Frühstück 3000

Gekommen, um zu bleiben: Nach etwa einem Jahr des Pop-Up-Daseins hat das ‚Frühstück 3000‘ eine dauerhafte Bleibe in Schöneberg gefunden. Das Better-Breakfast-Konzept der drei Gründerinnen und Gründer hat sich voll und ganz der wichtigsten Mahlzeit des Tages verschrieben und bietet Fine Dining schon am Morgen an. Maximiliane Wetzel, Martin Pöller und Lukas Mann sind durch verschiedene Stationen bestens mit der Spitzengastro vertraut und servieren so ein Frühstück der Meisterklasse. Kostproben gefällig? Wie wäre es mit Burrata-Rührei und Kaperntomaten, French Toast mit einer Sanddorn-Orangen-Sauce, Pancakes mit Tonkabohne oder Langos mit Fenchelamaranth und Bergkäse? Mmmh! Damit auch Langschläferinnen und Langschläfer auf ihre Kosten kommen, kann hier bis 17 Uhr ausgiebig geschlemmt werden. Lust auf ein zweites Frühstück bekommen? Wir verlosen einen Besuch für zwei Personen mit Gericht und Getränk eurer Wahl. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚GOLD IM MUND‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Frühstück 3000 | Bülowstr. 101, 10783 Berlin | Mo-Fr 8-17 Uhr, Sa-So 9-17 Uhr | fruehstueck3000.com | FOTO: Krystian Lipiec

EtePastete

Da regt sich was in Oberschöneweide. Es rumort schon seit längerem zwischen Funkhaus Nalepastraße und Altstadt Köpenick. Immer mehr Wohnungen entstehen, immer mehr Unternehmen entdecken den Charme der ehemaligen oberspreeischen Industrieanlagen zwischen Innenstadt und Grün für sich, immer mehr kulturelle und gastronomische Kleinode entstehen neu oder wieder zwischen Spätis und Asia-Imbissen. Keine Frage, OSW kommt und fühlt sich gerade ein wenig so an wie Neukölln oder der ewig kommende Wedding noch vor wenigen Jahren. Unser neuester Liebling ist ein kleiner moderner Tante-Emma-Laden (O-Ton) namens EtePastete am Rathenauplatz direkt gegenüber der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Mit viel Liebe hat das deutsch-französische Paar Elisabeth und François die schöne Immobilie, die 60 Jahre lang eine Fleischerei beherbergte, renoviert und zu einem Feinkostladen umgebaut. An der Theke bestellt man Andraschko Kaffee, französische Bio Salami, Käse und Terrinen, Schoko Brioche, belegte Baguettes und Brote von ‚Le Brot‘ aus der Fuldastraße oder unfassbar leckeres Eis. Im Nebenraum stehen Bio-Getränke, Snacks und vieles mehr in der Kühlung – Tante-Emma-like eben. Zum Kennenlernen verlosen wir einen Geschenkkorb mit den Highlights aus dem EtePastete Sortiment (classic, vegetarisch oder vegan). Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚BEAU PÂTURAGE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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EtePastete | Rathenaustr. 2, 12459 Berlin | Di-Sa 10-19 Uhr | etepastete.berlin | FOTO: EtePastete

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 20. Oktober 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Wald der verlorenen Väter

Wie wird man zu einem besseren Mann? Mit dieser und anderen gesellschaftlichen Fragen beschäftigt sich die Performance-Installation „Wald der verlorenen Väter“ von PATHOS 2000. Dahinter steckt das Regieduo Avi Bolotinsky und Ivana Sokola, die Ende Oktober ihre bereits dritte immersive Arbeit präsentieren. Die Geschichte: Eine Gruppe Männer wohnt im Wald, sie haben ihre Familien vorübergehend verlassen, um zu sich und ihrer Männlichkeit zu finden. Damit sie ihre Sinnkrise überwinden, gründen sie unter dem Motto „Vater, Mann, Mensch“ einen selbstorganisierten Verein. Realität und Fiktion verschwimmen, die BesucherInnen werden Teil der Installation und erleben intime Begegnungen mit den unterschiedlichen Charakteren des Camps. Die Performance findet in Zusammenarbeit mit dem Ballhaus Ost an sechs Terminen in der Malzfabrik statt. Wir verlosen zwei Tickets für die Premiere am 28. Oktober 2020 um 19 Uhr. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚WANN IST EIN MANN EIN MANN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Wald der verlorenen Väter | 28.-31.10. und 2.-3.11., jeweils um 19 Uhr | Malzfabrik, Bessemerstr. 2-14, 12103 Berlin | pathos2000.de/wald-der-verlorenen-vaeter | FOTO: Shai Levy

Sabine Rückert

Sabine Rückert ist nach eigener Aussage verdammt glücklich – und nach unserem Empfinden verdammt sympathisch. Seit vielen Jahren steht die Journalistin, Autorin und Kriminalreporterin als stellvertretende Chefredakteurin an der Spitze der ZEIT und wählt unter anderem die Titelgeschichten für die Seite Eins aus. Aus dem Stegreif könnte sie über nicht entdeckte Tötungsdelikte referieren oder aber mit ihrer Schwester in dem Podcast “Unter Pfarrerstöchtern” klischeebefreit über Gott und die Welt philosophieren. Apropos Pfarrerstöchter: welche Begegnung sie nie vergessen wird, erfahrt ihr weiter unten (Antwort Sieben wird dich begeistern!). Aber keine Sorge: Wir kassieren nichts. Wir lassen alles ganz genau so stehen.

Name: Sabine Rückert
Alter: 59 Jahre
Wohnort: Irgendwo bei Hamburg
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: 40
Lieblingsbuch: „Die Straße“ von Cormac McCarthy
Kontakt: sabine.rueckert@zeit.de oder auf Twitter @alphahuhn

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? (Fast) jeden Abend, wenn ich auf den turbulenten Tag zurückblicke.

Wer gab dir den besten beruflichen Rat und welcher war es? Meine Mutter: „Warte ab und streng Dich an. Irgendwann wirst Du an der Spitze der ZEIT stehen.“ (Das war 1992)

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Großzügigkeit, Fleiß.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat würdest du dir selbst geben? „Studier‘ was Anständiges, auf keinen Fall Kommunikationswissenschaften!“ (Was ich leider studiert habe.)

Was kannst du gar nicht? Fast alles.

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Fast alle, in hübscher Mischung.

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Ein dreistündiges Interview mit der CDU-Generalsekretärin Angela Merkel Anfang 2000. Sie war so witzig und bezaubernd. Leider hat sie die besten Passagen später kassiert.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: „Ja“.

Über welches Thema kannst du eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung? Über nichtentdeckte Tötungsdelikte, also vertuschte Morde.

Verrate uns einen magischen Ort, egal wo auf der Welt! In meinem Garten steht eine dicke Eiche. In ihrem Schatten kann einem nichts geschehen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Ich würde dafür sorgen, dass mehr Frauen in Machtpositionen kommen und auf den Autobahnen maximal 130 gefahren werden darf.

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Fisch auf dem Blech.

Was sollte niemand von dir wissen? Nichts. Ich bin ein offenes Buch.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum sind Sie mit fast 60 Jahren so glücklich?

Das letzte Wort: Ich bin so verdammt glücklich.

FOTO: Vera Tammen für die ZEIT

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 20. Oktober 2020 | Tags: , , Keine Kommentare

Auf nach Minitopia!

Auf nach Minitopia! Dort könnt ihr diesen Monat zum ersten Mal den Minimarkt erleben – eine Mischung aus Einkaufsgemeinschaft, Onlinehandel und Hofladen auf dem Gelände der Community-Stadtfarm in Hamburg-Wilhelmsburg. Um die Wochenendeinkäufe bio, fair und regional zu erledigen, klickt man sich vorab online durch das Angebot von teilnehmenden Höfen, Käsereien, Öl-Mühlen und Bäckereien. Bis zum Wochenende könnt ihr dann eure Bestellungen aufgeben und diese am 30.10.2020 vor Ort abholen. Was es zukünftig auf dem Markt zu kaufen gibt, entscheiden die Besucherinnen und Besucher: Das Gemeinschaftsprojekt „Minitopia“, initiiert von der lieben Käthe Schäfer und der tollen Stevie Engelbrecht, lebt schließlich vom Austausch und Miteinander. Seit 2017 reihen sich hier Hochbeete statt Hochhäuser aneinander und führen euch mit unverstelltem Blick eine grüne Utopie vor Augen.
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Minitopia Minimarkt | minimarkt-minitopia.de | FOTO: Unsplash|Markus Spiske

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 20. Oktober 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Aufguss mit Aussicht

Nebelschwaden über dem Wasser und den Duft von Latschenkiefer in der Nase: Am Ostufer des Brandenburger Werbellinsees, einem der schönsten Seen Deutschlands, mit kristallklarem Wasser und besonders viel Naturidylle drumrum, lädt eine schwimmende Sauna zu ausgiebigen Schwitzsitzungen in unvergleichlicher Atmosphäre. Das Saunafloß ist ganzjährig mietbar (außer der See ist zugefroren). Die hyggelige Saunatonne wird mit einem Holzofen beheizt und bietet Platz für bis zu sechs Personen. Für den Extra-Komfort verfügt das Floß neben der eigentlichen Sauna noch über eine Dusche, eine Badeleiter und eine Natur-Toilette. Ein Führerschein ist nicht notwendig, um die einzigartige Sauna auf dem und über das Wasser fahren zu dürfen. Und weil wir es euch von Herzen gönnen, verlosen wir drei Stunden auf dem Saunafloß im Wert von 210 Euro. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚KEIN SCHWEISS AUFS HOLZ‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Saunafloß | saunafloss.info | FOTO: Dirk Engelhardt

Julia Möhn

Möchte man nicht missen: Die Bekanntschaft mit der wunderbaren Julia Möhn! Ihres Zeichens Journalistin, Podcast-Moderatorin bei “Wir arbeiten dran” und Mitorganisatorin des “EMOTION Women’s Days“, der in diesem Jahr aus Gründen rein digital stattfinden wird. Die Hamburgerin ist seit über 20 Jahren für unterschiedliche Frauenmedien aktiv. In ihren eigenen vier Wänden würde sie wohl am liebsten Jane Fonda zu Moules Frites empfangen, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt wäre, ein Buch herauszubringen und das Weihnachtsalbum von RADAU! in Dauerschleife zu hören.

Name: Julia Möhn
Alter: 48
Wohnort: Hamburg
Beruf: Journalistin
Schuhgröße: 39
Lieblingswort: okay
Kontakt: auf Twitter @JuliaMoehn

Die ganze Welt hört dir zu. Was sagst du? Wie kommen wir vom Liken ins Handeln?

Wann macht dich deine Arbeit glücklich? Wenn ich Leserinnen, Podcast-Hörerinnen und Konferenz-Teilnehmerinnen tolle Frauen vorstellen kann, auf den EWDs zum Beispiel die Professorin Linda Scott, die ihr Leben lang dazu geforscht hat, wie Frauen aus der Wirtschaft ferngehalten werden.

Wann hast du das letzte Mal von Herzen gelacht und warum? Über Lucas Englander in der Politik-Serie „Parlament“ (ARD Mediathek) wegen der Kombination gemein und liebenswürdig.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Gender Reveal Partys. (SCHERZ!)

Was würdest du tun, wenn du jeden Tag eine Stunde mehr Zeit hast? Gott, ich hoffe, was Gutes lesen.

Mit welcher Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen? Natürlich Jane Fonda.

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre der? Frauen-Harmonien von „The Staves“ plus – tochterbedingt – das Weihnachtsalbum von RADAU! Ungefähr ab jetzt bis zum 24. Dezember.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Im Sommer Urlaub in Brandenburg, toll!

Was kann Hamburg was Berlin nicht kann? „In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung.“ (Bernd Begemann)

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Bis 2020: Ob sie mir in die Augen schauen. 2020: Ob sie während des Zoom-Termins Mails checken.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Moules Frites.

Was sollte niemand von dir wissen? Wie schlecht ich „nein“ sagen kann.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Autofreie Sonntage wieder einführen, Radwege ausbauen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was sagst du zur Transferpolitik vom FC St. Pauli?

Das letzte Wort: Das mit „Frauen unterstützen sich nicht gegenseitig“ stimmt nicht.

FOTO: Caren Detje

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 13. Oktober 2020 | Tags: , , , Keine Kommentare

Sonne in der Tasche

Der Duft von Sonnencreme liegt in der Luft, im Hintergrund läuft Italo Disco in Dauerschleife und vor uns liegt nur türkisblaues Wasser. Urlaub in Italien! Marcella und Elena erinnern uns mit ihrem Label „Rimini Rimini“ daran, dass immer irgendwo gerade Sommer ist, und die italienische Adria nur einen Tagtraum entfernt liegt. Die Stoffe für die handgearbeiteten Rucksäcke und Taschen stammen von ausrangierten Sonnenschirmen, die ihr vorheriges Leben an der adriatischen Riviera verbracht haben. Mit vertrauten Mustern und Farben katapultieren uns die Retro-Designs zumindest in Gedanken genau dorthin. Die maritimen Details machen jedes Produkt zum Hingucker und perfekten Alltagsbegleiter. Neben großen und kleinen Taschen finden sich auch Laptophüllen, Geldbeutel und Bauchtaschen im farbenfrohen Sortiment. Wir verlosen zweimal das Modell „Villamarina“ an die besonders Fernwehgeplagten unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „MAILAND ODER MADRID, HAUPTSACHE ITALIEN“ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Wir sind dann mal am Strand.
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RIMINI RIMINI BAGS | ab 20,00 € | riminiriminibags.com | FOTO: Claudia Ferri

Jackpot, Baby!

Wenn man denkt, man hat schon alles gesehen, hat man plötzlich den Jackpot in der Hand. Die 5 Minuten Terrine in Bio und mit Jackfruit statt Tierhack ist die neueste Idee von Stefan Fak, dem weltweit ersten (und vermutlich einzigen) Risolier aka Reisfeinschmecker und -fachmann. Der Gründer von ‚Lotao‘ spürt seit 2011 exotische, ehrliche und nachhaltig produzierte Lebensmittel in Asien auf und sorgt mit seinem Sortiment an Bio-Produkten für Abwechslung in der Küche. Neben besonderen Reis-Sorten wie schwarzem oder rotem Vollkornreis gehören jede Menge Zuckerspezialitäten, schmackhafte Fleischalternativen und Snacks wie Snakefruit-Chips und vielem mehr dazu. Oberstes Ziel: Das Frucht-Fleisch ganz einfach in den kulinarischen Alltag integrieren – als Fleischbällchen, Gulasch oder eben die eingangs erwähnte Jackpot-Mahlzeit in zwei Geschmacksrichtungen! Deckel auf, Wasser rein, umrühren, lecker! Die komplett natürlichen und küchenfertigen Produkte lassen sich im Handumdrehen und kinderleicht zubereiten. Wir verlosen fünf Jackfruit-Probierpakete für Besseresser. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚JACKPOT, BABY!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Lotao | lotao.com | FOTO: Lotao

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 13. Oktober 2020 | Tags: , , , , , Keine Kommentare

Von inne nach außen

Genau sechzig Jahre ist es her, dass „die Pille“ als Mittel für die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Frau gefeiert wurde – trotz Nebenwirkungen und möglicher Unverträglichkeiten. Seither kamen zahlreiche mehr oder weniger praktische Alternativen auf den Markt, von der Spirale bis hin zu unterschiedlichen Temperaturmessmethoden. Das Berliner FemTech Start-up inne verfolgt nun einen radikal neuen Ansatz zur Fruchtbarkeitsüberwachung und hilft Frauen dabei, ihren eigenen Zyklus entschlüsseln. Über vier Jahre lang arbeitete Gründerin und CEO Eirini Rapti mit einem Expertenteam an der Entstehung einer weltweit neuen Methode des Hormon- und Zyklustrackings, samt Hardware und mobiler App. An der Schnittstelle von Wissenschaft und Technologie nutzt die inne-Methode die Informationen des eigenen Zyklus, um eine Bestimmung der fruchtbaren oder unfruchtbaren Tagen von „innen heraus“ zu ermöglichen. Anders gesagt: Statt künstlich hergestellte Hormone einzunehmen oder einzuführen, fokussiert sich inne auf die Beobachtung des körpereigenen Hormons Progesteron, das für die mögliche Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielt. Durch die tägliche Messung des Progesteronspiegels im Speichel entsteht ein individueller Algorithmus, der Frauen ihren Fruchtbarkeitsstatus ablesen und Muster erkennen lässt egal, ob es darum geht schwanger zu werden, eine Schwangerschaft zu vermeiden oder andere hormonelle Begleiterscheinungen wie Akne, Haarausfall oder Stimmungsschwankungen nachzuvollziehen. Dabei besticht inne in Sachen Hard- und Software, nicht nur durch wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch durch den hohen Anspruch an Design und Ästhetik. Das mini Lab ist so schön, dass man es direkt auf dem Nachttisch stehenlassen möchte. Wir verlosen einen inne-Reader im Wert von 179,00 Euro inklusive eines Dreimonatspakets der innovativen inne-Strips. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚INNSIDE OUT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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inne | inne Reader 179,00 € (Early Bird) | inne.io | FOTO: inne

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 06. Oktober 2020 | Tags: , , , , , , Keine Kommentare

Gott wohnt im Wedding

Wer würde nicht gespannt zuhören, wenn die eigenen vier Wänden davon erzählen könnten, was sie schon alles erlebt haben? So ein Haus beherbergt schließlich über viele Jahrzehnte die verschiedensten Menschen, samt ihrer kleinen und großen Lebensgeschichten. Der Roman „Gott wohnt im Wedding“ erfüllt uns diesen Wunsch und erzählt vom Wedding und seinen BewohnerInnen. Dort, im Haus in der Utrechter Straße, verknüpfen sich die Geschichten der unterschiedlichen ProtagonistInnen. Dabei taucht Regina Scheer, Autorin und Historikerin aus Ost-Berlin, mit jeder Person in eine andere Epoche des letzten Jahrhunderts ein und lässt die Leser zu ZeitzeugInnen werden. Im Mittelpunkt stehen die Erlebnisse von politisch Verfolgten: Juden, Roma und heutige MigrantInnen. Sie alle hinterlassen ihre Spuren in dem Weddinger Mietshaus, erleben die Hauptstadt aus ihrer ganz eigenen Perspektive und sind doch miteinander verbunden. Unter allen, die jetzt sofort draufloslesen möchten, verlosen wir drei druckfriche Exemplare. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚SPRICH ZU DER WAND‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Gott wohnt im Wedding | 12,00 € | Shop | FOTO: Penguin Verlag

Anna-Lena & Henrike-Marie Gerber

Die Zwillinge Anna-Lena & Henrike-Marie sind nicht nur von Geburts wegen ein unzertrennliches Duo, sondern auch die Gründerinnen von Mello. Die geniale Eltern-App bringt zusammen verbindet Gleichgesinnte, Schwangere, Mütter, Väter und und und. Ziel ist es, durch die App ein starkes Support-System im eigenen Kiez aufzubauen, gegenseitige Kinderbetreuung für Playdates zu organisieren oder sich einfach digital auszutauschen. Bleibt nur noch eine Frage offen: wieso haben die Zwillinge unterschiedliche Schuhgrößen?

Name: Anna-Lena Gerber / Henrike-Marie Gerber
Alter: 30 / 30
Wohnort: Berlin / Berlin
Beruf: Gründerin und Geschäftsführerin / Gründerin von Mello
Schuhgröße: 38 / 39,5
Lieblingsapp: Mello App natürlich…und die Yousician App, mit der versuche ich momentan singen zu lernen :P / Headspace
Kontakt: anna@mello-app.de / henrike@mello-app.com

Was machst du morgens als allererstes?
Anna-Lena: Meinem Freund einen Guten-Morgen-Kuss geben und noch paar mal auf den Snooze-Knopf beim Handyalarm drücken.
Henrike: Glas Wasser mit einem Spritzer Zitrone trinken.

Was schätzt du an deiner Schwester am meisten?
Anna-Lena: Henni hat immer Ideen, wie man anderen Menschen eine Freude bereiten kann…mit kleinen liebevollen Mitbringseln, kleine Geschenke, liebevoll gestaltete Karten. Das bewundere ich an ihr!
Henrike: Dass sie den Mut hatte, dieses Unternehmen aufzubauen und selbst wenn es oft auch schwer war, einfach immer weiter gemacht hat. Und ich schätze ich ihre Authentizität. Außerdem liebe ich ihre Witze – sie bringt mich immer so zum Lachen.

Warum machst du den Job, den du heute machst?
Anna-Lena: Weil ich eine Möglichkeit gesehen habe, ein Problem zu lösen, und mich diese Idee dann nicht mehr losgelassen hat. Familien brauchen momentan mehr denn je das Gefühl, nicht alleine zu sein. Es fühlt sich toll an, dass aus einer Ideen nun ein echtes Produkt, eine App, ein Unternehmen geschaffen wurde.
Henrike: Ich habe tatsächlich zwei Jobs. Ich arbeite sowohl für Mello, als auch für die Unternehmerin Franziska von Hardenberg. Beide Jobs machen mir gerade wegen der Kombi so viel Spaß und ergänzen sich super. Ich liebe die Abwechslung und den Austausch, an und mit beiden zu wachsen.

Was hast du in den letzten Wochen über dich selbst gelernt?
Anna-Lena: Ich habe realisiert, dass ich viel produktiver und glücklicher bin, wenn ich nicht alleine im Homeoffice arbeite, sondern mit dem Team im Büro.
Henrike: Dass ich ganz viel Natur und Wald brauche, und davon immer nochmal ne Portion mehr, als ich denke.

Könntest du dir ein Leben ohne Internet vorstellen?
Anna-Lena: Ich kann es mir kaum noch vorstellen. Ich glaube aber, das wäre ein tolles Leben. Mehr Natur und Abenteuer draußen in der echten Welt vielleicht?
Henrike: Ja, ich bin eigentlich eh nicht so die Surfmaus. Ich treffe mich viel lieber draußen mit Freunden.

Woran merkst du, dass du erwachsen geworden bist?
Anna-Lena: Wenn ich manchmal nachts am Wochenende in der U-Bahn sitze, die Menschen im Schnitt jünger aussehen, und ich mich genervt vom Lärm fühle, dann denke ich, ich bin erwachsen geworden.
Henrike: An meiner Steuererklärung.

Ohne was verlässt du nie das Haus?
Anna-Lena: Ohne nicht drei mal meinen Schlüssel vorher gesucht zu haben.
Henrike: Seit sechs Monaten – meine Maske.

Was ist dein wertvollster Besitz?
Anna-Lena: Meine Henni! Und meine Tagebücher aus der Grundschulzeit… es ist jedes Mal wieder ein Genuss, die durchzulesen!
Henrike: Meine Erinnerungen.

Wann hast du dir das letzte Mal gewünscht, dass der Tag nie aufhört?
Anna-Lena: Momentan wünsche ich mir das fast täglich. Ich nehme mir einfach zu viel vor und schaffe dann nur ein Drittel meiner festgelegten To-Do’s.
Henrike: Vor zwei Wochen, als ich campen war und Sternschnuppennacht war. Obwohl, da wollte ich ja, dass die Nacht nie aufhört…

Welche ist deine früheste Erinnerung?
Anna-Lena: Stickeralben sortieren und tauschen mit Henni. Sie war die Stickerkönigin auf dem Schulhof und ich durfte ihre Assistentin sein!
Henrike: Die Eingewöhnungszeit in der Kita, wo ich mich immer unter Mamas Rock versteckt habe, damit sie mich aus Versehen wieder mit nach Hause nimmt.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Anna-Lena: Bedingungsloses Grundeinkommen einführen.
Henrike: Ängste und Wut den Menschen entziehen, dafür ganz viel Mut und Empathie einpflanzen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Anna-Lena: Ich würde einen griechischen Sommersalat machen. Kochen ist nicht meine Stärke, aber der ist mir bis jetzt immer gelungen.
Henrike: Auf jeden Fall etwas Gesundes. Vielleicht einen Auberginenauflauf. Und natürlich am Ende ein Dessert mit Schoki.

Was sollte niemand von dir wissen?
Anna-Lena: Wie ungerne ich für andere koche. :-P
Henrike: Das, was in meinem Tagebuch steht.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Anna-Lena: Wie würde dich deine Schwester beschreiben?
Henrike: Was wolltest du früher werden, als du klein warst?

Das letzte Wort:
Anna-Lena: Übergebe ich an Henni.
Henrike: Tschüssikowksi!

FOTO: Atsushi Kakefuda

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 06. Oktober 2020 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Lieblingsitaliener

Es gibt Italiener, die man gerne für ein nettes Abendessen weiterempfiehlt – und es gibt die „Hostaria del Monte Croce“, in die man am liebsten sofort einziehen möchte. Gut versteckt in einem zweiten Hinterhof, darf sich das Restaurant auch über dreißig Jahre nach der Eröffnung noch zu den Geheimtipps in Kreuzberg zählen. Dabei ist die familiär eingerichtete Backstein-Remise alleine schon einen Besuch wert, die beamt einen direkt und ohne Umweg in das Land der blühenden Zitronen. Auf die Tische kommt ein monatlich wechselndes 8-Gänge-Menü mit allem oder vegetarisch und inklusive Wein, Wasser, Kaffee und Digestivo. Ersteren kann man sich selbst aus einem urigen Holzfass ins Glas laufen lassen. Mamma mia! Wer nicht genug vom Dolce Vita bekommt, sollte sich schnellstens einen Tisch reservieren oder bei uns einen Abend für Zwei im Wert von 130 Euro gewinnen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚O SOLE MIO‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Hostaria del Monte Croce | Mittenwalder Str. 6, 10961 Berlin | Di-Sa 19-23 Uhr | hostaria.de | FOTO: Hostaria del Monte Croce

Kugelkulturspäti

Warum eine ruhige Kugel schieben, wenn das auch mit DJs und netter Begleitung geht? Die Kugelbahn lädt seit fast zwanzig Jahren zu guten Gesprächen und Kegelrunden in Gesundbrunnen ein – nächstes Jahr soll damit aber endgültig Schluss sein. Die Baulücke zwischen Plattenbauten muss dann einem anderen Projekt weichen, aber bis dahin wollen die Besitzerinnen Jess und Ann die Kugel… äh, die Fahne hochhalten. Durch die aktuelle Corona-Situation ist die Kegelbahn aus den 50er Jahren allerdings nur auf Anfrage und für kleine Gruppen zu mieten. Um deswegen nicht vorzeitig schließen zu müssen, haben sich die beiden ein neues Konzept überlegt, und die Kugelbahn um einen Kulturspäti erweitert. Neben einem fein selektierten Abendprogramm gibt es in den ehrwürdigen Räumlichkeiten nun auch Lieblingsprodukte von lokalen Herstellern zu kaufen, darunter Uckermarker Schnaps, Seifen oder Honig aus dem Wedding.
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Kugelbahn Kulturspäti | Grüntaler Str. 51, 13359 Berlin | täglich 12-23 Uhr | kugelbahnwedding.com | FOTO: Jess Schmidt

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 06. Oktober 2020 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

Das vierte Trimester

Mit der Geburt endet die Schwangerschaft und das Muttersein beginnt. Jede Frau, die das Glück hatte, ein Kind auf diese Welt zu bringen, weiß, dass das so nicht ganz stimmt. Denn weder beginnt die Mutterschaft erst mit dem ersten Schrei, noch endet damit diese besondere außergewöhnliche Zeit der körperlichen und seelischen Verbindung, der absoluten Ausnahmesituation, der hormonellen Achterbahn. Im Gegenteil, nichts ist mehr wie vorher und nichts scheint mehr an seinem Platz. Die Autorin und Doula (Geburtsbegleiterin) Stephanie Johne beschäftigt sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Frauengesundheit. In ihrem aktuellen Projekt „Milk & Mother“ widmet sie sich ganzheitlich dem Thema Wochenbett, dem sogenannten vierten Trimester der Schwangerschaft. Es geht um physische und psychische Herausforderungen, Freuden und Sorgen sowie alle möglichen Fragen rund ums Frausein. Mithilfe von Experteninterviews, Achtsamkeitsritualen und spezieller Kräuterkunde möchte sie andere Mütter in ihrem ersten Jahr nach der Schwangerschaft begleiten und ihnen den Halt geben, den sie sich selbst nach der Geburt ihres Sohnes gewünscht hätte. Dabei bedient sie sich an den verschiedenen Lehren wie Ayurveda, TCM oder Reiki und berührt Themen wie “Vaginal Steaming” und “Belly Binding”. Bis zum 11. Oktober 2020 sucht sie UnterstützerInnen im Zuge einer Crowdfunding Kampagne auf startnext, um die erste Auflage ihres Buches zu verwirklichen. Wir.wollen.das.lesen! Ihr seid dran, Muttis!
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Milk & Mother Crowdfunding-Kampagne | startnext.com/milk-and-mother | Video | FOTO: Oliver Neunteufel

Julia Emmert & Ossian Vogel

Ossian Vogel entwarf mit 16 Jahren sein erstes Bike, ein Liegefahrrad. Im selben Jahr ging er als Helikopter-Fan in die USA, um dort eine Ausbildung zum Berufspiloten und Fluglehrer zu absolvieren. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er eine Firma für ferngesteuerte Luftschiffe für Film-und Fotoeinsätze. Im Jahr 2016 gründeten er und die Online Marketing Expertin Julia Emmert Urban Drivestyle als erste „All Electric“ Verleihstation für E-Mobility auf Mallorca. Inzwischen ist ihr Unternehmen zum Vorreiter und Wegbereiter der Verkehrswende geworden. Die Urban Drivestyle E-Bikes wollen in keine Schublade passen (Anm. d. Red.: Dafür sind die Fatwheels auch einfach viel zu fat). Sie verbinden spannendes Retro-Design mit kompromissloser Funktionalität und ersetzen so mühelos Autos und andere mit fossilen Brennstoffen betriebene Fahrzeuge. Julia, die kein Auto fährt, und Ossian, der ganz nebenbei gerade an einem Elektro-Flugzeug arbeitet, sind übrigens auch privat ein Paar. Umso spannender die unterschiedlichen Antworten auf unsere Fragen. Enjoy!

Name: Julia Emmert / Ossian Vogel
Alter: 39 – noch genau 19 Tage lang / 48
Wohnort: Palma, Mallorca / Berlin & Palma
Beruf: Online Marketing Expertin / Produktentwickler & Unternehmer
Schuhgröße: 39 / 44
Lieblingsohrwurm: Echt jetzt? Ich bin total unmusikalisch. „The simple bear necessities“ aus dem Dschungelbuch. Davon gibts ein nettes Duett von meiner Tochter mit ihrem Opa. / „Nothing else matters“ von Metallica
Kontakt: hello@urbandrivestyle.com

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?
Julia: Spaß, was für Spaß? Das ist bitterer Ernst. Nee, echt jetzt: Unsere Kunden happy auf unseren Bikes zu sehen, macht mich jedes Mal sehr glücklich.
Ossian: Dass er eigentlich kein Job ist, sondern eine Passion. Und dass jeden Tag Menschen ihr Leben ändern mit Hilfe eines meiner Produkte.

Du begegnest deinem 18-jährigen Ich. Welchen Rat gibst du dir?
Julia: Genieße die Freiheit. Trau dich, Dinge auszuprobieren.
Ossian: Mach mal langsam, du hast noch wirklich sehr viel Zeit… Mit 18 glaubt man ja, mit 28 sei man schon alt.

Was wäre eine Sache, die du uns beibringen könntest?
Julia: Multitasking, in Europa neu anfangen – ich hasse das Wort „Auswandern“.
Ossian: Das weiß ich nicht, was glaubt ihr denn, was ich euch beibringen könnte?

Julia, beschreibe Ossian in einem Satz:
Leicht autistischer, kreativer Querdenker, der sich nicht an Konventionen gebunden fühlt, sehr wissenshungrig und talentiert.

Ossian, beschreibe Julia in einem Satz:
Julia ist extrem lernfähig und kann wunderbar beobachten, ich vertraue ihrem Instinkt in fast allen Lebenslagen!

Für welche drei Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?
Julia: Meine Tochter, das Privileg in Europa zu leben… meine Familie.
Ossian: Für meine freie und gewaltlose Erziehung, für das Glück, in einer weitgehend freien Gesellschaft und speziell in Europa zu leben und natürlich für meine Familie…

Du hast Besuch von Freunden, die zum ersten und letzten Mal auf Mallorca sind. Was macht ihr?
Julia: Oh Gott, ganz furchtbar, die denken immer, man hat hier nix zu tun und ist nur im Urlaub. Also angenommen, ich hätte frei: Lecker Paella essen, Lieblingsstrand beschnorcheln und vor allem viel ratschen und Wein trinken.
Ossian: Einen Stein ins Meer werfen.

Was war dein letzter Fehlkauf?
Julia: Eine Einhornkuchenform.
Ossian: Ein 1982er Land Rover Defender, der nach drei Wochen auseinander fiel.

Was ist die großartigste wahre Geschichte, die du gehört hast?
Julia: Woher weiß man, ob eine Geschichte wahr ist?
Ossian: Ganz ehrlich? Kann ich nicht sagen… darf ich googeln?

Wie alt wärst du gerne für immer?
Julia: 4.
Ossian: So grob um 35 Jahre, das ist so der Sweet-Spot zwischen jugendlich und reif.

Was kann jeder heute tun, damit wir alle eine glücklichere Zukunft erleben?
Julia: Auf Ressourcen achten. Seine eigenen und die des Planeten.
Ossian: Zum Beispiel das Auto einfach mal stehen lassen und stattdessen laufen oder Rad fahren. Oder nur einmal die Woche Fleisch essen. Oder einmal die Woche bei einem lokalen Anbieter kaufen.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?
Julia: Schwere Frage – man denke an den Fischer und seine Frau. Den Klimawandel anhalten.
Ossian: Ich ändere gerne das, wozu ich die Macht habe, und denke nicht darüber nach, was ich nicht ändern kann. Deshalb baue ich alternative Fahrzeuge, die Autos ersetzen können statt mich über Autos zu beschweren.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?
Julia: Je nach Jahreszeit – ich kaufe eigentlich meistens lokal. Aber wahrscheinlich Mangold-Lasagne. Wird von allen geliebt und ich kann mich nicht in der Chili-Menge vergreifen.
Ossian: Das hängt von der Jahreszeit und dem Anlass ab… Ich koche am liebsten mit regionalen und saisonalen Zutaten, daher entscheide ich oft erst am Marktstand.

Was sollte niemand von dir wissen?
Julia: Würdet ihr es denn für euch behalten?
Ossian: Wie es in meinem Kleiderschrank aussieht…

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?
Julia: Woher kennst du Ossian?
Ossian: Was ist dein Spitzname?

Das letzte Wort:
Julia: Sei Pippi, nicht Annika.
Ossian: So soll es also sein.

FOTO: Urban Drivestyle/Thorsten Schoof

Fahrt ins Grüne

Der Natur auf den Fersen: Jenseits des Massentourismus konzentriert sich die Buchungsplattform „naturhäuschen.de“ auf wildromantische Unterkünfte in ganz Europa. Mit über 15.000 Ferienhäusern in oft außergewöhnlicher Lage findet sich garantiert die passende Schlafgelegenheit für eine Auszeit im Grünen. Hinter der Idee stecken die beiden Brüder und Umweltschützer Tim und Luuk aus den Niederlanden, die schon in ihrer Kindheit ihre Zeit am liebsten draußen verbracht haben. Verschiedene Kategorien wie „Mitten im Nirgendwo“, „In den Bergen“ oder „Auf dem Polder“ helfen dabei, genau das richtige Häuschen zu finden. Ob Tiny House, Chalet oder Jurte, hier gibt es garantiert das perfekte Plätzchen auf Zeit. Also Handy aus, nix wie raus und nirgendwo an- und runterkommen. Schönes Add–on: Seit August dieses Jahres wird für jede gebuchte Nacht ein Euro an ausgesuchte Naturprojekte gespendet.
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naturhäuschen.de | naturhaeuschen.de | FOTO: naturhäuschen.de

Niemals selten manchmal immer

Die Autorin und Regisseurin Eliza Hittmann erzählt in ihrem Kinofilm „NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER“ die Geschichte zweier Teenager-Mädchen, die sich von ihrem Heimatstaat Pennsylvania auf nach New York machen. Denn Autumn ist ungewollt schwanger, doch als Minderjährige ohne elterliche Zustimmung nicht dazu berechtigt einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Sie weiht ihre Cousine und beste Freundin Skylar ein und so beginnt ihre Reise über die Staatsgrenze ins Ungewisse. Es geht um Freundschaft, Mut und Selbstbestimmung. Mit dem preisgekrönten Publikumsliebling der diesjährigen Berlinale thematisiert Hittmann die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und die damit verbundenen Probleme rund um weibliche Selbstbestimmungsrechte und Gesundheitsversorgung. Zu sehen gibt es den Film in den deutschen Kinos ab dem 1. Oktober 2020 – wir verlosen 2 x 2 Freikarten. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „LETZTE REIHE“ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER | deinkinoticket.de/niemals-selten-manchmal-immer | ab 01.10.2020 im Kino | FOTO: ©2020 Focus Features, LLC. All Rights Reserved

Kida Ramadan

Kann man Kida Ramadan vorstellen, ohne seine Rolle als „Tony Hamady“ in der TNT-Serie „4 Blocks“ zu erwähnen? Klar, schließlich pflanzt der Mann demnächst mitten in Berlin Orangenbäume. Oder war das anders herum? Fakt ist, bei seinem neusten Projekt „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ steht der waschechte Kreuzberger (geboren im Libanon, aufgewachsen in Xberg, ehemaliger Boule-Spieler, Breakdancer und Rigipsschlepper) zum ersten Mal nicht nur vor sondern auch hinter der Kamera. Darauf freuen nicht nur wir uns sehr. Vielen Dank für das sehr sympathische Interview, Mr. Nobody.

Name: Kida Ramadan
Alter: Im Herzen bleibe ich auf ewig 5!
Wohnort: Kreuzberg
Beruf: In erster Linie versuche ich zu leben. Und manchmal bin ich auch Schauspieler und Regisseur.
Schuhgröße: 44
Lieblingsfilmzitat: Hasta la vista, Baby!
Kontakt: instagram.com/orangenbaum_berlin

Beschreibe deinen neuen Film in einem Satz: Eine außergewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung, die Suche nach Heimat und einen Wettlauf mit der Zeit. Und das alles mitten in Berlin gedreht! Und wenn ich ihn in einem Wort hätte beschreiben sollen, dann wäre es: Freiheit.

Wie motivierst du dich? Das einzige was ich dafür brauche: jeden Morgen meine Frau und die Kinder in den Arm zu nehmen.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest? Nobody’s perfect. My name is nobody.

Was war dein übelster Job bisher? Das war dann wohl: Rigips schleppen auf der Baustelle!

Du liest ein Buch und stellst fest, dass es ein Roman über dein Leben ist. Liest du weiter? Ja klar! Ich will doch wissen was passiert!

Was müsste dringend noch erfunden werden? Wie man Filme ohne Förderung produzieren kann!!!

Bitte vervollständige: In Berlin… wächst kein Orangenbaum. Aber ab 24.9. schon! Erstmal auch NUR in Berlin!

Wovon hast du keine Ahnung? Von Autos…

Eine Begegnung, die du nie vergisst: Zwischen Tom Hardy und Jude Law im Jogger zu sitzen. Das war 2017 bei der Verleihung der C21 International Drama Awards. Surreal!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Ich würde dafür sorgen, dass endlich FRIEDEN herrscht.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ich frag mal meine Frau, vielleicht hilft sie mir.

Was sollte niemand von dir wissen? Das kann ich hier nicht sagen… soll ja niemand wissen!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist der beste Film der Welt? Darüber kann ich nämlich stundenlang reden. Gute Filme können das einfach.

Das letzte Wort: In Berlin wachsen manchmal auch Orangenbäume.

FOTO: Tim Rosenbohm / Port au Prince Pictures

Unser täglich Brot

Mitten in Charlottenburg wird die Berliner Stulle salonfähig gemacht: Das Café und Bistro „Die Stulle“ überzeugt seine Gäste nämlich durch überragende Brot-Stapel-Kreationen. Da gäbe es die Variante mit Brandenburger Bio-Leberkäse, Dijon-Senf-Frischkäse und Spitzkohlsalat, das Bio-Hausbrot mit marinierter Rauke, gefüllten Portobello und Tomaten-Mandel-Kräuterquark oder das Röstbrot zum Selbstzusammenstellen mit wahlweise Pastrami oder Käse und natürlich ganz viel Guacamole. Marlene und Anne, die zwei hinter der Theke, sind längst keine Newbies mehr im Stullen-Business und schaffen es durch ihre bedachte Auswahl an regionalen Lieferanten und Bio-Zutaten immer wieder neue Leckereien in die Auslage zu zaubern. Und da der Mensch sich nicht nur von Brot und Liebe ernähren kann, werden in dem Charlottenburger Frühstückstempel auch täglich verschiedene Bowls, Suppen und Smoothies serviert. Wir verlosen unter allen Stullen-Liebhabern ein Frühstück vor Ort für zwei. Schreibt dafür eine Mail mit dem Betreff ‚STULLE GEHT IMMER‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Die Stulle | Carmerstr. 10, 10623 Berlin | Mi-Mo 9-17.30 Uhr | die-stulle.com | FOTO: Die Stulle