte Prozess ist effizient durchbaldovert und damit günstig. Mithilfe eines präzisen Online-Tools erhalten interessierte Eigenheimbesitzer in Sekundenschnelle eine erste Renditeanalyse und zeitnah dann das maßgeschneiderte Angebot für die Anlage. Der gesamte Bestellprozess kann dabei schmerzfrei online abgewickelt werden, für Fragen und Beratung stehen die Ingenieure von EIGENSONNE auch per Email, Telefon und Live-Chat zur Verfügung. EIGENSONNE bietet seine Solarstrom-Systeme mit Energiespeicher flächendeckend in ganz Deutschland an, die fachgerechte Installation wird innerhalb eines Tages fertiggestellt. Da muss ich unterschreiben.

_____
EIGENSONNE | www.eigensonne.de

Summe Ecke

Ohne Bienen keine Pflanzen, ohne Pflanzen kein Leben – so simpel könnte man den Wert des kleinsten Nutztieres der Welt in eine Gleichung packen. Die allerdings wäre nicht ganz komplett, denn eigentlich muss es heißen: ohne Pflanzen keine Bienen, ohne Bienen keine Pflanzen, ohne Pflanzen kein Leben. Bedeutet im Umkehrschluss, dass zunehmende Verstädterung, Bebauung von Grünflächen und Wiesen und Monokulturpflege den Lebensraum der Honigbiene schrumpfen lassen. Kein Wunder also, dass man in der Stadt so gut wie keinen lokalen oder regionalen Honig mehr kaufen kann, sondern stattdessen auf Industriehonig aus dem Supermarktregal zurückgegriffen werden muss, der nicht nur lange Transportwege auf sich nehmen muss, sondern unter Umständen auch Rückstände von Schadstoffen und Pestiziden enthalten kann. Zahlreiche Initiativen und Hobbyimker versuchen dem seit einiger Zeit entgegenzuwirken, mit zähem Erfolg. Denn die Vermarktung des lokal produzierten Honigs ist für die meisten einfach zu zeitintensiv und unrentabel. Hier kommt nearBees ins Spiel. Über die Online-Plattform können Honigliebhaber ihren Honig direkt aus der Region bestellen. Das ist gleich mehrfach gut: man unterstützt den lokalen Imker um’s Eck, verzichtet auf die langen Transportwege und leistet einen Beitrag zur Sicherung der biologischen Vielfalt in der Region. Für die beiden Start-Up Gründer Viktoria und Michael steht die Unterstützung der heimischen Imker an erster Stelle. nearBees liefert Details zum Bienenstandort und aus welchen Blüten und Pflanzen der Honig gewonnen wird. Bestellt wird direkt beim Imker, der den Honig ohne Zusatzkosten verkaufen kann. Dieser wird dann versandkostenfrei im innovativen Honigbeutel aus Papier verschickt. Statt der üblichen Firmengeschenke können sich auch Unternehmen mit Honiggeschenken oder einer Bienenpartnerschaft für die heimischen Bienen engagieren. Wir verlosen für alle Honigliebhaberinnen und Honigliebhaber unter euch eine gemischte Box mit unterschiedlichen Honigsorten aus Deutschland. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚SUMMRUM‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
_____
nearBees | www.nearbees.de  | ab 7,70 €

Kategorien: XXXXX | Autor: | Datum: 19. Juni 2018 | Tags: , , , , , , , , Keine Kommentare

Alexis Goertz

 

Das 2 Minuten-Interview

Schon mal deine eigene Brause gemacht? Oder Kimchi, Sauerkraut und Miso? Alexis Goertz ist eine der Gründerinnen von Edible Alchemy von Edible Alchemy. Sudn so etwas wie unsere persönliuche Godmother of Fermentation. Sie kombiniert ungewöhnliche Zutaten oder gewöhnliche Zutaten auf ungewöhnliche Art und Weise und sorgt dann dafür, dass probiotische Bakterienkulturen ihren Job machen können. Und das ist gar nicht so leicht: Manche brauchen eine Dusche, andere ein Milchbad, und die meisten ein Zucker-Frühstück. Was dabei herausgkommt ist immer anders, sehr lecker, haltbar und richtig gut für die Verdauung. Getreu dem Motto „Alles muss man selber machen lassen“ haben wir uns ein paar Survival – und Ernährungstipps aus erster Hand besorgt. Das mit dem Ziegendarm lassen wir besser. Sauerteigbrot, Misobutter und Geschmacksexplosion nehmen wir gern. Ach ja, Alexis ist auch Bakterien-Dealerin oder ‚Bacteria Barista‘, wie sie selbst sagen würde. Tempeh Schimmel, Kombucha SCOBYs, verschiedene Joghurt Kulturen: ‚You name it She’s got it‘.

Name: Alexis Goertz
Alter: 27
Wohnort: Kreuzberg, Berlin
Beruf: Fermentationsexpertin, Coach, Lehrerin – Gründerin von Edible Alchemy und Mother Kombucha
Schuhgröße: 38
Lieblingsgewürz: dieses Jahr ist es Pfeilkresse
Kontakt: alexis@ediblealchemy.co

Wie überlebt man eine Woche im Dschungel? Mit einer Slackline für Spaß, Wasser zum Trinken und einem Messer, um wilde Pflanzen und Kräuter abzuschneiden.

Was ist das Widerlichste, das du je gegessen hast? Als ich in Mozambique gelebt habe, war bei meiner Abschiedsparty das Hauptgericht Ziegendarm gekocht im eigenen Blut. Es schmeckt so, wie man sich Blut und nicht ganz geputzten Ziegendarm vorstellt.

Wer oder was inspiriert dich? Leute, die extreme Körperbewegung machen können, z.B. Akrobaten, Abfahrtsskiläufer, Freikletterer, Tieftaucher.

Wofür gibst du zu viel Geld aus? Glitzer – ich weiß, es ist schlecht für die Umwelt, aber es sieht wunderbar aus und macht mehr Leute froh als wütend.

Kommst du eher nach Mama oder nach Papa? Mamas Persönlichkeit und Neugierde, und Papas Geschäftssinn. Beide sind Macher – egal ob es um ein Auto, ein Kunstprojekt oder den Bau eines Hühnerhauses geht… man kann das selber machen, das haben mir meine Eltern mitgegeben.

Was kann dich richtig nerven? Wenn ich beim Eisladen zwei verschiedene Sorten Eis bestelle, dann mache ich das strategisch: Erst bestelle ich Schokolade, die schmilzt langsamer und dann als zweites ein Obst Sorbet, das schmilzt nämlich schneller. Und die machen das dann andersrum! Da muss man entweder das Eis zu schnell essen und/oder es gibt eine Sauerei.

Verrate uns einen magischen Ort! Über dem Hermannplatz: Man kann von meinem Dach dahin laufen, sich setzen und den ganzen Verkehr und Trubel beobachten, während einen niemand sieht. Die Leute sind viel zu beschäftigt, um nach oben zu gucken.

Welche landestypische Küche fasziniert dich besonders? Ich bin nicht fixiert auf ein bestimmtes Land. Fermentation gibt es auf der ganzen Welt.

Hast du einen ultmativen Restauranttipp für uns? Miss Saigon – wenn man Veganer ist (bin ich nicht, aber bestelle es trotzdem), sollte man den veganen Schweinebauch bestellen. Andernfalls den normalen Schweinebauch nehmen.

Wer oder was warst du in einem früheren Leben? Labrador (lieber die Chocolate Labrador)

Süß oder salzig? Ich bereite eher salziges Essen zu, aber am liebsten esse ich Süßes. Ich liebe Kaffeeklatsch.

Setze den Satz fort: In Berlin… hat man die Freiheit zu machen oder zu sein wie man will, ohne Vorurteile. Deswegen sind die Möglichkeiten sich selbst weiter und intensiver zu entwickeln unendlich.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich koche nicht. Ich fermentiere. Ich kann Sauerteigbrot backen, Misobutter herstellen, verschiedene Kräuter aus dem Kühlschrank nehmen und dann kann ich eine Geschmacksexplosion für euch machen, immer mit was Sprudeligem dazu (Wasserkefir, Kombucha, Wein…). Aber Kochen, das machen zuhause die anderen.

Neben welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Bob Ross (Jaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!!! Anm. d. Red.)

Warum? Damit ich endlich auf einem Langstreckenflug einschlafen kann. Mit einer so entspannenden Stimme.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Wendepunkte des Klimawandels

Was sollte niemand von dir wissen? Mein übertriebener Ehrgeiz und meine Ungeduld.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Wie viel Haustiere habe ich eigentlich?

Das letzte Wort: Alles was entsteht, ist wert, dass es zu Grunde geht. ‚ Faust‘ — Entropy, deal with it.

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 19. Juni 2018 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Werteinstallation

Aha, das Ende des Multilaterismus also soll die Lösung auf die brennenden Fragen usnerer zeit sein? Abschottung und Egoismus vor Gemeinsamkeit und Dialog? Mit unerhörtem Lärm treten jene, die unsere Werte bewahren wollen ebendiese mit Füßen, dehnen die Grenzen des Sagbaren, provozieren, denunzieren, agitieren. Was meinen wir überhaupt, wenn wir von Werten, gar von unseren Werten sprechen? Gibt es Werte, die für alle gleichermaßen gelten sollten? Wie kommen wir überhaupt an diese Werte? Die Ausstellung ‚POpping up values‘, die vom 22. bis 24. Juni im Rahmen von Berlins größtem freien Kunstfestival 48 Stunden Neukölln im Museum für Werte stattfindet, versucht genau diesen Fragen nachzuspüren. Dabei geht es darum, Werte erlebbar zu machen und gleichzeitig anschaulich zu visualisieren. Im Zentrum stehen über 30 Anekdoten zu den Werten Echtheit, Freundschaft und Lebensfreude. Die Ausstellung verfolgt die Grundidee, einen neuen Raum für Erfahrungen und zum Austausch zu erschaffen, in dem man über Werte und ihre Bedeutung nachdenken und sich selbst reflektieren kann. So soll ein nahbarer und authentischer Wertediskurs entstehen. Der Freitagabend startet um 19 Uhr mit einer Vernissage und einer Performance von Shintaro Yamaguchis zum Thema Werte. Am Samstag gibt es parallel zur Ausstellung kurze Implusvorträge von Klara Sucher, Daniel Görtz und Jazmin Medrano und eine Tanzperformance zum krönenden Tagesabschluss.
_____
Museum für Werte | 22.06. – 24.06.2018 | REFORM, Schinkestraße 9, 12047 Berlin | www.wertemuseum.de | Facebook | YouTube | Eintritt frei