Drei Sekunden Jetzt

Die Gegenwart, das Jetzt, dauert in etwa drei Sekunden. In diesem Zeitraum können wir Ereignisse unmittelbar zusammen bringen, wie etwa die Tonfolge in einer Melodie. Bekommt das Gehirn dann keine neuen Reize, wird ihm langweilig und es konstruiert einen neuen Moment der Gegenwart. Zugegeben, das ist etwas vereinfacht ausgedrückt, aber es wird gleich noch einmal wichtig. Ganz am Ende von Nord-Neukölln, kurz vor der gerade im Bau befindlichen Autobahnerweiterung steht quasi im Kanalknick unweit des Estrel Hotels eine alte, denkmalgeschützte Industriehalle. Und genau dort präsentiert des „Museum of Now“ ab morgen und noch bis zum 27. Oktober Werke von renommierten sowie aufstrebenden, zeitgenössischen und Urban-Art-Künstlern aus aller Welt. Die Ausstellung sucht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und fokussiert dabei auf das Jetzt. Also quasi alle drei Sekunden davon. Zu sehen sind unter anderem Lichtskulpturen, überdimensionale Plastiken, afrikanische Portraits, japanische Anime-Installationen, moderne Aquatint-Arbeiten oder abstrakte Fotografien von Künstlern wie Amoako Boafo, Deus Ex Lumina, Robert Elfgen, Viktor Frešo, Marius Glauer, Denis Haračić, The Krank und vielen mehr. Außerdem wird eine Soundinstallation die Industriehalle 288.000 mal mit einem sich wiederholenden Ton erfüllen – dem Herzschlag der Ausstellung, der alle drei Sekunden erklingt. Nach der Einleitung wissen wir nun auch warum. Kuratiert wird die Ausstellung von Denis Leo Hegic, Michelle Houston, Jan Fiedler und Katia Hermann. Präsentiert wird das „Museum of Now“ von der Berlin Art Society und dem Estrel Berlin.
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Museum of Now | museum-of-now.com | 18.-27.10.2019 | täglich 14-20 Uhr | Eintritt frei | FOTO: Museum of Now

But first and last coffee

Zugegeben: Es gibt in Berlin jede Menge tolle Cafés und kleine Oasen. Es mangelt also nicht an Möglichkeiten, um frisch gebrühten, fair gesourcten, qualitativ hochwertigen Kaffee zu bekommen. Allein die Qualität hat ihren Preis und so gehen für die Lieblingsröstung mit aufgeschäumter Hafermilch auch gern mal bis zu vier Euro über den Thekentisch. Macht in der Woche rund 25 Euro, wenn man wie wir auch gern am Wochenende zum Brunch ausschwärmt. Das haben auch die Gründer des Urban Coffee Club bemerkt und daraufhin die Idee für ihr appbasiertes Netzwerk entwickelt. Und die ist schnell erklärt: Mittels App bucht man sich eine Kaffee-Flatrate und kann dann bei über 100 Cafés, Restaurants, Yoga Studios, Buchhandlungen, Fahrradgeschäften, Friseuren und vielen mehr in ganz Berlin frisch gebrühten Kaffee genießen. Für 6,99 Euro pro Woche gibt es einen pro Tag, für 9,99 Euro ist der Koffeinkick unbegrenzt. Momentan ist das Angebot noch auf schwarzen Kaffee begrenzt, Cappuccino und Co. sind aber in der Mache. Die sogenannten Coffee Corners, in denen man seinen Flatrate-Kaffee abholen kann, werden von Urban Coffee Club mit Mühlen und speziellen Kaffeesorten mit unterschiedlicher Röstung ausgestattet und erhalten zudem ein Barista-Training. Die Kaffees stammen von Partnern wie Bonanza, 19 grams, Kaffeekirsche oder der Röststätte. Wir verlosen zwei unlimited Mitgliedschaften bis Jahresende an die coffee addicts unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚NICHT DIE BOHNE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Urban Coffee Club | urbancoffeeclub.de | ab 6,99€ pro Woche | FOTO: Urban Coffee Club

Annett Polaszewski-Plath

Annett Polaszewski-Plath ist Mutter und Geschäftsführerin bei Eventbrite in Berlin. In der Reihenfolge, wie sie betont. Sie beschreibt sich selbst als leidenschaftliche und hoffnungslose Optimistin mit einer ansteckenden positiven Art. Als passionierte Verfechterin der neuen Arbeitswelt zeigt sie, dass unternehmerischer Erfolg und “People First Kultur” prima Hand in Hand funktionieren. Sie kultiviert einen Führungsstil, der mehr auf Kooperation statt Konfrontation setzt und auf Zuhören und Verständnis statt Autorität und Hierarchiedenken. „Menschen und deren Wachstum sind das, was mich morgens aufstehen lässt“, betont sie. Wir haben ein wunderbar sympathisches 2 Minuten-Interview geführt und dabei auch harte Themen wie Insektenburger, wiederholtes Kinderfilmschauen und zerliebte Kindheitsteddies nicht ausgespart.

Name: Annett Polaszewski-Plath
Alter: fast 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Deutschland-Geschäftsführerin beim Ticketing Unternehmen Eventbrite
Schuhgröße: 40
Lieblingsfilmzitat: Dirty Dancing: “I carried a watermelon.”
Kontakt: instagram.com

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Ich stecke mittendrin: Die Erziehung meiner Tochter. Zugleich die schönste Herausforderung im Leben.

Was macht dich an deiner Arbeit glücklich? In die glücklichen Gesichter von Leuten auf einem Event zu schauen, bei dem alles passt.

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Letzten Monat: Einen Insektenburger probiert im Birgit&Bier, schmeckte nussig – ich würde es wieder tun. Mit einem E-Bike im Großarltal auf eine Alm hoch gefahren. Fühlte sich ein wenig wie cheating an.

Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Wenn ich tanze, dann am liebsten spontan, ausgelassen und gerne auch mal auf dem Tisch. Die Musik muss dann gut und laut sein, der Stil ist nicht so wichtig.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Hafermilch (Barista Edition), Bubbles (Champagner) und Coolpacks für die Beulen meiner Tochter.

Was machst du an einem freien Tag? Mit meiner Familie Berlin mit dem Fahrrad entdecken. In dieser Stadt ist so unendlich viel los.

Dein Haus brennt. Welche drei Gegenstände rettest du vor den Flammen? Handtasche mit Laptop, Handy und Kreditkarten. Ich bin halt nicht so der nostalgische Typ.

Du darfst den Duden um drei Wörter deiner Wahl ergänzen. Bitteschön! zerlieben (wie z.B. den Kindheitsteddy), unterfeiert (meistens Mo-Do) und überhoffen (zu viel erwarten)

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? Keiner. Ich schaue niemals einen Film zweimal, da ich immer lieber etwas Neues kennenlernen möchte. (ok … außer meine vierjährige Tochter zwingt mich dazu mit ihr etwas noch einmal zu schauen)

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Skydiving (ich habe Höhen- und Flugangst)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Autofreie Zonen in der Innenstadt und stattdessen viel mehr Raum für Begegnung, Spielen und um Kultur zu erleben. Clubs und Bars müssen schließen wegen Lärmbelästigung – der Verkehrslärm wird aber einfach so hingenommen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Wir würden zusammen kochen: Ihr putzt Gemüse und Muscheln und ich gieße uns schon mal ein Gläschen von den Bubbles ein.

Was sollte niemand von Dir wissen? Was ich auf diese Frage antworten würde.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist deine Superpower?

Das letzte Wort: Man sagt mir nach, das hätte ich oft ;-)

FOTO: Foto di Matti

Schicksal, wa!?

So, draußen wird es ungemütlich. Zeit es sich drinnen muggelich zu machen und mit Tee bewaffnet den ein oder anderen Serienmarathon ins Auge zu fassen. Ein besondere Empfehlung mit Bildungsauftrag und heftigerem Spannungsbogen als jede finktive Netflix-Produktion haben wir in der rbb-Mediathek entdeckt. Japp, rbb-Mediathek. „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“ erzählt in 40 mal 90 Minuten die Berliner Stadtgeschichte von 1961, dem Jahr des Mauerbaus, bis zum Ende des letzten Jahrtausends im ständigen Gegenschnitt von West- und Ost-Berlin. Seit dem 31. August läuft die dritte Staffel auch offiziell im Tagesprogramm und beleuchtet die ereignisreichen 80er Jahre: Ein Jahrzehnt zwischen Vergnügungssucht und Zukunftsangst, Neuer Deutscher Welle und Wettrüsten zwischen Popgymnastik und Perestroika. Die Folge über das Jahr 1989 wird am 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2019 ausgestrahlt. Zum Einsatz kommt Material des SFB und des Fernsehens der DDR, dazu gibt es Erzählungen vieler prominenter Zeitzeugen wie Ulla Meinecke, Dieter „Maschine“ Birr oder Walter Momper. Liebe Ur- und Neuberliner, das hier ist euer, unser Must See für den Herbst. Kannste mitredn, wa!?
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Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt | rbb-online.de/berlin-schicksalsjahre | FOTO: rbb

SWEEEET!

Tiny Houses Level Endboss. In Amsterdam gibt es nicht viel Platz für Neubau. Die wenigen vorhandenen Flächen gilt es also intelligent zu verwalten und Bestehendes clever umzunutzen. Die Krönung: SWEETS Hotel hat 28 winzige, ehemalige Brückenwärterhäuschen in individuelle Hotelsuiten verwandelt. Jede einzigartig, alle umwerfend gemütlich und über die ganze Stadt verteilt. Man residiert quasi auf seiner eigenen kleinen Mini-Privatinsel mitten im Kanal. Für das Konzept wurden die Häuschen teilweise frisch umgebaut und modernisiert und repräsentieren so die verschiedenen Architekturstile von der Amsterdamer Schule bis zur Moderne. Sie sind so verschieden, dass man das mit einem Bild unmöglich erzählen kann. Schaut euch unbedingt die unterschiedlichen Locations auf der Website an. Die Idee zu den kleinen Wohnobjekten hatten das Architekturbüro Space & Matter, die Immobilienfirma Grayfield sowie die Gründer der Lloyd Hotel & Cultural Embassy, Suzanne Oxenaar, Otto Nan und Gerrit Groen. Ab 120 Euro pro Nacht logiert ihr unvergesslich schön auf kleinem Raum direkt am bzw. auf dem Wasser.
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SWEETS hotel | ab 120€ pro Nacht | sweetshotel.amsterdam | FOTO: Mirjam Bleeker

Mister Me

Mister Me hat uns umgehauen. Auf unserem MMW6 Festival spielte er fast ein wenig versteckt auf unserer Indoor-Bühne und füllte mit seiner Stimme, seinen Worten, seiner Musik den kathedralenhohen Raum. Seine Mischung aus Gesang, Rap und Popklängen ist ziemlich besonders – vor allem in der deutschsprachigen Musiklandschaft. Seine Ausstrahlung und seine Stimme sind einzigartig. Am 11.10. erscheint „Das Ende vom Hass“. Sein zweites Album hat er komplett eigenständig mit Hilfe seiner Fans über ein Crowdfunding realisiert. Die Songs thematisieren das gesellschaftliche Miteinander, es geht darum, was uns eint, um Geschlechterrollen und die Liebe. Im November geht es dann auch direkt auf Tour durch 29 deutsche Städte. Am 28.11. steht das Berliner Lido auf dem Tourplan. Hingehen!

Name: Mister Me
Alter: 29
Wohnort: Berlin
Beruf: Musiker/Künstler
Schuhgröße: 43
Lieblingsfilmzitat: „Du kannst nichts dafür“ – Good Will Hunting (Maguire zu Hunting)
Kontakt: Man findet mich auf Instagram sowie auf Facebook.

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Ich versuche drauf zu achten, meinem Gegenüber genug Raum zu schenken, sodass diese Person sich wohl und willkommen fühlt. Meinem Gegenüber schaue ich vermutlich als erstes in die Augen.

Was kannst du besser als alle anderen? Puh. Besser geht ja immer und man findet auch immer jemanden, der etwas besser kann. Das kommt immer auf den Blickwinkel an. Besonders gut bin ich aber schon darin zu faulenzen.

Was wolltest du mal werden, wenn du groß bist? Da ich schon immer, selbst als kleiner Junge, rumgesungen habe, ist es vermutlich das, was ich heute mache. Ich habe aber auch eine zeitlang mal Michael Stich oder Karl Heinz Riedle ganz, ganz toll gefunden. Also Fußballer oder Tennisspieler wäre auch ok gewesen ;).

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Die Umarmung meiner besten Freundin. War notwendig!

Welche Superheldenkraft hättest du gern? Nicht müde werden, wobei das auch irgendwann sicherlich müde macht.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Selbst wenn gar nichts mehr da ist, findet sich doch in jedem Kühlschrank noch ein Glas Gewürzgurken, eine halbe Flasche Ketchup und ein alter Rest Schnaps. Bei jedem Einkauf darf Hummus, Paprika und Hafermilch nicht fehlen!

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Stefan Zweig – Die Welt von gestern

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Ich war neulich mit einem guten Kumpel Bouldern. Und obwohl ich eigentlich eher Angst habe vor hippen Trends, weil das dann so viele „coole“ Leute machen und man als Anfänger ja so „uncool“ wirkt, war´s aber gar nicht schlimm – im Gegenteil!

Wann hast du zuletzt von Herzen gelacht? Aus Freude erst gestern, als ich den finalen Mix unserer Live-DVD gehört hab und es war so so so toll, sich diese Erinnerung anzuhören bzw. anzugucken! Aus Spaß vermutlich beim richtig dummen Rumalbern mit meinen Buddies Simon und Joris.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: lol

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Ursache allen Übels!

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Ein veganes Curry mit Süßkartoffeln, Kichererbsen, Karotten und Reis. Nichts Ausgefallenes, aber etwas, was ich kann!

Was sollte niemand von Dir wissen? Dass ich Angst habe, bzw. wann ich Angst habe. Das möchte man ungern mit anderen teilen. Gehört aber vermutlich einfach dazu.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was ist Liebe?

Das letzte Wort: Ich grüße meine Mutti, wünsche euch Gesundheit und bleibt sauber. Kommt gerne zu uns auf unsere Tour, sie wird wirklich großartig! Livebegegnungen kriegt man nämlich nicht auf eine Platte konserviert.

FOTO: Christoph Voy

Kusheln ist positiv

60 neue Kleidungsstücke kaufen die Deutschen durchschnittlich pro Jahr. Negativschlagzeilen in der Textilbranche tun dem Konsumrausch da keinen Abbruch. Doch was wäre, wenn man der Natur mehr Ressourcen zurückgeben würde, als für die Produktion verwendet werden? Mit diesem Grundgedanken gründete sich Anfang 2018 das Hamburger Start-up „Kushel“, um so einen neuen Standard als erste klima- und ressourcen-positive Textilmarke zu setzen. Die Gründer Jim und John Tichatschek sowie Mattias Weser möchten mit der Herstellung und dem Verkauf von Handtüchern und Bademänteln aus Biobaumwolle und Holzfasern das bestehende Konsumverhalten auf dem Markt positiv verändern. Dazu gleicht das Start-up nicht nur alle CO2-Emissionen und den Wasserverbrauch der Produktion aus, für jedes Handtuch werden zusätzlich noch zwei Bäume gepflanzt. Die Fasern für die Textilien stammen aus europäischem Rotbuchenholz und werden in einem besonders umweltfreundlichen Prozess gewonnen. Für die Buchen wird kein Dünger benötigt, auf Pestizide und Bewässerung kann ebenfalls komplett verzichtet werden. So trägt Kushel mit seinem Engagement zur Entstehung von neuen Ressourcen bei und der Kauf eines Handtuchs oder Bademantels hat einen positiven Effekt auf das Klima und den Planeten. Und jetzt wird es nochmal extra flauschig: Wer ein Cosy Set von Kushel im Wert von 82 Euro gewinnen möchte, schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚FLAUSCH!‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Kushel | kushel.de | FOTO: Kushel

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 09. Oktober 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Systemsprenger

„Systemsprenger“ von Regisseurin Nora Fingscheidt hat im Winter gleich mal einen Silbernen Bären auf der Berlinale abgeräumt und für ordentlich Furore in der Filmlandschaft gesorgt. Zurecht, wie wir gerade bei einem Kinobesuch feststellen durften. Deshalb müssen wir den Streifen auch noch rasch empfehlen, obwohl er schon seit letzter Woche läuft. Systemsprenger erzählt von der neunjährigen Benni, die es tagtäglich schafft ihre Mitmenschen zur Verzweiflung zu treiben. Ob in der Pflegefamilie, Wohngruppe oder Sonderschule: Überall wo sie hinkommt fliegt sie sofort wieder raus und droht als Systemsprenger – wie das Jugendamt es nennen würde – durch das Raster der Kinder- und Jugendhilfe zu fallen. Da selbst die eigene Mutter Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter hat, liegt die letzte Hoffnung auf Anti-Gewalttrainer Micha. Die schauspielerischen Leistungen des Ensembles begeistern dabei in jeder Sekunde. Allen voran Mutter und Tochter. Die junge Helena Zengel verleiht Bennis expressiver Wut ein zartes Gesicht und Lisa Hagmeister könnte als Mutter die Überforderung in der Familie nicht eindrücklicher verkörpern. Schaut euch das an.
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Systemsprenger | systemsprenger-film.de | FSK ab 12 | jetzt im Kino | FOTO: Philip Leutert, ARTWORK: Pauline Branke

SitEinander

Die größte Schwierigkeit bei der Kinderbetreuung außerhalb von Kita und Co.? Richtig: Jemanden zu finden, dem man vertraut, bei dem sich der Nachwuchs wohl und in guten Händen fühlt und der dann auch noch zeitlich verfügbar ist. Oft bilden sich so kleine private Mamifreundeskreise, um sich jeweils für je ein paar Stunden in der Betreuung auszuhelfen. Die drei Schwestern Anna-Lena, Ulrike und Henrike Gerber haben die Idee konsequent weiter gedacht und mit SitEinander ein Netzwerk gegründet, in dem sich Nutzerinnen und Nutzer per App miteinander verbinden und kennenlernen können, um sich gegenseitig beim Babysitting zu unterstützen. Eine Social Matching-App für Babysitter sozusagen. Man kann das entweder nur unter Freunden machen oder aber auch unbekannte Eltern aus der Umgebung finden. Bekommt man eine Anfrage fürs Babysitting, erscheinen sofort alle wichtigen Infos in der App: Wann und wo der Termin ist und wer noch Zeit hat. Darauf kann man dann kurz antworten, ohne sich durch lange Threads lesen zu müssen. So lernen sich im besten Fall Eltern und Kinder kennen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Nach einer intensiven Testphase und kontinuierlichen Verbesserungen bei der Anwenderfreundlichkeit ist auf diese Weise nicht nur eine App entstanden, sondern eine echte Community.
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SitEinander | siteinander.com/de

Du entscheidest!

Die große Klimademo vor gut zehn Tagen war ein beispielloses Statement für den Schutz unseres Lebensraumes und ein Zeichen dafür, dass viele Menschen verstanden haben, dass der aktuelle Umgang mit unseren Ressourcen verändert werden muss. Laut war es und bunt. Spinner waren zu sehen, genauso wie jene, die einfach nur mal gucken wollten. Fakt ist, die Debatte zur Klimadiskussion wird vor allem ideologisch geführt. Die dramatischen Folgen der Klimaveränderung sind für die meisten Menschen abstrakt und so bleibt es auch die Auseinandersetzung. Hört man von schmelzenden Gletschern und steigenden Temperaturen, ist man im ersten Moment zwar betroffen, konkrete Übersetzungen für das eigene Leben finden aber immernoch die wenigsten. Kein Wunder also, dass einige Klimakämpfer am letzten Freitag die zum Demonstrieren aufgebrachte Energie direkt in Form von to go-Kaffeespezialitäten aus dem nahegelegenen Starbucks wieder auffüllten. Abstraktes Nullsummenspiel. Am Ende überwiegen meist konkrete Alltagsprobleme und die Handlungsposition wird Politik und Wirtschaft zugeschoben. Hat die Klimakrise etwa ein Kommunikationsproblem? Diese These verfolgt zumindest das Start-up CHOOOSE, das sich in der Klimakommunikation auf all die guten Dinge konzentriert, die bereits und gerade jetzt in diesem Moment passieren – anstatt nur aufzuzählen, was alles schiefläuft. Das skandinavische Unternehmen möchte so den Klimaschutz neu definieren, mehr Transparenz schaffen und vor allem für mehr Motivation in der Bevölkerung sorgen, sich den bevorstehenden Herausforderung zu stellen. Dazu kann man auf der Website von CHOOOSE ein monatliches Abonnement abschließen, wodurch verschiedene Projekte zur Reduktion von C02-Emissionen in Entwicklungsländern gefördert werden. Welche positiven messbaren Auswirkungen das dann auf die Umwelt hat, kann man online ganz einfach einsehen. Mit etwas Glück könnt ihr euch bald als „one year of being climate positive“ bezeichnen. CHOOOSE übernimmt die Kosten für eine Person, um ein ganzes Jahr klimafreundlich zu sein, wofür ihr sogar ein Zertifikat in eurem Namen erhaltet. Schreibt uns dazu eine Mail mit dem Betreff ‚CHOOOSE‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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CHOOOSE | chooose.today | FOTO: CHOOOSE

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 02. Oktober 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Marie-Anne Raue

Marie-Anne Raue ist gebürtige Berlinerin (Friedenau Hood). Naja und sie ist die Gründerin, Besitzerin und der wirtschaftliche Kopf eines der 50 besten Restaurants der Welt. Das Restaurant Tim Raue ist nicht nur mit zwei Michelin Sternen dekoriert, sondern auch völlig zurecht weit über die kulinarischen Festlandgrenzen eine absolute Institution, ein Global Player mit Betonfundament in Berlin Mitte sozusagen. Momentan beschäftigt Marie-Anne vor allem der (fehlende) Nachwuchs an Frauen in der Spitzengastronomie und die aktuelle Female Leadership Debatte. Im Zuge dessen plant sie gerade ihren nächsten Ladies Lunch, zu dem sie regelmäßig führende Frauen aus unterschiedlichen Bereichen ins Restaurant einlädt, um eine gegenseitige Inspirationsquelle und Diskussionsfläche zu bieten. Wir bedanken uns für ein erfrischendes Kurzinterview und melden uns jetzt schonmal für eine Weiterführung zum nächsten Heilgabend-Barbecue an.

Name: Marie-Anne Raue
Alter: 44
Wohnort: Berlin
Beruf: Inhaberin & Geschäftsführerin Restaurant Tim Raue
Schuhgröße: 39,5
Lieblingsfilmzitat: Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit. (Dschungelbuch)
Kontakt: office@tim-raue.com

Welche Eigenschaft schätzt du an einem Menschen? Ehrlichkeit

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Definitiv auf die Oberarme… ach es ging nicht um ein Date? Dann natürlich auf die Augen. Das Sprichwort, dass Augen die Fenster zur Seele sind, trifft es schon. Sie sind das Interessanteste…

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Neben Michelle Obama. Ich habe sie tatsächlich 2013 anlässlich des Caterings, welches wir für den Staatsbesuch im Schloss Charlottenburg durchgeführt haben, schon kennenlernen dürfen. Eine inspirierende Frau!

Womit kann man dich beeindrucken? Selbstreflexion

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Den Apple-Kopfhöreranschluss-Adapter. Ich glaube, es gibt definitiv kein Teil, was öfter gekauft wird auf Flughäfen.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Ein kaltes Fläschchen Champagner – falls mal Überraschungsbesuch kommt, Eier und eine Avocado.

Ein Wort, das du viel zu oft benutzt: Ich glaube nicht, dass ihr das abdrucken wollt.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Das Jesus-Video von Andreas Eschbach. Ich bin eigentlich kein SciFi-Fan, aber dieses Buch konnte ich von den ersten Seiten an nicht mehr weglegen.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Loyal, herzlich und immer wieder überraschend.

Was machst du an einem freien Tag? Am liebsten grillen. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Beliebt und berüchtigt sind meine Heilgabend-Barbecues.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Die Kitasituation für berufstätige Eltern verbessern.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Bevorzugt würde ich grillen, aber wenn ihr was Gekochtes wollt, würde ich euch meine beliebten gefüllten Auberginen türkischer Art zubereiten.

Was sollte niemand von Dir wissen? Ha!

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Was bereitet dir die größte Freude in deinem Leben?

Das letzte Wort: Ein Zitat von Abraham Lincoln: „Die beste Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

FOTO: Nils Hasenau

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 02. Oktober 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Louisa Dellert

Habt ihr euch schon einmal irgendwo hingesetzt, Menschen beobachtet und dabei eine Best of Hans Zimmer Spotify Playlist gelauscht? Wahlweise ziehen die Passanten dabei (nichtsahnend) in die letzte große Schlacht, erringen einen gemeinsamen Triumph oder bewegen sich verträumt durch das Stadtbild. So ähnlich muss sich Louisa Dellerts Leben anfühlen, zumindest würde der Soundtrack ihres Lebens wohl von dem berühmten Filmkomponisten stammen. Natürlich ist das (ganz Zimmer like) wahrscheinlich etwas dick aufgetragen, aber sicher nicht ganz abwegig. Schließlich ist Louisa gerade in verschiedenen Welten unterwegs. Als Influencerin und Unternehmerin macht sie ihr eigenes Ding und zwar richtig gut, extrem unaufgeregt und sehr erfolgreich. Auf inspirierende Art und Weise macht sie sich gegen den Perfektionsdruck in der Gesellschaft stark und baut Brücken zwischen Menschen, die sonst nur wenig miteinander zu tun hätten. Bestes Beispiel: ihre aktuelle Hospitation im Bundestag. Auf ein Wort , liebe Louisa.

Name: Louisa Dellert
Alter: 29
Wohnort: Braunschweig
Beruf: Influencerin
Schuhgröße: 38
Lieblingsfilmzitat: Hakuna Matata
Kontakt: kontakt@louisadellert.com

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Unvoreingenommen und ohne Vorurteile dem Menschen gegenübertreten.

Was bringt dich aus dem Gleichgewicht? Stress und wenn Menschen auf mich sauer sind.

Bist du besser darin, Dinge anzufangen oder zu beenden? Anzufangen

Was kannst du besser als alle anderen? Nichts. Ich kann nur auf meine eigene Art und Weise Dinge gut oder besser.

Was ist dir peinlich? Nichts

Was war die bisher größte Herausforderung in deinem Leben? Meine Herz OP.

Neben wem würdest du gern auf einem Langstreckenflug sitzen? Ich würde lieber im Zug sitzen und dann neben Angela Merkel.

Wenn dein Leben einen Soundtrack hätte, von wem wäre der? Hans Zimmer

Was nimmst du dir schon länger vor, schaffst es aber irgendwie nicht? Meine ganzen angesammelten Bücher zu lesen.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: Das Café am Rande der Welt.

Mit welchen drei Worten würden dich deine Freunde beschreiben? Selbstlos, emotional, durchgeknallt

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Das Weltklima

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Selbstgemachten Kartoffelbrei

Was sollte niemand von dir wissen? Es gibt nichts, was ich zu verheimlichen habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ob ich schonmal von der Polizei nach Hause gefahren wurde.

Das letzte Wort: Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Foto: Laura Hoffmann

Helden der Meere

Stirbt das Meer, stirbt auch der Mensch. Wissenschaftliche Studien gehen davon aus, dass die Ozeane rund ein Drittel des anthropogenen CO2 aufnehmen. Wenn die Verschmutzung der Ozeane und die industrielle Fischerei weiter so schnell voranschreiten wie es aktuell der Fall ist und die empfindlichen Ökosysteme kollabieren, verändern sich die Überlebensbedingungen auf der Erde dramatisch. York Hovest versucht dies in seinem neuen Buch „Helden der Meere“ bildreich zu verdeutlichen und liefert gleichzeitig wunderbare Lösungsansätze zur Rettung unserer Ozeane. Als Abenteurer reist er seit Jahren quer durch die Welt, immer auf der Suche nach inspirierenden Geschichten und Schicksalen, um diese dann in eindrucksvollen Bildern festzuhalten und das Bewusstsein der Betrachter auf unterschiedliche Schicksale und Zusammenhänge zu leiten. In „Helden der Meere“ dokumentiert er in atemberaubenden Fotografien, wie wichtig der Schutz unserer Meere ist und welche einzigartigen Landschaften von Zerstörung bedroht sind. Manche Projekte liegen Hovest dabei besonders am Herzen. So wie der Kampf der Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd“, die sich gegen illegale Fischerei, das Töten von Meeressäugern und die Verschmutzung der Ozeane einsetzt. Wer den Bildband kauft, spendet übrigens auch gleichzeitig einen Teil der Einnahmen an die Organisation. „Helden der Meere“ wird ebenfalls als aufwendig produzierter Dokumentarfilm erscheinen, in dem Hovest mit zwei Freunden in einem speziell angefertigten Ruderboot den Atlantik überquert. Wir verlosen zwei druckfrische Exemplare. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ÜBER LEBEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Helden der Meere von York Hovest | 50€ | erschienen bei teNeues | FOTO: York Hovest

oyoyo? Oh oh ja!

Schonmal was von „oyoyo“ gehört? Das junge Start-up kommt aus der Textilhochburg Emsdetten und macht sich auf, ein neuer Marktplatz für Heimtextilien und Wohnaccessoires zu werden. Der besondere Ansatz dabei: oyoyo möchte Designerinnen und Designern eine Plattform bieten, um die Produktion und den Handel mit hochwertigen und individualisierten Heimtextilien nachhaltig zu verändern. Soll heißen: die Designerinnen und Designer designen und oyoyo vermarktet und produziert. Man bekommt also Unikate alles direkt von den Designern, die gleichzeitig bei der Produktion und Vermarktung ihrer Ideen unterstützt werden und an den verkauften Produkten mitverdienen, indem sie ihren Provisionsanteil selbst festlegen können. Den Profit machen in der Textilbranche sonst eigentlich immer die anderen. Außerdem wird ein Produkt bei oyoyo erst dann in Produktion gegeben, wenn ein Auftrag eingegangen ist. Sprich: Textilberge in Hallen ohne Abnehmer gehören der Vergangenheit an, da alle Waren nur auf Bestellung angefertigt werden. Damit leistet das Start-up einen großen Beitrag für mehr Verantwortungsbewusstsein und schafft gleichzeitig eine Win-win-Situation für alle Beteiligten in der Textilwirtschaft. Passend zur gemütlichen Jahreszeit haben wir 2×1 Kuschelkissen zu verlosen. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚COZY‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de
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oyoyooyoyo.io | FOTO: oyoyo

Essen und Trinken auf dem Mars entdeckt

Das „silent green“ ist ja inzwischen eine regelrechte Institution im Wedding und darüber hinaus. Rund 100 Kreative nutzen die einzigartige Infrastruktur des ehemaligen Krematoriums zum Forschen und Experimentieren und schaffen dort gleichzeitig einen wunderbaren Ort für immer neue Begegnungen. Das Herzstück für den informellen Austausch zwischen Mieterinnen und Mietern der Kulturgemeinschaft sowie den Gästen ist das MARS. Also das gleichnamige Restaurant. Als perfekte gastronomische Ergänzung wird dort ein köstlicher wöchentlicher Mittagstisch angeboten, häufig mit vegetarischen oder veganen Gerichten aus der internationalen Küche. Zum anschließenden Kaffeeklatsch versüßt einem dann noch die reich befüllte Kuchenvitrine den Nachmittag, den man bei gutem Wetter auch wunderbar draußen im Grünen zum Entschleunigen genießen kann. Am Wochenende öffnet der – sorry(!) – das MARS schon am Morgen seine Pforten und lädt zwischen 10 und 15 Uhr zum ausgiebigen Brunch ein. Da das Restaurant relativ überschaubar ist, empfiehlt es sich für größere Gruppen unbedingt vorher zu reservieren. Wer jetzt Lust hat auf einen „Brunch on MARS für 2“ (pro Person eine Speise und ein Heißgetränk), schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚LIVE ON MARS‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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MARS | Küche & Bar | Gerichtstraße 35, 13347 Berlin | mars-berlin.net | FOTO: Katha Mau

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 18. September 2019 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Zu den Sternen

Vielleicht könnte 2019 das Jahr von Brad Pitt werden. Zumindest auf der Leinwand. Denn nach seiner Rolle in Quentin Tarantino‘s „Once Upon A Time in Hollywood“ ist Brad Pitt bereits kurze Zeit später bei „Ad Astra – Zu den Sternen“ als Elite-Astronaut der NASA im All unterwegs. Als Roy McBride begibt er sich in dem Science-Fiction-Thriller von Regisseur James Gray auf eine lange Reise an den äußersten Rand unseres Sonnensystems. Dort sucht er nicht nur seinen verschollenen Vater, sondern es gilt ein Rätsel zu lösen, welches das Überleben auf seinem respektive unserem Heimatplaneten gefährdet. Denn angeblich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verschwinden seines Vaters Clifford McBride – gespielt von Tommy Lee Jones – und der zunehmenden Bedrohung für die Erde. Auf seiner Reise in Richtung Neptun und nach mehreren Zwischenstopps auf dem Mond und dem Mars wird Roy dabei Geheimnisse enthüllen, welche die Natur der menschlichen Existenz und deren Platz im Kosmos komplett in Frage stellen werden. Ab dem 19. September 2019 kann man sich auf die gut zwei Stunden lange Reise ins All machen. Popcornmovietime!
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Ad Astra – Zu den Sternen | Kinostart: 19.09.19 | FSK ab 12 | FOTO: © 2019 Twentieth Century Fox

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 18. September 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Nilz Bokelberg

Nilz Bokelberg mit „Z“ ist eine lebende Legende der Generation VIVA. Und er wird uns zurecht hassen für dieses Intro. Denn natürlich wird ihm das nicht im mindesten gerecht, auch wenn es natürlich ein bisschen geil ist, so was von sich behaupten lassen zu können. Für alle, die weder wissen wer Nilz ist noch was VIVA war, sei eine kleine YouTube-Zeitreise empfohlen. Inzwischen ist Nilz als Autor, Moderator und Podcaster erfolgreich. Sein großartiges Hörerlebnis „Gästeliste Geisterbahn“ ist gerade aus der Sommerpause zurück und bald kommt sein erster Solo-Comedy-Podcast „Randale Bokelberg“. Wenn euch das gefällt (und das wird es) solltet ihr unbedingt auch mal bei „Pop kann alles“ reinhören. Viel Liebe dafür!

Name: Nilz Bokelberg

Alter: 42 (kurz vor 43)

Wohnort: Berlin

Beruf: Autor, Moderator, Podcaster

Schuhgröße: 44,5

Lieblingsfilmzitat: „Du musst in Playstation-Dimensionen denken!“ (xXx)

Kontakt: Instagram und Twitter

Welcher Film macht dich immer wieder glücklich? „About a Boy“

Worauf achtest du, wenn du jemandem zum ersten Mal begegnest? Aufs Lachen.

Was kannst du besser als alle anderen? An mir zweifeln.

Welche Eigenschaft hast du von deinen Eltern geerbt? Rheinländische Gelassenheit.

Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest? Schwimmen.

Welche drei Dinge findet man immer bei dir im Kühlschrank? Rosé, Hummus und Eis.

Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte: „Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität“ von Dave Eggers. Meine Bibel.

Welche geniale Idee hättest du gern selbst gehabt? Ach, ich kann nicht gut verkaufen. Jede geniale Idee wär bei mir untergegangen.

Was wäre das Erste, das du tätest, wenn du unsichtbar wärst? Mich in ein x-beliebiges Flugzeug schmuggeln und gucken, wo ich lande.

Dein Song für die Ewigkeit? Oje, nur einer? „I want you (She’s so heavy)“ von den Beatles. Und „Say it aint so“ von Weezer. Nur einer geht nicht.

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Nazis vehementer bekämpfen.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Einen reich gedeckten Abendbrottisch mit viel Käse, Wurst, Brot und Butter und anderen Leckereien. Und zu jeder Zutat hätte ich was zu erzählen.

Was sollte niemand von dir wissen? Da fallen Leute drauf rein?

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? „Was sollten nur bestimmte Leute von dir wissen?“

Das letzte Wort: Sei kein Arsch – dann sollte alles hinhauen.

FOTO: Manslayer

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 18. September 2019 | Tags: , , , Keine Kommentare

Der essbare Tisch

„Nimm dir Essen mit, wir fahr’n nach Brandenburg.“ Was der gute Rainald Grebe mit dieser Zeile in seiner Hassliebealleszusammen-Hymne über das schönste Nachbarbundesland wohl meinte? Tatsächlich nämlich verfügt Brandenburg über ein beachtliches kulinarisches Repertoire und eine ebenso spannende Vergangenheit. Die Dinner-Reihe „The Enlightened Brandenburg Cuisine – by The Edible Table“ bringt vergessene und selten verwendete Zutaten der brandenburgischen Küche, Zubereitungsmethoden aus dem 20. Jahrhundert und moderne kulinarische Einflüsse zusammen und kreiert daraus ein authentisches Brandenburgisches Re-Neo-Cuisine-Menü (den Begriff haben wir erfunden), das es so noch nie gab. Über 40 Kochbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden studiert und monatelang an einzelnen Gängen gearbeitet. Jeder Teller des aufwendig kreierten 10 (in Worten zehn)-Gänge-Menüs spiegelt einen Teil der Brandenburger Geschichte wieder. Serviert werden unter anderem Trüffelschaumeier mit Honigperlen in einem knusprigen Kartoffelnest, Pierogi mit Fasan und Brennnessel sowie eine Hommage an die unübertreffliche Spreewaldgurke und echte Teltower Steckrüben. Das Premierenmahl steigt übermorgen am 20. September 2019 in der wunderbaren HERMANN’S Eatery in Berlin Mitte. Hinter dem Konzept stecken die Food-Inspiratoren von The Edible Table um Hannes Nimpuno, Gaia Dudkiewicz und Food Architect und Geschmacksdesigner Brent Richards, der unter anderem als Creative Advisor für Drei-Sterne-Koch Heston Blumenthal und sein Fat Duck Restaurant von sich reden machte (ja, sowas gibt es). Zusammen mit dem HERMANN’S-Team entführen sie euch auf eine kulinarische Reise durch die typische Aromen- und Texturenvielfalt der Nord-Ostdeutschen Küche. Abgerundet wird der Abend mit hochwertigen botanischen Getränken. Die letzten Plätze am Tisch gibt es für 100 Euro glatt unter diesem Link.
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The Enlightened Brandenburg Cuisine – by The Edible Table | Fr, 20.09.2019, 19 Uhr | HERMANN’S Eatery, Torstraße 118, 10437 Berlin | Resverierung 100 Euro | Buchungslink

Roboter und Relikte

Unser aller Lieblings-URBAN NATION widmet sich im Rahmen ihrer BIENNALE vom 13. bis 15. September 2019 den Ursprüngen und Zukünften unserer Städte und unseres Zusammenlebens. Dazu verwandelt sich die U-Bahn-Trasse unter der Bülowstraße vor dem URBAN NATION MUSEUM in eine Art begehbare Zeitkapsel von über 100 Metern Länge. Unter dem Titel „ROBOTS AND RELICS: UN-MANNED“ erschaffen dort insgesamt 25 Künstlerinnen und Künstler ein einzigartiges, begehbares Kunstwerk aus Installationen, interaktiven Skulpturen, einer Community Wand und Live Performances. Sie stellen mit ihren Arbeiten ziemlich direkte Fragen und wollen so das Bewusstsein für ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl und eine nachhaltigere Lebensweise schärfen. Die URBAN NATION Biennale entführt die Besucherinnen und Besucher also in eine neue Welt, über die es sich wirklich lohnt nachzudenken. Schließlich ist die Zukunft der Städte von jedem Einzelnen abhängig und alle können einen kleinen Beitrag zu einer besser funktionierenden Stadtgesellschaft leisten!
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URBAN NATION Biennale | 13.-15.09.2019 | urban-nation.com/urban-nation-biennale-2019 | FOTO: URBAN NATION

The New Infinity

Kunst im Planetarium? Die Reihe „THE NEW INFINITY. NEUE KUNST FÜR PLANETARIEN“ erschafft mit künstlerischen Fulldome-Produktionen einzigartige Raum-Erlebnisse für das 21. Jahrhundert. Eigentlich galten Planetarien bislang eher als Orte der Wissenschaft und hatten mit zeitgenössischer Kunst wenig bis gar nichts zu tun. Doch mit dem 2018 eröffneten Programm hat sich das nun geändert: Die Berliner Festspiele haben in Koproduktion mit dem Planetarium Hamburg Künstlerinnen und Künstlern einen Dome zur Verfügung gestellt, um Technologie und zeitgenössische Kunsterfahrungen zu demokratisieren, zu verbreiten und miteinander zu verbinden. Nun geht die Reihe im Rahmen der Berlin Art Week in ihr zweites Jahr und errichtet ihren Mobile Dome vom 5. bis zum 22. September 2019 erneut auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg. Neben Arbeiten von Agnieszka Polska, Robert Lippok und Lucas Gutierrez wird die neue Arbeit „Elektra“ des niederländischen Duos Metahaven seine Premiere in Berlin feiern. Am 12. September 2019 lädt das Kollektiv dann noch um 20 Uhr zum Artist Talk ins Studio 1 des Bethanien. Zum Abschluss der Berlin Art Week am 15. September 2019 dürft ihr euch außerdem noch auf die Weltpremiere von Dasha Rush’s audiovisuellen Konzert „Aurora Cerebralis“ freuen.
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THE NEW INFINITY. NEUE KUNST FÜR PLANETARIEN | 5.-22.09.2019 | Mobile Dome auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg | Eintritt frei | Infos & Programm | FOTO: Mathias Voelzke