Lena Klenke

Das 2 Minuten-Interview

Die Berlinale steht in den Startlöchern, Grund genug ein paar der Beiträge mal genauer unter die Lupe zu nehmen und die Beiträge an der Stelle gleich mit. Doch der Reihe nach: im Rahmen der Berliner Filmfestspiele feiert „Das schweigende Klassenzimmer“ Premiere. Ein auf wahren Begebenheiten beruhender Film, der sich auf ziemlich pfiffige Art und Weise mit dem Thema sozialer Zusammenhalt unter staatlichen Repressalien in der DDR auseinandersetzt. Also stark verkürzt gesagt. Eine entscheidene Rolle spielt dabei die wunderbare Anna Lena Klenke, die wir unter anderen schon aus den Kinofilmen Fack ju Göhte 1 bis 36,1/2 kennen. Sie wurde 2016 als beste Nachwuchsschauspielerin beim Deutschen Filmball ausgezeichnet und bekam den Bayerischen Filmpreis in der gleichen Kategorie. Ach ja und außerdem studiert sie noch Psychologie an der Freien Universität Berlin. Ein ziemlich heller Kopf und noch dazu eine sehr erfrischende Persönlichkeit, wie wir feststellen durften.

Name: Lena Klenke
Alter: 22
Wohnort: Berlin
Beruf: Schauspielerin
Schuhgröße: 39
Lieblingsrolle: Ich würde sehr gerne mal eine Polizistin oder Geheimagentin spielen.
Kontakt: instagram.com/lenaklenke

Definiere Erfolg?  Erfolg ist für mich, wenn ich in etwas Zeit und Aufwand stecke und anschließend das Gefühl habe und die Resonanz bekomme, dass meine Arbeit  von anderen wahrgenommen und geschätzt wird.

Was bedeutet Heimat für dich?  Ich habe gestern ein Interview mit Giovanni di Lorenzo gehört, in dem er gesagt hat: “Heimat ist der Ort, den du mit Geschichten füllen kannst.” Ich weiß nicht woher er es hat, aber das hat mir sehr gefallen.



Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, in dem du dein Abitur gemacht hast, stand früher in einem anderen Land. Bist du der DDR irgendwann in deinem Leben einmal begegnet?  Nicht wirklich. Mein Vater ist in der DDR aufgewaschen und ich kenne viele Geschichten von meinen Großeltern, aber ich selber habe nichts mehr davon zu spüren bekommen. Im Vorfeld der Dreharbeiten des Films “Das schweigende Klassenzimmer” haben wir uns viel mit dem Regisseur Lars Kraume über die DDR ausgetauscht und vor allem wie es war als Jugendliche/r dort aufzuwachsen.

Brauchst du morgens lange um aus dem Bett zu kommen?  Noooope. Ich liebe die Morgenstunden, wenn ich das Gefühl habe alle schlafen noch und die Stadt gehört mir.

Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern könntest?  Mein eigenes Café aufmachen.



Ein Wort, dass du viel zu oft benutzt?  Oki

Du kannst mit einer Zeitmaschine reisen, welches Jahr stellst du ein und warum?   Anfang der 20er Jahre. Berlin. Wie anders und wild die Stadt war, das würde ich gern einmal eine Nacht erleben.

Was würdest du gern besser können?  In den Tag hinein leben und mich nicht so leicht stressen lassen.

Du hast eine Sünde frei, welche verbotene Sache würdest du tun?  Ich hab viel zu lange über die Frage nachgedacht und trotzdem ist mir nix eingefallen. Ich bin wohl einfach zu brav, haha.

Worauf bist du stolz?  Meine improvisierten Kochkünste, ich schaff es aus immer aus Resten irgendetwas sehr leckeres zu zaubern.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen?  Genau so ein Restefest. Jeder bringt was mit und ich zaubere was draus. Aber vegetarisch.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (tot oder lebendig) würdest du gern mal eine Nacht um die Häuser ziehen?  Jennifer Lawrence, Lena Dunham und Greta Gerwig! Girls power 100!

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest?  Plastikmüll ausrotten. Ich versuche meinen Beitrag zu leisten und so wenig wie möglich in Plastik zu kaufen und versuche in meinem Umfeld zu zeigen, wie leicht es ist Müll zu vermindern durch Trinkflaschen, wiederverwendbare Kaffeebecher und plastikfreies Einkaufen, aber da geht noch einiges und vor allem ist viel zu wenigen Menschen bewusst, wie schlimm gerade der ganze Müll ist, der in die Meere gelangt. Ich kann jedem nur empfehlen die Doku “Plastic Ocean” zu schauen.

Was sollte niemand von dir wissen?  Wie sehr ich es liebe den Teller abzulecken wenn ich aufgegessen habe.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen?  Welche Serie hast du als Letztes in einem Rutsch geguckt? 
END OF THE FUCKING WORLD. So fucking gut!

Das letzte Wort:
  everything will be fine

Foto: Robin Kater

 

 

Und bitte!

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Berlinale ist super. Großartige Filme. Viele davon! Zu viele, um sie alle zu sehen. Ausgesucht und abschließend bewertet von einer tollen, internationalen Jury. Was wäre, wenn man so einen Prozess auch selbst einmal mitgestalten könnte? Wir hätten da was und zwar für beide Seiten. Im Sputnik Kino an der Hasenheide steigt heute die Berlinale Ausgabe von ‚Open Screening – offene Kurzfilmnacht‘. Filmemacher*innen können ohne Anmeldung und ohne Vorauswahl Kurzfilme (max. 25 min), an deren Produktion sie irgendwie beteiligt waren, im Kino präsentieren. Einfach einen Stick, eine DVD oder sonst einen Datenträger (Blu-ray, DVD, AVI, MPG2, MOV, MPG4, sowie alles, was der VLC-Player abspielt) mitbringen, eindongeln, fertig. Von Drama, Comedy, Musikvideo, Reportage, Doku, Animation bis Experimental u.v.m. ist jedes Genre möglich. Ein kurzes Q&A nach jedem Film ermöglicht es Filmemachern und Pub­likum ins Gespräch zu kommen. Das Open Screening versteht sich als Plattform für Filmemacher und Film­fans, z.B. um Filme vor Zuschauern zu “testen”, um Feedback zu erhalten, um Filme überhaupt zugänglich zu machen oder um Kontakte für zukünftige Projekte zu knüpfen. Das Publikum schaut und bewertet live und in Farbe das Gesehene (auch Schwarzweißfilme, ha ha). Unerwünschte Inhalte können mit mehrheitlich ge­zeigter roter Karte gestoppt werden. „Du hattest deine Chance, Cowboy!“. Die Filmabgabe startet ab ca. 19.45 Uhr, um 20.30 Uhr fällt die erste Klappe. Moderiert wird der Abend von Abbas Saberi, der Eintritt ist frei.
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Open Screening | Sputnik Kino, Hasenheide 54, 10967 Berlin | 15.02.2017, ab 20:00 Uhr | Eintritt frei | www.sputnik-kino.com/show/openscreening | Facebook

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 14. Februar 2017 | Tags: , , Keine Kommentare

Der Tag hat 54 Stunden

Spannung und Romantik, Besinnung und Action, Wut, Freude, Liebe, Trauer, Schrecken und Langsamkeit. All das passt kaum in einen normalen Tag. Aber ein normaler Tag hat auch nur 24 Stunden. Ein Berlinale-Tag hat jedoch 36 Filme. Macht bei einer durchschnittlichen Spieldauer von mindestens 90 Minuten also rund 54 Stunden Filmvergnügen. Ab dem 9. Februar heißt es wieder: auf zum cineastischen Freudenfest! Durch den filmischen Dschungel hilft nur eins: Auswahl. Wir haben versucht eine zu treffen und empfehlen zum Beispiel „Back for Good“ von Mia Spengler, den Eröffnungsfilm der Perspektive Deutsches Kino 2017. Es ist die Geschichte einer Mutter und ihrer zwei Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein gescheitertes Reality-TV-Sternchen und eine gemobbte Epileptikerin. Der Film ist berührend, aber scharf an den Kanten, brutal menschlich und dabei herzerwärmend. Als Eröffnungsfilm des ganzen Festivals wird „Django“ von Etienne Comar gezeigt. Er nimmt uns mit ins Frankreich zur Zeit der deutschen Besatzung. Allabendlich betört der Sinti Django Reinhardt die Pariser mit seiner Gitarre und wähnt sich ob seiner Popularität in Sicherheit – aber um unverschont zu bleiben, soll er sich politisch instrumentalisieren lassen. Django trifft eine lebensverändernde Entscheidung… In eine ganz andere Welt entführt uns Sally Potter mit ihrem beklemmenden zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Film „The Party“. Was als Feier einer Beförderung gedacht war, entwickelt sich immer mehr zu einer Gift und Galle spuckenden Abendgesellschaft. Eine geistreiche englische Komödie wird zum explosiven Drama. Ein bemerkenswerter Klassiker ist „Canoa“. Regisseur Felipe Cazals, der beim Screening am 11.2. anwesend sein wird, hat 1976 eine hochdramatische Geschichte erzählt, die auf wahren Begebenheiten beruht – und damit damals schon einen Silbernen Bären eingeheimst. Seine Darstellung eines fanatischen Hasspredigers, dessen Hetzreden gegen „kommunistische Aufwiegler“ in einer Orgie der Gewalt endet, erinnert schal an geifernde Zeitgenossen. Genau das kann Kino: Die Vergangenheit zur Gegenwart machen, die Zukunft herbeibeschwören und die Welt in Bilder packen.
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Berlinale, 67. Internationale Filmfestspiele Berlin | 09.-19.02.2017 | www.berlinale.de | Foto Credit: Velvet Creative Office © Internationale Filmfestspiele Berlin

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 07. Februar 2017 | Tags: , , , , Keine Kommentare

Film ab!

Film ab!

Seit zwei Tagen läuft der Ticketverkauf zur diesjährigen Berlinale. Wer weiß wo es lang geht, der klickt bitte hier. Wir wünschen viel Spaß und zehn Tage voller Spannung, Emotion und guter Laune. Für alle anderen seien zur Orientierung ein paar unserer Favoriten auf den nachfolgenden Zeilen genannt und ans Herz gelegt. Vom 7. bis 13. Februar 2015 wird jeweils ein Programmkino für einen Abend zusätzlicher Spielort des Festivals und präsentiert ausgewählte Filme aus dem Berlinale-Programm. Berlinale goes Kiez nennt sich das Ganze. Jedes Kiez-Kino wird von einem prominenten Filmschaffenden vorgestellt, der so als Kino-Pate die kulturelle Arbeit seines Lieblingskinos unterstützt. Mit dabei sind unter anderem Senta Berger, Volker Bruch, Henry Hübchen, Hans-Christian Schmid, Miriam Stein und Michael Verhoeven. Kino gucken abseits des Blitzlichtgewitters, in echten kleinen Kinos mit Filmschaffenden zum Anfassen, finden wir gut, gehen wir hin. Unser zweites Lieblingsformat ist seit jeher das Kulinarische Kino. Wer es noch nicht geschafft hat, einmal dabei zu sein, Augen, Hirn und Bauch mit allen Sinnen Gutes zu tun, dem sei es hiermit wärmstens ans Herz gelegt. Insgesamt 13 aktuelle Langfilme zum Thema Food und Ökologie werden zu sehen sein, dazu und danach servieren ein paar der großartigsten internationalen Spitzenköche Menüs zum Niederknien, begleitet von Gesprächen und Austausch rund um die Themen Ökologie, Nahrungsmittelproduktion, Slowfood und Genuss. Am Potsdamer Platz lagert unterdessen das Who is who!? der Berliner Streetfood-Szene. Informationen und Programm zum Kulinarischen Kino findet ihr hier. Filmtechnisch haben wir in diesem Jahr besonders Lust auf Legendenbildung. Zum Einen präsentiert Frances Bean, die Tochter des 1994 verstorbenen Nirvana-Frontmanns und Generation X-Idols Kurt Cobain, Einsichten und Ansichten aus dem Leben und Schaffen ihres Vaters. „Cobain: Montage of Heck“ heißt der Streifen, der gerade für mächtig Wirbel beim Sundance Filmfestival gesorgt hat. Außerdem läuft der neue Film von Fotografie-Ikone Anton Corbijn, der sich mit „Life“ dem Mythos James Dean nähert. In einer der Hauptrollen: Robert Pattinson. Prädikat: angucken!

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65. Int. Filmfestspiele Berlin | 05. – 15.02.15 | Berlinale goes Kiez / Kulinarisches Kino | berlinale.de | Programm | Tickets | Foto: Jan Bitter / Zoo Palast

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Berlinale im Sommer

 Film/ Feuerwerk am helllichten Tag

Berlinale im Sommer

Keine Frage, die Berlinale ist großartig und eines der Highlights für Filmfans weltweit. Es gibt nur einen Haken: Februar. Berlin im Winter, das bedeutet mitunter zweistellige Minusgrade, eisigen Wind aus Nordost und eher mäßige Lust auf Ausgehen. Keine Frage, in Daunenjacke und Wollpulli macht das Anstehen an der Kinokasse oder die Aufwartung am roten Teppich auch nur halb so viel Spaß. Oh wie schön ist diese Stadt dafür im Sommer. Nackte Beine, gute Laune, Open Air Locations und Freilichtbühnen wohin das Auge blickt. Könnte man nicht…? Man kann, dachten sich die Berlinale-Macher und verlegten ein Stück Berlinale kurzerhand in den Juli. Vom 24. bis 27. Juli wird im Freiluftkino im Volkspark Friedrichshain der rote Teppich ausgerollt. Eröffnet wird die Sommerberlinale am Donnerstag mit dem Kurzfilm ‚Symphony no. 42‘, ein ungarischer Kurzfilm, der bei den Berlinale Shorts lief. Im Anschluss folgt das Drama ‚Anderswo‘, dessen Regisseurin Esther Amrami zu Gast sein wird. Freitag geht es weiter mit ‚The Way He Looks‘, der auf portugiesisch mit deutschen Untertiteln zu sehen sein wird. Er gewann den TEDDY Award, den queeren Filmpreis der Berlinale, als Bester Spielfilm. Der große Gewinner auf der diesjährigen Berlinale, ‚Feuerwerk am hellichten Tage‘, wird am Samstag zu sehen sein. Das chinesische Drama räumte sowohl den silbernen als auch den goldenen Bären ab. Zum Abschluss gibt es ‚Die Entführung des Michel Houllebecq‘. Also, nix wie Decke einrollen, Picknickkorb packen und unterm Sternenhimmel bequem machen! Wir verlosen 3×2 Freikarten für das Samstagshighlight. Schreibt schnell eine Mail mit dem Betreff ‚SILBERREGEN‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de. Läuft!

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Sommerberlinale | 24.7.-27.7. | Freiluftkino Friedrichshain im Volkspark Friedrichshain | 10249 Berlin | Ticketpreis 7 € pro Film | Tickets & Infos | Foto: Weltkino Filmverleih

Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 23. Juli 2014 | Tags: , , , Keine Kommentare

Kulinarisches Kino

Kulinarisches Kino goes Streetfood!

Seit 8 Jahren zeigt das ‚Kulinarische Kino‘ im Rahmen der Berlinale Filme zu kulinarischen und ökologischen Themen und zelebriert die Verbindung zweier Sinnesfreuden. Zu jedem Film, der im Hauptprogramm läuft, wird ein durch selbigen inspiriertes und nach den Slow Food Maximen zubereitetes Menü serviert. In den letzten Jahren explodierte nicht nur die Zahl der Filmeinreichungen, auch die Liste der Bewerber von Herd und Küche wurde immer länger. Für das diesjährige Event schöpfen die Veranstalter also aus dem Vollen und zwar mit der ganz großen Kelle. Neben 2 Sterne Koch Daniel Achilles aus dem Reinstoff, der sich von dem koreanischen Film „Final Recipe“ inspirieren ließ, beteiligen sich unter anderem die drei Roca Brüder Joan, Jordi und Josep. Wer das ist? Ach, nicht sooo wichtig, ihr Restaurant ‚El Cellar de Can Roca‘ im katalonischen Girona wurde im letzten Jahr nur zum besten Restaurant der Welt gekürt. 85 Euro kosten die Karten für die Filmabende inklusive Weinbegleitung und moderierten Gesprächen mit Protagonisten beider Lager. Die 200 Tickets pro Film sind extrem gefragt, und im Nu ausverkauft, es lohnt sich schließlich doppelt. Wer kein Kombi-Ticket ergattert oder wem das schlicht zu aufregend ist, für den gibt es in diesem Jahr erstmals Leckereien auch zum Mitnehmen auf die Hand. In Kooperation mit der Markthalle 9 – die übrigens auch als Kino fungiert – und Slowfood Berlin rollen sechs Food Trucks an den Potsdamer Platz, um Festival-Besucher und Zaungäste von morgens bis abends mit nachhaltigen Leckereien ‚to go‘ zu versorgen. Heisser Hobel, Big Stuff Smoked Barbecue, Mr. Susan, Glut & Späne, MariaMaria Arepas und Café 9 bieten Allgäuer Kässpatzen, koreanische Ramen, Pulled Pork aus dem Barbecue Smoker, südamerikanische Arepas oder erfrischende Ceviche. Kulinarisches Kino Goes Kiez! We Go Kulinarisches Kino!

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Kulinarisches Kino goes Kiez | zur Berlinale täglich 8.00-23.00 Uhr | Josef-von-Eichendorff-Gasse, 10785 Berlin | berlinale.de | Facebook >> | Foto: Nina Straßgütl (Heisser Hobel)

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Kategorien: Erlebnisse | Autor: | Datum: 05. Februar 2014 | Tags: , , Keine Kommentare