Am Wilden Kaiser

In Scheffau am Wilden Kaiser hat ein Hotel eröffnet. Das wäre nicht weiter berichtenswert, würde es sich nicht um einen Ort handeln, den wir uns zwar schon immer irgendwie erträumten, von dem wir aber nie gedacht hätten, dass er einmal Wände, ein Dach und einen eigenen See bekommen würde. Doch der Reihe nach. Im Dreieck zwischen München, Salzburg und Innsbruck entstand inmitten eines spektakulären Bergpanoramas die Kaiserlodge. Und so ziemlich alles an diesem neuen Hotelkonzept ist besonders. Die Kaiserlodge verbindet den exklusiven Service eines Luxushotels mit den Freiheiten eines persönlichen Ferienhauses. Stilvolles Ambiente, Nachhaltigkeit, ein völlig neues kulinarisches Konzept, der eigens angelegte See und unbegrenzte Möglichkeiten aktiv und kreativ zu werden schaffen Wohlfühlzuhause auf Zeit für Paare und Familien und Hund. Die Zimmer und Appartements sind exquisit ausgestattet, verfügen über exklusive Kochgelegenheiten und manche sogar über eigenen Zugang zum See. Die gesamte Kaiserlodge ist aus natürlichen und hochwertigen Materialien und unter Mithilfe regional ansässiger Unternehmen gebaut. Sie verfügt über ein eigenes Kino, eine Bibliothek, einen Wellness- und Spa-Bereich mit allen Finessen, wie Sauna, Dachterrasse, Fitnessraum mit modernsten Geräten und einem Panorama-Hallen und -Freibad. Im hauseigenen Deli kann nicht nur auf ein fürstlich belegtes, hausgebackenes Brot eingekehrt, sondern auch am Kochtisch nach Anleitung ein Menü mit regionalen und nachhaltigen Zutaten zubereitet werden. Tagsüber tobt man also über die Pisten eines der besten Skigebiete Europas oder erkundet die Umgebung in Wanderschuhen, abends wird relaxt, geschmaust und vor dem Kamin in Bücher getaucht. Ach ja, verschiedene Workshops werden auch angeboten. Wir fassen zusammen: Natur, Luft, Luxus, Freiheit, Kulinarik, Nachhaltigkeit, Abenteuer, Entspannung. Wir sind dann mal weg.
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Kaiserlodge | Dorf 11
, 6351 Scheffau am Wilden Kaiser,
 Österreich | Doppelzimmer ab 224 € p. N. inkl. Frühstück | www.kaiserlodge.at

Kategorien: Orte | Autor: | Datum: 24. Oktober 2017 | Tags: , , , , , , , , , , , , Keine Kommentare

Boris Lauser

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Das 2-Minuten Interview
Boris Lauser mag es roh. Und jeder, der einmal eines seiner köstlichen Rohkost-Gerichte probiert hat, dem wird es genauso gehen. Boris ist nämlich Raw Food Chef & Consultant (zu Deutsch: Rohkost Koch und Berater). Doch der Reihe nach: der studierte Wirtschaftsingenieur arbeitete jahrelang bei der FAO der UNO in Rom. Als er feststellte, was Ernährung in Bezug auf Körpergefühl, Energie und Jugendlichkeit zu leisten im Stande ist, beschloss er seine große Leidenschaft fürs Essen zum Beruf zu machen. Seither motiviert er als Lehrer, Trainer und Koch Menschen zu einer besseren und nachhaltigeren Ernährung. Seine hochwertig vollwertigen Gerichte sind roh, schmecken aber nicht so und genügen höchsten kulinarischen Ansprüchen. Boris schreibt Bücher, bietet Coachings, Retreats und Seminare auf der ganzen Welt an. Für 2018 stehen unter anderem Retreats und Detox Seminare auf Bali und an der Ostsee auf dem Plan. Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich auch in sechs Monaten zum Plant Based Chef & Nutritionist am Plant Based Institute ausbilden lassen. Lieber Boris, toll, dass wir dich endlich im Interview haben. Und danke für den Fruchtwitz! ;)

Name: Boris Lauser
Alter: 41
Wohnort: Berlin
Beruf: Rohkost Koch und Berater
Schuhgröße: 43
Lieblingszutat: Reife Früchtchen ;-)
Kontakt: www.borislauser.com

Was schmeckt roh nicht mal dir? Schon mal in ’ne rohe Kartoffel gebissen? Yakkk…

Wenn du nicht Koch geworden wärst, dann wahrscheinlich: Professioneller Bio / Vegan Restaurant und Hotel Tester

Süß oder salzig? Muss ich da wirklich wählen? Am besten immer salzig, dann süß :-)

Wann hast du zuletzt Fleisch gegessen? Letztens bei einem Restaurant Coaching war der Chef ganz nervös und wusste gar nicht, was auf ihn zukommt und wie er das jetzt alles machen soll. Aus Anerkennung für seine Arbeit habe ich ein wenig seiner Minestrone probiert, wo ein wenig Speck für den ‚Geschmack‘ drin war. Danach war er zu 100% entspannter und hat sich gefreut, dass sie mir schmeckte und dann war er wie ein Kind begeistert, als ich ihm gezeigt hab, wie er den Geschmack auch ohne Speck rein bekommt.

Erzähl uns einen Fruchtwitz! Trifft ne Kiwi ne Kokosnuß. Sagt die Kiwi: „Alter, dein Bartwuchs würd‘ mich auf die Palme bringen!“

Verrate uns einen magischen Ort auf dieser Welt, ganz egal wo! Die Felswanderung in Ucluelet, Vancouver Island, Kanada, bei Sonnenuntergang/Mondaufgang!

Wo fühlst du dich zuhause? Überall, wo ich gerade bin. Ort sind austauschbar, aber mich muss ich ein Leben lang rumtragen ;-)

Welcher Moment hat alles verändert? Ein veganer Rohkost Cheesecake und ein Vanilla Mint Chocolate Chip Eiscreme Shake im Café Gratitude in San Francisco.

Dein kulinarischer Geheimtipp für Berlin: Lück’s für täglich saulecker vegan, Superfrans und Rawtastic für 100% Raw, Kopps für fine dining.

Was hast du gestern gelernt? Creolische Küche und ihr Geschmacks- und Gewürzprofil.

Wenn wir dich zuhause besuchen, was würdest du für uns kochen? Kühlschrank auf, schauen was da ist und dann geht’s los. Dabei entstehen die besten Rezepte.

Wovor hast du Angst? Was ist Angst?

Wann hast du zuletzt etwas Neues ausprobiert und was war das? Letzte Woche im Urlaub in Frankreich: Slackline, unglaublich geniale Balance Übung, muss noch viel üben ;-)

Was würdest du ändern, wenn du die Macht dazu hättest? Dass keine Tiere mehr PRODUZIERT werden.

Was sollte niemand von dir wissen? Oh je, das bringt nur Stress. Bei mir darf jeder alles wissen.

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Warum siehst du mit 41 noch so jung aus?

Das letzte Wort: Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen.
Foto Credit: Annett Melzer

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 11. Juli 2017 | Tags: , , , , , , , , , Keine Kommentare

It’s a Wrap!

Da versucht man, gute, verträgliche, regionale Lebensmittel zu kaufen, man bemüht sich, Reste aufzubrauchen und nicht wegzuschmeißen. Und dann machen einem Aluminium und Plastik in Form von Folie einen Strich durch die Rechnung. Bis jetzt. Die Amerikanerin Sarah Kaeck löste eines der nervigsten Probleme moderner Küchenkultur mithilfe von ökologischer Baumwolle, Bienenwachs, Jojobaöl und Harz. Aus diesen Ingredienzen nämlich schuf sie ein Verpackungsmaterial, das nicht nur hundertprozentig ökologisch, sondern auch verdammt praktisch, wiederverwendbar und ziemlich schmuck ist. Das Stück „Stoff“ wird einfach wie herkömmlich Folie auf oder um das zu versiegelnde Nahrungsmittel gepackt und mittels Handwärme verschlossen. Dank der antibakteriellen Fähigkeiten von Bienenwachs und Jojobaöl halten die “Wraps“ das Essen frisch. Nach dem Gebrauch kann das gute Stück einfach abgewaschen und immer wieder benutzt werden. Adieu, halbe Zitrone in einem halben Meter Toppits, auf Wiedersehen angeschnittenes Brot in Alu! Wir freuen uns über die Menschen, die aus Nöten eine Erfindung machen. Zu kaufen gibt es Bee’s Wrap übrigens online, im Avocado Store oder analog und mit hingehen bei Original Unverpackt.
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Bee’s Wrap | ab 12 €, Starter-Set 27 € | www.beeswrap.com | bestellbar über Naturlieferant oder Avocado Store

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Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 18. April 2017 | Tags: , , , Keine Kommentare

Luft zum Atmen

Es gibt Dinge, die haben einfach keinen Haken. Grundsätzlich sind wir ja immer etwas skeptisch, wenn eine Idee als einfach nur absolut toll angepriesen wird, aber beim Projekt City Tree kapitulieren wir mit Freude und sagen: Im wahrsten Sinne des Wortes ein astreines Ding! Das innovative Team des Dresdner Start-Ups Green City Solutions (Gründer Dénes Honus wurde übrigens von Forbes auf ihre „30 under 30 Europe“-Liste aufgenommen) hat eine Idee umgesetzt, die gleichzeitig der Luftverschmutzung entgegenwirkt, die Biodiversität im urbanen Raum steigert und einen hübschen Beitrag an die Aufenthaltsqualität an öffentlichen Orten leistet: eben dieser City Tree. Er ist eine Konstruktion, die aus einer bepflanzten Wand und einer Sitzgelegenheit besteht und allerorts aufgestellt werden kann. Die angebrachten Mooskulturen und Pflanzen, die eine grüne Vertikale mitten in die Stadt bringen, filtern Feinstaub und Stickoxide aus der Luft und sorgen dafür, dass unsere Atemluft bis zu 30% sauberer wird – scheinbar sei jeder 7. Todesfall in der ersten Welt auf verschmutzte Luft zurückzuführen. Höchste Zeit also für eine innovative Klima-Lösung! Dieser mobile vertikale Pflanzenfilter ist im Stande, die Stadtluft so effektiv zu filtern wie 275 Bäume – und nutzt jedoch nur 1% der Fläche. Die hübsch anzusehene Umsetzung einer total sinnvollen Idee ist also, was wir klassisch eine Win (saubere Luft!)-Win (schönere Stadt!)-Win (vielfältigere Natur!)-Win (weniger Krankheit!)-Situation nennen.
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City Tree von Green City Solutions | Facebook

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Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 31. Januar 2017 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Just swap it!

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Neulich in Neukölln. „Einen doppelten Espresso verlängert zum Mitnehmen, bitte.“ „Da rein?“ „Da rein!“ 320.000 Coffee To Go-Becher landen in Deutschland im Müll. Pro Stunde wohl gemerkt. Macht 2.8 Milliarden im Jahr. Geht besser, muss besser. Dachten sich inzwischen viele schlaue Menschen und starteten unterschiedliche Projekte und Initiativen, die sich des Problems annahmen und kommode Lösungen für die Veränderung unseres Konsumverhaltens bieten sollen. Das aktuell spannendste heißt „JUST SWAP IT, kommt vom Boodha Project und feiert gerade seine Pilotphase in Berlin. Ganz sachte wollten Ulli und Clemens starten und ihre Pfand-To-Go-Becher (erklären wir gleich) in ausgewählte Läden in Neukölln und Kreuzberg bringen. Die Resonanz allerdings war so überwältigend, das inzwischen immer mehr Gastronomen und passionierte Unterwegs-Trinker nach Nachschub und Verbreitung schreien. Das JUST SWAP IT-Prinzip ist schnell verstanden. In allen teilnehmenden Cafés, Bars usw. stehen ultraschicke Becher samt Deckel und Anti-Tropf-Gummi in zwei Größen für euch zur Auswahl. Die Becher bestehen aus biologisch abbaubaren Bambusfasern, sie sind spülmaschinenfest, extrem leicht und fühlen sich verdammt gut an. Für vier schmale Euro könnt ihr das gute Stück mitnehmen. Im Prinzip habt ihr jetzt für vier Euro einen tollen Becher erworben, den ihr immer überall hin mitnehmen und befüllen lassen könnt. Soweit so bekannt. Das Besondere ist, ihr könnt den Becher auch jederzeit wieder bei irgendeinem teilnehmenden Café zurückgeben und bekommt eure vier Euronen wieder. Die sind nämlich nichts anderes als ein Pfand – besonders praktisch wenn ihr gerade irgendwo seid, euch die Kaffeelust überkommt, ihr euren Becher aber nicht dabei habt. Keksegal, neuen Becher mitnehmen und bei nächster Gelegenheit wieder da lassen. Lange Rede kurzer Sinn, JUST SWAP IT ist ein Pfandsystem für To Go-Becher. Und zwar eines, das wirklich funktionieren kann. Es trifft genau den Nerv der Zeit, schließlich hat sich auch der neu formierte Berliner Senat dem Kampf gegen den Bechermüll verschrieben und setzt sich für ein flächendeckendes Mehrwegsystem ein. Wir wünschen dem Projekt nicht ganz uneigennützig den Siegeszug durch die Berliner und später auch landesweite Coffeelandschaft. Am Schluss noch ein persönlicher Dank: Liebe Boodhas, danke dafür, dass es endlich einen To Go-Becher gibt, der klein genug ist, dass man ihn mit einem ‚doppelten Espresso verlängert‘ befüllen kann ohne sich komplett blöd dabei vorzukommen. Size does matter.
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Just Swap It! | Boodha Project | Webseite | Facebook

Locker vom Hocker

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Freitags um 16 Uhr bei der Post. Ohne Termin beim Bürgeramt. Beim Open Air Konzert im Grünen. Zum Abendessen bei Freunden im Tiny House. Was haben all diese Situationen gemeinsam? Dass es fantastisch wäre, jetzt einen eigenen Stuhl dabei zu haben. Einen leichten, den man sich unter den Arm klemmen oder aus der Handtasche hervor kramen kann. Einen, der keinen Platz wegnimmt, sondern nur Platz bietet, damit wir ihn uns nehmen können. Einen, der bitte auch noch hübsch aussieht, robust und überall einfach und ohne Werkzeug oder Anleitung aufzustellen ist. Voilà – die Franzosen haben’s erfunden! Stooly produzieren faltbare Sitzmöbel. Kleine, leichte, designstarke Gebilde, die nach dem Harmonika-Prinzip auseinander- und wieder zusammengefaltet werden können. Die Hocker zum Beispiel, in zwei verschiedenen Höhen, sind aus vollständig recyclebarem Karton. Denn nur Karton kann den hohen Anspruch an Funktionalität, Robustheit, Eleganz und Nachhaltigkeit gleichermaßen erfüllen. Das Eigengewicht des Hockers unter 2 kg schafft dank der ausgeklügelten und filigran schönen Wabenstruktur eine Tragkraft von 300 kg. Das muss man erstmal auf die Waage bringen. Die ökologischen Hocker, Bänke und Puffs sind in verschiedenen Farben zu haben und können mit einem dezenten Sitzkissen aus Filz, Rattan oder Kunstleder für den ultimativen Sitzkomfort veredelt werden. Ach ja, für jeden verkauften Stooly pflanzen die Macher einen Baum in die Natur. Wir verlosen einen Stooly Hocker in weiß an die besonders Rast- und Ruhfreudigen unter euch. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚ICH SITZE, ALSO BIN ICH‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Stooly | Hocker, Bänke, Puffs aus recyclebarem Karton | ab 49€ | Shop

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 03. August 2016 | Tags: , , , , , , , Keine Kommentare

Papp Up the Volume!

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Papp Up the Volume!
 

Ich habe noch nie eine teure Sonnenbrille besessen. Der Grund dafür ist einfach. Keine überlebt länger, als einen Sommer. Ich kriege sie alle kaputt, zerkrazt, verlegt. Als ich am Wochenende über den Markt am Maybachufer geschlendert bin, hielten mir zwei fesche Jungs an einem Stand ein etwas hipstermäßiges aber ziemlich stylisches UV Schutz Exemplar unter die Nase. Das Problem: das gute Stück ist von Pappe. Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern aus waschechter, farbig lackierter Presspappe. Netter Versuch, aber bei meinem Glück hält die nicht mal bis zur Ankerklause. Denkste!? Vor meinen Augen verbiegt und knickt einer der beiden das hellblaue Stück in seinen Händen, um sie mir gleich danach wieder unversehrt zu überreichen. Halleluja, das ist meine Brille! Der freundliche Knicker ist Designer und Performance Artist Cantemir Gheorghiu, der 2010 damit begann, bunte Pappbrillen ohne Gläser zu designen – ursprünglich nur mit dem Ziel, das beliebte Hipster-Accessoire zu persiflieren. Die aus Druckresten gestanzten Brillen erfreuten sich immer größerer Beliebtheit, und spätestens seit Gheorghius Auftritt bei der Fashion Week im Januar 2011 sind seine nachhaltigen PAPP UP Nasenräder ein Renner. Mit PAPP UV hat Gheorghiu nun eine Sonnenbrillen-Kollektion aus einem Holz-Papier-Gemisch entwickelt, die nicht nur sowat von lässig auf der Nase sitzt, sondern auch die fiesen UV-Strahlen abhält. Biologisch abbaubar und umweltfreundlich versteht sich. Wir verlosen je zwei der Schmuckstücke, je einmal für Jungs und einmal für Mädels. Schreibt eine Mail mit dem Betreff ‚I WEAR MY PAPPGLASSES AT NIGHT‘ an hurra@muxmaeuschenwild.de.
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Papp UV Sonnenbrille von The Papp Up Store | papp-up.com/

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 18. Juni 2014 | Tags: , , , Keine Kommentare

Daniela Schiffer

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Daniela Schiffer

Das 2 Minuten Interview

Wir haben ein Kalhuohfummi! Damit versorgen wir unser iPhone mit Strom, den wir selber in Form von Sonnenstrahlen eingesammelt haben. Yeah! Diese kleine große Erfindung verdanken wir Daniela Schiffer und ihrem Partner Markus. Zusammen gründeten sie 2007 Changers.com. Seither produzieren die beiden kleine technische Wunderdinge in Sachen Nachhaltigkeit und belohnen Leute fürs saubere Energie tanken auf ihrem Changers Marktplatz. Daniela ist in La Paz geboren (das sieht man!), hat in Barcelona und Buenos Aires die Schule besucht (das merkt man!) und lebt seit 1999 als Medienkünstlerin und inzwischen eben auch Unternehmerin in Berlin (das hört man!). Ein echter Sonnenschein wie wir finden.

Name: Daniela Schiffer

Alter: 34

 

Wohnort: Berlin

 

Beruf: Unternehmerin

 

Schuhgröße: 39

 

Lieblingsmonat: August

 

Kontakt: feedback@changers.com

 

In was investierst du deine Energie?In Changers Credits. Die erzeuge ich, wenn ich grüne Energie mit dem Kalhuohfummi produziere. Der weiß nämlich, wann du wieviel Energie produziert hast. Diese Daten kannst du dann in unsere Community changers.com hochladen.
 
Was ist die tollste Erfindung der Menschheit?

Ich hab ja so meine Schwierigkeit mit Superlativen, aber in den letzten Jahren eindeutig Wikipedia. 

Muss man immer die Wahrheit sagen? Nö.

 

Welche Film- oder Buchfigur ist dir am ähnlichsten und warum? Also als Identifikationsfigur würde ich mir Beatrix Kiddo von Kill Bill aussuchen, aber vielleicht finde ich auch einfach nur den Film so gnadenlos gut.

 

Würdest du im Film lieber den Helden oder den Bösewicht spielen? Ha! Das kommt auf den Film an. So einen schillernden, zwiegespaltenen und tiefgründigen Bösewicht wie Heath Ledger den Joker bei Batman gespielt hat oder Javier Bardem bei James Bond. Das fänd ich schon ziemlich schick.

 

Trauen sich Frauen weniger zu als Männer? Total. Das ist eine echte Katastrophe.

 

Verlässt du dich eher auf deinen Instinkt oder die Logik? Bauch. Aber du brauchst beides, Kopf und Bauch.

 

Was passiert, wenn man eine Rosine in ein Glas Champagner wirft? Neuer Drink der Saison?

 

Wer oder was macht dein Leben reicher? Die kleinen Dinge: ein gutes Buch lesen, ein Glas Rotwein, mit guten Freunden zusammen essen und tolle Unterhaltungen. Und dann natürlich meine bessere Hälfte, ohne die alles doof ist :-)

Was haben Schmetterlinge im Bauch wenn sie verliebt sind? Das ist eine sehr schwierige Frage. Kleine Menschen sicherlich nicht, das ist gruselig. Kleine Schmetterlinge auch nicht, denn das ist ein selbstreflexiver Prozess, bei dem im Zweifelsfall Schwarze Löcher entstehen können. Fazit: Schmetterlinge sind innen hohl.

 

Wie sieht die Welt in 30 Jahren aus? Oh jee, Glaskugel auspacken. Keine Ahnung. Kopf sagt, das wird nicht gut gehen, Bauch sagt, wir kriegen noch die Kurve.

Kannst du gut Nein sagen? Nein.

 

Wenn wir dich zu Hause besuchen, was würdest du für uns kochen? Glaubt mir, ihr wollt, dass Markus für euch kocht.

 

Was hat dich zuletzt wirklich bewegt? Das Ende von Homeland, also die letzte Folge auf persönlicher Ebene. Ich hab geheult wie ein Schlosshund. Und politisch gesehen die ganze Snowden Affaire, die uns erst bewusst gemacht hat, in welcher Welt wir eigentlich leben.

 

Was würdest du tun, wenn du keine vor gar nichts Angst hättest? So ziemlich das gleiche, was ich jetzt auch tue. Na ja, und Fallschirmspringen.

 

Was darf niemand von dir wissen? Das ist eine ganz klare Double-Bind-Frage, die von der Bösartigkeit der muxmäuschenwild-Redakteure zeugt.

 

Welche Frage hätten wir dir stellen sollen? Ich finde, ihr habt das sehr schön gemacht.

 

Das letzte Wort: Grad heute über folgendes Zitat gestolpert, das ich gerne mit euch teilen möchte:

 

“The size of your dreams must always exceed your current capacity to achieve them. If your dreams do not scare you, they are not big enough.” – Ellen Johnson Sirleaf (erste afrikanische Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin 2011)

 

Kategorien: Leute | Autor: | Datum: 05. März 2014 | Tags: , Keine Kommentare

07|14

Karma sucht Produkte

Für unser Projekt ‚Travelling Karma Cabinet‘ freuen wir uns über eure Tipps zu den schönsten ethischen, sozialen, ökologischen Produkten weltweit. Ihr stellt etwas in Bioqualität her, kennt ein soziales Strickprojekt, habt in London ein Fairtrade Accessoire der Extraklasse entdeckt? Her mit den Tipps bis zum 1. März 2014, wir belohnen euch mit einem Überraschungsgoodie. Mails an meintipp@karmacabinet.de

Kategorien: Netzwerk | Autor: | Datum: 12. Februar 2014 | Tags: , , , Keine Kommentare

Vote for Fritz

1 Million für 100.000 Menschen. Jetzt erst Recht!

Es hätte so schön sein können. Das Volk, oder zumindest jene, die sich berufen fühlen, entscheiden per Online- und Telefon-Voting über Deutschlands ersten demokratisch gewählten Millionär. Aus Tausenden von Bewerbern kristallisierten sich im Zuge des Abstimmungsverfahrens 49 grundverschiedene Favoriten. Mit dabei: Michael Fritz, Gründungsmitglied von Viva con Agua de Sankt Pauli. Kein Konzert oder Festival ist inzwischen komplett, ohne die gut gelaunten, mit Tonne und Flagge bewehrten VcA Aktiven, die dazu ermuntern, bei ihnen Pfandbecher abzugeben und damit Geld für Trinkwasserprojekte weltweit zu spenden. Michis Anliegen im Zusammenhang mit der Millionärswahl ist klar: wählt ihn zum Millionär und die Million geht 1:1 an Viva con Agua und ermöglicht so 100.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser. Keine weiteren Fragen. Das Konzept der Sendung sah vor, die Kandidaten in diversen TV Shows live gegeneinander antreten zu lassen um am Ende den Sieger zu küren. Wie genau und warum genau und ob man jetzt dem sympathischen Kandidaten das Geld gönnt oder doch der Idee… So richtig verstanden hat das irgendwie niemand. Und wenn dann auch noch merkwürdige Live-Votings den Zorn der Zuschauer beschwören, ist Deutschlands erste demokratische Millionärswahl gescheitert, bevor sie richtig begonnen hat. Was ist inzwischen nicht schon alles geschrieben und geshitstormed worden. In der Folge wird die Sendung nach den ersten zwei Shows radikal zusammengestrichen und auf einen späteren Sendeplatz verschoben. Das Finale steigt parallel zum Dschungelcamp, Quote garantiert, Neuauflage unwahrscheinlich. Was sich nicht erledigt hat, ist das Anliegen von Viva con Agua und ihrem Vorkämpfer Michi Fritz. Es geht nach wie vor darum Menschen auf der ganzen Welt das Leben zu retten, indem man ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft. Und wenn man dafür eine lahme TV Show gewinnen muss, so what!? Das Vorhaben ist größer und wichtiger, als es das Format verdient. Deshalb schaltet am 18.01. ab 22.45 Uhr den Fernseher ein, nehmt das Telefon in die Hand und sorgt dafür, dass Michael Fritz ins Finale einzieht und sich dort unter anderem gegen einen Vertreter des Deutschen Hanf-Verbandes durchsetzt. Denn auch wenn sich das wie ein Hieb mit der Moralkeule anfühlt: Wir haben die Wahl – ganz basisdemokratisch – ob wir die Freiheit auf legalen Cannabis-Konsum höher bewerten, als den Versuch hunderttausenden Menschen zu helfen. Vote for Fritz, vote for Water!

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Vote for #Fritz | Die Millionärswahl | 18.01.2014, 22.45 Uhr | ProSieben | www.vivaconagua.org | Alle Infos auf einen Blick >> | Foto: Strassenkoeter / Artwork: Thomas Koch

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Kategorien: Projekte, Hamburg | Autor: | Datum: 15. Januar 2014 | Tags: , Keine Kommentare

streem Magazin

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Straßenzeitung Deluxe

Mit Straßenzeitungen ist das so eine Sache. An sich eine prima Idee. Obdachlose können an vereinbarten Orten einen druckfrischen Stapel erwerben und mit kleinem Gewinn weiterverkaufen. Eine sinnvolle Aufgabe und Einnahmequelle, obendrein ein Schritt in Richtung gesellschaftlicher Akzeptanz. Das Problem: erstens interessiert fast niemanden was darin zu lesen ist, zumindest mögen wir das glauben, weil Straßenzeitungen zweitens so aussehen und drittens genau so heißen, nämlich sowas wie Motz! Will ich mich nach diesem quälend langen Arbeitstag auch noch anmotzen lassen und zu Recht darauf hingewiesen werden, dass es anderen Leuten tatsächlich schlecht ergeht und sie mit wirklichen existenziellen Problemen zu kämpfen haben? Bitte nicht! Und so sind dann alle im Bahn-Abteil plötzlich höllisch vertieft in ihr Buch oder Handy oder das Drei-Minuten-Evergreen-Medley des Akkordeonspielers, den Fahrkartenkontrolleur, die Aussicht oder was auch immer, wenn der Typ in Cap und Jeans die neueste Ausgabe anpreist. Das mit der gesellschaftlichen Akzeptanz ging dann schonmal nach hinten los. Was aber, wenn der Kerl ein cooles Magazin in der Hand hielte, mit Inhalten, die mich wirklich interessieren, mit Heldengeschichten und echten Insights von der Straße, gut aufgemacht, geschrieben in einer Sprache, die ich verstehe? Ich würde nicht Reißaus nehmen, sondern mich am Bahnsteig danach umsehen. Mehr noch, ich wäre bereit den doppelten Preis zu zahlen. Mehr Street Credibility geht nicht. Das StreetMag schlechthin gibt es inzwischen. streem heißt es, ist furchtbar gut anzuschauen und bietet eine Plattform für Künstler, Macher, Perfomer und Menschen von der Straße in dieser Stadt Berlin. Gemeinnützig produziert und bisher komplett finanziert aus Anzeigen und Kooperationen, erscheint es einmal im Quartal und bietet so etwas wie den Gegenentwurf zum klassischen Straßenmagazin. Ich will das lesen! Das Beste: die Obdachlosen müssen das Magazin nicht kaufen, sondern bekommen es in einer Auflage von 20.000 Stück kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie bekommen ein Produkt an die Hand, mit dem sie sich identifizieren können und deren Erlös zu 100 Prozent bei ihnen landet. Wir finden das großartig. Und damit es streem auch in Zukunft gibt, rufen wir ebenso wie unser Lieblingsradiosender FluxFM dazu auf, das Projekt zu unterstützen. Wie? Auf der Crowdfunding Plattform Vision Bakery könnt ihr Deutschlands coolstem Straßenmagazin unter die Arme greifen und einen wichtigen Beitrag leisten. Im Februar heißt es dann hoffentlich: Augen auf an der Bahnsteigkante. Wir wollen streem.

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streem Magazin | streem-magazine.de, visionbakery.com/streem

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 08. Januar 2014 | Tags: , , Keine Kommentare

Zeit statt Zeug

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Zeit statt Zeug

Wenn uns jemand fragt, was wir unseren Eltern schenken, ist die Antwort ganz einfach: gemeinsame Zeit. Ob Konzertbesuche, Koch-Abende oder ein Wohnmobil-Abenteuertrip in die Ukraine um die Deutsche Fußballnationalmannschaft zum EM-Vorrundensieg gegen Dänemark zu brüllen – gemeinsame Zeit ist das was zählt und bleibt. Und weil es uns manchmal ein wenig an Ideen mangelt oder wir einen kleinen Wink in die richtige Richtung brauchen, gibt es inzwischen auch die passende Plattform zum Thema. ‚Zeit statt Zeug‘ heißt das von Michael Volkmar initiierte Projekt. Auf der gleichnamigen Website finden sich zu Hauf Inspirationen für den konsumbefreiten Gabentisch. Vorlesen statt Buch, Waldluft statt Parfüm, Fotos gucken statt Fotoapparat, Zoobesuch statt Stofftier, der Zeit statt Zeug Shop will dir nichts verkaufen, sondern dich dazu inspirieren, etwas Einzigartiges zu verschenken: gemeinsam erlebte Zeit eben. Und um aus einem „wir müssen mal wieder zusammen spazieren gehen“ ein reales Vorhaben werden zu lassen, lässt sich das Präsent ganz offiziell per selbstgestalteter Grußkarte verschenken und das digital oder per echtem Gutschein – erhältlich in ausgewählten real-Märkten. Deal sealed! Auch toll: eigenen Wunschzettel schreiben und beschenken lassen! Denn mal ehrlich: das zehnte Parfum, der x-te Hoodie, immer wieder Socken… wer braucht den ganzen Kram eigentlich? Nehmt euch Zeit für euch und eure Liebsten! Umarmt euch mal, denn es ist schön, dass ihr da seid. Genießt den Moment!

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Zeit-statt-Zeug.de

Kategorien: Produkte | Autor: | Datum: 18. Dezember 2013 | Tags: , , Keine Kommentare

Bis es mir vom Leibe faellt

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Bis es mir vom Leibe fällt

Ich war einmal… so beginnen die meisten Geschichten die das Berliner Veränderungsatelier mit dem Namen ‚Bis es mir vom Leibe fällt‘ von seinen Kleidungstücken erzählt. Womit wir auch gleich beim Thema wären. Um gegen die Wegwerfgesellschaft anzukämpfen, beschlossen die Gründerinnen Lieblingskleidungsstücke vor dem Verstauben zu retten, zu reparieren und umzugestalten, um daraus neue zeitgemäße Mode zu kreieren und um zu vermeiden, dass sie weggeschmissen und neue, unfair produzierte Kleidungsstücke gekauft werden. Wachküssen nennen sie das passenderweise. Und so wird dann aus einem mit zartkarierten, blassblauen Borten besetzten Sommerkleid einer jungen Literaturstudentin – zur Schau getragen im DDR Sommer der Liebe 1973 – ein Fashion Highlight anno 2013. Mode mit Geschichte die trotzdem hip ist? Damit können wir uns anfreunden. Also, nichts wie ran an den Kleiderschrank und ausmisten was das Zeug hält, schließlich steht der Winter vor der Tür. Und wer weiß, vielleicht begrüßen wir den nächsten Frühling ja mit ein paar wachgeküssten Lieblingsstücken Marke „Bis es mir vom Leibe fällt“.

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Veränderungsatelier | Die Hackeschen Höfe, Hof 4, Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin | Website >>

Kategorien: Projekte | Autor: | Datum: 16. Oktober 2013 | Tags: , Keine Kommentare